Bettina Weber am Mittwoch den 14. April 2010

Die Arroganz der Mütter

MAMABLOG-ARROGANZ-DER-MUTTER-01

«Ich dachte auch mal, der Beruf alleine würde mich erfüllen» - Mütter, sich selbst genügend. (Bild: Keystone)

Manchmal haben kleine Wörter eine ungeheure Wirkung. Zum Beispiel das Wörtchen «dann». Wenn eine frischgebackene Mutter ihrer kinderlosen Freundin sagt: «Wenn du dann mal selbst ein Kind hast . . .» Ganz so, wie man zu einem Knirps sagt: «Wenn du dann mal gross bist . . .», weil davon auszugehen ist, dass er das eines Tages werden wird. Da gerät die Freundin ins Sinnieren. Denn das Wörtchen «dann» suggeriert: Irgendwann hat eine Frau einfach Kinder zu bekommen.

Es ist ein kleines Wort, aber es ist ein sehr vielsagendes Wort. Es sagt etwas aus über das Denken von Müttern. Es zeigt ihre Arroganz auf, vor allem kinderlosen Frauen Mitte 30 gegenüber. Mütter werten nämlich. Sie gehen nicht nur davon aus, dass sie der Normalfall sind, der Standard. Sie gehen, und das ist die Arroganz darin, davon aus, dass sie es besser machen, dass sie das richtigere Leben führen. Dass das Leben vor dem Nachwuchs nur die Übungsanlage ist und Frauen ohne Kinder in einer Art Provisorium leben, unfertig sind.

Das erklärt auch, weshalb Mütter kinderlose Frauen ungeniert und bisweilen am ersten Arbeitstag in der Kaffeepause fragen, weshalb sie keine Kinder hätten. Sie denken in ihrer Arroganz nicht daran, dass diese Frage verdammt heikel ist. Zum einen weil sie äusserst persönlich ist und es die Höflichkeit verbietet, derart intime Fragen zu stellen. Und zum anderen weil die Gründe zahlreich sein können. Vielleicht hätte die Frau gerne Kinder, aber sie kann keine bekommen. Vielleicht hat sie gerade eines verloren. Vielleicht hat sie eine Trennung hinter sich, und die Kinderfrage hat sich für den Moment erledigt. Vielleicht hört sie sehr laut ihre biologische Uhr ticken, aber es ist kein tauglicher Vaterkandidat in Sicht. Vielleicht hat sie sich noch nicht entschieden. Und vielleicht möchte sie gar keine haben, weil sie sich durchaus ein erfülltes Leben ohne Kinder vorstellen kann. Auf jeden Fall möchte sie darüber keine Auskunft geben. Aber Mütter sehen die Dinge anders, sie sehen die Welt nur noch aus einem Blickwinkel: dem der Mutter.

So ab 30 fängt er sich langsam an zu bilden, der Graben zwischen den Frauen, und es ist ein Graben zwischen Kinderlosen und Müttern. Wobei die Kinderlosen einfach ihr Leben weiterleben. Die Mütter aber, die beginnen zu werten. Stellen kinderlose Frauen wahlweise als egoistisch oder verantwortungslos oder unreif hin. Das äussert sich in spitzen Bemerkungen wie: «Du gehst immer noch aus? Ach, das habe ich halt hinter mir.» Oder: «Ich kann es mir nicht mehr leisten, einfach so in den Tag hineinzuleben.» Oder: «Ich dachte auch mal, der Beruf alleine würde mich erfüllen.»

Da ist, neben der beiläufigen und mitunter gezielten Herabsetzung der Kinderlosen, wohl auch Neid herauszuhören auf deren Freiheit und Unabhängigkeit. Kinderlose Frauen aber werten Mütter nicht. Sie haben Respekt vor deren durchorganisiertem Alltag, wenn sie von der Sitzung in die Krippe und dann zum Einkaufen und zum Elternabend rennen, und hören sich geduldig die Geschichten über das Wickeln und Stillen und Rückbildungsturnen an und lächeln und nicken und langweilen sich dabei, ganz so, wie sich früher die Mütter, als sie noch kinderlos waren, ebenfalls gelangweilt haben bei solchen Geschichten.

