
Stören Kinder nur, oder sind sie eine Bereicherung?
Wer in Zürich eine Wohnung für sich und seine Familie sucht, muss einen langen Atem haben. Und gute Nerven. Dass der Wohnungsmarkt trockener ist als Zwieback aus dem letzten Jahrhundert, ist bekannt. Auch, dass die Ansprüche von Familien an Wohnraum nicht eben bescheiden sind. Gross sollte die Wohnung sein, in einem guten Quartier liegen mit netten, womöglich lärmunempfindlichen Nachbarn. Vor allem darf sie nicht zu viel kosten. Als ob diese sozio-ökonomischen Gesichtspunkte die Suche nicht schon dramatisch einschränken würden, scheint es noch eine weitere Komponenten zu geben, weshalb Familien vermehrt aus der Stadt ziehen: Kinder sind nicht erwünscht.
Eine Leserin stiess im Internet jüngst auf folgendes Inserat, welches sie uns zusandte:
5-Zi. Altbauwohnung;
Miete/Monat: 3430.-
Beschrieb:
Schöne, grosszügige 5-Zi. Altbauwohnung, nähe Kreuzplatz. Brandneue Küche mit Waschturm,
neues Bad und sep. WC, alle Räume Parkett, kleiner Balkon zum Innenhof, evtl. Parkmöglichkeit.
Tönt perfekt – hellhörig macht nur der Vermerk am Schluss des Inserats. Da steht nämlich: Geeignet für zwei Personen oder Einzelperson (keine Kinder).
Als ob Kinder eine Art Haustier für Fortgeschrittene wären.
Das Problem ist bekannt, erfährt man beim Mieterverband. Zwar gibt es laut Mieterverband widersprüchliche Statistiken darüber, ob Familien vermehrt aus der Stadt wegziehen, sicher aber führt der Verteilkampf um Wohnraum zur Segregation der Quartiere. Das bestätigt auch eine kleine Umfrage bei Familien. Der private Wohnungsmarkt in Zürich ist eng, für durchschnittliche Familien erschwingliche Wohnungen rar. Man zieht also entweder aufs Land oder in staatliche bzw. genossenschaftliche Siedlungen. Hier haben sie gegenüber ihren kinderlosen Mitbewerbern im Stadtraum sogar Vorrang und können für die Immissionen, die Kinder für Nachbarn unbestritten mit sich bringen, mit Verständnis rechnen.
Wenn Familien in Wohnungen, die sie sich sowieso nicht leisten können, nicht erwünscht sind, spielt das für sie keine Rolle. Aber gerade deshalb ist es auch störend. Ganz abgesehen davon, dass Familien Stadtteile, die sie in Beschlag nehmen, in gewisser Weise gentrifizieren, also durch soziale Umgestaltung aufwerten, stört es mich allgemein, wenn Kinder per Verbot aus dem Stadtraum gedrängt werden. Ich bin auch der Meinung, dass Kinder nicht überall hingehören und geniesse als Stadtmensch auch kinderfreie Zonen. Aber warum muss immer gleich alles reguliert und verboten werden? Ist es nicht ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft, wenn dem geplanten Kinderhort Steine in den Weg gelegt und eine Flut von Regelungen aufgezwungen werden, weil das ja für Lärm und Bewegung sorgt, wenn Kaffees und Nobelrestaurants Kinderverbotsschilder aufstellen, wenn Wohnungen nur an DINKs (Double Income no Kids) vermietet werden? Können die Leute nicht miteinander reden? Sich auf Erfahrungen einlassen? Leben und leben lassen? Zumal die Stadt ja realiter nicht gerade von Kindern überrannt wird. Ich würde mich sogar zur Behauptung aufschwingen, dass Kinder in der Stadt ein Randphänomen darstellen. Vielleicht erzeugen sie gerade deshalb diesen missmutigen Verbotsreflex.
Überhaupt: was ist eigentlich, wenn ein kinderloses Paar in eine Kinder-unerwünscht-Wohnung zieht und sich Nachwuchs einstellt? Müssen sie wieder ausziehen? Vielleicht tun sie das dann freiwillig. In einer Nachbarschaft, wo das Idealbild eines Mieters ein tierhassender Single ohne Freunde ist, sechs Tage pro Woche auf Geschäftsreise und völlig unmusikalisch, da hat man als lebenshungriger Mensch, mit oder ohne Familie, nichts verloren.


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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Das heutige Thema passt wieder mal genau zum momentanen Zustand in unserem westlichen Gesellschaftsdenken. Jeder/e ist sich selbst der/die Nächste und verteidigt wieder mal sein Revier. Wem haben wir denn diese Zustände zu verdanken? Wem dient die Wirtschaft und was machen die vom Volk gewählten Parlamentarier den ganzen Tag mit unseren Steuergeldern? Was wird subventioniert und was nicht? Ist eine Kuh im Stall wichtiger als Subventionsempfängerin als ein Kind, das in eine subventionierte Kinderkrippe darf? Tja, Fragen über Fragen…
Ich erheben Einspruch gegen die Idee, dass Zürcherisches Kleinraumdenken etwas mit unserer westlichen Gesellschaft zu tun hat. Zürich und Umgebung scheint da ja eine Exklave zu sein.
@Lea
Einspruch angenommen! Es handelt sich wohl um ein Deutschschweizerisches Phänomen, denn die Suisse Romands und auch die Ticinese sind da grosszügiger. Ich zäune das ‘Helvetia-Gärtli’ ein wenig ein, ok?
@Lea: Eine Enklave, liebe Leah. Umschlossen von der Realität, die nicht links und grün ist.
“Wem haben wir denn diese Zustände zu verdanken? Wem dient die Wirtschaft und was machen die vom Volk gewählten Parlamentarier den ganzen Tag mit unseren Steuergeldern? Was wird subventioniert und was nicht?”
Gute Fragen. Was ist die Kernursache von all dem?
PS: Die Kuh liefert Mich für das Kind.
Sie (Mich) oder Milch? Wobei beide Versionen nicht viel Sinn machen…
@Widerspenstige
>>>
Das heutige Thema passt wieder mal genau zum momentanen Zustand in unserem westlichen Gesellschaftsdenken. Jeder/e ist sich selbst der/die Nächste und verteidigt wieder mal sein Revier. Wem haben wir denn diese Zustände zu verdanken? Wem dient die Wirtschaft und was machen die vom Volk gewählten Parlamentarier den ganzen Tag mit unseren Steuergeldern? Was wird subventioniert und was nicht? Ist eine Kuh im Stall wichtiger als Subventionsempfängerin als ein Kind, das in eine subventionierte Kinderkrippe darf? Tja, Fragen über Fragen…
Ich versuche mal zu antworten:
>>>Wem haben wir denn diese Zustände zu verdanken?
Ich würde sagen, wir verdanken dies dem mehrtausend Jahre alten Patriarchat, welches die Frauen während vorgenannter Zeitdauer aufs grässlichste unterdrückt haben und darum … aäh .. eben, wie ich sagte.
>>> Wem dient die Wirtschaft und was machen die vom Volk gewählten Parlamentarier den ganzen Tag mit unseren Steuergeldern?
Sie verprassen das Geld des Staates, je nach politischem Standpunkt: die Rechten, indem sie die Steuern senken und Steuergeschenke machen, die Linken, indem sie das Geld grossflächig an sozial behinderte (ua. Frauen, Familien, Kinder) verteilen.
>>> Was wird subventioniert und was nicht?
Alles, nichts.
>>> Ist eine Kuh im Stall wichtiger als Subventionsempfängerin als ein Kind, das in eine subventionierte Kinderkrippe darf?
Als jemand, welcher gerne Milch im Kaffee hat und auch Milchreis mag, bevorzuge ich die Kuh.
Kommt dazu, dass man mit der subventionierten Kuh den Kindern Pausenmilch geben könnte.
Würde man die Kinder direkt subventionieren, geht das Geld sowieso direkt in den H&M und wie die Läden alle heissen.
allerdings, wenn man die Krippe subventioniert, haben die Eltern dann mehr Geld übrig, um dem Kind häufiger eine neues Handy, einen neuen TV oder sonstige Lebensnotwendigkeiten zu kaufen – und sie könnten sich dann eine teurere Wohnung leisten, wodurch ein Vermieter so reich wird, dass er unglaublich mehr Steuern bezahlt, wodurch das Kind nochmehr subentioniert wereden könnte und die Eltern noch mehr Dings kaufen könnten … verstehen Sie den Kreislauf jetzt auch?
@Eremit
P.S. Auf diese Idee wäre ich nie gekommen…
@Henry
Also ein Verhältnisblödsin und wir schauen zu und trinken Kaffee mit subventionierter Milch? Oh Gott, ich gehe jetzt in mein selber finanziertes Schlafgemach und morgen werden mir die Argumente vielleicht zu Ihrem ‘Versuch’ einfallen, ok?
