
Auch die Mütter, die zu Mörderinnen werden, tragen oft ein idealisiertes Bild des trauten Familienlebens in sich: Das Mehrfamilienhaus (rechts), in dem in der Nacht auf Heiligabend zwei siebenjährige Kinder getötet wurden, aufgenommen am Dienstag, 25. Dezember 2007, in Horgen ZH. (Bild: Keystone)
Es gibt keine schlimmere Tat als die Tötung oder brutale Misshandlung von wehrlosen Kindern. Und das traurigste daran ist: Sie hat Konjunktur. Der Mord am eigenen Nachwuchs ist zum alltäglichen Verbrechen geworden. So alltäglich, dass ein Maskulinist einen ganzen Blog mit den tragischen Fällen von Kindsmörderinnen in Deutschland füllen kann. So alltäglich, dass in der Schweiz zwischen 1980 und 2004 jedes 11. Tötungsopfer ein Kind war. Letzte Woche noch war die Tötung eines fünfjährigen Buben in einem Hotelzimmer in Winterthur das Hauptgesprächsthema. Diese Woche bereits werden zwei Fälle von Kindstötung, die vor Gericht verhandelt werden, das tragische Ereignis von letzter Woche aus dem medialen Radar verdrängen: Am Montag beurteilte das Bundesgericht das Strafmass der Mutter aus Dietikon, die 2003 ihren Freund nicht daran hinderte, das gemeinsame Kind zu Tode zu quälen. Heute, Mittwoch, steht die mutmassliche Kindsmörderin von Horgen vor dem Zürcher Geschworenengericht, die in der Nacht auf den Heiligen Abend 2007 ihre achtjährigen Zwillinge erstickt haben soll. Die Frau bestreitet die Tat.
Zwar wird Kindstötung laut Bericht der NZZ in Schweizer Kriminalstatistiken nicht ausgewiesen, doch dank der Datenbank über Schweizer Tötungsdelikte kennt man heute einige wichtige Fakten: Jedes elfte Tötungsopfer ist ein Kind im Alter bis 15 Jahre, jedes dritte Opfer ist ein Säugling, 9 von 10 Tötungsdelikte werden innerhalb der Familie begangen, zu 94 Prozent ist ein Elternteil Täter, in der klaren Mehrheit (63 Prozent) wird die Mutter zur Mörderin.
Damit unterscheidet sich der Kindsmord stark von allen anderen Morden, wo nur 10 Prozent auf das Konto einer Täterin gehen. Dass Kindsmörderinnen häufiger sind als Kindsmörder, gilt auch für Deutschland und Amerika, ja wahrscheinlich für die meisten Länder. Eine Tatsache, die in den letzten Jahren von Männer- und Vätergruppen gerne als Beweis dafür genommen wird, dass es falsch sei, den Frauen automatisch die engere und damit schützendere Verbindung zu unterstellen. Tatsächlich bröselt der hartnäckige Mythos, Mutterliebe sei eine naturgegebene Kraft, die ein Baby automatisch vor Bösem bewahrt. Am Tag der Geburt ist das Risiko eines Säuglings, von der Mutter getötet zu werden, am höchsten. Erst nach der Geburt wächst die mütterliche Bindung. Diese Erkenntnis war überfällig. Der nüchterne Blick auf mordende Mütter hilft gängige Mythen zu zerlegen.
Nur reicht es nicht, zwar das Bild der Mutter als Inkarnation des Guten zu beerdigen und dafür das Gegenstück der Monster-Mutter zu exhumieren. Die altertümliche Medea also oder die mittelalterliche Hexe. Eine Verlockung, die im Fall der Horgener Kindstötung besonders gross ist, da der zuständige Gerichtspsychiater ihr eine nur leichtgradig eingeschränkte Schuldfähigkeit attestiert. Eine Verlockung auch, weil die Frau sich offenbar zwei Liebhaber gehalten und sich damit sowieso schon von der gesellschaftlichen Vorstellung einer guten Mutter verabschiedet hatte. Zu gern möchte man den Fall einordnen und damit weit von sich schieben. Die Forschung allerdings zeigt, dass solchen Fällen weder mit der Kategorie «asoziales Milieu» noch mit der Schublade «Geisteskrank» beizukommen ist. Kindsmörderinnen kommen in den besten Kreisen vor und nur etwa 10 bis 15 Prozent der Täterinnen töten in psychischen Krisen. Die Gefühle, die Frauen in der Mutterrolle in Abgründe führen, sind sehr viel komplexer.
