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	<title>Mamablog &#187; Schwangerschaft</title>
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		<title>Gebt uns ein Zeichen!</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jan 2012 01:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Merli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Mode]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Es kommt der Moment in der Schwangerschaft, in dem die werdende Mutter dem Nesttrieb verfällt und unter anderem das Babyzimmer hergerichtet haben möchte. Dazu gehört nebst Wäsche fürs Bettchen auch die erste Kleidergarnitur. Die Auswahl an schönem und weniger schönem «Babykram» ist immens, doch wer nach fair produzierter Ware Ausschau hält, stösst bald an seine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21727" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21727 " title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/01/baby-kleidung.jpg" alt="BRAZIL HAVAIANAS" width="640" height="456" /><p class="wp-caption-text">Süss - aber auch fair und nachhaltig produziert? Babykleider. (Bild: Reuters)</p></div>
<p>Es kommt der Moment in der Schwangerschaft, in dem die werdende Mutter dem Nesttrieb verfällt und unter anderem das Babyzimmer hergerichtet haben möchte. Dazu gehört nebst Wäsche fürs Bettchen auch die erste Kleidergarnitur. Die Auswahl an schönem und weniger schönem «Babykram» ist immens, doch wer nach fair produzierter Ware Ausschau hält, stösst bald an seine Grenzen. Denn fair bedeutet nicht nur aus Bio-Baumwolle sowie einer nachhaltigen und umweltgerechten Textilproduktion, es bedeutet auch unter sozialen Bedingungen hergestellt. Keine Zwangsarbeit, dafür existenzsichernde Löhne,<strong> faire Arbeitszeiten und vor allem auch: keine Kinderarbeit.</strong> Und genau dieser Punkt ist in vielen Ländern immer noch nicht gewährleistet.</p>
<p>Nehmen wir das Beispiel Usbekistan. Der zentralasiatische Binnenstaat ist der drittgrösste Baumwollexporteur der Welt. Die Baumwolle bringt dem Land jährlich über eine Milliarde US-Dollar ein, wobei der Grossteil davon in die Staatskasse fliesst. Geerntet wird diese Baumwolle zu einem grossen Teil von Kindern – wobei die Ernte staatlich kontrolliert ist. Das heiss im Klartext: Jeden Herbst werden hunderttausende Kinder (die jüngsten sind knapp fünfjährig) von den Behörden <strong>statt in die Schule auf die Baumwollfelder geschickt,</strong> wo sie während drei Monaten bis zu elf Stunden am Stück schuften müssen – sieben Tage die Woche, und das oftmals ohne Entgelt.</p>
<p>Und woher weiss ich Endverbraucherin, dass keine usbekische Baumwolle für den süssen Babystrampler verwendet worden ist, den ich gerade aus dem Gestell gezückt habe? Denn obwohl sich letztes Jahr rund 60 Mode- und Textilkonzerne (darunter auch Puma, Adidas und Levi&#8217;s) entschieden haben, <strong>usbekische Baumwolle zu boykottieren,</strong> gelangt sie über verschiedene Zwischenhändler trotzdem auf den Markt.</p>
<p>Anfang Woche diskutierten in der ARD-Politsendung <a href="http://www.wdr.de/tv/hartaberfair" target="_self">«Hart aber fair»</a> (Thema: «Mein Kleid, dein Leid – wer zahlt den Preis für billige Mode?») verschiedene Experten über das Thema «Fair Fahsion». Schon bald kristallisierte sich aus dem Gespräch und vor allem aus den Zuschauerreaktionen heraus, dass viele Konsumenten durchaus bereit wären, mehr Geld für ihre Ware zu bezahlen – aber im Label-Dickicht <strong>keine klare Auskunft über das Produkt bekämen.</strong> So informiert mich zum Beispiel das Label «Organic Cotton» (etwa bei H&amp;M), dass das Kleidungsstück aus Bio-Baumwolle hergestellt wurde. Doch erfahre ich auch, ob die in <a href="http://www.youtube.com/watch?v=1KKtVCrYF54" target="_blank">Bangladesh produzierte Ware</a> auch umweltgerecht bearbeitet und eingefärbt wurde? Und ob die Näherin einen angemessenen Lohn für ihre Arbeit erhalten hat? Nein.</p>
<p>Informationen kann man sich zum Beispiel auf der Homepage der «Erklärung von Bern» holen, wo eine <a href="http://www.evb.ch/p17957.html" target="_blank">Firmenliste</a> aufzeigt, wer in welchem Mass fair herstellt. Und auch über andere <a href="http://www.fairwear.org/" target="_blank">Internet-Quellen</a> kann man sich informieren, denn es gibt durchaus Marken, die sich bezüglich Fairness sehr stark engagieren. Doch wäre es nicht viel einfacher, wenn ein <strong>einheitliches Label Auskunft über die Textilien</strong> geben würde? Damit mit einem Blick auf die Etikette klar wäre, was man da in der Hand hält und ob man diese Art von Herstellung mit all ihren Konsequenzen unterstützen möchte oder nicht? Gebt uns doch bitte ein Zeichen!</p>
<p>Vorerst liegt es aber an uns Konsumenten, ein Zeichen zu geben, eine klare Durchsage zu machen. Wer will, kann dies auch tun. Rund fünfzig Schweizer Organisationen haben sich zusammengetan und letzten November die Kampagne «Recht ohne Grenzen» ins Leben gerufen. Diese Woche wurde eine an den Bundesrat gerichtete <a href="http://www.rechtohnegrenzen.ch/de/" target="_self">Petition</a> lanciert, die klare geseztliche Grundlagen (Menschenrechte und Umwelt sollen weltweit respektiert werden) für Unternehmen mit Sitz in der Schweiz fordet, <strong>denn im Augenblick tragen die Firmen noch keine Verantwortung</strong> für ihre Filialen oder Zulieferer im Ausland – womit wir wieder bei der Kinderarbeit-Baumwolle aus Usbekistan wären. Wenn sich Unternehmen darum kümmern, dann nur aus Goodwill. Doch wie sagt man doch so schön: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.</p>
<p><em>PS: Liebe Blog-Leser, wenn Sie gute Adressen für nachhaltig und fair produzierte Babykleider kennen, bitte melden! Zumindest eine Schwangere mit akutem Nesttrieb freut sich über jeden brauchbaren Tipp.</em></p>
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		<title>Reich, schwanger und hysterisch</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jan 2012 01:00:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Merli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
Hebamme ohne Hemmungen: Für Rosie Pope ist in «Pregnant in Heels» nichts unmöglich.
