«Unser Kind wächst vegan auf»

Milli mit ihren Eltern Natalie und Alex. Fotos: @nataliefela

Milli weiss nicht, wie Schweine schmecken. Sie weiss nur, wie sie riechen und wie es sich anfühlt, sie zu streicheln und mit ihnen zu spielen. «Friends, not food» («Freunde, kein Essen»), schrieb ihre Mutter unter das Bild, das sie von ihrer Tochter und den beiden Hängebauchschweinen postete. Milli ist zwei Jahre alt und hat noch nie Fleisch gegessen. Auch keinen Fisch, keine Eier oder Milchprodukte, denn Milli isst seit ihrer Geburt vegan.

Millis Eltern, Natalie (29) und Alex (33) aus Zürich, verzichten ebenfalls auf alle tierischen Produkte. «Wir befassen uns seit Jahren intensiv mit dem Thema Gesundheit im Zusammenhang mit Ernährung», sagt Alex. Dies vor allem, weil Krankheiten wie Krebs und Kreislauferkrankungen in beiden Familien vorkommen und die Eltern genetisch vorbelastet sind. «Wir haben viele Studien renommierter Universitäten − wie der Cornell-University im Bundesstaat New York − gelesen, auch Literatur von Ärzten und haben selber mit Experten geredet. Vegane Ernährung war für uns die logische Konsequenz unserer Nachforschungen.»

Das Thema Tierrecht, Ethik und Umweltschutz kam zwangsläufig auf und hat sie in ihrem Vorhaben bestärkt. «Wir sind Tierfreunde, haben auch einen Hund. Als wir uns mit der Lebensmittelindustrie auseinandergesetzt haben und uns entschieden, hin- anstatt wegzuschauen, konnten wir es nicht mehr verantworten, Teil dieses Konstrukts zu sein», sagt Natalie. «Es ist uns wichtig, dass Milli Tiere liebt und sie als Lebewesen respektiert, anstatt als Nutztiere zu sehen.»

Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen

Milli mit ihrem Lieblingsgemüse.

Wer sein Kind vegan erzieht, muss sich Kritik anhören, da sind auch Alex und Natalie keine Ausnahme. «Wir hören oft, dass wir unserem Kind auf Kosten seiner Gesundheit unsere Werte aufdrängen», sagt Natalie. Verschiedene Berichte in der internationalen Presse über Mangelernährung bei Kleinkindern durch vegane Ernährung, die gar zum Tod führte, bestärken die Kritiker. «Man muss sich fundiert mit Ernährung auskennen, um Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen zu können», sagt Natalie. Sie ist es gewohnt, sich rechtfertigen zu müssen. «Wenn man sich aber gut genug auskennt, muss man sich nicht in Erklärungen verrennen, sondern kann gelassen aufklären.»

Milli isst viel Gemüse, viele Hülsenfrüchte und gesunde Fette. Sie wurde ein Jahr lang exklusiv gestillt und auch heute noch sporadisch. Sie ist ein gut gelauntes, neugieriges Kind mit viel Energie. Ihre Eltern erzählen, dass sie seit ihrer Geburt erst einmal krank war. Markant weniger als andere Kinder. Um sicherzustellen, dass auch hinter der gesunden Fassade alles mit ihr stimmt, lassen Alex und Natalie sie regelmässig von ihrem Kinderarzt checken. Würde der Arzt Kritik an Millis Ernährungsform äussern – so versichern es die beiden Eltern – stellten sie die vegane Ernährung zum Wohle ihres Kindes sofort ein. «Ausgewogene Ernährung ist nicht nur eine Herausforderung für Veganer, sondern für alle», sagt Alex. «Wir sehen viele Kinder, die viel zu viel Fast Food essen und sich zu wenig bewegen. Da gehen Kritiker unverständlicherweise nicht so offensiv auf Konfrontationskurs.»

Lieber Broccoli anstatt Schokolade

Die jungen Eltern handeln bei ihrer Erziehung nach bestem Wissen und Gewissen. «Uns war es wichtig, Milli den bestmöglichen Start ins Leben zu geben», sagt Natalie. «Wir wollen ihr Veganismus nicht aufdrängen. Sie kann, sobald sie älter ist, natürlich selbst entscheiden, was sie essen will. Aber wir machen das, was alle Eltern tun: unser Bestes.» Und Millis gute Entwicklung sei ein Spiegelbild ihrer Entscheidung.

Millis Lieblingsessen ist übrigens Broccoli. Wenn sie das gesunde Grün auf dem Tisch sieht, klettert sie hoch, wie andere Kinder es für Schokolade tun würden. Im Gegensatz zu anderen 2-Jährigen würde Milli ihren Broccoli jedoch nie für Schokolade hergeben. Nur bei einer Sache wird auch sie schwach: Glace, vegan natürlich. Und davon bekommt sie zur Sommerzeit genug.

Wie riskant ist die vegane Ernährung für Milli? Lesen Sie dazu das Interview mit Kinderarzt Michael Seefried.

550 Kommentare zu ««Unser Kind wächst vegan auf»»

  • Unbequeme Wahrheit sagt:

    Erinnerung! Die Tierhaltung, damit der Konsum von „Produkten“ tierlichen Ursprungs, ist die primäre Ursache für die größten Probleme unserer Zeit! Vom Klimawandel, über die Rodung aller Wälder, bis hin zur Ressourcenverschwendung und Trinkwasserproblematik GIGANTISCHEN Ausmaßes, damit auch DIE primäre Ursache f. das Verhungern Tausender Säuglinge, Kinder und Erwachsener / täglich, unsägliches Leid von Milliarden nichtmenschlichen Säuglingen (Kalb, Ferkel, Lamm…) & Kindern (Kuh, Schwein, Schaf…) / jährlich, letztlich verantwortlich für die Zerstörung ALLER Lebensgrundlagen ALLEN Lebens auf diesem Planeten! Wenn Ihnen vor Erwähntes (einige wenige Beispiele unzähliger) nicht gleichgültig sein sollte, Ihnen nur etwas an unserem Planeten liegt, dann gibt es nur EINE EINZIGE Lösung: vegan leben!

    • second step sagt:

      Wenn ich gelegentlich ein Biohühnchen verzerre vom lokalen Biobauer oder ein Rehrücken oder ein Gemspfeffer aus unseren schönen Alpen so wird deswegen kein einziger Baum im Amazonasbecken gerodet und ich lebe trotzdem nicht vegan. Mein Beitrag zum Schutz der Erde und meinen Mitmenschen ist in diesem Fall genau gleich wie Ihrer – darf ich weitermachen?

      • Stabiler sagt:

        @second step: Ich denke, im von Ihnen geschilderten Fleischkonsum dürften auch Veganer kein grosses „Problem“ sehen. Vorausgesetzt, er wird dann auch tatsächlich so gelebt.

        In der Gastronomie wird indes meist Billigfleisch aufgetischt, das zwar aus der Schweiz kommen mag, aber höchstens die Minimalvorschriften des schweizerischen Tierschutzgesetzes erfüllt – Marge und so. Glauben Sie mir, in CH Schweinemastbetrieben führen Schweine kein schönes Leben.

        Und nur zu oft habe ich sogenannte Bio-/Demeter-Flexitarier schon reden hören, dass sie nur ganz gelegentlich „ein gutes Stück Fleisch“ essen, dann aber von „glücklichen Tieren“ – geflissentlich ausblendend, dass der Schinken/Salami im Bahnhofsshop-Sandwich eben auch Fleisch ist.

      • Hans Thommen sagt:

        Das mit dem Biohühnchen vom lokalen Biobauern ist ja schön und gut. Nur: bei der heutigen Überbevölkerung unseres Planeten funktioniert das nicht. Wie sollen Bewohner von New York, z.B., Biohühnchen vom lokalen Bauern kaufen? Am Ende ALLER Probleme auf diesem Planeten steht immer die gleiche Ursache: die Überbevölkerung unseres Planeten. Hier ist „der Hebel“ anzusetzen.

      • second step sagt:

        @ Stabiler/Thommen: schon recht, aber ich möchte nur darauf hin weisen dass man in der CH Fleisch konsumieren kann ohne für das Abholzen der Regenwälder, den Klimawandel und die Zerstörung aller Lebensformen auf diesem Planeten verantwortlich zu sein wie dieser sonderbare Kommentarschreiber „unbequeme Wahrheit“ hier verlauten lässt. Vielleicht sollte man innerhalb der veganischen Aktivistengruppe hier im Forum (welche ja offensichtlich koordiniert vorgeht) mal überlegen solche Schreiber etwas an die kurze Leine zunehmen. Er macht die ganze, an sich sympathische Sache zunehmend lächerlich.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @second step: offensichtlich bereiten Ihnen meine (und niecht NUR meine) aufgeführten (unbequemen) Wahrheiten und Fakten heftige „Schmerzen“, zudem macht sich bei Ihnen die Kognitive Dissonanz bemerkbar! Denn, ansonsten würden Sie nicht mit solch heftiger, leicht „aggressiver“ Wortwahl reagieren! Trotz Ihres „aggressiven“ Untertons, wäre dies allerdings positiv zu werten ist, denn es zeigt recht deutlich auf, das womöglich doch noch ein Fünkchen Empathiefähigkeit vorhandenen zu sein scheint und nicht vollends verloren, bzw. „aberzogen“ (was i. d. R. ab früher Kindheit [bei omnivorem Umfeld/Eltern durch dogmatische Konditionierung/Indoktrination] beginnt) ging/wurde!

    • Diego V. sagt:

      „…EINZIGE Lösung: vegan leben“
      Kein Problem. Tun sie was sie nicht lassen können!
      Ich hingegen geniesse Fleisch bis zum letzten Tag meines Lebens. Weil ich es gerne esse und weil mir ihre Argumente am Allerwertesten vorbei gehen. Dieses Sektiererische geht mir langsam auf den Senkel!
      Abgesehen davon „…Rodung aller Wälder“. Blödsinn!
      Wir haben Heute in CH doppelt soviel Waldfläche wie vor 150 Jahren! Bitte googeln! Und erzählen sie nicht so einen verblendeten Schmarren!

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        Ihr Kommentar erinnert mich, intellektuell betrachtet, mehr an Kindergarten, als an 1. Klasse Grundschule! Gratulation dafür, das Sie sich zumindest sehr bemüht haben!

  • RaGl sagt:

    …. soviel Bloedsinn habe ich schon lange nicht mehr auf einem Haufen gelesen wie in diesen Kommentaren….

    Bevor ihr ueber ein Thema daherzieht mit eurem immensen Halbwissen, das ihr zur absoluten Wahrheit hochstilisiert, informiert euch, lernt, hoert zu, hinterfragt und seit ehrlich mit euch…. Ich weiss, ist anstrengend – aber nur so koennt ihr einen Mehrwert fuer euch und die Gesellschaft schaffen….

    • BM sagt:

      Danke!!! Sie sprechen mir aus dem Herzen!

    • Unbequeme Wahrheit sagt:

      @RaGl: kann ich nur bestätigen! Somit darf die Frage erlaubt sein: wollen oder können es OmnivorInnen nicht verstehen? Denn, prinzipiell ist es doch recht einfach: a) Informieren b) Denken c) Schreiben! DANN wäre es nahezu unmöglich, das ein solcher Blödsinn/Unsinn, wie hier in schier unzähligen Kommentaren zu lesen, herauskommt! Scheint allerdings – offensichtlich – komplizierter zu sein, als angenommen! An und für sich sehr erstaunlich (und schade), da eher angenommen werden sollte das Wissen etwas erstrebenswertes ist, anstatt Unwissen unter Beweis zu stellen, indem Blöd- und Unsinn verbreitet wird! Erschreckend, diese Unwissenheit!

      • second step sagt:

        Ich denke eher die vegane Front hier im Forum ist mit RaGi’s Aussage gemeint.

  • Dodimi sagt:

    Ich habe immer gedacht Sekten gäbe es nur bei Religionen. Scheinbar gibt es heute noch andere Möglichkeiten Kinder schon von Früh auf zu konditionieren, anstatt ihnen zu ermöglichen die Vielfalt in möglichst vielen Lebensbereichen kennen lernen zu lassen. Es gibt eben vermutlich oder gar sicher mehr als nur eine „Wahrheit“!

    • Hanspeter Müller sagt:

      Dass es ein Sektenähnliches Problem ist sieht man ja an den untenstehenden Kommentaren. Da werden Normalesser verunglimpft, Pseudowissenschaftliche Argumente aufgezählt und keine Meinung ausser der eigenen akzeptiert. Darum diskutiere ich mit Veganern nicht mehr. Sektenmitglieder steigen erst dann aus, wenn sie die Sekte nicht mehr aushalten. Bis zu diesem Zeitpunkt irrt sich die ganze Welt, nur man selber nie.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es gibt seit ca. 60 Jahren eine extreme Idealisierung von Gesundheit, welche sich weit von jedem wissenschaftlichen Zugang entfernt hat. Derartige Idealisierungen müssen immer einen pseudoreligiösen Charakter haben, denn sachlich begründen kann man die nicht.

      Es begann damit, in den 50’ern den Konsumenten einreden zu wollen, Margarine sei ‚gesünder‘ als Butter. Wobei man tunlichst darauf achtete und das bis heute, zu definieren, was ‚gesund‘ sei und ob es eine Steigerung zu ‚gesünder‘ gibt (gibt es meiner Meinung nach nicht).

      Ohne Glaube ist es rational nicht möglich, eine Lebensweise als ‚gesünder‘ zu propagieren, welche >50% des Stoffwechselapparates ungenutzt lässt. So dämliche Konstruktionsfehler macht weder ein Gott, noch eine Evolution. Das kann man nur glauben.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Idealisierung von Gesundheit als Problem? Die körperliche Gesundheit ist das Fundament jedes glücklichen menschlichen Lebens. Ihre Argumenttion gegen das Bewusstsein, dass eine gesundheitsbewusste Ernährung äusserst wichtig ist, mutet daher schlicht absurd an.

  • veganscientist sagt:

    @ML
    Wie kommen Sie auf die Idee das nichtmenschliche Tiere sich ihrer selbst nicht bewusst sind oder nicht leidensfähig sind. Descartes Irrtum ist doch wohl ausreichend wiederlegt. Neben Primaten, Elefanten, Delfinen und einigen Vögeln erkennen sich auch Schweine im Spiegel selbst. Kinder unter 2 Jahren übrigens nicht, somit sollte man sie nach ihrer Logik ohne weiteres töten und essen dürfen? Vorausgesetzt natürlich sie hatten ein schönes artgerechtes leben und sie werden human, im häuslichen Umfeld, abgestochen. Diese inzwischen sehr verbreitete „ich esse ja nur selten Biofleisch Flexitarier“ Ausrede ist eine Lüge, sonst würde der Fleischkonsum sinken und nicht steigen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es gibt kein Argument Pro-/ Kontra, welches nicht mindestens 10x in den Kommentaren angesprochen wurde. Deshalb kann man es irgendwann sein lassen. Gegenseitig überzeugen können wir uns eh nicht.

      Zumal die Pro- Argumente mich nicht mal dann berühren, wenn die wahr wären. Ich würde ein Schwein auch dann schlachten und verzehren, wenn ich vorher mit dem Schwein einen philosophischen Disput geführt hätte. Als Soldat, der ich lange war, hätte ich ja auch Menschen getötet, mit denen ich auch hätte Schach spielen können.

      Lassen wir es dabei bewenden. Es ist wie in der Politik. Die Weltbilder werden zunehmend fragmentiert. Ihre und meine Weltanschauung sind vollständig disjunkt. Wir haben kein gemeinsames Bild. Deshalb können wir auch nicht diskutieren.

  • Tina sagt:

    mich würde ja interessieren, was der Hund zu essen bekommt… vegane Hundeguetzli?

    • Magnesium sagt:

      Ich sehe das so. Alles was das Kind nicht kennt wird es früher oder später, je nach Entwicklung probieren, checken und machen wie es will.
      Zieht die Kids normal auf. Nicht zu viel in die Extreme. Das verleidet irgendwann oder macht neugierig auf das Unbekannt. Alles in der Norm im normalen Rahmen und wenn es an etwas mehr Lust hat, kann man es immer noch fördern oder in Massen kontrollieren…

    • Unbequeme Wahrheit sagt:

      @Tina: ja veganes Essen, was denn sonst! Denn, warum sollte ein Hund mit krankmachender Nahrung ernährt werden (okay, für Tierkliniken- und Praxen wirtschaftlich vorteilhafter, denn, würden alle Hunde und Katzen vegan ernährt, gäbe es etwa 80% weniger Krebserkrankungen… um nur eine Zivilisationskrankheit, welche leider auch, aufgrund Ignoranz von „uns“ Menschen, in epidemiologischem Ausmaß Hund und Katze betrifft, genannt zu haben)? Hunde, welche vegan ernährt werden, habe eine etwa Ø 5Jahre längere Lebenserwartung! Oder sollten Hunde so (omnivor) ernährt werden, wovon sie krank werden, Menschen aber nicht, also vegan? Von den ökologischen, ethischen und moralisch katastrophalen Folgen omnivorer Ernährung, auch von Hunden und Katzen, hier an dieser Stelle – ausnahmsweise – mal abgesehen!

      • Yves sagt:

        @Unbequeme Wahrheit => Leute die so missionieren wie du, kann ich schon lange nicht mehr ernst nehmen. Entweder Überzeugen die natürlichen Argumente oder man muss missionieren….

  • Corno Carlo sagt:

    … und niemand fragt das Kind, ob es das eigentlich will.

    • Unbequeme Wahrheit sagt:

      Und wer fragt die Kinder, die in indoktrinierender, dogmatisch-missionarischer Weise von ihren unverantwortlichen „Eltern“ mit für Menschen völlig ungeeigneter Nahrung (omnivor/tierlichen Ursprungs) ernährt werden? Bei denen es regelrecht „vorprogrammiert“ ist, im Verlauf ihres Lebens (meist bereits in früher Kindheit beginnend – 100% sämtlicher schwer und schwerstkranken Kindern a. d. Stationen d. Kliniken/Krebskliniken werden/wurden omnivor ernährt) an unzähligen s. g. Zivilisationskrankheiten zu erkranken! >70% sämtlicher s. g. Zivilisationskrankheiten haben ihre primäre Ursache in der omnivoren Ernährung! Finanzielle Schäden: 1,1Bill.€ (weltweit) / 200Mrd.€ (Deutschland) Entspricht prinzipiell dem Tatbestand der Körperverletzung, je nach Erkrankung des Kindes schwerer Körperverletzung!

      • Hans sagt:

        ALLE Rassen und Naturvölker auf dieser Welt haben seit allen Zeiten Fleisch gegessen. Unbequeme Wahrheit…

      • Normalweg sagt:

        Der Mensch wurde als Allesesser evolutioniert, seit Millionen von Jahren. Die Lebenserwartung von Veganer ist nicht höher wie von gesundheitsbewusst lebenden Allesessern und Vegetarier. Ist aber wahrscheinlich sinnlos dies hier zu schreiben, da die ganzen Ernährungstalibans (wie auch die Impfgegner) keinerlei rationalen Argumenten zugänglich sind und unwissenschaftlich nur die Studien glauben welche ihnen in den Kram passen.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Hans: wie war das nochmal mit Sklaverei, „Hexen“verbrennung, Rassismus… und beinahe a. d. Gegenwart: Frauenrechte in Deutschland (bis in die 1970er Jahre)? Um nur einige wenige Beispiele genannt zu haben! „War schon immer so“, also führen wir dies wieder ein!? Was ist denn DAS für ein MEHR als merkwürdiger Kommentar, Ihr Kommentar? Oder spielt Speziesismus, Sklaverei, Rassismus, Ausbeutung, Unterdrückung, etc. in Ihren Gedankenwegen keine Rolle?

      • second step sagt:

        @ unbequeme Wahrheit: Ihr Kommentar auf Hans‘ an sich objektive Aussage ist nur noch wirr. Gehen Sie mal etwas an die frische Luft.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @second step: eine Aussage „weil es schon immer so war…“ ist also objektiv? Haben Sie meinen Kommentar nicht gelesen, o. schlichtweg einfach nur nicht begriffen? Also „weil es schon immer so war“, kann die Welt zugrunde gehen, können weiter sämtliche Regenwälder (~80% in 40Jahren) unwiderbringlich vernichtet werden, können die Meere weiter leer gefischt werden, kann sich der Klimawandel in überproportional zunehmender Geschwindigkeit beschleunigen, können die Polkappen (Arktis/Antarktis) & Gletscher weiter abschmelzen, der Meeresspiegel dadurch weiter ansteigen, weiterhin jährl. Mio. Menschen (Säuglinge/Kinder/Erwachsene) weithin verhungern/verdursten, sämtliche Lebensgrundlagen allen Lebens weiterhin zerstört werden (6. Artensterben). Primäre Ursache: omnivore Lebensweise! Gehts noch?

      • second step sagt:

        Gerne erkläre ich es nochmals: Objektiv im Sinne von tatsächlich hat Hans recht dass mit ganz wenigen Ausnahmen alle Naturvölker dieser Erde Fleisch essen und dass alle unsere menschlichen Vorfahren bis zurück zu den Australopitheden nach dem aktuellen Stand der Wissenschaft ebenfalls Fleisch konsumiert hat.
        Don’t shoot the messenger!

    • BUSER Martin sagt:

      Lucy, das Australopithecus-Weibchen, welches vor ca. 5 Mio Jahren lebte, war omnivor. Ihr Schädel wurde gefunden mitten in Pavianschädeln, welche Einschläge hatten. Sie ernährte sich von Affenfleisch. Nun glauben Sie im Ernst, dass unser Verdauungssystem, welches seit ca. 10 Mio Jahren auf Fleisch-Vegetal-Fruchtkost aufgebaut ist, von einem Tag auf den andern auf reine Vegankost umgestellt werden kann?
      Unser Sohn ist nun 8 Jahre alt, war noch nie krank, hatte noch nie Fieber oder Husten, wiegt 22 kg für 130 cm, isst täglich Tierproteine in ausgewogenen Mengen, Käse, Milch, Eier, von unsern Demeter-Hochlandrindern, welche 365 Tage pro Jahr in der Natur sind, welche ohne Stress hofgeschlachtet werden, ohne Noxen, Natur pur, wie alle Homo sapiens seit 2 Millionen Jahren ohne Vegansekte!

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Die zierliche Lucy hat Paviane getötet? Haben Sie schon mal ein Rudel Paviane gesehen?Wenn Forscher wirklich glauben, dass Lucy den Pavianen den Schädel eingeshlagen hat, sind sie schlicht unglaubwürdig.

  • Malena sagt:

    Wer ist eigentlich schlimmer: die fleischessende, flugreisende Anti-Sexistin oder der vegane, wandernde Sexist? Und warum macht die JUSO eine Gratis-Hotdog Verteilaktion wenn dafür Tiere „abgestochen“ werden müssen?

    Der Punkt ist: Kritisch denken und dann das Gute tun ist das eine, die Welt in Gut und Böse einteilen und Andersdenkende beschimpfen ist fragwürdig und oft kontraproduktiv. Industriefleischesser, Labelfleischesser, Vielfleischesser und Wenigfleischesser, Insektenesser, Vegetarier, Veganer, Palmöl- und chinesisches Importsoya-Esser, Fruktarier: die Unterschiede bez. Tierleid und Umweltschutz sind graduell, nicht schwarz/weiss. Anstatt alle Leute zu verurteilen und zu beschimpfen, die nicht der „richtigen“ Gruppe angehören, könnte man auch jede Veränderung in Richtung besserer

    • Malena sagt:

      Tier- und Umweltschutz als hilfreichen Beitrag anerkennen und damit Verbündete gewinnen für weitere Schritte in die richtige Richtung. Fundamentalisten und humorlose missionarische Eiferer hingegen tun sich in der Regel schwer mit Differenzierung, und erreichen damit oft mehr Kopfschütteln als Verständnis und Veränderung.

    • Hans Hintermeier sagt:

      @Malena: ich stimme Ihnen zu: „könnte man auch jede Veränderung in Richtung besserer Tier- und Umweltschutz als hilfreichen Beitrag anerkennen…damit Verbündete gewinnen für weitere Schritte in die richtige Richtung“.
      Leider ist die Diskussion oft von beiden Seiten bereits zu Beginn gegenseitig stark emotional aufgeladen und dann ist ein sachlicher Diskurs eher schwierig. Ich denke aber auch, dass wir uns alle darum bemühen sollten.
      Würden z.B. alle Leute nur noch Biofleisch essen von Tieren, die auf der Weide grasten, dann würde das Fleisch seinen wahren Preis bekommen (wenig Angebot, man könnte nicht mehr jeden Tag Fleisch essen), es wäre das Luxusgut, das es mMn. eigentlich sein sollte. Wenn China und Indien auch noch beginnen so viel Fleisch zu essen, dann gute Nacht, liebe Erde.

    • Florian Keller sagt:

      Warum schreiben Sie „abstechen“ in Gänsefüsschen? Ist das Abstechen von Tieren etwas anderes als Abstechen? Gibt es da noch eine zweite Ebene?
      Niemand würde behaupten, dass das Thema „rassistische Gewalttaten“ nicht schwarz/weiss sei, dass es graduell sei und draufankomme, nicht allzu oft Ausländer zu verprügeln oder Asylheime anzuzünden. Es ist sonnenklar: Rassismus ist abzulehnen und wer das anders sieht und ein Rassist ist, verhält sich ethisch inakzeptabel.
      Genauso klar sind die Verhältnisse bei Tierausbeutung.
      Ich schrieb schon weiter unten: Wer nicht vegan ist, ist ein Tierausbeuter. Wem Ethik nicht egal ist, der ist also nicht nur selbstverständlich kein Sexist und Rassist, sondern eben auch kein Unveganer.

      • Malena sagt:

        Klar gibt es Leute die behaupten, dass beim Thema Sexismus oder Rassismus nicht alles schwarz/weiss ist. Ich zum Beispiel. Rassismus ist abzulehnen, trotzdem sind 99% der Menschen nicht frei von rassistischem Gedanken und Reflexen, Sie wahrscheinlich inklusive. Nicht alle gleich, graduell halt.

        Also sind fleischessende Anti-Sexisten und -Rassistinnen für Sie betr. Ethik inkonsequent und scheinheilig?

        Anführungszeichen als Zitat, weil Sie das Wort so hysterisch verwenden in ihren vielen Posts. Als Veganer unterstützen sie auch das brutale Zermalmen, Verstümmeln und Vergiften von Insekten und Würmern auf den Gemüsefeldern. Das kann man für ethisch inakzeptabel halten, Sie als Massenmörder bezeichnen. Warum werden Sie nicht Frutarier und schiessen gegen die massenmordenden Veganer?

      • Florian Keller sagt:

        Copy/Paste von weiter unten:
        Ja, auch bei der Ernte von Pflanzen verunglücken Tiere. Das lässt sich bislang in unserer unveganen Gesellschaft, in welcher das Leben nichtmenschlicher Tiere als wertlos gilt, nicht vermeiden. Das allerdings als Ausrede dafür zu benutzen, mit den geernteten Pflanzen Tiere zu mästen, um jenen dann die Kehle durchzuschneiden, ist pervers. Das Gegenteil ist geboten: Die Haltung sogenannter „Nutztiere“ abzuschaffen und die massiv verkleinerte Landwirtschaft so tiergerecht wie nur irgend möglich einzurichten.

        Ja, wer die Diskriminierung von Individuen aufgrund deren Hautfarbe und Geschlecht ablehnt, die Spezieszugehörigkeit aber als valides Kriterium ansieht, anderen ihre Rechte abzusprechen, ist ethsich inkonsequent.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Malena: alles klar, ein Mikroorganismus ist eine Blattlaus ist ein Fisch ist ein Huhn ist eine Kuh. So geht die übliche intellektuelle Unredlichkeit aka Verlogenheit der rücksichtslosen Tierausbeuter.

      • Malena sagt:

        @Niederer: Es gibt undifferenzierte Fleischesser wie auch Veganer (kein Unterschied zwischen Insekt oder Kuh essen). Ich bin immer für Differenzierung: eine Insekt ist keine Kuh, und eine Kuh ist nicht 2 Kühe. Heisst: Veganer verursachen nur Kleintiermassaker, Wenigfleischesser mehr Kleintiermassaker und ab und zu ein abgestochenes Nutztier, Vielfleischesser proportional mehr von beidem. Graduell, nicht schwarz/weiss. Ruhig schlafen dürfen nur die Frutarier.

      • Florian Keller sagt:

        „Es gibt undifferenzierte Mörder wie auch Nichtmörder. Vielmörder und Wenigmörder. Es ist nicht alles schwarz/weiss. 99% der Menschen hatten schon Mordfantasien.“
        Ihre Verharmlosung von Gräueltaten an Tieren behelfs derartiger Verrenkungen spricht Bände.
        Es gibt Veganismus einerseits und Tierausbeutung andererseits. Tertium non datur.

      • Malena sagt:

        Ich verharmlose nicht, ich benutze sogar Ihr Wort „abstechen“.. 🙂
        Je mehr Sie schreiben desto mehr bekomme ich den Eindruck, dass vegane Ernährung ungeniessbar macht. Bei allen guten Gründen dafür, so will ich nicht enden. Dann zwing ich mich lieber hin und wieder schweren Herzens zu einem Stück (biologischem) Fleisch von einem aufgeschlitzten Tier.

      • Florian Keller sagt:

        Tja, wie immer bleibt nur die argumentative Bankrotterklärung. „Ich gehe jetzt (Bio-)Fleisch essen, weil ich es kann, ätsch bätsch, du bist schuld.“ Vielleicht erreiche ich Sie nicht mit meinen Kommentaren, aber es gibt ja glücklicherweise manchmal stumme Mitleser, von denen einige sogar das Kindergartenniveau hinter sich gelassen haben.

      • Malena sagt:

        „Ich geh jetzt Fleisch essen“ ist ein Statement, kein Argument. Mit schwarz/weiss denkenden Fundamentalisten macht Argumentieren eh wenig Sinn. Sie sind nicht hier um zu diskutieren, sondern um andere Leute „Mörder“ zu schimpfen. Ich hab nicht für Fleischkonsum argumentiert, nur für Differenzierung. Wenn Sie eine solche ablehnen sind wir an einem toten Punkt. Ich bedanke mich für Ihre Antworten, noch ein schönes Wochenende. Und denken Sie dran: als Frutarier könnten Sie abertausende Kleintiere vor einem grausamen Tod bewahren… 😉

      • Florian Keller sagt:

        Natürlich ist es kein Argument, denn gegen Veganismus gibt es nun mal keine Argumente. Ich habe niemanden einen Mörder geschimpft, ich habe nur anhand einer Analogie dargelegt, wieso Ihre fadenscheinige Apologetik hochgradig zynisch ist. Ich differenziere sehr wohl, wie schon oft erwähnt, es gibt einerseits Veganer und anderereseits Tierausbeuter.

      • Widerspenstige sagt:

        So extrem argumentiert @Florian Keller aber gar nicht, wie ihm unterstellt wird. Hier ein Auszug vom 14.07.2017 um 23.11:
        ‚..Ja, auch bei der Ernte von Pflanzen verunglücken Tiere. Das lässt sich bislang in unserer unveganen Gesellschaft, in welcher das Leben nichtmenschlicher Tiere als wertlos gilt, nicht vermeiden. Das allerdings als Ausrede dafür zu benutzen, mit den geernteten Pflanzen Tiere zu mästen, um jenen dann die Kehle durchzuschneiden, ist pervers. Das Gegenteil ist geboten: Die Haltung sogenannter „Nutztiere“ abzuschaffen und die massiv verkleinerte Landwirtschaft so tiergerecht wie nur irgend möglich einzurichten..‘

        Fazit: Urban Gardening als Stadtmensch oder grad Selbstversorgung auf einem Landsitz kommt dem sehr nahe.

      • Douglas Bader sagt:

        Herr Keller, Leute die sektiererisch auftreten und sich dass Recht nehmen dass nur sie die Wahrheit gepachtet haben, sind auch abzulehnen. Man kann sich auch die Frage stellen wie ethisch dieser missionarische Eifer ist.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Florian Keller

        Zählen Sie mal Ihre Beiträge hier im MamaBlog, eine Plattform, auf der man Sie vorher nicht kannte. Da kommt schon der Eindruck eines Mietschreibers auf, zumal Sie in einem Text nicht mehr sagen, als in den 99 davor.

        Mag sein, Sie sind wirklich Veganer und selbsternannter Tierschützer. Dann hilft ein Grundkurs Biologie. Aber vermutlich sind Sie beides nicht, weder Veganer, noch Tierschützer.

      • Florian Keller sagt:

        Ich bin kein Tierschützer, sondern ein Tierrechtler.
        Das hier bin ich:
        http://www.tier-im-fokus.ch/interview/tif_an_bea
        (es wurden schon einige Fremdlinks zugelassen, hoffentlich auch dieser)
        Im Gegensatz zu gewissen anderen habe ich es nicht nötig, mich hinter einem Pseudonym zu verstecken.

  • Normalweg sagt:

    Bevor unsere Tochter in die Kita ging war sie auch nie krank, obwohl nicht vegan ernährt. Es kann also nicht an der Ernährung liegen, sondern eher an der Exposition mit anderen Kindern. Auch ist die Lebenserwartung von vegan und vegetarisch lebenden Menschen nicht höher als diejenigen von Fleischessenden Menschen, welche körperlich aktiv sind, nicht rauchen und wenig Alkohol konsumieren (1). Nicht die vegane Ernährung, sondern der Lebensstil plus die genetische Veranlagung sind wichtig. Aber dazu muss man eigentlich keine Studie lesen, das sagt einem ja schon der gesunde Menschenverstand.

    1) Chang-Claude J et al (2005): Lifestyle determinants and mortality in German vegetarians and health-conscious persons: results of a 21-year follow-up. Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 14 (4), 963-8

    • Thomas Müller sagt:

      Das sagt einem doch schon der gesunde Menschenverstand, dass der Verwesungsgestank auf der Toilette bei Verzehr von tierischen Nahrungsmitteln schädlich ist.

