Frauentraumland Frankreich? Die ehemalige französische Justizministerin Rachida Dati, schwanger, im November 2008. (Bild: Keystone)
Kleine süsse Babys nehmen heute den Platz ein, den Feministinnen noch vor 30 Jahren den Männern zugewiesen haben: Sie sind zum Tyrannen aufgestiegen, die Mütter von einer gleichberechtigten Teilnahme am gesellschaftlichen Leben fernhalten. Das zumindest ist die provokative Behauptung des Bestsellers «Le Conflit, la Femme et La Mère», mit der die französische Philosophin Elisabeth Badinter die gesellschaftliche Diskussion über Mutterschaft in ganz Europa und nun auch in den USA angeheizt und eine ganze Reihe von Feministinnen, Still-Lobbyistinnen und grüne Politikerinnen gegen sich aufgebracht hat.
Genau dreissig Jahre nachdem sich die Intellektuelle mit der Entlarvung der Mutterliebe als Mythos in die vom Feminismus lange ausgeklammerte Mutterfrage einmischte, holt sie neuerdings zur Attacke aus: Badinter macht eine «naturalistische Offensive» aus, in der drei reaktionäre Kräfte die Frauen in ihre traditionelle Rolle zurückzwingen: Ökologie, Verhaltensforschung und der Differenzfeminismus. Für den Mamablog ist das Buch nicht zuletzt deshalb interessant, weil es sozusagen den intellektuellen Überbau liefert für die Kernthemen, die im letzten Jahr in diesem Forum diskutiert wurden: die Dämonisierung des Fläschchens und die Stilisierung der Muttermilch als Heilsbringerin, die moralische Forderung nach alkohol-, absatz- und stressfreiem Leben der Frau in der Schwangerschaft, der Frühförderungswahn und die Tendenz, das Frauenleben auf die Mutterrolle zu reduzieren.
Es sind die Themen, welche Mutterschaft im letzten Jahrzehnt ganz wesentlich geprägt haben, die Badinter an den Pranger stellt. Dabei nimmt sie, das ahnt, wer die Philosophin schon gelesen hat, kein Blatt vor den Mund: Mit eloquentem Furor wirft sie modernen Öko-Fundis vor, mit ihrer Zurück-zur-Natur-Forderung nicht nur die Umwelt retten zu wollen sondern auch die Frauen an Herd und Waschtrog zu zwingen, in dem sie Babybrei im Gläschen als ökologischen Unsinn taxierten und für Pampers eine Ökosteuer forderten, wie etwa die französische Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet. («Wenn ich wählen muss, ob ich einen Baum schütze oder die Freiheit von Müttern, wähle ich klar letzteres»). Sie legt sich mit der Zunft der Verhaltensforscher an, die in den letzten Jahren das kindliche Gedeihen bereits nach der Befruchtung des Eis vom Verhalten der Mutter abhängig macht. Und sie wirft dem Differenzfeminismus vor, den Mutterinstinkt überzubewerten, ja Mutterschaft geradezu als heiligen Gral der weiblichen Existenz zu überhöhen («Frauen sind doch keine Schimpansinnen, die bloss instinktgesteuert handeln»).
Selbstverständlich hat Badinter dafür gehörig aufs Dach gekriegt: Als «feministisches Fossil» wurde sie von der französischen Kinderärztin und rechten Abgeordneten Edwige Antier beschimpft, die Mutterschaft generell verleugne. Badinter, das sollte man allerdings wissen, philosophiert nicht aus der akademischen Glasglocke heraus, sie ist immerhin dreifache Mutter und vielfache Grossmutter. Im Internet unterstellten ihr Blogger, als millionenschwere Aktionärin von «Publicis» mache sie mit dem Buch bloss Werbung für Nestlé und Pampers. Überhaupt ziele Sie mit ihrer Analyse am wirklichen Problem, nämlich an der Benachteiligung der Frau in der Wirtschaft vorbei.
Darauf antwortete die Grand Old Lady der französischen Gesellschaftsdiskussion gelassen und ruhig, Frankreich habe nur deshalb die höchste Geburtenrate Europas, weil «la mère» hier noch nicht vollständig zur «Earth mother» mutiert sei, wie etwa in Amerika. Weil sie eben keine «Rabenmutter» sei wie in Deutschland, wenn sie arbeite, Babybrei kaufe statt koche und lieber lese als bastle. Mutterschaft sei weit mehr als bloss ein weiblicher Instinkt. Sie sei vorab ein kulturell geprägtes Konstrukt.