Eine gute Freundin, die in New York lebt, hat mir von der Doku-Serie «Pregnant in Heels» erzählt – ein «must» für Schwangere, meinte sie. Okay, also nichts wie ab ins Web und ein paar Folgen (Beispiel siehe oben) anschauen. Im Zentrum steht die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe width="640" height="360" src="http://www.youtube.com/embed/S2gJ64-Qhvs" frameborder="0" allowfullscreen></iframe><br />
Hebamme ohne Hemmungen: Für Rosie Pope ist in «Pregnant in Heels» nichts unmöglich.</p>
<p>Eine gute Freundin, die in New York lebt, hat mir von der Doku-Serie «Pregnant in Heels» erzählt – ein «must» für Schwangere, meinte sie. Okay, also nichts wie ab ins Web und ein paar Folgen (Beispiel siehe oben) anschauen. Im Zentrum steht die Britin Rosie Pope, ursprünglich Designerin für Umstandsmode und Accessoires (<a href="http://www.rosiepopematernity.com/" target="_blank">Rosie Pope Maternity</a>) und, nach eigener Bezeichnung, «Maternity Concierge». Im Prinzip ist Rosie <strong>eine Art Fashion-Hebamme, die Frauen vor und nach der Geburt begleitet</strong>, mit dem einzigen, aber sehr grossen Unterschied, dass die Ideen ihrer Kundinnen normalsterblichen Schwangeren wahrscheinlich nicht mal während der heftigsten Hormonturbulenzen in den Sinn kommen.</p>
<p>Denn Rosie Popes Kundinnen sind allesamt schwerreich, unglaublich anspruchsvoll und leben in der exklusiven Upper East Side im Nordosten Manhattens. «Frauen sind von Natur aus zickig &#8211; wenn Sie aber eine reiche Zicke mit einem Baby im Bauch nehmen, dann haben Sie meine Kundin», beschreibt Rosie die «Million Dollar Moms», für die sie sieben Tage die Woche und rund um die Uhr erreichbar ist.</p>
<p>Da ist zum Beispiel Samantha. Sie und ihr Mann Mitch sind beide erfolgreich in ihrem Beruf (sie als Autorin und Personal Branding Expertin, er als Banker) und bereits Eltern von zwei Kindern. Das dritte ist unterwegs aber, oje, sie haben weit und breit keinen erfolgversprechenden Name auf Lager &#8211; was einer mittleren Katastrophe nahe kommt, denn ein <strong>«Name ist wie ein Brand und bestimmt über den Erfolg eines Kindes»</strong> (O-Ton Samantha). Und schon bald wird einem klar, was sie genau meint, wenn sie von sich selber sagt, sie sei «obsessed»: Für die ersten beiden Kinder (Ruby und Ella) sind die Eltern insgesamt 12&#8242;000 Kindernamen durchgegangen. Jeden einzeln. Kein Wunder, dass sie sich diese Arbeit nicht noch ein drittes Mal antun wollen und darum Rosie Pope damit beauftragen.</p>
<p>Diese stellt innerhalb kürzester Zeit einen Think Tank zusammen. Die Experten-Runde (ein Werber, ein Linguist, eine Baby-Namen-Bloggerin, eine Texterin und ein Poet) stellt eine Namensliste zusammen, <strong>die einem weiteren Team aus Psychologen und irgendwelchen Wirtschafts- und Werbeexperten gezeigt wird, die dann darüber debattieren.</strong> So wollen Samantha und Mitch sicher gehen, dass die Namen, die es in die Endrunde schaffen (Holden, Bode, Bowen, Asher, Miles, Clifford) auch bei ihren Freunden und Bekannten (die «ganz wichtige Leute sind») gut ankommen. Um ganz sicher zu gehen, wird noch schnell eine Dinner-Party organisiert, wo das Power-Couple dann ganz beiläufig die Namen in die Runde wirft und auf die Reaktionen ihrer illustren Gäste achtet.</p>
<div id="attachment_21550" class="wp-caption alignleft" style="width: 208px"><img class="size-medium wp-image-21550" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/01/mbneu1.jpg" alt="" width="198" height="300" /><p class="wp-caption-text">Rosie Popes Zielpublikum: Schwangere in Highheels.</p></div>
<p>Der Arbeitsalltag von Rosie Pope ist unglaublich abwechslungsreich. So will eine Kundin nackt auf einem Pferd porträtiert werden, eine andere braucht dringend eine eigens designte Geburtsgarderobe und einen Stylisten, der sie für den grossen Tag «nett herrichtet», denn sie will ja auf dem Video ihrer Geburt umwerfend aussehen. Verständlich.</p>
<p>Und so rennt Rosie Pope, das Blackberry stehts am Ohr, von einer Luxus-Wohnung zur nächsten, beruhigt, schmeichelt und schimpft auch manchmal, was zwar in den wenigsten Fällen gut ankommt, <strong>denn die «Million Dollar Moms» sind sich keinen Widerspruch gewöhnt und benehmen sich wie kleine Kinder, </strong>wenn mal etwas nicht nach ihrem Kopf läuft.</p>
<p>Ja, und wozu soll man sich «Pregnant in Heels» und diese hysterischen Weiber antun? Ganz einfach: Weil man sich beim Schauen so unglaublich normal fühlt und sich plötzlich die eine oder andere Schwangerschaftslaune ohne den geringsten Anflug von schlechtem Gewissen gönnt.</p>
<p>PS: Samantha und Mitch haben sich übrigens für «Bowen» entschieden. Naja &#8230;</p>
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		<title>Ohren zu und durch</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jan 2012 01:00:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Nina Merli</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Wir leben im so genannten Informationszeitalter, wobei man auf einen sehr grossen Teil der Informationen getrost verzichten kann. Vor allem in der Schwangerschaft, in der man mit unnützem Wissen regelrecht zugemüllt wird. Mir kommen da spontan die meistens sehr detailreich geschilderten Geschichten von Horror-Geburten in den Sinn. Sie enden selbstverständlich immer schlecht: die Mutter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong> </strong></p>
<div id="attachment_21317" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21317" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/01/Mamablog_Do.jpg" alt="Mamablog_Do" width="640" height="427" /><p class="wp-caption-text">Ein runder Bauch bedeutet gemäss Schwangerschafts-Hokuspokus ganz klar, dass es ein Mädchen wird: Zwei Schwangere mit mehr oder weniger runden Bäuchen. (Bild: M. Tribe)</p></div>
<p style="text-align: left;">Wir leben im so genannten Informationszeitalter, wobei man auf einen sehr grossen Teil der Informationen getrost verzichten kann. Vor allem in der Schwangerschaft, in der man <strong>mit unnützem Wissen regelrecht zugemüllt</strong> wird. Mir kommen da spontan die meistens sehr detailreich geschilderten Geschichten von Horror-Geburten in den Sinn. Sie enden selbstverständlich immer schlecht: die Mutter stirbt, oder das Kind oder beide, oder sie überleben nur knapp und dies auch nur, nachdem die Mutter stundenlang unter Schmerzen ihr Kind unglaublich qualvoll zur Welt gebracht hat.</p>
<p style="text-align: left;">Mit der Zeit lernt man zum Glück, wie man die <strong>Splattergeburt-Erzählerinnen</strong> erfolgreich zum Schweigen bringt (im Notfall verabschiedet man sich ganz einfach mit den Worten «mir ist schlecht» und verschwindet in Richtung Toilette). Oder man sucht zur Neutralisierung im Internet gezielt Erfahrungsberichte von Frauen, die «die Geburt als den schönsten Augenblick» ihres Lebens schildern. Doch als werdende Mutter, wird man nicht nur mit blutrünstigen Horrostorys, sondern genau so oft mit einem bisher völlig unbekannten Aberglaube-Sammelsurium konfrontiert.</p>
<p>Da wäre zum Beispiel der Fundus meiner Kosmetikerin, einer redseligen Süditalienerin. Schon ganz zu Beginn der Schwangerschaft teilte sie mir mit, dass ich bestimmt einen Jungen zur Welt bringen werde. Denn, so ihre Erklärung, meine Haut war schöner als vor der Schwangerschaft und sie konnte keinen einzigen Pickel entdecken. <strong>In Italien wisse man schon lange, dass ein Mädchen der Mutter die Schönheit raube</strong>, während ein Junge sie zum Strahlen bringe. Aha. Ich gehe jetzt mal davon aus, dass man auch in Indien von diesen Indizien Kenntnis hat, denn die Message ist eindeutig: Einen Buben zu bekommen, ist ein Segen, ein Mädchen ein Fluch. Überhaupt deuten alle negativen Eigenschaften in der Schwangerschaft auf ein Mädchen hin: Ist man fröhlich und ausgeglichen, wirds ein Junge; ist man trübsinnig, muss die ganze Zeit heulen und hat den Blues, wirds natürlich ein Mädchen.</p>
<p>Bei meinem darauffolgenden Besuch, entdeckte mein persönliches Orakel einen weiteren Hinweis auf das Geschlecht meines ungeborenen Kindes: die Form meines Bauches. «Ein Junge. Eindeutig», sprach es und lieferte sogleich die Erklärung: «<strong>Dein Bauch ist spitz</strong>, wäre er rund, so wäre es ein Mädchen». Verglich man diese Erkenntnis mit der voran gegangenen Hautanalyse (schöne Haut = Junge), so bestand so gut wie kein Zweifel mehr. Ausserdem bestätigte meine nicht vorhandene Lust auf Süsses (ein Mädchen!) das männliche Geschlecht abermals. Hellblaue Baby-Sachen, wir kommen! Denkste.</p>
<p>Denn Babysachen während der Schwangerschaft zu kaufen, komme einem <strong>Akt der Eigensabotage</strong> gleich, da es – so erfährt die werdende Mutter – Unglück bringe. Im schlimmsten Fall den Tod des Kindes. Überhaupt muss man sehr gut überlegen, wonach man im Shoppingrausch greift: Eine hübsche Halskette ist tabu, weil Schwangere keine Halsketten tragen dürfen, denn das hätte zur Folge, dass das Baby mit der Nabelschnur um den Hals zur Welt kommt und das ist a) lebensgefährlich und b) hat das Baby dann ein Leben lang Sprachstörungen.</p>
<p>Wer es doch nicht lassen kann und sich – <strong>allen Warnungen zum Trotz</strong> – wegen des Nesttriebs schon vor der Geburt einen Kinderwagen anschafft, soll ihn um Gottes willen ausserhalb der Wohnung deponieren oder es droht eine Frühgeburt. Eine Kinderwiege darf unter keinen Umständen bewegt werden, denn das würde dem Baby später Kopfschmerzen bereiten. Und ein Schrei-Baby wird es dann selbstverständlich auch. Bei diesen Aussichten bleibt der werdenden Mutter nur noch eins: der Griff zur Flasche. Doch der ist schädlich für das Kind, dummerweise sogar wissenschaftlich belegt und somit doch keine Option.</p>
<div style="position:absolute"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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		<title>Best of Mamablog: Auf der Suche nach Miss Perfect</title>
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		<pubDate>Sun, 25 Dec 2011 19:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mamablog-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Best of Mamablog]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Über die Festtage pausieren unsere Bloggerinnen und Blogger. Deshalb publizieren wir bis Ende Jahr fünf Lieblingsbeiträge unserer Autorinnen – wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der erste Beitrag unserer Best-of-Serie ist von Jeanette Kuster.

