Wie viel Platz braucht ein Kind?

MAMABLOG-KID-CAGE-01-jpg

Möglicherweise eine nicht ganz artgerechte Haltung - Juxfoto von Kindern in einem Hundekäfig, publiziert im Internet.

Ich war noch jung und brauchte auch nicht besonders viel Geld, als ich dem Klischee erstmals ins Gesicht starrte. Es attackierte mich in Gestalt einer guten Freundin, kinderlos, überall dabei und über alles informiert. Ich war damals mit meinem zweiten Kind schwanger und teilte dies besagter Freundin mit. «Noch eins?» fragte sie mit süffisantem Grinsen. «Dann kommt als Nächstes bestimmt ein Auto, ein Haus und ein Hund.»

«Haha», dachte mein damaliges Ich, das Jahre damit zugebracht hatte, sich an seiner Unabhängigkeit und Einzigartigkeit und Freiheit von allen Konventionen zu berauschen. «Wir doch nicht», dachte es. «Dir werde ich zeigen, was eine moderne, urbane, ideologisch unabhängige Familie ist.»

Heute, fast sechs Jahre später, streitet die ideologisch unabhängige Familie am Küchentisch über Zimmeraufteilungen, Grünflächen und Haustiere. «Freiraum!» skandiert der Nachwuch kämpferisch. Und hört sich an, wie ein Echo der eigenen Jugend. Denn unsere Jugendstil-Stadtwohnung ist zwar gross und hell und hat geräumige Zimmer. Der Traum jedes urbanen, unabhängigen Individuums. Für eine vierköpfige Familie von Individualisten aber ist sie ungeeignet. Es gibt nicht genug Zimmer. Und keinen Garten. Die Tochter findet das jammerschade und gibt diesem Empfinden lautstark Ausdruck. Was nützt ein grosses, helles Zimmer, wenn man es sich mit einem lärmigen, kleinen Bruder teilen muss, die ja bekanntlich alle stinken? Der so verunglimpfte Bruder sieht das anders: Nicht er, sondern die Stadt stinkt. Er will aufs Land.

Nun ist es in einer Familie wie in der Politik: jeder verfolgt sein Einzelinteressen, man muss sich irgendwo finden, der Stärkere setzt sich durch. Und das sollten auch in einer modernen Familie immer noch die Eltern sein. Aber weil wir Eltern sind, fragen wir uns auch: Wie viel Platz braucht eigentlich ein Kind? Viel, klar, aber meine Frage bezieht sich nicht auf die Herzen oder den Geldbeutel, welche Kinder so nonchalant wie kompromisslos besetzen, sondern ganz konkret: Wie viel Quadratmeter brauchen wir? Müssen wir den Kindern ein eigenes Zimmer zur Verfügung stellen und wenn ja, ab welchem Alter?

Das ist ein Luxusproblem, zugegeben. Freiraum ist für Eltern ein begehrenswerter Luxus, weil er allen zugute kommt. Kinder gewinnen das Privileg, die Welt auf eigene Faust zu entdecken – die Eltern Ruhe. Die Frage ist, wie kann man sich diesen Luxus leisten? Und so hat die Tatsache, dass viele Familien dann doch aufs Land ziehen, letztlich nichts mit akuten Anfällen von Klischeehaftigkeit zu tun. Sondern ist auf banale, sprich monetäre Gründe zurückzuführen. Raum in der Stadt ist teurer als auf dem Land. Und neben Arbeit, Familie und ausgewählten Sozialkontakten, fehlt die Zeit für modernes, urbanes Herumhängen weitgehend. Zeit erfordert Organisation. Ob man nun auf dem Land oder in der Stadt wohnt.

Was meine Szenefreundin betrifft, so würde mein heutiges Ich ihr zurückgeben, dass Klischees mit dem Druck der Realität und der Zeit zu tun haben, die uns in gewisse Formen presst. Ein Kelch, der auch an ihr nicht vorübergegangen ist. Aber das lass ich sein. Ich habe schlicht keine Zeit mehr, mich mit ihr in der Stadt zu treffen.

Der Mamablog jetzt auf Facebook
Verfolgen Sie die Themen im Mamablog nun auch im grössten sozialen Netzwerk – und werden Sie ein Fan des beliebten Blogs.  Die Autorinnen Nicole Althaus und Michèle Binswanger veröffentlichen im Mamablog-Profil Links zu neuen Einträgen im Blog. So finden Sie den Mamablog: Tippen Sie im Suchfeld auf Facebook das Stichwort «Mamablog» ein und die Blog-Page erscheint. So werden Sie ein Fan des Mamablogs: Klicken Sie oberhalb der Seite auf «Fan werden».  Fortan werden Sie in Ihrem Facebook-Profil automatisch über alle neuen Einträge und Neuerungen im Blog informiert. Sie können die Links kommentieren und anderen Faceboook-Freunden verschicken. Viel Spass!

145 Kommentare zu «Wie viel Platz braucht ein Kind?»

  • Lea sagt:

    @zysi: ich meinte WW III (drei) nicht WW II (zwei). Ich beziehe mich auf die zurzeit laufenden Kriege (gegen den Terrorismus ™ ), grenzüberschreitende Gewaltakte zwischen USA und MX und das sich anbahnende Geplänkel mit Iran). Das sind zwar andere Arten der Kriegführung als WW 2, vom Ausmaß und den geopolitischen Auswirkungen her aber vergleichbar. Postmodern, weil wir in einer Zeit nach der Moderne leben.

  • zysi sagt:

    @lea
    säbel habe ich keine / geschliffene klingen wetzte ich nicht mehr ab, da sonst unscharf / mit säbeln rasselt man

    den postmodernen WW II müssen sie mir erklären, bitte

  • Lea sagt:

    @zysi: geschliffene Säbel wetzen….. das passt gut in unseren postmodernen WW III.

  • zysi sagt:

    @max

    darf ich mich nun zum ritterorden der richtigen männer zuzählen ? 😉

    kürzlich hatten sie geschrieben, sie gingen ihre messer schleifen, korrekt?
    dies hat mich auch veranlasst, die kü-messer nachzuschleifen, schliesslich erwarten wir in den nächsten wochen eine lieferung vom hof…
    also werde ich meinen sohn mitnehmen, meinen vater+bruder kontaktieren um dann zu viert zum grossvater zu fahren (schlosser von beruf) um alle zusammen die messer zu schleifen, aus eigener hand – anschliessend werden wir ein bierchen stemmen und pluadern

    übrigens, die gedanken zu essen&nahrung für eine familie, haben mir u.a. auch die grossväter mitgegeben, welche beide noch den WW II erlebten…..

  • max sagt:

    @zysi
    @lea

    SELBSTVERSORGUNGSGRAD

    Die Schweizer Landwirtschaft versorgt heute ca. 59% der Bevölkerung von 7.5 Millionen Personen. Dabei ist für mich nicht klar, wie zwischen Primärproduktion (Futteranbau, pflanzliche Nahrungsmittel, Getreide, Gemüse) und Sekundärproduktion (tierische Produkte, Fleisch, Käse) unterschieden wird.

    ANBAUSCHLACHT

    Anfangs des zweiten Weltkrieges waren es 50% von 4 Millionen Einwohnern. Während des Krieges hat man das auf 70% steigern können. Dazu musste die Anbaufläche verdoppelt werden von 180’000 auf 350’000 ha. Ende des Krieges lebten hier noch einmal 300’000 Flüchtlinge und Internierte und die Bevölkerung war insgesamt auf ca.4.5 Millionen angewachsen.

    ZUSAMMENFASSUNG DER VERÄNDERUNGEN

    Heute können 4.3 Millionen Menschen ernährt werden. 1945 waren es 3.1Millionen
    Die Fruchtfolgeflächen nahmen um 2/3 ab, wegen Überbauung und weil die im Plan Wahlen neu gewonnen Flächen aufgegeben wurden.
    Diese Steigerung konnte nur mit Mechanisierung und mit Dünger und Pestiziden erreicht werden.

    POLITISCHE ABSICHTEN DES BUNDESRATES

    Der Bundesrat in seiner Erklärung 28.2.2007 befand, der Selbstvesorgungsgrad der Schweiz als entwickeltem Land könne problemlos noch weiter absinken. Wir seien schliesslich stinkereich und könnten locker vom Hocker jederzeit genug Nahrung auf dem Weltmarkt beschaffen.

    RICHTIGE MÄNNER

    machen sich Gedanken darüber, ob ihre Kinder genug zu essen haben werden. Die Milch kommt nicht aus dem Tetrapack.

  • Hansli sagt:

    @zysi Bio ist sicher kein schlechtes Label für eine umweltschonende Landwirtschaft. Leider steckt auch da teilweise mehr Ideologie als effektiver Umweltschutz dahinter und die gesamte Menschheit könnten sich gar nicht biologisch ernähren.

  • zysi sagt:

    hoffentlich für sie nicht post-EU, dann wäre ihr wunderland womöglich nur noch bei alice vorhanden

  • Lea sagt:

    SF bi de Lüt ??? Science Fiction bei den gewöhnlichen Leuten? Ein Retro-Future Schinken? Post-EU sozusagen?

  • zysi sagt:

    @lea

    zwischen ist und sich fit halten für den fall sind bei mir nicht das gleiche

    tatsache ist, dass in SF bi de Lüt viele vereine gezeigt werden, den den sie erwähnen ist mir neu, vielleicht können sie dort auch einen publikumswirksamen auftritt erhaschen, wer weiss….

  • Lea sagt:

    @zysi: Sie schreiben etwas zu Landwirtschaft als Replik zu Georg und erwähnen Selbstversorgung , Erhaltung der Strukturen und als Analogie den Verein, den die Schweizer Armee nennen.

    Tatsache ist, dass die Schweiz weder landwirtschaftlich noch betreffend Landesverteidigung selbstversorgend ist.

  • zysi sagt:

    wo steht das ?

  • Lea sagt:

    Die Schweiz ist selbstversorgend….. Ha!

  • zysi sagt:

    @georg

    auch da (selbstversorgung) stimme ich zu – ich bin einfach der meinung, analog zur armee, wenn die strukturen nicht erhalten bleiben, dann ist fertig lustig => anhängigkeit / der preis der unabhängigkeit ist hoch, jawoll!

    mir gehts wirklich nur ums „wie(viel)“ für die bauern und nicht ums „ob überhaupt“ – von mir aus können sie auch die produktion von hanf aufnehmen, legal, dann wäre vielen gedient (treibstoffpotential……….)

  • Georg sagt:

    @zysi
    Subventionen und politisches Gewicht müssten ja nicht dasselbe sein.
    Ich fällt mir sehr schwer, die Idee der Selbstversorgung im Krisenfall zu glauben. Tierfutter und Dünger werden sowieso aus dem Ausland importiert und ein solcher Krisenfall käme nicht unangekündigt. Wir fahren ja auch die Armeebestände runter, wieso nicht auch die Subventionen? Viele Bauernhöfe produzieren übrigens eh nicht für den Markt sondern für die Subventionsgrundlage.

