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	<title>Mamablog &#187; Sex/Partnerschaft</title>
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	<description>Ein Newsnetz Weblog</description>
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		<title>Sex lass nach!</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Feb 2012 01:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Merli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Teenager]]></category>

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		<description><![CDATA[Renata liebt Ervin und Ervin liebt Renata. Und darüber regt man sich bis weit über die Grenzen Österreichs auf. Denn Renata Juras ist 43 und Ervin Unterlechner gerade mal 16 Jahre alt. Als das ungleiche Paar zum ersten Mal Sex miteinander hatte, war Ervin 13. Der Stiefvater des Teenagers zeigte die Frau an, worauf diese [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_22036" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-22036" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/Mamablog1.jpg" alt="Mamablog" width="640" height="346" /><p class="wp-caption-text">Sex zwischen Teenagern ist in den USA nicht immer problemlos: Ellen Page und Michael Cera scheren sich im Film «Juno» nicht um Konventionen.</p></div>
<p>Renata liebt Ervin und Ervin liebt Renata. Und darüber regt man sich bis weit über die Grenzen Österreichs auf. Denn Renata Juras ist 43 und Ervin Unterlechner gerade mal 16 Jahre alt. Als das ungleiche Paar zum ersten Mal Sex miteinander hatte, war Ervin 13. Der Stiefvater des Teenagers zeigte die Frau an, worauf diese zu 22 Monaten auf Bewährung verurteilt wurde. Doch das Paar begann sich schon bald wieder zu sehen und hatte auch keine rechtlichen Schritte mehr zu befürchten, denn in Österreich liegt das Schutzalter bei 14 Jahren &#8211; <strong>diesen Sommer erwarten die beiden ihr erstes gemeinsames Kind</strong>, weshalb Renata und Ervin aktuell wieder für <a href="http://www.welt.de/vermischtes/article13637175/Die-verbotene-Liebe-einer-Frau-ueber-40.html">Schlagzeilen </a>sorgen.</p>
<p>In den USA hätte die Liebesgeschichte von Renata und Ervin wohl ein anderes Ende genommen. Denn wenn es um Sex mit Teenagern geht, kennt die US-Justiz kein Pardon. Dabei spielt es keine Rolle, wie gross der Altersunterschied zwischen dem Paar ist: Unterliegt man dem Schutzalter &#8211; was von Bundesstaat zu Bundesstaat verschieden geregelt wird &#8211; <strong>ist sogar der Sex zwischen Gleichaltrigen verboten.</strong> Wie weit dieses Verbot gehen kann, musste Ken Thornsberry (mittlerweile 26 Jahre alt) aus Royal Oak, Michigan, am eigenen Leib erfahren.</p>
<p>Seine Geschichte ist dermassen absurd, dass sie kürzlich sogar dem Nachrichtenmagazin «Newsweek» eine mehrseitige <a href="http://newsweek.tumblr.com/post/16470025656/sex-with-a-freshman-6-years-in-jail">Reportage </a>wert war. Ken ist 18, als er sich in die 14-jährige Lester verliebt. Die beiden wissen, dass sie gegen das Gesetz verstossen würden, wenn sie zusammen schliefen. Sie tun es trotzdem. Lesters Vater beschliesst eine sofortige Trennung des Paars und zeigt Ken an, als sich dieser gegen seinen Willen weiterhin mit seiner Tochter trifft.</p>
<p>Der ungehorsame Teenager wandert für ein Jahr ins Gefängnis. Und wird anschliessend drei Jahre auf Bewährung gesetzt. Drei Jahre, in denen er &#8211; als offiziell registrierter Sexualstraftäter &#8211; keinen Kontakt zu Minderjährigen haben kann, schon gar nicht zu seiner Freundin Lester. Doch nach seiner Entlassung beginnt das Paar sich wieder zu sehen. Es ist ein Spiel mit dem Feuer. Nur weiss man auch aus eigener Erfahrung, dass vor allem für Teenager, <strong>das Verbotene eine noch viel stärkere Anziehungskraft ausübt</strong>.</p>
<p>Lester und vor allem Ken verbrennen sich jedoch ganz gehörig die Finger, wobei er jetzt nicht mehr so «glimpflich» davonkommt: Ken verbringt über sechs Jahre hinter Gittern. Letzters Jahr im August wird er aus dem Gefängnis entlassen und ist jetzt zwei Jahre auf Bewährung. Er trägt eine elektronische Fussfessel und als verurteilter Sexualtäter darf er sich nicht in die Nähe von Kindern begeben, muss zweimal wöchentlich einen Verhaltenskurs besuchen, darf kein Mobiltelefon mit integrierter Kamera benutzen (er könnte ja heimlich Fotos von Kindern und Jugendlichen machen!) und die Nutzung von Facebook oder anderen Social-Media-Foren ist ihm auch verboten. Zu gross ist die Gefahr, dass er sich unter einem falschen Profil an Minderjährige ranmachen würde.</p>
<p>Seine Freundin, die stets beteuert hat, einvernehmlichen Sex mit ihm gehabt zu haben, unterliegt inzwischen nicht mehr dem Schutzalter. Doch eine Wiederaufleben ihrer Romanze &#8211; wie im Fall des österreichischen «Skandalpaares» Renate und Ervin – ist ausgeschlossen: Ein Richter hat Lester offiziell zum Opfer ernannt &#8211; Ken darf während der Bewährung keinen Kontakt zu ihr haben.</p>
<p><strong>So unglaublich dieser Fall auch tönt, ist er kein Einzelfall.</strong> Allein im Staat Michigan gibt es 1341 registrierte jugendliche Sexualstraftäter. Wieviele von ihnen tatsächlich ein Verbrechen begangen haben oder einfach nur Sex mit ihrem Freund oder ihrer Freundin hatten, weiss man nicht. Kens Mutter kämpft seit der ersten Verurteilung ihres Sohnes für eine Lockerung dieser Gesetze. Denn laut der Staatsanwaltschaft ist sie indirekt mitschuldig am ganzen Dilemma. «Kinder müssen das Gesetz berücksichtigen und Eltern müssen ihre Kinder unter Kontrolle halten», so die lapidare Bemerkung des Staatsanwaltes auf ihre Frage, ob die Regelung nicht zu streng sei.</p>
<p>Dass es nicht ganz einfach ist, Teenager «unter Kontrolle» zu halten, wissen wohl auch andere amerikanischen Eltern. In den letzten Jahren haben sich in allen 50 Bundesstaaten <strong>Eltern-Organisationen formiert, um ihre Kinder zu schützen:</strong> Vor einer unverhältnismässig strengen Gesetzgebung.</p>
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		<title>Wann hören Sie auf zu schnarchen?</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/21976/wann-horen-sie-auf-zu-schnarchen/</link>
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		<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 01:00:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mamablog-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Papablog]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Papablog von Rinaldo Dieziger.
Am Stützpunkt der Fliegerabwehr in Payerne fiel es mir zum ersten Mal auf: Jeder zweite Mann schnarcht. Rekrutenschule. 1997. Ich machte die Phase vom besinnungslosen Kantischüler zum abgebrühten Handgranatenspezialisten durch. Die Tage waren lang, die Nächte kurz: Chrrr, chrrr, chrrr.
