Leben


Archiv für die Kategorie „Schwangerschaft“

Baby-Losglück

Jeanette Kuster am Sonntag den 17. Juli 2011
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Ein Lotteriegewinn der anderen Art: In Grossbritannien gibts mit dem richtigen Los und etwas Glück ein Baby aus dem Reagenzglas.

Die Ankündigung schlug hohe Wellen in Grossbritannien, die umgehend auf den Kontinent hinüberschwappten: «Baby-Lotto! Für 22 Euro gibt es Nachwuchs», vermeldete «Bild» in gewohnt überspitzter Manier, als bekannt wurde, dass die Charity-Organisation To Hatch eine Lotterie lancieren würde, bei der es eine Fruchtbarkeitsbehandlung zu gewinnen gibt.

Die Lose zu 20 Pfund das Stück sollen am 30. Juli erstmals an britischen Kiosken verkauft werden. Der monatlich vergebene Hauptpreis hat einen Wert von 25′000 Pfund – und wird auf die jeweiligen Gewinner zugeschnitten: Zieht ein jüngeres Paar das Siegerlos, soll es eine In-Vitro-Fertilisation (IVF) erhalten. Hat die Möchtegern-Mutter den 45. Geburtstag bereits hinter sich, ist aber fit und gesund, bekommt sie stattdessen eine Eizellenspende. Auf Singlefrauen wartet eine Samenspende, Singlemänner werden mit Leihmutter und Spender-Embryo beglückt. Durchgeführt wird die ganze Prozedur in einer Top-Klinik. Damit sich die potenziellen Mütter und Väter wie echte Sieger fühlen, übernachten sie in einem Luxushotel, werden vom Privat-Chauffeur zur Behandlung gefahren und erhalten ein neues Handy, mit dem sie ihre Ärzte jederzeit erreichen können.

Der Ansturm auf die To-Hatch-Website direkt nach Bekanntgabe der «frohen Botschaft» war so enorm, dass die Seite kurzzeitig zusammenbrach. Mindestens ebenso gross war jedoch auch der Sturm der Entrüstung: In den Augen von Josephine Quintavalle von der Gruppe «Comment on Reproductive Ethics» setzt das Vorhaben die menschliche Fortpflanzung herab. «Das Schaffen menschlichen Lebens sollte nicht auf eine öffentliche Lotterie reduziert werden, das ist absolut inakzeptabel.» Quintavalle fordert gar eine offizielle Untersuchung, da es «ganz bestimmt nicht legal ist, 20 Pfund zu bezahlen, um dafür Zugang zu einer fremden Gebärmutter zu bekommen». Auch die Human Fertilisation and Embryology Authority verkündete in einer offiziellen Mitteilung, diese Lotterie sei «falsch und völlig unangebracht», während andere Experten To Hatch vorwerfen, «auf ausbeuterische Weise für Aufmerksamkeit sorgen» zu wollen.

Tatsächlich erscheint die Idee, mithilfe eines Glücksloses ein Baby zu zeugen, auf den ersten Blick ethisch äusserst fragwürdig. In Wahrheit bekommen die Gewinner aber nichts anderes als Geld. Geld allerdings, das sie nicht einfach verprassen, sondern einzig für ihren Kinderwunsch einsetzen dürfen. Würde ein Paar Lotto spielen, um sich von einem eventuellen Gewinn eine IVF zu leisten, würde das niemanden stören. Wieso also dieser Aufschrei? Ist es wirklich so verwerflich, das Geld für eine Fruchtbarkeitsbehandlung gewinnen zu wollen, anstatt es über Jahre zusammenzusparen? Oder liegt die Sache vielleicht ganz anders? Fühlen sich durch die angekündigte Lotterie all jene bestätigt, die ungewollt kinderlosen Paaren, die alle medizinischen Möglichkeiten ausschöpfen, Egoismus vorwerfen? Es macht ganz den Anschein, wenn man sich die Kommentarspalten in den englischen Medien ansieht: Es gebe nun mal kein Recht auf Nachwuchs, so der Tenor, und wenn die Natur es einem nicht vergönne, Kinder zu bekommen, habe man das zu akzeptieren. Zudem werde das Kind später bestimmt Probleme damit haben, sozusagen ein Losgewinn zu sein.

