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Die vielsagende Ruhe um Milton Friedman

Markus Diem Meier am Mittwoch den 21. August 2013
Der Ökonom Milton Friedman. (Keystone)

Milton Friedman: Zwischenzeitlich heimatlos (Keystone)

Der verstorbene grosse Geldtheoretiker wird im jüngsten Ökonomenstreit nicht mehr oft genannt. Das liegt daran, dass er für die amerikanische Rechte zu viel mit der «anderen Seite» gemeinsam hat.

In den letzten Wochen hat in der internationalen Ökonomie-Blogosphäre eine interessante Debatte zum Thema stattgefunden, weshalb seit der Krise der Name von John Maynard Keynes (1883 bis 1946) immer mehr, jener von Milton Friedman (1912 bis 2006) dagegen deutlich weniger genannt wird (siehe etwa hierhier, hier, hierhier, hier oder hier).

Hätte man vor der Krise weltweit eine Umfrage mit der Frage gestartet, welches wohl die zwei einflussreichsten Ökonomen des letzten Jahrhunderts waren, wären bestimmt die Namen dieser beiden Ökonomen gefallen.

Die Thesen von Keynes und Friedman galten immerhin als die wichtigsten Eckpfeiler aber auch Antipoden in Bezug auf die makroökonomische Theorie, wie auch (damit verbunden) in Bezug auf die ideologische Grundhaltung. Hier stark zugespitzt, was damit gemeint ist:

  • Zuerst zum Kern des Unterschieds in der Theorie: Als Lehre von Keynes gilt in erster Linie, dass der Staat mit seinem Budget (Mehrausgaben oder tiefere Steuern) eine Krise bekämpfen soll, weil er so für die fehlende Gesamtnachfrage sorgen kann. Im Gegensatz dazu gilt als Kern von Friedmans Lehre die Aussage, dass der konjunkturelle Ausgleich nicht über das Staatsbudget, sondern durch die Geldpolitik der Notenbank erfolgen soll - durch deren Geldmengensteuerung.
  • Der ideologische Unterschied liegt darin, dass Friedman die Einflussmöglichkeiten des Staates in die Wirtschaft und in die Gesellschaft so weit wie möglich zurückbinden wollte. Auch deshalb wandte er sich klar gegen eine staatliche Konjunkturpolitik. Keynesianer haben dagegen zeitweise (vor allem in der Zeit von Friedmans wichtigstem Wirken in den 1960er und 1970er Jahren) die Ansicht vertreten, der Staat könne mit seiner Wirtschaftssteuerung fast nach Belieben gewünschte konjunkturelle Ergebnisse herbeiführen. Wie John Maynard Keynes eigene Schriften klar machen, hielt dieser selbst eine solche Vorstellung allerdings für Humbug.

Wie erwähnt, ist das stark zugespitzt, entspricht aber wohl der verbreiteten Ansicht über die beiden Ökonomen. Schaut man sich die Schriften und das Wirken der beiden etwas genauer an, sind die Unterschiede zwischen den beiden weniger ausgeprägt:

  • Keynes etwa war sich der Bedeutung der Geldpolitik sehr bewusst und hat (wie später Friedman) in den Fehlern der Zentralbanker einen wichtigen Grund für die Weltwirtschaftskrise gesehen. Aber in der Depression der 1930er Jahre hielt er die Geldpolitik angesichts der damals vorherrschenden Liquiditätsfalle (wenn das von den Notenbanken geschaffene Geld nicht im Wirtschaftskreislauf ankommt) anders als später Friedman für wirkungslos und er glaubte damals (fälschlicherweise), dass diese Impotenz der Geldpolitik auch in Zukunft anhalten würde, weshalb die Fiskalpolitik Vorrang behalten müsse.
  • Keynes war ausserdem alles andere als ein Sozialist; ihm ging es im Gegenteil um die Bewahrung der kapitalistischen Ordnung, die zu seiner Zeit für viele als gescheitert galt, weshalb rechte und linke Extremisten (Faschisten, Nationalsozialisten und Stalinisten) überall Zulauf erhielten. Anders als sie hielt Keynes das System nicht für gescheitert, da es seiner Ansicht nach mit etwas Konjunkturpolitik wieder ins Lot gebracht werden konnte.
  • Aber richtig ist: Keynes war gegenüber staatlichen Eingriffen in die wirtschaftlichen Abläufe nicht nur offener als Friedman: Für bestimmte Lagen - wie eine schwere Rezession - hielt er diese sogar für zwingend. Friedman dagegen wollte dem Staat so wenig Einfluss wie nur möglich einräumen. So wollte er selbst die konkrete Ausgestaltung der für ihn wichtigen Geldpolitik einer Notenbank eher fixen Regeln überlassen als dem Einschätzungsvermögen von Notenbankern (mehr dazu hier).

Dieser letzte Unterschied hat bis vor kurzer Zeit gereicht, dass Friedman der Lieblingsökonom der Rechten war und Keynes ab den 1980er Jahren jener der (sozialdemokratischen) Linken.

Doch seit der Krise hat sich das geändert. Bei der Rechten (vor allem in den USA) scheint die so genannte «Österreichische Schule» mit  ihrem wichtigsten Vertreter Friedrich A. Hayek (1899 bis 1992) Friedman weitgehend in der Bedeutungsskala verdrängt zu haben.

Der Grund ist, dass die US-Rechte mittlweile (wie schon immer die «Österreichische Schule») jegliche Konjunkturpolitik ablehnt, auch die Geldpolitik. Das gilt ganz besonders für die unkonventionellen Massnahmen wie das so genannte «Quantitative Easing» (QE), den Käufen von Staats- und verbrieften Hypothekenpapieren, um die Geldmenge auszudehnen. Leitzinssenkungen funktionieren nicht mehr, da die sich schon bei Null befinden. Der einstige republikanische Präsidentschaftskandidat und Gouverneur von Texas Rick Perry hat 2011 wegen diesen Käufen Fed-Chef Bernanke gedroht, in seinem Staat würde man ihn übel behandeln, wenn er da aufkreuzen würde.

Doch Friedman hat in einer ähnlichen Lage klar gemacht - jener in Japan - dass er exakt die gleiche Geldpolitik für eine Liquiditätsfalle mit Leitzinsen bei Null empfehlen würde. Die Hervorhebungen in allen folgenden Zitaten sind von mir. (Quelle: Brad DeLong's Blog):

«As far as Japan is concerned, the situation is very clear. And it’s a good example... it shows how unreliable interest rates can be as an indicator of appropriate monetary policy. During the 1970s, you had the bubble period. Monetary growth was very high. There was a so-called speculative bubble in the stock market. In 1989, the Bank of Japan stepped on the brakes very hard and brought money supply down to negative rates for a while. The stock market broke. The economy went into a recession, and it’s been in a state of quasi recession ever since. Monetary growth has been too low. Now, the Bank of Japan’s argument is, 'Oh well, we’ve got the interest rate down to zero; what more can we do?' It’s very simple. They can buy long-term government securities, and they can keep buying them and providing high-powered money until the high powered money starts getting the economy in an expansion. What Japan needs is a more expansive domestic monetary policy. The Japanese bank has supposedly had, until very recently, a zero interest rate policy. Yet that zero interest rate policy was evidence of an extremely tight monetary policy. Essentially, you had deflation. The real interest rate was positive; it was not negative. What you needed in Japan was more liquidity

Aus Sicht von Hayek und seinen Anhängern (und heute der US-Rechten) ist das aber eine sehr gefährliche Politik. Sie befürworten vielmehr, jede aktive Konjunkturpolitik zu unterlassen. Der Grund dafür in meinen Worten: Alles Fehlgeleitete muss aussterben, damit die gesunden Teile wieder wachsen können. Hier in den Worten von Hayek selbst (Quelle ist seine Vorlesungsreihe «Prices and Production» aus dem Jahr 1934 - mitten in der grossen Depression - das Zitat befindet sich auf den Seiten 98 und 99):

«If we pass from the moment of actual crisis to the situation in the following depression, it is still more difficult to see what lasting good effects can come from credit expansion. (...) If the proportion as determined by the voluntary decisions of individuals is distorted by the creation of artificial demand, it must mean that part of the available resources is again led into a wrong direction and a definite and lasting adjustment is again postponed. And, even if the absorption of the unemployed resources were to be quickened in this way, it would only mean that the seed would already be sown for new disturbances and new crises. The only way permanently to 'mobilize' all available resources is, therefore, not to use artificial stimulants—whether during a crisis or thereafter—but to leave it to time to effect a permanent cure by the slow process of adapting the structure of production to the means available for capital purposes

Friedman hielt diese Ansicht für äusserst schädlich. Hier sein Urteil über diese Rezepte der «Österreichische Schule» (Quelle ist das unter diesem Link aufgeführte Interview):

«I think the Austrian business-cycle theory has done the world a great deal of harm. If you go back to the 1930s, which is a key point, here you had the Austrians sitting in London, Hayek and Lionel Robbins, and saying you just have to let the bottom drop out of the world. You’ve just got to let it cure itself. You can’t do anything about it. You will only make it worse. You have Rothbard saying it was a great mistake not to let the whole banking system collapse. I think by encouraging that kind of do-nothing policy both in Britain and in the United States, they did harm.»

Kein Wunder hielt umgekehrt auch Hayek nicht viel von Friedmans ökonomischen Erkenntnissen. Er hielt ihn von der Methode her sogar für einen Keynesianer, wie er uns im folgenden Interview gleich selbst erklärt - gestandenen NMTM-Lesern dürfte das Video bekannt vorkommen:

In gewöhnlichen Zeiten, als die Differenzen in ökonomischen Belangen noch nicht so scharf aufgebrochen sind, wie seit der Krise, haben die Unterschiede zwischen Hayek und Friedman eine geringe Rolle gespielt. Sie gehörten durch ihren gemeinsamen Einsatz für ein Zurückbinden des Staates zur gleichen Seite und hatten daher auch die gleichen Anhänger. Seit der Krise und den grossen Fundamentaldebatten in der Ökonomie funktioniert das nicht mehr. Vor allem die US-Rechte hat sich jetzt gänzlich der Ansicht verschrieben, jede Konjunkturpolitik sei schlecht, auch die aktuelle Geldpolitik der US-Notenbank. Damit hat Friedman seinen Platz in diesen Kreisen verloren.

Angesichts der anhaltenden Liquiditätsfalle erweist sich allerdings selbst die expansive Geldpolitik nicht als das von Friedman erhoffte ausreichende Wundermittel. Und die stark negativen Folgen auf die Konjunkturlage durch übermässige Austeritätsmassnahmen machen ausserdem klar, dass die Fiskalpolitik aktuell eine wichtige Rolle spielt - eine Ansicht, mit der Friedman schlecht hätte leben können.

Vorübergehend hat Friedman wohl seine Heimat verloren. Mit der Normalisierung der Zeiten wird dereinst allerdings die Geldpolitik wieder ihren zentralen Platz in der Konjunkturpolitik zurückgewinnen und Friedmans Bedeutung wieder steigen.

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132 Kommentare zu „Die vielsagende Ruhe um Milton Friedman“

  1. Baer sagt:

    Von Maria Marcuzzo von der Uni Roma gibt es im Netz ein schönes Papier über “Keynes and the Welfare State”, welches zeigt, wie wenig Keynes mit der Idee des Wohlfahrtsstaats und der Sozialdemokratie am Hut hatte. Seine politischen Ansichten kommen auch in seinem Briefwechsel mit Bernard Shaw zum Ausdruck.

    Persönlich denke ich, Hayeks “Werk” besteht aus “truisms”, aus Binsenwahrheiten. Seine Einsichten sind trivial. Wissen ist beschränkt, Eingriffe führen zu unbeabsichtigten Folgen, etc.. Monetarismus geht davon aus, Geld sei eine Ware, welche die Zentralbank beliebig steuern kann und sollte. Er selbst nahm diese Ansicht in der Financial Times 2003 wieder zurück: “The use of quantity of money as a target has not been a success … I’m not sure I would as of today push it as hard as I once did.”

    • Frank Baum sagt:

      Hayek’s Werk stellt weder Binsenwahrheiten noch “Truisms” dar. Sein Werk basiert auf einer Annahme über das Verhalten von Märkten, die schlicht falsch ist. Würden Hayek’s Annahmen über das Verhalten von Märkten zutreffen, wären die Aussagen Hayek’s Binsenwahrheiten. So sind sie aber schlichtweg falsch. Das Problem ist nun einmal, dass die Märkte nicht effizient sind und die “efficient market theorie” nicht haltbar ist. Märkte sind grundsätzlich instabil, weil die Marktteilnehmer nicht in der Lage sind, die Informationen so zu verarbeiten wie das die “Efficient Market Theorie” voraussetzt und oft genug nur darauf reagieren, wie andere Marktteilnehmer sich verhalten anstatt den tatsächlichen Wert (“intrinsic Value”) eines Finanztitels zu beurteilen.

      • Baer sagt:

        @ Baum. Ich meine das nicht so, wie Sie mich interpretieren. Die Efficient Market Hypothesis ist übrigens nicht von Hayek, sondern von Eugene Fama. Diese Hypothese ist nicht interessant, da sie zirkulär ist. Sie postuliert lediglich die Pangloss’sche Philosophie “Was ist, ist richtig, denn müsste es anders sein, wäre es auch anders”. So behaupten Fama und andere ökonomische Kirchengänger: “Alle Börsenpreise, wie sie jetzt sind, sind richtig, denn müssten sie anders sein, wären sie das bereits.” Diese Argumentationsweise war bereits typisch für die Theodizee. Im 21. Jahrundert noch einmal über die Theodizee zu diskutieren ist müssig. Es ist ein religiöser, kein wissenschaftlicher Gedanke.

