«Nicht jedes Kind verträgt eine vegane Ernährung»

Mamablog

Noch vor zehn Jahren hätte man eine vegane Ernährung für ein Kleinkind als verrückt bezeichnet, sagt Michael Seefried. Foto: piskunov (iStock)

Herr Seefried, immer mehr Menschen in der Schweiz ernähren sich vegan. Macht sich das auch in Ihrer Praxis bemerkbar?

Ich betreue einige Familien, die ihre Kinder vegan ernähren. Es ist nachvollziehbar, dass vegane Eltern ihr Kind nach denselben Vorstellungen erziehen möchten. Das kann man ohne weiteres probieren, man muss nur ganz genau hinschauen und sein Kind gut beobachten. Wenn das Kind tierische Produkte einfordert, dann empfehle ich, dies auch zuzulassen. Kinder verfügen über gute Instinkte und merken, was ihr Körper braucht und was ihm fehlt.

Wie sehr leiden Kinder, die vegan aufwachsen, unter Mangelerscheinungen?

Es kann durchaus sein, dass vegan ernährte Kinder nicht gleich gedeihen wie andere. Zum Beispiel, dass das vegane Kind als Einjähriges kleiner oder leichter ist. Ich habe selbst bereits einigen Familien empfohlen, die vegane Ernährung zu Hause für ihren Nachwuchs zu lockern, weil man es dem Kind ansah. In der Regel machen sich Mangelerscheinungen im Zusammenhang mit veganer Ernährung bereits im zweiten Halbjahr sichtlich bemerkbar. Es ist schlaff oder hat spröde Haut.

Also raten Sie grundsätzlich davon ab?

Man muss offen sein. Vor zehn Jahren hätte man diese vegane Erziehungsform nicht toleriert, sie gar als verrückt bezeichnet. Heute gehört sie zum Zeitgeist. Sein Kind mit veganer Küche grosszuziehen, ist möglich, man muss als Eltern jedoch aufmerksamer sein. Wer mit dem Gedanken spielt, sein Kind nur vegan zu ernähren, soll das ruhig ausprobieren. Wenn sich Mangelerscheinungen bemerkbar machen, muss man im Sinne der Gesundheit des Kindes handeln.

Michael Seefried arbeitet als Kinderarzt im Paracelsus-Zentrum Sonnenberg in Zürich. Foto: PD

Läuft man so nicht Gefahr, dass das Kind Langzeitschäden von der periodischen Mangelernährung davonträgt?

Wenn man die Mängel in irgendeiner Form früh genug bemerkt und die Ernährung des Kindes seinen Bedürfnissen entsprechend umstellt, sind keine Langzeitschäden zu befürchten. In den ersten Lebensjahren sind regelmässige Vorsorgeuntersuchungen beim Kinderarzt empfohlen. Bei dieser Gelegenheit kann das Gedeihen des Kindes beurteilt werden.

Verschiedene Studien renommierter Universitäten kamen zum Schluss, dass eine vegane Ernährung gar gesünder sei als die herkömmliche.

Wie sich eine vegane Ernährung auf den Körper auswirkt, muss jeder selbst für sich herausfinden. Wir haben in Industrienationen aber tatsächlich das Problem, dass die Menschen viel zu viel Eiweiss zu sich nehmen: zu viel Fleisch, zu viel Fett. Deshalb bewerte ich das neue Bewusstsein für Ernährung grundsätzlich als positiv. Jeder Mensch kann und soll sich eine Sensibilität im Zusammenhang mit Nahrung aneignen und lernen, selbst zu spüren, wie ihm die eben eingenommene Mahlzeit bekommt.

Was raten Sie Eltern, die sich für den veganen Weg entscheiden?

Sowohl eine vegane als auch eine konventionelle Ernährung muss ausgewogen sein. Ein Kind muss so oder so zu allen essenziellen Nährstoffen kommen und genug Gemüse und Früchte essen. Um sein Kind vegan grosszuziehen, sollte man sich intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandersetzen, um sicherzustellen, dass es dem Kind an nichts fehlt. Vor allem aber sollte man offen bleiben, den veganen Weg seines Nachwuchses eventuell wieder zu verlassen. Längst nicht jeder Mensch ist für eine vegane Ernährung geschaffen. Sich biologisch zu ernähren, ist für mich ein wichtigeres Kriterium, als zu entscheiden, ob mein Kind sich vegan oder vegetarisch ernährt. Die Wahl der Milchprodukte, ob Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch, ist dann nicht so sehr von Belang.

Lesen Sie dazu auch das Posting von Freitag: «Unser Kind wächst vegan auf».

304 Kommentare zu ««Nicht jedes Kind verträgt eine vegane Ernährung»»

  • second step sagt:

    Wenn ich manche Kommentare hier lese wie auch im Blog von letzter Woche, so komme ich nicht umhin zu denken, dass vegane Kost zu frontalen Veränderungen führt.

    • Unbequeme Wahrheit sagt:

      @second step: offenbar bereiten Ihnen viele (und nicht NUR meine) aufgeführten (unbequemen) Wahrheiten und Fakten heftige „Schmerzen“, zudem macht sich bei Ihnen – offensichtlich – die Kognitive Dissonanz bemerkbar! Denn, ansonsten würden Sie nicht mit recht heftiger, teils „aggressiver“ Wortwahl reagieren! Trotz Ihres „aggressiven“ Untertons, wäre dies allerdings positiv zu werten, denn es zeigt recht deutlich auf, das womöglich doch noch ein Fünkchen – was mich ganz ehrlich freut – Empathiefähigkeit in Ihnen vorhandenen zu sein scheint und nicht vollends verloren, bzw. „aberzogen“ (was i. d. R. ab früher Kindheit [bei omnivorem Umfeld/Eltern durch dogmatische Konditionierung/Indoktrination] beginnt) ging/wurde!

      • Hans Hasler sagt:

        Wieder mal einer, der den Begriff „Kognitive Dissonanz“ nicht versteht. Wieso sich Leute mit Fachausdücken schmücken zu versuchen, wenn sie keinen blassen Schimmer haben verstehe ich nicht.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Hans Hasler: aha, Sie müssen sich die Welt auch nicht schönreden, indem auch Sie nicht (mehr) von einem „inneren Konflikt“,
        einer Art „innerer, unangenehmer Spannungszustand“ gequält werden möchten, es auch Ihnen bewusst wurde – dies nicht mehr verdrängen – das eine omnivore Lebensweise völlig diametral zu jedweden ethischen Grundwerten steht? Haben sich dafür entschieden – vegan zu leben – weil Sie ebenfalls mit der quälenden Tatsache (wodurch eben, wie vor erwähnt, der „innere Konflikt“/„innerer, unangenehmer Spannungszustand“ entsteht/unerträglich wurde), dass das Mrd.-fache Vergewaltigten/Quälen/Ermorden nichtmenschlicher Säuglinge & Kinder, Mio.-fache Verhungern menschlicher Säuglinge/Kinder/Erwachsener, die Zerstörung ALLER Lebensgrundlagen unethisch ist, nicht mehr leben konnten!?

  • Dr. Karin-Maria Schäfer sagt:

    Liebe Frua Weil,
    wenn Sie schon in Tel Aviv sind, sollten Sie wenigstens eine wirklich kompetente Facchperson zum Thema interviewen. Ich denke da an Dr. Jakob Weiss von der Uniklinik in Tel Aviv. Er würde Ihnen klarmachen, dass vegane Ernährung bei Kinder kausal ncht nur zu eklatanten Mangelerscheinungen führt, sondern zu massiven Missbildungen von inneren Organen un vor allem zu mangelnder Entwicklung des Gehirns führt, im übrigen irreversibel. Insovern ist Ihr verharmlosender Artikel äusserst grobfahrlässig.
    Mit freundlichem Gruss
    Dr. Karin-Maria Schäfer

    • Unbequeme Wahrheit sagt:

      Unfassbar, das es ein Mensch allein ermöglicht, soviel nicht steigerungsfähigen Unsinn zu fabulieren! Ganz offen gefragt, schämen Sie sich überhaupt nicht, solchen absurden Unsinn zu posten, ebenso für Ihre beinahe unerträgliche Arroganz, indem Sie Frau Weil defizitäre Recherche unterstellen? Frau Weil bewies mit Ihrer Publikation Kompetenz, Sie dagegen, aufgrund Ihres – bisher nie dagewesenen (solch einen Unfug habe ich DEFINITIV noch NIE gelesen UND gehört –
      katastrophalen Unsinns, welchen Sie hier ganz unverblümt fabulierten, sind definitiv Lichtjahre von irgend einer, auch nur annähernden Kompetenz entfernt! Denken Sie allen Ernstes, das die Menschen solchem Unsinn nur ansatzweise Glauben schenken? Ich bin mir recht sicher, das selbst OmnivorInnen beim Lesen Ihrer Worte Schmunzeln!

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        Ergänzung: nochmal ein Sorry für meine offene, ehrliche und direkte Wortwahl in meinem vorherigen Kommentar, auch für meinen – eher unüblichen – Schreibstil, allerdings wären mir ansonsten die Worte weggeblieben, bei dieser Dimension des von Ihnen geposteten Unfugs! Ich hoffe Sie sind nicht „Dr. med.“, zudem noch praktizierend, denn dann würden mir Ihre Patienten – ganz ehrlich – sehr leid tun!

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Unbequeme Wahrheit: In einer Diskussion zählen normalerweise Argumente und zwar nicht Behauptungen, sondern bewiesene Fakten. Es geht nicht darum wer lauter schreit, mehr schreibt oder besser beleidigt. Sie zeigen starke Zeichen einer Indoktrination einer Sekte in der Art wie Sie hier versuchen zu argumentieren. Versuchen Sie es doch mal mit Fakten.

    • Unbequeme Wahrheit sagt:

      @Hanspeter Müller: den aus irgend einer Fabelwelt entstammenden Inhalt des Kommentars von Benutzer „Karin-Maria Schäfer“ nennen Sie also Fakten? Okay, ab sofort ist die Erde eine Scheibe, es hat nur noch niemand den Rand gefunden!

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Unbequeme Wahrheit: Bezüglich Fantasiename stehen Sie ja wohl Frau Schäfer in nichts nach, oder Ich glaube kaum dass Sie so getauft worden sind. Und das Argument „aber der Andere doch auch“ gehört eher in den Sandkasten als in eine Diskussion unter Erwachsenen, oder?

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Hanspeter Müller: “…Bezüglich Fantasiename“! Der „Fantasiename“ trifft hier mit meinen Worten immer wieder „mitten ins Schwarze“, welches auch Sie – offensichtlich – nicht hören, sehen und wahrhaben wollen! Ist somit alles andere als „Fantasie“! Vielleicht sollte ich mal drüber nachdenken, mich umtaufen zu lassen! 😉

    • Ernst sagt:

      Die grösste Ernährungsorganisation der Welt (AND, Academy of Nutrition and Dietetics, Amerikanische Gesellschaft für Ernährung) empfiehlt aufgrund der Auswertung aller relevanten Studien die vegane Ernährung für alle Menschen: „Es ist die Position der Academy of Nutrition and Dietetics, dass sachgerecht geplante vegetarische Ernährungsformen, einschließlich der veganen Ernährung, gesund sind, ernährungsphysiologisch bedarfsgerecht sind und gesundheitliche Vorteile bei der Prävention und Behandlung von bestimmten Krankheiten bieten. Diese Ernährungsformen eignen sich für alle Phasen des Lebenszyklus, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, Kleinkindalter, Kindheit, Jugendalter, älteres Erwachsenenalter und für Sportler.“

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Ernst: Erstens gibt es einen Unterschied zwischen „Empfehlen“ und „eignet sich“. Und zweitens ist „die AND sagt“ kein Argument. Da kann man gerade so gut sagen „der Papst sagt“ oder „der liebe Gott sagt“. Wenn man an die beiden glaubt ist es schliesslich so. Hingegen hat mir noch niemand die Frage beantwortet mit welchen Nahrungsmitteln genau Kleinkinder vegan ernährt werden sollen damit sie weder bezüglich Aminosäuren noch Vitaminen noch Spurenelementen Mangel oder Uebersättigungserscheinungen bekommen. Konkret Calcium, Eisen, Zink, alle Vitamine, essentielle Aminosäuren ohne überladen mit nicht-essentiellen Aminosäuren und damit Stickstoffüberlastung der Nieren.

      • Florian Keller sagt:

        Haferbrei, Nussmuse, Fruchtsäfte, Brot, Avocado, Bananen, Äpfel, Birnen, Gemüsesuppe, Tofu, Linsensuppe, Erbsensuppe, Kartoffelstock, Hummus (nicht scharf würzen), Rüebli, Gurken, Spinat, Krautstiel, Sellerie, Fenchel, Leinsamen, Buchweizengrütze, Bohnenmus, Züpfe, Müesli usw. usf.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Hanspeter Müller: ganz direkt gefragt, sind Sie ein Sprecher der alles andere als seriösen DGE (Deutsche Gesellschaft für Erkrankungen) und/oder/auch von DEM Einstein aller Erährungsexperten (Lobbyvertreter & „Marionette“ der Tierqualindustrie, alias C. Schmidt)? Oder womöglich direkt ein Sprecher und Vertreter der Tierqualindustrie? Denn, bei Ihrem Schreibstil (basta, wenn ich das sage, dann ist es richtig), zugleich diesem Ihrem völligen, teils absurden Unsinn, welchen Sie immer und immer wieder in dogmatische m Eifer schreiben, drängen sich diese Gedanken regelrecht auf! Oder sind Sie einfach „nur“, aufgrund jahrzehntelanger Indoktrination der Tierqualindustrie, völlig verblendet?

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Keller: da fehlen Calcium, Eisen, Zink, Methionin, Cholecalciferol, Niacin, …

        Buchweizen und Leinsamen sind für Kleinkinder nicht geeignet. Brot Müesli und Züpfe wie auch Getreide können erst als mini-Dosen gegeben werden und nicht als Vollernährung. Erdnussmus hat ein hohes Allergiepotential und ist deshalb nicht geeignet. Mandelmus wiederum ist für eine ökologische Katastrophe in Kalifornien mitverantwortlich und hat einen sehr hohen Kaloriengehalt und eine ungünstige Zusammensetzung der Fettsäuren. Suppen haben eher zu viel Flüssigkeit und Hülsenfrüchte sind nicht für jedes Kind geeignet, weil sie quellen und dann zu Koliken führen können.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Hanspeter Müller: mit Ihrem aktuellen Kommentar bestätigen Sie prinzipiell meine Vermutung meines vorherigen Kommentars, indem Sie hier völligen Unsinn schreiben, weshalb man sich ja beinahe Fremdschämen muss. Ein Lob soll aber nicht ausbleiben, Sie erwähnen tatsächlich „ökologische Katastrophe“! Dies, in VIELFACHER Hinsicht – AUCH durch Sie zu verantworten – durch omnivore Lebensweise/Ernährung, wird dann allerdings – wenn es weh tut, zu unbequem wird – ganz geflissentlich ignoriert! EXAKT wegen solcher Kommentare (worauf nur abzuwarten ist), ist mein Pseudonym Programm! Einen Gefallen haben Sie sich, sowie der übrigen „Unbequeme-Wahrheit-Nicht-Wissen-Wollen-Front“ (OmnivorInnen) mit Ihrer „Offenbarung“ sicherlich nicht getan, nichtdestotrotz, vielen Dank für Ihre Ehrlichkeit

      • Florian Keller sagt:

        Kalzium ist zu Hauf in Nüssen und Samen vorhanden. Wenn man keine Mandeln verwenden will, nimmt man eben Haselnüsse, Mohn oder Sesam. Eisen ist in Tofu und grünem Blattgemüse. Haferflocken haben einen hohen Zinkgehalt. Methionin kommt in allen proteinreichen Lebensmitteln vor, dazu gehört auch Weizenmehl. Eventuell fehlendes Niacin (gibt es in Datteln, Aprikosen, Champignons, Cashews) kann durch Tryptophan ersetzt werden, das ebenfalls in Soja und Haferflocken enthalten ist. Cholecalciferol ist wie gesagt in der Nahrung sowieso kaum vorhanden und sollte über Herbst und Winter von allen, auch von Ihnen, supplementiert werden.

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Keller. Ein Jähriges Kind braucht täglich mindestens 600mg Calcium und rund 1300 kcal. Mit Mandeln brauchen Sie ca 230g für das Calcium und haben damit gleich auch die volle Kalorienmenge des gesamten Tages. Mit Sesam brauchen Sie gut 100g, das sind rund 560 kcal, also über 1/3 und mit Haselnüssen 260g, das sind schon 1700 kcal. Aeltere Kinder brauchen mehr Calcium, bis 1g täglich. Die können Sie mit den notwendigen Mengen Nüsse gleich mästen. Das gleiche gilt für Eisen, das zudem schlecht resorbierbar ist aus Pflanzlichen Nahrungsmitteln, sodass ca 1/5 mehr zugeführt werden muss als mit Fleisch. Ein jähriges Kind braucht fast 200g Tofu oder 200g Haferflocken oder über 200g Spinat täglich um seinen Eisenbedarf zu decken. Welches jährige Kind verzehrt solche Mengen?

      • Hanspeter Müller sagt:

        „fehlendes Niacin (…) kann durch Tryptophan ersetzt werden“ Wohl kaum, Niacin ist ein Vitamin, Tryptophan eine Aminosäure. Die beiden haben chemisch nichts miteinander zu tun.

      • Florian Keller sagt:

        Doch, wenn nicht genug Nicotinsäure/Niacin vorhanden ist, um das Coenzym NAD zu synthetisieren, stellt es der Körper aus dem Tryptophan-Abbauprodukt Chinolinsäure her.
        2dl angereicherte Pflanzenmilch oder Mineralwasser, 1 gehäufter EL Tahin und 2 El Mohn ergeben schon die erforderliche Kalziummenge.
        Dazu noch 1 EL Weizenkleie und 3 EL Haferflocken, dann kommen Sie mindestens auf den Eisenbedarf von 10mg (8mg plus 1/5).

      • Florian Keller sagt:

        2dl angereichertes Mineralwasser oder Pflanzenmilch, 1 EL Tahin, 2 EL Mohn, 1 EL Weizenkleie und 3 EL Haferflocken, schon haben Sie den Bedarf an Calcium und Eisen gedeckt. Beim Abbau von Tryptophan entsteht Chinolinsäure, die die Funktion von Niacin/Nicotinsäure übernehmen kann.

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Keller: Niacin hat noch ganz andere Funktionen im Körper als nur bei der Synthese von Tryptophan. Einen Hirnschaden werden Sie durch kräftiges Zufuttern von Tryptophan nicht aufhalten. Die Rechnung mit dem Eisen stimmt auch nicht, 1 EL sind ca 8g Haferflocken, da ist auch der zusätzliche Löffel Sesammus nicht genug. Sesam ist zudem ein starkes Allergen und deshalb für Kleinkinder in diesen Massen nicht empfohlen. Ungelöst ist zudem immernoch nicht die Kalorienfrage. Mohn enthält auch in Speisemohn Opium in teils erheblichen Mengen. Das wirkt sich bei einem Mohnbrötchen nicht aus, aber bei 2 EL Mohn täglich bei einem 1-jährigen ganz sicher. Ihre Empfehlungen mögen für Erwachsene sinnvoll sein. Für Kleinkinder sind sie untauglich.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Hanspeter Müller: Ihr „Empfehlen“ und „eignet sich“! Haben auch Sie evtl. wiedermal nicht nachgedacht? „Die AND „EMPFIEHLT“! Alkohol, Zigaretten, oder, ein etwas ‚alltäglicheres‘ Beispiel, ausschließlich Süßigkeiten, Cola & Co „eignen“(!) sich auch für Kinder, würden allerdings sicherlich nicht(!) „empfohlenen“ (es gibt womöglich einige Menschen, die sehen dies anders)! Mir drängt sich der Gedanke auf, das auch Sie nur des Rechthaben Willens etwas schreiben, ohne dabei zuvor nachzudenken! Ein eher etwas mehr als Schmunzeln konnte ich mir beim (mehrmaligen, da so sehr unsinnig) Lesen Ihres Kommentars nicht verkneifen! Nach dem Prinzip: egal, Hauptsache irgend etwas ‚dagegen‘ sagen, ähnlich einem kleinen Kindes im Kindergarten: „ich will aber, ich will aber, ich will aber, ätschbätsch“!

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Hanspeter Müller: hören Sie doch endlich auf „Erbsen zu zählen“! Es macht doch keinen Sinn! Denn, fakt ist, ein Großteil, um nicht zu sagen der überwiegende Teil der sich omnivor ernährenden Menschen, leiden unter Mangelerscheinungen, seien es, kurz gefasst: B12, D3 und weitere Vitamine, Zink, Eisen, Calcium, usw…, dagegen allerdings NICHT im geringsten Maße an s. g. Zivilisationskrankheiten (>70% primäre Ursache: omnivore Ernährung)! Weiter: 100% der schwer und schwerstkranken Kinder in den Kliniken und Krebskliniken wurden/werden omnivor ernährt! Dies alles trifft (mit geringsten Ausnahmen) allerdings NICHT auf vegan ernährte Säuglinge, Kinder und Erwachsene zu!!! Info (nochmals): finanzielle Schäden durch omnivore Ernährung, weltweit: etwa 1,1Bill. $(€) / Deutschland: etwa 200Mio.€!

      • Florian Keller sagt:

        Niacin wird zu NAD synthetisiert uns ist erst als solches als Enzym aktiv. NAD gibt es auch aus Chinolinsäure.
        Dann nehmen Sie eben 1 El Mohn weniger und 2 El Weizenkleie mehr. 1 El Erdnussmus statt Tahin, dann haben Sie das Niacin auch gleich, dann noch 80g Tofu (nur ca. 60 Kalorien) für das Eisen.
        Ich habe nie gesagt, dass diese Empfehlung für jeden einzelnen Einjährigen optimal sei. Selbstverständlich muss man auch Allergien berücksichtigen und entsprechende Anpassungen vornehmen.
        Aber um die Diskussion hier abzukürzen: Selbst wenn der Konsum von Leichen und Sekreten für Kinder tatsächlich unentbehrlich wäre (entgegen den Expertenmeinungen und der Realität zahlreicher gesunder minderjähriger Veganer), würde das die Gewalt an Tieren durch Erwachsene wie Sie nicht rechtfertigen.