In 17 Wochen lernte ich, wie man sich mit Sturmgewehr, Cervelat und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/category/papablog/">Papablog</a> von Rinaldo Dieziger.</p>
<div id="attachment_21994" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21994" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/mb_wp.jpg" alt="mb_wp" width="640" height="342" /><p class="wp-caption-text">Spätestens im gemeinsamen Schlafzimmer wird Schnachen zum Problem: Bettszene aus dem Film «Wanderlust» (2012) mit Jennifer Aniston und Paul Rudd.</p></div>
<p style="text-align: left;">Am Stützpunkt der Fliegerabwehr in Payerne fiel es mir zum ersten Mal auf: <strong>Jeder zweite Mann schnarcht</strong>. Rekrutenschule. 1997. Ich machte die Phase vom besinnungslosen Kantischüler zum abgebrühten Handgranatenspezialisten durch. Die Tage waren lang, die Nächte kurz: Chrrr, chrrr, chrrr.</p>
<p>In 17 Wochen lernte ich, wie man sich mit Sturmgewehr, Cervelat und Sackmesser gegen Invasoren verteidigt. Und wie man in einem Schlafsaal mit 20 Schnarchern von einer Nacht am Strand von Waikiki träumt. Mit Dosenbier und Discman (damals noch). Wir waren eine verschworene Einheit. Man sagte mir, dass ich dazugehöre. Dass ich einer der krassesten bin. Einer der ganz brutalen Schnarcher.</p>
<p>Wir traten im Morgenrot daher und lachten darüber. Ein paar Jahre später zog ich in den Krieg. Als ich zum ersten Mal mit einer Frau zusammenzog. Das gemeinsame Schlafzimmer – ein Guantanamo. <strong>Ich folterte mit Schlafentzug</strong>. Terror. Horror. Wir setzten Abwehrwaffen ein: Oropax. Oder: «Ich gucke noch einen der besten Filme aller Zeiten (Kabel 1) und komme dann nach.» Oder: «Ich esse noch einen Cervelat und schlafe auf dem Sofa.»</p>
<p>Es half alles nichts. Wir waren keine Einheit. Meine Frau gehört nicht zu den 30 (!) Prozent der Frauen, die schnarchen. Trotzdem wurde sie schwanger. Und ich sägte munter weiter am Ast, auf dem unser Eheglück sass. Unbewusst. Ich schlief. Tief und fest. Das ist ja das Gemeine am Schnarcherdasein. Du tust etwas Schlimmes <strong>und merkst es selber nicht</strong>. Bis es dir jemand sagt. Immer wieder.</p>
<p>So ging ich zu den HNO. Hals-Nasen-Ohren-Ärzten. Die Operation verlief glimpflich. Vollnarkose. Sie schnitten mir ein Stück Fleisch aus dem verengten Rüssel. Seither atme ich die volle Alpenluft. <strong>Doch das Schnarchgeräusch blieb</strong>. Die Binsenwahrheiten im Umfeld gewannen an Fahrt: weniger Burger, weniger Bier, weniger Bauch. Unverlockend. Ich versuchte es mit Nasenspray, Nasenpflaster, Globuli, Fisherman’s Friend, Meerrettich und suchte weiter.</p>
<p>Und dann fand ich Arthur Wyss. Der gelernte Elektroniker aus Bern hat das ganze Leidensprogramm durchgemacht: CPAP-Beatmungsgerät, Operationen an Nase, Halszäpfchen und Gaumensegel. Von einer Beatmungsmaschine abhängig sein wollte er nicht. Wer will schon jede Nacht aussehen wie ein Alien von H.R. Giger? So begann er selbst zu experimentieren. Im Nachtzug nach New Delhi sah er einem Mann beim Sutra Neti zu, einem Nasen-Rachen-Putzritual im Hata-Yoga. So kam er auf die Idee für seine <strong>Anti-Schnarch-Spange</strong>. Ein simpler Draht, den man in den Mund einsetzt.</p>
<p>Bei der Anpassung musste ich fast kotzen, mein Sitznachbar gab auf. Nach zwei Wochen spürte ich nichts mehr. <strong>Seither herrscht Ruhe im Schlafzimmer</strong>. The War Is Over.</p>
<p>Das Schweizer Fernsehen hat Arthur Wyss im Juni 2011 <a href="http://www.videoportal.sf.tv/video?id=a72117e0-ee77-4469-bf94-f54677d4f50b" target="_blank">porträtiert</a>. Zu seiner Homepage und einem Termin für die Anpassung geht es <a href="http://www.velumount.ch" target="_blank">hier</a>.</p>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-21981" title="rinaldo" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/rinaldo.jpg" alt="rinaldo" width="150" height="150" />Rinaldo Dieziger (36) ist Gründer und Geschäftsführer von Supertext, der ersten <a href="http://www.supertext.ch" target="_blank">Textagentur</a> im Internet. Er ist letztes Jahr Papa einer Tochter geworden und lebt mit seiner Familie in der Stadt Zürich.</em></p>
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		<title>Reich, schwanger und hysterisch</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 01:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Merli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hebamme ohne Hemmungen: Für Rosie Pope ist in «Pregnant in Heels» nichts unmöglich.
Eine gute Freundin, die in New York lebt, hat mir von der Doku-Serie «Pregnant in Heels» erzählt – ein «must» für Schwangere, meinte sie. Okay, also nichts wie ab ins Web und ein paar Folgen (Beispiel siehe oben) anschauen. Im Zentrum steht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/S2gJ64-Qhvs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Hebamme ohne Hemmungen: Für Rosie Pope ist in «Pregnant in Heels» nichts unmöglich.</p>
<p>Eine gute Freundin, die in New York lebt, hat mir von der Doku-Serie «Pregnant in Heels» erzählt – ein «must» für Schwangere, meinte sie. Okay, also nichts wie ab ins Web und ein paar Folgen (Beispiel siehe oben) anschauen. Im Zentrum steht die Britin Rosie Pope, ursprünglich Designerin für Umstandsmode und Accessoires (<a href="http://www.rosiepopematernity.com/" target="_blank">Rosie Pope Maternity</a>) und, nach eigener Bezeichnung, «Maternity Concierge». Im Prinzip ist Rosie <strong>eine Art Fashion-Hebamme, die Frauen vor und nach der Geburt begleitet</strong>, mit dem einzigen, aber sehr grossen Unterschied, dass die Ideen ihrer Kundinnen normalsterblichen Schwangeren wahrscheinlich nicht mal während der heftigsten Hormonturbulenzen in den Sinn kommen.</p>
<p>Denn Rosie Popes Kundinnen sind allesamt schwerreich, unglaublich anspruchsvoll und leben in der exklusiven Upper East Side im Nordosten Manhattens. «Frauen sind von Natur aus zickig &#8211; wenn Sie aber eine reiche Zicke mit einem Baby im Bauch nehmen, dann haben Sie meine Kundin», beschreibt Rosie die «Million Dollar Moms», für die sie sieben Tage die Woche und rund um die Uhr erreichbar ist.</p>
<p>Da ist zum Beispiel Samantha. Sie und ihr Mann Mitch sind beide erfolgreich in ihrem Beruf (sie als Autorin und Personal Branding Expertin, er als Banker) und bereits Eltern von zwei Kindern. Das dritte ist unterwegs aber, oje, sie haben weit und breit keinen erfolgversprechenden Name auf Lager &#8211; was einer mittleren Katastrophe nahe kommt, denn ein <strong>«Name ist wie ein Brand und bestimmt über den Erfolg eines Kindes»</strong> (O-Ton Samantha). Und schon bald wird einem klar, was sie genau meint, wenn sie von sich selber sagt, sie sei «obsessed»: Für die ersten beiden Kinder (Ruby und Ella) sind die Eltern insgesamt 12&#8242;000 Kindernamen durchgegangen. Jeden einzeln. Kein Wunder, dass sie sich diese Arbeit nicht noch ein drittes Mal antun wollen und darum Rosie Pope damit beauftragen.</p>
<p>Diese stellt innerhalb kürzester Zeit einen Think Tank zusammen. Die Experten-Runde (ein Werber, ein Linguist, eine Baby-Namen-Bloggerin, eine Texterin und ein Poet) stellt eine Namensliste zusammen, <strong>die einem weiteren Team aus Psychologen und irgendwelchen Wirtschafts- und Werbeexperten gezeigt wird, die dann darüber debattieren.</strong> So wollen Samantha und Mitch sicher gehen, dass die Namen, die es in die Endrunde schaffen (Holden, Bode, Bowen, Asher, Miles, Clifford) auch bei ihren Freunden und Bekannten (die «ganz wichtige Leute sind») gut ankommen. Um ganz sicher zu gehen, wird noch schnell eine Dinner-Party organisiert, wo das Power-Couple dann ganz beiläufig die Namen in die Runde wirft und auf die Reaktionen ihrer illustren Gäste achtet.</p>
<div id="attachment_21550" class="wp-caption alignleft" style="width: 208px"><img class="size-medium wp-image-21550" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/01/mbneu1.jpg" alt="" width="198" height="300" /><p class="wp-caption-text">Rosie Popes Zielpublikum: Schwangere in Highheels.</p></div>
<p>Der Arbeitsalltag von Rosie Pope ist unglaublich abwechslungsreich. So will eine Kundin nackt auf einem Pferd porträtiert werden, eine andere braucht dringend eine eigens designte Geburtsgarderobe und einen Stylisten, der sie für den grossen Tag «nett herrichtet», denn sie will ja auf dem Video ihrer Geburt umwerfend aussehen. Verständlich.</p>
<p>Und so rennt Rosie Pope, das Blackberry stehts am Ohr, von einer Luxus-Wohnung zur nächsten, beruhigt, schmeichelt und schimpft auch manchmal, was zwar in den wenigsten Fällen gut ankommt, <strong>denn die «Million Dollar Moms» sind sich keinen Widerspruch gewöhnt und benehmen sich wie kleine Kinder, </strong>wenn mal etwas nicht nach ihrem Kopf läuft.</p>
<p>Ja, und wozu soll man sich «Pregnant in Heels» und diese hysterischen Weiber antun? Ganz einfach: Weil man sich beim Schauen so unglaublich normal fühlt und sich plötzlich die eine oder andere Schwangerschaftslaune ohne den geringsten Anflug von schlechtem Gewissen gönnt.</p>
<p>PS: Samantha und Mitch haben sich übrigens für «Bowen» entschieden. Naja &#8230;</p>
<div style="position:absolute"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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		<title>Best of Mamablog: Der Sex der Zukunft</title>
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		<pubDate>Sat, 31 Dec 2011 01:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mamablog-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Best of Mamablog]]></category>
		<category><![CDATA[Carte Blache]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Themenschwerpunkt Sex]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Festtage pausieren unsere Bloggerinnen und Blogger. Deshalb publizieren wir bis Ende Jahr Lieblingsbeiträge unserer Autorinnen und Autoren – wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der letzte Beitrag unserer Best-of-Serie ist von Marie Dové.
