Mutter mit 17 – na und?

Mamablog

Wer im Teenager-Alter ein Kind bekommt, wird von der Gesellschaft vorschnell zum Problemfall erklärt. Foto: Hope Connolly (iStock)

Liebe Frau im Park, die meinte mir sagen zu müssen, dass ich sicher nicht dafür bezahlt werde, dem Kind beim Spielen zuzusehen, während ich im Schatten sitze und Milchshake trinke: Du hattest recht. Ich werde nicht dafür bezahlt. Aber das werden Mütter eben grundsätzlich nicht.

Schon vor der Geburt meines Kindes wurde davon ausgegangen, dass ich nicht die Mutterrolle übernehmen könnte. Als ich schwanger wurde, war ich 16 und knapp ein Vierteljahr mit meinem Freund zusammen. Mein Umfeld reagierte fassungslos, fing an zu weinen und als klar war, dass ich nicht abtreiben würde, beglückwünschten die Leute meine Mutter dazu, dass sie jetzt noch mal ein kleines Kind bekäme. Meine Mutter hat aber das bekommen, was Mütter kriegen, wenn ihre Kinder Kinder kriegen: ein Enkelkind.

In der Schwangerschaft habe ich Sachen gemacht, die Schwangere halt so machen. Winzige Kleidung anschaffen, ein Bett, einen Wickeltisch. Vorsorgeuntersuchungen, Geburtsvorbereitung, viel schlafen. Nebenbei bin ich zur Schule gegangen, als Jahrgangsattraktion mit grösser werdendem Bauch. Dann war Mutterschutz und dann irgendwann das Baby da.

Es war Sommer und ich war gerade 17 geworden. Ich, meine Familie, meine Freunde und alle, die sich mit fortschreitender Schwangerschaft an den Gedanken gewöhnt hatten, dass da bald ein neuer Mensch zu uns gehören würde, waren völlig ausser sich vor Glück. Entgegen allen Ratschlägen, die mir zum Teil völlig fremde Menschen auf der Strasse gegeben haben, habe ich meine Tochter nicht zur Adoption freigegeben. Auch nicht in eine Pflegefamilie, zu meinen Eltern oder doch noch in die Babyklappe gelegt.

Das hat mir mal eine Frau geraten, die mich im Bus darauf angesprochen hat, was ich denn mit dem Kind machen wollen würde. Wir kannten uns nicht, aber sie fand es angemessen, mir zu sagen, dass ich das ja nicht leisten könne.

Das RTL2-Klischee

Wenn meine Tochter geweint hat, wurde mir oft gesagt, ich solle sie besser mal wieder der Mutter bringen. In der Krippe wurde ich gelobt, dass ich mich so gut um meine kleine Schwester kümmern würde. Auf dem Spielplatz wurde mir gesagt, dass die Eltern bestimmt nicht wollen würden, dass ich dem Kind die Schuhe ausziehe, es sei doch noch so kalt. Einmal musste sie wegen einer Viruserkrankung über Nacht im Krankenhaus bleiben und die Nachtschwester hat mich fassungslos gefragt, wer ich sei und wie ich in das Zimmer gekommen wäre.

Seit der Geburt muss ich erklären, dass mein Kind zu mir gehört. Und sobald ich es erklärt habe, muss ich mich belehren lassen, was richtig und was falsch ist, weil das scheinbar jeder besser weiss als ich. Seit der Geburt werde ich von Menschen in eine Schublade gesteckt, aus der es selbst mit aller Mühe schwer ist rauszukommen.

Wenn ein Kind an der Supermarktkasse brüllt, nicken die Umstehenden und sagen: Jaja, das ist das Alter. Wenn mein Kind an der Supermarktkasse brüllt, dann sagen die Leute: Typisch, diese jungen Mütter haben ihren Nachwuchs einfach nicht im Griff.

Nächsten Monat werde ich 24 und meine Tochter sieben. Wenn fremde Leute uns beiden begegnen, gehen die Einschätzungen oft weit auseinander. Entweder glauben sie, ich sei Mitte 30, oder sie halten mich für die Schwester, eine babysittende Studentin, das Au-pair-Mädchen. Sobald sie wissen, wie es wirklich ist, sehen sie mich als Problem. Überrascht werde ich für den Namen meiner Tochter gelobt, entschuldigend wird verstanden, dass ich die Schule nicht zu Ende gemacht habe. Dass das nicht am Kind lag, sondern an der bewussten Entscheidung, mich aufs Schreiben zu konzentrieren, wollen die wenigsten hören.

Eine junge Mutter, die nicht dem RTL2-Klischee der asozialen, überforderten Brennpunktmutti entspricht, ist im allgemeinen Denken nahezu nicht vorhanden. Junge Mütter, die nicht jeden Mittag im und vorm Privatfernsehen sitzen, sondern in der Uni, auf Elternabenden oder auf irgendwelchen Spielplatzbänken sind, haben im Bewusstsein vieler Menschen offenbar keinen Platz.

Es gibt nicht nur ein gültiges Familienmodell

Mich nerven die erstaunten Blicke. Die ewigen Fragen, wie so etwas denn eigentlich passieren kann, ob ich es zu spät gemerkt hätte, um abzutreiben.

Das habe ich nicht. Vielleicht war die Zeugung dieses Kindes nicht geplant, aber seine Geburt war es. Meine Tochter war kein Wunschkind, ist aber der beste Zufall meines Lebens. Und ganz sicher war sie kein Unfall. Bei einem Unfall kommen Leute zu Schaden, da geht etwas kaputt. Dieses Mädchen hat nichts kaputt gemacht (ausser ein paar zerbrechliche Gegenstände und Hosen), ganz im Gegenteil. Sie hat eine Familie geschaffen, sie ist das Zentrum geworden, meines und das von einem biologischen und einem sozialen Vater, von vier Grosseltern, sieben Urgrosseltern.

Sie ist gross geworden und schlau und frech und wunderbarer, als ich es jemals für möglich gehalten hätte. Und gerne und oft schaue ich sie an und staune über das, was ich da geboren habe.

Was ich wirklich leid bin, sind die Menschen, die es uns schwer machen. Die meinen, sich einmischen zu müssen. Die mir ins Gesicht sagen, ich sei eine asoziale Schlampe, die mir sagen, ich hätte besser abgetrieben und auch die, die einfach nur meinen, mit besserwisserischen Ratschlägen in meine Erziehung grätschen zu müssen. Die Menschen, die glauben, sie wüssten, was richtig und was falsch ist.

Als Mutter in egal welchem Alter ist diese ganze Kindersache ziemlich neu und spannend. Egal wie alt man ist, gibt man sich Mühe, nur das Beste zu machen – und macht doch nie alles richtig. Ich wünsche mir, dass die Leute nachdenken, bevor sie über Menschen urteilen, die sie nur aus dem Augenwinkel sehen. Es gibt verschiedene Familienmodelle, Mamas, Papas, junge Eltern, alte Eltern, Patchwork-Konstellationen und alle sind für sich genommen erst einmal ganz wunderbar und unantastbar.

Manchmal werde ich gefragt, wie ich reagieren würde, wenn meine Tochter mit 16 schwanger werden würde. Und ich bin mir sicher, ich würde genauso ausflippen und weinen und fassungslos sein wie meine Eltern anfangs. Aber nicht, weil es ein Drama ist. Sondern nur, weil ich weiss, was da auf sie zukommen würde. Und da wird einem vieles echt nicht einfach gemacht.

Dieser Text erschien als Erstes auf jetzt.de

143 Kommentare zu «Mutter mit 17 – na und?»

  • Mittelalte Mama sagt:

    Ein grossartiger Beitrag – inhaltlich, aber auch stilistisch- danke!

  • Susanna sagt:

    Mich hätte mehr interessiert, wie die Autorin das im Einzelnen geschafft hat, anstatt repetitiv die negativen Reaktionen der Umwelt aufzuführen: dazu hätte ein Satz genügt: wurde als grosse Schwester oder Babysitter/Mother’s help wahrgenommen anstatt als Mutter.

  • tina sagt:

    ich finds schon nicht selbstverständlich, dass man mit 17 der aufgabe mutter zu werden gewachsen ist. ich glaube wirklich nicht, dass das viele können in dem alter. hut ab vor der autorin, wie sie das leben offenbar meistert!
    auch 40 jährige mütter und die, die altersmässig dazwischen liegen, brauchen hilfe und obwohl die meisten mütter erwerbstätig sind, haben die allermeisten doch unterstützung, weil sie in einer partnerschaft sind oder auch sonst, finanziell oder durch zwischenmenschlichen beistand. dass ausgerechnet den jüngsten müttern vorgeworfen wird, sie seien nicht imstande alles ganz allein zu machen, ist mehr als seltsam.

    • tina sagt:

      allerdings ist es natürlich bei jungen erwachsenen so, dass die grosseltern automatisch einbezogen sind, wie auch immer. ich finds nur natürlich, dass sich die grosseltern sorgen um die zukunft ihres kindes machen, wenn es jung mutter oder vater wird. und ich finds nicht verwerflich, dass die grosseltern nicht unbedingt scharf darauf sind, mit dieser aufgabe (und das ist es) konfrontiert zu sein.

