
Das ominöse Kinderkondom - muss es wirklich als solches vermarktet werden?
Man kann es durchaus auch positiv sehen, so vom Lerneffekt her. Merke: 18 Jahre, fünf Millimeter, so die Daten, die wir dank der Aidshilfe Schweiz auf unserer neuronalen Festplatte abgespeichert haben. Ersteres umreisst die Dauer, die ein männliches Glied benötigt, um zu voller Länge heranzuwachsen. Letzteres, um wie viel der Umfang eines handelsüblichen Kondoms reduziert werden muss, um den Status eines «Kinderkondoms» zu erhalten, wie «20 Minuten» das neue Jugendkondom knackig auf den Punkt brachte. Arme Jugend. Frühreif, zu sexuellen Übergriffen neigend, übersext und underfucked, wird sie jetzt auch noch mit einem neuen Kondom behelligt, customized für die Generation Porno.
Das etwas kleinere Jugendkondom sorgt für grössere Erregung in der Erwachsenenwelt. Schon werden Befürchtungen laut, es könnte die Jugend unter Druck setzen, noch früher Sex haben zu müssen. Dabei hatten die Aids-Hilfe Schweiz (AHS) und die Schweizerische Stiftung für sexuelle und reproduktive Gesundheit (Planes), die für den Glanzstreich verantwortlich zeichnen, doch nur das Beste für die Jugendlichen im Sinn. Denn die sind heute früher reif als ehedem, ihre Penisse hingegen nicht, deshalb aber ist die Zeit für ein solches Kondom nun aber richtig reif, so meint Sexualpädagoge Bruno Wermuth, denn Size matters, nicht nur beim Geschlechtsteil, sondern vor allem auch bei seinem Gummiüberstülper, sofern er Schutz gewährleisten soll.
Reif? Ja, für die Klapsmühle, so befürchte ich. Mag ja durchaus sein, dass Erwachsenen-Kondome einigen jugendlichen Gliedern nicht passen. Ich vermute aber, dass sich das Problem nicht auf diese beschränkt und umgekehrt nicht bei allen der Fall ist, zumal es sich bei jugendlichen Penissen ähnlich verhalten dürfte, wie bei voll ausgewachsenen Exemplaren: Umfang und Länge variieren stark. Nicht, dass das grundsätzlich gegen kleinere Kondome spricht – keiner zu klein, um beim Sex sicher zu sein. Aber letztlich ist das Problem wohl einigermassen marginal verglichen mit der Aufregung, die jetzt herrscht. Und man kann sich fragen: muss das Ding ausgerechnet als «Jugendkondom» vermarktet werden? Und warum muss man mit dem Ding ausgerechnet jene Jugend avisieren, die sowieso schon und wahrscheinlich vor allem zur Ergötzung der Erwachsenen im Verdacht fundamentaler Verdorbenheit steht?
Es ist immer dasselbe. Stehlen sich ein paar Jugendliche aus dem Radar erwachsener Aufmerksamkeit, um ihre eigene Welt und Zukunft zu zelebrieren, ihre eigenen Vorlieben zu entdecken, taucht schon die Industrie auf und berechnet die Vermarktungsoptionen des jugendlichen Treibens. Musik, Modestile, Sportarten, nichts ist vor dem neugierigen Blick der Erwachsenen sicher. Und nun wird sogar der jugendliche Penis ins Licht ihrer fürsorglichen Anstrengungen gezerrt, um ihm gnädigerweise ein eigenes Kondom zur Verfügung zu stellen, extraklein für die Kleinen, muss man sich ja nicht schämen für, denn irgendwann werden sie gross sein und grosse Taten mit ihrer Männlichkeit vollbringen können.
Ich meine, lasst doch die Jugendlichen in Ruhe ihre Sexualität entdecken, ohne ihnen gleich mit Sexualpädagogen und spezielle Kondomen zu Leibe zu rücken. Und was meinen Sie?
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Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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@ Laura
@ Brunhilde
@ Gnoctiev
@ Auguste
natürlich bin ich glücklich, dass es meinem Sohn so gut geht, aber mein Grosser hatte grosse Schuldgefühle und musst auch behandelt werden und dieser Sauhund lebt einfach weiter wie bisher. Und wenn einem ein 8 Jähriges Kind sagt, dass es nciht mehr leben will……. Man ist einfach hilflos!!!
Gefängniss? Schön wärs. Er musste 2500.- Busse bezahlen und die Strafe von glube 4800.- ist zur bewährung und er hatte das Urteil weiter gezogen. Zu sagen ist, dass er schon wegen Verkehrsdelikten Ausweisentzug hatte, ob er es nach dem Unfall auch musst wess ich nicht. Ich könnte mcih erkundigen, aber braucht zuviel Energie.
@ Laura
Es tut mir unendlich leid.
@Eni: logisch, es ist die Hölle und es zieht weite Kreise und die Hilfslosigkeit ist enorm, die Wut ebenso.
Würde mir soetwas passieren, ich sähe ebenfalls rot und das zu Recht.
Aber das Leben geht weiter, der Sauhund ändert sich nicht, und meine innere Lebensqualität würde zunehmend sinken.
Lassen Sie nicht zu dass Ihnen dieser Mann das Leben noch mehr kaputtmacht und beschneidet!
