Leben


Nicole Althaus am Dienstag den 9. März 2010

Happy Birthday, Mamablog!

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Der Geburtstag ist wichtig. Nicht das Alter. Marilyn Monroe am 1. Juni 1956.

Unser Baby feiert heute seinen ersten Geburtstag. Und das erste Mal, das man ein Kind und sein junges Leben feiert, ist auch für die Eltern, speziell für die Mamas, etwas Besonderes: Weil man sich wieder an die letzten Tage der Schwangerschaft erinnert, an die Stunden im Kreissaal, an die ersten Wochen als Mutter, in denen man sich noch so fremd fühlte im Mutterkörper und in dieser neuen Rolle, in der man plötzlich wissen sollte, was dieses kleine Ding so braucht, und keine Ahnung hatte, woher  um alles in der Welt man sich denn dieses Wissen beschaffen sollte.

Nun, es ging mir als Co-Autorin dieses Blogs ein bisschen wie als Mutter meiner Kinder: Ich kannte die Leitplanken, die ich setzen wollte. Darüber hinaus  wusste ich wenig. Anfänglich nicht einmal, wie ich das hungrige Kind denn stillen könnte. Ich liess mich von der Entwicklung des Babys überraschen und passte mich ihm so gut ich konnte an. Ich hatte ein paar Sorgen, ja, auch ein paar schlaflose Nächte.

Überrascht hat mich in den 365 Tagen, und nach 260 Artikeln und über 23′000 Kommentaren vieles: Ein bisschen, wie schnell unser Baby laufen gelernt hat. Immer wieder, wie breit die Themenpalette in einem Elternblog sein kann, wenn man das Laufgitter herkömmlicher Erziehungstipps verlässt. Ziemlich verblüfft war ich über das Medienecho, das der Blog ausgelöste. Die ersten Interviewer vor einem Jahr fragten mich noch unverholen, ob Mamathemen den wirklich interessant genug seien für einen täglichen Blog. Heute fragen sie Professorinnen, warum ein täglicher Blog von und über Mütter ein solches Echo auslösen kann. Am meisten aber hat mich überrascht, wie stark der Geschlechterdiskurs in den Kommentaren stets hervorbricht. Und das nachdem auf Redaktionen  jahrelang nur müde gegähnt wurde, wenn jemand ein Thema in diese Richtung vorgeschlagen hat.

Klar ist: Ohne seine vielen aktiven Mitschreibenden wäre der Mamablog heute nicht, was er ist. Deshalb möchten wir an dieser Stelle Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, herzlich danken. Fürs Lesen, fürs Mitdiskutieren, fürs Kritisieren.

Sorgen bereitet mir, dass einige wenige Kommentierende es immer wieder schaffen, eine konstruktive Diskussion zu torpedieren, indem sie unter der Gürtellinie auf einzelne Teilnehmer schiessen.  Ich weiss, dass das auf dem Netz gang und gäbe ist. Und dass man das Problem mit der Spamstrafe lösen kann. Doch noch bin ich überzeugt, dass es auch anders geht. Stolz bin ich auf den Mamablog nämlich dann, wenn er zum gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskurs etwas beiträgt. Ja, das sind hohe Ansprüche, die ich stelle. Aber man soll als Mutter an das Potenzial der eigenen Kinder glauben.

So und jetzt genug der mütterlichen Nostalgie und des erzieherischen Moralins. Schliesslich soll man Kindern, die laufen gelernt haben, genug Freiraum einräumen, um sich weiterzuentwickeln. Diesen Freiraum möchten wir dem Mamablog gewähren, indem wir ihn öffnen und den Leserinnen und Lesern eine Carte Blanche anbieten. Schreiben Sie im zweiten Jahr am Mamablog mit. Stellen Sie Ihre Themen, Beobachtungen, Erfahrungen hier zur Diskussion! Die Redaktion wird die Texte sichten, auswählen und publizieren.

Texte ( zwischen  1800-2500 Zeichen) an  mamablog@newsnetz.ch

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261 Kommentare zu „Happy Birthday, Mamablog!“

  1. Lea sagt:

    hab ich wohl in diesem zum saufkumpanen-ghetto verkommen blog gelernt.

  2. “ad hominem” Leas neues “ceterum censeo”?

  3. Hotel Papa sagt:

    Ein “ceterum censeo” ist jedenfalls besserer Stil als Hämetriefendes Spielen auf den Mann. Gewisse Leute schaffen es damit in die Geschichtsbücher und das Bewusstsein der Menschen 2000 Jahre später.

  4. Lea sagt:

    …. also so grosse Ansprüche stelle ich nicht. Der eine damals in Galiläa hat wesentlich wichtigeres gesagt als ich hier ab und zu schreibe und wurstle.

  5. Marcel sagt:

    ad hominem = Internetsubkulturslang?

    Schopenhauer, kein Geringerer!