  • Flo, die echte! sagt:

    Bewundernswert mit welchem Mut diese junge Frau an ihre Aufgabe herangegangen ist – da kann sich manch eine ein Beispiel dran nehmen. Leichter ist es ihr sicher gefallen durch die Unterstützung in ihrer Familie und ihrem Umfeld.
    Ich denke, eine gute und verantwortungsvolle Mutter zu sein hängt nicht vom Alter ab. Und die meisten Menschen wachsen an ihren Aufgaben.
    Hinzu kommt noch das Müter, und vor allem junge Mütter von staatlicher Seite sehr viel ilfe und Unterstützung in anspruch nehmen könnten. Das war vor 5o Jahren leider nicht so – ich bin froh das sich das geändert hat.
    An unerwünschte und überflüssige Ratschläge von Aussenstehenden muss man sich das ganze Leben lang gefallen lassen – auch, oder sogar noch mehr im Alter.

  • Schorsch sagt:

    Bleibt nur noch zu erwähnen; dies ist nun Eine von vielen Möglichkeiten, wo sich Menschen unangenehm mit anderen Leuten ihren Lebensformen beschäftigen…Die Reihe ist lang und der Schaden oft gross !

  • Trudi sagt:

    Alles was Menschen in IHREM Leben machen ist ihre Sache. Die Anderen wer ist das niemand der mir etwas zu befehlen hat. Solange ich meinen Lebensunterhalt selbst finanzieren kann mache ich in meinem Leben was ich will. Wenn mir jemand unflätig kommt bekommt er es so zurück ich da habe keine Lust nett zu sein.

    • Flo, die echte! sagt:

      Alles was Menschen in IHREM Leben machen ist ihre Sache
      Na ja, das möchte ich doch etwas differenzieren. Eine Frau, ob jung oder älter, ob allein oder mit Unterstützung der Familie/des Umfeldes, welche ja zu einem Kind sagt übernimmt nicht nur für sich, sondrn auch für ihr Kind Verantwortung.

    • Trudi sagt:

      Es ist so, schon alleine ihres Veto geht mir auf den Geist, sie sind auch eine von den Menschen die alles besser wissen wollen. Ist ja wohl klar das sie die Verantwortung für das Kind übernimmt.Ist ja auch nicht das Hauptthema des Artikels sondern das dreinmischen der Anderen, aber es ist immer noch in Ihrem Leben in dem sie sich einmischen. Geht sie nichts an. Frau Sander sagt das deutlich sehr gut.

  • Corinne Sander sagt:

    Wie auch immer, es gibt immer und überall Menschen, die es immer besser wissen und sich noch besser fühlen, wenn sie es hinausposaunen oder eben Frauen und Männern gleich direkt ins Gesicht sagen. Es passsiert vielen Frauen, vielen Männern, vielen Flüchtlingen, Menschen mit dunkler Hautfarbe, oder eben Jugendlichen hinsichtlich irgendeinem Verhalten, das den Selbstgerechten nicht passt … weil so viele Leue zu wissen meinen, wie man oder wie ‚es‘ zu sein hat. Das ist nur respektlos und borniert. Und dumm.

  • Minder Werner sagt:

    Liebe junge Mutter, ich verstehe Ihre Botschaft und weshalb Sie diese uns überbringen. Ich bin selber relativ jung (21) Vater geworden, musste mein Jura Studium abbrechen, da Geld für die Familie fehlte. Meine damalige Freundin und ich waren ganz alleine, wir hatten nur ein paar Familienmitglieder, die uns etwas halfen. Finanziell war es ein Disaster, was dann früher oder später zur Trennung folgte.
    Ich will damit nur sagen, dass wir hier in der Schweiz keine wirkliche Gesellschaft , weder einen Staat haben, die solche Situationen begrüssen und unterstützen. Bitte passen Sie auf, junge Menschen ohne Ausbildung Mut zu machen, Kinder in die Welt zu setzen. Heute geht es uns gut, aber nur weil ich kämpfen musste wie ein Löwe, das schafft bei weitem nicht jeder. Gruss aus meinem Garten 😉

    • Mary-Anne Renée sagt:

      Nicht der Staat ist für den Nachwuchs verantwortlich. Meine Nichte wurde mit 16 Mutter, sie hat ihr Kind erzogen, Abi gemacht, ihr Magister Studium in Jura mit summa cum laude abgeschlossen. Alles ohne den biologischen Erzeuger. Nur mit der Familie!

      • A. Bürki sagt:

        Denken Sie doch bitte nochmals über Ihre Aussage „Meine damalige Freundin und ich waren ganz alleine“ nach?
        Das widerlegen Sie nämlich danach mit „wir hatten nur ein paar Familienmitglieder, die uns etwas halfen“ – also ein grosses DANKE an diese. Und eben: nur schon wenn eineR hilft, ist man nicht mehr alleine. Wahr oder nicht?

        Sorry, viele Leute meinen das sie alleine sind obwohl sie es nicht sind. Man erinnert sich gerne und oft an die negativen Dinge, aber die positiven vergisst man in Sekunden. Erinnere Dich und sag DANKE!!!
        Danke

  • Lisa sagt:

    Meine Schülerinnen bekommen z.T. schon früh ihre Menstruation, 11/12/13 Jahre…in diesem Alter schwanger zu werden würd ich also schon seeehr komisch finden.
    Aber 16,17…ist ok. Genauso wie mit 45.

    • Alain Burky sagt:

      Klar. Ausreisser gibt es immer. Nach unten – oder gegen oben. „Der blinde Wille der Natur“; würde der Philosoph Arthur Schopenhauer (selbst kinderlos) wohl meinen. Franz Kafka, ein Schriftsteller aus Prag hatte ein anderes Problem: „Heiraten, eine Familie gründen, alle Kinder, welche kommen, hinnehmen, in dieser unseren Welt erhalten – und gar noch ein wenig führen, ist meiner Meinung nach das äusserste, das einem Menschen überhaupt gelingen kann“. Brief an seinen Vater. Leider blieb es ihm vergönnt. (Schwierige Liebesbeziehung).

  • Adina sagt:

    Liebe Frau Weber, ich freue mich für Sie dass Sie so eine junge und tolle Mutter sind, vor allem dass Sie die Mut gehabt haben ein Kind mit 17 Jahre zu bekommen. Ich bin mir allerdings sicher dass Sie die Unterstützung Ihrer Eltern haben, ohne diese ist es auch für uns, ältere Mütter, gar nicht so einfach.
    Vor allem finde ich Ihre frühe Mutterschaft auch deshalb mutig, weil ich, zB auf der Website Girls not Brides, auf Tatsachen gestossen bin die mir vorher so gar nicht bewusst waren. ZB dass eine Schwangerschaft für einen so jungen Körper (obwohl dieser zur Schwangerschaft fähig ist) eher gefährlich sein kann, eine spontane Geburt sowieso.

  • Sarah sagt:

    Mich bewegen die Schilderungen dieser jungen Mutter tief. Auch mein Mann und ich sind dazumal jung Eltern geworden. Auch für mich war das Schwierigste daran, mit dem misstrauischen Argwohn der Umgebung umzugehen, ausgeschlossen die ermutigenden Reaktionen, denen wir auch begegneten. Es freut mich, dass in der Zwischenzeit auch die Stigmatisierung von jungen Eltern thematisiert wird. Denn die Vorurteile, mit denen ich und in der Folge meine Tochter zu kämpfen hatten, erlebte ich als sehr entmutigend. Der Autorin, dem Jungen Vater und deren Tochter von Herzen alles Gute. Der Blog zeigt, inwiefern die junge Frau es schafft, sich von entmutigenden Vorurteilen Ihrer Umgebung zu distanzieren und eine positive Identität als junge Mutter zu erkämpfen, bzw. bewahren.

  • Hans Minder sagt:

    Interessant ist immer, dass die Sichtweise der (Halb-)Erwachsenen ins Zentrum gerückt wird. Junge Mutter fühlt sich missverstanden / Reife, erwachsene Betrachter sind überfordert.
    Tatsache ist, dass hier eine wundervoller Menschr heranwächst, der wahrscheinlich in dieser Welt einiges erreichen und sich vielleicht in ein paar Dekaden um die Mutter kümmerern wird. Die Vorstellung, einer Tochter durch Abtreibung dies zu verunmöglichen ist nicht nur schmerzhaft, sondern gefährlich. Die Erwachsenen scheinen heute zu denken, man dürfe alles nach eigenem Gutdünken biegen und brechen, sogar das Leben anderer.

  • mira sagt:

    Wäre ich mit 16 schwanger geworden, hätte ich das Kind auch behalten. Daher kann ich das gut nachvollziehen. Und wie ich mich kenne, wäre ich auch meinen Weg gegangen. Vielleicht nicht den gleichen, aber so what?

    Würde meine Tochter schwanger werden (was ich in dem Alter nicht hoffe 🙂 ), dann würde ich dafür sein, dass sie das Kind behält. Mit Kita/Kiga/Grosseltern etc. lässt sich nebenher auch Schule/Ausbildung/Uni stemmen. Und eine so junge Mama zu haben hat auch Vorteile…

    Dumme Kommentare kriegen übrigens auch ältere Eltern. Das scheint mir eher ein Typ-Problem, als ein Alters-Problem zu sein. Lamentier-Posts in diese Richtung gab es ja hier schon öfters. Ich selber war nie betroffen, offensichtlich wirke ich nicht attraktiv genug auf „Nörgelis“…

    • Sabrina Steiner sagt:

      Ich würde mich schämen für meine Tochter und mich fragen,was ich falsch gemacht habe. Habe null Verständnis für sowas.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sabrina Steiner

        wie alt sind Sie?
        Dass die ersten Gefühle und Gedanken ein ziemliches Chaos, inklusive Scham, sein können ist sehr nachvollziehbar. Vermutlich sogar nicht mal beunruhigend, da einfach menschlich.