Vor Gericht zeigt sich dann oft das Drama von Frauen, die von der Mutterschaft eine Lösung ihrer Identitätsprobleme erwartet hatten. Sie hofften auf Nähe und Bestätigung. Und fühlten sich einsam und zurückgewiesen. Die Mutterschaft erweist sich in diesen Fällen als tragisches Missverständnis. Aus dem es kein Entrinnen gibt. Zwar müssen Väter heute sehr viel mehr leisten als früher, um als gute Väter gelabelt zu werden. Aber: Rabenväter und Gluckenvatis, Schlampenpapas und Teilzeitdaddys gibt es nicht. Die Vaterrolle kennt viele individuelle Ausgestaltungsmöglichkeiten. Zum Glück. Die Mutterrolle dagegen ist auch heute noch weniger individuelle Kür als vielmehr kollektive Pflicht. Wie kaum eine andere Rolle in dieser Gesellschaft wird sie moralisch überwacht und bewertet. Und auch die Mütter, die zu Mörderinnen werden, tragen oft ein idealisiertes Bild des trauten Familienlebens in sich.

Zeichen der Trauer am Tag nach dem Tod der Kinder in Horgen ZH.
Nicht umsonst teilen fast alle Kindsmörderinnen laut Forschung das Gefühl des radikalen Alleingelassenseins, der Entwurzelung, der Auswegslosigkeit. Auffällig häufig steht hinter der Schreckenstat die Absicht, das Kind vor etwas vermeintlich Bösem zu bewahren. Vor dem Vater. Vor einer Pflegefamilie. Vor der Vormundschaftsbehörde. Dieses Missverständnis der Mutterschaft verstehen und ergründen zu wollen, heisst nicht, die Täterinnen von der Verantwortung freizusprechen. Die Gesellschaft muss die Verantwortung bei den Mörderinnen belassen und sie angemessen bestrafen.
Aber sie sollte dafür sorgen, dass Mutterschaft nicht mehr so häufig mit Auswegslosigkeit verbunden wird. Indem sie zulässt, dass über zwiespältige Muttergefühle gesprochen wird. Indem sie postnatale Depression enttabuisiert und Mutterschaft nicht als strahlendes Schaulaufen mit Baby inszeniert. Dann nämlich wäre es für die verzweifelten Mütter am Abgrund einfacher, sich einzugestehen, dass sie am Abgrund stehen, Hilfe brauchen und sich diese auch zu suchen. Oder was denken Sie?
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Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und erwartet ihr erstes eigenes Kind.
Jeanette Kuster ist Redaktorin bei einem Fachmagazin, freie Journalistin und Mutter eines zweijährigen Mädchens. Vor der Geburt ihrer Tochter war sie bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Jeanette Kuster lebt mit ihrer Familie in Zürich.
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@ Lehrzeit
Ob Kindsmorde in diesen Kulturen häufiger vorkommen weiss ich nicht. Habe gemeint, dass wo Ehrenmorde gebilligt sind und Väter ihre vergewaltigten Töchter als Huren steinigen lassen, dass in diesen Kulturkreisen sicher auch sonst nicht vor Kindsmord halt gemacht wird, also sicher nicht weniger als bei uns. Das war mein Gedanke zu dem dass irgend welche Moslems behaupten, dass es das bei ihnen nicht geben würde. Die Mädchen die an beschneidungen sterben werden genau genommen schliesslich auch ermordet
Irgenwelche Moslems? Wittere ich hier pauschalisierende Vorurteile? Ich glaube nicht, dass Ehrenmorde bei Moslems weiltweit an der Tagesordnung sind, sie sind auch nicht legal gemäss der Scharia, und Väter haben auch kein Recht, ihre Töchter steinigen zu lassen. Dafür gäbe es, wenn schon, Richter. Wahr ist allerdings dass illegale Morde an Familienangehörigen, ob Blutrache oder “Ehrenmord” in bestimmte Regionen des öfteren Vorkommen. Mädchen, die an der Beschneidung sterben werden ermordet, wenn sie nicht sterben werden sie verstümmelt und traumatisiert. Auch dieser Brauch beschränkt sich nicht auf eine Religion, sondern ist in Afrika auch unter Christen weitverbreitet. Islamische Gelehrte haben ihn als illegal angeprangert, und in etlichen Ländern ist er mittlerweile verboten. Mir ist unverständlich, wieso gerade Frauen so daran hängen. Haben Sie das Buch von Fadumo Korn dazu gelesen? Ist sehr empfehlenswert. Überhaupt eine sehr sympathische und bewundernswerte Lady, Frau Korn.
