Leben


Michèle Binswanger am Mittwoch den 21. April 2010

Wie Familien aus der Stadt gedrängt werden

Stören Kinder nur, oder sind sie eine Bereicherung?

Stören Kinder nur, oder sind sie eine Bereicherung?

Wer in Zürich eine Wohnung für sich und seine Familie sucht, muss einen langen Atem haben. Und gute Nerven. Dass der Wohnungsmarkt trockener ist als Zwieback aus dem letzten Jahrhundert, ist bekannt. Auch, dass die Ansprüche von Familien an Wohnraum nicht eben bescheiden sind. Gross sollte die Wohnung sein, in einem guten Quartier liegen mit netten, womöglich lärmunempfindlichen Nachbarn. Vor allem darf sie nicht zu viel kosten. Als ob diese sozio-ökonomischen Gesichtspunkte die Suche nicht schon dramatisch einschränken würden, scheint es noch eine weitere Komponenten zu geben, weshalb Familien vermehrt aus der Stadt ziehen: Kinder sind nicht erwünscht.

Eine Leserin stiess im Internet jüngst auf folgendes Inserat, welches sie uns zusandte:
5-Zi. Altbauwohnung; 
Miete/Monat: 3430.- 
Beschrieb:
 Schöne, grosszügige 5-Zi. Altbauwohnung, nähe Kreuzplatz. Brandneue Küche mit Waschturm,
 neues Bad und sep. WC, alle Räume Parkett, kleiner Balkon zum Innenhof, evtl. Parkmöglichkeit.

 Tönt perfekt – hellhörig macht nur der Vermerk am Schluss des Inserats. Da steht nämlich: Geeignet für zwei Personen oder Einzelperson (keine Kinder).

Als ob Kinder eine Art Haustier für Fortgeschrittene wären.

Das Problem ist bekannt, erfährt man beim Mieterverband. Zwar gibt es laut Mieterverband widersprüchliche Statistiken darüber, ob Familien vermehrt aus der Stadt wegziehen, sicher aber führt der Verteilkampf um Wohnraum zur Segregation der Quartiere. Das bestätigt auch eine kleine Umfrage bei Familien. Der private Wohnungsmarkt in Zürich ist eng, für durchschnittliche Familien erschwingliche Wohnungen rar. Man zieht also entweder aufs Land oder in staatliche bzw. genossenschaftliche Siedlungen. Hier haben sie gegenüber ihren kinderlosen Mitbewerbern im Stadtraum sogar Vorrang und können für die Immissionen, die Kinder für Nachbarn unbestritten mit sich bringen, mit Verständnis rechnen.

Wenn Familien in Wohnungen, die sie sich sowieso nicht leisten können, nicht erwünscht sind, spielt das für sie keine Rolle. Aber gerade deshalb ist es auch störend. Ganz abgesehen davon, dass Familien Stadtteile, die sie in Beschlag nehmen, in gewisser Weise gentrifizieren, also durch soziale Umgestaltung aufwerten, stört es mich allgemein, wenn Kinder per Verbot aus dem Stadtraum gedrängt werden. Ich bin auch der Meinung, dass Kinder nicht überall hingehören und geniesse als Stadtmensch auch kinderfreie Zonen. Aber warum muss immer gleich alles reguliert und verboten werden? Ist es nicht ein Armutszeugnis für eine Gesellschaft, wenn dem geplanten Kinderhort Steine in den Weg gelegt und eine Flut von Regelungen aufgezwungen werden, weil das ja für Lärm und Bewegung sorgt, wenn Kaffees und Nobelrestaurants Kinderverbotsschilder aufstellen, wenn Wohnungen nur an DINKs (Double Income no Kids) vermietet werden? Können die Leute nicht miteinander reden? Sich auf Erfahrungen einlassen? Leben und leben lassen? Zumal die Stadt ja realiter nicht gerade von Kindern überrannt wird. Ich würde mich sogar zur Behauptung aufschwingen, dass Kinder in der Stadt ein Randphänomen darstellen. Vielleicht erzeugen sie gerade deshalb diesen missmutigen Verbotsreflex.

Überhaupt: was ist eigentlich, wenn ein kinderloses Paar in eine Kinder-unerwünscht-Wohnung zieht und sich Nachwuchs einstellt? Müssen sie wieder ausziehen? Vielleicht tun sie das dann freiwillig. In einer Nachbarschaft, wo das Idealbild eines Mieters ein tierhassender Single ohne Freunde ist, sechs Tage pro Woche auf Geschäftsreise und völlig unmusikalisch, da hat man als lebenshungriger Mensch, mit oder ohne Familie, nichts verloren.

335 Kommentare zu „Wie Familien aus der Stadt gedrängt werden“

  1. Stuzzicadenti sagt:

    Die Zürcher Innenstadt ist doch ein himmeltrauriger Ort für Kinder um aufzuwachsen. Diese Kinder müssen zu früh erwachsen werden, da ihnen natürliche kindliche Rückzugspunkte fehlen. Der abgesperrte Gefängnishof bzw. “Spielplatz” bei der Blatterwiese steht stellvertretend für diese seelische Vergreisung durch die Stadt.

  2. Pius sagt:

    Die gäbe es ja eigentlich schon auch in Zürich. In Altstetten, Seebach, Schwamendingen, ist es theoretisch möglich, eine 5 Zi Whg für einen familienfreundlichen Miettarif zu bekommen. Und Stadtwohnungen gibt es in jedem Stadtkreis. Leider wird kaum je was frei und die Fluktuation ist extrem niedrig. Dass das Wohnungsangebot als solches zu knapp ist auf städtischem Gebiet ist ja nicht nur ein Familienproblem. Ich kenne Familien, als auch viele Singles und Paare ohne Kinder welche schon grosse Mühe bekunden in Zürich überhaupt eine Wohnung zu finden, quer durch alle individuellen Budgets durch.

    • Henri sagt:

      Ja genau.
      Bloss wollen viele der Leute, welche hier so jammern, eben nicht nach Schwammendingen, oder Höngg, oder Altstetten. Zuwenig trendy vermutlich, obwohl es gerade in diesen Quartieren wunderschöne und relativ günstige Wohngelegenheiten gibt (gerade die niedrige Fluktuation beweist es).

      Ein weiteres Problem ist natürlich auch die Zuwanderung infolge der Freizügigkeit, denn die sogenannt gutqualifizierten Zuwanderer finden meist eine Stelle im städtischen Umfeld, was den Druck dort nochmals erhöht.

  3. Jo Mooth sagt:

    Ich frage mich, was an der Stadt Zürich besonders kinderfeindlich sein soll. Klar, vieles ist für viele Menschen nicht ideal: die hohen Mieten, die nur kleinen Fussgängerzonen, die wenigen Parks im Zentrum, die hohen Preise allgemein. Mag sein, dass all das für Kinder und ihre Familien noch mehr ins Gewicht fällt. Aber nicht mehr. Umgekehrt können auch Kinder von den vielen positiven seiten von Zürich profitieren, dem See, dem guten ÖV, guten sozialen Diensten, der ganzen Vielfalt des Angebots. Kurz: Zürich aus Kindersicht ist so gut und schlecht wie Zürich aus Erwachsenensicht. Letztlich ist Zürich schwieriger für Leute mit weniger Geld, und das sind oft Familien mit Kindern, aber man kann eben nicht immer alles haben, Kinder und viel Geld. Die wenigen, die das doch können, hatten – diesbezüglich – halt Glück. Hätte ich Kinder und nicht so viel Geld, würde ich mir eben nicht gerade im Seefeld eine Wohnung suchen.

    • Cara Mia sagt:

      Genau. Es wird immer alles über einen Kamm geschoren, dabei hat es in Zürich wunderschöne Quartiere (sage ich als Baslerin, nur so nebenher).

      Ein Kind, das in der Stadt aufwächst, hat nie das Problem, allen beweisen zu müssen, dass es kein Landei ist. Denn es sind gerade die, die in der Stadt am dümmsten tun, rumschlägern, sich vollpumpen und so weiter. Der kleinste Teil der “Kunden” der Fixerstübli ist aus der Stadt!

