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	<title>Mamablog &#187; Gesundheit</title>
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	<description>Ein Newsnetz Weblog</description>
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		<title>HPV und die Impf-Frage</title>
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		<pubDate>Tue, 14 Feb 2012 01:00:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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In den fünfziger und sechziger Jahren stand in vielen besseren Schuhläden ein seltsamer Kasten: Das Schuh-Fluoroskop. Da steckte man seine Füsse rein um zu prüfen, ob ein Schuh auch wirklich passte. Eine praktische Sache, vor allem bei Kindern, deren Füsschen noch im Wachstum sind. Da sind zu enge Schuhe bekanntlich besonders schädlich. Die Sache hatte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_22078" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-22078 " title="USA KINDERLAEHMUNG IMPFUNG" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/impf.jpg" alt="USA KINDERLAEHMUNG IMPFUNG" width="640" height="427" /><p class="wp-caption-text">Ein gewisses Unbehagen bleibt: Archivfoto eines amerikanischen Mädchens, das gegen die Kinderlähmung geimpft wird. (Keystone)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>In den fünfziger und sechziger Jahren stand in vielen besseren Schuhläden ein seltsamer Kasten: Das Schuh-Fluoroskop. Da steckte man seine Füsse rein um zu prüfen, ob ein Schuh auch wirklich passte. Eine praktische Sache, vor allem bei Kindern, deren Füsschen noch im Wachstum sind. Da sind zu enge Schuhe bekanntlich besonders schädlich. Die Sache hatte nur einen Haken: Bei dem Wunderding handelte es sich um einen Röntgenapparat. Überflüssig zu sagen, wie absurd es aus heutiger Sicht ist, allfällige Strahlenschäden in Kauf zu nehmen, um orthopädische Probleme zu verhindern. Aber hinterher ist man ja immer schlauer.</p>
<p>Diese Geschichte, so unterhaltsam sie aus der Distanz auch sein mag, kommt mir immer mal wieder in den Sinn, wenn wir als Eltern <strong>gesundheitliche Entscheidungen zum Wohl unserer Kinder</strong> fällen müssen. Die meisten davon sind ja einfach und harmlos wie Kamillentee: TV gegen Wald, Pommes gegen Brokkoli oder Cola gegen Wasser. Hier kann ich entspannt ein wenig von diesem und viel von jenem nehmen und die Sache ist geritzt. Aber es gibt eben auch die schwierigen, die grundsätzlichen Entscheidungen: Wie zum Beispiel <strong>die ganze Impfgeschichte</strong>. Sie beschäftigt fast alle Eltern – und macht sie unsicher. Das zeigt auch die Emotionalität, mit der das Thema fast immer besprochen wird, sei das beim Abendessen mit Freunden oder in den Medien.</p>
<p>Ich bin wirklich sehr dankbar für die Errungenschaft des Impfens und wir haben unsere Kinder nach Plan geimpft, wie von den meisten Kinderärzten empfohlen. Aber nun steht eine Entscheidung an, die besonders Kopfzerbrechen bereitet, ob gerechtfertigt oder nicht: <strong>Die HPV-Impfung (Humane-Papillomavirus-Impfung)</strong>. Die Eidgenössische Kommission für Impffragen empfiehlt diese Impfung bei Mädchen noch möglichst <strong>vor dem ersten Geschlechtsverkehr</strong>. Daher ab etwa elf Jahren. Hm. Als Mutter scheint mir das reichlich früh. Aber sicher ist sicher. Und bestimmt bin ich da nicht minder blauäugig, als meine eigene Mutter, die mich ewig unerfahren wähnte.</p>
<p>Doch selbst wenn ich vermutlich noch ein paar Jährchen schinden könnte, bis das Thema akut wird, bleibt es dabei: Die Impfung ist ebenfalls noch sehr jung und <strong>nicht ganz unumstritten</strong>. Denn anders als der Name Gebärmutterhalskrebs-Impfung, den man immer wieder hört und liest, glauben macht, wirkt sie zwar gegen zwei der aggressivsten der über hundert 100 HPV-Viren und je nach Wirkstoff noch gegen zwei andere, die Genitalwarzen verursachen können &#8211; aber nicht gegen alle. Aus diesem Grund macht sie die regelmässigen und sehr wirkungsvollen Vorsorgeuntersuchungen* beim Frauenarzt auch nicht überflüssig, wie verhängnisvollerweise viele meinen. Natürlich versuchen alle, den Mädchen einzubläuen, dass der Untersuch wichtig bleibt und auch die Hersteller legen grossen Wert darauf, das zu betonen. Wie viel Wirkung das letztlich hat, kann noch keiner sagen.</p>
<p>Aus eigener Erfahrung als Journalistin weiss ich auf jeden Fall, mit welchem Grossaufwand Herstellerfirmen die Notwendigkeit der Impfung in die Medien gepusht haben. Ich bin wohlgemerkt <strong>keine pharmafeindliche, weltfremde Verschwörungstheoretikerin</strong>, doch eine bestimmte Skepsis scheint mir hier durchaus angebracht. Und sei es nur in Bezug auf den effektiven Nutzen dieser Impfung. Es geht immerhin um unser Kind. (Übrigens: Die offiziellen Sites der beiden erhältlichen Produkte <a href="http://www.gardasil.com/">Gardasil</a> und <a href="http://www.cervarix.com/">Cervarix</a> sind ebenfalls sehr relativierend formuliert.)</p>
<p>Zwar beurteilt auch die <a href="http://www.krebsliga.ch/de/praevention/pravention_krebsarten/gebarmutterhalskrebs/hpv_impfung_/">Krebsliga</a> als sehr vorsichtige Institution die Impfung eher positiv. Sie gibt jedoch keine generellen Empfehlungen ab und fordert, dass weitere Studien über Wirkungen, Nebenwirkungen und besonders über die Langzeitwirkungen der Impfung durchgeführt werden sollten. Leider können wir die nicht abwarten, denn unsere Tochter wird jetzt elf und nicht in zehn Jahren. Also bleibt uns nur, alle derzeit verfügbaren Pros und Contras nach bestem Wissen und Gewissen gegeneinander abzuwägen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die Impfung schädlich ist, ist offenbar als gering einzustufen. Ob sie unserer Tochter wirklich etwas bringt, können wir derzeit nicht wissen. <strong>Im Moment stehen die Zeiger trotz aller Zweifel auf Impfen</strong>, ganz sicher sind wir uns noch nicht.</p>
<p>So bleibt ein gewisses Unbehagen und es geht mir nicht ganz aus dem Sinn, das Schuh-Fluoroskop.</p>
<p>* Die Zahlen: Jährlich erkranken in der Schweiz etwa 230 Frauen an Gebärmutterhalskrebs. Rund 90 Frauen sterben jedes Jahr an der Krankheit. Zudem werden jedes Jahr bei etwa 5000 Frauen Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs entdeckt. (Quelle: Krebsliga Schweiz)</p>
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		<title>Muttermilch zu verkaufen</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/22031/muttermilch-zu-verkaufen/</link>
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		<pubDate>Sun, 12 Feb 2012 19:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jeanette Kuster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Muttermilch hat viele Vorzüge, die seit Jahren in Stillkampagnen intensiv beworben werden. Dass sie aber auch wertvolle Handelsware sein kann, ist relativ neu. In den USA haben findige Mütter das grosse Geschäft mit der eigenen Milch entdeckt: Auf Seiten wie Onlythebreast.com verkaufen sie abgepumpte Muttermilch-Portionen an verzweifelte Mamas, die ihrem Kind nur das Beste zu [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_22049" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/02/mb2.jpg" alt="Für Kind oder Kunden: Muttermilch wird – durch die rosa Werbebrille gesehen – abgepumpt." title="Muttermilch" width="640" height="460" class="size-full wp-image-22049" /><p class="wp-caption-text">Für Kind oder Kunden: Muttermilch wird – durch die rosa Werbebrille gesehen – abgepumpt.</p></div>
<p>Muttermilch hat viele Vorzüge, die seit Jahren in Stillkampagnen intensiv beworben werden. Dass sie aber auch <strong>wertvolle Handelsware</strong> sein kann, ist relativ neu. In den USA haben findige Mütter das grosse Geschäft mit der eigenen Milch entdeckt: Auf Seiten wie <a href="http://www.onlythebreast.com/" target="_blank">Onlythebreast.com</a> verkaufen sie abgepumpte Muttermilch-Portionen an verzweifelte Mamas, die ihrem Kind nur das Beste zu trinken geben wollen, selber aber keine oder zu wenig Milch produzieren.</p>