Persönlich finde ich es für mich gut, mich um die Förderung des Guten und – wo möglich die Eindämmung des Üblen in unserer Kultur und meinem täglichen Umfeld zu kümmern, weil es mehr bringt als Empörung über Missstände und Gewalt in weit entfernten Regionen. Im Zusammenhang mit Kindsmorden wäre allenfalls noch die Ermordung von Kindern in Südamerika zwecks Organgewinnung oder Kicks in einschlägigen Filmen erwähnenswert. Oder die Brutalität mit der die brasilianische Polizei gegen Strassenkinder vorgeht. Oder dass es überhaupt Strassenkinder gibt, die sich zu Tode schnüffeln. Oder die Vergewaltigung von Kleinkinder durch HIV-positive Südafrikaner. Aber eben, was kann ich dagegen tun?
@Pippi: “Es ist einfach unglaublich, was mir von gewissen Bloggern dauernd unterstellt wird. Wird’s euch nicht langsam langweilig?”
Du kennst aber schon den Unterschied zwischen Eigenbild und Fremdbild? Du kannst hundert mal sagen “Ich bin nicht A!” Wenn Du als A wahrgenommen wirst, benimmst Du Dich offensichtlich wie A.
Was mir im heutigen Bericht zu allererst ins AUge gestochen ist, sind die zwei folgenden Aussagen von der unmittelbar nach der Tat am Tatort eingetroffenen Notärztin:
Zu Beginn des zweiten Tages sagte die Notärztin aus, welche in die Wohnung der Familie B. gerufen wurde. Die Wohnung wirkte sehr beengend, alles war sauber geordnet und sah aus wie in einem Ikea-Katalog», sagte die Ärztin auf die Frage nach ihrem ersten Eindruck (…).
Dass die Mutter Bianca B. sagte, es sei eingebrochen worden, habe sie «sehr befremdet». Denn in einem Kinderzimmer stand zwar ein Kasten offen und Kleider lagen auf dem Boden. «Doch diese waren fein säuberlich aufgestapelt. Nach einem Einbruch sieht es wohl anders aus», so die Zeugin.
Also alles überordentlich und übersauber- und dann der Schock, ein psychologischer Kontrast- aus Sicht des Allgemeinbildes, dass man sich von dieser Mutter- und des Vaters wohl auch- nun machen kann:
«Die beiden Kinder wurden durch massive mechanische Einwirkung erstickt.», so die Aussage des Forensikers.
Schnitt
Ich kenne Menschen, berufsbedingt sehe ich wohl etwas mehr als andere, die verwenden einen Grossteil ihres Lebens für’s Putzen und Aufräumen. Die können nix ungewaschen, ungeputzt oder ungeordnet herumstehen lassen: Alles hat seine peinlich genaue Ordnung, alles ist immer- IMMER!- blitzblank! Wie in einem… wie sagt die Notärztin doch so schön? Wie in einem IKEA-Katalog. Wohlgemerkt: Nicht wie in einem Katalog vom Wohnbedarf. Oder Colombo. Oder dem Neumarkt 17. Nein: IKEA, d. h. viel Furnier, Echtholzfurnier im besten Falle- so als ob also, einfach nicht echt, sondern… innendurch MDF oder irgendetwas, das möglichst stabil und praktisch ist- so wie das Leben für diese Menschen immer praktisch zu sein hat; praktisch wie ein… IKEA-Möbel halt eben. Möbel mit einem Holzanteil, der kaum mehr messbar ist, kein Echtholz, sondern eben nur Echtholzfurnier, wenn überhaupt- und sonst ist auch das nur aufgedruckt, das Holz meine ich, das Falschholzfurnier, der Plastik. Aber das wird ständig geputzt, wenn’s sein muss, zwanzig Mal am Tag, dreissig, vieleicht sogar vierzig Mal… pro Tag!