      • Normalweg sagt:

        Vielleicht sollten Sie mal spülen, bei uns gibt es keinen Verwesungsgestank.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Zwischen veganer und vegetarischer Ernährung besteht AUCH in gesundheitlicher Hinsicht ein himmelweiter Unterschied. Milchprodukte sind ebenso gesundheitsschädlich wie Fleischprodukte.

      • Normalweg sagt:

        Sind sie eben nicht – lesen Sie doch mal die entsprechende Untersuchung. Wie kann Fleischkonsum per se „gesundheitschädlich“ sein wenn ich genau so lange lebe wie jemand der vegan oder vegetarisch lebt? Unser Verdauungstrakt ist der eines Allesessers – auf dieser Grundlage ist es doch bloss westliches Wohlstands-Geschwurbel dass vegan/vegetarisch automatisch gesünder sei. Wenn jemand aus ethischen Gründen kein Fleisch isst finde ich das super. Aber dass man sich dann talibanhaft rationalen Argumenten verschliesst und dafür esoterisch von irgendwie nicht messbaren gesundheitlichen Vorteilen schwurbelt ist irgendwie lächerlich.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Normalweg 10:57: sind Sie der englischen Sprache mächtig? Die Studie betrifft Vegetarier und gesundheitsbewusste Nichtvegetarier, also Omnivoren.

      • Normalweg sagt:

        Danke für die Nachfrage – ich bin der englischen Sprache mächtig. Sie haben aber offenbar sowohl in englisch wie auf deutsch inhaltliche Probleme – weshalb ich Ihnen gerne helfe. Die Studie zeigt dass Menschen die Fleisch essen und sonst gesund leben die gleiche Lebenserwartung haben wir Vegetarier – Menschen die kein Fleisch essen. Also ist Ihre Aussage dass Fleischessen gesundschädlich ist falsch. Your welcome!

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Normalweg1338: Vegetarier konsumieren Milchprodukte, welche genauso gesundheitsschädlich sind wie Fleischprodukte. Die Studie hat daher Null Aussagekraft betreffend vegane Ernährung. Die Studienbetreiber waren einfach so dumm, die unhinterfragt angeblich gesunde vegetarische Ernährung mit omnivorer Ernährung zu vergleichen.

      • Normalweg sagt:

        Lieber Niederer, in der Studie gab es eine vegane Sub-Gruppe,welche sogar eine leicht erhöhte Mortalität hatte gegenüber den Vegetarieren und den moderaten Fleischessern (1). Sie haben einfach nur den Titel der Studie gelesen und quaken nun hier ahnungslos herum! Lassen Sie es doch einfach sein, mich stört ja weder ein veganer noch ein vegetarischer Lebensstil. Und bezüglich Dummheit: der Autor hat ziemlich viel für die Krebsforschung geleistet, was ausser Geschnatter ist Ihre Lebensleistung?
        1) „Being a vegan was associated with a higher mortality risk (1.59; 95% CI, 0.98-2.59) than being a lacto-ovo vegetarian (1.08; 95% CI, 0.86-1.34), when compared with nonvegetarians with moderate meat/fish consumption“

    • Widerspenstige sagt:

      Es kommt doch noch darauf an, wie gesund die Körperverfassung ist und wie oft man krank ist im Verlauf seines Lebens. Mich interessiert noch zu Wissen, an welchen Ursachen Menschen sterben – die echten Ursachen, nicht die schöngeschriebenen wie üblich (Ärzte wissen, was ich damit meine …); Aufgelistet nach Alter, Lebensart einschliesslich Essgewohnheiten, Geschlecht, Alter, Nationalität, Bildung/Beruf. Dann kann eine Gegenüberstellung bzw. Studie gemacht werden, nicht zu vergessen die Ressourcenverschwendung mit der jeweiligen Lebensart einkalkuliert in Zahlen/Prozenten/Vergleichen.

      • Roger Casement sagt:

        Warum drängt isch mir dermassen massiv der Eindruck auf, dass die meisten Veganer ein sehr dürftiges Verständnis wissenschaftlicher Zusammenhänge haben und dieses Defizit mit messianischem Eifer füllen?

        Schönstes Beispiel von Halbwissen liefert hier Herr Niederer.

    • Stabiler sagt:

      @Normalweg: Zu Ihrer zitierten Untersuchung gilt es aber anzumerken:

      1. Die Vegane-Subgruppe bestand aus gerade mal 60 Teilnehmern (im Vgl. zu den 1’165 Ovo-Lacto-Vegetariern) – also eine sehr geringe Anzahl.

      2. Der Fleischkonsum der Nicht-Vegetarier-Gruppe der Studie ist keineswegs repräsentativ für den Fleischkonsum der allg. Bevölkerung. Kaum einer hat da täglich Fleisch gegessen.

      3. Es gibt durchaus auch gegenteilige Resultate aus weit grösseren (und aktuelleren) Studien:

      Zitat: „Compared to lacto-ovo-vegetarian diets, vegan diets seem to offer additional protection for obesity, hypertension, type-2 diabetes, and cardiovascular mortality.“

      Vgl.: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4073139/

      • Normalweg sagt:

        Das ist alles so in der Studie wie Sie es beschreiben. – im Gegensatz zum Niederer haben Sie sie die Studie wenigstens gelesen. Die Untersuchung zeigt aber dass es einfach nicht wahr ist dass Fleischkonsum per se ungesund ist wie Niederer und Konsorten behaupten. Und auch dass vegane Ernährung nicht per se gesünder ist als eine gesamtheitliche Ernährung oder eine vegetarische Ernährung. Die vegane Gruppe ist klein, aber offenbar statistisch verwertbar. Wenn Ihnen das nicht passt, müssen sie die Gesetzte der Statistik und letztendlich der Mathematik ändern.
        Das Interessante für mich hier ist aber dass ich eine ganze Weile mit diesem Niederer diskutierte bis ich merkte, dass er die Studie gar nicht gelesen hat. So zementiert er natürlich das Bild des durchgeknallten Veganers.

      • Normalweg sagt:

        Ich weiss dass es zu diesem Thema Studien mit widersprüchlichen Resultaten gibt. Somit ergibt dass in der Frage ob vegane Ernährung gesünder oder ungesünder in den meisten Klassifzierung der Evidenz basierten Medizin eine Evidenzlage C (widersprüchliche Datenlage). Da Sie sich mit Studien befassen wissen Sie was das bedeutet. Den Niederer dieser Welt hier auf Deutsch übersetzt: man weiss auf Grund der verfügbaren Daten nicht ob vegane Ernährung gesünder oder ungesünder ist als andere Ernährungsformen.

  • Rahel sagt:

    „Sie wurde ein Jahr lang exklusiv gestillt und auch heute noch sporadisch.“ Ich frage mich ernsthaft, ob sich die Autorin dieses tendenziösen Textes überhaupt bewusst ist, was sie schreibt. Spätestens im 6. – 7. Monat genügt einem Säugling die Muttermilch allein nicht mehr. „Sporadisches“ Stillen ist Brusttechnisch eher unwahrscheinlich.
    Ich bin Mutter eines sich fast ausschliesslich vegetarisch ernährenden 16-monate alten Kleinkindes, welches Brokkoli, Spinat, Tomaten, Fenchel, und und und liebt und noch gestillt wird.

  • Vicky sagt:

    Ganz scheinen diese Eltern aber ihrer Ernährungsweise und ihrer Intuition nicht zu vertrauen. Oder gibt es einen anderen Grund, wieso sie ihr Kind regelmässig von Kinderarzt — ich gehe mal davon aus, dass es sich dabei um einen Schulmediziner mit gut ausgerüsteten Labor handelt — auf Mangelerscheinungen untersuchen lassen? Besonders eigenartig, denn das Kind sei ja kerngesund und ihren Angaben zufolge noch nie krank gewesen. Aber auch das lassen sie sich wohl regelmässig vom Kinderarzt bestätigen.

    • Jacques sagt:

      Schlussendlich tragen die Eltern über das Wohlergehen ihrer Kinder die volle Verantwortung. Betr. eben auch ernährungstypische Mangel-erscheinungen. Ist bei fundamentalistischen Veganern (früher Makrobioten) schon seit langem bekannt und nachgewiesen. (Von der ganz normalen wissenschaftlichen Medizin). Es ist nie einfach – mit diesen Esos.

    • Hanspeter Müller sagt:

      Ganz witzig in diesem Zusammenhang ist der Satz: „Würde der Arzt Kritik an Millis Ernährungsform äussern – so versichern es die beiden Eltern – stellten sie die vegane Ernährung zum Wohle ihres Kindes sofort ein.“ Wenn ein Arzt Kritik übt wird normalerweise sofort Arzt gewechselt. Kann man in jedem Veganerblog nachlesen.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Unwitzig und vor allem lächerlich sind Ihre peinlichen Unterstellungen, die nur dazu dienen, Ihr bröckelndes Ernährungs-Weltbild zu stabilisieren.

    • Anton Keller sagt:

      Vielleicht liegt es daran, dass die Sterblichkeit von vegan ernährten Kleinkinder viel grösser ist als die von normal ernährten Kleinkinder.

      • Thomas Müller sagt:

        Quelle? Oder ist dass: Einfach mal was sinnloses raushauen.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Anton Keller: 100% sämtlicher schwer und schwerstkranken Kindern a. d. Stationen d. Kliniken/Krebskliniken werden/wurden omnivor ernährt! Es ist regelrecht „vorprogrammiert“ ist, das sie im Verlauf ihres Lebens (meist bereits in früher Kindheit beginnend) an unzähligen s. g. Zivilisationskrankheiten erkranken! >70% sämtlicher s. g. Zivilisationskrankheiten haben ihre primäre Ursache in der omnivoren Ernährung! Finanzielle Schäden: 1,1Bill.€ (weltweit) / 200Mrd.€ (Deutschland)! Kinder (Schutzbefohlebe) omnivor zu ernähren, entspricht prinzipiell dem Tatbestand der Körperverletzung, je nach Schwere der Erkrankung des Kindes schwerer Körperverletzung!

    • Florian Keller sagt:

      Da in den Leichen und Sekreten von Tieren keine Nährstoffe sind, die nicht auch in der mordfreien/veganen Version verfügbar sind, erübrigt sich jegliche Kritik. Zudem haben die meisten Ärzte keine Ahnung von Ernährung, da diese im Studium kaum thematisiert wird.

      • second step sagt:

        Das stimmt einfach nicht. In meinem Medizinstudium an einer schweizerischen Universität war Ernährung in jedem Studien Jahr und in vielen Fächern ein Thema: in der Chemie, Biochemie, Physiologie, Pathophysiologie, Pathologie, Inneren Medizin, Pädiatrie, Neurologie Onkologie etcetc. Einfach halt mit einem objektiven, wissenschaftlichen Hintergrund und nicht als Pseudogeschwätz von „guten Fetten“.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @second step: dann wurde diese Universität sicherlich explizit für Sie gegründet, darüber hinaus waren Sie sicherlich dort auch der Einzige Kommilitone, sind somit der einzige ehemalige Medizinstudent weltweit, der eine fundierte ernährungswissenschaftliche Ausbildung absolviert hat! SÄMTLICHE anderen (seriösen) Mediziner weltweit besitzen somit die Dreistigkeit, indem sie ganz ungeniert behaupten, Ernährungswissenschaft wird im Studium kaum thematisiert! Um auf Ihr gewähltes Wortrepertoire zurückgreifen zu dürfen, es handelt sich somit um Pseudogeschwätz, oder anders formuliert: deren Nachnamen lauten allesamt „Münchhausen“!

      • second step sagt:

        Nein, die Uni wurde nicht für mich gegründet, die ist schon etwas älter. Aber ich habe dort eine gute medizinische Ausbildung erhalten. Kellers Behauptung dass Ernährung kaum thematisiert wurde ist einfach nicht wahr, wie ich ja dargestellt haben. Verlassen Sie doch mal ihr Tal der Dunkelheit, der Unwissenheit und der dumpfen Vorurteile und lassen Sie sich doch von jemanden, der tatsächlich an einer richtigen Uni richtige Medizin studiert hat erhellen, was dort wirklich gelernt wird. Auch wenn es schmerzhaft ist, weil sie dann Ihre selbstgewählten geistigen Ketten und alle ihre Vorurteile welche in ihren fundamentalistischen Kreisen über uns Aerzte kursieren aufgeben müssten.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @second step: sorry, aber Sie greifen auf Informationen irgend welcher Fabelwelten zurück, wogegen Florian Keller Fakten aufführt! Mir ist KEIN einziger Mediziner bekannt, welcher nicht ausschließlich Symptombehandlung betreibt, anstatt präventive Ursachenbekämpfung! Warum wohl? Eine, sicherlich auch Ihnen bekannte Zahl, spricht doch wohl Bände: nur etwa 5% aller Mediziner weltweit haben ein tiefgreifendes, fundiertes Wissen über ernährungsbedingte (s. g. Zivilisations-)erkrankungen! Eschreckende Zahl im Umkehrschluss: 95% haben kein o. nur marginales Wissen! Sicherlich sind Ihnen folgende Zahlen ebenfalls bekannt: >70% aller s. g. Zivilisationskrankheiten haben ihre primäre Ursache in der omnivoren Ernährung! Finanzielle Schäden: 1,1Billionen € (weltweit) / 200Milliarden € (Deutschland)!

      • second step sagt:

        Weder dieser Keller noch Sie haben Medizin studiert noch wahrscheinlich jemals eine Universität von Innen gesehen. Woher soll er denn Wissen haben was an der Uni unterrichtet wird. Ihr Fundamentalisten gebt euch einfach eure Vorurteile untereinander weiter über uns Aerzte bis ihr glaubt dass es „Fakten“ sind. Dass Sie von Fakten reden ist übrigens ziemlich cool. Weiter oben im Kommentarbereich haben Sie eine Studie als dumm dargestellt die Sie nicht mal gelesen haben. Dann werfen Sie mit irgendwelchen wirren Zahlen um sich ohne Quelle, ohne Belege. Alles was Sie erreichen ist dass ich zunehmend denke dass Veganer irgendwie sonderbar sind.

  • Hans Hurni sagt:

    Veganer sollen sich doch ernähren wie sie wollen. Aber lasst wenigstens den Kindern den Zugang zu einem der wertvollsten Kulturgütern die wir haben: Das Essen. Denn Vegan hat zwar mit Ernährung zu tun, mit Essen im kulturellen Sinne aber soviel wie gar nichts. Denn während ich stundenlang am Herd stehe, tun Veganer selbiges vor den Regalen beim Lesen der Inhaltsstoffliste:-)

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Man darf zwar seine totale Uninformiertheit öffentlich zelebrieren, die Frage ist einfach, ob es für das eigene Wohl sinnvoll ist.

  • thomas meiner sagt:

    Das man vegan gesund und gut leben kann weiss ich aus eigener Erfahrung. Ich leben mehrheitlich Vegan, aber geniesse auch gerne mal ein Steak zu einem besonderen Anlass. Was mich stört ist die Religiosität dieser Familie. Das wird massive Podeste im Teenager-Alter nach sich ziehen. Die Fleischindustrie kann sich über solche Kinder freuen. Nur ein entspannter Umgang der Eltern mit dem Veganismus wird die Kinder nachhaltig überzeugen. Religion schreckt in der Regel ab.

    • Florian Keller sagt:

      Dass jemand, der gegenüber Tieren gewaltlos erzogen wurde, später zum Unveganer/Tierausbeuter wird, halte ich für höchst unwahrscheinlich. Wer begriffen hat, dass Tiere keine Gegenstände sind, lebt vegan. Und es ist für viele Leute sicher einfacher, wenn sie dies von Kindesbeinen an gelernt haben, als wenn sie sich diese Erkenntnis entgegen ihrer Familie und dem übrigen sozialen Umfeld aneignen müssen.

      • thomas meiner sagt:

        Wollen sie den Kindern beibringen, dass welchen Wert Tiere haben, dann schlachten die gemeinsam mit ihnen ein Huhn. Es ist heute ein Problem, dass viele Menschen noch nie das Leider der Tiere erlebt haben. Nur vegan zu leben, wird den Kindern wenig lernen ausser, dass es verlockende Verbote gibt. Wer Kinder vom schrecklichen immer schützt, wird kein nachhaltiger Lerneffekt erreichen. Die Kinder werden in der Pubertät dagegen rebellieren, weil die Eltern nicht glaubwürdig waren.

    • Adrian Engler sagt:

      Gibt es irgendwelche empirischen Grundlagen für diese Behauptungen? Sicher wird es so sein, dass ein Teil der Kinder, die vegan aufgewachsen sind, später nicht mehr vegan leben, aber der Anteil von Veganern unter ihnen wird vermutlich viel grösser sein als unter den nicht vegan aufgewachsenen.

      Jetzt gibt es noch nicht so viele Menschen, die vegan aufgewachsen sind, aber doch schon relativ viele, die vegetarisch aufgewachsen sind. Sicher essen einzelne von diesen jetzt Fleisch (aber kaum mehr als nichtvegetarisch aufgewachsene), aber es scheint auch verbreitet zu sein, dass gerade Personen, die vegetarisch aufgewachsen sind, jetzt oft VeganerInnen geworden sind.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Adrian Engler: “…die vegetarisch aufgewachsen sind, jetzt oft VeganerInnen geworden sind.“!

        „Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will nicht, dass sie bleibt.“ – Erich Fried

  • Hanspeter Müller sagt:

    „Milli isst viel Gemüse, viele Hülsenfrüchte und gesunde Fette. Sie wurde ein Jahr lang exklusiv gestillt und auch heute noch sporadisch.“ Kinder sollten nach 6 Monaten langsam eingeführte Beikost bekommen, insbesondere auch Getreide. Bei späterer Einführung steigt das Risiko für Gluten-unverträglichkeit und vorallem Zöliakie. Zudem ist die Zusammensetzung nicht mehr ideal für grössere Kinder. Es fehlen die Ballaststoffe und die Milch enthält zu wenig Eisen und Zink, insbesondere bei einer veganen Mutter, die wahrscheinlich auch zu wenig hat. So gut scheint diese Familie auch wieder nicht informiert zu sein.

  • Hanspeter Müller sagt:

    Für mich hat der vegane (im Gegensatz zum vegetarischen!) Lebensstil etwas sektiererisches. Sieht man daran, wie immer wider betont werden muss wie freiwillig das alles ist: „Wir wollen ihr Veganismus nicht aufdrängen. Sie kann, sobald sie älter ist, natürlich selbst entscheiden, was sie essen will“, wie sehr man sich von der übrigen so schlechten Welt unterscheidet: „Man muss sich fundiert mit Ernährung auskennen, um Kritikern den Wind aus den Segeln nehmen zu können“ „Wir haben viele Studien renommierter Universitäten (…) gelesen, auch Literatur von Ärzten…“ und wie das zum Himmel auf Erden führt: „Sie ist ein gut gelauntes, neugieriges Kind mit viel Energie. Ihre Eltern erzählen, dass sie seit ihrer Geburt erst einmal krank war. Markant weniger als andere Kinder.“

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Veganer haben einfach begriffen, dass Milchprodukte auf der genau gleich brutalen Tierausbeutung und Tierermordung beruhen wie Fleischprodukte. Im Gegensatz zu Vegetariern sind sie seelisch stark genug, um dieses Wissen in die Praxis umzusetzen.

  • Lori Ott sagt:

    Zu sagen „Seit der Geburt vegan ernährt“ impliziert die Ignoranz, den Menschen als etwas anderes als ein Säugetier zu sehen, was vom biologischen Standpunkt her gesehen Unsinn ist.
    Soll doch jeder leben und essen wie und was er will, und die Umwelt (Mitmenschen) mit Missionierung verschonen. Dass sich Veganer mehrheitlich als etwas Besseres sehen ist einfach nur arrogant und zeugt von einer Intoleranz welche mit den Werten mit welchen sich die „westliche Welt“ so gerne (und zu Recht) identifiziert diametral nicht vereinbar ist.

    • Lori Ott sagt:

      „diametral gegenüber steht“ wollte ich am Schluss eigentlich schreiben, oder „nicht vereinbar ist“ mit „diametral“ davor weglassen. Kommt davon wenn ich meine Texte in der Eile abändere.

    • Florian Keller sagt:

      Wer sich für Tierrechte stark macht, ist – anderweitig gleiche Parameter vorausgesetzt – nun einmal ein besserer Mensch als jemand, der Tiere einsperrt, ausbeutet und umbringt. Das ist eine Tatsache, auch wenn Unveganer diese naheliegenderweise nicht gerne hören.

      • Christina Maria sagt:

        Sie sprechen mir aus dem Herzen … Im Übrigen sieht die Familie rundum gesund aus und auch zufrieden !

      • Doria Gray sagt:

        Es gibt auch Leute, die Tiere essen, die auf einem Biohof mit viel Auslauf gelebt haben und danach in einer Dorfmetzgerei geschlachtet wurden. Das ist um einiges angenehmer als etwa ein Leben in freier Wildbahn, wo Hunger, Kälte und Fressfeinde das Leben ständig bedrohen.

      • Susi sagt:

        @Doria Gray: Genau. Mein Grossvater hat die Schweine sogar jeweils vor Ort, also auf dem Hof, abgestochen. Da blieb ihnen der Transport erspart.

      • Lori Ott sagt:

        @ Doria Gray: So sehe ich das auch (obwohl ich mich weitgehend vegetarisch ernähre).

      • Florian Keller sagt:

        Na und? Auch diese Tiere werden in jedem Aspekt ihres Lebens fremdbestimmt und nach einem Bruchteil ihrer Lebenserwartung aufgeschlitzt. „Jemanden umzubringen ist ok, solange er ein schönes Leben hatte.“ Lesen Sie überhaupt selbst, was Sie da schreiben?

      • Martin Weber sagt:

        Jawohl, wir sind Täter und Opfer.
        So sind wir Menschentiere, Mörder wie jeder Fleischfresser.

        „nun einmal ein besserer Mensch als jemand, der Tiere einsperrt, ausbeutet und umbringt. “
        Nein! wer sich über andere stellt, kann keine bessere Welt erschaffen, ist auch kein besserer Mensch.

        Grosse Klappe in der Wohlstandsoase.
        Und diese Oase haben sie nur, weil Mensch, Tier und Umwelt ausgebeutet werden.

        Ansonsten würden sie alles essen was essbar ist.
        Denn dann wären sie tagtäglich mit Essensuche beschäftigt.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      @Doria Grey: genau, Tiere lieben es, abgeschlachtet zu werden. Dagegen ist das Leben in freier Natur ein einziges Martyrium. Es geht doch nichts über einen kräftig verzerrten Prismabrillen-Blick auf die Realität, um das eigene rücksichtslose Handeln zu rechtfertigen.

  • Manuela sagt:

    „Millie isst seit ihrer Geburt vegan“. Nein, denn sie wurde/wird gestillt. Auch, wenn es der eine oder die andere unter den Veganern nicht gerne hört: Muttermilch ist sicher die beste und natürlichste Ernährung für den Säugling, vegan aber ist sie nicht.

    • Ramona sagt:

      Nein, SIE liegen falsch.
      Denn Veganer sind dafür, wie es die Natur vorgesehen hat: Die Kuhmilch ist für das Kälbchen, die Menschenmuttermilch für den Säugling. Ich kenne keine vegan lebende Mutter, die ihren Nachwuchs nicht stillt/gestillt hat.
      Die Muttermilch ist immer, wie es der Name ja schon sagt, für den eigenen Nachwuchs bestimmt, logisch, oder?
      Und wie Sie es sagen, dies ist die beste und natürlichste Ernährung für JEDEN Nachwuchs(und nicht behandelte Milch artfremder Spezies…)

      • PRiet sagt:

        „Denn Veganer sind dafür, wie es die Natur vorgesehen hat:“
        Nein, sind sie nicht, sonst würden sie Fleisch essen. Das ist, wie es die Natur vorgesehen hat.
        Ausserdem bezüglich Logik: Die Muttermilch ist für den eigenen Nachwuchs bestimmt, das heisst aber nicht, dass sie die beste ist, oder artfremde Milch nicht sogar noch besser wäre. Die Milchproduktion unterliegt gewisser Constraints, zum Beispiel muss die Mutter ebenfalls überleben, sonst sterben beide. Sie kann also nicht beliebig viel Energie und Nährstoffe in die Milch stecken, und daher ist die Milch auch gezwungenermassen nicht optimal für das Kind alleine, sondern nur optimal innerhalb des gesamten Systems mit all seinen Rahmenbedingungen, welche für Menschen längst nicht mehr gleich sind, wie als es entstand.

      • Titzi sagt:

        Richtig, betreffend der Milch ist dies so.
        (Menschen-)Muttermilch ist in vegan.

      • Adrian Engler sagt:

        Dass menschliche Muttermilch als vegan gilt (natürlich ist das in einem gewissen Sinn ein Spezialfall), ist unter Veganern völlig unbestritten.

        Die Vorstellung, die Natur habe für Menschen Fleisch „vorgesehen“, ist absurd. Menschen sind Allesfresser, und je nach Umweltbedingungen war ihre Ernährung immer sehr unterschiedlich.

        Die Vorstellung, dass die Milch eines physiologisch völlig unterschiedlichen und viel grösseren Säugetiers, die ganz anders zusammengesetzt ist als Menschenmilch für Menschen besser sein soll als Menschenmilch, ist ziemlich unglaubwürdig (ausserdem wird jeder davon abraten, einem Kleinkind, das in einem Alter ist, in dem es gestillt werden soll, Kuhmilch zu geben).

  • Matthias sagt:

    Hallo, zum ersten Punkt, dass Vegan gesünder ist, möchte ich nichts sagen – mag sein. Als Landwirt interessiert mich die Gesamtsicht. Grundsätzlich gibt es viele Probleme mit Nutztierhaltung und ich verstehe, dass man sich überlegt vegan zu werden. Pflanzenbasiert essen braucht auch weniger Fläche pro Kalorie. Das Problem ist nur, dass die Produktion in der Landwirtschaft immer ein Kreislauf sein sollte. Wenn man etwas vom Feld nimmt muss auch wieder etwas zurückkommen, sonst nimmt die Fruchtbarkeit ab. Im Biolandbau ist das meist Hofdünger (Tierisch). Konsequenterweise sollte vegane Diät auch mit Klärschlamm oder noch besser durch Komposttoiletten gedüngt werden. Beides ist aber nicht erlaubt. Wenn wir vegan essen wollen muss unser Geschäft zurück aufs Feld… sonst funktioniert es nicht.

    • Mea sagt:

      Finde ich super das Ihnen, als Landwirt, das bewusst ist und Sie bereit dazu wären. Die Gesetzeslage wird sich mit dem Bewusstsein der Bevölkerung ändern.

  • Marsbar sagt:

    Ist das Kind in einer Spielgruppe/Kindergarten?
    Unsere Kinder waren so gut wie nie Krank,haben das gegessen was auf den Tisch kam.Heute übrigens auch.
    Erst als der Chindsgi begann,hats angefangen..ca. 0-1 mal pro Jahr:-)
    Der Mensch reagiert doch Individuell auf Einflüsse und das ist gut so.

  • Paul Kunz sagt:

    Unsere Kinder wachsen Vegan auf. Wir haben das bestimmt. Punkt.

    • Hans Hurni sagt:

      Mir egal, wie sie sich ernähern. Vegane Ernährung von Kindern ist aber ein Grund für eine Gefährdungsmeldung durch den Arzt. Eine einseitige Ernährung führt zu Mangelerscheinungen bei den Kids. Und kommen Sie mir nun nicht mit irgendwelchen Eisen- oder sonstigen chemischen Präparaten. Und: Haben Sie auch schon herausgefnden, weshalb ihre Kids gerne bei Freunden essen? 🙂

      • Titzi sagt:

        @Hans Hurni Wie Sie sich auskennen…
        Wenn vegan dort so schlimm sein sollte+das andere im Umkehrschluss so toll, dann erklären Sie all die kranken Kinder(oder später Erwachsenen), zB mit Diabetes etc….
        Auch bezüglich des Eisenmangels: Was hat dies mit vegan zu tun?? Diejenigen, die wir kennen, haben keinen(ohne Präparate), die aber mit einem, sind Allesesser.

  • Laura Mandovina sagt:

    Ich denke also bin ich … Veganerin 🙂 ok- Also so ist es zwar nicht aber bald. Ich bin noch am planen der Umstelllung. Nach einigem Nachdenken kam ich zum Schluss, dass eine moderne, Leistungsfähige Zivilisation sich vegan ernähren kann und eigentlich auch sollte. Es gibt ein paar Punkte die beachtet werden müssen, da die allermeisten, die Veganismus praktizieren, das nicht automatisch auf den Lebensweg mitbekommen sondern ihre Ernährung umstellen müssen. Was macht denn den Unterschied vom Mensch zum Tier aus wen nicht die Fähigkeit Nachzudenken und Lösungen zu finden? Veganismus ist cool. Es gibt so viele feine Sachen und ich achte darauf, dass die Produkte nicht allzu fest verarbeitet sind. Das ist so leicht und schmackhaft wenn man es richtig macht.

    • Adina sagt:

      „eine MODERNE … Zivilisation sich vegan ernähren kann“ sagt eigentlich alles. Denn ohne Eiseninfusionen oder künstliche Vitaminzusätze und ähnliche moderne Hilfsmittel überlebten zB manche Schwangere und stillende Frauen in früheren Zeiten das ganze „sich vegan ernähren“ einfach nicht. Ich bin froh bin ich in modernen Zeiten geboren, und sollte es mal keinen Schweineleber mehr im Laden zum kaufen geben dann gibt es zum Glück beim Arzt die Eiseninfusion. (Und nein, kommen Sie mir bitte nicht mit Linsen. Schweienleber ist unschlagbar, wirklich wahr. Vom Eiseninhalt her, versteht sich, nicht unbedingt von Geschmack her).

      • Muttis Liebling sagt:

        Kalbsleber..

      • Jastine sagt:

        Hirse und brennesseln enthalten genug eisen… auch weizen oder dinkelgras, dass man zuhause selber anpflanzen kann…. und fleischessern fehlt doch meistens folsäure, sowie magnesium und aufs alter hin erst recht noch vit. B12 weil der magen so übersäuert ist von dem vielen fleisch, dass er das vit. B12 gar nicht mehr aufnehmen kann….

      • Adina sagt:

        @ML: Kalbsleber hat halb so viel Eisen pro 100g wie Schweineleber, schmeckt aber feiner, auf jedenfall.

        @ Justine: Ich ernähre mich vorzugsweise vegetarisch: Eier, Milch, Linsen, Spinat, Weizenkleie in Müsli usw, Fleisch nur ab und zu aber dann weil ich das Bedürfnis spüre, Fleisch zu essen. Ich schätze, mein Körper verlangt einfach danach (den schmecken tut es mir nicht so gut…) Wenn mein Magen übersäuert ist, dann nicht wegen dem „vielen“ Fleisch, so wenig wie ich davon esse, denke ich mal.

      • Ramona sagt:

        Klar, die Eiseninfusionen gibt es nur für Veganer, wie auch all die Vitaminpräparate 😉 …

        PS: Seit ich selber vegan lebe, habe ich keinen Eisenmangel mehr(vorher als Allesesser hatte ich jahrelangen Mangel)

      • Adina sagt:

        @Jastine: Mir kommt noch etwas im Sinne, wegen übersäuerten Magen und so: um Eisen aufzunehmen braucht der Körper ja auch Vit. C. Die gibt es viel in Orangen und co. Und da mir Orangensaft sehr gut schmeckt trinke ich viel davon, wenn es geht immer frisch gepresst. Und hier muss ich zugeben dass ich mir immer wieder wie eine Orangen-Quälerin vorkomme wenn ich der guten Orange auch noch den letzten Tröpchen Saft herauspresse. Manchmal bekomme ich echt ein mulmiges Gefühl dabei, bin mir aber sicher der Orange tut es nicht wirklich weh…
        (Sorry, aber bei der Thema Ernährung kann ich es nur noch mit Humor 🙂 )

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Nur ein Schwein braucht eine Schweineleber. Menschen brauchen folgerichtig eine Menschenleber zum leben. Alles klar jetzt?

      • Adina sagt:

        @H. Niederer: Menschenleber will ich keine essen müssen. Also gehe ich beim nächsten tiefen Eisenwert doch zum Arzt für’ne teuere Eiseninfusion, es ist moderner so!
        Moderne Zivilisationen haben ja den tollen Vorteil dass man ab und zu freie Entscheidungen treffen darf: Eiseninfusion oder Blut- und Leberwurst Kur (Die frischen! Schmeckt trotzdem grausig; die Blutwurst meine ich).
        Also sagen Sie mir bitte bloss nicht wie ich zu entscheiden habe sonst werde ich noch ganz zitronensauer mit Ihnen! Alles klar?

      • Muttis Liebling sagt:

        @Adina

        Richtige Blut- oder Leberwürste schmecken vorzüglich. Aber in der Schweiz gibt es die nicht. Hier kann man nur Salami und Schinken kaufen. In Deutschland kennt man >900 Wurstsorten.

        Wenn ich meine Sippschaft besuche, oder die mich, findet ein mehrkiloweiser Wursttransfer statt. Gegen alle Zollvorschriften. Denn die Wurst in der Schweiz kann man nur als Rohstoff für Biodiesel verwenden.

      • Adina sagt:

        @Ramona: Wie machen Sie das??

        @ML: Das stimmt. Mir haben auch am besten die Streichleberwurst und die selbstgemachte Bratwürste geschmeckt die ich zusammen mit meinem Schwiegervater gegessen habe. Lag wrsch. auch an ihm (dass es so liebe Deutsche auf der Welt gibt kann sich mancher so kaum vorstellen), seit er nicht mehr da ist schmeckt mir das alles halb so gut.
        ABER: Es ist schwer zu fassen wieviel Fleisch zuhause auf dem Tisch und zB in Edeka an der Fleischteke liegt. Ein ganzes Meer feinschmeckenden Wurst. Ich staune immer wieder darüber, wieviel Fleisch in Deutschland konsummiert wird, zuviel mMn, echt viel.