“Also ein Verhältnisblödsin und wir schauen zu und trinken Kaffee mit subventionierter Milch” – Das ist doch die Poltik der Schweiz seit den neunziger Jahren, Nicht?
Henri, da haben Sie sich wieder mal so richtig ausgelebt, toll……Sie haben sicher gut geschlafen, anschliessend?
@Henri: Lieber Herr Henri, ich muss sagen, Ihre spätnächlichen Posts sind mir allesamt gar nicht gut bekommen! Schön wenn Sie, so wie auch Herr Zwiefel, zu den verantwortungsbewussten Vermietern und Immobilienbewirtschaftern (schon nur dieses Wort!) gehören! ABER, es gibt eben leider viel zu viele die dies nicht mehr sind! Und um diejenigen geht es hier. Diejenigen welche sich mit den Mieten nicht die anfallenden Kosten (abgelaufene Lebensdauer etc) finanzieren, sondern die privaten Zusatzvergnügungen. Die irgendwo in ihrem Elfenbeintürmchen wohnen und denen die Entwicklung eines guten. qualitativ soliden, für die Gesamtgesellschaft einer Stadt lebenswichtigen Wohnraumes inklusive Umfeldes herzlich egal ist. Die alles versuchen um die Ausgabenseite (welche wie Lea schon richtig bemerkte mit den Mieten finanziert wird, und das müssen nicht zwangsläufig hohe Mieten sein bloss weil der Hausbesitzer nebenan sich damit noch seine Yacht finanzieren will!!!) zu drücken, und bei denen man vor Gericht um Grundsätzlichkeiten wie eine Schimmelbehebung, eine funktionierende Heizung (die Liste ist ENDLOS) streiten gehen muss. Eine Stadt in der in vielen Quartieren nur noch Menschen wohnen können welche über Massen verdienen, ist keine Stadt die langfristig gut funktionieren wird. Vorallem da dies immer mehr Menschen sind, die sich nicht wirklich für das Leben hier interessieren und sich am Gemeinwohl beteiligen, da sie in 10 Jahren sowieso weiterziehen. Bedenken Sie bitte auch diese Wahrheiten!
@Pippi Langstrumpf: … und Sie? Ich muss sagen, bei diesem Thema, da komme ich an meine Grenzen was Verständnis und Geduld und Langmut betrifft. Da frage ich mich in seltenen Momenten ob dies irgendwann zu sehr unschönen Szenarien führen wird wo die Besitzlosen den Besitzenden ein bisschen zu intensiv auf die Pelle rücken werden.
@Brunhild, ich verstehe Sie nicht, was wollen Sie mir sagen?
@Pippi Langstrumpf: ob Sie eine gute Nacht hatten wollte ich fragen, da Sie Henri darauf ansprachen.
Und die geäusserten Befürchtungen bezogen sich auf soziale Unruhe welche uns, angesichts immer mehr Wohnraumverknappung, resp. gesteuertem Ausschliessen der Bevölkerungsmehrheit, eventuell blühen könnten.
Tja, Henry, meine lieben Mitbloggerinnen hier haben bereits alles gesagt was es zu Ihrem, na ja nüchtern bei Tageslicht betrachtet ‘Misch-Masch’ zu sagen gibt. Diese Sitzung ist somit geschlossen!
@ Hernri
Ich habe Mühe mit Ihren ständig boshaften und gehässigen Kommentaren. Meinen Sie nicht auch, dass dies ein Zeichen von sozialer Behinderung ist?
Sie haben anscheinend ein ziemliches Defizit, weshalb Sie sich ständig so negativ äussern müssen. Sie tun mir leid. Ehrlich!
Liebe Frau Brunhilde Steiner, mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich Ihren Text gelesen.
Mein Auge lachte, weil, ja endlich habe ich die Bestätigung, dass es da doch noch wenigstens einen Menschen gibt auf dieser grossen weiten Welt, welcher meine Posts liest. Bisher dachte ich immer, meine Posts seien mehr oder weniger für das schwarze Loch.
Und natürlich hat mein Auge auch geweint darüber, dass Ihnen meie Posts nicht gut bekommen sind.
Zur Sache hingegen, leider, kann ich über Ihre Meinung nur den Kopf schütteln – soziale Vermieter! Wenn ich das schon höre.
Ausgehend davon, dass es anscheinend ein unumstössliches Schicksal sei, in der Stadt wohnen zu müssen, und das um jeden Preis, und dass anscheinend, um diesen Preis finanzieren zu können, die ganze Umwelt sozial zu sein und etwas beizutragen habe, mit allem Respekt, aber das nicht gerade Ihre Sternstunde, wenn Sie solches erwarten.
Man hat auch als Mieter immer die Wahl zu wählen, wo man wohnen will, und muss diese Wahl aber immer unter Berücksichtigung aller Umstände treffen. Auch ich habe dies mehrmals gemacht, und einige Male fiel meine Wahl nicht auf die Stadt.
Dass Sie anscheinend der Meinung sind, dass es ein Menschenrecht sei, in der Stadt eine billige Wohnung zu finden, entäuscht mich sehr – bisher hatte ich immer das Gefühl, Sie stünden mit beiden Beinen auf dem Boden.
Und Ihrer Darstellung der ach so schlechten Vermieter liesse sich eine ebensolche Liste der ach so schlechten Mieter gegenüebrstellen. Oder haben Sie schon mal erlebt, wie lange ein Mieter ohne zu bezahlen in einer Wohnung verharren kann? Wenn dann, nach zwei Jahren Mietausfall, den Mieter draussen und die Wohnung im Chaos ist, da würde ich dann gerne Ihre soziale Ader sehen, wenn es darum geht, etwa CHF 50′000 abzuschreiben bzw. aus dem eigenen Sack zu bezahlen.
Wie ich schon mal anführte, ich kenne alle Seiten, habe diese mehrmals gewechselt, ich war Mieter, Besitzer, und auch Vermieter, und auch als Mieter kann ich nur sagen: der Mieterverband hetzt die Leute auf. Ich war mal Mitglied dort, aber heute meide ich diesen Verein: er malt derart schwarz/weiss, dass es einfach unterträglich ist. Ein direktes Gespräch hilft oft mehr, und wie überall auf der Welt muss man eben seine Rechte und Pflichten kennen und beachten.
Und zu Ihrem letzten Absatz: Es war doch gerade die Stadt Zürich und ihre Wähler, welche beispielsweise die Freizügigkeits-Abkommen derart hoch unterstützten. Doch haben dieselben Leute offenbar nicht bedacht, dass der Zuzug von 1000 bis 2000 Leuten pro Monat, der grösste Teil in den Stadten, irgendwann zu einem Problem der Ressourcen-Verteilung führen muss – wer wollte es den Zuzügern verübeln, dass sie auch in Wohnungen wohnen wollen? Und dass diese Zuzüger dann, auch unter Druck, eben bereit sind, ziemlich hohe Mieten zu bezahlen, das scheint nun auch wieder nur die Linken und Grünen zu überraschen.
Und dass Sie noch nicht gemerkt haben, dass die Stadt seit 20 Jahren nicht mehr gut funktioniert, wundert mch – schauen Sie sich die Leute doch mal an, im Tram, oder im Lift: wie ich es schon mal schrieb: die Stadtmenschen benehmen sich abnormal, versuchen, jedem Blickkontakt zu den Mitmenden auszuweichen – einfach krank – als ob man Angst hätte, man könnte provoziren (was vermutlich auch so ist).
Machen Sie mal die Probe: grüssen Sie die Leute, auf der Strasse, im Restaurand, im Lift.
Da wo ich jetzt wohne, macht man das, auch wenn man sich nicht persönlich kennt, aber: man nimmt sich wahr.s Mieter
@Eni 22. April 2010 um 13:39
Ich mache es wie Sie: wenn ich jemanden persönlich disqualifizieren will: Ich nehme gesetzte Worte (sozial behindert, defizit usw), arrangiere sie schön, und schon ist das Ziel erreicht.
Ich bestätige Ihnen dass Sie den Wort-Salat schön angerichtet haben.
Sie sollten jedoch Ihr Mitleid zu mir sich sparen, anderen schenken: es geht mir ausgezeichnet, ich bin zufrieden bis glücklich, und habe viele Freunde, welche meine klare Ausdrucksweise nicht immer, aber oft schätzen.
@Pippi Langstrumpf 22. April 2010 um 07:12
Ich schlafe (fast) immer gut, egal, ob ich mich ausgelebt habe oder nicht, obwohl ich befürchte, dass Sie und ich nicht dasselbe verstehen unter “ausleben”.