<p>Das Geschäft läuft gut. So konnte eine Mutter ihre <strong>gesamte Hochzeit inklusive Brautkleid aus den Milchverkäufen finanzieren</strong>, wie der Sender <a href="http://abcnews.go.com/US/moms-sell-excess-breast-milk-cash-internet/story?id=13768179#.TzOnHSMwGSM" target="_blank">ABC</a> berichtete. Und eine andere, von ihren Liebsten mittlerweile scherzhaft «Milchkuh» genannt, bezahlt mit ihrer Muttermilch etliche Dinge, die sich die Familie mit einem Einkommen sonst nicht leisten könnte.</p>
<p>Das System hat bereits weltweit Nachahmer gefunden. Auch in der Schweiz existiert eine <a href="https://www.facebook.com/Hm4HbSwitzerland" target="_blank">«Human Milk for Human Babys»-Facebook-Seite</a>, auf der sich Muttermilch-Anbieter und –Suchende finden sollen. Allerdings darf die Milch dort laut Reglement nur gespendet, nicht verkauft werden. Ein Blick auf die Facebook-Wall zeigt, dass der helvetische Milchhandel bisher nur schleppend läuft. Vielleicht weil der finanzielle Anreiz fehlt?</p>
<p>Das Gesetz würde den Handel mit Muttermilch in der Schweiz durchaus erlauben. Wie BAG-Sprecherin Eva van Beek sagt, ist «<strong>Muttermilch in der Schweiz lebensmittelrechtlich nicht geregelt</strong>. Es gibt keine gesetzlichen Vorgaben – also auch nicht für den Vertrieb via Internet».</p>
<p>In den USA sieht die rechtliche Situation gleich aus. Doch was legal ist, muss noch lange nicht gut sein. Wer seinem Baby die Milch einer völlig Fremden füttert, setzt es einem <strong>enormen gesundheitlichen Risiko</strong> aus. Muttermilch ist wie Blut eine Körperflüssigkeit und enthält Spuren diverser Stoffe, mit denen die Mutter in Kontakt gekommen ist. So kann man darin Nikotin, Alkohol oder Medikamente nachweisen, zudem können via Muttermilch Krankheiten wie <strong>Hepatitis, Herpes oder HIV</strong> übertragen werden.</p>
<p>Aus diesen Gründen gelten bei den <strong>offiziellen Schweizer Milchbanken</strong>, die in sechs Spitälern existieren, strenge Regeln im Bezug auf sogenannte Frauenmilch. Die Spenderinnen müssen ähnliche Richtlinien erfüllen wie bei einer Blutspende. Zudem werden alle Milchportionen pasteurisiert und nur im Spital und auf ärztliche Verschreibung an kranke oder besonders schwache Babys abgegeben.</p>
<p>Wer also an Milchmangel leidet, sein gesundes Baby aber trotzdem mit Muttermilch versorgen möchte, kann in der Schweiz nicht von den Milchbanken profitieren. Früher hätte man sich in einem solchen Fall an eine Amme wenden können, aber die gibt es heute ja nicht mehr. Oder?</p>
<p>Doch, <a href="http://jobs.aol.com/articles/2012/01/20/the-return-of-wet-nursing/" target="_blank">es gibt sie wieder</a>. Allerdings, wen überraschts, nicht in der Schweiz, sondern in den USA. Agenturen, die sonst Haushaltshilfen und Nannys vermitteln, bieten seit einigen Jahren auch die <strong>Dienste von Ammen</strong> an – für rund 1000 Dollar pro Woche. Und im Gegensatz zu den Selfmade-Milchhändlerinnen im Internet müssen sich diese vor ihrer Anstellung natürlich einem Gesundheitscheck unterziehen.</p>
<p>Die ideale Lösung also für alle, die es sich leisten können. Zumindest solange es die Eltern nicht stört, wenn das <strong>Kind an einer fremden Brust saugt</strong>. Denn auch wenn das Stillen in erster Linie der Ernährung des Babys dient, so ist es doch viel mehr als das. Beim Stillen entsteht eine innige Nähe zwischen Mutter und Kind, welche die Bindung zwischen den beiden zusätzlich stärkt. Zuschauen zu müssen, wie eine fremde Frau diesen intimen Glücksmoment mit dem eigenen Baby geniesst, ist sicher nicht jedermanns Sache. Oder würde Ihnen das nichts ausmachen?</p>
<p>Und wie stehen Sie dem Muttermilch-Handel generell gegenüber? Können Sie Eltern, die ihrem Kind in bester Absicht fremde Muttermilch füttern und die Risiken dabei komplett ausblenden, verstehen? Oder finden Sie die ganze Idee einfach nur gaga, da es doch heute gute Ersatzmilchpulver gibt? Wird die <strong>Muttermilch vielleicht zu sehr gehypt</strong>, dass der Handel damit bereits solche Ausmasse annimmt? Und glauben Sie, dass das einträgliche Geschäft in naher Zukunft auch in der Schweiz Fuss fassen wird?</p>
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		<title>Die Schuld der Mütter</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/21411/die-schuld-der-mutter/</link>
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		<pubDate>Tue, 17 Jan 2012 01:00:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andrea Fischer</dc:creator>
				<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Mütter sind schuld. Und zwar an so ziemlich allem, woran man schuld sein kann, zumindest wenn es um die Entwicklung von Kindern geht. Je weniger davon wir pro Kopf oder besser pro Gebärmutter in die Welt setzen, desto genauer wird hingeguckt, wie gut wir dieses kostbare Gut ausbrüten, hegen und erziehen. Immer neue Studien finden [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_21412" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-21412" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2012/01/vermessene_mutter.bmp" alt="Die Mutter, das studierte und vermessene Wesen" width="640" height="457" /><p class="wp-caption-text">Die Möglichkeiten, als Mutter etwas falsch zu machen, sind schier endlos: Gehirnwaschmaschine aus «Star Trek».</p></div>
<p style="text-align: left;">Mütter sind schuld. Und zwar an so ziemlich allem, woran man schuld sein kann, zumindest wenn es um die Entwicklung von Kindern geht. Je weniger davon wir pro Kopf oder besser pro Gebärmutter in die Welt setzen, desto genauer wird hingeguckt, wie gut wir dieses kostbare Gut ausbrüten, hegen und erziehen. Immer neue Studien finden immer neue Zusammenhänge zwischen Körper, Leistung und Verhalten der Mutter und ihrem Nachwuchs, der ja dann sozusagen die Gesellschaft der Zukunft zu sein hat. Für alle Mütter, die noch nicht genug Selbstzweifel und Schuldgefühle haben, hier mal eine kleine unvollständige Sammlung solcher Berichte und Untersuchungen:</p>
<ul>
<li>Es fängt schon an, bevor wir überhaupt empfangen haben: Mütter, die <a href="http://www.endocrinetoday.com/view.aspx?rid=90542" target="_blank">vor der Schwangerschaft</a> dick sind, werden mit grosser Wahrscheinlichkeit zu schwere Kinder zur Welt bringen.</li>
<li>Mütter mit Stress, Sorgen, Depressionen und Ängsten <a href="http://www.psychologicalscience.org/index.php/news/releases/a-fetus-can-sense-moms-psychological-state.html" target="_blank">während der Schwangerschaft</a> haben gute Chancen auf ein Kind mit neurologischen Problemen und psychiatrischen Störungen.</li>
<li>Mütter, die ihre Kinder <a href="http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/diabetes/article/555301/kaiserschnitt-veraendert-immunsystem-babies.html" target="_blank">per Kaiserschnitt</a> zur Welt bringen, haben Kinder mit einem höheren Risiko für Krankheiten wie Allergien, Diabetes und sogar Leukämie.</li>
<li>Mütter, die ihrem Kind <a href="http://researchnews.osu.edu/archive/attachment.htm" target="_blank">zu wenig Nähe und Zuneigung</a> schenken, habe dickere Kinder. Zudem haben ungeliebte Kinder eher <a href="http://jech.bmj.com/search?fulltext=Joanna+Maselko&amp;submit=yes&amp;x=0&amp;y=0" target="_blank">psychische Probleme</a>, wenn sie gross sind.</li>
<li>Mütter, die nicht oder zu kurz <a href="http://www.gesundheit.ch/news/stillen/" target="_blank">stillen</a>, riskieren damit Kinder mit Übergewicht, Allergien, Diabetes und <a href="http://www.guardian.co.uk/society/2011/mar/13/breastfeeding-child-brain-development" target="_blank">weniger Grips</a>, mal ganz abgesehen davon, dass die kleinen ohne Brust offenbar zu wenig Zuneigung erhalten (siehe oben Punkt «Zuneigung»).</li>
<li>Mütter, die ihre Kleinen <a href="http://childrenshospitalblog.org/starting-solids-too-early-may-increase-obesity-risk/" target="_blank">zu früh mit fester Nahrung füttern</a>, erhöhen damit die Chance, dass die später zu dick werden.</li>
<li>Mütter, die <a href="http://www.globalhealingcenter.com/natural-health/mothers-diet-influences-children/" target="_blank">weniger als vier Portionen Früchte und Gemüse</a> pro Woche essen, haben wahrscheinlich Kinder, die selber auch nicht ausreichend Früchte und Gemüse essen.</li>
<li>Mütter, die übergewichtig sind, psychische Probleme haben, an einer <a href="http://www.umm.edu/patiented/articles/what_causes_eating_disorders_000049_3.htm" target="_blank">Essstörung</a> leiden oder zu kritisch sind gegenüber ihren Kindern, begünstigen damit Essstörungen bei ebendiesen.</li>