        @H. Niederer: Darf ich mind. beim Müssli eine Jogourth dafür nehmen? Sonst kriege ich noch Bauchweh. Und Getreide hat auch Eisen, also…

    • hubert sagt:

      Zitat: „Veganismus ist cool“
      der gefällt mir, genau, es ist halt gerade Mode, darum machen es auch so viele.
      Was wird wohl cool sein nach Veganismus?
      Ich bin gespannt darauf!

  • Lucas sagt:

    «Milli weiss nicht, wie Schweine schmecken, …“ Ja ist das so erstrebenswert? Das ist eher als Bildungslücke zu sehen. Meine Güte, wie hat uns im Kindesalter ein richtiger knuspriger Schweinsbraten geschmeckt! Und heute, ein Bio-Wollschwein oder Wildschwein, die guten Salami daraus … da läuft doch einem das Wasser im Munde zusammen!

    • Rene sagt:

      Richtig, und den Cervelat am Feuer gebraten…..

    • Christoph Bögli sagt:

      Geschmäcker sind halt verschieden. Ich finde das erwähnte ja auch toll, aber dafür vieles anderes furchtbar, etwa gängige Süssigkeiten, welche die meisten Leute mit vermeintlichem Hochgenuss runterschlingen. Oder auch den erwähnten Brokkoli. Ob das Kind Schwein nun lieben, ok finden oder hassen würde, kann man darum nicht voraus sagen.

      Ebenso ist nicht ganz klar, worauf Sie hinaus wollen: Muss man nach Ihrer Logik bereits 2jährige mit sämtlichen Lebensmitteln der Welt zwangsbeglücken, nur damit sie ja keine „Bildungslücke“ haben? Flössen Sie selber Ihren Kindern denn brav Kalbshirn, Seegurke, Stinkfrucht und Ghost chili ein, damit die auch wirklich alles schon mal probiert haben?

      • Lichtblau sagt:

        @Bögli: Als Kind habe ich Kalbshirn in Butter gebraten geliebt. Später hab ich es auch gerne selbst zubereitet (heute fällt es mir schwerer). Und ja, auch von unserer Tochter hörten wir eigentlich nie ein „Wääh“, wenn es um gutes, sorgfältig zubereitetes Essen ging – inkl. sämtliche Gemüse. Sogar Hahnenkämme hat sie mit Genuss verdrückt, während wir Eltern davor kapitulierten. Damit auch das noch gesagt ist: Extrem selten krank, trotz Krippe und Co.

        unsere Tochter hat Lebensmittel vielleicht nicht, aber sonst alles

      • Lichtblau sagt:

        Sorry wegen der überflüssigen, kryptischen Zeile, gehört da natürlich nicht hin.

      • Muttis Liebling sagt:

        Aus der Kindheit erinnere mich auch an Hirn mit Rührei vermischt. Das war wohl eher vom Schwein. Denn jeden Herbst ein Schwein geschlachtet haben wir alle. Das Hirn ist dann irgendwann verschwunden, weil der Kopf nicht verwertet wurde. Aber erst viel später.

        Ich bin überwiegend bei meinen Grosseltern aufgewachsen. Die wohnten nur 2 Häuser weiter. Aber neben den Grosseltern war ein Fleischer. Da habe ich schon als kleines Kind gesehen, wie Schweine geschlachtet wurden. Nicht so wie heute, einfach nur mit einem scharfen Messer die Halsader durchgeschnitten. Das war einmal in der Woche und am nächsten Tag gab es die beste Wurst.

        Fleisch muss abhängen, aber Wurst muss ganz frisch sein.

    • Florian Keller sagt:

      Niemand würde die Unkenntnis des Geschmacks von Krokodil-, Delphin-, Waran-, Spitzmaus-, Menschen-, Leoparden oder Gorillafleisch als Bildungslücke bezeichnen. Wieso sollte das ausgerechnet bei Schweinen anders sein? Viel eher ist es eine Bildungslücke, wenn man nicht weiss, dass das Züchten, Einsperren, Mästen und Abstechen von Schweinen ethisch inakzeptabel ist.

      • Christina Maria sagt:

        ach wieviele von denen, die glauben ohne Fleisch und Milchprodukte nicht leben zu können – wieviele von denen könnten die Tiere den selber umbringen ? Es ist meiner Empfindung nach schlichtweg unwürdig wie mit Tieren – fühlenden Wesen – umgegangen wird. Und wo ist der Unterschied von einem Schwein zu einer Katze oder einem Hund ?
        Ja es ist auch eine Bildungslücke der emotionalen Art.

  • Alex Müller sagt:

    Sich vegan ernähren, aber dann den LEDERRUCKSACK tragen geht gar nicht! Wer sich gesund ernährt – auch mit Fleisch, der wird nicht die typischen Krankheiten haben. Es ist immer eine Frage des Masses. Unser Körper ist auf diverse Stoffe von Tieren angewiesen. Die Veganer weisen mit den Jahren Mangelerscheinungen auf und werden dann CHEMISCHE ZUSÄTZE einnehmen. Ob das besser ist als Fleisch essen, sei dahingestellt.

    • Christoph Vogel sagt:

      Schön, wie Sie anderen vorschreiben wollen, wie sie zu leben haben. Und überhaupt: Woher wissen Sie, dass das ein Lederrucksack ist. Es gibt sehr gute Rucksäcke aus Lederimitat. Sie sind ja ohnehin ein Insider, da Veganer generell nach Jahren Mangelerscheinungen aufweisen. Guten Appetit mit Ihrem Fleisch, das wahrscheinlich von einem Tier stammt, dem B 12 in die Nahrung gemischt wurde, damit Sie genug B 12 haben, so von wegen „Chemische Zusätze“.

    • Muttis Liebling sagt:

      Man kann sich nicht gesund ernähren.

    • franziska sagt:

      @Müller
      Die Mangelerscheinung der nach Ernährungspyramiden bzw. -ähnlich Essenden sind u.A. in den Statistiken der Bluthochdruck- und Diabetes2-Betroffen ablesbar: ca. 25% der CH-Bevölkerung leiden unter Bluthochdruck, rund 500’000 an Diabetes2 und die Anzahl betroffener Menschen ist im Steigen begriffen. Die Zahlen sind den entsprechenden einschlägigen Websites entnommen.
      Soviel zu chemischen Zusätzen, die dann geschluckt werden, anstelle, dass die Ernährung angepasst würde und etwas weniger Chemie.
      Wären wir dazu geboren, primär Tiere zu essen, hätten wir wohl genauso Reisszähne wie andere Carnivoren.
      Der Mensch ist übrigens nicht auf Stoffe von Tieren angewiesen, auch wenn die Werbung und die Food-Industrie das so behaupten.

      • Doria Gray sagt:

        Disbetes Typ 2 ist vor allem die Folge eines zu johen Konsums von Zucker und raffinierten Kohlehydraten (Weissbrot, weisser Reis etc.). Diese Produkte sind rein pflanzlich.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      „Unser Körper ist auf diverse Stoffe von Tieren angewiesen.“ Als Fachmann können Sie uns sicher detailliert darüber aufklären, welche Stoffe wir nur von Tieren erhalten – das Vitamin B12 mal ausgenommen, das ja von Mikroorganismen stammt.

  • Reisender sagt:

    Ich kenne Frauen, welche die ganze Schwangerschaft hindurch geraucht haben und sich über vegane Ernährung von Kindern nerven. Ich habe Frauen gesehen, welche ihrem Bébé den Schoppen mit Coca-Cola füllten. Wenn ich sehe wie die junge Generation an der Zigarette hängt und sich mit RedBull, Coci (ZUCKER!!!) abfüllt, dann weiss ich nicht, wie man diese „retten“ kann, Diabetes etc. lässt grüssen. Wenn ich diesen Artikel lese, denke ich dass die Eltern nichts falsch machen. Aber ich werde weiterhin selten Fleisch essen und das Leben geniessen.

    • mira sagt:

      Hier scheint es mir weniger ein Generationen, als ein Phänomen der sozialen Schichten zu geben. Ich kenne niemanden „oberhalb“ der Mittelschicht, der raucht. Aber einige „darunter“, die es tun… Selbiges mit Süssgetränken

      • Muttis Liebling sagt:

        Süchte habe eine immer wiederkehrende Dynamik. Sie gehen über die Oberschicht hinein ->

        In der Schweizerischen Ärztezeitung gab es bis 1960 Inserate der Art ‚Ärzte rauchen ‚.

        Danach gehen sie über die Unterschicht raus. Rauchen ist in der Unterschicht angekommen, Alkoholismus hält noch die Waage und Kokain ist immer noch mehr Oberschicht.

      • Jennifer sagt:

        Schon toll, solche Einblicke oberhalb der Mittelschicht. ; ) Ich kann dazu nur sagen, Intoxikation kommt in den besten Kreisen vor, ob mit Süssgetränken, Tabak oder auch anderen Stoffen. Sie ist gesellschaftlicher Normalzustand. Wenn das kleine Mädchen mit Brokkoli und ohne Fleisch, Kinderschokolade & Co. zufrieden und gesund ist, finde ich das nur prima. Da die Eltern sich wirklich schlau gemacht haben, sehe ich auch keine Gefahr einer Mangelernährung. Hut ab.

      • Corinne sagt:

        Dann kennen Sie wohl nicht viele Leute oberhalb der Mittelschicht. Nebenbei: Ich rauche nicht und trinke keine Süssgetränke, fühle mich also nicht persönlich angegriffen. Aber diese Aussage und wohl auch die Haltung dahinter ist so was von schwarz/weiss.

  • Lucas sagt:

    Zum Wachstum, Regenerierung und Muskelaufbau braucht’s Eiweiss. Bei der veganen Ernährung fehlt eben das wichtige Vitamin B12. Wenn es nur über Supplemente zugeführt werden kann – dann stimmt m.E. was in der Ernährung nicht. PS: die meisten radikalen Veganer und Vegetarier, die ihre Ernährung zur ultimativen Religion emporheben, sehen allesamt recht ungesund und gealtert aus – dem Körper fehlen eben die Bausteine zur Regenerierung.

    • mira sagt:

      Ich kann ihnen in vielen Dingen zustimmen. Zum Wachstum, Regenerierung und Muskelaufbau (und Erhaltung) braucht es Eiweiss. Dies muss allerdings nicht zwingend aus tierischen Produkten stammen. Bezüglich des B12: Auch das Futter der Nutztiere enthält supplementiertes B12. Die Nahrungsergänzungsindustrie freut sich also so oder so 😉 Bei den Tieren noch etwas mehr, da grössere Mengen gebraucht warden.

    • Reisender sagt:

      Ob die Veganer, welche Sie kennen, wirklich so viel älter und ungesünder aussehen, als die Mehrheit der Überflussgesellschaft, wäre zu beweisen.

    • Lisa Z. sagt:

      So viel Unwissenheit…. zum allseits beliebten Thema B12…. dem Futtermittel werden B12 beigesetzt da die wenigsten Tiere noch auf der Weide stehen und nur Kraftfutter bekommen. Veganer schmeissen mal eine Tablette ein. Das ist einfach der direktere Weg. Und übrigens, auch Fleischesser sollten B12 kontrollieren. Ich kenne zwei Leute die Mangel haben. Sind keine Veganer ;-). Hört doch endlich auf mit diesem „Argument“ gegen Veganismus!

      • Patrick sagt:

        Bei Geflügel und Schwein wird B12 gegeben, da es aufgrund Überzüchtung ungenügend resorbiert wird. Ansonsten bräuchten auch diese Tiere keine Nachhilfe. Soviel zu Unwissenheit.

    • mira sagt:

      Ich kenne einige Veganer, die sehr gesund und fit aussehen. Und ich kenne einige Omnis, die sehr gesund und fit aussehen. Und dann kenne ich noch einige Omnis, die nicht so fit aussehen (Übergewicht etc). Und ich keine einen Veganer, der mal länger krank war (B12-Mangel).

      • Alex Müller sagt:

        Mira, ich kenne Fleischesser, die sehen sehr sehr fit aus, weil sie auf die Ernährung achten und Sport treiben. Wenn Sie übergewichtige Fleischesser mit Veganer vergleichen, dann vergleiche Sie Äpfel mit Birnen. Immer schön bei der Sache bleiben, danke-

      • mira sagt:

        Alex Müller, das habe ich eben nicht gemacht

        „Und ich kenne einige Omnis, die sehr gesund und fit aussehen“

        Mein alter Prof meinte immer: Wer lesen kann, ist im Vorteil 😉

      • Lisa Z. sagt:

        Patrick, den Kühen auch… und darum kann es doch der Veganer direkt zu sich nehmen anstatt über den Umweg Tier. Und darum ist das B12 „Argument“ gegen Veganismus einfach dumm. Sagt ihre Aussage ja indirekt auch 😉

    • Lichtblau sagt:

      @Lucas: Ja, da hat es schon ein paar Unknackige und Peplose darunter. BTW: Auf der meiner Wohnung gegenüberliegenden Dachterrasse mit Blick auf ganz Zürich wird gerade Party gemacht. Dass da niemand raucht, kann ich nicht bestätigen. Oberhalb der Mittelschicht raucht keiner? Was für eine weltfremde Aussage.

  • tststs sagt:

    Hmmmmm, ich habe einfach folgendes Problem:
    Wie ein muss nun ein Ernährungsstil sein, damit er moralisch gut ist?
    Veganer brechen diese Frage auf die kleinste moralische Einheit hinunter: auf das individuelle Tier. DIESES Tier hat dieses Leid nicht verdient.
    Es verhindert aber bis zu einem gewissen Grad den Blick für das Grosse/Ganze. Denn ich würde sagen, ein moralisch guter Ernährungsstil muss einerseits das Individuum ideal mit Nährstoffen versorgen und andererseits möglichst wenig Schaden für andere anrichten. Wenn wir nun das Augenmerk auf den zweiten Punkt legen, heisst dies vor allem lokale, den Gegebenheiten angepasste Produkte (egal ob pflanzlichen oder tierischen Ursprungs).

    • tststs sagt:

      Und jetzt mein Problem: Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass wenn ich ein Schweizer Rindsfilet esse, der Flora&Fauna ALS GANZES es mehr Schaden zuführe, als wenn ich eine aus Südamerika importierte Frucht esse. Oder anders gesagt: Es ist mir in unseren Breitengraden doch kaum möglich eine veganen UND moralisch guten Ernährungsstil durchzuziehen?

      Und bitte nicht falsch verstehen, selbstverständlich sehen auch Veganer das Gesamtbild und mit der Verweigerung, an dieser Industrie teilzunehmen, helfen sie nicht nur dem individuellen Tier, sondern der gesamten Flora&Fauna; aber bei einem Veganer, der seinen Teller mit allerlei Exotischem füllt, sehe ich den moralischen Auftrag einfach nicht erfüllt.

      • mira sagt:

        tststs, warum sollte ich als Veganerin exotische Früchte essen? Dieser Zusammenhang erschliesst sich mir nicht. Abgesehen davon: interessanter Gedankengang!
        Ich habe dazu mal eine Studie gelesen, welche den ökologischen Fussabdruck von Veganern/Omnis für verschiedene Länder verglichen hat. Für Europa waren die Veganer klar im Vorteil (da für Omnis zuviel Soja importiert wurde – es steht nicht genügend Weideland zur Verfügung). Für Austalien aber mit den extensiven Weiden sah die Bilanz anders aus!

      • Hans Hintermeier sagt:

        Da bin ich mit Ihnen einverstanden. Lokal ist sinnvoll und möglich. Auch für Veganer. Ich kenne auch einige, die das so praktizieren, sind sie ja auch oft allgemein bewusstere Konsumenten. Ich handhabe das auch so. Beachten Sie aber, dass wir enorm viel Soja usw. importieren um unseren Fleischhunger zu stillem. Die lokale Agrarfäche würde bei weitem nicht ausreichen. Die Güll e belastet unser Grundwasser, wir brauchen mehr Wasser, Medikamente im Abwasser usw.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Ein Link zu einem guten Tagi Artikel in Bezug auf den Fleischkonsum und die Umwelt: „Fleisch, der heimliche Umweltzerstörer“

        http://mobile2.tagesanzeiger.ch/articles/559c017e87da8b7bf3000001

      • tststs sagt:

        Ich schreibe ja nicht, DASS Veganer sich exotisch ernähren.
        Ich schreibe, WENN Veganer sich exotisch ernähren, zieht IMHO das Argument nicht mehr.

        @H.H.: Ist lustig, kaum spricht man von Import/Exotischem, kommt dieses Soja-ist-aber-eher-für-die-Tiere-Beispiel. Das ist ja durchaus richtig. Aber Tonnen von Avocados, Goji, die neusten Urwald-Schischi-Beeren und wie das Zeug alles heisst, werden sicher nicht für unsere Rinder importiert. Und es geht mir in erster Linie nicht einmal um den Urwald. Mir geht es um das Meer! Ich gehöre halt zu denen, die davon ausgehen, dass das Gleichgewicht unsrer Welt mit den Ozeanen steht und fällt. Und die ganze Schifftransportindustrie ist einfach verheerend!

      • tststs sagt:

        Und es ist halt schon so, wenn ich auf Vegiblogs gehe (für Rezepte), dann sind die zusammengestellten Teller einfach alles andere als lokal/regional.

        Übrigens: Lokal darf IMHO durchaus auch heissen, das etwas via Strassentransport einige Kilometer transportiert wurde (z.B. Nachbarländer); aber alles, was per Schiff oder Flugzeug transportiert wird, hat auf meinem Teller nichts zu suchen (aus moralischen und ökologischen Gründen).

      • Christoph Bögli sagt:

        @tststs: Solche Überlegungen sind sicher sinnvoll. Allerdings findet man solche Gedanken meiner Erfahrung nach wesentlich häufiger unter (Teilzeit-)Veganern als beim Standardkonsumenten. Es gibt zwar auch Veganer, die das rein aus Tierschutz- oder Gesundheitsgründen machen und darum bei ihrem eigenen Konsum die ökologischen Auswirkungen nicht berücksichtigen, aber tendenziell ist das Umweltbewusstsein und der massvolle Konsum bei Vegetariern und Veganern wohl wesentlich stärker ausgebildet.

        Wobei ich einverstanden bin, dass es sinnvoller ist, lieber in einem sinnvollen Rahmen Fleisch und Fisch zu konsumieren als ein unbedachter Trend-Veganer zu sein.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Der Unterschied ist, dass wir für unseren Fleischhunger das Soja importieren müssen und die Natur verschmutzt wird. Veganer sind jedoch nicht auf Avocados usw. angewiesen. Wie gesagt kaufen viele auch bereits bewusster ein. Auch importieren wir die Avacados nicht nur für die Veganer (was Sie auch nicht gesagt haben). Ich finde Ihr Plädoyer für mehr Lokalität und das Meer wichtig. Essen Sie Meeresfisch?

      • mira sagt:

        tststs, das Argument gilt halt nicht nur für Veganer, sondern für alle. Avocados aus Südamerika, Zwiebeln auch China, Wein aus Australien, Rind aus Südamerika etc. Hier müssen wir uns alle an der Nase nehmen und bewusst einkaufen.

      • marsel sagt:

        @ tstststs: Schifftransporte sollen nicht mal so schlimm sein und (wegen der riesigen Mengen an Bord) zum Teil besser abschneiden als etwa eine Autofahrt zum Bauernhof für ein paar Äpfel oder Erdbeeren.

      • tststs sagt:

        @C.B.: Volle Zustimmung, dass Vegis sich mehr mit der ganzen ökologischen Dimension (um es mal so zu nennen) auseinandersetzen, resp. auch der Umkehrschluss trifft IMHO zu: Wer sich intensiv damit beschäftigt, reduziert seinen Fleischkonsum.
        @H.H.: Wie gesagt, es ist keine Behauptung, DASS… Es ging mir viel mehr darum, in welchem „Dilemma“ ich/man mich/sich befindet, wenn man sich mit Nahrung und deren Herkunft auseinandersetzt. Und nach meinem Verständnis ist eine nachhaltige Ernährung nicht davon abhängig, ob ich mich vegan oder nicht ernähre.
        Und nein, ich esse nichts aus dem Meer (ausser ich bin vor Ort und alle Schaltjahre gönne ich mir ein paar Fischstäbli…jaja…ich weiss, sie sind die panierten Finger des Teufels); nichts verschifftes, ausser ab&zu Bananen und Nüsse.

      • tststs sagt:

        @marsel: Wenn man nur die CO2-Bilanz anschaut, dann mag dies auch zutreffen.
        Aber es geht um so viel mehr:
        – Direkte Verletzung/Tötung von Tieren durch Schiffsschrauben
        – Direkte und indirekte Tötung durch „über Bord Gegangenes“ (Ladung, Treibstoff, Abfälle)
        – Verschleppung von Tieren in fremde Gewässer
        – Lärm

      • tststs sagt:

        Ah ja, meine grösste Sünde hätte ich fast vergessen: Schoggi

      • franziska sagt:

        @tststs
        Das CH-Rindsfilet wurde vermuteterweise mit Regenwaldsoja gefüttert, ausser es war ein Knospe-Rindsfilet!
        Zudem eine Tierkalorie braucht rund 10 Getreidekalorien, sprich, wenn ich von Beginn weg das Getreide esse ohne Umweg übers Tier, dann ist das der ökologische Vorteil bereits gegeben.

      • tststs sagt:

        @franziska: Damit meine Rechnung aufgeht, ist es natürlich unabdinglich, dass ich einen „guten“ Fleischkonsum an den Tag lege. D.h. kein (oder möglichst kein) Fleisch aus Massentierhaltung.
        Natürlich ist Soja via Rindermagen die schlechtere Wahl als Soja direkt; aber in einer Gesamtbilanz… ich habe persönlich habe einfach ein schlechteres Gewissen, wenn ich mir einen exotischen Früchtesalat am Buffet sehe (und natürlich, Schwächling ich, auch mal zugreife), als wenn ich ein Stück vom handgestreichelten Alpwollschwein esse 😉

  • champedissle sagt:

    Menschen müssen lernen anderen ihren Willen zu lassen. Das müssen Politiker, Religionsführer aber auch Ernährungswissenschaftler lernen. Etwas heilig zu sprechen nur weil man davon überzeugt ist hat nichts mit Ueberzeugung sondern mit Fanatismus und Intoleranz zu tun. Beides ist schädlich und zeugt von schlechtem Charakter.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Ist das jetzt ein Plädoyer für Mörder von menschlichen Lebewesen? Oder wurde in die menschliche Gesellschaft nicht vor längerer Zeit einmal Moral, Ethik, Rücksichtnahme als allgemeine Handlungsrichtlinien eingeführt?

      • tststs sagt:

        Nun wurden diese aber für Menschen eingeführt. Nicht für Tiere.
        Selbstverständlich erachte auch ich eine Ausweitung eines Teils dieser Rechte auf Tiere als zivilisatorischen Fortschritt. Aber wir können niemals unsere Moral und Ethik zur Gänze auf Tiere übertragen. Ansonsten kämen z.B. Raubtiere arg in Nöte…

      • Florian Keller sagt:

        „Selbstverständlich erachte auch ich eine Ausweitung eines Teils dieser Rechte auf Tiere als zivilisatorischen Fortschritt.“
        Sie haben es erfasst. Und wer diesen Fortschritt will, lebt vegan.

      • tststs sagt:

        Äh nö, die Ausweitung des Tötungsverbotes auf Tiere ist für mich eben nicht möglich. Denn dann müsste ich bei konsequenter Anwendung
        1. Auf Medikamente verzichten (was zugegeben durchaus möglich wäre)
        2. Raubtiere ebenfalls zur veganen Ernährung zwingen (und da hört’s nun wirklich auf).

        Wir können gerne über die Haltung (und zwar sowohl das WIE als auch das OB) diskutieren, aber dass Tiere ein Recht darauf haben sollen, dass sie nicht getötet werden… come on…

      • tststs sagt:

        Oder, um mal wieder etwas sachlicher zu werden:
        Was ist Ihre Begründung, dass das Töten von Menschen in dieselbe Kategorie fällt wie das Töten von Tieren?

      • Hans Hintermeier sagt:

        @tststs: „aber dass Tiere ein Recht darauf haben sollen, dass sie nicht getötet werden… come on…“

        Come on liebe tststs, jetzt werden Sie leicht l ächerlich. Wir reden nicht davon, es z.B. dem Fuchs zu verbieten, die Maus zu töten. Überhaupt reden wir nicht über das Verbieten.
        Im Gegensatz zum Fuchs haben Sie als Mensch nicht nur Verstand, sondern auch Vernunft. Sie sind deshalb zur Ethik / Moral fähig, der Fuchs nicht. Wir reden darüber, dass einige MENSCHEN freiwillig darauf verzichten, unnötig Tiere zu töten. Was ist so Ihrer Meinung nach so schlimm daran?

      • Florian Keller sagt:

        Menschen sind Tiere und unterscheiden sich in ethisch relevanter Hinsicht nicht von allen anderen komplexen Tieren. Viel eher müsste man fragen, aufgrund welcher Eigenschaft man nichtmenschlichen Tieren ihr Recht auf Leben abspricht. Prädatoren haben keine Wahl und müssen töten um zu überleben. Wir Menschen hingegen können problemlos vegan leben und haben deswegen die ethische Verantwortung, frivole Gewalt an anderen Tieren zu unterlassen.

      • tststs sagt:

        @H.H.: Wieso mache ich mich lächerlich, wenn ich einen Gedanken konsequent zu Ende denke? Natürlich erscheint das Ganze absurd, weil es eben absurd ist, gewisse Menschenrechte auf Tiere auszuweiten. (Ich formuliers mal anders, dann klingt es weniger lächerlich: Wieso ist es für ein Reh ok, von einem Wolf getötet und gegessen zu werden, aber nicht von einem Menschen?)
        Und noch einmal: Wer sich gegen Massentierhaltung stellt (und/oder sich vegatarisch/vegan ernährt) hat meinen Respekt. Wer aber gewisse Rechte für Tiere einfordert, stösst bei mir an Grenzen. Selbstverständlich bin ich bereit zu gunsten einer moralisch logischen Argumentation meine Grenzen zu ändern.
        @F.K.: Den Unterschied zwischen Mensch und Tier erklärt H.H. oben sehr treffend.
        Bitte erklären Sie „frivole Gewalt“.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @tststs: Danke für Ihre Antwort. Ich denke es eben vom Menschen her, d.h. nur der Mensch kann mMn. moralisch Handeln, ein Tier hat diese Möglichkeit nicht. Deshalb macht es mMn auch keinen Sinn, dieses Menschenrecht auf das Reh zu übertragen, in der Weise, dass es nicht vom Wolf gefressen werden darf.
        Wie bereits mehrmals geschrieben, darf sich aber ein Mensch durchaus fragen, ob er sich nicht vom Wolf unterscheiden will, weil er ja nebst Verstand noch Vernunft besitzt (obwohl, Sie wissen ja: homo homini lupus)
        Ich habe ehrlich gesagt auch noch nie Leute gettoffen, welche es dem Wolf verbieten wollten. Ich empfinde dies nicht als inkonsequent, da ja offensichtlich der Wolf und der Mensch verschiedene Voraussetzungen haben. Sorry, das mit dem „lä cherlich“ nehme ich zurück.

      • Florian Keller sagt:

        frivol = leichtfertig, bedenkenlos
        Eben genau so, wie die Leute Gewalt an Tieren an der Grossverteilerkasse in Auftrag geben.
        Ich wiederhole mich ungern: Wölfe haben keine Wahl. Sie schon. Diese müssen töten, um zu überleben, Sie nicht, Sie sollten sich also für die bessere Option entscheiden, i.e. vegan leben. Des Weiteren kommt bei Wölfen oft Kannibalismus vor. Darf ich jetzt zum Kannibalen werden, weil das Wölfe auch sind? Probieren Sie das bitte nochmal mit dem „konsequent zu Ende denken“.

      • tststs sagt:

        Werter Hr. Hintermeier, ich bin total einig mit Ihnen, dass für einen Wolf andere „moralische Voraussetzungen“ gelten als für den Mensch. ICH bin damit einverstanden, Hr. Keller sieht das ein bisschen anders… resp. nach seinem letzten Post bin ich jetzt auch ein wenig verunsichert, ob er immer noch findet, dass Menschen und Tiere dasselbe sind und deshalb die gleichen Rechte (und Pflichten) gelten.
        @Hr. Keller, für das, dass Sie ständig auf Ihre Fähigkeit zur Differenzierung hinweisen, zeigen sich wirklich wenig Differenzierungspotential, was Fleischkonsum betrifft. Schade…

      • tststs sagt:

        PS: Ja, in der Not wird der Mensch zum Kannibalen und kaum jemand macht ihm einen Vorwurf… (wobei ich natürlich eingestehe, dass es sich um Aas-Kannibalismus, quasi ein Kannibalismus light, handelt.)

      • tststs sagt:

        Und da an anderer Stelle wohl untergegangen, wiederhole ich hier meine Frage an Sie, Hr. Keller:
        Verzichten Sie auch auf Medikamente?

      • Florian Keller sagt:

        Medikamente sollte man sowieso nur im Notfall zu sich nehmen. Und ja, in Notsituationen würde ich Medikamente benutzen, wie ich auch in Notsituationen, also dem berühmten Insel- resp. Flugzeugabsturz-in-den Anden-Szenario Tiere (inkl. Menschen) essen würde.
        Im Übrigen wurden viele Medikamente und Wirkstoffe auch an unfreiwilligen Menschen getestet. Sind also Menschenrechtler, die Medikamente zu sich nehmen, unglaubwürdig?
        Ja, ich verfüge bei speziesistischen Gewalttaten über ebensowenig „Differenzierungspotential“ wie bei sexistischen und rassistischen, sondern lehne sie zur Gänze ab, wie das vernünftige Menschen nun mal tun sollten.

      • tststs sagt:

        Ach, Sie sind mir ein lustiger, Hr. Keller…
        Bei Ihrem Medikamenten betreiben Sie Differenzierung (so absolut ist das Recht der Tiere dann auch wieder nicht, hmmm). Um dann zwei Sätze später wieder Prinzipienreiter zu sein.
        Sie dürfen gerne die Welt weiterhin in Schwarz-Weiss sehen… ich sage Ihnen einfach, Sie verpassen da ziemlich viel (und ich bin ehrlich froh, dass Sie bei Medis eine Ausnahme machen!)

      • Florian Keller sagt:

        Sie haben meine Frage bewusst ignoriert:
        „Sind also Menschenrechtler, die Medikamente zu sich nehmen, unglaubwürdig?“
        Grämen Sie sich nicht, dass Sie keine Argumente gegen Veganismus finden, da sind schon ganz andere Kaliber gescheitert.

  • Florian Keller sagt:

    Die wahre Mangelernährung ist die unvegane – es mangelt an Ethik. Wer aus kulinarischen Gründen sogenannte „Nutztiere“ einsperren und aufschlitzen lässt und seine Kinder dasselbe lehrt, kann schwerlich mit dem Finger auf jene zeigen, die ihren Kindern Respekt und Gewaltlosigkeit im Hinblick auf das Leben nichtmenschlicher Tiere vermitteln.

    • tststs sagt:

      Kann ich nachvollziehen; aber wie man sich bei dieser Denkweise ein Haustier anschaffen kann, ist mir echt ein Rätsel…

      • Muttis Liebling sagt:

        Wenn man als Laie mal sehen will, wie Krebs im entwickelten Stadium aussieht, muss man sich einen Goldhamster oder ein Karnickel in der Zoohandlung kaufen und das, wenn es soweit ist sezieren. Ca. nach 1-2 Jahren.

        In der Natur gibt es das so nur selten.

    • Josef Marti sagt:

      Gutmenschtum und Heuchelei ist in etwa dasselbe.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Leider nein, Herr Marti, es gibt eben Menschen, die genug stark sind, ethisch zu leben. Draufhauen ändert an diesem für Sie so schmerzlichen Fakt leider nichts.

  • Ka sagt:

    Veganismus ist doch schlussendlich nur ein Versuch, noch konsequenter als die Veganer zu sein. Das kann ich gut verstehen, im jugendlichen Eifer die Welt zu verbessern. Je älter und erfahrener man wird, desto mehr sieht man die Grautöne im Leben, Schwarz / Weiss trifft man selten an. Auch die Veganer scheitern an ihrer Konsequenz, z. B. sterben zig Schnecken, bis der Salat auf dem Teller liegt. Da wird dann versucht, zu unterscheiden, was dem Menschen näher ist, Schnecke oder Kalb. Wie hilflos ist das denn? Was wertvoll ist und was nicht ist schlussendlich willkürlich. Auf jeden Fall ist es anmassend, sich das Recht heraus zu nehmen und die Lebewesen auf diesem Planeten in achtenswert und nicht achtenswert einzuteilen. Wenn schon, dann bitte allem gegenüber Respekt zollen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Auf das moralische Dilemma, der Veganer wird zum Nahrungskonkurrenten von Tieren, welche nicht auf anderes als Pflanzenkost ausweichen können, habe ich früher schon einmal hingewiesen. Was gibt dem Veganer das Recht, der Schnecke das Salatblatt streitig zu machen?

      Das kann man auch nicht einfach mit irgendwelchen makrobiologischen Argumenten abweisen. Es ist alles nur eine Frage des Verhältnisses. Jeder neue Veganer ist ein Feind mehr für alle pflanzenfressenden Tiere.

      2 Mrd. Veganer dürften reichen, um ganzen Tierarten endgültig den Hahn abzudrehen.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        „Jeder neue Veganer ist ein Feind mehr für alle pflanzenfressenden Tiere.“ Wirklich noch so ahnungslos betreffend die ganz simplen Zusammenhänge? Das Stichwort Umwandlungsverluste muss genügen, denn vermutlich sind Sie intellektuell nicht ganz so unbedarft, wie Sie sich beim Thema Veganismus ausgeben, aber bei der Verteidigung seiner Leidenschaften hat sich schon mancher Mann um Kopf und Kragen geredet.

    • Widerspenstige sagt:

      Respekt zollen ist eine gute Sache, Ka, wem Respekt gebührt.

      Es braucht doch etwas mehr als das Drei-Affen-Prinzip anzuwenden, wenn unsere Ressourcen nun mal knapp werden und ein Verteilkampf dieser an die Türe klopft (zB Flüchtlingsströme).

