Leben


Nicole Althaus am Mittwoch den 1. April 2009

Abgeklärt statt aufgeklärt

Die Pussicat Dolls und die Bratzdolls

Anschauungsmaterial: Die Pussycat Dolls – und die Bratzdolls.

Die britische Boulevard-Zeitung «The Sun» zeigt sich Anfangs Woche alarmiert über eine neue Studie, die wieder einmal bestätigt, wie sehr Pornografie zum Alltag der heutigen Teenager gehört: Gemäss dieser haben neun von zehn Jugendlichen zwischen 14 und 17 bereits Pornos konsumiert, jeder fünfte tut es regelmässig und 25 Prozent der befragten Schülerinnen und Schüler haben Hardcore-Bilder ungefragt aufs Mail oder Natel zugeschickt bekommen. Eine ganze Generation von Teenagern, so das Fazit der am Montagabend auf Channel 4 präsentierten Umfrage, werde statt von den Eltern von pornografischen Inhalten aufgeklärt.

Das sind in der Tat drastische Zahlen. Aber sie kommen, wenn wir ehrlich sind, nicht unerwartet. Alarmiert sein, sollte man deshalb zuallererst über die heuchlerische Art und Weise, wie einschlägige Medien, allen voran die Sun, auf solche Fakten reagieren: Sie bebildern die Studie mit einer anzüglichen jungen Dame, bestaunen die Pornifizierung der Jugend scheinbar fassungslos und fordern mit erhobenem Zeigefinger bessere Aufklärung. Diese Bigotterie ist geradezu symptomatisch für die ganze  Debatte um «Sexting» (Verschicken von anzüglichen SMS und MMS), Pornografisierung und Jugendgewalt in unserer Gesellschaft.

Ja was haben wir denn erwartet? Dass die Teens beschämt wegschauen, wenn die laszive Teeniegirlband Pussycat Dolls auf MTV und die Nacktfotos von Disney-Filmsternchen Miley Cyrus im Netz um die Welt gehen? Dass die Schülerinnen und Schüler im Rollkragenpulli durch die Gassen ziehen, wenn sie schon ab dem 9. Lebensjahr mit kleingeschnittenen Kittenkleidern beworben werden? Dass die Girls, um ihre Weiblichkeit auszuprobieren, im Bademantel posieren, wenn sie im Spielzeugladen schon als Kleinkinder auf  Bratzdolls treffen, in der ersten Klasse Strings in ihrer Grösse finden und mit 10 die ersten Push-up-BH’s? Dass ganze Klassen im Keller miteinander den Spaghetti-Tanz üben, wenn sie im Kinderzimmer mit drei Klicks Hardcore konsumieren können?

Niemand, der einigermassen aufgeklärt ist, darf überrascht sein, dass die Jugend abgeklärt genug ist, das Material auch zu nutzen, das ihr zur Verfügung steht: kostenloser Hardcoreporno, billige Technologie und das Internet als bequeme Plattform der Selbstdarstellung.

Warum also geht jedesmal ein Sturm der Entrüstung durch die Gesellschaft, wenn Teenager so handeln wie sie konditioniert werden? Warum zerrt Amerika Teenager, die Bilder vom eigenen nackten Körper auf dem Natel gespeichert haben, als Kinderpornografen vor Gericht? Warum denken Schweizer immer wieder, dass die jugendkulturellen Phänomene Amerikas oder Englands sie nichts angehen, wenn sie doch die Erfahrung gemacht haben, dass Happy-Slapping & CO vor der Grenze nicht halt machen?

