Beinahe hätte ich vergessen, wie unglaublich begeisterungsfähig Babys sein können. Doch Leos kleiner Wonneproppen, den ich vorgestern über Nacht hütete, hat mir wieder einmal vorgeführt, weshalb Säuglinge die wirkungsvollsten Stimmungsaufheller sind. Da gluckst der Kleine in seinem Reisebettchen am Morgen in aller Herrgottsfrühe so enthusiastisch vor sich hin, dass man sich schlaftrunken aus der Bettdecke schält, um den Auslöser des kleinkindlichen Begeisterungssturms näher zu inspizieren: Es ist die blosse Tatsache, dass der grosse Zeh noch da ist. Wie könnte man da wieder ins Bett steigen, wenn man zusammen mit einem Baby eine solche umwerfende Entdeckung feiern kann!
Man nimmt das Kind also auf den Arm, verlässt das Dämmerlicht des Schlafzimmers und hört den Jungen jauchzen vor Freude über den neuen Tag und die Katze von gestern. Die Freude ist so gross, dass ein Lächeln nicht reicht und auch kein Lachen, um ihr Ausdruck zu verleihen, das ganze Leokind wird Freude, die Ärmchen, sie rudern, die Beine, sie zappeln, der Oberkörper windet sich in diesem grossen Gefühl. Und die Augen erst, die noch dieses einzigartige Leuchten haben, weil sie sehen, was da ist, und nicht suchen, was fehlt.
Könnte man sich doch wieder so freuen wie ein Baby. Über nichts und über alles. Tochter II macht einen Purzelbaum und wird angehimmelt, als wäre sie Ariella Käslin und habe eben einen doppelten Salto auf den Schwebebalken hingelegt. Dann guckt das Kind auf den Tisch und inspiziert mit totaler Konzentration die herumliegenden Brosamen, versucht sie zu fassen mit seinen kleinen Patschfingerchen, jede einzelne davon, begeistert von der Vielfalt ihrer Erscheinung. Nur um kurz darauf in helles Giggeln auszubrechen, weil die Quietschente quietscht und vollends aus der Fassung zu geraten, weil Tochter I, sein Lieblingsbabysitter, auf der Bildfläche erscheint.
Nein, man kann wirklich nicht schlecht gelaunt sein, wenn man den Tag mit einem Säugling beginnt. Ich muss mir den Leosohn öfters mal ausleihen.
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Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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@R. Strasser: Ja, ja und Sie sind wohl der einzige Normale hier,oder wie???
hmm…, das wäre ja dann wohl das stichwort für maxen’s auftritt gewesen.
anal bin ich jungfrau. somit wohl eine ausnahme.
hmm…, das mit dem tief blicken meine ich natürlich.
@Lea: 16:47 TMI
@Anastasia: du und ich, ja. So normal, dass es weh tut.
@Hotel Papa: way TMI
@Roland Strasser: Von wo, wissen über meine Normalität??? Kenne ich Sie???
@Lea: und wie siehts animal aus?
Es ist doch immer wieder faszinierend, in einer sehr unangenehmen Weise, wie schnell manche hier es schaffen, von einem vollständig unschuldigen Thema wie einem lachenden Baby zu ihren privaten Vorstellungen von Sex zu kommen. Wirklich krass.
Wenn man morgens un 6.15h todmüde aus dem bett kriecht, die Augenringe hängen bis zu den Knien, ein Blick aus dem Fenster zeigt einem ein Sauwetter…………. Da braucht es doch nur ein strahlendes Kind, das einem “guete Morge” an den Kopf wirft und schon scheint die Sonne
Ja ich weiss, ich bin ein Morgenmuffel.
Strasseralarm.
Mit dir nicht. somit auch animal unberührt.
@Eni: Morgenmuffel um 17:02 CET?
@ Lea
Nein um 6.15 h bin ich ein morgenmuffel bis ca 9.00 h
heute morgen 06.30 uhr mein sohn 18mt kommt in die dusche um mich in die nackten, beine zu kneifen. auf die frage ob papi denn auch schon wach ist, rennt er schelmisch grinsend ins zimmer, hebt die decke und kitzelt ihn an den füssen. 07.00 uhr meine tochter 31/2 meint, sie begleite mich noch zur tür um dort “tsüss” zu sagen. ich schaue zurück zur eingangstüre und sehe ein kleines mädchen im füsschenpijama, dass mir eine kusshand zuschickt und sagt: “tsüss mama, han die lieb, machs guet und gueti besserig
”…. musste den ganzen tag daran denken und grinsen
@Lea: woher wissen sie, dass ich im Bett zum Tier werde? Woher, hä?
@ strasser
hmm…, verschliessen sie den züri-sack etwas sorgfältiger, da schauen immer wieder mal “körperteile” oben raus.
hmm…, arbeiten sie bei der ubs, san?
den verstehe ich jetzt nicht mit der ubs.
nei!!! wäre gar nicht mein ding! wegen dem “gute besserung ?”