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Schule-Spezial: «Auch ich wollte für meine Kinder das Beste»

Mamablog-Redaktion am Dienstag den 31. August 2010

Zum Abschluss der Experten-Woche «Schule-Spezial» beantwortet die Zürcher Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Regine Aeppli die Fragen der Mamablog-Leserinnen und -Leser.

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«Am stärksten beeinflusst der familiäre Hintergrund den Schulerfolg»: Regine Aeppli. (Bild: Keystone)

Frau Aeppli, haben Sie nicht übertrieben mit den unzähligen Reformen, die Sie eingeleitet haben? Kinder seien „unschuldige Versuchskaninchen in einem gigantischen Labor namens Schule“, hiess es schon im Mamablog

Regine Aeppli: Die Schule ist für die Kinder da und die Kinder stehen im Zentrum der Schule. Unsere Lehrpersonen machen einen sehr engagierten Unterricht, was ich auf Schulbesuchen immer wieder feststellen kann. Den Vergleich mit Versuchskaninchen im Labor weise ich in aller Form zurück. Die Erneuerung der Volksschule entspricht dem Willen einer Mehrheit der Bevölkerung: Das neue Volksschulgesetz von 2005 wurde von gut 70 Prozent der Stimmberechtigten angenommen. Der Grundgedanke dahinter ist ein einfacher: Die Schule kann nicht stehen bleiben, wenn sich die Gesellschaft verändert. Neue Bedürfnisse kristallisieren sich heraus, etwa durch die vermehrte Berufstätigkeit der Frauen, worauf neue Antworten gefunden werden müssen, beispielsweise mit Blockzeiten und einer guten ausserschulischen Betreuung. Richtig ist, dass Schulen und Lehrpersonen durch den Wandel der letzten Jahre stark gefordert waren.

Haben die Lehrerinnen und Lehrer heute zu wenig Kompetenzen, um Störenfriede unbürokratisch und schnell aus dem Unterricht zu entfernen?

Wegweisungen dürfen nicht locker angeordnet werden, und das machen unsere Lehrpersonen auch nicht. Treten Probleme auf, spricht die Klassenlehrerin oder der Klassenlehrer mit dem Schüler und seinen Eltern.  Es können ja auch Probleme sein, die sich wieder legen, etwa familiäre Spannungen. In ernsten Fällen kann die Schulpflege Kinder und Jugendliche bis zu vier Wochen vom obligatorischen Unterricht wegweisen. Während dieser Zeit sind die Eltern allein für ihr Kind verantwortlich. Handlungsbedarf sehe ich auf der Sekundarstufe: Hier sollte für «schulmüde» Leistungsverweigerer die Möglichkeit eines längeren Time-outs geschaffen werden. Der Jugendliche soll statt zur Schule zu gehen, einen Arbeitseinsatz leisten. Vielleicht erkennt er dann auch den Wert und die Vorteile der Schule wieder. Eine entsprechende Gesetzesvorlage ist in Vorbereitung.

Wie kann die schulische Chancengleichheit verbessert werden? Quartier/Wohnort/Soziale Schicht sind in der Schweiz immer noch entscheidend für den Schulerfolg

Am stärksten beeinflusst der familiäre Hintergrund den Schulerfolg, Quartier oder Wohnort sind weniger entscheidend. Kinder aus bildungsfernen Schichten sind schulisch im Nachteil. Dies konnten wir trotz zusätzlicher Mittel für Schulen mit schwieriger sozialer Zusammensetzung und trotz des hohen Engagements der Lehrpersonen nur leicht verbessern. Schon vor dem Schuleintritt sind grosse Unterschiede feststellbar. Ich verspreche mir deshalb einiges von einer gezielten Förderung vor dem Eintritt in die Schule.

Warum ist die Maturitätsquote in anderen Kantonen höher als in Zürich? Und was wird gegen diese kantonale Form von Chancenungleichheit unternommen?

Die  Leistungen der Zürcher Maturandinnen und Maturanden liegen im Schweizer Durchschnitt. Mit einer Erhöhung der Quote bestände die Gefahr, unter den Durchschnitt zu fallen. Das würde der Forderung der Hochschulen nach einer Aufnahmeprüfung Auftrieb geben. Die Mittelschulen würden dadurch abgewertet. Ich sehe keine Notwendigkeit zur Erhöhung der Maturitätsquote. Im Übrigen wurde unser Bildungssystem mit der Schaffung der Berufsmatura und den Fachhochschulen auf sinnvolle Weise ergänzt. Es gibt nun zwei Wege zum Hochschulstudium – via Gymnasium und via Berufsmatura. Zudem herrscht viel mehr Durchlässigkeit als früher. Niemand ist mehr gestraft, wenn es am Ende der 6. Klasse nicht für den Übertritt ins Gymnasium reicht. Das ist ein Riesenfortschritt!