Vielleicht weil Eltern, Schulen, Politik, Justiz, ja die ganze Gesellschaft von den neuen Medien und der damit einhergehenden Neudefinition von Öffentlichkeit und Privatsphäre ebenso überfordert sind wie die Jungendlichen. Vielleicht weil es unendlich viel einfacher ist, von der Polizei und Zensurbehörden zu fordern, doch endlich «etwas gegen den pornografischen Kontent»  zu unternehmen,  als die eigenen Teenager richtig aufzuklären: Darüber nämlich, dass sie in einer Gesellschaft leben, die bis ins nachmittägliche TV-Programm hinein zelebriert, was sie gleichzeitig verbietet: Gefährlichen Exhibitionismus.  (na)

67 Kommentare zu „Abgeklärt statt aufgeklärt“

  1. Emanzo sagt:

    In der Schweiz uebt das gleiche Hetz- und Sexprangerblatt im redaktionellen Teil theokratische Sexualmoral, um religioes oder politisch Missliebige abzuschiessen, das zur Auflagensteigerung (gesetzlich verboten, aber von der Juxtiz toleriert) auch Kindern Porn zugaenglich macht. Derweil werden im Kanton, der dagegen einschreiten sollte, vollbekleidete Wohnungsfensterdirnen gebuesst, und falls es sich um Illegale handelt, innert Tagen ausgeschafft. Jahrzehntelangen illegalen LohnsklavInnen bei “serioesen” Gewerblern werden sogar Kinder (von Steuer- und Sozialbeitragshinterziehern auf Kosten von ehrlichen Steuerzahlern) eingeschlult, aber nur bis sie lieber einem Buerger als Privathaushaelterin dienen oder “gar” heiraten wollen.

    Und da die Schweiz weit und breit als einiziges Land die Schwaengerung von Neunjaehrigen fuer privilegierte Kasten legalisiert hat, ist es nur logisch, dass die Privilegierten ihre Sexobjekte auch im passenden Outfit (lange Maehne, sexy Verpackung, Kriegsbemalung statt freiem Nacken, Schuluniform und Schminkverbot) und mit passender Abklaerung “geniessen” wollen. Bleibt nur die Frage, warum passive Pornografen auch bei der Betrachtung von legalisiertem Kindersex nach Gestapoart (zu Kriegszeiten gegen das Abhoeren von Feindsendern durch Spione und Saboteure) im Morgengrauen verhaftet und samt ihren Empfangsgeraeten der selektiven Politterrorjuxtiz ueberstellt werden.

  2. Marcel Zufferey sagt:

    @ gargamel: Auch wenn Du mich vieleicht als Höhlentroll betrachten magst- was mir nicht das Geringste ausmacht- aber Deine Beiträge hier kann ich nur unterschreiben! Warum muss ein Kind bereits schon mit 10 ein Natel und einen eigenen Computer haben? Meine Tochter weiss ganz genau, dass sie erst mit Fünfzehn einen eigenen Computer haben wird- den ich dann so konfigurieren werde, dass ich jederzeit das grösstmögliche Mass an Kontrolle (aber auch Vertrauen in sie!) haben kann. Wurden an Euren Schulen keine Aufklärungskampagnen für den Umgang mit dem Internet an den Schulen angeboten? Bei uns ist das sogar fest im Lehrplan mit Lektionen von der Kantonspolizei verankert- mit einem äusserst lebendigen, älteren Polizisten, der das Thema für Kinder auch wirklich glaubwürdig und authentisch rüber zu bringen mag! Meine Tochter surft nur zu den Zeiten auf meinem Computer rum, die ich ihr einräume- und dort auch nur auf den Websites, die ich ihr im Browser eingestellt habe. Nun kommt es natürlich noch auf das Betriebssystem an- mit Apple sind verschiedenste Kontrollfunktionen wesentlich einfacher zu handhaben (keine Produktewerbung, sorry).

  3. Familienvater sagt:

    @marcel
    Das ihre Tochter zu Hause gut kontroliert wird finde ich super aber sind sie sicher das sie noch nie einen Porno gesehen hatt? wissen sie was sie bei ihren Freundinnen schaut? Andere Familien haben leider manchmal andere sitten und darum muss das Problem bei der Wurzel angepackt werden. Weg mit den Pornos und uns allen geht es besser.