Der Mamablog widmete im Sommer 2011 dem Thema Sexualität einen Schwerpunkt. Als Erstes konnten Sie im Beitrag von Michèle [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Über die Festtage pausieren unsere Bloggerinnen und Blogger. Deshalb publizieren wir bis Ende Jahr Lieblingsbeiträge unserer Autorinnen und Autoren – wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der letzte Beitrag unserer Best-of-Serie ist von Marie Dové.</p></blockquote>
<div id="attachment_17961" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-17961" title="MAMABLOG-Air-Sex-Aufmacher-640x325" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/07/MAMABLOG-Air-Sex-Aufmacher-640x325.jpg" alt="MAMABLOG-Air-Sex-Aufmacher-640x325" width="640" height="325" /><p class="wp-caption-text">«Sie zeigen Sex als absurd, peinlich und lustig»: Air-Sex-Einlage an einer Veranstaltung in Austin, Texas.</p></div>
<blockquote><p>Der Mamablog widmete im Sommer 2011 dem <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/category/themenschwerpunkt-sex/"><strong>Thema Sexualität einen Schwerpunkt</strong></a><strong>.</strong> Als Erstes konnten Sie im Beitrag von Michèle Binswanger lesen, wie der Terminus<strong> <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/17761/mythos-sexsucht/">Sexsucht</a> </strong>zu einer Art Modediagnose geworden ist. Dann hat Jeanette Kuster ausführlich über das Thema <strong><a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/17792/was-sie-schon-immer-uber-aufklarung-wissen-wollten-aber-nie-zu-fragen-wagten/">Aufklärung</a></strong> und die Ressourcen, die Eltern und Kindern zur Verfügung stehen, berichtet. Es folgte der vergnügliche Gastbeitrag von Julia Sweeney über <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/17828/«und-wie-genau-machen-sie-es-mit-ihren-beinen»/"><strong>Frösche und Analsex</strong></a><strong>.</strong> Danach zeigte Michael Marti auf, weshalb ein Blick ins <strong><a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/17862/wir-kinder-der-aufklarung/">tiefste Mittelalter</a> </strong>erhellend ist für unser Verhältnis zur Lust. Den abschliessenden Beitrag, ein wahrlich virtueller Höhepunkt, wollen wir Ihnen wieder präsentieren: Air Sex, der letzte erotische Schrei, hat das Potenzial, alle sexuellen Probleme auf einen Schlag zu lösen. Viel Spass beim Lesen!</p></blockquote>
<p><em>Eine <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/category/carte-blache/">Carte Blanche</a> von Marie Dové</em></p>
<p>Womöglich ist dieser Sex ja die Lösung vieler unserer Sexprobleme. Denn jeder und jede kann ihn alleine tun und amüsiert damit erst noch andere. Die Redaktion des Internet-Magazins <a href="http://www.salon.com/life/feature/2011/05/05/air_sex/index.html">«Slate»</a> jedenfalls zeigt sich geradezu begeistert vom Air Sex, von so viel auf der Bühne präsentierter Lust: «Die Veranstaltung zeigt Sex als absurd, peinlich und lustig – und genau so ist doch Sex.» Die Rede ist von einer «Air Sex»-Performance unlängst in Chicago, welche Teil einer grossen Air-Sex-Championship war, die durch die Vereinigten Staaten tourt.</p>
<p><strong>Air Sex? </strong>Das sind Meisterschaften in vorgetäuschtem Sex. In der Regel 120 Sekunden Zeit haben die Sex-Sportlerinnen und Sex-Sportler – sie nennen sich Spider Pussy oder Erotic Otto –, um einen möglichst tollen Orgasmus möglichst eindrucksvoll vorzuspielen; sie praktizieren damit gewissermassen die geschlechtliche Variante der Luftgitarren-Duelle.</p>
<p><iframe frameborder="0" height="390" src="http://www.youtube.com/embed/teEuhnZu4tM" width="640"></iframe><em>Hier das Beispiel eines pr&auml;mierten und sehr unanst&auml;ndigen Blow Jobs, der auch unseren &laquo;Slate&raquo;-Kollegen ganz besonders gefiel.</em></p>
<p>Die Regeln beim Air-Sex sind denkbar simpel: Die Frauen und Männer dürfen <strong>keinen echten Orgasmus</strong> haben (ja, das gilt nicht), und sie dürfen nicht gänzlich nackt sein. Teilweise ausziehen ist allerdings erlaubt, genauso wie eindrückliche Hintergrundmusik. Ob es dabei gleich richtig zur Sache geht oder man vorher noch das Vorspiel vortäuscht, ist dem Geschmack der Teilnehmerinnen und Teilnehmer überlassen. Eine Jury bewertet schliesslich die Solo-Porno-Performance und kürt Siegerin und Sieger.</p>
<p>Ihren Ursprung hat die Sex-Pantomine in Japan, der mutmassliche Erfinder – gemäss Wikipedia ein Mann namens J-Taro Sugisaku –  behauptet, Air Sex sei 2006 in Tokyo von <strong>einer Gruppe gelangweilter Männer ohne Freundinnen</strong> erfunden worden, aus der Sexualnot heraus quasi. Das tönt plausibel, jedenfalls wurde das Konzept in anderen Städten übernommen und in den USA gibt es mittlerweile eine Air-Sex-Championship, die durch die amerikanischen Metropolen tourt. Die dabei gebotenen Höhepunkte sind auf Youtube anzuschauen.</p>
<p><iframe frameborder="0" height="510" src="http://www.youtube.com/embed/-k98bRUOb4g" width="640"></iframe><em>Eine Air-Sex-Gang-Bang-Nummer von Jugendlichen &ndash; nicht f&uuml;r die B&uuml;hne bestimmt, sondern direkt f&uuml;r Youtube. Und perfekt im Rhythmus der Musik.<br /></em></p>
<p>Es ist viel und seit längerem schon von der Allmacht, der <a href="http://www.clack.ch/index.php/ressort/artikel/Leben/3304/die_pornografinnen"><strong>Tyrannei der Pornografie</strong></a> die Rede. So hiess es bereits 2001 im <a href="http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-16811150.html">«Spiegel»,</a> wer die Zeitungen und Zeitschriften aufschlage, ins Kino oder Theater gehe, im Internet surfe, Fitness-Studios frequentiere, Modenschauen besuche oder einfach nur durch die Strassen spaziere, werde  geradezu bombardiert mit «Bildern der Verführung und Ekstase, perfekter Schönheit und Appellen des Verlangens». Und neuerdings wird gar davon geschrieben, wie die Pornografie uns die Sexualität entführt habe (Gail Dines: <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/diverses/Stress-im-Pornoland-/story/13212314">«Pornoland &#8211; How Porno has Hijacked our Sexuality»)</a>. Wenn dies tatsächlich zutrifft, so ist Air Sex die definitiv witzigste und subversivste Antwort auf diese Entwicklung: eine Groteske nämlich auf die Pornofizierung.</p>
<p><em><strong><a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=100002440281962">Marie Dové</a></strong> ist Journalistin beim Online-Magazin<strong> </strong><a href="http://www.clack.ch" target="_blank"><strong>«Clack»</strong> </a>und schreibt regelmässig über die Themen Politik und Sexualität.</em></p>
<p>Erstpublikation: 8. Juli 2011.<em><br />
</em></p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style= display:none;  src= http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Der-Sex-der-Zukunft/story/31220431/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"  width= 1  height= 1  />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Der-Sex-der-Zukunft/story/31220431/pixel.gif?nocache=1325155389" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<title>Best of Mamablog: Liebestipps, die die Welt nicht braucht</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/20999/best-of-mamablog-sextipps-die-die-welt-nicht-braucht/</link>
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		<pubDate>Thu, 29 Dec 2011 01:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mamablog-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Best of Mamablog]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Festtage pausieren unsere Bloggerinnen und Blogger. Deshalb publizieren wir bis Ende Jahr fünf Lieblingsbeiträge unserer Autorinnen – wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der vierte Beitrag unserer Best-of-Serie ist von Michèle Binswanger.
