
Es isst zusammen, was zusammengehört: Szene aus Ang Lee's «Eat Drink Man Woman» (1994).
«Wenn Kinder das Normalste auf der Welt wären, könnten wir uns diese Diskussion ersparen», schrieb ein Kommentator gestern. Er trifft den Nagel auf den Kopf. Kinder gehören zum Leben. Aber selbstverständlich nicht überall hin. Abends nicht in eine Bar. Im Wellnesshotel nicht in die Sauna, zum Wickeln nicht auf den Tisch. Und weil die meisten Menschen einen durchaus normalen Umgang mit Kindern pflegen, gibt es auch im kinderarmen Zürich Orte, an denen Familien willkommen sind. Dazu gehören bei Weitem nicht nur die Migros- und Cooprestaurants oder McDonalds-Filialen.
Damit die guten Tipps, die gestern und heute verstreut im Thread erschienen sind, nicht verloren gehen, beherzige ich den Versöhnungsvorschlag einiger Leserinnen und Leser und rufe Sie alle dazu auf, Ihre Lieblingsbeizen, die netten kinderfreundlichen Quartiercafés und sonstigen Orte zu posten, in denen Sie sich mit Ihrem Nachwuchs willkommen fühlen.
Meine Lieblingspizzeria in Zürich heisst «Da Michelangelo» und befindet sich an der Gertrudstrasse 37 im Zürcher Kreis 3. Im grosszügigen Lokal, das einst Ämtlerhalle hiess und eine Quartierbeiz war, wird Italianità nicht herbeigeredet, sondern gelebt und serviert. Geburtstage werden gefeiert, Familien kommen zusammen, Pärchen treffen sich und zwei grosse Tische sind reserviert für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ein Nebeneinander und Miteinander, das laut dem Capo problemlos ist. Denn: Die meisten Familien kommen am frühen Abend, essen mit dem Nachwuchs eine Pizza, und wenn gegen 20 Uhr die Kinderlosen und Pärchen eintreffen, bezahlen sie und bringen die Kids ins Bett.
Und wie lauten Ihre Lieblingsadressen?


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und erwartet ihr erstes eigenes Kind.
Jeanette Kuster ist Redaktorin bei einem Fachmagazin, freie Journalistin und Mutter eines zweijährigen Mädchens. Vor der Geburt ihrer Tochter war sie bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Jeanette Kuster lebt mit ihrer Familie in Zürich.
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Wie ich mich freue – nach langen 6 Jahren – wieder einmal die Schweiz und Zuerich zu besuchen. Kann wohl auch laut sagen, dass ich mein Leben hier Malawi in keiner Weise mit meine “alten” Leben in der Schweiz vergleichen laesst.
Der TA/Mamablog begleitet mich jeden Tag hier in der Ferne. So habe ich vorerst amuesiert, dann zunehmend besorgt die Bar/Restaurant Diskussion mitverfolgt.
OH NO! Im Mai treffe ich mit meinen zwei Kleinkindern in Zuerich ein. Beware, beware!
Wo kann ich denn beruhigt meinen ersten Kaffee trinken und ein lang ersehntes Butter-Gipfeli essen ohne rausgeworfen und beschimpft zu werden? Vorschlaege? Vielleicht muss ich das gleich am Flughafen “hinter mich bringen”, da das Umfeld da internationaler – sprich toleranter – ist?
Das koennte vielleicht ueberhaupt die Loesung sein. Der Flughafen oder der Hauptbahnhof bietet alle Einkaufsmoeglichkeiten und genuegend Gastronomie um alles unter einem Dach zu erledigen.
Der Flughafen oder Bahnhof als Familien-Erlebnispark. Wie waere denn das? Und das Beste daran muss wohl sein, dass man einfach so tun kann als ob man auf einen Flugzeug oder Zug wartet. Nehme doch mal an, Kinder sind dann akzeptabel? Oder?
Schade nur, dass noch kein Unternehmer auf die Idee kam Uebernachtung direkt in dieser kinderfreundlichen Umgebung anzubieten. Wir koennten uns dann direkt dort einmieten und somit wuerden wir nicht zur weiteren “Kinder-Verseuchung” der schicken Zuercherischen Lokalitaeten beitragen.