Genugtuung oder innere Aussöhnung würde Ihnen auch eine Strafe im 100′000tausender Bereich
plus mehrjähriger Gefängnisaufenthalt nicht bringen, da gibts wirklich nur den einen Weg…
@Eni
es ist diese Hilflosigkeit, die einen so zermürbt. Es sind diese Fragen, was wäre, wenn ich , oder wenn ich nicht. Mein Kleiner hatte auch Probleme danach, er hat nicht mehr gesprochen mehr als ein Jahr lang war er verstummt, er konnte einfach nicht reden, ihm fehlten die Worte. Ich weiss, dass man Gerechtigkeit möchte, dass man möchte, dass der Schuldige genauso leidet wie das Kind, das unendlich leidet am Schicksal des Bruders. Nun, es gibt einfach Menschen, die leben nicht so bewusst, die denken, so lange es ihnen gut geht, ist alles in Ordnung, menschen, die nicht mitfühlen können, die nicht Abteil nehmen können. In meinen Augen arme Menschen, die nie die echten die wahren Gefühle erleben dürfen, die nie Liebe in ihrer reinsten Form kennen lernen, die auch nie Trauer in dem Ausmass erleben. Ich habe mich damals oft gefragt, ob es nicht besser wäre, wenn ich linear fühlen könnte, keine Hochs, keine Tiefs, ich wollte diese Leere nicht mehr fühlen können, aber dann könnte ich diese Höhen auch nicht fühlen, die Höhen, die mir die Energie geben um weiter zu machen, die mir die Sicherheit geben, dass ich es richtig mache. Für mich war immer ein Trost, dass mein Glaube mir sagt, dass Gott alles sieht und jeder die Rechnung kriegt, die er verdient. Es ist nicht an mir zu richten, ein Höherer wird richten für mich, für meine beiden Söhne, für meine Tochter, für meinen Ex-mann und für meine Ehe, die daran zerbrochen ist.
@ Laura & Brunhilde
Ja, es gibt in diesem Leben keine Genugtuung, aber ich glaube fest daran, dass jeder für seine Taten gerade stehen muss, irgendwo, irgendwann.
Ist ja auch nicht so, dass ich tagein, tagaus auf Rache sinne, aber ab und zu kommt es halt wieder hoch.
Meine Ehe ist schon vorher zerbrochen und wenn nicht, hätte spätestens das den Rest gegeben.
@ Gargamel
Art und Inhalt dieses Artikels sind doch ein Witz und an Geistlosigkeit kaum zu überbieten. Normalerweise stellt sich ein Autor seinen Kommentatoren und kneift nicht.
Aber dieses Format hat ja glücklicherweise wenigstens Frau Althaus.
@Eni: mit der Genugtuung ist es so eine Sache…,und ich glaube auch dass es eine zukünftige Gerechtigkeit gibt.
Es ist mir auch sehr klar dass so ein Ereignis immer wieder hochkommt, immer und immer wieder.
Was mich zum Dialog brachte war der Eindruck, dass mehr vorhanden ist als “das verständliche immer wieder hochkommen”, mehr eben die Unvergebenheit und Bitterkeit. Welche Ihr Leben und das Ihrer Kinder noch zusätzlich erschweren könnte.
Gut möglich dass ich das falsch interpretiert habe, und wenn es so ist entschuldige ich mich auch.
Laura TI hat eindrücklich beschrieben wie sie diesen Vorgang erlebt hat, aber möglicherweise sind Sie da ja ebenfalls schon durch,- ich wünsche Ihnen einfach von Herzen alles Gute!
@maximilian: schauen sie, die beiden müssen hier 5 mal die woche eine neue diskussion zum elternsein im weitesten sinne anzetteln. das kann nicht jedesmal ein brillianter kleiner aufsatz sein. seien sie etwas grosszügiger…
@ Anastasia
Mit meinem Beitrag wollte ich einfach sagen dass die Prüderie oft praktisch so in früheren Zeiten gelebt wurde. Die Vorgabe war, du darfst nur Sex haben wenn du Kinder zeugst. ZB. 3 Kinder 3x Sex im Leben, diese Doppelmoral stinkt längst zum Himmel. Die Kehrseite der Medaille sind Strassenkinder aus andern Ländern die vermarktet werden an aufgeplusterte Bonzen, auch Hoteliers und Reisebüros mischeln da kräftig mit in diesem Drecksgeschäft . Frauen werden eingeschleppt für das Milieu etc. etc. Ich habe überhaupt nichts gegen Lespen und Schwule. Vehement lehne ich Kindsmissbrauch auf allen Ebenen ab. Uebertrieben finde ich wenn Sex öffentlich stattfindet, mit oder ohne sog. Liebe, ist ev. mehr geeignet für Voyeuristen und Voyeuristinnen, ohne eine Moraltante zu sein, für Gruppensex wäre ich mir selbst zu schade. Ich gehe jetzt davon aus, dass Männer aufgeklärt wie eine Frau unten aussieht und umgekehrt. Neugier und Voyeurismus sind für mich 2 Paar Schuhe .
@gargamel: “aufsatz”? welcher ausrangierte bünzli-lehrer spricht noch von aufsatz…o du niedlicher pensionär: bringst mich mit jedem post zum lachen.
@ Brunhilde Steiner
Nein natürlich verrenne ich mich nicht in dieser Sache, meine Kinder haben schlieslich ein Anrecht auf Freude und diese könnte ich ihnen nich bieten, wenn ich ständig verbittert rumlaufen würde.
@ Auguste
“wahrscheinlich braucht es einfach einen etwas martialischen nick, wenn man sich mit scientologen und “verwandten” organisationen balgt – way to go, warrior.”
darauf hebe ich mein trinkhorn mein sehr verehrter herr/dame!
@strasser:
@gargamel: “aufsatz”? welcher ausrangierte bünzli-lehrer spricht noch von aufsatz…o du niedlicher pensionär: bringst mich mit jedem post zum lachen.
strassilein, ist das wirklich alles, was sie zustande bringen? und sie wollen meine “nemesis” sein? ehrlich..?
damit bringen sie mich leider nicht zum lachen, allenfalls zum gähnen…