Die ganze Diskussion pro und kontra künstliche Befruchtung lenkt allerdings von der wahren Problematik der «Baby-Lotterie» ab: Ungewollt kinderlose Menschen klammern sich oft an jede noch so kleine Chance, ihr Wunschbaby endlich zu bekommen. Die neue Lotterie wird vielen wie die perfekte Lösung erscheinen, sie werden sich jeden Monat mit möglichst vielen Losen eindecken, in der Hoffnung, endlich Mutter oder Vater zu werden. Bloss: Eine Fruchtbarkeitsbehandlung garantiert noch lange keine erfolgreiche Schwangerschaft. Um also auf diesem Weg zur Familie zu werden, sind sozusagen zwei aufeinanderfolgende Sechser im Lotto nötig – wie realistisch dies ist, kann sich jeder selber ausrechnen. Es mag nicht die Intention der Macher gewesen sein, doch am Ende spielen sie mit der Verzweiflung der Betroffenen. Wenn etwas unethisch ist an dieser ganzen Idee, dann das.

Oder sehen Sie das anders?

Das Schwangerschaftsparadox

Mamablog-Redaktion am Freitag den 21. Januar 2011

Eine Carte Blanche von Mamablog-Leserin Sandra Kopp.

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Und doch, die Menschen tun es immer wieder: Glückliche Familie am Strand.

In der Schwangerschaft sieht man sich plötzlich mit ganz neuen Ängsten und Gefahren konfrontiert. Kürzlich begegnete ich einem Artikel, der mich vor Handystrahlen während der Schwangerschaft warnte: «Wenn Schwangere mit dem Handy telefonieren, setzen sie ihr ungeborenes Kind dem Risiko aus, dass es später verhaltensgestört wird.» So lautet das Resultat einer neuen Studie der Universität Kalifornien, die im Fachblatt «Journal of Epidemiology und Community Health» veröffentlicht wurde. Welch Horror! Schliesslich benütze ich das Handy aus beruflichen Gründen täglich regelmässig. Bilder von unkontrollierbaren oder ADHS-Kindern tauchten vor meinem geistigen Auge auf.

Aber das ist nur die jüngste Erkenntnis. Denn zurzeit sehe ich mich täglich vielen weiteren Gefahren ausgesetzt: Man denke nur an all die Bakterien und Viren, denen man im Pendlerverkehr begegnet. Dazu die Raucher auf den Perrons, denen ich nicht ausweichen kann, die Abgase, die ich auf dem Arbeitsweg zwangsweise einatme, der Feinstaub, die freien Radikalen, der Lärm, der Stress – die Liste ist schier endlos. Laut wissenschaftlicher Erkenntnisse schadet dies alles meinem ungeborenen Kind. Und dass ich diese Faktoren nicht beeinflussen kann, verursacht bei mir Ohnmachts-Gefühle. Aber die Schadstoffe sind noch nicht alles. Hinzu kommt der verstärkte Druck, während der Schwangerschaft auf ungesunde Nahrungs- und Genussmittel zu verzichten, sprich alkoholischen, fettigen oder süssen Verlockungen zu entsagen. Ungesunde Ernährung ist natürlich nicht nur während der Schwangerschaft ein Thema. Aber wenn der Bauch sich rundet, scheinen solch private Dinge plötzlich alle etwas anzugehen – man fühlt sich von einer wachsamen Gesellschaft beobachtet.

Es wurde bereits an anderer Stelle im Mamablog über die Freiheiten werdender Mütter diskutiert. Immerhin liegt die Ernährung weitestgehend in meiner Hand. Aber auch hier: Was darf man denn überhaupt noch essen? Wie kann man sicher sein, dass Bioprodukte halten, was sie versprechen? Und überhaupt: In der Schwangerschaft bekommt man Dehnungsstreifen, hat mit Wassereinlagerungen, Krampfadern, Verdauungsstörungen und Kreislaufproblemen zu kämpfen und muss mit Hormonschwankungen klar kommen. Nach der Geburt wird schlafen offenbar zum Luxus, vom Stillen gibt es hängende Brüste, Windeln wechseln kostet Nerven und Geld. Von den Mühen der Erziehung ganz zu schweigen.

Wozu soll man sich all dies überhaupt antun?

Und doch: Wenn dieses kleine Ding von innen gegen meinen Bauch tritt, ganz sanft, dann vergesse ich all die Sorgen und schwelge im Glück.

Der Mamablog dankt ihr recht herzlich. Schreiben Sie mit! Schreiben Sie eine Carte Blanche! Stellen Sie Ihre Themen, Beobachtungen, Erfahrungen hier zur Diskussion! Die Redaktion wird die Texte sichten, auswählen und publizieren. Texte ( zwischen 1800–2500 Zeichen) an mamablog@newsnetz.ch

Gestern ists passiert

Jeanette Kuster am Montag den 20. Dezember 2010
mann und frau im ehebett

«Ich bin letzte Nacht schwanger geworden»: Einige Frauen merken sofort, dass es eingeschlagen hat.

