
Chris von Rohr, 58, Schweizer Rock-Musiker und Musikproduzent, ist Vater einer Tochter, der bald neunjährigen Nilou. Von Rohr schrieb Bücher («Hunde wollt ihr ewig rocken», «Bananenflanke») und amtete als Jury-Mitglied in den ersten «MusicStar»-Staffeln. Von Rohr lebt in Solothurn.
Morgen schreibt an dieser Stelle die Schriftstellerin Zoe Jenny. Lesen Sie auch die bereits erschienen Beiträge: «Das dreckige Dutzend» von Mona Vetsch, «Kränkung bei Kerzenschimmer» von Bänz Friedli und «Schenken und schenken lassen» von Christine Maier.
Klar, es gibt immer Gründe, warum eine Mutter ihrem Kind nicht viel Zeit widmen kann oder will. Aber heute singen wir das hohe Lied der Mama. Letzthin traf ich eine Frau im Zug – eine Full-Time-Mutter. Meiner Meinung nach der anspruchsvollste und wichtigste Beruf in unserer Gesellschaft. Warum? Die Mutter vermittelt soziales Verhalten, Grundwerte, Wissen über die Welt, über die Ernährung, die Natur, über Sinn und Unsinn, über dies und das. Kein Lehrer, kein Heim, keine Psychoanstalt und kein Gefängnis kann eine gute Kinderstube ersetzen. Da passierts, da werden die Weichen gestellt und die Mutter ist nun mal meistens die nächste Person eines Kindes in den Anfangsjahren. Sie bringt mit ihrem Herz und ihrem Beispiel die Augen der Kinder zum leuchten, und gibt ihnen das Gefühl des Willkommenseins, den Boden und die Sicherheit, während das «starke» Geschlecht oft irgend einem Wahnsinn im Leben nachjagt.
Mir ging das Herz auf, wie diese Frau von ihren Kindern sprach: «Zeig ihnen jeden Tag etwas, das dich glücklich macht, das dir wirklich Freude bereitet. Deine Begeisterung, deine Gelassenheit sind ansteckend. Sie lernen die Kunst von dir.» Oder: «Wenn du sie zu fest drängst und zutextest werden sie zerbrechen und ihre eigene Stimme nicht mehr hören». Da war so viel Wärme und Wahrheit, die reinste Freude. Sie wusste um die kleinen Sensationen und Feinheiten, die dem Leben erst den tieferen, nahrhaften Sinn geben und war, trotz vielen schlaflosen Nächten, wach und erfüllt.
In diesem Moment wünschte ich mir für alle Kinder dieser Welt so eine Mutter. Einfach einen feinfühligen, warmherzigen Menschen, der für sie da ist, wenn der raue Wind dieser konfusen, kalten, auf Gewinnmaximierung ausgerichteten Welt ihnen ungefiltert ins Gesicht weht. Ein Mensch, der den Nachkommenden die wertvollen, bleibenden Werte vermittelt, der ihnen Zuversicht, Sinn und Glanz verleiht. Inhalte und Vertrauen an das Leben. Das hat nichts mit materiellen Gütern zu tun, es geht um was viel Grösseres und Wichtigeres: um Herzöffnung, Ruhe und ums Zeithaben. Wir können unseren Kindern zum Start ins Leben nichts Besseres und Wertvolleres geben.
Versteht mich nicht falsch, ich behaupte hier nicht, dass jede Frau zurück ins Daheim an den Herd gehört. Das muss der Mensch für sich selbst spüren und bestimmen. Auch respektiere ich die Entscheidung einer Frau, die keine Kinder will. Ich verstehe auch, wenn aus finanziellen Erwägungen oder Karriere-Gründen in Partnerschaften beide arbeiten wollen, Mann und Frau. Jedes Lebewesen hat sein Schicksal, seinen Weg, und das sollten wir achten. Was ich aber hier klar und deutlich sage ist: Bitte mehr Respekt und Beifall für den total unterschätzten, oft belächelten Beruf Mutter! Das ist kein Nebenjob! Wer ihre Arbeit, ihr ewiges Dranbleiben, ihr konstantes Dasein für fast alles, ihr Herzblut und ihr Verzicht auf Vieles nicht zu würdigen weiss, ist für mich ein unwissender oder undankbarer Mensch. Denn merke: Ein Mann und eine Frau können alles haben, aber sehr selten alles gleichzeitig! Und mögen Menschen, die heute nebst ihrer Berufskarriere noch Kinder haben wollen, sich einfach mal überlegen, was das dann im Alltag heisst. Es ist die Liebe und das Beispiel, das man gibt, welches prägt und später zurückkommt. Oder eben nicht.
