Knappe Mode für kleine Mädchen

Gleiche Grösse, gleicher Typ: Aber die Mädchenvariante (links) ist fast immer deutlich kürzer als diejenige für Buben. Fotos: Nadia Meier

60 Prozent der Schweizer Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren wären gerne dünner. Das hat eine Pilotstudie der Gesundheitsförderung Schweiz vor zwei Jahren gezeigt. Wenn man diesen Wert mit früheren Studien vergleicht, fällt auf: Junge Mädchen, die mit ihrem Körpergewicht zufrieden sind, werden vermutlich immer seltener. Woran liegt es? An den scheinbar perfekten Influencerinnen auf Instagram? An den Müttern, die ihren Töchtern bezüglich Körperbild ein schlechtes Vorbild sind? Oder an TV-Formaten wie «Germanys next Topmodel», die junge Frauen auf ihr Aussehen reduzieren?

Wohl an allem ein bisschen. Und zusätzlich am Kleiderangebot in der Kinderabteilung. Wobei, eine eigentliche Kinderabteilung gibt es ja gar nicht. Sondern einerseits eine grosse Mädchenabteilung mit Kleidern, die mindestens zwei der folgenden Kriterien erfüllen:

  • Farben: pink, rosa, violett, hellblau
  • Sujets: Herzchen, Punkte, Prinzessinnen, Schmetterlinge, Blumen, Einhörner
  • Aufdrucke: Pretty, Sweet, Princess, I Love Shopping
  • Bonusmaterial: Glitzer!

Dann gibt es andererseits eine etwas kleinere Jungenabteilung, mit Kleidern, die etwa so aussehen:

  • Farben: blau, grün, gelb, rot
  • Sujets: Autos, Feuerwehr, Monster, Dinosaurier
  • Aufdrucke: Wow!, Captain Awesome, Motor Club

Enge Shirts, kurze Shorts

Und es gibt noch einen Unterschied. Für Mädchen gibt es zwar meist die grössere Auswahl. Dafür bekommt man weniger fürs Geld. Und zwar weniger Stoff. Shorts in der Grösse 116 sind für Mädchen eigentlich immer kürzer als für Buben. T-Shirts für Mädchen haben kürzere Ärmel, sind weniger lang und oft auch schmaler geschnitten als T-Shirts für Buben.

  • Shirts von der Migros, beide Grösse 116.

  • Stoff-Shorts von H&M, beide Grösse 116.

  • Shirts von Vögele, beide Grösse 104.

  • Jeans-Shorts von C&A, beide Grösse 92.

Ob bei H&M, in der Migros oder bei C&A: Überall gibt es für Mädchen knappe Shorts und figurbetont geschnittene T-Shirts. Die Botschaft, die in solche Kleider gewoben ist: «Es ist wichtig, wie du aussiehst, Mädchen! Schliesslich sieht man eine ganze Menge von deinem Körper. Also bloss nicht dick sein!» Von den Buben sieht man in ihren knielangen Shorts und lockeren T-Shirts viel weniger. Hier ist das Motto: bequem und praktisch.

Es ginge auch anders

Ich wünsche mir eine Kinderabteilung, in der es wenigstens bis Grösse 140 Kleider ohne Geschlechterklischees gibt. Vielleicht orange T-Shirts mit Löwen drauf. Oder dunkelblaue Shorts mit rosa Flamingos. Einfach Kleider, denen man nicht ansieht, dass sie für ein Kind mit einem bestimmten Geschlecht produziert wurden. Es gibt sogar schon Marken, die solche Kleider anbieten. Zum Beispiel Girls Will Be. Die Gründerin, selbst Mutter einer Tochter, hat aus der Not ein Business gemacht: Sie verkauft Mädchenkleider, die keine Bubenkleider sind, aber eben nicht rosa, glitzernd, eng und knapp. Weitere Hersteller haben sich unter dem Label Clothes Without Limits zusammengetan.

Aber Online-Shopping in den USA kann nicht die einzige Lösung sein. Grundsätzlich bietet die Textilbranche das an, was gekauft wird. Und wer kauft Kinderkleider? In den meisten Familien, die ich kenne, sind es die Mütter (und Grossmütter). Mit unseren Kaufentscheiden können wir das Angebot beeinflussen. Je weniger Barbie-Outfits wir unseren Töchtern kaufen, desto mehr Unisex-Kleider finden wir in den Kinderabteilungen der Zukunft.

219 Kommentare zu «Knappe Mode für kleine Mädchen»

  • Sportpapi sagt:

    Es ist ja nicht nur bei den Mädchen so, dass die aktuell kürzere Hosen tragen als die Jungs. Das gilt auch für die erwachsenen Frauen (und das eher aus Modegründen, als weil das irgendwie sexy wäre – ist es meist nicht).
    Im Moment ist das aber wohl kein Nachteil: https://www.nzz.ch/panorama/protest-gegen-kleidervorschriften-wegen-hitzewelle-chauffeure-zeigen-beine-ld.1302278?mktcid=nled&mktcval=106_2017-6-22

  • Dieter Widmer sagt:

    Lasst doch die Kinder anziehen, was sie sich wünschen, sofern es sich in einem gewissen Rahmen befindet, finanzierbar und praktisch ist. Unsere Töchter hätten jedenfalls diese Vorgabe-Klamotten nie getragen. Einfach ganz normal verhalten. Wir sterben noch einmal wegen der Geschlechterneutralerei.

  • Karl von Bruck sagt:

    Ein wirklich saekularer Staat laesst seinen Buergern die freie Wahl, ob sie lieber Unisexkleider als „normale“ tragen und ihre Kinder tragen lassen. Femokratinnen propagieren Unisexkleider. Wenn sie sich aber auch obligatorisch in den Kanonenfutterkampfsack der Armee zwaengen sollten, ist Unisex ploetzlich nicht mehr gefragt….

  • Koller sagt:

    Es hinter doch niemand die Mädchen daran mit Batman T-Shirts oder Spidermann durch die gegen zu laufen und die Knaben als Prinzessin. Wahrscheinlich möchten die Knaben Helden sein und die Mädchen möchte die geretteten sein. Und so findet der Prinz die Prinzessin. Warum lieben Männer keine maskulinen Frauen? Und träumt nicht jeder Mann von der französischen Französin und ja Mädchen haben ihre Träume. Aber muss man da wieder Ideologisch dazwischen und wie sollte das Resultat sein? Wäre die Welt mit der vorgeschlagenen Mode eine bessere? Wären Mädchen und Knaben mit den selben T-Shirts und Klamotten etwas besseres als der ist Zustand? Wohl kaum.

    • Marcel Zufferey sagt:

      Ich denke, das anzustrebende Ideal sind absolut gleiche Menschen, die alle kahl geschoren sind und eine weisse, Kimono-artige Uniform tragen. Namen braucht es keine mehr, Nummern genügen, sexuelle Handlungen sind illegal, jede Form von Individualität wird staatlich weg geätzt. Keine Religionen mehr, keine Identität. Der Verwendungszweck der menschlichen Spezies besteht einzig und alleine darin, die Überwachungsapparatur zu unterhalten und Polizeidrohnen herzustellen. Die Interessen und Neigungen, aber auch die Sehnsüchte und Träume der Menschen (oder was von ihnen übrig geblieben ist) werden pharmakologisch ganz genau gesteuert. Der Film dazu: THX1138, George Lucas, USA 1971

      Wir sollten das Paradies nie aus den Augen verlieren: Es wird der Tag kommen, an dem wir alle gleich sind…

    • Cybot sagt:

      Es hindert sie niemand? Das war sarkastisch gemeint, oder? Was denkst du, mit was für Reaktionen diese Kinder konfrontiert würden, der gesellschaftliche Druck ist enorm. Klar, die Willensstarken hindert vielleicht niemand, alle anderen aber sehr wohl. Und bei einem Jungen im Prinzessinnen-Kostüm braucht es wesentlich mehr als nur starken Willen, um nicht verprügelt zu werden.

      • Koller sagt:

        @Cybot sind doch lügen, es wird kein Knabe verprügelt nur weil er als Prinzessin rumläuft. Würde ich mit einem Eselskostüm rumlaufen würden die Menschen wohl auch lachen. Aber das zeigt doch die Krankheit ihrer Meinung, ich darf als Esel rumlaufen und alle anderen Menschen müssen so tun wie das dass normalste wäre. Wie Absurd ist das eigentlich. Als Junge wollte ich eigentlich nie eine Prinzesinn sein, sondern der Prinz, der Held, der Kämpfer, der Sieger, all dies was sie mir nicht zugestehen. Im weiteren ist es ja so das 50% der Transsexuellen Selbstmord machen und weitere 50% bei der IV landen und das soll ein erstrebenswertes Ziel sein? Menschen wie sie wollen Menschen wie mir die Freiheit nehmen und Menschen wie mich zu Statisten degradieren.

      • Samira Maurer sagt:

        @Koller: 50% machen Suizid und 50% landen bei der IV? Da bleibt nach Ihrer Rechnung niemand mehr übrig… ganz so tiefschwarz ist es dann ja wohl doch nicht!
        Womit sie aber recht haben ist die erschreckend hohe Zahl an Suiziden unter jugendlichen Transsexuellen – und das hat sehr viel mehr mit dem engsten Umfeld zu tun, also zB Eltern, die ihren Kindern ihre Transsexualität nicht zugestehen und sie nicht unterstützen, als mit Prügel in der Schule.

  • C. Achermann sagt:

    Die Autorin hat nicht unrecht, aber ganz ehrlich: Meine achtjährige Tochter würde die hier gezeigte Unisex-Kleidung nicht anziehen. Rosa und Glitter ist vorbei, aber wir finden immer Alternativen. Es gibt ja auch noch andere Anbieter wie H&M und C&A. Eng geschnitten ist das Zeugs, für uns aber praktisch. Die Kleider von Migros sind wesentlich weiter geschnitten, da rutscht meinen Kindern alles vom Hintern. Was mich viel mehr nervt: Warum ist Jungenkleidung immer dunkelblau, grau, schwarz und bei,Glück mal grün? Das gilt auch für Regen- und Winterjacke. Warum kann man die nicht orange, rot und gelb machen? Dann würde man auch die Jungs im Strassenverkehr sehen….

  • Sportpapi sagt:

    Und von wegen sexy. Es ist doch nicht so, dass die Mädchen heute die Mode der Mütter imitieren. Sondern die Mütter tragen Mädchenmode.

  • Sportpapi sagt:

    Was für eine kuriose Diskussion. Die beiden Hosen sehen für mich beide wie Mädchenhosen aus. Oder sind zumindest beide für Mädchen tragbar. Und ich wüsste nicht, was an der kürzeren Hose sexy sein sollte. Das ist es meiste bei erwachsenen Frauen nicht, und bei kleinen Mädchen schon gar nicht. Und wo da die Bewegungsfreiheit eingeschränkt sein soll? Das Gegenteil ist wohl der Fall. Man sieht Unterhosen? Selbst wenn es so wäre – was ist daran schlimm? Und nein, üblicherweise sieht man die nicht. Nicht bei Mädchen und nicht bei jungen Frauen. Ausser sie legen es darauf an.
    Wenn schon, dann ist das bei Kleidchen ein Problem, die seit eh und je getragen werden. Und vielleicht herzig aussehen. Aber sexy?
    Ich glaube, hier sind es einmal mehr die Erwachsenen, die ein Problem erschaffen.

    • Sisifee sagt:

      Danke. Meine Tochter hat gerade Pink-Glitter-Phase und ich werde mich hüten, das irgendwie ideologisch zu unterlegen. Wieso denn auch. Ein pinkes Shirt hindert sie an rein gar nichts.
      Zum anderen: Es gibt all die wunderbaren Kinderkleider aus Skandinavien, mit denen man den Barbie-Style umgehen kann.

  • Widerspenstige sagt:

    Einfach nur noch peinlich, was sich in den gängigen Kleinkinder-Modeabteilungen in den Regalen stappelt. Aber jede/r Konsument hätte es in der eigenen Hand, diese billigen Klamotten links liegen zu lassen. Wie hinlänglich bekannt, werden diese durch noch billigere Frauenhände in Indien, China und Südostasien unter schlimmen Bedingungen hergestellt.