Allan Guggenbühl erwähnt (im Mamablog) eine Untersuchung des Kantons Zürich, die aufzeigt, dass Jungs, obwohl von der Intelligenz her geeignet, schlechtere Chancen haben ins Gymi zu kommen. Warum wurde diese Studie schubladisiert?

Mir ist es ein Anliegen, dass der gymnasiale Weg auch für Buben attraktiv ist. Es ist aber eine Tatsache, dass viele junge Männer den praxisbezogenen Weg über Berufsmaturität und Fachhochschule bevorzugen. Im Übrigen: Wir schubladisieren keine Studien. Wenn Herr Guggenbühl solche Vorwürfe erhebt, soll er konkret werden und uns sagen, welche Erkenntnisse wir unterschlagen. Ich teile seine Meinung, dass an der Schule – wie er schreibt –  auch «bübisches Verhalten» möglich sein soll wie «witzeln, provozieren oder prahlen». Nur weiss ich, dass Mädchen auch witzig sind und gerne bluffen. Ich bin aber froh, wenn Herr Guggenbühl mehr männliche Lehrpersonen für den Lehrberuf motiviert.

Warum wird der IQ Test bei der Gymiprüfung wieder abgeschafft?

Der Test für die allgemeinen kognitiven Fähigkeiten (AKF-Test) wurde an den Zürcher Gymnasien nur versuchsweise eingeführt, d.h. er zählte nie für die Aufnahmeprüfung. Er wurde erprobt, um Jugendlichen aus bildungsfernen Familien einen besseren Zugang ans Gymnasium zu ermöglichen. Es hat sich gezeigt, dass er keine zusätzlichen Erkenntnisse lieferte. Der Aufwand für diesen Test bei Tausenden von Schülerinnen und Schülern lohnt sich deshalb nicht.

Gemäss Largo beträgt der Entwicklungsverzug der Jungs im Alter von 12 Jahren im Schnitt 1,5 Jahre. Warum wird dann nicht ermöglicht, dass Jungs später in die Oberstufe selektioniert werden?

Die unterschiedliche Entwicklung von Mädchen und Knaben, die Professor Largo erwähnt, betrifft nicht alle Faktoren, welche für den Schulerfolg massgebend sind. So erreichen beispielsweise Knaben gleich gute Ergebnisse in Mathematik wie die Mädchen. Man sollte die Frage, wann ein Kind für eine bestimmte Schulstufe reif ist, nicht nach dem Geschlecht beurteilen, sondern aufgrund des individuellen Entwicklungsstandes. Die Gymiprüfung kann man am Ende der Primarschule machen. Wer dann noch nicht parat dafür ist, hat am Ende der 2. oder 3. Sek nochmals die Möglichkeit dazu. Ich bin sehr für individuelle Schullaufbahnentscheide: Ich bin darum auch für altersdurchmischtes Lernen, wie es immer mehr Schulen praktizieren. Dies ist übrigens auch die grosse Stärke der Grundstufe, welche die beiden Kindergartenjahre und die 1. Klasse umfasst.

Ist die Koedukation an ihre Grenzen gestossen? Müsste man vielleicht den geschlechtergetrennten Unterricht wieder ins Auge fassen? Zumindest in einigen Fächern?

Die Koedukation hat sich insgesamt bewährt. Hingegen kann es sinnvoll sein, für einzelne Unterrichtsinhalte oder einzelne Sequenzen eine Klasse nach Geschlechtern aufzuteilen. Das ist in der Freiheit der Lehrpersonen.

Oberstufenlehrer kritisieren die mangelnden Resultate des Frühenglisch. Gibt es Erhebungen, was die Einführung von Fremdsprachen in der Primarschule gebracht hat? Und was dabei verloren ging, etwa an Deutschkompetenz?

Im Rahmen des Schulversuchs 21, in dem Englisch ab der 1. Klasse erprobt wurde, fanden Evaluationen statt. Sie zeigten, dass frühes Erlernen einer Fremdsprache nicht auf Kosten der Deutschkompetenz geht. Jede Auseinandersetzung mit Sprache – Muttersprache oder Fremdsprache – fördert das Sprachbewusstsein. Zudem bekomme ich immer wieder Rückmeldungen, die mir zeigen, dass viele Kinder mit grossem Einsatz Englisch lernen. Plötzlich verstehen sie einzelne Sätze in einem Song von Lady Gaga oder sie können in London selbstständig nach dem Weg zum Big Ben fragen.

Wie kann die Schule als Arbeitgeber für Männer wieder attraktiver werden? Welche konkreten Massnahmen wurden in der Bildungsdirektorenkonferenz bereits diskutiert?