Als ich kürzlich mit einer noch kinderlosen Freundin beim Mittagessen sass, erzählte sie mir, dass sie das Wagnis Familiengründung nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Über die Festtage pausieren unsere Bloggerinnen und Blogger. Deshalb publizieren wir bis Ende Jahr fünf Lieblingsbeiträge unserer Autorinnen – wir hoffen, das Wiederlesen macht auch Ihnen Spass! Der erste Beitrag unserer Best-of-Serie ist von Jeanette Kuster.</p></blockquote>
<div id="attachment_19452" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-19452 " title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/10/mamablogFilm2.jpg" alt="mamablogFilm2" width="600" height="450" /><p class="wp-caption-text">Die Suche nach der passenden Mutterfreundin ist mindestens so schwierig wie die Suche nach Mr. Perfect: Mütter im Fernsehfilm «Blond bringt nix».</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Als ich kürzlich mit einer noch kinderlosen Freundin beim Mittagessen sass, erzählte sie mir, dass sie das Wagnis Familiengründung nun auch in Angriff nehmen wolle. Und bedauerte gleichzeitig, dass ihre drei engsten Freundinnen alle schon vor zwei, drei Jahren Nachwuchs bekommen haben. «Dabei dachte ich doch immer, wir würden irgendwann einmal alle etwa gleichzeitig schwanger werden und gemeinsam durch die Stadt kugeln.»</p>
<p>Ich habe meinen immer runder werdenden Bauch damals auch alleine durch Zürich getragen. Bei mir wars allerdings gerade umgekehrt: Ich war umgeben von <strong>kinderlosen Freundinnen</strong>. Die erste fühlte sich zu jung für Nachwuchs, die zweite schon zu alt und die dritte wartete noch auf den richtigen Mann. Mich störte das nicht weiter, denn umso neugieriger waren sie alle auf das kleine Wesen in meinem Bauch, waren emotional mitschwanger und nach der Geburt fast ebenso entzückt ab unserer kleinen Tochter wie ich selber.</p>
<p>Alles bestens also. Bis ich nach einer Weile merkte, dass es doch schön wäre, auch mit anderen Müttern befreundet zu sein. Frauen, mit denen man nicht nur über Job und Männer, sondern eben auch über den<strong> ersten Zahn</strong> und die Impffrage diskutieren kann. Frauen, die gerne einen Nachmittag auf dem Spielplatz verbringen – und vor allem auch die Zeit dafür haben.</p>
<p>Anfangs habe ich mir überlegt, mich in einem Internet-Forum einer Zürcher Müttergruppe anzuschliessen, die «Neue jederzeit willkommen» heisst. Schliesslich hatte ich auf eben diese Weise während der Schwangerschaft schon ein Trüppchen werdender Mütter kennengelernt, mit denen ich bis heute in regem Kontakt stehe und die mir richtig ans Herz gewachsen sind – allerdings eher als virtuelle (Brief-)Freundinnen, die ich bloss alle paar Monate sehe, wohnen sie doch nicht gerade um die Ecke.</p>
<p>Ich habe den Gedanken jedoch schnell wieder verworfen. Das Ganze klang zu sehr nach Blind Date und <strong>Internet-Partnervermittlung</strong>. Beides hätte ich als Single nie genutzt, wieso also sollte ich als Mutter plötzlich damit anfangen?</p>
<p>Also habe ich mich fürs <strong>klassische Dating</strong> entschieden. Gelegenheiten, die perfekte Mutterfreundin zu finden, ergaben sich häufig ganz von alleine. Mal meldete sich eine frühere Arbeitskollegin, mittlerweile auch Mutter geworden, via Facebook bei mir und schlug vor, dass wir uns zu einem Kaffee treffen. Ein anderes Mal rief die Nachbarin vom Balkon herab, ob meine Tochter und ich nicht Lust hätten, spontan zu Besuch zu kommen. Ich sagte jedes Mal zu. Manchmal<strong> voller Hoffnung</strong>, dass das Treffen ganz wunderbar werden und sich daraus eine grossartige Mütterfreundschaft entwickeln könnte. Manchmal aus <strong>purer Verzweiflung</strong>, meinen Bauch ignorierend, der ganz laut Nein schrie.</p>
<p>Es blieb jeweils bei dem einen Treffen. Oft musste ich einsehen, dass mein Gegenüber abgesehen vom ungefähr gleich alten Kind nichts, aber auch gar nichts mit mir gemein hatte. Und das reicht nicht, denn ich will zwar über Kinderthemen reden, aber natürlich nicht ausschliesslich. War die Sympathie für die andere Mutter hingegen da, dann gab es garantiert richtig heftig <strong>Zoff zwischen den Kleinen</strong>. Der Anbandlungsversuch endete also etwa so, wie wenn mich früher meine beste Freundin mit den Worten «er ist ein Idiot und seine Freunde auch» vor die Wahl «ich oder er» gestellt hätte.</p>
<p>Dann halt doch nicht weiter auf die Güte des Schicksals warten, sondern das Ganze aktiv angehen. Also packte ich bei der nächstbesten Gelegenheit meine Tochter in den Kinderwagen und spazierte mit ihr zum Müttertreff hier im Quartier. Als ich hereinkam, sass schon eine <strong>eingeschworene Gruppe</strong> Mütter in der Ecke und unterhielt sich bei Kaffee und Kuchen. Alleine die Sitzordnung gab jedem Neuankömmling zu verstehen, dass man lieber unter sich bleiben möchte. «Wenn ihr nicht wollt&#8230;», dachte ich mir, und folgte meiner Kleinen in die Spielecke. Es dauerte nicht lange, da kam eine ebenso einsame Mutter auf mich zu und begann schüchtern ein Gespräch. Ich antwortete freundlich, merkte aber gleichzeitig, dass ich keinerlei Interesse hatte, sie etwas zurückzufragen, und eigentlich viel mehr an einer Unterhaltung mit der anderen Mutter weiter hinten in der Ecke interessiert war. Bis ich die erste aber nett abwimmeln konnte, war die zweite schon wieder weg.</p>
<p>So beschloss ich, <strong>die Suche nach der Passenden aufzugeben</strong>. Auf dem Spielplatz habe ich vor lauter Sändelen sowieso keine Zeit zu plaudern. Ausgehen ist mit meinen kinderlosen Freundinnen eh viel lustiger und Familienthemen lassen sich mit niemandem besser diskutieren als mit meinen Internet-Brieffreundinnen.</p>
<p>Und da passierte es: Sie tauchte plötzlich auf, völlig unerwartet, über eine alte Freundschaft meines Mannes, die wiederbelebt wurde. Wir verstehen uns auf der Mütter-Ebene, aber eben nicht nur. Sie hätte ich schon in meinem früheren Leben ohne Kinder gerne zur Freundin gehabt – und jetzt umso mehr. Die perfekte Mütterfreundin also, und sie ist mir <strong>einfach so über den Weg gelaufen</strong>. Genau wie mein Mann damals.</p>
<p>Kennen Sie das Mütter-Dating-Spiel aus eigener Erfahrung? Und wie hoch sind Ihre <strong>Erwartungen</strong>: Reicht Ihnen das Elternsein als Gemeinsamkeit, oder bleiben Sie lieber alleine, bis Ihnen jemand Passendes begegnet? Braucht man als Mutter überhaupt Mütterfreundinnen? Oder sind Kinderlose Ihrer Meinung nach sowieso die bessere Wahl, weil sie einen sicher nie mit Details zu ersten WC-Erfolgen und Milchstau belästigen?</p>