    Ich habe es mit eigenen Augen in Thailand gesehen bei einem Besuch in einer sog. Kleiderfabrik: Da sassen Mütter an den Nähmaschinen und unter dem Tisch spielte oder schlief ein Baby, ohne Klimaanlage bei 40° C in einer ca. 4m2 zeltähnlichen Zelle pro Näherin. Mir wurde fast übel vor diesem Anblick und er war ein Mosaiksteinchen mehr für meinen Kampf für mehr Frauenrechte.

    Aber wer sind die Designer, die Auftraggeber?

    • Widerspenstige sagt:

      Bei einem weiteren Besuch an einer Modemesse nur für Einkäufer/Geschäftsleute in Bangkok wurde das ganze Ausmass der Looks/Trends/Glitzerklamotten verständlicher: hier wird en gros eingekauft für Modeketten in aller Welt, das Design kommt von asiatischen Designern, welche
      a) gemäss ihren Auftraggebern designen und
      b) gemäss asiat. gesellschaftlichen Normen, welche von Gleichberechtigung noch nicht viel mitbekommen haben.

      Somit wird klarer, wieso in westlichen Modeabteilungen fast nur kitschiges Design mit entsprechenden Sprüchen und Farben vorherrscht. Es ist eine Frage der Gewinnmarge der Modeketten und kaum eine Frage des Geschmacks der KäuferInnen. Wer das umgehen will, bezahlt mehr für Kinderkleider, weil Design u Herstellung im Westen nun mal mehr kosten.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Nachzulesen in ‚Reisebericht eines T-Shirts: Ein Alltagsprodukt erklärt die Weltwirtschaft‘ / Pietra Rivoli, Ullstein Taschenbuch 2007

        Heute gilt Welthandel allerdings ausgerechnet bei jenen Kreisen wieder als schick, die damals in Seattle oder Heiligendamm auf die Barrikaden gegangen sind…

      • Marcel Zufferey sagt:

        …und heute, nur ein Jahrzehnt oder so später, werden alle, die dem Welthandel gegenüber kritisch eingestellt sind, von eben diesen sog. progressiven Kreisen wahlweise als Nazis, Traditionalisten, Populisten, Sexisten, Mysoginisten, Bildungsferne, Homo-, Xeno- oder Transphobe (man gibt Etiketten mittlerweile im Multipack heraus, ist gerade chic so) bezeichnet. Tja, so ändern sich die Zeiten!

    • Widerspenstige sagt:

      Es ist auch nicht erstaunlich, wieso diese Kinderkleider meistens zu klein geschnitten sind wie zB in Grösse 140 (wurde hier bemängelt). Es sind asiat. Grössen in aller Regel und wurden nur wenige Millimeter am Schnittmuster vergrössert. Sie sitzen schlecht und die Bewegungsfreiheit ist dadurch eingeschränkt. Das ist jedoch fatal für Mädchen, welche sich dadurch zu dick fühlen und in ihrer Wahrnehmung ein gestörtes Verhältnis zu ihrer Figur langsam aber sicher entwickeln.

      Ich beziehe gerne Kleider aus Frankreich und sehe jeweils an den Grössen für Frauen, wie grosszügig diese geschnitten sind. Für dieselbe Grösse/Stil erhalte ich in der Schweiz zu enge Hosen, via Frankreich sitzen diese wie angegossen etc.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige
        endlich sind Sie hier! Mir war was in Erinnerung mit asiatischen Designern, aber nicht mehr ganz sicher.

        Jedoch bei Frankreich möchte ich widersprechen, deren Grössentabelle ist für jemanden aus dem dt Tabellensystem nun auch nicht grade selbstbewusstsein-fördernd, jemand der hierzulande ein M benötigt, läuft dort schon unter mindestens L, wenn nicht XL (und sollte wohl zum Figurbeobachten animiert werden, was unsre Nachbarn schon viel mehr beschäftigt als glaub hierzulande, jedenfalls wenn diesbezüglichen Korrespondentenberichten aus dem Alltag Glauben geschenkt werden darf)
        In aller Regel ist es gerade umgekehrt, diesselbe Grösse in F ist eine Nummer kleiner geschnitten als hier.

      • Lichtblau sagt:

        @Widerspenstige: Mit klassischer französischer Mode kann man auch als Geschlechterrollen hinterfragende Eltern wenig falsch machen, nicht umsonst wurde in Frankreich die „Garçonne“ erfunden. Wer die pinkfarbene Polyesterwelt für Mädchen und den Feuerwehrmann für Buben nicht so toll findet, wählt für beide den zeitlosen französischen Marinestil. Die Kombi dunkelblau und weiss – natürlich ohne blöde Aufdrucke ausser evtl. einem dezenten Anker 🙂 – ist im Sommer perfekt und um Welten kleidsamer als T-Shirts in orange mit Löwen drauf. Noch ein Argument für den gendermässig fein austarierten französischen Stil: M. Macron hat etwas durchaus Feminines, Mme. Bibi dagegen einen leicht männlichen Einschlag. Beide werden als attraktiv wahrgenommen und passen bestens zusammen.

      • Susi sagt:

        @WS: Genau. Danke!

        Eine WS-Sternstunde, in welcher ich mit Ihnen übereinstimme, auch in den obigen Beiträgen!

    • Anh Toàn sagt:

      @Widerspenstige: Glauben Sie die Bestückung einer I-Phone Leiterplatte werde besser bezahlt, als die Bestückung eines Billigphones?

      Die Produktions- oder Einstandskosten sind irrelevant für den Verkauspreis, ausser in der Schweizer Wirteschule, da gilt VK = 4-5xEK

      • Anh Toàn sagt:

        Glauben Sie im Ernst, Firmen wie Hasi und Mausi oder Inditex verwenden asiatische Schnittmuster, oder gar die Farben, welche Asiaten gefallen?

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ja, und die Textilindustrie hatte in den letzten bald 200 Jahren noch nie einen guten Ruf, nirgendwo auf dieser Welt, selbst im Glarnerland mit seinen einst unzähligen Garnereien, Spinnereien und Webereien entlang der Linth nicht- und zwar weder im 19. noch im 20. Jhrd. Ja, und diese lausigen Jobs sind bei den Einheimischen in Asien sehr beliebt. Das rechtfertigt die zu Recht angeprangerten Missstände natürlich keineswegs. Aber unmenschlich war diese Branche schon immer. Noch ein Beispiel: Die norditalienische Textilindustrie befindet sich heute nahezu in Chinesischer Hand. Da steht dann zwar ‚Made in Italy‘ drauf. Aber an den importierten Arbeitsbedingungen ändert das gar nichts: Die (illegalen) ArbeiterInnen aus China werden auf’s Übelste ausgenützt!

    • Sportpapi sagt:

      Ah, „Coworking“, wie hier eben noch propagiert…
      WS, jetzt mal im ernst: Was hilft es den Frauen in Thailand oder noch billigeren Ländern, wenn wir die von ihnen erarbeiteten Produkte nicht mehr kaufen? Das ist wie bei der Prostitution: Wenn wir das, was zuvor noch als alternativlos bezeichnet wurde, abschaffen, was bleibt dann noch?
      Wenn, dann müssten Kleider mit entsprechenden Labels aus jenen Gegenden gekauft werden.
      Und: Du glaubst wirklich, dass grosse Ketten bei ihren Grossbestellungen grundsätzlich für ihre Kundschaft unpassende Schnitte bestellen? Sollte doch auch Asiaten möglich sein, Kleidung für Westeuropäer zu entwerfen.
      Und: Welchen Einfluss haben eigentlich die Herstellungskosten auf den Endpreis?

    • Cybot sagt:

      Die billigen Klamotten links liegen zu lassen ändert an den Produktionsbedingungen rein gar nichts, die sind bei teureren Klamotten ja ebenso schlecht. Teilweise sogar noch schlechter, die bisher grössten Skandale trafen ja keineswegs die billigen, sondern die teuren Luxusmarken.

  • Zufferey Marcel sagt:

    Schönheit und Aussehen scheinen Themen zu sein, die bei allen Frauen sofort Wirkung zeigen, wie die Diskussion hier zeigt. Ich denke, hier liegt der Hund begraben 😉 Selbst Alice Schwarzer achtet offenbar penibel darauf, dass Pressephotos sie selber nur aus vorteilhafter Perspektive zeigen.

    Finde ich eigentlich noch beruhigend. Und schön 😉 Männer gehen in der Regel a) nur widerwillig in ein Kleidergeschäft und kaufen b) wenn, dann gleich fünf paar passende Hosen von der gleichen Sorte für sich, damit sie die nächsten Jahre Ruhe vor dem Hosenkauf haben. Dito Unterwäsche, Hemden, etc. Dieses Verhalten beginnt schon in der Kindheit.

  • tststs sagt:

    Was lerne ich für den Alltag aus dem heutigen Blog?
    Kinderkleidergrössen sind genauso willkürlich gewählt und angeschrieben wie bei den Erwachsenen.
    😉

  • Martin sagt:

    Ich bin nicht einverstanden mit der Autorin. Kleider sollen geschlechterspezifisch sein. Auch die Vorschläge der T-Shirts (orange mit Löwen usw.) finde ich nicht gut. Ein Junge soll sich wie ein Junge fühlen. Mit coolem Auto vorne drauf oder einem Tiger, Löwen oder was auch immer. Ein Mädchen soll wie ein Mädchen aussehen. Wobei ich die super kurzen Hosen dort auch nicht unbedingt nötig finde. Gerade als Kind, will ein Junge ein Junge sein. Dieses ewige „geschlechterneutral“ finde ich zum davon laufen! Jetzt als Erwachsener finde ich kaum nette Kleidung in meiner Grösse. Alles nur Kindergrössen. Ich fordere von der Mode, dass sie eben genau auf die Geschlechter bezogen Mode macht und nicht diesen Einheitsbrei.

    • tststs sagt:

      Noch einmal: Kleidung ist geschlechtslos.
      Die Gesellschaft definiert, was Kleidung für Mädchen und was für Jungs sein soll.
      Und das macht sie übrigens ziemlich willkürlich… und zu weilen widerspricht sie sich selbst:
      Rosa ist für Mädchen? Aber auch erst seit ein paar Jahrzehnten.
      Highheels sind für Frauen? Erfunden wurden sie aber für Männer.
      Männer tragen nur Hosen? Was wohl Bischof Huonder dazu sagen würde…

    • tststs sagt:

      „Ich fordere von der Mode, dass sie eben genau auf die Geschlechter bezogen Mode macht und nicht diesen Einheitsbrei.“
      1. Macht sie ja schon längst.
      2. Das Gegenteil von „Geschlechtermode“ ist eben gerade nicht Einheitsbrei. Die Vielfalt der Mode soll beibehalten werden, nur soll sie nicht einem Geschlecht vorenthalten sein!

    • OBT sagt:

      @Martin: Und was ist, wenn der Junge sich in Leggings und einem T-Shirt mit einem Einhorn wohl fühlt? Vielleicht möchte er nicht ‚Junge‘ sein, sondern schlichtweg einfach etwas tragen, was er bequem und schön findet. Das muss nun mal nicht der Traktor sein.

    • Samira Maurer sagt:

      Interessant finde ich folgenden Teil ihres Statements: „Ein Junge soll sich wie ein Junge fühlen und ein Mädchen wie ein Mädchen aussehen.“
      Merken Sie, auf was ich hinaus will? Der Junge entscheidet, was er anziehen will, aber es wird über den Kopf des Mädchen hinweg bestimmt, was es anziehen soll. Aktiver Part – Passiver Part…..

  • Hanna Verratti sagt:

    „Für Mädchen gibt es zwar meist die grössere Auswahl. Dafür bekommt man weniger fürs Geld. Und zwar weniger Stoff.“

    Sie fordern also konkret, dass Kleider für grössere und/oder fülligere Menschen teurer sein sollten? Auf diesen Artikel und die folgenden Reaktionen wäre ich ja gespannt (#fatshaming, #aufschrei, etc.). Aber da es im Kontext dieses Artikels ja nur das männliche Geschlecht betrifft kann man’s ja machen.