        Viele ethische Implikationen von Hayeks “Theorien” teile ich freilich nicht. Nehmen wir ein ganz einfaches ethisches Prinzip: Ein Individuum ist verantwortlich für die absehbaren Konsequenzen seiner Handlungen. Hayek sagt nun: Staatsangestellte sollten NIE helfend in die Gesellschaft eingreifen, denn die unbeabsichtigen negativen Konsequenzen KÖNNTEN schlimmer sein als der Nutzen. Das ist ethisch fragwürdig. Gleichzeitig ist es inkonsistent, denn für Eigentumsschutz darf der Staat dann eingreifen. Auch die Interventionen von Privatpersonen KÖNNTEN mehr negative Konsequenzen haben als positive. Sollte man deshalb Privatpersonen das Handeln verbieten? Das wäre absurd. Alle relevanten Akteure sind verantwortlich für die absehbaren Konsequenzen ihrer Handlungen.

    • Linus Huber sagt:

      @ Oliver

      Ich denke, Sie verstehen Friedmanns(es war nicht Hayek) Aussage falsch. Er wollte damit ausdruecken, dass die Verneinung der Idee “of targeting the quantity of money” heute nicht mehr in dieser Staerke vertreten wuerde.

      • Linus Huber sagt:

        Ich denke, Sie verstehen Friedmanns(es war nicht Hayek) Aussage falsch. Er wollte damit ausdruecken, dass er die Verneinung der Idee “of targeting the quantity of money” heute nicht mehr in dieser Staerke vertreten wuerde.

        • Baer sagt:

          @ Huber: Milton Friedman hat 2003 der Financial Times gesagt, dass er Geldmengenziele für Zentralbanken nicht mehr mit solcher Vehemenz vertreten würde. Wie Oliver weiter unten sagte, hatte Friedman das Pech, dass man seine Theorie ausprobiert hat. Sie ist kläglich gescheitert. Natürlich ist sie das, denn Banken schöpfen Publikumsgeld, nicht die ZB, wie man in jedem Lehrbuch für Gymnasiasten nachlesen kann.

          • Linus Huber sagt:

            Beschreiben Sie, was Sie als “gescheitert” bezeichnen.

          • Linus Huber sagt:

            Der Versuch, die Inflation durch die Geldmenge zu STEUERN, versagte, da es zwischen Geldmenge, Wirtschaftsleistung und Inflation nur einen sehr losen und stark schwankenden Zusammenhang gibt. Und heute sind wir am Punkt angekommen, an welchem wir erkennen duerfen, dass das STEUERN des Wirtschaftswachstums unter Verwendung geldentwertender Manipulation ebenfalls versagte.

            Was schliessen Sie daraus, wo das Problem vielleicht liegen mag?

          • Linus Huber sagt:

            Ich habe mich kurz in Ihr Argument eingelesen.

            Die Konfusion lag in erster Linie darin, dass man nicht wusste, welche Geldmenge nun wirklich zu beruecksichtigen waere in dieser “Steuerung”. Die allgemeine Konfusion ist nicht weiter verwunderlich, wenn man die Bedeutung von Kredit oder wie Sie dies ausdruecken, die Geldschoepfung durch Banken, nicht wirklich versteht.

            In seinen spezifischen Empfehlungen steht Friedmann oft bedeutend naeher bei Keynes als angenommen wird, da er ebenfalls die Kunst der Manipulation und damit die Konzentration von Macht in solchen Situationen foerderte und dies obwohl er grundsaetzlich die Abschaffung des FED (sowie 8 cabinet departments der USR) als erstrebenswert betrachtete. Das Gefuehl sich in der Naehe von Macht zu befinden, mag seine Empfehlungen wohl mit beeinflusst haben.

          • will williamson sagt:

            Rund 90% des Geldes werden durch Kredite der Geschäftsbanken via Kredite geschöpft, die restlichen 10% durch die Notenbanken. Wobei man sich die Frage stellen kann, ob nicht eigentlich die Kreditnehmer die “Geldschöpfer” sind. Rittershausen vertrat schon in den 50-er/60-er Jahren die Meinung, Geld werde durch die Umwandlung von Privatkredit in Bankkredit geschaffen. Wenn man sich z.B. am Ablauf des Wechseldiskonts orientiert, ist seiner These zuzustimmen. Wenn niemand einen Kredit haben wollte, würde auch kein Geld geschöpft, wenn wir vom Eigenhandel der Banken absehen, den die Banken möglicherweise mit Kredit an sich selber betreiben.

    • Linus Huber sagt:

      @ Baer

      Es geht weniger um Keynes’ persoenliche Ansichten, sondern darum, wie seine Lehren interpretiert und angewendet wurden. Wenn wir heute ueber Keynesianism sprechen, reden wir um die aktuelle Anwendung dessen, was (wenn auch verfaelscht in manchen Aspekten) er in seinen Theorien darzustellen versuchte.

      Wie im Artikel erwaehnt, ging es bei Keynes in erster Linie um die “Rettung” des Kapitalismus. Das gleiche versuchte Bush/Obama indem sie die Zentralplanung ausweiteten, um das System des “Kapitalismus” zu retten. Dabei handelt es sich seit langem nicht mehr um Kapitalismus sondern um Planwirtschaft mit Zentralbanken als planwirtschaftliches Kommitee.

      • Ueli der Hecht sagt:

        @Linus Huber
        Ist doch ganz einfach Herr Huber: Der Kapitalismus musste von Ihren vermeintlich “ideologischen Widersachern” gerettet werden, dass der Huber heute sagen kann, dass dieser gerettete Kapitalismus gar kein Kapitalismus ist.

        • Linus Huber sagt:

          Etwa so, wie die kommunistische Gesellschaft von seinen “ideologischen Widersachern” “gerettet” wird? Dabei sind alles nur Machthuelsen und es geht einzig um verschiedene Formen der Machtkonzentration.

  2. Frank Baum sagt:

    Es ist tatsächlich interessant, wie Friedmann in den Hintergrund geraten ist. Ich denke, das hat zwei Gründe, die hier bereits erwähnt wurden. In den USA sind die Republikaner scharf nach rechts gerückt. Vor 20 Jahren hätten die Theorien Friedmann’s noch den Kern der Politik der Republikaner ausgemacht. Heute will man der Wirtschaft den Boden unter den Füssen wegziehen. Ich denke, das ist nicht so sehr ein bewusster Prozess der Republikaner, weil sie zu der Überzeugung gelangt sein könnten, dass dies irgendwie funktionieren könnte. Ich denke viel eher, dass die Republikaner automatisch nach rechts rücken, wenn Präsident Obama eine zuvor republikanische Position besetzt.

    Das zweite Problem für Friedman’s Thesen ist die Erfahrung mit der letzten Krise: sie hat gezeigt, dass monetäre Politik zur Stabilisierung nicht ausreicht. Wenn eine Wirtschaft von einem Nachfrageschock heimgesucht wird, was ja die Konsequenz einer Finanzmarktkrise ist, dann kann monetäre Politik alleine nicht ausgleichend wirken, weil man in eine Liquiditätsfalle gerät. Die einzige wirkungsvolle HIlfe ist eine entsprechende Fiskalpolitik, die aber in den USA und Europa ausgeblieben ist, weswegen sich die Wirtschaft auch so schleppend erholt.

    Was aber wirklich schlimm ist, ist die Tatsache, dass eine Polarisierung der ökonomischen Diskussion entbrannt ist. Die Theorien der Österreicher wurden ja durch die Finanzkrise nachhaltig widerlegt.

    • Josef Marti sagt:

      Danke für diese treffenden Hinweise. Betr. Fiskalpolitik ist leider festzuhalten, dass die Steuersenkungsorgien der letzten 30 Jahre nicht rückgängig gemacht werden können. Vorher wird durch höhere und neue asoziale Konsum- und Verbrauchssteuern die weitere Umverteilung nach oben vorangetrieben.

    • Linus Huber sagt:

      @ Frank

      “Die Theorien der Österreicher wurden ja durch die Finanzkrise nachhaltig widerlegt.”

      Ich versuche mich in der Diskussion zurueckzuhalten, da ich eh sehr dominierend wirken duerfte. Trotzdem kann ich solche Fehldarstellungen nicht durchgehen lassen. Es ist genau die Oesterreichische Schule, welche vor dieser Krise gewarnt hat und sie voraussah. Sie ist nicht widerlegt, sondern bestaetigt.

      • Frank Baum sagt:

        @Huber: Nein, die Österreichische Schule ist nicht bestätigt. Sie hat mit den falschen Argumenten vor einem anderen Phänomen gewarnt. Vor allem aber: wir hätten heute eine Katastrophe ganz anderen Ausmasses, wenn wir den Ratschlägen der Österreicher im Nachgang zur Krise gefolgt wären. Warum sind die Österreicher gescheitert? Sie haben ein ganz falsches Bild vom Verhalten von Märkten. Die Krise hat bestätigt, dass sich Märkte nicht so verhalten, wie sich das die Österreicher vorgestellt haben. Entsprechend sind deren Ratschläge wie Krisen vermieden werden könnten genauso unnütz, wie deren Ratschläge, was beim Eintreten einer Krise zu tun sei.

        Das haben wir beim letzten Mal schon diskutiert: die Stabilität von Finanzmärkten ist eine Funktion der Regulierung. Nicht regulierte Märkte “krachen” in regelmässigen Abständen, wie ein Blick auf das 19. Jahrhundert zeigt. Die Ursache für das Zusammenbrechen von Finanzmärkten ist nicht der Eingriff des Staates sondern die Panik der Marktteilnehmer.

        • Linus Huber sagt:

          @ Frank

          Sie sollen doch krachen von Zeit zu Zeit, sodass die notwendige Disziplin zurueckkehrt. Das Verhindern dieses regelmaessigen Kreislaufes von Kreditausweitung und -reduktion fuehrte zu diesen massiven Ungleichgewichten, welche wohl eine gesellschaftliche Misere nach sich ziehen wird. Wir sind noch lange nicht am Ende der Fahnenstange angelangt. Warten wir mal ein paar Jahre ab und auch Sie werden erkennen, in welch aussichtslose Situation uns die vergangene Geldpolitik manoevrierte.

          • Frank Baum sagt:

            @Linus: Finanzmarktkrisen als Disziplinarmassnahme? Das könnte man akzeptieren, wenn man sich einen Markt wie ein Pendel vorstellt, das um die Gleichgewichtslage herumpendelt. Wenn man sich aber einen Markt als Pendel vorstellen will, dann eher als ein Pendel, das auf dem Kopf steht und das möglichst in der Gleichgewichtslage gehalten werden muss.

            Man muss Marktereignisse unterscheiden: es gibt Marktbereinigung, die Ungleichgewichte bereinigen (z.B der Konkurs einer Drogeriemarktkette in Deutschland). Solchen Ereignissen sollte man so lange freien Lauf lassen, als dass solide Marktteilnehmer nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Das Problem bei einer Finanzmarktkrise besteht aber darin, dass eben auch gesunde Insititute in Mitleidenschaft gezogen werden, weil sie illiquide werden. Jetzt reden wir nicht mehr von “Disziplin” sondern von einem Kollateralschaden. Und dieser Schaden kann durchaus langfristige Folgen haben: Nehmen Sie z.B. Spanien. Das Land geriet in eine private Überschuldung und konnte sich daraus nicht lösen, weil es keine eigene Währung hatte. Es wurden Sparmassnahmen aufgebürdet und eine tiefe Rezession provoziert. Jetzt haben wir eine Jugendarbeitslosigkeit von 40% oder so. Im Grunde genommen verlieren hier 40% der jungen Spanier ihre Kenntnisse. Nichts tun stumpft ab. Laut Hayek sollte man die einfach sitzen lassen. Das wäre eben auch langfristig falsch, weil diese Leute weniger produktiv werden.

        • Linus Huber sagt:

          Nachgang zur Krise

          Man muss nicht im Nachgang einer Krise denjenigen beschuldigen, welcher zuvor gewarnt hat, dass die zu frueheren Zeiten angewandten Ideen der Geldpolitik zur Krise fuehren wird. Zuerst den Rat nicht befolgen und nachtraeglich jene Rezepte, welche die Krise urspruenglich verhindert haetten, zu beschuldigen, ist natuerlich eine grossartige Art der Argumentation. Tatsaechlich habe ich heute einen Affen gesehen, aber er hat mich nicht gebissen.

          • Frank Baum sagt:

            Ich beschuldige die Österreicher nicht, uns vor der Krise gewarnt zu haben. Sie taten es nicht. Vor allem aber haben Sie die Mechanik falsch verstanden. Zur Kritik an den Vorschlägen: Wenn sich die Österreicher als Rufer-in-der-Wüste gefallen wollen, dann meinetwegen. Trifft zwar nicht zu, aber selbst wenn es so wäre, ist es irrelevant. Die Frage ist doch viel eher: Was sagen denn die Österreicher, was zu tun wäre? Und da merkt man schnell: hätten wir nach der Krise getan, was uns die Österreicher raten, hätten wir aus einer Krise eine Katastrophe gemacht (siehe Spanien, etc). Hätten wir VOR der Krise auf die Österreicher gehört, dann hätten wir vor der Krise eine Katastrophe provoziert. Die Vorschläge der Österreicher machen die Märkte nur noch instabiler, als sie es ohnehin schon sind.

          • Linus Huber sagt:

            Erzaehlen Sie doch keine Maerchen hier. Natuerlich warnt die Lehre der Oesterreichischen Schule vor der kuenstlichen Aufrechterhaltung von Wirtschaftswachstum auf der Basis von Kreditausweitung. Sie scheinen wirklich keine Ahnung zu haben.

          • Linus Huber sagt:

            “Hätten wir VOR der Krise auf die Österreicher gehört, dann hätten wir vor der Krise eine Katastrophe provoziert.”

            Nein, wenn man in den letzten Jahrzehnten darauf gehoert haette, waeren kurzfristige verdaubare Krisen Standard geworden, aber die Katastrophe, welche uns bald ins Haus schneien duerfte nicht aufgetreten. Sie nehmen natuerlich an, dass die Krise von 2008/09 die eigentliche Katastrophe darstellt, was Ihre eingeschraenkte Betrachtungsweise bestaetigen duerfte.

          • Frank Baum sagt:

            In welchem Zusammenhang haben die Österreicher vor der “kuenstlichen Aufrechterhaltung von Wirtschaftswachstum auf der Basis von Kreditausweitung” gewarnt und inwiefern hat das etwas mit der Finanzmarktkrise zu tun? Nachdem ich ja offensichtlich keine Ahnung haben, würde ich mich da gerne weiterbilden.