Man hört und liest es überall: Wir haben einen Erziehungs-Notstand. Es ist traurig, passiert täglich und überall: Die Kids bekommen den Stress, den Frust und den Hass ihrer Eltern ungefiltert zu spüren und schlagen zurück. Ein scheinbar endloser Teufelskreis, ein schwarzer Kelch, der von Generation zu Generation weitergereicht wird. Die Resultate sehen wir zunehmend auf den Strassen, in allen Medien und Supernanny-Shows. Letzthin sagte die kinderlose TV-Talkmasterin Oprah Winfrey: «Ich treffe immer wieder Frauen, die Kinder haben und sich eines Tages fragen, ob ihnen das Leben noch mehr hätte geben können.»
Meine Antwort: Ja, Oprah, vielleicht eine wirklich schöne, geborgene Kindheit mit einer Mum oder einem Dad, der für sie da ist. Was im Normalfall dabei rauskommt, ist die natürliche, unverfälschte Liebe deines Kindes zu dir. Und sogar ich als Vater, der ich noch allzu oft im Aussen herumstürchle und nun wirklich einiges in meinem Leben erlebt und gekostet habe, weiss: Es gibt nichts Stärkeres, nichts Schöneres, als wenn dein geliebtes Kind erwidert, was du ihm gibst. Und dich liebend umarmt.
* Ray Charles (1930 – 2004)


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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@Pipi Langstrumpf
Ja aber sie hat ja erzählen können, wurde ja wahrgenommen, wenn sie ihren Freitod nur vorspielen würde, dann nimmt sie sich ja dieses Ventil des Erzählen können wieder, das macht für mich keinen Sinn. Wenn du aber recht hast mit deiner Annahme, so kann es durchaus sein, dass es keinen Sinn machen muss.
Ich gebe dir Recht, dass Kindesmissbrauch in jeglicher Form das schlimmste Verbrechen ist, ich denke, dass eine Menschenseele sich davon ein Leben lang nicht richtig erholen kann.
@Pipi Langstrumpf
So in der Art von: Katharina möchte sich outen, ihre Geschichte zum Diskussionsthema machen und will nicht mit eigenem Namen dazustehen, sondern einfach schauen, welche Reaktionen kommen?
Ich weiss nicht genau, in welcher Art. Solche Abläufe entwickeln ja eine Eigendynamik, sind mehr emotional- als vernunftgesteuert.
Viele Multiple wissen auch gar nicht, dass sie multiple sind, sie haben einfach immer wieder Lücken in der Erinnerung, unerklärliche Ausfälle.
Ich lasse mich hier mit meinen Mutmassungen auch auf die Aeste hinaus, weil ich die Umstände nach wie vor nicht kenne.
@Auguste: ich finde aber auch, dass Lea einigermassen verständnislos auf ihre “sie leben noch, da bin ich aber dankbar” Äusserung reagiert hat. Mir schien eher dass hier jemand Neuer entweder einen ähnlichen Stil hat, oder kopieren möchte. Ausser mit Dr House Hinweisen kann ich nicht viel anfangen, da wir kein TV haben, und all diese Serien vor dem kleinen Comipschirm reinziehen ist doch nicht so das Wahre. Falls es nun so wäre wie Sie und Pipi und andere vermuten, dann bin ich wohl das perfekte Mittel zum Zweck, wobei ich mich nach dem posten der Danksagung nicht mehr gross engagieren möchte, ausser ehrlich gemeinte Kommentare zu kopieren und Elena zu schicken.