  • zysi sagt:

    @hansli
    bin eher ein m-kind

    Bio hat nichts mit umwelt zu tun – unterhalten sie sich mit verschiedenen bauern dazu und ab und zu hat auch der kassensturz keine ideologischen scheuklappen und untersucht diese thematik…

    grundsätzlich sind die lebensmittel am natürlichsten, wo sie wissen was zwischen planzen bis zum ernten lief…..einen vetrag mit einem bauern, den kennenlernen konnten und sich vergewissern, was wie und warum er bewirtschaftet, dann haben sie mehr gewissheit und „bio+umwelt+gesund+natur“ zusammen….

    @georg
    es ist in der heutigen zeit effektiv so, wie sie das beschreiben – aber ich unterstütze lieber einen (redlichen, integeren) bauern wie therapien+krankenkassenprämien, von denen können sie nichts essen – zudem deute ich auf zeiten hin, wo wir eher ans essen denken und nahrung beschaffen wie an politische einflüsse und wirtschaftlichkeitsüberlegungen und wenn’s nicht so kommt, dann haben wir keinen unterlassungsproblem….

    wir CH würden enorm hoch runterfallen ohne nahrunssicherheit, darum ist es mir wert dem prinzip „bauer“ meine unterstüzung zu sichern

  • Pink Amber sagt:

    Ich habe als Kind immer bedauert, dass wir aufs Land gezogen sind. Ich fands einfach viel zu langweilig und es war schwierig sich in die fixen Freundschaftsstrukturen hineinzuleben. Die Stadt kam mir viel ‚lässiger‘ vor. Heute lebe ich wieder in der Stadt und zwar so ruhig und doch verkehrtechnisch gut gelegen, dass mir dies manchmal wie ‚de Foifer und s’Weggli‘ vorkommt.

    Ein Bekannter der in Barcelona aufwuchs und kürzlich zu Besuch war; fragte mich ob ich in einer teuer Wohngegend lebe weil alles so grün sei. Da fiel mir auf, dass es in der Stadt Zürich doch auch recht ländlich ist.

    PS an Frau Biswanger: Falls Sie dennoch aus der Jugendstil-Wohnung ausziehen werden – ich habe immer Interesse an einem Tapetenwechsel. Kontaktieren Sie mich also wenn Sie einen Nachmieter benötigen 🙂

  • Georg sagt:

    Mich nervt an den Bauern primär deren politisches Gewicht. Die Landwirtschaft ist wichtig für die Landesversorgung (auch wenn sehr viel eingeführt werden muss, Dünger etc). Wenn man aber den Anteil am BIP und das politische Gewicht vergleicht wirds absurd.

  • Hansli sagt:

    @zysi Migros und Coop, wie alle Schweizer 🙂 Wer sich umweltbewusst Ernähren will muss nur noch Bio essen und vor allem viel weniger Fleisch (ist mir zu teuer).

  • zysi sagt:

    @hansli

    von wo und was essen sie? en guete!

  • lisi sagt:

    @zysi
    Danke, ja bin erwischt, habe auch gleich pauschal geurteilt. Man ist immer Vorbild auch wenn man gerade keines ist. Gebs zu, erwischt…

  • Hansli sagt:

    @zysi Ich bin nicht bereit Teilzeitbauern zu einem 100%-Lohn durchzufüttern. Sicher an die 90% der Bauern sind überflüssig.Die Strukturen wurden nur minimal bis gar nicht dem Produktivitätsfortschritt angepasst. Und auch das CH-Schweine-, Rindfleisch ist indirekt aus Südamerika importiert, da die Futtermittel von dort kommen. Die heile, gesunde und naturschonende CH-Landwirtschaft ist für mich eine gut gemachte PR-Aktion. Regelmässig werden bei Kontrollen der Herbizid-, Fungizid- und Insektizidrückständen die Grenzwerte bei CH-Produkten massiv überschritten. Die EU-Produkte verstossen selten gegen die Grenzwerte! Mir ist absolut egal ob wir Bauern haben oder nicht. Eine landwirtschaftliche Zukunft ohne Subventionen ist möglich, das hat Neuseeland vorgemacht. Es wird dort nicht weniger produziert als vor den Reformen.

  • zysi sagt:

    @lisi

    sicher, wollte nur dämpfend hinweisen….übrigens, super liste (heute: junkie?) zur verinnerlichung der haltung von eltern als vorbild

  • lisi sagt:

    @zysi
    Das habe ich mit keinem Wort behauptet. Unsere Bauern sind auch Landschaftsgätner und vieles mehr. Ich habe grossen Respekt vor deren Arbeit. Keinen Respekt habe ich hingegen von der Doppelmoral einiger Bauern. Nicht alle Bauern machen solch krummen Dinger wie oben beschrieben. Mich stört und nerv es einfach wenn genau aus der Ecke wo immer so Wörter wie Sozialschmarozer etc. kommen, selber noch dreister vorgegangen wird. Nicht alle Bauern haben diese Subventionen verdient. Ich kenne mich da ein wenig aus, da sehr ländlich zu Hause und viele Bekannte mit Hof. Die finden solche krummen Dinger auch nicht toll. Noch ein Beispiel, sie wird schwanger und kriegt ab sofort eine Lohnerhöhung (Verdoppelung) und dann kassiert sie die Mutterschaftsversicherung. Es gibt da noch mehr Beispiele. Bauern die solches nicht tun, finden das übrigens auch nicht toll, da immer gleich in den selben Topf geworfen.

  • zysi sagt:

    @lisi, hansli

    schaut euch in diesen tagen und kommenden genau an, sofern zugang, wie sich die leute verhalten, welche alle lebensmittel aus dem mmm oder coop, aldi-lidl beziehen….in chile

    meint nur nicht, die bauern seien nur melker der gesellschaft…..wir sind alle froh, wenn wir bauern haben, welche alle uns alle mit lebensmittel versorgen können und zwar mit unserer hilfe. die form kann man diskutieren aber nicht den grundsatz

  • Rudi sagt:

    Max bitte kandidieren für das Stapi-Amt, mit Ihren Lösungen kommen wir alle mindestens fünf Minuten schneller – ich meine durch das Huren-Puff. Und es wäre schön wenn dann überall gratis Gummis verteilt werden, äh, ich meine Finken (Pantoffeln) für die Verkehrshelden.

  • Tobi sagt:

    @ Anstasia: sorry habne Kollegin die Anstacia mit C schreibt…. Privatspähre hin oder her, die ist sicher für jeden wünschenswert.. Doch auch erst ab einem gewissen Alter. Bin leider nicht in bürgerlichem Haus aufgewachsen, deshalb kann ich von meiner Erfahrung reden.

    Hatte auch erst mit 13 das eigene Zimmer. Und das Lauberhorn rennen bekahmen wir damals schon in Farbe rein 🙂

  • lisi sagt:

    @Hansli
    Ja der mit der Sozialhilfe für Bauern stimmt. Jüngst habe ich einen Bericht über Toni Brunner gelesen, dieser hat von seinen Eltern den Hof übernommen. Grund der Vater wurde 65 und ab da gibt es vom Staat kein Geld mehr.Sämtliche Subventionen werden gestrichen, ausser der Hof wird an die Nachkommen weitergegeben. Die Eltern sind nun also über 65 krampfen noch immer täglich für den Hof, der Sohn macht Karriere als Politiker, kriegt auch vom Staat Lohn dafür und der Steuerzahler subventioniert noch den Hof da er ja auf dem Papier den Hof führt.

  • Hansli sagt:

    @max Der SVP sind für den Schutz von Fruchtfolgeflächen solange diese Flächen nicht für Autobahnen und Golfplätze benötigt werden. Ich bin nicht für ÖV-Anbindungen in die hinterletzte Ecke. Was sie Links-Grün vorwerfen trifft aber genauso auf Rechts betreffend Strasse zu. Beide Lager sind ideologisch verblendet und beides führt zur Zersiedelung. Nachhaltige Lösungen werden seit ich die Politik beobachte von der SVP verhindert. Die SVP ist will die Zonenplanung den Gemeinden überlassen und jegliche Raumplanung ist denen zuwider. Die Bauern sind die letzten Kommunisten in der Schweiz. Eigentlich erhalten die Bauern eine art Sozialhilfe. Ich hätte seit langem die Subventionen gestrichen. Warum wir eine kommunistisch geführte Landwirtschaft erhalten, die zudem unsere Natur zerstört, kann icht nicht verstehen.

  • max sagt:

    @Hansli
    Dass die Zersiedelung durch ungebändigte Einzelinteressen zustande kommt, bin ich einverstanden.

    Ich habe mich in meinen Einwürfen auf den einzigen Aspekt des Wachstums der Pendlerströme konzentriert. Der Zwang zu pendeln hindert Familien daran, die Bedürfnisse unter einen Hut zu bringen: Genug Platz für die Kinder, Väter und Mütter zuhause erreichbar, genügend körperliche Bewegung auf dem Arbeitsweg (Velo, zu Fuss).

    Diese Pendlerströme werden von der Grünen Verkehrspolitik angeheizt. Diese Leute sind ideologisch so verbohrt, dass sie nicht erkennen, welches Desaster sie anrichten. Die SP macht brav mit aus rein habgierigen Gründen. Die eigenen Bonzen können bei den SBB Karriere machen.

    Die heutige Form der Zersiedelung ist vor allem verknüpft mit dem Raumplanungsgesetz aus den 60er Jahren. Dieses Gesetz wurde in einer Zeit geschaffen, wo motorisierter Privatverkehr und ÖV noch nicht alltägliche Selbstverständlichkeiten waren. Meine Eltern und Grosseltern planten eine Bahnfahrt noch im voraus. In jener Zeit war es richtig, dass die Gemeinden ihre Zonen selber festlegen.

    Seit 15 Jahren überfällig wären in verschiedenen Ballungsgebieten regionale Planungen. Leider werden die Versuche dazu ideologisch gesteuert von den Vorlieben der zuständigen Regierungsräte. Es sind keine nachhaltigen Lösungen in Sicht.

    Heute kommt man in dieser politischen Frage nicht weiter. Einerseits sollte das Raumplanungsgesetz revidiert werden. Andererseits macht das Departement Leuenberger Vorschläge, die zu weiterem Naturverschleiss führen.

    Ausgerechnet die SVP ist die allereinzige Partei, die dabei den Schutz der landwirtschaftlichen Fruchtfolgeflächen als unabdingbar einfordert. Den Marxisten (pardon Grünen) ist dieses ökologische Anliegen wurscht. Bauern wählen keine Marxisten-Leninisten und auch keine Sozialisten.

  • sunflyer sagt:

    wir wohnen in einem Haus auf dem Land und somit hat jedes Kind ein eigenes Zimmer. Aber noch wichtiger als dieses eigene Zimmer ist der Garten und die Möglichkeit, alleine raus zu gehen, sich mit andern Kindern zu treffen und zu spielen. So sind die Kinder gar nicht so oft im eigenen Zimmer und haben immer genügend Freiraum.
    Ich habe früher auch in einer Jugendstil Wohnung in der Stadt gelebt und konnte mir nichts anderes vorstellen. Nur schon die Vorstellung aus der Stadt weg war für mich der Horror. Aber mit Kindern ändern sich die Prioritäten und für uns als Familie stimmt es auf dem Land mit Haus und Garten – Klischee pur – aber jeder Lebensabschnitt hat halt andere Ansprüche.
    Leben heisst auch sich und seine Vorstellungen zu verändern und der Situation anzupassen.