      • gargamel sagt:

        ein pauschalurteil mit einem anderen pauschalurteil totschlagen… naja…

  4. Pippi Langstrumpf sagt:

    Einfach nur pervers, der Wohnungsmarkt in Zürich! Man ist versucht zu sagen, jeder selber schuld, der sich das antut, Fr. 3500.– jeden Monat, nur zum Wohnen, und gehören tut mir die Wohnung nie, das ist doch jenseits. Da kann ich wunderbar ausserhalb wohnen und mich jeden Tag per Taxi in die Stadt chauffieren lassen und spare immer noch Geld. Der Gedanke, dass sich ein Immobilienhai mit mir eine goldene Nase verdient ist Grund genug, auf solche Angebote zu verzichten. Wenn man jetzt noch die Sicht der Kinder betrachtet, gibt es erst recht keinen Grund, in der Stadt zu wohnen. Kinder brauchen Auslauf, Natur und Wald, um sich gesund zu entwickeln, das kann eine grosse Stadt nicht bieten.

    • Martin A. sagt:

      Wenn man zu zweit fast 20′000 Franken im Monat verdient, sind 3500 Franken wenig. Und es gibt nun mal genügend Leute die soviel verdienen. Egal wie oft in den Zeitungen von jenen Leuten die Rede ist, die mit wenig Geld auskommen müssen.

      Noch wegen dem Land und den Kindern. Natürlich ist es nett nahe der Natur aufzuwachsen. Seit mehr als 100 Jahren aber wohnt der Grossteil der Schweizer Bevölkerung in Städten. Klar, keine Megastädte. Trotzdem. Somit ist seit Generationen der grösste Teil unserer Bevölkerung ungesund entwickelt. Ein Wunder, dass unser Land noch nicht untergegangen ist.

      • Hedon Zwiefel sagt:

        “Auf dem Land” heisst in der Schweiz wohnen mit städtischen Infrastrukturen (GAs, Wasser, Strom, Strassen, Schulen etc.) jedoch mit ökologisch bedenklich tiefer Bebauungsdichte. Hinzukommt dass” auf dem Land” die Anzahl Arbeitplätze wesentlich tiefer als die Bevölkerungszahl ist, was zu noch mehr Verkehrsinfrastruktur führt und in den Städten zu Stau führt.
        “Auf dem Land” in anderen Ländern heisst oft, keine Schulen und Krankenhäuser, keine öffentliche Versorgung mit Wasser, Strom, Gas, Kabelfernsehen. Auf dem Land ist die Gesellschaft geprägt von Traditionen und von sozial Kontrolle.
        Die Schweiz ist im Grunde eine 7-Millioon-Metropole, in der aufgrund des Reichtums eine extrem niedrige Bebauungsdichte vorherrschend ist. In der Volksmeinung gehören Kinder in die weniger dicht bebauten Gegenden, ins Suburbia, in die Agglo.

      • Lea sagt:

        “ökologisch bedenklich tiefer Bebauungsdichte” was soll das denn heissen?

      • Lea sagt:

        “Die Schweiz ist im Grunde eine 7-Millioon-Metropole” ich lach mir einen Schranz in den Bauch.

        Metropolis?

        Hahaha.

      • Hedon Zwiefel sagt:

        Sie können 60 Familien in einem Hochhaus mit tollen Wohnungen mit grossen Balkonen unterbringen, die Autos verschwinden in einer Tiefgarage, im Erdgeschoss ist auch grad der Migros. Sie können dem Hochaus auch noch grosszügig Umschwung geben. Vergleichen hierzu für 60 Einfamilienhäuser den Landverbrauch, die benötigten Strassen (subventioniert!), die Zuleitungen (Wasser, Gas, Strom, etc) die Kanalisationen… Sie geben mir recht, dass der Ressourcenverbrauch für die Einfamilienhüsli grösser ist. Erstaunlicherweise meinen die Hüüslibesitzer “auf dem Lande” dann immer sie seien ökologischer als die Stadtbewohner. Weil sie die Natur “aufgefressen” und verdrängt haben!?
        Landschaft und Natur als Konsumgut gehandelt werden schnell zu endlichen Ressourcen, wenn man verschwenderisch damit umgeht.

      • Milica Ratnitskij sagt:

        @ Lea: Er hat Recht – vom sozial- und städtegeographischen Standpunkt aus betrachtet. Unsere Schweizer Suburbs sind ökologisch bedenklich, weil der Platzverbrauch von Einfamilienhäusern (und damit pro Kopf) enorm ist. Ökologisch sinnvoller wäre es, die Städte zu verdichten (Hochbauten) und den Landverbrauch zu reduzieren. Weil die Schweiz so klein ist und gleichzeitig die grossen Städte zusammenwachsen, kann tatsächlich bald von einer “Stadt Mittelland” gesprochen werden. Mexico City bspw. ist ganz ähnlich entstanden. Die Schweizer Bevölkerung ist bald durch und durch urban. Auch in -wil und -kon, diesen austauschbaren “Unorten” und Speckgürteln um die Städte, leben wir längst nicht mehr “auf dem Land”, sondern in den Suburbs/Agglos. Richtige Landbevölkerung gibt es nur noch wenige in den Alpen und im Jura. Sie lebt in Dörfern, die nur noch per Postauto erschlossen ist, die Schüler im Tal zur Schule gehen, die Post keine Filiale mehr hat, das privat betriebene “Dorflädeli” das Nötigste bietet und die Strassen im Winter reduzierten Winterdienst haben.

      • Lea sagt:

        Dann gehe Sie mit mir einig, dass für Zürich bauen in die Höhe die richtige Lösung gewesen wäre.
        es ist allerdings auch so, dass die Baukosten ab einer gewissen Höhe exponential wachsen, weil die Infrastruktur komplexer wird. der Nutzflächengewinn nimmt deswegen auch ab, da Erschliessungsflächen sich auch entsprechend vervielfachen.

        trotzdem mokiere ich mich über den Passus Schweiz = Metropolis. -)

      • Lea sagt:

        habe ich ja alles am ende dieses threads auch gesagt. aber in diesem durcheinander mit verschachtelten antworten findet man nun wirklich nichts mehr.

  5. Marcel sagt:

    Was heisst da nur Probleme in der Stadt Zürich? In der Agglomeration wirds immer ähnlicher. Warum Familien ein recht darauf haben, in der Stadt zu leben- urban life style in Ehren- steht allerdings nirgendwo geschrieben. Andererseits: Damit beschleunigt sich die soziale Segregation mit weitreichenden Folgen: Kinderlose, sauteure (Innen)Städte, Ghettoisierung der Aglos (bei gleichzeitig unaufhörlich anziehenden Mieten) etc. Denkbar ist auch ein trend hin zu Lebens- und Arbeitssituationen, in denen Wohn- und Arbeitsort immer weiter auseinanderliegen: Schaffe in Züri, läbe am Jura Südfuss, etwas übertrieben ausgedrückt. Die Standortpolitik der Stadt Zürich ist da allerdings nicht ganz unschuldig: Solange Hochtechnologieunternehmen wie Google ihren Firmensitz (oder Entwicklungssitz) nach Zürich verlegen, ziehen auch entsprechend zahlungskräftige Arbeitnehmer in den Grossraum Zürich. Wenn dieser Teuerungstrend weiterhin anhält, wird sich der “Grossraum Zürich” bald einmal bis ins Glarnertal erstrecken… Die Amerikanisierung der Lebensverhältnisse macht auch vor der Schweiz nicht halt. ich beobachte diese entwicklungen mit grossem Unbehagen.

    • Lea sagt:

      Google hat seinen Firmensitz nicht nach Seldwyla verschoben. der ist immer noch in kalifornien. auch steuersitz btw.
      was an google ist hochtechnologie?

      “Warum Familien ein recht darauf haben, in der Stadt zu leben” ????????? wer erdreistet sich, solche in der verfassung garantierten rechte abzusprechen? niederlassungsfreieheit oder so heisst das.

      “Die Amerikanisierung der Lebensverhältnisse” Wenn die alternative das absprechen von grundrechten ist,
      wenn die alternative dieser selbstgefaellige Anspruch auf eine Leistung ist, dann sage ich ja.

      es handelt sich bei euch jedoch nicht um eine amerikanisierung, sondern eher eine finnlandisierung. oder sinofizierung.

  6. “Man kann nicht immer alles haben” – das stimmt! Wenn man aber seinen Lebensstil und Standard an die Familiensituation angepasst hat und sich dann immer noch jeden Monat fragen muss, wieso man soviel für die Grundversorgung bezahlen muss… dann gilt dieses Argument nicht. Und ich rede hier nicht nur von mir… Es wird immer so viel Flexibilität verlangt – beginnt man diese selber einzufordern dann wird man gleich als Schmarotzer oder Kommunist abgestempelt.