<p>Erstpublikation: 2. Oktober 2011.</p>
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		<title>Gebären live on stage</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Oct 2011 18:00:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jeanette Kuster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
Die Ankunft des eigenen Kindes schon kurz nach dessen Geburt via Facebook zu verkünden ist heute gang und gäbe. Ja immer mehr werdende Eltern lassen die Welt über Twitter sogar am gesamten Geburtsvorgang von der ersten Wehe bis zur Entbindung teilhaben. Die hochschwangere amerikanische Performance-Künstlerin Marni Kotak geht jetzt noch einen Schritt weiter und will [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: center;">
<div id="attachment_19745" class="wp-caption aligncenter" style="width: 433px"><img class="size-full wp-image-19745" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/10/kotak1.jpg" alt="Ein Kunst-Event inklusive Schreien, Blut und Nachgeburt: Marni Kotak will ihr Kind vor Publikum in einer New Yorker Galerie gebären." width="423" height="370" /><p class="wp-caption-text">Ein Kunst-Event inklusive Schreien, Blut und Nachgeburt: Marni Kotak will ihr Kind vor Publikum in einer New Yorker Galerie gebären.</p></div>
<p>Die Ankunft des eigenen Kindes schon kurz nach dessen Geburt via Facebook zu verkünden ist heute gang und gäbe. Ja immer mehr werdende Eltern lassen die Welt über Twitter sogar am gesamten Geburtsvorgang von der ersten Wehe bis zur Entbindung teilhaben. Die hochschwangere amerikanische Performance-Künstlerin Marni Kotak geht jetzt noch einen Schritt weiter und will ihr <strong>Baby in einer Galerie live vor Publikum zur Welt bringen</strong>.</p>
<p>Die Performance mit dem Titel <strong><a href="http://www.microscopegallery.com/?page_id=1978" target="_blank">«The Birth of Baby X»</a></strong> ist bereits am 8. Oktober in der New Yorker Microscope Gallery gestartet. Kotak hat sich dafür vor Ort ein <strong>Gebärzimmer</strong> eingerichtet, das mit allen für eine Hausgeburt nötigen Utensilien und diversen künstlerischen Dekorationen ausgestattet ist. Bis zur Entbindung in spätestens zwei Wochen wird sie jeden Tag in eben diesem Zimmer verbringen, mit den Besuchern plaudern und ihnen ihre bisherigen Kunstprojekte präsentieren. Nachts schläft sie in ihrer Wohnung gleich um die Ecke. Sollten die Wehen mitten in der Nacht einsetzen, würde sie sich natürlich sofort in die Gallerie begeben – genau so eben, wie andere Schwangere in dem Moment den Weg ins Spital unternehmen. Und damit auch ganz sicher kein Kunstliebhaber etwas verpasst, können sich Interessierte auf einer <strong>Adress-Liste</strong> eintragen und werden bei Einsetzen der Wehen unverzüglich per Mail über den Startschuss zur ungewöhnlichen Performance informiert.</p>
<p>Wie bloss kommt jemand dazu, den wohl <strong>intimsten Moment</strong> in seinem Leben freiwillig mit Fremden zu teilen? «Ich hoffe, den Leuten damit zeigen zu können, dass das Leben selbst die tiefgründigste Kunst kreiert und dass die Geburt die <strong>vollkommenste Form der Kunst</strong> ist»,  sagt Kotak. Natürlich werde es eine Herausforderung sein, sich vor so viel Publikum völlig gehen zu lassen. «Aber wenn Frauen in einer klinischen Spitalumgebung, angeschlossen an Monitore, ein Kind zur Welt bringen können, dann schaffe ich das auch in einer Galerie.»</p>
<div id="attachment_19748" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-medium wp-image-19748" title="PD*47898569" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/10/kotak21-300x187.jpg" alt="Marni Kotak in ihrem öffentlichen Gebärzimmer." width="300" height="187" /><p class="wp-caption-text">Marni Kotak in ihrem öffentlichen Gebärzimmer.</p></div>
<p>Provozieren oder gar einen <strong>Skandal</strong> auslösen wolle sie keineswegs, behauptet Kotak. Natürlich tut sie es trotzdem – und bleibt damit ihrer bisherigen Linie treu, hat sie doch in der Vergangenheit bereits mit Projekten wie dem künstlerischen <strong>Nachstellen ihrer eigenen Entjungferung</strong> für Schlagzeilen gesorgt. Eine <a href="http://www.welt.de/kultur/article13650369/Kuenstlerin-will-vor-Publikum-in-Galerie-entbinden.html" target="_blank">Umfrage</a> auf Welt.de zeigt denn auch, dass rund ein Drittel der Leser der Meinung sind, dass «so etwas verboten gehört». Jeder fünfte Abstimmungsteilnehmer denkt vor allem an das Kind und hat Mitleid mit dem Ungeborenen, das ungefragt in eine Live-Performance hineingezwungen wird.</p>
<p>Es wird wohl keinen Schaden davon tragen, bloss weil mehr – und vor allem mehr fremde – Leute bei seiner Geburt anwesend waren als gemeinhin üblich. Was einen bezüglich Kindeswohl jedoch schon etwas nachdenklicher stimmt, ist die Aussage der Künstlerin, dass «The Birth of Baby X» bloss die Einleitung zu einem weiteren, viel länger dauernden Projekt namens <strong>«Raising Baby X»</strong> sein soll: Kotak will das Aufwachsen des Kindes von der Geburt über die College-Zeit bis ins Erwachsenenleben dokumentieren. Schliesslich sei dieses Kind «das <strong>schönste Kunstwerk</strong>, das mein Mann und ich je zusammen kreieren konnten».</p>
<p>Da bleibt nur zu hoffen, dass bei Kotak mit der Geburt doch noch der Mutterinstinkt erwacht, der sie dazu bringt, ihr Kind mit aller Kraft vor jeglichem Übel beschützen zu wollen – auch vor demjenigen, das sie ihm mit ihren (zu) intimen, entblössenden Darbietungen selbst anzutun gedachte.</p>
<p>Oder sehen Sie das anders? Darf eine Mutter ihr <strong>Kind zum Kunstobjekt machen</strong>? Ist «The Birth of Baby X» in ihren Augen spannend oder abstossend, Marni Kotak <strong>mutig oder einfach nur gaga</strong>? Würden Sie einer solchen Performance beiwohnen und wenn ja, aus welchen Motiven? Ja können Sie in einer Geburt überhaupt irgendetwas Künstlerisches erkennen?</p>
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		<title>Bravo, ihr Höhlenbewohner in Bundesbern!</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Oct 2011 00:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mamablog-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Papablog]]></category>
		<category><![CDATA[Politik/Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Vater]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Papablog von Lukas Egli.