        Aber falls Sie schon mehrere Jahre Mutterschaft hinter sich haben wäre ein klein wenig Reflexion durchaus nützlich, dass man als Eltern in Situationen kommen kann die man sich nie vorgestellt oder gewünscht hat ist das Leben- und dieses Leben kümmert es herzlich wenig ob „ich“ dafür Verständnis habe oder nicht. Alles was dieses Leben will ist da-sein für mein Kind.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Und ehrlich gesagt, ich würd mich eher fragen was ich falsch gemacht habe wenn eines unsrer Kinder jemand anderem langfristigen Schaden zufügt, gemein&böse ist und anderes aus den destruktiven Kategorien-, aber weil es an einer Schwangerschaft mitbeteiligt ist oder selbst schwanger ist?

      • katharina anna sagt:

        Oje Frau Steiner, wahrscheinlich würden sich viele Fragen in der Situation, wie es kam. Aber Ihre überhebliche Haltung die aus ihre Zeilen spricht, erweckt bei mir leider nur noch Mitleid. Es scheint doch, dass die junge Mutter sher gut mit der Situation zurecht kommt und stolz sein darf. Ich hoffe sie gehen andere Klippen im Leben entspannter und zuversichtlicher als mit Fremdschämen an.

      • Clara Müller sagt:

        Wofür haben Sie kein Verständnis? Dafür, dass auch sehr junge Menschen gelegentlich Sex haben? Oder dafür, dass sie manchmal genau so wie ältere etwas leichtsinnig sind und daraus eine Schwangerschaft resultiert? Es ist eigentlich völlig egal, ob Sie Verständnis dafür haben. Es passiert nun mal, Menschen machen Dummheiten und tragen die Konsequenzen. Auch in diesem Fall, und zwar bravurös.

      • Meret sagt:

        Sabrina Steiner, du tust mir einfach nur leid. Und deine Tochter grad auch. Meine Tochter ist auch 17 und ich würde mich auch nicht freuen, wenn sie den Fehler der unterlassenen Verhütung begehen würde. Aber ich wäre sowas von stolz auf sie, wenn sie die Verantwortung für dafür voll übernehmen würde und weder eine Abtreibung noch Adoption in Erwägung ziehen würde. Denn Fehler machen wir alle – aber nicht alle stehen dazu und tragen die Konsequenzen. Das habe ich ihr zu vermitteln versucht, während der ganzen Kindheit. Du würdest deine Tochter deine Scham fühlen lassen, nicht wahr, bis an dein Lebensende. Und jeder Windelwechsel, den du durchführst, wäre ein Anlass, sie daran zu erinnern, dass sie Schande über die Familie gebracht hast. Traurig, dass du diese Einstellung hast.

  • Schobert sagt:

    gab auch junge muttis zu meiner zeit aber die waren um die 20. die frage ist berechtigt wie ein teenager ein kind finanzieren soll. oder ob dieses teenie nicht einfach ein verzogenes gör ist das seinen kopf durchsetzen will, irgendein dummkopf wird schon zahlen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Frage ist eher, wie kommen Sie darauf, dass die Mutter ihr Kind finanzieren soll? Diese Frage ist dann auch so ziemlich das Nebensächlichste, was einem zu dem Thema einfallen kann.

    • Helene sagt:

      Sie haben den Text ja gelesen und wissen, dass dies offensichtliche eine junge Frau ist, die sich entschieden hat Verantwortung zu übernehmen! Etwas besseres kann man sich von seinen Mitmenschen gar nicht wünschen.
      Wer, wie, was finanziert, geht sie im Fall der jungen Frau genau so wenig an, wie bei anderen Menschen. Und wenn ein unterstützende Familie (finanziell, liebend, anpackend, Freiraum gebend) im Hintergrund da ist, ist dies jedem Menschen zu wünschen. Vergessen Sie bitte nicht, dass da hoffentlich auch ein junger Mann verantwortungsvoller Vater geworden ist.

  • Monika Diethelm sagt:

    Das ist meines Erachtens eine sehr beliebte Unsitte, fremden Leuten oder auch solchen, die wir kennen, die uns aber nicht nahe stehen, dauernd dreinzureden. Sicher passiert das jungen Müttern besonders oft, aber auch wenn man mit 35 oder 40 ein Baby hat, kann das passieren, ebenso in vielen anderen Situationen. Wie wäre es, wenn wir Menschen, bevor wir uns einmischen, erst einmal überlegen, ob das wirklich nötig ist? Oder anstatt ungefragt Ratschläge und Urteile abzugeben, etwas Freundliches sagen, das wird meistens gerne gehört.

    • Aber Hallo sagt:

      Genau meine Worte. Ich werde mit meinen 30 Jahren und zwei Kindern in letzter Zeit regelmässig von fremden Leuten kritisiert – bzw. meine Kinder, aber es ist an mich gerichtet. Auffallend ist, das dies besonders oft passiert, seit ich mit dem dritten Kind schwanger bin. Als ob es den mir fremden Leuten ein Dorn im Auge ist, dass diese – für heutige Zeit relativ junge Mutter – noch einen Bengel mehr auf die Welt jetzt, wenn sie doch schon zwei Wildfänge hat. Kann mir lebhaft vorstellen, dass ganz junge Mütter, noch viel mehr solche Situationen erleben. Habt Mut und lasst euch nicht verwirren! Ich ärgere mich zwar auch jedes Mal grün und blau über solche Leute, Wert sind sie es aber nicht – nur neidisch.

      • Brunhild Steiner sagt:

        …anstatt sich grün und blau zu ärgern legen Sie sich besser ein paar humorvolle Antwortszenarien zurecht- inzwischen wissen Sie ja mit welchen Bemerkungen Sie rechnen dürfen. Besonders auf die besorgte Nachfrage „nun ist aber genug, oder?“

  • Katharina sagt:

    Was für ein schöner Text!
    Wahrscheinlich hätte ich (58) ähnlich gedacht wie manche der Damen, denen Sie so begegnen (begegnet sind). Ziemlich sicher hätte ich mich nicht ungefragt eingemischt, aber trotzdem…..
    Danke, Sie haben mir den Spiegel vorgehalten und mich zum Nachdenken gebracht. Solche Vorurteile werde ich zukünftig hoffentlich hinterfragen.

  • Ilaria sagt:

    Als ich den Artikel gelesen habe, dachte ich du erzählst meine Geschichte. Mir ging und geht es genau gleich. Ich werde im Oktober 25 und meine Tochter wird nächsten Monat schon 8. Ich weiss ganz genau wie du dich fühlst und gefühlt hast… Es ist traurig zuzusehen wie sich die Menschheit entwickelt oder eben doch nicht. Wie du richtig geschrieben hast, es ist unbeschreiblich sie anzuschauen und sich zu denke welche wunderbare Kreatur wir da auf die Welt gesetzt haben. Toller Artikel und super geschrieben ich fühle mit dir.
    Ilaria und ihre 8-jährige Tochter lassen dich und deine Prinzessin herzlich grüssen.

  • Peter Lustig sagt:

    Ich erlebe es im Moment umgekehrt. Bin 43 und möchte gerne noch Vater werden, wenn Mrs Right doch noch kommen sollte. Meisten höre ich aber, dass ich dem Kind schaden würde, es würde ausgelacht, wenn der „Grossvater“ an Schulanlässe geht oder den Kindergeburtstag ausrichtet etc. Oder dass ich nicht fähig sein werde, mit dem Kind zu spielen und dergleichen mehr. Es ist wie überall: fällt man aus der gängigen Norm ist nicht gut.

    • Lia sagt:

      das ist doch kein Problem – der Vater eines 7jährigen Kollegen meines Sohnes ist 67. Dem schadet eher, dass der Vater nie versucht hat, sein Kind unter andere Kinder zu bringen und es sich mit über 60jährigen Männern aufhalten musste.

      • déjà-vu sagt:

        nicht die jahre zählen, es ist die intensität der vater kind beziehung. und wenn schon, dann zählt das biologische alter weit mehr. nur ein tolerantes umfeld wird das ebenso wahrnehmen. daran dürfte in der schweiz noch intensiv geübt werden…

    • Lichtblau sagt:

      Mein Mann war auch 43 bei der Geburt unserer Tochter – und er ist damit keinesfalls negativ aufgefallen. Im Gegenteil, er gehörte im „Ranking“ ihrer Schulkameraden eindeutig zu den Coolen – niemand hat ihn je für den Grossvater gehalten und seine Kinderpartys sind Legende. Aber ich schätze die Erstbabyväter in meiner Umgebung auf durchschnittlich 38 – da wäre der Unterschied ja marginal.

    • Flo, die echte! sagt:

      Peter Lutig: wenn Namen Omen sind, dann habe ich keine Angst für deinen künftigen Sohn/deine künftige Tochter!
      Es gibt, wie wir alle wissen Menchen die mit 30 schon so abgeklärtund altbacken sind, wie 60 jährioge. Das amtliche Alter zählt nicht, das gelebte und gefühlte Alter ist das was unser Leben beeinflusst.
      Zu deinem Trost und Ermutigung: mein Sohn war beinahe so „alt“ wie du als er zum ersten Mal Vater geworden ist. Er wird, von seinem mittlerweile 7 jähr. Sohn, heiss geliebt – ebenso von all den Spiel- und SchulgefährtInnen seines Sohnes..
      Viel Glück bei finden der dazu bereiten und passenden Frau!
      Noch einmal; nicht das Alter auf dem Papier zählt, es ist das gelebte und gefühlte Alter was zählt.