      Sinnvoll wäre ein Innehalten und überlegen, wie es ganze Völkergruppen schaffen, sich offensichtlich lacto-vegetarisch zu ernähren und dabei noch darauf zu achten, keine Bäume zu fällen wie die Bishnoi in Indien (s. mein Hinweis unten).

      Jedes Lebewesen hat seinen Sinn erhalten, zu leben. Wir massen uns an, darüber zu entscheiden und das wird immer öfter infrage gestellt. Was ist respektvoller: darauf zu achten oder es nicht zu tun?

      P.S. sollte wohl heissen ‚…als die Vegetarier zu sein…‘

    • mira sagt:

      Ka, das ist zu einseitig. Es gibt innerhalb der veganen Community sehr viele unterschiedliche Beweggründe und Umsetzungstiefen. Um nur einige zu nennen: die Gruppe, die sich aus gesundheitlichen Gründen so ernährt (die tragen zB trotzdem Lederschuhe oder essen Butter), dann die Gruppe, die es aus kulinarischen oder Allergie Gründen tut (weil sie Fleisch/Milch/Eier nicht gerne haben oder allergisch sind), dann die Gruppe, die das aus ethischen Gründen tut (die tragen keine Lederschuhe). Dann gibt es noch die Lifestyle – Veganer, die das hipp finden, etc etc etc. Und viele sind ein Mix….

      • Ka sagt:

        OK, das ist jetzt aber schon etwas beliebig. Veganer die Butter essen geht doch gar nicht. So wie sie hier in den Foren rüberkommen, geht es doch schon um das Wohl der Tiere und daraus konsequent um die Vermeidung tierische Produkte. Ich esse doch auch öfter vegan, noch bevor man das so nannte, nur weil ich das manchmal gerne habe, darf ich mich doch nicht Veganer nennen. Ich glaube der HN würde ihnen nicht zustimmen 😉

      • tststs sagt:

        Seien wir doch ehrlich, ein veganer ERNÄHNRUNGSstil ist sicherlich problemlos möglich. Aber ein veganer LEBENSstil ist einfach nur illusorisch.
        (Ausser man ist bereit mit Anfang 30 in einer Höhle zu sterben.)

      • mira sagt:

        Sie dürfen sich nennen, wie sie wollen 🙂 Wie immer ist die Welt nicht Schwarz und Weiss, sondern besteht aus vielen Farben. Genau so ist es in der veganen Community auch. Ich bezeichne mich zB als Veganerin, esse aber „im Notfall“ (zB auf Dienstreise im Ausland oder auf Besuch) auch mal vegetarisch. Hier muss jeder für sich entscheiden, wo seine persönliche Grenze liegt.
        Aber ich verstehe schon, dass man als „Aussenstender“ erstmal diejenigen sieht, die am lautesten Rufen. Das ist normal.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mira

        eine Verständnisfrage, bezieht sich Ihr „vegan“ ausschliesslich auf die Ernährung, oder den gesamten „Produkteverbrauch“, also Kleider, Haushalt (Leim, Putzmittel usw).
        Ich dachte die urspüngliche/eigentliche Definiton von „Veganer-sein“ beziehe sich auf das Gesamtleben, nicht bloss aufs Essverhalten.
        Resp ist umgangssprachlich mit „vegan“ im Prinzip nur das Essen gemeint?

      • mira sagt:

        Brunhild Steiner, ich kenne viele Veganer und jede(r) legt es wieder etwas anders aus. Eben in Abhängigkeit der Beweggründe für das „Vegan sein“. Der vollendete Veganer würde wohl absolut nichts Tierisches (tot) zu sich nehmen, noch in seinem Haushalt/Umfeld dulden. Dies ist aber in der Realität kaum umsetzbar und für manche auch gar nicht erstrebenswert.

        Ich selber esse wenn möglich keine tierischen Produkte und kaufe wenn möglich kein Leder. Die Ausnahme bestätigt die Regel.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mira, danke für die Antwort; ich empfinde Sie übrigens als sehr authentisch und wohltuend unaufgeregt (ausgesprochen wohltuend sogar!)

      • mira sagt:

        Brunhild Steiner, danke für das Kompliment! Das geht mir bei Ihnen auch so. Auch wenn ich nicht so oft im Mamablog schreibe!

      • Florian Keller sagt:

        Veganismus:
        „Lebensweise, bei der der Konsum aller Tierpro­dukte abgelehnt wird. Neben der Ernährung (Ve­gan­is­mus) betrifft dies z.B. auch Kleidung und andere Gebrauchsgegenstände aus Haut und ande­ren Tierprodukten (Seide, Perlen, Tierwolle usw.).“

        Da gibt es nichts auszulegen. Klar, Dilemmata sind unvermeidlich. Aber wer seine Bequemlichkeit über minimale ethische Forderungen stellt, wer z.B. wie oft gehört „Ausnahmen“ macht, um „niemanden zu beleidigen“, ist definitiv nicht vegan.

      • tststs sagt:

        Hr. Keller, ich frage Sie nun direkt: Verzichten Sie auf Medikamente?

    • Hans Hintermeier sagt:

      Der Punkt ist eben, dass bei der Tiermast mehr Schnecken getötet werden, weil es hierzu mehr Pflanzen benötigt. Es braucht also mehr Agrarfläche, Pestizide, Wasser, Medikamente usw. Die Tierfäkalien belasten das Grundwasser, das Methan das Klima. Leid kann nie ganz verhindert werden, sondern nur vermindert

      • Hans Hintermeier sagt:

        Warum soll ich also extra/ zusätzlich noch eine Kuh oder ein Schwein töten?

    • tina sagt:

      und warum genau sterben schnecken an einem salat? ich würde eher sagen, der salat stirbt an der schnecke

      • Muttis Liebling sagt:

        Salat kann nicht sterben. Sterben können nur Tiere. Der Mensch frisst der Schnecke den Salat weg und daran stirbt die Schnecke.

      • mira sagt:

        Muttis Liebling , bei uns essen die Mast-Kühe mein Soja weg. Zum Glück sterbe ich daran aber nicht… Und Salat essen bei uns alle. Auch die Nicht-Veganer. Und sogar die Schnecken.

      • Ka sagt:

        es ist sogar noch brutaler: der Mensch tötet die Schnecke, damit sie ihm nicht den Salat wegfrisst. Ein klassischer Verdrängungskampf, der stärkere gewinnt!!

      • Doria Gray sagt:

        @ Ka:

    • Hanspeter Niederer sagt:

      „Wenn schon, dann bitte allem gegenüber Respekt zollen.“. Oder praktischwerweiseso wie der menschliche Omnivor: keinem nichtmenschlichen Lebewesen gegenüber Respekt zollen. Was ihn aber nicht daran hindert, Bakterien und Regenwürmern dasselbe Leid- und Schmerzerleben wie einem jungen Kalb zuzugestehen, wenn es dem Schönreden und Vertuschen der eigenen Rücksichtslosigkeit beim Befriedigen der eigenen Lüste und Süchte dient. So geht intellektuelle Unredlichkeit.

  • mira sagt:

    Ich bin seit Kindheit vegetarisch, seit 5 Jahren vegan und kann die gesundheitlichen und ethischen Argumente im Artikel nur unterstützen. Allerdings, mir fehlt hier ein Hinweis, dass es in der veganen Ernährung einige Dinge gibt, auf die man sich besonders achten muss (Stichwort B12 oder Vit. D). Wer sich schon lange so ernährt, der muss nicht besonders aufpassen, da das automatisch geschieht. Wer aber umsteigt, muss ein Auge darauf haben.

    Ich habe zwei Kinder, die Omnis sind – beide mögen die vegetarische/vegane Küche gerne, essen aber auch Käse/Joghurt und ab und zu mal Fleisch. Vegan dürften sie frühestens mit 12 werden, Veggie wäre auch schon früher ok.

    • mira sagt:

      Ach, und bezüglich dem Broccoli versus Schokolade: das war bei unseren Kindern in dem Alter auch so. Das ergibt sich dann :))

  • Rüdiger sagt:

    Ich bin 50, habe 2 Kinder und hatte auch Eltern, die die Ernährung dauernd thematisiert haben. Ich finde es schlimm, wie diese veganen Eltern, ihre Ernährung inszenieren und ihrem Kind aufzwingen. Ob das gesund oder ungesund ist, erachte ich als weniger wichtig. Viel entscheidender scheint mir, das geschlossene Familiensystem, das sie damit kreieren.
    Dabei geht um Kontrolle, das Kind übermäßig an sich binden, es von anderen Kindern trennen. Die Ernährung ist ein sehr geeignetes Vehikel, diese Macht auszuüben, die kleine Sekte, die man wird, zu verbergen und das alles technisch, im Sinne der gesunden Ernährung und der Tierliebe abzuhandeln. Ich würde die Eltern gerne bitten, vegan weiterzuleben, wenn sie das sinnvoll finden, der Kleinen aber das Würschtli und die Schoggi zu ermöglichen.

    • tina sagt:

      sag bloss, du hast deinen kindern nicht auch etwas aufgezwungen. meine hätten ja nur noch glace gegessen, hätte ich das nicht.

      • tina sagt:

        gerade würstli sind nun echt kein menschenrecht und auch kulinarisch nicht gerade ein höhenflug, und gesundheitlich –> nitritpökelsalz? gesund? hingegen besteht schoggi ja nicht aus tierprodukten, ist also vegan

      • tststs sagt:

        Es gibt vegane Schoggi; aber prinzipiell hat MILCHschoggi schon auch tierische Bestandteile (ausser natürlich man hat ein frühreifes Kind, das dunkle Schokolade mag) 😉

      • tina sagt:

        ah, MILCHschoggi ;-). aber schoggi ansich halt nicht.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Sie sollten Ihre Erfahrungen mit Ihren Eltern nicht auf andere Eltern projizieren. Objektiv betrachtet geht es nicht um Kontrolle, das Ziel ist eine gesunde Ernährung und ein respektvoller Umgang mit Lebewesen – der Mensch eingeschlossen.

  • Susi sagt:

    In unseren ersten Welt ist die Gefahr einer Unterernährung wohl ziemlich klein, vor allem auch, wenn die Kinder unter regelmässiger ärztlicher Kontrolle sind.

    Und im Grunde bewundere ich Vegetarier und Veganer, die so viel Verzicht leisten und dadurch nicht zuletzt ihren ökologischen Fussabdruck im Bereich „Nahrung“ sehr viel kleiner halten als unsereins Fleischesser.

    Was ich eher als problematisch empfinde: Nun wird diese Milli als exemplarischer Fall für ein vegan ernährtes Kind ausgestellt, inkl. Bilder. Eine solche Bekanntmachung finde ich etwas grenzwertig, irgendwie wird das Mädchen doch instrumentalisiert. Was ist die Motivation der Eltern, sich so zu präsentieren, möchten sie andere ermutigen, ebenfalls weniger Tierprodukte zu essen? Gehen sie damit nicht zu weit?

    • Rene sagt:

      Da bin ich genau ihrer Meinung, so typisch „rauchen ist gesund, mein Grossvater hatt geraucht und wurde 95“

    • Martin Frey sagt:

      Sehe das genau gleich, Susi. Das Mädchen fragt ja niemand, die Eltern nehmen für sich in Anspruch, für das Kind solche Entscheide zu fällen. Dabei sollte man ja meinen, dass das Kindswohl schon noch eine gewisse Rolle spielen sollte, egal ob es sich um Ernährung, Kleiderwahl, Religion wie auch das Anrecht aufs eigene Bild handelt.
      Persönlich finde ich, dass diese Instrumentalisierung des Kindes nicht nötig gewesen wäre. Aber klar, wenn man sich als sympathische, attraktive, gesundheitsstrotzende und glückliche Veganerfamilie präsentieren will, dann muss natürlich jede/r in höherem Interesse bereit sein, im Kampf für eine „bessere Welt“ solch persönliche Opfer zu bringen… 😉

    • 13 sagt:

      @ Susi
      Grundsätzlich richtig. Aber sie leben ja in Tel Aviv. Wird dort wirklich flächendeckend der Mamablog gelesen?
      Ich empfinde es so, dass sie sich ansonsten immer rechtfertigen müssen und es ihnen deshalb ein Anliegen ist, mit den Vorurteilen aufzuräumen. Missioniarisches erkenne ich wenig.

      • Muttis Liebling sagt:

        Dann muss man schreiben, im Gegensatz zur Schweiz, zu Nordeuropa, Jakutien, Grönland ist es in Tel Aviv möglich, endemisch vegan zu leben (Einzelne können immer alles, das zählt nicht).

        Dann stimmt alles, hat aber auch keinen sonderlichen Diskussionsbedarf mehr.

      • Susi sagt:

        @13: Im Text steht aber: „Millis Eltern, Natalie (29) und Alex (33) aus Zürich, verzichten ebenfalls auf alle tierischen Produkte.“ (Habe ich etwas überlesen?)
        Zürich ist manchmal ein echtes Dorf, darum finde ich es heikel. Wenn sie in Tel Aviv wohnen, sieht es etwas anders aus, ja.

    • Florian Keller sagt:

      Man kann nicht auf etwas „verzichten“, worauf man von vornherein nie das Recht hatte. Wir Veganer verzichten nicht, wir lehnen ab.

    • mira sagt:

      Hallo Susi. Verzicht ist ein großes Wort. Verzicht würde ja implizieren, dass mir (als Veganerin) was fehlt. Für mich ist es aber eher ein Privileg, die Dinge zu essen, dir mir gut tun und dafür bin ich dankbar. Wenn ich im Ausland auf Dienstreise bin, kann ich nicht immer auswählen. Die Auswirkungen auf meinen Körper spüre ich meist sofort (zB Müdigkeit, Bauchweh).
      Ich mag mich noch gut an die Zeit als junges Kind erinnern, in der ich noch Fleisch essen musste. Wie unappetitlich es (für mich) war und wie dankbar ich unserem Hund war, wenn er unter dem Esstisch meine Brocken schnappte …
      Wenn ich dadurch meinen ökologischen Fußabdruck noch verkleiner, dann freue ich mich natürlich doppelt!

      • flori antha sagt:

        @Keller: Der Vergleich mit dem Autofahren ist hanebüchen. Nicht jeder Autofahrer tötet zwingend Menschen bei Verkehrsunfällen. Aber eine vegane Massenernährung ist nur möglich, wenn zwingend (!) Tiere getötet werden. Insofern eindeutig nur ein gradueller Unterschied. Sie können aber gerne Frutarier werden, wenn Sie denn konsequent sein wollen. Sonst sind Sie genauso für den Tod von Tieren verantwortlich wie die Karnivoren. Bad luck.

      • Florian Keller sagt:

        Ein Massenautoverkehr ist ohne Tote ebenfalls nicht möglich. Da Ihnen die Analogie so viel Kopfzerbrechen bereitet, hier die ausführliche Erklärung:
        Ja, auch bei der Ernte von Pflanzen verunglücken Tiere. Das lässt sich bislang in unserer unveganen Gesellschaft, in welcher das Leben nichtmenschlicher Tiere als wertlos gilt, nicht vermeiden. Das allerdings als Ausrede dafür zu benutzen, mit den geernteten Pflanzen Tiere zu mästen, um jenen dann die Kehle durchzuschneiden, ist pervers. Das Gegenteil ist geboten: Die Haltung sogenannter „Nutztiere“ abzuschaffen und die massiv verkleinerte Landwirtschaft so tiergerecht wie nur irgend möglich einzurichten.

      • Unbequeme Wahrheit sagt:

        @Florian Keller: Deine Kommentare können inhaltlich noch so rational, fundiert und faktenbasiert sein, OmnivorInnen wollen (oder können) es (leider) nicht begreifen! Sie möchten und wollen von ihrer Bequemlichkeit nicht abweichen, dazu ist Ihnen nahezu jedes Mittel recht! Ihre Bequemlichkeit…, ihre Sucht nach Nahrung tierlichen Ursprungs ist größer, als das sie bemerken das um sie herum die Zerstörung der Welt immer größere Ausmaße annimmt! Zudem sind ihnen ihre bekannten Krankheiten lieber, als die unbekannte Gesundheit! Prinzipiell ist das Verhalten von omnivoren Menschen mit dem von Parasiten vergleichbar -> der Wirt (Planet/Lebensgrundlagen allen Lebens) wird solange ausgebeutet, bis er stirbt (zerstört ist), dann stirbt auch der Parasit! ALLES äquivalent zur omnivoren Lebensweise!

      • tststs sagt:

        Wow, Parasit? Ernsthaft…
        Dann auch an Sie, Unbequeme Wahrheit, die Frage… ach was, bei solcher Wortwahl habe ich keine Lust mehr, das Ganze als Frage zu formulieren:
        Ich hoffe, U.W., dass Sie auf Medikamente verzichten…
        Falls nicht, dürfen Sie sich gerne auch das Prädikat „Parasit“ geben…

      • Susi sagt:

        Nicht ganz gebacken.

    • Susi sagt:

      @Florian & Mira: Wissen Sie, ich habe auch ein paar Jahre strikt auf Fleisch und Fisch verzichtet. Ja, verzichtet, so habe ich es empfunden, das ist meine Sicht.

      • Florian Keller sagt:

        Dann haben Sie leider nicht begriffen, dass Ihre kulinarischen Vorlieben keine Gewalt an Tieren rechtfertigen.

      • tststs sagt:

        Herr Keller, ich bin wie Susi, ich habe grosse Bewunderung und Achtung für die nötige Disziplin und Prinzipientreue bei veganer Ernährung, aber Ihre Moralpredigten können Sie sich echt sparen.
        Auch für und durch Sie sterben Tiere, diese landen zwar nicht in Ihrem Verdauungssystem, aber sie sterben.

      • Susi sagt:

        Florian, zwischen etwas begreifen, etwas empfinden und etwas tun liegt halt manchmal eine Diskrepanz.
        Ja, ich finde es einerseits nicht richtig, Tiere auszubeuten. Andererseits wurde ich in einer Welt sozialisiert (und lebe in einem Umfeld), wo das Wort „Nutztier“ keine ausschliesslich negativen Konnotationen trägt.

      • Florian Keller sagt:

        Nein, da Sie beide Tiere ausbeuten und töten lassen, kann ich mir meine „Moralpredigt“ offenbar leider nicht sparen. Ob das Wort „Nutztier“ in Ihren Augen negativ konnotiert ist oder nicht, ist völlig irrelevant. Sogenanntes „Nutz- und Schlachtvieh“ wird qualgezüchtet und nach einem kurzen Leben in Gefangenschaft abgestochen. Das ist ethisch inakzeptabel und muss aufhören.

      • Susi sagt:

        „Sogenanntes „Nutz- und Schlachtvieh“ wird qualgezüchtet und nach einem kurzen Leben in Gefangenschaft abgestochen.“
        Meistens stimmt das. (Ich entstamme übrigens einer Bauernfamilie…)

        Es geht nicht darum, wie was in MEINEN Augen ist, sondern um die Perspektive der Gesellschaft.

        Übrigens, mit solchen Moralpredigten rufen Sie vor allem eine Abwehrhaltung hervor, ist Ihnen das bewusst?
        Wenn Sie wirklich Leute erreichen wollen, fruchtet eine etwas weniger aggressive Tour echt besser.

      • mira sagt:

        Susi, vielleicht liege ich ja falsch, aber das tönt mir fast nach einer Beilagen-Kost… da hätte ich wahrscheinlich auch Probleme. Sowas kriege ich hier in Bayern in den traditionellen Restaurants vorgesetzt. Schrecklich!

      • Susi sagt:

        @Mira: Ich habe mich doch nicht jahrelang von einer Beilagenkost ernährt. Ich besass eine ganze Reihe vegetarische Kochbücher.

      • tststs sagt:

        Okeee, Hr. Keller, ich sehe schon, Sie leben als Asket in einer Höhle, Ihre Botschaften geraten durch Zauberhand ins Internet und da kein Tier durch Ihr Zutun zu Schaden kommt, dürfen Sie tatsächlich zurecht moralpredigen.

        @Susi: Abwehrhaltung wogegen? Gegen vegane Ernärhung? Oder dagegen, in die gleiche radikale Ecke wie gewisse Veganer gestellt zu werden? 😉

      • flori antha sagt:

        @Keller: Ihre Moralpredigt können Sie sich schon sparen. Auch für eine vegane Ernährung werden selbstverständlich Tiere getötet. Es gibt keinen grundsätzlichen, sondern nur einen graduellen moralischen Unterschied zwischen einer veganen und einer karnivoren Diät.

      • mira sagt:

        Susi, jeder Mensch ist halt anders… Dem einen fällt es leicht, der andere müsste für das Gleiche kämpfen. Und schlussendlich hat jeder seine eigenen Prioritäten im Leben. Das ist auch gut so!

      • Susi sagt:

        @tststs: Abwehrhaltung gegen die Ideologien. Mir geht das generell so! Wenn mir p.c. gepredigt wird, komme ich in Versuchung, die schlimmsten Wörter zu benutzen!
        Und jetzt grad hab ich Lust auf eine grosse Wurst… 😉

        (Pubertätswiderstand?)

      • Susi sagt:

        @mira: Ich wollte einfach illustrieren, dass das Wort „verzichten“ in diesem Zusammenhang durchaus seine Richtigkeit haben kann.

      • Florian Keller sagt:

        Es besteht kein gradueller, sondern ein prinzipieller Unterschied darin, ob man andere für seinen Gaumenspass massakrieren lässt oder eben alles in seiner Macht stehende unternimmt, die Ausbeutung sogenannter Nutztiere zu beenden. Analog würde ja auch niemand behaupten, dass zwischen Autofahrern und Mördern nur ein gradueller Unterschied bestünde, da auch das Autofahren jährlich tausende von Todesopfern fordert. Durch mich wurden schon mehrere Menschen vegan. Schon noch blöd, wenn die Vorurteile an der Realität zerschellen.

      • mira sagt:

        Susi, ja, passt!

      • tststs sagt:

        Uh, Hr. Keller, selbst wenn man komplett auf die Nutztierindustrie verzichtet, ist man nicht automatisch Veganer.
        Geht es Ihnen um die Haltung? Denn ja, da haben wir grossen Handlungsbedarf?
        Oder geht es Ihnen um das Prinzip des Tötens? Dann ist aber jegliche Diskussion obsolet und wir können uns gleich alle die Kugel geben. Ich wiederhole: Auch für und durch Sie sterben Tiere.

      • marsel sagt:

        Man kann nun mal anderer Meinung sein, Herr Keller, auch wenn Sie denken, Sie hätten recht und die Allesfresser unrecht. Moral ist keine messbare Grösse, es gibt auch keine allgemeingültige Grenzwerte.
        Nicht nur Tiere, auch andere Ansichten sollte man leben lassen.

      • Susi sagt:

        @Florian: „Durch mich wurden schon mehrere Menschen vegan.“

        Und wie lief das? Sie haben diesen Menschen aggressive Moralpredigten gehalten und Rundumschläge ausgeteilt und dann waren die bekehrt? Oder haben Sie es etwas feinfühliger versucht?

        Nun, vielleicht sind Sie ja charismatisch und können das im nicht-virtuellen Leben nutzen. Hier in der Kommentarspalte kommen Sie aber unsympathisch rüber, und auf jemand Unsympatischen hört man eher weniger.

      • Susi sagt:

        @Marsel: Ich verstehe schon, wenn in diesen Bereichen andere Meinungen nur schwer akzeptiert werden, denn es betrifft ja dann einen weiteren Handlungskreis. Durch den Fleischkonsum leiden substanziell mehr Tiere, und das ist schwierig zu akzeptieren. Eigentlich ist es nicht einfach Privatsache.

        Mich stört einfach die aggressive Art der Argumentation.

      • Susi sagt:

        @tststs: Aber es sterben schon sehr viel weniger Tiere durch vegan lebende Menschen. Die Veganer haben eigentlich schon recht. Aber eben, sie nerven halt auch oft durch ihre Art.

      • Florian Keller sagt:

        Auch durch Autofahrer sterben Menschen. Darf ich deswegen morden? Entweder Sie stellen sich dumm, oder sie begreifen die Analogie tatsächlich nicht. In beiden Fällen erübrigt sich jede weitere Diskussion. Nein, die Ansicht, dass Tiere Gegenstände seien, über die beliebig verfügt werden dürfe, lasse ich nicht „leben“. Dass Ethik eben nicht subjektiv ist, wie von Tierausbeutern wie Ihnen immer wieder gern suggeriert wird, lässt sich leicht feststellen, wenn man die Opfergruppe austauscht. Wenn sich die Gewalt plötzlich nicht mehr gegen hierzulande übliche sogenannte „Nutztiere“ richtet, sondern z.B. gegen Hunde oder Katzen, dann wird das genau von denselben Leuten verurteilt, die kurz vorher noch „Jedem das Seine“ heuchelten.

      • Florian Keller sagt:

        @Susi: Was muss ich Ihnen sagen, dass Sie vegan werden? Teilen Sie es mir bitte mit, ich schreibe es dann gerne hierhin.

      • tststs sagt:

        @Susi: Natürlich, das stelle ich keinesfalls in Abrede. Wie gesagt, ich achte Veganer (genauso wie jede andere Hinterfragung und Konsequenzenziehen des eigenen Lebensstils).
        Und es ist nicht einmal so sehr das Missionarische, das mich stört; es ist diese Kurzsichtigkeit. Nein, eigentlich ist das passende Wort: Doppelmoral.
        Ist sich z.B. ein Hr. Keller bewusst, dass wenn er auf „das Internet“ verzichten würde (also auf all die Geräte und Energien, die er hierfür braucht) um seine Botschaft zu verkünden, der Tierwelt – eigentlich der ganzen Flora&Fauna – weniger schaden würde, als wenn er ab sofort wieder einen „guten“ Fleischkonsum an den Tag legen würde?
        Er predigt eine vegane Lebenweise, defacto ernährt er sich einfach nur vegan. (Achtung: Behauptung aus der Ferne!)

      • Susi sagt:

        @Florian: „Wenn sich die Gewalt plötzlich nicht mehr gegen hierzulande übliche sogenannte „Nutztiere“ richtet, sondern z.B. gegen Hunde oder Katzen, dann wird das genau von denselben Leuten verurteilt, die kurz vorher noch „Jedem das Seine“ heuchelten.“

        Hier stimme ich völlig zu. Und ich ärgere mich regelmässig ab einem Aufschrei wegen Hunde-/Katzen-/Kaninchenquälereien, wenn er von Leuten stammt, die Fleisch essen oder sogar Pelzkragen tragen.

      • Susi sagt:

        @Florian:
        „Was muss ich Ihnen sagen, dass Sie vegan werden? Teilen Sie es mir bitte mit, ich schreibe es dann gerne hierhin.“
        Wenn ich dies wüsste, würde ich wohl bereits vegan leben. Wahrscheinlich müssten Sie mich über längere Zeit regelmässig bearbeiten und mir näherbringen, dass ein veganer Lebensstil auch relativ unaufwändig geführt werden kann.
        (Immerhin benutze ich wo immer möglich vegane Produkte. Nagellack etc.)

      • Susi sagt:

        @tststs: „Ist sich z.B. ein Hr. Keller bewusst, dass wenn er auf „das Internet“ verzichten würde (also auf all die Geräte und Energien, die er hierfür braucht) um seine Botschaft zu verkünden, der Tierwelt – eigentlich der ganzen Flora&Fauna – weniger schaden würde, als wenn er ab sofort wieder einen „guten“ Fleischkonsum an den Tag legen würde?“

        Ist das so? Wenn man z.B. alle drei bis vier Jahre ein neues Smartphone und einen Laptop kauft und die Geräte moderat benutzt, ist das schwerwiegender als täglicher Fleischkonsum? Kann ich mir irgendwie nicht vorstellen.

      • tststs sagt:

        @Susi: Die Frage ist halt, in welchen Dimensionen man denkt (wir müssen nicht einen Moment darüber diskutieren, dass die heutige Massentierhaltung eine Zerstörung der Natur sondergleichen ist)
        Aber die Herstellung von Elektronikprodukten steht dem in nichts nach.
        – Wie sieht die Natur rund um die Abbaugebiete der benötigten Rohstoffe aus?
        – Wie sieht dei Natur rund um die Produktionsstätten aus? (Natürlich, irgendwann sind die Flüsse tot und es werden keine Fische mehr getötet, aber die Wegnahme von Lebensgrundlagen ist IMHO auch eine Form der Tötung).
        – Und von den riesigen Deponien in Afrika müssen wir gar nicht erst sprechen.
        – Und der Schrott, der nicht verbrannt und in die Luft entlassen wurde (aka Sauerstoff brauchen auch die Tiere), landet dann fein zerbröselt in den Meeren

      • Hans Hintermeier sagt:

        @tstst: also liebe tstst, packen wir es an! Setzen wir uns für Recycling ein, für schonende Gewinnung der Rohstoffe.
        Das Eine schliesst das Andere ja nicht aus. Bei Vegetarismus / Veganismus können Sie ganz einfach beginnen und erzielen bereites eine grosse Wirkung mit wenig Aufwand.

      • Florian Keller sagt:

        Also Susi, Ihre Position klingt für mich so: „Ich höre mit dem Abschlachten von Wehrlosen erst dann auf, wenn man mich über längere Zeit höflich darum bittet. Des Weiteren kann man nun wirklich nicht von mir verlangen, die eine oder andere Unbequemlichkeit hinnehmen zu müssen, schliesslich ist mein Komfort mehr wert als das Leben und die Freiheit anderer.“ Wenn man den Fokus nur auf seine eigenen Befindlichkeiten richtet, tut man sich natürlich schwer. Wer hingegen genug Rückgrat aufweist, sich zugunsten von Tierrechten und Umwelt einem sozialen Paradigma entgegenzustellen, der wird vegan, sobald er schonungslos mit den Fakten konfrontiert wird.

      • Susi sagt:

        @Florian: /1
        @Florian: Nein, es ist anders. Ich schreibe weiter oben, dass ich es falsch finde, Tiere zu quälen und auszubeuten. Nun habe ich aber wohl einfach auch ein anderes Verständnis als Sie von „Qual“ und „Ausbeutung“, denn ich sage ja auch, dass ich eine Nutztierhaltung nicht verwerflich finde, solange die Tiere so artgerecht wie möglich gehalten werden.

      • Susi sagt:

        /2
        . Ich habe Hühner und Ferkel erlebt, die frei auf dem Hof herumliefen. Ich habe von Jimmy gegessen. Jimmy war ein glückliches Schweinchen, zufrieden bis zu seinem Tod, er wurde noch gestreichelt und gehätschelt, Sekunden bevor der Bolzen in sein Gehirn ging. Jimmy war das Festmahl zum 60. Geburtstag meines Stiefvaters, wir waren über 100 Leute, die von ihm assen und er war zu diesem Zweck geboren worden. In Ihren Ohren tönt das wahrscheinlich grausam, aber für viele Leute ist das halt die Normalität, so auch für mich.

      • Susi sagt:

        /3
        Was ich aber auch gesehen habe (nicht auf dem Hof der Familie meiner Mutter): Schweine in dunklen, schmutzigen Zwingern, eingepferchte Kaninchen, Kälber, die den Kühen gleich nach der Geburt weggenommen wurden und sich dann auf engstem Raum mit ihresgleichen drängten, Ferkel, die ohne Betäubung kastriert wurden. Als Kind fand auch das damals „normal“ und „in Ordnung“, heute sehe ich es anders.

        Summa summarum: Ich bemühe mich, dort zu verzichten, wo ich es nicht vertretbar finde. Verzichte ich nicht, dann fehlt es mir tatsächlich an Rückgrat, ja.

      • Susi sagt:

        /4
        Zum Thema Umstimmen: Es geht um mehr als um Bequemlichkeit und sicher nicht darum, dass mich jemand höflich um etwas bittet, mit Höflichkeit eckt man bei mir zwar nicht an, aber man kommt auch nicht weit. Es ginge darum, mich wirklich in meinem Innersten zu überzeugen von den „Tierrechten“, denn auch hiervon habe ich ganz offensichtlich ein anderes Verständnis; ich habe Ihnen oben ja geschildert, inwiefern meine heutige Haltung geprägt wurde. Um diese zu ändern, bräuchte es mehr als ein paar höfliche Worte. Ich bin schon beeinflussbar, ändere auch mal meinen Standpunkt. Wenn sowas passiert, bin ich auch bereit, einen Aufwand zu betreiben. Aber bis jetzt ist das nicht geschehen. Vielleicht habe ich einfach zu wenig Kontakt zu Veganern.

      • Susi sagt:

        Und zu guter Letzt: Ich selber habe nie richtig auf dem Bauernhof gelebt, ich war als Kind einfach mehrmals jährlich auf dem Land und hatte sehr viel Umgang mit den Tieren. Aber die Mentalität der Bauern, der Grossfamilie, in welcher meine Mutter aufwuchs, die nimmt man wohl irgendwie ein wenig mit.

      • Susi sagt:

        Ach, und wahrscheinlich fragt man sich jetzt nach meinem riesen Monolog, warum ich denn überhaupt jemals vegetarisch gelebt habe.
        Das war vor langer Zeit, Anfang/Mitte 20, als ich noch spirituell war und andere Wertvorstellungen hatte, die irgendwann in den Hintergrund getreten sind. Ob dies gut oder schlecht ist, bleibe dahingestellt.

      • Florian Keller sagt:

        „[…] mit Höflichkeit eckt man bei mir zwar nicht an, aber man kommt auch nicht weit.“
        Mit dieser Eigenschaft sind Sie in guter Gesellschaft, weswegen Sie Ihre Kritik an meinem angeblich nervigen Tonfall gleich selbst als unhaltbar entlarven und mich im Gegenteil darin bestätigen, Tierausbeutung klar, deutlich und ungeschönt anzuprangern. Ich trauere um Jimmy, der von Menschen, von denen er sich streicheln liess und denen er vertraute, derart niederträchtig betrogen und hinterhältig umgebracht wurde. Dass Jimmy nur für diesen Zweck geboren und das für Sie halt „normal“ sei, ist das zynische Pünktchen auf dem i. Sklaverei, Hexenverbrennungen und Todesstrafe z.B. waren hierzulande auch lange für sehr viele Leute normal, was an ihrer Grausamkeit nicht im Geringsten etwas ändert.