Die Statistik zumindest stützt Badinters These: Die Geburtenrate Frankreichs ist mit 2,06 Kindern (Schweiz: 1,4) hoch, die Stillquote (knapp 50 % in den ersten Wochen) gehört zu den niedrigsten der Welt (in der Schweiz stillen am Anfang über 90%). Frankreich hat gerade mal 11 % an kinderlosen Frauen (Deutschland 26% des Jahrgangs 1966) und die höchste Rate an Vollzeit arbeitenden Frauen. Die Französinnen sind also vielleicht als Mütter weniger perfekt, sie verzichten dafür viel weniger auf Mutterschaft zugunsten der Karriere. Und sie bekommen erst noch mehr Kinder.

«Le Conflit, la Femme et La Mère» der französischen Philosophin Elisabeth Badinter.
Auch wenn ich nicht mit allem einverstanden bin, was Badinter schreibt und etwa die Schuld am Stillterror und dem Rund-um-die-Uhr-Bemutterungszwang nicht der Ökobewegung oder der Verhaltenspsychologie als vielmehr dem gesellschaftlichen Optimierungswahn in die Schuhe schieben würde, so finde ich das Buch der Philosophin doch äusserst verdienstvoll: Es ist nämlich höchste Zeit, dass sich intellektuelle Frauen endlich aus dem feministischen Opferdiskurs lösen, dass Sie sich dem grössten und noch immer ungelösten Emanzipationsproblem zuwenden, in das Frauen sich durchaus auch selber hineinmanövriert haben: in ein Bild der Mutterschaft, das der Sklaverei gleichkommt, weil es nur einzulösen ist, wenn frau sieben Tage pro Woche 24 Stunden für die Kinder da ist. Oder sehen Sie das ganz anders?


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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Sorry falls ich etwas wiederhole, hab nicht alles gelesen.
An meinem Arbeitsplatz wird gerade die ganze Abteilung durch externe Experte begutachtet. Da sind alles Top-Leute mit langer und sehr erfolgreicher Karriere. Ihr Bericht hat harte Konsequenzen. Zwei Drittel dieser Experten sind Frauen!!!!!!! Alle aus den USA, alle mit Familie und Kinder! Dort sind Karriere und Familie kein Problem. (@Strasser die USA sind NICHT links und trotzdem ist dort das Betreuungsangebot gut Ausgebaut. ) Die Vereinbarkeit von Familie und Karriere für Frauen ist ein rein kulturell bedingtes Phänomen. Warum das bei uns nicht funktioniert, kann ich echt nicht verstehen. Kein Wunder sind fast alle Frauen in Top-Managementpositionen in der Schweiz Ausländerinnen.
@hansli: Prekär strukturierte Arbeitsmärkte und die Erwerbstätigkeit der Frauen- in Vollzeitstellen gerechnet- bedingen sich im allgemeinen gegenseitig. Der amerikanische Arbeitsmarkt und die dort vorherrschenden (sozialstaatlichen) Strukturen lassen sich nur sehr bedingt mit den hiesigen Verhältnissen vergleichen. Ich hätte da wieder einmal ein hübsches, mittelgrosses Häufchen Zahlen auf Lager, die das sehr gut illustrieren würden.
Aber leider zuhause in einer Kiste, in der mein Computer steckt.
@Marcel Ja, ja, wir wollen diese Ausreden-Zahlen gar nicht hören. Und natürlich kann aus Deiner Sicht eine Gesellschaft oder ein Arbeitsmarkt,der Frauen Chancen eröffnet, nur als prekär bezeichnet werden – Ich kann’s nicht mehr hören …
@Marcel Ja, ja, wir wollen diese Ausreden-Zahlen gar nicht hören. Und natürlich kann aus Deiner Sicht eine Gesellschaft oder ein Arbeitsmarkt,der Frauen Chancen eröffnet, nur als prekär bezeichnet werden – Ich kann’s nicht mehr hören …
Ob Du’s nicht mehr hören kannst, Kati, ist mir ehrlich gestanden völlig schnurz: Mit mehr solcher Zahlen wirst Du in Zukunft leben müssen- ob’s nun in Dein einfaches Freundin / Feind-Weltbild passt oder nicht.
Gerade konstruktiv ist Dein beitrag auch nicht: Bist Du nicht zu mehr fähig?
Aha, und diese Frauen mit Karriere und Kind direkt aus den USA eingeflogen entscheiden dann, ob der Hansli seine Stelle behalten darf. Finden Sie das richtig toll?
@Cabrillo Werden Sie lieber von einem Mann entlassen?