Mütter werten auch insofern, als sie kinderlose Frauen suspekt finden. Mütter sind überzeugt, dass jede Frau Kinder möchte. Und dass die, die keine haben, entweder todunglücklich, weil nicht vollkommen, oder aber, wenn selbst gewählt, letzten Endes eben doch frustriert sind. Kein Mann würde es wagen, eine solche Aussage zu machen; Mütter stellen sie ungerührt in den Raum, und das ist doppelt irritierend, weil doch die Emanzipation einst mit dem Ziel angetreten war, dass Frauen die Wahl haben sollten, und eben niemand mehr über diese zu urteilen habe.

Aber Mütter fühlen sich moralisch überlegen, im Recht, und sie erwarten permanentes Verständnis für das Leben, das sie gewählt haben, weil es ja eben das richtigere ist. Zum Beispiel, dass sie Vorrang haben, wenn es im Büro um die Ferienplanung geht. Sie können schliesslich nur während der Schulferien, die Kinderlosen sollen sich da anpassen, denn die sind ja flexibel. Oder wenn sie mitsamt Kinderwagen am Samstagnachmittag im ohnehin engen und überfüllten H & M einkaufen gehen. Oder mit den sperrigen Wagen Bars und Cafés annektieren, wo Kinder eigentlich nichts zu suchen haben, und mit bösem Blick den Zigarettenrauch wegwedeln. Und wer sich dann anmasst, sich über herumrennende, brüllende, ja einfach nervende und schlecht erzogene Racker zu ärgern, der bekommt zu hören: Du hast wohl keine Kinder?

Dieses Mutterkreuz-Gehabe ist das Gegenteil dessen, was Mütter so gerne für sich in Anspruch nehmen: Es ist kleinherzig. Man wünschte sich hierzulande etwas entspanntere Mütter. Man wünschte sich Mütter, die französisch denken. In Frankreich nämlich, so erklärte unlängst die Feministin und Philosophin Élisabeth Badinter, dem Land also, das europaweit den höchsten Anteil Kind-pro-Frau sowie den höchsten Anteil an berufstätigen Müttern hat, bleibt auch eine mehrfache Mutter immer und in erster Linie: Frau.

Bettina Weber ist Gesellschaftsredaktorin des Tages-Anzeigers. Sie ist kinderlos und lebt in Zürich.

Lesen Sie auch
Zu cool für Kinder
Das Neiden der jungen Eltern

773 Kommentare zu „Die Arroganz der Mütter“

  1. mami71 sagt:

    Ein toller Artikel und sehr zutreffend. Als so genannten “späte” Mutter kenne ich beide Seiten, auch die der mitleidig belächelten oder von Müttern arrogant behandelten “Langzeitkinderlosen”. Ich habe in meinem Umfeld genug Frauen, die ungewollt kinderlos bleiben, sei es aus medizinischen Gründen oder weil zur Familie der Partner fehlte. Einige Frauen wollen auch bewusst keinen Nachwuchs, was ich auch gut verstehe – nicht jedem liegt es, sein Leben umzukrempeln und für viele Jahre auf so manches zu verzichten. V.a. bei den ersteren braucht es etwas Taktgefühl, ihnen gegenüber das Mutterglück nicht so zur Schau zu stellen. Es ist mir bewusst, dass es nicht selbstverständlich ist. Klar bringe ich Opfer für mein Kind und die Familie, ich tu es aber gerne und käme nie auf die Idee, Frauen/Männer danach zu taxieren, ob sie Kinder haben oder nicht. Klar ist der Umgang mit Freunden, die ebenfalls Familie haben, anders und vielleicht eben etwas familiärer. Kinder haben verbindet. Bewusst aber meide ich Treffs für junge Mütter (weil ich ja nicht mehr wirklich jung bin und dort vielleicht auch etwas fehl am Platze wäre) und andere Veranstaltungen, wo dann der Status “Mutter” so richtig zelebriert wird. Schliesslich sind Kinder keine Orden, die uns angeheftet werden und die man zur Schau trägt, um sich darzustellen. Ein bisschen Demut und Bescheidenheit wäre auch hier gewiss nicht fehl am Platz. (Wie auch generell in der heutigen Gesellschaft, wo ja jeder Superstar für 3 Wochen sein kann…)