    Bei der Grundversorgung hört für mich der selbstregulierende Markt auf.

    • Niemand verlangt von Menschen ohne Kinder aus der Stadt zu verschwinden so wie wohl auch niemand Menschen mit Kindern das Verschwinden naheliegt. Schliesslich hat man dort wo man lebt auch Wurzeln, Freunde, Vereine – ein Umfeld. Wenn diese Entwicklung so weitergeht, dann verstehe ich die Welt nicht mehr.

      • pipistrella sagt:

        @pascal: ich erwarte weder von menschen mit kindern noch von menschen ohne kinder, dass sie die stadt verlassen – solange sie sich die stadt leisten können.
        das, was hier in allen kommentaren klar zum ausdruck kommt, ist dass die wohnungen in zürich teurer werden – für alle, unabhängig davon, ob man nun kinder hat oder nicht.
        wenn man sich nun als kinderloses paar vielleicht noch eine wohnung in der stadt knapp leisten konnte, weil beide voll verdienten und man keine ausgaben für kinder hatte, klappt das halt vielleicht nicht mehr, wenn ein kind da ist, auch mit subventionierter kinderkrippe nicht.
        das hat aber nichts mit dem kind an sich zu tun, sondern damit, dass zu knapp kalkuliert wurde.

        fazit: zürich kann man sich entweder leisten oder nicht, unabhängig davon ob man familie mit kind ist oder nicht. das ist ein altbekanntes problem in (gross-)städten.
        entsprechend muss man konsequenzen ziehen und das geht auch menschen so, die keine kinder haben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @pipistrella: “fazit: zürich kann man sich entweder leisten oder nicht, unabhängig davon ob man familie mit kind ist oder nicht. das ist ein altbekanntes problem in (gross-)städten.”
        Dass es sich viele nicht mehr leisten können hängt nicht an nachvollziehbaren Faktoren, sondern am rücksichtslosen Gewinnstreben einiger zuvielen!!!
        Wir sind in dieser Stadt soweit, dass Wohnhäuser in den Besitz von ausländischen Konsortien gelangt sind. Die haben null Interess an einer guten sozialen Durchmischung verteilt über die ganze Stadt, alles was die wollen, ist möglichst viel Gewinn welcher in die Privattaschen geht.
        Wir sind hier nicht in einer Megastadt wo schon fast nichts mehr gegen die auseinanderklaffenden Lebenswelten unternommen werden kann. Für die Schweiz ist es wichtig dass sich keine Parallelgesellschaften entwickeln, dass die hier lebenden Menschen den Blick und das Interesse für die Gesamtbevölkerung nicht aus den Augen verlieren.
        Und übrigens betrifft es gar nicht mehr nur Zürich, auch in anderen Gegenden zwingen die immer höher steigenden Mieten die Einheimischen zum Auszug wenn sie sich familienmässig vergrössern wollen. Da geht soviel an “Standortverbundenheit” auch an Geschichte mit dem Lebensort, Identifikation mit seiner Umgebung (und dadurch auch Einsatz dafür!) verloren, ich finde eine kleine Schweiz, und ein eher kleines Zürich im Vergleich zu sogenannten Weltstädten KANN UND DARF SICH DIESEN VERLUST NICHT LEISTEN.

    • Jo Mooth sagt:

      Verstehe ich, wenn ich Kinder hätte, argumentierte ich gleich. Ich bin aber der Ansicht, dass Paare nur noch höchstens ein Kind haben sollten, und diese Grundversorgung sollte dann auch vom Staat garantiert werden. Wer zwei will, ist bereits auf Luxus aus, da muss man Opfer bringen und auf anderes verzichten.

      • Man hat ohnehin in der Schweiz nur soviele Kinder wie man vermag

      • Jo Mooth sagt:

        Eben. Wer halt drei Kinder hat und will, sollte sich nicht wundern, dass er in Zürich keine für ihn bezahlbare 5-Zimmerwohnung findet. Wenn er unbedingt in Zürich wohnen will, soll er halt nur ein Kind haben, dann findet er womöglich eine 3-Zimmerwohnung in Schwammendingen. Insofern verstehe ich auch das Lamentieren im Blogbeitrag von heute nicht.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Jo Mooth: das kann ja wohl nicht sein, oder?! Die Schweiz ist einfach zu klein um sich Ghettozustände zu erlauben, abgesehen davon, dass es schon ausreichend verbauten und blockierten Platz durch die sehr gut Betuchten gibt! Ich soll also alle Bindungen dann mal ad acta legen und mich inklusive Familie verschieben, weil wir uns erfrechten trotz unerhört angespannter Wohnlage mehr als ein Kind auf die Welt zu stellen? Nicht die Familien sollten sich wundern, dass in der Stadt viel zuwenig bezahlbarer Wonraum vorhanden ist, sondern die Politiker und Vermieter! Und dann sollten sie noch genug Mut haben, einen Mindestansatz an bezahlbarem Wohnraum zur Verfügung zu stellen.

      • Jo Mooth sagt:

        Ich sagte bloss, mehr als ein Kind ist Luxus und da muss man die Konsequenzen tragen, also man wohnt dann halt wohl eher nicht im Seefeld oder überhaupt nicht in der Zürcher Innenstadt, sondern in Altstetten, ist auch schön, das ist alles. Bei solchen Diskussionen inkl. Eingangsposting habe ich immer ein wenig das Gefühl, dass Familien neuerdings die Opferrolle mögen. Dabei sind sie längst nicht die einzigen, die nun halt mal meistens nicht zu den wirtschaftlich Prvivilegierten gehören, es gibt auch viele Singles oder ältere Menschen, die sich die teuren Wohnungen nicht leisten können.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Jo Mooth: das weiss ich doch dass Sie Kinderanzahl über eins als Luxus empfinden, und aus oekologischer Sicht für die Nullvariante plädieren. Diesen Thread hier gäbe es aber nicht, wenn in Schwamendingen oder Altstetten oder etc. der nötige Wohnraum vorhanden wäre, er ist eben selbst dort nicht annähernd ausreichend vorhanden.

      • Josephine sagt:

        Ach, Jo Mooth, was soll diese Seefeld-Keule? Sie wissen doch ganz genau, dass die Wohnungssuchenden um einiges flexibler sind. Fakt ist, dass man auch in Altstetten und auch in Schwamendingen kaum noch bezahlbare Wohnungen findet. Jede Neuvermietung hat einen saftigen Mietzinsaufschlag zur Folge. Meistens wird nicht einmal mehr saniert, nur punktuell gestrichen. Also nix mit Waschturm und co. wobei Luxussanierungen mit vorangehender Leerkündigung auch ganz schön verbreitet sind. Sie können froh sein wenn ihnen die Schlichtungsstelle die Frist verlängert, leider oft viel zu knapp um überhaupt eine Ersatzbleibe zu finden. Diese Zustände haben aber auch unter anderem damit zu tun, dass die Zürcher sich von der freisinnigen Hauseigentümerlobby einlullen lassen haben, indem sie an der Urne die Abschaffung der Formularpflicht besiegelt haben, weil ja angeblich “unnötige Bürokratie”. Seither ist die Transparenz weg und der Vermieter kann so richtig abreissen.

      • Jo Mooth sagt:

        Gut, dann auch nicht Altstetten oder Schwamendingen. Was ist denn mit Turbental oder Egelsee? Da ist man auch in 40 Min. am HB.

      • adlerauge sagt:

        40 Minuten mal 2, 5 Mal die Woche, 48 Wochen pro Jahr. Macht summa sumarum 320 Stunden pro Jahr für etwas, dass man auch in einem Bruchteil der Zeit “erledigen” könnte. Nicht sehr effizient.

  7. Marie-Françoise Eigner sagt:

    Da kanns einem schwindlig werden bei so wenig Respekt in der Kommunikation und so vielen queren Weltbildern.
    Wir wohnen seit 14 Jahren in einem sehr bezahlbaren Altbau in der Nähe des Kreuzplatzes und haben zwei Söhne. Vieles war gut, anderes weniger. Das wäre doch überall so gelaufen. Mir machen da Feindbilder und so scheint es mir, angestaute Wut weit mehr Angst, als Kinder in der Stadt aufwachsen zu lassen.