Es ist immer alles sauber und ordentlich- die Welt könnte zusammenbrechen- aber dann bitteschön sauber und ordentlich. Ständig sind sie am Putzen, wieviele Menschen kenne ich, die unablässig putzen, Tag für Tag, die Hände mindestens fünf, sechs Mal pro Tag, sogar eine Desinfektionslösung, eine Taschenportion sozusagen; einen kleinen 100cl Spender tragen sie auf sich: Für alle Fälle. Ihren Kindern geben sie zur Sicherheit auch einen mit- echt, habe ich sogar an de Schule mit eigenen Augen gesehen: Eine Schulkollegin meiner Tochter zückte da plötzlich einen Desinfektions-Taschenspender hervor und rieb sich damit die Hände ein! Man darf sich nicht anstecken, man könnte… krank werden, krank, krank, krank… krank vor Angst. Also haben die Kinder eine Desinfektionslösung dabei. Was die Eltern dabei haben, das möchte ich lieber nicht wissen.
Und dann, eines Tages dann, *PENG* brennt ihnen die Sicherung durch…
Alles sauber und geordnet natürlich. Nur war in diesem Falle halt eben etwas mehr Druck nötig, gleich zwei Mal, etwas mehr, als beim Anpressen eines Putzlumpens wahrscheinlich…
Bis nichts mehr kommt.
Endgültig.
Aus.
Der eingangs erwähnte Artikel / Bericht:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/linkes-ufer/Zwillingsmord-Wer-hat-das-getan-Warum-schrie-der-Vater-immer-wieder/story/24068813
@Marcel
Schon gut von wegen sauber geordnet und durchbrennen.
Aber die Gerichtsmedizinerin will behaupten, dass kein Einbruch war und die Ordnung soll angeblich zum Beweis gegen die Angeklagte dienen!
So ein Schwachsinn. Wenn einer einbricht und die Kinder umbringen will, dann geht er zu den Kindern und bringt sie um. Er nimmt sich nicht die Mühe und räumt noch mit Akribie ein paar IKEA Schränke um.
Wenn der Prozess gegen die Mutter mit solchen Mitteln geführt wird, dann kann ich der nur eine Freispruch wünschen. Solche “Beweismittel” sind eine Frechheit. Langsam könnte man wirklich meinen, die Frauen können es nie recht machen. Ist nicht aufgeräumt, dann verwahrlosen die Kinder und müssen zu Pflegeeltern. Ist aufgeräumt, dann sind sie potentielle Kindsmörderinnen und die Kinder müssen zu Pflegeeltern.
Wenn diese Anklage nicht mehr zu bieten hat, dann gehört der Staatsanwalt verbannt!
Hotel Papa, ich müsste in mich gehen, wenn ich so ein eindeutiges Bild abgeben würde. Ich weiss, dass ich das nicht tue, es sind immer dieselben, du und noch ein paar andere, die falsche Unterstellungen machen, nach dem Motto: steter Tropfen höhlt den Stein. Weil ich gern wissen will, was sich hinter dem Vordergründigen verbirgt, interessiere ich mich natürlich für das Warum – die Mechanismen sind klar: Dadurch, dass du mir unlautere Motive unterstellst, kannst du meine Glaubwürdigkeit in Frage stellen, meine Aussagen und Stellungnahmen werden dadurch als sowieso tendenziös relativiert “ach, die schon wieder, hat ein Problem mit den Männern usw.”
Ich unterstelle dir jetzt auch etwas: Du bist ein armes Scheidungsopfer, verlassen von einer Frau, die ihre Eigenständigkeit entdeckte und vielleicht auch nicht mehr bereit war, zu Hause die Dienerin zu sein. Verlangte sie mehr Mitarbeit, habt ihr euch deswegen gezofft und dann hat’s ihr irgendwann gereicht? Dann musstest du noch das hart erarbeitete Vermögen samt Pensionskasse aufteilen, das gab Existenzängste, nicht wahr? Schuld ist diese Frau, hat alles kaputtgemacht, unterstützt von den Feministinnen, die sie aufgehetzt haben. Im Mamablog wolltest du eigentlich deine Wunden lecken, weil, es heisst ja Mamablog, also sind das friedliche Mütter, die sich hier nett austauschen. Aber oh weh, schon wieder wirst du konfrontiert mit diesen lästigen Feministinnen, die ja sowieso keine echten Frauen sind, sonst würden sie sich auf das Liebsein konzentrieren.
Findest du es angenehm, wenn ich dich in diesem Licht darstelle, ungefragt, ob es der Wirklichkeit entspricht?