Heute müssen Erziehung und Politik, Patriarchat und Feminismus Platz machen für leichtere Kost. Sogar sehr leichte Kost. Die dafür aber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Über die Festtage pausieren unsere Bloggerinnen und Blogger. Deshalb publizieren wir bis Ende Jahr fünf Lieblingsbeiträge unserer Autorinnen – wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der vierte Beitrag unserer Best-of-Serie ist von Michèle Binswanger.</p></blockquote>
<div id="attachment_21016" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-21016" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/12/Mamablog6.jpg" alt="Mamablog" width="600" height="396" /><p class="wp-caption-text">In den einschlägigen Magazinen wird geschmiert und geleckt, was das Zeug hält: Covers der «Cosmopolitan» und von «Men&#39;s Health».</p></div>
<p>Heute müssen Erziehung und Politik, Patriarchat und Feminismus Platz machen für leichtere Kost. Sogar sehr leichte Kost. Die dafür aber heiss serviert wird, sehr heiss. Denn wenn es draussen kalt und garstig ist, sollen Mann und Frau sich zu Hause unter die Bettdecke kuscheln, so geht eine im kollektiven Unterbewussten der Lifestylemagazine verankerte Wahrheit. Und um das Publikum zu ebendiesem Verhalten anzuregen, geben besagte Magazine gerne <a href="http://www.nerve.com/advice/ridiculous-tips/ridiculous-tips-for-a-miserable-sex-life-november">Tipps</a>, wie sie ihr Liebesleben in himmlische Sphären abgehen lassen können. Die kuriosesten Beispiele, die wir ihnen im Folgenden nicht vorenthalten möchten, setzen allerdings höchstens das Papier in Brand, auf dem sie gedruckt werden. (Keine Angst, am Bildschirm besteht keine Gefahr.)</p>
<p>Zum Beispiel das deutsche <a href="http://www.menshealth.de/love">«Men’s Health»</a>. Ein unerschöpflicher Quell für erotische Weisheiten. Aktuell wird dort etwa ein «erotischer Adventskalender» feilgeboten. Da heisst es zum Beispiel: «Nehmen Sie den Advent wörtlich: adventus est, lateinisch: Er ist gekommen».  Und mit welchen Tipps soll da der «vielleicht heisseste Dezember Ihres Lebens» provoziert werden? Lesen Sie selbst.</p>
<blockquote><p>«Stellen Sie sich beim Küssen vor, Sie würden genüsslich ein Eis schlecken, denn so habens die Mädels am liebsten: in Slow Motion, ganz relaxt.»<br />
(<em>Wenn Ihr Liebster in naher Zukunft beginnt, an Ihnen herumzusaugen und Sie dabei unangenehm an ihren Zahnarzt erinnert werden, dann wissen Sie jetzt warum.</em>)</p></blockquote>
<blockquote><p>Heute drehen Sie die Heizung auf, schnappen sich Ihre Partnerin und schälen sie aus den Klamotten. Holen Sie einen Eiswürfel aus dem Gefrierfach, platzieren Sie ihn zwischen Ihren Lippen und fahren Sie mit dem Ding über den Körper Ihrer Partnerin. Anschliessend küssen Sie die gleiche Strecke mit leicht geöffnetem Mund.» (<em>Wir dachten, der Dezember soll heiss werden, warum also diese Fixierung auf Eis? Aber wir ahnen, der «leicht geöffnete Mund» wirds schon richten</em>.)</p></blockquote>
<blockquote><p>«Wahrscheinlich haben Sie sich schon oft gefragt, was Ihre Liebste besonders heiss macht und was nicht. Wie auch immer, heute finden Sie es heraus. Bitten Sie Ihre Partnerin, Ihnen einen Multiple-Choice-Fragebogen auszufüllen. Punkte darin könnten sein: Welche Körperstelle ist bei dir am sensibelsten? Welche Stellung magst du am liebsten?» (<em>Hmm, jetzt wirds aber wirklich, wirklich heiss. Fragebogen ausfüllen. Hoffentlich im Multiple-Choice-Verfahren</em>)</p></blockquote>
<blockquote><p>«Hat Sie schon mal für Sie gestrippt? Dann sind heute Sie dran. Bevor Sie anfangen: Wählen Sie was Hübsches für drunter, zum Beispiel eng anliegende Boxershorts. Ziehen Sie Socken und Schuhe aus, dafür Jeans und ein Hemd mit Knopfleiste an. Dämpfen Sie das Licht, reichen Sie Ihrer einzigen Zuschauerin ein Glas Prosecco und schieben Sie Santanas «Samba Pa Ti» in den CD-Player. Los gehts – und immer schön den Augenkontakt halten!» (<em>Liebe Männer, nehmt es nicht persönlich, aber wenn ihr das noch nie gemacht habt, dann solltet ihr es auch bleiben lassen. «Samba Pa Ti»  hin oder her.</em>.)</p></blockquote>
<p>Aber nicht nur der Mann soll sich anstrengen. Auch in Frauenzeitschriften haben ein paar Vorschläge, wie sie ihrem Liebesleben einheizen können. <a href="http://www.cosmopolitan.de/"> «Cosmopolitan»</a> heisst hier die Kronzeugin. Cosmo weiss zum Beispiel: «Guter Sex findet im Kopf statt, keine Frage. Aber sensationeller Sex ist nicht nur ein Feuerwerk für den Geist, Sie spüren ihn im ganzen Körper – in den Ohrläppchen, den Fingern, den Brüsten, den Kniekehlen und im kleinen Zeh.» <em>(Im kleinen Zeh? Dann würde ich die Schuhe für die Nummer das nächste mal eine Nummer grösser kaufen</em>) Aber jetzt zur Sache:</p>
<blockquote><p>«Der Mund ist so vielseitig, kann küssen, reden, schmecken, lecken und Ihnen und Ihrem Liebsten auf unzählige Arten Genuss bereiten. Erleben Sie anregende orale Inspirationen. Zitieren Sie erotische Lyrik, wenn Ihr Liebster am wenigsten damit rechnet.» Vorschläge: «Mein Herz ist wie ein singender Vogel» von Christina Rossetti. «Mein Herz ist wie eine schimmernde Muschel, friedlich treibend durch stilles Meer …» (<em>Wundern Sie sich nicht, wenn Ihr Liebster sich entschuldigt und etwas murmelt von «am Fragebogen arbeiten».</em>)</p></blockquote>
<blockquote><p>«Tauchen Sie seine Finger in Honig, Champagner oder flüssige Orangenschokolade und lecken sie langsam ab. Schauen Sie ihm dabei leicht abschätzig in die Augen.» (<em>Leicht abschätzig? Aber bitte nicht zu sehr, sonst rufen Sie die Maskulisten auf den Plan</em>.)</p></blockquote>
<blockquote><p>«Tauchen Sie Ihre Brüste in essbare Körperfarbe und benutzen Sie sie, um seinen Körper einzuseifen. Dann lecken Sie alles weg.» (<em>Die Phrase «dann lecken Sie es weg» ist ein wichtiger Bestandteil aller Cosmo-Ratschläge, egal zu welchem Thema.</em>)</p></blockquote>
<blockquote><p>«Träufeln Sie warmes Gel über seinen Körper und rubbeln Sie das Ganze runter.» (<em>Man könnte es ja auch weglecken. Aber nur wenn Sie weder Haargel noch Waschgel verwendet haben. Wie wärs mit Zahngel?</em>)</p></blockquote>
<blockquote><p>«Tauchen Sie einen Waschlappen in warmes Wasser und fahren Sie damit von seinem Bauchnabel aus abwärts.» (<em>Lassen Sie sich inspirieren und denken Sie daran, dass Sie Ihren Gatten sich auch sonst nicht wie einen warmen Waschlappen fühlen lassen sollten.</em>)</p></blockquote>
<blockquote><p>«Wärmen Sie seine Socken 20 Sekunden in der Mikrowelle, dann ziehen Sie sie ihm an.» (<em>Nach der Behandlung wird Ihr Mann so gut durchblutet sein, dass er mit Ihnen ins Bett MUSS. Er wird zwar klebrig und nass sein und Socken tragen. Aber was solls?</em>)</p></blockquote>
<p><em> </em></p>
<p>Mit Dank an Nerve.com.</p>
<p>Erstpublikation: 8. Dezember 2010.<em><br />
</em></p>
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		<title>Der lustlose Mann</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/20580/der-lustlose-mann/</link>
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		<pubDate>Tue, 06 Dec 2011 01:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michèle Binswanger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gender]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Es ist immer mal wieder gut, die eigenen Klischees auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Auch wenn dies manchmal bedeutet, kopfvoran in einen grossen Fettnapf zu springen und sich danach mühsam aus der Suppe herauszuwinden. So ging es mir kürzlich, als ein Freund über die Schwierigkeiten mit seiner Freundin berichtete. Naiv wie ich bin, empfahl ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20593" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-20593 " title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/12/mb1_ps2.jpg" alt="mb1_ps2" width="600" height="420" /><p class="wp-caption-text">Zeit, sich von den Rollenklischees zu verabschieden: Steve Carell hat im Film «40-Year-Old Virgin» wenig Freude am Sex (vorerst).</p></div>
<p>Es ist immer mal wieder gut, die eigenen Klischees auf ihren Wahrheitsgehalt zu überprüfen. Auch wenn dies manchmal bedeutet, kopfvoran in einen grossen Fettnapf zu springen und sich danach mühsam aus der Suppe herauszuwinden. So ging es mir kürzlich, als ein Freund über die Schwierigkeiten mit seiner Freundin berichtete. Naiv wie ich bin, empfahl ich das Allerweltsheilmittel: «Vielleicht solltet ihr mehr miteinander schlafen.» Er zuckte die Schultern: «Ich weiss. Das will sie ja dauernd. Aber mir ist die Lust vergangen.»</p>