  • OBT sagt:

    Huch, hier geht es ja hoch zu und her. Tatsächlich habe ich Mühe, wenn ich im H&M für meine Töchter Kleider sehe, die sie zu kleinen Erwachsenen macht. Dabei stösst mir nicht das Pink/Glitzer/Anna&Elsa/ Schmetterling-Design auf, sondern das zu enge, so dass meine Mädchen nicht frei herumspringen können. Ich habe begonnen, vermehrt die Kleidung für meine Töchter selbst zu nähen. Es gibt so viel Stoffvielfalt! Dann können meine Töchter den Stoff selbst auswählen und ich nähe daraus Leggings, Shirts, Kleider, Röcke, Kappen, etc. Das ist bisweilen rosa mit Sternen (ganz klassisch) oder grün mit Käfern, grau mit Rehen, pink mit Kirschen, gelb mit roten Krokodilen – was das Herz begehrt. Also: wer nicht mag, der soll doch selber nähen. Und man unterstützt dabei die Fast Fashion nicht.

    • tststs sagt:

      Genau DAS würde mich auch viel eher stören.
      Bitte nicht missverstehen, ich habe nichts gegen schöne Anzüge für Jungs und Rüschenkleidchen für Mädchen, zu speziellen Anlässen!
      Aber dass auch die Alltagsmode der Kinder (hier muss ich sagen: IMHO vor allem der Mädchen) wie eine für kleine Erwachsene aussieht, finde ich auch nicht so hittig.

      • OBT sagt:

        Eben. Wenn ich die Mode in gewissen Modeläden sehe und daneben die Damenabteilung, der Unterschied dabei nicht gross ist, sondern Mädchen aussieht wie ein Mini-Me der Mama oder eine erwachsene Frau, dann wundere ich mich schon. Kinder sind Kinder. Sie mögen Farben und bequem und Bilder und und und. Man braucht sie nicht in ein erwachsenes Outfit zu stecken. Das gilt sowohl für Jungs als auch Mädchen. Warum muss z.B. ein 1jähriger die gleiche coole Schirmmütze aufhaben und ein ähnliches Hemd inkl. Hipster-Fliege wie der Papa. Fühlt sich der 1jährige wohl darin? Ich bezweifle es.

  • Vanessa sagt:

    Ich bin selber passionierte Schneiderin und nähe und entwerfe für meine Töchter viele ihrer Kleider. So kann ich zumindest die hässlich bedruckten Dinge und den Glitzer umgehen. Stoffe können unisex sein, Ich bin aber der Meinung, dass es generell keine unisex Kleidung gibt, wenn es um die kleiderschnitte geht – egal ob für Kinder oder Erwachsene. Idealerweise sind Kleider nämlich „massgeschneidert“. Leider ist unsere Textilindustrie so kaputt und billig geworden, dass dies weder geschätzt noch bezahlt wird. Viele jammern über mangelnde Auswahl, ich bin aber nicht sicher, wie viele dann auch mehr bezahlen würden für nicht normierte und industriell hergestellte Kleidung.

  • Schneidermeister sagt:

    Bei all den Kommentaren frage ich mich, ob das KnowHow der privaten Schneiderei schon wirklich so verloren gegangen ist. Mittels einer Nähmaschine kann man so ziemlich alles so anpassen, das es toll sitzt. Gerade wo es hier um die Länge der Hosen für Mädchen geht. Hosenkürzen ist wirklich simpel.

  • Anh Toàn sagt:

    „60 Prozent der Schweizer Mädchen zwischen 13 und 17 Jahren wären gerne dünner.“

    „Bei der letzten Erhebung im Schuljahr 2014/15 waren 17,3 Prozent aller Schüler übergewichtig oder fettleibig.“ (Tagi)

    Also hat schon mal ein wesentlicher Teil davon recht, dass sie dünner sein sollten. (Gut vielleicht finden auch ein paar Dicke, sie seien nicht zu dick, aber viele sind das kaum.)

    Ich persönlich halte, was in der Schweiz als Normalgewicht gilt, bereits für zu fett. Wobei ich gerade gesehen habe, dass Normalgewicht nicht Idealgewicht sei (Wiki: Normalgewicht für eine Frau von 1.65m sei 65Kg, das Idealgewicht aber 52Kg.) Meine Frau, Südostasiatin, ist 1.55 klein, wiegt zur Zeit (11 Monate nach der Geburt, noch am Stillen) 48Kg, vor der Schwangerschaft waren es 43kg.

    • Anh Toàn sagt:

      Als wir in die Schweiz kamen, hat sie von 43Kg bis fast 50Kg zugenommen: da hat sie gesagt, das Leben sei gemein: Jetzt wo sie genug Geld habe, um zu Essen, was sie möchte, könne sie nicht wegen dem Gewicht.

      Übrigens ist meine Frau ziemlich kräftig, ein richtiges Bauernmädchen, fällt nur nicht auf bei einer Körpergrösse von 1.55, wäre sie 1.75 oder mehr, wäre sie, was man böse „ein Ross“ nennt.

      • Zufferey Marcel sagt:

        Das Beschriebene kenne ich nur allzu gut 😉 Was das Thema selber anbelangt: Kleider in adäquater Grösse für, sagen wir mal, eher rundliche Mädchen findet man nirgendwo auf der Welt sofort, in Asien schon gar nicht. Wobei es auf den Philippinen noch relativ viele Menschen gibt, die nicht der asiatischen Norm (=schlank bis sehr schlank, klein) entsprechen. Wie ist das in Vietnam?

      • Anh Toàn sagt:

        In Sai Gon (Ho Chi Minh City) kann man alles kaufen, da gibt es auch immer mehr fette Kinder. Auf dem Landund in kleineren Städten (das wären dann so eine halbe Million Einwohner) ist es schwer, irgend jemanden zu treffen, der hier als schon nur übergewichtig gelten würde. Für die wenigen dürfte auch der Kleiderkauf schwierig sein.

      • Andrea sagt:

        Es ist widerlich wie Sie hier Ihre Frau beschreiben. Zum Fremdschämen.

  • MaMo sagt:

    Die Mode soll Kindsgerecht sein. Aber man muss ja nicht von einem Extrem ins Andere gehen. Ich finde es nicht gut wenn Mädchen wie kleine Lolitas rumlaufen, aber solange das Aussehen nicht zu sehr thematisiert wird ist es doch ganz normal das Mädchen auch mal chic sein wollen. Vielleicht ist das in gen Genen?? Das grösste Problem ist doch unsere kranke Gesellschaft. Mann muss beim ankleiden unserer kinder ständig im Hinterkopf haben, dass draussen irgendwelche Individuen rumlaufen die beim Anblick eines süssen Mädchens im Ballerinaröckchen auf kranke Gedanken kommen.

  • Schneider sagt:

    Danke für diesen Artikel.
    Als Vater einer demnächst 2-jährigen (!) Tochter bekomme ich Schübe beim Klamottenkauf. Prinzessinnenlook, Glitzer, Kleinkinderjeans im Slim-Style, Hotpants?? (Kontrastprogramm für Jungen: Fussball, Superhelden, Autos, Piraten…yeah!) Das ist doch krank.
    Klar, es geht nur ums Verkaufen. Dass dahinterstehende Rollenverständnis macht mich sprachlos und wütend.

    • Andrea sagt:

      Wo gehen Sie eigentlich einkaufen? Es ist eher krank, dass Sie nichts zu finden scheinen. Jack-o, Vögele, C&A, Zara, GAP, Gymboree (aus den USA bestellen). Zu Kleidern und Röcken zieht man immer Leggings an. Ich finde Eltern die keine Kinderkleider finden können sowas von dämlich.

      • Brunhild Steiner sagt:

        Nicht einverstanden, das Basic-Angebot ist nicht immer vorhanden, und je nach dem was grade „motivmässig/farblich/schnittmässig so Saison“ hat, schwierig was zu finden. Und ja, ich kenne die Läden von innen, samt online Abteilung übrigens.
        Jako-o ist wirklich klasse, aber in aller Regel teuer.

      • Andrea sagt:

        Das Angebot ist sehr wohl vorhanden, aber das Timing muss stimmen. Man geht Anfang März in die Läden und deckt sich ein. Dann gibts alles noch. Bereits im Mai gibts nur noch Restposten und die sind eher grässlich.

      • schneider sagt:

        Andrea. „dämlich“…“krank“…wow! Bitte, sparen Sie sich das doch. Sind ja hier nicht bei Facebook. Irgendwelche krassen Ansagen rauszuhauen
        geht aus der Deckung des Internets heraus aber auch gut. Also, Hasskappe ab und lesen! Offensichtlich haben Sie das Thema und meinen Kommentar nicht verstanden. Natürlich findet man immer was. Das, was da in den Läden angeboten wird wirft aber schon Fragen auf. Bei Ihnen nicht? Ok. Finden Sie Skinnylook und Hotpants für Kleinkinder normal?

      • Andrea sagt:

        @Schneider: Es war kein Hasskommentar. Ich bin weiss ich wie kein Shoppaholic, finde aber immer die Sachen, die ich mir wünsche. Mein Kind ist praktisch und kindgerecht angezogen. Wie kommen Sie überhaupt an so Hotpants für Kleinkinder ran? Solche Eltern sollten vermehrt in den Bergen die Zeit verbringen, da lernt man schon sich und den Nachwuchs praktisch anzuziehen. Ich verstehe grundsätzlich Eltern nicht, die nicht in der Lage sind adäquate Kleider zu finden. Das ist alles. Ich hasse hier niemanden, Sie schon gar nicht, Schneider.

  • tststs sagt:

    In aller Härte: Dies ist ein Problem für
    a) die Dummen: niemand zwingt uns Konsumenten die gekauften Produkte nur auf eine Art zu verwenden (sprich: ein Mädchen darf Jungenkleidung tragen)
    b) die Reichen: Wer jedes Kind mit eigener Garderobe ausstatten kann, der muss sich mit Glitzer herumschlagen; wenn die Garderobe aber für mehrere Geschwister reichen muss, wird eh unisex eingekauft…
    😉

    • mila sagt:

      Und was genau ist (wäre) an unisex für Kinder nun so besonders erstrebenswert? Hätte echt nicht gedacht, dass ich mich irgendwann auf diese Seite der Diskussion schlagen würde… Tatsache ist, keiner von uns ist ein Unisex-Wesen. Und ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass man mit der ‚richtigen‘ Kinderkleidung der ‚Heteronormativität‘ beikommen würde. (Geistige) Freiheit und zwang-artiges Denken (jeder couleur) schliessen sich für mich irgendwie gegenseitig aus.

      • tststs sagt:

        iss, ich fahre da eher eine extreme Linie, aber ich gehe halt davon aus, dass der Träger die Kleidung definiert. Sprich: ein T-Shirt ist ein T-Shirt; erst wenn es ein Mädchen trägt wird es IMHO zu einem Mädchen-T-Shirt.
        Genauso wie der Träger definiert, ob eine zerissene Jeans jetzt als Outfit für einen Punk oder ein Fashionvictim funktioniert.

        Und lustigerweise habe ich da eher die Jungs im Hinterkopf als die Mädchen. Mädchen können und dürfen sich kleiden, wie sie wollen (man findet in jeder Mädchenabteilung Hosen und Rücke); Jungs sind da um einiges eingeschränkter.

      • Rockträgerin sagt:

        Doch, wenn es um Kleider (abgesehen von Unterwäsche) geht sind wir Unisex-Wesen. Warum sollte das Vorhandensein eines Penis oder einer Vagina über den Kleidertyp entscheiden? Dass Frauen enge kurz Kleider tragen und Männer weitere und eher längere ist zu 100% sozial bedingt. Oder kannst du mir ein logisches Argument liefern, warum ein Penis nicht mit einem Rock kompatibel sein soll?

        Zu deiner Frage: Unisexkleider sind erstrebenswert, weil dadurch nicht schon von klein auf sehr offensichtlich in Buben und Mädchen eingeteilt wird. An dieser Einteilung hängen sehr viele Verhaltensweisen, welche ebenfalls rein sozial sind. Kinder sollten sich frei entwickeln können ohne auf Grund ihres Geschlechts in eine Richtung gedrängt zu werden. Das wäre viel einfacher, würde es nur Unisexkleider geben

      • tststs sagt:

        Ich gehe noch einen Schritt weiter, Rockträgerin: Kleidung kann eigentlich nicht unisex sein, da jeder Mensch eine andere Figur hat. Eine Frau mit einem A-Körbchen ist doch da eigentlich näher bei der Männer- als in der Frauenabteilung 😉

      • mila sagt:

        QED, Zwangsdenken im Namen der ‚Freiheit‘. Wie gerufen.