Und ich wünsche den anderen Damen ebenfalls guten Schlaf (jetzt, wo ich weiss, man liest mich, kann ich das sagen), und etwas mehr Gelassenheit beim zur Kenntnis nehmen anderer Meinungen – auch wenn sie der eigenen Meinung diametral entgegenstehen und man es eigentlich kaum begreifen kann, wie jemand solch anderer Meinung sein kann – ja, solche Gelassenheit müsste man dann schon beinahe Grösse nennen – also, seien Sie alle gross – etwas grösser als sonst.
@ Henri
Freut mich für Sie, dass Sie glücklich sind.
Das nicht alle Ehrlichkeit schätzen weiss ich selber.
Fand einfach, dass Sie sich oft so negativ, herablassend äussern über die nicht so gut betuchte Bevölkerungsschicht.
Wünsche Ihene eine gute Nacht
@Henri: mein eines Auge lacht weil Sie doch noch aufgetaucht sind…
das andere blickt leicht tränenverhangen auf den Satz mit der Sternstunde und so…
aber zur Sache, um was es mir vorallem geht steht in den posts vom 23.4. 14:46h/16.07h/17:49h, ich kopiere das nicht hier rein sonst wirds ellenlang.
Ich weiss dass auch die Mieter nicht immer fair spielen, für solche Menschen hege ich kein Schutzgefühl. Es geht mir auch nicht um ein obligates in der Stadt wohnen zu können, sondern darum, dass ich nicht möchte dass diese Stadt zu einer Enklave der höheren Schicht wird, welche sich immer mehr vom Bevölkerungsdurchschnitt abkapseln kann, den Bezug zu normaler Lebensrealität komplett verliert, und auch das Interesse dass es den weniger gut Gestellten einigermassen gut geht. Und ich finde die momentane Häuserverräusserungs/Luxussaniererei usw geht genau in die Richtung. Jetzt ist erst das Seefeld und ein paar weitere Gebiete dran, aber wann werden die ersten Häuser in anderen Quartieren aufgekauft werden? Bis alles nicht zahlkräftige weggedrängt ist?
Ich finde es empörend dass alte Menschen dem Mammon zum Frass vorgeworfen werden, dass sie sich anfangen zu wünschen, sie würden vor dem beschlossenen Auszugstermin (Rauswurf wegen Leerkündigung für Luxussanierung) sterben, weil sie keine Ahnung haben wohin sie sollen. Es mag utopisch und gar nicht auf dem Boden sein, aber solches finde ich für unser Land einfach eine Schande, das ist doch kein Miteinander mehr! Bloss weil fast alle anderen Weltstädte diese Entwicklung schon hinter sich haben (und wem gereichen heute diese abgewirtschaften Wohngegenden, die halben Slums dort zum Vorteil?), muss Zürich das noch lange nicht nachmachen.
@Henri
“>>>Wem haben wir denn diese Zustände zu verdanken?
Ich würde sagen, wir verdanken dies dem mehrtausend Jahre alten Patriarchat, welches die Frauen während vorgenannter Zeitdauer aufs grässlichste unterdrückt haben und darum … aäh .. eben, wie ich sagte.”
Was halten sie davon mal ein paar gute, unbeschönigende Geschichtsbücher in die Hand zu nehmen und sich weiter zu bilden?
Wenn ich die Matriachate der vegangenen Jahrtausenden betrachte, dann stehen somanche manchem Patriachaten an Willkür und Destruktivität nichts nach.
Ist es nicht vernünftiger eine Zwischenform zu wählen, in der Männer über die Dinge entscheiden, welche vorwiegend Männer betreffen und Frauen über die Dinge entscheiden, welche vorwiegend Frauen betreffen? Gerechtigkeit ist eine Grundvoraussetzung für Frieden.
@Eremit 25. April 2010 um 12:54
‘Wenn ich die Matriachate der vegangenen Jahrtausenden betrachte, dann stehen somanche manchem Patriachaten an Willkür und Destruktivität nichts nach.’
Da muss ich Dir recht geben. Man denke nur an die Ära der schönen machthungrigen Intrigantin Kleopatra und wie sie ihre weiblichen wie männlichen Konkurrenten grausam aus dem Weg räumen liess. Selbst hat sie – soweit ich mich in der history erinnern kann – nie Hand an ihren Opfern gelegt. Oder auch die nicht minder schönen und cleveren Mätressen und Musen der Könige und kirchlichen Oberhäupter (ich habe darüber im Winter eine äusserst interessante Serie im 3sat gesehen ‘Päpste und ihre Mätressen’)…
‘Ist es nicht vernünftiger eine Zwischenform zu wählen, in der Männer über die Dinge entscheiden, welche vorwiegend Männer betreffen und Frauen über die Dinge entscheiden, welche vorwiegend Frauen betreffen?’
DAS wäre DIE Lösung, wenn sich die zuständigen Männer und Frauen einigen könnten und hier mal den Rotstift ansetzen und GEMEINSAM am Projekt ‘Zukunft für Frau und Mann innerhalb unserer westlichen Gesellschaft’ arbeiten würden. Dein Schlusssatz dürfte in einem Goldrahmen über jede Eingangstüre gehängt werden :’Gerechtigkeit ist eine Grundvoraussetzung für Frieden.’ Es freut mich immer wieder, wie Du die Dinge darstellst und Lösungen präsentierst, die wirklich anwendbar sind!
Was ist Sozialisierung?
Die Aufgabe des Selbstbestimmungsrechts?
Die Definition des Selbstverständnisses darüber, was andere von einem denken?
Sind Akademiker besser sozialisiert, da sie schon vor der Pubertät in eine elitäre Reinkultur-Umgebung verpflanzt wurden?
Bis vor ein paar Monaten war gemäss Wiki alles sozial, das sich am gesellschaftlichen Durchschnitt orientierte. Dem entsprechend wäre eine Hexenverbrennung was soziales gewesen, wenn die Mehrheit für Hexenverbrennungen war. Und wenn man dabei als einzelner gegen die Hexenverbrennung gewesen wäre, dann durfte man als Assozialer bezeichnet werden.
Interessanterweise kann heute scheinbar niemand mehr (auch die SP?) eine praxistaugliche Definition liefern für das Wort Sozial.
Das ist so ähnlich wie mit der CVP und dem C.
“Interessanterweise kann heute scheinbar niemand mehr (auch die SP?) eine praxistaugliche Definition liefern für das Wort Sozial.”
ich werte das als Fortschritt.
Mir sagt Empathie besser zu. das ist, was ich in meinem Leben ganz bescheiden versuche – auch wenn mir das in der Stimmungslage der letzten Tage nicht gelingt.
Da muss ich zweimal widersprechen. 1. Ist es doch das Recht des Vermieters seine Mieter auszusuchen. und 2. Ist mein Quartier Innenstadt von Kindern überschwemmt und das ist gut so.
wow, eine grosse 5-Zimmer Wohnung für zwei Leute bzw. Einzelperson? Zersiedelung? Zubetonierung der Schweiz? Nichts gehört davon? Das ist doch pure Dekadenz! Es braucht wohl eine Strafsteuer, um die Akteure zur Vernunft zu bringen…
Aber jetzt zum eigentlichen Thema: als ginge es nur um Familien! Auch als Einzelperson ist man total aufgeschmissen, vor allem wenn man eine günstige 50qm Bleibe für ca. 1200 Franken sucht. Natürlich ohne Waschturm und dem ganzen Luxuskrempel. Einfach eine Wohnung die in brauchbarem bzw. wohnbarem Zustand ist, geeignet für Einzelperson oder 2er WG. Nichts!
Zürich wurde hip dank den Jungen und den Kreativen. Aber die haben bekanntlich wenig bis kein Geld, sind also auf günstigen Wohn- und Arbeitsraum angewiesen. So aber zementiert Zürich seinen Ruf als Hort geldgieriges Raffkes. Ich habe genug Wohnungsbesichtigungen miterlebt, wo der Verwalter mit dem fetten Audi und SZ-Nummer vorgefahren ist. Seine Sprache so geschliffen wie sein Anzug -und seine Zähne…
Mich erstaunt eigentlich weniger das, sondern vielmehr dass die Menschen all das mit sich machen lassen. Jammern hilft nichts, aber zum Widerstand aufrufen anscheinend auch nicht. Denn Zürich ist die Stadt der Einzelkämpfer nach dem Motto, das Leid der Anderen interessiert mich nicht -und meines ist nicht das der Anderen.
Deshalb folgt hier konsequenterweise der Aufruf zur Mitgliedschaft im Mieterverband, die drei w ichtigen Buchstaben und mieterverband, den punkt und dann das ch, plus Befolgen derer Wahlempfehlungen wenn man es einigermassen mit sich auf die Reihe bringt…
Das Thema hat ein interessantes zynisches Verbotsbild.