Ich möchte attraktive Arbeitsbedingungen für männliche und weibliche Lehrkräfte. Darum hat der Regierungsrat kürzlich eine Lohnrevision beschlossen, mit welcher die Einstiegslöhne um 10′000 Franken pro Jahr angehoben und der Lohnanstieg bei guten Leistungen gesichert wird. Ausserdem sind wir derzeit daran, mit allen Akteuren im Schulfeld zu eruieren, was sich verändern muss, um den Beruf wieder attraktiver zu machen. Interessant ist übrigens, dass sich für die geplante Ausbildung für Quereinsteiger viele Männer gemeldet haben, mehr als für den  ordentlichen Ausbildungsgang.

Wie realistisch ist eine Lehrer-Quote von 50 Prozent an Primarschulen?

Wir können niemanden zwingen, einen bestimmten Beruf zu ergreifen. Aber es wäre schön, wenn sich wieder mehr Männer für diesen Beruf entscheiden würden. Kinder brauchen weibliche und männliche Vorbilder.

Was halten Sie von der freien Schulwahl?  Sie haben ja eines Ihrer Kinder in eine Privatschule geschickt.

Ich bin nicht gegen Privatschulen, aber ich bin dagegen, dass der Staat sie finanzieren muss. Das ginge zwangsläufig zulasten der Volksschule, denn das Geld vermehrt sich bekanntlich nicht. Die Volksschule ist heute  noch der einzige Ort, wo Kinder unabhängig von ihrem Geschlecht, ihrer Nationalität, ihrer Konfession und ihrer sozialen Schicht zusammenkommen. Die integrative Kraft der Volksschule ist etwas Einmaliges und Wertvolles, das nicht aufgegeben werden darf. Meine beiden Kinder besuchten die öffentlichen Schulen vom Kindergarten bis zum Schulende. Mein Sohn war während zwei Jahren in der Sek an einer Privatschule.

Gibt es die Volksschule in hundert Jahren noch?

Das hoffe ich und dafür setze ich mich ein. Allerdings kann eine Institution, die auf das Verbindende setzt, vor lauter Einzelwünschen auch zusammenbrechen. Die Volksschule kann nicht jedes gesellschaftliche Problem lösen, sie kann nicht für jedes Kind immer das absolut massgeschneiderte pädagogische Angebot machen, das schnurstracks ins Gymnasium führt. Natürlich sind viele Erwartungen auch berechtigt. Auch ich wollte und will für meine Kinder das Beste. Aber bitte vergessen wir den Blick auf das Ganze nicht. Es wird die Volksschule in hundert Jahren nur dann noch geben, wenn wir ihr Sorge tragen.

mamablog-AeppliRegine Aeppli, SP, ist seit 2003 Regierungsrätin und Bildungsdirektorin des Kantons Zürich. Sie ist verheiratet und Mutter von zwei erwachsenen Kindern.

Schule-Spezial: Das verflixte 6. Schuljahr

Mamablog-Redaktion am Sonntag den 29. August 2010

Der sechste Beitrag der Expertenwoche «Schule-Spezial» stammt aus der Feder von Andrea Schafroth. Die Autorin des Erziehungsratgebers «Cool down» wendet sich gegen die Selektionshysterie beim Übertritt in die Gymnasialstufe.

SCHWEIZ MISS SCHWEIZ 2008

Das Gymnasium als Mass aller Dinge: Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums Yverdon im Jahr 2008, unter ihnen die damals gerade zur Miss Schweiz gewählte Whitney Toyloy – sie machte ihre Matura infolge des freudigen Ereignisses ein Jahr später. (Bild: Keystone)

Nach den Sommerferien dreht sich jeweils alles um den ersten Schultag der Erstklässler – fünf Jahre danach hat der Ernst des Schullebens die Eltern eingeholt – und mit ihnen deren Kinder. Dann nämlich steht in der sechsten Klasse der erste Entscheid über die weitere schulische Laufbahn des Kindes an, es geht um die harte Währung Selektion: Reicht es in die Sekundarschule, in Stufe A oder B oder, wo es eins gibt, aufs Frühgymnasium? Geld, Einfluss, Einsatz: Alle möglichen Hebel werden nun in Bewegung gesetzt, um das Optimum, sprich die höchst mögliche Stufe, für das Kind herauszuholen.

Die Cleveren beginnen schon in der fünften Klasse, schliesslich zählt dann das Zeugnis oft bereits für die Einstufungsempfehlung oder die Erfahrungsnote, mit der das Kind dereinst an die Gymiprüfung muss. Dank gut getimtem Nachhilfeunterricht vermag manch ein hoch geschossener Leon, eine weiblich gewordene Laura seinen oder ihren Mathischnitt im zweiten Semester der fünften Klasse wundersam um eine ganze Note zu steigern. Ein anderer Trick: Vor dem Übertrittsjahr wechselt das Kind kurzerhand an eine Privatschule, an der Empfehlungen leichter zu bekommen sein sollen. Jene Eltern, die über weniger Raffinesse und Geld verfügen, behelfen sich mit Reklamieren und Feilschen – um ungerechte Noten, schlechte Unterrichtsmethoden und falsche Einschätzungen. Kein Wunder unterrichten junge Primarlehrer oft um einiges lieber an der Unterstufe als sich die Eltern der Fünft- und Sechstklässler anzutun.