  • Hansli sagt:

    @max Die Zersiedelung haben wir dem bürgerlichen Traum von Eigenheim im Grünen zu verdanken. Gefördert von SVP, FDP und CVP werden immert neue Bauzonen eingezont. Zweiter Faktor ist unser Kantönligeist nach dem Motte, falls ich dir eine Autobahn oder eine Bahnlinie gebe, so will ich ebenfalls eine (da sind alle Parteien schuldig). Würden Sie einen Politiker wählen der sagt: Ihr Wohnort wird aus verkehrstechnisch schlechter gestellt als ein der Nachbarort, um der Zersiedelung entgegenzuwirken. Sprich die ganzen Arbeitsplätzen werden abwandern. Das Problem ist das keiner Verzichten will und weniger haben will als sein Nachbar. So verspricht jeder Politiker einen immerwährenden Ausbau.
    Meine Grosseltern haben noch im Fabrikhaus gelebt. Dem Fabrikherr hat das halbe Dorf gehört und seinen Arbeitern Wohnungen vermietet. Diese Zeiten sind vorbei! Und wen wir von Normalfall ausgehen, d.h. beie Eltern arbeiten, müssten auch beide in der Nähe einen Job finden, praktisch unmöglich. Zudem wechseln wir häufiger den Job als früher, da wird es noch schwieriger. Gehen die Kinder in die Schule wird ein Umzug unmöglich, da ja gerade von Rechts jede Schulharmonisierung bekämpft wird.

    Zum Thema: Klar wäre für jedes Kind ein Zimmer ideal + ein grosser Garten zum spielen (ist unbezahlbar). Irgend jemand hat bereits geschrieben, dass ein eigenes Zimmer ein Privileg ist. Dem kann ich nur zustimmen.

  • max sagt:

    @Tobi

    Ich habe kürzlich festgestellt, dass das Lauberhorn-Rennen neuerdings in Farbe gesendet wird. Das war ein ulkiges Gefühl.

    @Shlomo Grünbaum

    Ja, machts wie Shlomo Grün-hinter-den-Ohren: Jeden morgen verkotzte Hauseingänge, Schlägereien jedes Wochenende mit sechsmal pro Jahr Toten und Schwerstverletzten. Jeden Freitag und jeden Samstag nachts sechs Raubüberfälle. Bussenterror gegen die Autos. Bussenterror gegen Abfallsäcke. Lärm von den Bars jede Nacht bis morgens um fünf Uhr – kurzum geht in die teuersten Slums der Schweiz wohnen und schickt Eure Kinder dort in eine Privatschule oder noch besser weit weg ins Internat.

  • Anastasia C. sagt:

    @Tobi: Ist mein Spitzname so schwer zu schreiben??? Ausserdem ist ein bisschen Privatsphäre für jedes Persönchen wünschenswert,egal wie alt es ist… Ein eigenes Bett zum Bsp.

  • Tobi sagt:

    Gutete Morgen ANASTACIA und alle andern die schon ON sind.

    Wieviel Platz braucht ein Kind? Gute Fragen, ich staune manchmal das ein Kind grundsätzlich verdammt wenig braucht um glücklich zu werden aber sobald es verwöhnt und daran gewöhnt ist, gehts zu Mac Donald essen. Muss sagen wir hatten erst mit 13 einen Farbfersehen (in den 90ern!) und hatten einen Garten in unserer Komune. Ich würde es heute nicht anders machen… doch auch Eltern sollten mi der Zeit gehen und die Realität ihrer Kinder begreifen.

  • Anastasia C. sagt:

    Ach,noch guten Morgen Allerseits.

  • Anastasia C. sagt:

    @Lea: Gleis 7 ist ein Angebot der SBB für Ihre jungen Kunden, diese dürfen dann nach 19 Uhr in der ganzen Schweiz gratis Zug fahren. Bei meiner Arbeit nennen mich meine Arbeitskollegen zum Spass „Kanakin“, weil ich nicht die Schweizer Staatsbürgerschaft besitze und wenn es nach solchen Leuten, wie Herrn Strasser geht auch nie besitzen werde…

  • max sagt:

    @Hanjörg

    Au jah, schickt die Zürcher an den Lötschberg zum Kartoffeln setzen. Sollen die doch die Gemmi kolonisieren.

  • Hansjörg sagt:

    @max: Die grossen Probleme musste Leuenberger doch von seinem Vorgänger übernehmen. Wie hiess doch der Mann aus Kandersteg, der sich unter dem Lötschberg sein eigenes Denkmal bauen liess und welcher Partei gehört der an? Vergeblich Widerstand gegen die Geldverschwendung leistete einzig ein sozialdemokratischer Finanzminister.

  • Maja sagt:

    Wieviel Platz brauchen Kinder? Gute Frage! Manchmal viel, manchmal weniger.

  • max sagt:

    Autsch, man bittet den mamablog um Edit.

    Frau Holle. Die gestürzte Göttin.
    Märchen, Mythen, Matriarchat
    von Sonja Rüttner-Cova
    2. Auflage Sphinx 1998
    (Gebundene Ausgabe)

  • max sagt:

    @Lea

    Das Attribut „Hure“ ist in unserem Dialekt als Kindersprache erhalten geblieben und zwar in seiner ursprünglichen Bedeutung.
    Ein Schelm ist, wer böses dabei denkt.

    Hure ist Eigenschaft der grossen Mutter, der Frau Holle, der Göttin der Alten. Diese war freigiebig, alles ernährend, alles erschaffend. Sie mögen sich an das Buch von Sonja Rüttner-Cova halten, bevor Sie dumme Sprüche klopfen. (Frau Holle. Die gestürzte Göttin.

    Märchen, Mythen, Matriarchat (Gebundene Ausgabe)
    von Sonja Rüttner-Cova
    2. Auflage Sphinx 1998

  • Rafael sagt:

    @Hansjörg

    Ich habe darüber gelesen.
    🙂
    zum piepen

  • Lea sagt:

    @max: „Huren-Verkehrs-Puff“ sehr bildlich. tss tss tss

  • max sagt:

    @Hansjörg

    Von mir aus gesehen ist es ganz einfach: Die Zürcher hatten vor 35 Jahren schon ein Huren-Verkehrs-Puff in der Stadt. Dann wurde ein Zürcher SP-Regierungsrat zum Verkehrsminister der Schweiz. Der hat gewusst, wie man mit Verkehrschaos Kohlen scheffeln kann.

    Also hat er dieses Chaos für den Rest der Schweiz organisiert und geschaut, dass sein Parteikumpanen jetzt Verkehrsplaner, Verkehrsgesetzgeber, Umweltbehörden und SBB-Chefs werden.

    So kommt es, dass heute die ganze Schweiz das Huren-Verkehrs-Puff nach Zürcher Modell geschenkt bekommen hat.

  • Shlomo Grünbaum sagt:

    Machts wie ich: wohnen und arbeiten in der Berner Altstadt. Habe bis jetzt noch nicht viel gesehen, dass diese Kombi topt.

  • Hansjörg sagt:

    @Max: Selten kommt es doch vor, dass wir uns einig sind. Mobilität viel zu billig ist.
    Es wäre vielleicht auch ein Lösungsansatz möglich zwischen den beiden Vorschlägen
    KMUs werden animiert in die Agglomeration zu ziehen, Der Raum den Sie in den Städten hinterlassen, dient zur Erstellung kostengünstiger Wohnungen. Die Kosten für die Mobilität wird jedes Jahr etwas erhöht.
    So lange jeder Kanton, jede Gemeinde ihr Eigeninteresse in den Vordergrund stellt, ist eine Lösung aber nur schwer möglich.
    Beispiel wiederum Zürich.. Die Stadt schreit immer wieder nach Entschädigung für die Zentrumsfunktion. Sie könnte ja stattdessen einige Ihrer Zentrumsfunktionen abgeben. Verkehrsnetze könnten dann dank wechselseitigen Pendlerströmen auch besser genutzt werden.

  • Lea sagt:

    @Auguste: Die Russen fahren auf Breitspur.

    Wir können ja Bayern annektieren, da die Hälfte von denen bereist in Zürich wohnt….. und Zürich umtaufen in Oberseldyla-Hintertupfigen umtaufen, damit der Modellbau-Bahnhof auf die Vaduzer Märklin Anlage passt

  • Auguste sagt:

    @ lea

    hmm…, land. die schmalspur der trans-sibirischen eisenbahn als „kleine geleise“ zu bezeichnen, wäre angesichts deren länge etwas herablassend.

  • Hansjörg sagt:

    @auguste: – die Schweiz überdachen –

  • Lea sagt:

    Wie viel Platz braucht ein Kind?…. da es ein ganzes Dorf zum grossziehen benötigt, würde ich sagen einen Quadratkilometer.

  • Hansjörg sagt:

    @Dani Kobler: So schnell fühl ich mich nicht persönlich angegriffen
    Die Fahrten zwischen den Grossen Zentren sind speziell. Möglicherweise gibt es Untersuchungen dazu, sonst können wir nur spekulieren. Hat auch nichts mehr mit diesem Tread zu tun.

    Die meisten pendeln von der Agglomeration in die Stadt.
    Beispiel Zürich (gerundete Zahlen 2008)
    330000 Arbeitsplätze die beiden Universitäten verfügen über gut 40000 Studienplätze. 380000 Einwohner
    51 Leerwohnungen
    330000 Arbeitsplätze
    40000 Studienplätze
    Es dürfte klar sein, dass die Einwohner der Stadt Zürich die Arbeits- und Studienplätze nicht decken können. Diese fehlenden Leute müssen also in die Stadt pendeln.

    Wir haben bisher nur über den 1. Satz des Posts diskutiert. Ich komme da entgegen und schliesse mich hotel papas Aussage an, dass Folge/Ursprung wechselwirkend sindt. Der Lösung des Mobilitätsproblems, so wir es denn als eines betrachten, kommen wir aber damit nicht näher. Die Frage bleibt dann, was ist sinnvoller die Arbeitsplätzen zu den Wohnplätzen zu bringen wie Max das vorschlägt oder mein Gegenvorschlag die Wohnplätze in die Zentren zu bringen wo auch gearbeitet wird.

  • Lea sagt:

    @Auguste „…nicht mal ein ganz kleines.“ verstehe ich nicht. Gleis oder Land?

  • max sagt:

    @Hansjörg

    Schön, dass das Verkehrsthema hier auch noch diskutiert wird.
    Man kann solche Zustände nie von heute auf morgen ändern. Aber es wird ***ständig*** neu investiert und jeder Investitionsentscheid hat in die eine oder andere Richtung Auswirkungen.