    • mimi02 sagt:

      Ich stimme mami71 voll zu. Einzig die Aussage: nicht jedem liegt es, sein Leben umzukrempeln(…) könnte schon wieder als wertend taxiert werden. Wie ich selbst merken musste: Wir bewegen uns hier auf dünnem Eis. Statt dass sich die Frauen verbünden und unterstützen würden, bauen wir Gräben auf wo keine zu sein bräuchten. So gibt es ganz praktische Gründe für gewisse Regelungen wie der Ferienplanung. So wie praktische Gründe den Ausschlag dafür geben können, ein interessantes aber intensives Projekt der kinderlosen Frau zu übertragen. Keiner will den anderen ärgern. Der Artikel lässt zwischen den Zeilen keinen Zweifel offen: Als kinderlose Frau scheint man sich übervorteilt und zurückgestellt zu fühlen. Als kinderhabende Frau ebenfalls. So lassen sich die Gräben nie schliessen. Beide sind neidisch aufeinander. Ich bin erst seit rund 3 Jahren Mutter – und hatte davor ein erfülltes Leben und habe es auch heute – als Frau und als Mutter. Lassen wir die Grabenkämpfe und stecken unsere Energie besser in gemeinsame Projekte. Jeder hat sein “Bürdeli” zu tragen – zusammen gehts leichter!

  2. Sandro sagt:

    Ausgezeichneter Artikel.
    Mütter sind etwas tolles.
    Kinderlose Frauen ebenfalls! Egal, ob gewollt oder ungewollt.

    Im Jahre 2025 werden auf diesem Planeten wahrscheinlich ca.
    8 Milliarden unserer ach so unersetzlichen Spezies leben.
    Auch unter dieser Betrachtungsweise haben kinderlose Frauen
    Anrecht auf unseren Respekt!
    Kein vernünftiger Mensch würde für eine kinderlose Welt plädieren.
    Aber in der aktuellen Situation wäre global gesehen weniger sicher mehr….
    Anyway, eine Frau ist so oder so etwas wunderbares….
    also hört auf, gegenseitig zu “gifteln”…. wäg de Goofe…..
    Kiss you, Ladies….

  3. Frauenversteher sagt:

    Wenn man(n) Müttern zuhört und die endlosen Litaneien und Klagen überstanden hat, dann bekommt man am Ende immer noch das Mantra zu hören “aber es gibt einem sooooo viel zurück…”.
    Ich will ja niemandem das Seelenpflästerli wegnehmen, das über die Existenz als Vollzeit-Fütterer-Putzer-WindelwechslerIn hinwegtröstet.
    Aber in diesem Licht sollte vielleicht wenigstens das Adjektiv “kinderlos” gestrichen werden zugunsten von “kinderfrei”.

    All die unfreiwillig kinderfreien Frauen haben sich ihr Schicksal nicht selbst ausgesucht, aber sie sollten sich wenigstens ohne schlechtes Gewissen über die damit verbundenen Vorteile freuen dürfen.

  4. mjam sagt:

    Mag ja sein, dass es solche Mütter gibt, von denen ihr schreibt – keine Ahnung, noch keine kennengelernt. Als ich nämlich mit 22 Jahren Mutter wurde, hatte noch kein Mensch um mich herum Kinder. Dafür hab ich aber dutzende Kommentare gehört im Stil von Oh gott was, du bekommst ein Kind – also ob Kinder Katastrophe, Desaster und der letzte Tag zugleich bedeuteten. Und als ob es nun nur noch einen Weg gäbe, nämlich den, von nun an unter Windeln und Kotztüchlein vergraben zu verdummen. Gibt also durchaus eine Gegenseite, wo auch kinderlose Menschen jungen Müttern mit Arroganz begegnen. Oder so was ähnlichem wie Mitleid, weil jetzt das Ende der Welt gekommen sei.