Der Bund will den Vaterschaftsurlaub noch einmal diskutieren, konnte man Mitte September lesen. Man wolle eine Auslegeordnung der verschiedenen Modelle «trotz grundsätzlicher Vorbehalte» vornehmen, schrieb der Bundesrat in einer Antwort auf ein Postulat. Bravo, Ihr Höhlenbewohner! Wahrscheinlich haben schon die Männer der Pfahlbauer mehr Zeit mit ihren Neugeborenen verbracht als wir [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Ein <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/category/papablog/">Papablog</a> von Lukas Egli.</em></p>
<div id="attachment_19607" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-19607" title="Ted Danson" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/10/mb.jpg" alt="Alle Hände voll zu tun: Ted Danson in «Three Men and a Baby» (1987)." width="640" height="360" /><p class="wp-caption-text">Mann mit Baby am Herd: Schauspieler Ted Danson in «Tree Men and a Baby» (1987).</p></div>
<p>Der Bund will den Vaterschaftsurlaub noch einmal diskutieren, konnte man Mitte September lesen. Man wolle eine <strong>Auslegeordnung der verschiedenen Modelle</strong> «trotz grundsätzlicher Vorbehalte» vornehmen, schrieb der Bundesrat in einer Antwort auf ein Postulat. Bravo, Ihr Höhlenbewohner! Wahrscheinlich haben schon die Männer der Pfahlbauer mehr Zeit mit ihren Neugeborenen verbracht als wir Schweizer im Jahr 2011.</p>
<p>Ihr habt es offenbar noch immer nicht verstanden, verehrte Politikerinnen und Politiker. <strong>Zwei Tage</strong> bekommt man in der Schweiz als frischer Vater zugestanden, um das Wunder des Lebens zu erleben. Um diese Prüfung zu bestehen. Um sein Leben umzugestalten. Zwei Tage? Wissen Sie, wie lange eine Geburt dauert? Im Schnitt sind es 13 Stunden. Okay, bleiben ja noch 35 Stunden. Husch, etwas Schlaf nachholen, einen Kinderwagen kaufen, Windeln nicht vergessen, zuhause aufräumen, allenfalls ein Blüemli fürs junge Mami? Mach vorwärts, Paps, die Zeit läuft!</p>
<p>Ich weiss ja nicht, aus welchem Holz Eure Frauen geschnitzt sind, liebe SVPler, aber meine Frau scheint mir ziemlich robust – trotzdem war sie froh, dass in den ersten Wochen abends zwischen dem 17- und dem 19-Uhr-Stillen etwas Warmes auf dem Tisch stand. Denn so ein Kleines macht doch etwas Arbeit. Und nein, liebe <strong>Freisinnige</strong>, nicht jeder kann sich eine Nanny leisten. Der normal fühlende Mann will auch keine. Er will dabei sein, will teilhaben. Er will das neue Leben mitgestalten.</p>
<p>Der Schweiz fehlen 1,1 Millionen Kinder, schrieb der emeritierte Professor für Kinderheilkunde Remo Largo kürzlich im «Magazin». 1,1 Millionen Kinder in 40 Jahren, Tendenz weiter negativ. 2010 lag die Reproduktionsrate bei 1,54 Kindern pro Frau; 2,1 müssten es sein, um die <strong>Schweizer Bevölkerung</strong> stabil zu halten, rechnete der «Vater der Nation» vor. Die Bevölkerung schrumpft – ist doch prima, möchte man rufen. Wer braucht schon das Geschrei kleiner Kinder? Sie stehen im Weg, machen Windeln voll, halten uns von wichtigen Sachen ab. Und dieses Theater erst, wenn die Schnuddernasen in die Pubertät kommen!</p>
<p>Wer so spricht, sollte sich dringend mal mit den Folgen der rückläufigen Geburtenrate auseinandersetzen. Spätestens wenn in der Schweiz mehr Greise leben als Kinder, die Renten nicht mehr überwiesen werden und das Gesundheitswesen unbezahlbar wird, werden es auch die Ruhe liebenden Berufssingles verstehen. Das wird schon bald der Fall sein: Ab 2015 wird die <strong>Arbeitsbevölkerung</strong> in der Schweiz laut Bundesamt für Statistik abnehmen. Könnte sein, dass es schon zu spät ist: «Die 1,1 Millionen Kinder können nicht nachgeboren werden», so Largo lapidar.</p>
<p>Okay, die Reproduktion scheitert nicht am nicht vorhandenen Vaterurlaub. Trotzdem ist er zentral: Wenn ein Kind nur über das Schnuppern an einem veralteten Partnermodell – Frau, du musst zuhause bleiben, allein! – zu haben ist, muss sich keiner wundern, wenn jungen Frauen der Entscheid zum Kinderkriegen schwer fällt. Und sich potenzielle Väter noch länger zieren. Seiner Frau oder Freundin das <strong>Modell Heim und Herd</strong> zumuten, auch wenn es nur für die ersten Wochen ist – vielleicht doch lieber nicht.</p>
<p>Andere können es besser: In der Schweiz beträgt die «Elternzeit» 100 Tage; 2 Tage davon stehen dem Mann zu. In Schweden sind es <strong>480 Tage</strong> – fast fünfmal mehr! Jeder Elternteil bekommt mindestens 60 Tage, über den Rest können die Paare frei verfügen. Wundert es Sie, geschätzte Volksvertreter, dass Schweden eine im nordeuropäischen Vergleich stolze Geburtenrate von 1,94 Kinder pro Frau vorweisen kann? Vielleicht bräuchten wir statt des im Parlament so beliebten Liberalitäts- ein Familienfreundlichkeitsrating.</p>
<p>Nun muss es ja nicht gleich die schwedische Maximallösung sein, liebe SPler. Wer mit demselben Anliegen schon mehrmals gescheitert ist, sollte seine Forderungen gelegentlich anpassen und vom <strong>sozialskandinavischen Kitsch</strong> Abschied nehmen. Bereits etwas mehr Freiraum würde uns jungen Vätern reichen. Die wenigsten wollen ja wochenlang zuhause sitzen – und ich bin überzeugt: die meisten Frauen wollten das auch nicht.</p>
<p>Meine Frau jedenfalls ist froh, dass ich morgens jeweils früh aus dem Haus gehe und ihr nicht bei allem dreinrede. Aber sie schätzt es auch sehr, wenn ich nicht erst spätabends wieder heimkomme. Warum also den Vätern nicht einen <strong>Vaterurlaubs</strong> in Form eines reduzierten Arbeitspensums gewähren? Warum nicht ein halbes Jahr lang 70 Prozent arbeiten? Diese 30 Prozent Erwerbsausfall müssten doch zu finanzieren sein!</p>
<p>«Eine Familie gründen darf für die jungen Schweizer nicht mehr eine zu grosse Last sein, sondern muss vermehrt auch Freude machen, sonst haben sie immer weniger Kinder oder überhaupt keine», schreibt Largo. So einfach ist es.</p>
<p>In einer Sache aber irrt der Übervater: «Die Kinderlücke zwingt uns, unsere Prioritäten weniger nach ökonomischen und materiellen Kriterien, sondern vermehrt nach zwischenmenschlichen Werten in Familie, Gesellschaft und Wirtschaft auszurichten», schreibt Largo am Schluss seines Aufsatzes im «Magazin». Falsch! Es ist gerade die <strong>ökonomische Vernunft</strong>, die uns – und Sie, liebe Volksvertreter – dazu bringen müsste, auch werdenden Vätern eine zeitgemässe Rolle zuzugestehen. Eine Familienpolitik, die diesen Namen verdient, ist eben nicht nur eine Frage der Familienzulagen und Steuern, werte Christdemokraten, sondern auch des Rollenbilds.</p>
<p>Der Staat hat in meinem Bett nichts verloren, werden die <strong>Betonköpfe</strong> unter Ihnen wieder rufen; einen Ausbau der Sozialwerke könnten wir uns in Zeiten der Krise nicht leisten, werden die Sparfüchse wie gewohnt einwenden. Ist die Frage nicht vielmehr: Können wir es uns überhaupt leisten, die dramatische demographische Entwicklung zu ignorieren? Durchaus möglich, dass Ihnen da die Höhlenbewohner voraus waren.</p>
<p>Die negative Demographie birgt keine vermeintlich theoretisch-statistischen Risiken, wie andere Errungenschaften unserer Zeit – die Folgen des demographischen GAUs sind absehbar. Die AHV, die wichtigste politische Errungenschaft des 20. Jahrhunderts, ist in ernster Gefahr, und mit ihr der Rest des nationalen Konsenses. Aber schon klar: Kinderkriegen ist eben teurer und anspruchsvoller als fertige Erwachsene, lies: Arbeitnehmer zu «importieren». Oder doch nicht?</p>
<p>Schweden investiert in die Zukunft. Wir in Sanatorien und Hüftgelenke für alle. Oder in die Rettung krimineller Grossbanken, Kampfjets und so weiter – ein anderes Thema, ich weiss. Aber wenn eine Sache, liebe Politikerinnen und Politiker, wirklich <strong>too big to fail</strong> ist, dann das Kinderkriegen.</p>