      • Susi sagt:

        Lago mio, Florian, geht’s noch dramatischer?
        Ok, dann trauern Sie um Jimmy. Er ist seit fast zwanzig Jahren tot, und wäre das Fest nicht geplant gewesen, hätte er gar nie existiert. Was wäre für Jimmy denn besser gewesen: Glücklich auf dem Bauernhof rumrennen zu dürfen und mit seinem Ferkelhirnchen nicht bemerken, was man mit ihm vorhat, gestreichelt werden und getötet, ohne irgendetwas zu realisieren ODER gar nie geboren zu werden? Bin gespannt auf Ihre Antwort.

      • Florian Keller sagt:

        Darf ich mit meinem Kind anstellen, was ich will? „Herr Richter, ich hatte dieses Kind aber nur, um es abzustechen, es war nur dazu da, wenn ich keine Kinder abstechen wollte, wäre es gar nie geboren worden.“ Klingt absolut abscheulich und pervers? Genauso wie Ihre Ausreden.

      • Susi sagt:

        @Florian:
        Sehen Sie, es ist nun mal eine Tatsache, dass Menschenrechte in unserem Gesetz anders verankert sind als Tierrechte. Dies dürfte Ihnen wahrscheinlich bekannt sein. Dennoch bewegt sich Ihre Argumentation im Rahmen irgendeiner Veganer-Utopie (oder soll ich sagen „Dystopie“?), die man einfach nicht ernst nehmen kann. Wir sind hier wirklich nicht auf dem Planet der Affen.
        Und genau durch sowas erreichen Sie nur das Gegenteil, denn wer möchte sich schon zu einer Gruppe zählen (auf das „wir“ und die Abgrenzung wird bei Ihnen viel Gewicht gelegt), die Andersgesinnten nur ans Bein p1nkelt?

        Zudem vertauschen Sie in Ihrer manipulativen Rhetorik „Erklärungen“ mit „Ausreden“.

        Meine Frage haben Sie nicht beantwortet, sondern eine Gegenfrage gestellt. Warum?

      • Florian Keller sagt:

        Die Gesetze bedeuten gar nichts. Gab es etwa keine Vergewaltigungen in der Ehe, bevor diese in den 90ern (!) unter Strafe gestellt wurden? Ethik richtet sich nicht nach den Gesetzen sexistischer und speziesistischer (anhand der Artzugehörigkeit diskriminierender) Gesellschaften. Da Sie vorgeben, meine Analogie nicht verstanden zu haben: Es ist besser, kein Tier zu züchten, um es umzubringen, sowie es besser ist, keine zehn Kinder zu zeugen, als zehn Kinder umzubringen. Und ja, es ist löblich, einer Gruppe anzugehören, die „Andersgesinnten“ (gemeint sind ideologische ebenso wie handgreifliche Gewalttäter – Tierausbeuter inklusive) ans Bein pinkelt. Die Alternative wäre, im Angesicht von Unrecht zu schweigen. Und das kommt nicht in Frage.

      • Susi sagt:

        @Florian: Ich gebe nicht vor, Ihre Analogie nicht verstanden zu haben, sondern erkläre Ihnen, dass sie eben nur im Rahmen Ihrer Utopie funktioniert.

        Und nun schlage ich einen Bogen zum Anfang dieses Threads. Ich fragte Sie, was Sie glauben zu bewirken mit Ihrer Art. Ist Ihnen aufgefallen, dass Sie in der Kommentarspalte nur Missmut hervorrufen? Niemand von den Allesessern lässt sich von Ihrer Argumentation überzeugen und gibt Ihnen recht. (Ausser vielleicht ich, punktuell.)
        Was ist denn Ihre Motivation hier? Anderen ans Bein zu pinkeln? Wem bringt das was?
        Wenn Sie so einfahren, richten Sie echt Schaden an. Ich hoffe einfach, das ist Ihnen bewusst.

      • Florian Keller sagt:

        Eine Welt ohne Sexismus und Rassismus ist ebenfalls eine Utopie, was nicht dagegen spricht, derartiges Gedankengut scharf zu kritisieren.
        Mein Erfolg als Tierrechtsaktivist gibt mir Recht. Ich konnte schon mehrere Menschen davon überzeugen, ihre Gewalt an nichtmenschlichen Tieren einzustellen, und in Zukunft werden es noch mehr sein. Dass Tierausbeuter zunächst unwirsch reagieren, wenn sie mit den Leichen, über die sie gehen, konfrontiert werden, ist klar. Das steht aber einer längerfristigen Erkenntnis nicht im Weg, im Gegenteil. Es gibt keine Rechtfertigung für Gewalt an Wehrlosen. Je eher der Groschen fällt, desto besser. Wie schrieb George Orwell so schön:
        „Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann vor allem das Recht, anderen Leuten zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

      • Susi sagt:

        Dann halt nochmals: Es ging mir nie um das „Was“, sondern um das „Wie“.

      • tststs sagt:

        @Susi: Läck, Ihre Geduld… 😉

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs
        @Susi
        😀
        und der viele Strom der da jetzt draufgegangen ist, die Abnützung diversester Geräte, die summierten Strahlungen und unnötige Erwärmung weil die Geräte heiss liefen… mitsamt der ebenfalls teilweise äusserst blutigen Geschichte bis das alles überhaupt benutzbar zur Verfügung steht, worin wir alle mithangen und uns hintersinnen sollten-
        ausser @Florian Keller natürlich, seine Ressourcenverschleuderung dient schliesslich der edlen Sache, dem greater good! Und wir wissen ja dass man dafür schon auch über Leichen darf (solange es nicht tierische sind…)

      • Susi sagt:

        @tststs & Brunhild:

        Ich habe seit letzter Woche „unterrichtsfreie Zeit“, darum bin ich wohl vergleichsweise etwas kommunikationsunterversorgt. 😀

        Gleichzeitig finde ich Florians Argumentation zwar etwas unsympathisch, doch nicht ganz uninteressant und ich werde über den Jimmy-Shitst0rm, die Hexenverbrennungen und das Gesetz noch etwas nachdenken.

        Hmmm, ja, der Strom…

        Wünsche allseits ein schönes Wochenende!

      • Malena sagt:

        @Ladies: Das Verrückte ist doch, dass Florian Keller und Co. und wir eigentlich Verbündete sein müssten, dass wir gemeinsam sowohl die Gesellschaft als auch uns selbst in Bezug auf Tierschutz effektiver verbessern könnten (wir etwas veganer, sie etwas frutarischer, alle etwas weniger iPhone). Stattdessen nehme ich aus diesen Kommentaren mit, dass gewisse Veganer ziemlich talibanmässig einen Flick weg haben. Wenn Aktivisten irgendwelcher Art nur die reine Lehre tolerieren und alle Abweichler als ignorant oder unethisch bezeichnen, werden sie keine Mehrheit für substantielle Veränderung finden. Manche versuchen es dann mit Gewalt oder Bullying, und anstatt Fortschritt erreichen sie einen Backlash und Trump gewinnt die Wahl…

      • tststs sagt:

        @Susi: Gelle, da muss der Wortfluss halt durch einen anderen Kanal… känn i
        @Malena: Keller for Bundesrat?!?
        🙂
        Ich wünsche Ihnen allen ebenfalls ein erholsames Wochenende!

      • Susi sagt:

        @tststs: 🙂

        @Malena: Absolut, stimme völlig zu, bei allem!

  • CoffeeToffee sagt:

    Die Eltern kommen sehr sympathisch rüber und sind kein bisschen militant. Warum auch? Ist ja nicht gleich jeder Veganer militant.
    Mir wäre das ganze zu kompliziert. Darum bin ich auch nur eine möchtegern Vegetarierin (ich mag Käse nicht. Wenn da auch noch Fleisch dazukommt… keine Lust mich dauernd ausgiebig mit meiner Ernährung auseinanderzusetzten. )

  • Unbequeme Wahrheit sagt:

    Die Tierhaltung, damit der Konsum von „Produkten“ tierlichen Ursprungs, ist die primäre Ursache für die größten Probleme unserer Zeit! Vom Klimawandel, über die Rodung aller Wälder, bis hin zur Ressourcenverschwendung und Trinkwasserproblematik GIGANTISCHEN Ausmaßes, damit auch DIE primäre Ursache für das Verhungern Tausender Säuglinge, Kinder und Erwachsener / täglich, unsägliches Leid von Milliarden nichtmenschlichen Säuglingen (Kalb, Ferkel, Lamm…) und Kindern (Kuh, Schwein, Schaf…) / jährlich, letztlich verantwortlich für die Zerstörung ALLER Lebensgrundlagen ALLEN Lebens auf diesem Planeten! Wenn Ihnen vor Erwähntes (einige wenige Beispiele unzähliger) nicht gleichgültig sein sollte, Ihnen nur etwas an unserem Planeten liegt, dann gibt es nur EINE EINZIGE Lösung: vegan leben!

    • Ka sagt:

      Sie haben das nicht zu Ende gedacht, nicht die Tierhaltung ist der Ursprung, der Mensch ist der Ursprung. Letzte Konsequenz ist eigentlich nur, dass der Mensch verschwinden muss. Dann könne die Tiere sich getrost wieder untereinander jagen und töten.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wer ist in diesem Komplott der Böse? Der Wolf, welcher wieder einwandert und 2-3 Schafe reisst, oder der Bauer, der den Wolf erschiesst und in die Tierkadaverentsorgung bringt, weil der Wolf 2-3 Schafe gerissen hat.

        Damit sind wir in den Höhen der Moralphilosophie angelangt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        „Damit sind wir in den Höhen der Moralphilosophie angelangt.“

        😀
        schätz mal diese Höhen gehen ziemlich weit hoch…,
        da kann man schon in Gefahr stehen mal die Bodenhaftung zu verlieren…

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, ich hatte nie Bodenhaftung. Ganz bestimmt nicht unbewusst oder ungewollt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        oh, da haben Sie mich missverstanden, nicht Sie waren da gemeint, die ungemein-progressiv-heftig-Agierenden stehen da für mich ein bisschen in Gefahr die Bodenhaftung verloren zu haben. In dem sie sich dermassen auf einen Punkt eingeschossen haben (von dem sie den Rest abbringen wollen), es dabei nicht der Rede wert finden dass mit den gewählten Mitteln (techn Geräte, Strom etc usw) ebenfalls eine „Leidkultur“ am rollen gehalten wird.

    • Muttis Liebling sagt:

      Ich kann mich nur wiederholen, die Alternative heisst nicht vegan leben, sondern keine Tiere mit dem Ziel, sie zu verspeisen, züchten und halten.

      Tiere, die es ohne den Bauern auf die Welt geschafft haben, die nicht industriell gefangen oder gejagt wurden, z.B. welche, die zum Landschaftsschutz gehalten werden, dürfen auch auf dem Teller enden.

      Was sagt denn der Veganer von Welt zu Algen, Insekten und Würmer als Nahrungsquelle?

      • Florian Keller sagt:

        Algen sind Pflanzen, somit vegan, Insekten und Würmer sind Tiere, somit nicht vegan. Ist das so schwer zu verstehen?

      • Widerspenstige sagt:

        Wäre noch wichtig zu bemerken, dass vor allem viele Japaner vegan gut leben können, weil sie täglich Zugang zu frischen Algen haben. Wir können diese nur durch entsprechende Tabletten zB Spirulina zu uns nehmen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Algen sind keine Pflanzen.

      • Florian Keller sagt:

        Doch, die allermeisten Algen gehören neben den Farnpflanzen, Samenpflanzen, Flechten und Moosen zu den Pflanzen. Blaualgen allerdings sind Prokaryoten und somit keine Pflanzen.

    • Anna Klein sagt:

      Dann informieren sie sich mal über die ökologischen Folgen aus dem Anbau von Avocados, Soja und sonstigen „Super-Food“. Da ist auch nicht alles grün was glänzt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Da schwingt immer der Gedanke mit, man könnte gleichzeitig ökonomisch, ökologisch und ernährungsphysiologisch optimal leben. Das geht aber gar nicht.

        Man muss immer gegen zwei Prinzipien verstossen, wenn man wenigstens eines retten will.

      • Widerspenstige sagt:

        Doch, das geht schon, wenn man Selbstversorger ist wie unsere Ahnen es waren auf dem eigenen Hof. Da waren Tiere vor allem auch Hilfe für die Landschaftspflege. Man säte und erntete nur das, was man für ein Jahr oder länger für die Sippe brauchte. Ab und an kam mal ein Händler vorbei und bot seine Ware an, die gegen eigene Ware getauscht wurde. Das ist noch nicht so lange her. Im Keller waren die Hurden voll mit Eingemachtem, Gepökeltem, Geräuchtem, um über lange Winter zu kommen. Da steigt mir grad der Geruch der Hurden voller Äpfel in die Nase, welche ich regelmässig zu kontrollieren hatte auf Fäule. Und dann wurde Kirsch, Pflümli selber gebrannt als spezielle Medizin …

  • Ernst sagt:

    Es ist erstaunlich, dass medizinische (und moralische) Laien Kommentare über die vegane Ernährung abgeben, obwohl die grösste Ernährungsorganisation der Welt (ADA, American Dietetic Association) aufgrund der Auswertung aller relevanten Studien die vegane Ernährung für alle Menschen empfiehlt: „Die American Dietetic Association ist der Ansicht, dass gut geplante vegetarische Ernährungsformen, einschliesslich komplett vegetarischer oder veganer Ernährungsformen, gesund sind, ernährungsphysiologisch bedarfsgerecht sind und gesundheitliche Vorteile in der Prävention und der Behandlung bestimmter Krankheiten bieten. Eine gut geplante vegetarische Ernährungsform ist für Menschen aller Altersstufen geeignet, eingeschlossen Schwangere, Stillende, Kleinkinder, Kinder, Heranwachsende und Sportler.“

    • Muttis Liebling sagt:

      Das ist überhaupt nicht verwunderlich, wenn Sie sich anschauen, welche wirtschaftlichen Interessen hinter dieser Lobby- Organisation ADA stehen.

      Das ist wie: Die meisten Frauen verunfallen im Haushalt. Deshalb rät der Verband der Schweizer Hoteliers Frauen dazu, in eine Hotel zu ziehen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Ernst

      naja, angesichts des konventionellen Nahrungsmittelangebotes in amerikanischen Supermärkten erstaunt nicht, dass explizit vegane Ernährung nachweisbar um Welten gesünder ist.

      Da wäre eine durchschnittliche CH-Ernährung ebenfalls um Welten gesünder…,
      das beweist nun also grad mal gar nichts!

    • Hanspeter Müller sagt:

      Das mit der Empfehlung der veganen Diät der ADA ist ein übersetzungsfehler. Sie sagen, es sei nicht schädlich, wenn es gut geplant werde. Ist ein ziemlicher Unterschied zu einer Empfehlung. Und die ADA hat als Sponsor Coca-cola, Wendys etc die als Sponsor jeweils in den Ernährungsempfehlungen mitarbeiten dürfen. So wird nebst vegetarischem Essen auch Fastfood für Kinder empfohlen. Ziemlich unglaubwürdig dieser Verband. Ist übrigens auch nicht der Verband der Ernährungswissenschaftler, sondern der Ernährungsberaterinnen. Der Unterschied ist zu vergleichen mit Zahnarzt und DH.

      • Ernst sagt:

        Von einem „Übersetzungsfehler“ zu schreiben, ist schlicht eine Unwahrheit. Hier der englische Originaltext: „It is the position of the Academy of Nutrition and Dietetics that appropriately planned vegetarian, including vegan, diets are healthful, nutritionally adequate, and may provide health benefits in the prevention and treatment of certain diseases. These diets are appropriate for all stages of the life cycle, including pregnancy, lactation, infancy, childhood, adolescence, older adulthood, and for athletes.“

      • Hanspeter Müller sagt:

        @ Ernst: „These diets are appropriate“ heisst diese Diäten sind angemessen/angebracht/dienlich. Nichts von „empfohlen“ dann würde nämlich etwas von recommended/advised/suggested stehen.

  • Emil Eugster sagt:

    „Als wir uns mit der Lebensmittelindustrie auseinandergesetzt haben und uns entschieden, hin- anstatt wegzuschauen, konnten wir es nicht mehr verantworten, Teil dieses Konstrukts zu sein»“
    Es ist immer wieder interessant, wie Kinder gleich nach der Geburt solche Abwägungen machen und für sich solche Entscheidungen treffen.
    Die Kinder wissen ja auch sofort, dass sie an Gott, Allah, Vishnu usw. glauben, die zufällig immer die selbe ist, wie die der Eltern.
    Der zitierte Satz sollte in etwa heissen: Wir, die Eltern haben entschieden, dass unser Kind keine tierischen Produkte isst und werden das mit unserer Erziehungsgewalt durchsetzten.
    Vielleicht fängt ja Milli mit 12 oder so an zu rebellieren, wenn andere Mädchen sonst von sich aus Fleisch verweigern, Haggis essen

    • Christoph Bögli sagt:

      Ich sehe gezielte Indoktrinierung ja auch sehr kritisch, aber zu erwarten, dass Kinder quasi isoliert vom Weltbild und der Lebensweise der Eltern aufwachsen, ist trotzdem ziemlich absurd und weltfremd. Wie genau stellen Sie sich das denn vor? Dass Gläubige jegliche Referenz zu ihrer Religion und jedes Ritual in Anwesenheit ihrer Kinder bis zur Volljährigkeit vermeiden? Dass Atheisten ihr Kind regelmässig in die Kirche und Moschee bringen, um diesem nicht den Atheismus aufzuzwingen? Und wieso kommt die Kritik eigentlich nie bei all den Eltern, die ihr Kind dadurch „bevormunden“, dass sie diesem Fleisch, Zucker oder Bananen zu essen geben? Wie machen Sie das denn genau, vermeiden Sie jegliche politisch-weltanschauliche Äusserung daheim und lassen die Kinder selber einkaufen?

      • Martin Frey sagt:

        Das pflichte ich Ihnen völlig bei, Herr Bögli. Aber wünschenswerte wäre es, wenn alle Eltern, die religiösen, die atheisten, die carnivoren, die veganer, die linken, die rechten, überhaupt alle Eltern ihre Kinder offen und v.a. so wertneutral aufwachsen lassen könnten, damit sie sich selber ein vorurteilsfreies Weltbild erschaffen können. Daran haben aber viele kein Interesse, weil zb. die monotheistischen Weltreligionen sich u.a. auch über Abgrenzung definieren. Dito für viele politisch interessierte. Und halt auch ab und an für Leute mit einseitiger Ernährung….

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Aber sicher doch, das Baby muss vom ersten Tag an die Freiheit haben, sich mit Junkfood seine Gesundheit zu ruinieren. Erst so hat man seine elterliche Fürsorgepflicht in vollem Umfang erfüllt. Oder anders gesagt: nur Eltern, die sich keine Gedanken machen und bewusstlos im Mainstream mitschwimmen, sind gute, voll integrierte Eltern – und züchten damit weitere willige Konsumenten heran.

    • Emil Eugster sagt:

      Ich störe mich hauptsächlich daran, dass die Eltern implizieren ihr Kind hätte irgend eine bewusste Entscheidung getroffen betreffend seiner Ernährung.
      Auch die Broccoli-Geschichte impliziert das.
      Das ist unehrlich sich selbst gegenüber.

      • Martin Frey sagt:

        Ich pflichte Ihnen bei, Herr Eugster. Das stört mich immer. Interessant viel eher, dass das viele nicht zu stören scheint.

      • mira sagt:

        Emil Eugster , die Broccoli-Geschichte zeigt doch eher, dass es noch junge Eltern sind, die ihre Erfahrungen halt noch machen müssen… Die meisten Kinder wollen irgendwann Süssigkeiten haben. Und bei denjenigen, die das nicht wollen, liegt das eher in den Genen (mein Bruder, ein Omni, war so einer…)

    • Simona sagt:

      Sie haben das nicht durchdacht, Herr Eugster.
      Ich selber bin mit Fleisch aufgewachsen, meine Eltern haben mich nie darüber aufgeklärt, woher das Fleisch kommt und dass dafür Tiere unglaubliche Qualen leiden müssen. Auch wusste ich nicht, dass der Fleischkonsum der Hauptgrund für den Welthunger ist. Hätte ich das gewusst, wäre ich früher vegan geworden, nicht erst mit 18 Jahren. (Mit 9 Jahren wurde ich Vegi)
      Ich finde es schrecklich, überhaupt Fleisch gegessen zu haben und ich hätte mir eine bessere Aufklärung durch meine Eltern gewünscht.
      Anfangen Fleisch zu essen, kann man immer, wenn man das will.
      Rückgängig machen kann man aber nichts.
      Kinder vegan aufzuziehen ist daher die sinnvollste Option. Sobald sie älter sind, können sie alles essen, was sie „verpasst“ haben.

      • Emil Eugster sagt:

        Ja und wenn sie dann mit 18 das Gefühl haben Frutarier zu sein, sei der einzige richtige Weg und sie als Kind von ihren Eltern einen Apfel zu essen bekommen haben, der nicht von selbst vom Baum gefallen ist oder sogar einen Salat zu dessen Gewinnung man ja sogar in brutalster Weise einer Pflanze den (Salat-) Kopf abgeschnitten hat?
        Oder sie setzten darauf Rohköstler zu sein und haben von den veganen Eltern in unverantwortlicher Weise gekochten Broccoli vorgesetzt bekommen?
        Ihrer Logik zu folge ernährt man die Kinder am besten bis 18 mit Muttermilch oder am besten gar nicht.

  • siu sagt:

    sehr tendenziöser artikel. unseriöser journalismus. da wird ein einfelfall porträtiert, aussagen werden unkritisch widergegeben, und eine kritische und differenzierte auseinandersetzung mit dem thema – die sehr wohl nötig ist – findet man nirgends.

    da wird suggeriert, dass vegane ernährung zu weniger krankheiten führt.
    da wird aufgelistet, wovon sich das kind ernährt, aber die vitamin-supplemente werden nicht erwähnt, etc.

    ist etwa so, wie wenn ein journalist einen ort auf der welt porträtiert, wo der klimawandel nicht zu beobachten ist, und damit suggeriert, dass der klimawandel nicht existiert. und am montag kommt dann ein interview mit dem professor XY, einem klimaskeptiker, der dann seine theorie vorlegen darf.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Bis jetzt habe ich quasi nur negativ tendenziöse Artikel über Veganismus gelesen. Welch ein Schock für Sie, wenn Sie plötzlich mit Fakten konfrontiert werden. Richtig durchgeführte vegane Ernährung führt tatsächlich zu weniger Zivilisations-Krankheiten. Soll man Vitamin B12 mit einer Tablette zuführen oder soll man ein Tier ermorden, das mit Vitamin B12 gefüttert wurde, um genügend Vitamin B12 zu erhalten? Ist halt eine Intelligenz- und Herzensangelegenheit.

      • Katharina I sagt:

        Solange man an einem Ort wohnt, wo man Zugang hat zu B12-Tabletten ist das auch ok. Wenn nicht, nun ja, dann löst sich das Problem irgendwann von selbst, sozusagen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Tiere kann man nicht ermorden.

      • Anna Klein sagt:

        Ich würde eher behaupten: „Richtig durchgeführte Ernährung (und Bewegung) führt tatsächlich zu weniger Zivilisations-Krankheiten.“ Ob vegan, vegetarisch oder karnivor ist meiner Meinung nach nicht ganz so wichtig wie es sich Veganer oftmals wünschen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich würde eher behaupten, es gibt keine Zivilisations-Krankheiten.

        Die Zivilisation lässt uns länger leben und deshalb sterben wir später, aber dennoch sicher. Nur sterben wir nie ohne Grund. Den nennen wir Zivilisationskrankheit. Aber ohne dem stürben wir nur früher.

        Glücklich jeder Mensch, der die Chance bekommt, mit 76 am Krebs zu sterben. Eigentlich hätte er vor dem ersten Jahr an Diphterie sterben sollen.

        Krebs kann man nur bekommen, wenn man nicht an einer Infektion, nicht an einem Unfall, nicht im Krieg stirbt, nicht verhungert. Mit einem Wort, wenn man ganz viel Glück hat.

    • 13 sagt:

      @ siu
      Es ist ja auch kein Artikel, sondern ein Blog. Ist eben nicht so ganz das Gleiche…

  • Stabiler sagt:

    Zu den geäusserten Sorgen (u.a. von Muttis Liebling) bezüglich der Gesundheit von Veganern:

    Die Bevölkerung Okinawas (JP) ernährte sich bis vor Kurzem kaum von tierischen Produkten. 1949 machten tierische Nahrungsmittel gerade mal 3% der täglichen Kalorienzufuhr aus. Resultat? Weltweit der höchste Anteil an >100-Jährigen. Bereits 1989 machten tierische Produkte 23% aus. Resultat? Das mit der längeren Lebenserwartung hat sich erledigt, Herzkrankheiten et al. sind hochgegangen.

    Unterdessen gelten die Adventisten als Bevölkerung, die am längsten lebt. Die rauchen/trinken alle nicht und leben zu grossen Teilen vegetarisch/vegan. Wer hat da die geringste Mortality-Rate? Die Veganer (vgl. Adventist Health Study II).

    Zusammengefasst: Derartiger Pessismus ist nicht evidenzbasiert.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Bzgl. der Okinawa-Sache bitte einen Beleg liefern. Ich würde mal vermuten, dass die Bevölkerung Okinawas – wie die des restlichen Japan – zu einem guten Teil aus Fischern besteht bzw. bestand.

      • Stabiler sagt:

        @Ulrich Gassner: Ich weiss nicht, ob hier Internet-Links angezeigt werden, aber ich versuch’s mal:

        https://www.youtube.com/watch?v=mryzkO5QWWY

        Ansonsten auf Youtube nach „The Okinawa Diet: Living to 100“ suchen. Da gibt ein Arzt einen relativ umfangreichen Überblick über die Studienlage in relativ kurzer Zeit.

    • Muttis Liebling sagt:

      Veganismus benötigt bestimmte sozio- kulturelle- geografische Voraussetzungen, schrieb ich unten. Sind diese annähernd erfüllt, in Okinawa z.B., dann kann man auch annähernd vegan leben. Gegen ein annähernd veganes, damit eher vegetarisches Leben, gibt es auch keine Einwände. Nur gegen strikt vegan.

      Aber in den meisten Gegenden der Welt kann man auch nicht annähernd vegan leben. Jenseits des Polarkreises gibt es nur tierische Produkte und dennoch haben sich da Kulturen von hunderten Millionen Menschen entwickelt.

    • Christoph Bögli sagt:

      Das Problem solcher statistischer Auswertungen ist bloss, dass diese wenig über die eigentlichen Ursachen aussagen. In den beschriebenen Fällen dürften die kausalen Zusammenhänge weniger an veganer Ernährung per se liegen als eher am Gesamtpaket des Lebenswandels. Wohlstand und moderne Lebensweise gehen traditionell halt nicht nur mit erhöhtem Konsum tierischer Produkte einher, sondern generell einer problematischen Veränderung der Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten, erhöhtem Suchtmittelkonsum, stärkerer Luftverschmutzung, etc.

      Insofern ist es zwar richtig, dass es keine wirkliche Grundlage gibt, Veganismus als gesundheitsgefährdend zu denunzieren, aber man sollte gleichzeitig auch vorsichtig sein, diesen als gesundheitsfördernd zu propagieren, wie das gerne getan wird.

      • Stabiler sagt:

        @Christoph Bögli: Da haben Sie natürlich recht, nur: Bei den Probanden der Adventist Health Study II handelt es sich ja gerade um eine relativ homogene Gruppe – nämlich amerikanische Adventisten, die allesamt schon mal nicht rauchen/trinken und von ähnlichem sozio-demographischen Ursprung sein dürften.

        U.a. anderem heisst es da: „Compared to lacto-ovo-vegetarian diets, vegan diets seem to offer additional protection for obesity, hypertension, type-2 diabetes, and cardiovascular mortality.“

        Nachzulesen hier: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4073139/

        Natürlich gibt es eine unendliche Vielzahl an Studien mit ständig differierenden Resultaten. Aber es rechtfertigt sich nach aktuellem Kenntnisstand m.E. nicht, vegan als per se ungesund/mangelernährt abzutun.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Stabiler

        Sie sollten bei den Adventisten beachten dass der „belegt-gesündere Lebenswandel“ nicht nur aus dem Trink/Ess/Rauch-Verhalten betrifft, sondern die gesamte Lebensgestaltung betrifft, was ebenfalls zu längerer Lebenszeit führen kann.
        Beziehungsverhalten, Risikoverhalten usw usw, falls Sie Adventisten kennen, sollte Ihnen das eigentlich ja bekannt sein, falls nicht, nehmen Sie diese Zusatzfaktoren bitte in zukünftige Argumentationen auf.

      • Stabiler sagt:

        @Brunhild Steiner: Ja, das ist klar. Aber was wollen Sie damit sagen?

        Ernährungswissenschaftler interessieren sich – aus naheliegenden Gründen – für Bevölkerungsgruppen, die besonders lange leben. Die nord-amerikanischen Adventisten zählen dazu. Jetzt begleiteten Forscher diese Gruppe jahrzehntelang und kategorisierte sie hinsichtlich Ernährung in Unter-Gruppen (Pescetarier, Ovo-Lacto-Vegetarier, Veganer, Omnivoren, etc.). Dabei wurde anscheinend festgestellt, dass die Veganer unter den Adventisten im Vergleichszeitraum eine geringere Sterblichkeitsrate hatten und seltener an bestimmten Krankheit erkrankten. Die Vergleichsgruppen waren aber stets nur die anderen Adventisten, nicht die Gesamtbevölkerung.

      • Brunhild Steiner sagt:

        dass Sie die Adventisten und deren Lebenserwartung nicht als Argument für „vegan ist gesund“ nehmen können.
        Weil da explizit nicht nur ihre Ernährung zum Langleben-Förderfaktor gehört sondern ziemlich viel mehr.

      • Stabiler sagt:

        @Brunhilde Steiner: Eben. Aber wenn dann INNERHALB der gleichen Gruppe (Adventisten), diejenigen im Vergleichszeitraum die geringste Sterblichkeitsrate haben und seltener an gewissen Krankheiten erkranken, die vegan leben, dann sagt das m.E. eben schon etwas über die Gesundheit veganer Ernährung aus.

    • Röschu sagt:

      Zu den Adventisten: Wenn ich auf all das verzichten müsste, wollte ich gar nicht so alt werden…

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Bitte konfrontieren Sie die Omnivoren nicht mit solch schockierenden unwiderlegbaren Fakten. Das könnte Herzinfarkte auslösen – oder vielleicht doch ein Umdenken bei einigen Wenigen auslösen ?

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Bravo. Intelligenz, Empathie und Rücksichtnahme muss sich sehr kurzfristig durchsetzen, falls diese ignorante und arrogante Spezies auf zwei Beinen auch nur einen Hauch einer Chance auf Überleben haben will. Beim Durchlesen der meisten Kommentare, welche die landläufigen bildungsfernen Ahnungslosigkeiten über Ernährung wiedergeben, wird man allerdings eher pessimistisch in bezug auf eine Rettung dieser Spezies.

    • Rüdiger sagt:

      Da bleibt nur zu hoffen, dass sie uns alle retten Herr Niederer, denn sie scheinen einiges auf dem Kasten zu haben. Wenn Hoffnung besteht, dann liegt sie bei Herr Niederer (à Winston Smith)…

    • tststs sagt:

      Wer ehrlich glaubt, diese Spezies (und so manch andere) mit veganer Ernährung retten zu können, sollte über die eigene Ahnungslosigkeit nachdenken!
      Wir würden uns und der gesamten Flora und Faune einen besseren Dienst erweisen, wenn wir beispielsweise ab sofort keine elektronischen Geräte mehr produzieren würden.

      • tststs sagt:

        Nei ehrli, wie kann man so selbstgerecht seine Botschaft (die ja durchaus gut ist) in ein Gerät tögglee, das nachweislich in der Produktion, beim Transport, während des Gebrauchs und auf der Müllhalde so viel Dreck hinterlässt, dass die Blutspurt der direkt und indirekt getöteten Tiere nur erahnt werden kann!

      • Brunhild Steiner sagt:

        … gla ub nicht nur Tiere sind da ausgebeutet und/oder gehen dabei drauf…

      • Hans Hintermeier sagt:

        @tstst: Das Eine schliesst das Andere ja nicht aus. Wenn Ihnen die Natur wirklich so wichtig wäre, dann würden Sie eben beides tun: Sie würden bei der Ernährung darauf achten und mindestens auf Fleisch verzichten und keinen Computer/ Smartphone besitzen. Informieren Sie sich doch bitte zuerst über den Einfluss der Fleischernährung auf die Natur, dann wäre Ihnen bewusst, dass Sie bereits mit wenig Aufwand sehr viel erreichen könnten im Umweltschutz. Siehe den Tagi Artikel: „Fleisch, der heimliche Umweltzerstörer“ den ich bereits verlinkt habe.

      • tststs sagt:

        @H.H.: Achtung, spitzer Tonfall: Wenn Sie sich informiert hätten, dann wüssten Sie, dass es verschiedene Arten der Fleischernährung gibt. Wobei unbestritten ist, dass der Zweig der Massentierhaltung verheerend ist.
        Und wie oben auch schon besprochen gibt es auch verschiedene Arten der veganen Ernährung, von einer sehr zu achtenden, umweltschonenden Art bis hin zu einer Natur zerstörenden, pseudotierschützerischen Art.