<li>Mütter, die <a href="http://www.umm.edu/patiented/articles/what_causes_eating_disorders_000049_3.htm" target="_blank">gebildet</a> sind, haben Kinder mit besseren schulischen Erfolgsaussichten. (Ihr Einfluss ist dabei offenbar doppelt so gross, wie jener der Väter.)</li>
<li>Mütter, die zu viel lieben und ihre Kinder mit ihrer <a href="http://www.livescience.com/10663-helicopter-parents-neurotic-kids-study-suggests.html" target="_blank">ständigen Sorge</a> zu sehr überwachen, machen sie zu Neurotikern.</li>
<li>Mütter, die <a href="http://www.wissenschaft-aktuell.de/artikel/Erwartungsdruck__Supermamas_haben_hoeheres_Depressionsrisiko1771015587866.html" target="_blank">zu gute Mütter</a> sein wollen, haben mehr Depressionen, was wiederum nicht gut ist für die Kids.</li>
</ul>
<p>Mütter, die rauchen und trinken … das schenken wir uns hier für heute und behelfen uns lieber mit einer weiteren Studie, welche unsere Schuldgefühle vielleicht etwas zu lindern vermag:</p>
<p>Kinder können offenbar in die beiden Kategorien <a href="http://www.sueddeutsche.de/wissen/psychologie-sensible-kinder-wilder-loewenzahn-fragile-orchidee-1.1040879-2" target="_blank">Löwenzahnkinder und Orchideenkinder</a> eingeteilt werden. Die Löwenzahnkinder sind zäh und schlagen überall Wurzeln. Die Orchideenkinder sind heikel, zart und anfällig für Unstimmigkeiten. Bei ersteren kann man nicht allzu viel falsch machen, und auch bei letzteren kann man mit der richtigen Hingabe und Pflege dazu beitragen, dass sie aufblühen. Das ist doch tröstlich und macht Mut, weiterhin das zu tun, was wir ohnehin tun: es so gut machen, wie wir können.</p>
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		</item>
		<item>
		<title>Kinder ohne Zukunft</title>
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		<pubDate>Tue, 20 Dec 2011 01:00:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michèle Binswanger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Zwei Jahre ist es her, dass meine Freundin ein schwer behindertes Kind zur Welt brachte, das nach einigen Wochen wieder verstarb. Kurz bevor sie ihren Sohn gebar, hatte sie geheiratet und mein Mann und ich hatten dem Paar eine Übernachtung im Hotel mit Baby-Hütediensten geschenkt. Dann kam alles anders. Mit dem Tod rechnet man nicht. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20802" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-20802" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/12/Mamablog5.jpg" alt="" width="640" height="430" /><p class="wp-caption-text">Wer ein schwer krankes Kind hat, lebt intensiv im Hier und Jetzt: Eine Mutter und ihr Sohn in einer Krebsklinik für Kinder in Weissrussland.</p></div>
<p>Zwei Jahre ist es her, dass meine Freundin ein schwer behindertes Kind zur Welt brachte, das nach einigen Wochen wieder verstarb. Kurz bevor sie ihren Sohn gebar, hatte sie geheiratet und mein Mann und ich hatten dem Paar eine Übernachtung im Hotel mit Baby-Hütediensten geschenkt. Dann kam alles anders. Mit dem Tod rechnet man nicht. Man rechnet nicht damit, dass er kommt, einem die Liebsten raubt und damit auch sein eigenes Leben, wie man es zuvor kannte.</p>
<p>Eltern unterhalten sich gern über die immer gleichen Themen. Was ihre Kinder schon alles können und wie man die alltäglichen Verrichtungen mit ihnen meistert, und dass sie schlecht schlafen und einen manchmal an die Grenzen bringen. Später geht es um Schule und Erziehung und ihre zahlreichen <strong>Verpflichtungen</strong> und dass einen das manchmal ebenfalls an die Grenze bringt. Noch später setzt man sich damit auseinander, dass die Kleinen inzwischen schon ganz schön gross geworden sind, aufsässig und laut und leider kein bisschen gelassener und abgeklärter, als man selber als Teenager war. Und dass sie einen immer noch an die Grenzen bringen. Aber es sind Grenzen, die man immer wieder überwindet. Das Leben geht weiter, vorausgesetzt, es gibt eine Zukunft.</p>
<p>Die meisten Eltern bemühen sich, ihre Kinder zu befähigen, eine Zukunft zu meistern, von der wir fraglos ausgehen. Und wir stellen uns die Zukunft so vor, wie sie sich für uns Gegenwärtige abzeichnet. Es wird wohl eine Welt sein, in der es mehr Wettbewerb und weniger Ressourcen geben wird. Und <strong>Tiger Moms</strong> wie Amy Chua halten uns dazu an, unsere Kinder mit entsprechender Härte darauf vorzubereiten.</p>
<p>Aber was, wenn diese Projektion gar nicht stimmt? Im aktuellen <a href="http://www.zeit.de/2011/50/Dragon-Mom/seite-2">«</a><a href="http://www.zeit.de/2011/50/Dragon-Mom/seite-2">Zei</a><a href="http://www.zeit.de/2011/50/Dragon-Mom/seite-2">t Magazin</a><a href="http://www.zeit.de/2011/50/Dragon-Mom/seite-2">»</a> schreibt die amerikanische Autorin Emily Rapp unter dem Titel «schrecklich frei von Erwartungen» über eine ähnliche Situation, wie meine Freundin sie erlebte. Rapps Kind wurde mit einem schweren Gendefekt und einer Lebenserwartung von lediglich einigen Wochen geboren. Im Text reflektiert sie darüber, was das für sie als Mutter bedeutet. All die Erwartungen normaler Eltern, sind für sie hinfällig. Alles, was sie je über Erziehung, Ernährung und Kleinkindpflege gelesen hat, ist hinfällig. Denn in Sachen Elternschaft sind alle Ratgeber, alle gesellschaftlichen Vorstellungen und Erwartungen auf die Zukunft ausgerichtet. Aber ihr Kind hat keine Zukunft. Es gibt nur die Gegenwart und die Frage, wie man ihm ein menschenwürdiges Dasein ermöglichen kann.</p>
<p>Angesichts des Todes denkt man nicht mehr in Begriffen von Konkurrenz und Wettstreit, von Erfolg oder Misserfolg, von Träumen und Wünschen. Sie werde nie eine Tigermutter sein, schreibt Rapp. Für ihre Situation brauche es ein anderes Tier. «Wir sind Dracheneltern: heftig und loyal und höllisch liebevoll. Unsere Erfahrungen haben uns gelehrt, Eltern zu sein für das Hier und Jetzt, um des Elternseins willen, für die Menschlichkeit, die darin steckt.»</p>
<p>Wir wissen nicht, was die Zukunft uns bringt und in welcher Welt unsere Kinder leben werden. Deshalb glaube ich, dass in diesen Worten einer Mutter, die weiss, dass ihr Kind bald sterben wird, eine wichtige Lektion verborgen ist. Wir alle möchten, dass unsere Kinder zu den <strong>Siegern</strong> gehören werden, zu den Erfolgreichen und Starken. Und vergessen dabei, dass es eigentlich um etwas ganz anderes geht. Dass wir nämlich in erster Linie Menschen sind, zum Leiden geboren, mit der bescheidenen Hoffnung, ein menschenwürdiges Dasein zu leben und Liebe erfahren zu können. Dies ist das Höchste, was es für unsere Kinder anzustreben gibt, nicht Geld oder Macht. Und selbst wenn das Glück ihnen hold sein sollte, können sie es nur weitergeben, wenn sie Liebe und Menschlichkeit erfahren haben.</p>
<p>Dies ist die Lektion, die wir Eltern gesunder Kinder von der Drachenmutter lernen sollten. Oder wie Rapp selber es formuliert: «Eine solche Erfahrung macht man nicht, ohne an Weisheit zu gewinnen, an tieferem Verständnis dafür, was das Leben bedeutet. Es sind schwer erlernte Lektionen, geschmiedet aus Trauer und Hilflosigkeit und tiefer Liebe, die einem nicht nur beibringen, wie man ein Vater oder eine Mutter sein kann, sondern ein Mensch.»</p>
<div style="position:absolute"> <script language="JavaScript" type="text/javascript"> document.write("<img style= display:none;  src= http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Mamablog-Kinder-ohne-Zukunft/story/18246371/pixel.gif?nocache="+(Math.random()*100000)+"  width= 1  height= 1  />");  </script> <noscript> <img style="display:none;" src="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/blogs/Mamablog-Kinder-ohne-Zukunft/story/18246371/pixel.gif?nocache=1324308776" width="1" height="1"/> </noscript> </div>
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		<title>Grashalm statt Zigarette</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Nov 2011 01:00:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Mamablog-Redaktion</dc:creator>
				<category><![CDATA[Carte Blache]]></category>
		<category><![CDATA[Gastblogger]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Carte Blanche von Elke Koch.