  4. gargamel sagt:

    @marcel z: wenn sie genau lesen, so werden sie feststellen, dass ich nicht sie als höhlentroll bezeichnet habe, sondern die zwei… na, eben höhlentrolle, mit denen ich ein kleines scharmüzel hatte (sie hatte ich unter “scheinintellektueller mit profilneurose” beschimpft… ;-) ).

  5. Marcel Zufferey sagt:

    @ gargamel: Wenn Sie einem Psychiater mit dem Begriff Profilineurose kommen, steigt er Ihnen aber augenblicklich aufs Dach! Isch guet- dann machen wir jetzt wieder Frieden- Krieg hatten wir ja gar nie ;-) ) Wie das Leben so spielt…

    @ Familienvater: Wie das mit den Kolleginnen so läuft- stimmt, da haben Sie recht: Das ist der weisse Fleck im Radius meines väterlichen Einflusses. Ich finde- also, wenn ich hier so den Verlauf der Diskussion anschaue- dass das Thema PorNO absolut kein Gender-Potential aufweist, sondern lediglich in seiner Verbreitung und seiner technologisch einfachen Verfügbarkeit (bubileicht, ja wirklich!) ein Problem darstellt. Mit der allgegenwärtigen Nacktheit bin auch ich nicht sehr glücklich- dieses Versprechen, dass immer damit einherzugehen scheint: S.U.P.E.R.S.E.X.!!! Jederzeit und überall: Schäm’ Dich, dass Du keinen hast! Den absoluten S.U.P.E.R.S.E.X. gibt’s ja manchmal tatsächlich- einfach nicht als Dauerzustand ;-)

    Unsere Kinder leben schlussendlich nicht in einer Risikolosen Zone- die weissen Flecken wird es immer geben- der Zeit angepasst zwar, aber Kinder und Jugendliche werden immer Möglichkeiten und Wege finden, das Verbotene zu tun- denn gerade darin liegt ja der allergrösste Reiz! Die Vollkaskogesellschaft ist eine Illusion- alles, was wir tun können, ist unseren Kindern den Umgang mit diesen Dingen möglichst schonend beizubringen. Die modernen Kommunikations- und Mobilfunktechnologien sind dem Gesetzgeber haushoch überlegen- man kann es schon versuchen mit neuen Gesetzen: Doch es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Technologie Möglichkeiten und Wege findet, sie zu umgehen. Vieleicht würden Gesetze ja nützen- doch sie würden meiner Ansicht nach lediglich die Quantität der Bildli und Filmli einschränken- zumindest für eine Weile.

  6. gargamel sagt:

    neugier und der reiz des verbotenen ist das eine, das andere ist eben das unfreiwillig in kontakt kommen mit pornographischen und, für ein kind genau so verstörend, sadistischen & gewalttätigen inhalten. die möglichkeiten der neuen mobilen kommunikation haben diese chance potenziert.

    ein weiteres problem: die kids wissen in der mehrheit viel besser bescheid über die ganze compi- und handysache einerseits, games und filme andererseits, als ihre eltern (als filmjunkie und ex-gamer sowie mit einem job in der compibranche bin ich hier zumindest in einer privilegierten situation).

    @familienvater: weg mit den pornos, ok. und was ist mit gewalttätigen filmen und computergames? auch verbieten? wo fangen sie an, wo hören sie auf mit verbieten? und dann: rauchen? alkohol? abweichende meinungen?
    zensur und prohibition funktionieren nicht, das hat die geschichte bewiesen: der preis ist immer ein wachsendes organisiertes verbrechen und eine kriminalisierung des mündigen bürgers. der mesch war schon immer den lastern zugetan, und er wird es auch bleiben. eine frage ist einzig der umgang damit.

    schlussendlich liegt die sache natürlich bei den eltern. und hier liegt eine aufgabe vor uns, mit der sich unsere eltern nicht herumschlagen mussten, das ist neuland und wir sind die experimental-eltern-generation… und das finde ich manchmal etwas unheimlich.