Es ist aber auch kein Wunder, dass der Smalltalk unter Eltern im sechsten Schuljahr definitiv von den Pausenplatzquerelen auf Prüfungsvorbereitungskurse oder die Orthographie-Defizite der eigenen Kinder schwenkt. Denn sogar die überzeugtesten Kindheitsnostalgiker und unbekümmerten Seelen unter den Eltern können sich der Selektionshysterie kaum entziehen. Von allen Seiten werden sie mit der Frage bombardiert, was sie in diesem entscheidenden Jahr im Interesse ihres Kindes zu unternehmen gedenken, und mit freudig mitleidiger Miene werden sie gewarnt vor dem verflixten sechsten Stressschuljahr. Ausserdem hängen in Zürichs Trams bereits vor Beginn dieses Schuljahres Werbeplakate der Vorbereitungskurse für die «Gymiprüfung 2011» (die ersten von ihnen sind am ersten Schultag bereits ausgebucht). Es handelt sich dabei ja auch nicht um irgendwelche Kürslein, sondern um «drei aufbauende Kursteile», die sich «schulbegleitend» oder in den Ferien über ein halbes Jahr erstrecken und die insgesamt mit Frühbucherrabatt 1270 (statt 1550) Franken kosten.

Vergleichsweise spät folgen die offiziellen Informationsabende zum Übertritt von Schulbehörden und Klassenlehrerin. Und in Zürichs Buchhandlungen werden an zentraler Lage stapelweise Ratgeber und Übungsbücher für die Prüfungsvorbereitungen platziert. «Ich will ans Gymi» heisst der absolute Bestseller eines pensionierten Lehrers, der ganz genau weiss, welche neuen Hürden die Kantonsschulen aushecken angesichts der immer besser gewappneten Eltern und Kinder – und der darum drohenden höheren Erfolgsquote an der Prüfung.

Noch nie fürchteten Eltern mehr, die schulischen Weichen ihrer Kinder könnten falsch gestellt werden. Obwohl gleichzeitig die Möglichkeiten, diese Weichen auch später und andersrum richtig zu stellen nie zuvor so vielfältig waren: Berufsmatur, Passerelle, Fachhochschulen, Weiterbildungs- und Umschulungsangebote… Doch bedenklich am Theater ums sechste Schuljahr ist nicht nur, dass es eigentlich nicht nötig wäre, sondern auch, wie seine Auswirkungen die soziale Schere dokumentieren: In Zürich schaffen in einem Quartier mit hohem Ausländeranteil 1 bis 3 Schüler pro Klasse die Gymiprüfungen, in anderen Quartier mit vorwiegend bildungsnahen Eltern sind es 20 (von 25). Ob diesen 20 mit ihrem Erfolg auch wirklich wohl wird, scheint eine naiv-nostalgische Frage zu sein, die zum ersten Schultag, aber nicht zum sechsten Schuljahr passt. Ebenso wenig steht zur Debatte, wie es bei alledem um die Chancen der 20 Nichtgymnasiasten mit «bildungsfernen» Eltern aus der anderen Klasse steht.

MAMABLOG-SCHAFTROTH-150-01Andrea Schafroth ist Journalistin und Co-Geschäftsführerin eines Büros für Journalismus und Design. Sie lebt in Zürich, ist Mutter von drei Kindern im Alter von 3, 7 und 14 Jahren. Vor kurzem ist ihr Buch «Cool down – Wider den Erziehungswahn» erschienen, das sie mit dem Psychoanalytiker Peter Schneider geschrieben hat.

Die Sommerferien sind vorbei, auf den Trottoirs tragen ABC-Schützen stolz ihre neuen Theks in die Schule, die Grossen wechseln in die Oberstufe, einige fahren zum ersten Mal mit dem Zug ans Gymi. Jeder hat eigene Erinnerungen an die Schulzeit, gute und schlechte. Die Volksschule geht uns alle an. Nicht zuletzt, weil sie derzeit reformiert und umgebaut wird. Der Mamablog begleitet deshalb den Schulstart mit einer Expertenwoche zur Volksschule. Das Schule-Spezial lässt Lehrer, Künstler, Politikerinnen, Psychologen und Wissenschaftler zu Wort kommen.