    • Meret sagt:

      Ich wünsche dir von ganzem Herzen, dass Mrs Right kommt! Ich hatte auch einen „alten“ Vater und da er zudem bei meiner Geburt schon ganz ergraut war, haben wir die Sprüche vom Grossvater, der aber ein ganz lieber ist, dass er noch mit mir auf die Rutschbahn kommt, bis zum Übergeben gehört. Und er war der beste Vater, den ich mir hätte wünschen können. Der einzige Wehmutstropfen ist, dass er seine Enkelin nicht mehr erlebt hat. Also bitte kümmere dich nicht um blöde Sprüche wenn es dann soweit ist – und halt die Augen offen nach Mrs Right!

    • Trudi sagt:

      Herr Lustig mit 43 Jahren ist man nicht alt es ist mitten im Leben und wenn Mrs Right kommt dann nichts wie los. Sie werden dem Kind nicht schaden sondern viel Erfahrungswert mit auf den Lebensweg geben. Die Norm auch das ist so ein langweiliges Klischee. Sich selbst sein ist das Beste. Viel Glück.

  • Andrea Meier sagt:

    Meinen Glückwunsch zur Tochter, zum Mut & Entschlossenheit, sich so „jung“ für den Weg Familie zu entscheiden. Egal ob geplant oder nicht. Wenn man/frau als bewusste Mutter auf sein Herz hört, ist es immer das Beste in allen Dingen-Erziehung, Liebe, Geborgenheit. Aufgrund der vielen Reaktionen die Sie erfahren haben, haben Sie ganz sicher alles „richtig“ gemacht. Dfnn hätten Sie so gehandelt (oder ebennicht) wie das dem wohl bekannten TV-Clichee entspricht, hätte sich ja niemand nach Ihnen umgedreht! Alles Liebe und Gute für Sie (beide) in Zukunft!

  • Roland Stuber sagt:

    Wirklich sehr gut geschrieben!
    Sehr gut analysiert- Danke für das Beainfood!!
    P.S. Anderswo kriegen junge Frauen ihre ersten Kinder noch früher und die Gesellschaft hat kein Problem damit – regen Sie sich nicht so auf….
    Bei uns gehts jetzt halt Richtung Überalterung und (erstmals) Mutter werden mit 45. Geht auch nur weilunser Wohlstand das zulässt.

  • Thomas sagt:

    Bei vielen Punkten ist es so:
    Man kann auch mit 36 Vater werden und die ganze Welt meint, man wisse besser als die Eltern wie man mit einem Kind umgehen soll. Da gibt es wildfremde Personen, die einem erklären dass man das Kind nicht so häufig herumtragen soll,…

    Das ist das natürlichste auf der Welt. Ebenso wenn man als Vater immer noch Motorrad fährt. Wobei, meine Frau fährt auch Motorrad und das wird noch weniger verstanden. 🙂

  • Lena sagt:

    Schon Recht: Einerseits kokettieren mit einzigem Babybauch, andererseits empört sein, wenn nicht alle gleich von zu Beginn und vollstes Verständnis aufbringen. Lass Dir mal was gesagt sein, Mädchen: Die Leute meinen immer, unabhängig vom Alter der Mutter, sie wüssten es besser, insbesondere unbekannte Personen. Aber sich generell aufzuregen, weil etwa eine Krankenschwester nicht sogleich eine Teenagerin als Mutter des Kindes erkannt hat, ist einfach lächerlich. Schwangere Minderjährige sind nun mal ein ungewöhnlicher Anblick in „unseren Breitengraden“.
    Aber dass ( Dir bekannte) Leute, die eventuell ein bisschen mehr Lebens- und Kindererfahrung haben, Dir als Ratschläge geben wollen, ist verständlich. Offensichtlich hast Du ja es mit der Verhütung dazumals auch nicht wirklich verstanden.

    • Luca Ohnsorg sagt:

      Dieser Post gehört wohl auch in die Sparte ‚verschwurbelte Assoziationsfetzen‘. Ich denke, dass sich die Mutter gar nichts sagen lassen muss. Im Gegenteil- Leute wie Lena sollten einfach die Klappe halten. Es steht ausdrücklich, dass es ein Wunschkind war.

      • Lena sagt:

        „Meine Tochter war kein Wunschkind“…? „…die Zeugung dieses Kindes nicht geplant“…
        Vielleicht erst mal den Text lesen, Luca, bevor man(n) über andere herfällt, nicht?

      • Luca Ohnesorg sagt:

        «Vielleicht war die Zeugung dieses Kindes nicht geplant, aber seine Geburt war es. Meine Tochter war kein Wunschkind, ist aber der beste Zufall meines Lebens. Und ganz sicher war sie kein Unfall. Bei einem Unfall kommen Leute zu Schaden, da geht etwas kaputt.»
        Klarer kann man die Erwünschtheit eines Kindes nicht ausdrücken.
        Ihre arrogante Art zu schreiben, Lena, erinnert mich an Leute die andere einfach fertig machen wollen. Aus einem unergründlichen Hass. Eine schwangere Frau ist doch schön anzusehen. Warum soll man nicht mit einem Baby Bauch stolz sein? Die eifersüchtigen anderen Frauen sind da eher das Problem … Wenn ich Gesprächen zuhöre wenn eine Mutter einer werdenden Ratschläge gibt, dann wird es mir echt schlecht. Schweiget und lasst das Kind wachsen und stört es nicht dabei.

      • Lichtblau sagt:

        @Lena: Johanna Spiry, sind Sie’s?

      • Alain Burky sagt:

        @Luca Ohnsorg: D’accord!

    • Annelise Meyer sagt:

      Lena: müssen Sie in diesem Ton schreiben? Ich weiss, es ist das anonyme Internet, aber gewisse Höflichkeitsnormen könnte man trotzdem einhalten, oder?

      • Lena sagt:

        Was genau gefällt Ihnen an meinem „Ton“ nicht?

      • Ka sagt:

        dass Sie sie einfach duzen, zum Beispiel!

      • Hotel Papa sagt:

        Na ja, einfach duzen tu ich im Internet auch. Das gehört zum Medium.

        Trotzdem ist die Attacke daneben und unterstreicht nur, dass die Phänomene, die Jule beschreibt, sehr real sind.

        Die Frage ist, ob man sich daran aufhalten soll. Manche Menschen sind halt so. Man/frau muss nicht jedem gefallen wollen.

      • Andy sagt:

        Nur schon der Satz «Lass Dir mal was gesagt sein, Mädchen» zeigt doch dass Sie sie als Mutter nicht ernst nehmen. Und dann diese Unterstellung mit der Verhütung geht gar nicht. (Schliesslich ist selbst bei korrekter Anwendung kein Verhütungsmittel 100% erfolgreich.)

      • Ka sagt:

        @ Hotel Papa: ich habe nichts gegen duzen, aber man betrachte den Unterschied, dass sie die Autorin duzt, die anderen Kommentarschreibenden aber per Sie anspricht. Da gehe ich mit Andy einig, dass die Lena die Autorin als erwachsene Person nicht ernst nimmt. Und damit ist sie das beste Beispiel für den Artikel!

    • Lichtblau sagt:

      Sorry, Spyri natürlich. So viel G’gspyri muss schon sein.

    • Sabrina Steiner sagt:

      Ganz meiner Meinung. Auch noch stolz sein drauf.

    • Aber Hallo sagt:

      Mit 24 ist die Autorin kein Mädchen mehr. Sie ist eine erwachsene Frau. Und mit ihrer Erfahrung wohl reifer als die meisten anderen Frauen.

  • Luca Ohnsorg sagt:

    Wenn meine 16-jährige Tochter und ich mit meinem Säugling, dem kleinen Bruder meiner Tochter, mit Kinderwagen spazieren gehen, erleben wir dasselbe wie die Autorin dieses Textes. Es ist wirklich stossend. Stellen sie sich vor ich würde sagen, dass dies eben meine Tochter ist … was würden wohl die Leute denken? Es ist hoffnungslos … Warum sollen die Leute etwas gutes denken wenn sie etwas schlechtes denken können. Was rede ich da von Denken .. es sind eher irgendwelche verschwurbelten Assoziationsfetzen die da im Kopf schwimmen und zusammenhangslos ausgespuckt werden, mit glucksenden Lauten genannt Sprache. Auf Bemerkungen sage ich dann einfach: ‚ich würde sie fragen wenn ich ihre Meinung wissen möchte und fragen sie das nächste Mal zuerst, ob ich ihre Meingung hören möchte …‘

    • Alain Burky sagt:

      Habe auch solche Erfahrungen: War der Älteste in der Familie – mit 3 Kindern. (Bruder etwas jünger). Meine liebe Schwester, eine sog. Nachzüglerin. Heisst 12 Jahre jünger als ich. Stolz hatte ich sie als Kleinkind (wie Bebe) ausgeführt, über Stock und Stein. Mit diesem Buggy. Ich glaube, das gefiel ihr sehr.

  • Stefan Burger sagt:

    Grandios auf den Punkt gebracht ! In Europa wird Kinderkriegen in der Jugend als Problem gesehen. Der ganze soziale Diskurs redet den Jugendlichen ein, sobald man Kinder hat, ist man nicht mehr frei, das Leben eigentlich schon halb zu Ende. Bevor man ein Kind kriegt, muss man eine Ausbildung abgeschlossen, einen festen Job gefunden, mehere Jahre mit dem Partner zusammen gelebt und mindestens zwei Weltreisen gemacht haben. Als ich mit 25 Vater wurde, dachten alle, es sei ein Unfall gewesen und meine Mutter (damals 58) sagte mir mit bebender Stimme, sie sei noch nicht bereit, Grossmutter zu werden. Derweilen gratulierte mir mein Schwager aus Afrika am Telefon: Es sei ja auch langsam Zeit gewesen ! Er war damals 35 und gerade erst zum ersten Mal Grosspapa geworden….