    • Ich interpretiere das mehr als schwelende Wut darüber, dass man als “Durchschnittsbürger” dafür büssen muss, wenn man sich erdreistet Kinder in die Welt zu setzen. Und man immer mehr einen finanziellen und sozialen Abstieg akzeptieren muss wenn man keine Lobby hat. Diese Wut macht mir eigentlich keine Angst, die entlädt sich vielleict eines Tages in etwas Positivem.

      • Beispiel: Es ist ja ein Hohn, dass man als Sozialschmarotzer und Unverantwortlich hingestellt wir wenn man einen subventionierten Krippenplatz möchte damit die Eltern arbeiten können. Gerade dass wir beide in der Arbeit Fuss fassen sollte ja eigentlich belohnt werden da man so die Eigenverantwortung wahr nimmt um während und nach der “Aufzucht” für den Lebensunterhalt sorgen kann.

      • blackball sagt:

        Wieso, bitteschön, soll ich einen Kinderkrippenplatz finanzieren? Als lediger, kinderloser Single sehe ich die Notwendigkeit dazu schlicht und ergreifend nicht.

        Kinder sind immer noch eine persönliches Vergnügen, finanzieren Sie sich dieses bitte auch selbst.

      • Wieso, bitteschön, finanziere ich Kampfflugzeuge? Subventioniere ich eine nicht rentierende Landschaft? Den Strassenbau?

        Wenn ich dem Unternehmen Schweiz jedes Jahr Geld gebe, will ich auch einen ROI haben. Und den muss man sich heute ja erbetteln. Und ja, auch Singles haben ein anrecht auf persönliches Vergnügen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @blackball: und warum wird mit unseren Steuern soviel subventioniert was wir nie in Anspruch nehmen?! Das nennt sich Solidarität, denn irgendwann, wenn Ihr Pöstler, Ihr Garagist, Ihr Verkäufer, Ihr Bankberater, Ihr Arzt, Ihr Freizeitvergnügenermöglicher, Ihr Infrastrukturbereitsteller (immer auch die weibliche Form denken) pensioniert wurde, sind Sie froh wenn da irgendjemand ist, der nachrücken kann…

      • markus sagt:

        Du hast die Studenten vergessen ;-)

      • blackball sagt:

        @ Brunhild Steiner
        Besten Dank, meine Ausdrucksweise ist unisex. Ich leide nicht unter dieser unsäglichen Zwangsemanzipierung der Sprache. (s. dazu auch Peter Schneider: Radioempfänger – Radioempfängerinnen)

        Bedenken Sie bitte auch, dass ich als nicht verheirateter Kinderloser deutlich mehr Steuern zahlen darf … selbstgewählt. Ihre Argumentation ist ein Schuss Ihr eigenes Knie, da Sie als Eltern auch deutlich mehr teil-/subventionierte Leistungen beziehen …

        Übrigens: Meine Freizeitvernügenermöglicherin ist durch die Bereitstellung ihrer Infrastruktur somit gleichzeitig meine Infrastrukturbereitstellerin … Sie verstehen?

      • markus sagt:

        @Blackball, wieso muss ich als nicht Wassertrinker Deine Wasserleitung mitfinanzieren? Oder als nicht Autofahrer Deine Strasse? Könntest Du das alles ganz alleine bezahlen? Es gibt Dinge die nur solidarisch funktionieren, sonst würdest Du in Kabul wohnen (kein Wasser, keine Schule, kein Internet) Ohne Solidarität könntest Du nichtmal lesen und schreiben, oder hast Du deine Lehrer auch selber bezahlt ? Und Deine Rente ? Ok das man die Studenten mitfinanzieren muss finde ich auch eine Sauerei aber ohne die gäbe es ja auch keine Gurken Norm und unsere Gurken wären alle verschieden, das will ja auch niemand oder ?

      • blackball sagt:

        @Pascal Sutter

        Ihre Aufzählung dient dem Allgemeinwohl. Ein Kinderkrippenplatze ist m.E. doch eher ein individuelles Bedürfnis und sollte somit nach dem Verursacherprinzip finanziert werden.

        Jetzt haben Sie mich erwischt, Singles sind hedonisten :o )

      • blackball sagt:

        @ Markus
        Ihre Argumentation reicht in etwa bis zu Ihrem Nasenansatz … oder waschen Sie sich und Ihre Kleidung nicht? Fahren Sie kein Fahrrad/Töff/Irgendeinmobilesetwas und schweben Sie über dem Boden, dass Sie keine Strassen brauchen? Wie wird Ihr Samstagmorgenkaffee, welchen Sie im Globus “erschwebt” haben, in denselben geliefert?

        Natürlich sind gewisse Einrichtungen nur solidarisch möglich. Ein Kinderkrippenplatz gehört m.E. sicher nicht dazu.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @blackball: das war kein Schuss ins eigene Knie, da Sie mit Sicherheit auch bei höherer Steuerbelastung mehr Geld zur freien Verfügung zur Hand haben.

        @markus: hoffe doch sehr die wechseln nicht vom Aggregat “studierend” ohne Unterbruch ins Aggregat “pensioniert”???…;-) (und was meine Schwester nun machen soll weiss ich immer noch nicht!)

      • markus sagt:

        @Blackball, sicher gehört die Kinderkrippe auch dazu oder wäre die Alternative das alleinstehende Mütter ganz vom Staat finanziert werden? Wer hat Dich finanziert ? Ich wollte nicht das Du auf die Welt kommst und deine Schule mitfinanziere (womöglich hast Du noch studiert)

      • blackball sagt:

        @ Brunhild Steiner
        Da kennen Sie aber meine Fixkosten, welche ich zur Wahrung meines “Hedonistenstatus” aufwerfe, nicht …

        Natürlich dürfte ich unter dem Strich mehr Geld zur freien Verfügung haben, als ein Grossteil aller Familien. Wie gesagt, der Kinderwunsch ist individuell und die Kosten für Extrawünsche der Kindseltern sollten von denselben getragen werden. Ansonsten hätte ich auch noch ein paar Wünsche, welche ich gerne durch die Allgemeinheit finanziert gesehen hätte.

      • blackball sagt:

        @ Markus
        Wie gesagt, wer einen Krippenplatz will, soll dafür bezahlen. Und ich muss Sie enttäuschen, ich, bzw. meine Eltern hatte/n nie die Gelegenheit, einen Krippenplatz für mich in Anspruch zu nehmen …

        Die Subvention der Schulbildung habe ich übrigens nie abgelehnt, der mit den Studenten waren doch Sie … und seien Sie beruhigt, ich bin kein Student.

      • Ach Quatsch, ich war auch lange Single und kein Hedonist

      • blackball sagt:

        @ Pascal Sutter

        Das war eigentlich ein klitzekleines Bisschen ironisch gemeint … also, das mit dem Hedonisten …

      • markus sagt:

        @blackball, was wäre dann die Alternative ? Eine alleinstehende Frau kann nunmals nicht arbeiten und 100% die Krippe bezahlen. Was wenn der Mann stirbt und sie arbeiten muss ? Bin sonst auch für das Verursacherprinzip aber in dem Fall ist dies nicht möglich. Sei froh das Du nie in eine Krippe musstest und Deine Eltern für Dich da waren. By the way wir sind im Internet und Du darfst mir auch Du sagen;-) Ausser als Student nicht!.

      • blackball sagt:

        @ Markus

        Hm, der gesendete Beitrag ist spurlos verschwunden. Also, noch mal …

        Besten Dank für das “Du”. Ich halte es jedoch mit der Maxime, dass ich mir unbekannte Menschen “sieze”. Gerade im Inet ist ein gewisses Mindestmass an Umgangsformen unabdinglich. Sie dürfen mich selbstverständlich weiterhin “duzen”.