      • tststs sagt:

        @mila: ?

        Ich glaube, wir müssten uns hier kurz zuerst einigen, was wir mit „unisex“ meinen…

      • mila sagt:

        Ich meinte (sicher) nicht Sie, tststs.

    • 13 sagt:

      „ein Mädchen darf Jungenkleidung tragen“

      Wie immer eine tolle Alternative….
      Man könnte den Gedanken auch weiterspinnen und den Frauen erklären: Ihr habt genau zwei Möglichkeiten: Ein Mannsweib oder ein Tussi zu sein!
      Weiblichkeit wird dabei nur auf den Sexappeal reduziert, anders gibt es sie ja anscheinend gar nicht.

      • tststs sagt:

        Auch hier, 13, der Träger macht die Kleidung.
        Eine Frau kann in Boxershorts extrem weiblich und sexy aussehen (resp. in einem hautengen Minikleid wie ein Mannsweib)

      • 13 sagt:

        Oh nein, der Meinung, bin ich nicht. Kleider machen Leute, dass kann man nicht verneinen. Ich bin davon überzeugt, dass der Auftritt bei einem Geschäftstermin in Hotpants und einem bauchfreien Tanktop etwas anders daherkommt als im Hosenanzug. In einem eher verlotterten Punk-Outfit nochmals anders. Kleider sind halt auch ein Ausdruck unserer Persönlichkeit: Warum wähle ich gerade xy? Nur um das wählen zu können, was einem entspricht, braucht es eben ein Angebot, das nicht auf die Aspekte „maskulin“ oder „sexuell“ reduziert ist. Weiblichkeit muss doch mehr sein.

      • Susi sagt:

        @13: „Kleider sind halt auch ein Ausdruck unserer Persönlichkeit: Warum wähle ich gerade xy? Nur um das wählen zu können, was einem entspricht, braucht es eben ein Angebot, das nicht auf die Aspekte „maskulin“ oder „sexuell“ reduziert ist. Weiblichkeit muss doch mehr sein.“

        Sehr schön gesagt!

      • tststs sagt:

        Natürlich, 13, aber WER bestimmt, welche Kleidung „männlich“ und welche „weiblich“ ist (resp. mit welcher Kleidung unterstreiche ich Weiblichkeit)?

        Das ist nichts Naturgegebenes und wird nur von der Gesellschaft festgelegt.
        Nun kann man sich natürlich diesem Anspruch unterwerfen (dann soll man sich aber bitte auch nicht über die Auswahl in den Läden beschwerden, denn diese bilden die Gesellschaft lediglich ab).
        Oder man bringt seinem Kind bei: Ach Kleider, Schleider! Du bestimmst, was Du sexy findest!

      • Martin sagt:

        @13: Schon merkwürdig, dass sich ausgerechnet die Frauen beklagen, wo doch jeder Modekatalog 90% Frauenkleider anbietet und die Männer bekommen von 500 Seiten vielleicht gerade mal 20 Seiten. Ich habe noch nicht so viele Tussen gesehen. Viel mehr „Mannsweiber“ und so alternativ gekleidete Frauen. Schön wäre es, es hätte mehr Tussen. Die gefallen mir besser als der Rest. @ Susi: Wieso geht es immer nur um die „Weiblichkeit“? Wieso muss eigentlich alles, was für Männer ist, auch für Frauen tragbar sein? Männer haben eine andere Figur als Frauen. Andere Taillen, Hüften, Schultern usw. Mir macht es den Anschein, als wollten viele Frauen lieber Männer sein. Schade. Ich mag Frauen, nicht Mannsweiber.

    • mila sagt:

      Et tu, 13? Ihr wollt irgendwie alle weiblich, aber bloss nicht (billig) sexy sein. Ich behaupte, das geht – in allen Alterskategorien. Vielleicht muss man etwas länger suchen, das ja, aber die Auswahl für ‚geschmackvolle‘ Frauen- und Mädchenkleider ist (längst) da. Doch was Ihr im Grunde wollt: allem Rest Eure Geschmacksideale grossmehrheitlich aufdrängen. Das wird nicht funktionieren. Auch bei allem wider pink-und-glitzer-Drängen nicht. Es scheint generationsübergreifend ein Bedürfnis danach zu geben, und nein, dies ist beileibe nicht ein ‚Verschulden‘ der Bekleidungsindustrie. Schon gar nicht ein alleiniges, oder nur schon hauptsächliches.

      • 13 sagt:

        Wer sind „wir“? Ich verstehe gerade kein Wort.

      • mila sagt:

        Mit Ihr meine ich meine sonst so geschätzten, in meinen Augen vernünftigen Stamm-MB-Kolleginnen, die bei diesem Thema irgendwie das Mass verlieren. Meinem Empfinden nach. In meinen Ohren klingt das dann nach Kollektivjammern, und das bin ich mir sonst von selbständigen Frauen wie Ihnen einfach nicht gewöhnt.

      • Reincarnation of XY sagt:

        ich verstehe jedes Wort von Mila sehr gut, 13
        ich habe Ihnen und Brunhild um 9:40 – sogar mit Alltagsfakten belegt – dasselbe gesagt.
        Blieb allerdings sowohl von Ihnen, wie auch von Brunhild unkommentiert, also unwidersprochen …

      • Susi sagt:

        @mila: “ Es scheint generationsübergreifend ein Bedürfnis danach zu geben“

        Mit einem solchen Bedürfnis wird man aber wohl kaum geboren.

      • Susi sagt:

        @Mila: Ich weiss nicht, ob Sie mich hier auch meinen. Aber summa summarum finde ich es befremdlich, Leuten, die sich Gedanken zu diesen Themen machen, in die Schublade „oberflächliche Jammeris“ zu stecken, egal, ob ich auch gemeint bin oder nicht.

      • mila sagt:

        Susi, welche Präferenzen (Farben? Interessen?) etwaig geschlechts- tendenziell (nicht: deterministisch) angeboren sind oder nicht, darüber streitet sich die Wissenschaft (immer noch). Darum geht es mir aber gar nicht. Mit oberflächlich bezeichne ich hier (im buchstäblichen) Sinn die Haltung, sich genauso ‚ernsthaft‘ wie eine Tussi um Äusserlichkeiten Gedanken zu machen – halt einfach aus umgekehrter Intention. Und eine gewisse Prüderie – um SP vorwegzunehmen – scheint mir ebenfalls mit der Thematik verbunden. Ich persönlich finde Haut etwas furchtbar Schönes, und sehe im Sommer gerne etwas mehr davon.

      • tststs sagt:

        Wobei man schon, Susi, das Thema oberflächlich oder in die Tiefe besprechen kann.
        Glitzer bemängeln und am liebsten verbieten ist auch IMHO eher oberflächliches Rumgejammere…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reincarnation

        da bin ich ja gespannt auf die „Alltagsfakten“, denn:
        „wie auch von Brunhild unkommentiert, also unwidersprochen …“ tja, stellen Sie sich vor, es mag vielleicht so erscheinen doch sitze ich nicht ganztags vor dem Bildschirm, nicht an Worten hätte es gefehlt, mehr an der Zeit…

      • Susi sagt:

        @mila: “ Mit oberflächlich bezeichne ich hier (im buchstäblichen) Sinn die Haltung, sich genauso ‚ernsthaft‘ wie eine Tussi um Äusserlichkeiten Gedanken zu machen – halt einfach aus umgekehrter Intention.“

        Ich habe schon verstanden, was Sie meinen. Und frage mich grad, wie viele Berührungspunkte Sie denn haben mit Leuten, die sich wirklich damit befassen (nicht in einem Bl0g wie dem heutigen), die sich diesem Thema mit Leib und Seele verschrieben haben. So mühsam ich diese Diskussionen finde (und so oft ich deswegen heftigst gestritten habe), die befassen sich mit Haltungen, mit Sprache, mit der Dynamik zwischen Kultur, Gesellschaft, Wissenschaft. Wie man sowas auf „sich oberflächlich mit Äusserlichkeiten befassen“ reduzieren kann, ist mir echt schleierhaft.

      • mila sagt:

        Ich bezog mich eigentlich auf den Blog, Susi. Akademische Genderdiskussionen fand ich schon während des Studiums (ober-)mühsam, und ich muss gestehen: mittlerweile nervt mich die (Omni-)Medienpräsenz dieser sehr kleinen Interessensgruppe (mit in meinen Augen primär soziopolitischer, nicht wissenschaftlicher Agenda) nur noch.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: „Und eine gewisse Prüderie – um SP vorwegzunehmen – scheint mir ebenfalls mit der Thematik verbunden. Ich persönlich finde Haut etwas furchtbar Schönes, und sehe im Sommer gerne etwas mehr davon.“
        🙂
        Ich sehe auch gerne mehr davon. Aber nicht bei kleinen Kindern, da ist mir das egal.
        Aber: Meine Kinder, wie wir früher auch schon, haben gerne wenig Stoff (bis gar nichts) an. Und denken sich nichts dabei.
        Und wir diskutieren dann, ob der Kleiderstil „sexy“ ist, ob man allenfalls mal auf der Schaukel eine Unterhose sieht? Was haben wir Erwachsenen nur mittlerweile für eine kranke Fantasie???

      • 13 sagt:

        @ mila
        Ich jammere doch nicht, stelle lediglich fest und kritisiere höchstens. Wie unten beschrieben, liegt mir das Thema tatsächlich am Herzen. Als Mutter zweier Töchter, die gleich wie alle anderen Menschen (mich inkl. logischerweise) beeinflusst werden, mache ich mir Gedanken darüber, wie der Einfluss aussieht. Man könnte da noch ewigs diskutieren, ich glaube, ich habe zu dem Thema genug recherchiert, um ein Buch zu schreiben, was ich jedoch nicht tun werde. Aber ich habe nicht den Anspruch, dass jeder jedes Thema gleich bedeutend empfindet.

  • Susi sagt:

    Unsere Tochter befindet sich gewichtsmässig im oberen Teil des Normbereichs, ist generell kräftig gebaut mit für ihr Alter sehr breiten Schultern, sportlich und sicher nicht gerade mager. Ich ärgere mich regelmässig darüber, dass wir für sie Kleider kaufen müssen, die weit über ihrer eigentlichen Grösse liegen, weil einfach alles superschmal geschnitten ist (140 wäre ja gedacht für Kinder mit Körpergrösse 140 cm).

    • Susi sagt:

      Wenn sie dann wieder mal etwas anzieht und es spannt unter den Armen, hoffe ich jedes mal, dass sie nicht das Gefühl bekommt, zu dick zu sein. Er reicht ja schon, wenn wir sie regelmässig bremsen müssen mit dem Essen, um ihr Gewicht eben auch möglichst im Normbereich zu halten, was uns bis jetzt gelungen ist (Gratwanderung!) und dann kriegt man trotzdem dem Stempel „zu dick“ über die Kleidungsindustrie…

      • tststs sagt:

        So lange Sie einfach gelassen sagen, es braucht eine Grösse grösser, ohne dies irgendwie zu werten, wird sie sicher damit umgehen können (habe so das Gefühl, dass Sie Ihre Kinder zu selbstständigen und selbstsbewussten Menschen erziehen).
        Oder machen Sie sich dieselben sorgen, wenn Sie (für sich oder für Ihre Tochter) einen Schuh mal ein grösse Grösser kaufen müssen?

        Jeder regelmässige Shopper lernt eh bald, dass Grössenbezeichnungen eh nicht „verhebed“ (Aber ja, ich fühle mich auch besser, wenn meine Grösse in einem Geschäft unter 38 und nicht unter XL läuft 😉 )

      • Susi sagt:

        @tststs: „Oder machen Sie sich dieselben sorgen, wenn Sie (für sich oder für Ihre Tochter) einen Schuh mal ein grösse Grösser kaufen müssen?“

        Meine Tochter ist 8 und trägt Schuhgrösse 36, ich mache mir langsam vor allem Sorgen, dass sie sich demnächst meine ausleihen wird… 😉

        Aber gutes Beispiel mit den Schuhen.
        Ganz ehrlich, wenn ich für mich ein Kleidungsstück Grösse 38 finde, das mir passt, dann freue ich mich schon irgendwie. (Und als ich mal eine Korsage Grösse S kaufte, die wahrscheinlich falsch angeschrieben war, animierte ich im Kundinnen und Verkäuferinnen im Geschäft zu einer Polonaise…)

      • Susi sagt:

        @tststs: Noch ein Nachtrag: Natürlich ist es eigentlich kein Problem, einfach ein paar Grössen grösser zu kaufen und ihr ist das ja sowieso nicht bewusst. Aber häufig ist dann der Schnitt eben suboptimal, weil das Verhältnis Breite/Grösse nicht mehr wirklich stimmt.
        Wie gesagt, sie gehört von der Postur her in den breiteren Bereich, also oben in der Norm, aber es ist schon auffällig, dass man dann praktisch gar nichts mehr findet, obwohl das Kind gar nicht dick ist.

