Beinahe hätte ich vergessen, wie unglaublich begeisterungsfähig Babys sein können. Doch Leos kleiner Wonneproppen, den ich vorgestern über Nacht hütete, hat mir wieder einmal vorgeführt, weshalb Säuglinge die wirkungsvollsten Stimmungsaufheller sind. Da gluckst der Kleine in seinem Reisebettchen am Morgen in aller Herrgottsfrühe so enthusiastisch vor sich hin, dass man sich schlaftrunken aus der Bettdecke schält, um den Auslöser des kleinkindlichen Begeisterungssturms näher zu inspizieren: Es ist die blosse Tatsache, dass der grosse Zeh noch da ist. Wie könnte man da wieder ins Bett steigen, wenn man zusammen mit einem Baby eine solche umwerfende Entdeckung feiern kann!
Man nimmt das Kind also auf den Arm, verlässt das Dämmerlicht des Schlafzimmers und hört den Jungen jauchzen vor Freude über den neuen Tag und die Katze von gestern. Die Freude ist so gross, dass ein Lächeln nicht reicht und auch kein Lachen, um ihr Ausdruck zu verleihen, das ganze Leokind wird Freude, die Ärmchen, sie rudern, die Beine, sie zappeln, der Oberkörper windet sich in diesem grossen Gefühl. Und die Augen erst, die noch dieses einzigartige Leuchten haben, weil sie sehen, was da ist, und nicht suchen, was fehlt.
Könnte man sich doch wieder so freuen wie ein Baby. Über nichts und über alles. Tochter II macht einen Purzelbaum und wird angehimmelt, als wäre sie Ariella Käslin und habe eben einen doppelten Salto auf den Schwebebalken hingelegt. Dann guckt das Kind auf den Tisch und inspiziert mit totaler Konzentration die herumliegenden Brosamen, versucht sie zu fassen mit seinen kleinen Patschfingerchen, jede einzelne davon, begeistert von der Vielfalt ihrer Erscheinung. Nur um kurz darauf in helles Giggeln auszubrechen, weil die Quietschente quietscht und vollends aus der Fassung zu geraten, weil Tochter I, sein Lieblingsbabysitter, auf der Bildfläche erscheint.
Nein, man kann wirklich nicht schlecht gelaunt sein, wenn man den Tag mit einem Säugling beginnt. Ich muss mir den Leosohn öfters mal ausleihen.
Der Mamablog jetzt auf Facebook
Verfolgen Sie die Themen im Mamablog nun auch im grössten sozialen Netzwerk – und werden Sie ein Fan des beliebten Blogs. Die Autorinnen Nicole Althaus und Michèle Binswanger veröffentlichen im Mamablog-Profil Links zu neuen Einträgen im Blog. So finden Sie den Mamablog: Tippen Sie im Suchfeld auf Facebook das Stichwort «Mamablog» ein und die Blog-Page erscheint. So werden Sie ein Fan des Mamablogs: Klicken Sie oberhalb der Seite auf «Fan werden». Fortan werden Sie in Ihrem Facebook-Profil automatisch über alle neuen Einträge und Neuerungen im Blog informiert. Sie können die Links kommentieren und anderen Faceboook-Freunden verschicken. Viel Spass!


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und erwartet ihr erstes eigenes Kind.
Jeanette Kuster ist Redaktorin bei einem Fachmagazin, freie Journalistin und Mutter eines zweijährigen Mädchens. Vor der Geburt ihrer Tochter war sie bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Jeanette Kuster lebt mit ihrer Familie in Zürich.
auf Facebook






















Wie gesagt max, versuchen Sie es mal mit Therapie, könnte helfen!
@Pippi Langstrumpf
Sätze wie “Seit sie die täglich aufreibende Situation, die fruchtlosen Auseinandersetzungen mit ihrem Mann beendet hat und mit den Kindern allein wohnt, geht es ihr gut” bringen mich in Rage, was für eine Mutter ist das denn, die ihre eigenen Interesse derart viel höher gewichtet, als die der Kinder, wie geht es wohl den Kindern dabei? Solche Frauen schimpfen sich emanzipiert sind aber in jeder Hinsicht nur Versager, weil sie unfähig sind an sich selber und an einer Beziehung zu arbeiten, weil sie unfähig sind das Anderssein zu erkennen und zu akzeptieren, weil sie unfähig sind eigene Fehler einzugestehen. Solche Frauen mal den Schmerz fühlen können, den ihre Kinder fühlen, weil der Vater rausgeworfen wurde.
@Laura
Der Vater wurde nicht einfach rausgeworfen, die Situation spitzte sich zu über Jahre hinweg, jeglicher Versuch der Mutter, etwas zu ändern, vielleicht eine Beratung in Anspruch zu nehmen, wurde vom Vater boykottiert, er war in keinster Weise bereit, einen Schritt zu tun, als er regelmässig betrunken war, kam es zum Eklat. Die Kinder sehen ihren Vater jede Woche, sie blühten auf, weil zu Hause endlich FRIEDEN ist. Vergessen Sie nicht, eine Frau, die sich vom eigenen Mann dauernd in unflätigster Weise beschimpfen lässt und in der Situation verharrt, ist für ihre Kinder, speziell für Töchter, das schlechtest mögliche Beispiel überhaupt. Reflektieren Sie mal, was für ein Role Model solche Mütter abgeben? Kinder brauchen stabile Verhältnisse, besoffene Väter und zerrüttete Verhältnisse sind das Gegenteil davon.