Anyway. Habe mir trotzdem schon mal alle Namen der “kinderfreundlichen” Beizen aufgeschrieben. Man weiss ja nie, wann man die Nase voll hat und den Flughafen/Bahnhof mal verlassen will. Hoffe doch sehr, meine Kinder werden sich dann in den oeffentlichen Verkehrsmittel “Schweizerisch” genug verhalten.
Mir bricht jetzt schon der Schweiss aus!
Wie ich mich gefreut habe – nach langen 6 Jahren – wieder einmal die Schweiz und Zuerich zu besuchen…
@Corinna: internationaler=toleranter? da lachen ja die hühner.
Ist natürlich einfach als weisse im busch tolerant aufzutreten. malawi hat 11.9% AIDS-rate, 6.3 kinder pro frau geburtenrate und die mehrheit der bevölkerung lebt von weniger als einem US-$ pro tag und würde ohne IMF und Weltbank gar nicht überleben. homosexuelle werden verhaftet etc.etc…..da lob ich mir ehrlich gesagt mein zürich.
@Roland Strasser: um so eine hohe AIDS-rate zu finden muss man garantiert nicht in den Busch. Sehen Sie sich doch mal Odessa an!! Einst war es das Marseille des Ostens und heute hat es die höchste Rate von HIV-Neuinfizierten von ganz Europa(17,8%!!).
@Susi
Und Corinna, versperren Sie mit Ihren Kindern den herumeilenden Pendlern ja nicht den Weg! Aber sonst ist die Idee gar nicht mal so schlecht…,
@Corinna
um Himmels willen bleiben Sie einfach ganz normal und sich selber, das letzte was die angeblich besonders coolen Gebiete hier noch brauchen, sind noch mehr coolgesinnte, das wird ja allmächlich zu einer Seuche
ich hoffe jedenfalls dass Sie eine entspannte Zeit verbringen können, ein paar Normale gibts sogar hier…;-)
@Anastasia C.
Solange die hohe AIDS-Rate nicht an der Langstrasse unter den Höhrern von Porno-Rap ausbricht, bin ich nicht so besorgt. Malawi ist weit weg und hat ausser AIDS noch andere Probleme.
@Max: Da müssen Sie sich echt keine Sorgen machen. (Noch) reicht die Aufklärung in den Schweizer Schulen aus.
Eigentlich braucht es keinen Restaurantführer, es ist doch eigentlich klar, dass wenn man als Familie irgendwo essen geht, dass man als erwachsene Person nicht nur sich sieht, sondern sich auch drum kümmert, dass die Kinder beschäftigt sind. Meistens sind die kleinen Persönchen ja früher fertig mit essen und langweilen sich. Es gibt Restaurants, die haben eine Spielecke, Malzeug usw. oder sogar einen Spielplatz aber man kann nicht erwarten, dass jedes Restaurant zur Kinderunterhaltung beitragen muss. Denn eigentlich ist das Restaurant nicht verantwortlich, dass die Kinder unterhalten sind, sondern die Eltern sollten was zum Beschäftigen dabei haben!
Meine Eltern hatten für mich ab einem gewissen Alter immer Malstifte und ein Malbuch oder sogar vielleicht ein Buch um zu lesen dabei. Sie haben sich auch mit mir unterhalten, allenfalls hat man den Tag nochmals durchgesprochen usw. So war ich beschäftigt, Ich glaube, ich habe damals niemanden gross gestört. Weder die Leute an meinem Tisch, noch die nebenan..
Meiner Meinung nach ist dieses “Kinder-im-Restaurant-nicht-erwünscht-Problem” (geht auch ein bisschen Hand in Hand mit dem “Kinderwagen-im-ÖV-nicht-erwünscht-Problem” auch zum Teil darauf zurückzuführen, dass in den letzten paar Jahren so riesige Offorad-Kinderwagen verkauft wurden und werden. Natürlich sind sie praktisch, haben Stauraum und x-beliebige Möglichkeiten usw., ABER sie brauchen wirklich enorm viel Platz!