      • second step sagt:

        Wie…. dann sollen die Säuglinge und Kleinkinder selber melken, metzgen und Eier sammeln?

      • Florian Keller sagt:

        Präzisierung: Gewalt zum Eigenkonsum aus kulinarischen Gründen.

    • Hanspeter Müller sagt:

      @ Keller: Sie und UW unterstellen mir ich würde Gewalt an Tieren anwenden.Kennen Sie mich denn, dass Sie so genau wissen was ich esse? Oder sind Sie in Ihrem Missionierungszwang schon so weit alle, die auch nur im Ansatz die Sektiererische Haltung gewisser Veganer hinterfragen als schlechtere Menschen abzustempeln? Und wissen Sie denn, wie die Knochen dieser Kinder in 20 Jahren aussehen? Ich weiss es. Die Schrauben haben so gut gehalten wie in einem morschen Apfel.In einem Beinbruch eines „gesunden“ Erwachsenen.Nicht alle gesundheilichen Störungen sind von aussen sichtbar. Und schon gar nicht übers Internet lösbar,so wie Ihre Vorschläge zur Kinderernährung. Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene. Und Menschen wie Sie sind für solche Probleme wie oben beschrieben mit verantwortlich

      • Hanspeter Müller sagt:

        P.s. zu Ihrer Behauptung zu Niacin: Da haben Sie Wikipedia falsch verstanden. Damit NAD entsteht braucht es Niacin. Dieses kann mit Tryptophan oder auch dem Abbauprodukt von Tryptophan (Chinolinsäure) geschehen. Niacin ist aber in jedem Fall notwendig. NAD ist zudem nur die am besten erforschte Wirkung. Niacin hat auch entzündungshemmende Wirkungen vorallem in Blutgefässen und Nervengewebe, weshalb es bei gewissen Erkrankungen dieser Gewebe eine Rolle spielt. Dazu spielt es eine Rolle bei der Blutdruckregulierung, den Blutfettwerten, dem Harnsäurestoffwechsel und es bindet an gewisse Estradiol Rezeptoren (genaue Wirkung noch unbekannt). Ist halt nicht alles so einfach wie Dr. Google suggeriert.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Hanspeter Müller: “…wie die Knochen dieser Kinder in 20 Jahren aussehen“! Das dies völliger Unsinn ist, den Sie da schreiben –
        dies ist auch Ihnen sicherlich bewusst – darüber vergeude ich mal kein Wort! Wenn Sie, und alle anderen Ihrer omnivoren „Kollegen“ so weiter machen, brauchen wir uns über „was ist in 20 Jahren“ keine Gedanken mehr machen! Denn dann sind wohl sämtliche Regenwälder abgeholzt, Polkappen/Gletscher abgeschmolzen, Meere leer-/totgefischt, der Klimawandel weiter beschleunigt, Antibiotikaresistenzen in unermesslich katastrophale Dimensionen fortgeschritten, 100% der Grundwässer nitratverseucht, ein Großteil d. Lebensgrundlagen Abermillionen Menschen zerstört (Stichwort: Klimaflüchtlinge), die Biodiversität bei <1% (derzeit ~5%)…. Wer denkt dann an Knochen?

      • Florian Keller sagt:

        Schon nur, dass Sie die Aufklärung über eine ethische Notwendigkeit als „Missionieren“ diffamieren, zeigt mir, dass Sie ein Tierausbeuter sind. Und jetzt tun Sie bitte nicht so, als ob Sie Ihr medizinisches „Fachwisssen“ nicht ebenfalls auf die Schnelle zusammengegoogelt hätten.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Hanspeter Müller: „Sie und UW unterstellen mir ich würde Gewalt an Tieren anwenden“! Ist die Auftragsvergabe v. Gewalt keine massivste Gewalt (Vergewaltigen, Quälen, Töten), somit völlig legitim? Nein, zudem feige, perfide und niederträchtig! Ich nenne hier an dieser Stelle keine Beispiele (auf diese kommen Sie sicherlich selbst), sonst heißt es wieder „Beleidigen“ (beleidigt sein), zudem „Missionieren“, DAS provateste „Mittel“ [mehr als „abgegriffen“, vielleicht mal etwas Neues einfallen lassen], wenn OmnivorInnen Argumente ausgehen! Übrigens, niemand hat hier behauptet, Sie u. andere OmnivorInnen seien „schlechte Menschen“, die Taten (durch Auftragsvergabe – die „Drecksarbeit“ machen andere) sind schlecht! Wenn diese Taten allerdings bewusst u. mit Wissen in Auftrag gegeben werden…

      • hanspeter Müller sagt:

        @ Keller: nein, habe ich nicht und auch mein Wissen über Gesundheit und Ernährung scheint deshalb fundierter zu sein als das Ihre. Das ist eben der Unterschied. Ich habe die Folgen der Elterlichen Verblendung im Gegensatz zu Ihnen gesehen. Auch das vom Knochen ist nicht aus google. Darum kann ich meine Haltung sachlich und mit objektiven Studien belegen und brauche nicht andere zu beleidigen und sie schlecht zu reden, wie ich und ganz viele andere Leser das gerade von veganern demonstriert bekommen.

      • Florian Keller sagt:

        Warum kam die „Belehrung“ zum Thema Niacin dann nicht schon zwei Beiträge vorher?
        Einen kaputten Knochen gesehen zu haben ist noch keine objektive Studie.

  • Aquila Chrysaetos sagt:

    Am Besten esse ich nur noch Fallobst – so störe ich ganz sicher niemandes Befindlichkeiten – weder von Veganern, Tieren oder Pflanzen.

    • Adina sagt:

      Der Gedanke ging mir auch durch den Kopf 🙂

    • Carolina sagt:

      Aber hallo – und was ist mit den Ameisten, den Käferlein etc, denen Sie die Nahrung wegnehmen? Schande über Ihr Haupt!

    • tina sagt:

      aber sie haben doch recht, die veganer. es ist gar nicht nötig, immer diese blöden witze zu machen, und sich rauszuschwatzen („sind keine schlechten menschen“, „vielleicht hat gemüse auch gefühle“ usw).
      es ist nicht notwendig, fleisch und tierprodukte zu essen. machen viele, kann man machen, aber rausschwatzen kan man sich da nunmal nicht. ich esse auch fleisch, milchprodukte und überhaupt vieles oder vermutlich eher das meiste, was ich so kaufe und verbrauche, wird durch ausbeutung produziert. inklusive, wie wahr, auch elektronische geräte. es wird um den planeten herum gekarrt, es werden regenwälder abgeholzt und im gemüseanbau werden menschen wie sklaven als arbeitskräfte misbraucht. uswusw. es ist schlimm. daran gibts nichts schönzureden.

    • tina sagt:

      man braucht es jedenfalls nicht auch noch ins lächerliche zu ziehen. es nützt ja keinem etwas, albträume zu haben, oder zu weinen vor scham. aber hey, wir sind erwachsen, wir haben eine wahl. wenn wir eine wahl treffen, können wir ja immerhin anerkennen, dass es andere gibt, die die bessere wahl getroffen haben, anstatt diese blöd hinzustellen zu versuchen oder zu jammern, man werde beschimpft (und das nicht, weil man wirklich beschimpft wurde, sondern nur, weil man sich eigentlich schämt. weil man mit der wahrheit konfrontiert wurde. zu recht)

    • Unbequeme Wahrheit sagt:

      @tina: Ihrem letzten Kommentar kann ich zu 100% zuzustimmen! So, wie Sie es und die Gründe beschreiben, verhalten und reagieren (die meisten) OmnivorInnen auf Fakten, leider!

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @tina: Ergänzung! Auch wenn Sie offenbar omnivor sind(?), Sie erkennen die Problematik, haben den Inhalt „unserer“ Kommentare erkannt, stehen zu den Fehlern u. katastrophalen Folgen (ethisch, ökologisch, ökonomisch, gesundheitlich) omnivorer Ernährung/Lebensweise, ignorieren, leugnen und verdrängen all diese MEHR als offensichtlichen Fakten NICHT! Vielleicht bringen auch Sie den Mut auf und schauen sich „Earthlings“, „What the health“, „Cowspiracy“, „Hope For All“, „Home [Yann Arthus-Bertrand, Extended Version]“, „Gabel statt Skalpell“, „Einfach. Bewusst. Leben“! Die Zeit dafür wäre MEHR als gut investiert! SIE scheinen eine Kommentatorin zu sein, dies Ihren Kommentare recht gut zu entnehmen, die die Wahrheit offensichtlich nicht scheut, was leider nicht auf jeden Leser hier zutrifft!

  • Adina sagt:

    „Es kann durchaus sein, dass vegan ernährte Kinder nicht gleich gedeihen wie andere. Zum Beispiel, dass das vegane Kind als Einjähriges kleiner oder leichter ist…Es ist schlaff oder hat spröde Haut.“
    Ja, es ist somit auch leichter zu betreuen weil ruhiger, es schläft bestimmt auch mehr/länger als andere Gleichaltrige. Nein, ich will nichts unterstellen… bzw ich versuche gerade meine ganze Moral heraufzubeschwören damit mir das gelingt.
    Ich glaube, wir Eltern haben ganz andere Problemen als zB Asketen, die sich in den Bergen zurückziehen und versuchen nur auf der geistlichen Ebene zu leben. Und auch diese sind/waren nicht immer vegan (siehe Johannes der Täufer).

    • tina sagt:

      trotz dem versuch des heraufbeschwörens ist es nicht gelungen 🙂 das nicht untestellen wollen. und das sich nicht herausschwatzen wollen.
      ja klar, andere leute haben andere probleme und nur weil man keine tiere ausbeutet ist man auch nicht automatisch ein guter mensch, nichtwahr. aber das ist nicht das thema hier.
      man kann einfach sagen: ja, sie haben recht, die veganer. es wäre wirklich sehr viel besser, wir würden kein fleisch essen, keine milchprodukte und überhaupt gibt es überall verbesserungspotential.
      es gibt viele möglichkeiten schon viel zu tun. man kann regionale produkte bevorzugen, viel geld für demeter produkte ausgeben, nur selten fleisch essen, und milchprodukte und eier weniger konsumieren. die plastiksäckli umgehen. usw usw.

    • tina sagt:

      also wie wärs, wenn man einfach die dinge verbessert, die man kann, und dort wo es einem zuviel wird, es nicht beschönigt sondern sich bewusst ist: da wäre verbesserungspotential und gut ist das so nicht.

  • Stadtmutti sagt:

    Was mich nun ganz neutral mal interessieren würde: Ich kann nachvollziehen, aus welchen Gründen man keine tierischen Produkte isst. Das sind mitunter sehr einleuchtende Gründe. Aber: wieso gibt es nur schwarz/weiss? Kann ich nicht auch einen vernünftigen Verzehr von tierischen Produkten haben? Nur Naturaplan Produkte oder vom Bauernhof? Zweitnutzungseier kaufen? Kein Fleisch essen, wenn ich nicht weiss, woher es kommt? Biomilch? Wäre es nicht zielführender, die Leute zu einem vernünftigen Umgang mit tierischen Produkten zu bewegen als sie radikal bekehren zu wollen?

    • Florian Keller sagt:

      Für alle tierlichen „Produkte“ werden Tiere eingesperrt, ausgebeutet und nach einem Bruchteil ihrer Lebenserwartung – nämlich dann, wenn sie ihr „Schlachtgewicht“ erreicht haben oder die „Lege-“ resp. „Milchleistung“ nachlässt – in einem Lastwagen an einen ihnen unbekannten Ort verfrachtet und abgemurkst. Es gibt keinen „vernünftigen Umgang“ mit der Ausbeutung von Tieren, ebenso wie es keinen „vernünftigen Umgang“ mit Menschenhandel, Erpressung, Kindsmisshandlung usw. geben kann. Wenn Tiere keine Gegenstände sind, sondern empfindsame und selbsthafte Individuen – wie dies die Wissenschaft zur Genüge belegt -, gibt es nur eine ethisch und logisch schlüssige Konsequenz: Sie nicht qualzuzüchten, nicht einzusperren und ihnen nicht vorsätzlich zu schaden, ergo vegan zu leben.

      • Stadtmutti sagt:

        Aber das ist doch jetzt schlichtweg nicht wahr. Es werden nicht alle Tiere eingesperrt! Und was meinen Sie mit Ausbeutung? Dass man Tiere melken muss? Ich hätte gerne etwas differenziertere Antworten. Für den Grossteil der Tierproduktion wird dies vielleicht zutreffen, aber ob das immer stimmt? Und, die Konsequenz wäre, dass es wohl bald keine Nutztiere mehr gibt?

      • Dominik Kohler sagt:

        @Florian Keller: Wenn man Nutztiere nicht nutzen würde, dann gäbe es sie schlicht nicht. Sie wären also keine empfindsamen Individuen.

      • Florian Keller sagt:

        Stadtmutti: Kühe dürfen bis zu 270 Tage im Jahr eingesperrt werden, für alle anderen sogenannten „Nutztiere“ gibt es nur für die Grösse des Käfigs gewisse Auflagen. Aber das ist völlig irrelevant. Das Töten und Benutzen von Tieren wäre auch dann noch falsch, wenn diese tatsächlich wie im allseits beliebten Bio-Sermon in sonnendurchfluteten Idyllen umherhüpfen dürften.
        Zum Ausbeuten: Kühe werden mit einem Metallstab, dem „Köfferlimuni“, vergewaltigt, um sie zu schwängern. Neun Monate später wird wenige Stunden nach der Geburt das Kälbchen der Mutter weggenommen. Männlicher Nachwuchs wird meist sofort „entsorgt“, hat er Pech, wird er an die Fleischindustrie verkauft, wo er noch ein halbes Jahr gemästet wird. Weibliche Kälber teilen das Schicksal ihrer Mütter.

      • Marcel Mertz sagt:

        @Kohler: Wenn (bestimmte) Tiere als Entitäten generell empfindsame und selbsthafte Individuen sind (bzw. das Potential dazu haben, sich konkret zu so einem Individuum zu entwickeln), verbietet es sich genauso wie beim Menschen, sie zwecks einer (späteren) Nutzung zu züchten, d.h. sie nur für diesen Zweck zu „erschaffen“ (vgl. beim Menschen z.B. das heute realere Problem der „Rettungsbabys“, aber auch hypothetisch/fiktiv eine gezielte Züchtung einer menschlichen „Sklavenrasse“). – Das alles hängt aber natürlich von der Prämisse ab, dass (bestimmte) Tiere „empfindsame und selbsthafte Individuen“ sind bzw. ihnen der (gleiche oder zumindest sehr vergleichbare) Selbstwert wie Menschen zukommt. Wenn man diese Prämisse ablehnt, gehen natürlich manche Argumente nicht mehr „auf“.

      • Florian Keller sagt:

        Es ist richtig, dass es in einer ethisch vertretbaren Gesellschaft keine „Nutztiere“ mehr gäbe. Erstens leiden die allermeisten von ihnen sowieso unter massivsten Zuchtschäden und könnten selbst dann kein langes und erfülltes Leben geniessen, wenn man sich um sie kümmerte. Und zweitens ist nie gelebt zu haben zweifelsohne besser als ein kurzes Dahinsiechen in der Todeszelle.
        Des Weiteren gibt es schon heute sogenannte Lebenshöfe, wo Menschen und andere Tiere friedlich und im Einklang mit Tierrechten zusammenleben.

      • Stadtmutti sagt:

        Und da sind wir unterschiedlicher Meinung. Ich finde es imho moralisch ok, wenn Nutztiere für Fleisch, Leder etc. getötet werden. Denn das war ihr eigener Lebenszweck. Und darüber kann man sich jetzt natürlich stundenlang streiten, ob das in Ordnung ist. Für mich ist es dann eben viel mehr eine Frage des Ausmasses: Wie viele Nutztiere, wie wurden sie gehalten etc.

      • Stabiler sagt:

        @Stadtmutti: Angenommen, es büchst irgendwo ein Schweinchen aus, verletzt sich dabei leicht, humpelt und quiekt und Ihr Kind (ich folgere das jetzt mal aus Ihrem Nickname) findet es und will es mit einem Holzstock schlagen. Lassen Sie das zu? Oder sagen Sie ihm nicht vielmehr etwas à la: „Mach das nicht, auch ein Tier ist in der Lage, Schmerzen zu empfinden. Ihm unnötigen Schmerz zuzufügen, ist Tierquälerei. Komm, wir bringen das Schweinchen zu einem Tierarzt.“

        Ich denke, kaum ein Vater/eine Mutter würde das Schlagen zulassen und anders wie beschrieben reagieren.

        Ist es dann nicht heuchlerisch, sich später ein Schinkensandwich einzuverleiben, wo es doch erwiesenermassen nicht nötig wäre, Fleisch zu essen, ergo jedem dafür getöteten Tier unnötig Schmerzen zugefügt wurden?

      • Stadtmutti sagt:

        @Stabiler: Im Falle des Schlachtens (und wir sprechen hier dann nicht von Schächten etc.) werden dem Tier ja keine unnötigen Schmerzen zugefügt, sondern es endet dann da, wo es gemäss seiner Bestimmung als Nutztier hin sollte, nämlich auf dem Teller. Bis es aber soweit ist, quälen wir es nicht. Und diese Einstellung können Sie natürlich moralisch verwerflich finden, das tue ich aber nicht, denn es ist jetzt nun mal der einzige Grund, weshalb es das Schweinchen gibt. Auch dass der Fleischkonsum erwiesenermassen unnötig ist, ist nicht zutreffend, aber auch hier ist es eine Frage des Ausmasses. Und wenn wir schon bei den Beispielen sind: Wenn ein Raubtier sie angreifen und fressen möchte, erklären Sie ihm dann auch die Prinzipien der veganen Ernährung?

      • Stabiler sagt:

        @Stadtmutti: Natürlich nicht. Ich würde versuchen, mich zu verteidigen, wie wohl jeder andere auch. Ich verlange von einem Bären auch keine moralische Abwägungen, ob es nun gerechtfertigt ist, mich anzugreifen. Uns Menschen mute ich diese Überlegung indes zu, nicht zuletzt weil wir ja die Wahl haben, ob wir einen Kebab mit Schaffleisch oder mit Falafel essen möchten.

        Da wir hier im Mamablog sind – lautet nicht ein universeller Grundsatz, den (hoffentlich) jeder seinen Kindern beibringt: Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu?

        Angenommen, in einigen Jahren besuchen uns überlegene Ausserirdische. Innert kurzer Zeit unterjochen sie die Menschheit, halten uns in Kerkern, benutzen uns für ihre Produkte und als Nahrung, insb. Kinder, die sind besonders zart.

      • Stabiler sagt:

        (Fortsetzung): Ein Mensch, der gerade aus dem Kerker geholt wird, schreit einen Ausserirdischen an: „Wie könnt ihr uns das antun? Seht ihr nicht, dass wir leiden?“ – „Jaja“, sagt einer der Ausserirdischen und fährt fort: „Es mag schon sein, dass wir ein bisschen grausam sind. Aber seht ihr, wir sind euch eben überlegen. Wir sind intelligenter als ihr und vernünftiger. Wir können lauter Dinge, die ihr nicht könnt. Wir sind eine viel höhere Tierart, viel weiterentwickelt als ihr und ihr wurdet nur für uns gezüchtet. Ausserdem, selbst wenn unser Verhalten irgendwie nicht ganz in Ordnung sein sollte, wegen eurer Schmerzen und eurer Ängste – eines ist doch viel wichtiger für uns: Ihr schmeckt uns halt so gut!“

      • Florian Keller sagt:

        „Im Falle des Schlachtens […] werden dem Tier ja keine unnötigen Schmerzen zugefügt, sondern es endet dann da, wo es gemäss seiner Bestimmung als Nutztier hin sollte, nämlich auf dem Teller.“

        Wer so bedenkenlos egoistisch über den „Lebenszweck“ anderer entscheidet, muss sich die Frage gefallen lassen, was er jenen entgegenzuhalten hat, die die Versklavung von Schwarzafrikanern oder das Dasein von Frauen als Gebärmaschinen am Herd für deren „Bestimmung“ halten, wie das vor nicht allzu langer Zeit noch sehr viele Menschen taten.
        Zu Ihrem hochgradig zynischen und bereits widerlegten „Nutztiere sind zum benutzen da, sonst gäbe es sie nicht“: Männliche Küken in der Eier“produktion“ werden kurz nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert. Wie lautet Ihre Ausrede dafür?

      • Adina sagt:

        @Stabiler: Es ist eine sehr gute Frage ob wir Menschen als Nutztiere für andere Spezies taugen. Oder mehr als „Mitspezies“, so… wie die Tiger zB. Eine Begegnung zwischen Menschen und Ausserirdische könnte ich mir auch anders vorstellen, so in etwa wie die zwischen Homo sapiens und Neanderthaler zB…
        @Florian Keller: Es ist sehr schade was mit männlichen Küken passiert. Das müsste nicht sein.

        Ansonsten finde ich dass Leid, in einem bestimmten Mass, zum Leben gehört. Oder?

      • Florian Keller sagt:

        „Es ist sehr schade was mit männlichen Küken passiert. Das müsste nicht sein.“

        Es ist ebenfalls „schade“, was mit allen anderen sogenannten „Nutztieren“ geschieht und es müsste genauso wenig sein. Dass Leiden zum Leben gehört, berechtigt uns nicht dazu, andere einzukasernieren und abzustechen.