Zum Abschluss der Expertenserie wird die Zürcher Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Regine Aeppli Fragen und Diskussionspunkte von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in einem Blogbeitrag beantworten. Fragen und Anliegen können Sie während der ganzen Woche direkt in einem Kommentar zum jeweiligen Tagesthema mit dem Vermerk @Aeppli formulieren. Die Redaktion wird die Fragen sichten, auswählen und der Regierungsrätin vorlegen.

Schule-Spezial: «Unserem Land in unseren Schulzimmern dienen»

Mamablog-Redaktion am Donnerstag den 26. August 2010

Im fünften Beitrag der Expertenwoche «Schule-Spezial» fordert der oberste Schweizer Lehrer Beat W. Zemp, endlich aktiv gegen den Lehrermangel vorzugehen. Er nimmt Politik und Eltern in die Pflicht, die sich gemeinsam bemühen sollten, den Lehrerberuf aufzuwerten.

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Diese so sympathische Frau Lehrerin, der das Wort Burnout so fremd ist wie Berufsverdrossenheit, unterrichtet leider nicht in einem hiesigen Schulzimmer. Sie entstammt vielmehr einem Produkt der Filmfabrik Hollywood (Hilary Swank in «Freedom Writers», 2007)

Lange, zu lange, hat es gedauert, bis die Politik die Warnungen der Lehrerverbände endlich ernst genommen hat und etwas gegen den Lehrermangel tun will. Dabei sind die Ursachen für den heutigen Lehrermangel seit längerem bekannt. Waren 1998 erst 20 Prozent der Schweizer Lehrerschaft älter als 50 Jahre, so sind es heute bereits 35 Prozent. Bis 2020 werden gegen 30′000 Lehrpersonen pensioniert. Das Bundesamt für Statistik rechnet zudem ab 2014 mit einem weiteren Anstieg der Schülerzahlen auf der Primarschulstufe. Zwar gab es Lehrermangel und Lehrerüberfluss je nach Konjunkturlage schon immer. Aber diesmal haben wir es wegen der kommenden Pensionierungswelle nicht mit einem konjunkturellen sondern mit einem strukturellen Lehrermangel zu tun.

Einfach auf den Markt zu hoffen, der das Problem von Angebot und Nachfrage schon irgendwie lösen wird, wäre nicht nur naiv, sondern fahrlässig. Die Bundesverfassung garantiert in Artikel 62 allen Eltern, dass ihre Kinder einen ausreichenden Schulunterricht erhalten. Gefordert sind daher in erster Linie die Kantone, die für die allgemeinbildenden Schulen zuständig sind.

Für einmal sind sich Lehrerverbände, Bildungspolitiker, Schulleitungen und Elternorganisationen einig: Die Attraktivität des Lehrerberufs muss erhöht werden. Wo aber soll man ansetzen? Eine Salärvergleichsstudie hat gezeigt, dass vor allem die Einstiegslöhne bei den Lehrerberufen nicht mehr konkurrenzfähig sind gegenüber den Löhnen entsprechender Berufe in der Privatwirtschaft. Verbessert werden muss aber auch die Zusammenarbeit mit den Eltern und den schulischen Spezialdiensten, um schwierigen Kindern und Jugendlichen zu helfen, ihren Bildungsweg zu finden. Das geht nur mit genügend Zeit. Daher müssen die viel zu hohen Pflichtpensen reduziert werden, die sich seit 150 Jahren nicht verändert haben. Schliesslich muss auch der Kernauftrag der Schule neu definiert werden. Die Schule kann nicht immer mehr Nacherziehungsaufgaben und gesellschaftliche «Reparaturaufträge» übernehmen.

In seiner ersten bildungspolitischen Grundsatzrede hat US-Präsident Obama seine Landsleute eindringlich dazu aufgerufen, Lehrer zu werden: «Ich appelliere heute an eine neue Generation von Amerikanern, unserem Land in unseren Schulzimmern zu dienen. Wenn Sie einen Unterschied machen möchten im Leben unserer Nation, wenn Sie das Beste aus Ihrer Hingabe und Ihren Talenten machen möchten, wenn Sie sich einen Namen machen möchten mit einem Vermächtnis, das von Dauer ist, dann werden Sie Lehrer. Amerika braucht Sie!» Diesen Appell wünsche ich mir auch von Schweizer Politikern und von Eltern. Doch eine Univox-Umfrage der Universität Genf zeigt ein völlig anderes Bild: Immer mehr Eltern raten nämlich vor allem ihren Söhnen davon ab, den Lehrerberuf zu erlernen, wenn diese vor der Berufswahl stehen. Neun von zehn Befragten glauben zudem, dass der Lehrerberuf in den letzten Jahren schwieriger geworden sei. Es braucht daher auch bei Eltern und bei der Politik ein Umdenken und vor allem mehr Wertschätzung gegenüber dem Lehrerberuf. Nur so werden wir auch in Zukunft wieder genügend gute Lehrpersonen bekommen.