  6. max sagt:

    @Marcel

    @Lea

    Gestern hat die Lea schon Godwin’s Law zitiert ohne wirklich zu wissen, was Godwin eigentlich vertrat. Sind nette Versuche von Lea, uns die Internetkultur näherzubringen. Aber die Wörter ersetzen diszipliniertes Denken nicht.

  7. Lea sagt:

    @max…. wieder so ein ad hominem post. Sie unterschieben mir Unwissen und mangelnde Disziplin im Denken. Schauen Sie in den Spiegel. Die Kutlur ist in diesem Blog irgendwann abhanden gekommen. Es stinkt hier wie in einem Quartierspunten der schweissigen Bierart.

  8. Hotel Papa sagt:

    @Lea: Das mit dem Galiläer ist dünnes Eis. Er ist nicht der einzige, der vor 2000 Jahren denkwürdges gesagt hat. Schlag “ceterum censeo” mal nach.

  9. Lea sagt:

    Ich weiss, der war Politiker in Rom in diversen Funktionen. Weshalb soll der andere, der Galiläer, dünnes Eis sein? Wegen den Trollfutter-Fischen. hmmm. Der war ja quasi Fischer.

  10. Marcel sagt:

    http://www.rhetorik-netz.de/rhetorik/kunstgriff/index.html

    Gut, Schopenhauer war da nicht der Erste, aber immerhin derjenige, der die zwei Argumentationsschienen (ad hominem und ad rem, ganz zu schweigen von ex consensis, ad auditores u.v.a.m.!) in einem griffigen, kleinen Büchlein ausformuliert hat.

    So, und nun lernt mal schön!

    ;-)

  11. Marcel sagt:

    Titel im oberen Post: Schopenhauer und kein Geringerer!

  12. Lea sagt:

    @Marcel: Ja, aber ist das in Deinem Link nicht eher im Kotext der Jurisprudenz, oder genauer die Argumentationsarten im Gerichtssaal? ad hominem dort: “Denn es kommt ja nicht auf die Wahrheit, sondern nur auf den Sieg vor dem Publikum an. Gibt er z.B. ein argumentum ad hominem, so ist es hinreichend, es durch ein Gegenargument ad hominem (ex concessis) zu entkräften. Und überhaupt ist es kürzer, statt einer langen Auseinandersetzung der wahren Beschaffenheit der Sache, ein argumentum ad hominem zu geben, wenn es sich irgendwie darbietet.”

    Das soll also die offene sachliche Gesprächskultur dieses Blogs sein?

  13. Marcel sagt:

    @Lea: Also ich habe mir auch schon gedacht, dass dieses kleine Büchlein zur Standardliteratur eines jeden Strafverteidigers gehören sollte.

    Offene Gesprächskultur? Ja, das Leben steckt doch auch sonst voller Überraschungen und Tricks- die Genannten gehören dazu.

  14. Lea sagt:

    @Marcel: Vielleicht haben Sie recht. Aber: Eigentlich sollte dieser Blog und das Kommentieren auch etwas Spass machen. Nur finde ich ‘die Tricks’ eben mühsam und manchmal verletzend. Wie zum Beispiel soll ich auf Strassers Geplänkel wegen multipolarer Persönlichkeit antworten, oder auf die Tatsache reagieren, dass der sich die Mühe macht, diese Threads sequentiell auf Posts anderer zu durchforstem, um ein quirliges Haar in meiner Suppe zu finden?

  15. gargamel sagt:

    @lea: strasser postete hier selber schon unter diversen nicks und ist wirklich nur ein troll. ausser seitenlange flame wars anzuzetteln trägt er nichts zu den diskussionen hier bei. mach dir nichts draus und am besten ignorierst du seine dreckeleien einfach.
    im moment werden seine übelsten auswürfe auch mit schöner regelmässigkeit von der redaktion gelöscht, was ihn doch langsam etwas zu zermürben scheint.

  16. Eni sagt:

    @ Lea

    Vielleicht sollten Sie sich mal an die eigene Nase fassen

  17. Lea sagt:

    @Eni: ich fahre nie alkoholisiert.

  18. Eni sagt:

    @ Lea

    Da bin ich aber froh :-)

    Ich finde es trotzdem daneben, dass Sie sich darüber beklagen dass Sie beleidigt werden und selber hintelassen Sie die grössten Bugwellen

  19. Lea sagt:

    @Eni: “hintelassen Sie die grössten Bugwellen” finde ich eigentlich nicht. Aber ’selber in den Spiegel schauen’ akzepiere ich. das wollten Sie doch sagen, nicht?

  20. Fila sagt:

    Weniger als 1 Jahr hat der Blog gebraucht, um zu einem Tummelfeld von gefühlten zwei dutzend Selbstdarsteller jedwelcher Couleur zu verkommen. Was als interessantes und manchmal sogar lehrreiches Projekt begonnen hat, ist zu einem Schlachtfeld verkommen. Schade!!! Werde zukünftig wohl nur noch die meist anregenden Texte der “Mütter” lesen. Den Rest muss ich mir nicht mehr zumuten.

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