          • Frank Baum sagt:

            Ob wir je wieder eine Krise wie 2007/2008 erleben werden, weiss keiner. Wenn wir die Finanzmärkte strikt regulieren, dann können wir weitere Krisen vermeiden. Die niedrigen Zinsen spielen dazu (wie bereits bei unserem letzten Gedankenaustausch festgehalten keine Rolle. Die Reserven spielen eine Rolle, nicht der Preis für Geld. Reserven werden durch Regulairein festgehalten). Wir sind uns aber einig, dass Krisen auftreten. Ich bin allerdings der Meinung, dass wir lieber steuernd eingreifen, weil wir nichts davon haben, aus einer Krise eine Katastrophe werden zu lassen. Krisen folgen auch nicht einfach so einem “normalen Gang”, wie sich das die Österreicher vorstellen. Märkte verhalten sich nicht wie Pendel.

          • Frank Baum sagt:

            Natürlich hätten wir auch schon in der Vergangenheit aus jeder Krise eine Katastrophe gemacht, wenn wir den Vorschlägen der Österreicher gefolgt wären. Im Grunde genommen, wirkt ja der Sozialstaat wie eine Keynes’sche Fiskalpolitik: bei jeder konjunkturellen Delle gibt der Staat mehr Geld aus (Sozialversicherungen, usw.) und dämpft damit den Effekt. Die meisten Abschwünge kann man so im Grif behalten. Hätten wir also den Österreichern vertreut, hätten wir ja den Sozialstaat schleifen müssen. Dann wäre aus jeder Konjunkturdelle ein Teufelskreis immer weiter sinkender NAchfrage geworden und wir hätten schon früher Katastrophen erlebt.

          • Linus Huber sagt:

            Sie kennen das Gedankengeruest der Oesterreichischen Denkschule nicht einmal im Ansatz. Also unterlassen Sie es besser, darueber zu schreiben.

          • Linus Huber sagt:

            In August 2004, four years before the Global Financial Crisis of September 2008 and the ongoing financial crises in Europe and elsewhere, Austrian commentator Robert K. Landis stated the following:[61]
            No, the die is cast: we shall have the catastrophe. Our fiat monetary system got a reprieve in the 1980′s, not a deliverance. All that has happened since, with the fantastic mispricing of credit the Greenspan Fed has engineered, and the massive global malinvestment this has engendered, is that the dimensions of the unraveling have become more dire.
            Mises called this one too: “Certainly, the banks would be able to postpone the collapse; but nevertheless, as has been shown, the moment must eventually come when no further extension of the circulation of fiduciary media is possible. Then the catastrophe occurs, and its consequences are the worse and the reaction against the bull tendency of the market the stronger, the longer the period during which the rate of interest on loans has been below the natural rate of interest and the greater the extent to which roundabout processes of production that are not justified by the state of the capital market have been adopted.”
            With respect to the form the denouement will take, much has been written within the gold community on the subject of whether we face hyperinflation or deflationary depression as the prelude to monetary collapse. Both sides of the debate appear to accept the premise that whatever may transpire will bear a linear …

          • Frank Baum sagt:

            Ich kenne die Lehre der Österreicher sehr gut. Ich beschreibe sie hier ja auch treffend. Immerhin ist es ihnen nicht ansatzweise gelungen, ein Argument zu liefern, das die Österreicher stützt. Unkenrufe sind kein Argument. Unkenrufe gab es zu Hauf. Jedes mal, wenn etwas unangenehmes passiert findet sich irgendjemand, der so etwas vorausgesagt hat. Die Frage ist nicht, ob man unken kann, sondern ob man vernünftifge Massnahmen vorschlägt, Krisen zu verhindern. Und genau da scheitern die Österreicher: ihre Vorschläge würden die Finanzmärkte noch weiter destabilisieren. Das ist keine Vermutung oder Theorie sondern eine historische Tatsache: Eine Finanzwelt ohne FED und ohne Staatlichen Eingriff in die Konjunkturpolitik gab es ja schon im 19. Jahrhundert und diese Welt war nicht besser. Im Gegenteil: die Häufigkeit und Heftigkeit der Krisen war viel schlimmer als heute.

            Denken Sie daran: Märkte sind wie umgekehrte Pendel. Sie fallen nicht von alleine in die Ruhelage, wie sich das die Österreicher vorstellen. Sich selbst überlassen kippen sie um. Das kann man weistestgehend verhindern, wenn man regulierend eingreift. Das ist im 20. Jahrhundert auch recht gut gelungen. Erst mit der Reagenrevolution in den 80ern hat man angefangen, die Märkte zu liberalisieren. Da hat dann Clinton und vor allem G W Bush noch einen drauf gesetzt. Das hat zum Absturz geführt. Die Kreditmenge können wir mühelos handhaben und werden das auch in Zukunft tun – wenn wir wieder konsequent regulieren.

          • Linus Huber sagt:

            Ja sicher, es ist recht gut gelungen, wenn wir die verheerenden gesellschaftlichen Verwerfungen des 2. WW beiseite lassen und annehmen, dass wir jetzt in einem flotten Trab in die Zukunft gehen koennen und alle in den letzten 50 Jahren aufgebauten Ungleichgewichte sich ohne schwerwiegende gesellschaftliche Verwerfungen einfach so in Luft aufloesen werden. Ich weiss ja nicht, wie alt Sie sind, aber wenn Sie in den naechsten 2 Jahren das Weite suchen sollten, dann koennen Sie sich vielleicht zu den Gluecklichen zaehlen, fuer welche es stimmte.

          • Linus Huber sagt:

            Es handelt sich doch nicht um Unkenrufe, sondern um die unausweichlichen Folgen einer inflationaeren Geldpolitik respektive des Kreditbooms, welche ganz klar in den den entsprechenden Darlegungen erklaert werden. Erzaehlen Sie mir nicht, dass Sie die Oesterreichische Lehre kennen, wenn Sie nicht einmal diesen einfachen Grundsatz als eine Warnung anerkennen wollen.

          • Frank Baum sagt:

            Der Unterschied zwischen einem Unkenruf und einer Warnung liegt darin, wovor gewarnt wird, welche Ursachen und welche Ratschläge genannt werden, wie gegen das Bevorstehende Unheil angegangen werden muss. Die Österreicher sahen die Ursache der Krise in eine inflationären Geldpolitik und einem Kreditwachstum. Das ist eben falsch und deswegen sind es Unkenrufe. Dass die Österreicher die falschen Gegenmassnahmen vorschlugen habe ich nun schon mehrfach erwähnt und Sie können es ja nicht leugnen. Sie können ja keine Massnahme nennen, die ernsthaft die Finanzkrise vermieden oder weniger schädlich hätte ausfallen lassen. Im Gegenteil.

          • Frank Baum sagt:

            Zum 2. Weltkrieg: Wieso ist denn aus der grossen Rezession in den 30er JAhren eine depression geworden? Das haben ja Keynes und später auch Milton Friedman untersucht. Keynes kam bekanntlich zu dem Schluss, dass die Ursache darin lag, dass bei sinkender privater Nachfrage die öffentliche Hand auch gespart hat und so die Krise verschärfte. Würde man das Gegenteil tun (was man seither tut) gelingt es einem, Krisen zu bewältigen (was ja weitestgehend gelingt – bis hin zu 2007/2008, trotz Blockaden durch die Republikaner). Friedman sagt bekanntlich, der Staat soll kein Geld ausgeben in Krisenzeiten, die Notenbank soll die Krise mit Zinssenkungen bewältigen. Was sagen die Österreicher: Der Staat soll kein Geld ausgeben und die Notenbank soll nichts tun (man will die ja abschaffen). Lasst die Krise ihren LAuf nehmen. Tut zwar im Moment weh, soll aber langfristig gut sein. Dass das falsch sein muss haben wir schon hinrecihend erörtert: Dieser Vorschlag setzt voraus, dass der Markt grundsätzlich stabil ist und wie ein Pendel um ein Gleichgewichtslage herumpendelt. Das ist aber leider nicht so und deswegen ist der Vorschlag eben schlecht und die Theorie taugt nichts.

        • Josef Marti sagt:

          Baum und Huber: Vielleicht wollten die Österreicher ja nur einen guten Österreicherwitz für die Nachwelt schaffen. Auch das verdient Anerkennung.

  3. Oliver sagt:

    Milton Friedman’s misfortune is that his economic policies have been tried.

    - John Kenneth Galbraith

    • Rolf Zach sagt:

      @Oliver. Ich danke Dir sehr für dieses Zitat. Besser könnte man es gar nicht ausdrücken. Interessant, dass die von vielen Rechten verhassten Ökonomen wie Keynes, Currie und auch Galbraith hart arbeitende und erfolgreiche Chefbeamte ihrer Länder im 1. und 2. Weltkrieg waren. Die Vertreter der österreichischen Schule haben als Beamte im 1. Weltkrieg versagt oder waren absolut unbrauchbar. Zum Beispiel war die Qualität der Kriegswirtschaft-Administration in der Donaumonarchie noch schlechter als in Italien und dem zaristischen Russland! In Grossbritannien war sie am besten, auch im 2. Weltkrieg war Grossbritannien am besten gefolgt von den Vereinigten Staaten. Sogar in einer so brutalen Diktatur wie Nazi-Deutschland konnten sich die Reichen und die Unternehmen dem Staat besser entziehen als in Grossbritannien. Die
      deutschen Stahlwerke hatten am Tage der Kapitulation 1945 erhebliche Vorräte für die Nachkriegszeit gehortet. Keiner von denen wurde von Hitler und Speer hingerichtet.

    • Linus Huber sagt:

      Rothbard:

      Robert Heilbroner, like John Kenneth Galbraith, might be said to fall into the category of “popular economist”: that is, someone who knows virtually nothing about economics, yet manages to write a series of best sellers on the subject, read avidly and almost exclusively by noneconomists, who exclaim over the profundities therein.

  4. Josef Marti sagt:

    Danke für den Artikel. Jetzt ist hoffentlich allen klar dass expansive Geldpolitik per se nichts mit Keynes zu tun hat wie immer wieder behauptet wird. Keynes hat selbst betont dass in einer Liquiditätsfalle die Geldpolitik nicht hilft.
    Die Hauptschwäche der keynschen Wirtschaftspolitik bildete die schleichende Inflation in den 60er und anfangs 70er Jahre. Mit dem Ölschock 1974 und der damit verbundenen Stagflation war das deficit spending am Ende und die Monetaristen unter Friedman übernahmen das Zepter mit restrikitver Geld- und Sparpolitik.
    Der wesentliche Grund zur Abkehr der USA von ihrer damals chronisch inflationären Geldschöpfung war aber das Ende des Bretton Woods Systems.

  5. Oliver sagt:

    Mit der Normalisierung der Zeiten wird dereinst allerdings die Geldpolitik wieder ihren zentralen Platz in der Konjunkturpolitik zurückgewinnen und Friedmans Bedeutung wieder steigen.

    Geldpolitik = Schönwetterpolitik? Seh ich auch so :-) .

  6. Ueli der Hecht sagt:

    Die Rezepte beider grossen Ökonomieschulen funktionieren nicht mehr. Die Kapitalzentralisation, die Produktionsmethoden, das Kommando des fiktiven Kapitals über das fungierende Kapital, die Aushöhlung des Wohlfahrtsstaates, die massive Verschuldung der Staaten in den letzten 30 Jahren, die massive Verschuldung der Privaten in den letzten 30 Jahren – all diese Faktoren haben sich geändert.
    In den 50ern und 60ern des 20. Jahrhunderts, als Keynes seine Sternstunden feierte, war die Hälfte der Welt hinter einem eisernen Vorhang verschwunden, die USA betrieben 50% der Weltindustrieproduktion, der Wohlfahrtsstaat konnte in Westeuropa dank traumhaften Wachstumszahlen expandieren, Kalter Krieg und Rüstungswahnsinn erschuf einen gigantischen militärisch-industriellen Komplex, die ehemaligen Kolonien wurden in die Freiheit entlassen und dem Weltmarkt als spottbillige Arbeitskräfte eingegliedert…
    Das jetzt die politischen Grabenkämpfe mit angestaubten Wirtschaftstheorien geführt werden – ist doch bezeichnend für die allgemeine Hilflosigkeit hinsichtlich “Deutung” der letzten Megakrise.

    • will williamson sagt:

      Dass der Keynesianismus funktionieren kann, hat doch Keynes biblischer Vorläufer, der Verwalter des Pharao, Josef, schon bewiesen. Der hat in den 7 fetten Jahren Vorräte für die 7 mageren Jahre angelegt. Die modernen Josephs haben diesen Teil der Theorie übersehen und in den fetten Jahren auch schon Defizite angehäuft. Bei diesem Gebaren stehen dann halt in den mageren Jahren keine Vorräte zur Verfügung. Eigentlich ist es unfair, eine Theorie nicht anzuwenden und hinterher zu behaupten, sie funktioniere nicht (generell gemeint, nicht auf Ihren Kommantar bezogen).

      • Ueli der Hecht sagt:

        @Will Williamson
        Die Ägypter mit ihrer Sklavenhaltergesellschaft waren wohl mit einer ganz anderen Wirtschaftspraxis konfrontiert. Übrigens glaube ich kaum, dass die Ägypter ihre klotzigen Pyramiden hingepflanzt hätten – wenn sie die Sparsamkeit zur obersten Staatsmaxime erhoben hätten.

        • will williamson sagt:

          Falls Sie mit der Sklavenhaltergesellschaft auf den Pyramidenbau anspielen, ist zu vermerken, dass diese nicht – wie früher angenommen – von Sklaven, sondern von Fellachen während der Zeit der Überschwemmungen, während der sie das Land nicht bebauen konnten, gebaut worden sind.

    • Linus Huber sagt:

      Ja, die langfristigen Zusammenhaenge werden nicht erkannt. Darin liege ich auf Ihrer Linie.

  7. J. Kuehni sagt:

    Bedingungsloses Grundeinkommen, anybody?