“keine Kinder” bei Inseraten kann auch ein Hinweis sein, dass die Vormieter mit ihren Kindern in dem Quatier schlechte Erfahrungen gemacht haben …
“Als ob Kinder eine Art Haustier für Fortgeschrittene wären.” :-/ Was ist dann ein Haustier für Neueinsteiger?
“… dass Kinder nicht überall hingehören” Wieso sollten Kinder nicht überall hin dürfen? Sorry, der Satz wirkt so leider auf eine Art Kinderfeindlich.
“Aber warum muss immer gleich alles reguliert und verboten werden?” Kann es sein, dass wir ggf. bedingt durch unser Ego den gesunden Menschenverstand/ die Vernunft verloren haben und deswegen alles mit Reglementen geregelt werden muss?
Es gibt Kinder, die sind in Städten und Wohnblöcken einfach fehl am Platz, auch wenn das Ego der Eltern dies nicht wahrhaben will. Einige Kinder brauchen “auslauf”, bzw. wenn sie draussen am Spielen sind darf es nicht wie mancher Orts zu Spiessrutenlauf gegen die Zeit sein um auf Klo gehen zu können. Sah es bei einem Neffen, der jedes Mal vom Spielplatz her zuerst die Strasse überqueren musst, klingeln und warten bis jemand die Eingangtür öffnete, Liftfahren um dann sich zu erleichter … das führte dazu, dass er kein Interesse mehr am Spielplatz hatte. Des weitern ist es ganz normal dass Kinder in der Wohnung herum rennen. Dies hingegen störte alte Rentner die ihre Ruhe geniessen wollten. Die Lösung: Entweder die Jungs mit Ritalin vollpumpen oder aufs Land in ein Einfamilienhaus ziehen. Vermutlich ist sowas bei introvertierten Töchtern die keinen “Auslauf” benötigen nicht notwendig.
Wieso eigentlich ist das Verbotschild mit rosa umrandung?
also ich brauchte immer auslauf. hab beim ausfuehren an der leine auch schon mal diesselbe zerissen.
seiher steht ‘warning: tomboy” im ausweis – sauber vermerkt und das berechtigt mich hinter dem Bush zu pinkeln. das wiederum erfreut den Jorge, da die Laura nicht mal eine muede pinkelei mit ihm tun will.
Wenn Hunde (Haustiere für Einsteiger) an jeden Lampenpfosten und Baum … dürfen. Wieso sollten es dann die Haustiere der fortgeschrittenen nicht auch?
Es sind nicht nur die Jungs, die Bewegung brauchen. Ich hatte die Ritalin-Phase auch bei einer meiner Töchter! Aber wir wohnen in der Stadt, und auch da kann man raus und sich bewegen.
Verallgemeinerungen bringen nichts. Auf dem Land kann es sein, dass sich die Kids tödlich langweilen, weil in der Nähe keine andern Kindern sind. Oder das Gegenteil. Dito in der Stadt, wenn ich mit meiner Familie im Bankenviertel wohne. Oder gerade nicht, wenn es ein Wohnquartier mit vielen Familien und einer Wohnstrasse ist.
Gibt es nicht für etwas eine Pfadi?
Eremiten sind in der Stadt und in Wohnblöcken fehl am Platz, nicht Kinder
Kann ja auch nichts dafür. Hättest du mir einen einsame Alp, oder eine einsame Insel?
Danke.
Der Hansjörg macht eine Aussage des Lebensstilfaschismus.
Und wieso, bitte, ziehen Leute in Wohnungen bei Kinderspielplätzen, um sich dann über Kinderlärm zu beschweren und Anträge zu stellen, Ballspiele zu verbieten??? Wahrscheinlich sind es die selben, die vorher aufs Land gezogen waren und sich dann über Kuhglockengebimmel und Jaucheduft beschwert haben, danach im Dorf neben der Kirche gewohnt und sich über Kirchenglockengeläute beschwert haben. In ihrem Grab werden sie sich dereinst über die Würmer beklagen….
Ja, kann zutreffen.
Es kann auch sein, dass die Leute dort wohnten bevor der Kinderspielplatz gebaut wurde.
Weil sie gerne Antraege stellen und Formulare ausfuellen das A und O ist. Andere sind suechtig nach Methan.
Das habe ich mich auch schon gefragt, vor allem bei denen die sich “Ums Verroden” in ein Familienresti mit Spielecke, zb Coop, Migros, Manor, IKEA setzen und dann ausgerechnet noch in die Nähe der Spielecke, um dann über die notabene friedlichen, lachenden, spielenden Kindern zu motzen… Ich setzte mich früher als Nichtraucherin auch nicht extra ins Raucherabteil um dann über die Raucher und den Gestank abzulästern. Aber eben: viele Kinderlose und Motzer meinen leider, bereits als stille, ruhige, brave und wohl erzogene Erwachsene auf die Welt gekommen zu sein – traurig, aber leider wahr
!
Im Altersheim werden laufend Plätzte frei. Garantiert kinderfreie Zone ausser Sonntags, aber da kann man ja auf dem Zimmer bleiben.
Wir haben hier ein “Generationenhaus”, Altersheim mit Kindertagesstätte. Funktioniert prima. Die Kinder tun den Pensionären gut, und die lieben die Kinder. Man bastelt zusammen, singt füreinander.
Aber klar, Leute, die sich über Kinder nerven, gehen da halt nicht rein. Allerdings sind die immer ausgebucht, sowohl die Kinderplätze als auch die Pensionärplätze.
Generartionenhaus finde ich super. Vielleicht sollte man mal den Vorschlag in meiner Wohngemeinde machen. Ich glaube auch, dass man mit der Separierung von Menschen aufhören sollte. In Holland zB haben die Supermärkte geistig Behinderte angestellt zum aufüllen der Gestelle. Auch im Gemeindewesen zum hlefen Gärtnern oder Srassenwischen sind Menschen mit Behinderung zu sehen. Da ist doch das Selbstwetrgefühl schon viel grösser als in Werkstätten. Nstürlich können nicht alle Behinderten so eingegliedert werden, aber einige. Ich finde es ungesund, dass man mit Alten und Behinderten im täglichen Leben zu wenig zu tun hat, von daher kommen doch auch die blöden Sprüche, “du Möngi ” usw.
Wir sind Doppelverdiener mit einem Kind und sind aus der Stadt ausgezogen…..weil, die Mieten und auch die Krippentarife zu hoch waren. Pech für die Stadt, es entgehen ihr auch gute Steuerzahler.
Gut für die Stadt! So schleichen sich schlechte Steuerzahler davon. Wer sich über Mieten und vor allem Krippenplatz-Tarife beklagt, kann entweder nicht reduzieren oder verdient einach zuwenig und sollte deshalb keine Kinder zeugen.
Ich sehe es schlicht und einfach nicht ein, weshalb ich mein Umfeld verlassen muss weil die Lebenskosten für dieselbe Leistung dauernd steigen. “Wenns Dir nicht passt, dann kannst Du gehen” klappt leider nicht, wenn man dort angekommen ist, wo es einem gefällt. Ich sehe es als mein absolutes Recht, so zu leben wie ich das will so lange wie ich auch meine Pflichten der Allgemeinheit gegenüber erfülle. Also bleibe ich in der Stadt Zürich in meiner Wohnung und schaue zu, wie ich meine Situation verbessern kann.
Ach ja, ich Beschwere mich, tue etwas dagegen und arrangiere mich mit der neuen Situation. Das bin ich meiner Familie schuldig. Opferrollen stehen mir nicht.
In dieser Debatte sind ein paar zum Schluss gekommen:
“fazit: zürich kann man sich entweder leisten oder nicht, unabhängig davon ob man familie mit kind ist oder nicht.
das ist ein altbekanntes problem in (gross-)städten.”
Auf Zürich und das eher kleine Land Schweiz bezogen, finde ich das als Denkberuhigung verhängnisvoll, und zudem falsch. Dass es sich viele nicht mehr leisten können hängt nicht an nachvollziehbaren Faktoren,
sondern am rücksichtslosen Gewinnstreben einiger zuvielen!!!
Wir sind in dieser Stadt soweit, dass Wohnhäuser in den Besitz von ausländischen Konsortien gelangt sind.
Die haben null Interess an einer guten sozialen Durchmischung merh oder weniger gut verteilt über die ganze Stadt,
alles was die wollen, ist möglichst viel Gewinn welcher in die Privattaschen geht.