<p>Ich schwieg eine Runde, während mein Freund mir von seinen Strategien erzählte, Sex zu umgehen. Ich weiss nicht, ob es an der Vorweihnachtszeit liegt, am Zimt im Weihnachtsgebäck oder anderem. Ich höre nicht zum ersten mal vom <a href="http://forum.gofeminin.de/forum/f143/__f5228_f143-Woran-liegt-es-dass-soviele-Manner-keine-Lust-auf-Sex-haben.html">Problem</a>, dass Männern die Lust auf Sex vergeht. Aber noch nie von einem Mann selbst.</p>
<p>Vielleicht sollte ich das auch von mir gern bemühte Klischee der männlichen Pfadfinder-Sexualität, die sich mit dem Kampfschrei «Allzeit Bereit!» auf jede Gelegenheit stürzt, nochmals überdenken. Zumindest in Familien, gerade mit kleinen Kindern, sind die Rollen mitnichten immer so eindeutig verteilt. Die Transformation von der Frau zur Mutter, dem Mann zum Vater, dem Paar zur Familie und der Baby- und Arbeitsstress können sich empfindlich auf die Sexualität auswirken. Und öfter als man denkt, sind es die Männer, denen die Lust vergeht. Auch wenn es gerade für sie schwierig ist, das zuzugeben, da unser Bild männlicher Virilität eng mit Sexualität verknüpft ist.</p>
<p>Dies jedenfalls legen verschiedene Experten nahe. Das «bestgehütete Geheimnis der Männer», nennt es Michele Weiner Davis, die Autorin des Buchs «The Sex-Starved Wife: What to Do When He&#8217;s Lost Desire». Studien zeigten zwar immer wieder, dass Männer sich in ihren Beziehungen eher mehr Sex wünschten, aber die Differenz zwischen den Geschlechtern sei viel weniger gross, als man gemeinhin annehme. Deutschlands <a href="http://www.time.com/time/health/article/0,8599,1728520,00.html#ixzz1fdtbWIQe">«grösste Sexstudie»</a>, für welche die Deutschen Gesellschaft für Sozialwissenschaftliche Sexualforschung in Zusammenarbeit mit der City University London im Jahr 2008 rund 56&#8242;000 Personen befragte, ergab, dass sich zwar rund 60 Prozent der Männer mehr Sex in der Beziehung wünschen, aber auch 50 Prozent der Frauen. Und die Hamburger Uniklinik Eppendorf stellte per Umfrage fest, dass die 18- bis 30-jährigen Männer nur noch vier bis zehn Mal im Monat beischlafen – vor dreissig Jahren lag dieser Wert angeblich bei 22-28 mal im Monat.</p>
<p>Bleibt die Frage nach dem Warum. Haben die 60 Prozent Männer, die sich mehr Sex wünschen, einfach das Pech, nicht mit den 50 Prozent verheiratet zu sein, die das ebenfalls möchten? War es vielleicht immer schon so, aber die Männer trauen sich erst heute darüber zu sprechen? Ist es die <strong>Wirtschaftskrise</strong>, welche die Männer auslaugt, sind sie vielleicht von den fordernden und sexuell aggressiver werdenden Frauen eingeschüchtert? Oder verbringen sie ganz einfach zu viel Zeit mit ihren Pornos im Internet, um von einer realen Frau noch erregt zu werden?</p>
<p>Die Antwort dürfte kompliziert sein, zumal es ja um Sex in der Paarbeziehung, mithin um ein System mit gegenseitiger Abhängigkeit geht. Und so ist die Situation weder für die lustlosen Männer, noch die verschmähten Frauen erquicklich. Denn Frauen, denen der Mann nicht permanent nachstellt, fühlen sich auch hier im Gegensatz zum Klischee, nicht unbedingt erleichtert, im Gegenteil. Es bleibt also nur die Wahl zwischen zähneknirschender Enthaltsamkeit oder ausserehelichen Aktivitäten – dem meist genannten Grund, wenn es darum geht, die Scheidungsrate von 54 Prozent zu erklären.</p>
<p>Vielleicht glauben Sie, dass diese Frage nicht wichtig ist. Nicht jeder hat gleich viel Lust, was soll‘s? Aber da wir Männer und Frauen ja einen Weg miteinander finden sollten und Sexualität eine im Grunde doch erfreuliche Austauschform zwischen den Geschlechtern ist, wäre es doch an der Zeit, auch diese von Rollenklischees und den damit verknüpften Moralvorstellungen zu befreien. Männer müssen nicht immer können und wollen. Und Frauen sind nicht automatisch Schlampen, wenn ihr Trieb stärker ist. Entscheidend ist, dass man beginnt, darüber zu sprechen und die ganze Bandbreite der Möglichkeiten zu bedenken.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Die Sexualisierungs-Hysterie</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/20227/die-sexualisierungs-hysterie/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Nov 2011 01:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michèle Binswanger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schule]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Debatte um die «Sexualisierung der Volksschule» geht mit dem Fall des Gymilehrers, der im Oktober vor dem Richter antraben musste, weil er im Literaturunterricht anhand klassischer Werke die Themen Pubertät und jugendliche Sexualität behandelte, in eine neue Runde. Die Geschichte ins Rollen gebracht hatte eine besorgte Mutter im Jahr 2009. Sie zeigte den Lehrer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20237" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-20237" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/11/Mamablog1.jpg" alt="Mamablog" width="640" height="423" /><p class="wp-caption-text">Darf Sexualität in der Schule nicht thematisiert werden? Szene aus dem Broadway-Musical «Spring Awakening», eine Adaptation von Wedekinds «Frühlings Erwachen». Im Bild: Lea Michele («Glee») als Wendla und Jonathan Groff als Melchior, 2006. (Foto: AP)</p></div>
<p>Die Debatte um die «Sexualisierung der Volksschule» geht mit dem Fall des Gymilehrers, der im Oktober vor dem Richter antraben musste, weil er im Literaturunterricht anhand klassischer Werke die Themen Pubertät und jugendliche Sexualität behandelte, in eine neue Runde. Die Geschichte ins Rollen gebracht hatte eine besorgte Mutter im Jahr 2009. Sie zeigte den Lehrer des Literaturgymnasiums Rämibüel an, weil er seine 14- bis 15-jährigen Schüler im Literaturunterricht mit <strong>«pornographischen Werken»</strong> konfrontierte. Stein des Anstosses waren Romane wie Frank Wedekinds «Frühlings Erwachen» oder «Warum das Kind in der Polenta kocht» von Aglaja Veteranyi, in denen es um das sexuelle Erwachen in der Pubertät geht – mit allen Abgründen und wo entsprechend auch sexuelle Handlungen beschrieben werden.</p>
<p>Der Lehrer wurde Anfang Oktober vom Vorwurf der Pornographie freigesprochen, doch das Thema bleibt brisant. Die Diskussion und die Fronten dürften Ihnen bekannt sein. Über die Frage, wie und ab welchem Alter das Thema  Aufklärung in der Schule stattfinden soll und darf, wird inzwischen auch auf politischer Ebene gestritten. Die SVP erkannte das soziale Erregungspotenzial dieses Themas und benutzte es im Wahlkampf als Speerspitze für ihren Kampf gegen den Lehrplan 21. Mit einem <strong>Komitee gegen die «Sexualisierung der Volksschule»</strong> agitierte die Partei im Verbund mit fundamentalen Christen und Freikirchen gegen Pädagogen und Sexualtherapeuten und gegen die Pläne des Bundes, Sexualunterricht in den Lehrplänen der Volksschule zu verankern. Und so gab man sich auch nach dem Freispruch des Lehrers nicht mit einer Niederlage zufrieden. Vergangene Woche haben Kantonsparlamentarier aus der SVP einen Vorstoss eingereicht mit der Frage, wie künftig bei der Schul-Literatur die «Grenzen zum Zumutbaren» zu definieren seien.</p>
<p>Nun ist es zu begrüssen, wenn Eltern sich darum kümmern, was ihre Kinder in der Schule lernen. Naheliegend ist auch, dass beim Thema Sexualität Ängste ausgelöst werden und Eltern sich eine breitere Diskussion über den Umgang mit den entsprechenden Inhalten in unserem Bildungssystem wünschen. Der Fall des Zürcher Lehrers zeigt aber auch, <strong>wie viel Hysterie dahintersteckt</strong> und dass bei den Grabenkämpfen zwischen dem liberalen und dem konservativen Lager das Kind leicht mit dem Bad ausgeschüttet werden kann. Bei den zur Diskussion stehenden literarischen Szenen handelte es sich laut der «NZZ am Sonntag» etwa um folgende Passage aus «Frühlings Erwachen»:<br />
<em><br />
(. . .) Wendla: Nun geh&#8217; ich erst recht nicht. Warum kommst du nicht mit auf die Matte hinaus, Melchior? – Hier ist es schwül und düster. Werden wir auch naß bis auf die Haut, was macht uns das!</em></p>
<p><em>Melchior: Das Heu duftet so herrlich. – Der Himmel draußen muß schwarz wie ein Bahrtuch sein. – Ich sehe nur noch den leuchtenden Mohn an deiner Brust – und dein Herz hör&#8217; ich schlagen.</em></p>