Unbefleckt war die Empfängnis nur bei Maria, unbemerkt geschieht sie hingegen bei den meisten Frauen: Dass sie schwanger sind, ahnen sie frühestens, wenn die Periode ausbleibt.

Bei mir war es anders. Ich stand am Morgen auf und wusste: Ich bin letzte Nacht schwanger geworden. Und nein, der Wunsch war nicht Vater des Gedankens, denn eigentlich hatten wir unseren Nachwuchs noch nicht geplant. Allerdings traute ich meinem eigenen Instinkt nicht und tat die Erkenntnis, die mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf, als Unsinn ab. Noch kein Test und kein Ultraschall hätten eine Schwangerschaft bestätigen können, aber ich wollte diese auf unerklärliche Weise bereits wahrnehmen? Quatsch.

Ich schob den Gedanken an Nachwuchs weit weg und mein Leben ging weiter wie gehabt. Bis ich zwei Wochen später in der Migros an den Schwangerschaftstests vorbeilief. Das Gefühl war sofort wieder da, der Test gekauft. Die drei Minuten, die ich auf das eventuell erscheinende Strichlein warten musste, kamen mir wie Stunden vor. Dabei kannte ich das Ergebnis doch schon lange.

Am Tag eins nach der Empfängnis beginnt bereits die Zellteilung der befruchteten Eizelle. Diesen Vorgang an sich kann man wohl kaum spüren. Aber nehmen besonders sensible Frauen vielleicht trotzdem wahr, dass sich irgendetwas verändert im Körper, sich etwas Grossartiges ankündigt? Eine Umfrage in meinem privaten Umfeld zeigt: So alleine bin ich gar nicht mit meinem siebten Sinn für die Empfängnis. Zwar haben die meisten Frauen in diesem frühen Stadium überhaupt nichts von einer Schwangerschaft gemerkt, gleich drei jedoch sagen: «Ich weiss exakt, wann es passiert ist, habe es sofort gespürt.»

Auch in den einschlägigen Internet-Foren stösst man immer wieder auf die Frage: Gibt es noch andere, die sofort wussten, dass sie schwanger sind? Es gibt sie – und während die einen von Intuition reden, liest man von anderen Sätze wie: «Es war, als ob eine Raumkapsel durchs All schwebt und auf einmal hats klick gemacht und sie war angedockt.»

Nun ja, mit Aliens und Raumfahrern hatte das Ganze bei mir nichts zu tun. Doch egal, wie man es empfindet: Das Phänomen scheint öfters vorzukommen als vermutet. Viele reden bloss nicht darüber, weil sie sonst sofort den Vorwurf hören, sich alles nur eingebildet zu haben. Dass sie vielleicht ein besseres Körpergefühl haben als andere, lässt man nicht gelten. Was nicht wissenschaftlich erklärbar ist, kann nicht sein – punkt.

Sehen Sie das auch so? Oder haben Sie selber Ihre Schwangerschaft direkt nach der Empfängnis bemerkt – und anfangs genauso an Ihrer eigenen Wahrnehmung gezweifelt?

Ja zu Seniorenmüttern

Michèle Binswanger am Montag den 13. Dezember 2010
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Alten Müttern wird Selbstsucht vorgeworfen – während man alten Vätern zur Feier der Geburt vom Nachwuchs die Zigarre reicht: Feministin Shere Hite.

Als der Blick vergangene Woche Dominique C. (64), die ältesten Mutter der Schweiz auf die Titelseite brachte, gingen die Emotionen erwartungsgemäss hoch. Reporter interviewten Fortpflanzungsmediziner und Juristen zum Thema, Chefredaktoren schrieben Kommentare und Zeitungsleser deponierten ihre Meinung dazu in Online-Threads und Leserbriefen.

Vergangenen Freitag dann erfuhr ich, dass der «Club» des Schweizer Fernsehens sich am kommenden Dienstag ebenfalls dem Thema widmen würde und begann mich zu fragen, warum diese Geschichte auf so breite Resonanz stösst. Natürlich sind solche Meldungen ähnlich aufsehenerregend wie zum Beispiel eine Hai-Attacke in einem Touristen-Tauchgebiet – und gleichzeitig sind es krasse Einzelereignisse, die für das Gros der Bevölkerung völlig irrelevant scheinen.