    In unserem Kanton sind entlang der Autobahnen ganz krass die negativen Umwelt-Folgen der LSVA zu beobachten. Es ist erstaunlich, dass von all den teuer ausgestatteten Ingenieur- und Geografieinstituten von ETH und Unis nicht eines die Umweltfolgen der LSVA untersucht hat. Neu-Investitionen von Gewerbe, Industrie, gingen an die Autobahnen. Viele Leute mussten auf einmal pendeln, obwohl sie früher mit dem Velo zur Arbeit gingen und brauchten Autos. Darauf folgend zogen Einkaufsmöglichkeiten, Bars und bald auch Sportanlagen an die Autobahnen – noch grössere Distanzen, noch mehr Autolawinen.
    Das alles sind Neuinvestitionen der letzten 20 Jahre. Wenn wir in den nächsten 20 Jahren intelligent anders investieren, dann nimmt der Verkehr auch wieder ab.

    In der Strasse wo ich wohne, sind inzwischen 8 Mehrfamilienhäuser jedes im Besitz von einer einzigen Familie. Wir sehen dort Haushalte von zwei bis vier Personen, die jeder ein ganzes Haus mit 3 bis 4 Wohnungen für sich beanspruchen. Die Wohnungen sind jede für sich gesehen etwas klein für heutige Verhältnisse. Dafür haben Häuser alle ***sehr*** grosse Gärten. Man könnte mit wenig Aufwand kleine Ausbauten machen und hätte auch nachher noch riesige Gärten. ABER der Heimatschutz verbietet solche Umbauten.

    Grün-rote Verkehrsverhinderugnspolitik wie auch Heimatschutz führen zu Deinvestitionen in den Kernstädten. Riesige Infrastrukturen werden ausgehöhlt und entwertet. Die Leute sind noch mehr und noch grössere Strecken auf der Autobahn. All diese vielen Fahrten können sie sich nur leisten, solange der tägliche Grundbedarf mit Billig-ÖV gedeckt wird.

  • Auguste sagt:

    @ lea

    hmm…, nicht mal ein ganz kleines.

  • Lea sagt:

    @Georg: Die SBB? Betreiben die jetzt auch noch den Transsibirien Express? Und macht der dann auch in Vaduz halt?

  • Auguste sagt:

    hmm…, ein ort, wo mutter und vater noch unter dem selben dach leben, stünde wohl weit oben auf der liste, wenn kinder platzansprüche stellen könnten.

  • Lea sagt:

    @Anastasia: ist schon klar. der Witz hätte sein sollen, dass das echte Sibirien gross und weit ist und Liechtenstein als Gegenstück eben super klein. Die Schweizer Armee könnte wahrscheinlich kein grösseres Land annektieren.
    Frage: hat die Schweiz nur 7 Gleise (wegen Gleis 7)?
    Mir gefällt das Wort Kanakin gar nicht. Dafür dein Name umso mehr.

  • Georg sagt:

    Nur jemand betreibt in der Schweiz aktive, koordinierte Siedlungspolitik: Die SBB.

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi: Doch!!! Jetzt muss ich nur noch das Ding abstellen und ab zur Arbeit.
    Schönen Abend noch.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Nastia, heute nicht arbeiten…..?

  • Anastasia C. sagt:

    @Lea: Das Vaduz nicht in Sibirien liegt, weis auch ich,die „Kanakin vom Dienst“. Vaduz liegt nämlich in Liechtenstein und ist die (räusper) Hauptstadt dieses (räusper) Landes.

  • Lea sagt:

    Leider hat die Schweiz zuwenig Platz. Deshalb plädiere ich für die Annexion der Stadt Vaduz in Westsibirien.

  • Anastasia C. sagt:

    @Hotel Papa: Dem ist, denke ich nicht so. Seit dem Zusammenbruch der CCCP habe jetzt Verwandte in 8 Ländern, wo vorher nur Eins war. Da kann man sich in der Schweiz mit GA, Gleis 7 und ÖV glücklich schätzen.

  • Hotel Papa sagt:

    Ich haben manchmal den Eindruck, wir Schweizer sind da ausgesprochen immobil (umziehen für die Arbeit meine ich jetzt). Und dann müssen natürlich auch immer die Ansprüche aller Familienmitglieder unter einen Hut gebracht werden.

  • Anastasia C. sagt:

    @D. Kobler: Wahrscheinlich ist das so. Die konnten halt in nicht in ihrer „Heimatstadt“ die Arbeit finden, die sie machen wollen.

  • Dani Kobler sagt:

    @ Hansjörg: (das folgende ist kein persönlicher Angriff)
    Ich wundere mich immer über den vollen Zug der Zürich am Morgen zur vollen Stunde Richtung Bern verlässt.
    Und eine Stunde später kommt ein ebenso voller Zug aus Bern im HB an.
    Sind das alles Spezialisten?
    Der Zürcher Mediziner der in der Insel arbeitet.
    Und der Berner Mathematiker der für die Züri Bank irgendwas rechnet?
    Oder doch eher der Züri Student der in Bern Medizin und der Bern Student der in Züri Jus studiert.
    Und das Zürifroilein das im Bundesamt Sachen bearbeitet und der Berner Sesselfurzer der irgendwo an der Bahnhofstrasse dasselbe tut?

  • Hotel Papa sagt:

    @Hansjörg: „Wenn kein bezahlbares Wohnangebot vorhanden ist, wird der Arbeitnehmer gezwungen zu pendeln. Viele würden gerne in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wohnen. Aber es fehlen die Möglichkeiten.“

    Ja, natürlich gibt es diesen Fall auch. Du könntest aber durchaus einmal Möglichkeiten zumindest in Betracht ziehen die die bevorzugte Doktrin nicht unterstützen. Selber denken ist ungemein befreiend.

    PS: Ich wähle in der Regel ziemlich Grün / Rot. Trotzdem habe ich mir das Denken nicht ausgetrieben.

  • Hansjörg sagt:

    @hotel papa: Wenn kein bezahlbares Wohnangebot vorhanden ist, wird der Arbeitnehmer gezwungen zu pendeln. Viele würden gerne in der Nähe ihres Arbeitsplatzes wohnen. Aber es fehlen die Möglichkeiten.

  • zysi sagt:

    @hotel papa

    das funkelt mein ängeniör-herz, klipp und klare wechelwirkung, welche noch durch ökö-anliegen u.a. gewürzt wurde….

  • Hotel Papa sagt:

    @Hansjörg: „Die Verkehrsströme sind nicht Ursache sondern Folge davon.“

    Huhn oder Ei? Da besteht schon ein Zusammenhang in beide Richtungen. Sind die Verbindungen gut, ist es attraktiv, weiter raus zu ziehen. Die Zersiedelung erhöht die Auslastung (aller) Verkehrswege, worauf die wieder ausgebaut werden.

    Bevölkerungsverteilung und Verkehr benimmt sich fast nach den Gesetzen der Hydraulik. Da ist Druck, der das Fluid (die Leute) aus der Stadt heraustreibt. Je mehr Transportkapazität da ist, desto weiter geht das. Baut man die Kapazität aus sinkt kurzzeitig der Druck, aber der Volumenstrom steigt sofort, um auch das wieder zu nutzen.

  • Hansjörg sagt:

    @Max Ob die jetzige Arbeits-/ Wohnsituation gut ist oder schlecht ist müssig zu diskutieren, Unsere ganze Planung war und ist darauf ausgerichtet. Die Verkehrsströme sind nicht Ursache sondern Folge davon. Dies in ihrem Sinn zu ändern würde noch mal Unsummen verschlingen Das Teure am Verkehr ist die Infrastruktur und die ist nun mal zu einem grossen Teil vorhanden. Kostendeckende Preise hiesse, diese brach liegen zu lassen Wenn Sie Familien mit Kindern empfehlen aufs Land zu ziehen und die Arbeitsplätze nachziehen müssen, dann ist es mit Ihrer Landidylle bald vorbei. Wir haben einfach nicht den Raum dazu. Wenn wir Arbeits- und Wohnplätze näher zusammenbringen wollen müssten wir den umgekehrten Weg gehen. Mehr Wohnungen in der Nähe der Arbeitsplätze bauen, Die Städte und Agglomerationen viel dichter und höher bauen. Nicht die kinderfreundlichste Lösung aber vielleicht der beste Kompromiss

  • Matt sagt:

    Das Problem ist doch einfach das unsere Städte nicht für Familien gebaut sind. Wenige Parks, teure Preise, sehr nah an der Strasse gebaut etc etc.
    Singapur ist da viel besser. 40 Stöckige Wohnhauser stattlich gefördert dass auch die Normalsterblichen ein schönes Zuhuse haben. Kindergarten und Kinderkrippe im Erdgeschoss Betreuung 7:00-19:00 kein Problem, Lebensmittelläden und bezahlbare Restaurants in Gehdistanz. Viele Parks. Alles per ÖV bequem erreichbar sonst gibt es günstige Taxis.
    In der Schweiz gib es ein riesen Aufstand wenn mal einer ein hohes Gebäude hinstellen will. Gerade von den Grünen, oder wenn man Strebergärten in der Stadt sinnvoll nutzen möchte. Dafür wird hektarweise wertvolles Land mit Einfamilienhäuser zugepflastert und mit allerlei Subventionen gefördert. Dies hat einen enormen Landverschleiss zur Folge den wir als eigentlich Umweltfreundliche Nation nicht nicht Leisten sollten. Desshalb sollte am sofort der Neubau von EFH verboten werden. Bestehende Siedlungen sollten wenn möglich abgerissen und durch höhere Gebäude ersetzt werden. Das Freiwerdende Land als Park oder Naturbiotop genutzt werden.

  • Hansjörg sagt:

    Ich bin auch der Meinung, dass andere Faktoren wichtiger sind als der Wohnraum: Nähe Betreuungsplätze Spielplätze, Schule, Arbeitsplatz, öffentlicher Verkehr usw. Wenn Sie und Ihr Mann in der Stadt arbeiten, würde ich auch weiterhin in der Stadt wohnen. Die Jugenstilwohnung aber vielleicht mit einer etwas grösseren Wohnung in einem familienfreundlichen Quartier tauschen. Ein eigenes Zimmer für die Kinder, wenn sie in die Pubertät kommen, ist sicher angenehm. In meiner Kindheit hatten wir nicht immer ein eigenes Zimmer (2 Zimmer für 3 Buben) Ein Problem war das allerdings nicht. Die Vorhanglösung wie bei Tanja hat sich auch bei uns bewährt. Die Bedürfnisse haben sich in der Zwischenzeit aber sicher geändert.
    Wenn Sie meistens zu Hause arbeiten spielt der Wohnort weniger eine Rolle. Aber unterschätzen Sie den Verlust der sozialen Kontakte nicht. Ein Treffen in der Stadt ist dann immer mit viel Zeitaufwand verbunden und urbane Freunde sind schwer zu einem Landbesuch zu bewegen. Wenn, dann machen Sie sich auf Sprüche gefasst. Die Freunde werden sich sicher noch an Ihre früheren Ideale erinnern

  • zysi sagt:

    @gargamel

    ja klebrig, klebriger am klebrigsten; mit dem unterschied, dass es geplant ist 😉

  • Anastasia C. sagt:

    Zusammengefasst, kann man sagen Kinder brauchen kein Cola (oder Pepsi), aber ordentlich Platz zum spielen.