<p><em>Wendla: Nicht küssen, Melchior! – Nicht küssen!</em></p>
<p><em>Melchior: – Dein Herz – hör&#8217; ich schlagen –</em></p>
<p><em>Wendla: – Man liebt sich – wenn man küßt – – – – – – – Nicht, nicht! – – –</em></p>
<p><em>Melchior: O glaub mir, es gibt keine Liebe! Alles Eigennutz, alles Egoismus! – Ich liebe dich so wenig, wie du mich liebst.</em></p>
<p><em>Wendla: – Nicht! – – – Nicht, Melchior! – –</em></p>
<p><em>Melchior: – – – Wendla!</em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em> </em></p>
<p><em>Wendla: O Melchior! – – – – – – – – – nicht – – nicht – – </em></p>
<p>Aufschlussreich sind diesbezüglich zwei Leserbriefe im «Tages-Anzeiger» vom Samstag. Im einen Brief mäandert Corina Elmer von der Fachstelle zur Prävention sexueller Ausbeutung um die Frage, von wem die Inititatve ausgegangen sein mochte, gerade diese Werke zu lesen und sie stellt die Frage, «ob der Deutschunterricht der geeignete Rahmen für ein Gespräch über jugendliche Sexualität» sei. Aber ging es dem Lehrer tatsächlich um die beanstandeten Themen oder rückten diese nicht viel mehr von einer anderen Frage her in den Fokus, nämlich wie Schriftsteller <strong>mit literarischen Verfahren das Leben und die Welt erfassen</strong>? Und gehört zum Menschen und zur Welt, gerade auch aus der Perspektive des Heranwachsenden, nicht auch das Thema Sexualität? Heute sogar mehr denn je? Und bietet nicht gerade die Literatur eine Chance, Jugendlichen zu zeigen, wie tief diese Themen mit unserem Menschsein verbunden sind, zumal sie ja heute ohnehin und in äusserst abstrakter Weise damit konfrontiert sind? Könnte nicht die Literatur einen Weg bieten, über die tiefere Bedeutung unserer Pornographisierungsdiskussion nachzudenken?</p>
<p>In diese Richtung geht der andere Leserbrief im «Tages-Anzeiger» vom Samstag. Darin melden sich vier Schülerinnen des angeklagten Lehrers zur Sache selber zu Wort. Sie seien, sagen sie, während des ganzen Verfahrens um diesen Lehrer als Direktbetroffene nie zur Sache befragt worden. «Wir hätten der Staatsanwältin gerne Auskunft gegeben und auch jetzt den Herren und Damen im Kantonsrat den Wind aus den Segeln genommen, welche zum Angriff auf die freie Lektürewahl, auf die Literatur und damit auf die Freiheit selbst blasen», heisst es darin. Vielleicht ist es an der Zeit, die in politischen Gremien und in den Zeitungsspalten geführte Meta-Diskussion über die Sexualisierung der Gesellschaft und der Schule in die Lebenswelt zurückzuholen – zumal es im vorliegenden Fall ja gar nicht um Aufklärung im engeren Sinne ging, sondern um die Frage, mit welchen literarischen Verfahren sich diese Grundthemen darstellen lassen. Und <strong>sollten im Zweifelsfall nicht die direkt Betroffenen dazu befragt werden</strong>, die Schülerinnen und Schüler – zumindest, wenn der Unterricht auf einer Altersstufe stattfindet, auf der das Thema ohnehin an die Schülerinnen und Schüler herangetragen wird?</p>
<p>Was meinen Sie?</p>
<p><em>Korrigendum: Es war nicht wie ursprünglich behauotet die «Sonntagszeitung», die die beanstandete Szene aus Wedekinds «Frühlingserwachen abdruckte, sondern die «NZZ am Sonntag». Für diesen Fehler möchten wir uns entschuldigen.</em></p>
<div style="position:absolute"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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// ]]&gt;</script> <noscript> &amp;lt;img style=&#8221;display:none;&#8221; mce_style=&#8221;display:none;&#8221; src=&#8221;http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Mamablog-Die-SexualisierungsHysterie/story/11370407/pixel.gif?nocache=1321274222&#8243; mce_src=&#8221;http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Mamablog-Die-SexualisierungsHysterie/story/11370407/pixel.gif?nocache=1321274222&#8243; width=&#8221;1&#8243; height=&#8221;1&#8243;/&amp;gt; </noscript></div>
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		</item>
		<item>
		<title>Wie hält man eine Ehe zusammen?</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/19507/wie-halt-man-eine-ehe-zusammen/</link>
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		<pubDate>Thu, 06 Oct 2011 00:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michèle Binswanger</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Melanie Winiger und Stress sind auseinander und wir haben jetzt nur noch Francine Jordi und Florian Ast, um die Lücke zu füllen, was natürlich so ist, als würde man von einem Rennpferd auf einen Maulesel umsatteln. Aber das ist egal, denn aller Wahrscheinlichkeit nach werden sie nach gebührender Zeit ihrem «Liebeshoch» eine «schockierende Trennung» hinterherschicken. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19510" class="wp-caption aligncenter" style="width: 515px"><img class="size-full wp-image-19510 " title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/10/antonio_banderas_and_melanie_griffith_still_going_strong.jpg" alt="Sie kennen das Geheimnis einer intakten Ehe - nur verraten können sie es nicht." width="505" height="306" /><p class="wp-caption-text">Sie kennen das Geheimnis einer intakten Ehe – nur verraten können sie es nicht: Melanie Griffith und Antonio Banderas.</p></div>
<p>Melanie Winiger und Stress sind auseinander und wir haben jetzt nur noch Francine Jordi und Florian Ast, um die Lücke zu füllen, was natürlich so ist, als würde man von einem Rennpferd auf einen Maulesel umsatteln. Aber das ist egal, denn aller Wahrscheinlichkeit nach werden sie nach gebührender Zeit ihrem «Liebeshoch» eine «schockierende Trennung» hinterherschicken. Dann beginnt das grosse Heucheln (sie waren so ein schönes Paar!) und Titel-Dichten (Irgend ein Wortspiel mit Ast wird sich schon finden), Hauptsache, es lassen sich viele Frage- und Ausrufezeichen verwenden, denn ein solches «Ehe-Aus!» ist der feuchte Traum eines jeden Boulevard-Journalisten.</p>
<p>In meiner journalistischen Ausbildung hiess es immer: Die Meldung «Hund beisst Mann» hat keinen Newswert, «Mann beisst Hund» hingegen schon. Wenn es um Ehekrisen geht, hat sich die Medienmaschinerie aber ganz der «Hund beisst Mann»-Meldung verschrieben. Obschon der umgekehrte Fall, dass eine Beziehung funktioniert, heutzutage aussergewöhnlich ist und darüber zu berichten innovativer wäre &#8211; und schwieriger, weil radikal persönlich. So war es zu Anfang von Roger Federers Karriere beispielsweise ein beliebtes Hobby der <strong>Sportredaktoren</strong>, sich über Mirka Federer lustig zu machen und darauf zu wetten, wann der Tennis-Held sie verlassen würde. Oder ihn als langweilig zu verhöhnen, weil er es nicht tat. Wahrscheinlich, weil die Spötter an seiner Stelle nichts Eiligeres zu tun hätten, als sich ein silikon-optimiertes Spielzeug anzulachen und mit Geld zu füttern, damit es bei öffentlichen Anlässen den eigenen vermeintlichen Status repräsentieren solle. In ihrem beschränkten Horizont hatte die Vorstellung eines Menschen, der in einer Beziehung nicht Oberfläche, sondern Tiefe und Beständigkeit sucht, einfach keinen Platz.</p>
<p>Aber es gibt sie trotzdem, Paare, die an der Liebe zum anderen festhalten. Man liest selten von ihnen, aber wenn, dann kann man daraus meistens etwas lernen. Zu ihnen gehören zum Beispiel Antonio Banderas und Melanie Griffith. Seit 17 Jahren sind sie ein Paar und eine Patchworkfamilie, haben Ehekrisen und Suchtprobleme gemeinsam durchgestanden &#8211; und sprechen immer noch sehr liebevoll übereinander. In einem getrennt geführten Interview mit dem <a href="http://www.aarp.org/magazine/ ">AARP-Magazine</a> gaben die beiden einen Einblick in die Geheimnisse ihrer Ehe, auf welchen Vorstellungen und Werte sie beruht – und warum sie funktioniert, obschon die beiden offensichtlich sehr verschieden sind.</p>
<p>Die beiden heirateten 1996 &#8211; zu dieser Zeit hatte Banderas eine gescheiterte Ehe hinter sich, Melanie Griffith zwei, aus denen zwei Kinder hervorgegangen waren. Griffith war bereits ein grosser Star, Banderas stand noch ganz am Anfang seiner Hollywood-Karriere. Er habe Melanie schon immer bwundert, sagte Banderas, und als er sie dann kennengelernt habe, sei es um ihn geschehen gewesen: «Ich sah diese süsse, <strong>verletzliche Seele</strong>, lustig und smart und grosszügig. Ich sah sie mit ihren Kindern und sie war so schön als Mutter» hält er fest. Was für eine Liebeserklärung.</p>