  • CoffeeToffee sagt:

    Toll geschriebener Text, danke! Unglaublich was die Leute sich einmischen. Da würd ich mir glaub auch ein paar Hammersätze zurechtlegen um für die nächste Dreistigkeit gewappnet zu sein….

  • Elisabeth sagt:

    1968. Ich war 18 – also damals erst in 3 Jahren volljährig. Unsere Tochter kam auf die Welt und ich war als uneheliche Mutter aber sowas von asozial. Mein Freund – und 3 Jahre später mein Mann, denn mit 21 durfte ich heiraten, musste seine eigene Tochter adoptieren, um als Vater durchgehen zu dürfen. Der Mief der Nachkriegsjahre war immer noch nicht abgezogen, doch wir legten uns ein dickes Fell und sehr viel Selbstbewusstsein zu. Bloss nicht hinhören, wenn die frommen Tanten sprechen….

    • Alain Burky sagt:

      Ich hatte als 20-Jähriger (gerade volljährig) geworden, das Einverständnis der Eltern bekommen. Sie war auch gerade eben 18 Jahr. Hippy-happy-end gratulierten uns die Freunde. Man gibt ja immer sein Bestes. Pragmatisch.

    • Gerhard Engler sagt:

      @Elisabeth: Das war aber nicht in der Schweiz. Damals wurde man mit 20 mündig und Frauen durften ohne Zustimmung der Eltern bereits mit 18 heiraten .

      • Alain Burky sagt:

        Ich brauchte auf dem Standesamt die Unterschrift des Schwiegervaters. Darum war er auch Trauzeuge. Ging in einem zu. Die beiden Väter diskutierten über alte Zeiten mit dem Gemeindeschreiber. Wir waren einfach auch noch da. Alter Frau: 18 Jahre plus 5-6 Monate.

      • Alain Burky sagt:

        Darum darum sind die beiden Söhne (kumuliert), also zusammengezählt, schon einiges älter als ich. So bleibt auch Papa jung. Einholen können sie mich aber nicht, pro Person.

    • Flo, die echte! sagt:

      oh mein Gott, was erinnert mich das an meine ersten Jahre als ledige Mutter – 1970!
      Nachträglich habe ich von der Hauswartin erfahren das vor unserem Einzug eine Mieterversammlung stattgefunden hatte und man mit ganz knappem mehr einverstanden war das „so eine wie ich“ einziehen durfte,
      Als ich mit meinem Sohn einzog, erklärte mir eine nette Nachbarin das ich natürlich Herrenbesuch haben dürfe.
      Und nach nach mehr als 10 Jahren die wir dort wohnten sprachen mich die lieben Damen im Haus noch immer mit Fräulein an.
      Die Herren grüssten mich nur wenn sie mir allein begegneten – zusammen mit ihreren Frauen ignorierten sie uns/mich!
      Ein dickes Fell, verstopfte Ohren und ganz viel Humor halfen uns über vieles hinweg!

      • Trudi sagt:

        Ja ein dickes Fell und Selbstachtung musste man in Ihrem Fall damals haben. Sie waren der Zeit und diesen Fraueli weit voraus na und die Männer waren damals so wie immer ich bin ein Mann somit ist eine ledige Mutter ein Fräulein gewesen. Solche respektlose Dummheit aber ledige Frauen waren auch Fräulein. Wenn sie noch gut aussahen so waren die Frauen eifersüchtig und die Männer sahen Ihnen gierig nach. Das es in der heutigen Zeit noch solchen altertümlichen Quatsch gibt ist nur mit Dummheit zu verstehen.

  • simone sagt:

    ich wünsche mir, dass alle jungen frauen, die ungeplant schwanger werden, diesen umstand ihrem umfeld zumuten dürfen.
    habe ich doch grad kürzlich gehört,
    dass wieder eine junge frau glaubte, ihre schwangerschaft vor ihrer familie und ihren freundInnen verheimlichen zu müssen.
    wie traurig!
    dieses thema sollten alle eltern mit ihren kindern besprechen und ihnen ihre fürsorge und liebe zusichern, falls eine schwangerschaft ungeplant ins leben tritt.
    meine beiden töchter wissen, dass sie in solch einem fall meine unterstützung hätten.

  • Reto sagt:

    Unmündige Menschen sollten noch keine Kinder kriegen. Ganz einfach darum, weil es sich rechtlich widerspricht. Erst mit 18 übernimmt man hierzulande wirklich Verantwortung für sein Tun. Damit gehen neue Rechte und Pflichten einher. Unser Rechtsstaat ist bewusst nicht nicht auf kinderkriegende Kinder ausgelegt. Davon profitieren gerade die Frauen , die dank diesem System nicht auf Mutterschaft und Gebären reduziert werden.

    • Brunhild Steiner sagt:

      „Unmündige Menschen sollten noch keine Kinder kriegen.“

      Also ich schätz den Schaden, den unmündige Kinder mit ganz legalem Alkoholkonsum anrichten, um Welten höher ein, als die noch-nicht-18-jährigen welche sich bei einer ungeplanten Schwangerschaft für ein Ja entscheiden.

      • Franziska sagt:

        Was man nicht alles sollte oder nicht sollte – genau dagegen wehrt sich die Autorin. Früher lag die Mündigkeit bei 20 und ging auch damals nicht immer mit der wirtschaftlichen Mündigkeit (Selbständigkeit) einher. Natürlich sollte man frühe Mutterschaften in einer Gesellschaft nicht zu Hauf haben. Wenn heute die ersten sexuellen Erfahrungen eben bei 13 und 14 liegen, kann es auch mal Kinder geben. Das ist eine Folge des Tuns, die sich auch heute nicht ganz ausschliessen lässt. Und ein moralischer Abtreibungszwang ist ebenso unwürdig wie früher der Gebärzwang. Auch das Freigeben zur Adoption hat nie alle glücklich gemacht. Diese Frau ist aber offensichtlich sehr glücklich. Was will man mehr! Ich freue mich für sie und wünsche weiterhin alles Gute.

      • Felicitas Marti sagt:

        Sie müssten die Situation aus nächster Nähe erleben, z.B. als Eltern einer schwangeren Minderjährigen. Da könnten Sie aus Erfahrung sprechen. Ausbildung nicht abgeschlossen, mit „Freund“ ein paar Wochen zusammen, auch er ohne Ausbildung und ohne eigene Wohnung. Was glauben Sie, wer ungefragt in die Verantwortung gezogen wird? Eine völlig neue Situation für die berufstätigen Eltern der minderjährigen Schwangeren, die in den meisten Fällen zu Überforderung führt. Als Unbeteiligte sieht man das sehr locker … Es gibt noch eine andere Realität als die der Autorin. Abtreibung ist in den meisten Fällen der bessere Weg, aber die so schlauen Kinder merken es vielfach erst, wenn sie im 5. Monat sind.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Felicitas Marti

        niemand behauptet es sei einfach, aber ist machbar.
        Und es ist nicht wahr, dass Sie als Eltern der Schwangeren automatisch in der Pflicht stehen, jedenfalls nicht viel mehr als ohnehin bis eine Erstausbildung abgeschlossen ist.
        Verschiedenste Möglichkeiten zur Unterstützung sind da, allerdings muss man Hilfe in Anspruch nehmen wollen, sich erkundigen.

        Ich bin sehr dankbar haben unsere Jungs/Mädchen keine Eltern, für die von vornherein feststeht dass Abtreibung der bessere- weil für uns bequemere!!!- Weg ist.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Feli citas Mar ti

        niemand behauptet es sei einfach, aber ist machbar.
        Und es ist nicht wahr, dass Sie als Eltern der Schwangeren automatisch in der Pflicht stehen, jedenfalls nicht viel mehr als ohnehin bis eine Erstausbildung abgeschlossen ist.
        Verschiedenste Möglichkeiten zur Unterstützung sind da, allerdings muss man Hilfe in Anspruch nehmen wollen, sich erkundigen.

        Ich bin sehr dankbar haben unsere Jungs/Mädchen keine Eltern, für die von vornherein feststeht dass Abt reibung der bessere- weil für uns bequemere!!!- Weg ist.

      • 13 sagt:

        Frau Marti,
        Der bessere Weg für wen? Die berufstätigen Eltern der minderjährigen Schwangeren? Die Schwangere selber? Das Kind? Die Gesellschaft?

        Würde eines meiner Kinder minderjährig und schwanger zu mir kommen (resp. minderjährig mit schwangerer Freundin), dann wäre meine grösste Aufgabe darin, sie dabei zu unterstützen, herauszufinden, was für mein Kind das Beste wäre. Und dann nach der Entscheidung dabei zu unterstützen, die Konsequenzen zu tragen. Gleich wie bei einer Ehe gilt auch in der Elternschaft in guten und in schlechten Tagen. Und da geht es dann nicht um die schnellste und einfachste, sondern langfristig beste Lösung, egal wie sie aussieht..

    • 13 sagt:

      „Unmündige Menschen sollten noch keine Kinder kriegen.“

      Aha! Und wie soll das genau gehen? Keuschheitsgürtel? Zwangsabtreibung? Verdingen der Kinder, falls sie trotzdem entstehen?