Sollte heissen: Wenn einer einbricht und die Kinder umbringen will, dann geht er nicht hin und schafft noch ein bisschen gut arrangierte Unordnung zwischen den IKEA Schränken.
Pippi: Bedenke: Du hast angefangen.
Ja, ich bin Scheidungsopfer. Details gehören nicht in die Öffentlichkeit, im Umriss habe ich es schon dargestellt. Du kannst es natürlich darstellen als Eigenständigkeit entdeckt; selbstverantwortliches Handeln sieht für mich allerdings anders aus. Und gezofft haben wir uns erst, als sie mit einem andern ankam. Ich nehme an, das ist auch mein Fehler.
Wunden geleckt habe ich woanders. Aufgehetzt haben sie nicht Feministinnen, sondern die Glitzerwelt der Reichen hat sie verführt.
Beim Vorbereiten auf die Scheidung bin ich mit der Welt der Emanzen im Detail konfrontiert worden, und mir sind die Augen aufgegangen. Ich kann dankbar dafür sein, dass mir nicht all das widerfahren ist, was aus der Ecke gerne mal kommt, sie hat sich von ihrer Anwältin nur moderat aufhetzen lassen. Ich büsse finanziell einfach für meine Blauäugigkeit während der Ehe, wo ich sie nicht angemessen in die finanziellen Verpflichtungen eingebunden habe. Habe ich nur mir selber vorzuwerfen.
Vor allem aber bin ich dabei mit einem konfrontiert worden: Als Mann stehst du für einen Teil der Menschheit in Sippenhaft für alles, was irgendwann mal falsch gelaufen ist. Und gegen sowas verwahre ich mich in aller Form, vor allem angesichts dessen, was meine Generation an Anpassungen schon geleistet hat und wie das verdankt wurde.
Und seitdem bin ich extrem empfindlich gegen die Doppelmoral aus dem Emanzenlager, und ich legen den Finger drauf wenn sie mir begegnet. Du hast einfach das Pech dass Du diese Haltung hier im Moment am hemmungslosesten vertrittst.
Caveman: “Ich bin kein Arschloch!”
Hotel Papa, nein, das weise ich zurück, Doppelmoral ist mir ebenso zuwider wie dir. Aber wie gesagt, Unterstellungen führen nicht weiter, also lass’ das einfach bleiben und nimm meine Worte so, wie sie geschrieben sind.
PS. Anwältinnen sind nicht Emanzen, wenn sie die Interessen ihrer Klientinnen verteidigen, das müssen sie, weil sie Partei sind! Sonst wären sie unprofessionell und würden ihre Arbeit schlecht machen.
@ Lehrzeit
Das mit “irgen ein moslem” war auf eine Aussage eines Posters hier bezogen ( weiss nicht mehr wer) Also dieser Moslem war in einer Talkshow ( die ich selbst nicht gesehen habe) und machte diese Aussage, dass es bei ihnen so etwas nicht gibt. Wie gesagt, habe ich mich auf dieses Post bezogen.
Mag es nicht, wenn Sie mir dauern das Wort verdrehen und pauschalisierende Vorurteile wittern.
Dass die Frauen gosse Verfechterinnen von Beschneidungen sind, hat wohl vor allem damit zu tun, dass ihnen von den Medizinmännern vorgelogen wird, dass unbeschnittene Frauen wenigern oder gar nicht fruchtbar seien und als Beispiel werden ihnen dann die Frauen vorgezeigt welche gegen die Beshcneidung aufklären wollen. Da diese Frauen aber eben aufgeklärt sind, haben sie nur wenig oder (noch9 keine Kinder
In vielen Arabischen Ländern muss der Ehemann nur den Verdahct aussprechen, das die Frau Ehebrich begangen hat damit sie zum Tode verurteilt wird.