        Was ist mit Gross- bzw. Schwiegereltern? Meine Eltern waren beide erwerbstätig und ich habe viel Zeit (tagsüber) bei meinen Grosseltern verbracht. IdR sind Gross-/Schwiegereltern zur Hand und bitte jetzt nicht mit Einzelschicksalen argumentieren, die diese Gelegenheit nicht wahrnehmen können/wollen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @blackball: “IdR sind Gross-/Schwiegereltern zur Hand”
        Wie kommen Sie darauf? Erstens mal leben die jungen Eltern schon lange nicht mehr gleich nebenan oder imselben Dorf. Dank Mobilität und auch Globalisierung verschlägt es manch eine Familie ans fast entgegengesetzte Ende.
        Haben die Kinder in eher jungem Alter für Enkel gesorgt, befindet sich die “Grosselterngeneration” oft noch selber im Erwerbsleben. Haben die Kinder damit gewartet, könnte es sein dass die Grosselterngeneration aus gesundheitlichen Gründen dazu nicht mehr in der Lage ist. Da kommen ganz viele Grosselterngenerationspaare (und die Tanten und Onkel meinetwegen gleich mit dazu) zusammen. Diejenigen die nicht wollen, machen vermutlich den viel kleineren Teil aus.
        Das “die Grosseltern sollen/können hüten-Argument” gegen Krippen überzeugt mich nicht und hält den heutigen Realitäten nicht stand. Und dort wo es praktiziert wird, nämlich vorallem in Einwanderungsfamilien (Grossmami wird aus dem Dörflein importiert und hat eine Schlafstatt im Kinderzimmer und ähnliches), würde ich einen partiellen Krippenaufenthalt für die Kinder erst recht sinnvoll und gesund finden. In unser aller Interesse, also auch dem eines überzeugt sein Leben geniessenden Kinderlosen…;-)

      • Henri sagt:

        Also ich sehe auch nicht ein, warum ich Krippenplätze finanzieren soll – allefalls, damit Herr Sutter und seine Frau mehr arbeiten gehen können, um mehr zu verdienen, damit sie sich die Stadtwohnung leisten können, weil sie gerne in der Stadt wohnen.

        Hätte, könnte, möchte, müsste.

        Wir alle sind umgeben von Rahmenbedingungen, nach welchen wir uns richten müssen – manche sind angenemher, andere weniger.

        Was die alleinstehend Mütter und die Krippenplätze angeht:

        Warum ich das persönliche Vesagen der alleinstehenden Mütter (ansonst wären sie ja, eben, nicht alleinstehend) und der dadurch vermutlich ebenfalls alleinstehenden Väter, welche demzufolge ebenso versagt haben, noch querfinanzieren soll, indem ich Krippenplätze finanziere, ist mir ebenfalls schleierhaft.

      • Lea sagt:

        @Henry: “Warum ich das persönliche Vesagen der alleinstehenden Mütter” goohts no? Was soll den da versagen sein?
        Beziehungen sind nicht ein Projekt, das nach den Gesetzen von Operations Research funktionieren.

        oft hat sich die Beziehung ganz einfach auseinandergelebt und gewachsen. it happens.

      • blackball sagt:

        @ Brunhild Steiner
        21. April 2010 um 20:47

        Sie spielen hier aber ganz schön virtuos auf der Ausländerklischeeklaviatur.

        Interessanterweise sollte ja eine Art “Führerschein” für Familienangehörige zur Betreuung von Kleinkindern eingeführt werden, wenn ich mich richtig erinnere. Ihre Aussage: “Erstens mal leben die jungen Eltern schon lange nicht mehr gleich nebenan oder imselben Dorf…” entspricht diametral diesem Bedürfnis (wie gesagt, wenn ich mich richtig erinnere). Auch Erfahrungen aus meinem Umfeld sprechen eher nicht für Ihre Aussage.

        Erwiesenermassen ist die “Grosselterngeneration” heute wesentlich fitter und gesünder und dadurch auch eher bereit, die Kleinkinderbetreeung zu übernehmen. Auch hier: Erfahrungswerte aus meinem Umfeld.

        @ Lea

        Bitte den Modus “selektive Wahrnehmung” ausschalten und wenn schon, dann richtig zitieren. Henry schrieb ausserdem:
        “… und der dadurch vermutlich ebenfalls alleinstehenden Väter, welche demzufolge ebenso versagt haben, …”

        Danke.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @blackball:
        “Sie spielen hier aber ganz schön virtuos auf der Ausländerklischeeklaviatur.”
        was für ein Klischee? Das wird nun mal so gehandhabt, sehen Sie dem besser ins Auge als mich aufs Klischieren zu reduzieren.
        “Interessanterweise sollte ja eine Art “Führerschein” für Familienangehörige zur Betreuung von Kleinkindern eingeführt werden, wenn ich mich richtig erinnere.”
        Interessanterweise wurde das abgelehnt! Und einführen wollten ihn die Betreffenden nicht weil da so wahnsinns viele Verwandte Krippendienst (ich rede hier nicht von mal 1 Tag hüten, sondern mehrere Tage jede Woche!) leisten, sondern aufgrund eines falschen Schutzbedürfnisses.
        “Ihre Aussage: “Erstens mal leben die jungen Eltern schon lange nicht mehr gleich nebenan oder imselben Dorf…” entspricht diametral diesem Bedürfnis (wie gesagt, wenn ich mich richtig erinnere). Auch Erfahrungen aus meinem Umfeld sprechen eher nicht für Ihre Aussage.”
        Eben nicht, mehrere Tage jede Woche leisten ganz ganz wenige Verwandten Krippendienst, mit Sicherheit auch in Ihrem Umfeld nicht (mehrere Tage jede Woche, konkret 3 bis 4 Tage).

      • Lea sagt:

        @blackball; “Modus selektive Wahrnehmung” my ass, you condescending little twerp.
        es geht um das Wort Versagen. eine Vorverurteilung Außenstehender, die ihre stereotype Wahrnehmung als Urteilsfähigkeit sehen.

        Beziehungen leben sich manchmal einfach auseinander und Zusammenbleiben würde den Kindern mehr schaden.

        aber eben. es dauerte über 12 Stunden, bis ich Ihren Beitrag in diesem Puff von Kommentaren gefunden habe. kommentieren muss ich drei Scrollseiten weite roben. wer das hier programmiert hat, sollte etwas Nachhilfeunterricht im Fach human interface design erhalten.

  8. Bernhard S. sagt:

    Kleine Randbemerkung aus dem “kinderfreundlichen” Bern: als ich Vater wurde und dies dummerweise der Vermieterin mitteilte, hatte ich die Kündigung im Haus. Begründung: “Kinder machen Lärm und die Waschmaschine wird stärker beansprucht, so dass am Ende alle Mieter ausziehen würden”. Nun zum Glück gibt es den Mietverband und die Kündigung musste zurückgezogen werden, aber Nerven hat das schon gekostet.

    • Mirjam sagt:

      Das ist ja die Höhe. Was ist das für eine Schreckschraube von Vermieterin?

      • Bernhard S. sagt:

        Ältere, durchaus sympathische Dame, die selber 3 Kinder hat. Sie lebt auf dem Land, vermietet aber in der Stadt Wohnraum. Ihre Angst war, dass mit Kindern auch gleich das Chaos miteinzeiht. Im Alter wird man unruhig und intolerant. Sie legte mir nahe doch in ein ruhiges Haus in die Agglo zu ziehen.

        Ich war recht froh erlaubt unser Mietrecht in der Schweiz nicht solche Kapriolen.

    • Lea sagt:

      habt Ihr eigentlich funktionierende Antidiskriminierungsgesetze?

      • Eni sagt:

        @ Lea

        Als Vermieter dürfen Sie jeden Mieter ablehnen, Sie dürfen nur nicht laut sagen warum Sie ihn ablehnen. Ein Anti- Diskriminierungsgesetz gibt es auch in der Schweiz, aber nur auf dem Papier.

      • Lea sagt:

        Kurz also nein. dachte ich es mit doch.

      • Eni sagt:

        Ich kann mir nicht vorstellen, dass das in den USA anderst ist. Als Vermieter kann ich doch frei wählen wer ich in meine Wohnung lasse und muss ja nicht sagen, warum ich jemandem die Wohnung nicht gebe.

        Uebrigens: Holland hat keine Niederlassungsfreiheit, da braucht man eine Bewilligung der Wunschgemeinde, wenn ich in eine andere Stadt oder Gemeinde ziehen will. Als nicht gut verdienender hat man keine Chance.

  9. Mamamia sagt:

    “Ich bin auch der Meinung, dass Kinder nicht überall hingehören und geniesse als Stadtmensch auch kinderfreie Zonen.” – Frau Biswangen, mit diesem Satz stellen sie Kinder auch, als Baustellen dar. Es gibt auch Stadtkinder die es mehr geniessen würden, weniger zugezogene Blogschreiberin in der Stadt zu haben!