    Übrigens scheint es mir etwas grotesk, sich zum einen zu mokieren über beschränkte Mütter, die nur über Rückbildungsturnen diskutieren würden und zum anderen auch darüber, dass sie es wagen, ins Café zu gehen, wo, wie die Autorin schreibt, Kinder (und somit ja auch die Mütter) angeblich nicht hingehörten. Sollen sie jetzt zu Hause hocken und in ihren vier Wänden denken oder vielleicht doch Frauen bleiben, die auch ein eigenständiges Wesen behalten, welches nicht verschmilzt mit dem Mammadasein? Und gehören nicht Kinder auch dazu, so im Stil von Cafés sind für alle da? Ich freu mich auch nicht über das Geplärr vom Nebentisch, aber in den Besenschrank stellen, kann man Kinder halt auch dann nicht, wenn sie einem mal auf den Wecker gehen. Manche Menschen werfen dann mit Blicken um sich, welche einem fast das Blut in den Adern gefrieren lassen. Dass man es wagt, den Leuten diesen belästigenden Lärm zuzumuten, zzzz…

    Mütter protzen halt mit ihren Kindern und kinderlose Frauen mit ihrer Freiheit – ist doch egal. Solange sich überhaupt noch jemand traut, Kinder zu bekommen in einer Gesellschaft wo’s ohne viel leichter und fast schon normaler ist und sowieso jeder besser weiss, wie Eltern so zu sein hätten, ist ja alles ok.

  5. Ohne Kinder sagt:

    Endlich einmal ein guter Artikel……… Man bemerke, dass es sehr viele Leute gibt die gerne Kinder hätten aber leider keine haben können (ca. 20% der Bevölkerung) davon betroffen sind übrigens auch wir Männer. Also ihr Mütter und Väter genießt euer Glück welches so manchen schmerzlich verwehr bleibt. Ein bisschen Feingefühl zu diesem Thema fehlt leider den meisten Eltern. Vor allem „Pippi Langstrumpf“ täte gut daran mal ein bisschen weiter zu denken. Ich würde nämlich sehr gerne mit meinem Kind „protzen“ leider werde ich das nie können……

  6. Glückssache sagt:

    Hallo zusammen,

    leider ist der Artikel nicht wertungsfrei geschrieben, was wieder dazu führt, dass Missverständnisse und Vorurteile geschürt werden.
    Nur schon der kleine Satz “Mütter werten nämlich” ist komplett stupide und wertet genau so, wie er es den Müttern vorwirft…
    ALLE MENSCHEN WERTEN, ob Mütter, Väter, ob Kinderlos, ob Frau, ob Mann, alles einerlei! Und jeder denkt von sich, dass seine Art zu leben das “einzig Wahre” ist.
    Natürlich gibt es solche Mütter, aber es gibt auch Andere. Und es ist ja nicht so, dass alle Mütter in dem gemeinsamen Mütterfrieden leben würden, schliesslich weiss man ja selber am besten was dem Kind gut tut und wenn eine andere Mutter mit dem Kind etwas tut, was man nie im Leben selber tun würde, wird da genau so gelästert und mit Vorurteilen zugeschüttet usw.

    Es liegt zu einem grossen Teil an unsere Kultur und unseren “Wertvorstellungen”. Ich muss besser sein/bin besser als andere, mein Auto ist besser als andere, mein Kind ist perfekter/lernt schneller als Andere, nur ich weiss was richtig ist, ich leiste mehr als andere, etc… Bescheidenheit und vor allem auch Selbstgenügsamkeit sind ausser Mode und dementsprechend wird gehandelt und behandelt.