      • Stadtmutti sagt:

        @Stabiler: Ich denke ja immer, es werden die Delfine sein (so wie in einer Simpsons-Folge). Nein im Ernst: Das wäre dann wohl auch zu akzeptieren. Das ist das Prinzip Survival of the fittest, nach welchem die Menschheit seit Jahrmillionen lebt. Bringen wir vielleicht nicht auch einen ganzen Kreislauf, den es über Millionen Jahre gibt, durcheinander, wenn wir diesen kategorisch ablehnen?
        @Florian Kaller: Schade müssen Sie solche Vergleiche ziehen und mir Dinge unterstellen und haben nicht sehr viel Konstruktives beizutragen. Die Thematik mit den männlichen Küken habe ich übrigens weiter unten schon erwähnt. Ich kaufe daher auch nur Zweitnutzungseier, auch da im Bewusstsein, dass dies sicherlich nicht die ganze Problematik lösen wird.

      • Adina sagt:

        @Stadtmutti: Oooooh, ich bleibe lieber unter den „fittest“ als dass ich jemals als Nutztier (ausser für die eigene Spezies, natürlich) ende… Witzig sind Sie, gell.
        Und danke vielvielmals für den Hinweis auf Zweinutzunghühner, war mir blöderweise gar nicht bewusst. Heute noch was gelernt. Super! So bleibe ich bestimmt fit 🙂

      • Florian Keller sagt:

        „Ich kaufe daher auch nur Zweitnutzungseier, […]“

        Selbst wenn das so wäre und Sie auch beim Kauf von Keksen, Pasta, Kuchen, Spätzli, Crêpes etc. auf „Zweinutzungseier“ achteten: Der Begriff sagt nichts anderes, als dass die männlichen Küken noch einige Wochen in Gefangenschaft gemästet werden, bevor man sie enthauptet. Das ist ethisch inakzeptabel. Ich habe Ihnen nichts unterstellt, ich habe Sie nur mit der grenzenlos zynischen Selbstgerechtigkeit Ihrer fadenscheinigen Ausreden konfrontiert.

      • Adina sagt:

        @Stadtmutti: Ich muss mich korrigieren, mit Nutztier für die eigene Spezies meine ich sich für die anderen Menschen nützlich zu machen, ich meine keineswegs Kanibalismus oder so!
        @F. Keller: Ich frage mich, wenn die Küken wirklich die Wahl hätten, was würden sie wählen? Aber das können wir nicht wissen, oder? Ausser Sie verstehen die Sprache der Hühner, wie in den Kindergeschichten, und können diese fragen ob sie gerne ihr Leben für uns geben. Aber die Sprachbarierre ist leider da…
        Ok, genug rumgealbert. Schönen Abend noch, trotzdem.

      • Florian Keller sagt:

        Adina, sehen Sie sich den Kassensturz vom 19.4.2011 an und schauen Sie den erstickenden Küken in die Augen. Mal sehen, ob Ihnen der Sinn dann immer noch so nach „Rumalbern“ steht.

      • Adina sagt:

        Herr Keller, ich wiederhole mich: ich finde es sehr schlimm und schade was mit männlichen Küken passiert, und werde deshalb ab sofort darauf achten dass ich Eier und auch Milch nur von sog. Zweinutztiere konsummiere, so weit es geht. Ich ging ja immer automatisch davon aus dass die Nutztiere eigentlich Zwei(od. mehr)nutztiere sind.
        Ich werde ab heute auch mehr darauf achten dass die tierische Produkte die wir kaufen aus tierfreundlicher Haltung sind.
        Ich verstehe auch dass Sie einen besonderen Draht zu Tiere haben, den Sie bitte nicht von jeder von uns erwarten sollen und dürfen.
        Ansonsten: Werden Sie erst einmal selber Vater. Dann reden wir hier weiter darüber, wie wir unsere Kinder zu ernähren haben.

      • Florian Keller sagt:

        Es ist keineswegs notwendig, einen „besonderen Draht“ zu Tieren zu haben, um zu erkennen, dass es falsch ist, sie in ihrer physischen und psychischen Integrität zu verletzen. Ich habe keinen. In meinem Alltag kommen nichtmenschliche Tiere nur selten vor. Wie gesagt, auch „Zweinutzungshühner“ werden ausgebeutet und umgebracht. Diese sind sogar noch schlimmer, denn es ist für die Küken sicherlich „angenehmer“, nach dem Schlüpfen vergast oder geschreddert, als nach einem mehrwöchigen Martyrium in ein Elektrobad getaucht und enthauptet zu werden.
        Ebenfalls ist es nicht im Geringsten nötig, selbst Kinder zu haben, um zu wissen, dass es falsch ist, diesen Gewalt an Wehrlosen zu lehren.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Stadtmutti: UNERTRÄGLICH, Ihre Kommentare zu lesen! Und da wundert man sich über den moralischen Verfall, die völlige Verrohung der Gesellschaft! Gehen Sie auch durch Ihr übriges so eiskalt, wie Sie es hier in Ihren Kommentaren zum Ausdruck bringen?

      • Florian Keller sagt:

        Ich muss bei derart eiskalten und völlig empathiebefreiten Kommentaren wie von „Stadtmutti“ ebenfalls leer schlucken und mich zusammenreissen, damit mein Schreibstil nicht entgleist und die Kommentarregeln verletzt. Leider ist sowas im Internet keine Seltenheit. Bei der Aufklärung über Tierrechte im nicht-virtuellen Leben getrauen sich die Gesprächspartner glücklicherweise selten, ihre absolute Gleichgültigkeit gegenüber dem Leiden anderer so unverhohlen zu äussern, aber selbst das habe ich schon erlebt.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Florian Keller: „getrauen sich die Gesprächspartner selten, ihre absolute Gleichgültigkeit gegenüber dem Leiden anderer…“. Ein Beispiel (von vielen, allerdings nicht in diesem widerwärtigen Maße), welches ich mir anhören durfte: eine Geburtstagsfeier, etwa 15/20 anwesende Gäste, Ø höher „gebildet“ (teils Akademiker). Ist ja regelrecht ein Automatismus/Selbstläufer, das VeganerInnen v. OmnivorInnen „angegangen“ werden, liegt wohl an der kognitiven Dissonanz! Dabei von mir einige Folgen omnivorer Lebensweise/Ernährung erwähnt, u. a. verhungernde Kinder. Ergötzende, kokettierene Reaktion/Äußerung eines Omnivoren (Akademiker): „es ist gut das wegen unseres Fleischessens Kinder verhungern, dann haben wir weniger Probleme mit Überbevölkerung“! Reaktion der anderen anwesenden Gäste: NULL!

      • Dr. Karin-Maria Schäfer sagt:

        Lieber Herr Keller, Aldi und Lidl sind nun mal keinen Referenzen. In meiner Entlebucher Biosphäre kenne ich meine glückliche Kreuterwiese geniessende Kuh (Bernadetli) persönlich, welche (12-Jährig) meine geliebe Bio-Milch liefert. Mein Lieblingshuhn Maieli (wohnhaft im eigenen Chalet in Hasle mit Freigang in der Wiese) legt täglich sein Riesenei mit 2 Dottern. Aber eben, hier kaufe ich beim Bauern und nicht im Aldi und Lidl und schon gar nicht über der Grenze. Ihre Denke würde meine Lieblinge jeglicher Existenzgrundlage berauben. Denken Sie mal über ihr eigenes Bio-Tierleben-verachtendes Verhalten nach.

      • Florian Keller sagt:

        Soso, und wo sind Bernadetlis männliche Nachkommen? Und wo sind Maielis Brüder? Ich sage Ihnen wo: Entweder auf dem Müll oder in den Mägen von Tierausbeutern wie Ihnen, die in grotesker Verzerrung der Realität anderen „Tierverachtung“ vorwerfen.

      • ABCD sagt:

        Dem stimme ich voll und ganz zu! Eine artgerechte Haltung der ‚Nutztiere‘ gibt es leider nicht. Auch nicht in der Schweiz. Tiere leben mit uns und nicht für uns!

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @ABCD: Ihrem Kommentar kann ich zu 100% zustimmen! Eine Ergänzung hätte ich noch: „Nutztiere“, eine pervertierte Wortkreation von „uns“ Menschen, diese Spezies gibt es nicht, ebenso wenig wie es keine „Nutzmenschen“ gibt! Soll offensichtlich einzig und allein der Gewissensberuhigung und der „Betäubung“ der ansonsten ibei OmnivorInnen in unermessliche Dimensionen quälenden Kognitiven Dissonanz dienen, wofür es dann eben letztlich, dem Karnismus dienend, kreiert wurde! Menschen sind in ihrem Einfallsreichtum schon kreativ, um Verbrechen an fühlenden, schmerz- und leidempfindsamen Individuen mit ihren Moralvorstellungen UND ihrem Gewissen in Einklang zu bringen!

      • mila sagt:

        @Unbequeme Wahrheit: Nicht Ihre ‚Wahrheiten‘ sind das unbequeme Problem, Ihr bizarr bis wirr anmutender (und nicht selten unfreiwillig komischer) Diskussions(un)stil ist – um es in Ihrem Jargon auszudrücken – UNERTRÄGLICH. Oder wie ich es ausdrücken würde: ungeniessbar. Wäre ich Veganerin, würde ich mich von einem solchen selbsternannten ‚Sprachrohr‘ nicht vertreten sehen wollen. Denken Sie doch mal in einer ruhigen, tastenfreien Minute darüber nach. 😉 (PS, für die Herstellung elektronischer Kommunikationsmittel leiden menschliche Tiere. Wie halten Sie es denn diesbezüglich mit, äh, kognitiver Dissonanz?)

    • Stabiler sagt:

      @Stadtmutti: Natürlich können Sie dies und es ist sicherlich besser, als gar nicht darauf zu achten. Nur: Den Werbeversprechungen entsprechender Zertifizierungen/Labels ist mit Skepsis zu begegnen.

      Wenn es heisst „Bio-Schweine haben täglich Zugang zu einem Auslaufbereich“, dann ist selbiger in der Regel klein, ungeschützt, asphaltiert, beschäftigungsarm und vollgekotet. Und wenn das Veterinäramt kontrollieren kommt, ist die vorgeschriebene Einstreu „gerade eben“ aufgefressen worden und deshalb nicht da. (Ja, ich war an solchen Kontrollen dabei.)

      Letztlich stellt sich auch die (zugegebenermassen eher moralische) Frage: Ist es denn vertretbar(er), ein „glückliches“ Tier zu töten? Oder muss nicht davon ausgegangen werden, dass dieses umso mehr an seinem Leben „hängt“?

      • Stadtmutti sagt:

        @Stabiler: Danke für den Link und für die Ausführungen. Es ist wohl in der Tat eine moralische Frage. Für mich persönlich ist das Töten an sich nicht so das Problem, denn ich gehe davon aus, dass es die Tiere überhaupt nicht gegeben hätte, wenn nicht für Fleischproduktion usw. und so lange es diese gut haben, habe ich kein schlechtes Gewissen. Aber eben, das ist dann die persönliche Entscheidung. Der Film zur Milch hat mich aber schon etwas nachdenklich gemacht, irgendwie weiss man ja zwar um die Trennung der Kälber von den Müttern, aber man verdrängt es wohl. Das finde ich auch sehr schwierig in Bezug auf den Eier-Konsum. Auch für Bio Eier werden männliche Küken geshreddert.

      • Stadtmutti sagt:

        @Florian Keller: vielen Dank! Nun haben Sie mir endlich die Augen geöffnet. Was bin ich für ein schlechter, schlechter Mensch, der Tierleichen isst. Ab sofort esse ich morgen wieder Masthuhn, Batteriehuhneier etc. So muss ich mich dann auch nicht mehr selbstgefällig geben.

      • Florian Keller sagt:

        Auch für diese infantilen Trotzreaktionen – Sie sind schon die dritte, der die „Argumente“ ausgehen und die sich nur mit „Ätsch, bätsch, ich esse jetzt Fleisch“ behelfen kann – habe ich das passende Zitat:
        „Am meisten fühlt man sich von Wahrheiten getroffen, die man sich selbst verheimlichen wollte.“
        Friedl Beutelrock

      • Jul sagt:

        @Keller: Offensichtlich ist das Ihre Strategie: Die Leute mit irrigen Äusserungen blöd hinstellen bis es ihnen zu dumm ist und dann behaupten, diese ziehen sich zurück, weil ihnen die Argumente ausgehen. Für Sie ist das offenbar einfach ein Kampf ums Rechthaben. Traurig für all die Tiere, auf deren Rücken sie Ihren Kampf austragen und denen Sie (und Ihresgleichen) damit schaden.

        Stadtmutti ist also mindestens die dritte Person, die Sie hier dazu gebracht haben, mehr Fleisch zu konsumieren und wahrscheinlich die fünfzigste, die nach diesen Kommentaren den veganen Lebensstil mit Durchgetickten in Verbindung zu bringen. Währenddessen Bekehrungen: Keine. Schlechte Bilanz, oder?

      • Florian Keller sagt:

        Ich habe schon sehr viel erreicht, indem die Lügen, Heucheleien, Verharmlosungen und Banalisierungen der Tierausbeuter hier nicht unwidersprochen stehen bleiben. Wer Tieren schadet, sind Unveganer wie Sie. Wer sich von meinen Analogien und Erläuterungen angegriffen fühlt, der soll entweder Gegenargumente vorbringen oder eben sein Weltbild den Tatsachen anpassen. Für die leeren Drohungen, jetzt „extra mehr Fleisch“ zu essen, habe ich nur ein müdes Lächeln übrig. Wer nicht durch Fakten und Argumente vegan wird, wird es auch sonst nicht. Noch vor dreissig Jahren forderten bloss irgendwelche „Durchgetickten“ die Ehe für alle. Und heute?

      • Carolina sagt:

        Sie haben überhaupt nichts erreicht, FK, es sei denn – siehe Jul – Sie bezeichnen es als Erfolg, dass Andersdenkende fluchtartig den Saal verlassen, wenn Sie mal wieder Lobbyarbeit betreiben bzw durchaus dem Tierwohl wohlwollend gegenüberstehende Mitmenschen beleidigen, beschimpfen und mit Ihrem selbstgerechten, pseudo-wissenschaftlichem Herumgezanke vertreiben. Kein Wunder, dass Veganer einen dermassen schlechten Ruf haben, wenn Sie und Ihr gleichgesinnter Kollege ‚Unbequeme Wahrheit‘ sich als ihre Vorkämpfer hochschwingen.

      • Florian Keller sagt:

        Ich bezeichne es als Erfolg, dass zahlreiche Menschen in dieser Kommentarspalte das erste Mal mit der einzigen Alternative zu Tierausbeutung, nämlich mit Veganismus un Tierrechten, in Berührung gekommen sind. Klar, die ewiggleichen Unkenrufe aus der Opferrollenecke sind dabei nicht zu vermeiden.
        Aber es geht mir eben nicht um meinen Ruf, sondern darum, den Leuten aufzuzeigen, dass sich „Wohlwollen dem Tierwohl gegenüber“ nicht mit Unveganismus verträgt. Es gibt keine vegane „Lobby“. Veganismus bezeichnet die aktive Opposition zum gesellschaftlichen Konsens, dass nichtmenschliche Tiere unsere Gebrauchsartikel seien. Ein Konsens, den Unveganer wie Sie nun mal sowohl finanziell als auch ideell unterstützen.

      • Susi sagt:

        @Florian: So viele Voten sollten Sie vielleicht doch nicht einfach ignorieren. Sie können es ja vielleicht auch einfach mal eine Weile auf die differenzierte Tour versuchen und dann schauen, was sich verändert. Ihnen traue ich die Fähigkeit, etwas Flexibilität an den Tag zu legen, auf jeden Fall irgendwie zu (im Gegensatz zu Benutzer U.W.). Vielleicht erreichen Sie dann ja mehr, als dass Sie die Leute verscheuchen? Wäre sicher ein Versuch wert.

      • Florian Keller sagt:

        @Susi: Weiter oben wurde folgender Kommentar an mich gerichtet: „Herr Keller, […]: ich finde es sehr schlimm und schade was mit männlichen Küken passiert, und werde deshalb ab sofort darauf achten dass ich Eier und auch Milch nur von sog. Zweinutztiere konsummiere, so weit es geht. […]
        Ich werde ab heute auch mehr darauf achten dass die tierische Produkte die wir kaufen aus tierfreundlicher Haltung sind.“
        Ich habe also bei mindestens einer Person schon eine Verhaltensänderung erreicht. Es ist mir schon klar, dass die meisten Leute nicht von heute auf morgen vegan werden (obwohl das problemlos möglich wäre), aber genau deswegen wäre es unverantwortlich, weniger als die ethische Minimalforderung zu stellen, Tieren nicht vorsätzlich zu schaden. Und das in deutlichen Worten.

      • Susi sagt:

        @Florian: Natürlich ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie etwas erreichen. Aber Sie könnten garantiert viel mehr erreichen, wenn Sie sich einen der wichtigsten Grundsätze aus der Lern- und Motivationspsychologie zu Herzen nehmen würden: Inhalte werden ungleich besser aufgenommen, wenn die Beziehungsebene stimmt. Ich unterrichte seit 16 Jahren Jugendliche und junge Erwachsene, und ich käme nie auf die Idee, sie zu beschimpfen, um Inhalte zu vermitteln, denn dann würden sie mir gar nicht mehr zuhören. Ich kann Ihnen nur sagen, eine Begegnung auf Augenhöhe ist echt Gold wert, um etwas zu erreichen.

      • Florian Keller sagt:

        Beschimpfungen werden in dieser Kommentarspalte nicht toleriert, ich könnte hier also selbst dann niemanden beschimpfen, wenn ich das wollte. Lernpsychologische Grundsätze mögen für die Vermittlung von Mathematik oder Geschichte gelten. Aber die Voraussetzungen für Gewaltlosigkeit im Umgang mit Tieren bringen die meisten sowieso schon mit: Die Ansicht, dass es falsch ist, Tieren ohne Notwendigkeit zu schaden, sowie das Wissen, dass vegane Ernährung ebenso gesund sein kann wie die herkömmliche. Es geht also nur noch darum, das Handeln dem Denken anzupassen. Und um dies zu erreichen, ist Wohlfühl-Salbaderei erwiesenermassen weit weniger effizient als ein verbaler Tritt in den Allerwertesten.

      • Susi sagt:

        „Beschimpfungen werden in dieser Kommentarspalte nicht toleriert, ich könnte hier also selbst dann niemanden beschimpfen, wenn ich das wollte.“
        Was hier als Beschimpfungen gilt und was nicht, ist sehr dehnbar und von bestimmten Filtern abhängig (vgl. die Kommentare von Kollega U.W.).
        Und ich schreibe nirgendwo von „Wohlfühl-Salbaderei“, sondern von einer grundsätzlichen „Begegnung auf Augenhöhe“. Gerade bei einem Anpassen von Handlungen an die Theorie ist die Motivation match-entscheidend; dass ein verbaler Fusstritt „erwiesenermassen“ (von welcher Quelle gehen Sie hier aus?) wirksamer sei, schlägt etwa in dieselbe Kerbe wie die bei gewissen Gruppen vertretene Theorie, dass eine Erziehung mit Gewalt besser fruchte als eine gewaltlose.

      • Susi sagt:

        Auf jeden Fall wurde Ihnen hier ja von sehr vielen Kommentierenden nahegelegt, dass es wahrscheinlich klug wäre, etwas anders vorzugehen. Eben, ist ja vielleicht ein Versuch wert.

        https://i.imgflip.com/b8950.jpg

      • Florian Keller sagt:

        Selbst dann weiss ich noch nicht, auf welche Beleidigungen Sie anspielen. Vielleicht, dass ich hier einige als Tierausbeuter bezeichnet habe? Gemäss Duden bedeutet das Wort „ausbeuten“ unter anderem „sich skrupellos zu Nutze machen“, der Begriff ist also insbesondere für jene, die ihr rücksichtsloses Verhalten dem Leben und der Freiheit nichtmenschlicher Tiere gegenüber dreist verharmlosen und bagatellisieren, semantisch absolut korrekt.
        Was die Erwiesenheit angeht: Ich kann natürlich nur aus eigener Erfahrung sprechen, aber bei jedem Veganer, den ich kenne, und das sind unterdessen ziemlich viele, war früher oder später eine ungebremste Konfrontation mit der Realität milliardenfacher Verbrechen an Tieren ausschlaggebend, sowohl verbal als vielfach auch bebildert.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Carolina: “… dass Veganer einen dermassen schlechten Ruf haben“! Nicht Veganerinnen haben – wie Sie unterstellen – einen schlechten Ruf, sondern das was OmnivorInnen nicht sehen und hören wollen, wovor OmnivorInnen mit einer kaum steigerungsfähigen Vehemenz die Augen verschließen, nämlich nichts anderes als das wovor VeganerInnen eben NICHT die Augen verschließen und dies immer auch wieder „anklagen“! Und dann… wird ganz salopp projiziert: die bösen VeganerInnen, „haben einen schlechten Ruf“! WIR verschließen die Augen vehement NICHT vor Speziesismus, Sexismus, Rassismus, Ausbeutung, etc.! Schauen Sie sich doch „Earthlings“, „What the health“, „Cowspiracy“, „Hope For All“, „Home [Yann Arthus-Bertrand, Extended Version]“, „Gabel statt Skalpell“, „Einfach. Bewusst. Leben“ an…

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        Ergänzung: …zeigen (auch) Sie doch Mut, wäre (und nicht nur ich) sehr gespannt über Ihre (und der anderer) Worte! Mir blieben Sie jedenfalls irgendwann – wir wurden ja schließlich (beinahe) alle (leider) zu OmnivorInnen GEMACHT (Stichwort: Indoktrination) – teils selbst heute noch, weg! Haben Sie den Mut, würde mich – wirklich(!) – SEHR freuen! 🙂

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Susi: “…wahrscheinlich klug wäre, etwas anders vorzugehen.“! Erinnerung: jährl. werden etwa 65Mrd. (weltweit) / 900Mio. (Deutschland) nichtmenschliche Säuglinge/Kinder „totgestreichelt“ (andere „Wellness“-Behandlungen, siehe in anderen meiner [und Florian Kellers] Kommentaren), verhungern Mio. menschliche Säuglinge/Kinder/Erwachsene, Umweltzerstörung, etc. (weitere Details, siehe – sicherlich bekannt – in einem meiner anderen Kommentare)! Wie auch Benutzer „Carolina“ geschrieben, schauen doch auch Sie sich die Dokus: „Earthlings“, „What the health“, „Cowspiracy“, „Hope For All“, „Home [Yann Arthus-Bertrand, Extended Version]“, „Gabel statt Skalpell“, „Einfach. Bewusst. Leben“ an, zeigen (auch) Sie dazu Mut, wäre (und nicht nur ich) auch auf Ihre Worte –
        ehrlich(!) – SEHR gespannt! 🙂

      • Susi sagt:

        @Florian: Es geht darum, dass Sie uns empathielos und egoistisch nennen, obwohl Sie uns gar nicht kennen. Sie können gerne meine Verhalten so nennen, nicht aber mich, denn Sie kennen mich ja nicht. Aus Ihrer Sicht bin ich eine Mörderin, aus der Sicht von über 90% der Gesellschaft aber nicht. Es geht um die Formulierungen, um den Mangel an Ich-Botschaften. SIE empfinden mein Verhalten als so und so, aus IHRER Perspektive ist es so und so, nicht aus der Perspektive der ganzen Welt. Und Ihre Perspektive ist nicht die einzig richtige, sondern eine subjektive. Egoistisch und empathielos genannt zu werden, sind Beschimpfungen. Besser das Verhalten kritisieren anstatt die Persönlichkeit. Das meine ich.