Hm, max, da ist wieder mal ein Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung von mir in der Schlaufe. Man traut mir offenbar nicht, wobei noch zu definieren wäre, wer man ist. Eine Software? Oder eine von einem Menschen Bediente Software? Hier nochmal der Bericht, sofern er nicht zuerst einmal auf Freischaltung warten muss:
http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/linkes-ufer/Zwillingsmord-Wer-hat-das-getan-Warum-schrie-der-Vater-immer-wieder/story/24068813
Die Anklage verfolgt selbstverständlich andere Wege, um die Anklage durchzubringen, als diejenige der Ordnung. Mir ging es lediglich um diese… gottverdammt sauberen; übersauberen, supersauberen Gesellen, die hinter jeder Ecke ein Staubkorn wittern- und es natürlich sofort ver-nich-ten (search and destroy). Howard Hughes lässt grüssen. Zwangsneurotiker verdammte. Brennen allesamt irgendwann einmal durch. Gut, nicht gerade alle. Doch die Wahrscheinlichkeit, als Zwangsneurotiker mit ausgeprägtem Putzfimmel- ich meine: die putzen ja nicht, damit’s sauber wird, nein, die versuchen die ganze Zeit, etwas aus ihrem Leben wegzuputzen, das ist’s!- in der Klapsmühle zu landen ist in diesen Fällen, so behaupte ich mal, erheblich höher, als bei “Normalputzern”, die auch mal ein Glas oder eine Kaffeetasse rumstehen lassen können, ohne dass dabei ihr ohnehin schon fragiles Weltbild- oder besser: ihre Weltordnung- zusammenbricht. Mir sind diese verdammten Sekundärtugenden sowas von zuwider! Wenn diese Kaliber Psychose wenigstens sein Umfeld in Ruhe lassen könnte, dann hätt’ i nix gegen sie: Doch die versuchen jeden, der nicht so krank ist, ebenfalls zu ihrer Krankheit zu bekehren- mit einer Überzeugungskraft, die jener von Sektierern mit einem Flugblatt nicht unähnlich ist.
Ich wüsste einiges zu berichten über diesen Fall, so nebenbei bemerkt. Doch das ist mir untersagt.
Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung.
Ja warum denn, umgottsheiligenwillen?
@ Eni: wenn Sie schreiben, dass ich “dauernd” Ihnen das Wort verdrehe und Pauschalisierungen wittere, dann muss ich den Ball gleich zurück geben, ich habe mich nur ein Mal in diesem Sinne geäussert. Das ist also schon wieder eine Pauschalisierung, also nehme ich jetzt wirklich an, dass Sie dazu tendieren. Mit der Gesetzgebung in den einzelnen arabischen Ländern kenne ich mich nicht so aus, aber ein Verdacht reicht gemäss der Scharia nicht für eine Verurteilung. Da braucht es vier Augenzeugen.
@Pippi Langstrumpf: “Hotel Papa, ich müsste in mich gehen, wenn ich so ein eindeutiges Bild abgeben würde. Ich weiss, dass ich das nicht tue, es sind immer dieselben, du und noch ein paar andere, die falsche Unterstellungen machen, nach dem Motto: steter Tropfen höhlt den Stein.”
Nun, ich weiss nicht ob Sie mich auch zu den “dieselben” zählen, fühle mich jedenfalls angesprochen. Ich empfinde ebenfalls eine Einseitigkeit bezüglich gewisser Problematiken, die schon in diversen Threads zum tragen gekommen sind. Es betrifft einen Ausschnitt, aber ich finde ihn bedenklich. Diese Vehemenz mit der Unterstützung an Männerorganisationen abgelehnt wird, die Befürchtung es könnten Subventionen gesprochen werden die im Gegenzug Frauenorganisationen dann fehlen würden, Gelder die plötzlich nicht mehr an den richtigen Ort, sondern an den falschen fliessen.
Dass alles spricht zusammenfassend aus sehr vielen Kommentaren Ihrerseits zum Thema Gewalt an Männern, sowie auch beim Feminismusthread. Ich verstehe nach wie vor nicht, weshalb Sie es nicht begrüssen dass sich auf dieser anderen Seite etwas bewegt, Männer ihre Verantwortung leben wollen aber auch die entsprechenden Bedingungen fordern, gerade in Trennungs-und Scheidungsverfahren. Da haben Sie in den jeweiligen Threads ein Bedürfnis nach derartiger Unterstützung, oder schon nur dass da überhaupt ein gröberes Problem vorhanden wäre eher negiert. Das meint Hotel Papa wohl mit der Doppelmoral, und das nehme ich ebenso wahr. Ich finde viele Ihrer Kommentare spannend und lehrreich, aber in diesem Punkt vertreten Sie für mich halt schon eine Entwicklung von der ich mich, trotzdem 100%Frau, distanziere. Und dies auch immer wieder mal kommunizieren werde, schon rein deswegen, weil mir wichtig ist festzuhalten, dass nicht alle emanzipierten Frauen so denken.