Warum also hängen wir das Thema dermassen hoch? Weil es eben um mehr geht – was sich schon an der Heftigkeit der Emotionen zeigt. In den Kommentarspalten und Leserbriefen schüttelt man kollektiv den Kopf und wenn auch einige Leser der Familie Glück wünschen, wird vor allem harte Kritik geübt: Hier werde Pfusch an der Natur getrieben, der medizinische Machbarkeitswahn gerate ausser Kontrolle, der Frau wird vorgeworfen, sie sei selbstsüchtig, denn das Kind werde mit Sicherheit unter seiner alten Mutter leiden und von seinen Kameraden gehänselt werden. Falls die Mutter das überhaupt noch erleben würde. Die Vorwürfe sind bekannt, im angelsächsischen Raum wird schon länger über die «Geriatric Mums» debattiert, ähnlich heftig, wie in der Schweiz.

Vom feministischen Standpunkt ist die Sache eindeutig: Jede Frau sollte in jedem Alter das Recht haben, ein Kind auszutragen. Dies forderte beispielsweise die Sexualhistorikerin Shere Hite vergangenes Jahr bei einem Kongress in London zur Mutterschaft im 21. Jahrhundert. Alten Müttern würde schnell einmal Selbstsucht vorgeworfen, während man alten Vätern zur Feier der Geburt vom Nachwuchs die Zigarre reiche, sagte sie dort. Sie vermutete hinter der Kritik an Seniorenmüttern eine patriarchalische Reaktion darauf, dass Frauen ihre Fortpflanzung zunehmend selbstbestimmt lebten. Ausserdem würde das christliche Abendland noch immer vom Bild der Jungfrau Maria beherrscht, einer jungfräulichen Teenager-Mutter. Frauen jeden Alters hätten das Recht, Kinder auszutragen.

Die 64-Jährige und ihr Mann aus Oberlunkhofen (AG) mit ihrer Tochter Katherine. (Screenshot: «Blick»)

Die 64-Jährige und ihr Mann aus Oberlunkhofen (AG) mit ihrer Tochter Katherine. (Screenshot: «Blick»)

In einem Punkt hat Hite recht. Es ist eine feministische Frage – aber eben nicht nur. Die Biologie des weiblichen Körpers wird in Fragen der Fortpflanzung schnell zum Politikum. Am Beispiel von Seniorenmüttern zeigt sich zunächst vor allem die absolute und technische Planbarkeit der menschlichen Fortpflanzung. Das erzeugt Unbehagen, ist aber eigentlich nichts Neues: Die Frauen haben noch nie gezögert, medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es um Geburtenkontrolle geht. Ja, es wird heute erwartet, dass Frauen hier dem Zufall möglichst wenig Chancen lassen, alles andere gilt als unverantwortlich.

Es kann also eigentlich nicht darum gehen, ob es ethisch vertretbar ist, ob Frauen die natürlichen Voraussetzungen ihres Körpers technologisch frisieren. Denn wenn es auf der einen Seite verlangt wird, warum sollte es auf der anderen Seite verboten sein? Allerdings spielt noch ein weiterer Aspekt hinein. In der Kritik an Seniorenmüttern artikuliert sich auch die Angst vor einer aus dem Ruder laufenden Emanzipation. Schliesslich geht es in der Sache ja nicht nur um Feminismus, sondern auch um Bioethik. Da Fortpflanzung nicht die Frau allein betrifft – es sind auch noch Männer und Kinder beteiligt, müssen auch ihre Ansprüche und Rechte berücktsichtigt werden. So muss man sich fragen, inwiefern die Freiheit der Frau, sich für das «Projekt Kind» zu entscheiden, die Freiheit der anderen Beteiligten tangiert. Ist etwa der individuelle Wunsch einer Frau, auch nach der Menopause noch Mutter zu werden höher zu gewichten, als das Risiko des Kindes, früh zu verwaisen?

Noch sind wir nicht so weit. Zwar steigt das Alter von Erstgebärenden in den westlichen Länden kontinuierlich, Mütter über 40 sind heute keine Ausnahmen mehr. Doch bis in welches Alter der Trend vorhält, bleibt abzuwarten. Ich gehe davon aus, dass auch in Zukunft die Mehrheit der Frauen im Rentenalter lieber auf einem Kreuzfahrtschiff durch die Karibik schippert, als sich mit Geburt und Aufzucht von Kindern herumzuschlagen.

Der Club zum Thema.

Lesen Sie auch: Wie spät darf eine Frau Mutter werden?

Hellsehen mit Ehering und Spiegel

Jeanette Kuster am Montag den 22. November 2010
kugelbauch

War die Frau während der Empfängnis der aktivere Sexpartner als der Mann, bekommt das Paar angeblich eher einen Knaben.