Nein. Eher von R. Daneel Olivaw. Oder dann von Eternity Inc. Wichtig ist, dass das Geschäftsdomizil auf Trantor ist.
Off-Topic: Foundation heisst auf Arabisch Al Qaida. Der Typ soll die Romanreihe auch gelesen haben.
Nierendialyse anyone?
Sie haben sich soeben als Leserin der guten alten SF geoutet.
Immer wieder überraschend, was in all den Posts jeweils so durchblitzt….
SF: Science Fiction? Ja. und Asimov war einer der Besten.
Off Topic
Asimov?
Einer der Besten?
Jaaa hmmm ok also gut, einer der Besten.
Aber auch Heinlein, Jack Vance, Keith Laumer, nicht zu vergessen Marion Zimmer Bradley (obwohl eigentlich Fantasy), oder C. J. Cherryh – ich merke, ich bekomme Lust, wieder mal eine gute SF-Opera zu lesen…..
Heinlein gefiel mir nicht.
Larry Niven (Ringworld) nicht vergessen und dann Stanislaw Lem (Solaris, Transfer und Golem)
Eines der grossartigsten Werke ist First and Last Men von Olaf Stapledon.
Dann Rama von Arthur C. Clarke.
Zu Asimov: in der Galactic Empire Reihe und dann der Foundation Reihe wird Psychohistory (eine Art Futurologie oder predictive analysys mittels statistischer Methoden) genannt. Die Methodik existiert bereits – unter anderem Namen – mit frappant genauen Resultaten.
Larry Niven ist gut, ja, Stanislaw Lem finde ich anstrengend – bin eher auf leichtere Kost
Psychohistory – na gut, ist SF, und wohl Statistik auf Menschenmassen.
Stapleton habe ich auch, ja, aber nicht dieses.
Dark Star fand ich auch als Film sehr bemerkenswert
Nicht vergessen: Harry Harrison: Todeswelten, Stahlratte etc
Oder Amnion (Donaldson).
Von den neueren Autoren gefallen mir nur wenige (zuwenig Space-Opera für mich), und Fantasy ist langsam etwas gar breit vertreten.
Gute Nacht.
Psychohistorie: soll sich um einen Algorithmus handeln, der anhand von Kennzahlen eine mögliche Zeitlinie berechnet. Kennzahlen sind u.a. Aktienindizes, Beschäftigungszahlen usw. wichtige Ereignisse werden als Wahrscheinlichkeitsfaktoren eingebunden. der Typ der das entwickelt hat, hat Algorithmus retro-spektiv darauf getestet, wie genau er bestimmte Zeitperioden vorausrechnen konnte. die Details sind unter Beschluss, aber man kann die Dienstleistung buchen. Die Kunden sind bekannte Firmen und Institute.
also nicht sf.
Frau Badinter ist zweitgrösste Aktionärin und im Aufsichtsrat von Publicis. Sie ist Milliardärin durch das Erbe ihres Vaters, der Publicis aufgebaut hat. Publicis ist die grösste Werbeagentur der Schweiz und sie platziert im Tagi vermutlich einen grossen Teil der Inserate. Somit dürfte Frau Badinter indirekt mit dem Job bzw. dem Gehalt von Frau Althaus und Frau Binswanger verknüpft sein. (Alle 3 sind durch das glänzende Band des Mammons verbunden, ist das nicht goldig?) Ich vermute, dass nur deshalb jedes Werk von Frau Badinter in den werbefinanzierten Medien erwähnt wird, der Hund beisst das Herrchen nicht: Frau Badinter ist in Frankreich auf allen medialen Kanälen hoch präsent. Frau Badinter ist Hobby-Philosophin, ihre Werke beurteile ich aus intellektuell-akademischer Sicht als eher dürftig, ihre Ausführungen mangeln oft an wissenschaftlichem Hintergrund (der durchaus vorhanden wäre) und scheinen in ihrem Betrachtungshorizont äusserst eingeschränkt zu sein.