<p>Was denn nun das Geheimnis für ihre bereits siebzehn Jahre dauernde Ehe sei, will der Interviewer wissen. «Das Geheimnis ist, dass wir beide schon mal gescheitert waren», sagt Banderas. Liebe sei anfangs ein grosser Rausch, aber es bleibe nicht so. Darüber hätten er und Griffith viel gesprochen. «Werden wir den Fehler machen, dauernd nur zurückzuschauen auf diesen Zustand? Oder werden wir vorwärts schauen und Universen schaffen, die anders sind?» Dieser Rausch verschwinde, aber man finde stattdessen etwas Anderes, Besseres. Die Bedeutung von <strong>familiärer Wärme</strong> und eines Heims und dass man zusammen stärker sei. In Krisenzeiten gelte es, geduldig zu sein, bis sich Licht am Ende des Tunnels zeigte. Und Krisen hätten sie gehabt, wie jedes andere Paar auch &#8211; so kämpfte Griffith jahrelang mit Alkohol- und Medikamentenmissbrauch. «Aber wir sprachen offen darüber. Sie kämpfte wie eine Löwin. Ich wusste nicht, dass sie so stark ist. Und das macht meine Liebe nur noch grösser.» Am Schluss hätten sie das Problem alle zusammen als Familie ausgestanden.</p>
<p>Griffith zeichnete ihrerseits im separat geführten Interview ein leicht anderes Bild des Ganzen. Zum Beispiel berichtet sie über ihre erste Begegnung: «Die erste Frage, die er mir stellte, war nach meinem Alter», erinnert sie sich. «Niemand hatte mir je als erstes eine so unhöfliche Frage gestellt. Aber er hatte etwas. Er hat es immer noch. Ich liebe ihn einfach.» Auch was ihre Suchtprobleme angeht, gab sie zu erkennen, dass sie sich von der Seite ihres Mannes mehr Engagement gewünscht hätte. «Er war unterstützend, so weit er kann. Ich wünschte, er würde mich einmal zu einem Meeting begleiten, aber ihm ist das fremd. Ich meine das aber nicht gegen ihn, er war immer an meiner Seite. Er ist wirklich der tollste Kumpel.»</p>
<p>Zum Schluss noch die Killerfrage: Was ist mit Treue, wie widerstehen Eheleute der Versuchung? Hier Banderas Antwort zusammengefasst: «Das ist sehr persönlich. Wie geht man mit <strong>Sexualität in der Ehe</strong> um? Wie kann man sie so gehaltvoll gestalten, dass man sich nicht nach etwas anderem umsehen muss? Welche Dinge sagt man, oder wird man sie immer anlügen? Man sollte sich gegenseitig zugestehen können, dass man auch andere Personen attraktiv findet. Die Frage ist, wie weit lässt sich das beugen? Jeder braucht Wasser, aber ich werde nicht gleich den ganzen Pool leer trinken. Man muss wissen, wo die Grenzen liegen.»</p>
<p>Das gilt natürlich nicht nur für die Sexualität, es gilt buchstäblich für jede andere Frage der Gemeinsamkeit auch. Wie viel Nähe und Distanz brauchen beide Partner, wie viel gibt man Preis und was behält man für sich, wie sehr zeigt man sich und wie viel darf im Verborgenen bleiben? Wie viel Raum gesteht man dem anderen zu und welchen beansprucht man für sich selbst? Darauf gibt es genauso wenig eine allgemein gültige Antwort wie auf die Frage, wie man ein <strong>künstlerisches Meisterwerk</strong> schafft. Vielleicht ist eine Ehe nichts anderes als ein Kunstwerk. Man hat eine Inspiration und dann arbeitet man das Ganze nach seinen Möglichkeiten aus. Am Schluss entsteht etwas radikal Individuelles. Einfach ist es nicht, aber im besten Fall ist es eine Inspiration und ein Geschenk für viele andere Menschen. Auch wenn die Medien es einfach nur langweilig finden.</p>
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		<title>Der Sexmarkt</title>
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		<pubDate>Thu, 29 Sep 2011 00:00:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Merli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Was wurde in Sachen Sexualität schon alles erforscht, analysiert, interpretiert  und anschliessend von anderen Forschern widerlegt. So untersuchte etwa die  amerikanische Biophilosophin Elisabeth A. Lloyd über zwanzig verschiedene  Theorien zur Evolution des weiblichen Orgasmus und kam zum Schluss, dass dieser – biologisch gesehen – völlig überflüssig sei, sozusagen ein evolutionäres  Nebenprodukt, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19400" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-19400" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/09/mb11.jpg" alt="mb1" width="600" height="300" /><p class="wp-caption-text">Forscher behaupten, dass Frauen Angebot und Nachfrage beim Sex in der Hand haben, weil er sie nicht wirklich interessiert: Seitensprungszene aus «Combien tu m&#39;aimes» mit Monica Bellucci und Bernard Campan (l.).</p></div>
<p style="text-align: left;">Was wurde in Sachen Sexualität schon alles erforscht, analysiert, interpretiert  und anschliessend von anderen Forschern widerlegt. So untersuchte etwa die  amerikanische Biophilosophin Elisabeth A. Lloyd über zwanzig verschiedene  Theorien zur Evolution des weiblichen Orgasmus und kam zum Schluss, dass dieser – biologisch gesehen – völlig überflüssig sei, sozusagen <strong>ein evolutionäres  Nebenprodukt</strong>, wie auch die männliche Brustwarze. Lloyds Studie wurde kurz darauf  vom amerikanischen Biologieprofessor John Alcock widerlegt: Der weibliche  Orgasmus sei sehr wohl kein Fehler der Evolution, sondern ein helfender  Mechanismus bei der Zeugung der Nachkommenschaft. Über Sinn und Unsinn des  weiblichen Orgasmus streiten sich Experten übrigens auch noch nach sieben Jahre  seit Erscheinen der Studie.</p>
<p style="text-align: left;">Und heute? Derzeit stehen die  wirtschaftlichen Aspekte zwischen Mann und Frau im Fokus der Wissenschaftler. So  wird der Umgang mit Geld von Paaren untersucht, denn immerhin entscheide laut  Jutta Allmendinger (Leiterin des Forschungsprojekts «Gemeinsam leben, getrennt  wirtschaften – Grenzen der Individualisierung in Paarbeziehungen») der «<strong>Umgang  mit Geld</strong>, ob sich Menschen ineinander verlieben». Und der aktuelle Bestseller «Erotisches Kapital» der britischen Soziologin Catherine Hakim zeigt auf, dass  feministische Scheuklappen Frauen jahrzehntelang nicht weitergebracht haben und  plädiert dafür, dass man mit <a href="http://www.welt.de/kultur/article13628078/Das-erotische-Kapital-maechtiger-Frauen.html" target="_blank">gezielt eingesetzter Attraktivität</a> den Weg an die  Spitze der Gesellschaft schafft, wo ja schliesslich alle hin wollen.  Dass Feministinnen bei erotischem Kapital «als Erfolgsgeheimnis im Leben und im  Beruf» auf die Barrikaden gehen, liegt auf der Hand.</p>
<p style="text-align: left;">Nun ist aber eine  weitere kontroverse Studie erschienen, die das Hakim-Bashing für eine Weile  stoppen könnte: Der Wissenschaftler Roy F. Baumeister der Florida State  University hat heterosexuelle Beziehungen von einem wirtschaftlichen Standpunkt  aus betrachtet und als einen Markplatz bezeichnet, «wo Männer versuchen, Sex von  Frauen zu erhalten, indem sie ihnen andere Ressourcen anbieten». Als Basis für  die vielbeachtete Studie («Sexual Economics: A Research-Based Theory of Sexual  Interactions – or Why the Man Buys Dinner») diente dem Psychologen eine  Befragung von über 300&#8242;000 Menschen aus 37 Ländern, die ihn zu folgendem Schluss  brachte: <strong>Frauen sind Verkäuferinnen aber keine Konsumentinnen von Sex</strong> und Männer  sind Käufer aber keine Produzenten. Im Klartext: Frauen regeln das Angebot, wobei verschiedene Faktoren den Sex-Preis beeinflussen.</p>
<p style="text-align: left;">Wertsteigernd sind etwa ein <strong><a href="http://www.clack.ch/ressort/artikel/frau/3730/der_neue_liebes_handel" target="_blank">attraktives Aussehen,</a> </strong>das Alter, die  Kleidung aber auch die Tatsache, ob andere Männer hinter derselben Frau her  sind. Auch das Umfeld des Sex-Marktes kann den Preis in die Höhe schnellen  lassen, wenn etwa mehr Männer als Frauen vorhanden sind (Nachfrage ist höher  als das Angebot) und vor allem keine oder<strong> nur wenige alternative Gelegenheiten  für sexuelle Befriedigung</strong> vorhanden sind. In diesem Fall sieht es für die Männer  nicht sehr gut aus, da sie den von Frauen definierten Verkaufsbedingungen  ausgeliefert sind. Sprich: Es müssen schon sehr attraktive Ressourcen  (Geschenke, Aufmerksamkeit, Exklusivität, Verpflichtungen, Verlobung, Ehe,  Kinder) angeboten werden, damit der Handel überhaupt zustande  kommt.</p>