  7. Aschi D. sagt:

    Nun sind wir wieder beim Thema Pornographie. Und als erstes finde ich im Text das: “…wenn die laszive Teeniegirlband Pussycat Dolls auf MTV und die Nacktfotos von Disney-Filmsternchen Miley Cyrus im Netz um die Welt gehen?” Nun, was haben denn die Pussycat Dolls oder die Nacktfotos von Miley Cyrus mit Pornographie zu tun? Ich finde es eigenartig, dass sich die Gesellschaft über Nacktheit so aufregt. Wir sind wahrscheinlich die einzige Tierart auf diesem Planeten, die den Anblick des eigenen Körpers nicht erträgt. Irgendwie pervers. Schöne Bilder von nackten Menschen gefallen, und dürfen gefallen. Auch der Jugend. Da ist nichts Anstössiges daran. Und wer das nicht erträgt und geniessen kann, der ist krank.

    Schöne Bilder von nackten Menschen haben nichts, aber auch gar nichts mit der menschenverachtenden Darstellung von erniedrigenden und/oder gewaltverherrlichenden sexuellen Darstellungen und Praktiken zu tun, die gemeinhin als Pormographie bezeichnet werden. Und deshalb sollten wir es so halten, wie es die Menschheit in den letzten 10′000 Jahren gehalten hat: Darstellungen des nackten Körpers geniessen und als Kunst betrachten. Das ist eine gesunde Einstellung. Und die Kranken, die den Anblick eines nackten Körpers nicht ertragen, müssen durch die Psychiater geheilt werden. Wo kommen wir Menschen sonst hin?

  8. Emanzo sagt:

    @gargamel:

    Der springende Punkt ist die Muendigkeit des Buergers.

    Es gab fuer Unmuendige schon immer Beschraenkungen, ob gegen Porno, Kino, Zufruehsex, Tabak, Alkohol, Autofahren usw. pp. Das Hauptproblem ist die Lockerung der Gesetze zum Schutz der Jugend vor dem Leer- und Lohnsklavereialter, deren Reste von der Juxtiz zudem nur noch selektiv durchgesetzt werden. Erwachsenen wurde hingegen weit weniger nachgeschnueffelt, solange sie keine Kinder in eine heikle Freizeitgestaltung einbezogen.

    Das Problem ist somit keineswegs neu. Politik und Juxtiz haben nicht nur vor neuen Techniken versagt, sondern auch bereits bewaehrte Beschraenkungen aufgehoben oder deren Reste ausgehebelt. Fuer Schulpflichtige wuerde ein Haendy mit nur dem urspruenglichen Zweck, naemlich zu telefonieren, genuegen. Besonders vorsichtige Eltern koennten die Anrufmoeglichkeiten auf das serioese Umfeld (so noch vorhanden) und Notrufnummern beschraenken. Der Staat haette dafuer zu sorgen, dass Porno in Tages”zeitungen” wieder ausgerottet wird und ansonsten waere jeder Erwachsene (wieder) dafuer verantwortlich zu machen, seine Jugend gefaehrdende Produkte ausserhalb deren Reichweite zu halten.

    Natuerlich wurden schon frueher Jugendliche mit verbotenen Waren ertappt. Aber dabei handelte es sich um seltene Einzelfaelle, die dank deutlicher Reaktion von Erziehungspflichtigen und Lehrerschaft meistens auch Einzelfaelle blieben.

  9. Martin sagt:

    Was viele unterschaetzten ist, dass Kinder welche mit Porno aufwachsen dies als selbstverstaendlich ansehen und sich dementsprechend verhalten. Das heisst die Buben verlieben sich nicht mehr in die Maedchen sondern sehen diese als Sexobjekte und vice versa, das Maedchen das herumschlaeft denkt das waere die Geborgenheit, Liebe, Freundschaft, welches es sucht und merkt nicht das sie ihren Koerper ungewollt missbraucht weil es alle tun ! der Junge denkt er waere erwachsen und supertoll, ist er aber nicht!
    Es ist traurig, ich bin nicht Pruede und ich habe meine Abenteurechen gehabt, aber ich denke Kinder im Alter von 1-18 Jahren brauchen keine Pornostars zu sein. Erste Verliebtheit und erster Sex sollte doch romantisch sein und sich nicht nur auf hartem Porno aufbauen.