    Das wäre vielleicht mal eine Form von “Monetarismus”, bei dem die Kohle auch in einer Liquiditätsfalle tatsächlich bei den Leuten und in der Basiswirtschaft ankommt und nicht bloss via Banken in Staatsanleihen und Übersee-Investitionsblasen verschwinden würde. Gleichzeitig wäre es auch eine Form von “Keynesianismus”, welcher der schwindenden Bedeutung von Erwerbsarbeit ebenso Rechnung tragen würde wie dem Umstand, dass Wachstum alleine noch keine Probleme löst. Aber klar: Auch dieses System würde zweifellos an “unbeabsichtigten Konsequenzen” leiden ;-)

    Letzten Endes sind doktrinäre Differenzen auf dem Niveau von sozioökonomischen Theorien öfter als uns lieb sein kann ein blosser Ausdruck von handfesten Partikularinteressen: Kapitalbesitzer (Die ‘Haves’, vom Multimiliardär bis zum kleinen Rentier) fürchten typischerweise nichts so sehr wie Geldentwertung und Inflation, wogegen Lohnempfänger und KMU’s (‘Have-nots” oder ‘Have-not-yets’) bei stockenden Wirtschaftskreislauf mit drohender Deflation (Lohn- und Preiszerfall) um ihre Existenz bangen.

    Es ist eher unwahrscheinlich, dass die Politik beide Anspruchsgruppen gleichtzeitig bedienen kann…

  8. Johnny Smith sagt:

    “Keynes war ausserdem alles andere als ein Sozialist; ihm ging es im Gegenteil um die Bewahrung der kapitalistischen Ordnung”
    “Keynesianer haben dagegen zeitweise … die Ansicht vertreten, der Staat könne mit seiner Wirtschaftssteuerung fast nach Belieben gewünschte konjunkturelle Ergebnisse herbeiführen.”

    Nicht neu, aber einmal mehr erwähnenswert: Ansichten von Keynes ≠ Ansichten der Keynesianer

    • J. Kuehni sagt:

      Mr. Smith: Dasselbe gilt natürlich für die Diskrepanzen zwischen Urhebern und Anhängern von allen anderen sozioökonomischen Theorien auch. Wieviele Monetaristen oder Neoliberale wissen etwa, dass Milton Friedman zwar nicht ein bedingungsloses, aber immerhin ein Basis-Grundeinkommen vorgeschlagen hat? Er hielt dies für einen nötigen Ausgleich um andererseits die Marktkräfte möglichst ungehindert walten lassen zu können. Glauben Sie, dass die CH-FDP oder Ronnie Reagan oder gar Mrs.T mit der Beton-Frisur jemals ein solches Anliegen unterstützt hätten? Gerne lässt man sich hingegen auch heute noch von der unsichtbaren Hand bedienen und kann damit sogar den eigenen, asozialen Egoismus rationalisieren und moralisch “upgraden”.

      Von Mr. Friedmans Ansichten bezüglich privatem Drogenkonsum und der allg. Sexual-Mores wollen wir hier gar nicht erst anfangen…

      • Josef Marti sagt:

        Immerhin war die Beton-Frisur ein angenehmer Kontrast zu den anderen grauenhaften Frisuren der 80er.

        • J. Kuehni sagt:

          @ Josef Marti: Sie meinen wie beim Austreiben des Teufels mit dem Beelzebub?

        • Ueli der Hecht sagt:

          @Josef Marti
          Sie fühlten sich also nicht nur von Maggies Politik angezogen, sondern fanden sie auch noch körperlich atraktiv.
          Liebe auf den ersten Blick unter Marktradikalisten sozusagen – wie romantisch!

    • Ueli der Hecht sagt:

      @Johnny Smith
      Die Keynesianer waren auch keine “Sozialisten” nur weil sie nach den Erfahrungen der 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts, den Wohlfahrtsstaat und eine moderate Staatsintervention befürworteten. Ganz im Gegenteil – der Wohlfahrtsstaat westeuropäischer Prägung war wohl in den 50er bis 70er Jahren des 20. Jahrhunderts das grösste “Bollwerk” gegen den realexistierenden Sozialismus.
      Es ist doch geradezu ironisch, dass überzeugte Anhänger der kapitalistischen “Ordnung” diese Zusammenhänge immer noch nicht einsehen wollen / können. Ihr ideologischer Feind hat jedenfalls mehr für die Aufrecherhaltung dieses Systems beigetragen als irgendwelche Kanzelideologen wie Hayek oder Friedman.

      • J. Kuehni sagt:

        Genau, Herr Hecht. Kann mich allerdings auch nicht erinnern, dass die Demonstranten vor dem Fall der Mauer massenhaft “Wir wollen Kapitalismus” auf ihre Transparente geschrieben hätten. Genau dies wird aber von Konservativen in einer Art von “Mainstream-Geschichtsklitterung” dauernd behauptet: Der Kapitalismus und nicht etwa die soziale Marktwirtschaft (inkl. Demokratie und Rechtsstaat) habe sich gegen den im Osten praktizierten “Sozialismus” durchgesetzt.

        “Demokratie vs. Kommunismus” ist eben nicht ganz dasselbe wie “Kapitalismus vs. Sozialismus”.

        • will williamson sagt:

          Professor Michail Voslensky, Verfasser des Buches “Nomenklatura”, hat an einem Vortrag gesagt, es sei zwar erhebend, von einem Sieg des Kapitalismus über den Kommunismus (der seiner Ansicht nach keiner war) zu sprechen, es sei aber kein Sieg des Kapitalismus gewesen, sondern das Lichterlöschen in der Sowjetunion sei durch eigene Fehler herbeigeführt worden. Nach dem Kollaps schrieb dann Fukuyama noch sein Buch vom “Ende der Geschichte”. Viele haben ihm das wahrscheinlich auch noch geglaubt und das Buch zu einem Bestseller gemacht.

          • Josef Marti sagt:

            Ändert m.E. nichts am klaren Sieg des Kapitalisums unter Reagan/Thatcher: Reagan hat in den 80ern die gewaltige Rüstungseskalation ausgelöst mit riesiger Auslands- und Staatsverschuldung mittels Hochzinspolitik. Diese Möglichkeiten hatte das marode Sowjetsystem nicht sondern mussten da sie zum Mithalten gezwungen waren alle wirtschaftlichen Ressourcen und Kapazitäten in die Rüstung abziehen was zu einem verheerenden Zusammenbruch der gesamten Versorgung der Bevölkerung mit Konsumgütern führte und den Kollaps beschleunigte.
            Darum wird jetzt Reagan in der Ahnengalerie geadelt. Der Preis ist trotzdem hoch: gigantischer Schuldenberg und Verarmung von 1/3 der Bevölkerung. Aber die USA werden auch so wieder mal einen Schuldenerlass bekommen.

          • J. Kuehni sagt:

            Der Augenschein in den westeuropäischen (Sozial-)Demokratien – mit relativ breit verteiltem Wohlstand, Rechtssicherheit und vor allem “Reisefreiheit” – war für Bewohner des Ostblockes schlicht nicht mit der “kapitalistischen Hölle” gemäss der in ihren eigenen Ländern gepredigten, marxistischen Doktrin zu vereinbaren.

            Insofern hat die soziale Marktwirtschaft in der Nachkriegszeit nicht nur ein Wiederaufleben von Ultra-Nationalisten und Faschisten verhindert, sondern eben auch (passiv, unter der Käseglocke von MAD) mitgeholfen, den “Kommunismus” im Osten zu zähmen und dessen relativ friedlich verlaufende Implosion zu ermöglichen.

            Die grosse Ironie bei dieser Geschichte liegt darin, dass sich die soziale Marktwirtschaft mit diesem “Sieg” auch gleich selber abgeschafft hat. Seither schauen wir dem Kapitalismus wieder direkt in die stetig hässlicher werdende Fratze.

            Und auf dem Müllhaufen der Geschichte regen sich etliche, tot geglaubte Zombies wieder…

  9. Johnny Smith sagt:

    „Leitzinssenkungen funktionieren nicht mehr, da die sich schon bei Null befinden.“

    Das ist so, dieses Pulver haben wir in den letzten 30 Jahren schon ‚verschossen’.

    Ist nun der nächste Schritt mit QE automatisch richtig und nötig? Sogar das Fed selber (zumindest eine neue Studie des SF Fed) kommt zur Einschätzung, dass QE bestenfalls moderaten Einfluss auf die Wirtschaft hatte: “Asset purchase programs like QE2 appear to have, at best, moderate effects on economic growth and inflation.” (http://goo.gl/bvrTHP). MDM sollte sich vielleicht vor seinem nächsten Artikel diese neue Studie mal zu Gemüte führen.

    • Johnny Smith sagt:

      Überhaupt scheint der Autor manchmal seine (?) vorgefasste (politische) Meinung eher verbreiten zu wollen als neue Erkenntisse einzubeziehen. Er polarisisiert und verpolitisiert seinen Artikel mMn unnötigerweise:

      „Vor allem die US-Rechte hat sich jetzt gänzlich der Ansicht verschrieben, jede Konjunkturpolitik sei schlecht, auch die aktuelle Geldpolitik der US-Notenbank.“

      Wieso nicht das Inverse? weil es genauso falsch wäre:

      „Vor allem die US-Linke hat sich jetzt gänzlich der Ansicht verschrieben, jede Konjunkturpolitik sei gut, auch die aktuelle Geldpolitik der US-Notenbank.“

      „Der Grund ist, dass die US-Rechte … besonders die unkonventionellen Massnahmen wie das so genannte «Quantitative Easing» (QE) … ablehnt.“

      Dies ist keineswegs ausschliesslich für die ‚US-Rechte’ mehrheitlich zutreffend. Siehe oben sogar das Fed selber: “Asset purchase programs like QE2 appear to have, at best, moderate effects on economic growth and inflation.” (http://goo.gl/bvrTHP).

      • Frank Baum sagt:

        Was die Politik in den USA angeht ist Ihre Aussage eindeutig falsch: Die Demokraten haben seit jeher die Position vertreten, dass man die Wirtschaftsentwicklung durch Steuerung der staatlichen Nachfrage lenken kann. Diese Position vertraten in den 70ern auch noch die Republikaner. Seither sind die Republikaner immer weiter nach rechts gerückt: erst verwarfen sie Keynes und argumentierten für die Geldmarktpolitik nach Milton Friedmann (es waren vor allem die Republikaner, die den Begriff des “Greenspan Put” in den 90ern ins Spiel brachten). Seit der “Tea Party Revolution” ist selbst diese Position veraltet und man plädiert für das absolute nichts tun (und setzt dies im Kongress auch rigoros um). Die Position der Demokraten hat sich in dem Zeitfenster hingegen nicht verändert. Sie hat sich vor allem aber nicht nach links verschoben.

        • Ueli der Hecht sagt:

          @Frank Baum
          Es ist auch interessant wer eigentlich die Tea-Party Bewegung initiiert hat – steinreiche US-Milliardäre. Millionen flossen in diese Pseudo-grass-roots-revolution um dem meist ungebildeten Pöbel die Vorzüge des “freien Marktes” zu predigen und immer wieder darauf hinzuweisen, dass der arbeitslose Klempner die gleichen Interessen wie Wallstreet verfolgt.
          Selig sind die geistig Beschränkten, denn ihnen gehört das Himmelreich – sagte ja schon der Kapitalist Jesus Christus.

          • J. Kuehni sagt:

            Via P. Krugman // John Stuart Mill:

            “I never meant to say that Conservatives are generally stupid. I meant to say that stupid people are generally Conservative. (…)”

          • Linus Huber sagt:

            @ Ueli

            Hier bezweifle ich Ihre Aussage. Das wirkliche Problem lag darin, dass diese Leute nicht wirklich in der Lage waren, den Ursprung des Problems zu erkennen, wodurch ein konfuser Mix von Forderungen entstand. Wenn diese Leute das Medium Geld wirklich verstanden haetten, waeren die Demos vor den Zentralbanken abgelaufen.

        • Linus Huber sagt:

          “Geldmarktpolitik nach Milton Friedmann”

          Wenn es nach der wirklichen Ueberzeugung von Milton Friedmann ginge, gaebe es gar keine Zentralbanken, welche sogenannte Geldmarktpolitik betreiben wuerden. Er hat nur aufgrund der anscheinend nicht veraenderbaren politischen Konstellation (Existenz von Zentralbanken) eingelenkt in entsprechende Empfehlungen von Geldpolitik, welche jedoch nicht seiner grundsaetzlichen Ueberzeugung entsprach.

          • J. Kuehni sagt:

            @L.Huber — “Hätte, würde, sollte”. Fällt ihnen dabei evtl. auf, dass genau die inhärent mangelhafte Potenzialität jeglicher ökonomischen Universal-Theorie stets das Hauptproblem darstellen könnte? Auch Marxisten behaupten ja immer noch, der Kommunismus sei nicht gescheitert, sondern lediglich ‘mangelhaft’ umgesetzt worden…

          • Linus Huber sagt:

            @ Kuehni

            Richtig, es handelt sich im Endeffekt immer um die Machtausweitung des Staates, welches zu Problemen fuehrt, da Macht korrumpiert und je hoeher die Konzentration desto hoeher der Grad der “Korruption” (Korruption im weitesten Sinne des Wortes).

      • Frank Baum sagt:

        Sie haben die Aussagen aus dem Kontext gerissen. Natürlich weiss auch das FED, dass seine Möglichkeiten begrenzt sind (das ist ja eben mit ein Grund, warum es um die Theorien Milton Friedman’s eher ruhig geworden ist). Das will aber nicht heissen, dass man die Schritte nicht als sinnvoll erachtet. Im Gegenteil: man hat (nicht zuletzt dank der von Ihnen zitierten Studie) gesehen, dass langfristige Ankündigungen über zukünftige Zinssätze einen grösseren Effekt auf das Wachstum haben als QE selbst. Was hat man gemacht? Man hat entsprechende Ankündigungen gemacht – das Fed, die ECB als auch die Englische Nationalbank (man kann sogar sagen, die Schweizer Nationalbank tat mit ihrem Committment zum 1.20 EUR-Kurs das gleiche). Die Nationalbanken betreiben also Geldmarktpolitik mit neuen Methoden (erst QE dann langfristige Ankündigungen).