Die werdenden Eltern selber wollen es nicht immer wissen. Das Umfeld hingegen unbedingt: Wird es ein Junge oder ein Mädchen? Ultraschall sei Dank wird das Geheimnis des Geschlechts heutzutage meist nach ein paar Monaten gelüftet. Und wenn nicht, gehts erst richtig los mit den Mutmassungen. Selbst absolut bodenständige Menschen entwickeln angesicht eines Kugelbauchs plötzlich hellseherische Fähigkeiten, halten alte Volksweisheiten für historisch belegte Fakten und verwechseln Esoterik mit Wissenschaft. Eine Auswahl der wunderbarsten Anzeichen, an denen man das Geschlecht des Babys angeblich erkennen kann.

• Blüht die Frau während der Schwangerschaft regelrecht auf, erwartet sie einen  Jungen. Sieht sie hingegen blass und abgeschlagen aus, leidet sie jetzt schon unter der in ihrem Leib heranwachsenden weiblichen Konkurrenz.

• Auch der Ehering kann das Geschlecht voraussagen: An einen Faden binden und über den Bauch halten. Schwingt der Ring im Kreis, wirds ein Junge. Pendelt er hin und her, deutet alles auf ein Mädchen hin.

• Zeigt das Kopfkissen der werdenden Mutter nach Norden, bekommt sie einen Jungen. Schläft sie Richtung Süden, gibts ein Mädchen.

• Sieht sich die Frau mindestens eine Minute lang im Spiegel an und erweitern sich dabei ihre Pupillen, trägt sie einen Jungen im Bauch. Bei einer Mädchen-Mutter verändern sich die Pupillen nicht.

• Hält man der Mama in spe eine Rose und eine Lilie hin, verrät ihre Wahl, was sie erwartet: Greift sie nach der Rose, bekommt sie ein Mächen. Wer die Lilie bevorzugt, wird einen Jungen gebären.

• Anhand des Alters der Mutter zum Zeitpunkt der Empfängnis und dem Monat der Zeugung sagt der Chinesische Empfängniskalender das Geschlecht voraus.

•War die Frau während der Empfängnis der aktivere, energischere Sexpartner als der Mann, bekommt das Paar einen Knaben.

•Ist die werdende Mutter launischer als sonst, erwartet sie ein Mädchen.

Doch nicht nur der Volksglaube kennt etliche Regeln zur vorgeburtlichen Bestimmung des Geschlechts. Auch die Wissenschaft ist fasziniert von dem Thema:

• Eine Studie mit über 80′000 Teilnehmern zeigte, dass ein Paar eher männlichen Nachwuchs erwarten durfte, wenn es schon vor der Zeugung zusammengelebt hatte. Der Unterschied zwischen der Anzahl Jungen- und Mädchen-Geburten betrug allerdings mickrige 1,6 Prozent.

• Englische Forscher fanden heraus, dass Frauen, die sich vor der Empfängnis kalorienarm ernährt hatten, vermehrt Mädchen zur Welt brachten. Grund: Der Körper investiere wohl nur dann in einen tendenziell empfindlicheren männlichen Nachkommen, wenn Nahrung im Überfluss vorhanden sei.

• Übt die Mutter vor der Geburt einen stressigen Job aus, bekommt sie eher einen Jungen. Stress soll die Testosteron- und Cortisolwerte im weiblichen Körper erhöhen, was wiederum dem männlichen Spermium bei der Zeugung einen Vorteil verschafft.

• Auch die Jahreszeit spielt angeblich eine Rolle: Mädchen werden häufiger im Winter gezeugt, Knaben eher im Frühjahr. Dafür verantwortlich sein könnte die Tatsache, dass männliche Spermien empfindlicher sind und daher anfälliger für die im Winter kursierenden Grippeviren.

• Laut einer schwedischen Studie mit einer Million Frauen leiden werdende Mädchen-Mütter häufiger an extremer Übelkeit als werdende Jungs-Mütter. Dies deshalb, weil bei weiblichen Föten die Konzentration des Hormons, das die Übelkeit verursacht, deutlich höher ist. Beweisen konnte er es zwar noch nicht, aber behauptet hat das Hippokrates vor rund 2000 Jahren auch schon.

Kennen Sie noch weitere, angeblich absolut klare Anzeichen fürs Geschlecht des ungeborenen Kindes?  Und hat bei Ihnen der hellseherische Ehering oder der nichts als die Wahrheit sagende Spiegel sogar recht gehabt?