        Ich lasse mir einfach nicht gerne den Zeigfinger von jemandem unter die Nase reiben, der summasummarum nicht zwangsläufig moralisch besser unterwegs ist als ich…

      • Hans Hintermeier sagt:

        @tstst: Achtung spitzer Tonfall: Ein wenig komisch ist es schon, dass bei solchen Diskussionen auf einmal alle nur noch Alpenbiofleisch essen. Schön wäre es ! Die Realität in Mensen und Restaurants (und wohl auch zu Hause) ist oft jedoch eine andere. Viele Leute wollen mehrmals pro Woche Fleisch essen. Wenn wir alle nur noch Alpenbiofleisch essen würden, dann würde der Fleischpreis enorm steigen (stark eingeschränktes Angebot) und wir hätten wirklich schon eine Menge erreicht. Ich schliesse nicht aus, dass es Menschen gibt, welche sich so ernähren, es können jedoch nur wenige sein. Sie schreiben ja selber, dass Sie Fischstäbchen essen. Sie wissen ja, wie die Hochseefischerei aussieht / Kollateralschäden. Die Meere sind auch bald leergefischt.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @tstst: ich kann also sehr wohl unterscheiden zwischen den verschiedenen Arten von Fleischessern, kenne jedoch auch die dazugehörigen Implikationen (Unmöglichkeit, dass sich alle Omnivoren von Alpenbiofleisch ernähren können). Wenn Sie sich von Alpenbiofleisch ernähren, dann finde ich das sehr löblich. Leider gibt es aber viele Leute, die daraus ableiten, dass der Fleischkonsum, wie er heute stattfindet, deshalb unbedenklich ist (ich sage nicht, dass Sie das tun). Viele Leute haben eben das Gefühl, dass das Mastvieh auf Weiden grast und dies ist eine Illusion (von der Werbung gefördert), welche sie sich gerne einreden.

  • Urs sagt:

    Ich hüte mich davor, über die hehren Absichten dieser Eltern zu urteilen. Bin mir andererseits ziemlich sicher, dass dieses Kind, sobald es einmal selber entscheiden kann, was es isst, den in der Kindheit verpassten Fleischkonsum innert wenigen Jahren nachholt.

    • Christoph Bögli sagt:

      Würde ich jetzt nicht unbedingt erwarten. Es gibt zwar sicherlich die typischen Verhaltensweisen bei Kindern/Jugendlichen, die zur Rebellion gegen elterliche Lebenseinstellungen und damit Rebound- bzw. Überkompensationseffekten führen, langfristig ähnelt die Lebensweise der meisten Kinder aber mehr jener der Eltern, als manche wohl wahrhaben wollen. Es ist darum durchaus nicht ausgeschlossen, dass die Kleine mal zur leidenschaftlichen Karnivorin wird, aber zwingend ist das keineswegs.

  • Philipp Lörr sagt:

    Ich habe den Artikel nicht gelesen und werde ich auch nicht. Aber der Titel bringt jegliche Clichées über veganer hervor. „Unser Kind wächst vegan auf“. Schön für euch. Schön für euer Kind. Interessiert uns nicht. Zig Eltern, die ihre Kinder nicht vegan ernähren machen auch keinen Aufstand mit „Unser Kind wächst karnivor auf“ und „war erst einmal krank“.
    Macht’s wie ihr wollt, solange ihr die Konsequenzen tragt, aber ihr müsst nicht meinen eure Aufgabe sei es andere zu konvertieren oder den Veganismus zu propagieren. Menschen essen seit Ewigkeiten Fleisch und das ist Fakt. Lasst die Karnivoren und sie lassen euch.

    • Muttis Liebling sagt:

      Ohne Fleisch hätte es keine Humanevolution gegeben und damit auch nicht die Frage, ob vegane Ernährung nur dumm, oder auch amoralisch ist.

      Wir hätten schlicht noch das Gehirn in den Massen eines Schimpansen und nördlich der Alpen gäbe es nur Rentiere, aber keine Menschen.

      • Marcel Mertz sagt:

        @ML: Sie begehen m.E. hier sowohl einen „genetischen Fehlschluss“ (genetic fallacy), indem Sie von der Genese/Entstehung einer Sache auf ihre Geltung schließen, als auch einen „naturalistischen Fehlschluss“ bzw. Sein-Sollen-Fehlschluss, insofern Sie (unmittelbar) von einem Faktum auf einen Wert schließen.
        Selbst wenn Fleischkonsum für die Evolution des Homo sapiens eine Rolle gespielt hat (worüber ich jetzt nichts sagen kann), folgt daher daraus weder, dass deshalb heute, unter ganz anderen Bedingungen, Fleischkonsum vergleichbare Funktionen erfüllt und biologisch erforderlich ist (= gen. Fehlschluss), noch folgt b) aus diesem bloßen Faktum (unserer Vergangenheit), dass wir deshalb heute Fleisch essen sollen oder (stärker) Fleisch essen moralisch ist (= Sein-Sollen-Fehlschluss).

      • Muttis Liebling sagt:

        @Marcel Mertz

        Die aktuelle Notwendigkeit des Fleischkonsums folgt aus der aktuellen biologischen Verfasstheit des Menschen. Die Darmlänge, die Darmbakterien, der gesamte Enzymapparat lassen nur eine sehr beschränkte Verdauung von Pflanzenkost zu.

        In den 6000 Jahren seit der Sesshaftigkeit hat sich eine evolutive Anpassung an das Nahrungsangebot der Umgebung entwickelt. Deshalb ist mediterrane Kost anders, als die der Finnen. Aber nicht zu erwarten, dass die Finnen mit mediterraner Ernährung die gleichen vitalen Erfolge wie die Mittelmeeranrainer hätten.

        Wir sind so optimiert, dass wir uns zu Fuss alle Nahrung zusammensuchen könnten, wäre die natürliche Umgebung noch die von 1870 und davor. Rein pflanzlich wäre da keine Option.

  • Ulrich Gassner sagt:

    Ob die Eltern der kleinen Milli auch erzählen, wieviele Millionen schnusiger Tiere wie Mäuse, Hamster, Rehe etc. bei der pflanzlichen Nahrungsproduktion grausam getötet werden, von den Trilliarden weniger schnusiger Insekten ganz zu schweigen?

    • Stabiler sagt:

      @Ulrich Gassner: Da ist es wieder, das klassische „Aber was ist mit“-Argument (whataboutism), um die eigene Lebensweise ja nicht überdenken zu müssen, sondern es nur darum geht, eine (vermeintliche) Inkonsistenz bei der Gegenseite zu finden.

      Ja, wenn ein Mensch leben will, beraubt er kraft seiner Existenz die Lebensgrundlagen anderer Lebewesen. Wo Soja/Weizen/Mais angebaut wird, sterben bestimmt auch Nager, hie und da Rehkitze. Der Veganer isst nun das Getreide aber direkt, ohne dass das Getreide zuerst (nährwerttechnisch höchst ineffizient) den Umweg über zumeist miserabel gehaltene „Nutz“-Tiere machen muss, die dann getötet werden, damit sie der Herr Gassner verspeisen kann.

      • Ulrich Gassner sagt:

        Stabiler, an Ihrem Essen klebt Blut. Werden Sie damit fertig.

      • Widerspenstige sagt:

        In Ihrem Essen klebt nicht nur Blut, sondern auch voll gespickt mit Pestiziden, Weichmachern, Farbmitteln, Mikroplastikteilen, Antibiotika und was der feinen Zugaben so üblich sind.

        Guten Appetit, Ulrich Gassner!

      • Ulrich Gassner sagt:

        Aha….. haben Sie Ihre Fleischersatzpampe auch schon so genau analysiert wie mein Essen?

      • Widerspenstige sagt:

        Fehlanzeige bei mir, denn ich bin nur Teilzeit-Vegetarierin und wenn immer möglich Bioprodukte essend. Ich bin die Biohoniggeniesserin in persona, Herr Gassner, im Fall und meine Ahnen stammen aus einer Biobauer-/ Kräuterheilmittel-/ Imkerdynastie par excellence 😀

    • Hans Hintermeier sagt:

      Leid lässt sich nie ganz verhindern und der Tod gehört zum Leben dazu. Für mich schliesst dies jedoch nicht aus, dass man das Leid, dort wo es möglich ist, zu verhindern/ mindern versucht und es nicht noch unnötig mehrt. Gerade weil wir alle versuchen Leid, das uns betrifft, zu verhindern, kann es legitim sein, auch zu versuchen so wenig Leid wie nötig anderen zuzufügen.

    • Christoph Bögli sagt:

      Allerdings sterben diese genau so, wenn man die pflanzliche Nahrung statt an Menschen an Nutztiere verfüttert. Und sogar zahlreicher, weil man dann mehr pflanzliche Nahrung produzieren muss..

    • Hanspeter Niederer sagt:

      In der Schweiz werden jährlich 3000 Rehkitze massakriert durch rücksichtslose Bauern beim mähen der Wiesen. Wer isst denn dieses Gras resp. Heu, Herr Gasser? Als kleiner gedanklicher Anreiz: es geht um die Minimierung von Leiden und da ist vegane Ernährung dummerweise für Sie haushoch überlegen – für Tiere und für Menschen notabene.

      • Martin Frey sagt:

        @Niederer
        Dann tun wir doch mal etwas gutes, indem wir dafür sorgen, dass der Rehrücken auf meinem Teller landet anstatt von der Mähmaschine zerhäckselt zu werden. Wenn das mal keine natürliche, nachgerade ökologische Ernährung ist, schmackhaft und gesund.
        Der Jungwuchs in den Wäldern wird es uns verdanken. 🙂

      • Muttis Liebling sagt:

        Können Tiere leiden?

        Es gibt inzwischen eine ganze Menge Arbeiten dazu. Grob zusammengefasst kann man sagen, Tiere haben ein Pendant von Schmerz. Sie habe aber kein Pendant zum Leiden.

        Selbst Ameisen spüren Schmerz, leiden aber nicht darunter. Schmerzen sind ein wichtiger Signalfaktor.

        Leiden können vielleicht höhere Wirbeltiere, aber nur bei starken Verletzungen. Deshalb verhindert man die beim Schlachten.

        Eine Eisbärin zeigt keine Form von Leid, wenn ihr Junges vor ihren Augen getötet wird. Bei den vor- neolithischen Menschen war das wahrscheinlich auch so. Sie litten nicht bei Tod ihrer Nächsten. Dazu bedurfte es erst unserer Kultur. Leiden ist also ein primär kultureller, kein biologischer Vorgang.

      • tststs sagt:

        Naja, ML, ich bin nicht ganz einig mit Ihnen, ob Tiere gewisse „Dinge“ nicht „fühlen“; was ich jedoch Tieren abspreche, ist die Fähigkeit, darüber zu reflektieren. Ein Tier unter schlimmsten Haltungsbedinungen wird sich „unwohl“ fühlen, aber eben als körperlicher Reflex und nicht aus der Reflexion heraus: Es könnte mir besser gehen.

        Und hier liegt ein anderer Hund begraben: Auch Pflanzen fühlen…

      • Hans Hintermeier sagt:

        Ist nicht der Abstand “Nutztier” zu Pflanze ungleich grösser als der Abstand “Nutztier” zu Mensch? Ein Tier hat ein Nervensystem und ist deshalb zu einem höheren Grade leidensfähig, als z.B. eine Pflanze (es ist, wie wenn Sie unter Narkose stehen, da spüren Sie den Schmerz der Operation auch nicht, weil Ihre Nerven betäubt sind, sie leben aber trotzdem noch). Eine Pflanze kann wohl so etwas wie einen unbewussten vegetativen Stress empfinden, jedoch ohne Gefühlsbeteiligung oder bewusster Wahrnehmung. Auch aus Sicht der Evolution ist uns das Tier viel näher als die Pflanze

      • Muttis Liebling sagt:

        Es gibt Bewusstsein und Selbst- Bewusstsein. Letzteres haben nur Menschen. Nur wir sind uns bewusst, dass es ein Selbst gibt.

        Pflanzen fühlen nichts und Tiere auch nichts. Tiere können Schmerzen haben, erleben die aber nicht als schmerzhaft, nur als Reiz. Es fehlt die emotionale Bewertungsinstanz, welche nur Menschen haben.

        Wenn man einer Ameise in den Arsch beisst, spürt die das und weiss, dass sie weglaufen muss. Aber nur das. Sie leidet nicht. Es wäre evolutionär auch unklug, wenn ein gerissenes Tier beim Todeskampf, oder gar wenn es überlebt, leiden würde. Leiden können nur Menschen. Nur Menschen sind sich ihrer selbst bewusst, Tiere können im besten Fall nur bewusst sein.

      • Adina sagt:

        @ML:
        „Es wäre evolutionär auch unklug, wenn ein gerissenes Tier beim Todeskampf, oder gar wenn es überlebt, leiden würde.“
        Warum?
        „Leiden ist also ein primär kultureller, kein biologischer Vorgang.“
        Wieso? Erklären Sie mal.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Adina

        Für das Raubtier würde es bedeuten, ständig Cortison- überflutete Biomasse fressen zu müssen. Das brächte die eigenen Regelkreise ziemlich durcheinander. Deshalb ist es nicht so und das kann man auch messen.

        Tiere haben das neurophysiologische Pendant zu Schmerzen, der bildet sich aber nicht in der Kortex ab. Graduell versteht sich. Den Schmerz in einen lebenseinenden Kontext einzubinden, können nur Menschen. Leiden findet nicht im Bewusstsein, sondern im Selbst- Bewusstsein statt. Also auf einer Meta- Ebene.

        Über solche Sachen wird derzeit viel geschrieben, wenn auch eher von Philosophen. Aber bei denen findet man auch die naturwissenschaftlichen Quellen.

        Markus Gabriel: Ich ist nicht Gehirn
        Michal Pauen: Die Natur des Geistes.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Dass es aus Sicht der modernen Neurobiologie/ -psychologie nur sehr wenige Unterschiede zwischen höheren Säugetieren und Mensch gibt (praktisch nur Sprache), legt z.B. Prof. Dr. Gerhard Roth vom Institut für Hirnforschung der Universität Bremen (Fachbereich Biologie und Neurobiologie) bestechend in seinem Vortrag “Wie einzigartig ist der Mensch?” dar. Neben Primaten, Elefanten, Delfinen und einigen Vögeln erkennen sich auch Schweine im Spiegel selbst. Kinder unter 2 Jahren übrigens nicht.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Gemäss Prof. Roth ist der Mensch das einzige Lebewesen, welches das Hirnareal für Handlungssequenzen in den Dienst des Denkens stellen konnte und somit auch in den Dienst für die Sprache (Broca-Areal, Syntax, Grammatik). Deshalb bringt der Mensch mehr als 2-3 Wortsätze zu Stande, ergo er auch sprachlich Denken kann. (Viele Säugetiere haben ein Wernicke-Areal, das die einfache kindliche Sprache auch beim Menschen steuert, bis mit ca. 2,5 Jahren das Broca-Areal heranreift). Dies wirkt als enormer Intelligenzverstärker. Dieser evolutionäre Schritt ist max. 80 bis 100 Tausend Jahre alt. Wissen konnte so dann auch konserviert und so noch effizienter weitergegeben werden (nochmaliger enormer Intelligenzverstärker).

      • Adina sagt:

        Danke, ML, für Ihre Erklärungen und die Lesetipps. Danke Ihnen auch, HH, Ihre Hinweise sind sehr interessant.
        Ich werde beim gelegentlichen Fleischkonsum bleiben, mit dem Unterschied dass ich noch mehr auf tiergerechte, tierfreundliche Haltung achten werde. Sogar kosher oder halal Fleisch würde ich uU nicht mehr ablehnen: die Menschen haben sich offenbar seit je und je Gedanken darüber gemacht, wie tötet man ein Tier so dass es so wenig wie möglich leidet, wenn es eben sein muss (ritual slaughter). Bringt den Konsumenten ja auch mehr (weniger Stresshormone im Fleisch, eben).
        Der homo economicus in uns wird wohl mit dem homo religiosus in uns noch besser zusammenarbeiten müssen wie bisher, dank der Veganen-Bewegung. Oder so. Wäre gut.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Liebe Adina, wie kommen Sie darauf, dass das Tier bei Kosher und Halal möglichst wenig leidet? Das Tier darf ja eben gerade nicht zuerst betäubt werden. Beim Kosher und Halal geht es darum, dass es kein Blut (das ist gar nicht möglich!) im Fleisch hat und nicht um möglichst wenig Tierleid. Übrigens gibt es deshalb besonders viele jü dische Vegetarier und Veganer.

      • Adina sagt:

        Herr Hintermeier, das ist der Eindruck den ich bekomme wenn ich darüber lese. Ich kenne das ja nur aus dem was darüber geschrieben wird (Wiki zur ritual slaughter zB), oder mir von Muslime darüber erzählt wurde. Man scheint schon sehr bedacht zu sein dass das Tier, zum Wohle aller, möglichst wenig leidet.
        Das mit dem Blut bzw. Salz anwenden hat womöglich auch mit der Konservierung vom Fleisch zu tun (damit es länger hält). Ich nehme an dass das Verbot der Berührung zwischen Fleisch und Milch es auch aus Konservierungsgründen gibt (damit das teuer gewonnene Fleisch nicht verdirbt). Das Dilemma des Menschen einem Tier beim sterben zuzuschauen hat bestimmt die Menschen schon immer beschäftigt. Aber so gut kenne ich mich da nicht aus, zugegeben.

      • Adina sagt:

        @HH: Noch zu meiner Aussage „Das Dilemma des Menschen einem Tier beim sterben zuzuschauen hat bestimmt die Menschen schon immer beschäftigt“ :
        Wie die Religiosität des homo sapiens entstanden ist wird offenbar noch untersucht und darüber geforscht, aber Tiere benutzen und auch töten zu müssen und auch die eigenen Verstorbenen begraben und verabschieden zu müssen scheinen dabei eine Rolle gespielt zu haben, wenn ich mich nicht täusche.
        Und ja: Religiosität, ob in den vorhandenen Formen oder zB durch Veganismus, hat durchaus ihre Berechtigung und ist mMn ein menschliches Bedürfnis. Nur der Umgang damit soll klug sein, finde ich (aber das ist ein anderes, schwieriges wie auch heikles Thema).

      • Adina sagt:

        Lieber Herr Hintermeier, ich weiss nicht:
        „Übrigens gibt es deshalb besonders viele jüdische Vegetarier und Veganer.“
        Ist das eigentlich nicht erfreulich, dass jüdische Menschen sich trauen sich selbst und ihre Religiosität neu zu definieren und dabei nicht einmal davor scheuen in der Nähe des „Teufels“ AH zu rücken, der Vegetarier war und laut Wiki „at social events he sometimes gave graphic accounts of the slaughter of animals in an effort to make his dinner guests shun meat“?
        Zeugt das nicht von einer bestimmten Auflösung von der Vergangenheit (von Aengsten loslassen und der Zukunft selbstbewusster in den Augen schauen) die diesen Menschen eigentlich nur gut tun kann? Ich weiss nicht, nur so, meine Gedanken dazu…

  • Beat Gasser sagt:

    Vegane Ernährung für Kinder ist Kindsmisshandlung. Diesen Eltern sollten die
    Kinder weggenommen werden.

    • Martin Frey sagt:

      Ja, genau, wie auch den Rauchern, und überhaupt all den irgendjemandem nicht genehmen Eltern.
      Da hat aber die KESB alle Hände voll zu tun, wenn die Hälfte der Kinder in unserem Land fremdplatziert werden muss…..

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Eltern, welche Kindern Fastfood füttern, sollten in einen Ernährungskurs gehen müssen. Sie legen damit den Grundstein für schlimme Krankheiten ihrer Kinder.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich gehe zwar nicht davon aus, das Fastfood nennenswerte vitale Konsequenzen hat. Aber wie Massentierhaltung ist Fastfood ein sozioökonomisches, keine ernährungsbiologisches Problem. Das lässt sich nur politisch lösen, nicht durch Ernährungskurse.

        Stellen Sie sich vor, in der Bauernrepublik Schweiz zu versuchen, eine Lobby für regionale, entindustrialisierte Nahrung ohne Bauernhöfe, Massentierhaltung und Nahrungsimporte zu installieren. Da brächte Ihnen die geharnischte Gegnerschaft aller Parteien ein.

        Veganismus und Vegetarismus wird politisch doch nur geduldet, weil es Randphänomene ohne Lobby- Struktur sind. Ab einer bestimmten Grössenordnung fliegt Ihnen aber so einiges um die Ohren, nicht aus ernährungsbiologischen Gründen.

    • Widerspenstige sagt:

      Kleiner Scherzkeks, Beat Gasser? Diese Eltern wagen den Schritt in die Zukunft, weil die Ressourcen knapp werden – auch die herkömmliche Massentierhaltung. Und ganz so abwegig ist das Essen von Broccoli statt einer Wurst nicht, denn die Krankenkassen führen ein Malussystem ein. Also, machen Sie sich besser fit, sonst kommt der Mahnfinger von Ihrer Krankenkasse in naher Zukunft, wie Sie zu leben haben …

      • tststs sagt:

        Hr. Gassers Kommentar ist natürlich Humbug, aber die Ressourcenknappheit (resp. Nährstoffemangel), werte Widerspenstige, werden wir sicher nicht mit rein pflanzlicher Ernährung lösen.
        Die Lösung liegt viel eher in der tierischen Ernährung, Stichwort Insekten.

      • Widerspenstige sagt:

        Einverstanden, tststs. Also Heuschrecken schmecken gut, sind knusprig nussig. Bei Maden habe ich noch Mühe, da ziehe ich doch Crevetten (noch) vor 😉

    • Unbequeme Wahrheit sagt:

      Und wer fragt die Kinder, die in indoktrinierender, dogmatisch-missionarischer Weise von ihren unverantwortlichen „Eltern“ mit für Menschen völlig ungeeigneter Nahrung (omnivor/tierlichen Ursprungs) ernährt werden? Bei denen es regelrecht „vorprogrammiert“ ist, im Verlauf ihres Lebens (meist bereits in früher Kindheit beginnend – 100% sämtlicher schwer und schwerstkranken Kindern a. d. Stationen d. Kliniken/Krebskliniken werden/wurden omnivor ernährt) an unzähligen s. g. Zivilisationskrankheiten zu erkranken! >70% sämtlicher s. g. Zivilisationskrankheiten haben ihre primäre Ursache in der omnivoren Ernährung! Finanzielle Schäden: 1,1Bill.€ (weltweit) / 200Mrd.€ (Deutschland) Entspricht prinzipiell dem Tatbestand der Körperverletzung, je nach Erkrankung des Kindes schwerer Körperverletzung!

  • Adina sagt:

    „Ihre Eltern erzählen, dass sie seit ihrer Geburt erst einmal krank war. Markant weniger als andere Kinder. “
    Geht Milli auch in der Kita? Gibt es überhaupt vegane KiTas? Falls nicht, das könnte noch eine Erklärung sein warum dass sie markant weniger krank als andere Babys war, bisher.
    Und ich dachte dass Stillen nicht vegan sei. Ist Stillen doch vegan? (Eine stillende Mutter kann sich selbst durchaus als Nutztier vorkommen, deshalb diese meine etwas blöde Frage…)

    • Stabiler sagt:

      @Adina: Veganer finden ja nicht den Nährstoff Milch schlecht, sondern die Ausbeutung der Tiere, die damit verbunden ist. Muttermilch stammt aus dem eigenen Körper, was demnach völlig ok ist.

      Zudem: Kuhmilch ist Säuglingsnahrung für Kälber. Sie dient einem frisch geborenen Kalb dazu, möglichst schnell selbständig überlebensfähig zu werden. Der Eiweiss-Anteil von Kuhmilch ist deshalb mehr als doppelt so hoch, wie derjenige menschlicher Milch, da sich unsere Kinder mit dem Wachsen mehr Zeit lassen können. Kälber vervielfachen hingegen ihr Geburtsgewicht innert weniger Monate um ein x-Faches.

      Ich denke, man kann sich zu recht die Frage stellen, ob ein solcher Nährstoff-Cocktail wie Kuhmilch auch für ausgewachsene Menschen sinnvoll/gesund sein kann.

      • Christoph Bögli sagt:

        @Stabiler: Das müssten Sie konsequenterweise dann aber bei jedem Nahrungsmittel fragen. Kann z.B. der Nährstoffcocktail eines Pflanzenembryos, dessen Zusammensetzung primär daraus besteht, unter geeigneten Bedingungen umgehend zu keimen und in einigen Wochen zu einer Süssgrass-Pflanze heranzuwachsen, für einen ausgewachsenen Menschen „sinvoll/gesund“ sein?

        So formuliert suggeriert die Frage bei eigentlich jedem Nahrungsmittel, dass dieses befremdlich und ungeeignet ist. Wobei immerhin das Kalb evolutionsbiologisch dem Menschen wesentlich näher ist, als der Süssgrass-Embryo. Auch wenn, nach Ihrer Logik, wir wohl am ehesten Menschen essen müssten, da deren „Nährstoffcocktail“ am besten zu uns passt..

      • Muttis Liebling sagt:

        @Christoph Bögli

        Das kann man ja noch weiter treiben. Der Natur- Apfel hatte nur soviel Nährstoffe, wie der Baumkeimling unbedingt brauchte. Der schmeckt nach nichts.

        Wir verzehren aber weder Naturobst, noch Naturgemüse, sondern Mutanten, mit denen man eine ganze Apfelbaumplantage herrichten kann. Der Apfel, die Kartoffel, das sind alles Kunstprodukte für unsere Ernährung, nicht für ihre Arterhaltung.

  • christoph steiger sagt:

    Eines meiner kinder hat eine stoffwechselstörung und muss weitgehend vegan ernährt werden. Die blutwerte werden vom kispi regelmässig ausgewertet. Ohne spezielle nahrungsergänzung würde eine mangelernährung auftreten. Bei kindern die gestillt werden ist das natürlich anders, sie erhalten ein teil ihrer nahrung in form von milch des mutter-säugetiers. Da ist alles drin, was ihnen später fehlt. Grundsätzlich kann man sagen: Einseitige ernährung ist nie gesund.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Fairerhalber muss man jedoch sagen, dass heute in der Tierhaltung sehr oft Kobalt/B12 dem Tierfutter beigemischt wird, weil die Tier selber sonst an Vit. B12 Mangel leiden würden. Wer das B12 also aus solcher tierischer Nahrung bezieht, hat es eigentlich auch supplementiert.
      Auf den heutigen landwirtschaftlichen Böden werden sehr viele Pestizide, Fungizide, Herbizide, etc. eingesetzt. Dazu kommen die riesigen Monokulturen: der Mineraliengehalt/Kobalt in bewirtschafteten Böden nimmt immer mehr ab. Dünger und Gülle laugen den Boden aus und zerstören dadurch die mikrobakterielle Flora der Erde. Dadurch wird den Mikroorganismen, welche für die Herstellung von B12 zuständig sind, ebenfalls den Nährboden entzogen.

  • Röschu sagt:

    Tönt ja eigentlich alles recht solid und gut durchdacht.
    Trotzdem einige kleine Anmerkungen:
    1) KEINE Milchprodukte, aber Stillen ist ok?
    2) Sich mitten in der Stadt einen Hund zu halten, empfinde ich nicht als tierliebend.
    3) Damit Milli wirklich entscheiden kann ob sie Broccoli oder Schokolade lieber mag, müsste sie zunächst die Möglichkeit gehabt haben BEIDES zu probieren.
    4) Nur weil man sich nicht vegan ernährt, heisst das noch lange nicht, dass man sich ständig mit Fast Food vollstopft.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Nach der verqueren Logik der Veganer ist Muttermilch vegan. Kein Witz.

      • Franka Ebi sagt:

        habe eine vegane Mutter mal sagen hören, dass sie ja freiwillig stille, deshalb sei das mit dem Veganismus vereinbar.

      • Colisa sagt:

        Ich glaube vegan bedeutet: nichts vom Tier.
        Die stillende Mutter ist glaubs ein Mensch und deren Milch demzufolge vegan

      • Ulrich Gassner sagt:

        @Franka Ebi: Fragt diese vegane Mutter Pflanzen auch, ob die was freiwillig hergeben?

        @Colisa: Was meinen Sie, ist ein Mensch biologisch gesehen Tier oder Pflanze?

      • Röschu sagt:

        @colisa
        Also letztlich eine Frage ob darwinistische oder kreationistische Weltanschauung?

      • Ka sagt:

        ist der Mensch nicht auch ein Säugetier? Und halt auch ein Raubtier?

      • 13 sagt:

        Das ist auch so, wie Franka sagt. Bei der veganen Ernährung geht es darum, das Ausbeuten der Tiere zu Nahrungszwecken zu vermeiden. Diese Ausbeutung findet bei Muttermilch normalerweise nicht statt, darum ist sie selbstverständlich vegan resp. mit Veganismus vereinbar.

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Alles klar, ein Hund in der Stadt geht gar nicht, aber Tiere zum eigenen Spass ermorden lassen ist voll ok. Es sieht schwer danach aus, dass Fleischkonsum zu Hirnfunktionsstörungen führt.

      • Röschu sagt:

        @Hanspeter Niederer
        Wo soll ich denn folgendes geschrieben haben: „…ein Hund in der Stadt geht gar nicht, aber Tiere zum eigenen Spass ermorden lassen ist voll ok…“ ?
        .
        Aber Hauptsache völlig überreagieren und das Gegenüber vorsorglich schon mal beleidigen…

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Röschu: Sie essen kein Fleisch? Fleischesser lassen nun mal Tiere ermorden für ihren kulinarischen Spass oder sie ermorden sie selbst. Eine andere Möglichkeit besteht nicht – ausser sie essen ausschliesslich Tiere, die eines natürlichen Todes gestorben sind oder von einem Motorfahrzeug getötet oder in den Alpen abgestürzt sind.

      • Röschu sagt:

        @Hanspeter Niederer
        Teil 1/2
        Lassen sie mich einen Erklärungsversuch machen:
        Das Thema ‚Fleisch essen oder nicht‘ ist immer auch eine persönliche Interessenabwägung. Mein persönliches Bedürfnis nach Fleisch schätze ich dabei hoch genug ein, um mir ab und zu ein feines Stück vom Grill zu gönnen. Dies mag egoistisch sein, aber damit kann/muss ich wohl leben…
        Für Sie, Herr Niederer, hat vermutlich das Wohl der Tiere absolut höchste Priorität. Das nehme ich so zur Kenntnis und akzeptiere es. Nie käme es mir in den Sinn Sie zum Fleischessen aufzufordern oder gar versuchen Sie dazu zu zwingen.

      • Röschu sagt:

        Teil 2/2
        Im Gegenzug erwarte ich allerdings auch, dass man meine Position akzeptiert. Und genau hier liegt das Problem!
        Ich kenne Sie nicht persönlich, aber aufgrund Ihrer Kommentare hier stelle ich fest, dass Sie in diesem Thema geradezu missionarisch unterwegs. Sie gehen davon aus, dass ihre und nur ihre Meinung richtig ist. Wenn jemand eine andere Ansicht vertritt wird er sogleich auf aggressivste Art attackiert und gerne auch beleidigt. Dass sie Ihrer Sache mehr Schaden und Nutzen und das Klischee des veganen Fanatikers vollends erfüllen, fällt Ihnen wahrscheinlich nicht mal auf.
        Das ist schade, denn mit Fanatikern lässt sich halt nicht diskutieren…
        .
        Und zu guter Letzt: Der Ton macht die Musik!

    • Stadtmutti sagt:

      Genau das habe ich mich auch gefragt, mit dem Stillen. Und was ist, wenn eine Mutter nicht stillen kann, dann darf man dem Kind aber schon Ersatzmilch und/oder Kuhmilch geben?

      • 13 sagt:

        @ Stadtmutti
        Ich würde mal sagen, dass die allermeisten Mütter (und Väter) eher dem Kind Tierprodukte geben würden, als es sterben zu lassen und das wäre ja die Konsequenz, wenn es nichts bekommt. Vegan sind diese Ersatzmilchen (Milchpulver besteht ja auch aus Kuhmilch) aber natürlich nicht. Nicht stillen können die allerwenigsten, bei vielen ist es leider falsche Beratung, die dazu führt. Sollte es aber der Fall sein, gäbe es auch noch die Möglichkeit einer Muttermilchspende.

  • marsel sagt:

    Schon für Erwachsene ist es ein Spiessrutenlauf, sich vegan durch fremde Küchen zu bewegen. Wie soll erst ein Kind das schaffen? Früher oder später kommt der Tag, wo es mal anderswo isst als zu Hause, und es kommt eine Zeit, wo es sehr oft anderswo isst. Was dann? Ohne grosszügige Ausnahmen wird das extrem problematisch.

    • Stabiler sagt:

      @marsel: Es steht ja im Bericht, dass die Eltern ihrem Kind die freie Entscheidung lassen. So wie Ihnen Ihre Eltern wohl ab Erlangen Ihrer Urteilsfähigkeit zugestanden hätten, sich fleischlos zu ernähren, stehen auch die porträtierten Eltern dem Entscheid ihres Kindes, Fleisch essen zu wollen, offen gegenüber. Es sind einzig die Vorzeichen umgekehrt, was ich angesichts der Haltungsbedingungen in der Tiermast nicht gerade verwerflich finden kann.

      Im Prinzip könnte man die vielerorts völlig etablierte vegetarische Option einfach in eine vegane umwandeln, damit wäre wohl am einfachsten allen geholfen.

      • 13 sagt:

        @ Stabiler
        Nein, wäre es nicht. Warum soll ein Vegetarier gezwungen werden, vegan zu essen, weil es entweder nur mit Fleisch oder ohne alles gibt? Vegane Küche unterscheidet sich sehr von der Vegetarischen und schmeckt auch, wenn man sich das nicht gewöhnt ist, ganz anders. Zusatzoptionen gerne, aber nicht auf Kosten der heute etablierten.

  • Gerhard Engler sagt:

    Und der Hund wird auch vegan gefüttert? Falls nein, so geht für mich die Lebensphilosophie dieser Familie nicht auf. Natürlich dürfen sie so leben, aber ich sehe das genauso wenig als Vorbild, wie wenn eine Familie z.B. konsequent auf blaue Kleider verzichtet.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Es gibt tatsächlich Idi.oten, die ihre Hunde vegan füttern. Schlichte Tierquälerei.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Vegan ernährte Hunde leben wesentlich länger, sind gesünder und stinken nicht. Soviel zu den Idioten.

      • Ulrich Gassner sagt:

        Diese Behauptung können Sie sicher belegen, gell?

      • Emil Eugster sagt:

        Ah, Herr Niederer, bei ihnen merkt man, dass für sie „vegan“ ein Allheilmittel ist und damit zeigen sie religiöse Merkmale und sind deshalb nicht mehr fähig rational zu argumentieren (auch, wenn es sich für sie rational anfühlt).