    Die höchste Kunst ist es (und das mag jetzt esoterisch und missionierend klingen) sich selbst zu lieben und sich selbst zu genügen. Dann nämlich ist es egal, wie gross und teuer das Auto von anderen ist oder ob die Frau Familie hat oder nicht. Weil dann hat man mit sich und seiner Situation Frieden geschlossen und kann WERTUNGSFREI mit anderen Menschen umgehen.
    Man muss sich ja nichts beweisen und wenn jemand anders eben so lebt, wie er lebt, ist das sein “Problem” und nicht das deine.

    Zum “Mutterglück” noch ein kurzes Wort.
    Ich bin alleinerziehende Mutter von einem behinderten Kind. Es kam gesund zur Welt und hatte nach der Geburt Komplikationen (was viele nicht wissen, ca. 1/4 der gesunden, termingeborenen Kinder haben nachgeburtliche Komplikationen, die bleibende Behinderungen nach sich ziehen). Nach 6 Monaten im Spital, mit täglichen Blutabnahmen, Infusionen, etc. bekam ich ein traumatisiertes Kind nach Hause das 24h schrei und kaum trank/ass. Mit der Zeit wurde es etwas ruhiger, bis so etwas wie “Alltag” eingekehrt ist.
    Ich habe noch mit ganz anderen Vorurteilen zu kämpfen als dieses “hat Kind”, “hat kein Kind” und würde selbst nie auf die Idee kommen, irgendwer zu werten.

    Es ist eine reine Glückssache und ein riesiges Geschenk ein gesundes Kind haben zu dürfen! Eben so wie es ein Geschenk ist einen Partner haben zu dürfen und genug finanzielle Mittel zur Verfügung zu haben! Nur leider denkt daran kaum jemand. Wäre dies den Menschen bewusst, würde das provozierende Ego-Gehabe einer tiefen Dankbarkeit weichen und die Welt wäre ein friedlicherer Ort…

    In dem Sinne wünsche ich euch ein zufriedenes und glückliches Leben!

  7. SophieLerlei sagt:

    Ich möchte nicht wissen, was die Redaktion für eine solche Hetzschrift bezahlt. Aber ich hätte ganz gerne gewusst, wofür das gut sein soll? Ist ein Artikel zwangsläufig gut, wenn er provoziert, verallgemeinert und die Basis der Gesellschaft schlecht macht? Wo ist da der Sinn?
    Mütter erhalten keinen Lohn für ihre nervenaufreibende Arbeit mit 24-stündiger Präsenzzeit. Manche geben 100% im Beruf und nochmal so viel für ihre Kinder. Der verdiente Respekt wird mit den fragwürdigen Behauptungen in diesem Artikel auch gleich noch zerrissen. Der einzige Lohn, nämlich Sinn und Freude an dieser schweren Aufgabe werden einfach uminterpretiert und als “Arroganz” dargestellt.
    Also, wie haben sich Mütter denn Ihrer Meinung nach zu verhalten? Versteckt alle Kinder und verheimlicht die Mutterschaft vor der Öffentlichkeit, tabuisiert alles, was mit Kindern, Familie oder Glück im allgemeinen zu tun hat, damit JA

  8. SophieLerlei sagt:

    niemand neidisch werden könnte und das Glück anderer als rücksichtslos in der Öffentlichkeit anprangert.
    Sorry, ich hab mich verklickt, war noch nicht fertig.
    Es bleibt noch zu sagen, dass die Menschheit ohne Mütter nicht existieren könnte.
    Ohne solche Artikel aber schon.
    Das mag jetzt arrogant klingen, ist aber die Wahrheit. Mag man es drehen, wie man will.
    Liebe Bettina, Ihnen möchte ich dringend ans Herz legen, in Ihrer Arbeit und Ihrem Leben dem Sinn und der Wahrheit den Vorzug zu geben, und persönliche Fehlinterpretationen nicht in der Öffentlichkeit als Hetzschriften loszulassen. Es gibt gute und schlechte Mütter, und es gibt gute und schlechte Artikel. Dieser hier ist einfach nur boshaft und entbehrt jeglichem Realitätssinn und Anstand.