MAMABLOG-BEAT-ZEMPBeat W. Zemp ist Präsident des Dachverbandes der Schweizer Lehrerinnen und Lehrer (LCH)

Die Sommerferien sind vorbei, auf den Trottoirs tragen ABC-Schützen stolz ihre neuen Theks in die Schule, die Grossen wechseln in die Oberstufe, einige fahren zum ersten Mal mit dem Zug ans Gymi. Jeder hat eigene Erinnerungen an die Schulzeit, gute und schlechte. Die Volksschule geht uns alle an. Nicht zuletzt, weil sie derzeit reformiert und umgebaut wird. Der Mamablog begleitet deshalb den Schulstart mit einer Expertenwoche zur Volksschule. Das Schule-Spezial lässt Lehrer, Künstler, Politikerinnen, Psychologen und Wissenschaftler zu Wort kommen.

Zum Abschluss der Expertenserie wird die Zürcher Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Regine Aeppli Fragen und Diskussionspunkte von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in einem Blogbeitrag beantworten. Fragen und Anliegen können Sie während der ganzen Woche direkt in einem Kommentar zum jeweiligen Tagesthema mit dem Vermerk @Aeppli formulieren. Die Redaktion wird die Fragen sichten, auswählen und der Regierungsrätin vorlegen.

Schule-Spezial: Künste für alle Klassen

Mamablog-Redaktion am Mittwoch den 25. August 2010

Der vierte Beitrag der Expertenwoche «Schule-Spezial» stammt aus der Feder von André Grieder. Der Leiter des Sektors schule&kultur der Bildungsdirektion des Kantons Zürich findet, dass die heutigen Lehrerinnen und Lehrer in einem schwierigen Umfeld immer wieder Herausragendes leisten – darunter auch die Vermittlung von Kultur.

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Wie sagte schon wieder Cocteau? «Die Poesie ist unentbehrlich, doch ich weiss nicht genau wofür…» (Im Bild: Video-Still aus Roman Signers Arbeit «Projektionen»)

Der weltweit gefragte Künstler Roman Signer zeigt im Zürcher Helmhaus seine Videos und Primarschülerinnen und Primarschüler kommen. Sie staunen über die vergänglichen Skulpturen des schalkhaften Appenzellers. Ein Schüler findet, das sei doch keine Kunst. Kunst sei, was bei ihm zu Hause an der Wand hänge: schön gemalte Gemälde.

Wer ist bloss auf die Idee gekommen, Neunjährige in Signers Ausstellung zu bringen? Die Bildungsdirektion des Kantons Zürich.

Kinder sollen nicht nur Stöckli rechnen, Selbstlaute von Mitlauten unterscheiden und die Schweizer Alpenpässe auswendig lernen. Sie sollen an der ganzen Welt teilnehmen und die Welt erschliesst sich ihnen herausfordernd, wenn sie Künsten begegnen. Vor allem, wenn diese nicht ihren Vorstellungen entsprechen. Denn bildend ist vor allem der Kontakt mit Werken jenseits des Alltäglichen und Vorhersehbaren.

Der Deutsche Bundestag zog 2007 nach vier Jahren gründlichen Forschens in einem 512-seitigen Bericht das Fazit, dass die Künste angesichts ihrer positiven Wirkung in der Bildung viel stärker vertreten sein müssten. Die Unesco Schweiz hat im Juni 2010 ein Manifest veröffentlicht «für einen quantitativen und qualitativen Sprung in der kulturellen und künstlerischen Bildung im Schweizer Bildungssystems». In Zürich gibt es den Sektor schule&kultur der Bildungsdirektion. Er stellt für Kindergärten bis Berufsschulen ein vielfältiges Kulturangebot zusammen, das europaweit einzigartig ist und dem Unesco-Manifest vorauseilt.

Die Klassen müssen nicht ins Helmhaus zu Signers Videos, aber sie können. Sie können auch in die Tonhalle, ins Schauspiel- oder ins Opernhaus. Sie können mit dem Musiker Doppel-U Schillers Gedichte rappen, in der City Graffitis nachspüren oder Künstlerinnen in ihren Ateliers besuchen. Klar, Begegnungen mit den Künsten sind kein Allerheilmittel, schon gar nicht für Pisa-relevante Bildungsmängel. Oder mit Jean Cocteau gesprochen: «Die Poesie ist unentbehrlich, doch ich weiss nicht genau wofür…» Die Künste dürfen denn auch nicht im Unterricht verschwinden und instrumentalisiert werden für das Erreichen von Lernzielen. Sie sollen  ein Ferment des Unerwarteten und Rätselhaften bleiben, dürfen für die Schülerinnen und Schüler eine andere, mitunter unbequeme Erfahrung sein. Zum Beispiel in Form einer Zeitskulptur Roman Signers. Künste dürfen aber auch Spass machen wie das Filmmusical «The Commitments», der Barde Linard Bardill, Mozarts «Zauberflöte» und andere Angebote der Bildungsdirektion.