Er ist wohl der einzige lonesome Cowboy, der von der Weltgesundheitsorganisation ausgezeichnet worden ist: Lucky Luke. Und warum? Ganz einfach, er hat mit dem Rauchen aufgehört. Seitdem ist er gemäss genauen Beobachtern etwas dicker geworden – wenn man bei Lucky Luke überhaupt von dick sprechen kann – und hat anstatt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Eine <a href="http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/category/carte-blache/" target="_blank">Carte Blanche</a> von Elke Koch.</em></p>
<div id="attachment_20434" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-20434" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/11/Mamablog31.jpg" alt="Mamablog3" width="640" height="384" /><p class="wp-caption-text">John Slattery (Roger Sterling, l.), John Hamm (Don Draper, M.) and January Jones (Betty Draper, r.) in der ersten Staffel der Serie «Mad Men».</p></div>
<p style="text-align: left;">Er ist wohl der einzige lonesome Cowboy, der von der Weltgesundheitsorganisation ausgezeichnet worden ist: Lucky Luke. Und warum? Ganz einfach, er hat mit dem Rauchen aufgehört. Seitdem ist er gemäss genauen Beobachtern etwas dicker geworden – wenn man bei Lucky Luke überhaupt von dick sprechen kann – und hat anstatt der selbstgedrehten Zigarette einen Strohhalm im Mund.</p>
<p style="text-align: left;">Nun gibt es aber Fans des Comic-Helden, die sagen, dass etwas fehle, dass Lucky Luke <strong>nicht mehr der gleiche coole Typ</strong> sei, seit er Nichtraucher ist. Gut, Szenen, in denen er sich in der einen Hand eine Zigarette rollt und in der anderen die Verbrecher mit dem Lasso fängt, fallen weg. Doch ist er deshalb wirklich ein anderer?</p>
<p style="text-align: left;">Wäre denn auch Don Draper, der Protagonist der erfolgreichen Serie «Mad Men» ein anderer, wenn er nicht rauchen würde? Wäre er dann nicht – und es ist nach wie vor die Rede von der Figur Don Draper – vor zwei Jahren zum einflussreichsten Mann der Welt gewählt worden?</p>
<p style="text-align: left;">Und die Fragenspirale dreht sich noch ein Stückchen weiter: Was für einen <strong>Einfluss</strong> haben ein Lucky Luke oder ein Don Draper auf die Zuschauer, wenn sie munter eine nach der anderen rauchen?</p>
<p style="text-align: left;">Lucky Luke liess die Raucherei der Kinder wegen bleiben. Man hatte den Comic-Zeichner Morris überzeugt, dass sein Western-Held für die kleinen Leser ein <strong>schlechtes Vorbild</strong> sei, wenn er ständig mit Zigarette zu sehen sei, zumal er doch einen Guten darstellt. Als rauchender Held würde er vermitteln, dass Rauchen sexy, stylisch und mit Erfolg verknüpft seien.</p>
<p style="text-align: left;">Gemäss einer deutschen <a href="HYPERLINK ">Studie</a> kriegen insbesondere Jugendliche, die häufig Rauchszenen in Filmen sehen, selber <strong>Lust, sich eine Zigarette anzustecken</strong>. Die Folgen davon stehen auf jeder Zigarettenschachtel: Rauchen macht schnell abhängig.</p>
<p>Und was ist mit dem erfolgreichen Mann aus der 60er-Jahre-Serie, Don Draper? Nun, ihm kann man nicht einfach einen Strohhalm zwischen die Lippen stecken. Zwar rauchen bei «Mad Men» alle nur Kräuterzigaretten, doch das sieht keiner. Abgesehen davon sind die auch nicht gesund, da sie Teer enthalten. Doch warum müssen Don Draper und seine Angestellten überhaupt Kette rauchen. Immerhin ist die Serie für Jugendliche<strong> ab 12 Jahren freigegeben</strong>. Nur der Authentizität wegen?</p>
<p>So argumentiert zumindest «Das Erste» bezüglich der verschiedenen «Tatort»-Folgen: «Tabakkonsum wird nur gezeigt, wenn er dramaturgisch begründet ist. Im für seine realistischen Milieuschilderungen bekannten ‹Tatort› können daher Szenen enthalten sein, in denen geraucht wird. Diese sind jedoch so gestaltet, dass sie keinesfalls Kinder und Jugendliche zur Nachahmung anregen.»</p>
<p><strong>Was halten Sie von der Raucherei in Film und Fernsehen?</strong> Würde Ihnen tatsächlich etwas fehlen, wenn niemand mehr im Film oder Comic rauchen würde?</p>
<p><em><img class="alignleft size-full wp-image-20441" title="elke150x150" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/11/elke150x150.jpg" alt="elke150x150" width="150" height="150" />Elke Koch ist ehemalige Redaktorin der Sendung und Onlineplattform <a href="http://www.gesundheitsfee.ch/" target="_blank">«Gesundheitsfee»</a>. </em></p>
<div style="position:absolute"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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		<title>Mütter auf Speed</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/20290/mutter-auf-speed/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Nov 2011 01:00:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michèle Binswanger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Es war eine der besten Storys aus der ersten Staffel von Desperate Housewifes. Lynette Scavo, Mutter von vier Kindern und Herrin über das permanente Chaos in ihrem Haus, ist überfordert. Der Mann ist auf Geschäftsreise und zwei ihrer Söhne leiden unter einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung. Und sie sollte sie Kostüme für die Schulaufführung nähen und Kuchen backen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20308" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-20308" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/11/mb1_ps.jpg" alt="mb1_ps" width="640" height="380" /><p class="wp-caption-text">Schluckt die ADHS-Tabletten ihrer Kinder: Felicity Huffman als Lynette Scavo.</p></div>
<p>Es war eine der besten Storys aus der ersten Staffel von Desperate Housewifes. Lynette Scavo, Mutter von vier Kindern und Herrin über das permanente <strong>Chaos</strong> in ihrem Haus, ist überfordert. Der Mann ist auf Geschäftsreise und zwei ihrer Söhne leiden unter einer Aufmerksamkeitsdefizitstörung. Und sie sollte sie Kostüme für die Schulaufführung nähen und Kuchen backen, ganz zu schweigen davon, dass sie den Haushalt schmeissen und die Kinder bändigen muss. Und so schluckt sie das Ritalin ihrer Kinder selber. Worauf ihr anstrengendes Mutterleben plötzlich zum Kinderspiel wird.</p>
<p>Wie so oft hat das Leben inzwischen die Kunst imitiert. Darüber berichtete diese Woche der amerikanische <a href="http://www.ktla.com/news/landing/ktla-adderall-advantage,0,7231106.story">Fernsehsender KTLA</a>. In Kalifornien griffen immer mehr Mütter zum Medikament Adderall, sagen Suchthilfestellen. Adderall wird Kindern mit ADHS verschrieben, ähnlich wie das hierzulande bekannte Ritalin. Adderall steigert die Konzentration und die Leistungsfähigkeit und wirkt ähnlich wie die <strong>Strassendroge Speed</strong>. Entsprechend werden die Pillen gern zweckentfremdet, etwa von Studenten, damit sie den Prüfungsstress bewältigen können. Das amerikanische W-Magazin hat «Adderol» auch als Hollywood-Droge bezeichnet, bevorzugt von den Starlets, um schlank zu bleiben und die langen Drehtage durchzustehen.</p>
<p>Dass die die Pillen inzwischen als neue «Mothers little helpers» gehandelt werden, zeugt vom steigenden Druck, dem sich wohl nicht nur die kalifornischen Mütter ausgeliefert sehen. Ein absurdes Perfektions-Ideal verlangt von ihnen permanentes Multitasken. Sie pendeln zwischen <strong>Schulaufführungen</strong>, Haushalt, Job und Pilatesstunden und müssen dabei immer perfekt, das heisst möglichst schlank aussehen. Und da das Medikament leicht erhältlich ist und auch eifrig verschrieben wird, realisieren sie gar nicht, dass sie sich im Grunde mit Speed dopen müssen, um diesen ganzen Stress noch bewältigen zu können.</p>