Marcels Aussage bezog sich auf Äusserungen in einem der Gewaltthreads wo sich Katharina aus der Diskussion zurückzog. Für ihn klang Elenas post authentisch, so wie er es aufgrund seines Berufsalltages erwarten würde. Ich habe von beiden Frauen die vollen Namen mit Geburtsdatum, soll ich das nun bei irgendeiner Suchmaschine eingeben? Und wenn ja bei welcher? Und was genau würde das dann in welchem Fall nachweisen oder ent-beweisen?
Ich habe mir überlegt, dass der Zeitpunkt des Todes kein Zufall ist. Ein neues Jahr, viele Menschen brechen auf zu neuen Ufern, fassen Mut etc., Elena könnte auch Mut gefasst haben und entschliesst sich, “Katharina, die Verzweifelte” sterben zu lassen. Um dem Ganzen Nachdruck zu verleihen, für sich selbst, inszeniert sie den Tod im Netz. Wir waren Zeugen ihres Leids und werden nun Zeugen ihres Todes, nun kann sie einen Neuanfang machen.
@Brunhild Steiner
Ich finde, Sie haben es richtig gemacht. Ich überlege mir, ob es in den USA öffentliche Zivilstands- oder Sterberegister gibt. Das wäre die einzige Möglichkeit, etwas zuverlässiges anhand der Geburtsdaten herauszufinden.
@Pipi: einen Neuanfang kann ich nachvollziehen, aber warum sollte sie sich dann in einen mail Kontakt mit mir stürzen? Viel Zeit um neu anzufangen bleibt da im Moment nämlich nicht mehr neben all den Terminen die ihr rundherum noch das Überleben sichern.
hmm…, brunhild steiner, ich teile pipi langstrumpf’s gedanken von 22.48h weit gehend. das wäre auch mein plausibelstes szenario aufgrund meines wissenstands. gewaltsamer tod wird von amtes wegen untersucht. vielleicht brächte eine anfrage beim LAPD (Los Angeles Police Department) eine klärende antwort. namen, geburtsdaten, ungefährer zeitrahmen der tat sind ja
vorhanden. möglicherweise könnte auch das schweizer konsulat, wen es eines gibt in l.a., etwas zur klärung beitragen, ob es einen selbstmord einer ch-bürgerin um den jahreswechsel herum gab. die ch-botschaft wäre sicher auch informiert worden. in jedem fall sollten noch ein paar der vorliegenden fakten überprüft werden.
@Auguste: okay, ich schick mal meinen Privatdetektiv los, ehm, übernähmen Sie eventuell einen Teil seines Honorars?
Der verlangt immer so unverschämt viel!
@Brunhild
wenn du überzeugt bist, dass alles authentisch ist, dann mach doch einfach, was dein Bauch dir sagt. Wenn wir alle an der Nase rum geführt worden sind, was soll’s? Wir tragen sicher keinen Schaden davon, wenn es jemandem dadurch besser gehen sollte, oder?
hmm…, brunhild steiner, rennt sam spade eigentlich immer noch dem malteser falken hinterher? der schien mir nicht der teuerste zu sein. oder wenn rockford noch in seinem wohnwagen in santa monica lebt…
nein, ich glaube eine einfache e-mail anfrage bei der ch-botschaft in washington würde wahrscheinlich schon genügen. die schulden uns sowieso noch was, weil sie den us-sturm aufs bankgeheimnis nicht mal im ansatz erkannt haben – die schlafmützen.
@Brunhilde: Der Mailkontakt mit “ausgerechnet” Ihnen wurde gewählt, weil sie die nötige Empathie haben, da sind ja ganz real Bedürfnisse vorhanden. Sie haben sicher nichts falsch gemacht, wenn Sie sich darauf eingelassen haben.
Der Tagesanzeiger könnte in dieser Sache beim Konsulat vorstellig werden, das wäre wohl der schnellste Weg, es braucht keinen Privatdedektiv.