      • tststs sagt:

        „dass man dann praktisch gar nichts mehr findet, obwohl das Kind gar nicht dick ist.“
        Hmmm, ich könnte mir vorstellen – wenn man es richtig rüberbringt – dass sogar eine 8j es cool findet, dass es jetzt bei den Erwachsenen einkaufen muss, weil es für die Kindergrössen zu gross ist 😉

        Und ja, dieses ungleichmässige Wachsen… meine Beine waren mit 12 bereits knapp 1m lang… In der Kinderabteilung gab es nur noch Hochwasser 🙂

        Hihi, diese Polonaise kenne ich, in den USA brachte mir eine Verkäuferin mal ein Kleid in Grösse 2 (ansonsten 6-8), ich habe sie ausgelacht „no way“… aber tadaaaa, es sass (und sitzt immer noch)…

      • Susi sagt:

        @tststs: Grösse 2 ?!??!!! *kreeeeiiisch*

      • tststs sagt:

        Ja, gelle… *superkreisch* (ich bin ja weiss gott mittlerweile im Reinen mit mir selber, aber auch ich habe mal meine schlechten Tage, da hilft dieses Kleid schon ziemlich…)
        Also ich muss schon zugeben, dass es ein weitschwingendes Kleid ist, selbst ein Grösse44-Füdli hätte noch Platz!

      • 13 sagt:

        @ Susi
        Hier das ähnliche Problem, wobei meine Tochter mit ihren 140 cm mit 9 Jahren auch zu den Grösseren gehört und gewichtsmässig eben im oberen Normbereich liegt. 140 kann sie aber selten mal tragen, es läuft mind. auf 146, meistens auf 152 hinaus. Da besteht, neben dem beschriebenen, das wir auch kennen, noch das Problem, dass Kleider in der Grösse unter Teenager laufen und nicht für 9jährige gemacht sind. Man kann also nicht einfach das Gleiche 1-2 Grössen grösser nehmen. 14/15jährige kleiden sich nunmal anders als 8/9jährige. Wir thematisieren es inzwischen, da sie es auch tut (auch), jedoch mit einem überraschendem Selbstbewusstsein: „Bei meiner Figur wäre xy besser.“ Ich hoffe nur, dass es so bleibt. Ich wünschte mir da einfach mehr Auswahl.

      • Susi sagt:

        @13: Ja, das stimmt, das sind dann stilmässig andere Kleider. Hab ich mir nicht mal überlegt bis jetzt.
        Ich weiss gar nicht genau, wie gross unsere Tochter ist, aber grössenmässig war sie bei der letzten Kontrolle ausserhalb der Norm (BMI ist aber i.O.) Ich kaufe zur Zeit Grösse 164 für sie, das passt dann sicher und je nach Schnitt eventuell auch noch nächstes Jahr, wobei sie die meisten Kleider sowieso nur eine Saison trägt, weil die oft nach relativ kurzer Zeit kaputt gehen. Da wünschte ich mir dann mehr Stabilität beim Stoff, wie bei den Hosen für die Jungs…

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Mein Junior, der bald 10 wird, über 140cm gross, sportlich, über 40kg schwer, muss auch 152 oder 164 tragen. Und ist stolz darauf…
        Ein Problem sehe ich da nicht, ausser wenn wieder mal beide Grosselternpaare Shirts aus den Ferien heimbringen, die umgehend zu den Brüdern wechseln… (weil bei den Grössen nur nach Alter gefragt wurde).

      • 13 sagt:

        @ SP
        Und da sind wir beim Thema: Sie können Jungs- und Mädchenkleider diesbezüglich nicht vergleichen. . Auch dort kann es sein, dass gerade bei den Hosen Länge und Breite nicht übereinstimmt, aber der Unterschied zwischen den Abteilungen ist kleiner. Bei Tops und manchen T-Shirts ist z. Bsp. ein Unterschied, ob schon ein Brustansatz da ist.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ja, mit Mädchenkleidung kenne ich mich nicht aus. Aber es scheint, als ob es sich hier etwas beisst. Wenn man Mädchen-/Frauenschnitte verlangt, ist es doch auch klar, dass man die schliesslich bekommt.
        Ein weites Shirt, wie es die Jungs vielfach tragen, geht grundsätzlich auch den gleich grossen Mädchen, trotz etwas Brustansatz…

    • tina sagt:

      meine söhne sind ja über 180 inzwischen, beide schlank. hey, ich fasse es jeweils gar nicht, welche hosengrössen sie haben! bei unterwäsche, badehosen und pijamas gibt es gar nichts grösseres. ich frage mich, ob fülligere männer ihre hosen selber nähen …..

      • Susi sagt:

        haha, tina, jetzt habe ich das Bild im Kopf von dicken Männern ohne Hosen an Nähmaschinen…
        🙂

      • tststs sagt:

        Das haben wir jetzt alle… merci…
        🙂
        🙂
        🙂

      • tina sagt:

        hihi ja ihr habt gut lachen
        ist das nicht wirklich fragwürdig? immerhin, es relativiert doch ein wenig das problem der zu klein deklarierten mädchenkleider 🙂

      • tina sagt:

        vielleicht sollten sie auf wickeljupes ausweichen. warum sollen jungs auch nur jungskleider tragen, nichtwahr

      • Susi sagt:

        @tina: gern gscheh 😀

        Zu Jupes bei Männern, also, Jamie Fraser sieht mit seinem Kilt doch fantastisch aus…

      • 13 sagt:

        @ Tina
        Hihi, aber ich bin der Meinung, dass es bei Männern durchaus viel Platz nach oben gibt, sie enden ja meistens nicht bei XL, halt je nach Laden, in dem man geht. Es ist aber gut möglich, dass es eine Generationenfrage ist. Übergewichtige Jugendliche haben es wohl schwerer als ältere.

      • tina sagt:

        13: meine jungs sind aber nicht annähernd übergewichtig, das ist ja das seltsame. ich habs nur eingebracht, weil die problematik nicht nur bei kleinen mädchen besteht :). irgendwas hat sich dann ja gefunden, weiss nicht mehr wie wir es lösten. jedenfalls bin ich der ansicht, für meine jungs müsste in herrengrösse M passen weil sie weder besonders gross noch klein sind, weder dick noch dünn. das ist doch M. kann man aber vergessen. es war dann wohl XL. ich gehe mal davon aus, dass männer im allegemeinen nicht gern wespentaillenmässige hosenbünde mögen, also glaube ich, meine jungs sind ähm normal 😉

      • tina sagt:

        also eigentlich das selbe wie bei deiner tochter 13, da hat es ja auch luft nach oben, einfach nicht in der für sie zu erwartenden grösse sondern bei den kleidern für längere kinder 🙂
        auch für junge männer finde ich es im übrigens nicht gut, wenn sie den eindruck kriegen, sie seien fett weil sie mit normaler postur ein xxl kaufen müssten.
        ich war auch etwas geschockt übrigens und überlegte kurz, ob es sein kann, dass ich dermassen mutterblind bin und nicht merke dass meine jungs heftig zugelegt haben

      • tina sagt:

        (und nein: die xl hat es eben nicht immer überall…)

  • Claudi sagt:

    Vielleicht könnte frau anstatt immer nur über das Styling der eigenen Töchter zu lamentieren, auch mal einen Gedanken an die Arbeitsbedingungen jener Kinder verschwenden, dank derer Billigarbeit die Billigklamotten im H&M überhaupt erst möglich sind.

  • Hans Kurz sagt:

    South Park hat das vor Jahren schon thematisiert. Da gab es eine Kindermodemarke namens „skinny bitches“.
    Finde den Feuerwehrwagen Aufdruck bei Jungs, im Gegensatz zur anorektischen Prinzessin unproblematisch. Bei den kleinen kann man (bzw. meine Partnerin) zum Glück noch selbst was nähen.

  • Sabine sagt:

    „Stoff-Shorts von H&M, beide Grösse 116.“
    Es können ja die Eltern diejenige Shorts für ihr Kind kaufen, die sie wollen. Kaufen Sie ihrer Tochter die grosse. Wo ist das Problem?

    • 13 sagt:

      Das Problem dabei ist, dass es nicht sein kann, dass Mädchen in typischen Jungskleidern herumlaufen müssen, nur weil sie verhindern wollen, dass jeder ihre Unterwäsche sieht! Warum gibt es nicht das gleiche Mädchenmodell (mit dem Regenbogenrand etc.) in einer kindergerechten Länge? Ich nerve mich jedes Jahr von neuem, dass ich meinen Töchtern keine kurzen Mädchenhosen ausser Hotpants, die ich selber nie anziehen würde, kaufen kann. Dies bereits im Windelalter.
      Ich gehe mit Frau Meier nicht ganz einig, wenn sie sagt, es braucht nur ganz neutrale Sachen, es darf „Mädchenkleider“ geben, aber eben bitte nicht lolitamässig.

      • tststs sagt:

        Ist die obige Shorts für Sie wirklich „in typischen Jungskleidern“?

      • Sabine sagt:

        Das ‚Jungsmodell‘ hat den Regenbogenrand auch, halt oben.
        Was sind schon typische Jungskleider? Passiert diese stereotype Geschlechter-Zuteilung nicht eher in Ihrem Kopf? Diese Hose kann ein Mädchen auch tragen.
        Am Ende wollen Sie halt doch was hübsches für ihre Tochter, in dem attraktiv weiblich aussieht. Aber dafür sollten Sie dann nicht den Verkäufer beschuldigen, sondern selbst die Verantwortung übernehmen.

      • 13 sagt:

        @ tststs
        Ja. Für meine Tochter erst recht 😉

        @ Sabine
        Nicht im meinem, im Kopf der meisten. Natürlich KANN ein Mädchen, dem das gefällt, das tragen. Ich würde die Hosen meinen Töchtern auch ohne wenn und aber kaufen, wenn sie das wünschen. Aber ich wähle die Kleider für meine ältere Tochter nicht selber, das macht sie, wobei ich natürlich das letzte Wort habe, und sie wünscht sich auch schöne, attraktive Sachen, was ich nachvollziehen kann. Warum diese aber oftmals in Richtung „sexy“ bei Kindern vor der Pubertät gehen müssen, ist hingegen für mich nicht ersichtlich. Darum wäre es bei den obigen Shorts eher so, dass sie die rechten nicht anziehen und ich sie in den linken nicht in die Schule lassen würde. Verantwortung dafür nehmen wir war, es läuft aufs nähen hinaus.

      • 13 sagt:

        PS: Das zieht sich bei Erwachsenen teilweise weiterhin durch. Ich möchte auch Hosen haben, in denen ich nicht der ganzen Welt meine Unterwäsche präsentiere, aber auch nicht in der Männerabteilung einkaufen müssen. es spricht ja nichts gegen sexy Kleidung für den Ausgang etc., aber ich persönlich muss es im Alltag nicht haben, weiblich darf sie aber sein, ich bin ja eine Frau. Man findet es, muss aber teilweise mehr suchen.

      • tststs sagt:

        „Aber ich wähle die Kleider für meine ältere Tochter nicht selber, das macht sie,“
        „aber auch nicht in der Männerabteilung einkaufen müssen.“
        Und plötzlich fühlt sich ein Mädchen nicht mehr als Mädchen, wenn sie in der Jungsabteilung einkauft.

        Gelle, 13, ich meins natürlich nicht so angriffig, aber hier liegt das Problem nicht bei den Geschäften (die an Mädchen- vs Jungenabteilung festhalten), sondern was wir unseren Kinder beibringen.

        Oder anders gesagt: Wieso verkaufen wir es unseren Kindern nicht als Privileg, dass man in allen Geschlechtsabteilungen einkaufen kann, sondern als Problem/Belastung?