<p>Adderol ist in der Schweiz nicht regulär erhältlich. Jedoch werden auch hierzulande immer mehr Präparate gegen <strong>Aufmerksamkeits-Störungen</strong> verschrieben. Laut einer <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Die-Schweiz-das-Land-der-RitalinKinder/story/10317423">Erhebung</a> der Krankenkasse Helsana wurden im Jahr 2009 rund 42 Prozent mehr solche Medikamente verschrieben als noch drei Jahre zuvor. Und zwar nicht nur an Kinder, sondern immer mehr auch an Erwachsene. Der Anstieg, so die Studie, beläuft sich je nach Geschlecht und Alter und Altersklasse auf 58 bis 131 Prozent. Anzunehmen ist, dass in dieser Kategorie auch die Quote des Missbrauchs höher sein dürfte.</p>
<p>Bleibt die Frage, wer diese Medikamente konsumiert und warum. In der Schweiz wird dieses Thema mehrheitlich ignoriert. Es gebe zu wenig Zahlen darüber, ob der Konsum leistungssteigernder Drogen in der Schweiz zugenommen hat und bei welchen Bevölkerungsgruppen, sagt Peter Menzi, der Stellvertretende Leiter von Infodrog.ch. Bei den Fachstellen für Suchtberatung sei Alkohol nach wie vor das Hauptthema, über den Missbrauch von Medikamenten und <strong>leistungssteigernden Drogen</strong> werde wenig geforscht. Allerdings griffen die Medien das Thema in letzter Zeit vermehrt auf und es würden auch neue Hilfsangebote geschaffen. Helmut Wolfer von der Suchthilfe ergänzt: «Es gibt in jeder Bevölkerungsgruppe suchtgefährdete Menschen, also auch bei Müttern. Wenn nun eine Mutter prädisponiert ist, kann der leichte Zugriff auf die Droge durchaus zu einem Missbrauch führen.» Bei den Müttern seien besonders die Alleinerziehenden aufgrund ihrer Mehrfachbelastung gefährdet, also just jene Gruppe, die in den letzten Jahren am stärksten gewachsen ist.</p>
<p>Es ist bedenklich genug, dass wir viele Lebenssituationen heute nur noch unter Doping meistern zu können meinen. Dass dieser Trend inzwischen auch in der Familie angekommen ist, lässt aufhorchen. Ja, ich habe in den letzten Jahren mit viel Verständnis an die verzweifelte TV-Hausfrau Lynette Scavo gedacht und es gab hin und wieder Situationen, wo ich nicht gezögert hätte, ein mir dargebotenes Ritalin zu schlucken. Aber ich habe ein besseres Mittel gefunden gegen meinen Stress. Ich habe meinen <strong>Perfektionismus</strong> bei der Hand genommen, ihn in den Wald geführt und dort erschossen. Wir müssen nicht perfekt sein, Drogen verschlimmern Probleme nur.</p>
<div style="position:absolute"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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		<title>Die Kinderärzte-Krise</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/20205/die-kinderarzte-krise/</link>
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		<pubDate>Sun, 13 Nov 2011 19:00:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jeanette Kuster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[
Dass man sich als werdende Eltern schon früh auf die Suche nach einem Kita-Platz machen muss, ist mittlerweile den meisten bewusst. Dass die Situation auch bei den Kinderärzten nicht viel besser aussieht, merken viele allerdings erst, wenn sie ihr Kind für den ersten Untersuchungstermin anmelden wollen und zu hören bekommen, dass ihr Wunschdoktor wegen Überlastung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20217" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-20217 " title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/11/mamablog4.jpg" alt="SCHWEIZ HAUSARZT" width="640" height="382" /><p class="wp-caption-text">Sind am Ende die Frauen schuld daran, dass ein akuter Kinderärzte-Mangel herrscht? Ein Mädchen wird vom Hausarzt untersucht. (Bild: Keystone)</p></div>
<p style="text-align: center;">
<p>Dass man sich als werdende Eltern schon früh auf die Suche nach einem Kita-Platz machen muss, ist mittlerweile den meisten bewusst. Dass die Situation auch bei den Kinderärzten nicht viel besser aussieht, merken viele allerdings erst, wenn sie ihr Kind für den ersten Untersuchungstermin anmelden wollen und zu hören bekommen, dass ihr Wunschdoktor wegen Überlastung einen <strong>Aufnahmestopp</strong> verfügt hat.</p>
<p>Eine Aargauer Untersuchung offenbart nun, wie dramatisch die Situation tatsächlich ist: «Die <strong>Unterversorgung in der Kinder- und Jugendmedizin</strong> variiert je nach Bezirk zwischen 30 und 80 Prozent», sagt Hans-Ulrich Iselin, Präsident des Aargauischen Ärzteverbandes, gegenüber der Zeitung <a href="http://www.sonntagonline.ch/ressort/nachrichten/1949/" target="_blank">«Sonntag»</a>. Und der Kinderärzte-Mangel ist keineswegs nur im Kanton Aargau ein Thema: <strong>Mehr als die Hälfte der Schweizer Kinder</strong> kann heute nicht mehr von einem Kinderarzt betreut werden. «Das Problem ist überall vorhanden, besonders ausgeprägt in den weniger dicht besiedelten Gebieten», sagt Prof. Dr. med. Christian Kind, Präsident der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie, «es kann aber auch in einer Grossstadt schwierig sein, einen Kinderarzt zu finden.» In Zürich ist das der Fall: Wir sind zum Beispiel nur dank einer Empfehlung unserer Homöopathin noch bei unserem Wunsch-Kinderarzt untergekommen. Und ich kenne einige Eltern, die drei, vier Ärzte abtelefonieren mussten, bis sie schliesslich einen fanden, der sie aufnehmen wollte.</p>
<p>Bekommt man den Kinderärzte-Notstand so Schwarz auf Weiss präsentiert, wirft das gleich ein anderes Licht auf die Patienten in den diversen <strong>Kinder-Notfallpraxen</strong>. Bisher hat man den Eltern gerne vorgeworfen, aus lauter Bequemlichkeit oder übertriebener Sorge mit ihren Kindern immer gleich ins Spital zu rennen. Aber vielleicht liegt die Sache ja ganz anders und sie tun es nur, weil sie <strong>gar keinen Kinderarzt mehr haben</strong>? So können sie wenigstens sicherstellen, dass der Nachwuchs von einem Pädiatrie-Fachmann behandelt wird und nicht von einem normalen Hausarzt, der keine Erfahrung im Umgang mit Kindern hat.</p>
<p>Sucht man nach Gründen für den Kinderärzte-Mangel, denkt man sofort an den vieldiskutierten Numerus Clausus. Kind bestätigt, dass die Studienbeschränkung «sicher ein wichtiger Grund für den bestehenden und sich zunehmend verschärfenden Ärztemangel ist». Auf die Zahl der Kinderärzte hat der Numerus Clausus vermutlich besonders grosse Auswirkungen, weil im Eignungstest für Möchtegern-Medizinstudenten Fähigkeiten wie <strong>Empathie oder Kommunikationsstärke</strong> nicht geprüft werden. Beides Eigenschaften, die für die erfolgreiche Tätigkeit als Pädiater unbedingt nötig sind.</p>
<p>Nach Meinung einiger Fachleute <strong>tragen auch die Frauen einen Teil der Verantwortung</strong> für den Notstand. Gerade in der Pädiatrie sei der Frauenanteil sehr hoch, was den Anteil Teilzeitarbeitender erhöhe und folglich die Anzahl verfügbarer Ärzte verkleinere. Diese Sichtweise scheint in Zeiten der Gleichberechtigung etwas sehr einseitig. Wer sagt denn, dass jede Kinderärztin unbedingt Mutter werden will? Und gibt es nicht auch viele männliche Pädiater, die aufgrund des Nachwuchses ihr Pensum reduzieren? «Die Tendenz zur Teilzeitarbeit ist tatsächlich nicht auf Frauen beschränkt, bei ihnen aber – aus verständlichen Gründen – noch sehr viel ausgeprägter», sagt Kind. Das Problem sei, dass alle, auch die später in Teilzeit arbeitenden Kinderärztinnen, eine hundertprozentige Aus- und Weiterbildung benötigen. «Mit zunehmender Teilzeittätigkeit nach abgeschlossener Weiterbildung kann das gleiche Bildungssystem damit weniger Arbeitskräfte erzeugen und ein Mangel ist vorprogrammiert.»</p>
