
Der Geburtstag ist wichtig. Nicht das Alter. Marilyn Monroe am 1. Juni 1956.
Unser Baby feiert heute seinen ersten Geburtstag. Und das erste Mal, das man ein Kind und sein junges Leben feiert, ist auch für die Eltern, speziell für die Mamas, etwas Besonderes: Weil man sich wieder an die letzten Tage der Schwangerschaft erinnert, an die Stunden im Kreissaal, an die ersten Wochen als Mutter, in denen man sich noch so fremd fühlte im Mutterkörper und in dieser neuen Rolle, in der man plötzlich wissen sollte, was dieses kleine Ding so braucht, und keine Ahnung hatte, woher um alles in der Welt man sich denn dieses Wissen beschaffen sollte.
Nun, es ging mir als Co-Autorin dieses Blogs ein bisschen wie als Mutter meiner Kinder: Ich kannte die Leitplanken, die ich setzen wollte. Darüber hinaus wusste ich wenig. Anfänglich nicht einmal, wie ich das hungrige Kind denn stillen könnte. Ich liess mich von der Entwicklung des Babys überraschen und passte mich ihm so gut ich konnte an. Ich hatte ein paar Sorgen, ja, auch ein paar schlaflose Nächte.
Überrascht hat mich in den 365 Tagen, und nach 260 Artikeln und über 23′000 Kommentaren vieles: Ein bisschen, wie schnell unser Baby laufen gelernt hat. Immer wieder, wie breit die Themenpalette in einem Elternblog sein kann, wenn man das Laufgitter herkömmlicher Erziehungstipps verlässt. Ziemlich verblüfft war ich über das Medienecho, das der Blog ausgelöste. Die ersten Interviewer vor einem Jahr fragten mich noch unverholen, ob Mamathemen den wirklich interessant genug seien für einen täglichen Blog. Heute fragen sie Professorinnen, warum ein täglicher Blog von und über Mütter ein solches Echo auslösen kann. Am meisten aber hat mich überrascht, wie stark der Geschlechterdiskurs in den Kommentaren stets hervorbricht. Und das nachdem auf Redaktionen jahrelang nur müde gegähnt wurde, wenn jemand ein Thema in diese Richtung vorgeschlagen hat.
Klar ist: Ohne seine vielen aktiven Mitschreibenden wäre der Mamablog heute nicht, was er ist. Deshalb möchten wir an dieser Stelle Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, herzlich danken. Fürs Lesen, fürs Mitdiskutieren, fürs Kritisieren.
Sorgen bereitet mir, dass einige wenige Kommentierende es immer wieder schaffen, eine konstruktive Diskussion zu torpedieren, indem sie unter der Gürtellinie auf einzelne Teilnehmer schiessen. Ich weiss, dass das auf dem Netz gang und gäbe ist. Und dass man das Problem mit der Spamstrafe lösen kann. Doch noch bin ich überzeugt, dass es auch anders geht. Stolz bin ich auf den Mamablog nämlich dann, wenn er zum gegenwärtigen gesellschaftlichen Diskurs etwas beiträgt. Ja, das sind hohe Ansprüche, die ich stelle. Aber man soll als Mutter an das Potenzial der eigenen Kinder glauben.
So und jetzt genug der mütterlichen Nostalgie und des erzieherischen Moralins. Schliesslich soll man Kindern, die laufen gelernt haben, genug Freiraum einräumen, um sich weiterzuentwickeln. Diesen Freiraum möchten wir dem Mamablog gewähren, indem wir ihn öffnen und den Leserinnen und Lesern eine Carte Blanche anbieten. Schreiben Sie im zweiten Jahr am Mamablog mit. Stellen Sie Ihre Themen, Beobachtungen, Erfahrungen hier zur Diskussion! Die Redaktion wird die Texte sichten, auswählen und publizieren.
Texte ( zwischen 1800-2500 Zeichen) an mamablog@newsnetz.ch
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Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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@Roland: Können sie haben mein lieber….!! hala….
@Tobi: Funkel, funkel kleiner Stern die Kiniakz haben Roland Strassers (Ex-)Freundin gern…
@Anastasia
Vorab: Ich habe nichts gegen Tanten. Sie halten das Familiensilber beieinander, haben tolle Schrullen und eignen sich wunderbar als Gotte und Götti, als Rosine im Erziehungsteig. “Die alte Tante von der Falkenstrasse” ist ja das Elysium meiner tippenden Finger und unter ihrem Rock schlüpfen dürfen und ein “Kürzel” zu erhalten wäre mir schier letzter Trost in diesem Jammertal.
Was Ihre “Tantigkeit” betriftt. Ich kenne Sie ja nicht, aber Tucho meinte: “Wer sich getroffen fühlt, der ist gemeint”.
Jaja, an alle die mir meine spontanene Tucho-Zitate wieder mit google, textlog und ähnlichem nachbessern wollen. Ich weiss.