      • Susi sagt:

        @Unbequeme Wahrheit: Das ist jetzt mal tatsächlich ein konstruktiver Vorschlag. Ok, für so etwas bin ich auf jeden Fall offen und ich werde mir auf jeden Fall demnächst die Filme anschauen, die mir unmittelbar verfügbar sind: „Cowspiracy“, „Forks over Knives“ und „What the Health“. „Earthlings“ würde mich auch sehr interessieren, ich mag Joaquin Phoenix und weiss, dass seine Familie vegan lebt.

        Ich habe gesehen, dass das alles neuere Filme sind; als Teenager sah ich einen, der bei mir ziemlich nachhaltig gewirkt hat. Kann ich nicht an den Titel erinnern, aber es ging um eine Truthahnfabrik, wo man sah, wie die Tiere verarbeitet werden.

      • Florian Keller sagt:

        Soweit ich mich erinnern kann, habe ich ausschliesslich die Aussagen oder das Verhalten der Kommentierenden hier kritisiert und nie auf den Mann/die Frau gezielt. Sie können mich gerne zitieren, wenn Sie etwas anderes finden. Nun, einmal vielleicht, aber wer so was wie „Die Tiere sollen für ihr kurzes Leben im Knast dankbar sein, wenn ich sie nicht abstechen wollte, hätten sie gar keins“ von sich gibt, für den ist „gegenüber dem Leiden anderer gleichgültig“ definitiv eine der netteren Umschreibungen. Im Übrigen hat die Mehrheit nicht immer Recht, auch wenn es mehr als 90% sind.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        Wenn wir in der Geschichte (weltweit) zurückblicken, um einige Beispiele zu nennen: Sklaverei, Rassismus, Sexismus…, dachten sicherlich auch 90% der Bevölkerung, es sei Recht! Und? 65Milliarden (weltweit) / 900Millionen (Deutschland) sprechen „NUR“ eine andere Sprache und sehen „NUR“ anders aus… als wir! 90% der Bevölkerung denkt, was „wir“ machen, sei Recht!

      • Susi sagt:

        @Florian: Es sind fast 300 Kommentare, ich finde die Stelle grad nicht, wo Sie tatsächlich unverblümt sagen, dass Veganer bessere Menschen sind als Omnivoren. Mit einer solchen Aussage begeben Sie sich schon ein wenig aufs Glatteis, denn die Ernährung kann ja wohl kaum als Gütekriterium für die Persönlichkeit gelten. So spontan kommt mir da einer der grössten Massenmörder der Geschichte in den Sinn, der vegetarisch lebte und den man wohl rein objektiv als schlechten Menschen bezeichnen kann. Und warum Sie wiederholt von „Lügen“ und „Heucheleien“ reden, ist mir auch schleierhaft.

      • Florian Keller sagt:

        Veganismus ist keine Ernährungsform (resp. beschränkt sich nicht nur auf diese), sondern eine ethische Position, die Gewalt an Tieren auch für Bekleidung (Pelz, Leder, Seide, Wolle…), Unterhaltung (Zirkus, Zoo, Reiten, Stierkampf, Jagd…) sowie Tierversuche ablehnt.
        Freilich lässt sich nicht anhand einer linearen Skala feststellen, wer jetzt der „bessere Mensch“ ist. Wie ich aber betonte und gerne wiederhole: Bei anderweitig gleichen Parametern ist jemand, der seine Kinder schlägt, ein schlechterer Mensch als jemand, der das nicht tut, ebenso wie jemand, der Tiere absticht, ein schlechterer Mensch ist, als jemand, der sich der Gewalt verweigert und entgegenstellt.

      • Florian Keller sagt:

        A.H. aus B. war kein Vegetarier. Aber selbst, wenn er das gewesen wäre: Vegetarier misshandeln „Milchkühe“ und „Legehennen“ und sind somit im gleichen Boot wie alle übrigen Tierausbeuter, von Stierkämpfern über Fleischesser bis zu Walfängern.
        Die allermeisten lügen nun mal, wenn sie vom „Metzger nebenan“ fantasieren. Was ist mit dem Salamisandwich aus dem Supermarkt? Der Pizza Prosciutto? Dem Hot Dog in der Stadt, der Waffel vom Chilbistand, deren Eier mit Sicherheit nicht aus „Zweinutzungsbetrieben“ stammen? Und wenn Leute auf die Tatsache, dass das Töten von Tieren auch dann noch inakzeptabel ist, wenn diese zuvor über eine grüne Wiese laufen durften, beleidigt mit „esse jetzt extra Fleisch“ reagieren, entlarvt das jegliche vorgeschobene Besorgnis als Heuchelei.

      • Susi sagt:

        Ich kann ja nur von mir sprechen, und ich schreibe ja, dass ich teilweise auch Produkte aus der Massenhaltung konsumiere und es mir dort tatsächlich an Rückgrat fehlt. Alle in den gleichen Topf zu werfen, also Vegetarier, moderate Konsumenten von Produkten aus tierfreundlichee Haltung und Billigproduktkonsumenten finde ich nun mehr als befremdlich. Gerade Sie sagen doch weiter oben, dass es ein Erfolg sei, wenn jemand teilweise umstellt. Mit Ihren s/w-Forderungen lösen Sie ja aber eben diese Trotzreaktionen aus.

        Anyway, ich bin in der Mitte von „What the Health“. Interessant, dass der Film mehrheitlich ohne Dünkel auskommt, wäre also durchaus möglich, etwas auf die ruhigere Art zu vermitteln. Für mich ist die Wirkung echt nachhaltiger.

      • Florian Keller sagt:

        Ich habe ganz bewusst nicht von einem Erfolg geschrieben, sondern von einer Verhaltensänderung. Nämlich, um die Vorwürfe, dass ich mit meinen Kommentaren nichts resp. nur Trotzreaktionen bewirke, zu entkräften. Um die Analogie weiterzuspinnen:
        Es ist weniger schlimm, wenn jemand sein Kind nur einmal pro Monat schlägt, als wenn er das jeden Tag tut. Als Erfolg ist dennoch erst das Bekenntnis zum konsequenten Gewaltverzicht bezeichnen. Alles andere wäre respektlos gegenüber den Opfern. Dasselbe gilt für Gewalt an sogenannten Nutztieren.

    • Stabiler sagt:

      @Stadtmutti: Auch wenn es eher plakativ ist und streckenweise auf amerikanische Verhältnisse zugeschnitten, mag dem einen oder anderen das folgende Erklärungsvideo helfen, zu verstehen, wieso manche Leute Milchkonsum generell bleiben lassen möchten:

      https://www.youtube.com/watch?v=mFgTQgf3FoE&t

      • extraterrestre sagt:

        ich bin auch eher der Meinung wie stadtmutti. es führt meiner Meinung nach am ziel vorbei, die Leute zu Veganismus bekehren zu wollen. da, wo ich wohne, kaufe ich Fleisch von einem Hof, den man sich anschauen kann, man kann die Tiere anschauen gehen, weiss, dass sie auf dem Feld sind, etc. dasselbe mit den eiern. man muss sich halt aufraffen, und die höfe mal anschauen gehen. die Produkte kaufe ich auf dem Markt oder in ausgewählten Supermärkten, die den verkauf von lokalen Produkten fördern. falls ich mal nicht so einkaufen kann, schaue ich auf biozertifizierung. Allg. esse ich weniger fleisch&Co. das traurige ist, dass der Konsument die volle Verantwortung und die kosten übernimmt. der Staat finanziert vorwiegend betriebe, die Massenproduktion leisten, DAS ist das eigentliche übel.

      • Stabiler sagt:

        @extraterrestre: Ich gebe Ihnen recht – bekehren (so mit Argumenten und so, von heute auf morgen) funktioniert fast nie.

        Was vielmehr funktioniert, ist, als ‚gutes‘ Beispiel voranzugehen. Als ich als Jugendlicher zum ersten Mal von „vegan“ gelesen habe, dachte ich mir auch: Was essen die denn noch? Unterdessen bin ich seit zwei Jahren mit einer veganen Freundin & begnadeten Köchin zusammen und merke, dass ich seither ungleich vielseitiger esse als zuvor.

        Das Problem ist doch: Was ist noch Information und wo beginnt ‚Bekehrung‘? Ist der Versuch, andere Mitmenschen auf schlechte Tierhaltebedingungen (auch in der CH) aufmerksam zu machen, schon bekehren? Was ist mit dem Richtigstellen nachweislicher Falschinformation? Das empfindet doch jeder anders.

      • Carolina sagt:

        Stabiler: Es ist überhaupt kein Problem, diese Gratwanderung zu bestehen. Wenn Ihnen wirklich das Tierwohl am Herzen liegt, nutzt es Ihnen gar nichts, Menschen, die Sie ja eigentlich nachdenklich machen wollen, zu beschimpfen, bis Sie Ihnen (siehe oben bei FK) gar nichts mehr abnehmen, sondern Sie nur noch für einen obsessiven Missionar halten, der jedes Gefühl dafür, wie man mit seinen Mitmenschen (!) umgeht, verloren zu haben scheint.
        Wer, wenn nicht ein sozial nicht gerade kompetenter Mensch, glaubt wirklich, dass er mit dieser Form von Umsichschlagerei einen Fleischesser zum Veganer konvertieren kann?
        Mich bringen Menschen wie Mira oben zum Nachdenken, weil sie immer noch die Individualität der anderen achten. Ansonsten bin ich eine alte Zynikerin, die Studien erst einmal

      • Carolina sagt:

        /2 misstraut und ‚cui bono‘ fragt – wobei fast immer mein Misstrauen bestätigt wird.
        Im Prinzip möchte ich Menschen ihre persönliche Freiheit lassen, dazu gehört auch die Ernährung. Bin aber seit langem dezidiert der Meinung, dass eine Massentierhaltung und die damit einhergehende Geiz-ist-Geil-Mentalität ein absolutes Unding ist. Also esse und kaufe für meine Familie nur Fleisch, von dem ich weiss, dass es aus der Umgebung aus guter Haltung kommt – wir essen also nur relativ wenig Fleisch.
        Aber wie erklären Sie das den Mio von Verbrauchern, die mit absoluter Selbstverständlichkeit annehmen, die Grossverteiler seien dazu da, ihnen billiges und tägliches Fleisch zu besorgen? Hier müsste man ansetzen, nicht bei Verteufelung und Verurteilung anderer.

      • Carolina sagt:

        Der zweite Teil hängt, warum auch immer!

        Nur das noch: ich kann – wie Stadtmutti und die meisten Menschen (im übrigen ist es noch interessant, dass Veganer, deren Anteil auf ca 2% der Bevölkerung geschätzt wird, doch über sehr schlagkräftige Lobbyisten zu verfügen scheinen) damit leben, dass ich nur dadurch, dass ich lebe, das Oekosystem belaste, einen Fussabdruck hinterlasse, Ameisen beim Laufen im Wald umbringe, Fische beim Schwimmen verdränge und für meine Ernährung sowohl Tiere als auch Pflanzen sterben müssen. Ich glaube nicht, dass ich deshalb ein schlechter Mensch bin, sondern versuche im kleinen, in meinem persönlichen Umfeld, mein Dasein hier der Erde etwas zu erleichtern – viel ist das nicht, ich weiss. Aber wären wir wirklich konsequent, das gilt auch für FK und Kollegen,

      • Carolina sagt:

        /2 müssten wir uns die Kugel geben, alle, müsste es verboten werden, noch Kinder in die Welt zu setzen. Dogmatismus und das Zurschaustellen angeblicher moralischer/ethischer Ueberlegenheit sprechen für mich eher von einer Art mentaler bzw geistiger Umweltverschmutzung, die gar niemanden zum Umdenken bringt, sondern Menschen eher vertreibt.

  • Baiger sagt:

    Teil 3
    Die Postulierung absoluter moralischer Wahrheiten benötigt also zwingend eine Welt jenseits des rein materiellen. Sonst ergeben moralische Vergleiche keinen Sinn. Sobald ich sage, eine bestimmte Handlung sei moralisch besser als eine andere, messe ich ja beide an einem Massstab und sage, dass die eine Handlung diesem Massstab näher komme als die andere.
    Doch der Massstab, an dem ich zwei Dinge messe, ist etwas anderes als diese beiden Dinge. Tatsächlich vergleiche ich sie beide mit so etwas wie einer „echten“ Moral, die ABSOLUT ist und nicht davon abhängt, wie die Leute darüber denken.
    Das Witzige ist nun, dass die Menschen die Existenz dieser absoluten Moral in ihrer Argumentation stets implizit voraussetzen, und zwar auch jene Menschen, die rein materialistisch argumentieren.

    • Widerspenstige sagt:

      Das können materialistisch Denkende bzw. aufgewachsene wenig verstehen und deshalb fühlen sich diese so sehr in ihrer Welt angegriffen. Es braucht dazu eine Lebensphilosophie, wie es Hindus oder Buddhisten gewohnt sind und deshalb ohne grössere Bedenken in vereinzelten Volksgruppen wie zB den Bishnoi in Rajasthan/Indien einfach so leben – lacto-vegetabil (ob eher aus Not eine Tugend entstand bei anderen Volksgruppen, sei jetzt mal weniger relevant in diesem Kontext).

      Es erklärt auch eher die ablehnende Haltung bei Volksabstimmungen in CH, wenn es um Mindestlöhne, mehr Ferien oder gar ein garantiertes Grundeinkommen geht: die materialistischen Denkmuster überwiegen.

    • Marcel Mertz sagt:

      Ich stimme Ihrer Beobachtung zu, dass es in dieser Diskussion neben den inhaltlichen Differenzen auch erhebliche meta-ethische Differenzen gibt (also Differenzen bezüglich der Frage, was Moral „ist“, was moralische Sätze bedeuten, wie Moral begründet werden oder das moralisch Richtige/Falsche erkannt werden kann usw. usf.), und diese Meta-Differenzen die inhaltlichen z.T. stark verschärfen. Nicht einverstanden bin ich dagegen mit ihrer Behauptung, für absolute moralische Sätze werde stets eine „metaphysische Welt“ benötigt. Moderne Utilitaristen, die oft sog. Non-Kognitivisten sind (moralische Sätze gerade nicht für wahrheitsfähig halten) z.B. benötigen das nicht, können aber dennoch konsistent moralisch universelle Urteile fällen. Denn dazu genügt ein Präskriptivismus (Hare).

  • Billabong sagt:

    Verschwörungstheoretiker wollen die Welt retten. Rette sich vor ihnen, wer kann!

  • Baiger sagt:

    Teil 2
    Denn Moral ist letztlich eine Empfindung in unseren Köpfen und existiert nicht ausserhalb von diesen. Und wenn unser Gehirn das Ergebnis sinn- und zielloser Evolution ist, so sind moralische Empfindungen bloss eine Illusion, die unser Gehirn für uns erzeugt. Objektives Gut und Böse gibt es dann ganz einfach nicht.

    • Marcel Mertz sagt:

      Wenn mit „objektiv“ so etwas wie „unabhängig vom Menschen“ gemeint ist, ist das richtig; so betrachtet ist es „subjektiv“. „Subjektiv“ muss aber nicht gleich „willkürlich“ oder „beliebig“ usw. bedeuten. Wenn Sie meta-ethische Positionen wie jene von David Hume und ähnlichen Autor_innen betrachten, würden die sagen, dass auch wenn Moral im Menschen gründet, sogar in den Gefühlen der Menschen, diese gerade deshalb nicht völlig willkürlich sind – weil Menschen auf gewisse Ereignisse ähnliche Empfindungen haben (z.B. Zufügung von Schmerz). Ähnlich auch Interessens-basierte Ethiken, die Moral in den basalen (Selbst-)Interessen von Personen gründen (z.B. dem Interesse, nicht geschädigt zu werden). Derlei genügt völlig, um zumindest eine intersubjektive Moral zu ermöglichen.

      • Baiger sagt:

        Dass Menschen ähnliche Gefühle haben ist Ausdruck dessen, dass wir alle den gleichen genetischen Ursprung haben. Es bedeutet nicht, dass unseren moralischen Empfindungen deswegen innerweltlich objektive Wahrheit zukommt. Die Natur kennt keine moralischen Wahrheiten. Nur chemische, physikalische, mathematische Wahrheiten.
        1 + 1 ergibt auch dann noch 2 wenn kein Mensch mehr da ist, der rechnen kann. Aber dass Töten oder stehlen usw. moralisch falsch ist, ist keine unabhängig vom Menschen existierende Wahrheit. Natürlich kann man sich gesellschaftlich darauf einigen, dies allgemein als moralisch verwerflich anzusehen. Aber das sind dann reine Konventionen, keine absoluten Wahrheiten. Moral kann nur absolut sein, wenn sie in sich selbst existiert. -> Metaphysische Ebene!

      • Mertz.Marcel@mh-hannover.de sagt:

        1) „Die Natur“ kennt ebenfalls keine chemischen etc. Wahrheiten, weil „Wahrheit“ klassischerweise eine Relation zwischen einer Aussage eines erkennenden Subjektes und einem zu erkennenden Objekt beschreibt. Wenn, können also nur erkenntnisfähige Entitäten (z.B. Personen) Wahrheiten kennen. Sie könnten aber sagen, dass moralische Sätze nicht wahrheitsfähig sind oder dergleichen (z.B. weil es keine Sachverhalte gibt, mit denen solche Sätze „korrespondieren“ können). 2) Dass etwas nicht unabhängig vom Menschen wahr sein kann, bedeutet nicht, dass es deshalb prinzipiell nicht wahr sein kann; auch viele empirische Sachverhalte (z.B. soziale Institutionen) bestehen nur, weil es Menschen gibt, dennoch sind Aussagen darüber wahr oder falsch. Dieser Umstand alleine genügt also nicht.

      • Mertz.Marcel@mh-hannover.de sagt:

        3) Was genau meinen Sie mit „absoluter Wahrheit“ in diesem Kontext? Etwas, das mit Gewissheit gewusst werden kann? Das haben Sie aber auch in der (empirischen) Naturerkenntnis nicht – keine moderne Wissenschaftstheorie geht hinter den Fallibilismus zurück (und dieser bestreitet Gewissheitsansprüche gerade wissenschaftlicher Erkenntnisse). Oder meinen Sie mit „absolut“ dasselbe wie „universal“, also für alle gleichermaßen gültig? Das wäre aber nicht zwingend dasselbe wie „objektive Wahrheit“. Ein moralisches Prinzip bspw. könnte einen Universalisierungsanspruch erheben („absolut“ sein) und dennoch „nur“ subjektiv (= über den Menschen und seine Gefühle, seine Vernunft oder Diskursfähigkeit etc.) begründet sein (vgl. z.B. kat. Imperativ oder diskursethisches Moralprinzip).

      • Marcel Mertz sagt:

        4) Wenn Sie einräumen, dass Menschen vergleichbare Empfindungen auf ähnliche Ereignisse haben können, vielleicht auch zustimmen, dass Menschen vergleichbare Grundbedürfnisse und Basisinteressen haben, dann scheint mir schwierig zu werden, die Möglichkeit darauf basierender allgemeiner (!) Normen (wie klassischerweise ein Nichtschadensgebot oder ein Gebot des Respekts vor der Selbstbestimmung) zu verneinen. Das sind mehr als bloße Konventionen wie z.B., ob Links- oder Rechtsverkehr gelten soll etc. Dass hingegen spezifizierte/konkretisierte Normen und erst recht Einzelfallurteile kontext-spezifisch ausfallen (müssen) und damit i.d.R. nicht verallgemeinerbar sind, ist unbestritten. Aber um diese geht es bei einer Moralbegründung auch nicht, sondern um allgemeine Normen/Prinzipien.

      • Baiger sagt:

        Ein „mehr als blosse Konventionen“ gibt es nicht. „Konvention“ -> conventio, bedeutet „Übereinkunft“. Darum heisst es z.B. auch „Konvention der Menschenrechte“.
        Wie gesagt, Wahrheit kann nur absolut sein, wenn sie in sich selbst existiert. Sie stellt in dem Sinne eine eigenständige Wirklichkeit dar. Genau so wirklich wie der Stuhl auf dem ich sitze oder die Luft, die ich atme. Da Moral in der uns bekannten materiellen Welt aber keine eigenständige Wirklichkeit besitzen kann, existiert sie entweder gar nicht, oder aber sie ist Teil einer anderen (metaphysischen) Welt, deren Existenz wir nur indirekt (durch unsere moralischen Empfindungen) erahnen können.