Und sehr viele Lokale sind ziemlich eng gestuhlt. Wenn man sich dann zwischen 2 Tischen an einem grossem Kinderwagen vorbeidrücken muss um aufs WC zu gehen (oder als Serviceangestelle/r noch bedienen sollte), dann ist das 1. für die Eltern stressig (oh, mein Kind könnte aufwachen o.ä. und die Leute runderhum stören) sowie wahrscheinlich auch für die andere Person unangenehm. Wer will schon das Kind wecken oder aber böse Blicke ernten, weil man an den Kinderwagen rangekommen ist. Oder weil man die Leute am anderen Tisch anrempelt oder den Tisch anstösst usw.
Auch denke ich, dass man schon differenzieren muss, ob das Restaurant kindgerecht sein will (im Sinne von Kindersitzen, Kinderportionen, Wickeltisch, Spielzeug usw) ist, oder ob es sich ganz einfach auf ein anderes Klientel eingestellt hat (dann muss man sich halt ein anderes Lokal suchen). Oder es nur schon am Platz mangelt um das Kindgerecht “richtig” zu machen (z.B. ein kleines Café mit wenig Verkehrsfläche und superkleinen WC’s usw).
Nicht zu vergessen: ist ein Restaurant/Kaffee ist schlussendlich immer “nur” ein Lokal um sich zu verpflegen… Aber wenn es für alle gemütlich und wohlig ist, umso besser.
@ Anastacia C.
Nein, leider reicht die Aufklärung schon lange nicht mehr!!!!!! Sobald die Frau sagt dass sie die Pille nehme verzichtet Mann noch so gerne auf Kondome bei One Nights Stands. Wenn man dann ‘nur’ Eltern wird hat man noch Glück gehabt, aber es könnte auch HIV als Andenken geben oder andere ‘niedliche Tierchen’
@ Roland
Du hast ja recht und bist gut informiert. Und bei toleranteren Auslaendern habe ich ja eigentlich auch nicht von mir gesprochen. Ich bin naemlich nicht sehr tolerant. Muss aber schon auch noch sagen, mit dem Kinder kriegen ist auch die Toleranz gewachsen. By the way: woher weisst du denn das ich weiss bin. Es gibt auch schwarze Schweizer…
@Anonymus: Alle die ich kenne (bis auf einen Trottel) nehmen bei ONS den Pariser. Und auch sonst denke ich,das meine “Hommez” und ich gut aufgeklärt sind.
Hallo zusammen
Möchtet Ihr diese Diskussion über AIDS, Rassismus etc. nicht an einem geeigneten Ort ausfechten?
Es ging hier mal um familienfreundliche Restaurants – erinnert ihr Euch noch?
Ist nicht ganz Down-Town Zürich, aber in der Tomate in Dietikon fühlt man sich auch mit Kindern sehr willkommen. Im Sommer draussen auch mit Spielplatz
.
Lieber Tages-Anzeiger,
ich möchte hier einmal festlegen, dass ich die Möglichkeit Kommentare zu Kolumnen oder sogar News-Artikeln abzusondern, einen kompletten Schwachsinn finde. Das Resultat können sie unten nachlesen. Peinlich und unnötig. Und dazu noch in höchstem Masse populistisch und gibt den Eindruck, wie wenn sich der Tagi jeglicher Verantwortung, die ihre Publikation innehält, scheuen würde.
Eine Zeitung wie der Tagi (auf jeden Fall zu jener Zeit, in der ich Abonnent war) hat dies nicht nötig! Es bringt rein gar nichts. Ich möchte lieber wissen, welche Position eine Zeitung selber hat. Und wenn der Tagi denkt, er hat nur neutral und nichtssagend zu sein, nur weiter so…
Oder macht dann nur eine eigenständiges Forum, wo Leute ihre eigenen Threads eröffnen können, die aber nicht mit der journalistischen Arbeit verlinkt sind. Oder ganz abschalten.