Statistiken werden bemüht und so zitiert, wie sie nützen, historische Fakten verschleiert. Wer den französichen Familienalltag eines Normalbürgers kennt (was Frau Badinter nicht tut), weiss zum Beispiel, dass man in Frankreich mit 3 Kindern vom Kindergeld allein leben kann. Und dass hinter dem hohen Anteil an arbeitenden Frauen / Müttern ganz andere Mechanismen wirken als Frau Badinter suggeriert. Oder die Stillen/Fläschchen-Thematik: Es war die Nahrungsmittelindustrie, welche in den 50er Jahren den industriellen Muttermilch-Ersatz kreierte. Die Werbung für diese Baby-Nahrung suggerierte einerseits, dass Stillen unschicklich und unhygienisch sei, andererseits, dass das Fläschchen praktisch und genauso gut für das Kind sei. Die damalige Sexualmoral und das aufkommende Fernsehen sorgen für einen guten Nährboden für die Kreation dieses neuen Bedürfnisses und Publicis verdient(e) massiv an diesen Werbe-Aufträgen. (Dasselbe gilt übrigens für Wegwerf-
Windeln…). Ich vermute, Frau Badinter will vor allem provozierend sich ein Denkmal setzen (klar, sie ist Autorin) und gleichzeitig den Wert ihrer Aktien stützen. Obschon Frau Badinter im Aufsichtsrat sitzt, produziert ihr Konzern immer noch extrem sexistische und sexualisierte Werbung. Von den rund 70′000 Mitarbeiterinnen von Publicis sind bis zu 20% Stagairinnen, welche mit einem Monatslohn von 400 EUR abgespeist werden. Das stört Frau Badinter offensichtlich nicht, denn IHRE Kasse stimmt. Frau Badinter spielt das heute so häufige janusköpfige Doppellügenspiel: Nach vorne diese Meinung vertreten, nach hinten anders handeln und von beiden Seiten möglichst viel profitieren bzw. sie gegeneinander ausspielen. Frau Badinter hätte es durch ihre Fülle an Macht, Geld und medialer Präsenz in der Hand, etwas zu verändern (ich habe zwar keine Anhnung, was sie denn tun würde: Gratis Babyfläschchen und Wegwerfwindeln abgeben? Aufzuchtanstalten für Kinder, wo sie bis zum Erwachsenenalter ohne Mami und Papi bei der “Karriere” zu stören von auch janusgesichtigen Fress-/Kotzsüchtigen Publicis-Mannequins aufgezogen werden? Hier mein Vorschlag: Tagesbetreuungsstätten im Unternehmen. Sooo einfach!). Sie und Menschen, die dieses Verhalten stützen, verachte ich; andere, die das aus Dummheit nicht erkennen, bedaure ich…
Dass dieses Buch nun den intellektuellen Überbau für besagte Themen bilden soll, erstaunt mich. Ich hätte da etwas mehr Grips erwartet. Trotz dem goldenen Band…
Sehr interessant.
Und da verschwendet man seine Zeit hier im Blog und macht sich ernsthafte Gedanken, dabei gehts letztlich nur um den Aktienkurs von Publicis, der Agentur, die hier in der Schweiz ja auch die Armee mit allen legalen und illegalen Mitteln stützt, wie kürzlich in der WOZ zu lesen war.
Houdini, Ihre Ausführungen sind sehr interessant, ich wusste nichts von diesen Zusammenhängen. Wobei, ich denke nicht, dass es die Zusammenhänge mit dem Tagi im weitesten Sinne sind, die problematisch sein könnten, sondern ganz entschieden die Milliarden, die Frau Badinter im Rücken zu haben scheint. Wer ein Leben führen kann, völlig enthoben jeglichen materiellen Druckes, hat zwangsläufig ein anderes Bild auf die Welt, das ist schon klar. Ob man deswegen ihre Thesen anders lesen muss, ist die Frage, ich wage keine Antwort.
Bemerkenswert, Ihre Ausführungen. Dass man in Frankreich von Kindern alleine “leben, d. h. seine Existenz bestreiten kann, weiss ich aus eigener Erfahrung: Vor zwanzig Jahren in La Rochelle wiesen mich schon verschiedene Frauen auf dieses sozialstaatlich äusserst pikante Detail hin. Ich war schon damals ausgesprochen erstaunt- und liess mir die Häuser zeigen, in denen Familien mit mehr als vier Kindern lebten: Das waren im allgemeinen vergleichsweise stattiche Reihenhäuschen. Der Staat kreiert im falle Frankreichs also Anreize, mehr Kinder in die Welt zu stellen- ohne dabei arbeiten zu müssen. Gut, in diesem Land kann man sich ja auch schon mit 55 pensionieren lassen..!
Davon kann niemand leben 3 Kinder ca. 275 Euro, 4 Kinder ca. 430 Euro
Das reicht auch in Frankreich nicht zum überleben.
“Von den rund 70′000 Mitarbeiterinnen von Publicis sind bis zu 20% Stagairinnen, welche mit einem Monatslohn von 400 EUR abgespeist werden. Das stört Frau Badinter offensichtlich nicht, denn IHRE Kasse stimmt.”