<p><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-19596" title="Wandern" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/10/Wandern1-150x150.jpg" alt="Wandern" width="150" height="150" /><em>Lukas Egli ist Redaktor bei 20 Minuten Online. Er hat am 12. Juli eine Tochter bekommen.</em></p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style= display:none;  src= http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Bravo-ihr-Hoehlenbewohner-in-Bundesbern/story/16843707/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"  width= 1  height= 1  />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Bravo-ihr-Hoehlenbewohner-in-Bundesbern/story/16843707/pixel.gif?nocache=1318413894" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<title>Auf der Suche nach Miss Perfect</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/19419/auf-der-suche-nach-miss-perfect/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Oct 2011 18:00:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jeanette Kuster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
Als ich kürzlich mit einer noch kinderlosen Freundin beim Mittagessen sass, erzählte sie mir, dass sie das Wagnis Familiengründung nun auch in Angriff nehmen wolle. Und bedauerte gleichzeitig, dass ihre drei engsten Freundinnen alle schon vor zwei, drei Jahren Nachwuchs bekommen haben. «Dabei dachte ich doch immer, wir würden irgendwann einmal alle etwa gleichzeitig schwanger [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19452" class="wp-caption aligncenter" style="width: 610px"><img class="size-full wp-image-19452 " title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/10/mamablogFilm2.jpg" alt="mamablogFilm2" width="600" height="450" /><p class="wp-caption-text">Die Suche nach der passenden Mutterfreundin ist mindestens so schwierig wie die Suche nach Mr. Perfect: Mütter im Fernsehfilm «Blond bringt nix».</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Als ich kürzlich mit einer noch kinderlosen Freundin beim Mittagessen sass, erzählte sie mir, dass sie das Wagnis Familiengründung nun auch in Angriff nehmen wolle. Und bedauerte gleichzeitig, dass ihre drei engsten Freundinnen alle schon vor zwei, drei Jahren Nachwuchs bekommen haben. «Dabei dachte ich doch immer, wir würden irgendwann einmal alle etwa gleichzeitig schwanger werden und gemeinsam durch die Stadt kugeln.»</p>
<p>Ich habe meinen immer runder werdenden Bauch damals auch alleine durch Zürich getragen. Bei mir wars allerdings gerade umgekehrt: Ich war umgeben von <strong>kinderlosen Freundinnen</strong>. Die erste fühlte sich zu jung für Nachwuchs, die zweite schon zu alt und die dritte wartete noch auf den richtigen Mann. Mich störte das nicht weiter, denn umso neugieriger waren sie alle auf das kleine Wesen in meinem Bauch, waren emotional mitschwanger und nach der Geburt fast ebenso entzückt ab unserer kleinen Tochter wie ich selber.</p>
<p>Alles bestens also. Bis ich nach einer Weile merkte, dass es doch schön wäre, auch mit anderen Müttern befreundet zu sein. Frauen, mit denen man nicht nur über Job und Männer, sondern eben auch über den<strong> ersten Zahn</strong> und die Impffrage diskutieren kann. Frauen, die gerne einen Nachmittag auf dem Spielplatz verbringen – und vor allem auch die Zeit dafür haben.</p>
<p>Anfangs habe ich mir überlegt, mich in einem Internet-Forum einer Zürcher Müttergruppe anzuschliessen, die «Neue jederzeit willkommen» heisst. Schliesslich hatte ich auf eben diese Weise während der Schwangerschaft schon ein Trüppchen werdender Mütter kennengelernt, mit denen ich bis heute in regem Kontakt stehe und die mir richtig ans Herz gewachsen sind – allerdings eher als virtuelle (Brief-)Freundinnen, die ich bloss alle paar Monate sehe, wohnen sie doch nicht gerade um die Ecke.</p>
<p>Ich habe den Gedanken jedoch schnell wieder verworfen. Das Ganze klang zu sehr nach Blind Date und <strong>Internet-Partnervermittlung</strong>. Beides hätte ich als Single nie genutzt, wieso also sollte ich als Mutter plötzlich damit anfangen?</p>
<p>Also habe ich mich fürs <strong>klassische Dating</strong> entschieden. Gelegenheiten, die perfekte Mutterfreundin zu finden, ergaben sich häufig ganz von alleine. Mal meldete sich eine frühere Arbeitskollegin, mittlerweile auch Mutter geworden, via Facebook bei mir und schlug vor, dass wir uns zu einem Kaffee treffen. Ein anderes Mal rief die Nachbarin vom Balkon herab, ob meine Tochter und ich nicht Lust hätten, spontan zu Besuch zu kommen. Ich sagte jedes Mal zu. Manchmal<strong> voller Hoffnung</strong>, dass das Treffen ganz wunderbar werden und sich daraus eine grossartige Mütterfreundschaft entwickeln könnte. Manchmal aus <strong>purer Verzweiflung</strong>, meinen Bauch ignorierend, der ganz laut Nein schrie.</p>
<p>Es blieb jeweils bei dem einen Treffen. Oft musste ich einsehen, dass mein Gegenüber abgesehen vom ungefähr gleich alten Kind nichts, aber auch gar nichts mit mir gemein hatte. Und das reicht nicht, denn ich will zwar über Kinderthemen reden, aber natürlich nicht ausschliesslich. War die Sympathie für die andere Mutter hingegen da, dann gab es garantiert richtig heftig <strong>Zoff zwischen den Kleinen</strong>. Der Anbandlungsversuch endete also etwa so, wie wenn mich früher meine beste Freundin mit den Worten «er ist ein Idiot und seine Freunde auch» vor die Wahl «ich oder er» gestellt hätte.</p>
<p>Dann halt doch nicht weiter auf die Güte des Schicksals warten, sondern das Ganze aktiv angehen. Also packte ich bei der nächstbesten Gelegenheit meine Tochter in den Kinderwagen und spazierte mit ihr zum Müttertreff hier im Quartier. Als ich hereinkam, sass schon eine <strong>eingeschworene Gruppe</strong> Mütter in der Ecke und unterhielt sich bei Kaffee und Kuchen. Alleine die Sitzordnung gab jedem Neuankömmling zu verstehen, dass man lieber unter sich bleiben möchte. «Wenn ihr nicht wollt&#8230;», dachte ich mir, und folgte meiner Kleinen in die Spielecke. Es dauerte nicht lange, da kam eine ebenso einsame Mutter auf mich zu und begann schüchtern ein Gespräch. Ich antwortete freundlich, merkte aber gleichzeitig, dass ich keinerlei Interesse hatte, sie etwas zurückzufragen, und eigentlich viel mehr an einer Unterhaltung mit der anderen Mutter weiter hinten in der Ecke interessiert war. Bis ich die erste aber nett abwimmeln konnte, war die zweite schon wieder weg.</p>
<p>So beschloss ich, <strong>die Suche nach der Passenden aufzugeben</strong>. Auf dem Spielplatz habe ich vor lauter Sändelen sowieso keine Zeit zu plaudern. Ausgehen ist mit meinen kinderlosen Freundinnen eh viel lustiger und Familienthemen lassen sich mit niemandem besser diskutieren als mit meinen Internet-Brieffreundinnen.</p>
<p>Und da passierte es: Sie tauchte plötzlich auf, völlig unerwartet, über eine alte Freundschaft meines Mannes, die wiederbelebt wurde. Wir verstehen uns auf der Mütter-Ebene, aber eben nicht nur. Sie hätte ich schon in meinem früheren Leben ohne Kinder gerne zur Freundin gehabt – und jetzt umso mehr. Die perfekte Mütterfreundin also, und sie ist mir <strong>einfach so über den Weg gelaufen</strong>. Genau wie mein Mann damals.</p>
<p>Kennen Sie das Mütter-Dating-Spiel aus eigener Erfahrung? Und wie hoch sind Ihre <strong>Erwartungen</strong>: Reicht Ihnen das Elternsein als Gemeinsamkeit, oder bleiben Sie lieber alleine, bis Ihnen jemand Passendes begegnet? Braucht man als Mutter überhaupt Mütterfreundinnen? Oder sind Kinderlose Ihrer Meinung nach sowieso die bessere Wahl, weil sie einen sicher nie mit Details zu ersten WC-Erfolgen und Milchstau belästigen?</p>
<div style="position:absolute"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
 document.write("<img style= display:none;  src= http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Auf-der-Suche-nach-Miss-Perfect/story/26790627/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"  width= 1  height= 1  />");  
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		<title>Baby-Losglück</title>
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		<pubDate>Sun, 17 Jul 2011 18:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jeanette Kuster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Ankündigung schlug hohe Wellen in Grossbritannien, die umgehend auf den Kontinent hinüberschwappten: «Baby-Lotto! Für 22 Euro gibt es Nachwuchs», vermeldete «Bild» in gewohnt überspitzter Manier, als bekannt wurde, dass die Charity-Organisation To Hatch eine Lotterie lancieren würde, bei der es eine Fruchtbarkeitsbehandlung zu gewinnen gibt.