Danke…oder auch nicht
@ Heidi Reiff: Ihren Kommentar habe ich schon mal gelesen. Seine Fuesse macht man sich nicht von hohen Hacken kaputt, sondern von billigen Schuhen. Ein guter Schuh kann sehr wohl Absaetzte haben, denn schlussendlich kommt es auf das Leder und auf den richtigen Winkel drauf an. Und Qualitaet hat halt nunmal seinen Preis. Haesslich auszusehen bedeutet noch lange nicht, dass man dadurch gesuender lebt.
Bezueglich Restaurants machten wir gute Erfahrungen im Hotel Sonne in Kuesnacht, vor allem auch im Sommer auf der Terrasse. Ansonsten kann ich das Cafe Terrasse am Bellevue am Sonntag empfehlen. Da treffen sich ein haufen Menschen mit Kleinkindern zum Brunch. Und die Pizzeria Vesuvio am Kreuzplatz.
Grundsaetzlich bin ich ebenfalls der Meinung, dass unsere suedlichen Nachbarn mehr Verstaendnis und schlichtweg Herzlichkeit gegenueber Kindern aufbringen als unsere noerdlichen.
Lieber TA,
was soll das? In Erwartung einiger guter Restaurant-Tipps habe ich ausnahmsweise die Kommentare lesen wollen. Davon ist kaum etwas zu finden, dafür blöde, gehässige, feindselige und vor allem überflüssige Statements. Warum könnt ihr nicht die Spreu vom Weizen trennen? Muss hier jeder Müll publiziert werden?
welch frust sich in dieser stadt befindet
hier eine super adresse zum gut essen mit kinder
trattoria emilia, 8047 zürich
en guete und viel spass
jeeeez…. downtown switzerland hat gesprochen…. ich bin alles andere als lokalpatriotin, ausserdem schon ne ganze weile nicht mehr in der schweiz wohnhaft. aber dass hier mit einer ausnahme (basel) echt nur von zürich und umgebung gesprochen wird, ist schon ein bisschen beängtigend, nicht?!
@ mathilda.m
Das liegt daran, dass dieser Bloc ein Bestandteil vom ‘Zürcher Tagblatt’ bildet. Beim ‘UrnerBoten’ wäre es dann wahrscheinlich etwas Uri-Lastig
An Stelle von Wortgefechten könnte man auch einfach die Restauranttipps auf http://www.familienleben.ch/wasistwo eintragen und anderen Familien ermöglichen die Tipps auf der Karte zu entdecken. Schlussendlich muss man doch so oder so selber vorbeigehen und schauen ob man es als familienfreundlich empfindet.
Wir suchten im Oktober mit unseren beiden Liebsten das Kinderzimmer der Pizzeria Choucas in Leukerbad auf. Wie der Zufall so wollte war an diesem Tag der Zauberabend mit Hörbi Kull, von der Zauberschule Zürich. Es war ein genialer Abend für die ganze Familie. Wir wurden mit einem feinen Stück argentinischem Fleisch und Close-Up Zauberei am Tisch verwöhnt, während sich unsere zwei “Wilden” im Ballgehege und den Rutschen vergnügten. Ich kann dieses Restaurant mit gutem Gewissen empfehlen.
Ich habe übrigens erfahren dass Hörbi Kull die ganze Wintersaison 2010/2011 in der Pizzeria Choucas zaubern wird. Wir freuen uns auf den nächsten Besuch Mitte März..
Tipp: Unbedingt früh reservieren und angeben dass man im Choucalino Club reservieren will. Am besten wenn man als Familie zwischen 17.00 Uhr und 19.00 Uhr essen geht.
Link zur Website: http://www.choucas.ch
m Herbst 2011 ist es soweit! Der Choucalino Kinder-Grill!! Choucalino präsentiert euch seinen neu erstellten Kinder-Grill. Unsere neue Kinder-Attraktion “Grill deine Cervelat selbst” ist ein absolutes Erlebnis. Unser Kellner überlässt den Kindern einen langen Spiess mit einer knackigen Cervelat, einer typisch Schweizer Wurstspezialität. Die Kinder können diesen Cervelat-Spiess selbständig grillieren und die fertig gegrillte Köstlichkeit anschliessend mit diversen Saucen verfeinern.
weitere Infos auf: http://www.choucas.ch