        Was man in dem Zusammenhang auch erwähnen sollte: Das Fed hat unmissverständlich klar gemacht, dass die Hauptverantwortung für das magere Wachstum in den USA beim Kongress liegt, dem es nicht gelingt, eine vernünftige Ausgabenpolitik zu betreiben. Ein Kunjunktur-Programm hätte einen wesentlich grösseren Impact als alles, was das FED tun kann. Das hat ja das Konjunktur-Programm von Obama gezeigt, dem man lediglich vorhalten kann, dass es zu klein war. Ein weiteres beispiel ist das Schicksal der Engländer. Cameron hat ja eine rigorose Sparpolitik verfolgt, nur um sein Land in eine zweite Rezession nach 2007/2008 zu treiben.

        • Johnny Smith sagt:

          @ Frank Baum

          Zwei thematisch getrennte Antworten:

          1. Ich habe v.a. kritisiert, dass der Autor den Artikel unnötig ‘verpolisitisiert’ hat. Aufgrund Ihrer Antwort muss ich sagen, es scheint ihm gelungen zu sein. Auch Ihnen scheint wichtiger zu sein, wer etwas gesagt hat als was er gesagt hat. Ich würde lügen, wenn ich behaupte, dass mir dies schnuppe sei, aber ich versuche, das ‘wer’ als weniger wichtig als das ‘was’ einzustufen. Sie offensichtlich eher nicht.

          2. Wenn die eigene Ansicht durch Argumente (oder hier zumindest den Hinweis darauf) geschwächt wird, so folgt oft die Reaktion, “die Aussagen seien aus dem Zusammenhang gerissen”. Ich deute Ihre Reaktion als Kompliment. Jede Aussage ist aus dem Zusammenhang gerissen, was allerdings die Aussagekraft per se nicht schwächt. Lesen Sie (bei Interesse die ganze Studie, ansonsten) einfach die Summary. Übrigens ich habe nicht behauptet, die ganze FED sei dieser Ansicht, aber immerhin gibt es auch innerhalb der FED Stimmen, welche QE bestenfalls einen moderaten Einfluss beimessen. Man beachte die diplomatische Wortwahl, um dem Chef BB nicht auf die Füsse zu fest in die Quere zu kommen.

          Ich teile im Übrigen Ihre Einschätzung, dass die Hauptverantwortung nicht bei der Geldpolitik liegt. Die Geldpolitik ist im Bereich des Zinsnullpunktes einfach mehr oder weniger ohnmächtig in Bezug auf die Konjunkturankurbelung.

          • Linus Huber sagt:

            Wenn der Karren erst mal in der Sch..sse steckt, nuetzt eh alles nichts mehr. Nur wollen die Kuenstler der Manipulation diesen Umstand jenen in die Schuhe schieben, welche schon immer davor warnten, den Karren in die Sch..sse zu fahren. Und jetzt natuerlich nuetzen die Ratschlaege derjenigen, welche urspruenglich erklaerten den Karren nicht in die Sch..sse zu fahren auch nichts mehr, weil alles Sch..sse ist.

          • Frank Baum sagt:

            @Smith: Zu 1.: Es geht hier nicht darum, das “was” in Frage zu stellen, weil einem das “wer” nicht passt. Der Artikel erklärt, wieso es um Milton Friedman ruhig geworden ist. Als Ursache wird gesehen, dass die Leute, die früher die Argumente Friedman’s vortrugen dies heute nicht mehr tun. Sprich: Die Republikaner argumentieren nicht mehr mit Friedman sondern mit den Österreichern. Das wird als rechtsrutsch gesehen. Sie behaupten, dies sei eine “Politisierung” und erklären erst noch, dass man den Demokraten genausogut einen Linksrutsch vorwerfen könnte. Beides ist unsinn. Das hat nichts damit zu tun, wer einem passt oder nicht. Zum einen: man findet heute keinen Republikaner mehr, der eine wirtschaftspolitische Argumentation mit den Theorien von Friedman führt. Die Republikaner führen nur noch die Österreicher ins Feld. Die liberitären Vorstellungen der Österreicher sind aber das rechte Ende einer wirtschaftspolitischen Skala. Rechts davon herrschft Anarchie (und die Österreicher kockettieren damit ja auch ganz gerne). Entsprechend hat sich die Position der Republikaner nach rechts verschoben.

          • will williamson sagt:

            “Das Federal Reserve System sollte aus folgenden Gründen abgeschafft werden:
            – Es ist unfähig, die selbst gesteckten Ziele zu erfüllen. (Kapitel 1)
            – Es ist ein Kartell gegen das öffentliche Interesse. (Kapitel 3)
            – Es ist ein wesentliches Instrument des Zinswuchers. (Kapitel 10)
            – Es erzeugt die unfairste Steuer von allen. (Kapitel 10)
            – Es ermutigt zu Kriegen. (Kapitel 14)
            – Es destabilisiert die Wirtschaft. (Kapitel 23)
            – Es ist ein Instrument des Totalitarismus. (Kapitel 5 und 26)”

            meint
            G. Edward Griffin in seinem Buch
            Die Kreatur von
            Jekyll Island
            Die US-Notenbank Federal Reserve
            Das schrecklichste Ungeheuer, das die internationale
            Hochfinanz je schuf
            JOCHEN KOPP VERLAG

          • Linus Huber sagt:

            @ Frank

            Wer sich nicht dafuer einsetzt, das FED abzuschaffen, ist gar kein Vertreter der Oesterreichischen Schule.

            Es handelt sich einzig um eine selektive Positionierung zugunsten der eigenen Klientele. Im Endeffekt sind beide gegenwaertigen Parteien unter Vernachlaessigung von einigen Nuancen grundsaetzlich in der Aufrechterhaltung der erweiterten staatlichen Macht gleichgelagert.

          • Frank Baum sagt:

            @Huber: Oha, das ist die Extremisten-Argumentation. Wer nicht jeden Punkt erfüllt, gehört nicht zu uns. Im Grunde genommen reicht es aus, monetäre Politik und Fiskalpolitik als Mittel zur Konjunktursteuerung abzulehnen, um als Vertreter der Österreicher zu gelten. Das tun die Republikaner heutzutage vollumfänglich. Und es gibt tatsächlich eine ganze Reihe von Vertretern bei den Republikanern, die die Abschaffung des FED befürworten. Einer dieser Leute war sogar Präsidentschadftskandidat. Es ist aber auch richtig, dass man mit dieser Position völlig unwählbar ist, weil deren katastrophale Auswirkung jedem schnell einleuchtet.

          • Linus Huber sagt:

            “Es ist aber auch richtig, dass man mit dieser Position völlig unwählbar ist, weil deren katastrophale Auswirkung jedem schnell einleuchtet.”

            Dies ist wieder eine komplette Verkennung der Situation. Die Aufhebung des FED bedeutet, dass sich die Macht des Staates reduziert und dies will das Establishment nicht, da es bedeutend einfacher ist, die Bevoelkerung via einem starken Staat zu versklaven und produziert diese Schauermaerchen von katastrophalen Auswirkungen. Der Konsument die Main-Medien wird entsprechend konditioniert, diese Maerchen zu glauben, und Sie scheinen ein sehr gut konditionierter Leser zu sein.

          • Frank Baum sagt:

            Linus, ich bin tatsächlich ein gut konditionierter Leser. Im Gegensatz zu Ihnen habe ich mich mit der Volkswirtschaftslehre und der Geschichte auseinander gesetzt. Die liberitäre Position ist genauso unwählbar wie der Marxismus. Das liegt jetzt nicht daran, dass sich “das Establishment” dagegen wehrt, sondern weil es genügend Leute mit gesundem Menschenverstand gibt, die den Wahnsinn an diesen Extrempositionen erkennen. Der vonIhnen vorgebrachte Vorworf der Liberitären an die Mainstream Medien erinnert stark an die Marxisten: die fühlen sich auch verfolgt. Sie sind es nicht. Die Argumente greifen nicht, weil das Weltbild und die volkswirtschaftlichen Modelle, auf denen sie aufbauen schlicht untauglich sind und das halt für die meisten Menschen offensichtlich ist. Es sind nicht die Mainstream Medien, die solchen extremen Ideen den Garaus machen sondern die Erfahrungen im täglichen Leben.

            Genauso wie bei den Marxisten erfreuen sich aber auch die Liberitären einer verschworenen Gefolgschaft. Extremismus hat seinen Reiz. Man erklärt sich die Welt ganz einfach (Schuld sind die bösen Kapitalisten, Schuld ist die Zentralbank) und schwups! braucht man sich keine Gedanken mehr zu machen. Dass der Mist in der Praxis nicht funktioniert hat, muss einen auch niocht stören, weil man sofort mit dem Argument bei der Hand ist: es wurde ja noch nie richtig versucht. Das sagen Marxisten und Liberitäre gleichermassen. Es ist in beiden Fällen falsch.

          • Linus Huber sagt:

            “Die liberitäre Position ist genauso unwählbar wie der Marxismus.”

            Alles ist grundsaetzlich “waehlbar”, aber manche Position wird von Machtinteressen als “nicht waehlbar” deklariert und natuerlich ueber die Medien dementsprechend die Waehler konditioniert, Waehler wie z.B. Sie einer sind. Natuerlich sind jene der Ueberzeugung, dass sie die vernuenftigen und mit gesundem Menschenverstand ausgestatteten Leute sind, denn fast jeder gibt seiner persoenlichen Ueberzeugung den Vorrang, bis er auf gueltige Argumente stoesst.

            Alle muessen mit Wasser kochen und schlussendlich geht es weniger um die absolute persoenliche Position sondern um die Marschrichtung. Weder Ueli (mein Opponent) noch ich gehoeren irgendwelcher Verschwoerung an, sondern auch im Falle von Ueli, bin ich fast schon sicher, handelt es sich um eine persoenliche Ueberzeugung.

            Ohne es zu realisieren, versuchen Sie durch solche Aussagen auf den Mann zu spielen, aber dies ist nicht weiter verwunderlich, denn Sie sind ein gut konditionierter Anhaenger der gegenwaertigen Machtelite.

            Sie brechen die Diskussion auf diese einfachen Nenner herunter von “Schuld ist…”. Andere Blogteilnehmer treten jedoch in der Form des Dialektes auf das Problem ein, und erreichen schlussendlich ein Resultat, in welchem das bessere Argument gewinnt. Aeussern Sie mal Ihre persoenliche Position der Weltanschauung, damit wir uns ein Bild Ihres gedanklichen Geruests machen koennen, get on with it.

        • Johnny Smith sagt:

          @ Frank Baum

          Sie behaupten, … dass man den Demokraten genausogut einen Linksrutsch vorwerfen könnte.

          Wenn Sie zuerst lesen würden statt reflexartig ‘Ihre’ Demokraten zu verteidigen: ich habe gesagt:

          Wieso nicht das Inverse? weil es genauso falsch wäre

          Meine Meinung ist, dass genau die Politisierung der Diskussion, wie sie auch bei Ihnen auf fruchtbaren Boden fällt, einer Versachlichung entgegensteht und Sie eher reflexartig emotional reagieren statt zuerst mal zu lesen, was gesagt wurde / ich gesagt habe.

          Sie sprechen dauernd von ‘Republikaner’, ‘Rechtsrutsch’, ‘wirtschaftspolitische Skala’, … Mir als Nicht-Amerikaner (man siehts dem Namen an ;-) ) ist es doch egal, ob die Republikaner oder die Demokraten einen Mist erzählen. Was Friedman, Keynes oder Hayek erzählt haben, ist mir eher wichtig.

          • Frank Baum sagt:

            @Smith: Das “Wieso nicht das Inverse? weil es genauso falsch wäre” ist ein Vorwurf an die Demokraten, einen Linksrutsch gemacht zu haben, wenn Sie vorher den Vorwurf erheben, die Republikaner hätten keinen Rechtsrutsch gemacht. Insofern, um auf Ihr obiges Posting zurück zu kehren. Da krtisieren Sie in dem Artikel den Satz:

            “Vor allem die US-Rechte hat sich jetzt gänzlich der Ansicht verschrieben, jede Konjunkturpolitik sei schlecht, auch die aktuelle Geldpolitik der US-Notenbank.”

            Sie sagen dieser Satz sei genauso falsch wie:

            „Vor allem die US-Linke hat sich jetzt gänzlich der Ansicht verschrieben, jede Konjunkturpolitik sei gut, auch die aktuelle Geldpolitik der US-Notenbank.“

            Das Gegenteil ist aber der Fall. Beide Behauptungen treffen zu: Die Republikaner wollen gar keinen Eingriff in die Konjunkturpolitik (wie eben von den Österreichern vorgeschlagen) – und das war nicht immer so! Die US-Linke will aber eine Konjunkturpolitik und hält die Geldpolitik der US-Notenbank für richtig (diese Position hat sich nicht verändert).

            Das gleiche geht ja auch aus dem von Ihnen zitierten Artikel hervor. Die Möglichkeiten sind begrenzt aber es ist das Beste, was das FED tun kann. Die Linken wollen darüberhinaus eine aktive Fiskalpolitik betreiben, aber da stehen eben die Republikaner im Wege.

          • Johnny Smith sagt:

            @ Frank Baum

            Ich zähle in Ihrem obigen Votum (ohne die Zitate von meinem vorigen Votum):
            Demokraten 1x, Republikaner 3x, Links- bzw. Rechtsrutsch 2x, Linken 1x
            Wenn das nicht erfolgreiche ‘verpolitisiert’ ist…

            Des Weiteren werfen Sie mir vor, ich würde behaupten, die Demokraten hätten einen Linksrutsch gemacht. Es verschliesst sich mir die Erkenntnis, wie Sie darauf kommen. Sie sind offensichtlich politisch so ideologisiert, dass Sie sehen müssen was Sie sehen wollen.

            Meine Aussage war ja eigentlich, dass man eben nicht so auf die Politische Links/Rechtsdiskussion (oder wenn es Ihnen lieber ist die Demokraten/Republikanerdiskussion) eingehen soll, und prompt gehe ich mit Ihnen darauf ein, aber jetzt finito, was dies angeht.

            Wo wir einigermassen übereinstimmen: Die Möglichkeiten der Geldpolitik “sind begrenzt”. Das war ja im Übrigen die einzige inhaltliche Aussage in meinem ersten Posting mit dem Verweis auf die SF Fed Studie.