Ich finde es auch nicht so schlimm, wenn ich im Netz an der Nase herum geführt werde, damit rechne ich grundsätzlich. Was ich glaube und was nicht, kann ich immer noch selbst entscheiden.
hmm…, brunhild steiner ich habe grad noch etwas rumgegoogled und bin da auf dieses silver lake gestossen – ein künstlerviertel in l.a. nähe sunset blvd. im dezember habe ich mit rahel rund um den “schuh des manitou” film rumgeblödelt und im verlauf brachte jemand dieses silver lake ins spiel in anlehnung an einen andern karl may film. ich hab dem damals keine bedeutung beigemessen. aber vorher habe ich in einem artikel im l.a. weekly etwas über einen sekten-selbstmord in silver lake gesehen. ich muss nochmal in den jenseits der stille thread nachsehen, wer mit dem stichwort silver lake rein kam.
Macht mal langsamer! auguste schlug früher am Abend das richtige vor:
Abwarten, Tee trinken und schauen, wie sich die Dinge von selber entwickeln
Thomas sagt:
24. Dezember 2009 um 13:09
…@kat und von wegen winnetouch: wir suchen immer noch den schatz am silbersee (silver lake)…
Katharina sagt:
24. Dezember 2009 um 16:11
@Thomas, Thomas, Thomas & Co:
Winnetou, Douchebag, Badewanne und Hombre…… Der Schatz im Silbersee suchen….. Und ein weiterer Thomas mit dem falschen Teletubbies link “http://www.teletubbies.br” schreibt dann “der Beitrag war sogar sehr gut! er passt zu k.s esoterischem gequassel. übrigens: in meinem garten ist der schnee geschmolzen – it’s a sign!”
das ist pervers, was ihr da macht. Oder du. So langsam ist eines klar: in diesem Forum wird der Name Thomas benutzt, wenn es darum geht, gegen andere rumzutrollen.
so all thomases can go fuck themselves. Erledigt eure Eifersüchteleien selber.
Den Schatz im Silbersee werdet ihr alleine suchen müssen. „No Soup for you today!“ – Seinfeld
@gelsomina
Ja, Sie geben einen Einblick, wie die Kommunikation damals lief. Bitte kommentieren Sie. Warum haben Sie diese zwei Zitate gewählt? Aus welchem Thread schon wieder stammen sie?
@Auguste: das war einer der Thomase, und Katharinas Kommentar dazu: “er macht ja auch dauernd links zum silverlake wasser-reservoir hier in los angeles. der begreift nicht, dass das etwa die distanz zuerich -zug ist. eine andere welt….”
aber wenn Sie schon Zugang zu den Zeitungen dort haben, vielleicht finden Sie ja noch was… .
Beim Schenken Thread lässt sich vielleicht auch noch was finden, aber ich muss nun wirklich ins Bett, Sherlock!
aus dem mit dem stillen jenseits der stille
ich hab mich halt auch schon lange gefragt, was da eigentlich abging. so um weihnachten herum hat jemand begonnen, unter dem namen thomas katharina zu sticheln – es sah so aus, als ob dieser jemand k kenne und versuche, sie mit anspielungen fertig zu machen. begonnen hat es glaube ich da, wo ich jetzt zitiert habe. ich hab das aber nicht genau präsent – es verteilte sich über verschiedene threads.
aus dem post von k schliesse ich, dass sie es tatsächlich sehr persönlich nimmt. irgendwo anders spricht sie von einem “cyberbullie”, da ging es um das gleiche kaliber von anspielungen.
hmm…, brunhild, in der nacht des 24. auf den 25.12. hat ein “Thomas” mit den silver lake einwürfen angefangen. ein stichwort, womit nur “katharina” etwas anfangen konnte. ich war in jenen nächten definitiv nicht in der nähe eines computers und meine 1. kopie war es wohl auch kaum. aber damit fing etwas an, dass “katharina” in aufregung versetzte.
warten sie noch ab. gute nacht.