@Pippi Langstrumpf
Das tönt ja schon anders, ich habe grad im Bekanntenkreis ein Fall von, die Frau hat einen andern gesehen und hat ihren Mann und Vater ihrer drei Kinder aus dem gemeinsamen Haus geworfen. Dafür hab ich Null Verständnis.
@Laura
Für nackten Egoismus zu Lasten der Kinder habe ich auch kein Verständnis.
Also, die Frau, die ich für die blonde, französischsprechende Pippi Langstrumpf halte, die ist mir kurz vor 15:00 beim Joggen begegnet. Sie kommt jeden Sommer an den knackigen braungebraunten jungen Männern in Badehosen vorbei. Stramm an ihren Walking Sticks zieht sie vorwärts. Tut so, als sähe sie links und rechts nichts, blinkt aber mit den Augen immer ganz schnell an die entscheidenden Orte und leckt sich die Lippen mit breiter Zunge. So um die 60, gut erhalten, fleissig geschminkt, und die Haare aus dem Lavabo blond geworden.
Es gibt solche alleinstehende selbstbewusste, ältliche, weibliche Glüsteler. Heute hatte sie männliche Begleitung. Aber das war das erste mal.
Es war eine Fata Morgana, max, ich jogge nicht und bin viel jünger.
@Pippi Langstrumpf
Die Dame joggt nicht, sondern zieht an ihren walking sticks. Ausserdem meint sie sicher, sie sei vieeel jünger. Und ah, wenignstens geben Sie es zu: Auch sie glüstelen jeden Sommer ob all der knackigen Männerbrüste in der prallen Sonne.
@max: MAN BOOBS? igitt igitt.
Ich habe mich nach 9 Jahren scheiden lassen, eine Konventionsscheidung, fianzielle Lage wurde geregelt, für mich persönlich bekam ich keine Alimenten die Aussage war, diese Frau ist noch jung, die kann noch arbeiten. Wärend meiner Arbeitszeit war ich angwiesen auf Fremdbetreuung meiner Tochter in meiner Abwesenheit, wurde fündig bei einer Kinderkrippe, zentral war für mich, meine Tochter in guten Händen zu finden . Hab 3 Jahre temporär in einem Treuhandbüro gearbeitet bis ich mal von einem neuen Chef extrem zusammengeschissen wurde , meine Reaktion war, Flucht, da gabs dann so Vergleiche, von Gesetzen habe ich Null Ahnung. Meine Haltung ich bin auf der Seite der Kinder.
Dieser neue Chef hat immer gepredigt, man muss den Stier bei den Hörnern packen Corredo aus Spanien, Tierquälerei 100 pro, destrukive Kulturrhyten. Katzen die in China in der Pfanne landen, ich lasse mir meine ursprüngliches gesundes Gerechitigkeitsgefühl nichtmehr kaputtmacn. Menschen sind fähig zu begleiten, Hilfe, das 1. Gebot ist für mich, sein Gegenüber wahrzunehmen, und seine persönlichen Aussagen ernst zu nehmen Das Trostpflaster muesch kei Angscht ha, hat wird zum Glück anders betrachtet für diese Prozesse sind wir vermutlich angewiesen auf PsychtherapeutInnen.
@max: ich glaube nicht dass Pippi joggt, das ist zu bürgerlich. Die Dame entstammt nämlich dem Blaugestüt des Berner Patriziates, das Herrschen und Rechthaben steckt da noch nach Generationen in den Knochen, sie Stallknecht! Die heisst mit richtigem Namen irgendwie Charlotte de Wattewyl oder Josephine Geneviève von Graffenried. Und allzu gern und schnell geht dort revanchistischer Furor mit neueren, esoterischen Totalitarismen eine heilige Allianz ein.
@Lea
Also, ich meinte eigentlich Brustkorb. Wir sagen Bübbi, wenn wir “BOOBS” meinen. Brust ist der Bruskorb.
Und die Pippi Langstrumpf, die mir beim Joggen begegnet, die steht vor allem auf epilierte Oberkörper, schwächlich schmale Brustkörbe.
@max: das Bernische ist für mich wohl eine Fremdsprache.
Aber:
Männerbrüste: Entweder das Phänomen fortgeschrittenen Alters, wo der Testosteron Spiegel fällt und andere Hormone dafür etwas mehr, sodass das entsprechende Teil etwas vorwölbt.
Kann auch von übergewicht sein. Da besonders beim hormonell behandelten Schnellwachsfleisch.
Lieber Man Boobs als no boobs at all…
@Lea
womit wir wieder beim Thema “Hängebrüste” wären.
äh…. hat mal jemand geschaut, worum es im blog von n. althaus überhaupt geht…? dazu schreib ja gar niemand. für ihren schlagabtausch sollten sich der hinterwäldlerische max und die moderne pipi einen eigenen blog einrichten..!
zum thema:ich habe auch riesen freude an meinem kleinen, frechen, lustigen stimmungsaufsheller, der selbst so einen morgenmuffel wie mich erfreut in den tag starten lässt. ein hoch auf das kinderlachen – das schönste geräusch auf der welt!
@ Claudia
Bin ichfroh, dass ich hier nicht der einzige Morgenmuffel bin