  • Baiger sagt:

    Teil 1
    Veganismus sehe ich als eine Art Ersatzmoral. Als Ersatz für religiöse Regeln, wie man sie früher hatte.
    Genauso wie im religiösen Bereich werden nicht blosse Meinungen geäussert, sondern absolute Wahrheiten postuliert. (Also nicht: „Das Töten eines Tieres EMPFINDE ICH als moralisch falsch“, sondern: „Das Töten eines Tieres IST moralisch falsch“.)
    Das Problem dabei: Als rein weltliche Moral kann sie auf nichts Absolutes als Rechtfertigung verweisen. Absolute moralische Wahrheiten setzen aber stets eine metaphysische Ebene voraus. Rein innerweltlich (auf der materiellen Ebene) gibt es so etwas wie absolute moralische Wahrheiten gar nicht.

    • Marcel Mertz sagt:

      „Rein innerweltlich (auf der materiellen Ebene) gibt es so etwas wie absolute moralische Wahrheiten gar nicht.“
      Damit vertreten Sie aber selber auch schon eine ganz bestimmte meta-ethische, genauer moralontologische Position, die keineswegs Konsens ist und philosophisch diskutierbar ist/bleibt. Auch Ihre Moralsemantik, bei der ein Satz wie „Töten von Tieren ist falsch“ als „Das Töten eines Tieres EMPFINDE ICH als moralisch falsch“ zu deuten ist, ist wiederum eine ganz bestimmte meta-ethische, hier eher sprachphilosophische Position, die wahrscheinlich so in Richtung dessen geht, was in der Philosophie „Emotivismus“ genannt wird. Auch das ist keineswegs zwingend, bzw. wenn Sie die (absolute?) Wahrheit dieser These behaupten, kommen auch Sie in erkenntnistheoretische Probleme.

  • Unbequeme Wahrheit sagt:

    Einfach mal folgende Dokumentationen anschauen (mehr als sinnvoll investierte Zeit, erspart zudem SEHR viel [Unsinn]schreiberei), „Earthlings“, „What the health“, „Cowspiracy“, „Hope For All“, „Home [Yann Arthus-Bertrand, Extended Version]“, „Gabel statt Skalpell“, „Einfach. Bewusst. Leben“, etc.! Dann dürfte UND müsste jedem „ein Licht aufgehen“! Wenn auch dann nicht, na ja, dann…

  • Unbequeme Wahrheit sagt:

    Erinnerung! Die Tierhaltung, damit der Konsum von „Produkten“ tierlichen Ursprungs, ist die primäre Ursache für die größten Probleme unserer Zeit! Vom Klimawandel, über die Rodung aller Wälder, bis hin zur Ressourcenverschwendung und Trinkwasserproblematik GIGANTISCHEN Ausmaßes, damit auch DIE primäre Ursache f. das Verhungern Tausender Säuglinge, Kinder und Erwachsener / täglich, unsägliches Leid von Milliarden nichtmenschlichen Säuglingen (Kalb, Ferkel, Lamm…) & Kindern (Kuh, Schwein, Schaf…) / jährlich, letztlich verantwortlich für die Zerstörung ALLER Lebensgrundlagen ALLEN Lebens auf diesem Planeten! Wenn Ihnen vor Erwähntes (einige wenige Beispiele unzähliger) nicht gleichgültig sein sollte, Ihnen nur etwas an unserem Planeten liegt, dann gibt es nur EINE EINZIGE Lösung: vegan leben!

    • Widerspenstige sagt:

      Das ist viel zu heftig und aggressiv dargestellt und will der eher materialistisch bzw. rational Denkende nicht als Spiegel vorgehalten bekommen. Mehr Feingefühl in der Kommunikation ist da wegweisender.

      Mein probates Mittel wäre ein Besuch von Schulklassen in einem Schlachthof oder wenigstens Besuch eines Bauernhofes mit Massentierhaltung. Das wäre viel effektiver und nachhaltiger.

      • Stadtmutti sagt:

        Also DIE primäre Ursache für das Verhungern ist ja wohl eher ein Verteilproblem…

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Stadtmutti: “…ein Verteilproblem…“! Damit haben Sie „den Nagel auf den Kopf getroffen“! Denn, etwa 90-98% der Weltsojaernte (GVO), etwa 50% andere Getreideernte, etwa 40% der Meere geraubten „Bewohnern“ (Stichwort: Fischmehl) und eine GIGANTISCHE Süßwassermenge (u. a. auch „Produktions“prozesse, sowie, selbstverständlich müssen auch nichtmenschliche Tiere Flüssigkeiten zusich nehmen), dient als Futter Abermilliarden nichtmenschlicher Säuglinge und Kinder, während etwa alle 3 Sekunden ein menschliches Kind (Erwachsene unberücksichtigt) verhungert und/oder verdurstet! Sie haben es als völlig korrekt erkannt, vielen Dank für Ihren wichtigen Hinweis!

  • Hans Knecht sagt:

    Fazit; Frauen, hört auf eure Kinder zu stillen und gibt ihnen dafür Milch mit Fleischpulver!

    [Der Text beinhaltet möglicher Weise eine Spur Humor]

  • Billabong sagt:

    Ist eine Ernährung, bei der man B12 supplementieren muss, eine natürliche Ernährung? Die Antwort erübrigt sich. Ich hatte einen B12-Mangel. Ich wünsche es keinem. Was nicht heißt, dass man den Konsum von tierischen Produkten nicht mäßigen soll.

    • Unbequeme Wahrheit sagt:

      @Billabong: was denken Sie wohl, warum B12-Mangel epidemiologische Ausmaße angenommen hat, warum dies überwiegend OmnivorInnen betrifft, dagen so gut wie keinen/e Veganer/In, warum der ABSOLUTE Großteil der Nahrungsergänzungmittel (incl. B12) NICHTVEGAN ist, im Umkehrschluss der geringste Teil vegan ist? Ja, korrekt, weil die Tierqualindustrie (omnivore) Menschen seit Jahrzehnten belogen u. indoktriniert hat (und dies weiterhin tut), sie bräuchten „Nahrung“ tierlichen Ursprungs! Hört endlich mal mit diesem B12- u./o. Mangel-Märchen/Unsinn auf, denn es ist mittlerweile MEHR als abgedroschen! Oder wollt ihr (OmnivorInnen) d. Wahrheit einfach nicht hören, weil sie zu unbequem ist! Bittte informieren! Bspw. a. d. Kanal v. „Vegan ist ungesund“ o. „Der Artgenosse“, müsste dann „läuten“!

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        Ergänzung: beide Kanäle auch auf YouTube! „Der Artgenosse“ auch HP!

  • Doria Gray sagt:

    Es gibt durchaus auch wissenschaftliche Argumente für einen (moderaten, gerne auch biologischen) Konsum tierischer Produkte.
    1. Der Mensch hat in der Urzeit gejagt, gefischt und Pflanzen gesammelt. Später sind Ackerbau und Viehzucht dazugekommen.
    2. Das Kochen bzw Braten von Fleisch sowie die Erfindung des Steinmessers machten Reisszähne überflüssig. Deshalb sind die fehlenden Reisszähne kein Argument für eine vegane Ernährung.
    3. Gerade in der CH lassen sich viele Flächen kaum für den Ackerbau nutzen, dafür umso besser als Weiden für Wiederkäuer.
    4. Man kann sich durchaus überlegen, ob es ethisch gerechtfertigt ist, auf der Weide gehaltene, artgerecht ernährte Tiere zu töten und zu essen. Aber durch die Nutzung von Honig, Bienenwachs oder Wolle kommt kein Tier zu Schaden.

    • Florian Keller sagt:

      1. Früher wohnten wir in Höhlen, heute nicht mehr. Früher Betrug die Kindersterblichkeit 50% und mehr, heute nicht mehr. „War schon immer so“ taugt nicht als Argument.
      2. „Deshalb sind die fehlenden Reisszähne kein Argument für eine vegane Ernährung.“
      Das hat auch nie jemand behauptet.
      3. Nicht jede Fläche muss zwingendermassen wirtschaftlich genutzt werden.
      4. Artgerecht ist nur die Freiheit. Auch Bienenvölker werden „abgeschwefelt“, d.h. vernichtet., wenn sie den „produktiveren“ Stöcken die Blüten streitig machen. Auch „Wollschafe“ sind Qualzüchtungen und werden bei nachlassender Rentabilität „entsorgt“.
      Soviel zu den „wissenschaftlichen“ „Argumenten“.

    • Geronymo sagt:

      Der Mensch hat seit Urzeiten Sklaverei betrieben, Kriege geführt und Frauen diskriminiert. Soll man das deswegen beibehalten? Der Mensch hat nicht nur keine Reisszähne, sondern es fehlen ihm auch andere Merkmale der Fleischessers, wie Kürze des Verdauungstraktes, Speichel-und Magensäurezusammensetzung. Durch die Nutzung von Bienenprodukten kommen sehr wohl Bienen zu Schaden, schliesslich ist die ihnen untergeschobene Ersatznahrung minderwertig und führt zu Krankheitsanfälligkeit. Was Wolle angeht, kommt es wegen der Akkordbedingungen regelmässig zu Misshandlungen und Mulesing und die Schafe enden letzendlich nach qualvollem Tiertransport (Überseefrachter) im Schlachthof, wo ihnen die Schächtung droht.

  • Florian Keller sagt:

    All jenen, die mit der deutlichen und unmissverständlichen Forderung nach Veganismus und Tierrechten nicht klarkommen und sich darüber beschweren, dass wir Tierrechtler zu aggressiv seien, sei folgendes Zitat des Schriftstellers Maurice Maeterlinck ans Herz gelegt:
    „Die besondere Zurückhaltung von heute wird das Mindestmaß menschlichen Verhaltens von morgen sein. Zur Zeit der spanischen Inquisition war die Meinung, man solle nicht allzuviele Ketzer verbrennen, ganz sicher Ausdruck gesunden Menschenverstandes und angemessener Mäßigung. Extreme und unvernünftige Stimmen verlangten damals, man dürfe gar keine verbrennen.“

    • Renatus sagt:

      Bert Brecht ist etwas bekannter: „Erst kommt das Fressen, dann die Moral; Dreigroschenoper“. – (Brecht stand politisch links).

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        Hätte Bertholt Brecht damals bereits über den Moral- und Werteverfall, sowie die Verrohung der Gesellschaft gewusst, so wäre sein Zitat mit Sicherheit leicht modifiziert erfolgt: „Erst kommt das Fressen, dann käme die Moral! Da das Fressen aber weiter geht, kommt die Moral wohl nie“!

  • Renatus sagt:

    Ich kann mir Tournedos Rossini nicht mit Tofu vorstellen. Und ich liebe die Musik von Gioachino Rossini sehr. Gehört auch zur Italienischen Hochkultur, dazu noch von Frankreich inspiriert. Also die besten besten Küchen der Welt zusammen.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Ihre Vorlieben in Ehren, aber denken Sie, es ist eine gute Idee persönlichen Genuss als einzigen Massstab für moralisches Handeln zu nehmen?

  • dres sagt:

    Ich würde jetzt einfach den Sommer geniessen. Und auf meinem Grill hat es durchaus auch Platz für Gemüse. Aber nicht nur.

  • Blog-Redaktion sagt:

    Liebe Leserinnen und Leser. Wir wissen, es ist ein heisser Tag heute, die überaus hitzigen Wortmeldungen haben vielleicht auch damit zu tun. Wir möchten Sie jedoch daran erinnern, dass wir beleidigende, unsachliche und themenfremde Kommentare nicht publizieren. Die Redaktion

    • Brunhild Steiner sagt:

      ehm, also das haben Sie sich jetzt aber ein bisschen selber verursacht, oder nicht? Freitag war doch Exempel genug? Und die Ansage, ein vertieftes- und von uns als „objektiv-gründlich“ verstanden, Interview würde heute folgen, kam auch nicht aus der Community… .

      Im Übrigen gibts die unter-der-Gürtellinie-Ausuferungen auch im Winter…, mit dem Wetter hats wohl eher weniger zu tun.

    • Widerspenstige sagt:

      Wer die Wahrheit sagt, braucht ein schnelles Pferd. (chin. Sprichwort)

    • Widerspenstige sagt:

      Das brisante Thema hat auch Richard David Precht mit seinem Buch ‚Tiere denken‘ philosophisch abgehandelt und auch er fordert mit Vehemenz ein Umdenken. In der Sternstunde Philosophie kam es vertieft zur Sprache in SRF1 letzten Sonntag ‚Wem gehören die Tiere?‘. Interessante Analyse.

      • Renatus sagt:

        Ja, interessantes Thema. Wer hat denn diese Evolution, und das dieser innewohnenden Fressen und gefressen werden erfunden? Und nun will Mensch ein Übermensch werden, und das alles kontrollieren? Das kam historisch nie gut.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Der Mensch hat sich bereits seit mehreren Jahrtausenden mittels Kultur immer wieder gegen die gnadenlose Natur zu stemmen gewusst. Dass dies historisch gut war, ist wohl unbestritten, oder wollen Sie zum archaischen Naturzustand zurückkehren?

      • Hans Hintermeier sagt:

        21:02 ging an Renatus.

        Übrigens, Danke für den Hinweis mit der Sternsunde-Sendung, Widerspenstige.

      • Widerspenstige sagt:

        Aber gerne geschehen, Hans Hintermeier.

      • Widerspenstige sagt:

        Renatus, wir Menschen sind kulturell weit fortgeschritten seit der Höhlenbewohnung wie Herr Hintermeier es treffend sagt. Nur esstechnisch wollen wir in jener Zeit stehen bleiben? Wir sind doch so gerne wählerisch und wollen modern sein – aber hier versagt der Fortschrittswahn? Sonderbar.

  • Susi sagt:

    Liebe radikale Tierrechtsaktivisten

    Mir wird klar, dass Sie offenbar irgendwelche Zufuhr gewinnen durch die Streitereien und die Ausgrenzungen, denn wäre dem nicht so, würden Sie anders vorgehen und anders argumentieren.
    Vielleicht wäre es an der Zeit, die wahre persönliche Motivation Ihrer Aktivitäten zu hinterfragen, am besten mit Hilfe. („Warum beziehe ich einen Gewinn aus Streitereien? Woran erinnern mich diese Streitereien, vor allem auch, wenn ich an meine Kindheit denke? Wie fühle ich mich bei diesen Streitereien, was lösen die wütenden Reaktionen bei mir aus? Woran erinnern mich diese Gefühle?“)

    Manchmal braucht es ein paar Jahre, um an den Kern der Sache zu kommen. Lohnt sich aber.

    Viel Erfolg dabei
    Susi

    • Brunhild Steiner sagt:

      … bin ja gespannt auf die Reaktion…, immerhin haben Sie Ihre unterrichtsfreie Zeit der Völkerverständigung gewidmet, ich bin dazu übergegangen gewisse Namen und ihre Einträge zu überspringen…

      • Susi sagt:

        Ach, Brunhild, ich erwarte eigentlich gar keine Reaktion. Und ja, irgendwie habe ich schon viel zu viel Zeit in diesem Thema verbracht, ich sollte es wie Sie tun und vieles überspringen. (Oder mich fragen: „Welche persönliche Motivation bringt mich dazu, diese Äusserungen zu lesen und mich zu nerven? Mich auf eine solche Art von Austausch einzulassen? Woran erinnert mich das, vor allem auch, wenn ich an meine Kindheit denke?“ 😉 )

        Das Problem ist, dass ich in den letzten Tagen viel Zeit am PC verbracht habe (Semesterplanung) und dann zwischendurch ständig hier wieder reinschaue. Muss ich dringend reduzieren, das Wetter ruft auch nach anderen Aktivitäten!

      • Florian Keller sagt:

        Mit Veganern ist es wie mit Erwachsenen: Zuerst nerven sie einen, dann wird man selbst zu einem und realisiert, dass sie die ganze Zeit über Recht hatten.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Meine Beweggründe für den Kampf für das Lebensrecht der Tiere ist das katastrophale Leiden der Milliarden Tiere im menschbetriebenen barbarischen weltweiten Holcaust der Tiere, an dem Susi offensichtlich auch beteiligt ist. Ihre Motivation für Ihren Kommentar ist übrigens Ihre Sucht nach Tierprodukten, von der Sie nicht ablassen können. Sonst noch Fragen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        jemand der in diesem Zusammenhang das Wort „Holo caust“ anwendet disqualifiziert sich selber.

      • Stabiler sagt:

        @Brundhild Steiner: Lustig, dass Sie das so sehen, denn tatsächlich ziehen zahlreiche Holocaust-Überlebende diesen Vergleich selbst. U.a. der Literatur-Nobelpreisträger Isaac Bashevis Singer, der sagte:

        „In relation to animals, all people are Nazis; for the animals, it is an eternal Treblinka.“

        Bezeichnenderweise hat Israel den weltweit höchsten Veganer-Anteil in der Bevölkerung – ungefähr 5%. Möge jeder seine eigenen Schlüsse daraus ziehen.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Steiner: mit der Selbstauferlegung von Denkverboten werden Sie nicht weit kommen im Erkennen der Wahrheit und im speziellen des himmelschreienden Martyriums der Tiere unter der Fuchtel des Homo sapiens. Wobei das ja gerade dasZiel ist, wie immer in diesem Zusammenhang motiviert von der eigenen Sucht nach Tierprodukten, von der man nicht ablassen kann.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Brunhild Steiner: schämen Sie sich nicht, das Sie selbst Shoha(Holocaust)-Überlebenden mit Ihrem zynischen Kommentar meinen das Wort verbieten zu wollen! UNERTRÄGLICH, Ihr Zynismus! Sie sollten mal etwas recherchieren, wie und das sehr viele Shoha-Überlebende den Holocaust direkt mit den Verbrechen a. d. Tieren verglichen UND vergleichen! Nochmals, UNERTRÄGLICH Ihr kaum steigerungsfähig arroganter Zynismus, Sie sollten sich abgrundtief schämen!!! Es gibt KEIN grösseres Verbrechen, was Menschen durch die Shoha (Holocaust) jemals Menschen angetan haben! Es gibt KEIN grösseres Verbrechen, was Menschen (menschliche Tiere) nichtmenschlichen Tieren jemals angetan haben u. weiterhin antut! Und wenn dies selbs Shoha-Überlebende aussprechen, dann verbieten Sie bitte diesen Menschen NICHT das Wort!

      • Susi sagt:

        @mira: Haben Sie die Beschimpfungen hier von Benutzer „Unbequeme Wahrheit“ gelesen? Wollen Sie mir jetzt wirklich sagen, sowas sei nicht hochgradig gestört?

      • mila sagt:

        Ich schätze, Susi, dass Extremismen durchaus austauschbar sind. D.h. sie ziehen immer eine bestimmte ‚Couleu‘ von Menschen an, der Glaubeninhalt, das Dogma, ist dabei im Grunde nahezu beliebig. Insofern geht es ab einem bestimmten Punkt auch nicht (mehr) um die Sache an-und-für-sich, sondern um Messianismus und fanatische Selbstüberhöhung im erleuchtet-erlauchten Zirkel(schluss) einer als unumstösslich ‚erkannten‘ Wahrheit. (Moderate) Veganer wie mira werden das nicht nachvollziehen können, weil sie tatsächlich aus anderem Holz geschnitzt sind.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Susi: Sie bezeichnen das Aufführen von Fakten als „Beschimpfen“? Haben Sie meinen Kommentar vielleicht nicht gelesen, oder inhaltlich einfach nur nicht begriffen? Wie unerträglich kann etwas sein, wenn Shoha(Holocaust)-Überlebende Verbrechen beschreiben, ihnen dann von Menschen, welche tagtäglich UNSÄGLICHE Verbrechen an Milliarden nichtmenschlichen Säuglingen/Kindern, Millionen menschlichen Säuglingen/Kindern/Erwachsenen (Stichwort: Verhungern/Verdursten), sowie die Zerstörung sämtlicher Lebensgrundlagen ALLEN Lebens in Auftrag geben, dabei all diese Verbrechen mit einer unerträglichen Ignoranz, Leugnung UND Besserwisserei, das Wort verbieten? Das nennen Sie „Beschimpfen“, das Aufführen von Taten, welche JEDER Omnivor/In, AUCH Sie, zu verantworten hat! Beinahe fehlten mir die Worte!

      • Susi sagt:

        @mila: Das ist es genau. Sie drücken es einfach noch präziser aus als ich, danke.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Susi

        danke 🙂 und entspannten Tag, geniessen Sie möglichst „digital-lektürenfrei“ 😉

      • Susi sagt:

        @Brunhild: Ja, mein PC-Morgen ist jetzt vorbei, nun ist Badi angesagt. Heute gehen wir in die Letzi-Badi, ein wenig Wellenreiten 😀

        Ihnen auch einen schönen Tag!

    • mira sagt:

      Ich beschäftige mich immer wieder mal mit dem Konzept der gewaltlosen Kommunikation. Um einen sinnvollen Dialog zu führen, ist es hilfreich sich daran zu erinnern, dass

      a) der andere jeweils sein Bestes gibt und durchaus gute Gründe für sein Handeln (hier Schreiben) hat.

      b) Anstatt dem anderen Unzulänglichkeiten jedwelcher Art vorzuwerfen, ist es zielführender, zu verstehen versuchen, was den anderen wirklich bewegt (zB Tierrechte, Umgang mit Gelüsten/Hunger/Allergien, etc etc).

      Das ist natürlich nicht ganz einfach (gerade in einem Forum) und mag auch gegen sein Ego/Überzeugungen gehen. Ich bin aber überzeugt, dass dies langfristig zu mehr Verständigung führt.