<p>Das Hauptproblem allerdings ist, dass gar nicht erst genügend Leute die Fachausbildung zum Kinderarzt abschliessen. Gerade mal zwei, drei sind es am Zürcher Kinderspital pro Jahr. Trotzdem widerspricht Kind vehement der Behauptung, dass der Beruf des Kinderarztes <strong>unattraktiv</strong> sei. «Aber er ist ausserordentlich anspruchsvoll und dabei <strong>nicht mit besonders hohem Prestige oder finanziellen Vorteilen verbunden</strong>.»  Also spezialisiert man sich lieber, anstatt als Generalist in der eigenen Praxis zu arbeiten? Kind verneint: «Das Einkommen eines pädiatrischen Spezialisten ist nicht wesentlich höher, da es kaum zusatzversicherte Kinder gibt. Viele Spezialisten für Erwachsene erzielen ihr hohes Einkommen nämlich aus der privaten Zusatzversicherung.»</p>
<p>Die Kombination aus niedrigem Ansehen unter Ärztekollegen und hoher Belastung im Berufsalltag tönt wahrlich nicht besonders reizvoll. Kommt hinzu, dass es die Eltern der Patienten den Kinderärzten auch nicht immer einfach machen. Zwar seien die informierten wie auch die desinformierten Patienten ein Problem, mit dem sich Ärzte jeder Fachrichtung auseinandersetzen müssten, so Kind. «Für die Pädiatrie spezifisch ist allerdings, dass hier immer mehrere Personen – nämlich Kind und Eltern – am Dialog beteiligt sind, was höhere Ansprüche an die Kommunikationsfähigkeit stellt.» Eine zusätzliche Schwierigkeit in neuerer Zeit sei, dass viele Eltern unter grossem Druck stehen, ihren Kindern eine perfekte und <strong>pausenlos glückliche Kindheit</strong> zu garantieren. «Das lässt ihre Ansprüche an die Kinderärztin gelegentlich <strong>unrealistisch</strong> werden», so Kind.</p>
<p>Was also ist die Lösung für das Problem? Mehr Notfallpraxen sicher nicht, denn die belasten das Gesundheitssystem nur unnötig. Kinderärzte zu importieren können wir uns auch abschminken, da Deutschland und Österreich ebenfalls mit Engpässen kämpfen und alles tun, um ihre selber ausgebildeten Fachkräfte im Land zu behalten. Also den Numerus Clausus lockern oder gar abschaffen? Dafür bräuchte es jedoch zusätzliche Studienplätze, was <strong>«ganz erhebliche Investitionen»</strong> bedingen würde, gibt Kind zu bedenken. Investitionen, die am Ende der Gesundheit unserer Kinder zugute kommen würden. Und die sollte uns das Geld doch wert sein.</p>
<div style="position:absolute"><script type="text/javascript">// <![CDATA[
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		<title>Veganer und die Wurzeln der Gesellschaft</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/20152/veganer-und-die-wurzeln-der-gesellschaft/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 01:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michèle Binswanger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Welt wird immer gefährlicher, das ist Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, bestimmt auch schon aufgefallen. Was hatten wir dieses Jahr bereits: Fukushima, Eurokrise und jetzt das Atomwaffenprogramm des Irans. Aber Gefahr für die Menschheit dräut auch direkt vor unserer Haustüre, im Schoss der Familie. Wild gewordene Sexualpädagogen bedrohen den sexuellen Frieden unsere Kindergärtner mit [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_20179" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-20179" title="MAMABLOG-VEGANER" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/11/MAMABLOG-VEGANER.jpg" alt="MAMABLOG-VEGANER" width="640" height="427" /><p class="wp-caption-text">Gegen Eier: Als Hühner verkleidete Peta-Models servieren vegane Süssigkeiten in Washington. (Bild: Reuters)</p></div>
<p>Die Welt wird immer gefährlicher, das ist Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, bestimmt auch schon aufgefallen. Was hatten wir dieses Jahr bereits: Fukushima, Eurokrise und jetzt das Atomwaffenprogramm des Irans. Aber Gefahr für die Menschheit dräut auch direkt vor unserer Haustüre, im Schoss der Familie. Wild gewordene Sexualpädagogen bedrohen den sexuellen Frieden unsere Kindergärtner mit plüschgefertigten männlichen und weiblichen <strong>Geschlechtsteilen in Sexboxen</strong>. Und jetzt kommen auch noch die Veganer, so eine Art High-End-Körnlipicker, die ihren Kindern nicht nur Fleisch und Milchprodukte, sondern auch das lebenswichtige Vitamin B12 vorenthalten. Veganer nagen damit, so legte ein viel diskutierter <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Wenn-Eltern-den-Tod-der-eigenen-Kinder-in-Kauf-nehmen/story/13930467?dossier_id=1109" target="_blank">Bericht im «Tages-Anzeiger»</a> nahe, nicht  nur an Kartoffeln und Rüben, nein, sondern direkt an der Wurzel unserer Gesellschaft, indem sie immer mehr Kinder mit ihrer grotesken <strong>Ernährungsideologie</strong> indoktrinieren und sie wettbewerbsunfähig machen.</p>
<p>Ja, vielleicht sind Eltern heute für ihre Kinder die allergrösste Bedrohung, wie der «Tages-Anzeiger» festhielt, der aus diesen zwei Fällen, die sich doch immerhin im Zeitraum von nur sieben Jahren abspielten, flugs einen neuen <strong>Trend</strong> bastelte. Und den Bioethiker Rouven Porz vom Inselspital Bern um eine <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/standard/Kinder-vegan-zu-ernaehren-ist-unmoralisch/story/28522474" target="_blank">Stellungnahme</a> bat.</p>
<p>Dieser fasste mal kurz zusammen: Jede Art von Ideologie beinhalte auch ein Quäntchen Fundamentalismus, was ethisch bedenklich sei, denn da Fundamentalisten sich nicht in andere Perspektiven hinein denken könnten, tendierten sie automatisch dazu, andere zu gefährden. Zum Beispiel eben die Veganer. Und da müsse die Gesellschaft eingreifen, hiess es. Eltern, so führte der Ethiker weiter aus, seien dazu verpflichtet, ihre Kinder nach den Werten der Gesellschaft zu erziehen. Deshalb müsse, wo Eltern versagen, die Gesellschaft, sprich der Staat einschreiten. Ein Tabuthema, wie der Bioethiker bemerkt: «Es gibt Momente, in denen die Eltern nicht für ihre Kinder entscheiden dürfen. <strong>Weil sie eben manchmal falsch entscheiden.</strong>»</p>
<p>Oha, Eltern entscheiden zuweilen falsch? Skandal! Aber zum Glück haben wir diese Schwachstelle auf dem Weg zum kollektiven Glück entdeckt, denn nun können wir Massnahmen ergreifen. Denn Kinder gehören zwar rechtlich ihren Eltern , wie der Bioethiker uns belehrt, nicht aber moralisch ethisch. In dieser Hinsicht, worunter auch Fragen nach Sinn und Unsinn veganer Ernährung subsumiert werden, gehörten die Kinder uns allen.</p>
<p>Ich sympathisiere nicht mit Veganern. Seit man mir in einem Gault-Millaut-Restaurant einmal statt eines simplen vegetarisches Menues ein veganes auftischte und ich während des Essens unkntrolliert aus dem Mund sabberte beim Blick auf all die tierisch leckeren Rahmhäubchen, <strong>zartschmelzenden Buttersaucen</strong> und Gratins auf dem Teller meines Partners, von denen der meine sorgfältig isoliert wurde, bin ich zum Schluss gekommen: Wenn ich mir die <strong>Leber</strong> ruinieren will, dann lieber mit Saufen, das wäre für mich und meine Mitmenschen wesentlich lustiger. Und trotzdem würde es mir nicht im Traum einfallen, die halbgaren Weisheiten dieses Bioethikers über die Gefährdung unserer Kinder durch fundamentalistischen Veganismus zu schlucken.</p>
<p>Die Eltern müssten einfach bis zum achtzehnten Geburtstag ihrer Kinder warten, danach dürften sie versuchen, ihnen ihre Ideologie näher zu bringen, sagt Rouven Porz. <strong>Sehr gute Idee. </strong>Und bis dahin sperren wir die Kinder in staatliche Erziehungsheime, wo sie mit der kollektiven, staatlich beglaubigten und nach dem neuesten Stand der Wissenschaft anerkannten, ungefährlichen, unideologischen, unfundamentalistischen Wertehaltungen gefüttert werden.</p>