  9. sanda kammermann sagt:

    mich dünkt, dass frau weber eine grosse laus über die leber gekrochen ist. komme mir mit meinen vier kindern fast schlecht vor. ja, auch wir müssen einkaufen gehen und mit schulpflichtigen kindern, die, wir wollen ja keine einfache planerei haben, alle an anderen tagen frei haben, ist halt oft der samstag die einzige lösung. finde ich es toll, mit dem kinderwagen mich durch den h&m zu quälen. nein. kann ich meinen teenie einfach mit der kreditkarte reinschicken? auch nein. ergo, ich geh mit. es sollte platz für alle haben.

    jedem das seine.

  10. sandramami sagt:

    Na da menschellt es ganz schön ! Du hast Kinder ,du hast keine ! Na und ,soll doch jeder so leben wie er möchte.Kinder machen Arbeit und bringen Freude.Arbeiten auch.Und wenn man keine Kinder bekommt ,wenn man sich welche wünscht dann kann das nur jemand nachempfinden der das selbe erlebt.(ich habe nach drei Fehlgeburten auch nicht mehr damit gerechnet und bin jetzt Mutter von zwei Mädchen).

  11. Roger Pfister sagt:

    Frau Weber, ich galube sie haben einen Komplex gegenüber Müttern! Ach ihr armen Kinderlosen Frauen! Es ist schön das man seine privaten Probleme (für die es sicher auch profesionelle Bertreuung gibt) an seinem Arbeitsplatz, durch so einen Komentar ausleben kann! “Mütter sind überzeugt, dass jede Frau Kinder möchte?” So eine schwachsinnige Behauptung! Ich würde eher sagen, dass sie eine krankhafte Eifersucht gegenüber Müttern entwickelt haben Frau Weber. Suchen sie sich einen Mann, am besten einen gläubigen Moslem! Danach kriegen sie einen Schleier und bleiben zu hause und tun uns allen einen riesen gefallen.

  12. lebenundlebenlassen sagt:

    Leben und leben lassen – seit doch alle ein bisschen offener und tolleranter, als hier so abgefahrene Kommentare von wegen Moselm heiraten, ihr armen kinderlosen Frauen, Laus über die Leber gekrochen, Hetzschrift etc. zu schreiben. Freu Weber hat geschrieben, wie es einem Teil der Frauen ergeht, wie einige denken und hat damit sicher nicht alle in einen Topf geworfen und einen Frust hat sie ganz bestimmt nicht. Ich kinderlos habe schon viel gehört, kenne beide Seiten von gut bis schlecht, von nett bis böse. So ist es nun mal. Letztendlich entscheidet jeder für sich selber. Wenn Kinder im Restaurant schreien nervt es mich manchmal doch auch – aber es nervt auch die Mütter selber, sie denken ja nicht, coool mein Kind schreit, jetzt seht ihr mal wie das ist?! Ich bin froh, haben (wenn nicht ich) andere Kinder, so existieren wir weiter. Und die Mütter nerven sich manchmal ab uns “kinderlosen” und verstehen unser Denken nicht … das ist auch ok…. Gibt es denn nichts Schlimmeres auf der Welt, als sich über Kinder oder eben nicht Kinder aufzuregen, über Mütter oder eben nicht Mütter?! Denkt mal ein bisschen nach, was für ein schönes Leben wir hier haben und wie gut es uns geht und dann überlegt nochmal ein bisschen…. lebt, lasst leben, geniesst das Leben … ob mit Kinder, ob ohne… zeigt einander gegenüber einfach etwas mehr Verständnis und damit sind alle gemeint die Kinder haben und auch genauso die, die keine Kinder haben – klar?!

Kommentieren

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.


© Tamedia AG 2010 Alle Rechte vorbehalten