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Gandhi hat vermutlich auch die Mücken in seinem Schlafgemach totgeschlagen. Sein Pazifismus ist also pure Heuchelei ……..

      • Muttis Liebling sagt:

        Das führt zur nächsten Frage. Darf ein Veganer Mückenspray benutzen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        wenn er nach veganischen Richtlinien hergestellt ist? Ansonsten sehe ich ein grosses Plus für die Mücken…

      • tststs sagt:

        Uuuuund, muss er sich im Schlaf den Mund zubinden, damit er ja keine Mücke verschluckt?

        (Gälled Sie, werte Leserschaft, ich habe Achtung vor einem veganen Ernährungsweise, aber im Moment muss ich gerade ein wenig… trollen 😉 )

      • Muttis Liebling sagt:

        Ratten und Mäuse. Als Hilfsassistent in der Physiologie habe ich massenhaft Frösche mit einem Scherenschlag dakapitiert. Danach enthäutet, was bei Fröschen sehr leicht geht um danach die Nerven freizulegen. Was wiederum notwendig ist, um Reflexe zu untersuchen.

        Gebraten haben wir die Frösche danach nicht, obwohl das ernährungsphysiologisch unbedenklich wäre. Im Gegensatz zu Ratten und Mäusen.

        Man kann das beliebig iterieren. Die Veganer meinen nicht Tiere an sich, sie meinen nur eine ganz kleine Gruppe von Tieren, denen sie menschenähnliches andichten. Z.B. das die leiden könnten.

  • Pauline Overath sagt:

    Wenn Veganismus für Kleinkinder so gesund ist, wieso muss das Kind dann ständig zur Kontrolle bei einem Arzt? Die Antwort liefere ich gleich mit: Weil das Kind zu wenig Vitamine B12 hat, und dafür ein Supplement erhält . Sollte sie einen Mangel haben, der nicht behandelt wird, hat sie mit irreparablen Schaden am Nervensystem zu rechnen.
    .

    • Tobias Meier sagt:

      @Pauline Overath: Jedes Kleinkind geht regelmässig zur Kontrolle der Entwicklung zum Kinderarzt, das ist völlig normal. Und ja, Vitamin B12 ist ohne Supplementierung bei veganer Ernährung ein Problem. Aber auch Alles-Esser haben häufig einen entsprechenden Mangel, das liegt am „Intrinsic Factor“ – nicht jeder Mensch nimmt Vitamin B12 gleich gut auf.

      Vitamin B12 wird übrigens von Bakterien produziert, welche sich im Boden und auf Pflanzen befinden. Da Masttiere kaum noch auf der Weide stehen und sich entsprechend auch nicht von frischen Pflanzen ernähren, wird auch ihr Mastfutter mit Vitamin B12 ergänzt (Quelle: Homepage der deutschen Tiernahrung). Sie können Ihr Vitamin B12 also entweder direkt supplementieren oder den Umweg über ein totes Tier nehmen.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Wie wohltuend, einen Kommentar eines informierten Zeitgenossen zu lesen, der nicht einfach stur Mainstream-Irrglauben nachbetet.

      • Rüdiger sagt:

        Wie wohltuend ist Herr Niederer wohltuend angetan. Und noch dazu ist er gut gelaunt, hat er doch das Roger-Köppelsche-für-Bünzlis-lancierte Wort „Mainstream“ noch dazu benutzt…

  • Ravioli-dad sagt:

    So eine elterliche Ernährungsdiktatur ist nur möglich bei absoluter Abschottung von Kita/Grosseltern hüten/Kindergeburtstage, später Hort etc. Das Thema Essen wird massiv aufgeblasen, resp. erhält erzieherisch einen völlig überdimensionierten Stellenwert. Damit sind spätere Störungen im Essverhalten programmiert. Das Kind ist jetzt 2, das geht noch. Im Kiga-Alter, wenn die elterliche Einflussnahme zurück gebaut wird, ist vegane Ernährung nur noch mit Sektierertum umsetztbar. Das kleine Kind wird zum Produkt von egomanischen Freakeltern, welche ihren Nachwuchs vor all den ach so bösen Einflüssen der Welt abschotten will. Masshalten, liebe Leute!

    • Barbara Beeler sagt:

      So ein Quatsch! Die Eltern sagen ja, sie dürfe selber entscheiden, was sie essen darf. Der Familientisch ist vegan, der Geburtstagskuchen beim Gspänli wohl nicht. Und wenn sie dann mal alt genug ist und zu einem Kindergeburtstag eingeladen wird, kann sie dann selber entscheiden, was sie essen will. Bitte genau lesen!

    • Hanspeter Niederer sagt:

      Genau, das Foto zeigt nichts anderes als „egomanische“ Freakeltern. Im übrigen garantiere ich Ihnen hiermit, dass diese zwei Kindern keine Essstörungen entwickeln werden, weil sie genau wissen werden, was ein Körper braucht, um gesund zu bleiben – und weil sie mit geistig ausgeglichenen Eltern aufwachsen.

      • Ravioli-dad sagt:

        Heisst vegan automatisch ausgeglichen? Die Kinder wissen was der Körper braucht, nur weil
        sie vegan aufwachsen? Später können die selber entwcheiden, ok. Aber sie hören wohl ihre ganze Kindheit, wie schlecht Fleisch/Milchprodukte sind.

  • Daniel Zurbriggen sagt:

    Es ist unbestritten das man ohne Fleisch gesund leben kann das beweisen verschieden Ethnien auf verschiedenen Kontinenten. Hülsenfrüchte , Nüsse Beeren, Gemüse usw reichen vollkommen aus. Wir essen ja auch nicht Fleisch aus gesundheitlichen Gründen sondern weil es schmeckt und es auch einem das Gefühl vermittelt es gehe uns besser als unseren Vorfahren. Ich bin Fleischesser sehe aber schon Probleme was Aufwand an Wasser fruchtbarem Boden Tierhaltung, ( zu viel Gülle Hormone Antibiotika etc.) betrifft.

    • Ka sagt:

      Wir essen Fleisch weil sich das geschichtlich so entwickelt hat. In den harten Wintermonaten wächst kein Gemüse. In der üppigen Sommerzeit lassen sich Tiere gut ernähren, diese bilden dann für den Winter eine Nahrungsreserve. Deshalb wird im Herbst gemeztget und dann alles eingemacht. Es gibt einen österreichischen Film: „Ochs im Glas“, sehr sehenswert 🙂 Aber das ist eine andere Philosophie, sich mit hiesigen Lebensmitteln zu ernähren, oder importierte Avocado, Chiasamen, Quinoa etc.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Herrlicher Unsinn. Kann man Getreide, Kartoffeln, Kabis, Hülsenfrüchte usw. usf. nicht für den Winter aufbewahren? Wie steht’s mit Dörrfrüchten? Hören Sie einfach auf, peinliche Ausreden für Ihren rücksichtslosen Ernährungsstil zu suchen und befassen Sie sich mit Ihrer sehr ungesunden Tierprodukte-Sucht.

      • tina sagt:

        plus gemüse konserven. wir sind alle stolze besitzer eines gefrierfachs 😉 neben anderen konservierungsmethoden (einmachen, dosen), die sogar noch gesündern sind (sauerkraut, kimchi)

      • Ka sagt:

        Sie müssen nicht gleich so aggressiv und beleidigend werden. Ich habe versucht, das historisch zu erklären. Das das für heutige Zeiten nicht mehr absolut gültig ist, ist schon klar. Aber vor 200 Jahren konnte man sich noch nicht im Supermarkt eindecken und die Eigenproduktion reichte halt oft nicht aus, um den ganzen Tross über den Winter zu ernähren, Fleisch gab es wohl eher selten, war aber ein wichtiger Zustupf. Ich finde das von unseren Vorfahren ziemlich clever organisiert. Übrigens bei „Ochs im Glas“ wird wirklich das ganze Tier verwertet, nicht nur die Filetstücke. Mit Respekt und Achtung.

      • Carolina sagt:

        Ka, lassen Sie es! Man muss es wirklich mal ganz klar sagen: ich habe überhaupt kein Problem damit, wie die Familie oben sich ernährt! Für mich fällt das in den Bereich persönliche Freiheit. Womit ich aber ein gröberes Problem habe, sind die HPNs, die in regelmässiger, rüder, ideologischer und sektiererischer Weise jedes Mal auftauchen, wenn sie sich mit ihrer Ernährungsweise profilieren dürfen. Und wir fühlen uns auch noch bemüssigt, zu betonen, dass wir eigentlich ganz anständige Leute sind, dass wir allerdings Schwächen haben, zu Verdrängung neigen, wenn es um nicht so nette Dinge geht etc. – wir sind nur Menschlein und schulden dem Herrn Niederer und Konsorten nichts, aber auch gar nichts.
        Kommt hinzu, dass er sich ins eigene Fleisch schneidet, denn die Menschen, die er so gern

      • Carolina sagt:

        /2 von seiner moralischen Ueberlegenheit überzeugen und ihrer Sündhaftigkeit überzeugen würde, wenden sich mit Grausen ab, wenn sie beleidigt werden und ihnen unterstellt wird, sie seien alle Banausen und es gebe keine Bewusstseinszonen zwischen Veganern und Fleischessern.
        Es besteht meiner Ansicht nach eine unbedingte Pflicht, auf die Geiz-ist-Geil-Mentalität in punkto Fleisch hinzuweisen, die bei uns herrscht – den Menschen klar zu machen, dass man sehr wohl auch bewusst, dafür weniger lokale Produkte essen kann und dann auch kein schlechtes Gewissen haben muss. Aber das geht natürlich bei den Täubeleien eines HPN und seinen Sektenanhängern komplett unter.

      • Muttis Liebling sagt:

        Bei den Argumentationen, wir haben ein Gefrierfach, einen Supermarkt, stellt sich mir die Frage, wie es sich da mit der so im Vordergrund stehenden Betonung der Eigenverantwortung aussieht.

        Gefrierfach und Supermarkt sind schnell mal verschwunden. Ich kann doch nicht allen Ernstes Versorgungssicherheit auf diese labilen Strukturen aufbauen.

        Wie Ka das darstellt, hat alles seine historische Begründung. Eine vegane Bevölkerung hätte vor der industriellen Revolution nördlich der Alpen keinen Winter überlebt. Dazu reicht alles eingelegte Gemüse und Obst des einen Sommers nicht aus.

        Natürlich vegan kann man in Georgien leben, mit 2 Vegetationsperioden/ Jahr und keinen Monat ohne Pflanzenernte.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        @Ka 11:45: ein Tier mit Respekt und Achtung ermorden / ermorden lassen? Lassen Sie sich diese Aussage doch noch einmal durch den Kopf gehen.

      • tina sagt:

        sorry ka, aber das war halt im präsens getextet und nur der erste satz verwies auf eine noch gar nicht sooo alte vergangenheit, in der aber wie heute auch ganz verschieden lebende menschen auf diesem planeten waren.
        meine grossmutter ist vor 2 kriegen geflüchtet, mein vater hatte darum als kleinkind mangelerscheinungen. das ist noch keine 200jahre her.
        selbst meine eltern hatten auch als bereits verheiratetes paar nur einmal pro woche fleisch, sie teilten sich auch mal einen cervelat bei der gelegenheit.
        ja herr liebling, ich bin sicher, du bist selbstversorger und schlachtest im herbst jeweils für den winter selber 😀 du bist sowieso mein idol

      • Muttis Liebling sagt:

        Noch einmal, ein Tier kann man nicht ermorden. Mord ist eine juristische Kategorie und bleibt auf den Menschen beschränkt.

        Mit einer Antibiotika- Therapie töte ich Millionen Kleinstlebewesen und mit einer Fliegenfalle hunderte Insekten. Wäre das Mord, gäbe es keine Nicht- Mörder.

        Leben wird nicht wertvoller dadurch, wenn es sich dabei um ein Säugetier mit möglichst runden Kopf handelt.

      • Ka sagt:

        @HN: Wer Mühe mit dem Töten von Tieren hat, hat mein volles Verständnis. Mit Vegetariern habe ich gar kein Problem, einfach die Veganer versteh ich nicht. Also mit Respekt und Liebe die Hühner pflegen, vorsichtig den Bienen den Honig wegnehmen, was ist daran schlechter, als den Salat vor den Schnecken schützen (und dabei halt auch ein paar töten, sonst gibt es nämlich nie Salat!) und ihn dann verspeisen???

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina
        😀
        was lange währt ist immer noch gut, verlassen Sie uns nicht… 😉

    • Muttis Liebling sagt:

      @tina

      Wir lieben uns doch alle und ich stamme aus einer Kultur, in welcher es nur am Sonntag Fleisch gab. Zwei Schweinekoteletts. Eines für den Vater und eines für die Mutter und die beiden Kinder. Der Vater hat schliesslich körperlich gearbeitet, im Sägewerk.

      So ein Höhepunkt aller paar Wochen war ein sauer eingelegter Hering am Samstag. Sonst nur Bratkartoffeln mit Ei, ohne Ei, mit Nudeln, ohne Nudeln. Wirsingeintopf, manchmal mit einem Rest Hammel, der kurz vor dem Verenden geschlachtet wurde und 3 Tage zum Garen brauchte und dessen Reste über ein ganzes Dorf verteilt wurden.

      Für heutige Verhältnisse waren wir Spontan- 90%- Vegetarier. Nur nicht ganz freiwillig. Als Kind und Jugendlicher habe ich wahrscheinlich weniger Fleisch gegessen, als heute einer im Viertel Jahr.

  • Hans Hegetschweiler sagt:

    Ich masse mir nicht an zu urteilen, ob Veganismus Kinder gefährdet oder nicht, und ich anerkenne, dass es gzte ethische Gründe gibt, vegan zu essen. Wenn man dann aber behauptet „die Cornell Universität“ „im Bundesstaat New York“ (wo soll den Ithaca sonst liegen?) habe eine Studie gemacht, die beweise, dass Veganismus gesund sei, wird es nur noch absurd. Ein kurzes googlen zeigt, dass es (auch?) eine Studie eines Cornell Professors gibt, die sagt, vegetarisches Essen führe langfristig zu Mutationen, die das Krebsrisiko erhöhen. An einer so grossen Uni werden jährlich hunderte von Studien gemacht, die durchaus widersprüchlich sein können. Es ist also nicht „die Cornell University“ sondern allenfalls ein Forscher (der Doktorand sein kann), der allenfalls Verganismus gut findet.

    • Gordon Stephen sagt:

      ein Stichwort hier könne „Confirmation Bias“ sein, denn man findet zu Praktisch jedem Thema Aussagen eines „Experten“ oder sogar eine Studie welche die eigene Meinung unterstützen.
      Was mich bei den Artikeln über Vegetarismus stört ist nicht der Gesundheitliche Aspekt sondern die moralische Überlegenheit, die m.E. oft vorherrscht und das Ganze äusserst unsympathisch macht.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Wer darauf verzichtet, Tiere ohne Not auszubeuten und brutal zu ermorden, der handelt nun mal moralisch überlegen.

      • Marcel Mertz sagt:

        Gegenfrage: Angenommen, Sie würden mit jemandem sprechen, der sich Sklaven hält, diese auch eher schäbig behandelt („Ist mein Eigentum, mit dem kann ich machen, was ich will!“) und das auch moralisch richtig findet. Würden Sie als jemand, der Sklaverei moralisch verwerflich findet, nicht auch davon ausgehen, dass Sie dieser Person irgendwie „moralisch überlegen“ sind, zumindest moralischer handeln als diese Person (oder dies wengistens versuchen)? – Gegeben (!) die Prämisse, dass Fleischkonsum moralisch falsch ist, folgt eigentlich zwangsläufig, dass diejenigen, die nicht Fleisch essen, deshalb „moralisch überlegen“ sind. Das ist schlicht philosophisch konsistent. Die andere Frage ist, wie man dann damit umgeht, ob man es z.B. „nötig“ hat, das „heraushängen“ zu lassen etc.

      • Emil Eugster sagt:

        Ist der Hund Als Gspänli, zum Schmusen, als Freund, als Begleiter der Familie nicht genau so ausgebeutet und brutal gefangen in seiner Abhängigkeit von der Familie.
        Ist der Hund zur Familie gekommen und hat gesagt er wolle ab jetzt bei ihnen wohnen und mit ihnen zusammen sein?

      • Rüdiger sagt:

        @ Niederer. Hätte ein bisschen mehr Gegenwehr erwartet. Oder sind sie nun der Mainstreamler?

      • Katharina I sagt:

        Herr Niederer… nach Ihrer Sicht moralisch überlegen! Das ist ihre Sichtweise. Und Ihre Moral. Denn Moral ist relativ, schon vergessen? Wenn Sie Ihre Moral nämlich nicht für relativ halten, sondern für absolut, dann sind Sie schon ziemlich weit auf dem Weg zur Religion und weit, weit weg von der Wissenschaft.

  • Franka Ebi sagt:

    zum Punkt Gesundheit würde mich ja noch interessieren, ob Milli in eine Kita o.ä. geht oder nicht. Das hat einen riesen Einfluss darauf, ob Kinder häufiger krank werden oder nicht. Schliesslich wird man eher krank wenn man mehr Keimen ausgesetzt ist, ganz unabhängig vom allgemeinen Gesundheitszustand. Des weiteren ist (nach allem was ich zu dem Thema gelesen habe) ausschliessliches Stillen bis zum ersten Geburtstag gar nicht empfehlenswert. Bei keinem Naturvolk wird so lange ausschliesslich(!) gestillt. Es wird so lange und noch viel länger gestillt, das ja. Die zusätzlichen Kalorien sind sehr wichtig, wenn andere Nahrungsquellen knapp oder nicht hygienisch einwandfrei sind. Aber Beikost wird ähnlich früh (3. bis 4. Monat) eingeführt wie bei uns.

    • Franka Ebi sagt:

      Zum Thema Umweltschutz: vegan gleich umweltfreundlich ist auch nicht zwingend gegeben. Wenn jemand sehr viel Soja konsumiert und für diesen höchstwahrscheinlich genmanipulierten Soja entweder ganze Urwälder gerodet werden (Brasilien) oder massenhaft Umweltgifte ausgebracht werden (USA) und da dann auch noch der Transportweg dazu kommt, dann bin ich mir nicht sicher, ob das so viel toller ist. Persönlich denke ich, dass man am besten fährt wenn man möglichst lokale und saisonale Produkte kauft und dabei auf möglichst ökologischen Landbau zurückgreift. Natürlich ist das nicht immer möglich und Bananen wachsen bei uns halt leider nicht…

      • Daniel Zurbriggen sagt:

        der Soja wird hauptsächlich als Tierfutter verwendet, und ich glaube doch das Veganer auch auf die Qualitaet achten weil sie sich ja auch aus Umweltschutzgründen für ihren Lebensstil entscheiden. Ich sage es so je mehr Veganer und Vegatarier desto mehr Fleisch und Käse bleibt übrig das man mit gutem gewissen essen kann.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Die FAO (UNO) prognostiziert aufgrund des weltweit wachsenden Fleischkonsums eine Steigerung der Sojaproduktion von heute 210 Millio Ton. auf 300 Millio T in den nächsten zehn Jahren.Allein die kleine CH importiert heute 700 T.Soja pro Tag,Tendenz steigend.In den 90er-Jahren hat sich der Import von Soja als Kraftfutter verdoppelt. Der Urwaldkiller Nr.1 heisst Soja.Grund dafür ist die weltweit stetig steigende Nachfrage nach Fleisch

      • Hans Hintermeier sagt:

        Die Sojabohne enthält besonders viel pflanzliches Eiweiß. Deshalb fördert sie das Wachstum der Masttiere im besonderen Maße. Soja im Futter ermöglicht es den Tierfabriken, zusammen mit Hormon- und Antibiotika-Beigaben schnell und billig viel Fleisch, Eier oder Milch zu produzieren.

        Die Anbaufläche, die heute für die Tiermast (Soja,Mais…) benutzt wird, würde dann für die Menschen zur Verfügung stehen (die Tiere grasen ja dann nur noch auf der Weide). Es müsste also nicht zusätzliche Anbaufläche gerodet werden. Heute werden 50 Milliarden Tiere jährlich geschlachtet. Nur ein kleiner Teil weidet heute auf Wiesen. Der grösste Teil wird mit Soja ernährt.

      • Hanspeter Niederer sagt:

        Mit dieser Soja-Geschichte haben Sie sich hiermit definitiv als völlig ahnungslos qualifiziert. Über 95% der Soja wird als Tierfutter verschwendet.

      • Franka Ebi sagt:

        Nope, Hintermeier, habe ich nicht. Es ging nämlich überhaupt nicht darum, den Verbrauch von Soja durch Veganer mit dem in der Tiermast zu vergleichen sondern lediglich darauf hinzuweisen, dass vegan nicht automatisch umweltfreundlich ist. Aber bleiben Sie nur auf Ihrem hohen Ross. Die Aussicht da oben ist sicher super 😉

    • Joelle Weil sagt:

      Ja, Milli geht in eine Kita.

      • Martin Frey sagt:

        Ich nehme jetzt den Ball mal auf und frage Sie, Frau Weil, wie wird denn Milli so ernährt in der Kita? Ist das eine vegane Kita?

      • Brunhild Steiner sagt:

        ah, wenn wir schon bei Fragen zum Hintergrund haben; und wo genau sind sie nun angesiedelt? Tel Aviv oder ZH? Ersteres bietet ja schon grundsätzlich sehr viel mehr an, die Auswahl- wenn man sich auf „lokal“ beschränken will, ist doch um Einiges grösser?
        Der Arzt ist ein sogenannter CHer Schularzt, oder eigentlich selbst ein Pro-Veganer?
        Wenn der Art für uns CH-er geschrieben ist wären solche Infos hilfreich fürs ganze Bild
        Und das mit dem Haustier verstehe ich immer noch nicht wie das zusammengehen soll.

  • Molnar sagt:

    Rabeneltern, das Kind hat eine Fehlernährung

    • Widerspenstige sagt:

      Nein Molnar, das Kind wird mit höchster Wahrscheinlichkeit gesünder aufwachsen als seine Spielkameraden.

      Immerhin ernähren sich ganze Völkergruppen seit Jahrhunderten oder länger rein lacto-vegetarisch wie zB die Bishnoi in Rajasthan/Indien oder Millionen von Hindus und Buddhisten. Kann man googeln oder es lassen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Du hast in einem recht, das Kind wird mit grosser Wahrscheinlichkeit gesünder aufwachsen, als der Durchschnitt. Aber nicht wegen der veganen Ernährung, sondern weil es Eltern hat, die diese Ernährungsform bewusst und mit dem Wissen um die Gefahren intelligent gewählt haben.

        Hätten die gleichen Eltern sich für eine Nur- Fleisch- Diät wie bei den Eskimos entschieden, hätte das den gleichen Effekt.

        Diese Eltern können auch vegan ernährte Kinder grossziehen. Aber 90% aller anderen können es nicht. Nicht nur wegen der Eltern, sondern weil vegane Nahrungsmittel immer nur für eine Minderheit verfügbar sind.

  • Sportpapi sagt:

    «Wir sehen viele Kinder, die viel zu viel Fast Food essen und sich zu wenig bewegen. Da gehen Kritiker unverständlicherweise nicht so offensiv auf Konfrontationskurs.»
    Doch, gehen sie. Umso mehr, wenn das dann auch noch als angestrebte Lebensweise verkauft wird.
    Aber ansonsten: Mutig, mit dieser durchaus respektablen Haltung sich hier zu präsentieren, wo doch der Sturm der Entrüstung absehbar ist – erste Vorboten sind ja bereits da.

  • Angie sagt:

    Bitte nicht. Ich finde es falsch, wird so ein Bericht überhaupt veröffentlicht. Vor einiger Zeit war in dieser Zeitung zu lesen, dass Kleinkinder starke Entwicklungsverzögerungen davontragen, wenn sie falsch vegan erhährt werden. Ist es dieses Risiko wirklich wert?? Wenn Erwachsene sich für diese Ernährungsform entscheiden schaden sie schlimmstenfalls nur sich selbst. Kinder gehören nicht vegan ernährt, sie sind im Wachstum und es gibt zu viele Fehlermöglk., entscheiden dürfen sie es leider noch nicht selber.

    • Tobias Meier sagt:

      Liebe Angie, in dieser Zeitung war „vor einiger Zeit“ auch ein Bericht über eine Erklärung der Internationalen Agentur für Krebsforschung, welche nach einer umfangreichen Meta-Studie verarbeitete Fleischwaren als Kategorie 1-Karzinogen eingestuft hat – was heisst: sicher krebsverursachend. Jede Ernährungsform hat ihre Vor- und Nachzüge.

      Solange Eltern veganer Kinder nicht irgendwelche Spinner (Esoteriker, Sektierer, Dogmatiker u. dgl., was indes leider vorkommt) sind und mit ihrem Kind regelmässig zum Kinderarzt gehen, besteht nicht mehr oder weniger Anlass zur Sorge, wie bei jeder anderen Ernährungsweise auch.

    • Daniel Zurbriggen sagt:

      Es werden allgemein viele Kinder falsch ernährt also sollte man sich als Eltern mit oder ohne Fleisch darum kümmern. Wenn man auf Fleisch verzichtet sollte man halt Nahrungsmittel anbieten welch z.Bsp. Stoffe wie Eiweiss etc. enthalten und davon gibt es mehr als genug. Ansonsten erklären sie mir doch bitte wie sich fleischlos ernährende Völker oder Ethnien 100 erte von Jahren überleben konnten.

      • Franka Ebi sagt:

        Fleischlos ist nicht vegan. Milchprodukte sind eigentlich das absolute Minimum. Auch Hindus konsumieren Butter und Joghurt. Mir ist kein (Natur)Volk bekannt, dass sich vegan ernährt. Wenn da jemand mehr weiss, bitte posten.

      • Daniel Zurbriggen sagt:

        Ich denke schon das die Pflanzenwelt ausser der Muttermilch alles bieten kann was der Mensch braucht, es gibt allerdings auch Völker der Eskimos die Gemüse als schwer verdaulich empfinden und sich praktisch ausschliesslich von Fisch und Fleisch ernähren. Auf jedenfall begrüsse ich es das weniger Fleisch gegessen wird aus ökologischen und Tierhaltungsgründen.. Der Käse und das Fleisch werden uns nicht so schnell ausgehen. 🙂

      • 13 sagt:

        @ Franka
        Das Kind bekommt ja Milch.

      • Franka Ebi sagt:

        Danke 13, ich weiss. Meine Antwort hatte damit aber nichts zu tun sondern bezog sich auf Herrn Zurbriggens Aussage, dass fleischlos ernährende Völker problemlos überleben. Und es geht ja auch nicht nur um die Stillzeit sondern um das ganze Leben.

      • Franka Ebi sagt:

        @Zurbriggen: wo sollen die Inuit das Gemüse denn hernehmen? traditionell betrachtet. Heute könnten sie es natürlich einfliegen.

      • Martin Frey sagt:

        @Zurbriggen
        „Ansonsten erklären sie mir doch bitte wie sich fleischlos ernährende Völker oder Ethnien 100 erte von Jahren überleben konnten.“
        Die Antwort ist die, dass die wohl einfach genug Kinder gemacht haben bevor sie früher gestorben sind… 😉

      • Jasi sagt:

        Sich fleischlos ernährende Völker leben meist in Gegenden, die weniger Augenmerk auf Hygiene legen können. Deshalb nahmen sie mit ihrem in schmutzigem oder gar keinem Wasser gewaschenen Gemüse genügend kleinste Insekten und Bakterien auf, um den Bedarf an tierischem Eiweiss zu decken. In unseren Breitengraden, wo der Salat fast chemisch gereinigt wird, ist davon nichts mehr zu finden, weshalb es dann zu Mangelerscheinungen kommen kann, wenn sie nicht andersweitig kompensiert werden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Sich fleischlos ernährende Völker leben meist in Gegenden, in welchen das möglich ist. Nicht jenseits der Alpen und schon gar nicht jenseits des Polarkreises.

        Nur da, wo es zwei Ernten pro Jahr gibt.

  • Tobias Meier sagt:

    Zum Glück werden immer mehr junge Eltern den gleichen Weg begehen und somit demonstrieren, dass vegane Ernährung in jeder Lebensphase adäquat sein kann – was ja auch die „Academy of Nutrition and Dietetics“, der mehr als 67’000 Ernährungsberater angehören, bestätigt.

    Hätte mir vor zwei Jahren jemand gesagt, dass ich mich heute vegan ernähre, hätte ich lauthals gelacht, bestand mein Abendessen damals doch nicht selten aus 800 Gr. Chicken-Wings mit Gemüse (pumpen und so).

    Personen, welche diesen Eltern jetzt vorwerfen, ihr „Weltbild“ ihrem Kind aufzuoktroyieren, haben sich wohl nie gefragt, wieso sie mit Fleisch essen begonnen haben. Ehrlich, wer hier sass ganz bewusst an einen Tisch und hat gesagt: „So, ab jetzt esse ich tote Tiere!“? Eben. Alles nur Sozialisation.

    • Ka sagt:

      das ist nicht Sozialisation, das ist Kultur: die Kühe sind im Sommer auf der Alp, da wird der Käse produziert, der die Familie im Winter ernährt, wenn der Gartenunter einer Schneeschicht begraben ist. Mein Grossvater hatte noch den ganzen Keller voll Einmachgläser. Das ist eine lange und reiche Kultur, Sommer und Herbst Nahrungsmittel zu produzieren, diese Lagerungstauglich zu machen um den Winter mit hiesigen Lebensmitteln zu überstehen.

  • 13 sagt:

    Danke für den Bericht. Er bestätigt mich in meiner Überzeugung, dass die meisten (nicht alle!) Veganer sich sehr intensiv mit der Ernährung auseinandersetzen und nicht einfach Tierprodukte weglassen, sondern eben trotz Verzicht dafür sorgen, dass keine Mangelerscheinungen entstehen. Diese sind aber natürlich weniger interessant, als diejenigen Enzelfälle, wo das Kind im Krankenhaus landet, weil die Eltern sich eben zu wenig auseinandersetzen. Und das ist etwas das Problem beim Missionieren und der Popularität des Veganismus. Es gibt dann einfach Nachahmer, die nicht über genügende Bildung verfügen, um das Konzept angemessen anzuwenden. Ich meine damit nicht etwa Schulbildung, sondern die Fähigkeit und Interesse sich richtig zu informieren.

    • Martin Frey sagt:

      Nicht ganz einverstanden, 13. Man wird nicht zum Experten nur weil man sich selber für kompetent hält. Denn nur weil jemand sich durch tausend Foren und Blogs wälzt die einem nur in der immer gleichen vorgefassten Meinung bestätigen, heisst das noch lange nicht, dass die Person etwas von der Materie versteht. Wir kennen das ja zu Genüge von den Impfgegnern.
      Selbstredend gibt es solche wirklich kompetenten Veganer. Aber Sie werden keinen (!) Veganer finden der sich nicht für überaus kompetent in Ernährungsfragen hält.
      Das ist ein bisschen wie beim Autofahren. Wenn Sie die Leute fragen, werden sich alle für überdurchschnittliche Autofahrer halten, und garantiert niemand für unterdurchschnittlich. Aber irgendjemand muss für den Durchschnitt besorgt sein…. 🙂

      • Martin Frey sagt:

        /Was man der Familie zugute halten muss, dass sie sich mit diversen Studien zum Thema auseinandergesetzt hat. Zumindest behaupten sie das. Mich dünkt einfach seltsam, dass dann vegane Ernährung als derart alleinseligmachendes Resultat herauskommen soll. Von der die Leute zudem noch erwarten, dass sie sie tatsächlich vor Krebs und kardiovaskulären Krankheiten effektiv schützen soll.

      • Muttis Liebling sagt:

        Das ist wie der Versorgungsgrad mit Verstand. Der müsste bei Gültigkeit der Selbsteinschätzung im hohen Luxusbereich liegen. Im krassen Gegensatz zur Fremdbeurteilung.

      • 13 sagt:

        @ M.F.
        Was glaube Sie, warum ich RICHTIG informieren geschrieben habe? Ich bin völlig Ihrer Meinung, dass Blogs/Foren nicht reichen. Sie können hilfreich sein, um sich ein bisschen reinzulesen, aber sind keine Alternative für fundiertes Recherchieren. Wer dabei verbleibt, geht für mich unter die erwähnten Nachahmer ohne genügend Bildungsressourcen. Diejenigen Veganer, die ich aber kenne, entsprechen eher dem Bild der Familie: gute solide Kenntnisse aus Studien, Fachbüchern oder sogar Seminaren. Von Alleinseeligmachen lese ich wenig, sie wenden es an und fühlen sich gut dabei. Was solls. Auch sagt keiner, es schütze vor Krebs. Dass aber gesunde Ernährung eine präventive Wirkung haben kann, ist wohl nicht falsch.

      • Andrea sagt:

        Es kommt immer drauf an, mit welchem Ziel man sucht im Netz. Sucht man nach der Bestätigung, dass Veganismus gut ist für die Gesundheit, findet man sie . Sucht man nach dem Gegenteil, findet man es auch.

    • Muttis Liebling sagt:

      Wer sich intensiv mit Ernährung auseinandersetzt, kommt zwingend zum Schluss, sich entsprechend seiner biologischen Gegebenheiten zu ernähren.

      Vegane Ernährung ist nur unter luxuriösen sozio- kulturell- geografischen Randbedingungen für maximal 2 Mrd. Menschen auf der Erde möglich.

      Im nächsten Krieg müssen die Veganer sich wie alle entsprechend Angebot entweder unterkalorisch mischernähren, oder verhungern.

      Solche inkompletten Lebensentwürfe können nie zur Norm werden und sollte deshalb nicht akzeptiert werden.

      Ausserdem, wie immer, abgerechnet wird am Schluss. 2060-90 können wir die Lebenserwartung der ersten Generation Vollzeit- Veganer betrachten und da kommt mit grosser Wahrscheinlichkeit das kalte Grauen.