Das Bild der Schule ist in den Medien gegenwärtig negativ: Chancenungleichheit, Pisa, Mobbing. Doch das Schulfeld funktioniert. Viele Lehrerinnen und Lehrer leisten in einer sich ständig wandelnden, multikulturellen Gesellschaft Herausragendes. Und dass die Bildungsdirektion des Kantons Zürich den Schulen seit Jahren Künste vermittelt und damit dem Bildungsgesetz genügt, darf auch einmal positiv vermerkt werden. Was hiermit geschehen ist.

MAMABLOG-ANDRE-GRIEDERAndré Grieder leitet den Sektor schule&kultur der Bildungsdirektion des Kantons Zürich (www.schuleundkultur.zh.ch)

Die Sommerferien sind vorbei, auf den Trottoirs tragen ABC-Schützen stolz ihre neuen Theks in die Schule, die Grossen wechseln in die Oberstufe, einige fahren zum ersten Mal mit dem Zug ans Gymi. Jeder hat eigene Erinnerungen an die Schulzeit, gute und schlechte. Die Volksschule geht uns alle an. Nicht zuletzt, weil sie derzeit reformiert und umgebaut wird. Der Mamablog begleitet deshalb den Schulstart mit einer Expertenwoche zur Volksschule. Das Schule-Spezial lässt Lehrer, Künstler, Politikerinnen, Psychologen und Wissenschaftler zu Wort kommen.

Zum Abschluss der Expertenserie wird die Zürcher Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Regine Aeppli Fragen und Diskussionspunkte von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in einem Blogbeitrag beantworten. Fragen und Anliegen können Sie während der ganzen Woche direkt in einem Kommentar zum jeweiligen Tagesthema mit dem Vermerk @Aeppli formulieren. Die Redaktion wird die Fragen sichten, auswählen und der Regierungsrätin vorlegen.

Schule-Spezial: Umarmen statt Rammeln

Mamablog-Redaktion am Dienstag den 24. August 2010

Der dritte Beitrag der Expertenwoche «Schule-Spezial» stammt aus der Feder von Allan Guggenbühl. Der Psychotherapeut und Dozent an der Pädagogischen Hochschule Zürich findet es skandalös, dass Jungs an der Volksschule keine Jungs sein dürfen.

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Typisch bübisches Verhalten ist in der Schule verpönt. Provozieren, prahlen, krasse Geschichten erzählen, das alles wird selten goutiert - Brüderpaar. (Bild: thejasandersfamily.blogspot.com)

«Heute hatten wir Schule!», teilt ein Knabe seiner Mutter freudig mit. Die Mutter ist erstaunt und fragt zurück: «Aber du gehst doch über ein Jahr in die Schule?» «Ja! aber bis jetzt haben wir noch nicht richtig Schule gemacht, mit Aufstrecken, richtig-falsch und so!»

Wir alle haben eine Vorstellung, wie Schule sein sollte. Diese wird durch unsere eigene Schulzeit, schöne Erlebnisse, wie mühsame Erfahrungen geprägt. Wir litten unter unsensiblen Lehrern, mühsamen Klassenkameraden, wurden ausgeschlossen oder verbrachten eine glückliche, problemlose Zeit. Auch Kinder haben Vorstellungen darüber, wie es in der Schule sein sollte. Sie erzählen es sich untereinander, vernehmen Geschichten von älteren Kindern oder lauschen den Erzählungen der Eltern. Solche Bilder beeinflussen unsere Haltung der Schule gegenüber.

Wie die Volksschule jedoch  sein sollte, ist schwieriger zu beantworten. An sich ist Schule eine grossartige Einrichtung: Sie ist nämlich die einzige Institution, die alle durchlaufen müssen, unabhängig von der sozialen Klasse, vom Geschlecht, den Interessen und der Persönlichkeit und dem kulturellen Hintergrund. In der Volksschule wird man also mit Menschen konfrontiert, mit denen man im Leben sonst nie etwas zu tun hat, die einem fremd und komisch erscheinen. Man sitzt mit ihnen im gleichen Klassenzimmer und muss irgendetwas lernen. Dies hat zur Folge, dass man als Schüler grossen internen Spannungen und Konflikten ausgesetzt ist. Für die Lehrpersonen ist es nicht einfach, aus diesen heterogenen Gruppen eine Einheit zu machen. Die Lehrpersonen müssen sich mit den Kindern auseinandersetzen, eine Beziehung aufbauen und Stoff vermitteln.