@max: Auch ein Heise-Leser! Echtzeit-Internet? Folgendes Buch wäre da zu empfehlen:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/509/494841/text/
Die Rezensionen waren durchs Band gemischt- auch ich bin mir nicht so ganz im Klaren darüber, worin der Erkenntnisgehalt dieses Buches besteht. Aber lesen tu’ ich es gerade.
@max: Auch ein Heise-Leser! Echtzeit-Internet? Folgendes Buch wäre da zu empfehlen:
http://www.sueddeutsche.de/kultur/509/494841/text/
Die Rezensionen waren durchs Band gemischt- auch ich bin mir nicht so ganz im Klaren darüber, worin der Erkenntnisgehalt dieses Buches besteht. Aber lesen tu’ ich es gerade.
@giorgio girardet: “Die alte Tante von der Falkenstrasse” ist ja das Elysium meiner tippenden Finger und unter ihrem Rock schlüpfen dürfen und ein “Kürzel” zu erhalten wäre mir schier letzter Trost in diesem Jammertal.
echt? auch heute noch? die alte tante ist doch unterdessen recht tattrig und auch etwas verwirrt geworden, und auch körperlich nicht mehr so gut beeinander… auch wurde ihr von ihren neoliberalen neffen und ein paar nichten doch ziemlich übel mitgespielt. kurz: sie ist schon seit längerem nicht mehr die alte.
@ Nicole Althaus
@ Michèle Binswanger
Lesen sie eigenlich alle Kommentare?
Ich hab es gearde getan. Ein zweifelhaftes Vergnügen.
Im wesentlichen schliesse ich mich den folgenden Beiträgen an und bitte sie diese ebenfalls (nochmals) zu sichten:
Tommaso 9. März 2010 um 10:41
xyxyxy 9. März 2010 um 12:59
Maya 9. März 2010 um 13:159
blackball 9. März 2010 um 13:41
lulu 9. März 2010 um 14:12
markus 9. März 2010 um 14:41
michael 9. März 2010 um 15:14
gargamel 9. März 2010 um 15:50
michael 9. März 2010 um 16:16
Widerspenstige 9. März 2010 um 16:43
Monato Roddenberry 9. März 2010 um 17:14
Alexander 9. März 2010 um 20:54
Mein Eindruck ist das es zu Anfang besser war. Ihrer auch?
Es gibt kaum noch eine Diskussion die sich auf das ürsprüngliche Thema bezieht. Nach etwa 20 Kommentaren kommt man vom Thema ab, kommt zu Hitler, den 68er und irgendwelchen Frau – Mann Geschlechterkämpfen. Die üblichen Verdächtigen trollen sich, schlagen sich unter die Gürtelline und ein paar unentwegte appelieren and Fairness und Anstand. Zwischendurch ein wertvoller Beitrag, der aber unentdeckt bleibt.
Jaja, man kann die Kommentare auch überscrollen, aber das ist etwa gleich mühsam wie der Schnellvorlauf in der Werbepause im Film. Mühsam, und es besteht das Risko das man zu weit spult und was interessantes verpasst.
Wieso ich mir den Mamablog denoch ansehe und diesemal sogar durch all die Kommentare druchgegangen bin?
Weil ich immer wieder hoffen, doch etwas interssantes zu finden. Zu Anfang war das oft der Fall, in letzer Zeit bleibt die Suche oft erfolglos.
Es kann doch auch nicht in ihrem Interesse sein, dass die Diskussion immer nach dem gleichen Schema verläuft und das der Kommentar Thread vom Donnerstag problemlos mit dem demjenigen vom Dienstag getauscht werden kann? Wozu scheiben sie sonst den täglichen Artikel?
Zur Klarstellung, ich hab nichts dagegen wenn eine Diskussion vom Thema abkommt und sich Herr A und Frau B sich in Details verlieren und sich an Nebensätzen aufhängen. Wenn die zwei vom Fach sind und sich dabei Expertenwissen um die Ohren schlagen kann das auch für Laien interessant sein. Falls nicht, kann man in diesem Fall den A und B Dialog auch überspringen und den Rest weiterlesen.
Vorschläge:
– Sie richten einen Chat ein in dem sich die üblichen Verdächtigen die Kommentare im Minuten Takt um die Ohren schlagen dürfen.
– Die Kommentare zu dem Tages Blogthema werden mit 1 Std Verzögerung geschalten (oder je nach Reputation auch kürzer). Das zwingt die Kommentatoren dazu, sich ihren Beitrag sorgfältiger zu formulieren (damit dürfte auch die Edit Funktion an Nachfrage verlieren).
Folge: weniger, aber längere Beiträge, hoffentlich besser formuliert, und weil man sich Zeit nimmt besser dokumentiert, referenziert.
– Kommt eine Diskussion vom Thema ab, wird sie an einen anderen Bereich gezüglet (nicht gelöscht, da sonst Zensuraufschrei)
– Kommentatoren haben die Möglichkeit andere Kommentare zu bewerten, positiv oder negativ (wegen Anstand oder off topic). Das würde ihnen den Überblick und eine mögliche Moderation erleichtern.