          • Frank Baum sagt:

            @Smith: Die politische Diskussion haben Sie angestossen. Sie haben sich daran gestört, dass in diesem Artikel die Republikaner erwähnt wurden. Wenn man den Titel des Artikel’s genau liest, kommt man nicht umhin, dieses Thema anzusprechen. Die politische Veränderung in den USA sind ein Hauptgrund für das Phänomen, das der Artikel beschreiben will. Wenn man dem Titel des Artikels gerecht werden will, muss man diesen Sachverhalt aufführen. Wem das ein Dorn im Auge ist, der hat selber ein Problem mit seinen politischen Befindlichkeiten.

            Die Argumentation ist auch relativ durchsichtig: man stellt sich als politisch neutral hin und sagt, was soll die Diskussion um Parteien, beide sind doch gleich. Das ist keine neutrale Position, sondern eine versteckte Entschuldigung der Republikaner. Immerhin sind es in den USA die Republikaner, die die Politik blockieren. Das fällt auch einer überwiegenden Mehrheit der Bürger auf. Deswegen hat der Kongress Zustimmungsraten von knapp 10%. Wie erklären die Republikaner also ihre Position? Sie sagen, beide Seiten seien gleichermassen Schuld an dem Debakel. Die Aussage ist leider falsch. Die Republikaner haben einen extremen Rechtsrutsch vollzogen (erst unter Bush dann mit der Tea Party). Mit dieser lasst-doch-die-Politik-aussen-vor Argumentation versucht man nur, davon abzulenken.

          • Johnny Smith sagt:

            @ Frank Baum

            qed
            :-) ))

  10. Michael Schwarz sagt:

    Die Theorie von Keyne und Friedman unterscheidet sich lediglich die Quelle des Geldes, bzw. wer soll für die konjunkturelle Massnahmen aufkommen. Das ist der Grund warum die US-Bürger und US-Staat so verschuldet sind, dass sie nichts mehr leisten können, Sparen wollen Sie auch nicht, weil sie befürchte, dass der Konjunktur in den USA zusammenbrechen könnte.

    Fazit: Die Theorie von Keyne und Friedman sind schädlich für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung und Investition, d.h. beide Theorie sind nicht praxistauglich in unserer Zeit. Wir müssen uns ernsthafte Fragen stellen, ob die Intervention in der Zeit der Krisen notwendig ist, wie weit darf der Staat in die Wirtschaft eingreifen. Der Staat und die Politiker müssen für den Abbau des Defizits, der während der Krise angehäuft wurde, in der Verantwortung gezogen werden. Die Politiker persönlich haftbar zu machen wenn er den Defizit des Staates nicht innerhalb vorgegebener Zeit abbaut.

    • will williamson sagt:

      Das Problem ist eben, dass in Zeiten guter Konjunktur Reserven geschaffen werden sollten für die Zeiten der Krise. Weil die Regierungen aber auch in guten Zeiten Defizite statt Reserven produzieren, gibts dann eben in Zeiten der Krise nur die Möglichkeit, zur Belebung der Wirtschaft noch mehr Schulden zu machen. Es ist dann aber nicht angebracht, zu sagen, die Rezepte von Keynes funktionieren nicht mehr, wenn man sie gar nicht befolgt.

    • G. Nardone sagt:

      @Michael Schwarz: “die US-Bürger und US-Staat so verschuldet sind” … bei wem sind diese verschuldet?

      • will williamson sagt:

        Der Staat ist bekanntlich zu 100% im Ausland verschuldet und die gesamten offiziellen Staatsschulden betragen um die 17 Billionen (mit 12 Nullen) Dollar. Für mich ist nicht ganz klar, ob Sie mit Ihren Kommentaren provozieren wollen oder ob Sie gewisse Fakten nicht wahrnehmen oder einfach verdrängen.

        • will williamson sagt:

          Ergänzung: es sollte heissen “zu 100% des BIP”

          • Josef Marti sagt:

            Interessanter dürfte der Schuldenstand bzw. die Gläubiger sein; den Schuldenstand am Einkommen zu messen wie das immer gemacht wird, ist zumindest fraglich, in Japan sind es ja 250%, na und?
            Die US Schulden werden dagegen wenn ich die Statistiken richtig lese zu fast 50% durch das “federal reserve and intragovernmental holidings” gehalten; neben eigenen Rentenkassen, Gesundheitsversorgung etc also auch die eigene Notenbank. Dieser Anteil ist anscheinend in den letzten 10 Jahren kontinuierlich am ansteigen, was somit auf eine schleichende indirekte Seigniorage hindeutet, bzw. die aktuelle Geldpolitik wiederspiegelt.
            Bei den anderen 50% sind dann va. die Chinesen und Japaner beteiligt. Viel anders können die Schulden eines Landes mit chronischem Leistungsbilanzdefizit gar nicht aussehen.

        • G. Nardone sagt:

          @will williamson: Für mich ist auch nicht ganz klar, ob Sie mit Ihren Kommentaren provozieren wollen oder ob Sie gewisse Fakten nicht wahrnehmen oder einfach verdrängen:

          “On April 2, 2013, debt held by the public was approximately $11.959 trillion* or about 75% of GDP. Intragovernmental holdings stood at $4.846 trillion, giving a combined total public debt of $16.805 trillion. As of January 2013, $5.6 trillion or approximately 47% of the debt held by the public was owned by foreign investors, the largest of which were the People’s Republic of China and Japan at just over $1.1 trillion each.”
          (*Was für die Amis Trillionen sind, sind für uns Billionen)

          Was so heisst, dass zu dieser Zeit GDP bei ungefähr 18 Billionen lag, 5.6 Billionen sind die Auslandsschulden, das macht aber ungefähr 30% und nicht “bekanntlich” 100% .

          Aus Wikipedia: http://en.wikipedia.org/wiki/National_debt_of_the_United_States
          die diese Daten wiederum offenbar von hier hat: http://www.treasury.gov/resource-center/data-chart-center/tic/Documents/mfh.txt

          • will williamson sagt:

            Die US Schatzkammer, die es eigentlich wissen müsste und deren grösster Schatz wahrscheinlich die Schulden sind, sagt:

            GROSS EXTERNAL DEBT * 15,680,472 (in Millions, also Billionen mit 12 Nullen)

            * All debt presented at face value.
            Revised June 30, 2013

            Die Schuldenuhr weist annähernd 17 Billionen aus.

          • will williamson sagt:

            Ergänzung: die Zahl der Schatzkammer gilt per Ende 2012.

  11. will williamson sagt:

    Henry C. K. Liu in Asia Times Online am 05. September 2008 über Friedmann (Auszug)

    “In fact “only money matters” sounded definitively one-sided to most listeners. Friedman’s reaction to Keynesianism is hardly well-founded, though it is admittedly reactionary. As the press report noted, Friedman’s emphasis of money is important to the analysis of the business cycle and inflation. But business cycles are not the economy, only one aspect of it. In fact, Friedman’s fundamental flaw is his fixation on the business cycle as expressed by the stock market, rather than looking at the whole economy with a wide range of meta-finance concerns such as agricultural economics, labor economics, population economics, the economics of war, pollution, development, etc. The list is long and interlinked and any economist ignoring any of part of the list runs the risk of being one-sided….

    • G. Nardone sagt:

      Das finde ich allerdings einen ganz interessanten & klugen Einwand von Liu den Sie @will williamson hier eingefügt haben. Wirtschaft ist äusserst komplex, unzählige Akteure tun die ganze Zeit irgendwas und die Daten mit den Ökonomen hantieren sowie überhaupt die Instrumente womöglich zu beschränkt um objektive & verlässliche Voraussagen für die Zukunft zu machen. Und selbst wenn man alle Daten aktuell kennen würde, wäre die Zukunft dennoch damit vielleicht noch nicht ganz vorbestimmt.

  12. will williamson sagt:

    Henry C.K. Liu, Fortsetzung (Auszug)

    “The collapse of market fundamentalism in economies everywhere is putting the Chicago School theology on trial. Its big lie has been exposed by facts on two levels. The Chicago Boys’ claim that helping the rich will also help the poor is not only exposed as not true, it turns out that market fundamentalism hurts not only the poor and the powerless; it hurts everyone, rich and poor, albeit in different ways. When wages are kept low to fight inflation, the low-wage regime causes overcapacity through over investment from excess profit. And monetary easing under such conditions produces hyperinflation that hurts also the rich. The fruits of Friedman test are in – and they are all rotten. “

    • will williamson sagt:

      Liu zum Dritten:

      ” But the Chicago School is more than just a movement of economic theory. In recent decades, it has become an aggressive agent of intellectual imperialism, taking on the dusty mantle of social Darwinism, applying its economic doctrines to other disciplines such as political science, legal theory, history, sociology, international relations and even theology.

      Getting rich has become the equivalent of doing God’s work in market capitalism (es grüsst: Lloyd C. Blankfein
      Goldman Sachs, CEO)

    • Linus Huber sagt:

      Friedmann vertrat die persoenliche Ueberzeugung, dass Notenbanken und deren Zentralplanung ein Negativum darstellt. Auf dieser Ebene hat niemand Friedmanns Ueberzeugung wirklich nachgelebt. Er musste sich wohl den gegebenen politischen Gegebenheiten anpassen und vernachlaessigt dabei, immer wieder auf diesen urspruenglichen Grundsatz hinzuweisen.

      • G. Nardone sagt:

        @Linus Huber: Sind Sie also für die Abschaffung der Notenbank? Aber was würde das ändern?

        • Linus Huber sagt:

          Um dies Ihnen zu erklaeren, muesste man wohl eine Woche lang mit Ihnen diskutieren. Also lassen wir es besser.

          • G. Nardone sagt:

            @Linus Huber: Ja, aber angenommen wir hätten die Zentralbank abgeschafft, der Staat könnte doch eine Geschäftsbank einrichten, die natürlich den gleichen Regelungen wie die der anderen unterworfen wäre, im Unterschied dass der Aktien-Eigentümer dieser Bank dann halt der Staat wäre sowie über die Verwaltungsratsmitglieder entscheiden würde, und somit könnte sich der Staat über diese Bank Kredite im Ausmass des Hebels den die Eigenkapitalquote im Verhältnis des staatlicherseits investierten Eigenkapital zubilligt verleihen im Austausch von den üblichen staatl. Schuldverschreibungen und mit diesem Geld oder relativ vielem Geld das machen was es halt so typischerweise anstellen würde.
            Auf diesen Umstand habe ich abgezielt, infolgedessen würde sich eigentlich nicht viel ändern, oder entgeht mir hier irgendetwas?

        • Linus Huber sagt:

          Vergessen wir dabei nicht Milton Friedmans Interpretation der Aussage Clemenceaus: “money is much too serious a matter to be left to the Central Bankers”

          • G. Nardone sagt:

            @Linus Huber: Und wem sollte man dann diese sooo seriöse Sache überlassen wollen? Dem freien Markt? Ist es aber ja schon die ganze Zeit!

  13. John Peer sagt:

    Dass die Republikaner eine Österreichische Wirtschaftspolitik fordern oder gar umgesetzt haben, ist schlicht und einfach falsch. Es gibt ein paar wenige Neulinge (noch ohne sehr viel Einfluss), die diese Schule vertreten, z.B. Amash und teils Rand Paul und Thomas Massie, aber die meisten Reps halten weiterhin am verfaulenden Korporatismus fest, der das ganze 20. Jht. geprägt hat. Sonst wäre Ron Paul vom Establishment der GOP wohl nicht so an den Rand gedrängt worden.

    • Linus Huber sagt:

      Ja, leider “leaked” Rand recht beheblich im Verhaeltnis zur liberalen Ueberzeugung seines Vaters. Vielleicht sind dies auch nur Opfer um eine wirkliche Chance zu erarbeiten.

  14. ast sagt:

    Die “Geld-Philosophie” Milton Friedmans lässt sich in einem einzigen Spruch abspulen:

    Man bringe einer Diktatur den Kapitalismus, dann laufen dort die Börsen trotzdem heiss.

    Pinochet ,China, Vietnam, es schien zu funktionieren. Was dabei nicht berücksichtigt wurde ist die zunehmende Korrumpierung des Kapitalismus, was nun eben in den Westen zurückgeschlagen hat. Miserable Wirtschaftsethik wurde auch in USA und Europa zum Standard, Sozialabbau und Vetternwirtschaft die Folge.

  15. Linus Huber sagt:

    @ Ueli, Oliver, Nardone, Frank Baum

    Mein begrenztes Wissen veranlasst mich, Ihnen dieses Interview Richard Ebeling zu empfehlen, welche z.B. Hayeks Standpunkt sowie die heutige Krise bedeutend besser erklaert, als ich dies wohl je in der Lage sein werde.

    http://blogs.northwood.edu/indefenseofcapitalism/2013/08/20/the-importance-of-austrian-economics-and-f-a-hayek-for-understanding-the-current-economic-crisis-and-for-the-future-of-freedom-by-richard-m-ebeling/

    • G. Nardone sagt:

      @Linus Huber: Dieser Text sagt mit einer Ausnahme nur: Bla bla bla …
      Er sagt auch genau dasselbe wie Sie, & nicht viel besser, wieso sind Sie so bescheiden? Aber Ihre Kommentare gefallen mir fast besser, die haben im Gegensatz nämlich etwas mehr Witz drin, wenn auch hin & wieder wahrscheinlich nicht wirklich bewusst gewollten Witz …
      Der Text ist eine Sammlung von Widersprüchen, Oberflächlichkeiten, Anmassungen, Manipulationen oder subjektive Irreführungen, persönliche Rechtfertigungen & äusserst realitätsfremd. Somit argumentiert dieser Herr formelsprach-mässig genau wie ein Diktator, deshalb ist er ein einziger Widerspruch, ohne es zu wissen natürlich, & dass ich es nicht vergesse zu erwähnen; ein Möchtegern-Rein-Rationalist.