Heute steht die Volksschule noch unter zusätzlichem Druck: Reformen, die mit dem Stichwort Qualitätssicherung durchgesetzt werden und bei denen die Pisa-Resultate als Begründung herhalten müssen, erschweren die Arbeit vieler Lehrpersonen. Man will die Fachlehrpersonen einführen. Die Schüler und Schülerinnen haben dann nicht ein oder zwei Lehrpersonen, sondern werden schon ab der ersten Klassen von drei, vier und später noch mehr Lehrpersonen unterrichtet. Dazu kommen noch spezielle Förderlehrer und Spezialunterricht. Die Idee ist, dass sich die Fachkompetenz der Lehrperson erhöht. Die Folge: Die Schüler müssen mit verschiedenen Erwachsenen eine Beziehung aufnehmen, psychologisch etwas Unmögliches. Vor allem für zurückgezogene oder sozial herausgeforderte Kinder ist dies eine Katastrophe. Sie haben niemanden, der sich wirklich mit ihnen auseinandersetzt, sie kennen lernt, Konflikte austrägt. Es kommt zu einer Verantwortungsdiffusion.

Andere Reformen betreffend den Unterrichtsstil: Man setzt auf soziale Kompetenzen und eigenständiges Lernen und degradiert den Lehrer zum Coach. Wieder: Für viele Kinder kein Problem! Doch einige Kinder, und darunter vor allem Knaben, haben damit grosse Mühe. Sie bräuchten einen klaren Bezugsrahmen, eindeutige Verhältnisse. Zudem: Bei den sogenannten sozialen Kompetenzen, die heute entscheidend für eine erfolgreiche Schulkarriere sind, handelt es sich um Verhaltensweisen, die vor allem den Mädchen entgegenkommen: Beziehungssprache, Gefühle in Worte ausdrücken, sich umarmen statt zu rammeln, ruhig sitzen und hinhören statt dreinreden und verhandeln wollen. Das bübische Verhalten ist verpönt: witzeln, provozieren, prahlen oder krasse Geschichten erzählen wird selten goutiert. Oft verlangt man von den Jungs sogar, dass sie selbstständig merken, was sie tun sollten; eigene Lernziele formulieren, ein Portfolio führen. Dies funktioniert bei den meisten Knaben nicht: Sie wollen, dass man ihnen befiehlt, was sie zu tun bzw. zu lernen haben. Sie integrieren sich in der Schule über Widerstand. Die Folge dieser Pädagogik: Knaben haben objektiv grosse Probleme in der Schule, schreiben schlechtere Noten, leiden unter mehr Schulausschlüssen und im Gegensatz zu den Mädchen häufiger unter Schulverleider. Und: Obwohl sie es von der Intelligenz her könnten, haben sie schlechtere Chancen ins Gymnasium zu kommen, wie eine schubladisierte Untersuchung des Kantons Zürich zeigt.

Es ist ein Skandal, dass diese Missstände nicht behoben werden und man nicht an einer knabengerechteren Schule arbeitet. Knaben können auch Freude am Lernen entwickeln und gerne zur Schule gehen. Keines der Geschlechter darf in der Volksschule benachteiligt werden.


MAMABLOG-ALLAN-GUGGENBUEHLAllan Guggenbühl, Psychologe FSP, dipl. analyt. Psychotherapeut SGAP, ist Leiter des Instituts  für Konfliktmanagement und Mythodrama (IKM), Leiter der Abteilung für Gruppenpsychotherapie für Kinder und Jugendliche an der Erziehungsberatung der Stadt Bern sowie Dozent an der Pädagogischen Hochschule des Kantons Zürich. Guggenbühl ist Autor von «Kleine Machos in der Krise».

Die Sommerferien sind vorbei, auf den Trottoirs tragen ABC-Schützen stolz ihre neuen Theks in die Schule, die Grossen wechseln in die Oberstufe, einige fahren zum ersten Mal mit dem Zug ans Gymi. Jeder hat eigene Erinnerungen an die Schulzeit, gute und schlechte. Die Volksschule geht uns alle an. Nicht zuletzt, weil sie derzeit reformiert und umgebaut wird. Der Mamablog begleitet deshalb den Schulstart mit einer Expertenwoche zur Volksschule. Das Schule-Spezial lässt Lehrer, Künstler, Politikerinnen, Psychologen und Wissenschaftler zu Wort kommen.

Zum Abschluss der Expertenserie wird die Zürcher Regierungsrätin und Bildungsdirektorin Regine Aeppli Fragen und Diskussionspunkte von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, in einem Blogbeitrag beantworten. Fragen und Anliegen können Sie während der ganzen Woche direkt in einem Kommentar zum jeweiligen Tagesthema mit dem Vermerk @Aeppli formulieren. Die Redaktion wird die Fragen sichten, auswählen und der Regierungsrätin vorlegen.