Ihr Kommentare dazu? Was sind Ihre Ideen dazu, im zweitletzen Abschnitt “dass es auch anders geht”, was meinene Sie damit?
Ansonsten finde ich den Blog sehr gut, deswegen hab ich mir nun auch die Zeit für das obige genommen.
Noch ein verspätetes Happy Börtdei.
Und Dani Kobler weiss natürlich, wer die Experten sind, die sich äussern dürfen und welches Wissen sie mitbringen müssen, um als Experten zu gelten.
@ marcel
hmm…, max’ texte wären zuweilen wirklich lesenswert, wenn nur das ende nicht immer so absehbar wäre. jüngst gab es zugegebenermassen ein paar ausnahmen. und er bewegt sich doch!
poetisch und literarisch interessant ist die rauheit und authentizität von heidi reiffs beiträgen. wie sie kürzlich beschrieb, dass sie manchmal alleine zu hause trinkt und dazu “pafft”, das war berührend in einfachen worten. aus ihren texten könnte man herrliche lieder machen – aus max’ beiträgen oftmals bloss fanfarenstösse und dazu stolziert ein pfau mit geschlagenem rad herum und zeigt bei jeder drehung seinen blossen hintern.
etwas erstaunt hat mich die tatsache, dass obwohl hier immer wieder so viele bücher zitiert werden, es nur wenige schafften, einen dem anlass gerecht werdenden geburtstagsgruss im thread zu hinterlassen. über so eine geburtstagskarte hätte ich mich nicht recht freuen können. geburtstage sind festtage – keine feedback-tage. dafür gibt’s das ganze jahr über gelegenheiten.
@Anastasia C.
Also wenn Sie ihre aufgemotzte Berufskleidung als Bardame mit Ambitionen auf riesige Trinkgelder von älteren Herren beschreiben — ja dann sehe ich Sie so richtig als männermordenden Vamp vor mir. Ob das mit Lilith gemeint ist?
@Max: So aufgepimpt, wie in Ihrer Fantasie laufe ich nicht umher, da muss ich Sie entäuschen. Nee, ich stehe einfach auf gute Gruselgeschichten und die Bibel bildet da `ne ganz gute Grundlage.
@Anastasia C.
Sie sind diejenige, die regelmässig auf ihre schicken Klamotten aufmerksam macht und dass die bei den älteren Herren reichliche Trinkgelder auslösen (bei mir übrigens nicht, weil ich in keinen Bars verkehre).
Ja, Sie finden dort lauter gruslige Geschichten. Mord, Totschlag, Inzest, Krieg, Verrat, Betrug alles das kommt nirgends so gehäuft vor wie im Alten Testament, ausser noch im Blick.
@Max: Ich mach das nicht regelmässig darauf Aufmerksam,sondern nur sporadisch. Das ist ein Unterschied. Und so reichlich sind die Trinkgelder übrigens auch nicht…
Also Dani Kobler weiss Bescheid, er ist unser Weg, unser Licht und die Herrlichkeit, amen.
Free your mind- aber nur für Auserwählte.
Aha.
Jiddische Lieder
Ich hab eine CD von Zupfgeigenhansel, der singt jiddische Lieder “chob gehert sogn”. Arbetslose-marsch ist recht eindrücklich, ich bin und war seit eh und jeh auf der Seite der Arbeiter. Ich mag die jiddische Sprache sehr. Geigenmusik mag ich sehr vorallem Zigeunermusik, die Räder drehn sich……..
“jorelang gearbeit schwer, un geschafft als mer und mer
haiser schlesser stedt un lender far a haifele verschwender
unser lon dafor is wos? hunger not un arbetlos!
Eins zwei drei vier…
Sorry für den Ausbruch; die CD ist wirklich gut. Habe sie seit bald 20 jahren nicht mehr , aber die Texte hallen immer noch nach.
@Dani Kobler
Ich fürchte weder Frau Binswanger, noch Frau Althaus werden eines ihrer KInder vernachlässigen, um die von Ihnen im sauren Schweiss erarbeitete liste “gruusiger Kommentare” auch nur nochmals anzuschauen. Gehen Sie hinaus, lächeln sie einer Frau zu, tun Sie was tüchtiges, mit solchen Kommentaren landen sie höchstens in der Vorhölle der Mucker als vierter Untersekretär, der die Datengrundlage für die Plädoyers des Teufels für das jüngste Gericht zusammentragen muss.
Dies ist ja das schauerliche am Netz: es ist jüngstes Gericht in Echtzeit. Seit einiger Zeit fomieren sich hier ständig spontane Demos der Selbstgerechten, die “Kreuzige, Kreuzige ihn” rufen. Und es hat wie immer bei diesen Rufen, eine innere Logik, dass es den falschen trifft. Da hantieren ja schon einige mit Begriffen wie “Forensik” uhlala: zuviel CSI und deutsches Unterschichtsfernsehen konsumiert?
@Giorgio …. ad hominem
Lea kennt sich richtig aus mit Internetsubkulturslang.
… aber ob sie die Begriffe hinter den Wörtern versteht, das bezweifle ich.