  • gargamel sagt:

    @zysi: mmh, mit coci rumgötschen… ich rate eher ab von der die hard variante 😉

  • Auguste sagt:

    hmm…, nice ones, actually.

  • Auguste sagt:

    hmm…, ich hab die leute noch nie verstanden, die sich vom mamablog abwenden, weil sie meinen hier nichts mitnehmen zu können. nice one.

  • zysi sagt:

    @gargamel, auguste

    die hard im restaurant kann auch klappen:
    wie bekommt man nur mit hilfe eines 3 dl und 5dl glases exakt 4dl in den 5dl glas?

  • gargamel sagt:

    @auguste: wegen dem teilen: wer teilt darf als letzter aussuchen… sie werden staunen, wie genau da plötzlich geteilt werden kann (und sie werden auch staunen, wie lange so eine aufteilung dauern kann…)

  • Auguste sagt:

    hmm…, das beste am coca-cola moment ist, wie die büchse auf drei gläser aufgeteilt wird. entgegen aller mathematischen logik, kann dritteln höchst unterschiedliche resultate zeitigen. die plädoyers dazu sind aber das allerbeste. mehr als eine büchse brächte mich in teufels küche – griechinnen kennen da kein pardon und meine söhne denken, dass das wort „geheimnis“ bedeutet, alles brühwarm zu erzählen, sobald man zu hause zur tür reinkommt.

  • gargamel sagt:

    @pipi: und wie schnell das einfuhr! das ging keine 2 minuten, bis unser sohn sich in eine 80cm grosse kreuzung aus dem hulk und mr. hyde verwandelte. faszinierend, wie dr. spock sagen würde.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @gargamel

    Coci ist für gewisse Kinder wie Doping, kenne ich auch, einige liegen nach einem Glas nachts wach bis um 24 h.

  • Rafael sagt:

    @ Fr. Althaus

    Die Lösung ist ganz: technisch, naturwissenschaftliche Qualifikation

    Er verdient gut Plus Sie verdient gut (Also hat kein Larifari studiert, Germanistik oder son Quatsch)
    Dann kauft man sich ein Haus.

    Und dann qualifiziert sich weiter.

    und geht nach Deutschland

  • Tanja sagt:

    @Binswanger: Mein kleiner Bruder und ich bewohnten als Kinder zusammen ein grosses Zimmer. Als ich ca. 10/11 war wurde dieses Zimmer in der Mitte mit einem Vorhang unterteilt. Dies hat sich allerdings längerfristig bewährt, weswegen meine Eltern dann kurze Zeit später eine Wand reingezogen haben, und aus dem grossen zwei kleine Zimmer gemacht haben. Grundsätzlich finde ich auch, dass Jugendliche ab Pubertät ein eigenes Zimmer haben sollten, wenn möglich. allerdings kann dies z.b. auch gelöst werden, indem man ein grosses Zimmer z.b. mit einer Schrankwand unterteilt.
    Ich bin auf dem Land aufgewachsen, was als Kind ganz toll war. Als ich dann als Jugendliche in die Stadt ins Gymnsium gependelt bin und auch meine Freunde in der Stadt wohnten, fand ichs nicht mehr ganz so toll. Inzwischen möchte ich aus der Stadt nicht mehr weg, würde aber, wenn ich Kinder hätte, sehr wahrscheinlich wieder aufs Land ziehen, um ihnen ebenfalls eine schöne Kindheit zu ermöglichen.

  • zysi sagt:

    @auguste, gargamel

    mein schmunzeln habt ihr – gebe zu, dass mit 2 und 1 jährigen, dieses thema noch nicht auf dem tisch ist!
    den whopper ziehe selber dem mac auch vor…

    mal schauen, ob das bruzzeln von burgern im eigenem cheminée den kindern dann auch so viel spass bereitet wie anno dazu mal mir und meinem bruder; so war der reiz des mac quasi wie weg gepustet……

    coci: darum immer schön hahnenburger (gell kaugel 😉 ) oder tee…

  • maia sagt:

    @Auguste: Es gibt doch keinen Grund um mit Kindern in McDoof zu gehen…… da kann man nur sagen „selber schuld“

  • Eni sagt:

    @ Cara Mia

    Nein nein, ich bin sehr glücklich mit meiner Wohnung. Bezahle einen Mietzins der nicht mal zur Hälfte dem Realwert enspricht mit grossem Balkon un 2 Nasszellen. Der einzige Wehmutstropfen, sind die 10000 Autos die auf der vorderen Seite täglich vorbei fahren, dafür hinten rum nur Quartierstrasse und viel Platzt zum spielen. Gestern hat der bauer noch „güllnet“ hinter dem Haus, alles wunderbar 🙂

    Von einem Haus träume ich immer noch, aber den 6-er im Lotto hatte ich schon mit meiner Wohnung und ein 2. ist eher unwahrscheinlich, aber ttäumen darf man ja

  • gargamel sagt:

    @auguste: bisher wissen mein kinder noch nicht, was mcdonalds ist, und solange es geht werde ich versuchen, das so zu belassen… holz anfassen!

    unser kleiner hat in den skiferien zum ersten mal in seinem leben ein ganzes glas coci erhalten… die wirkung war explosiv! er ist von haus aus schon nicht ein sehr ruhiges kind. unter dem einfluss von coci verwandelte er sich innerhalb kürzester zeit in einen berserker und sein „ich! will! mee! coci!“ gebrüll hätte mich aus dem restaurant getrieben, hätt’s nicht noch dutzende weitere krakeelende goofen dort gehabt…

  • Auguste sagt:

    hmm…, tja zysi, ich versuch’s immer wieder, die knirpse davon zu überzeugen, dass ein whopper jedes happy-meal selbst ohne ketchup vom tisch fegen würde – aber kämpfen sie mal gegen dieses blöde kleine spielzeug, auf das sie fast garantiert ein paar tage später ohne schuhe treten werden. in athen würde es selbst herkules kaum schaffen, uns von ponto’s suvlakia mit coca-cola in paleo faliero abzuhalten. fussball, basketball, spiderman- und verstecken spielen macht hungrig.

  • maia sagt:

    Bei der Frage, wieviel Platz Kinder brauchen, finde ich nicht die Wohn-/Zimmer- oder gar Autogrösse wichtig, sondern wieviel Platz sie vor allem draussen haben. Die Kinder, die ich kenne, halten sich am liebsten draussen auf.

  • Tobi sagt:

    Verwöhnt eure Kinder nicht zuviel. Erst beim gemeinsamen Sparen und Essen teilen, lernt mal soziales Mitgefühl und Verständnis. Verwöhnen werden die sich in dem Land noch früh genug.. Aber klar der Druck von aussen, d.h. von Klassenkameraden mit grossen Häusern etc besteht, aber sollte nicht als nonplusultra unserer Gesellschaft angeschaut werden.

  • gargamel sagt:

    @auguste: ein paar quadratmeter mehr oder weniger machen für kinder keinen unterschied

    das erlebe ich auch so. wir leben in relativ beengten verhältnissen, was aber v.a. für meine frau und mich ein problem ist. für die goofen spielt das (momentan, sie sind noch klein, 3 & 5) überhaupt keine rolle…

    die momentane imobiliensituation ist so angespannt, dass es praktisch unmöglich ist, etwas adäquates zu erstehen. wir sind in der letzten zeit einige häuser anschauen gegangen: wenn preis & immobilienwert in etwa übereinstimmen, so liegen sie in der völligen pampa (wald z.b.), sind sie zentraler gelegen, so werden irrsinnige preise dafür bezahlt (schätzwert plus 50% und mehr).

  • zysi sagt:

    @auguste

    happy-meal beigaben versus gewisse Qualität bei Lebensmitteln

    ?

    bitte?

  • Auguste sagt:

    hmm…, ein paar quadratmeter mehr oder weniger machen für kinder keinen unterschied – mehr oder weniger zu essen schon eher.

  • Anastasia C. sagt:

    @Dani Kobler: Ja,diese Harddiscounter sind eine Perversion. Eine gewisse Qualität bei Lebensmitteln hat Ihren Preis.

  • Dani Kobler sagt:

    @ Auguste: Wie meinst du das? Das die Leute dann halt zum Aldi fahren statt ins Coop? (Metzger gibt es bei uns schon lange keinen mehr)
    Ja das beobachte ich auch. Beim Veloständer beim Coop hat es immer genug Platz, derweilen die BMWs vor dem Aldi Runden drehen und suchen.

  • Anastasia C. sagt:

    @Auguste: Wieso zahlt die Strafe, der Metzger???

  • Auguste sagt:

    @dani kobler

    hmm…, und die strafe für diesen verbreiteten unsinn zahlt fast immer der metzger.

  • Dani Kobler sagt:

    Wenn ich in meinem Bekanntenkreis herumschaue, wird nicht die Frage beantwortet wieviel Platz die Kinder brauchen, sondern was ist das Budget und welche Wohnung oder Haus gibt es dafür.
    Interessant dabei ist, dass es dann anhand des Einkommens (oder Eigenmittel) einen Rahmen für die Mietwohung gibt (z.B. 2000 bis 2500.-) oder für den Hauskauf (max 800’000.-) gibt. Das Resultat sieht dann zumeist so aus, dass die Wohung / Haus dann am oberen Rand des selbst gesteckten Rahmens bezogen wird (oder gar leicht darüber, weils gerade eine super Gelegenheit war), jedoch so gut wie nie aum unteren Rand.
    Was dann folgt ist ja klar, Familienbudget immer am Limit, kaum Luft für Extras, bei ausserplanmässige Probleme mit Auto oder Zähnen geht gleich die Rechnerei los. Teilzeit oder Jobwechsel (näher zuhause aber schlechter bezahlt) liegt dann sowieso nicht mehr drin.

  • Anastasia C. sagt:

    @Auguste: Ich hoffe doch sehr,das nicht so ein „Kinder-Paradies“ zuhause haben… Auch Kinder können lernen was Ordnung heisst. Sogar erwachsene Männer können das lernen, wenn ich mir meine WG so anschaue…

  • Anastasia C. sagt:

    @Pipi: Auch `nen guten Tag. Yep,das bin ich, sie auch???

  • Auguste sagt:

    hmm…, wenn ich den platzbedarf unserer zwei anhand von legos, hot-wheels autos, dinosauriern in allen variationen und happy-meal beigaben beurteilen müsste – die antwort würde lauten: eine ganze wohnung.

  • Franziska sagt:

    @ Anastasia: Ja, das hoffe ich natürlich auch!
    Meine Beispiele beziehen sich auf die 30/40-iger und dann auf die 60-/70-iger Jahre .