  10. Mirjam sagt:

    Wir sind vor 5 Jahren glücklich aus der Stadt weggezogen, in ein Eigenheim. Die Lebensqualität hat sich dadurch extrem verbessert. Ich schlafe lieber mit Grillengezirpe vor dem offenen Schlafzimmerfenster ein als mit Autogehupe, Abgasen, grölenden Partygängern bis in die frühen Morgenstunden… 100 m von unserem Haus entfernt fängt der Wald an – 500 m von unserem Eigenheim entfernt hat es mehrere Bauernhöfe auf welchen wir frisches Gemüse, Salat, Früchte, Kräuter, Milch, Butter, Nidle und Fleisch beziehen können. Biologisch angebaut und erst noch viel günstiger als in der Migros. Im Winter können wir 5 Minuten von zuhause entfernt schlitteln, skifahren gehen. Ich habe es nie bereut, aus der Stadt weggezogen zu sein – im Gegenteil.
    Als wir noch in der Stadt wohnten, hatten wir regelmässig Probleme mit lauten, betrunkenen Partygängern, welche uns die Wohnungstüre vollreiherten, vollpissten und vollk…ten… Regelmässig mussten wir die Polizei rufen weil wir eingeschlagene Fenster hatten, das schlimmste war, dass unser damals neugeborener Sohn in seinem Bettchen lag und eine leere Bierflasche durchs Fenster flog, die Glassplitter lagen einen Meter von der Wiege entfernt auf dem Wickeltisch. Das war dann der Tropfen, welcher das Fass zum Ueberlaufen brachte. Ich bin froh, ein Landei zu sein.

    • Kittycat sagt:

      Du meine Güte! Zum Glück wohnen wir am Stadtrand. Ich habe ein paar Fragen an euch:
      - Arbeitet ihr noch in Zürich und wie lange ist euer Arbeitsweg?
      - War die Umstellung und Integration ins Dorfleben einfach?
      Gruss von einer Zürcher Mutter, die sich ebenfalls überlegt, die Stadt zu verlassen :-(

      • Mirjam sagt:

        Wir wohnen in einem kleinen Bauerndorf 20 Autominuten von Bern entfernt. Das Dorf hat 3000 Einwohner. Mein Mann legt den täglichen Arbeitsweg von zuhause nach Bern mit dem Privatauto zurück. Es hat auch einen Vorortszug (RBS-Bähnli). Wir wohnen aber nicht direkt am Bahnhof unseres Dorfes. Wenn er mit dem ÖV zur Arbeit fährt, benötigt er 60 Minuten, mit dem Auto 20 Minuten (von Tür zu Tür). Die Umstellung zum Dorfleben war nicht immer ganz einfach – besonders weil noch Verwandte meines Mannes im gleichen Dorf wohnen und jeder jeden kennt. Aber seit wir im Elternverein Mitglied sind und wir mit unseren beiden Kindern häufig an Familienveranstaltungen mitmachen kennen wir schon sehr viele hier im Dorf und haben auch schon einige schöne Freundschaften aufbauen können. Also ich kann das ruhige Landleben von Herzen empfehlen – es hat so viele Vorteile. Und die wenigen Nachteile fallen nicht ins Gewicht. Wir waren vorher im Breitenrainquartier Bern zuhause, in der Nähe des Wankdorfstadions. Das war eine höchst unangenehme Wohnlage, laut, dreckig, staubig, nach Events im Stadion regelmässig versaut und versifft. Probleme mit pöbelnden Fans waren an der Tagesordnung.

      • Kittycat sagt:

        @Mirjam: Oh, ich dachte automatisch, du schreibst von Zürich! ;-) Ich denke, Bern hat den grossen Vorteil, dass die Agglomeration relativ schnell erreichbar ist und es noch viele idyllische Orte gibt. Oder liege ich da falsch? Rund um Zürich ist es echt schwierig, was Adäquates zu finden. Und ein (konservatives) Bauerndorf, wo jeder jeden kennt, kann ich mir als Städterin kaum vorstellen…. Finde es eine Zwickmühle. Was nützt mir ein schönes Haus in idyllischer Gegend, wenn ich mich im sozialen Gefüge nicht wirklich wohl fühle? In einer Stadt habe ich die Qual der Wahl, es hat sooo viele Menschen und Ansichten “zur Auswahl”.

        @Martin: Wir wohnen eben in einer “gespenstig ruhigen” Gegend. ;-) Einerseits toll. Andererseits ist es einfach kein attraktives Stadtquartier. So ruhig und adrett die unmittelbare Umgebung ist, so hässlich ist das Quartier im grösseren Massstab – man muss z.B. jeden Tag eine riesige, stark befahrene Kreuzung überwinden. Die endlosen Autoschlangen, die sich durch unser Quartier wälzen, machen mich als junge Mutter sehr traurig. Soll meine Familie nun aufs Land ziehen – und künftig mit dem Auto in die Stadt fahren? :-(

      • pipistrella sagt:

        wieso haben alle das gefühl, dass wenn man aufs land zieht, danach mit dem auto in die stadt fahren muss?
        es gibt in die stadt zürich wunderbare zugverbindungen von fast überall in der schweiz. und sehr regelmässig, meistens mind. 1/2-takt. ich wohne in der nähe von aarau und habe mit dem öv von haustür zu haustür 55min. und für die viel bessere lebensqualität und den billigeren ausgang in aarau (kinopreise, gastronomie) nehm ich das gerne in kauf.

    • Martin A. sagt:

      In grösseren Städten gibt es nun mal Zonen in denen sich die Leute vor allem Vergnügen. Sie kommen ja auch am Wochenende aus allen Ecken der Schweiz in die Stadt. Dass dort Wohnen mit oder ohne Kinder nicht besonders lustig ist – es sei denn man ist Teil des Ausgehvolkes – ist ja wohl klar. Dass es aber in jeder Stadt Degenden gibt, die nahezu gespenstisch ruhig sind in der Nacht ,sollte auch klar sein. Die Schweizer Städt sind so klein, dass es sogar in vernünftiger Distanz (Fahrrad) Bauernhöfe aufgespürt werden können.

      • lisi sagt:

        @Kittycat
        Wir sind aus der Aglo/Stadtrand Zürich weggezogen vor ca. 11 Jahren in ein Bauerndorf mit 1000 Einwohnern, kannten hier Niemanden und haben ganz neu begonnen. Würde es nie mehr anders wollen. Wir fanden trotz “Neuzuzüger / Auswärtigen-Stempel” schnell Anschluss. Sind voll integriert und fühlen uns wohl. Wurde sogar “parteilos” in die Schulpflege gewählt und dies trotz mehr Kandidaten als Sitze. Wer gerne in der Natur ist, die Ruhe liebt und die Kinder einfach mal raus lassen will, der hat es auf dem Land eindeutig besser. Obwohl unser Dorf eher klein ist, hat es viel zu bieten, ganz viele Sportvereine, Spielgruppe usw. Grössere Anlagen wie Eisfelder sind mit Postauto oder Zug gut erreichbar. Hinzu kommt, dass wir uns hier ein riesiges Haus mit viel Umschwung leisten konnten, in Zürich wäre alles enger und kleiner gewesen. Klar der Weg ist weiter, aber am Abend wenn man in diese Ruhe hineinfährt, lässt man Zürich gerne im Rücken.

  11. Peter Widmer sagt:

    Hmm…der Tipp, dass alle Familien halt aufs Land ziehen sollen, find ich auch nicht das Gelbe vom Ei… Überall wird bemängelt, dass Eltern Ihrer Sorgepflicht nicht nachkommen würden – wie denn, wenn man bis 19.00 arbeiten muss und dann noch eine Stunde für den Heimweg hat?
    Zudem ist gemäss aktuellen Studien “Land auch nicht mehr Land”… Überall, wo es gute Verkehrsverbindungen gibt (Beispiel Zürcher S-Bahn), steigen die Mieten schnell an…

  12. Bodie sagt:

    Wir könnten uns sogar eine hohe Miete leisten, aber nach einem halben Jahr Suche sind wir dann in der Agglomeration fündig geworden. Anfangs war es schon eine Umstellung, nach ein paar Wochen haben wir uns bestens daran gewöhnt. Mit der S-Bahn in knapp 15 Minuten am HB, solange hatten wir früher von Albisrieden in die City auch – mindestens! Dass wir viel weniger Steuern bezahlen ist ein angenehmer Nebeneffekt. Alles in allem sparen wir viel Geld, haben eine wesentlich bessere Lebensqualität und der Nachwuchs geniesst eine Nachbarschaft mit vielen Gspändlis!