Wir sind hier nicht in einer Megastadt wo schon fast nichts mehr gegen die auseinanderklaffenden Lebenswelten unternommen werden kann. Für die Schweiz ist es wichtig, dass sich keine Parallelgesellschaften entwickeln, dass die hier lebenden Menschen den Blick und das Interesse für die Gesamtbevölkerung nicht aus den Augen verlieren.
Und übrigens betrifft es gar nicht mehr nur Zürich, auch in anderen Gegenden zwingen die immer höher steigenden Mieten die Einheimischen zum Auszug wenn sie sich familienmässig vergrössern wollen.
Da geht soviel an “Standortverbundenheit” auch an Geschichte mit dem Lebensort, Identifikation mit seiner Umgebung (und dadurch auch Einsatz dafür!) verloren, ich finde eine kleine Schweiz, und ein eher kleines Zürich im Vergleich zu sogenannten Weltstädten KANN UND DARF SICH DIESEN VERLUST NICHT LEISTEN.
Wer hat gesagt dass diese Entwicklung in Stein gemeisselt sei? Und dass nichts dagegen unternommen werden kann? Zürich und andere Orte hätten jetzt noch die Möglichkeit einzugreifen, und das sollten sie tun, besser heute als morgen!
Drum kommt hier nochmals der Werbespot für den Mieterverband…:-) mieterverband, den punkt, das ch.
Schön gesagt Frau Steiner.
ABER
Mieterverband und Genossenschaften, das sind so kommunistische, linke Organisationen, das ist doch nicht cool. Und ausserdem muss man sich da einfach einreihen und kann sich nicht entfalten. Da verliert man ja seine Individualität.
Zum Thema Verlust der Identität.
Gewinnstreben ist inzwischen auch in der Politik angekommen. Wenn Politiker und Behörden zu sehr an ihrem finanziellen Erfolg gemessen werden., dann führt dass dazu, dass die Finanzzahlen plötzlich wichtiger werden als die Bürger, von denen sie gewählt wurden und deren Interessen sie Vertreten sollten. Wollte nicht Herr Blocher sein Departement wie ein Firma führen?
Glanzbeispiel: Obwalden will Reiche Ausländer anziehen (Steuervergünstigung, Wohnzonen für Vermögende, etc.) und nimmt in Kauf (bewusst oder unbewusst) dass die Eingeborenen verdrängt werden. Kurz ein Ausverkauf der Heimat!!! Wessen Interesse Vertreten die Politker nun? Die Reichen Ausländer? Die Gewinn in der Staatskasse? Den Bürger?
@Hedon Zwiefel: ehrlich gesagt, es ist mir sowas von wurscht ob ein Mieterverband und Genossenschaften
“so kommunistische, linke Organisationen” sind, Hauptsache irgendwer kämpft für bezahlbaren Wohnraum, wohnen müssen wir nämlich alle, ins Kino gehen und auf Reisen nicht unbedingt…, und ich könnte mir vorstellen die Angesprochenen sehen das bezüglich kommunistisch ein bisschen differenzierter?
“das ist doch nicht cool.” bin lieber nicht cool und auf Statussymbole fixiert…;-)
“Und ausserdem muss man sich da einfach einreihen und kann sich nicht entfalten. Da verliert man ja seine Individualität.” Und das sagen Sie nun aus eigener Erfahrung, oder ist das Ihr Verdacht?
Und wohin uns das maximale Gewinnanstreben gebracht hat sehen wir ja, da besteht durchaus eine Bandbreite und die Möglichkeit, sich auf den Pfad des sozialverträglichen Gewinnstrebens zu begeben…
Mr Zweifel…. I should play Mrs Doubtfire and fire Mr Doubt….
was in aller Welt hat Genossenschaft mit Kommunismus zu tun?????
Genossenschaften sind doch Interessengemeinschaften, wo Kapital breit gefächert direkt von den betroffenen gepooled wird. ein aeusserst erfolgreiches Modell, wenn man sich etwa eine Migros anschaut.
wieso sollen Leute mit bescheidenen Mitteln sich nicht zusammentun, ihre Mittel aufhäufen und dann Land kaufen gehen, darauf vernünftige Wohnsiedlungen bauen und dann an die Anteilsinhaber veraeussern /vermieten? Da das Hauptinteresse vernünftiger bezahlbarer Lebensraum ist, entfallen die Kosten zur Abgeltung von Profitinteressen.
eine Aktiengesellschaft funktioniert eigentlich ähnlich (pooling von kapital). der unterschied ist, dass kein Interessenpool besteht – ausser fuer das via aktien geliehen kapital dividendne zu erhalten.
Genossenschaften sind somit eigentlich eine kapitalistische Geschäftsform. Genau genommen eine Urform liberaler freier Ökonomie.
nix da commie crap – eher free american enterprising.
Es gibt dies auch im landwirtschaftlichen Sektor und scheint auch da sehr gut zu funktionieren, wenn man die beteiligten Farmer fragt.
Hier im land, das wohl als die kanonische Implementation von freiem Kapitalismus usw. gilt, gibt es an jeder Ecke Genossenschaften. für Häuser, Wohnungen, landwirtschaftliche Produktion, Energie. usw.
die sind übrigens oft kostenseitig wesentlich effiziener als Aktiengesellschaften. Weshalb: die in der Genossenschaft Arbeitenden sind gleichzeitig Teilhaber und wissen genau, dass jede Verschwendung am Erfolg des Unternehmens knabbert.
ich beziehe meinen Strom z.b über eine solche Genossenschaft. was ich pro kWh bezahle ist 25% tiefer als bei Consolidated Edison. Es gibt in meiner Stadt unzählige Beispiele von Genossenschaftssiedlungen, die als Vorzeigeprojekte guten urbanen Wohnungsbaus gelten. so. Und nein, es gibt da nicht staatliche Subventionen. Es sind ganz gewöhnliche Leute die ihre paar Dollars zusammengetan haben und was Gutes aufgestellt haben. So.
Das war dänk ironisch gemeint.
Leute die wenig Geld haben, wollen sich oftmals nicht mit andern Leuten zusammentun , die wenig Geld haben. Man könnte sonst merken, dass sie wenig Geld haben. Leute mit wenig Geld stellen lieber einen BMW vors Haus, man soll meinen sie konnten sich das leisten. Das Geld für die Schuldenabzahlung sparen sie sich vom Mund ab, indem sie bei Aldi einkaufen. In der Schweiz ist man eben noch nicht so arm, dass man auf so etwas uncooles wie Solidarität mit gleichgesinnten angewiesen ist.
@Hedon Zwiefel:
“Das war dänk ironisch gemeint.”
da bin ich aber mehr als beruhigt!…;-)
@Hedon Zweifel, Brunhild Steiner: ich lass mich eigentlich nicht gerne veräppeln. Ich dachte da werde eine Diskussion mit Substanz geführt.
@Lea: keine Sorge, ich kämpf da ganz authentisch und überzeugt, aber ab und an ein Schuss Ironie in dieser trostlosen Angelegenheit schadet nicht, oder?…
Ich hatte auch schon das ‚Vergnügen’, in Zürich Wohnraum zu suchen. das war vor vielen Jahren und anscheinend ist es nur noch schlimmer geworden. Es sind ja nicht einfach nur die Preise. Es ist auch das ganze diskriminierende Beigemüse. Keine Kinder, keine Hunde, keine Männer, nur ledige, nur verheiratete, keine Innerschweizer, keine Ausserschweizer….
Da vergeht der Humor. Und Genossenschaften sind nun wirklich eine patente Angelegenheit.
Wie ist das eigentlich mit Gerichtskosten (Mieterverband und so)? Das geht ja schnell in 5 stellige Summen.
schon aus diesem Grund lohnt sich eine Mitgliedschaft, das Thema wäre über den Verband abgedeckt, ansonsten, schon mal anfangen mit Sparen für allfällige Gerichtsverhandlungen…
@Brunhilde auch an Dich meine Frage (weil meine Aussage hier zitiert wurde): wer entscheidet dann, wer in Zürich leben darf? Es wird immer die Situation sein, dass es mehr Menschen gibt, die gerne zahlbare Wohnungen in Zürich hätten, als dass es tatsächlich überhaupt Wohnungen gibt (unabhängig davon ob sie zahlbar sind oder nicht).
Also muss irgendjemand entscheiden, wie die Verteilung passieren soll und wer soll das sein? Nach welchen Kriterien? Wer soll diese Allmacht bekommen?
Diese Fragen hat hier noch niemand beantwortet, sondern nur, wie man Gewinn orientierte Immobilienheine mit mehr Steuern zur Kasse bitten kann. Damit hat man aber noch nicht mehr Wohnungen generiert und die Nachfrage nach Wohnraum bleibt der gleiche. Und wenn es wieder mehr bezahlbaren Wohnraum in Zürich geben würde, kämen vermutlich auch wieder mehr Leute in die Stadt.