<p style="text-align: left;">Umgekehrt haben Männer ein leichtes Spiel, wenn die Frau nicht  sehr attraktiv ist, oder sich mehr Frauen als Männer auf dem Markt befinden  (Angebot ist grösser als die Nachfrage). Am deutlichsten lasse sich das  Angebot-Nachfrage-Modell an der Ehe messen. Der <strong>Zusammenbruch des sexuellen  Handels in der Ehe</strong> sei darauf zurückzuführen, dass Frauen, weil sie alles  erreicht hätten, was sie erreichen wollten, keinen Sex mehr anbieten.  Diese doch sehr einseitige und auch sehr mathematische Analyse konnte  die berühmte feministische <a href="http://www.slate.com/blogs/xx_factor/2011/08/10/anti_feminist_market_theories_of_sexuality_fail_to_explain_the_d.html" target="_blank">US-Bloggerin Amanda Marcotte</a> nicht unkommentiert  lassen. Als  störend empfindet die Bloggerin nicht unbedingt die Tatsache, dass Baumeister  sexuelle Beziehungen anhand eines wirtschaftlichen Markplatzes erklärt, sondern  vielmehr die Voraussetzung für seine Angebot-Nachfrage-Studie. Nämlich dass  Frauen grundsätzlich nicht an Sex interessiert sind. «Baumeister behauptet, verheiratete Frauen sind nicht daran interessiert, er sagt aber auch, dass Single-Frauen nicht an Gelegenheitssex interessiert sind», schreibt Marcotte. «Ein Commitment törnt uns nicht an, etwas Neues törnt uns nicht an, scheint ganz  so, als ob uns gar nichts antörnt.» Baumeister gestehe den Frauen keinerlei  Motivation für Sex, kritisiert Marcotte. Nicht einmal für Gelegenheitssex.  Baumeister argumentiere, dass Frauen weder diese Art von Sex wünschen, noch  etwas im Gegenzug dafür verlangen können – denn bei Gelegenheitssex ist der  Mann nicht bereit, seine Ressourcen anzubieten. «Ja, warum in aller Welt  machen die Frauen es dann, wenn sie ja keine Lust haben?», bloggt  Marcotte.</p>
<p style="text-align: left;">Marcotte liegt mit ihrer Kritik sicherlich richtig, doch sollte  sie sich nicht zu sehr über Baumeisters Analyse ärgern. Denn wer die aktuellen  wirtschaftlichen Märkte beobachtet, weiss, dass  jeder Markt von einem Tag auf  den anderen auch wieder zusammenbrechen kann.</p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-19385" title="ninamerli100x100" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/09/ninamerli100x1001.jpg" alt="ninamerli100x100" width="100" height="100" /> <em>Nina Merli ist Reporterin bei Newsnetz.</em></p>
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		<title>Brustneid</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Aug 2011 00:00:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michèle Binswanger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Den Jackpot holte der Pailettenbikini. Oder vielmehr der Inhalt des Pailettenbikinis, das am Sonntag am selben Pool herumlümmelte wie ich. Die langen Hitzetage in der Badi bieten reichlich Gelegenheit, den menschlichen Körper in seinen vielfältigen Variationen zu studieren, wobei gewisse Körperteile interessanter sind als andere. Der Anblick des Busens im Pailettenbikini verzückte eine ganze Batterie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18641" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/wp-admin/Brüste, auf die man neidisch sein darf: Salma Hayek."><img class="size-full wp-image-18641" title="Mamablog; Salma Hayek;" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/08/Mamablog_Salma.jpg" alt="Mamablog_Salma" width="600" height="427" /></a><p class="wp-caption-text">Brüste, auf die man neidisch sein darf: Salma Hayek.</p></div>
<p style="text-align: left;">Den Jackpot holte der Pailettenbikini. Oder vielmehr der Inhalt des Pailettenbikinis, das am Sonntag am selben Pool herumlümmelte wie ich. Die langen Hitzetage in der Badi bieten reichlich Gelegenheit, den menschlichen Körper in seinen vielfältigen Variationen zu studieren, wobei gewisse Körperteile interessanter sind als andere. Der <strong>Anblick des Busens</strong> im Pailettenbikini verzückte eine ganze Batterie gut bemuskelter junger Herren, die nur noch im Kreis schwammen, um die Aussicht zu würdigen. Eigentlich erstaunlich, wenn man sich klar macht, dass der Grund ihrer Begeisterung nichts anderes als ein Euter ist.</p>
<p style="text-align: left;">Mit Brüsten ist das so eine Sache. Man kriegt sie zum Eintritt in die Erwachsenenwelt spendiert, wie üblich ohne Gebrauchsanweisung. Glücklicherweise ergibt sich das Handling ziemlich schnell. Kompliziert wird es erst, wenn Kinder ins Spiel kommen. Und zwar von Anfang an. Es sind die leicht anschwellenden Brüste, die in den ersten Wochen der Schwangerschaft anzeigen, dass der Körper in die reproduktiven Hosen steigt, um neun Monate später ein fixfertiges Baby abzuliefern. Welches sich meist im ersten Akt als Menschenbürger zu eben diesen Brüsten gesellt, um zur oralen Nahrungsaufnahme zu schreiten. Oh verlorenes Paradies &#8211; kein Wunder sind Brüste dann auch der meist gesuchte Körperteil auf Pornoseiten im Internet, wie eine <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Wonach-sucht-wer-Sex-online-sucht/story/31501103?track.">Studie</a> zweier amerikanischen Neurowissenschafter ergeben hat.</p>
<p style="text-align: left;">Dass unser Verhältnis zu Brüsten ein denkbar seltsames ist, fiel mir erst auf, als es darum ging, sie meinem Baby in den Mund zu stecken, um es daran saugen zu lassen. Während der Schwangerschaft hatte mich meine Hebamme gefragt, ob ich denn gedächte zu stillen und ich antwortete: «Aber selbstverständlich.» Als es dann so weit war, kam es mir trotzdem seltsam vor, dass auf dem früheren <strong>Spielplatz</strong> meiner Liebhaber nun plötzlich eine Milchbar stand.</p>
<p style="text-align: left;">Dass Frauen ihre Kinder säugen, brachte das männliche Gehirn schon immer in Verlegenheit. Es entsprach nicht der kühnen Vision des Menschen, der sich über seine tierische Natur erhoben hat. Denn wie sehr man Brüste auch bewundern, ihnen Dessous kaufen und huldigen mag, am Ende des Tages dienen sie dazu, Milch für den Nachwuchs zu produzieren.</p>
<p style="text-align: left;">Als Zeugnis unserer tierischen Natur, der Existenz als Säugetier, war die weibliche Brust schon den Männern der Antike nicht ganz geheuer. Als gemeinsames Merkmal mit allen anderen <strong>Säugern</strong> machte sie die Frau besonders anfällig für den Ruf einer wilden, tierischen Natur. Viele <a href="http://www.slate.com/toolbar.aspx?action=print&amp;id=2298575">Mythen</a> erzählen von Babys, die an einer Tierbrust genährt wurden, bevor sie die Menschheit mit heldenhaften Taten beglückten. Aristoteles führte die Frau in einer Reihe mit Walen, Pferden und Schafen auf als Beispiel für Tiere, die ihre Nachkommenschaft säugen. Frauen wurden denn auch aus diesem Grund als unberechenbare, weniger intelligente und niedrigere Wesen klassifiziert, eine Ansicht, die sich Jahrhunderte lang grosser Beliebtheit erfreute &#8211; wobei der absurdeste Versuch, dies theoretisch zu begründen wahrscheinlich die freudsche Theorie vom <strong>Penisneid</strong> ist.</p>
<p style="text-align: left;">Inzwischen dürfte wohl allen klar sein, dass die Ansicht, die Frau sei ein niederes und tierischeres Wesen, auf den Müllhaufen der grössten menschlichen <strong>Irrtümer</strong> gehört. Nicht dass das Umgekehrte der Fall wäre &#8211; wir lieben euch Männer genau für das, was wir nicht sind. Aber wenn wir über Neid sprechen wollen, so muss man sich langsam fragen, ob nicht bald jemand den <strong>Brustneid</strong> entdecken möchte, den Neid des Mannes auf jene Besonderheiten der Frau, die ihm verwehrt sind. Die «Weltwoche» schreibt auf ihren Titel: «Können Frauen über Sex schreiben?» Brustneid! Frauen sollen nicht so lustig sein können wie Männer? Brustneid! Frauen sind Feminazis und Femastasen und Genderfaschisten? Brustneid! Das ist natürlich alles nicht ganz ernst gemeint, liebe Männer. Aber denkt mal darüber nach.</p>
<p style="text-align: left;">Und apropos Spass: Ihr habt wirklich allen Grund, neidisch zu sein. So ein paar Brüste ganz für sich zu haben ist doch ziemlich toll.</p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style= display:none;  src= http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Brustneid/story/18121558/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"  width= 1  height= 1  />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Brustneid/story/18121558/pixel.gif?nocache=1314005204" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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