  10. sharon sagt:

    finde dies mit dem internet sowieso eine katastrophe es handelt sich nur noch um sex porno und krieg auf dieser welt für kids bedeklich schlecht man sollte dies unterbinden irgendwie. warum ist so eine diskriminierung vom persönlichen passiert? internet da kann sich jeder via google alles holen was er möchte und das ist verbundenh mit mehr kriminalität und psychisch kranken personen sorry aber das braucht es wirklich nicht immer nacktheiten und sauereien.in amerika gibts das nicht. die wo das brauchen sollen bezahlen auch im fernseh man kann ja niergends etwas normales sehen und das ist eine katastrophe.

  11. gargamel sagt:

    @sharon: sie schreiben: “in amerika gibt’s das nicht”… ich nehme an, mit “amerika” meinen sie die USA. falls ja, so ist ihre aussage ziemlicher unsinn…

  12. Corona sagt:

    Auch wenn ich verspätet einige Zeilen schreibe….muss mich noch zu Wort melden.
    Bein erstaunt über gewisse Kommentare.
    Ich weiss von verschiedenen Beziehungen, in denen der Mann pornosüchtig ist/war. In den meisten Fällen hat es die Ehe zerstört. Die Frau hat nie eine Chance mit all den schönen, all-Zeit-bereit, sexy, …, Frauen mitzuhalten. Die Männer waren inzwischen so abgestumpft haben sich bei der Frau befriedigt und die jeweilige Partnerin ist total auf der Strecke geblieben. Die Männer brauchten immer härteren Porno und es war nicht ein Anreiz für was neues auszuprobieren, im Gegenteil, es hat die Beziehung zerstört. Und das nicht, weil die Frauen prüde wären.
    Und das soll für die zarten Seelen der Kinder gut sein? Wie schon von anderen erwähnt, die Aufklärung findet nicht in einem Gespräch statt. Die Kunst ist es doch die richtigen und ehrlichen Anworten zu geben, ohne das Kind zu überfordern und trotzdem aufzuklären. Und das altersentsprechend. Klar werden sich die grösseren ihren “Gwunder” stillen, da ist es an uns Vorarbeit geleistet zu haben und aufzuklären was es bedeutet solche Filme/Pornos zu schauen. Es geht in denen um Sex und nicht um Liebe. Für eine gesunde und schöne Sexualität gehört nun mal Liebe dazu. Das geht ja bei den meisten verloren. Es geht dabei um “sich dem Partner zu schenken” und nicht um nehmen.
    Das Problem liegt wohl auch dabei, dass unsere Männer (Frauen) und Kinder bei ganz normalen Werbeplakaten schon abgestumpft werden. Es ist normal, dass uns Frauen entgegen lächeln in schöner Unterwäsche….wie soll ich da jemals eine Chance haben meinem Mann zu gefallen? Wie wirkt sich das auf unsere Mädchen aus? Und die Jungs?
    Da gäbe es noch viel zu schreiben, schlussendlich denke ich, dass wir Eltern, wie erwähnt, ehrlich auf die Fragen antworten und nicht verklemmt irgend was in den Bart brummen….

  13. Peter sagt:

    @sharon: schliesse mich gargamel’s Kommentar an: Woher kommt dann die im Text erwähnte (minderjährige) Miley Cyrus oder welches Land ist die Heimat von Paris Hilton, Britney Spears, Lindsey Lohan, Pamela Anderson und der “American Pie”-Filmreihe ?
    Also ziemlicher Unsinn, den Sie da verbreiten, dass es dieses Problem in den USA nicht gibt. In den USA ist man wahrscheinlich einfach zu verklemmt um darüber eine Diskussion zu führen und deshalb wird dieses Problem in der breiten Masse gar nicht gesehen und/oder totgeschwiegen.