@Brunhild
“Ich empfinde ebenfalls eine Einseitigkeit bezüglich gewisser Problematiken, die schon in diversen Threads zum tragen gekommen sind”.
Hier, liebe Brunhild, habe ich einfach einen Wissensvorsprung, deshalb lasse ich mich nicht so leicht einwickeln. Die allermeiste, ja ich würde sagen wohl 99% aller Gewalt an Männern, und hier spreche ich von Gewalt im Sinne von Körperverletzung, wird ihnen angetan von ihresgleichen. Das ist schlimm genug, man muss es nicht noch zusätzlich zu dramatisieren versuchen, indem man die Frauen als massgebliche Quelle dieser Gewalt aufführt. Ein Charaktermerkmal der Gewalt ist, dass sie sich vorzugsweise gegen Schwächere richtet, Frauen kann man wohl nicht als generell körperlich stärker bezeichnen als Männer. Kein Regel ohne Ausnahme, schon klar, aber eben, eine Ausnahme. Es hilft niemandem, wenn wir alles durcheinanderwerfen und undifferenziert von Gewalt reden bei jeder Auseinandersetzung. Die Tatsache, dass im “Männerhaus” auch nach drei Monaten noch gähnende Leere herrscht, spricht eine deutliche Sprache.
@Pippi Langstrumpf: ging es in diesen Threads nicht vorallem auch um weibliche Gewalt in Trennungsverfahren, wo ganz üble Register gezogen werden um den Mann schachmatt zu setzen? Bräuchte es da nicht ganz dringend Forschung, um die in solche Verfahren involvierten Berufsgruppen zu sensibilisieren? Die Zahlen bezüglich falschen Missbrauchsvorwürfen aus Deutschland sprechen doch eine mehr als deutliche Sprache, da geht es nicht um Randerscheinungen, sondern um zerstörte Existenzen in mehrfach Multiplikation.
Es ist doch weder uns Frauen, noch den Männern geholfen, wenn das einfach ausgeblendet und Unterstützung verweigert wird. Es ging ja auch nicht um Gewalt innerhalb desselben Geschlechts, das sind doch komplett verschiedene Statistiken, die Gewalt, die Sie da ansprechen kann man wohl nicht in der Kategorie “Beziehungs, oder familiäre Gewalt” abbuchen?
Ich wäre mir nicht so sicher ob schlagende Frauen derart Exotinnen sind, vorallem sollten ihre anderen Waffen nicht unterschätzt werden. Es ginge doch darum, dass wir Menschen als Menschen allen Schutz und Fairness erhalten, welche uns zustehen. Ob als Frau oder als Mann.
Müssen die Männer nun ebenfalls mit Subventionen ecc warten, weil wir Frauen halt auch solange in der Durststrecke waren und es den Machthabern herzlich egal war durch was wir durchmussten?
Naja, dann mal ausgewickelte Nacht, ich geh jetzt schlafen…
Frauen sind einfach nicht ganz dicht und brauchen deshalb einen richtigen Mann.
@Thomas
Also bei der Pippi habe ich mich schon gefragt, warum sie eigentlich nicht wie von ihr so ersehnt die 5 Kinder bekommen hat. -:)
Und überhaupt
@Eni
@Lehrzeit
@Pippi
Ein Tag ohne Roland Strasser, ein Tag ohne den, den ihr immer prügelt von wegen er sei der Störefried mit Pauschalurteilen und Ihr beendet diesen Tag mit gegenseitigen Vorwürfen, von wegen Pauschalurteilen.
Ein Tag ohne Anastasia C.s goldenen Bikini und die Aussagen Eurer Gesprächspartnerinnen sind Euch zu wenig gehaltvoll!
Daraus mag ich schliessen, es liegt nicht am Strasser sondern am Wunsch, den Vorwurf vorzutragen.
Sagt doch einfach was Ihr zu sagen habt! Wenn Ihr die Aussagen des Gesprächspartners nicht versteht, dann stellt doch einfach Fragen.
Wenn ich als richtiger Mann etwas zu sagen habe, dann sage ich es. Und wenn ich finde, eine präzisere Erklärung sei nötig, dann gebe ich die Erklärung. Anwürfe von wegen “pauschalisieren” ziehen bei mir nicht. Sie sind langweilig und die Frauen haben sicher verstanden, dass ich mich mit solch schnöden Kleinlichkeiten nicht aufhalte.