      • Ka sagt:

        ne, die typische Zuteilung wird ganz schnell von den Kinder selbst gemacht. Meine Tochter zog bis sie ca. 8 war nur Jungs Kleider an. Ich kaufte dann mal ein neutrales T-Shirt, sie hat aber im Gegensatz zu mir sofort bemerkt, dass die Ärmel schräg geschnitten waren und es somit ein Mädchen Shirt war. Kinder machen diese Unterscheidung ganz schnell, deshalb wäre ich auch sehr froh über neutrale Kleider gewesen.

      • Ka sagt:

        gute Alternative für Kleider ist auch Jako, da bin ich oft fündig geworden. Meine mittlere Tochter passte auch nie in die engen Hosen, dafür passte der Junge nicht in die breiten Jungs Hosen . Eigentlich ist es genau verkehrt herum geschnitten. Jungs sind doch oft so schmal und die Mädels etwas breiter????

      • Martin sagt:

        „das gleiche Mädchenmodell (mit dem Regenbogenrand etc.)“ Wer kauft seinen Kindern schon Kleidern mit Regenbogenfähnli drauf? Werde ich ganz bestimmt niemals tun! Ich kann diese Regenbogen, Einhörner usw. nicht ausstehen! Nicht mal bei Kindern.

      • tststs sagt:

        Keine Angst, Martin, die Saison geht wieder los; dann landen die Einhörner wieder dort, wo sie hingehören: Auf dem Grill!
        😉

      • Reincarnation of XY sagt:

        Da der Martin – er kauft seinen Kindern nichts, was ER nicht ausstehen kann. (Da sieht man mal wieder die Ehrlichkeit des Mannes: er sagt es offen heraus.)
        Der wahre Grund: DIE ELTERN wollen ihren Kindern auf indoktrinieren, was sie zu tragen haben. Deswegen regen sie sich so auf, weil es nicht in IHR Schema passt.

        Weil ich meine Kinder als Persönlichkeiten respektiere und liebe, liebe ich, was sie lieben. Ich fand z.B. Pokemon immer einen voll nonsense Quatsch. Aber seit ich sie mit den Augen meiner Kinder sehe, finde ich sie toll und kaufe ihnen gerne ein Shirt mit Pokémons.
        So schön könnte das Leben sein! Man hätte dann viel weniger Probleme und die Kinder wären erst noch glücklicher.
        Also hört endlich auf mit eurer selbstgerechten Enge!

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Das Problem dabei ist, dass es nicht sein kann, dass Mädchen in typischen Jungskleidern herumlaufen müssen, nur weil sie verhindern wollen, dass jeder ihre Unterwäsche sieht!“
        Das wollen kleine Mädchen verhindern? Wirklich? Oder eher die Mütter? Wie auch immer, ich sehe eigentlich selten Unterhosen aus Shorts herausschauen, weder bei Frauen, noch bei Mädchen.
        @RoXY: Ich würde auch nur kaufen, womit ich einverstanden bin. Scheint mir normal. Das ist der Rahmen, in dem sich die Kinder dann bewegen dürfen. Daraus eine kritische Grundsatzdiskussion abzuleiten ist etwas übertrieben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Das ist mir mittlerweile klar SP, dass sie zu diesen Leuten gehören, die das so handhaben.
        Ich hab einfach Martin (und Ihnen) meine Meinung dazu gesagt. Darüber kann man einmal nachdenken, oder halt nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @RoXY: Sie wollen uns zum Nachdenken anregen, erklären unser Verhalten aber zur Indoktrination, und grenzen sich davon ab, in dem SIE ihre Kinder als Persönlichkeiten respektieren und lieben, was wir – Ihrer Meinung nach – offenbar nicht tun?
        Und dann noch selbstgerechte Enge? Da frage ich mich einmal mehr, wer da wirklich selbstgerecht auftritt.

      • Reincarnation of XY sagt:

        ganz genau SP und ich steh dazu!
        Ich bin gegen Intoleranz und mir ist klar, dass man mir meinen Standpunkt als Intoleranz vorwerfen kann.
        Aber so schwer ist es eigentlich gar nicht zu verstehen:
        ich halte Menschen, die ihren Kindern vorschreiben, was ihnen gefallen darf (in dieser Hinsicht) für intolerante Eltern. Ich halte sie für engstirnig. Ich denke sie respektieren in einem solchen Verhalten eben genau nicht den individuellen Geschmack ihres Kindes und lieben das Kind – bezüglich seines Geschmacks – nicht so wie es ist.

        Ich denke nicht, dass diese Meinung selbstgerecht ist, sondern logisch nachvollziehbar.
        Aber lassen wir das. In all den Jahren kann ich mich nicht erinnern, dass unsere Diskussionen je konstruktiv geendet hätten.

      • tina sagt:

        xy, ich kann sagen, ich finde system of a down glamrockscheisse. ich kann sagen, ich kaufe dir kein system of a dawn shirt weil ich das glamrockscheisse finde. aber das hindert sich nicht, diese band trotz aller guter argument gut zu finden. und rein theoretisch könnte ich dich trotz deinem miesen musikgeschmack lieben 😉

      • Sportpapi sagt:

        @RoXY: Ich diskutiere eigentlich immer konstruktiv.

      • Reincarnation of XY sagt:

        thx Tina – SOAD is „oaaaahh“ -im Moment voll im Trend bei mir.
        Ein T-shirt habe ich nicht. Weil die, die für Männer waren, gefielen mir nicht. Die für Frauen sind einfach schöner, find ich richtig fies 🙁

        Aber SOAD Glamrock? mal bei Wiki nachschlagen…. da wird diese Musik eigentlich ganz gut definiert. Und ja, ich weiss, sie ist gewöhnungsbedürftig. Es braucht Ruhe und Kontemplation um diese Musik zu verstehen.

        Aber echt jetzt, wenn ich jemanden liebe und er etwas liebt das mir an sich gar nicht gefällt, entwickle ich mit der Zeit ein Sympathie dafür, weil ich anfange, es mit seinen Augen zu sehen und mit seinen Ohren zu hören.
        (Und meine Frau ist auch so. Deshalb hört jetzt sogar SOAD „uuuuaaaaahh“)

      • Reincarnation of XY sagt:

        SP – es ging ja jetzt weniger um Sie, sondern vielmehr um uns. Zwischen uns entsteht einfach nie ein konstruktiver Funke. Ein sich aufeinander zu Bewegen, ein magischer Moment, wo wir beide einen Nutzen, eine Bereicherung aus dem Dialog mitnehmen könnten.

  • Stefan Burger sagt:

    Unnötig sexualisierte Kleidung ist unangenehm, da bin ich einverstanden. Aber wieso darf denn eine Kleidung keine geschlechtliche Identität kommunizieren? Kinder beginnen sehr früh damit, eine klare geschlechtliche Identität herauszubilden. In dieser Phase ist alles „blöd“, was dem anderen Geschlecht entspricht. Dem zeitgenössischen ideologischen Trend trotzend, der alles genderneutral machen möchte, wollen Kinder auf dieser Entwicklungsstufe nichts von Neutralität wissen. Verständlich, denn eine Identität, die sich gerade herausbildet, schafft erst einmal Eindeutigkeit. Also lassen wir doch Mädchen mit rosa Röcken und Jungs mit Macker-T-Shirts rumspielen. Wenn sie dann 40 sind, können sie ja dann getrost zu Unisex-Jack-Wolfskinn-Wesen mutieren.

    • anna lou sagt:

      Sehr gut geschrieben! Und persönlich gebe ich zu, dass ich mich sogar freuen würde, wenn sich grössere Mädels in Mädchenkleidung für ein Maschinenbaustudium einschreiben und das Selbstbewusstsein zeigen, dass man Weiblichkeit sehr wohl mit Intellekt kombinieren kann. Überraschend antiquiert finde ich hierzu die Haltung mancher Mütter…..

    • tststs sagt:

      Dumm nur, dass vor 100 Jahren hellblau ein Mädchen markiert hätte und vor 30 Jahre eine knappe Shorts einen Bauarbeiter!
      Ja, Kleidung hilft uns, uns zu definieren und auszudrucken. Kritisiert wird hier aber nicht, dass man sich ausdrücken kann, sondern dass man sich (je nach Geschlecht) nur auf eine vorgegebene Weise ausdrucken kann.

    • Jürg. sagt:

      ich würde mal behaupten Jungs mögen von sich aus fröhliche bunte Farben..
      Es sind doch wohl eher die Mütter die ihre Jungs zu harten Kerlen machen möchten..

      • Vierauge sagt:

        @Jürg: nicht alle, unsere beiden Jungs bevorzugten von Anfang an (ohne vorherige Beeinflussung der Eltern) Cargopants und T-Shirts in Schlammfarben. Inzwischen sind sie bei schwarz angelangt.

      • tststs sagt:

        Sie nennen es treffend „behaupten“ 😉
        Also ein Blick in die Natur würde genau die umgekehrte Behauptung untermauern…

      • maia sagt:

        @vierauge: Tatsächlich? Also schon als Säugling?

  • Sylvie sagt:

    Danke für diesen Artikel. Da ich meiner 3-jährigen Tochter keine Shorts anziehen möchte, die in ihrer Grösse nur knapp unter der Unterhose enden (geht’s eigentlich noch?!), kaufe ich kurze Hosen immer 2 Grössen grösser. So gehen sie wenigstens bis mitte Oberschenkel. Ich finde es überaus unpassend und unbegreiflich, kleine Mädchen schon in so „sexy“ Kleidung stecken zu müssen. Darüber hinaus: Auf der Rutschbahn rutscht es sich auch viel besser in längeren Hosen, sonst bleibt das Füdli kleben 😉

    • tststs sagt:

      Selbstverständlich verstehe ich Ihre Gedanken, möchte aber doch darauf hinweisen, dass wir wieder einmal vergessen, die Welt durch Kinderaugen zu sehen.
      Wenn wir die linke Jeans an einem Mädchen sexier finden als die rechte, dann ist die Einteilung „sexy-unsexy“ eine aus erwachsenen Sicht. Ein Kind würde wohl die Kategorie „kurz-lang“ wählen.
      Was ich sagen will: Nicht die Kinder sind/werden übersexualisiert, unser Sicht auf die Dinge ist es.

  • Michael sagt:

    Was sehen die kleinen Mädchen denn, wie sich ihre grosse Schwester oder ihre Mutter anzieht ? Schlabberklamotten oder figurbetont mit Glitzer ?
    Was sieht man den in der Werbung wie die Frauen jeglichen Alters rumlaufen ? Im Trainer ? Mit welchen Recht wollt ihr da Eure kleinen Mädchen in Sackleinen kleiden ? Das ist für mich wie Wasser predigen und Schampus trinken.

    • Rahel S sagt:

      Gibt ja wohl noch einen Mittelweg zwischen super-kurz/ extrem figurbetont/ nur rosa-glitzer-silber-glimmer und Trainer/ Sackleinen.
      Wo sind die froehlichen Farben, die huebschen aber nicht „sexy“ Kleider? Meine Maedchen moegen blau, mein Sohn gelb- beides eher schwer zu finden. Kurze Hosen, die wenigstens bis Mitte Oberschenkel reichen fuer Maedchen? Gibt’s nicht. Tolle Kleidung fuer Maedchen, die sich auch zum draussen rumtollen eignet? Eher Fehlanzeige… es gibt Ausnahmen- leider vorallem ueber das Internet.
      Maedchen muessen nicht schon ab 3/4 wie Teenies aussehen.

      • tststs sagt:

        „…die wenigstens bis Mitte Oberschenkel reichen fuer Maedchen? Gibt’s nicht….“
        Dochdoch, oben auf dem Bild rechts, die Autorin verrät Ihnen sicher, wo sie diese gekauft hat 😉

    • Michael sagt:

      Kleiner Tipp an die Damen – lassen Sie sich von Ihrer Mutter zeigen, wie man mit Nadel, Faden und Nähmaschine umgeht, dann können Sie jegliches Kleidungsstück Ihrer Kinder kindgerecht hintrimmen !