      • Susi sagt:

        @mira: „Anstatt dem anderen Unzulänglichkeiten jedwelcher Art vorzuwerfen, ist es zielführender, zu verstehen versuchen, was den anderen wirklich bewegt (zB Tierrechte, Umgang mit Gelüsten/Hunger/Allergien, etc etc).“

        Wie gesagt, ich glaube mittlerweile, dass es eben nicht diese Beweggründe sind, die dahinterstehen. Sonst würde man anders argumentieren. Nach diesem Hickhack in den letzten Tagen bin ich überzeugt, wenn man so vorgeht wie einige hier, dann steckt etwas anderes dahinter, da passiert irgendeine Verschiebung.

        Das ist meine Meinung und Überzeugung, und die darf ich auch äussern.

      • mira sagt:

        Susi, jemand anderem psychische Probleme zu unterstellen, nur weil dieser anderer Meinung ist und diese auch lautstark vertritt, ist ein heftiger Brocken. Wir leben in einer freien Gesellschaft, da muss man andere Meinungen zulassen können. Und das gilt imho für alle Seiten!

      • Susi sagt:

        Mira, über 95% der Mitmenschen „Mörder“ zu nennen und mit Nazis zu vergleichen, ist m.M.n. ein um vieles heftigerer Brocken und für mich ist klar, dass ich beginne, mich zu fragen, was mit diesen Leuten eigentlich los ist. Solches Austeilen finde ich halt einfach wirklich gestört. Was ich denke, ist natürlich mir überlassen, aber nach den letzten vier Tagen habe ich beschlossen, diesen Gedanken nun auch zu äussern. Vielleicht bringt es ja den einen oder anderen zum Nachdenken. Und wenn nicht, dann schadet es auch nicht, so etwas zu sagen.

    • Christoph Bögli sagt:

      @Susi: Wobei das ja keineswegs nur von Tierrechtlern/Veganern ausgeht. Die Beissreflexe und der Hass, die das schlichte Wörtchen „vegan“ bei vielen immer noch auslöst, sind ja auch alles andere als unbedenklich. Das sah man auch beim letzten Artikel, in welchem die Porträtierten eigentlich weitgehend unideologisch, offen und keineswegs auf Streit gebürstet daher kamen. Und trotzdem wurde in den Kommentaren massiv auf diese eingeprügelt..

      • Christoph Bögli sagt:

        Anmerkung: Zwar nur spekulativ aber das würde für mich zumindest auch die z.T. konfrontative bis aggressive Sprache mancher Veganer erklären: Wer sich ständig rechtfertigen muss und oft auch massiv angefeindet, verspottet und ausgegrenzt wird, tendiert halt dann meist seinerseits dazu, dauerhaft in den Angriffsmodus zu gehen. Halt klassische Konflikteskalation. Wenn man eine vergleichsweise kleine Gruppe ist geschieht das umso schneller, weil man sich eh schon (und nicht ganz zu unrecht) marginalisiert und unverstanden vorkommt..

      • Susi sagt:

        @C.B.: Das stimmt natürlich absolut. Einen grossen Unterschied sehe ich aber darin, dass bei den Tierrechtlern eben ein grosser Teil des Lebens diesen Streitereien gewidmet wird und das Ganze als Identifikationsinstanz herhalten muss.

        So. Und jetzt geh ich ab ins kühle Nass, ich wünsche einen schönen Nachmittag.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Susi: Das ist wohl so, aber auch nicht wirklich ungewöhnlich. Wenn jemandem etwas wichtig ist, hat das ja automatisch einen hohen Stellenwert. Und entsprechend verbissen wird dann schnell diskutiert (bzw. nicht mehr diskutiert sondern nur noch monologisiert). Man betrachte nur mal wie viele Leute die Wände hochgehen, weil jemand etwas an ihrer Religion kritisiert. Ihrem Fussballclub. Oder auch ihrem Fleischkonsum. Oder z.T. noch irgendwas banaleres. Manch ein Nachbarschaftskrieg fängt ja mit einer Hecke an und endet beim Bundesgericht oder gleich mit Mord und Totschlag..;)

      • Susi sagt:

        @Christoph Bögli: Ja, stimmt alles. Trotzdem, solchem Fanatismus begegnet man im Alltag höchst selten. (Ich auf jeden Fall nicht. Höchstens bei Impfgegnern schon erlebt, und denen gehe ich dann nach Möglichkeit einfach aus dem Weg und sie haben mir die FB-Freundschaft gekündigt 🙂 )

        Entscheidend bei all den Themen (Ernährung, Fussball, Politik, Religion) ist für mich nicht nur, ob bei Diskussionen die Fetzen fliegen, sondern, ob es jemand als seine/ihre Lebensaufgabe sieht, andere (auf diese Art und Weise!) zu bekehren. Und dort beginnt für mich der Bereich, wo ich wirklich irgendeine Störung vermute.

    • Florian Keller sagt:

      Die Möglichkeit, dass sich jemand nicht um irgendwelche eitlen Befindlichkeiten schert, sondern aus Solidarität mit den Opfern eines beispiellosen Gewaltverbrechens den Tätern schonungslos den Spiegel vorhält, scheint in Ihrer Gedankenwelt, in der sich scheinbar alles nur um Sie und Ihre Gefühle dreht, nicht vorzukommen.

      • Habig Regula sagt:

        Hr. Keller: Erklären Sie mir etwas, wenn es geht sachlich: wie wollen Sie überhaupt jegliches „Massaker“ an Tieren auf der Welt jemals stoppen? Denn selbst wenn wir Menschen alle vegan würden, hätten es die blöden Löwen immer noch nicht begriffen und würden weiterhin Gazellen jagen? Oder Katzen die Mäuse? Wollen Sie die ganze Natur umerziehen, und wie denn nur? Oder haben Sie mit den Opfern der TIERE kein Mitleid?

      • Florian Keller sagt:

        Löwen haben keine Wahl und müssen töten, um zu überleben. Sie hingegen lassen Tiere aus Gewohnheit und kulinarischen Gründen umbringen, obwohl Sie genauso gut etwas anderes essen könnten. Im Übrigen ist es für männliche Löwen üblich, die Jungen von Nebenbuhlern zu töten, um dann für ihr eigenes Erbgut freie Bahn zu haben. Würden Sie derlei Verhalten auch bei uns Menschen akzeptieren? „Herr Richter, ja, ich habe die Kinder des Ex-Mannes meiner Frau auf dem Gewissen, aber wollen Sie mich etwa dafür bestrafen? Schliesslich tun das Löwen auch. Haben Sie mit Löwenjungen etwa kein Mitleid?“
        Ich hoffe, das war sachlich genug.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Habig: Sie wollen sachlich diskutieren und unterstellen dann Herrn Keller, er wolle jedes „Massa ker“ an den Tieren stoppen, auch jenes, das die Löwen den Gazellen antun? Er wolle die Natur umerziehen? Falls er das nicht wolle, sei er inkonsequent?
        Wir Menschen besitzen Vernunft, die Tiere nicht. Nur Menschen können deshalb moralisch handeln. Herr Keller möchte also sicherlich nicht die Löwen und Katzen umerziehen. Der Löwe kann gar nicht unmoralisch handeln. Warum also nicht bei uns bleiben, unser Handeln hinterfragen? Wie Herr Keller bereits ausgeführt hat, hat der der Löwe keine andere Wahl. Sie hingegen haben eine andere Wahl.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Habig: Auch wenn einem die Maus Leid tut, soll man alle Mäuse einsperren, um sie vor den Katzen zu schützen? Ist das überhaupt umsetzbar/erstrebenswert? Warum nicht das Leid mindern, das wir wirklich beeinflussen können? Warum das Leid unnötig fortsetzen, nur weil es nie ganz vermieden werden kann, weil es der Löwe ja auch tut? Ist nicht genau das Schwarz-Weiss-Denken?

    • Unbequeme Wahrheit sagt:

      OmnivorInnen ist es offensichtlich bewusst, dass das was sie tagtäglich in Auftrag geben, völlig diametral zu jedweder ethischen u. moralischen Lebensweise steht! Somit ist es nachzuvollziehen, dass das „sich zur Wehr setzen“ eine solch ausgeprägte Vehemenz annimmt. Prinzipiell ist dieses (Abwehr)verhalten äquivalent m. dem eines Angeklagtem vor Gericht, welchem seine Klageschrift vorgelesen wird. Nicht von ungefähr darf ausnahmslos d. Angeklagte lügen, alles bestreiten, alle Schuld bestreiten, was er nicht immer, aber i. d. R. auch macht! Völlige Parallele z. Verhalten der OmnivorInnen! Dies steht auch im direktem Zusammenhang zur kognitiven Dissonanz, ansonsten wäre es UNERTRÄGLICH, ja womöglich UNLEBBAR, m. soviel aufgebürdeter Schuld leben zu können. Es würde sie „zerfressen“!

      • Habig Regula sagt:

        Hr. Hintermeier: Es ist nicht das erste Mal, dass mir hier Schwarz/Weiss-Denken vorgehalten wird, und in diesem Fall auch zurecht: ich bin nämlich der Meinung, dass die Natur genau das ist: schwarz/weiss, fressen oder gefressen werden. Die Natur ist grausam, zutiefst grausam sogar, nichts mit Disney-Bambi, und ich mag sie gar nicht so sehr. Das Leiden, das ich zu verhindern versuche, besteht darin, dass ich nichts esse, das qualvoll hergestellt wurde. Aber ein Tier, das in der Obhut eines verantwortungsbewussten Menschen gelebt hat und ohne Qual getötet wurde, hatte ein besseres Schicksal als ein schwächliches, kränkliches, verletztes oder von der Herde verstossenes in der Natur, davon bin ich überzeugt. Und als leider Teil der Natur muss ich eben auch essen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Es ist selbstverständlich Ihr individueller Entscheid. Darf ich trotzdem noch einige kritische Gedanken dazu äussern:
        Der Mensch hat sich ja mittels Kultur von diesen Schwarz-Weiss-Naturgesetzen bereits ein Stück weit
        emanzipiert. Ich finde deshalb die Frage spannend,
        inwiefern der Mensch sich an diesen Naturgesetzen orientieren soll, wenn er sein Handeln reflektiert. Einige möchten in diese Reflexion auch das Leid der Tiere einbeziehen, was auch seine Berechtigung hat, weil das Leid unnötig vermehrt wird. Es wäre jedoch bereits viel erreicht, wenn alle Omnivoren ihr Fleisch aus den gleichen Quellen wie Sie beziehen würden, auch wenn ich persönlich selbst dieses Fleisch nicht essen würde, da ich seit 25 Jahren sehr gut ohne Fleisch leben kann.

    • Geronymo sagt:

      Na, wenn sich das so lohnt, warum sind Sie noch nicht angekommen, an den Kern der Sache? Die Psychiatrisierung von Mißliebigen ist nichts Neues (siehe totalitäre Systeme) und auch nicht besonders originell.

      • Susi sagt:

        Nun, Geronymo, ich BIN am Kern meiner Motivationen, habe dafür auch genug Arbeit geleistet. Diese Motivationen zwischendurch immer mal wieder zu hinterfragen gehört dazu.

        Übrigens rede ich nirgendwo von psychiatrischen Problemen, sondern gehe in meinem Kommentar Richtung Psychotherapie-/Analyse, also Bereich psychische (neurotische) Störungen, nicht Psychosen. Dass Sie von Psychiatrie reden, zeigt, wie wenig Sie sich mit diesem Gebiet befasst haben.

  • Hanspeter Müller sagt:

    „Vor zehn Jahren hätte man diese vegane Erziehungsform nicht toleriert, sie gar als verrückt bezeichnet.“ Auch heute sind Fachleute nicht wirklich einverstanden damit. Aus den Empfehlungen der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie (Fachgesellschaft der Spezialisierten Aerzte für Kinder und Jugendliche): „Empfehlung für die Praxis: Eine ausgewogene lacto-ovo-vegetarische Ernährung ist bei Kleinkindern bei entsprechenden Lebensmittelkenntnissen annehmbar, .Eine vegane Ernährung erfordert zwin- gend eine regelmäßige ärztliche Kontrolle (inkl. Labor), eine Ernährungsberatung durch eine qualifi- zierte Fachkraft und eine Supplementierung von Vitamin B12 und bei Bedarf anderer Nährstoffe.“

    • tststs sagt:

      Und ich glaube, das wird sich auch so schnell nicht ändern…
      B12 ist nun mal wichtig und solange wir nicht ungewaschenes Gemüse direkt ab Feld essen, ist l.o.veg. oder vegan mit B12Ersatz die einzige Lösung.

    • Martin Frey sagt:

      Richtig.
      Und die Schweizer üben sich da ja bekanntlich immer mehr in Zurückhaltung als zb. die deutschen Stellen, wo die entsprechenden Stellen gewohntermassen mehr Klartext reden. Nicht nur der Ernährungsminister der Bundesregierung, sondern auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung, wie auch der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, haben dazu bereits unmissverständlich Stellung bezogen.

      • Geronymo sagt:

        Die DGE ist eine recht zweifelhafte Referenz. Schliesslich sitzen in ihren Beiratsgremien Verteter der Fleisch und Milchindustrie. Und der Ernährungsminister hält tatsächlich Zucker für ein Grundnahrungsmittel. Der Mann ist Jurist und nicht für gerade seine Gesundheitskompetenz bekannt, diplomatisch ausgedrückt. Und seit wann verstehen Ärzte etwas von Ernährung? Kommt im Medizinstudium kaum vor und ihre Weiterbildung wird zu 85% von der Pharmaindustrie organisiert.

      • Martin Frey sagt:

        Nein, edler Häuptling.
        Der Ernährungsminister hat sein Statement ja nicht selber erfunden sondern stützt sich dabei auf ganze Gremien, die mehr davon verstehen als er, wie auch als Sie und der Rest der Vegan-Front, die sich grad hier austobt. Und weshalb die DGE weniger glaubwürdig sein soll als die von veganer Seite bis zum Abwinken (inkorrekt) zitierte ADA (AND) wissen die Götter. Zudem, Sie können uns gerne erklären, weshalb Zucker KEIN Grundnahrungsmittel sein soll…
        Aber egal, auch Ihnen fehlt es an Argumenten, stattdessen zielen Sie auf die kritischen Stimmen anstatt auf deren Argumente, und heben sich gleichzeitig aufs Kompetenzpodest.
        Insofern nichts neues.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      @tststs: „Und ich glaube, das wird sich auch so schnell nicht ändern…“ Doch, das wird sich schnell ändern. Die grösste amerikanische Ernährungsorganisation empfiehlt nämlich vegane Ernährung für alle Alterstufen, inkl. Säuglinge und Kleinkinder. Vitamin B12-Supplementierung ist bei informierten Veganern selbstverständlich. Sie machen es direkt und nicht über den Umweg von Tierprodukten, deren Lieferanten ebenfalls mit zusätzlichem Vitamin B12 versorgt wurden.

      • Hanspeter Müller sagt:

        Das Thema hatten wir schon. Die Vegane Ernährung wird von der ADA nicht empfohlen. Sie sagen, sie sei unter gewissen Vorbehalten geeignet. Ist eindeutig nicht dasselbe.

  • Jonas sagt:

    Man könnte ja auch mal anderst herum fragen. Verträgt jedes Kind eine lakto-karnivore Ernährung? Beispiel: Eine der häufigsten Ursachen für Eisenmangel in der Kindheit ist, wenn Kinder praktisch nur Milch trinken. Oder was ist mit der Kuhmilchallergie? Ist verantwortlich für blutige Stuhlgänge in der Kindheit. Diabetes Typ 1 ist mit Kuhmilchkonsum assoziiert (ein direkter Zusammenhang wurde noch nicht bewiesen). Sowas steht nie in der Zeitung.

    • tststs sagt:

      Natürlich, wahrscheinlich weil die Eltern eines solchen Kindes die Ernährung des Kindes anpassen…

    • Carl sagt:

      eben. steht nicht in der zeitung, weil es nur ein paar verrückte glauben

    • Hanspeter Müller sagt:

      Sie vermischen da ein bisschen viel. Kinder die die ersten 6 Monate gestillt werden haben keinen Eisenmangel, wenn die Mutter nicht auch einen hat. Und mit Flaschenmilch ist es auch kein Problem und Kuhmilch sollte da sowieso keine gefüttert werden. Nach 3 – 6 Monaten sollte schrittweise feste Nahrung eingeführt werden, dann ist das von „praktisch nur Milch trinken“ auch kein Thema mehr und hat mit vegan/nicht vegan eh nichts zu tun. Und Kuhmilchallergie ist sehr selten, häufiger sind Laktoseunverträglichkeiten. Aber die kommen in den ersten 6 Monaten praktisch nicht vor und sind ein ganz anderes Thema, das mit der Kuh mal nichts zu tun hat, weil die Laktose in Kuhmilch und Muttermilch dieselbe ist.

      • Jonas sagt:

        Ich gebe Ihnen recht und danke für’s präzisieren. Die oben von mir geschilderten Probleme gibt es aber. Gewisse Kinder kommen nicht vom Milchschoppen weg und essen kaum feste Nahrung. Gewisse Mütter meinen, dass die Milch dann alleine genügt. Ich denke ob vegan oder nicht, wichtig ist eine gute Aufklärung bezüglich der Ernährung von Kindern. Beide Ernährungsformen können ihre Tücken haben, nicht nur die vegane.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Die Tücke beginnt erst dort, wo jemand aus Ernährung religiösen oder ideologischen begründet. Wenn z.B. Kuhmilch als göttliches Mittel zur Erleuchtung gepriesen würde, wären Eltern die das glauben, stets geneigt das Problem nicht in der Kuhmilch zu sehen.
        Das Problem der Veganer ist also nicht ihre vegane Ernährung, sondern ihre absolutistische Ideologie. Es gäbe hier ja auch nicht so ein Tohuwabohu, wenn jemand einfach seinen Ernährungsstil hätte und dafür seine persönlichen Befindlichkeiten als Grund nennen würde. Es geht ja darum, dass Menschen felsenfest überzeugt sind, dass NUR das ethisch verantwortbar ist und alles andere Unterstützung eines NS-Regimes gleich kommt. Wer so denkt, kann nicht mehr objektiv das Kindeswohl berücksichtigen.

  • manfred meister sagt:

    wie so denken leute, fleisch essen ist gesund??????

    • Hans Hasler sagt:

      Wer sagt, dass Fleisch essen gesund ist? Keine tierischen Produkte zu essen kann ungesund sein. Das macht die Fleischhaltige Malzeit noch lange nicht gesund. Darüber sind sich die Karnivoren unter uns schon bewusst.
      Fleischverzicht birgt gewisse Gefahren. Wenn denen nicht begegnet wird, wird die Ernährung ungesund.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Tierprodukte-Verzicht birgt genau EINE Gefahr: Vitamin B12-Mangel. Vitamin B12 wird den sogeschimpften „Nutztieren“ ins Futter gemischt ……

      • Hans Hasler sagt:

        Unsinn. Versuchen Sie mal sich ein Jahr ausschliesslich von weissem Weizenmehl zu ernhären (ist vegan). Das würde tödlich enden. Jede Form von Ernährung birgt Gefahren, je einseitiger man isst, desto stärker die Gefahr.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Hasler1715: ich bin mir sicher, dieser Kommentar gehört irgendwo anders hin in dieser Kommentarspalte und ist keine Replik auf meinen Kommentar ….. Falls nicht: hochpeinlicher Ausrutscher.

      • Hans Hasler sagt:

        Herr Niederer: Nur für Leute, die die Logische Struktur eines Arguments nicht begreifen….

    • Gerhard Engler sagt:

      Immerhin leben die Inuit (und andere Völker auf dieser Erde) zu einem sehr grossen Teil von Fisch und Fleisch. Offenbar ist diese Ernährung gar nicht so ungesund.

      • Stabiler sagt:

        @Gerhard Engler: Die Inuit haben auch eine erheblich geringere Lebenserwartung, als die restlichen Kanadier als Vergleichsgruppe – wir reden hier von über 12 Jahren IM DURCHSCHNITT.

        Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/18457208

        Und nein, der Grund liegt nicht im Erfrieren oder dergleichen, sondern an der hohen Krebsrate:

        „Cancer is a major contributor to the difference in life expectancy between residents of Inuit Nunangat and the rest of Canada.“

        Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/20167155

    • Mat Ess sagt:

      Der Mensch ist ein Carnivor. Das sieht man der Augenstellung an. Vegane Tiere haben die Augen auf der Seite, um einen Rundumblick zu haben. Schützt gut gegen Carnivoren.
      Die Raubtiere, Hund, Katze, Bär, Fuchs, Wolf, Mensch etc., haben die Augen vorne, um besser im Angriff die Distanzen zu schätzen. Auch haben die Carnivoren weniger Angst vor dem gefressen werden und brauchen besser einen guten Stereoblick, als einen Rundumblick.
      -> Der Mensch ist grundsätzlich ein Raubtier.

      • Stabiler sagt:

        @Mat Ess: Interessante Hypothese. Haben Sie sie mal versucht, zu falsifizieren/verifizieren?

        Ich liefere Ihnen eine Idee für einen Anfang: Der Gorilla ist Pflanzenfresser, seine Augen hat er wo? Gerngeschehen.

  • Susi sagt:

    Ein Arzt der Paracelsus-Klinik. Konnte man keinen anderen für das Interview finden, um nicht ein Klischee weniger auszuschlachten (pun intended) und wenigstens einigermassen neutral zu wirken?

    • Muttis Liebling sagt:

      Es dürfte schwierig sein, einen im Zentrum der aktuellen Medizin stehenden Arzt zu finden, welcher sich nicht klar von veganer Ernährung von Kindern distanziert.

      Allerdings sind Ärzte keine Fachleute für Ernährung. Dafür gibt es eine extra Berufsgruppe, die Ernährungswissenschaft. Da findet man aber sicher auch nur selten Befürworter dieser Geschichte.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Ich habe nichts gegen Eltern, die ihre Kinder vegan aufziehen, sofern Sie auch auf die Ratschläge und Einwände eines neutralen Arztes hören und später, den freien Willen ihres Kindes respektieren.