Wie soll man’s sagen: Egoismus gibt es durch Band in beiden Geschlechtern gleichermassen. Es ist ein Irrtum, dass es in einem Pariachat oder Matriachat grundsätzlich weniger Egoistmus gibt. Manchmal ist es gerade der Egoismus einer Person oder einer Gruppe oder Ideologie, welche diese an die Spitze führt, manchmal halten sich egoistische Menschen bewusst im Hintergrund und ziehen so die Fäden für ihr Ego.
Detailierte Quellen?
“Die Geburtenrate Frankreichs ist mit 2,06 Kindern (Schweiz: 1,4) hoch, die Stillquote (knapp 50 % in den ersten Wochen) gehört zu den niedrigsten der Welt” Es wäre sehr interessant zu wissen wie die Daten in Frankreich erfasst wurden insbesondere diejenigen mit der Stillzeiten. In Paris wurde schliesslich auch mal eine Statistik veröffentlicht die aussagte, dass Mann im Leben in der Regel mit 12(?) Frauen mal im Bett war und eine Frau im Leben in der Regel “nur” mit 3 Männer (wer Rechnen kann ist im Vorteil). Ebenso aufschlussreich wäre die Differenzierung zwischen Geburtenquote der “Elite”, derjenigen Frauen welche die Kinder täglich in die Kinderkrippe geben und den Frauen aus den sozialen Gettos, welche keine Arbeit haben und sich die Zeit nehmen “müssen” um für Kinder zu sorgen. Wie man es in Russland sehen konnte führen psycholigisch Kinderkrippen langfristig zu einer ungesund tiefen Geburtenquote.
Die USA haben eine Geburtenrate von 2.09 – Dank den Betreuungsmöglichkeiten, in Russland ist die Geburtenrate gesunken, weil die Krippen etc… seit der Wende abgebaut wurden.
Die höhere Geburtenrate in den USA kommt daher, dass die viele Immigranten aus kinderreichen Familien Lateinamerikas haben. Es hat nichts mit Betreuungsmöglichkeiten zu tun. Die sind nicht staatlich finanziert und somit für viele tiefere Einkommen nicht verfügbar.
Es ist aber so, dass steuerlich recht viel der Unterhaltskosten abgesetzt werden kann. Sparguthaben und Investmentfonds für die Ausbildung der Kinder ist steuerlich privilegiert. d.h. man kann in solche Konten monatlich Beiträge einzahlen und die Einkommenssteuer wird erst nach Abzug berechnet. Die Erträge sind steuerfrei, solange sie im Fond re-investiert werden.
@Lea Eine Mittelstandsfamilie kann sich die Betreuung leisten und die haben mehr Kinder als wir in der Schweiz. Nur mit den Immigranten kommen die nie auf einen Wert höher als 2. Wir haben schliesslich auch viele gebärfreudige Immigranten. Ob die Betreuung staatlich ist (d.h. ich bezahle höhere Steuern) oder privat, ist mir eigentlich egal, hauptsache Betreuungsplätze. Obwohl ich aus gesellschaftspolitischen Gründen, um die Armen nicht wie in den USA auszuschliessen, bevorzuge ich die staatliche Variante.
Wir können sagen was wir wollen, aber auch das gehört zum Resultat ca. 2000 Jahre schlecht geführte Welt, politisch sozial, ökonomisch, ökologisch, spirituell, psychologisch und was auch immer, haben wir Menschen auf allen Linien versagt und kämpfen nun mit dem verbröckeln der Gesellschaften.
Wir sind warscheindlich die traurigsten Wesen die die Welt bewohnen
Wenn man die Menschheitsgeschichte vor den letzten 2000 Jahren betrachtet mit den unmenschlichen Kriegen und der Tyranei, dann waren die letzten 2000 Jahren trotz Kriege und Machtmissbräche auf eine Art noch akzeptabel.
Viel mehr zu denken gibt die Zukunft, wenn niemand mehr Nächstenliebe predigt und es vorlebt.
fr. badinter hat in ihrem beitrag ein wesentlicher punkt angesprochen. ein gutes beispiel finden wir hier in der BAZ. gibt es doch anstatt einen ‘Frauen-Blog’ einen ‘MAMA-BLOG’(!). diese themen hier interessieren schliesslich nicht nur mütter, sondern auch frauen und mütter sind ja eben auch frauen oder??? das könnte unbewusst zweierlei implizieren: erstens, dass eben das frausein über das muttersein definiert wird und zweitens, dass frauen ohne kinder weniger wert sind und es für sie keinen eigenen blog braucht. bitte überlegt euch das mal, liebe redaktion.
sind Frauen mit MAMA geprägten Männern eigenlich Mamas?