      Und was würden sie denn tun, wenn Ihre Tochter mit 16 schwanger zu Ihnen käme? Oder passiert das nur anderen (eben dem Milieu, das die Autorin beschreibt)?

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Kindheit endet mit der hormonalen Pubertät, also spätestens mit 14. Wenn die Personen dann nicht erwachsen sind, hat deren Erziehung versagt. Konsequent ging man in den humaneren Zeiten der Menschheitsgeschichte ab 14 Jahre einer vollumfänglichen Arbeitstätigkeit nach. Die Phase ‚Jugend‘, als selbstständig angesehen, ist eine Erfindung der Nachkriegszeit.

      Wenn Sie auf das Schutzalter von 18 Jahren anspielen, dass halten Entwicklungspsychologen für viel zu spät angesetzt. So geht man verschiedentlich auch zum Wahlrecht ab 16 Jahren über.

      Mit 17 das erste Kind zu bekommen sollte der Standard sein. Die wenigen, historisch unbedeutenden Abweichung einer Minderheit von Menschen in historisch sehr kurzer Zeit sind eher ein Artefakt der Geschichte, welcher sich wieder richten wird.

      • Reto sagt:

        14-jährige Mädchen sind hierzulande nicht erwachsen. Und ehrlich gesagt finde ich ihre Einstellung rückständig. So rückständig wie all die Länder, in denen 17-jährige mit Kindern normal (und aufgrund fehlender Perspektiven „erwachsen“) sind. Zudem sind Frauen in diesen Ländern wenig wert und oft mit viel älteren Männern verheiratet. Hoffentlich teilen sie nicht auch noch diese „Ideale“.

      • Adina sagt:

        @ MuttisLiebling: Geht es Ihnen gut???!!!
        Da gäb’s sonst nur noch ein Problemchen bei sehr jungen Paare die Kinder zeugen: Er, der männliche Erzeuger, scheint sehr abgeneigt in solch jungem Alter den Papi zu spielen. Die wenigsten tun das, und hauen lieber ab.
        Deshalb sollte Frau schön warten bis sie den richtigen Mann findet, der bereit ist sie und die gemeinsamen Kindern zu unterstützen. Idealerweise.
        Mit 17 Jahre hat eine junge Frau den richtigen Mann nur mit extrem kleinen Wahrscheinlichkeit schon gefunden.
        Sie sollten übrigens wissen dass ein Kind erst ab 16 Jahre ein ausgereiftes Hirn hat. Und das weibliche Körper ist erst mit 17 Jahre wirklich reif.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Adina

        Woran erkennt man ein ausgereiftes Gehirn? So richtig fertig ist das nie. Beim Körper ist das einfacher. Die erste Geburt sollte erst nach dem Epiphysenschluss erfolgen. Das ist postpubertär aber die einzige Regel.

        Nie aber ist es einfacher, den richtigen Partner zu finden, als vor 20 Lebensjahren. Da finden sich zwei Unreife und reifen gemeinsam. Man sucht sich nicht den Passenden, man macht sich passend.

        Wenn das alles nicht so wäre, hätte die Humanevolution nie funktioniert.

      • Adina sagt:

        @ML: OK, aus medizinischer Sicht haben Sie Recht. Ich würde nur statt „soll“ das Wort „darf“ benutzen. Irgendwo hatte ich gelesen dass der Neocortex vor dem 16 LJ nicht ausgereift sei, aber ich weiss nicht mehr genau wo. Also belegen kann ich diese meine Aussage nicht.
        „Man macht sich passend“ Hmm, auch hier darf die Frau sich den aussuchen bei dem es am wenigsten anstrengend ist sich ihm anzupassen.

        Was für mich auf ein „reifes Hirn“ hindeutet ist die Fähigkeit, die eigenen (mit 17, weiss ich doch selber, ziemlich wilde) Gefühle im Griff zu kriegen, durch die erfolgreiche Einschaltung des Neocortex. Das, um über alle möglichen Konsequenzen des eigenen Tuns nachdenken zu können. Oder sonst auf älteren, lebenserfahrenen Menschen hören, die einem meist doch nur helfen wollen.

    • Ueli sagt:

      @Reto: Sie tun fast so, als ob der Staat bestimmen würde, ab wann Frau/Mann Kinder kriegen darf. Das tut er gottseidank nicht. Von „rechtlichem Widerspruch“ kann keine Rede sein.

    • Hans sagt:

      Ganz Richtig.
      Jetzt stellt sich nur die Frage, ob wir das Alter der Geschlechtsreife and unsere Gesetze anpassen, oder ob wir unsere Gesetze der Natur anpassen.

      • Reto sagt:

        Sie wollen hoffentlich nicht ernsthaft die Volljährigkeit herunterzusetzen. Das fordert u.a. die PNVD.

    • Thomas sagt:

      Dummerweise hat das Parlament der Biologie noch nicht zugestimmt. 🙂

    • Aber Hallo sagt:

      Frauen kriegen ihre Tage zwischen ca. 11 und 16 Jahren. Ab dann ist der Körper theoretisch bereit zum Kinderkriegen. Er wartet nicht auf die „Mündigkeit“. Die Natur hat andere Gesetzte – und das ist auch gut so.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Aber Hallo

        das ist nicht korrekt, die einsetzende Mens ist überhaupt kein Zeichen für okay-Bereitschaft des Körpers!
        Die flächendeckenden Probleme von jungen Müttern in Afrika, Inko ntinenz, An al-Fisteln usw sprechen eine sehr deutliche Sprache.

      • Muttis Liebling sagt:

        Kriterium ist der Epiphysenschluss. Der hat sich in Europa seit dem Ende des WK II im Zuge der Akzeleration immer weiter vor verlagert. Eine 17- Jährige in der Schweiz hat den in der Regel vollzogen und damit ist sie statistisch reifer als eine Gleichaltrige in Afrika.

        Es gibt keinen Grund, eine 17- Jährige nicht als biologisch und psychologisch vollständig ausgereifte Frau zu betrachten. Dem widersprechen allein die familiären Haltungsbedingungen, welche die jungen Damen gegen alle messbaren Merkmale als Kinder betrachten.

  • fabian sagt:

    Was mich interessieren würde: Wer ernährt das Kind, wenn die Mutter 17 Jahre alt ist? Wie kann die Mutter ihren 50% Teil zum Leben beitragen, damit nicht alle finanzielle Belastung auf den Schultern des Vaters lastet, und ihn zum Zahlesel degradiert?

    • 13 sagt:

      @ Fabian
      Da steht zwar nichts über die Vaterbeziehung, bis auf die Tatsache, dass sie von „mein Freund“ schreibt, aber Sie wissen natürlich ganz genau, dass er die volle finanzielle Belastung trägt und er offenbar auch nur zu dem degradiert wird, also daneben nicht noch Vater sein kann. Was aber klar und deutlich dasteht, nämlich dass sie arbeitet und Geld verdient, das haben Sie überlesen. Sagt man dem jetzt selektives Textverständnis oder wie wäre da der Fachausdruck?

      • simone sagt:

        man könnte dem auch sexismus sagen

      • fabian sagt:

        Sie meinen das „Sie leitet Workshops, schreibt Auftragstexte und verdient nebenbei Geld mit einem klischeehaft stressigen Gastronomiejob.“
        naja, das klingt nach 10% lohn. davon lebt das kind nicht. da muss wohl wie so üblich der mann das geld nach hause bringen.

      • 13 sagt:

        Ja, das meine ich. Aber ich fasse gerne mal zusammen:

        – bei der Mutter wissen wir, dass sie Geld verdient (wieviel nicht, aber immerhin, dass sie es tut)
        – beim Vater wissen wir überhaupt nichts darüber, ob und was er arbeitet, ob er Geld verdient, im gleichen Haushalt lebt, sich um das Kind kümmert, Alimente bezahlt oder was auch immer.

        -> fabian folgt aus diesen Informationen, dass sie ihn als Zahlesel ausnutzt! Weil…..nun kommt die grosse Erklärung: „da muss wohl wie so üblich der mann das geld nach hause bringen.“

        Ich schliesse mich mal simone an. Das Wort ist ziemlich treffend.

      • 13 sagt:

        Ach, und jetzt sehe ich auch die Auflösung, die genau das bestätigt, was ich meinte, nämlich dass Vorurteile eben oft nur Vorurteile sind…aber das passt natürlich nicht in Ihr Weltbild der bösen männerhassenden und männerausnutzenden Feministinnen (umgangssprachlich: Frauen), nicht wahr?

      • fabian sagt:

        13, wenn Sie mir Sexismus unterstellen, gebe ich das gerne an Sie zurück, danke.

      • 13 sagt:

        Ok. Nur mit dem kleinen feinen Unterschied, dass ich es noch erklärt habe. Aber schon gut, es reicht vermutlich, dass ich eine Frau bin….

    • Lydia sagt:

      Schon mal was von Gleichberechtigung gehört? Mütter können unglaublicherweise auch arbeiten, Väter auch auf die Kinder aufpassen. Und wenn wir von Ihrer (meiner Meinung nach eeeetwas verstaubten) Rollenverteilung ausgehen: die Mutter leistet durch die Kinderbetreuung einen sehr wichtigen, aber unbezahlten und unterschätzen Beitrag.

    • Muttis Liebling sagt:

      Wer ernährt eine 17- Jährige ohne Kind? Die eigenen Eltern und ein Kind < 3 Jahre fällt dabei nicht ins Gewicht. Es sei denn, man verfällt der Werbung und müllt das Kind mit Unfug zu.