      • tststs sagt:

        Aber bitte nur die Damen… den Herren traut Michael den Umgang mit Nadel, Faden oder gar – oh graus – der Nähmaschine offensichtlich nicht zu 😉

  • Reincarnation of XY sagt:

    so, so – es werden immer weniger Mädchen mit ihrem Gewicht zufrieden
    und Schuld daran? na klar, die üblichen Verdächtigen: die Mode und die vermaledeiten Frauen, die mehr Bewunderung einheimsen. Die Berühmtheiten, welche die Blicke auf sich ziehen.
    Nur, das gab es schon seit eh und je. Diese Sexsymbole und diese Mode.
    Wie wärs mal, wenn man von der Oberfläche zu den echten Ursachen kommt?

    • Reincarnation of XY sagt:

      1. Mangelndes Selbstwertgefühl – hat nichts mit dem tatsächlichen Aussehen zu tun.
      2. tatsächliches Übergewicht, das – aller Unkenrufe wegen angeblichem Magerwahn zum Trotz – stetig zunimmt.
      http://blog.tagesanzeiger.ch/datenblog/index.php/3555/ueber-25-millionen-schweizer-sind-angeblich-uebergewichtig
      zu viel essen, bei zu wenig Bewegung – DAS ist der wahre Grund, dass „immer weniger“ zufrieden sind

      • Reincarnation of XY sagt:

        natürlich werden jetzt wieder einige daherspringen und erzählen das Übergewicht sei ein Mythos, da es weil so weit verbreitet eben der Norm entspreche.
        Aber, was nützt das, wenn das körperliche Wohlbefinden abnimmt. Kollegen von mir (Männer!) welche ihr Übergewicht abgespeckt haben, sagen alle: dass sie sich unglaublich viel besser fühlen, seit sie abgenommen haben. Mehr Lebensqualität, mehr Fitness und vieles mehr….

        Also ja – es gibt ein Krankhaftes nie zufrieden sein – das hat psychische Gründe.
        Und ja – sehr viele Menschen sind tatsächlich dicker als es ihnen gut tut.

      • Susi sagt:

        @RoXY: Und was ist mit denen, die überhaupt nicht zu dick sind, aber über die Modeindustrie dieses Gefühl bekommen? (vgl. meinen Kommentar oben)
        Unsere Tochter gehört im Sport zu den besten, ist in den Bereichen Ausdauer, Kraft und Beweglichkeit top. Sie ist aber nicht der Typ „Ballerina“, sondern eher der Typ „Kugelstosserin“, und durch ihren Körperbau passt sie oft nicht in die gängigen Grössen der Kindermode.

      • mila sagt:

        Susi, jede/r, der von einer Normbandbreite abweicht, hat Probleme. Die Modeindustrie sieht zB im Regelkonfektionsfall nicht vor, dass XS-Frauen eine grössere Oberweite haben. Für mich schliesst das sehr viele gängige Kleidermodelle aus. Aber damit lernt man leben. 😉

      • Roxy sagt:

        Und mein Sohn bekommt durch die Modeindustrie das Gefühl er sei zu dünn.
        Es ist einfach logisch dass es von den Grössen am meisten hat, die am meisten gesucht werden.

      • Susi sagt:

        @RoXY & Mila: Meine Tochter ist mit ihrer Figur nicht ausserhalb der Norm, sie ist normalgewichtig. Und es ist auch nicht so, dass sie einfach eine etwas kleinere Auswahl hätte, sondern die Kleider ab Stange passen zu 95% nicht.

      • Reincarnation of XY sagt:

        ja dann halt im oberen Normbereich und mein Sohn im untern Normbereich – das ist halt eine Definitionsfrage.
        Mein Sohn ist ja auch gesund (und deshalb im unteren Normbereich).
        Aber manchmal wird es ganz schwierig für ihn eine passende Hose zu finden. Kann doch die Modeindustrie nichts dafür, die produzieren das, was gekauft wird.
        Klar ist das aus unserer Sicht nervig, wenn es in unserer Grösse nicht mehr Auswahl gibt, aber das ist einfach logisch.
        Mein Junge ist dünner als andere. Meine Frau ist auch eher ein Leichtgewicht. Bevor sie Kinder bekam, brauchte sie z.T. Grössen, die Leute wie tststs als „anorektisch“ bezeichnen. Kannst du mir sagen warum? Warum diese Aggression? Warum dieses Verurteilen? … Darauf antwortet wie gewohnt niemand.

      • Susi sagt:

        @RoXY: Aber das ist ja genau der Punkt, dass bereits Normalgewichtigen das Gefühl gegeben wird, nicht in Ordnung zu sein. Darum geht es doch (unter anderem) im heutigen Artikel, nicht? Und natürlich würden die anderen Grössen auch gekauft, aber so sehe ich immer wieder dicke Kinder (es gibt viele!), die aussehen wie die Wurst in der Haut oder dünne, die in den Kleidern ersaufen (genau, man kauft dann halt das zu enge oder zu weite Stück, weil nur das verfügbar ist, somit stimmen die Verkauszahlen)

      • Susi sagt:

        @RoXY: Eine Antwort wartet noch.

        Tststs bezeichnet wahrscheinlich nicht deine Kinder als anorektisch? Tut das irgendjemand?

      • tststs sagt:

        „Kannst du mir sagen warum? Warum diese Aggression? Warum dieses Verurteilen? … Darauf antwortet wie gewohnt niemand.“
        Ich weiss jetzt nicht genau, wo ich Ihnen an den Karren gefahren bin, bin aber gerne bereit mich dafür zu entschuldigen.
        Ich benutze das Wort „anorektisch“, wenn mir das Wort „dünn“ zu mager ist (haha Schenkelklopfer)… Dass dies schon auch mal unangebracht ist, sollt die Geschichte von der 15jährigen tststs zeigen…

      • tststs sagt:

        @RoXY: Einer meiner besten Freunde ist auch so ein Mägerlimuck (ich hoffe, Sie sehen die Liebe hinter dem Spitznamen) und es ist ein Problem, mit dem er sich nach wie vor herumschlägt.
        Habe es an anderer Stelle schon geschrieben: Wenn es um Kleidung und Einkleiden geht, dann sind die Männer echt ärmer dran!

      • Reincarnation of XY sagt:

        tsts – ich habe hernach ihre wahre Intention verstanden und kommentiert und sorry gesagt, aber da war das obige bereits geschrieben… ist halt doof, wenn alles in der Schlaufe hängt, da braucht es manchmal lange, bis ein Missverständnis korrigiert ist.

        Ich habe rein gar nichts gegen einen entspannten Umgang mit dick und dünn oder dieser p.c. dass man auch einem Obelix sagen muss: du bist nicht dick.
        Mich stören Menschen die andere verurteilen. Die anderen (Kleider)Vorschriften machen. I hate it.
        Es soll jeder so akzeptiert werden, wie er ist. Vor allem aber muss man sich selbst akzeptieren und auch verstehen, dass man nicht überall brillieren kann. Nicht jede(r) kann ein Model sein, nach dem sich die ganze Welt umdreht. Daran ist weder das Model schuld, noch die Welt.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Susi – nein meine Kinder, nicht das ich wüsste…
        Es sind ja die Mädchen/Frauen die von anderen Frauen stets gepiesakt werden: weil sie zu dick, zu dünn, zu billig, zu tussiehaft, zu gepflegt, zu ungepflegt etc. etc. sind.
        Dieser Blog hackt voll in diese Kerbe. Er kritisiert nämlich nur vordergründig die Modeindustrie. Dahinter steht: Mädchen die so etwas schön finden sind…. daneben. Nicht körperlich, sondern als Mensch. Sagt man natürlich nicht, sondern sie sind „Opfer“. Dass jemandem tatsächlich von sich aus das gefallen könnte, darf natürlich nicht sein.

        Diese Einstellung hasse ich wie die Pest. Wenn man Menschen für ihren Geschmack verurteilt und vorschreiben will, was man jetzt schön finden soll und was nicht.

      • tststs sagt:

        „Aber manchmal wird es ganz schwierig für ihn eine passende Hose zu finden.“
        Wer auf der grossen weiten Welt kennt dieses Problem nicht!
        (Aber nochmals, dem Problem der Dünnen wird echt weniger Rechnung getragen)
        @mila: Kämpfe genau mit dem umgekehrten Problem: nicht jede ü1.70m-Frau (mit anständigen Popo) hat Brüste wie Pamela!
        (Gottseidank lassen sich Bikinis seit ein paar Jahren getrennt kaufen….)

      • mila sagt:

        Ihr Bikini-Wort in Gottes Ohr, tststs. Für mich war dieses Kaufunterfangen früher jeweils ein extrem frustrierendes Erlebnis…

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Wenn die Kugelstösserin dereinst einen Trainer sucht, weisst du ja, wo du mich findest 🙂

      • Susi sagt:

        @SP: Die käme sofort zu dir, die mag dich!

        Übrigens, der Apfel fällt nicht weit vom Stamm, ich habe glaub mal geschrieben, dass Kugelstossen MEINE Disziplin war damals im Gymi: Ich war auf dem ersten Platz meines Jahrgangs und besser als die Erstplatzierten zwei Jahrgänge über mir…
        🙂
        Dafür konnte ich keine Bälleli werfen. Voll die Niete, ich kam etwa gleich weit wie mit der Kugel. Kein Witz. (Den richtigen Umgang mit Bällen habe ich dann später aber doch noch gelernt, höhö.)

  • Flo, die echte! sagt:

    bis Kleidergrössse 140 bestimmen doch (noch ?) die Mütter was ein Kind anziehen soll und darf – oder nicht ?
    Ich finde es mehr als schade wenn schon ganz kleine Mädchen wie Erwachsene gestylt durch die Gegend zwackeln. Ich fnde auch, man nimmt ihnen damit einen Teil der unschuldigen, unbelasteteden Kindheit.
    Dass sich die kleinen Mädchen gerne herausputzen (lassen) für ein Fest z.B. ist normal – aber es tut doch auch gut ihnen schon von klein auf zu vermitteln das es unterschiedliche Kleidung, für unterschiedliche Anlässe gibt.
    Lasst Kinder doch, wenigestens die ersten Jahre, einfach Kinder sein!

    • Kleiderkaufender Vater sagt:

      Da stimme ich zu. Man muss nicht alles kaufen, was die Mädchen gern hätten. Ich bin schon bei Spaghettiträgern restriktiv. Sowas wie superkurze Shorts kommt gar nicht erst in Frage (spinnts euch, ihr behämmerten Modeketten), und statt dem Bikini gibts ein tolles Schwimmerinnen-Badkleid (Fokus auf Sport, nicht auf Mode). Sehr interessant ist der Benchmark im Kindergarten. Da gibts von Mädchen in Hosen und ohne ein einziges Kleid bis zu wahnsinnig überstylten „mini mes“ einfach alle Schattierungen. Aber eben: Die Eltern haben es in der Hand! Und mit einer klaren Haltung verstehen auch die Kinder, dass nicht alles, was sie schön finden, auch gekauft wird.

  • Michaela Meier sagt:

    Mir geht es auch so!
    Ich ärgere mich jedesmal, wenn wieder ein Kleiderkauf für unsere 4jährige ansteht.
    Abgesehen von der eingeschränkten Farbauswahl (pink und rosa findet sie super), sind die engen, kurzen Shorts und Röckli und Kleider unpassend für Kinder. Gehn für mich nur über Leggins oder Hosen.
    Sobald sie sich bewegen, sieht man die Unterhose.
    Denkt sich dabei irgendwer was??? Bin nicht sicher.

    • Reincarnation of XY sagt:

      und wir müssen manchmal suchen, weil die Hosen nicht schmal genug sind …
      wer ist jetzt daran schuld?

      • tststs sagt:

        Vor 20 Jahren hielt ich mich für einen gaaaanz schlauen Teenie und habe im H&M mal eine Verkäuferin angesprochen, weshalb sie diese anorektische Grösse 32 führe. Ohne auf meine Provokation einzusteigen antwortete sie ganz ruhig: „Wir haben auch zahlreiche asiatische Kundinnen mit eher zierlichen Figuren.“
        Peng.