  13. Danielle sagt:

    Wir gehören zu den Glücklichen, die Mitten in der Stadt im Engequartier eine schöne und bezahlbare Wohnung haben. Der Vermieter hat ein soziales Gewissen und verlangt etwa 1500 Franken weniger als er auf dem Markt bekommen könnte. So weit so wunderbar. Das Problem sind bei uns die Nachbarn, die uns vergraulen wollen. Unter uns ist eine Anwaltskanzlei eingemietet, die sich darüber aufregt, wenn wir den Kinderwagen im Eingangsbereich abstellen. Halloo?! Anscheinend mache das auf die Klienten einen schlechten Eindruck! In einem Wohnhaus! Ich finde es schon das Hinterletzte, wenn Wohnungen als Büros genutzt werden, aber dann auch noch ein derarat arrogantes Verhalten.

    • Henri sagt:

      Das klingt sehr schön.

      Darf ich mir die Frage erlauben, ob Sie selbst auch so sozial wären, auf CHF 18′000 pro Jahr zu verzichten?

      Oder verzichten Sie dafür bei Ihrem Arbeitgeber auf einen entsprechend Anteil des Salärs?

      Oder werden Sie, wenn die Waschmaschine oder der Kühlschrank aussteigt, diesen selbst bezahlen oder vom Vermieter verlangen, dass er diesen auf seine Kosten ersetzt?

      Und wenn die Teppiche oder was immer für einen Bodenbelag sie haben fällig wird: beteilgen Sie sich dann an den Kosten, da sie dann, nach 10 Jahren, etwa CHF 180′000 eingepart haben werden?

      Und war wäre, wenn der Vermieter Ihnen nicht CHF 18′000 pro Jahr schnek würde: wäre er dann unsozial? Asozial?

      • Henri sagt:

        Um die schlimmsten Fehler richtigzustellen: es sollte natürlich heissen:

        Und was wäre, wenn der Vermieter Ihnen nicht CHF 18′000 pro Jahr schenken würde: wäre er dann unsozial? Asozial?

    • Lea sagt:

      he he… der hinkt aber. Sie ziehen miete ein. diese beinhaltet hypothekarzins und kosten zur werterhaltung und wartung. damit sind allfaellige forderungen beim ausstieg des kuehlschranks bezahlt.

      and who cares. ein kiuhlschrank jkostet ein paar hundertet. sogar die modell, die das wort Schrank von den ausmaasen her verdienen, nicht diese bekakten kleinstblechdosen mit drei kubizentimeter kuehlfach fuer gerade genug eis, dass ich den in der hausordnung freitags zugelassenen martini auch mit eiswuerfeln geniessen kann.
      bodenbelaege sind nach 5 – 10 jahren abgenutzt. dazu gibt es genug gerichtsurteilte. ein uralter trick des jammerns, dass man das auf den mieter abwaelzen will.

      kostenrechnng hiess das doch damals. die miete ist eben nicht nur der bei euch ausserordentlich tiefe hypozins.

      machen sie mal das selbe bei us zinsniveau von 5 – 8 % fuer hypos. umgekehrt wuerde sie der mietgericht richter auslachen, wenn sie mit 180′000 fuer bodenbelaege kommen wuerden. lachhaft sowas.

      umgekehrt stimmt was sie sagen wegen asozial. die right to entitlement debatte hier.

  14. Alex Bötschi sagt:

    Als ob Kinder eine Art Haustier für Fortgeschrittene wären.

    Ja was denn sonst? Die sind nicht stubenrein, geben laut und sollten in die Schule und oder Ausbildung…werden verwöhnt, werden zum Mittelpunkt, man geht mit Ihnen spazieren und braucht Spezialnahrung zur Aufzucht.
    Ich kann keinen Unterschied feststellen.
    Zugegeben ich mag keine Kinder und bin froh keine solchen als Nachbarn zu haben. Die sind ab Sa 19:00 lärmentfindlich dafür schon ab So 07:00 am vollgasgeben mit SpongeBob und den Teletubbies..

    • Hobbes sagt:

      Na Herr Böschi, das ist aber gar einseitig. Die Kinder von heute putzen Ihnen mal Ihr Füdli wenn Sie nicht mehr Stubenrein sind, Spezialnahrung brauchen, wenn man Sie in Ihrem Wagen herumschiebt, und Teletubbie ähnliche Sendungen sehen, weil sie anderen nicht mehr verstehen. Und nicht die Gnade erfahren durften, abzutreten bevor sie noch mehr Stuss heraus lassen als heute schon….

      • Alex Bötschi sagt:

        Dass wird aber nicht passieren, denn…A.: Putzen Kinder die in der Schweiz aufwachsen nur sehr, sehr selten Füdlis das sind eher Einwandererinnen und B.: Ich bin Raucher und die sterben rechtzeitig und C.: Wünschen Sie mir ja den Tod noch bevor ich diese Zeilen niedergeschrieben habe…
        Lieber ab und zu (oder auch oft, oder immer) stuss reden als andere ins Grab schicken wollen, das ist nicht nett

      • Hobbes sagt:

        Hallo Herr Bötschi ad A: Bis man Ihr Füdli putzen muss, müssen vielleicht auch wieder Schweizer diese Arbeit machen … wer weiss aber vielleicht haben sie ja Recht. Aber da die Schweiz keine Insel ist, sie hoffen ja auf Einwanderung, sind die Einwanderinnen der Zukunft eben die Kinder von heute an anderen Orten. ad. B.) Da haben Sie vielleicht Recht. ad C. Ich wünsche Ihnen den Tod nicht, ich wünsche Ihnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben, das haben weder Kinder noch ganz Alte, nur um beim Vergleich zu bleiben.

    • Yves sagt:

      Menschen sind nie Haustiere. Bei deiner Sozialisierung muss ja einiges falsch gelaufen sein. Oder haben dich deine Eltern vielleicht wie ein Haustier behandelt?

      • Alex Bötschi sagt:

        Ja das stimmt schon meine Sozialisierung ist der Ihren wohl unterlegen. Ich werde meine Mutter in Ihrem Namen mal darauf ansprechen.

        Es geht in diesem Artikel aber nicht um die Beziehung von Eltern zu ihren Kindern (da gebe ich Ihnen recht, die meisten Eltern werden einen Unterschied zwischen Haustieren und Ihren Kindern ausmachen können, hoffentlich) sondern um die Beziehung von Mietern, zu Kindern von anderen Mietern und da kann ich “keinen” Unterschied zu Haustiern feststellen.

  15. Hobbes sagt:

    1. Kinder sind nicht Verboten!
    2. Eigentümer dürfen selber darüber entscheiden was sie mit ihrem Eigentum machen, auch mit Immobiliareigentum. Wenn einer nur an südostasiatische Pinguinhalter vermieten will ist das sein gutes Recht. Ob er damit einen adäquaten Marktpreis erzielt ist eine andere Frage.
    3. Der Preis von Raum, wie von anderen Gütern auch, wird über die Nachfrage und das Angebot bestimmt.
    4. Zudem hat die Distanz zum Zentrum einen Einfluss auf den Preis. D.h. die Nachfrage nimmt je näher man zum Zentrum kommt zu. Daher kostet Wohnen in Zürich mehr als in Wetzikon. Wohnen ist in diesem Sinne um die Kosten der Zeit die ich brauche von Wetzikon nach Zürich zu kommen in Wetzikon günstiger.
    5. Wer sich entscheidet Wohnraum als Bureau zu nutzen nutzt den Raum höchstwahrscheinlich nicht optimal, da die Nachfrage nach Wohnraum höher ist als die Nachfrage nach Büroraum, zumindest jetzt in Zürich allgemein. Das kann aber mit jedem Quartier und Strasse ändern.
    6. Wenn nicht frei entschieden werden kann, was mit seinem Eigentum gemacht wird, dann wird nicht mehr Investiert, und auch nicht mehr der “highest and best use” einer Immobilie angestrebt.
    7. Eingriffe in den Immobilienmarkt haben mehr Schaden an Bausubstanz und Wohnqualität angerichtet als Flächenbombardements….