      Erwachsen sein, eine Familie gründen, muss nicht mit Erwerbsfähigkeit zusammenfallen. Das war eigentlich nie in der Menschheitsgeschichte der Fall. Es gibt keinen Grund für ein 17- jähriges Elternpaar, den Lebensunterhalt selbst zu finanzieren.

      Im 25- Jahre Modell wird der Mensch die ersten 25 Jahre alimentiert. In den zweiten 25 versorgt er die eigenen Kinder, ggf. Enkel finanziell und danach, ab 50, versorgt man, wenn nötig, die eigenen Eltern. Da kommt niemand in Not und es gibt keinen Grund, frühe Elternschaft zu vermeiden. Im Gegenteil.

    • Jule Weber sagt:

      Ich habe das Kind ernährt.
      Die meisten Jahre alleine, zwischendurch mit finanzieller Unterstützung – die während meiner Elternzeit vom Staat kam, ja. Der Vater hat bislang keinen Cent Unterhalt selbst gezahlt, in diesem Fall ist es 100:0.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Hallo Jule,
        danke für den Text und das „mitlesen“, war vorhin auf der „Erstausstrahungsseite“ und hab die verschiedensten Bemerkungen sehr spannend gefunden, besonders der Hinweis dass auch die eigene Mutterbeziehung (der man den Tarif nicht durchgeben kann, aber einer jungen Mutter sehr wohl) eine „Meckermotivation“ sein könnte. Und inzwischen wissen Sie ja auch, dass die nicht-mehr-so-Jungen genauso zur Kasse gebeten werden können. 😉
        Alles Gute weiterhin!

      • fabian sagt:

        jule, da sind sie halt die ausnahme. es ist ja bekannt wer die alimente bezahlt. wer in den haushalten geld nach hause bringt.

        d.h. nicht, dass die arbeit der mutter nichts ‚wert‘ sei, im gegenteil. aber geld zum leben verdienen soll auch pflicht der mutter sein, weil sonst kommen wir nie von dieser konservativen rollenzuteilung zwischen den geschlechtern weg.

      • Christian sagt:

        >Der Vater hat bislang keinen Cent Unterhalt selbst gezahlt

        Gute Partnerwahl haben Sie da getroffen :^)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @fabian

        wärs möglich dass Sie es irgendwann mal den Geschlechtern selber überlassen wie sie die bezahlte Arbeit/unbezahlte Arbeit unter sich aufteilen ohne jedesmal zu diesem unsäglichen Rundumschlag auszuholen?
        Selbst wenn Sie ab und an berechtigte Kritik aufbringen- Ihr Grundtenor ist dermassen eingleisig-nicht-konstruktiv-eher-aggressiv (Sexismusvorwurf an 13, gehts eigentlich noch? Haben Sie in irgendeiner Weise erfasst was 13 diesbezüglich wichtig ist? Beiträge ihrerseits gäbs inzwischen genug, am richtig-lesen-plus-erfassen wirds wohl liegen) dass einem jede Motivation an einem Austausch mit Ihnen über Ihre Positionen gründlichst abhanden kommt.

    • Christoph Mathis sagt:

      Der Vater zahlt nur, wenn er kann. Ist er selber minderjährig und ohne eigenes Einkommen, springt der Staat ein (Sozialhilfe).

    • Jürg. sagt:

      @Fabian
      Die wichtigste Frage meines Vaterherzens wäre doch ob der Vater auch hätte mitbetreuen wollen, dürfen?

    • Mary-Anne Renée sagt:

      @ Fabian: der Geschlechtstrieb gehört nicht zu den Grundrechten. Ein junger Mann hat zu lernen für eine Familie zu sorgen, bevor er sexuell aktiv wird. Ein Kind gehört in eine Ehe und der Sexualtrieb ebenfalls. Wenn Mann nicht aufpasst ist er unterhaltspflichtig. So was sollte an den Schulen gelehrt werden. Die Zeugung eines Kindes hat nicht nur einen Spass- sondern auch einen Pflichtfaktor.

  • tststs sagt:

    Habe es schon mal geschrieben und mache es heute – um der Diskussion willen ein wenig provokativ – wieder:
    Vllt. ist dieser Weg eine/die Lösung für Vereinbarkeit von Familie und Beruf.
    Die Mädchen/Frauen nach der obligatorischen Schulzeit aus der Bildung nehmen, die obligaten 2.1 Kinder kriegen lassen, und sobald mit Mitte Zwanzig die Kinder alle in der Schule sind, die Ausbildung wieder aufnehmen und dann 50 Jahre im Berufsleben durchstarten.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Gründen Sie doch mit ML einen Interessenverein – der junge Frauen in Therapiesitzungen von diesem Lebensmodell überzeugt 🙂
      Vielleicht noch eine Hypnose-Ausbildung machen, dann klappt es bestimmt…

      • Muttis Liebling sagt:

        Mit Therapiesitzungen reagiert man auf Krankheiten, nicht auf psychosoziales Fehlverhalten, wie die zu späte Erstgeburt und den zu geringe Geborenenertrag.

        Das muss man politökonomisch angehen, wenn man das ändern will. Aber da das bisher nur einen kleinen Teil der Menschheit betrifft und ausgerechnet den Teil, an dessen Fortbestand kein nennenswertes Interesse besteht, kann man sich auf Beobachtung beschränken.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ach sie wurden einfach zur falschen Zeit, am falschen Ort geboren, ML. Sonst wäre aus ihnen ein toller basileus geworden.
        Das hätte ihnen bestimmt Spass gemacht.

    • Muttis Liebling sagt:

      Dise Modell propagiere ich unter dem Titel ‚Serielle Lebensplanung‘ bereits seit Jahren. Mit der Nuance, dass Schwangerschaft und Kleinkindbetreuung mit der Zeit höherer Bildung zusammenfallen können.

      Bei einer mittleren Generationsdauer von 25 Jahren können die Grosseltern die Zeit der ersten 10 Enkeljahre aus ihren Einkünften mit finanzieren, ohne das biografische Mehrkosten entstehen würden.

      Also 1-18 Primärausbildung, 19-25 Familie gründen, eigene Kinder gebären und Sekundärbildung.
      25-65 nach oben offen 100% Berufstätigkeit.

      Wobei man zum Thema noch bemerken muss, dass eine zu frühe Schwangerschaft biologisch nicht möglich ist, eine zu späte aber schon.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        den rechtzeitigen Abgang haben Sie in der seriellen Lebensplanung aber unterschlagen, wenn ich das richtig in Erinnerung habe sind Sie eher unglücklich über immer höhere Lebenserwartungszahlen, oder nicht? Falls ich da was unterstelle entschuldige ich mich natürlich demütigst!

    • Karl von Bruck sagt:

      Man soll weder Frauen nehmen noch Maenner und Staat ausnehmen. Frauen sollen frei waehlen koennen, ob sie sich zuerst ausbilden oder fortpflanzen wollen. Aber dann nicht wegen eines ueber 3-jaehrigen Kindes oder gar nur eines Ehescheines sich bis zur Bahre vor einer Ausbildung oder Erwerbsarbeit druecken. Es sei denn im ausdruecklichen Einvernehmen mit dem Pascha, der nur dann auch an die Alterssicherung der Frau beizutragen hat….

    • Martin Frey sagt:

      Die Überlegung hat was. Zumindest biologisch würde das durchaus Sinn machen. 🙂

      • tststs sagt:

        Gelle? Interessant wäre, welche Männer in dieser Dystopie die Erzeuger wären! 🙂

    • Brunhild Steiner sagt:

      Da wären Sie ja fast auf Muttis Lieblings-Lieblings-Linie… 😉

      • Babsi sagt:

        Genau so habe ich es gemacht. Es war anfangs eine strenge Zeit, aber besser hätte man es nicht machen können. Eigentlich fast perfekt so!

    • nowhere sagt:

      Mödchen und Frauen… und die Väter können sich in dieser Zeit ausleben…
      Die Grossmütter können ja auch einspringen… die Grossväter müssen sich ja auf ihren 2. Frühling vorbereiten
      Im Notfall auch der Staat…

    • Adina sagt:

      @tststs: Hätte man mich mit 14 Jahre zum Kinderkriegen gezwungen hätte man mich regelrecht zerstört. Zerstört, mir fällt kein besseres Wort ein. So habe ich studieren können, so viel ich wollte, und vor allem zu einem Zeitpunkt wo meine Lust auf Lernen gross, meine Aufnahmefähigkeit und meine Nerven noch im guten Zustand waren: Welch ein Glück! Es gibt bestimmt mind. ein Mädchen zZ auf der Welt das gerne mein Schicksal hätte, die aber mit 14 Jahre von der Familie verheiratet wird weil es halt so besser sei für alle… (im aktuellen Syrienkrieg zB)
      Die erwähnte Vereinbarkeit lässt mich kalt wenn ich dafür auf mein PhD Studium hätte verzichten sollen. „Ausbildung wieder aufnehmen“: Welch ein Witz. Job wieder aufnehmen eher, aber Ausbildung? Kaum…

  • 13 sagt:

    Ach, wie schön wäre eine Welt, wenn sich Leute nur dann in fremde Angelegenheiten mischen würden, wenn sie wirklich etwas konstruktives dazu beitragen könnten. Meine Tante ist nur 13 Jahre älter als ich. Als sie mal mit mir auf dem Spielplatz war, ich war damals 2 oder so, flüchtete sie weinend nach Hause, weil zwei ältere Frauen ihr derart zugesetzt haben, was ihr einfalle in dem Alter ein Kind zu bekommen und ihre Erklärungen, sie sei nicht die Mutter, einfach ignorierten.
    Dabei ist die Frage, ob man eine gute Mutter ist, nicht altersabhängig. Und wer einer Mutter, v.a. wenn das Kind schon da ist, sagt, sie hätte besser abgetrieben, dem fehlt es schlicht am Anstand, den es m.M.n. dringend braucht, um ein Kind zu erziehen. In dem Punkt sind Sie schon besser als die.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Meine Meinung: entweder behandelt man solche Leute wie Luft und ignoriert komplett ihr Gebelle. Oder aber man sagt ihn ins Gesicht was für A……… sie sind.
      Wir sollten solchen Leuten vielmehr sagen wo der Hammer hängt. Denn diese Dreistigkeit haben die nur, weil die Beschämten sich das Gefallen lassen.
      Solche Leute gehören zurück beschämt und abgestellt. Wir, die Netten, sind oft viel zu anständig.