      Die einzige Ausnahme mit der ich übereinstimme, die er zwar als Zitat oder seine Interpretation von Hayek angibt, ist folgender Absatz:

      — “The “moral” lesson, of course, is that each of us, in accepting our own limited and imperfect knowledge, should practice a high degree of humility in what we can claim to know and do in terms of trying to direct or command the otherwise “spontaneous” evolution and development of society and its institutions.” —

      Daraus mache man folgendes:”… mister Ebeling should practice a high degree of humility in what he can claim to know and do in terms of trying to direct or command …”
      Mister Ebeling weiss aber über die ganze Wirtschaft & Staatswesen alles Bescheid, & er “directed” und “commanded”; implizit.

      • Linus Huber sagt:

        Das Prinzip von “humbleness” muss jener, welcher sich in der Position von Macht befindet, ausueben. Was ich und Sie oder Ebling sagen und machen, ist von schwacher Konsequenz fuer die Gesellschaft und bedarf deswegen auch nicht dieses Attributes der Bescheidenheit.

        Ein Problem liegt natuerlich genau im Prozess, wie wir unsere Entscheidungstraeger waehlen, denn genau jene, welche nach Macht streben und alles diesem Ziel unterwerfen, werden wohl erfolgreich sein. Dadurch ist es eine folgerichtige Erkenntnis, diese diese gewaehlten Vertreter die Macht des Staates weiter auszubauen gedenken, was hingegen wieder negative Konsequenzen fuer die Gesellschaft insgesamt ausweisen duerfte. Eigentlich sollten solche gewaehlt werden, welche widerwillig eine Machtposition uebernehmen und die Funktion des eigenen Verantwortungsbereiches in Frage stellen und auch nicht davor zurueckschrecken wuerden, diesen Verwaltungsapparat zu dezimieren oder eliminieren, wenn sie zum Schluss kaemen, dass dies fuer die Bevoelkerung insgesamt von Vorteil waere.

        Na ja, traeumen muss erlaubt sein.

        • G. Nardone sagt:

          @Linus Huber: Es wird immer witziger, & die Widersprüche werden auch immer köstlicher!
          1. Witz: “was Ebling sage & mache, ist von schwacher Konsequenz für die Gesellschaft …” – Was er aber sagt ist die Meinung der österr. Schule, wie diejenige von Ron Paul, & falls dieser gewählt würde, wie steht es dann mit den schwachen Konsequenzen aus? Und warum gibt er sich überhaupt diese Mühe, wie Sie, warum überhaupt missionieren Sie eifrig in diesem Blog & wollen die Leser anstacheln sich politisch für Ihre Ideen einzusetzen, wenn es ja sowieso von schwacher Konsequenz ist?
          2. Witz: “im Prozess, wie wir unsere Entscheidungsträger wählen … welche (Politiker) nach Macht streben” – Womit Sie nichts weiter sagen, dass die Schuld nicht bei den machtgeilen Politikern liegt, sondern bei den Wählern (wie wir unsere Entscheidungsträger wählen). Denn ein Politiker kann nur dann wiedergewählt werden, wenn die Wähler mit seiner Arbeit als ihren Repräsentanten bisher offenbar zufrieden waren. Gem. anderer Kommentare von Ihnen aber, ist der Poliktiker davon völlig unabhängig, er kann sich nämlich selbst widerwählen! Und priv. Unternehmer streben nicht auch nach Macht?
          3. Witz: “… sollten solche (Politiker) gewählt werden, die Verwaltungsapparat dezimieren oder eliminieren” – Was die Eliminierung betrifft, solche können aus Prinzip gar nicht gewählt werden! & eine Dezimierung ist relativ, Sie selbst sagen es, wenn es “von Vorteil wäre”. Was wäre aber im umgekehrten Fall? Sie sind so lustig.

        • Linus Huber sagt:

          1. Wollen Sie uns erklaeren, dass Ron Paul nicht wohl einer der “most humble” Politiker ist, welcher fuer Prinzipien einsteht, ohne diese dem Ziel des Machtgewinns aufzuopfern?

          2. Die Fokusierung auf die Beeinflussung der Entscheidungstraeger ist ebenfalls eine auf Macht ausgerichtete Taetigkeit. Lobbying um sich via Gesetzgebung einen wettbewerbsmaessigen Vorteil (oder Monopolistische Marktstellung) zu erarbeiten, hat das Ziel, eine marktbeherrschende (Macht) Stellung zu erreichen.

          3. Wenn man von einer Idee, und dies nicht aus finanziellen Gruenden, ueberzeugt ist, vertritt man seine Meinung auch, wenn dies nicht von Erfolg gekroent wird, sondern eben aus rein persoenlicher Ueberzeugung. Dies ist eher Charakterstaerke und Rueckgrat als einzig ein Versuch, einen persoenlichen Vorteil zu erhaschen.

          4. Es ist auch in diesem wie anderen Bereichen des menschlichen Tuns nicht einzig eine Frage, ob jemand z.B. nach Macht strebt oder nicht, sondern es geht um die Frage des Ausmasses. Ein gewisser Grad an Ambition ist wohl oft ein antreibender Faktor menschlichen Handelns, aber Macht sollte nicht der einzige Beweggrund, welchem sich alles unterzuordnen hat, sein. Alles ist relativ.

          5. Wollen Sie uns hier erklaeren, dass in den letzten 50 Jahren jemals ein Vorschlag eines Vorstehers einer oeffentlichen Institution zur Eliminierung der entsprechenden Institution, da deren Funktion als unwesentlich und unbedeutend erkannt wurde, gemacht wurde?

          Das eine schliesst das andere nie aus

  16. Linus Huber sagt:

    Wenn jemand eine Theorie vertritt, ist es unabdingbar, dass man seine persoenliche Situation mit beruecksichtigt, denn trotz dem Versuch Objektivitaet zu wahren, duerfte die persoenliche Situation einen Einfluss auf den Inhalt einer These ausueben:

    http://www.garynorth.com/public/11054.cfm

    • G. Nardone sagt:

      @Linus Huber: Dieser Gedanke gehört zu den wenigen Ausnahmen mit dem ich mit Ihnen komplett einverstanden bin, den unterschreibe ich ohne Bedingung.
      Dem will ich aber der Präzision zuliebe hinzufügen, dass der “Einfluss” subjektiv zu sein nicht wegen einer persönlichen Situation herstammt, sondern weil wir “persönlich” sind, wir sind ja Personen von Natur aus & die ganze Zeit während unsere Herzen schlagen & unser Hirn unter Strom ist. In diesem Sinne will ich noch weiter nachhaken & meine äusserst verrückte Erkenntnis dazu etwas mehr erläutern: Wir Menschen können von Natur aus gar nicht objektiv sein. Denn es ist ja alles relativ & nicht absolut, also ist es dasselbe zu sagen wie; es ist alles subjektiv & nicht objektiv. Das wäre eine interessante & womöglich lustige Diskussion, finde ich.

      • Linus Huber sagt:

        “Wir Menschen können von Natur aus gar nicht objektiv sein.”

        Seit wann vertreten Sie hier Gedanken der Oesterreichischen Lehre?

        • G. Nardone sagt:

          @Linus Huber: Das wusste ich nicht, habe aber auch gerade festgestellt, dass dies nicht der einzige Gedanke wäre den ich zumindest mit Hayek teile:
          “The “moral” lesson, of course, is that each of us, in accepting our own limited and imperfect knowledge, should practice a high degree of humility in what we can claim to know and do in terms of trying to direct or command the otherwise “spontaneous” evolution and development of society and its institutions.”
          Aber womöglich sind die Folgerungen davon nicht dieselben …

          • Linus Huber sagt:

            Die Folgerung daraus findet sich darin, dass Hayek dem Studium des Verhaltens der Menschen eine hohe Prioritaet einraeumt, waehrend die meisten herkoemmlichen “Oekonomen” sich auf mathematische Formeln und empirisisch belegbare Beweisfuehrung fokusieren. Deshalb rufe ich solche Oekonomen “Ecometricians”. Die Vergangenheit hat nur bedingte Moeglichkeiten, eine moegliche Zukunft zu ergruenden.

          • Linus Huber sagt:

            Eine diesbezueglich gute Beschreibung der Situation:

            http://noahpinionblog.blogspot.com/2013/08/a-few-words-about-math.html

  17. Linus Huber sagt:

    Eigentlich fast schon laecherlich, wie sehr viele Kommentatoren sich einzig auf die Bekaempfung des Gedankengutes der Oesterreichischen Schule fokusieren und oft gar nicht erkennen, dass grosse Teile ihres eigenen Gedankengutes eigentlich mehr mit Ecometrie als mit dem Verstaendnis der Zusammenhaenge der Oekonomie zu tun hat.

    Vielleicht darf ich Sie in diesem Zusammenhang auf “The Theorie of Unemployment” von Arther C. Pigou (Ihnen sicherlich im Zusammenhang mit dem “Pigou-Effect” bekannt) aufmerksam machen, welcher die Bedeutung von Kredit und dessen Veränderung sehr wohl erkannte und dessen diesbezügliche Theorie auch empirisch belegbar ist. Dass die Akzeptanz und Verbreitung dieses Modells nicht seinen Weg in die Lehrbücher fand, dürften wir wohl Keynes zu verdanken haben, welcher aufgrund seiner charismatischen Persönlichkeit und seinen grossen politischen Fähigkeiten in der Lage war, solche “Störeffekte” zu seinen Theorien zu unterdrücken.

    Ein anderer Name, welcher kürzlich einen grossen Bekanntheitsgrad erworben hat, ist Prof. Didier Sornette, welcher folgendes zu sagen hat: “Each excess was felt to be ‘solved’ by measures that in fact fueled following excesses; each crash was fought by an accommodative monetary policy, sowing the seeds for new bubbles and future crashes.”

    Auch ohne sich auf das Oesterreichische Gedankengut beziehen zu muessen, kommt manch einer zu den gleichen Schluessen.

    • G. Nardone sagt:

      @Linus Huber: Damit bin auch ich gemeint. Die Widersprüche haben nun mal kein Ende.
      Was “Ökonometrie” betrifft; haben Sie genauso betrieben wenn Ihnen andere Erklärungen bezüglich der Zusammenhänge nicht in den Kram passten, & zwar ziemlich oft argumentieren Sie dann mit “quantitativen” bzw. “ökonometrischen” Analysen, die zudem eher zusammenhangslos sind. Wie oft antworteten Sie dann mit Schuldenquote, Eigenkapitalquote, Ausmass der Kredite im Verhältnis zum BIP, Ausmass der Regeln?
      Und was haben Sie eigentlich gegen “Kredit”? Geld ist Kredit, ohne Kredit gibt’s kein Geld. Und selbst wenn nicht, ohne Kredit gibt’s keine Investition in die Zukunft, keine Weiterentwicklung der Gesellschaft. Gönnen Sie es den zukünftigen Generationen nicht, dass sie mehr haben möchten & werden? Wenn ich ein Unternehmen gründen will aufgrund einer guten Idee, den Willen, den Enthusiasmus und aber auch einer relativen Prüfung, ob die Gesellschaft das auch eine gute Idee findet, dann brauch ich Geld um zu investieren, und sollte das Meinige nicht genügen, dann darf ich gem. Ihnen kein Kredit beanspruchen, denn das verändert auf magische Weise das Verhalten des Rests der Gesellschaft ins Negative, denn vorher war ja alles harmonisch & überhaupt “heile Welt”? Es spukt hier offenbar an allen Ecken & Enden.
      Ganz im Gegenteil, es ist die Gesellschaft die mich anspornt unternehmerisch zu sein, & wenn ich nichts habe zu investieren, gibt mir die Gesellschaft Kredit, weil Sie allg. an mich glaubt …

      • Linus Huber sagt:

        Ich habe grundsaetzlich nichts gegen Kredit, dies ist eine vereinfachte Darstellung meiner Position. Es ist immer alles erstens eine Frage des Ausmasses und zweitens eine Frage des Verwendungszweckes von Kredit. Wenn der Verwendungszweck einzig das zeitliche Vorziehen von Konsum bezweckt, bin ich sehr skeptisch.

        Ich bin der letzte, der glaubt, dass wir eine heile Welt haben wuerden, wenn wir diesen Auswuechsen schon lange Einhalt geboten haetten. Dies ist keinesfalls der Fall. Eine heile Welt (Wohlfahrtsstaat) wurde unter dem Banner des Kreditbooms erzeugt, jedoch ohne die Erkenntnis der langfristigen Auswirkungen.

        Wenn Ihnen meine Darlegungen als widerspruechlich erscheinen, dann handelt es sich in erster Linie darum, dass ich erstens persoenlich zeitlicher Beschraenkung unterliege und zweitens wohl noch sehr ungeuebt bin im Wiedergeben meiner Gedanken (my bad). Oberflaechliche Widersprueche moegen sehr wohl einen tieferen Zusammenhang beinhalten, welcher bei laengerem und vertieftem Studium erkennbar werden.

        Und ja, Kredit hat genau etwas mit dem Wort “glauben” zu tun, naemlich den Glauben an die Rueckzahlung.

        • Linus Huber sagt:

          Deflation ist ein verhaeltnismaessiger “non-event”, in welchem gewissen Fehlentwicklungen Einhalt geboten wird, wenn nicht zuvor ein enormer Kreditboom stattfand.

          Ja, lieber G. Nardone, “Konsumieren” ist wohl das Stichwort. Ich weiss nicht wie alt Sie sind. Sollten Sie unter sagen wir 40 sein, waere es fuer Sie persoenlich ein Vorteil, wenn die anstehenden und unausweichlichen Veraenderungen moeglichst bald eintreten, wonach Sie noch Zeit haben, sich fuers Alter vorzubereiten. Wenn Sie 60 sind wie ich, kann ich verstehen, dass Sie den Status Quo zu verteidigen versuchen.