    Wobei letzteres in vielen Familien noch heute in etwa Realität ist, wohne selber in einem solchen Quartier, obwohl ich mir inzwischen auch anderes leisten könnte. Ich beobachte aber gerne und weil ich durch Herkunft und Ausbildung die Möglichkeit hatte, verschiedene Gesellschaftsschichten und Bildungsschichten zu beobachten,bin ich aufgrund meiner Erfahrung tatsächlich der Meinung, dass viele „Probleme“ der heutigen oberen Mittelschicht keine sind.

    Etwa die Entscheidung „Loft“ oder „EF“. Geniessen Sie Ihre Privilegien! – ich meine das ohne Zynismus. Sie haben die materielle und dadurch auch gewisse geistige Freiheit. Machen Sie das beste daraus – vor allem auch aus der geistigen Freiheit – kümmern Sie sich um ihre Bedürcnisse, fragen Sie vor allem nicht nach dem „Trend“.

    Die Grundfrage war ja: Wieviel Zimmer braucht ein Kind? Ich denke eben gerade, dass man das nicht allgemeingültig beantworten kann.
    Braucht heute gar jedes Kind ein eigenes Zimmer? Oder züchten wir so kleine Egoisten in einem Hotel Mama bis zum 30isten Lebensjahr? Würden Kinder schneller erwachsen werden und aus dem Haus kommen wenn „zu Hause“ bedeutet, Zimmer mit Geschwister teilen, auch als Teenager?
    Ist frühes „erwachsen werden“ – auch im Sinne der finanziellen Selbständigkeit – überhaupt wünschenswert und heute mit den langen Ausbildungen überhaupt vereinbar?

    Ich denke es gibt keinen Königsweg und ja „das Glück kann in der kleinsten Hütte zu Hause sein“ – auch das familiäre …

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Als meine Kinder klein waren, haben wir in der Agglomeration oder auf dem Land gelebt, ich finde, dies entspricht den Bedürfnissen der Kinder besser. Nach der Pubertät wollten sie in die Stadt, der Anspruch war, dass die Wohnung immer zu Fuss erreicht werden kann, wenn sie mal morgens um 4 heimkommen wollen und kein Bus fährt.

    Ich konnte immer wieder feststellen, dass Kinder, die jeden Tag auf die Weide können, viel ausgeglichener und gesünder sind, als die Stubenhocker. Ausserdem ist es in der Stadt unumgänglich, dass immer jemand bei ihnen ist, wenn sie rausgehen, mindestens so bis zum Alter von 10 Jahren. Es ist praktischer für die Erwachsenen und besser für die Kinder, wenn diese auch mal unter sich sind beim Spielen.

  • Hotel Papa sagt:

    @gargamel:

    „frage am rande und aus purem interesse: wie lange haben sie für einen weg?“
    Sommers 45..50 min. im Winter im Dunklen 5-10 min länger

    „müssen sie sich mit hauptverkehrsadern abkämpfen oder haben sie eine “scenic route”?“
    Total nur ca. 2 km auf verkehrsreicher Strasse. Sonst etwa zur Hälfte auf Velowegen entlang einer solchen und zur Hälfte durch Quartiere und Natur.

    „und ziehen sie das sommer und winter und wenn’s katzen hagelt durch?“
    Ich war schon härter. Habe teilweise den Winter bei bis zu minus 12° durchgefahren. Die letzten zwei Winter habe ich das Weichei rausgehängt; das Wetter diesen Winter war auch gar zu garstig. Im Sommer kümmert mich Regen wenig, aber Schnee, Matsch und Eis ist irgendwann nur noch gefährlich. Das ist die Kehrseite der Nebenstrassen.

    Sorry für OT

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Nastia, Guten Morgen, na, bist Du fit?

  • Anastasia C. sagt:

    @Auguste: Yep,mir geht`s auch gut. Ich find den unglaublichen Hulk viiiiiiiiiiiel cooler!!! Wenn Sie Ihre Super-Kräfte aus Corn-Flakes beziehen, dann gut, aber KIddies brauchen anderes Essen. Auch wenn sie das nicht immer wollen…

  • Auguste sagt:

    hmm…, corn-flakes sind keine vollwertige mahlzeit? superman-anzüge sind arbeitskleidung!

    guten tag, anastasia c., danke gut – ihnen auch hoffentlich.

  • Bodie sagt:

    Wir sind nach über 30 Jahren in der Stadt in die Agglomeration gezogen, vor allem aus monitären Gründen. Mittlerweile haben wir uns dermassen gut eingelebt und fühlen uns so wohl, dass wir nicht sicher sind ob wir wieder zurück wollen wenn die Kids ausgewachsen sind. In 20 Minuten sind wir in Zürich, der Wald ist 2 Minuten von der Haustüre entfernt, keine lärmende Strasse in der Nähe und etliche Kinderspielplätze mit vielen Kindern. Ein Klingeln an der Türe mit der Begründung ‚Mir ist langweilig, ich will rein ..‘ haben wir ewig nicht mehr gehört ..

  • Anastasia C. sagt:

    @Franziska: Das waren andere Zeiten. Heute, hoffe ich doch schwer, das jedes Kind zumindest sein eigenes Bett hat. Weil ich finde, das jeder Mal ein bisschen Privatsphäre braucht. Auch Persönchen, die noch an den Osterhasen glauben, mit Superman-Anzug spielen und Corn-Flakes für eine vollwertige Mahlzeit halten.

  • zysi sagt:

    @georg

    erkenne meine aktuelle berufliche situtation (spezialisierung) darin; ihr schlussatz habe ich auch als motto, solange der preis mit der zufriedenheit am arbeitsplatz zahlbar/verkraftbar ist – wenn’s nicht mehr stimmt, dann muss man sich zu helfen wissen!

  • zysi sagt:

    @kaugel

    wusste nicht, dass herr weibel (SP) neoliberaler ist. wusste nicht dass neu herr gygi als VR Präsi SBB (SP) ebenso ein neoliberaler ist. insofern genügt mir die tatsache, dass diese herren eine strategie mittragen, welche aus sozialen gnaden kommt (leuenberger, generalsekretär hans werder).

    in dübendorf bin ich ein paar mal im jahr an der empa wegen tagungen, warten musste ich bis anhin kaum – und ja, lieber ein mineralwasser wie ein tell bier, das gönne ich mir lieber beim betrachten der abendsonne an der eigernordwand….

    @gargamel
    wäre auf jeden fall interessant, gerne eher weniger

    der öv ist nicht die ursache des mobilitätswahnsinns, sondern ein lösungsansatz um diesem herr zu werden. dass jeder mit seiner karre pendelt kann ja auch nicht die lösung sein, ich denke das sehen sie auch so.

    prinzipiell gehe ich mit max einig darin, dass die idealvorstellung “mit dem velo zur arbeit” (also arbeitsplatz in unmittelbarer nähe des lebensmittelpunktes) anzustreben wäre. nur ist die realität sehr weit davon entfernt und bewegt sich auch nicht darauf zu. und auch daran den linken/grünnen die schuld zu geben (wie an allem anderen) ist doch etwas lächerlich…

    stimme ihnen hierzu mit der bemerkung, dass vermutlich nicht der beste lösungsansatz gefunden wurde; etwa so originell wie mit dem zug nach kopenhagen und retour mit dem flugi; hierin liegt für eben die ursache bei der lösunsfindung mit ideologischer denke und die können wir dem BR löiebärger nicht nehmen…

    ich werde ab april einen neuen job beginnen, der nun nicht mehr 60 km sondern lediglich 30km entfernt sein wird. dazu wird es einen mix geben aus velo (=sporttraining gleichzeitig am frühen morgen am thunersee) und öv und auch mit dem auto…wenn ich ihre sicht bezüglich realität vollumfänglich teilen würde, müsste ich auch jammern und kapitulieren, dass mir die möglichkeiten nicht geboten sind. evtl. überlgen wir uns auch den aktuell idealen wohnort zu verlegen, je nach mittagstisch bedürfnissen der familie

  • Franziska sagt:

    Das Schönste im Artikel ist für mich der Ausdruck „Druck der Realität“. Genau das ist es: Die meisten Leute wohnen so, wie sie bestmöglich können – es ist dann noch ein rechter Luxus, wenn man darüber diskutieren kann, ob bestmöglich „im Einfamilienhaus auf dem Land“ oder in der „loftartigen Stadtwohnung“ ist.
    Eine Antwort auf die Frage – wieviel Platz brauchen Kinder gibt es nicht. Dafür braucht man nicht auf die ärmsten Länder etc. zurückzugreifen, vielleicht genügt ein Blick auf andere soziale Schichten oder ein Blick zurück:

    Bei meiner Mutter zu Hause waren es dreizehn Kinder – gut wäre gewesen: Jedes Kind wenigstens ein Bett. Gab es ab einem gewissen Alter dann, aber war ja kein Problem: Mit 13,14 gingen die Mädchen zu Diensten und die Buben in Lehrstellen, nicht selten weg von zu Hause … Andere Zeiten, andere Realitäten, und andere Sitten – alles gute, brauchbare Menschen geworden, die „lifestyle-frage“ stellte sich gar nie …

    Bei uns zu Hause Arbeiterhaushalt: 5 Personen bei 4 1/2 Zimmer, Kinder mit langen Ausbildungen. Kein eigenes Zimmer für meinen Schwester und meinen Bruder (waren auch in der hier viel erwähnten Pubertät im selben Zimmer, es wäre mir nicht aufgefallen, dass eine der beiden Schaden genommen hätte: Es hiess einfach, geht nicht anders, sonst Zimmer und Arbeit für dessen Bezahlung suchen.) Der „Druck der Realität“ prägte auch da, und zwar in einem Sinne des Ausdrucks, der das auch verdient. Aber kein Problem: Alle Kinder sind doch recht gut herausgekommen, zumindest wenn man gut als „gesellschaftstauglich“ definiert.

    Fazit: Wenn der „Druck der Realität“ darin besteht zu wählen, ob man im Loft bleiben will oder ins nicht so lifesteyle-trendige Ag glo-Einfamilienhaus seinen Sie doch einfach glücklich! Ich meine das nicht zynisch, sondern ehrlich.
    Kümmern Sie sich nicht, ob Sie zu einer „lifestyle-Gruppe“ (ich sage denen „lifestyle-Bünzlis“ und „Trendies …“) passen, sie haben die finanziellen Ressourcen und die Freiheit, ihrer Familie zu bieten, was ihr auf lange Sicht Freude macht. Finden Sie es heraus, was das ist und geniessen sie es einfach ohne Wenn und Aber.

    Nur eines: Vielleicht sollte man in solch glücklichen Umständen den Kindern sagen und zeigen, dass es anderswo, vielleicht nur schon bei der Schulkameradin x andere „Realitätsdrücke“ gibt. Ich bin überzeugt, sie werden dann auch „gute, gesellschaftstaugliche“ Menschen …

  • gargamel sagt:

    @hotel papa: hut ab! das beeindruckt mich wirklich (ohne jede ironie!).

    aber mit „nur“ 20 km pendelweg sind sie schon ein eher privilegierter pendler.

    frage am rande und aus purem interesse: wie lange haben sie für einen weg? müssen sie sich mit hauptverkehrsadern abkämpfen oder haben sie eine „scenic route“? und ziehen sie das sommer und winter und wenn’s katzen hagelt durch?