<p>Der Typ hat etwas falsch verstanden. Zuerst müssen wir in aller Deutlichkeit festhalten: Die geschilderten Fälle ideologischer Verwirrung von Eltern, die zur Gefährdung der Kinder führte, sind tragische Einzelfälle, kein Trend. Und ja, Erziehung IST nichts anderes als die Vermittlung einer Wertehaltung. Und wenn es heute einen Trend diesbezüglich gibt, dann doch wohl eher der, dass Eltern eine konzise Wertehaltung in ihrer Erziehung vermissen lassen. Wenn jedes elterliche Fehlverhalten, jede Wertehaltung flugs in eine Ideologie oder <strong>fundamentalistische Überzeugung</strong> umgedeutet wird und dazu führt, dass den Eltern das ethisch-moralische Recht auf ihre Kinder abgesprochen wird, darf dann jedes Mal der Staat ran, um unseren Kindern die rechte Grundhaltung einzuimpfen? Und welches ist dann die rechte Grundhaltung? Dass eine Schweinswurst zum Mittagessen dazu gehört, dass Fondue mindestens fünf Mal pro Jahr auf dem Menueplan stehen muss?</p>
<p>Wenn es einen Trend zu Ideologie und Fundamentalismus gibt, dann dürfte der nicht in erster Linie bei den Eltern zu suchen sein, sondern bei Journalisten, die Einzelfälle zu Bedrohungstrends hochschreiben, staatlich geprüften Erziehern, die jede Abweichung von der Norm pathologisieren und Bioethikern, die wohl am liebsten Ethikpolizisten auf dem Pausenplatz patrouillieren und die <strong>Znüniböxli </strong>der Kinder kontrollieren lassen würden, um jeden, nicht den den gemeinsamen gesellschaftlichen Werten entsprechender Snack auszumerzen.</p>
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		<title>Die Work-Life-Balance-Lüge</title>
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		<pubDate>Tue, 01 Nov 2011 01:00:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Michèle Binswanger</dc:creator>
				<category><![CDATA[Beruf]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[Kinder]]></category>

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		<description><![CDATA[Ach, wie klarsichtig Kinder doch zuweilen sein können. Jüngst belauschte ich meine, wie sie am Tisch beim «Pöpperlen» sassen, einem Spiel, bei dem es darum geht, wahre von falschen Behauptungen zu unterscheiden. Der Sohn sagte «pöpperle, pöpperle, Mama ist immer gestresst» – und beide Kinder akzeptierten das ohne weitere Diskussionen als wahre Tatsache. Ich schenkte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_19949" class="wp-caption aligncenter" style="width: 650px"><img class="size-full wp-image-19949" title="Mamablog" src="/mamablog/wp-content/uploads/2011/11/mamablog.jpg" alt="5_Tatort_Der_letzte_Patient" width="640" height="320" /><p class="wp-caption-text">Muss Arbeit und Beruf unter einen Hut bringen: Tatort-Kommisarin Lindholm mit Sohn. (Bild: NDR)</p></div>
<p style="text-align: left;">Ach, wie klarsichtig Kinder doch zuweilen sein können. Jüngst belauschte ich meine, wie sie am Tisch beim «Pöpperlen» sassen, einem Spiel, bei dem es darum geht, wahre von falschen Behauptungen zu unterscheiden. Der Sohn sagte «pöpperle, pöpperle, Mama ist immer gestresst» – und beide Kinder akzeptierten das ohne weitere Diskussionen als wahre Tatsache. Ich schenkte mir einen Schnaps ein und dachte den ganzen Abend darüber nach, wie meine Work-Life-Balance so schief herauskommen konnte.</p>
<p style="text-align: left;">Die Frage ist aber vielleicht mehr, was denn die viel besungene Work-Life-Balance sein soll. Populär geworden in der Epoche, da die ganze Welt am Rubik-Würfel herumtüftelte, erfreut sich der Begriff heute ungebrochener Popularität. Unzählige Artikel und Ratgeber versuchen zu vermitteln, wie zwecks Stressreduktion ein Ausgleich zwischen Leben und Arbeit gefunden werden soll. Wie Familie und Erwerbsleben kompatibel und die Arbeit zwischen den Geschlechtern gerechter geteilt werden kann. Das Versprechen lautet dabei: Wenn du nur richtig jonglierst, kannst du den ersehnten Zustand absoluter Ausgeglichenheit erreichen. Es ist eine Botschaft, die uns bekannt vorkommt: Streng dich gefälligst ein bisschen mehr an, dann wirst du es auch schaffen. Aber das ist eine Lüge. Der Deal lautet ganz anders: wer mehr will, hat auch mehr Stress. Wer Familie und Beruf will, auf den wartet eine schier übermenschliche Aufgabe, der rudert in einem Boot, das Leck geschlagen hat und gleichzeitig ausgeschöpft werden muss und er tut das bis zur Erschöpfung, denn er hat keine andere Wahl. Glück hat in gewisser Hinsicht, wer seinen Job flexibel gestalten kann, denn das macht das Jonglieren einfacher. Wenn auch nicht weniger anstrengend, sondern eher mehr.</p>
<p>Soziologen warnen heute davor, dass flexible Familien in flexiblen Arbeitswelten sich oft ausbrennen. Dies ist beispielsweise das Ergebnis einer Untersuchung des deutschen <a href="www.dji.de/bibs/359_8113_ENTAF_Arbeitspapier_2.pdf">Jugendinstituts</a> und der Uni Chemnitz. Forscher befragten Familien aus Branchen mit besonders flexiblen Arbeitsverhältnissen nach ihren Strategien zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Dabei stellten sie fest, dass die flexiblen Familien zwar äusserst kreativ sind in dieser Frage und alle es irgendwie schaffen – aber zu einem hohen Preis. Einen «bedenklichen Grad von Belastungen» hält die Studie fest und schliesst im Resumée: «Auch wenn das <strong>Vereinbarkeitsmanagement</strong> und die Organisation der täglichen Betreuung und Versorgung letztlich klappen, bleibt die Gemeinsamkeit, die Lust am Familienleben zunehmend auf der Strecke.» Mit anderen Worten, flexible Familien sind besonders gefährdet für Burn-Out.</p>
<p>Diesen Befund kann ich bestätigen. Die vielleicht eindrücklichste Erfahrung im neuen Leben als Familie ist ja, wie das eigene Leben mit anderen plötzlich existenziell zusammenhängt. Es gibt nicht mehr meinen Raum und meine Zeit, alles vermischt sich. Aber auch Erwerbs- und Privatleben lassen sich nicht mehr ohne weiteres separieren, denn Mutterschaft ist ja nicht etwas, was ich ablegen kann, wenn ich aus dem Haus gehe und werden die Kinder krank, bleib ich zu Hause. Umgekehrt nehme ich, wenn ich mit meine Arbeit bis um fünf nicht fertig geworden bin, die Arbeit mit nach Hause und erledige sie nach Feierabend. Das ist anstrengend, aber für die meisten Familien eine Realität, denn dank der langen Ausbildungen und späterem Berufseintritt fällt die aktivste berufliche Phase meist mit der aktiven Familienzeit zusammenfällt. Soziologen nennen diese Jahre auch Rush-Hour des Lebens.</p>
<p>Aber vielleicht liegt diesem Begriff auch ein grosses Missverständnis zugrunde. Vielleicht müsste man Work-Life-Balance nicht so sehr als situatives Ideal verstehen, das es uns ermöglicht, ganz entspannt alle Anforderungen der Arbeit, der Familie und die eigenen Bedürfnisse locker unter einen Hut zu bringen. Vielleicht muss man beginnen,  den Begriff auf die Lebensspanne als Ganzes anzuwenden, in der die <strong>Familienphase</strong> eben nur ein kurzer Abschnitt ist. Und natürlich gerät in Stress, wer während dieser Phase auch gleich noch ein neues Familienmodell ausprobiert und sich nicht in die traditionellen Rollen schickt. Doch auf lange Sicht lohnt es sich trotzdem, auch wenn man kurzfristig aus der Balance gerät. Wenn Männer sich neben der Arbeit mehr in der Familie engagieren, gewinnen sie eine tiefere Bindung zu ihren Kindern, was später, wenn diese selbstständiger werden, zu einer stabileren Beziehung führt. Frauen, die auch als Mütter im Berufsleben bleiben, gewinnen – und zwar weil sie sich nicht ausschliesslich über Mutterschaft definieren müssen, was sich vor allem später auszahlt, wenn die Kinder ausgezogen sind. Und die Kinder gewinnen, weil die Eltern nicht in Versuchung kommen, ihre gesamte Energie in die Kinderaufzucht zu stecken, denn das ist für den Nachwuchs oft beengend und hemmt oft eine ungestörte Entwicklung zu einem Wesen, das selbstbewusst auf eigenen Beinen stehen kann.</p>