    Aber zurück zur hiesigen Diskussion:
    Ich denke, dass vorallem die heutigen Medien schuld an dem Zustand sind; wenn ich am 2.April eine Gratis-Abendzeitung aufschlage und auf der zweiten Seite schaut mich lasziv eine nackte Frau an oder auf VIVA bei jedem zweiten Musik-Clip eine Sängerin oder im Hintergrund Tänzerin aufreizend sich präsentieren finde ich das als Erwachsener Mann natürlich toll, aber als Jugendlicher in den 80ern war es doch schon eine Sensation die Doppelseite der BRAVO anzusehen; Heutzutage sieht man das überall.

  14. john rambo sagt:

    @ akaroa / mira

    sorry, aber pornografie ist nicht schädlich. genausowenig, wie killerspiele schädlich sind. genausowenig wie death-metal schädlich ist. genausowenig wie markenkleider schädlich sind. genausowenig wie alkohol schädlich ist. genausowenig wie laute musik schädlich ist. genausowenig wie karotten schädlich sind. oder erbsen. oder sauberes wasser. es ist immer die menge die das gift macht.

    wie oft muss man dass denn widerholen, bis mal einer zuhört und begreift?!

    ich kann pornografie konsumieren und trotzdem ein erfülltes sexualleben haben. ich kann das.

  15. marco sagt:

    Wie bitte sollte Pornographie Jugendlichen unzugänglich gemacht werden? Dieser Versuch kann nur scheitern. Lasst es also sein, wie damals 1900 als man im Aufkommen von Taschenbüchern, von einer Lesesucht der Jugend Sprach, und der Jugend weiter vorwarf, nur zu Lesen zu leben, so wirft man und Frau heute der Jugend vor zu gamen und Porno zu schauen. Eure Erregung ist heuchlerisch. Ich bin froh, dass Kinder sich der erwachsenen Kontrolle entziehen. Jugendliche werden immer eigenen Wege finden.

    Erwachsene können lediglich schauen, dass Kinder ihre Pornos nicht alleine erfahren (ich meine schauen), sondern eben mit weiteren Jugendlichen. Solang dies eine kollektive Erfahrung bleibt, lässt sie sich im Kollektive erfahren und führt zu einer Sozialisation.

  16. Harald sagt:

    Porno ist so schädlich wie jede Sucht. Das Problem ist aber tatsächlich die Tendenz, immer extremer zu werden. Was auf dem Internet innert Sekunden gefunden werden kann, ist absolut alarmierend. Da zu behaupten, das schade nichts, ist ziemlich ignorant. Wenn immer mehr Jugendliche glauben, Sex müsse der Frau weh tun, weil sie sonst eine “Schlampe” ist die zu viel Sex hatte, dann ist das sehr krank. Diese Meinung ist zunehmend verbreitet, und wenn man die Gesichter auf Porno-Seiten sieht, ist klar woher diese Meinung kommt.
    Was kann man dagegen tun? Vorbild China: Dort findet man keine Pornographie, es sei denn man ist Hacker und sehr risikofreudig. Zugegeben, es ist ein riesen Aufwand den die Chinesen betreiben, um ihr Netz sauber zu halten. Aber ich glaube langfristig lohnt es sich. Es müsste es ja auch nicht jedes Land einzeln machen. Eine Kooperation bietet sich durchaus an.

  17. Rudi sagt:

    @Harald

    Du schreibst, dass in China kein Porno übers Internet konsumiert wird.
    Entschuldige, aber bei dem Satz musste ich wirklich laut lachen :-) .
    Woher weißt du das? Nach meiner eigenen Erfahrung, wird im chinesischen Büroalltag mehr Porno über das Internet geladen, wie ich das von Deutschland kenne.
    Im übrigen interessiert sich die chinesisch Zensur allenfalls am Rande für Pornografie. Ein Unterschied ist höchstens dass die Menschen dort noch etwas prüder und verklemmter sind als bei uns, und daher Pornografie noch nicht so öffentlich ist.
    Wenn du schon ein Land suchst ohne Pornografie, dann empfehle ich Dir mal Saudi-Arabien und zwar abseits der Touristenregionen am Golf. Dort funktioniert die Zensur diesbezüglich offensichtlich recht gut. Aber wer will da schon längerfristig leben?