Also nochmals, nach welchen Kriterien soll entschieden werden, wer welche Wohnung erhält? Und wer entscheidet das?
@pipistrella: mein Fokus liegt nicht unbedingt darauf, wer entscheidet wer wohin darf,
sondern darauf, dass genügend bezahlbarer Wohnraum vorhanden sein muss.
Der jetzt vorhandene Wohnraum ist nicht einfach nur zu knapp,
sondern aus teilweise bloss gewinnmaximierenden Gründen viel zu teuer.
Mit unlauteren Methoden wird leergekündigt um aufpimpen zu können, salopp gesagt, und vieles Unschöne mehr.
Und da finde ich, dass auf Gesetzesbasis sehr viel mehr Möglichkeiten geschaffen werden könnten, diese Entwicklung zu stoppen.
Wer sollte dafür besorgt sein, dass der soziale Frieden in Zürich gewährleistet ist?
Dass eine gesunde Durchmischung vorhanden ist?
Dass Zürich wenigstens einigermassen den schweizerischen Durchschnitt aufweist und nicht eine Art Enklave wird, mit Einwohnern, die sich immer weniger mit Alltagsproblemen der “ins Reservat abgeschobenen” Restbevölkerung identifizieren können und wollen, weil sie sich komplett aus deren Realität verabschiedet haben?
Wer sollte an sonstigem aus meinem post vom 22.4. 14:13h interessiert sein wenn nicht die Regierung dieser Stadt? Und eigentlich jeder der das grosse Bild vor Augen hat?
Wohnungen sollten grundsätzlich diejenigen erhalten die sich hier auch am Gemeinwohl beteiligen wollen, und die Stadt sollte die Voraussetzungen dafür schaffen, damit dies wieder mehr geschieht. Das ist nun keine Katalogaufzählung “wer genau soll erhalten”, aber ich finde das Problem fängt wo ganz anders an und sollte dort behandelt werden.
@pipistrella: meine ausführliche Antwort geistert immer noch irgendwo im cyberspace, meist schafft sie es dann doch zu landen, deshalb nur kurz. Mein Hauptanliegen ist eine gesunde Durchmischung und dass Zürich nicht zu einer Enklave verkommt wo die Mieter und Wohnungs/Hausteil/Hausbesitzer zur Lebensrealität und den Alltagssorgen der normalen schweizerischen Durchschnittsbevölkerung keinen Bezug mehr haben, weil sie weit und breit keine mehr davon sehen. Und dafür sorgen sollte in meinen Augen das Gesetz über Verordnungen etc. Wohnungen erhalten sollten die, die sich fürs Gemeinwohl interessieren und engagieren. Fällt dieser Anteil unter ein Minimum, dann haben wir eine perfekte Enklave die sich alle nötigen Dienstleistungen problemlos finanzieren kann, die auf ein soziales Netzwerk nicht mehr angewiesen ist und der die Gesellschaft egal sein kann. Das finde ich keine guten Aussichten.
@Brunhild: für mich stellt sich immer noch die Frage, wer legt diese Kriterien fest und wer prüft sie. Wie willst Du bei Wohnungsbewerbern vorher wissen, ob sie sich dann für das Gemeinwohl interessieren und daran teilnehmen oder nicht?
Soll jeder potenielle Wohnungsmieter in Zürich zuerst einen x-Seitigen Fragebogen ausfüllen, wie und wann er sich fürs Gemeinwohl engagieren wird?
Wo soll schlussendlich die Grenze der Verordnungen sein, an der Stadtgrenze, an der Kantonsgrenze? Oder soll gar schweizweit verordnet werden, welche Wohnungen wieviel kosten dürfen und wer, wo einziehen darf?
Wo wohnen die Personen, die sich nicht fürs Gemeinwohl interessieren und engagieren? Willst Du diese Leute in die Agglo verdammen und dann einfach diesen Gemeinden “aufbürden”? Im Sinne von “hauptsache wir in der Stadt haben eine tolle Gemeinschaft, egal, was draussen ist”?
Wie gesagt, Zürich war schon immer teuer. Ich konnte mir das Zentrum nie leisten und wohnte immer in den Randquartieren, wie Schwamendingen, Wollishofen (Genossenschaft) und Höngg. Es haben schon damals die gutverdienenden Doppelverdiener im Kreis 6,7 und 8 gewohnt.
Das Problem verstärkt sich halt wirklich, weil die Bevölkerungszahl stetig ansteigt, auch in der Stadt Zürich und alle möchten möglichst in der Stadt wohnen.
Mich stört hier einfach, dass es die Familienleute darauf beziehen, dass sie keine Wohnung finden, weil sie Familie sind und das stimmt so nicht. Sie finden keine Wohnung, weil die Wohnungen teuer sind in Zürich, eben für alle Menschen, mit oder ohne Familie.
Dass sich Doppelverdiener eine solche Wohnung eher leisten können als Familien mit nur 1 Verdienst, ist naheliegend. Aber das ist meiner Meinung nach eben wirklich das Problem des “sich leisten können”. Da bin ich eben wirklich stur der Meinung, man kann es sich leisten MITTEN in Zürich zu wohnen, oder eben nicht und dann wohnt man in den Randquartieren oder gar in der Agglo. Dies mussten damals all die nicht wirklich gut-verdienenden Ausländer erfahren, die die Ausländerquote von Regensdorf, Schlieren etc. erhöhten, weil sie sich Zürich nicht leisten konnten, wieso soll es jetzt anders sein?
@pipistrella: ich verstehe diese Kriterien auch nicht als Fragebogenkatalog, es ist mir sehr klar, dass dies utopische Vorstellungen sind.
Ich wäre schon nur damit zufrieden wenn die Preisspirale unterbunden würde.
Wenn es nicht mehr zulässig wäre Wohnraum grossräumig (also ganze Häuserzeilen) zu künden, zu luxussanieren und dann dem Meistbietenden weiterzureichen, wäre schon mal was Richtung “verhindern von raumgreifenden Luxusquartieren” getan.
Ich fordere auch bezahlbaren Wohnraum für Einzelpersonen, Studenten, Wohngemeinschaften usw, es leiden alle unter den zu hohen Mieten. Es ist eben nicht mehr so, dass Familien problemlos aus dem Zentrum nach Schwamendingen, Höngg oder Affoltern ziehen können, schauen Sie mal einerseits die Wartelisten der Genossenschaften an (manche unterhalten schon gar keine mehr!) und dann die Mietpreise, so günstig ist das gar nicht mehr… . Meine noch nicht gestorbene Hoffnung ist halt, dass sich der Kreis der verantwortungsbewussten und nicht raffgierigen Vermietern vergrössert, weil sie die Wichtigkeit der guten sozialen Vernetzung am jeweiligen “Lebensort” erkennen- aber sagen Sie das mal einem global playenden Immobillienverwalter…
@Brunhilde: etwas zum Thema Genossenschaftswohnung: Als ich vor 10 Jahren für meine Genossenschaftswohnung in Wollishofen (4.5-Zimmer, Balkon auf den Spielplatz, 1300.- Fr.) Nachmieter suchte, haben letztendlich Ausländer die Wohnung erhalten. Ich hatte einige Schweizer Familien mit Kindern, die die Wohnung anschauen kamen und ich hörte dann immer das gleiche: “das sind aber kleine Zimmer”, “Was? keine Abwaschmaschine?”, “Treppenhaus putzen, nein, das möchte ich nicht” etc.
1300.- war damals bereits extreeeeeeeem günstig… aber es ist halt so, dass viele etwas verwöhnt sind. Nur kann man nicht topmodernen Wohnraum, oder toprenovierten Wohnraum haben und gleichzeitig einen Mindestpreis dafür bezahlen.
Das ist übrigens der Grund, warum die Genossenschaftswohnungen auch nicht mehr soooooo günstig sind, die mussten auch renovieren, damit sie wieder eine gute Durchmischung von Kulturen hinbringen konnten.
Es ist sicher so, dass es vor allem in der Innenstadt horrend teure Mietwohnungen gibt und dass es Vermieter gibt, die nur auf Gewinn-Maximierung aus sind. Das ist halt tatsächlich der Kreislauf von Angebot und Nachfrage.
Früher wurden mit den immer höher werdenden Mietzinsen, welche die gut verdienende Mittelschicht noch zahlen konnte, die Unterschicht (halt wirklich vor allem schlecht-verdienende Ausländer) aus der Stadt verdrängt.
Heute verdrängen gut verdienende Ausländer und gut verdienende Schweizer die Mittelklasse. Und plötzlich gibts Aufstand. Komischerweise hat niemand reklamiert, als die Mittelschicht vor vielen Jahren das gleiche mit denen gemacht hat, die es sich nicht mehr leisten konnten. Die waren damals genau so bereit, höhere Mieten zu bezahlen und damit den Kreislauf überhaupt erst in Gang zu setzen.