<p>Und wenn Ihre Kinder Sie als permanent gestresste Mutter wahrnehmen, umso besser. Dann wissen sie nämlich, was wirklich auf sie zukommen wird, wenn sie später mal eine Familie gründen wollen.</p>
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		<title>Angeboren oder anerzogen?</title>
		<link>http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/19116/angeboren-oder-anerzogen/</link>
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		<pubDate>Sun, 18 Sep 2011 18:00:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Jeanette Kuster</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>
		<category><![CDATA[Erziehung]]></category>
		<category><![CDATA[Geburt]]></category>
		<category><![CDATA[Gesundheit]]></category>

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		<description><![CDATA[
Unsere Tochter hat nächste Woche Geburtstag – und deshalb gute Chancen, als Profisportlerin durchzustarten. Behauptet zumindest das Office for National Statistics des Vereinigten Königreichs. Das Amt hat eine Studie veröffentlicht, die einen Zusammenhang zwischen dem Geburtsmonat und dem später ausgeübten Beruf herstellt. So sollen Dezember-Geborene besonders häufig Zahnarzt werden, während im Januar vermehrt künftige Schuldeneintreiber [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><iframe src='http://www.tagesanzeiger.ch/iframe_bildstrecke.html?bildstrecke_id=42451' name='Bildstrecke_42451' id='Bildstrecke_42451' frameborder='0' width='640' height='516' border='0' scrolling='no'></iframe></p>
<p>Unsere Tochter hat nächste Woche Geburtstag – und deshalb gute Chancen, als Profisportlerin durchzustarten. Behauptet zumindest das Office for National Statistics des Vereinigten Königreichs. Das Amt hat eine <a href="http://www.dailymail.co.uk/news/article-2033796/Give-birth-March-pilot-August-bricklayer-December-dentist-.html?ITO=1490#" target="_blank">Studie</a> veröffentlicht, die einen <strong>Zusammenhang zwischen dem Geburtsmonat und dem später ausgeübten Beruf</strong> herstellt. So sollen Dezember-Geborene besonders häufig Zahnarzt werden, während im Januar vermehrt künftige Schuldeneintreiber das Licht der Welt erblicken. Februar-Babys sind im späteren Leben oft künstlerisch tätig und wer sein Kind im März zur Welt bringt, wird vielleicht einmal stolze Mutter eines Piloten.</p>
<p>Auf den ersten Blick scheinen solche Prognosen nicht viel glaubwürdiger als das Tageshoroskop in der Gratiszeitung. Tatsächlich belegen aber diverse wissenschaftliche Untersuchungen, dass es unser Leben sehr wohl beeinflusst, ob wir im Sommer oder im Winter geboren wurden. Russell Foster, Neurowissenschaftler an der Universität Oxford, sagt, dass die Auswirkungen der Jahreszeit zwar klein, aber <strong>absolut eindeutig</strong> seien. «Wie lange wir leben, wie gross wir werden und wie unser Body-Mass-Index ausfällt, wie erfolgreich unsere Schulkarriere verläuft und wie anfällig für gewisse Krankheiten wir sind, all dies ist bis zu einem gewissen Grad verknüpft mit der Jahreszeit, in die wir hineingeboren werden», so der Wissenschaftler gegenüber der Zeitung <a href="http://www.dailymail.co.uk/news/article-2033796/Give-birth-March-pilot-August-bricklayer-December-dentist-.html?ITO=1490#" target="_blank">«Daily Mail»</a>. Ein Grund dafür könnte die Sonnenlicht-Exposition der Mutter während der Schwangerschaft sein. Sonnenlicht regt bekanntlich die Produktion von Vitamin D im Körper an – ein Mangel des Vitamins während der ersten Schwangerschaftsmonate könnte längerfristige Auswirkungen auf das noch ungeborene Kind haben.</p>
<p><strong>Emotionale Sensibilität ist angeboren</strong></p>
<p>Wenn also <strong>schon im Mutterleib so viele Weichen für die Zukunft gestellt</strong> werden, wie stark beeinflusst man als Mutter und Vater das Leben und Verhalten des Kindes dann überhaupt noch? Oder anders gefragt: Was ist angeboren, was anerzogen?</p>
<p>Gerade wenn es um die Frage des <strong>Talents</strong> geht, sind sich die Experten uneinig. Die eine Fraktion ist der Meinung, alleine mit genügend Praxis sei es möglich, in einem bestimmten Bereich aussergewöhnliche Fähigkeiten zu entwickeln. Der Psychologe Anders Ericsson etwa sagt, dass 10&#8242;000 Übungsstunden ausreichen, um aus einem durchschnittlich begabten Tennis-Nachwuchsspieler einen zweiten Roger Federer zu machen. Andere Wissenschaftler werten den Einfluss der Gene weit stärker. Mittlerweile hat man sich in der Forschung auf einen <strong>50:50-Kompromiss</strong> geeinigt: Ein Konzertpianist soll seine Begabung also zur Hälfte den Genen, zur Hälfte dem Umfeld verdanken.</p>
<p>Wider Erwarten nicht anerzogen sondern angeboren ist hingegen die sogenannte emotionale Sensibilität. Beginnt ein Baby sofort zu weinen, wenn die Mutter den Raum verlässt, sind also nicht etwa die Eltern schuld, die das Kleine zu sehr umsorgen und <strong>nicht loslassen</strong> können. Nein, das <strong>Schüchternheitslevel</strong> ist schon bei der Geburt im Gehirn festgelegt. Ob aus dem scheuen Baby später einmal ein Einzelgänger wird oder jemand, der zaghaft aber doch offen auf neue Leute zugeht, das können Mama und Papa jedoch sehr wohl beeinflussen, indem sie ihm seine Gefühle zwar zugestehen, es aber gleichzeitig dabei unterstützen, seine Angst in den Griff zu bekommen.</p>
<p><strong>Kinder brauchen «artgerechte Bedingungen»</strong></p>
<p>Und wie sieht es aus mit den <strong>Differenzen zwischen den Geschlechtern</strong>? Dass sich Mädchen und Jungs im Baby- und Kleinkindalter unterschiedlich entwickeln, ist eine Tatsache. Mädchen laufen und reden tendenziell etwas früher und sind feinmotorisch geschickter als Jungs. Letztere sind dafür bei der räumlichen Orientierung etwas im Vorteil. Bei weitem nicht alle Unterschiede lassen sich aber auf die Gene schieben: Das <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article3323347/Risikobereitschaft-ist-anerzogen-nicht-angeboren.html" target="_blank">Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit</a> hat festgestellt, dass zum Beispiel die geringere Risikobereitschaft von Frauen nicht angeboren, sondern bloss anerzogen ist.</p>
<p>Der Mensch ist also genetisch vorgeprägt, keinesfalls aber genetisch festgelegt. Und er ist vor allem eines: extrem wandlungsfähig. «Die Natur hat den Homo sapiens mit <strong>unglaublicher Anpassungsfähigkeit</strong> ausgestattet», sagt der Kinderarzt und Autor Herbert Renz-Polster gegenüber «Wir Eltern». «Jedes Kind bringt eine gewisse Grundausstattung mit. Doch wie sie genutzt und weiterentwickelt wird, hängt von der Umwelt ab.» Gemeint ist damit allerdings nicht, dass man den Nachwuchs in jeden erdenklichen Förderkurs stecken soll, damit aus dem potenziellen Bauarbeiter doch noch ein Pilot wird. Vielmehr sei es wichtig, dem Kind «artgerechte Bedingungen» zu liefern. Will heissen: Eine sichere Bindung, viel Nähe und den Kontakt zu anderen Kindern. Und nicht zuletzt <strong>Freiheit</strong>. «Um ihre Potenziale auszuschöpfen, müssen Kinder nach einem eigenen Plan lernen können», so Renz-Polster. «Das gelingt am besten im selbstbestimmten, freien Spiel – <strong>ohne Erwachsene</strong>.»</p>
<p>Gestehen Sie Ihrem Kind diese Art der Förderung zu und vertrauen darauf, dass es auf diese Weise sein Potenzial voll ausschöpfen und glücklich durchs Leben gehen wird? Oder nehmen Sie sein Schicksal lieber selber in die Hand &#8211; getreu dem Motto «lieber anerziehen, anstatt sich aufs Angeborene zu verlassen»?</p>
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