  16. Lea sagt:

    @ Jo Mooth sagt:
    21. April 2010 um 13:18:
    China lässt grüssen, Moth. ich gehe jetzt Mottenkugeln einkaufen.

    @ Brunhild Steiner sagt:
    21. April 2010 um 14:17:
    Ghettos entstehen eigentlich erst bei Platzmangel. Ist genug Platz vorhanden, können sich die Leute entsprechend ausbreiten.

    eines der grossen Probleme der Schweiz ist einerseits der knappe Platz, wobei die Bevölkerungsdichte des Mittellandes wesentlich tiefer als etwa New Jersey ist – strukturell vergleichbar.

    anderseits ist meines Erachtens das wirklich grosse Problem, dass gar nicht grossräumig geplant werden kann, da ein Kanton etwa die Grösse eines Quartiers bei mir hat. (ZH = Queens in etwa), die strukturellen Anforderungen aber in einem grösseren Maßstab sind.
    darin verpackt dann noch Gemeinden, die jede eine eigene Raumplanung hat. da wird doch redundant gebaut bis das Land zerpflastert ist.

    eine logische Entwicklung in Zürich wäre (gewesen), in die Höhe zu bauen. Ich meine wirklich in die Höhe, nicht ein paar Häuser mit 20 Stockwerken. Genau das wurde aber in den Zürcher Bauvorschriften stark limitiert, weil diejenigen, die das sagen haben eben wirklich nicht urban denken.

    ein Zentrum wie Zürich müsste eigentlich von der Planung her Aarau, Zug, Luzern, Rapperswil, St. Gallen, Schaffhausen und evt. Basel einbeziehen. so in etwa sind die Pendlerströme.
    man mache das mal in der Schweiz über im Beispiel etwa 200 Jurisdiktionen (Kantone Bezirke und Gemeinden) hinweg.
    Trotzdem geht es. Als Paradebeispiel etwa die Staedtegemeinchaft Basel, Colmar, Freiburg i.Br., die sogar über Staatsgrenzen hinweg Regionalplanung machen – mit beispielhaften Resultat was Lebensqualität betrifft.

  17. markus sagt:

    @Brunhilde, sorry habe mir gestern noch Gedanken gemacht, bin aber nicht mehr dazu gekommen. Deine Schwester soll was anständiges studieren (Medizin,Scheidungsrecht usw.) und nicht Germanistik oder so. Sie soll auch schauen das sie am Ball bleibt D.h wenn Sie ein Kind hat weiterhin etwas lernen (z.B sprachen). Einfach schauen das sie den Anschluss nciht verliert und sich nicht nur 100% auf den Mann verlassen, wie Du weisst sind Männer eh alles Schweine die nur…….. wollen ;-)

    • Brunhild Steiner sagt:

      da bin ich ja froh ist mir ein Exemplar der Gattung “Nicht-Schwein” zugelaufen!

      • markus sagt:

        hmm das kann sich noch ändern, zuerst jö das süsse Ferkel und danach das blöde Schwein:-)

      • Brunhild Steiner sagt:

        keine Chance, einmal Kein-Schwein, immer Kein-Schwein!!!

      • markus sagt:

        Wow, Dein Schwein hat aber eine gute Sau;-) Schön sowas in diesem Blog zu hören wo sonst nur auf uns reingedrescht wird.

    • elena sagt:

      Lieber Markus, was gegen Germanistik? Ich hab Germanistik studiert und seit ich 28 bin verdiene ich eine 6-stellige Jahreslohnsumme im oberen Drittel und wenn ich sehr gut arbeite, reicht es auch mal für eine 7stellige Summe. Ich habe drei Kinder und arbeite seit ich 25 bin 50%. (die anderen 50% arbeitet mein Mann, damit uns der Staat keinen Krippenplatz finanzieren muss und weil wir ziemlich sicher sein müssen, dass wir unsere Termine einhalten – mein Mann, der hat ‘was anständiges’ studiert, verdient aber doch weniger….). Und eine Freundin von mir mit Medizinstudium arbeitet im Spital 60%, 1 Tochter und verdient einen Bruchteil von meinem Lohn. Wer sich 100% auf einen anderen Menschen verlässt, sollte mal über Abhängigkeiten nachdenken, über Selbstverantwortung – sollte einfach überhaupt mal anfangen zu denken. Das täte hier einigen gut.

      • markus sagt:

        @Elena, super freut mich für Dich und hoffe Du gibst deinen Reichtum auch weiter. Habe nichts gegen Germanistik,dies mit den Studenten ist so eine Art running Gag zwischen Brunhilde und mir. Wir sind im Internet also bitte nichts persönlich nehmen. Hätte auch gerne studiert, war aber leider nicht möglich. Es gibt eben leider viele Menschen die denken nach einer Ausbildung müssen sie nichts neues mehr lernen und daher habe ich geraten etwas zu lernen was man immer gebrauchen kann. Selbstverantwortung würde einigen gut tun ! Nicht nur hier

        @Lea peace, die Vorlage war zu schön

      • Lea sagt:

        peace what? ich habe zu elenas beitrag nichts gesagt.

  18. Lea sagt:

    ^^^ Sagt mal, ist das nun der Ferkel Chat?

    • markus sagt:

      @ea, ups hier das peace wegen der Ferkelei

      • Lea sagt:

        zeigt, wie bescheuert diese neue verschachtelte antwort funktion ist. absolute kacke. ich verbrate 20 minuten nur um die threads zu durchhangeln weil irgendwo zwischendrin was neues stehen koennte.

        man muss dann aufpassen, dazu was zu posten, denn man koennte den schlafssal der gatekeeper aufwecken.

  19. Alex Bötschi sagt:

    markus sagt:
    21. April 2010 um 17:07
    @blackball, was wäre dann die Alternative ? Eine alleinstehende Frau kann nunmals nicht arbeiten und 100% die Krippe bezahlen. Was wenn der Mann stirbt und sie arbeiten muss ? Bin sonst auch für das Verursacherprinzip aber in dem Fall ist dies nicht möglich. Sei froh das Du nie in eine Krippe musstest und Deine Eltern für Dich da waren. By the way wir sind im Internet und Du darfst mir auch Du sagen;-) Ausser als Student nicht!.

    @markus Doch das ist möglich…
    Das wäre dann so wie bei mir, Vater verstorben (als ich sechs war), ich in den Kinderhort und meine Mutter finanzierte diesen alleine (verzichtete dafür auf ein eigenes Auto), hier also der Beweis. Aber wie an anderer Stelle bereits von anderen Lesern bemerkt hat meine Sozialisierung wohl gelitten, vielleicht darum??? Wer weiss…

    • markus sagt:

      @Alex B. war auch extern untergebracht, allerdings Privat und nicht im Hort. Aber findest Du nicht man sollte da sozialer sein und die Krippen mitfinanzieren? Ich denke schon, besser an anderen Orten sparen (braucht es 7 Bundesräte?)
      Wegen Deiner Sozialisierung, hast Du studiert ?

      • Alex Bötschi sagt:

        @markus
        Auch ich finde Kinderkrippen besser als Kampfflugzeuge, aber dennoch bin ich der Ansicht das die Finanzierung der Kinder Privatsache bleiben sollte. Ich bin halt so erzogen worden das man sich nur das anschafft was man sich auch leisten kann. Ich frage mich immer wieder warum “sozial (von lat. socius‚ gemeinsam, verbunden, verbündet” meistens mit Zahlzwang einhergeht. Für mich müsste Solidarität eigentlich auf Freiwiligkeit beruhen (meine Mutter z.Bsp. unterstütz private Kinderkrippen seit Jahren). Oder um es anders zu sagen: Wenn sich Menschen Kinder anschaffen welche ich im Endeffekt mitfinanzieren muss obwohl ich mir selber keine “Leisten” kann oder will, fühle ich mich (sorry) verarscht.
        Und nein ich habe nie studiert…sozialisiert einen das??

  20. vietcong sagt:

    interessant wäre zu hören, ob es gesetzlich geregelt ist. ich kann mir schwer vorstellen, dass es erlaubt ist, die wohnung ausdrücklich an kinderlose zu vermieten. oder ist der vermieter da völlig frei in seiner entscheidung? dass er zum beispiel die wohnung aussschliesslich an kinderlose, weisse, pflegefachangestellte die an heuschnupfen leiden vermietet und alle anderen ausgeschlossen sind?

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