      • beatrice sagt:

        das denke ich mir auch immer hinterher… im moment fehlt mir leider meistens die schlagfertigkeit weil ich so baff bin!

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ja, so sind wir halt.

        Ich werde ja eigentlich nie dumm angemacht, aber neulich mussten wir so eine unglaublich dreiste alte Nörgelschachtel abstellen.
        Meiner Frau kann da so ziemlich das Temperament durchgehen (man sollte es bei ihr besser nicht auf die Spitze treiben). Aber in diesem Fall musste ich sie noch zusätzlich unterstützen.

        Ich glaube die überlegt es sich zweimal, bevor sie nächstes Mal wieder eine Mutter attackiert. (Und unsere Kinder fandens super, dass wir die Krallen ausgefahren haben …. ho, ho, ho.)

        Ich glaube manchmal wollen wir zu nett sein, dass einfach ja niemand schlecht von uns denkt und das nutzen Leute ohne jeden Anstand einfach aus.

      • 13 sagt:

        @ roxy
        Nein, diese Meinung teile ich nicht. Ich schaffe es im Normalfall schlagfertig zu sein, ok mit 15/17 natürlich noch nicht, heute schon, mache aber die Erfahrung, dass mit offener Freundlichkeit mehr gewonnen wird als mit Zurückbellen oder aber, da haben Sie recht, nichts tun.
        Wenn also eine wildfremde Frau der Autorin sagt, sie hätte besser abgetrieben, so kann sie ein herrsches: „Halten Sie den Mund, das geht Sie nichts an!“ zurückgeben, was sicher zu eine Gegenreaktion führt oder sie kann lächeln und sagen: „Herzlichen Dank für Ihre Meinung. Ich vertrete eine andere und bin heute glücklich über meine Entscheidung.“ Ich bin sicher, das zweite lässt sie eher baff zurückbleiben.

      • Franz Vontobel sagt:

        Wir, die Netten, sind oft viel zu anständig.

        Wobei ich jetzt doch noch nie das Gefühl hatte, sie könnten da dazugehören, Reincarnation of XY… Zu „den Überheblichen“, ok. Aber zu „den Netten“? Glaub‘ eher nicht.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Tja, so hat halt jeder sein Gefühl.
        Besten Dank für ihre Einschätzung.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ja – das kann man natürlich auch machen 13
        Mache ich ja manchmal auch 🙂

        Aber ab und zu mal zurückschlagen finde ich auch ganz ok. Am besten natürlich nicht, dass man sich einfach auf eine Stufe mit dem Beleidiger begibt, sondern eher im Sinne, dass man Klartext redet. Ich habe da eine Kollegin, die ist exzellent darin. Wenn die mal zurückschlägt, ist das immer so präzise, korrekt und gnadenlos, dass der Dummschätzer beschämt dasteht und vielleicht seine Lektion gelernt hat.

      • 13 sagt:

        @ roxy
        Ok, dafür braucht es etwas Talent. Ich bin ganz sicher kein Snob, aber in solchen Situationen liebe ich es hinter einer gewissen (und gespielten) akademischen Arroganz zu verstecken. Mir ist es beim ersten Kind (und ich war 26!) einmal passiert, dass mich ein Mann im Bus doof angemacht hat und gleich meinte: „Ja, typisch, so jung und Mutter. Haben Sie überhaupt eine Lehre gemacht.“ Ich (wahrheitsgetreu): „Nein, das habe ich nicht.“ Er: „Dachte ich mir. Und wie wollen Sie so einen Job finden.“ Ich: „Gute Frage. Ich denke aber, dass mir da mein universitärer Abschluss etwas hilft. Meinem heutigen Arbeitsgeber, übrigens Herrn Dr. sowieso mit einer sehr erfolgreichen Kanzlei, reichte der zum Glück aus. Wie denken Sie über meine These?“ Gelächter bei den anderen.

  • Martin sagt:

    Stereotypen gibt es in allen Lebenslagen. Mein Vater hat immer viel jünger ausgesehen, als er wirklich war. Ergo war er immer mein Bruder. Jetzt habe ich das gleiche „Problem“. Wenn sie noch so jung sind, hat es aber auch ganz viele Vorteile. Alles Gute an die Bloggerin und ihrer Tochter.

  • Reincarnation of XY sagt:

    Nun, was soll man dazu sagen?
    Gratuliere für die positive Einstellung.

    Und ja, es gibt leider viele A………. auf der Welt. Dazu gehören natürlich nicht die, die Sie einfach für die Schwester halten. Das könnte ja sein und das kann man wirklich nicht wissen.
    Wünsche Ihnen das Feingespür, dass sie unterscheiden können, wer ganz ehrlich und ohne böse Absicht was falsches sagt und wer es aus kleinkarierter Dummheit tut.

  • Jürg. sagt:

    In gewissen Berufsschulklassen sei es normal geworden dass eine Schwangere pro Klasse dabei sei.
    Schöner Beitrag aus dem Leben und von Herzen.
    Alles Gute!

  • Brunhild Steiner sagt:

    Spannender Text, verschiedenste Punkte welche eine vertieftere Betrachtung verdienten.

    Der Grat, zwischen Neugier/ehrlichem Interesse, Anteilnahme versus Gleichgültigkeit („was gehts mich an wenn das Kind schon blaue Füsse oder Händchen hat?“) und erfolgreicher Kommunikation derselben ist nicht immer breit.
    Seien Sie jedoch versichert dass auch ältere Semester diese Erfahrungen gemacht haben/machen. Absolut unschlagbar wirds mit behinderten Kindern und dem Spruch „aber das wäre doch heute wirklich nicht mehr nötig! Dafür gibts doch Tests!!!“
    Schätzungsweise kontert man am Besten mit Humor, aber der steht je nach Umständen nicht immer ausreichend zur Verfügung. Oder man ist zu müde dazu, hat es einfach satt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      2/
      „Vielleicht war die Zeugung dieses Kindes nicht geplant, aber seine Geburt war es. Meine Tochter war kein Wunschkind, ist aber der beste Zufall meines Lebens. … Dieses Mädchen hat nichts kaputt gemacht…“

      Tolle Aussagen, und es ist jedem ungeplant-werdenden Mutter/Vater zu wünschen dass man sich auf diesen Prozess einlassen kann. „Easy-peacy“ gehts allerdings in den wenigstens Fällen, es braucht Unterstützung und Ermutigung.
      Ob Sie es Ihrer mal 16jähr wirklich wünschen würden da auch „durchzugehen müssen“ und bloss&einzig allein die möglichen Reaktionen des Umfelds als Negativfaktoren sehen?

  • Stefan W. sagt:

    Ich verstehe nicht ganz: Wieso sollte jemand „asoziale Schl…“ sagen oder auch nur denken, nur weil die Mutter jung ist? Man könnte so etwas höchstens denken, wenn jemand ein Kind als Entschuldigung benutzt, nie mehr arbeiten zu müssen, aber doch nicht, wenn die Familie für sich selbst aufkommen kann. Was hat das mit dem Alter zu tun?

    Was die unerwünschten „Erziehungsratschläge“ betrifft, die bekommt man nicht nur als 18-jährige Mutter, sondern auch als 35-jähriger Vater, glauben Sie mir.

    Ehrlich gesagt kann ich sowieso nicht erkennen, ob die Mutter einer 7-jährigen 24 oder 28 Jahre alt ist. Es gibt ja Twens, die aussehen, wie Teenies und 16-jährige, die aussehen wie Twens.

    • Karl von Bruck sagt:

      Stimme bei, das ein Kind nicht als Entschuldigung missbraucht werden soll, bis zur Bahre nicht mehr erwerbstaetig sein zu muesen und Mann und Staat ewig auf der Tasche liegen zu koennen. Einer Frau ohne Kleinkindeslast kann ohne weiteres zugemutet werden, wenigstens 50% Erwerbsarbeit zu leisten. Das gilt aber ebenso fuer 15-jaehrige wie 45-jaehrige Muetter! Der Staat sollte jedem Elternpaar mindestens fuer 36 Monate Kinderzeit einen 90-prozentigen Lohnersatz leisten muessen. Nach freier Wahl des Paares auf Mutter und Vater verteilt. Und das nicht aus Lohnprozenten, sondern aus Reichlingssteuern finanziert. Ebenso sollten entweder alle Alten zu 90 statt nur bis ca. 60 Prozent berentet werden. Oder aber eine Kindeslast weiter aus den Sozialkassen mit einer Zusatzrente abgegolten werd

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