    Es gibt ja auch Eltern, die ziehen ihre Kinder religiös oder anderweitig stark ideologisch auf. Auch das kann immense Schäden hervorrufen. Muss aber nicht zwingend so sein. Am Ende entscheidet das Gesamtpacket.
    Kritisch wird es immer dann: wenn Feedbacks von neutralen Aussenstehenden nicht mehr zugelassen werden und das Kind so manipuliert wird, dass die Liebe der Eltern davon abhängt, dass das Kind denselben Weg, wie die Eltern einschlägt.

    • Susi sagt:

      @RoXY: „eines neutralen Arztes“, genau dort liegt dann wohl das Problem

      • Martin Frey sagt:

        „„eines neutralen Arztes“, genau dort liegt dann wohl das Problem.“
        Genau, Susi. Denn gleich und gleich gesellt sich eben gern. Aber egal, Hauptsache Arzt, auch wenn es nur Miraculix ist… 😉

      • Susi sagt:

        Miraculix? 😀

        Die Anthroposophen sind meines Wissens in Frankreich auf der Sektenliste.

      • Reincarnation of XY sagt:

        ich sagte ja nur, wie ich das akzeptabel finden würde, prinzipiell.
        Ob der zitierte Arzt neutral ist, kann ich natürlich nicht wissen. Wenigstens ist er kein Absolutist, das scheint mir in dieser Szene ja schon sehr, sehr fortschrittlich zu sein.

        Ich möchte ja einfach nicht ein radikaler Gegner sein, bloss weil ich nichts damit anfangen kann. Diese Gefahr besteht.

        Denn andererseits, welche religiös/ideologische Familie lässt ihre Kinder regelmässig von einem neutralen Psychologen untersuchen?

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Machen Sie sich doch nicht weiter lächerlich mit Ihren frei phantasierten Unterstellungen. Ein Arzt zeichnet sich dadurch aus, dass er eine schulmedizinische Ausbildung genossen hat. Alles klar?

  • Walter Boshalter sagt:

    Muss das sein? Ich hatte aufs Wochenende knapp genügend Popcorn produziert um mich in meinem Lieblingsgartenstuhl zu lümmeln und die epische Kommentarprügelei Vegangläubige vs. Omnivorenfreunde im Rahmen des letzten Mamablogs reinzuziehen.

    Und jetzt wird im Blog völlig überraschend nachgeladen. Leute, bitte, gebt mir wenigstens einen Tag damit ich meinen Maisvorrat nachfüllen kann.

  • Florian Keller sagt:

    Die ADA, grösste Vereinigung von Ernährungswissenschaftlern weltweit, die mit Sicherheit auf eine aussagekräftigere Datenmenge zurückgreifen kann als Herr Dr. Seefried, hält Veganismus für geeignet für alle Menschen jeglichen Alters.
    Die Angst, bei einer vernünftigen veganen Ernährung Mangelerscheinungen zu erleiden, entspricht jener, bei der Pazifiküberquerung vom Rand der Erde zu fallen. Und da es in Zukunft immer mehr kerngesunde vegane Kinder geben wird, muss sich die Tierausbeuterpropaganda wohl oder übel eine andere Form der Panikmache einfallen lassen.
    „Die Wahl der Milchprodukte, ob Kuh-, Schaf- oder Ziegenmilch, ist dann nicht so sehr von Belang.“
    Für die Kühe, Schafe und Ziegen, die dafür eingesperrt und umgebracht werden, ist dies sehr wohl von äusserst essentiellem Belang.

    • Martin Frey sagt:

      Es ist richtig, die ADA, die amerikanische Vereinigung von Ernährungsberaterinnen, hat sich vor Jahren mal zu dieser Aussage verstiegen. Seither wird dies als veganes Totschlagargument verwenden, und alle anderen Stimmen werden konsequent ausgeblendet.
      Ernährungsberatung hat aber mit Ernährungswissenschaft oder gar Entwicklungspädiatrie ungefähr soviel zu tun wie Physiotherapie mit Orthopädie. Nur so.

      • Florian Keller sagt:

        Ja, ebenso, wie sich vor Jahrhunderten ein gewisser Galileo Galilei zu der Aussage „verstiegen“ hat, dass die Erde gar keine Scheibe, sondern ein Geoid sei und heute alle anderen Stimmen konsequent ausgeblendet werden. Ich schrieb es schon unter den letzten Artikel: Da die Leichen und Sekrete von Tieren keinen Nährstoff enthalten, den es auch in der veganen Version gibt, erübrigt sich jegliche Kritik.

      • Jonas sagt:

        Wenn man die wissenschaftlichen Fakten anschaut, dann spricht alles für eine vollwertige pflanzenbasierte Diät. Die ADA hat sich nicht vor Jahren dabei verstiegen, sondern vertritt die Meinung auch aktuell. Die ADA beinhaltet über 70000 Mitglieder! Ich weiss, hier in der CH sehen es die Ernährungsberater anderst. Zurückhaltender. Die sind auch nicht unbefangen. Siehe Gönnerliste der Schweizerischen Gesellschaft für Ernährung: http://www.sge-ssn.ch/die-sge/links/goenner/.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Herr Keller auch wenn es absolut sinnlos ist:
        Sie sollten zuhören. MF hat ein Stichhaltiges Argument gebracht: Ernährungsberatung ist keine Wissenschaft. Also kann man die Aussage von so einem Gremium nicht als Totschlagargument gebrauchen. Könnte man nicht einmal wenn es eine Wissenschaft wäre. Da – sie sprechen es ja selbst an – auch Wissenschaft gerade darin besteht, dass sie sich wandelt und ihre vorläufigen Ergebnisse stets revidiert.

        Aber wie gesagt: es ist sinnlos Sie darauf hinzuweisen. Da Sie ja sowieso zu 100% Recht haben und jeder der Ihnen nicht 100% Recht gibt, sowieso zu 100% falsch liegt.

      • Stabiler sagt:

        @Martin Frey: Wenn Sie Veganern schon „konsequente Ausblendung“ vorwerfen, dann bleiben doch bitte auch Sie bei den Fakten.

        Die Aussage, zu der sich die AND (wie sie heute heisst) „vor Jahren“ mal „verstiegen“ haben soll, stammt aus ihrem geupdateten Positionspapier (Position of the Academy of Nutrition and Dietetics: Vegetarian Diets) vom Dezember 2016.

        Gem. Wikipedia sind 72% der über 100’000 AND-Mitglieder sogenannte Registered Dietitian Nutritionist (RDN). Diese verfügen über ein entsprechendes Studium an einer Universität/einem College und ausgiebige Praxiserfahrung, bevor sie akkreditiert werden. Damit haben sie sich i.d.R. mehr mit Ernährungswissenschaften auseinandergesetzt, als der normale Arzt während seiner Ausbildung.

      • tststs sagt:

        Bitte bleiben Sie bei den Tierrechten, von Geschichte und Astronomie verstehen Sie nicht viel.
        (Galileo hat sich vor allem mit dem heliozentrischen Weltbild auseinandergesetzt….
        Und „Sie dreht sich doch“ stammt ziemlich sicher nicht von ihm).

        „Da die Leichen und Sekrete von Tieren keinen Nährstoff enthalten“ Okee, und von der Natur scheinen Sie auch nicht gerade viel Ahnung zu haben (oder was meinen Sie mit „Nährstoffe“?)… Oder wollen Sie damit sagen, dass Aasfresser (menschliche und tierische) genausogut Karton fressen könnten?

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Jonas: dann müssten Sie bitte auch einmal die Sponsoren der ADA auflisten…

      • Jonas sagt:

        @Hanspeter Müller:
        http://www.eatrightpro.org/resources/about-us/advertising-and-sponsorship/meet-our-sponsors

        Ich sehe keine Veganlobby. Im Gegenteil, Milchlobby. Wie wären die „Empfehlungen“ wenn gar keine Lobby am Start wäre?

      • Susi sagt:

        @Jonas: „Wie wären die „Empfehlungen“ wenn gar keine Lobby am Start wäre?“

        Wie wären die „Empfehlungen“, wenn kein Anthroposoph am Start wäre?

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ jonas, dann wäre es vielleicht sinnvoll zu schauen wer hinter den drei angegebenen Vereinigungen steht und was sonst noch in der ADA ab geht? http://www.foodpolitics.com/2017/03/the-recent-academy-of-nutrition-and-dietetics-election-controversy-over-non-disclosure-of-industry-ties/

      • Florian Keller sagt:

        Ich warte immer noch auf die Nennung des Nährstoffs, der Veganern angeblich fehlt und den es in den Leichen und Sekreten von Tieren gibt. Das mit Galileo war eine Analogie, mir ist selbstverständlich klar, dass der Erdumfang schon in der Antike erstaunlich genau bestimmt werden konnte. Das Paradigma der flachen Erde entspricht jenem der magischen Eigenschaften von Tier“produkten“ von heute.

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Keller: Calcium, Zink, Colecalciferol, Protein in der richtigen Wertigkeit, und ja, Vit B12. Können Sie mit Nahrungsmittelergänzung und Nahrungsmittelkombinationen lösen. Aber ein Grossteil dieser Kombinationen geht zwar für Erwachsene, nicht aber für Kleinkinder. Nüsse zB, oder auch zu grosse Mengen an Soja, Getreide und Hülsenfrüchten sind ein Problem. Um genügend der essenzielle Aminosäuren zu bekommen müssen Sie mehr Proteine essen, dieses Mehr belastet aber die unreifen Nieren und enthält zu viele Kalorien für Kleinkinder. Zu viel Getreide führt zu Zöliakie und dann ändern sich die Mengenbedürfnisse noch mehrfach im Verlauf der Kindheit in beide Richtungen.

      • Florian Keller sagt:

        Calcium, Zink und vollwertiges Protein sind problemlos durch pflanzliche Ernährung bereitzustellen.
        Colecalciferol resp. Vitamin D ist in unseren Breitengraden ohnehin knapp und sollte unabhängig von der Ernährungsweise in den Wintermonaten supplementiert werden.
        Wie gesagt, Ihre Meinung wird durch die Expertengremien ebenso widerlegt wie durch die blosse Existenz unzähliger kerngesunder veganer Kinder.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Jonas 1119: vielen Dank für diesen Link zu den Sponsoren der SGE. Echt ein Hammer, was sich diese Leute erlauben. Diese Liste erklärt aber definitv jede Desinformation zum Veganismus, welche von dieser Organisation unters Volk und in die Medien gestreut wird.

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Keller: „Calcium, Zink und vollwertiges Protein sind problemlos durch pflanzliche Ernährung bereitzustellen.“ Dann sagen Sie doch mal genau mit welchen Kleinkind-gerechten Nahrungsmitteln Sie das machen wollen.

    • mira sagt:

      Florian Keller, haben sie Kinder?

      • Florian Keller sagt:

        Nein. Wieso?

      • mira sagt:

        Wenn es um Kinder – und speziell um die eigenen Kinder – geht, spielen noch viel mehr Mechanismen mit, als einfache ernährungsphysiologische Überlegungen:

        – Kind isst je nach dem 30-50% seiner Mahlzeiten in Kita/Kiga/Schule, wo man keine Kontrolle über das Essen hat
        – Aussagen, wie die von ADA sind toll. Aber für viele Eltern nicht ausreichend, um wirklich „sicher“ zu sein, dass es für das eigene Kind auch gilt.
        – Die wenigsten haben die Zeit, sich ständing mit der Nährstoff-Zufuhr seiner Kinder zu befassen. Es gibt im Leben noch viele weitere Herausforderungen – mit teils gravierenderen Folgen, als einer nicht veganen-Ernährung.
        – Schon sehr schnell haben Kinder eine eigene Meinung, was ihnen schmeckt und was nicht. Veganer Haushalt hin oder her.

      • mira sagt:

        Will heissen: in manchen Familien mag vegan für alle stimmen, für viele andere aber auch nicht. Und genau das sollten wir auch respektieren.

        Ich muss niemanden vom Veganismus überzeugen. Ich freue mich aber, wenn wegen mir andere ihren Tierkonsum reduzieren. Lieber viele gemässigte Omnis, als wenige vegane Extremisten. Macht in der Menge weniger Tierleid!

      • tststs sagt:

        Weil Kinder einem ziemlich schnell lernen, wie „nützlich“ Prinzipienreiterei im Alltag ist…

      • Susi sagt:

        @mira: Danke für Ihre stets differenzierten Kommentare! Wenigstens eine Person, die den Ruf der Veganer etwas relativiert.
        (Ob es am Geschlecht liegt? 😉 )

      • Martin Frey sagt:

        (Ob es am Geschlecht liegt? )
        Was wollen Sie jetzt damit wieder sagen, Susi? 😉

      • mira sagt:

        @Susi, keine Ahnung 🙂 ich fühle mich in meiner Haltung eher in der Mehrzahl, die meisten haben doch weder Zeit, noch Interesse zu missionieren, sondern sind mit Karriere, Familienplanung, Hobby oder was auch sonst beschäftigt… Wie alle anderen auch…

      • Susi sagt:

        @mira: “ ich fühle mich in meiner Haltung eher in der Mehrzahl“

        Das ist jetzt echt interessant, denn es heisst letztlich, dass die Veganer ihren missionarischen, sektiererischen Ruf von den (sonst offenbar hobbylosen) Aktivisten abkriegen. Und genau das war ja bereits Thema in der anderen Kommentarspalte, Malena hat das mehrfach genannt und ich auch: Die Aktivisten richten unter dem Strich mehr Schaden an und werden nie eine Mehrheit erreichen, weil sie so aggressiv vorgehen.
        Schade, wirklich.

      • Susi sagt:

        @MF: „Was wollen Sie jetzt damit wieder sagen, Susi?“

        Ich wollte einfach noch in eine andere Richtung provozieren, höhö!

      • Martin Frey sagt:

        @Susi, mira
        “ ich fühle mich in meiner Haltung eher in der Mehrzahl“
        Ohne Ihnen, mira, zu nahe treten zu wollen, aber da habe ich so meine Zweifel. Natürlich kann sich jede/r selber Veganer nennen, das ist allen Leuten unbenommen. Aber nachgerade Prototypen wie FK oder HPN (die wohl nicht mal mit Geschirr essen würden das je mit zb. Milchprodukten oder Fleisch in Berührung kam) haben für moderate Lebensabschnitts-Lifestyle-Veganer wenn überhaupt wohl nur ein verkniffenes Lächeln übrig. Unter diesen „echten“ Veganern gibt es einfach keine „halben“ Sachen, so zumindest mein Eindruck.

      • Florian Keller sagt:

        Wer sich schon reaktionär bei den Tierausbeutern anbiedert, wie du, Mira, der behindere wenigstens nicht die notwendige und berechtigte Kritik, die Veganer wie ich anbringen. Das Wort „missionieren“ ist völlig unangebracht. Schliesslich geht es nicht um die frei erfundenen Märchen aus irgendwelchen antiken Schundromanen, sondern um Tatsachen: Wer nicht vegan lebt, lässt Tiere einsperren, ausbeuten und umbringen. Das ist ethisch inakzeptabel und muss aufhören.

      • Martin Frey sagt:

        „Wer sich schon reaktionär bei den Tierausbeutern anbiedert, wie du, Mira, der behindere wenigstens nicht die notwendige und berechtigte Kritik, die Veganer wie ich anbringen.“
        q.e.d.
        Auf den Herrn Keller ist eben Verlass…. 😀

      • mira sagt:

        Martin Frey, das ist eben die Diversität, die ich im letzten Blog – Eintrag schon beschrieben habe. Es gibt nicht „den“ Veganer, obwohl das vielleicht einige Protagonisten so gerne hätten. Persönlich kenne ich nur „tolerante“ Veganer. Das mag vielleicht mit der steigenden Lebenserfahrung (=Alter *lach) zu tun haben.

        Florian Keller, ich bin mit Vielem was sie sagen, einverstanden (nicht alles). Nur, a) der Ton macht die Musik und b) das Leben ist nicht schwarz-weiss. Dazu habe ich mittlerweile einfach zu viel gesehen und erlebt. (Ich bin übrigens eine trockene Naturwissenschaftlerin und eher nicht für reisserische Aussagen zu haben)

      • Susi sagt:

        @Florian: Und sogar Mira pinkeln Sie jetzt ans Bein, alle Achtung.
        Eine Veganerin, die zuhört und nicht verurteilt wird also grad aus der Sekte ausgeschlossen.

      • mira sagt:

        Wo ist meine Antwort hin???

      • Florian Keller sagt:

        Ich pinkle niemandem ans Bein und ich gehöre auch keiner Sekte an. Ich begegne Falschaussagen und Verharmlosungen mit Fakten und Argumenten. Jedes Jahr werden alleine in der Schweiz über 60 000 000 sogenannte „Nutztiere“ von den Fleisch-, Milch- und Eierkonsumenten nach einem kurzen Leben in Gefangenschaft umgebracht. Wenn sich jemand dabei beschwert, den Spiegel vorgehalten zu bekommen, dann ist das ebenso absurd, wie wenn sich ein Inder über die Durchsetzung des Witwenverbrennungsverbots oder ein Amerikaner über Kritik an der Todesstrafe beklagt.

      • Madeleine sagt:

        Lieber Herr Keller, ich find’s ja toll wenn viele Tiere durch Veganer gerettet werden, auch die Energie, die dadurch gespart wird! Einfach fantastisch! Es gibt aber doch tatsächlich noch ganz viel wichtigere Themen auf dieser Erde z.b. das ausbeuten von Kindern auf Plantagen, in Nähfabriken, in Färbereien, Minen usw… ich hoffe doch sehr, dass Sie bei Ihrem Konsum ebenso sehr auf solche Dinge schauen, wie sie es beim Verzicht auf – wie sagten Sie doch gleich – Leichen und Sekreten – achten!

      • mira sagt:

        Martin Frey, das mag schon sein. Es ist menschlich, sich Freunde zu suchen, die ähnlich gestrickt sind, wie man selber. Das geht auch mir so! Die Veganer, die ich persönlich kennen gelernt habe, gehören alle der „moderaten“ Fraktion an. Das mag u.a. mit dem Alter zusammen hängen…

      • mira sagt:

        Florian Keller, ich bin nicht aus ethischen, sondern aus kulinarischen und gesundheitlichen Gründen vegan. Trotzdem unterstütze ich die meisten ihrer Argumente. NUR: a) der Ton macht die Musik und b) die Welt ist nicht so Schwarz-Weiss, wie manchmal angenommen. Wenn man die Leute erreichen möchte, dann muss man sie in ihrer Lebenswirklichkeit abholen. Ansonsten rennt man gegen Wände…

      • Florian Keller sagt:

        Niemand ist aus gesundheitlichen Gründen vegan. Gegen Ledergürtel, Pelzmäntel, Zoobesuche und Stierkämpfe gibt es keine gesundheitlichen Gründe – sehr wohl aber ethische.

      • Martin Frey sagt:

        @mira
        Ihnen glaube ich das gerne, und ich finde es ehrlich gesagt toll, dass Sie hier auch ein so positives Rollenmodell abgeben. Denn solange es Einzelfälle gibt, die nicht dem Klischee entsprechen, soll man immer differenzieren soweit das möglich ist.
        Aber Sie sehen selber ob der geharnischten Reaktionen, wie der Wind halt ausserhalb Ihres persönlichen Umfeldes wehen kann. Nochmals, aus Sicht der anderen Fraktion gehören Sie nicht dazu. Da können Sie sich Veganerin nennen solange Sie wollen.
        Aber diese andere Fraktion will sich selber ja keinesfalls „Sektierer“ schimpfen lassen, genauso wenig wie ein Islamist sich Islamist zu nennen pflegt. Oder ein Impfgegner sich je als Impfgegner sehen würde. Selbst- und Fremdwahrnehmung halt. 🙂

      • Röschu sagt:

        @Florian Keller
        „Niemand ist aus gesundheitlichen Gründen vegan. Gegen Ledergürtel, Pelzmäntel, Zoobesuche und Stierkämpfe gibt es keine gesundheitlichen Gründe – sehr wohl aber ethische.“
        Langsam wird’s echt lächerlich. Jetzt reicht es Ihnen nicht einmal mehr, dass jemand vegan ist. Er muss dies auch noch aus den richtigen Gründen sein! Und was die richtigen Gründe sind, wissen selbstverständlich nur Sie allein, Herr Keller, oder?

        Und übrigens, da man es wirklich gar nicht oft genug betonen kann:
        „Liebe Veganer, ihr wärt 10mal überzeugender wenn ihr euch von eurem Absolutismus lossagen würdet.“

      • mira sagt:

        Martin Frey, Extremisten gibt es auf beiden Seiten. Sowohl unter Veganern, als auch bei überzeugten Fleisch-Essern. Man sollte von denen aber niemals auf die Mehrheit schliessen. Das ist wie bei allen Sektierern, sei es nun religiös, politisch, oder sonstwie motiviert…

      • mira sagt:

        Florian Keller, es gibt gewisse Worte, die wirkungsvoll jegliche sinnvolle Diskussion verhindern. Dies sind zB „niemand“ oder „alle“ oder „immer“. Vielleicht mal in einer ruhigen Minute darüber nachdenken.

      • Florian Keller sagt:

        „[…] es gibt gewisse Worte, die wirkungsvoll jegliche sinnvolle Diskussion verhindern. Dies sind zB „niemand“ oder „alle“ oder „immer“.“

        Haben Sie diese Binsenweisheit aus dem Dalai Lama-Kalender? „Alle“ müssen irgendwann sterben, Primzahlen über 2 sind „immer“ ungerade und „niemand“ kann eine Drehtür zuschlagen. Und ebenso ist niemand vegan, der Stierkämpfe, Zoos, Delfinshows und Reitveranstaltungen besucht oder Lederschuhe, Pelzmäntel, Perlenketten und Seidenkrawatten trägt – obwohl all dies die Gesundheit des Konsumenten nicht gefährdet.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @mira 1356: „Florian Keller, ich bin nicht aus ethischen, sondern aus kulinarischen und gesundheitlichen Gründen vegan.“ Das erklärt in vollem Umfang Ihre „wunderbare“ Toleranz Tierschändern gegenüber. Wenn man in der Lage ist, mit diesen Milliarden von geschändeten und ermordeten Tieren intensives Mitgefühl zu haben, sieht es mit der Toleranz schon ein bisschen anders, sprich massiv schwieriger aus.