@pipistrella: da haben Sie wohl leider recht, unsere Ansprüche füttern die Spirale zusätzlich. Ich verzichte gerne auf “high-end-Innenausbau”, Waschturm in der Wohnung, Luxusbodendielen usw., aber solange es genügend Leute gibt die darauf nicht verzichten wollen und das nötige Geld haben, muss ein Besitzer schon sehr von imateriellen Werten überzeugt sein um seine Linie durchzuziehen. Ich hab einfach die Befürchtung dass wir am Schluss reservatsähnliche Zustände haben, und das fände ich jammerschade für diese Stadt und schlecht für die Gesellschaft. Für grossangelegte Parallelgesellschaften finde ich unser Land zu klein.
Das geschilderte Beispiel ist nur ein Problem von vielen. Das Mietwohnungssystem scheint am Ende zu sein, eine Mietwohnung kann sich bald nur noch leisten, wer entweder jeden Preis zu bezahlen bereit ist, null Ansprüche hat an die Lage/Art der Wohnung hat, oder schlicht und einfach ein Glückspilz ist.
Wie lange dauert es wohl, bis die Suche nach Wohneigentum genau so schwierig wird?
@marcel: in der stadt zürich (nein, nicht nur die inneren kreise) ist des schon lange der fall
Die Stadt-Zürcher sind schon Schizos. Sie wählen vor allem die Sozi’s, die wiederum mit ihrer kranken Haltung zur EU und PFZ ihre Wähler verarschen, indem sie die ganze Preisspirale noch antreiben. Im Wahlkampf wird dann von bezahlbaren Wohnraum geheuchelt. In Wirklichkeit ist das nicht zu machen, ausser den Hardcore-Sozis wie Nielsen etc. schwebt eine Enteignung aller privaten Hausbesitzer vor. Es wäre an der Zeit den Stadt-Zürchern ein Verbot von rosaroten Brillen aufzuerlegen.
Wieso geben wir uns her Stadt/Land auf den Grind? Fragen wir uns doch selbst mal, würden wir wenn wir eine Wohung zum vermieten hätten nicht auch lieber “bedienen” und die Notlage der anderen ausnutzen und so viel Kohle zu machen wie möglich, so wie es vom stinkenden Fischkopf vorgelebt wird? —> und somit beweisen, dass wir alle Teil von demselben toten Fisch sind!
das mit der Notlage kann man vergessen, diese wird ja eh ausgeblendet, es geht nur noch um Kohle und einen Teil vom Kuchen ab zu bekommen sobald sich uns die Möglichkeit bietet
@Staunemann EInen Zusammenhange zwischen PFZ und den Mietpreisen zu konstruieren ist absurd.
Oh Hansli. Schon mal was von Angebot und Nachfrage gehört?!? Hopp zurück ins Schneckenloch und das Buch Ökonomie für Anfänger lesen.
It’s the economy, stupid….
Die EU-Euphorie gewisser Leute bedeutet für die Schweiz eine Lohn-Nivellierung nach unten und einen Preisschub bei knappen Gütern, das wusste man vor der Personenfreizügigkeits-Abstimmung und hat es nun schwarz auf weiss. Wer sich aus ideologischen Gründen weigert, gewisse Zwangsläufigkeiten anzuerkennen, ist selber schuld.
Was bitte ist PFZ?
Politischer Filz Zürich?
@Eni PZF= Personenfreizügigkeit
@Staunemann Sie liefern den Grund für den Preisanstieg gleich selbst! Angebot und Nachfrage..
Nochmals: Was hat die PFZ damit zu tun? Im Jura steigen die Mieten trotz PFZ nicht…….
Gründe sind:
- Tiefsteuerpolitik um die Reichen diese Welt anzulocken (bürgerliche Politik SVP, FDP, CVP)
- Tiefsteuerpolitik um Unternehmen anzulocken (bürgerliche Politik, SVP, FDP, CVP). Mit den Unternehmen kommen entsprechenden die Leute.
- gegen Genossenschaftsbauten (SVP, FDP, CVP)
- für freie Mietpreise (SVP, FDP, CVP)
- für den Verkauf von Gemeindeland an Private (SVP, FDP, CVP)
- das Angebot wird künstlich knapp gehalten. Höher zu bauen ist wirklich nicht schwierig. (alle Parteien)
Mit der PFZ können nur die Stellen, für die sich kein Schweizer meldet, unbürokratisch besetzt werde. Für die letzten 4 Stellen in meiner Abteilung haben sich keine Schweizer beworben und alle angefragten Schweizer haben abgesagt.
@Pippi Langstrumpf Die Ausländer in Zürich verdienen meist besser als viele Schweizer, daher auch der Verdrängungseffekt.
Meine Liste ist keine Bewertung der Parteien meinerseits. Ich bin froh über die Wirtschaftliche Potenz der Schweiz und des Kanton ZH. Eine gut laufende Wirtschaft für automatisch zu Bevölkerungswachstum und entsprechenden Nebenwirkungen. Nur die SVP-Politik ist an Verlogenheit nicht zu überbieten. Eine wettbewerbsfähige Wirtschaft ist ohne Ausländer nicht zu haben. Und die PFZ ist dabei ein wichtiges Instrument der Personalrekrutierung, ohne dem Gutdünken der Fremdenpolizei ausgeliefert zu sein. Die PFZ erleichtert das Wirtschaftswachstum da wichtige Stellen sonst unbesetzt bleiben und die Arbeit abwandern würde. Aber ohne eine gut funktionierende Wirtschaft würde auch mit PFZ niemand kommen! Aber das alles ist natürlich einem Rechtswähler egal, schliesslich fliessen die Subventionen unbeschränkt. Hauptsache seine Partei findet jeden Monat ein neues Team um über Ausländer herzuziehen. Und gerade ein Rechtswähler müsste Wettbewerb befürworten. Wer dann aber selbst zu den Verlierern gehört, fordert für sich Kommunismus.
@ Hansli
Danke für Antgwort. Manchmal studiere ich einfach zu weit, was damit gemeint ist, dafür liegt das Gute doch so nahe
Oje Hansli, oje. Ihr Linken und Netten habt es total verkackt und wollt es nun der SVP in die Schuhe schieben, dass monatlich rund 4000 Leute aus der EU die Schweiz überschwemmen, die sicher nicht in den Jura ziehen sondern in die potenten Wirtschaftzentren. Das haben ja sogar mittlerweile die dümmsten SP-Wähler gemerkt und geben ihrer Partei bei jeder Wahl einen Denkzettel. Du solltest dein Ideologie-Mäntelchen schleunigst ablegen und das Buch “Marx ist Murx” lesen.
@Staunemann Anscheinend sind ihnen die Argumente ausgegangen.
Nur kurz, bevor ich endlich schlafen gehe, möchte ich anfügen, dass sogar der Vorzeigegrüne B. Gidod das Thema der Ressourcenknappheit infolge der Zuwanderung thematisierte – zumindest bis er parteiintern eins aufs Dach bekam.
Aber Wohnungen waren und sind schon immer knapp, und das hat viele Gründe.
Einer davon ist sicher der stark regulierte Wohnungsmarkt, denn die Mieterschutzgesetze sind ein derartig enges Korsett und mit derart hohem administrativem Aufwand verbunden, dass sich der Wohnungbau für Private im Regelfall nicht mehr lohnt. Es bleiben also nur noch die Genossenschaften und grosse Immobilienfirmen.
Auch die Ansprüche der Mieter (also von uns allen) treiben den MZ in die Höhe. Feines Parkett (um himmelswillen keine Teppiche), teure Geräte in der Küche, grosse Wohnflächen für Räume, welche man eher selten nutzt, riesige Fenster, damit man den Affen machen kann – das alles treibt den Preis ungemein in die Höhe.
Ein weiteres Problem dürfte sein, dass die Stadt auf Teufel komm raus Firmen jeder Couleur in die Stadt holt – kleine stille Firmen wie Zahnärtze, Anwaltskanzleien, Beratungen etc belegen sehr oft Wohnraum, welcher aber als echter Wohnraum dann für immer verloren ist. Hier ist es also eine falsch aufgesetzte Standort-Vermarktung.
Es gibt noch viele weitere Gründe, aber die Frage ist doch eigentlich einfach: Warum nur wollen einige Leute ums verrecken in der Stadt wohnen (bzw. nahe dem Kern der Stadt), wo sie doch an deren Rand oder rundherum massiv (25%) billiger und auch sehr schön wohnen könnten?
Damit man jeden Abend in eine andere Bar kann?
Damit man jeden Abend an den See kann?