  • Georg sagt:

    Die Spezialisierung der Wirtschaft hat spezialisierte Arbeitnehmer hervorgebracht. Spezifische Branchen sind in der Regel an gewissen Standorten vertreten. Wenn ich als Arbeitnehmer in diesen Bereichen arbeiten möchte, aber nicht bereit bin für Downtown Zug/Zürich/Genf/Basel ein Vermögen für die Miete auszugeben, habe ich faktisch keine andere Wahl als zu pendeln. Und da ist der ÖV in aller Regel:
    -günstiger (ja Subventionen)
    -schneller
    -bequemer (je nach Mitreisenden)
    -sicherer.

    Die Mobilität der Arbeitnehmerschaft hat auch andere Nebenwirkungen, vordergründig auch positive. Man lebt längere Zeit am selben Ort, gut für die Kinder (man stelle sich vor mit jedem Arbeitsplatzwechsel wäre ein Umzug verbungen und eine neue Schule, Lehrerin, Schulkollegen) zudem fördert es Engagemant in Vereinen oder Politik.

    Ich pendle jeden Tag zwei Stunden, seit vielen vielen Jahren und bin happy damit.

  • Hotel Papa sagt:

    @gargamel: „prinzipiell gehe ich mit max einig darin, dass die idealvorstellung “mit dem velo zur arbeit” (also arbeitsplatz in unmittelbarer nähe des lebensmittelpunktes) anzustreben wäre.“

    Ich mache das mit 20 km Arbeitsweg. Mit dem Velo dauert nicht viel länger als mit dem ÖV, rechne ich die Morgentoilette mit ein, die ich nach der Fahrt unter der Dusche mache, ists ein Nullsummenspiel. Es geht, und dier Sport ist gleich mit erschlagen.

  • gargamel sagt:

    @zysi: würden sie gerne den job beim UVEK machen (und das sage ich jetzt nicht, weil ich ein grosser leuenberger-fan bin)? das ist der vermutlich beschissenste posten, den man als br haben kann… naja, vielleicht mit ausnahme des vbs… und vielleicht noch des innendepartements (sich mit den krankenkassen rumschlagen zu müssen, dürfte auch kein zuckerschlecken sein… den job kann man auch nur falsch machen…).

    der öv ist nicht die ursache des mobilitätswahnsinns, sondern ein lösungsansatz um diesem herr zu werden. dass jeder mit seiner karre pendelt kann ja auch nicht die lösung sein, ich denke das sehen sie auch so.

    prinzipiell gehe ich mit max einig darin, dass die idealvorstellung „mit dem velo zur arbeit“ (also arbeitsplatz in unmittelbarer nähe des lebensmittelpunktes) anzustreben wäre. nur ist die realität sehr weit davon entfernt und bewegt sich auch nicht darauf zu. und auch daran den linken/grünnen die schuld zu geben (wie an allem anderen) ist doch etwas lächerlich…

  • Cara Mia sagt:

    Können wir gleich noch zur PTT wechseln, Kaugummi, Romane, Handy, und „hätten Sie gerne ein Löööösli“…. Und ein lausiger Service public.

  • kaugel sagt:

    @zysi: so à la wirtschaftsliberalismus: schon mal in deine gedankengänge miteinbezogen, dass die tatsache, dass bei der SBB neoliberale bosse mit staatsgeldern um sich werfen dürfen, vielleicht der ursprung der unmöglichen kostendeckung ist? für den vorstand dieses ladens ist die eisenbahn doch längst kein dienstleister mehr, sondern ein prestigeobjekt. was wir bräuchten, ist eine vollstaatliche infrastruktur mit den geizigsten grauen mäusen an der spitze, die wir uns vorstellen können. eine SBB der bürogummis und steuerinspektoren. über mein billett dafür zu sorgen, dass meyer seine hunderttausender hinten reingeklopft kriegt, habe ich keine lust. mit staatsmillionen und -milliarden das ego eines anzugs zu pflegen, der sich in erster linie gerne selber reden hört? bah. und das nennt ihr dann „privatwirtschaft“.

    und wenn ihr dann gleich mit der vollprivatisierung kommt: schaut euch british rail an, da vergeht euch das lachen. aber genau dahin sind wir unterwegs, wenn wir so weitermachen.

    wenn ich (ich war 16 jahre meines lebens ustermer) mit der s5 an einem schönen sommerabend mit einem affenzahn gen stadelhofen blochte und dabei ein tell lager kippte, ha, DA wurde mir wohl, DA konnte ich von gelungener jugend, einem schönen heimatland und service public erzählen. was leute wie du letztlich bringen werden, ist mineralwassertrinken in einem dreckigen und stinkenden zug, der in dübendorf wegen eines durch billig eingekauftes material verursachten weichenschadens dreissig minuten stehen bleibt.

    das wird auch dir stinken; und du wirst dann wieder den linken (oder sogar noch leuenberger) die schuld geben; ah, immer das gleiche.

  • Cara Mia sagt:

    P.S. Eni: wir haben eine Zeitlang vorübergehend in einer Wohnung gewohnt mit zwei aneinanderliegenden Waschtagen pro Monat, 12 Parteien mussten sich die Waschküche teilen, da stand eine Maschine und ein Tumbler. Da kommst Du gar nicht um eine eigene Waschmaschine herum mit kleinen Kindern. Die hatte ich dann auch, im Bad, und eben halt auch das Gehänge überall.

    Aber mich hat immer gewundert, dass man ausgesprochen teure Wohnungen mit diesem Argument („Waschturm in der Wohnung“) anpreist, und dann kann man nirgendwo hängen. Man müsse halt alles in den Tumbler tun, wurde mir dann gesagt. Aber da geht die Wäsche kaputt und energetisch ist das ein Blödsinn. Wenn ich schon so viel bezahlen würde, dann würde ich eine gute Waschküche im Keller erwarten, mit allen Schikanen (mehreren Waschmaschinen, damit alles aufs Mal aufgesetzt werden kann, und man nicht einen ganzen Tag damit verbraten muss, alle zwei Stunden in den Keller zu wieseln) und Platz zum Hängen.

    Das habe ich eigentlich gemeint.

  • Cara Mia sagt:

    @hotel papa: Danke, so habe ich das gemeint. Die WOLLEN im Moment gar kein grösseres Bett… aufgeklärter kann man gar nicht sein.

    @Eni: ich weiss, ich habe lange auch jeden Rappen umdrehen müssen. Dann muss man halt! Einen Trost (falls überhaupt nötig): in diesen Vorstadhäuslein hast Du viel weniger Deinen Frieden, als in einer Wohnung. Man kann von hinten reinschauen, von vorne und dauernd läutet irgendwer, wenn man die Kinder draussen spielen lässt, und will irgendwas. Bei Wohnungen hast Du einfach mehr Privatsphäre. Wenn man nicht so der WG Typ ist kann einem das ziemlich auf den Geist gehen.

  • Hotel Papa sagt:

    @Nasti: „@Cara Mia: Das mit dem Bett ist, denke ich, nicht so, wenn die Kiddies gut genug aufgeklärt sind.“

    Ich glaube, da hast Du Mia gründlich missverstanden. Nicht jedeR Postpubertäre hat den Luxus einer 1.6 m Matratze.

    Ist natürlich eine privilegierte Situation, aber wir haben/hatten für uns die weitgehend ideale Wohnsituation. Haus, jetzt grosse Wohnung, in der Altstadt eines Städtchens nicht weit vom regionalen Zentrum. Schnell im Grünen, schnell in der Stadt. Täglicher Bedarf und Minimalkultur in Gehdistanz abgedeckt, in 15 minuten ein grosses kulturelles Angebot.
    Auf Garten / Terrasse muss man je nach dem verzichten, dafür kannst Du mit den Nachbarn zum Sonntagszmorge eine Festgarnitur auf der Gasse aufstellen.

  • zysi sagt:

    nachtrag:

    mit dem beispiel gotthard will ich aufzeigen, dass genau die überlegungen der situation im öv zugrunde liegen, man schaffte mehr angebot und generierte so eine nachfrage mit subventionen, die sich nun rächen (unterhalt rollmaterial), da sich der CH-markt an seinen grenzen wiederfindet….

  • zysi sagt:

    @gargamel

    wer ist nicht erst seit gestern der BR für ds UVEK ? ihrer aussage bezüglich kostenrealität auf den strassen macht mich stutzig. war es nicht erst kürzlich der astag welcher dem uvek bescheiden musste, dass ihr noch rückvergütungen zustehen und dieses thema nun vor den richtern ist?

    zudem wird ja argumentiert, dass wenn man einen weite röhre im gottharf baute, dass diese angeboterweiterung eben auch mehr nachfrage generiert von autos etc.
    ich denken man kann getrost auch mal die realität anerkennen ohne sie als schuldfrage zuverstehen. und dass der öv mit seiner entourage in den letzten jahren gut fahren konnte, das schläckt keh geiss weg auch nicht, dass sie in diesen bereichen mehr rötlich-grüne wie gelblich-schwarze zu finden sind ist auch ein faktum.

  • Anastasia C. sagt:

    @Kaugel: Merci für den Uster-Tipp,werde ich machen,wenn ich Kinder habe. Aber bis jetzt brauche nur unsere kleine Wohnung mit meinen beiden „Homeez“.

  • gargamel sagt:

    und der forderungen stellende arbeitnehmer, gerade in zeiten der krise, ist eine doch eher realitätsfremde idee…

  • kaugel sagt:

    wenn’s ganz richtig und für die kids so spannend wie möglich laufen soll, müsste man das beinahe phasenweise angehen:

    1. die klein-/ kleinstwohnungsphase: das neugeborene/kleinkind braucht nicht allzuviel platz, kann vielleicht sogar bei den eltern schlafen, wenigstens für die ersten jahre.

    2. die grosswohnungs-/hausteilphase (die wirklich NUR jetzt sinn macht): idealerweise in ein quartier umziehen, das sowohl platz als auch spielkameraden bietet (und nahe an allem dran ist, gute verkehrsanbindung…; die suche nach dem ideal, wieder einmal).

    3. die zurück-ins-gewühl-phase: ab etwa 15 oder so wird die stadt wieder interessanter, früher oder später zieht’s die kinder eh dahin zurück, also wieso nicht wieder urban? gute sache.

    argumente gegen eigenheime und reihenhäuser sind unter anderem, dass man, sobald die kinder raus sind, allein in grabesstillen 5 zimmern hockt und mit dem haus nicht mehr viel mehr macht, als an regnerischen tagen dem kinderlärm nachzutrauern und die ganze zeit zu putzen. ausserdem kann man sich die nachbarn nicht aussuchen, wechsel sind sehr viel seltener.

    ein quasi revolutionärer vorschlag: zieht nach uster. ich bin da aufgewachsen. es ist x-mal besser als sein ruf. wen kratzt’s, dass uster kein zentrum hat? keine action? s5, in einer viertelstunde am hb, nach nicht mehr als 5-15 minuten laufen, busfahren oder radeln. von wollishofen aus braucht einer in der stosszeit mindestens ebensolang. und man hat einen ruhigen see; auch ältere jugendliche fühlen sich da noch wohl; man kommt davon; und so weiter und so fort. zürich ohne zürich. und belächelt wird man auch nicht wirklich mehr. und nachtzüge gibt’s auch. und eine starke lokale SP, inklusive aller dazugehörigen intellektuellen, küchentischpolitiker und ehemaligen zappa-konzertgängern und quartieroriginalen am stammtisch.