      • 13 sagt:

        „entsprechend seiner biologischen Gegebenheiten zu ernähren“

        „Vegane Ernährung ist nur unter luxuriösen sozio- kulturell- geografischen Randbedingungen für maximal 2 Mrd. Menschen auf der Erde möglich. “

        Und was spricht dagegen sich entsprechend der eigenen biologischen, aber auch sozio-kulturellen-geografischen Bedingungen zu ernähren? Die Familie schreibt nicht, dass das nun alle Menschen dieser Welt, auch in 3.Welt-Länder etc. tun müssen. Und ich bin auch sicher, im Krieg würden sie Fleisch essen, wie ich (Vegetarierin) übrigens auch. Aber solange man in einem Umfeld lebt, wo das machbar ist und das scheint in Tel Aviv in ihrer sozialen Schicht der Fall zu sein, also warum nicht?

      • Hans Hintermeier sagt:

        Veredelungsverluste“ treten bei der Erzeugung tierischer Lebensmittel auf, wenn Nahrungsmittel, die direkt der menschlichen Ernährung dienen könnten (z.B. Getreide, Hülsenfrüchte, Kartoffeln) an Tiere verfüttert werden.
        Ein Großteil des Energiegehaltes von pflanzlichen Nahrungsmitteln geht bei der Umwandlung zu tierischen Produkten verloren. Das Tier benötigt den größten Teil der Nahrungsenergie für den eigenen Stoffwechsel sowie für den Aufbau nicht-fleischliefernder Gewebe.
        Von der gleichen Ackerfläche können folglich sehr viel mehr Menschen ernährt werden,wenn die darauf angebaute Nahrung direkt der menschlichen Ernährung dient. Für 1 Kg Rindfleisch benötigt man 15.000 Liter Wasser. Für ein Kilo Kartoffeln reichen schon rund 100 L.

      • Muttis Liebling sagt:

        Vegan ernähren, bedeutet die Hälfte des anatomischen, physiologischen, biochemischen und mikrobiologischen Stoffwechselapparates ungenutzt verkommen zu lassen und statt dessen Nahrung aufzunehmen, die zur Hälfte unverdaut im Kübel landet, weil 8-10 m Darm zu kurz für Pflanzennahrung ist und die Enzyme für den Abbau langkettiger Zucker nicht vorhanden sind.

        Die Analogie wäre, nicht mehr zu laufen sondern ausschliesslich externe Fortbewegungsmittel zu benutzen.

        Wir sind so konstruiert, dass wir Mischkost verzehren und selber laufen und es ist amoralisch, einen mehr als notwendigen energetischen Fremdaufwand in beides zu stecken. Der Fremdaufwand wäre schon die pharmazeutische Zufütterung.

        Aber entscheidend ist die zu erwartende Lebensdauerverkürzung. Die bliebe abzuwarten.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Die Anbaufläche, die heute für die Tiermast (Soja,Mais…) benutzt wird, würde dann für die Menschen zur Verfügung stehen (die Tiere grasen ja dann nur noch auf der Weide). Heute werden 50 Milliarden Tiere jährlich geschlachtet. Nur ein kleiner Teil weidet heute auf Wiesen. Der grösste Teil wird mit Soja (viel Proteine) in der Hochleistungszucht gemästet. Dieses Agrarfläche könnte man direkt für die Menschen nutzen. “Würden alle Menschen vegan leben, gäbe es genug Nahrung für 12 Milliarden Menschen, da so die Feldfrüchte unmittelbar der Ernährung der Menschen zugutekommen würden“ (Worldwatch Institute 2004).

      • Muttis Liebling sagt:

        @Hans Hintermeier
        1/3 der festen Erdoberfläche ist versteppt. Da wachsen Pflanzen, die können aber nur von Huftieren verdaut werden. Der Mensch verzehrt dann das Huftier, oder das 1/3 fällt für die Ernährung aus.

        Vegane Ernährung ist Ressourcenverschwendung und damit amoralisch. Weil jedes Tier, welches nicht verzehrt wird, Ressourcenverschwendung ist.

        Also einigen wir uns auf die Abschaffung jeder Form von Tierhaltung, gleich ob Zoo, Maststall, Hühnerhof oder künstlich angelegter Fischteich.

        Aber alles was geboren wird, sollte auch an effektiver Stelle in der Nahrungskette enden, nicht im Grab.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @ML: die Massentierhaltung ist eine grosse Ressourcenverschwendung und Umweltverschmutzung und ist heute leider schreckliche Realität. Würden alle Tiere auf Weiden grasen, würde es bedeutend weniger Fleisch geben und der Preis würde sehr stark steigen.

      • Marcel Mertz sagt:

        @ML: „Aber alles was geboren wird, sollte auch an effektiver Stelle in der Nahrungskette enden, nicht im Grab.“
        In dem Fall also konsequenterweise auch wir Menschen?

      • Muttis Liebling sagt:

        @Hans Hintermeier

        Dann sind wir uns doch einig, aber nicht auf dem Niveau von Veganismus. Für 3- 10% tierische Nahrung braucht man keinen Bauernhof, keine Tierställe, keine Hochseeflotte und keinen Fischteich. Aber auch keine intensive Pflanzenproduktion, kein B12 aus der Apotheke und Eisen aus der Infusionsflasche.

        Nur die Schafe, welche wegen dem Landschaftsschutz gehalten werden, die lassen wir nicht alt sterben sondern die landen jung auf dem Teller.

        Wir leben von dem, was in 50 km Umkreis von selbst wächst. Bananen kennen wir nur aus Reiseberichten (wie in meiner Kindheit).

      • Muttis Liebling sagt:

        @Marcel Mertz

        Menschen firmieren bei klassischer Erdbestattung als Wurmfutter. Das trifft natürlich auch auf so bestattete Tiere zu. Da waren meine Ausführungen nicht ganz sauber. Es bleibt in der Nahrungskette, nur mit einem schlechteren biologischen Wirkungsgrad.

      • Ka sagt:

        ML: so gefallen Sie mir, das ist die richtige Argumentation;) was mich an den Veganern stört, ist ihre Inkonsequenz und ihr Glaube, dass sie die besseren Menschen seien. Wenn all diese Umweltargumente wirklich echt gemeint sind, wieso beziehen sie sich nur auf Tiere? Auch im Pflanzenanbau wird Raubbau an der Umwelt betrieben, Dünger, Bewässerung, Abholzung, Pestizide etc. Wenn schon, dann so wie sie es sagen: „Wir leben von dem, was in 50 km Umkreis von selbst wächst. Bananen kennen wir nur aus Reiseberichten “ das wäre konsequent.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Ka: Bei der Massentierhaltung wird eben ja bedeutend mehr Agrarfläche, Pestizide usw. benötigt.
        Sie oder andere Nicht-Vegetarier essen nie Bananen? Ist eine Banane zu gleichen Teilen leidensfähig wie eine Kuh oder ein Schwein?
        MLs Bsp. gilt eben nur, wenn die Tiere Weideflächen benützen, welche der Mensch sonst nicht nutzen kann. Heute stehen Agrarflächen für die Hochleistungsmast in direkter Konkurrenz zu Flächen, welche für Getreide für Menschen genutzt werden könnten. Die Fleischproduzenten verfügen auch über eine viel grössere Kaufkraft auf den Weltmärkten.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Hans Hintermeier

        Kühe und Schweine sind nicht in dem Sinne leidensfähig, als es Menschen sind. Sie benutzen den Begriff Leiden anthropogen.

        Ansonsten zum 10. mal. Grundsätzlich verzehren wir Tiere. Grundsätzlich leben wir nicht vegan, weil das biologisch, ökologisch, ökonomisch dritte Wahl ist.

        Aber wir verzehren nur Tiere, die es auch dann gäbe, wenn es keine Nahrungsmittelindustrie gäbe.

        Vegan ist genau so kontraproduktiv wie Massentierhaltung und Hochsee- Fischfangflotte (geht immer so ein wenig verloren, ist aber ebenso schrecklich wie das andere).

      • Hanspeter Niederer sagt:

        ML 0942: der menschliche Körper kann langkettige Zucker nicht abbauen? Bilden Sie sich weiter. Man sollte sogar vor allem langkettige Zucker zu sich nehmen, da sie den Blutzucker nicht in die Höhe schliessen lassen, sondern den Blutzucker über längere Zeit nur moderat ansteigen lassen, was viel gesünder ist und ein länger andauerndes Sättigungsgefühl bewirkt..

      • Muttis Liebling sagt:

        @Hanspeter Niederer

        Probieren Sie das mal mit Zellulose aus. Natürlich gibt es je nach Darmflora auch Möglichkeiten, langkettige Zucker zu spalten. Aber nur wegen der Darmflora und nur bei einer Minderheit und nur bei wenigen langkettigen Zuckern. Der Enzymapparat des Menschen allein kann das nicht.

        Grundsätzlich geht immer alles, nur im Detail dann doch relativ wenig.

  • Christel Mosimann sagt:

    Warum soll Veganismus gesünder sein als Vegetarismus?? Verarmte Ernährung eigentlich- und dann wird mit allerlei Gebräu versucht „Käse“ und „Quark“ und Milch nachzumachen. Ernähre mich seit 1989 vegetarisch, aber vegan ist für mich ein Reizwort. Das schlimmste daran ist die unaufhörliche Nabelschau und das Dauerthema Essen.

  • Yvonne Evans sagt:

    Fragt das Mädchen mal in 20 Jahren was es davon hält..bin überzeugt in det Pubertät geht sie wie die Anderen zu MacDonald’s um nicht verschieden zu sein. Auch sie wird sich gegen die Eltern auflehnen um gegen deren Druck zu protestieren

  • Malena sagt:

    1. Danke Veganer für Euren Beitrag zum Umweltschutz, wiegt mMn Euren manchmal nervigen Missionierungseifer mehr als auf.
    2. Es gibt bessere und schlechtere Argumente für Fleischkonsum. Bequemlichkeit und defensives Abwehren von Veränderung sind schlechte.
    3. Man kann das Thema religiös und quantitativ angehen. Für mich ist das Problem nicht, dass ein Gramm Schweinefleisch in meinem Körper gelangt (siehe religiöse Speisevorschriften), sondern wie viele Schweine dafür leiden müssen und wie sehr (Bio ist besser als Massentierhaltung). Ein 95% Veganer hilft fast so viel wie ein 100% Veganer.
    4. Auch Broccoli sind Lebewesen, und bei ihrer Produktion werden Insekte, Würmer etc. getötet.
    5. Vegane Ernährung von Kleinkindern sollte ärztlich überwacht werden, Eltern sind u.U. verblendet.

    • tina sagt:

      2. es gibt eigentlich gar keine argumente für fleischkonsum. oder nur schlechte. auch ich esse fleisch und tierprodukte wie eier, bin mir aber dessen bewusst.
      zu 4.
      du weisst garantiert, dass man viel mehr grünzeug braucht um die selbe menge kalorien als nahrungsmittel für menschen zu produzieren, wenn man den umweg über tierfütterung macht. kann man also streichen.

      • Lambda sagt:

        @ tina: Ich wollte grad fast das gleiche schreiben…
        Jetzt lass ich es 😉

      • Röschu sagt:

        Mein persönliches Argument für Fleischkonsum:
        Fleisch schmeckt mir besser als die anderen Nahrungsmittel.

    • HR sagt:

      Leider haben Sie keine Ahnung von Landwirtschaft und den Tierschutzgesetzen.

      Bio hat nichts mit tierfreundlich oder -unfreundlich zu tun. Tierfreundliche Haltung im Gegenzug hat wiederum nichts mit Bio oder Nicht-Bio zu tun.

      • Ka sagt:

        und weshalb soll man dann ein Tier nicht essen, weil es uns näher ist als eine Pflanze? Wenn ich es mit Achtsamkeit hege und pflege, wie ich meinen Garten hege und pflege, was ist denn der Unterschied? Wieso stehen wir so viel über anderen Tieren? z. B. die Krähe, auch sehr intelligent, ein Allesfresser wie wir, plündert auch Nester und frisst Eier. Ich kann alle Vegetarier verstehen, aber wieso vegan? Die Hühner bei uns auf der anderen Strassenseite führen ein tolles Leben, da esse ich ihre Eier mit gutem Gewissen. ein Geben und Nehmen!

    • Hans Hintermeier sagt:

      Zu 4: Ist nicht der Abstand “Nutztier” zu Pflanze ungleich grösser als der Abstand “Nutztier” zu Mensch? Ein Tier hat ein Nervensystem und ist deshalb zu einem höheren Grade leidensfähig, als z.B. eine Pflanze (es ist, wie wenn Sie unter Narkose stehen, da spüren Sie den Schmerz der Operation auch nicht, weil Ihre Nerven betäubt sind, sie leben aber trotzdem noch). Eine Pflanze kann wohl so etwas wie einen unbewussten vegetativen Stress empfinden, jedoch ohne Gefühlsbeteiligung oder bewusster Wahrnehmung. Auch aus Sicht der Evolution ist uns das Tier viel näher als die Pflanze

    • Hans Hintermeier sagt:

      Ansonsten Danke, für den (wie immer) ausgewogenen Beitrag. P.s. Ich bin ein 80% Veganer 🙂

    • Florian Keller sagt:

      Wer nicht vegan lebt, ist ein aktiver Tierausbeuter. Wer das Beharren auf Tatsachen als „Missionieren“ interpretiert, hat nichts verstanden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Tiere kann man nicht ausbeuten.

      • Florian Keller sagt:

        Selbst wenn nichtmenschliche Tiere tatsächlich eine blosse Ressource wären, so wie Sie das sehen, wäre Ihre Aussage falsch, denn auch Ressourcen lassen sich ausbeuten.
        Des Weiteren sind Menschen Tiere und Ihre Aussage würde suggerieren, dass es somit auch keine Ausbeutung von Trockennasenaffen der Spezies homo sapiens resp. Menschen gäbe.
        Deswegen mein Rat für die Zukunft: Zuerst denken, dann schreiben.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ausbeuten ist eine politökonomische Kategorie. Das gibt es in der Biologie nicht.

      • Florian Keller sagt:

        Es geht doch nichts über Haarspalterei. Der Duden sagt zum Wort „ausbeuten“ Folgendes:

        1. a. wirtschaftlich nutzen, abbauen
        b. systematisch nutzen, ausschöpfen
        2. a. (abwertend) [skrupellos] für sich ausnutzen
        b. (marxistisch) sich als Eigentümer von Produktionsmitteln das von den Arbeitnehmern erzeugte Arbeitsprodukt aneignen
        c. (abwertend) sich skrupellos zunutze machen

        Für Begriffsstutzige: In meinem Beitrag bezog ich mich auf die Bedeutungen 2a und 2c. Und jetzt tun Sie bitte nicht so, als ob Sie nicht schon immer gewusst hätten, was gemeint ist.

    • franziska sagt:

      @Malena
      Jegliche Ernährung von Kleinkindern sollte überwacht werden durch die Ärztin, denn auch die Standard-bluthochdruck- und diabetesfördernde Ernährung, die hierzulande hauptsächlich gekocht oder in Restaurants angeboten wird, womöglich kombiniert mit ungenügender Bewegung, fördert das metabolische Syndrom der Betroffenen sowie u. A. auch unser Gesundheitssystem, das am finanziellen Anschlag ist, wie sich in den jährlichen KK-Prämienaufschlägen zeigt!
      Ein bewusst Vegan ernährtes Kind hat da meines Erachtens einen deutlichen Gesundheitsvorteil verglichen mit einem „normal“ nach Ernährungspyramide ernährten Kind, wo sich die Foodindustrie dafür einsetzte, dass mehr Zucker und mehr tierische Produkte aufgeführt sind, als für die menschliche Gesundheit angebracht wäre!
      En Guete…

  • Brunhild Steiner sagt:

    Klingt doch gar nicht so übel, besonders das regelmässig überprüfen lassen macht auf mich einen soliden Eindruck.

    Vorsichtig wäre ich mit der Ableitung „erst einmal krank weil vegan ernährt“, das würde ich jetzt eher auf die lange Stillzeit und andere Faktoren zurückführen, aber nicht in dieser Ausschliesslichkeit auf „vegan“.

    Und „Tierfreunde“, naja, „Haustier“haltung ausserhalb von Bauernhöfen empfinde ich eher zwiespältig, wirklich artgerecht bekommt man das doch eher selten hin. Ausser es stünden einem enorm viel Gestaltungsraum zur Herstellung des „üblichen Habitats“ zur Verfügung… .

  • Martin Frey sagt:

    Das ganze ist schon sehr widersprüchlich. Mag ja sein, dass diese Eltern genug umsichtig sind, und dass Milli erst einmal krank war. Aber schon schwingt die Behauptung mit, das sei WEGEN der veganen Ernährung, was Unsinn ist.
    „Im Gegensatz zu anderen 2-Jährigen würde Milli ihren Broccoli jedoch nie für Schokolade hergeben. “
    Kein Wunder, sie kennt ja nichts anderes. Analog Salafistenkindern werden ihre Eltern sie vor jeglichen fremden Einflüssen abschirmen und gleichzeitig von freiem Willen reden.
    Dann immer der Vergleich mit dem fastfood, meine Güte. Wie wenn es auf der Welt neben Veganismus nichts anderes gäbe. Wenn die Eltern nur ansatzweise objektiv wären, wüssten sie, dass das genauso kritisiert wird wie jede andere einseitig nicht kindsgerechte Ernährung (wie zB Veganismus).

    • Martin Frey sagt:

      Wie kommt man überhaupt auf die Behauptung, andere Menschen seien nicht tierliebend, nur weil sie sich anders ernähren? Auch da, die eben doch typisch sekterierische, etwas selbstgerechte Haltung der Veganer schwingt wieder mit, die manchmal ehrlich gesagt etwas schwer verdaulich ist. Zudem finden solche Leute oft irgendwo einen esoterischen Arzt der ähnlich tickt. Das war bei den in den Medien herumgereichten Fällen ja auch so. Ich bezweifle daher, dass die Eltern vom ihm Kritik hören werden. Und va bezweifle ich, dass sie diese anstandslos annehmen könnten und sofort alles umstellen würden. Weil sie eben Veganer sind.

      • Lambda sagt:

        @ MF: Sie fragen, wie jemand darauf kommt, dass Leute, die Tiere essen (resp. sie in fragwürdigen Umständen halten (lassen), um ihnen ihre Milch wegzunehmen), nicht besonders tierfreundlich sind? Und zwar in einem Kontext, in dem das alles nicht nötig wäre, weil man sich auch gut ernähren kann, wenn man all das nicht tut?
        Obwohl ich mich selbst weder vegan noch vegetarisch ernähre bin ich grad ein bisschen erstaunt…
        Auch der Rest Ihres Kommentars erstaunt mich: sie differenzieren in etwa so wenig, wie sie es den Veganern vorwerfen.

      • Martin Frey sagt:

        @Lambda:
        Für meinen Teil finde ich es in hohem Grade undifferenziert, ja sogar ein Stück weit anmassend, Leuten, die sich anders ernähren, pauschal Tierliebe abzusprechen. Der Schäfer, der jahraus, jahrein bei seinen Tieren ist, kann selber sehr viel tierliebender sein als jeder Veganer. Trotzdem wird er ein Tier schlachten wenn es soweit ist.
        Aber eben, da sind wir genau im Bereich des missionarisch-sektiererischen, des „wir sind die besseren Menschen“, weswegen für mich Veganismus mehr als nur eine Ernährungslehre ist, wie gesagt.

      • Lambda sagt:

        @ MF: Wenn ich in den Coop gehe, mir da eine Wurst kaufe, dann weiss ich, dass dafür (mindestens) ein Tier leiden musste.(Zumindest wenn ich den Gedanken zulasse. Persönlich habe ich die Tendenz, das einfach zu verdrängen)
        Normalerweise gibt es im Coop dann noch ungefähr eine Trillion andere Dinge, die ich essen könnte, für die keine Tiere leiden musste. Ich muss also, wenn ich die Wurst nicht kaufe, weder Hunger noch Mangelernährung erleiden.
        Wenn ich die Wurst nun kaufe, so kann meine Tierliebe nicht sooo riesig sein, weil ich die ausserordentlich schlechte Behandlung des Tieres in Kauf nehme; und zwar im Tausch gegen den Genuss aus einer Wurst.

      • Lambda sagt:

        @ MF: Deshalb scheint mir die Empörung über den Vorwurf, die Tierliebe sei bei Nicht-Veganern nicht besonders gross, nicht angebracht.
        Eine andere Frage ist, ob man als Veganer den anderen seine moralische Überlegenheit unter die Nase reiben muss. (Wobei ich den Artikel noch nicht mal so empfinde. Es steht ja nur, dass sie selbst tierliebend sind, quasi als Erklärung, und nicht, dass Nicht-Veganer das automatisch nicht seien.)
        Häufig habe ich aber das Gefühl, dass einige Leute sich alleine durch das Veganer-Sein der anderen Leut provoziert fühlen, was (Hobby-Psychologie-Alarm!) vielleicht darauf zurückzuführen ist, dass man als Fleischesser eigentlich weiss, dass die anderen eher das richtige tun als man selbst…

      • Martin Frey sagt:

        Sie tun da aber genau dasselbe, Lambda. Obwohl Sie behaupten, sich selber nicht vegan zu ernähren, bedienen Sie sich bei deren Vokabular.
        Wer sagt denn, was „richtig“ ist? Wer sagt, was das alles mit Tierliebe zu tun hat?
        Eine Abwehrreaktion auf missionarisches Verhalten ist keine Provokation, sondern eben nur eine Reaktion.

      • Lambda sagt:

        @ MF: Ich verstehe Sie nicht. Welches Vokabular meinen Sie? Das Wort richtig ist doch ein allgemein gebräuchliches Wort? Ich finde schon, dass man die Kategorien richtig/falsch auf sein Handeln anwenden darf. Und sich selber die Freiheit geben, auch mal falsch zu Handeln…
        Aber eines würde mich noch interessieren: Warum reagieren Sie so heftig auf diesen Artikel? Sie könnten ja einfach denken: „Sollen sie…“ Stattdessen unterstellen Sie den Leuten irgendetwas „weil sie eben Veganer sind“, das nicht im entferntesten im Artikel steht (genauer gesagt: es steht das genaue Gegenteil drin). Würde mich interessieren.
        Ich glaube, dass das vorgestellte Paar das recht gut macht (soweit man das ausgehend von so einem Artikel beurteilen kann)…

      • Martin Frey sagt:

        @Lambda
        Ich kann gerne versuchen, das näher zu erläutern, soweit dies hier möglich ist. Vielleicht habe ich mich auch unglücklich ausgedrückt. An Ihrem Vokabular ist nichts falsches. Und bei vielen Anmerkungen (zb. Coop-Würste) pflichte ich Ihnen bei.
        Was aber mitschwingt, und was mich als liberaler Mensch immer stört, wenn einem eigene Ansichten (die man legitimerweise haben kann) aufgepfropft wird. M. E. habe ich mich in meinem Ursprungskommentar nur zu den Widersprüchen geäussert, die bei allem Wohlwollen gegenüber der Familie offensichtlich sind. Denn wenn die Leute einfach so leben würden wie sie möchten, und andere Menschen auch so leben lassen würden wie diese möchten, hätte es den Artikel gar nicht gegeben. Hier aber geht es um Inszenierung eines sehr diskutablen Rollenmodelles.

      • Martin Frey sagt:

        /Bei veganer Ernährung für Kinder würde ich abraten, und auch bei Erwachsenen ist richtig oder falsch primär Ansichtssache.
        Persönlich würde ich es toll finden, wenn diese Familie den schwierigen Spagat (den das ist es wirklich) mit veganer Diät OHNE Nachteile für das betroffene Kind wirklich so schaffen würde, wie es der Artikel gerne skizzieren möchte. Dieser Artikel, der diverse kritische Punkte elegant auslässt, und m. E. mehr PR als etwas anderes darstellt.
        Die geschickte PR ist die, die eben nicht missionarisch oder gar militant wirkt, die geschickt-sympathisch, professionell und auf den ersten Blick einleuchtend daherkommt. Daher auch mein Link zu den Impfgegnern, wo diese Problematik ähnlich gelagert ist.
        Aber mag sein, ich bin da vielleicht etwas skeptischer als andere.

      • Florian Keller sagt:

        Tierliebe ist etwas anderes als Tierrechte, um welche es uns Veganern geht. Davon abgesehen ist es völlig absurd zu behaupten, man liebe jene, die man aus kulinarischen Gründen einsperren, ausbeuten und abstechen lässt. „Ich liebe Tiere und das Töten von Tieren, kritisiert mich bitte nicht ihr Sektierer.“ Grotesk.

      • 13 sagt:

        @ MF
        Na, wenn Sie zu Ihnen kommen, stimmt schon mal das Vorurteil, sie gehen zu einem esoterischen Arzt, nicht 😀

      • Martin Frey sagt:

        Haha, 13, der war gut! 😀 Treffer, versenkt!

        Früher war das anders, aber heute geniesse ich den Luxus, derartige Gespräche nur noch selten führen zu müssen. Denn in der Tat, Patienten suchen sich ihre Aerzte aus. Und für jedes Klientel gibt es irgendwo auch einen passenden Arzt… 😉

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: „Denn wenn die Leute einfach so leben würden wie sie möchten, und andere Menschen auch so leben lassen würden wie diese möchten, hätte es den Artikel gar nicht gegeben.“ Wäre das so, gäbe es den ganzen MB und ähnliche Themenseiten nicht.
        „Hier aber geht es um Inszenierung eines sehr diskutablen Rollenmodelles.“ Wäre es nicht diskutabel, müsste es ja nicht zur Diskussion gestellt werden. Aber Sie meinen ja etwas anderes. Und da tritt Ihre Haltung wohl mindestens so klar und selbstbewusst hervor, wie die vorgestellte. Warum ist das besser? Gar liberaler?

      • Martin Frey sagt:

        @Lambda/13
        Nach Ihrer Frage zu meiner skeptischen Haltung zu den Veganern und meinen gestrigen Formulierungen verweise ich auf den Diskussionsverlauf mit den „echten“ Veganern (das sind nämlich nicht die, die sich einfach nur eine gewisse Zeit lang vegan ernähren) wie FK, HPN usw. die sich später zugeschaltet haben. Vielleicht verstehen Sie mich jetzt…. 🙂
        @Sportpapi
        Was meinen Sie mit Ihren etwas nebulösen Anspielungen? Ich verstehe nicht ganz. Denn selbstverständlich habe ich eine Haltung zum Veganismus, sogar eine klare. Aber ich akzeptiere Sie in ihrem Lebensentwurf, solange sie andere akzeptieren. Ja, das nenne ich liberal. Und nein, für geeignet im Kleinkindalter halte ich es nicht. Da deckt sich meine Meinung mit denen der wichtigsten Fachgesellschaften.

    • Sportpapi sagt:

      „Mag ja sein, dass diese Eltern genug umsichtig sind, und dass Milli erst einmal krank war. Aber schon schwingt die Behauptung mit, das sei WEGEN der veganen Ernährung, was Unsinn ist.“
      Warum ist es Unsinn? Und: wäre es ein schwächliches Kind, würden wir doch auch alle sofort den Grund dafür wissen, oder?

    • mila sagt:

      Mein Kind hatte ausser leichtem Pfnüsel krankheitsmässig bisher nichts, nada. Toppt das jetzt die vegane Ernährung…? (Ich persönlich führe es auf langes Stillen, keinen Kitabesuch und ein starkes Immunsystem zurück. Aber jedem seine/ihre Erklärung…)

      • 13 sagt:

        @ M.F.
        Ist Ihnen heute ein klein wenig die Fähigkeit zur Differenzierung abhanden gekommen? Sie werfen der Familie Subjektivität vor, aber schwimmen in dem üblichen Strom von Vorurteilen (Sekte, Esoterik, Abschirmen des Kindes etc.) mit.

        @ mila
        Meine älteste Tochter wird bald 9 und war bisher vielleicht 2x Mal krank. Sie ernährt sich vorwiegend von Fleisch, wurde knapp 3 Monate gestillt und bereits mit 6 Monaten in der Kita. Toppt das nun alles? 😉
        Vieles sind einfach Anlagen, ein Teil ist vielleicht auch einfach Glück, was aber nicht heisst, dass es schlecht ist, auf seine Gesundheit zu schauen oder eben die des Kindes. Gesunde Ernährung inkl. Stillen ist da sicher eine gute Idee.

      • mila sagt:

        Sag ich doch: Erklärungsansätze gibt es viele. Ich kenne auch kerngesunde nicht-gestillte Kinder… 😉

      • Martin Frey sagt:

        @13
        Ich bin mir bewusst, dass ich damit Stereotypen bediene. Wir hatten gestern ja das Thema…;-)
        Aber dies beruht auch auf meinen Erfahrungen, ich führe solche Diskussionen ja mit schöner Regelmässigkeit. Wenn diese Eltern das anders halten sollten, fein. Den Nachweis haben sie nicht erbracht.
        Zudem, letztendlich habe ich mich primär auf die Aussagen im Text bezogen.

    • mila sagt:

      Die Frage ist: wenn man Probleme bemerken würde, wäre – in dem Alter zumal – nicht schon ein potentieller Schaden da? Ich schaue zugegeben auch sehr genau, was mein Kind zu essen bekommt (ein Stück Schokolade mag es allerdings auch ‚leiden‘ ab und an). Aber vegan wäre mir bei aller Umsicht und Information ein definitiv zu heisses Eisen. Und Nahrungssupplemente (wie auch zuviele Restriktionen) empfinde ich selbst nicht als ’natürlich‘.

      • Martin Frey sagt:

        Um ’natürlich‘ geht es bei dem Thema eigentlich nicht. Veganismus ist primär eine Weltanschauung.

      • mila sagt:

        Wenn wir ehrlich sind, stülpt ein jeder von uns bis zu einem gewissen Grad die eigene Weltanschauung den eigenen Kindern auf. Die Frage ist immer die eine des Masses, und der Umsicht. Die Eltern von Milli wollen – wie ich, wie wir – nur das Beste für ihre Tochter. Gesundest-mögliche Bedingungen. Und sie scheinen mir nicht militant in ihrer Überzeugung, was ich für extrem wichtig befinde, in jeder Hinsicht übrigens.

      • Martin Frey sagt:

        @mila
        Ich bin überzeugt, dass Millis Eltern nur das beste wollen, den meisten Eltern ist das ja eine Herzensangelegenheit. Nur geht es darum, wie man das macht. Wie Sie richtig sagen, haben wir alle unsere Weltanschauung, unsere Wertvorstellung. Wir zumindest halten es aber so, unseren Nachwuchs in der eigenen Meinungsbildung und -findung nicht einzuengen sondern so offen, transparent und v.a. nicht wertend dabei zu begleiten. Dafür muss das Kind aber die Chance haben, über den eigenen Tellerrand (in dem Fall buchstäblich ;-)) schauen zu können. Begleitet von fairer Aufklärung (je nach Alter) über die Pros und Cons. Was ja auch wieder eine Weltanschauung ist.
        Der Artikel scheint mir doch eher pro-vegan, und ist primär bemüht, die Eltern in gutem, „vernünftigen“ Licht darzustellen.

      • mila sagt:

        Ich finde Transparenz und Offenheit löbliche Werte, die auch ich (vor-) zu leben versuche. Ich denke jedoch durchaus, dass auch wir unsere blinden Flecken haben. Ich stelle mir gerade vor, wie eine wertfreie Reaktion ausschauen könnte, wenn meine spätere Teenietochter mittwochnachmittags lieber ‚asozial (Tages-) TV‘ kuckt, anstatt was ,Gescheites‘ mit ihrer Freizeit anzufangen… vielleicht schaffe ich ja den Fernseher vorher prophylaktisch ab. Und verbiete jedes private Endgerät… 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        @Martin Frey

        Veganismus kann keine Weltanschauung sein. Veganismus ist nur unter ganz seltenen sozioökonomischen und geografischen Randbedingungen möglich. Weltanschauungen sollten immer gelten.

        Inuits können nicht vegan leben. Selbst wenn Sie weltanschaulich völlig durchseucht wären. Auch Schweizer könnten ohne Lebensmittelimporte und ohne Pharmakologie nie vegan leben.

    • Martin Frey sagt:

      Es ist wie mila sagt, SP. Jedes Kind ist anders, seine Rahmenbedingungen auch. Von einem zweijährigen Einzelfall eine Theorie abzuleiten ist immer Unsinn, genau so wie es Unsinn wäre, dasselbe zu machen bei einem Kind, das Fleisch isst.
      Aus meiner Perspektive würde ich sogar eher sagen, dass der Umstand, dass das Kind kaum je krank ist, keineswegs beruhigend ist.

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Auch wenn der Einzelfall nicht relevant ist, so gibt es dennoch Faktoren, die Gesundheit begünstigen können.
        Ich glaube ja auch, dass meine Kinder sportlich fit sind, weil sie sich viel bewegen. Auch wenn es im Einzelfall vielleicht gar keinen Zusammenhang gibt.

      • Muttis Liebling sagt:

        @SP, es gibt keine Faktoren, welche Gesundheit begünstigen. Es gibt nur Faktoren, welche weniger krank machen. Das ist aber nicht gesund.

        Leistungssportler haben eine viel geringere Lebenserwartung als der Durchschnitt. Fast 20 Jahre, wie bei Rauchern.

        Das sind alles linkssteile Verteilungsfunktionen. Am Anfang nutzt es, aber schon vor der Mitte schadet es. Schauen Sie sich die Statistik der Olympiasieger seit 1950 an.

        Oder beobachten Sie, wann Federer stirbt, jung genug dazu sind Sie. Es wird vor Ihnen sein, obwohl Sie älter sind und vor der mittleren Lebenserwartung.

      • Sportpapi sagt:

        @ML: Auf diese Statistik bin ich aber gespannt. Aber klar, da gibt es heftige Verzerrungen in Ländern, in denen massiv mit unerlaubten Hilfsmitteln gearbeitet wurde.
        Bei Federer bin ich überzeugt, dass Sie unrecht haben.

      • Muttis Liebling sagt:

        @SP

        bei Federer können wir es gelassen abwarten. Den anderen Aspekt hatte ich nicht im Blickwinkel. Die Rolle von Doping habe ich nicht berücksichtigt und mag der wesentliche Grund dafür sein, das Spitzensportler der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts so deutlich schneller wegsterben.

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