Die Lose zu 20 Pfund das Stück sollen am 30. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_18130" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-18130" title="mb_babylos" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/07/mb_babylos.jpg" alt="mb_babylos" width="640" height="338" /><p class="wp-caption-text">Ein Lotteriegewinn der anderen Art: In Grossbritannien gibts mit dem richtigen Los und etwas Glück ein Baby aus dem Reagenzglas.</p></div>
<p>Die Ankündigung schlug hohe Wellen in Grossbritannien, die umgehend auf den Kontinent hinüberschwappten: «<strong>Baby-Lotto!</strong> Für 22 Euro gibt es Nachwuchs», vermeldete <a href="http://www.bild.de/news/ausland/baby/briten-koennen-baby-im-lotto-gewinnen-18711474.bild.html" target="_blank">«Bild»</a> in gewohnt überspitzter Manier, als bekannt wurde, dass die Charity-Organisation <a href="http://to-hatch.co.uk/" target="_blank">To Hatch</a> eine Lotterie lancieren würde, bei der es eine Fruchtbarkeitsbehandlung zu gewinnen gibt.</p>
<p>Die Lose zu 20 Pfund das Stück sollen am 30. Juli erstmals an britischen Kiosken verkauft werden. Der monatlich vergebene Hauptpreis hat einen Wert von 25&#8242;000 Pfund – und wird auf die jeweiligen Gewinner zugeschnitten: Zieht ein jüngeres Paar das Siegerlos, soll es eine In-Vitro-Fertilisation (IVF) erhalten. Hat die Möchtegern-Mutter den 45. Geburtstag bereits hinter sich, ist aber fit und gesund, bekommt sie stattdessen eine Eizellenspende. Auf Singlefrauen wartet eine Samenspende, <strong>Singlemänner werden mit Leihmutter und Spender-Embryo beglückt</strong>. Durchgeführt wird die ganze Prozedur in einer Top-Klinik. Damit sich die potenziellen Mütter und Väter wie echte Sieger fühlen, übernachten sie in einem Luxushotel, werden vom Privat-Chauffeur zur Behandlung gefahren und erhalten ein neues Handy, mit dem sie ihre Ärzte jederzeit erreichen können.</p>
<p>Der <strong>Ansturm</strong> auf die To-Hatch-Website direkt nach Bekanntgabe der «frohen Botschaft» war so enorm, dass die Seite kurzzeitig zusammenbrach. Mindestens ebenso gross war jedoch auch der <strong>Sturm der Entrüstung:</strong> In den Augen von Josephine Quintavalle von der Gruppe «Comment on Reproductive Ethics» setzt das Vorhaben die menschliche Fortpflanzung herab. «Das Schaffen menschlichen Lebens sollte nicht auf eine öffentliche Lotterie reduziert werden, das ist absolut inakzeptabel.» Quintavalle fordert gar eine offizielle Untersuchung, da es «ganz bestimmt nicht legal ist, 20 Pfund zu bezahlen, um dafür <strong>Zugang zu einer fremden Gebärmutter </strong>zu bekommen». Auch die Human Fertilisation and Embryology Authority verkündete in einer offiziellen Mitteilung, diese Lotterie sei «falsch und völlig unangebracht», während andere Experten To Hatch vorwerfen, «auf ausbeuterische Weise für Aufmerksamkeit sorgen» zu wollen.</p>
<p>Tatsächlich erscheint die Idee, mithilfe eines Glücksloses ein Baby zu zeugen, auf den ersten Blick <strong>ethisch äusserst fragwürdig.</strong> In Wahrheit bekommen die Gewinner aber <strong>nichts anderes als Geld.</strong> Geld allerdings, das sie nicht einfach verprassen, sondern einzig für ihren Kinderwunsch einsetzen dürfen. Würde ein Paar Lotto spielen, um sich von einem eventuellen Gewinn eine IVF zu leisten, würde das niemanden stören. Wieso also dieser Aufschrei? Ist es wirklich so <strong>verwerflich,</strong> das Geld für eine Fruchtbarkeitsbehandlung gewinnen zu wollen, anstatt es über Jahre zusammenzusparen? Oder liegt die Sache vielleicht ganz anders? Fühlen sich durch die angekündigte Lotterie all jene bestätigt, die ungewollt kinderlosen Paaren, die alle medizinischen Möglichkeiten ausschöpfen, <strong>Egoismus</strong> vorwerfen? Es macht ganz den Anschein, wenn man sich die Kommentarspalten in den englischen Medien ansieht: Es gebe nun mal <strong>kein Recht auf Nachwuchs,</strong> so der Tenor, und wenn die Natur es einem nicht vergönne, Kinder zu bekommen, habe man das zu akzeptieren. Zudem werde das Kind später bestimmt Probleme damit haben, sozusagen ein <strong>Losgewinn</strong> zu sein.</p>
<p>Die ganze Diskussion pro und kontra künstliche Befruchtung lenkt allerdings von der <strong>wahren Problematik</strong> der «Baby-Lotterie» ab: Ungewollt kinderlose Menschen klammern sich oft an jede noch so kleine Chance, ihr Wunschbaby endlich zu bekommen. Die neue Lotterie wird vielen wie die perfekte Lösung erscheinen, sie werden sich jeden Monat mit möglichst vielen Losen eindecken, in der Hoffnung, endlich Mutter oder Vater zu werden. Bloss: Eine Fruchtbarkeitsbehandlung garantiert noch lange keine erfolgreiche Schwangerschaft. Um also auf diesem Weg zur Familie zu werden, sind sozusagen <strong>zwei aufeinanderfolgende Sechser im Lotto</strong> nötig – wie realistisch dies ist, kann sich jeder selber ausrechnen. Es mag nicht die Intention der Macher gewesen sein, doch am Ende spielen sie mit der Verzweiflung der Betroffenen. Wenn etwas unethisch ist an dieser ganzen Idee, dann das.</p>
<p>Oder sehen Sie das anders?</p>
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		<title>Das Schwangerschaftsparadox</title>
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		<pubDate>Fri, 21 Jan 2011 05:12:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mamablog-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Carte Blache]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Carte Blanche von Mamablog-Leserin Sandra Kopp.