  • gargamel sagt:

    @max: die forderung nach dem ultraflexiblen arbeitnehmer (örtlich & zeitlich) stammt doch eher nicht aus dem links/grünen bereich.
    ebenso ist ziemlich klar, dass ein nicht subventionierter öv nicht einfach die pendlerströme reduzieren würde, sondern einfach auf die strasse (die übrigens auch subventioniert wird – kostenrealität findet auch dort nicht statt) ausgewichen würde.

    es ist eine von der wirtschaft und deren vasallenparteien geschaffene lebensrealität, dass es den wenigsten menschen möglich ist dort zu wohnen, wo sie arbeiten. wenn’s in der stadt zürich keinen wohnraum zu vernünftigen konditionen gibt, wie sollen dann die verkäuferinnen all der bahnhofstrassen-läden dort wohnen, wo sie arbeiten? bzw. haben sie das gefühl, dass die ganze pendlerei ein vergnügen ist?

    die zersiedelung der schweiz auch den linken/grünen vorzuwerfen ist schon mehr als ideologische verblendung, das ist einfach blödsinn.

  • Anastasia C. sagt:

    @Max: Nur hat man in den meisten Berufen heuzutage KEINE WAHL und daran sind nicht die Linken schuld. Man muss nur einen Blick zum Arbeitgeberverband werfen und sehen, das dort fast nur bürgerliche sind.

  • max sagt:

    @Hotel Papa
    Darum bin ich für kostendeckende Billette im ÖV. Dann müssen die Leute wieder wählen wo sie wirklich wohnen und arbeiten wollen. Die Blechlawine gibt es nur, weil man einen grossen Teil des übrigen Familienverkehrs halb gratis im ÖV organisieren kann.

    @Anastasia C.

    Das stimmt nur solange wie die Arbeitnehmer beliebig pendeln können. Die meisten Arbeitgeber in unserer hochspezialisierten Wirtschaft können nicht einfach irgendjemanden von der Strasse anstellen. Sondern sie müssen schauen, wo sie das Personal hernehmen.

    Wenn aufeinmal jeder dritte Bewerber sagt, schon gut, wenn Sie mir pro Monat 500 Franken Zulage fürs Pendeln geben…
    Oder wenn die Arbeitnehmer sagen, ich arbeite gerne bei Ihnen zum vollen Lohen von 9.00 bis 15.00, nur während des Stossverkehrs mache ich den Arbeitsweg nicht.

  • Anastasia C. sagt:

    @Cara Mia: Das mit dem Bett ist, denke ich, nicht so, wenn die Kiddies gut genug aufgeklärt sind.

    @Max: Nur entscheiden die meisten Arbeitgeber gegen den Arbeitnehmer. Flexibiltät nennt man das heutzutage…

  • Hotel Papa sagt:

    Und die Belchlawine die sich jeden Morgen in die Stadt ergiesst und am abend zurück ins Grüne? Die Umfahrungsstrassen für die Vororte?

    Das ïst schlicht ökonomischer Druck. In der Agglomeration kann sich die Familie vielleicht ein Häuschen leisten. In der Stadt vielleicht nicht einmal eine Wohnung mit einem Zimmer pro Nase.

  • max sagt:

    Ich gebe es zu: Ich mache beim Tippen erstaunlich viele Fehler mit der Grossschreibung.
    Das immerhin passiert der Germanistin Frau Binswanger nicht. Allerdings würde ein Lektor sie schon ein bisschen verlangsamen beim Lostreten neuer spannender Diskussionen.

    Worauf ich hinaus will:
    Aus anderen Blogeinträgen von Frau Binswanger wissen wir, welch temperatmentvolle Jungmannschaft sie hat, brutale Unfälle mit spritzendem Blut, gebrochenen Knochen, ausgeschlagenen Zähnen. Unter dem Föteli lesen wir über Frau Binswanger, welche anderen Beruf sie noch ausübte, bevor sie Journalistin wurde. Eine solche Familie müsste nicht nur den Platz für vier Köpfe haben, sondern genügend davon für eine Rasselbande, ständig in Bewegung, laut, ungeduldig, immer zuvorderst auf den Fussballen, startbereit.

  • max sagt:

    @gargamel

    Der ÖV wird subventioniert mit über 30 Mlliarden Franken pro Jahr. Dies ist die Ursache für den rasch wachsenden Pendlerverkehr. Nur dank diesen Subventionen können sich die Leute den Pendlerwahnsinn leisten. Kostendeckende Bahnabonnemente wären mindestens viermal so teuer.

    Ohne diese Subventionen müssten sich die Leute entscheiden: Wollen die Arbeitnehmer beim Arbeitsplatz wohnen oder müssen die Arbeitgeber ihre Investitionen dort machen, wo ihre Fachleute wohnen?

  • Eni sagt:

    @ Cara Mia

    Nicht jeder hat einen Waschkeller. Habe nur 1 mal wöchentlich Waschtag in der Hauswaschküche. Meine Waschmaschine steht im Bad und da muss ich halt bei schlechtwetter Wäsche auf Ständern im Wohnbereich trocknen. Es sind leider nicht alle privilegiert und haben ein eigenes Haus.

    Neinnein, hier spricht nicht der Neid, ist einfach Realität.

  • Matthias sagt:

    In der Pubertät kein eigenes Zimmer zu haben wäre sicher nicht so praktisch. Schon alleine wegen neuentdeckten Bedürfnisse die die Jugendlichen dann haben und von denen der kleine Bruder wohl besser nichts mitbekommt.

    Schon gar nicht wenn er ein Handy mit Fotokamera hat, ansonsten verbreitet er danach noch Kinderpornografische Bilder übers Netz und der Inhaber der Leitung wird dafür bestraft. (Technik birgt durchaus manchmal Probleme die es früher wohl in diesem Sinne nicht gab.)

    Aber ich denke das muss man niemandem erklären schliesslich sollte jeder Erwachsene noch ungefähr wissen was für Bedürfnisse man mit 11 / 12 und auch danach so hatte.

  • Cara Mia sagt:

    Kenn ich doch. Wir sind dann auch vom Multikulti-In-Stadtteil ins Reihenhäuschen-Vorstadt-Klima gewechselt. Einfach praktischer. Man muss nicht runter, um die Kinder zu lüften, sieht sie im Garten, hat jederzeit eine Waschmaschine UND einen Keller zum Aufhängen (habe noch nie kapiert, was eine Waschmaschine im Wohnbereich soll, wenn man dann überall Ständer rumstehen hat, sorry…). Weiter ins Grüne, nein danke, keine Lust auf Chauffeurdienste (Klavierstunde, Gymnastikstunde…). Etwas eng, aber machbar, und irgendwann kommt dann das Loft wieder.

    @Anastasia C.: und dann, etwas nach der Pubertät, reicht das Zimmer mit EINEM schmalen Bett plötzlich für ZWEI … :))

  • Eni sagt:

    Ich selber habe weder Haus noch Garten, aber rudherum sind mehrere Spielplätze und der Wald ist in kurzer Zeit erreichbar. Schulen, Eikaufen und Arbeit 10 Minuten Gehdisanz, Kinderarzt in der gleichen Strasse. Zentral und doch auf dem Lande, ideal für uns da ohne Auto. Auto wäre toll, liegt halt nicht drin. Beide buben haben ein eigenes Zimmer, aber das wichtigste ist doch dass sie draussen viel Platz zum toben haben. In der Pubertät ist aber ein eigenes reich sicher vorteilhaft.

    Auch wir träumen von einem Haus mit Garten aber man kann nicht alles haben.

  • zysi sagt:

    interessant vor der eigenen ideologie kapitulieren zu müssen und dabei dem geld die schuld zu geben oder dem druck der realität mit zugehöriger backform?!

    ebenso spannend finde ich den zusammenhang von kindes-,familienwohl als funktion der wohnfläche

  • gargamel sagt:

    @max: Das sind die Folgen der linken und Grünen Verkehrspolitik. Wegen dieser pendeln die Leute, anstatt dass sie dort arbeiten, wo sie wohnen möchten.

    care to elaborate..? imho ist das sogar für sie eine ziemlich bizarre aussage…

  • Anastasia C. sagt:

    @Frau Binswanger: Ich finde,wenn Jemand in die Pubertät kommt, braucht Er oder Sie ein eigenes Zimmer. Damit ist`s Zuhause wirklich friedlicher… Davor kann man das Zimmer auch mit Jemand andrem teilen.

  • max sagt:

    Härzig, dass die Germanistin Michèle Binswanger dieselben Deutschfehler macht wie ich auch.

  • max sagt:

    30 Hektar Freilauf in Wald und Wiese pro Kind über 10 Jahre, mindestens.
    Dazu ein Auto für die Familie.
    Wenn die Kinder genügend nach draussen können, dann ist wesentlich weniger Wohnraum nötig.
    Eine Küche von 30m2. Bastelkeller 12m2.

    Dasselbe gilt für Erwachsene. Viele heutzutage verbringen ihren Alltag zwischen Computerbildschirm und Telefonhörer. Der Auslauf geht bis zur Kaffeemaschine. Arbeitsweg 40 Minuten stehend als Sardine im Vorortszug. Zuhause brauchen solche Leute ein 40 m2 Wohnzimmer, das leer ist bis auf Sofa und FlachbildFernseher, sonst krepieren sie vor lauter Einengung.

    Das sind die Folgen der linken und Grünen Verkehrspolitik. Wegen dieser pendeln die Leute, anstatt dass sie dort arbeiten, wo sie wohnen möchten.

    Arbeitsweg mit dem Velo und Gartenarbeit mit Rüebli, Himbeeren und Tomaten. Das macht Väter und Mütter so zufrieden, dass sie ebenfalls mit weniger Wohnraum klar kommen.

  • hansueli sagt:

    Sehr sehr guter Beitrag! Sowohl inhaltlich als auch strukturell. Danke vielmals.

    Ich habe zwar noch keine Kinder, weiss für mich aber dass ich mal ein Haus im Grünen haben möchte. Abgesehen davon, dass die Kinder Platz zum spielen haben sollen, geniesse ich die Natur selbst viel zu viel als das ich dies nicht auch selbst geniessen möchte.

    Ansonsten ist es wie erwähnt schon auch so dass man ausserhalb der Stadt, deutlich mehr Leistung für das Geld erhält. Wichtig ist mir einzig dass es nicht zu sehr auf dem Land ist. Die nächst grössere Stadt sollte in max. 15 – 30 min zu erreichen sein. Gleiches gilt für Schnellzüge und Autobahn.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.