    • Jonas sagt:

      Dem kann ich nur beipflichten. Um zu präzisieren hier ein Auszug aus dem Positionspapier der ADA:

      Zitat: „Gut geplante vegane und andere Formen der vegetarischen Ernährung sind für alle Phasen des Lebenszyklus geeignet, einschließlich Schwangerschaft, Stillzeit, früher und späterer Kindheit und Adoleszenz.“

      Betonung ist dabei auf gut geplant. Dafür muss man auch gut informiert sein. Eine pflanzenbasierte Ernährung ist meines Erachtens der Schlüssel zur Gesundheit. Man kann sich vegan aber auch miserabel ernähren. Schlagwort: „Pommeschipsveganer“. Die Industrie entdeckt immer mehr den veganen Markt und überschwemmt diesen mit raffinerierten „Schrottprodukten“. Kinder sollten davon verschont bleiben. Wichtig ist auf Vollwertigkeit und „Unverarbeitetheit“ zu achten.

      • Reincarnation of XY sagt:

        „Gut geplant“ ist es auch für jeden möglich in der Wildnis zu überleben. (Na ja, jeden natürlich nie. Weil in der Medizin gibt es ja nie 100%.)
        Ebenso kann man auch mit fast jeder „Amway-Pyramiden-Geschichte wirklich Geld verdienen, wenn man es „professionell“ macht und „wirklich dran bleibt“.

        Was will ich sagen: das Statement hat einen sehr relativen Wert und das Interview relativiert ja auch.
        Liebe Veganer, ihr wärt 10mal überzeugender wenn ihr euch von eurem Absolutismus lossagen würdet. Aber so beweihräuchert ihr nur euren eigenen Heiligenschein. Bzw. wahrscheinlich seid ihr euch selbst so unsicher, dass ihr euch an euren Absolutismen festkrallen müssen.

        „Sie müssen sich an Sterne krallen,
        damit sie nicht vom Himmel fallen.“

      • Hanspeter Müller sagt:

        Betonung auch auf „sind … geeignet“ und nicht „sind … empfohlen“ wie das immer wieder behauptet wird.

      • Jonas sagt:

        Ja, das stimmt. Geeignet, nicht empfohlen. Aber sicher nicht UNgeeignet.

      • Susi sagt:

        @RoXY: „Liebe Veganer, ihr wärt 10mal überzeugender wenn ihr euch von eurem Absolutismus lossagen würdet.“

        Ja. Das kann man gar nicht oft genug sagen.

        Liebe Veganer, ihr wärt 10mal überzeugender wenn ihr euch von eurem Absolutismus lossagen würdet.

      • Florian Keller sagt:

        „Liebe Sklavereigegner, ihr wärt 10x überzeugender, wenn ihr euch von eurem Absolutismus, dass Sklaverei generell verboten werden sollte, lossagen würdet. Es ist nicht alles schwarz/weiss. Es gibt auch Besitzer, die zu ihren Sklaven nett sind. Ich sag nur leben und leben lassen.“

      • Reincarnation of XY sagt:

        So wird auch kein Schuh draus, Florian.
        Da sagt ein ihnen wohlgesinnter Arzt, dass vegane Ernährung für manche Kinder nicht geeignet sei und das geht ihnen bereits gegen den Strich.
        Fakt ist stellen uns – ethische, vernunftsuchende und moralische Mitmenschen – auf die Stufe von Sklavenhaltern und Holocaust Wärtern, mit Ihrer propagierten Philosophie, dass man die allgemeinen Menschenrechte auf jede Maus anwenden müsse.
        Fakt ist: dass dies eine extremistische Lehre ist, die den sozialen Frieden gefährdet, da sie friedliebende Menschen zu „Mörder“ deklariert und somit latent gefährlich ist. (Etwa so, wie wenn Abtreibungsgegner auf Ärzte schiessen, da diese ja „Mörder“ sind.)
        Aber so sind halt die Absolutisten, die nicht begreifen wollen, dass ihre Meinung relativ ist.

      • Susi sagt:

        @Florian: Im Gegensatz zu Ihnen geht es uns ja gar nicht darum, irgendjemanden zu überzeugen. Wir versuchen nicht, Sie zum Fleischessen zu bringen. Kleiner Unterschied, oder?

        Wie gesagt, Sie richten mehr Schaden an als anders, weil Sie so unklug vorgehen. Wenn man etwas erreichen will, geht das besser mit psychologischem Fingerspitzengefühl als mit dem Holzhammer; mit dem Holzhammer erreichen Sie nur einen kleinen Teil. Aber Sie wollen (oder können) das einfach nicht begreifen.

        Liebe Veganer, ihr wärt 10mal überzeugender wenn ihr euch von eurem Absolutismus lossagen würdet.

      • Martin Frey sagt:

        „Liebe Veganer, ihr wärt 10mal überzeugender wenn ihr euch von eurem Absolutismus lossagen würdet.“
        Ich schliesse mich an, Susi. Und ich sags gerne nochmals:
        „Liebe Veganer, ihr wärt 10mal überzeugender wenn ihr euch von eurem Absolutismus lossagen würdet.“
        Nur gibt es da folgendes zu bedenken: Wenn sich die römisch-katholische Kirche vom Zölibat lossagen und Frauen fürs Priesteramt zulassen würde, wäre es dann noch dieselbe römisch-katholische Kirche?
        Dito für Veganismus und Absolutismus.

      • Florian Keller sagt:

        „Liebe Sklavereigegner, ihr geht einfach zu unklug vor. Um mich und andere zu überzeugen, braucht es schon ein wenig mehr psychologisches Fingerspitzengefühl. Zudem will ich euch ja auch nicht davon überzeugen, keine Sklaven zu halten, also akzeptiert bitte, dass ich nun mal Sklaven halte. Wie schon gesagt, leben und leben lassen, jedem das Seine.“

      • Susi sagt:

        Florian, Sie schaffen es offensichtlich einfach nicht, auf einer reifen und sachlichen Ebene zu argumentieren. Ich habe mich jetzt genug fremdgeschämt für heute.

      • Susi sagt:

        Und P.S.: Meine ultimative Erkenntnis und Mitteilung dürfen Sie oben lesen (13:53h).

      • Gino Ramsch sagt:

        Lieber Mr. Keller, ist Ihnen bewusst das es ein paar Jahre her ist seit dem Sklaven Business? Alles hat seine Zeit, der Fleischkonsum bei uns nimmt auch ständig ab!
        Also mal ruhig, vielleicht werden wir in 100 Jahre auch kein Fleisch mehr essen wer weiss! Aber Ihren Ton ist einfach nicht akzeptabel!
        P.S ich stelle mir viele Fragen über die Ernährung und mein Fleischkonsum hat sich dadurch stark reduziert, doch nach diesen Kommentaren gehe ich mir jetzt zu Metzger und hole mir ein fettes T-Bone! Das ist im Moment das einzige das Sie bewirkt haben 🙂

      • Susi sagt:

        @Gino: „doch nach diesen Kommentaren gehe ich mir jetzt zu Metzger und hole mir ein fettes T-Bone! Das ist im Moment das einzige das Sie bewirkt haben.“

        Krass, oder? Das ist es genau, was es auch bei mir auslöst.
        Echt paradox, aber ich sage es ja bereits an anderer Stelle: Die Tierrechtsaktivisten hier erreichen genau das Gegenteil und kurbeln teilweise sogar den Fleischkonsum noch an. Sind aber zu verbohrt, um mal zuzuhören, genauer zu lesen und einzusehen, was sie hier für eine Dynamik auslösen.

        Eben: „Liebe Veganer, ihr wärt 10mal überzeugender wenn ihr euch von eurem Absolutismus lossagen würdet.“

      • Florian Keller sagt:

        „Krass, oder? Das [Trotzreaktion auf Kindergartenniveau, mangels Argumenten] ist es genau, was es auch bei mir auslöst.“
        Noch vor drei Tagen, werte Susi, am 15.7. um 16:21, schrieben Sie im Beitrag über das vegane Kind:
        „Gleichzeitig finde ich Florians Argumentation zwar etwas unsympathisch, doch nicht ganz uninteressant und ich werde über den Jimmy-Shitst0rm, die Hexenverbrennungen und das Gesetz noch etwas nachdenken.“
        Offenbar sagen Sie mal dieses, mal jenes, je nachdem, mit wem Sie es gerade zu tun haben.
        Ich breche meine Aussage an Sie noch mal herunter: Da Sie auch nicht wissen, was ich Ihnen schreiben soll und wie ich es schreiben soll, damit Sie Ihre Gewalttaten an Tieren künftig unterlassen, sind Sie in einer denkbar schlechten Position, mich zu kritisieren.

      • Susi sagt:

        @Florian: „Offenbar sagen Sie mal dieses, mal jenes, je nachdem, mit wem Sie es gerade zu tun haben.“
        Nein, es ist anders, ich sage nicht mal dieses und mal jenes, sondern ich schrieb das erste vor drei (oder vier) Tagen, das zweit gestern. Dazwischen liegen zahlreiche fanatische Veganer-Kommentare, die meine Haltung beeinflusst haben. Leider nicht zum Guten, wie Sie lesen können, meine Offenheit gegenüber veganem Leben hat sich (vorübergehend) so ziemlich relativiert. Und das ist es, was ich Ihnen seit vier Tagen zu sagen versuche, dass Sie (und vor allem Leute wie U.W.) eben genau das Gegenteil bewirken.

        Wissen Sie, ich will im Gegensatz zu Ihnen hier kein Ziel erreichen. Aber wenn Sie die zahlreichen Voten einfach ignorieren, dann ist das für Sie irgendwie bedauerlich.

      • Florian Keller sagt:

        Mein letzter Kommentar an Sie, Susi, um den Sachverhalt noch ein letztes Mal ins rechte Licht zu rücken:
        Vor 200 Jahren galten Leute als fanatisch, die die Abschaffung der Sklaverei forderten. Vor 150 Jahren galten Leute als extrem, die nach politischen Rechten für Frauen verlangten.
        Vor 80 Jahren galten Leute als radikal, die sich für gleiche Rechte für weisse und schwarze Amerikaner einsetzten. Alle diese emanzipatorischen Bewegungen hatten bisweilen einen scharfen Tonfall.
        Menschen, die entschieden die Position vertreten, dass willkürliche und völlig unnötige Gewalt an wehrlosen Tieren sich nicht rechtfertigen lässt und auch nach dieser Auffassung leben, mögen heute noch als fanatisch gelten. Aber ohne klare Ansage gibt es nun mal keinen gesellschaftlichen Wandel.

    • R.Radovanovic sagt:

      Finde Ihren Kommentar sehr unvernünftig. Sie tun so als wären die Mangelerscheinungen nur eine Erfindung der Fleisch- Lobby und inexistent. Ich teile die Meinung von Dr. Seefried und denke dass jeder Körper erwas anderes braucht und dass es Menschen gibt die sich tierisch ernähren müssen. Und man kann die Milch, egal von welchem Tier, auch bei einem Bauer holen bei dem die Tiere in der Freihaltung leben und nicht eingesperrt sind. Sie beleidigen alle Fleischesser und stellen diese als extrem dar, dabei ist Ihre Einstellung genau gleich und zeigt kein Verständnis für andere Lebensentwürfe. Bedenklich ist auch das vegan ernährte Kinder ohne künstliche Zusatzstoffe und regelmässige Arztbesuche gar nicht überleben würden. Dies kann nicht einfach schöngeredet werden…

    • Stabiler sagt:

      @Hanspeter Müller: Ehemalige und aktuelle Sponsoren des AND (vormals ADA) finden Sie hier:

      http://www.eatdrinkpolitics.com/wp-content/uploads/AND_Corporate_Sponsorship_Report.pdf

      Für diejenigen, die sie nicht raussuchen wollen: Kellogs, Mars, Pepsico, Coca Cola, National Dairy Council (Milchwirtschaft), National Beef Association… Sie merken: Vieles, aber nicht gerade eben die Vegan-Lobby. Wobei ohnehin der Beweis zu erbringen wäre, dass eine solche überhaupt existiert.

      • Hanspeter Müller sagt:

        Auch ohne eine formelle Vegan Lobby auf der Liste macht Ihre Aufzählung diesen Club nicht sympathischer, oder? Und wenn sie dann in sämtlichen anderen Bereichen unseriös sind (Ketchup wird als Gemüse empfohlen, Coca-Cola als Zwischenmalzeit etc.) warum sollen sie dann ausgerechnet bei der Frage nach Vegan eine fundierte Entscheidung fällen?

  • Isidor Knickli sagt:

    Jeder soll seine Kinder so ernähren dürfen wie er will. Wenn einer schon seine schlechten gene weitergeben darf, warum nicht auch seine schlechte Ernährung? So hat doch alles schneller ein Ende. Jeder soll aber auch seine Krankheitskosten und die seiner Kinder ganz alleine tragen. Ohne jegliche von den anderen zu finanzierende Unterstützung, Vergünstigung, Ergänzung, Verbilligung und Rabatt.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Hören sie endlich mal auf unsere Sozialversicherungen zu torpedieren, die uns ein würdiges Leben im Wohlstand ermöglichen.

      Was wollen Sie denn Herr Knickli? KEINE Krankenkasse? Und was machen Sie wenn bei ihnen, ihrem Kind eine Krankheit diagnostiziert wird, deren Behandlung mehr als 100’000.- Fr. kostet?
      Dieses asoziale Geschwätz im Netz halte ich für zutiefst bedenklich. Andauernd will irgendjemand Kranken (und somit Notabene auch Kindern!) seine Solidarität entziehen, bloss weil er nicht einsieht, dass er eines Tages selbst schwer erkranken könnte und extrem profitiert von unserem gut ausgebauten Gesundheitswesen.

    • Hanspeter Müller sagt:

      @ Knickli: wenn Sie einmal auf einer Notfallstation ein schwer mangelernährtes Kind gesehen haben können Sie Ihr Statement nicht einmal mehr als Ironisch bewerten. Die im Kindesalter entstandenen Schäden wegen Vitamin- und Proteinmangel wachsen sich nicht einfach so aus und bleiben ein Leben lang bestehen. D.h. das Kind muss dann ein Leben lang büssen dafür, dass seine Eltern ihren Egoismus gefeiert haben. Und nein, diese Kosten tragen dann nicht mehr die Eltern, sondern die Allgemeinheit, d.h. Sie und ich.

  • Martin sagt:

    Zum aktuellen Anlass, warum verfasst ihr nicht einen Beitrag, nicht jedes Kind kann ein Supersportler, Tennisgott werden. Oder etwas zum Breitensport.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Ist aber nicht wahr, da wird nun einfach entfernt?
    Wenn schon das Interview zum weinen ist, was dann das erst???

    • Brunhild Steiner sagt:

      …und im Nachhinein ist auch am Text rumgeschraubt worden, also irgendwie gar nicht appetitlich und zusätlich der Diskussion abträglich…

      • Martin Frey sagt:

        Die meisten haben das ja nicht mitbekommen, Fr. Steiner…
        😀

      • Roxy sagt:

        Das müssen Sie aber besser erklären. Was, wie, wo?
        „Der Zensur auf der Spur …. Götter des MB Universums entlarvt“ 🙂

      • Blog-Redaktion sagt:

        Liebe Frau Steiner, wo gearbeitet wird, passieren hin und wieder Fehler – auch uns. Heute morgen war irrtümlicherweise eine alte Version des Interviews aufgeschaltet. Wir entschuldigen uns dafür. /gb

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Blog-Redaktion

        es war schon verschiedentlich Thema dass dann Transparenz umso wichtiger wird, entfernen/verändern ist okay wenn es deklariert wird, aber so wird es dem eigentlichen Niveau nicht gerecht und ist schade.

        Und dieses Interview ist auch in der Zweitfassung nicht wirklich aussagekräftig, die wichtigen Fragen (ua hat sich mein zweiter entfernter Kom darauf bezogen…) bleiben unbeantwortet, da kann ich mich bloss der ebenfalls entfernten Selina nur anschliessen: was hat das sollen sein? Gründlich-objektive Aufklärung ist es jedenfalls nicht. Sondern Türöffnung für Hick-Hack in Zweitauflage.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Mar tin Fr ey

        tja, der Se gen (oder Fl uch?) der Frühaufsteher… 😉

    • mila sagt:

      Erwarten Sie wirklich eine ‚Diskussion’…? Ich frage mich ja, wieso zwei Beiträge (mit minimalem Inhaltsgehalt) diesem Randthema gewidmet werden.

      • Martin Frey sagt:

        @mila
        Das Thema wäre ja eigentlich schon eine Diskussion wert, meine ich, angesichts des um sich greifenden Hypes, der von einer lauten Randgruppe ausgeht. Aber dann müsste man mehr Substanz haben, um überhaupt einigermassen sachlich diskutieren zu können. Ansonsten ist das Feld mehr für clickbaits offen als für etwas anderes, wie wir letzte Woche bereits gesehen haben.
        Als quasi Nebenthemen würden mir ebenfalls spontan ein paar in den Sinn kommen, so zb. wo beginnt und endet das Kindswohl, wo das Kindsrecht auf Selbstbestimmung und Schutz vor Indoktrination? Ist eine zunehmende gesellschaftliche Segregation überhaupt zulässig und im Sinne der Kinder (was man ja auch auf andere Themen (wie zb. Religion) ausdehnen könnte)?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila
        den minimalen Inhalt habe ich ebenfalls bemängelt, aber eben, ist entfernt.
        Eine Diskussion hätte ich angesichts der Ankündigung auf vertiefte Auseinandersetzung mit dem Thema (dieses Interview wurde ja angesagt) durchaus möglich, und auch wünschbar gehalten.
        Warum sich nicht mal mit einem Randgruppenthema auseinandersetzen, in einem Gefäss wo unterschiedlichste Lebensüberzeugungen aus der Praxis zusammenkommen und man sich austauschen kann? Zumindest mit denen welche schon länger hier drin mitmachen und für einen authentisch sind?
        Die Beiträge von mira finde ich da beispielsweise eine grosse Bereicherung.

      • mila sagt:

        Gemäss milas Milchbüchleinrechnung hätte es ein Artikel mit entsprechender, ausgewogener Informationsdichte und -breite mehr als getan… und wie so oft bewahrheitet sich, dass einer kleinen Gruppe von selbsternannten Weltverbesserern sehr viel mehr mediale Präsenz zukommt, als den über 95% Wie-auch-immer Anderslebenden. Entsprechend nerven mich die Radikal-Veganer in etwa gleich wie die Unisex-Genderisten. Ich muss diesen geistigen Sondermüll (in seinen extremeren Auswucherungen) wirklich nicht mehr hören. Idealiter.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        naja, aber dann müssten Sie sich ja doch auch eingestehen dass es Sie irgendwo doch auch ein bisschen interessiert, sonst könnten Sie sich einfach für paar Tage ausklinken 😉
        ich lasse Themen die mir nicht besonders zusagen/ansprechen auch links liegen…

      • mila sagt:

        Ich interessiere mich für Beiträge rund um (gesunde) Ernährung. Weniger jedoch für Ideologismen irgendwelcher Art… wobei ein FK, zugegeben, einen echten Unterhaltungswert hat. Wenn man in der Laune dafür ist (heute bin ich es nicht mehr).

  • Martin Frey sagt:

    Nun das Interview mit einem Anthroposophen als Referenzperson in Sachen vegane Ernährung bei Kindern, naja…. Weshalb überrascht mich das nach dem Artikel der letzten Wochen nicht mehr?
    Und dass „Verschiedene Studien renommierter Universitäten“ zum Schluss kommen sollten, dass vegane Ernährung bei Kindern gesünder sein sollen, wäre da noch zu belegen. Die relevanten Stellen in solchen Fragen warnen nämlich eher davon.
    Zudem, Kinder sind nicht einfach kleine Erwachsene. Auch nicht in Ernährungsfragen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Das Interview zeigt die hohe Kunst, mit vielen Sätzen genau nichts zu sagen und ja keinen Standpunkt zu beziehen. Sätze wie

      ‚Sowohl eine vegane als auch eine konventionelle Ernährung muss ausgewogen sein. Ein Kind muss so oder so zu allen essenziellen Nährstoffen kommen…‘

      … kann auch der Schornsteinfeger oder jede Coiffeuse formulieren. Wenn man vegane Ernährung im Interview durch 100% Fleischnahrung ersetzt, passt jeder Satz genauso.

      • Martin Frey sagt:

        „… kann auch der Schornsteinfeger oder jede Coiffeuse formulieren.“
        😀
        In der nun überarbeiteten Originalfassung hatte es noch mehr derartige „gschpürschmi-fühlschmi“-Allgemeinplätze, wie ich es auch von einem Anthroposophen nicht anderes erwartet habe.
        Weiss gerade nicht, was die Autorin damit belegen möchte. Aber, immerhin sagt der Interviewte nichts à priori falsches.

    • Hans Hasler sagt:

      Zumindest bei der Studie, die bei dieser Behauptung über „Verschiedene Studien renommierter Universitäten“ verlinkt ist geht es definitiv nicht um Kinder. Sondern um Erwachsene. Und die Schlussfolgerung ist, dass nicht gesagt werden kann ob Vegetarisch/Vegan oder einfach Mediterranes Essen besser ist.

      • Hanspeter Müller sagt:

        Es geht in der Studie auch nicht um veganes Essen und auch nicht um Mangelerscheinungen, sondern um Kardio-vaskuläre Ereignisse, was bei Kindern ja nicht gerade ein Problem ist.

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