  18. Elfriede sagt:

    Also, das ist doch echt der Hammer was manche Leute hier so ablassen, da kommt mir doch – entschuldigung – grad das kalte Kotzen…. Pornographie soll nicht schädlich sein? So was kann nur jemand schreiben, der bereits völlig abgestumpft ist,oder? ICH KANN DAS, du – da fallen mir doch gar keine Worte mehr ein zu dieser ignoranz und selbstgefälligkeit!! Aber, tja RAMBO was soll ich da sagen.. Das du ein erfülltes Sexleben hast, davon geh ich aus……. Fragt sich nur was außer den 3 sec. noch dabei empfunden wird . Und Peter was willst du uns eigentlich mitteilen, da kam nur heiße Luft, nichts weiter, viele Worte und nichts gesagt… OHHH toll so viel nackte Haut, als Mann kann ich das doch genießen, Idiot! Und selbst hier bestätigt sich die Aussage, das mann abstumpft! Marco, ganz Klasse, echt die Lesesucht um 1900 mit der heutigen Pornographie zu vergleichen, ganz gelungen ehrlich! Natürlich ist Pornographie schädlich wie eine Sucht! da hat Harald verdammt recht! Und mit Sicherheit hat auch das schon viele Ehen zerstört, da die Partner gar nicht mehr wissen wie man Respektvoll mit jemandem umgeht – und das soll jemanden wundern? Und dann kommen auch noch so stumpfsinnige Antworten wie, macht doch jeder, meine Güte wie kann mann so schwachsinnig argumentieren??In China haben die das im Griff ???- die meisten Pornos kommen überhaupt nur von dort, weil die Darsteller so schön billig sind, wie in vielen anderen Ländern auch. Tja Saudi-Arabien das ist tatsächlich mal ein Kommentar der auch wahr ist, da gibts ja nicht mal Kino, aber dort hält man es aus dem Grund nicht lange aus, nicht weil die Freizügigkeit verpöhnt ist, nein es ist einfach allgemein sterbenslangweilig dort und Frauen haben dort noch immer kaum Rechte und Frauen aller Nationalitäten müssen dort verschleiert rumlaufen, als Mann kommt man alleine nicht in eine Einkaufsmall, nur als Pärchen!!. Wege gäbe es immer, dass alles zu stoppen, wenn man nur wollte, doch an der Spitze sitzen doch immer noch viel zu viel Patriarchen als das da mal einer durchgreifen würde bzw. wollte. Ist doch alles so schön bunt hier.

    Aber ehrlich wie kann man diese Blödheit verdenken? Bei Allem was einem da so vor die Augen und Ohren „gestellt“ wird. Wie bei einem der tollsten Texte unserer Zeit Stupid girl, kommt alles nicht von ungefähr ,nicht?. Gäbe es nicht so viel beschränkte Frauen die das ganze so toll finden, hätten wir diese Probleme auch erst gar nicht!

  19. Marc sagt:

    @ Gargamel:

    Zitat: “gewaltpornos à la “saw” oder “hostel”…”

    => Sie haben definitiv keine Ahnung. Weder “Saw” noch “Hostel” sind pornographisch. Und minus mal minus gibt halt nicht immer plus. “Keine harte Gewaltdarstellung” mit “keine Pornographie” machen Sie zu “Gewaltpornos”.

    Vielleicht sollten Sie zuerst ihr Faktenwissen schulen, bevor sie Ihre unqualifizierten Äusserungen von sich geben.

  20. ron sagt:

    Pornographie ist heutzutage das Opium des Volkes, besonders in der westlichen Kultur. Solange alle denken, man könne sowieso nichts unternehmen, wird sich dabei nichts ändern.

Kommentieren

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.