In der Schwangerschaft sieht man sich plötzlich mit ganz neuen Ängsten und Gefahren konfrontiert. Kürzlich begegnete ich einem Artikel, der mich vor Handystrahlen während der Schwangerschaft warnte: «Wenn Schwangere mit dem Handy telefonieren, setzen sie ihr ungeborenes Kind dem Risiko aus, dass es später verhaltensgestört wird.» So lautet das [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/category/carte-blache/" target="_blank">Carte Blanche</a> von Mamablog-Leserin Sandra Kopp.</em></p>
<div id="attachment_14860" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-14860" title="MAMABLOG-SCHWANGERSCHAFTSPA" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/01/MAMABLOG-SCHWANGERSCHAFTSPA.jpg" alt="MAMABLOG-SCHWANGERSCHAFTSPA" width="640" height="480" /><p class="wp-caption-text">Und doch, die Menschen tun es immer wieder: Glückliche Familie am Strand.</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>In der Schwangerschaft sieht man sich plötzlich mit ganz neuen Ängsten und Gefahren konfrontiert. Kürzlich begegnete ich einem Artikel, der mich vor Handystrahlen während der Schwangerschaft warnte: «Wenn Schwangere mit dem Handy telefonieren, setzen sie ihr ungeborenes Kind dem Risiko aus, dass es später verhaltensgestört wird.» So lautet das Resultat einer neuen Studie der Universität Kalifornien, die im Fachblatt «Journal of Epidemiology und Community Health» veröffentlicht wurde. <strong>Welch Horror!</strong> Schliesslich benütze ich das Handy aus beruflichen Gründen täglich regelmässig. Bilder von unkontrollierbaren oder ADHS-Kindern tauchten vor meinem geistigen Auge auf.</p>
<p>Aber das ist nur die jüngste Erkenntnis. Denn zurzeit sehe ich mich täglich vielen weiteren Gefahren ausgesetzt: Man denke nur an all die Bakterien und Viren, denen man im Pendlerverkehr begegnet. Dazu die Raucher auf den Perrons, denen ich nicht ausweichen kann, die Abgase, die ich auf dem Arbeitsweg zwangsweise einatme, der Feinstaub, <strong>die freien Radikalen,</strong> der Lärm, der Stress – die Liste ist schier endlos. Laut wissenschaftlicher Erkenntnisse schadet dies alles meinem ungeborenen Kind. Und dass ich diese Faktoren nicht beeinflussen kann, verursacht bei mir Ohnmachts-Gefühle. Aber die Schadstoffe sind noch nicht alles. Hinzu kommt der verstärkte Druck, während der Schwangerschaft auf ungesunde Nahrungs- und Genussmittel zu verzichten, sprich alkoholischen, fettigen oder süssen Verlockungen zu entsagen. Ungesunde Ernährung ist natürlich nicht nur während der Schwangerschaft ein Thema. Aber wenn der Bauch sich rundet, scheinen solch private Dinge plötzlich alle etwas anzugehen – man fühlt sich von einer wachsamen Gesellschaft beobachtet.</p>
<p>Es wurde bereits an anderer Stelle im Mamablog über die Freiheiten werdender Mütter diskutiert. Immerhin liegt die Ernährung weitestgehend in meiner Hand. Aber auch hier: Was darf man denn überhaupt noch essen? Wie kann man sicher sein, dass <strong>Bioprodukte </strong>halten, was sie versprechen? Und überhaupt: In der Schwangerschaft bekommt man Dehnungsstreifen, hat mit Wassereinlagerungen, Krampfadern, Verdauungsstörungen und Kreislaufproblemen zu kämpfen und muss mit Hormonschwankungen klar kommen. Nach der Geburt wird schlafen offenbar zum Luxus, vom Stillen gibt es hängende Brüste, Windeln wechseln kostet Nerven und Geld. Von den Mühen der Erziehung ganz zu schweigen.</p>
<p>Wozu soll man sich all dies überhaupt antun?</p>
<p>Und doch: Wenn <strong>dieses kleine Ding v</strong>on innen gegen meinen Bauch tritt, ganz sanft, dann vergesse ich all die Sorgen und schwelge im Glück.</p>
<p><em>Der Mamablog dankt ihr recht herzlich.</em> <em><strong>Schreiben Sie mit! Schreiben Sie eine Carte Blanche! </strong>Stellen Sie Ihre Themen, Beobachtungen, Erfahrungen hier zur Diskussion! Die Redaktion wird die Texte sichten, auswählen und publizieren.</em> <em><strong> </strong></em> <em><strong><strong>Texte ( zwischen 1800–2500 Zeichen) an mamablog@newsnetz.ch</strong></strong></em> <em><strong> </strong></em></p>
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		<title>Gestern ists passiert</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 05:31:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jeanette Kuster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Schwangerschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Sex/Partnerschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Unbefleckt war die Empfängnis nur bei Maria, unbemerkt geschieht sie hingegen bei den meisten Frauen: Dass sie schwanger sind, ahnen sie frühestens, wenn die Periode ausbleibt.
Bei mir war es anders. Ich stand am Morgen auf und wusste: Ich bin letzte Nacht schwanger geworden. Und nein, der Wunsch war nicht Vater des Gedankens, denn eigentlich hatten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_14262" class="wp-caption aligncenter" style="width: 485px"><img class="size-full wp-image-14262" title="mann und frau im ehebett" src="/mamablog/wp-content/uploads/2010/12/paar_bett1.jpg" alt="mann und frau im ehebett" width="475" height="314" /><p class="wp-caption-text">«Ich bin letzte Nacht schwanger geworden»: Einige Frauen merken sofort, dass es eingeschlagen hat.</p></div>
<p>Unbefleckt war die Empfängnis nur bei Maria, unbemerkt geschieht sie hingegen bei den meisten Frauen: Dass sie schwanger sind, ahnen sie frühestens, wenn die Periode ausbleibt.</p>
<p>Bei mir war es anders. Ich stand am Morgen auf und wusste: Ich bin letzte Nacht schwanger geworden. Und nein, <strong>der Wunsch war nicht Vater des Gedankens</strong>, denn eigentlich hatten wir unseren Nachwuchs noch nicht geplant. Allerdings traute ich meinem eigenen Instinkt nicht und tat die Erkenntnis, die mich wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf, als Unsinn ab. Noch kein Test und kein Ultraschall hätten eine Schwangerschaft bestätigen können, aber ich wollte diese auf unerklärliche Weise bereits wahrnehmen? Quatsch.</p>
<p>Ich schob den Gedanken an Nachwuchs weit weg und mein Leben ging weiter wie gehabt. Bis ich zwei Wochen später in der Migros an den Schwangerschaftstests vorbeilief. Das Gefühl war sofort wieder da, der Test gekauft. Die drei Minuten, die ich auf das eventuell erscheinende Strichlein warten musste, kamen mir wie Stunden vor. Dabei <strong>kannte ich das Ergebnis </strong>doch schon lange.</p>
<p>Am Tag eins nach der Empfängnis beginnt bereits die Zellteilung der befruchteten Eizelle. Diesen Vorgang an sich kann man wohl kaum spüren. Aber nehmen besonders sensible Frauen vielleicht trotzdem wahr, dass sich irgendetwas verändert im Körper, sich etwas Grossartiges ankündigt? Eine <strong>Umfrage in meinem privaten Umfeld</strong> zeigt: So alleine bin ich gar nicht mit meinem siebten Sinn für die Empfängnis. Zwar haben die meisten Frauen in diesem frühen Stadium überhaupt nichts von einer Schwangerschaft gemerkt, gleich drei jedoch sagen: «Ich weiss exakt, wann es passiert ist, habe es sofort gespürt.»</p>
<p>Auch in den einschlägigen Internet-Foren stösst man immer wieder auf die Frage: Gibt es noch andere, die sofort wussten, dass sie schwanger sind? Es gibt sie – und während die einen von Intuition reden, liest man von anderen Sätze wie: «Es war, als ob eine <strong>Raumkapsel</strong> durchs All schwebt und auf einmal hats klick gemacht und sie war angedockt.»</p>
<p>Nun ja, mit Aliens und Raumfahrern hatte das Ganze bei mir nichts zu tun. Doch egal, wie man es empfindet: Das Phänomen scheint öfters vorzukommen als vermutet. Viele reden bloss nicht darüber, weil sie sonst sofort den Vorwurf hören, sich alles nur eingebildet zu haben. Dass sie vielleicht ein besseres Körpergefühl haben als andere, lässt man nicht gelten. Was <strong>nicht wissenschaftlich erklärbar </strong>ist, kann nicht sein – punkt.</p>
<p>Sehen Sie das auch so? Oder haben Sie selber Ihre Schwangerschaft direkt nach der Empfängnis bemerkt – und anfangs genauso an Ihrer eigenen Wahrnehmung gezweifelt?</p>
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