    • G. Nardone sagt:

      @Linus Huber: … Fortsetzung …: Nur Sie würden mir kein Kredit geben, das geht auch in Ordnung, der Rest oder die Mehrheit der Gesellschaft aber schon, womit aber Sie wiederum miteingeflochten sind bzw. Sie sind mehr oder weniger zur Sozialisierung dessen, also Kredite bzw. Investitionen in die Zukunft & deren allfälligen Abschreibungen, gezwungen, das ist halt Teil unseres aktuellen Gesellschafts-Geschäfts-Modell.
      Ohne Kredit gibt’s keine Weiterentwicklung. Wenn ich warten müsste, bis ich das Geld zum Investieren aus eigenem Einkommen selbst zusammengespart habe, kreiere ich Deflation, was für Sie aber eine gute Sache ist, wie scheinbar für Pigou auch, was auch verständlich ist dass es für Sie persönlich eine gute Sache, weil es was mit Geld-Sparen zu tun hat. Es ist aber eine völlig subjektive Perspektive, subjektives Urteil, ist sowas von nicht objektiv, denn wenn Sie Hr. Huber ein wenig aus Ihrer kleinen Welt herausschauen, werden Sie feststellen, dass die Anderen ihr Verhalten, Geld zu sparen, gar nicht gut finden, diese wollen nämlich etwas verdienen, können aber nicht weil Sie wenig ausgeben, sondern sparen, aber die Anderen haben ihr Geld bei Ihnen ausgegeben, ansonsten hätten Sie ja nichts zum Sparen. Aber Sie sind ja hier der Diktator, Sie entscheiden das was für Sie selbst gut ist, muss für alle anderen ja auch gut sein, & wenn sie es nicht verstehen, dann deshalb, weil sie von machtgeilen & korrupten Politikern magisch verzaubert wurden bzw. manipuliert.

      • Linus Huber sagt:

        “allfälligen Abschreibungen”

        Ja, das System muss notwendige Abschreibungen nicht nur erlauben, sondern foerdern. Warum?

        Weil ansonsten eben massive Ungleichgewichte geschaffen werden, welche das wirtschaftliche Wachstum schrittweise zum erlahmen bringen werden. Es handelt sich um die Verletzung der grundsaetzlichen Regeln, welche durch Willkuer der Entscheidungstraeger ersetzt wurden. Willkuer ist eine Form der Korruption und produziert Unsicherheit. Unsicherheit macht vorsichtig. Vorsichtiges Verhalten wirkt sich negativ auf Kreditaufnahme aus etc. etc. Einzig die Anhaenger der Kuenstler der Manipulation scheinen nicht in der Lage zu sein, die Wechselwirkungen speziell im langfristigen Bereich erkennen zu koennen. Ob dieser Ignoranz muss man sich teilweise fast schon fragen, ob nicht vielleicht Absicht dahinter steckt. Aber es duerfte auch einfach die Lust an der Macht damit verbunden sein.

        Ueber die letzten 4 Jahre wurde hingegen das genaue Gegenteil angestrebt, Verluste auf Fehlinvestitionen nicht anerkennen zu muessen (Bewertung nach Modell, “Rettung” von Griechenland, QE in alle Ewigkeit etc. etc.)

    • G. Nardone sagt:

      @Linus Huber: Sind Sie mit dieser Zusammenfassung aus Wikipedia einigermassen einverstanden was den Pigou-Effekt betrifft:
      “Der Pigou-Effekt behauptet eine konjunkturbelebende Wirkung fallender Löhne und Preise. Durch ein Sinken des allgemeinen Preisniveaus in einem deflationären Trend ist das Geldvermögen der Bürger mehr wert und das Gesamtvermögen höher als erwünscht, so dass die Ersparnis sinkt. Mit der höheren Kaufkraft der Geldvermögen steige die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.”
      Falls ja, warum senken wir die Preise dann nicht auf Null, das erhöht doch die Kaufkraft aber ganz besonders?
      Andererseits sinkt die Ersparnis eben nicht, denn obwohl es sich auf den 1. Blick lohnen würde aufgrund aktuell höherer Kaufkraft zu investieren, investiert man eben nicht, weil die Löhne fallen und deshalb diejenige die wenig bis kaum Ersparnis haben weniger ausgeben & das noch verstärkt aufgrund negativer Erwartung. Zusätzlich gibt es den möglichen Trend, dass viele warten ihr Geld auszugeben, weil ja in diesem Trend die Waren morgen noch billiger sein könnten.
      Wobei für den Export sind fallende Löhne & Preise sicher belebend, weil man damit wettbewerbsfähiger wird gegenüber anderen Länder, aber nur sofern dort die Löhne & Preise nicht fallen, die dann wiederum früher oder später gezwungen sein werden diesem Trend zu folgen. Womit aber der int. Handel sich selbst immer mehr blockiert währendessen die Binnenwirtschaft sowieso durch diesen Trend nicht belebt wurde.

      • Linus Huber sagt:

        Auf “Null”???

        Der Preis ist der Mechanismus, welcher es erlaubt, zu erkennen, welches Produkt im Verhaeltnis zu einem andern einen hoeheren Wert darstellt und somit eine entsprechende Funktion im Zusammenspiel der verschiedenen wirtschaftlichen Faktoren erfuellt.

        Es geht doch nicht um das eine oder andere, sondern darum, dass sowas wie ein Einatmen und Ausatmen erlaubt wird. Deflationaere Phasen halten nicht lange an (ausser natuerlich nach einem enormen Kreditboom), sondern werden in der Folge wieder durch erhoehten Konsum und einer inflationaeren Phase ersetzt.

        Das Problem der internationalen Ungleichgewichte, welche Sie ansprechen, beruht hingegen hauptsaechlich auf der planwirtschaftlichen Funktion der Zentralbanken, welche einen regelmaessigen Ausgleich verhindern.

      • Linus Huber sagt:

        Hier ein Beispiel einer unbeabsichtigte Nebenwirkung von Programmen des Wohlfahrtstaates proklamiert von den Kuenstlern der Manipulation.

        http://theeconomiccollapseblog.com/archives/if-you-could-make-more-money-by-going-on-welfare-instead-of-working-would-you-do-it

  18. Linus Huber sagt:

    Eine kleine Frage an Frank den allwissenden Baum.

    Hat eine inflationaere Geldpolitik (Geldpolitik, welche das Wachstum der Geldmenge als Faktor vernachlaessigt) eine langfristige Auswirkung auf das Verhalten der Akteure innerhalb des Systems? Ich bitte um eine Antwort mit entsprechender Begruendung.

  19. will williamson sagt:

    Wer sich für die Gründung und Geschichte des FED interessiert, dem empfehle ich, das Buch von Griffin zu lesen (s. meinen Kommentar vom 21. August 2013 um 16:15. Es kann auch von ebookbrowsee.net heruntergeladen werden. Das Buch ist leicht lesbar und teilweise auch humorvoll geschrieben. Als Beispiel:
    “Die korrekte Lösung dieses Problems liegt darin, die Banken wie alle anderen Unternehmen
    zu verpflichten, ihre Abmachungen einzuhalten. Versichern sie ihren Kunden,
    dass Einlagen »auszahlbar sind auf Verlangen«, müssen sie genug Bargeld zurückhalten,
    um dieses Versprechen einzulösen, und zwar unabhängig davon, wann der einzelne
    Kunde dieses verlangt oder wie viele Kunden es sind. Mit anderen Worten: Sie müssten
    im Grunde genommen 100 Prozent sämtlicher Einlagen in Form von Bargeld in ihren
    Tresoren aufbewahren. Sobald wir unseren Hut an der Garderobe abgeben und dafür
    einen Bon entgegennehmen, erwarten wir schließlich auch nicht, dass die Frau hinter dem
    Schalter den Hut anderen Leuten ausleiht, während wir essen, in der Hoffnung, dass wir
    den Hut – oder einen ähnlichen – zum Zeitpunkt unseres Aufbruches zurückzuerhalten.
    Wir erwarten, dass alle Hüte an dieser Stelle bleiben und dass wir sie zum Zeitpunkt
    unseres Aufbruches von der Garderobenfrau zurückerhalten!”

    • G. Nardone sagt:

      @will williamson: “100% sämtlicher Einlagen in Form von Bargeld” – Dem stimme ich zu, und wäre überhaupt meiner Meinung nach für die Banken und Zentral-Banken auch gar nicht schwierig es umzusetzen. Ich habe mehrmals darauf hingewiesen diesbezüglich die Mindest-Reserve-Vorschriften abzuschaffen und an dessen Stelle eben die Gewährleistung der Banken & ihren Zentral-Banken den Kunden 100% des Geldes auf den Konto-Auszügen als Bar-Geld zur Verfügung zu stellen. BarGeld wäre in diesem Sinne aber keine Reserve mehr, sondern ein reines Substitut von elektronischem BuchGeld. Auf die heutige Situation übertragend, bedeutet es, dass mehr BarGeld gedruckt werden müsste aber aufgrund der Praxis nicht wesentlich mehr, wenn überhaupt, ausser auf entsprechendes Verlangen. Die Kosten, die nur 20 – 40 Rappen pro Banknote betragen würden, dürften Banken natürlich den Kunden auftragen. Und damit hätten Bank-Runs auch keine verheerenden Folgen mehr, die Banken & überhaupt die Gesellschaft könnten sich dieser Angst ein für allemal entledigen, allfällige Verluste der Banken allerdings wäre ein anderes Thema.
      Also, ist überhaupt keine grosse Sache, und für die Geschäftsbanken würde sich dadurch fundamental praktisch nichts ändern. Und deshalb versteht der Hr. Griffin nicht wirklich viel von dem was er schreibt.

      • Linus Huber sagt:

        Sie erkennen die Angelegenheit sehr gut Will.

        Bankruns entstehen nur, wenn Banken das ihnen anvertraute Geld mit einer anderen Zeitfrist verleihen, als es ihnen zur Verfuegung gestellt wurde, wodurch 2 Parteien gleichzeitig Anspruch auf das “gleiche” Geld erheben koennen. Es gibt ja die Moeglichkeit von laengerfristigen Obligationen, z.B. 5 Jahre, 10 Jahre etc., welche auch laengerfristig ausleihbares Geld produziert. Mit der Zinsmarge auf diesen laengerfristigen Kreditverhaeltnissen kann die Bank sehr wohl Profit erzielen, sofern sie die notwendige Sorgfalt bei der Kreditvergabe einhaelt. Leider reicht den Bankern dieses lukrative Modell nie aus und aus diesem Grunde kam es immer wieder zu Krisen.

      • will williamson sagt:

        Wenn Sie für 100% Bargeld sind, verstehe ich Ihren letzten Satz nicht. Griffin verlangt zwar im Zitat nicht 100% Bargeld, sondern 100% Reserve. Der Vorschlag der Vollgeldbewegung macht dazu noch einen einfacheren Vorschlag, der auch keinen Notendruck voraussetzt. Die Sichtguthaben sollen wie die Wertschriftendepots aus der Bankbilanz herausgenommen werden und gleichzeitig zu gesetzlichem Zahlungsmittel erklärt werden. Die Banken verwalten diese aber weiterhin und wickeln damit den Zahlungsverkehr ab. Wer längerfristig anlegen kann und will, vereinbart Termineinlagen mit der Bank und überträgt die entsprechenden Beträge, die dann in den Bankbilanzen als Passivum auszuweisen sind. Diese Anlagen sind dann allerdings im Falle eines Bankkonkurses gefährdet.

  20. Linus Huber sagt:

    Die Konditionierung der Bevoelkerung an einen allmaechtigen Staat (es lohnt sich, bis zum Schluss zu lesen):

    http://varnull.adityamukerjee.net/post/59021412512/dont-fly-during-ramadan

    • will williamson sagt:

      Absolut sagenhaft, wie die Amis an Verfolgungswahn leiden. Erinnert mich an meinen Sohn, der kurz nach dem Mauerfall ferienhalber in die USA flog. Vorher hielt er sich zufällig bei Verwandten in Lübeck auf. Diese packten die Gelegenheit, um einen Ausflug nach Rostock zu unternehmen und nahmen meinen Sohn mit. An der Grenze stempelten sie ihm ein Tagesvisum in den Pass. Das machte ihn für die Immigration Controller verdächtig. Sie nahmen in auch zur Seite. In einem engen Kabäuschen wurde er dann zwei Stunden lang ausgefragt. Wieso er in die DDR gereist sei. Was er da gemacht habe u.s.w. Die Fragen seien auch mehrmals wiederholt und mit den vorherigen Antworten verglichen worden. Nach etwa zwei Stunden Verhör hat man ihn dann wieder laufen lassen.

  21. Linus Huber sagt:

    Was unterscheidet den Menschen vom Tier?

    Der Mensch besitzt die Eigenschaft konzeptionell zu denken und sich dadurch einem System von Regeln (Prinzipien) zu unterwerfen, welche nicht rein auf Macht / Faustrecht beruhen. Wenn wir als Gesellschaft zulassen, dass die gueltigen Regeln aus kurzfristigen und scheinbar mit vorteilhaftem Ausgang behafteten Ueberlegungen durch Willkuer der Entscheidungstraeger ersetzt werden, reduziert sich ebenfalls inhaltlich das Konstrukt der Regeln zugunsten einer Machtkonzentration. Wir verlieren dadurch zunehmend an Menschlichkeit und den damit verbundenen Qualitaeten.

  22. “Keynesianer haben … die Ansicht vertreten, der Staat könne mit seiner Wirtschaftssteuerung fast nach Belieben gewünschte konjunkturelle Ergebnisse herbeiführen. Wie John Maynard Keynes eigene Schriften klar machen, hielt dieser selbst eine solche Vorstellung allerdings für Humbug.”

    Allerdings. Keynes wusste, dass eine “antizyklische staatliche Investitionspolitik” die Katastrophe (Liquiditätsfalle) nur hinausschieben, aber nicht verhindern kann, denn solange keine staatliche Liquiditätsgebühr (“carrying costs”) erhoben wird und es ein privates Bodeneigentumsrecht gibt, ist der Staat niemals in der Lage, die Verschuldung wieder abzubauen. Keynes wusste aber auch, dass die “hohe Politik” dumm genug sein würde, alle denkbaren und undenkbaren Möglichkeiten einer staatlichen Investitionspolitik auszuprobieren, bevor sie ihr Versagen eingestehen würde, denn etwas anderes kann die politische Seifenoper in einer Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) sowieso nicht machen!

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2011/07/was-passiert-wenn-nichts-passiert.html

    Keynes war also zumindest ein guter Verkäufer, während die “Österreichische Schule” nichts als Unsinn ist:

    http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/10/geld.html

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