Damit man die Cobra des nachts rattern und den Trolley heulen hört?
Oder weil man in der Stadt arbeitet?
Ich jedenfalls wohne längst wieder auf dem Land, arbeite auch nicht mehr in der Stadt, und kann das jedem nur empfehlen.
Ich gehe jetzt schlafen, muss aber den PC ganz ganz leise ausschalten – sonst hört das ganze Dorf den Schalter …
Soll das ein Witz sein? Man versuche mal, als nicht grossverdienender Single in der Stadt eine zahlbare (sprich, in den meisten Faellen: subventionierte, Genossenschafts- oder Stadtwohnung) zu kriegen. Ich bin oft schon geneigt, mir Kinder auszuleihen, um meine Chancen zu erhoehen. Die einzige Single-Wohnoption in der Stadt ist oft eine Art Stehschrank zu Fr.1000.- pro Monat.
Na, das ist doch günstig
Ein riesen Problem ist doch auch, dass der Flächenanspruch so am explodieren ist, wir haben früher mit zwei Kindern in ner 3.5 Zimmer Wohnung gewohnt und es war uns zu klein, die alte Nachbarin hat in der selben Wohnung fünf Kinder gehabt (allerdings 40 Jahre früher). Heute ist es einfach normal, dass jedes Kind ein Zimmer hat, es ein Wohnzimmer gibt und der Compi auch ein eigenes Fenster hat. Ich genisse es, mehr Platz zu haben, aber es hat leider auch Schattenseiten. Es bräuchte eine Anpassung der Bauzonen, damit verdichteter gebaut werden kann und die Erkenntnis, dass es genug Büro Räume hat.
die schweiz ist und bleibt eines der kinderfeindlichsten länder in europa. mein gott – wie armselig ihr doch alle seit…….
Mag sein, nur möchte ich nirgends anders wohnen.
ich denke, dass viele vermieter keine kinder mehr in ihren häusern haben wollen, liegt daran, dass das gros der heutigen kinder ungezogen ist. ich bin der aufassung, dass kinder nicht zwangsläufig laut sein müssen, dreck an den schuhen ins haus schleppen, im kinder zimmer und in der wohnung randalieren, aber…
… man muss ihnen beibringen! und da mangelt es bei den heutigen müttern, deren ihre karriere wichtiger ist, gewaltig.
ich sehe das Hauptproblem, dass in Eurer Stadt ein unglaublich lebensfeindlicher Kleingeist herrscht. Kinder leben. Und sind keine zu züchtigenden Dressier-Tierchen, die dann Sonntags putzig am Geranienbeet Pirouetten drehen.
ACHTUNG!
ABSOLUTE RUHE!
ZUCHT und ORDNUNG!
ging vielleicht in Preussen.
Welch anal rententive Krüppel daraus wurden kann im Geschichtsbuch nachgelesen werden, oder hier in Germantown.
jetzt verstehe ich erst, weshalb die Stadt Zürich die höchste Psychotherapeuten-Dichte der Welt hat.
und das will etwas heissen, von einer, die aus dem Stadtneurotiker Biotop Manhattan schreibt.
Wirklich Lea, höher als in New York? Unglaublich……..
Das kann auch damit zusammenhaengen, dass sowohl kunden als auch Therapetuen nach Florida ausgewandert sind.
Ach Ihr armen Eltern. Wie habt Ihr es doch schwer. Die Kinder Hysterie nervt ja wirklich. Nur schon dass es diesen Mama Blog gibt ist höchst amüsant und auch fragwürdig. Habt ihr eigentlich kein anderes Gesprächsthema mehr als eure Kinder? Wie erbärmlich das doch sein muss wenn sich das ganze Leben nur noch um eine Sache dreht.
Ich bin froh, dass in unserem Wohnhaus keine Kinder erlaubt sind und dafür ganz viele Haustiere. Die machen weniger Lärm und Dreck. Ich wünsche mir einen Kinderlosen Stadtteil für uns DINKs. Hunde im Coop wären eh 10 mal hygienischer als die ganzen sabbernden und schreienden Bälger und schwangere Frauen sollten ab dem sechsten Monat zuhause bleiben, dass würde meinen Augen sehr viel Schmerz ersparen.
„Zürich for DINKs“ wäre mal eine Initiative.
Junge Eltern Ihr nervt gewaltig mit eurem Geklage. Würdet Ihr eure Kinder normal erziehen und euch auch ein bisschen anpassen und mal auch über etwas anderes Sprechen können als über eure Kinder dann käme das mit der Toleranz und eurer Willkommenheit auch wieder ins Gleichgewicht.
Aber jedem sein Haustier. Ihr habt die Kinder und wir unseren Hund und unsere Katzen…….
Gleichberechtigung für alle?
@DINK: als DINK sollten Sie doch über genug Energie zum nachdenken verfügen oder irre ich mich da?
Es geht hier nicht um Kinderhysterie und aus dem Kind das goldene Kalb machen, sondern um die Wohnungssituation. Schön dass Sie in einem kinderfreien Haus wohnen können.
Ich hoffe dass Ihr Lebensstil ausserhalb des Hauses nicht dazu führt den Blick fürs Ganze zu verlieren, und die Achtung und den Respekt. Auch Sie sind dankbar wenn Infrastruktur wie Haustechnik, Wasser, Strom, Strassen, Güter für den täglichen und nichttäglichen Bedarf usw usw immer im Angebot und verfügbar sind. Alle diese Leistungen werden von Menschen erbracht, welche irgendwann in Pension gehen und von anderen Menschen ersetzt werden müssen, das kann kein Haustier, also streichen Sie den Satz “jedem sein Haustier” bitte aus dem Repertoire, denn er ist vorallem eines: dumm und unüberlegt, von einem DINK würde ich mehr Substanz erwarten.
‘…für Nebenwirkungen fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker!’
DINK, ein Ghetto für solche Hohlköpfe wie du einer bist, wäre wirklich DIE Lösung, dann wüssten Menschen, mit und ohne Kinder, genau, welcher Ort zu meiden ist. Die einzigen, die sich nicht wehren könnten, wären die Haustiere der Hohlköpfe, da müsste man sich noch etwas überlegen…..
Das sind dann die Hündchen mit rosa Mäntelchen, die man als Kinderersatz im Bett schlafen lässt. Arme Viecher. Vielleicht sollte man das mal dem Tierschutzverein stecken, damit wenigsten ein paar der armen Kreaturen gerettet werden können.
das war doch eh in Trollpost vom Dinky-Toy.
Ich weiss nicht, wenn ich mich daran erinnere, wie es damals war,als ich noch im Norden gewohnt habe, da wurde mein Rottweiler freundlicher begrüsst von gewissen Menschen als meine Kinder.
das ist sehr gut möglich, so wie ich Zürich in Erinnerung habe.
Die Hunde dürfen auch überall hinkacken, bei den Kindern gibt es bereits Protest, wenn sie im Tram in die Windeln machen. Ja, ich weiss, die meisten Leute putzen die Häufchen ihrer Hunde weg, aber eben nicht alle, und etwas bleibt auf dem Rasen immer zurück, wenn da Kinder spielen, ist es einfach gruusig. Wohlverstanden, ich habe nichts gegen Hunde, wir hatten selbst einen, als wir auf dem Land wohnten, aber in der Stadt, wo es wenig Grünflächen gibt, sind Hunde wirklich problematisch.
Auf alle gegen die Hunde! Jawohl! Vollkommen unüberlegt und überflüssig diese Aussagen hier. Es gibt schlechte Hundehalter wie es auch schlechte Eltern gibt. Nervende Kinder wie auch nervende Köter. Also bitte – jeder braucht seinen Lebensraum und hat seine Bedürfnisse. Es sollte doch nicht so schwer sein aneinander vorbei zu kommen. Für mich gilt auf Jeden Fall: Ohne Kinder kann ich leben aber nicht ohne Tiere. (Die Welt ist zum bersten voll von Menschen, welche alle Resourcen dieser Erde in Windeseile aufbrauchen. Es ist ganz gut, haben wir immerhin hier im Westen eine geringere Geburtenrate – das gleicht dann vielleicht den Überschuss in den ärmeren Ländern wieder etwas aus.)
Mi Haustieren besteht genau das selbe Problem. Hächstens Hamster oder Meerschweinschen sind noch erlaubt. Schuld daran ist nicht die Politik, Links, Rechts, die Wirtschaft oder sonst was – sondern die Vermieter, die sich dank der hohen Mieteinnahmen eine goldene Nase verdienen und dazu möglichst keinen Aufwand haben wollen. Es sind die Schweizer selber, welche ihre Mitbürger ausnehmen und bedrängen. Jeder ist sich offensichtlich selbst der Nächste.