        In diesem Sinne: Ja, da denkt sich irgendwer was dabei! 😉

      • mila sagt:

        Nicht nur Asiatinnen sind klein und zierlich (aber im Gegensatz zu Asiatinnen doch noch ‚kurvig‘), tststs… toll fand ich das Petite-Segment in den Staaten, so was bräuchte es hier auch endlich mal. 🙂

      • Roxy sagt:

        Ja, ja und solchen die dünner als die Norm sind verletzende Blicke zuwerfen und sie „krank“ nennen…

      • tststs sagt:

        @mila: Ja eehhh, aber eben, als Jenseits-der-Grösse-34-Trägerin war ich auch mal auf dem Feldzug „die pösenpösen Händler wollen mich zur Anorektikerin machen“… die Verkäuferin hat mir dann die Augen geöffnet (und bitte habt Verständnis, es war die 15j tststs)

        @Roxy: Hatte so ein armes Mädchen bei mir im Gymi, regelmässig wurde sie von den Lehrer angesprochen; auch gerne in der Mense, wenn sie vor einem vollen Teller Spaghetti sass und wir alle daneben sassen….

      • Reincarnation of XY sagt:

        ok tststs – jetzt habe ich Sie falsch verstanden. Sie erzählen von ihrer Läuterung. Ich dachte, sie hauen immer noch in diese Kerbe, sorry.

        Übergewichtig sein ist aus gesellschaftlicher Sicht viel leichter, da ja ein sehr grosser Teil der Gesellschaft im „oberen Normbereich“ unterwegs ist.
        Im unteren Normbereich lebt es sich eigentlich viel besser, nur ist die gesellschaftliche Diskriminierung grösser. Man wird als krank abgestempelt und hinter vorgehaltener Hand über „Bulemie?“ getuschelt (wenn man eine Frau ist.)
        Aber dann ist die Modeindustrie (und natürlich Heidi Klumm!) schuld, wenn man sich selbst nicht im Spiegel gefällt…
        come on! Entweder arbeitet an eurem Selbstwertgefühl oder daran, dass ihr euch selbst gefällt.

      • tststs sagt:

        Läuterung??? Jetzt sind Sie aber gnädig, RoXY, „operative Entfernung des Brettes vor dem Kopf“ würde es besser treffen!
        😉

      • Reincarnation of XY sagt:

        als selbst mehrfach Geläuterter bleibt mir nichts anderes übrig als gnädig zu sein… 🙂

    • tststs sagt:

      Ui neiiii, man sieht beim Spielen die Untzgi… jemand rufe bitte sofort die KESB!

  • mila sagt:

    Nun ja, ich bin durchaus froh, dass Mädchenkleidung (auch) schmaler angeboten wird. Sonst würde ich keine Hosen für meine Tochter finden. Manchmal geht es tatsächlich um reine Praktibilität, und nein, in sackartig sitzenden T-Shirts muss sie meinem Empfinden nach auch nicht rumlaufen.

    Meine Vermutung wäre: wer soviel über ‚korrekte‘ Kleidung nachdenkt, bleibt vermutlich in Ober-flächlichkeiten verhaftet.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @mila
      ehm entschuldigung die Gegenrede, aber ist Ihre Tochter wirklich schon so alt dass Sie sich mit dem gesamten Angebot auseinandersetzen konnten?
      Verschiedene Schnitte für verschiedene Typen ist das eine, da fehlen übrigens auch die schmalen Jungenhüften die es durchaus gibt…, hat mit eng&knapp herzlich wenig zu tun.

      Vielleicht sind Sie einfach noch nicht so weit gekommen, dass Sie gezwungen worden sind darüber nachdenken zu müssen?
      Es ist ein bisschen einfach nun den Ball auf „selber oberflächlich wenn die das stört“ zu spielen.

    • Martin Frey sagt:

      „Meine Vermutung wäre: wer soviel über ‚korrekte‘ Kleidung nachdenkt, bleibt vermutlich in Ober-flächlichkeiten verhaftet.“
      Das sehe ich auch so, mila. Uniform-sackartige Unisex-Kleider für alle können auch nicht die Lösung sein. Und solange es eine Wahl gibt, sehe ich das weltbewegende Problem auch nicht ganz.
      Der Rest hat, wie gesagt, der Konsument in der Hand.

    • mila sagt:

      Meine Tochter ist bald anderthalb, ja, ich hab schon einiges gesehen. Und ich habe vier Nichten im Alter zwischen zweieinhalb und neun, für die ich auch regelmässig einkaufe. Doch, ich kann mir ein gutes Bild machen. Ich kenne auch die Läden, die ich (solange ich alleine einkaufe), nicht frequentieren würde.

      Ich persönlich würde im Hochsommer nur in kurzen Shorts rumlaufen, wenn das denn noch ästethisch wäre. Je kürzer die Ärmel, desto besser. Aber hier beklagt sich jemand über fehlenden Stoff, bei dieser Hitze? Da frag ich mich schon, ob damit dem Kindswohl gedient ist. Oder eher der eigenen Position.

    • Susi sagt:

      @mila: „Meine Vermutung wäre: wer soviel über ‚korrekte‘ Kleidung nachdenkt, bleibt vermutlich in Ober-flächlichkeiten verhaftet.“

      Kommt doch schon noch ein wenig drauf an, auf welche Art man sich Gedanken macht. Mit Ihrem Ansatz hier könnte man gleich alle Probleme bzw. ein analytisches Angehen der weit verbreiteten Heteronormativität und des Lookism durch den Fleischwolf drehen. „Macht euch nicht so viele Gedanken über das Aussehen, das ist oberflächlich.“ Echt jetzt? Es geht doch darum, dass man gesellschaftsprägende Phänomene analysiert, nicht, dass man sich überlegt, was man als nächstes kaufen soll.

    • mila sagt:

      Wissen Sie, für jemanden, der sich gegen den Fleischwolf etc. stellt, erwecken Sie doch einen nicht ganz uneitlen Eindruck, Susi. Im längeren (jahrelangen) Diskussionsverlauf, meinem Eindruck nach. Und nein, ich finde das nicht schlimm. Bin selbst partiell/situativ eitel.

      • Susi sagt:

        @mila: Nein, ich bin überhaupt nicht uneitel, auch wenn sich meine Selfie-Produktion in einem vergleichsweise wohl relativ vernünftigen Rahmen hält. Ich verrate jetzt trotzdem etwas von mir: Im Alltag trage ich meistens die ewig gleichen „Lumpen“, Jeans & T-Shirt, für Frauenkörper geschnitten aber optisch etwas, was auch Männer tragen könnten.

      • Susi sagt:

        Aber: Darum geht es bei meiner Bemerkung doch überhaupt nicht. Sondern darum, dass man oberflächlich sein soll, wenn man sich Gedanken macht über solche Dinge wie im heutigen Bl0g beschrieben.
        In meinem Umfeld erlebe ich häufig einen Hyperfokus auf Performativitäts- und Genderthemen, sehr vieles wird hier (aus meiner Sicht) zu stark problematisiert. Zum aber auf den Fleischwolf zurückzukommen: Wie kann man diese Problematik einfach abtun und die Leute, (zu denen ich mich gar nicht mal zähle, wie Sie mit Ihrem Hinweis auf meine Eitelkeit implizieren), die sich damit befassen, als oberflächlich bezeichnen? Eigentlich ist es doch eher umgekehrt, man geht hier manchmal zu stark in Untiefen des gender troubles.

      • mila sagt:

        Es ist exakt dieser Hyperfokus (auf Äusserlichkeiten!), der mich zunehmend nervt. Aber der Tussi dann die Oberflächlichkeit vorwerfen, das ist umgekehrt legitim.

        PS: Im Alltag hab ich es auch gern jeanspraktisch und schminkefrei. Aber ich verurteile deswegen Frauen, die es anders mögen, deswegen nicht (als oberflächliche Tussi).

      • Reincarnation of XY sagt:

        Susi – mila beschreibt eben gerade dieses Paradox sehr genau. Und da dies nun mal der x-Blog zu diesem Thema ist. Muss man ganz objektiv eine extrem-Fokussierung auf Äusserlichkeiten feststellen in der extrem wertend auf Modevorstellungen reagiert wird, die nicht den eigenen entsprechen.

        Es ist doch so, dass man es als Skandal findet, dass es so etwas (wie z.B. Hot pants) überhaupt gibt! Denn dass es nur solche gibt, kann definitiv nicht sein. Weil ich noch kein Mädchen aus der Schule meiner Jungs mit solchen gesehen habe.

      • Susi sagt:

        @mila: Sie können von mir aus die Hyperfokussierten verurteilen, so viel Sie mögen. Einfach vielleicht nicht mit dem Prädikat „oberflächlich“, denn das stimmt schlichtweg nicht, und das war/ist die ganze Zeit mein Punkt.
        Anstrengend sind solche Leute manchmal durch ihre Haarspaltereien, und das kann manchmal nerven, ja.

      • Susi sagt:

        @RoXY: „Muss man ganz objektiv eine extrem-Fokussierung auf Äusserlichkeiten feststellen in der extrem wertend auf Modevorstellungen reagiert wird, die nicht den eigenen entsprechen.“

        So ist es ja aber genau nicht, es geht bei diese Diskussionen sicher nicht um ein konkurrenzierendes Gegenüberstellen verschiedener Modevorstellungen. Sondern darum, dass eben gewisse Normierungen so stark sind, dass da kein Platz für anderes sein kann.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Susi – und ich sagte: dass es sehr wohl Platz für anderes hat (Blättermuster auf Jungs-T-Shirt).

        Ich denke eher, dass die Eltern ihre Kinder nach eigenen Vorstellungen normieren wollen. Mit der Ausrede, dass jeder Geschmack der nicht dem ihren entspricht, als „fremdgesteuert“ interpretiert wird.

        Dass man manchmal nichts passendes findet, ist einfach normale Alltagsrealität, die wir alle schon erlebt haben.

  • anna lou sagt:

    Nun ja, man kann Mädchen in Ihrer Persönlichkeit stärken, indem man ihnen orange Löwenshorts anzieht …..das wäre doch sehr effizient! Wie wäre es damit, wenn man als Mutter ein starkes Vorbild ist, das einem Mädchen Raum lässt, sich zu entfalten und einfach mal Vertrauen hat, dass die rosa Glitzerphase mal endet oder einfach akzeptiert, dass die Tochter einen anderen Geschmack hat ? Ansonsten verfallen wir sehr schnell in die typische Erwartungshaltung gegenüber Mädchen, das brave Töchterehen zu sein und Mami bloss nicht zu enttäuschen…..Diese Erziehungshaltung ist aus meiner Sicht einschneidender als türkis Shorts.

    • Brunhild Steiner sagt:

      wenn die Tochter aus einem breiten Angebot die Glitzersachen rauspickt, okay-
      wenn ihr, oder mir als Mutter, aber bloss Glitzer, wahlweise kombiniert mit eher stupideren Sprüchen, zur Auswahl steht- dann nicht mehr okay.

      • anna lou sagt:

        Nur damit auch ich es verstehe: Der Modeanbieter soll ein breites Angebot anbieten und dann – weil sie auch anders hätten wählen können und sie das beruhigende Gefühl der Wahl haben – kaufen sie das Glitzer Ding ? Ihnen ist schon bewusst, dass das betriebswirtschaftlich aus Sicht einer Modefirma nicht wirklich Sinn macht ?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @anna lou

        umgekehrt gefragt, warum beschränkt sich der Anbieter denn auf Glitzer? Würde nichts gekauft werden wenn der Glitzer fehlt?
        Und nein, ich würde den Glitzer äusserst selten von mir aus kaufen, Sie haben bemängelt dass das Kind nicht wählen darf- aber wenn ein Kind wählen können soll bedingt das eine vorhandene Auswahl- die es so teilweise ja gar nicht gibt.

      • tststs sagt:

        „warum beschränkt sich der Anbieter denn auf Glitzer?“
        Weil Kinder nun mal auf Glitzer stehen… Alles, was funkelt, leuchtet, glitzert, flasht, piepst, heult finden Kinder supi!
        Das Ziel darf also nicht sein, den Glitzer aus der Mädchenabteilung zu verbannen, sondern in die Jungenabteilung auszuweiten!
        (Resp. natürlich Abschaffung der Abteilungen und jedes Kind darf aus allem aussuchen!)

    • mila sagt:

      Ganz ehrlich: ich finde genug Kleidung ohne Glitzer/Sprüche/Volants/Rosa… finde es dann eher fragwürdig, wenn zu Weihnachten ’schicke‘ Kleidchen ganz in modischem Gruftie-Schwarz-Look angeboten werden. Für Babies, notabene.

      Aber diese Mütter können sich ja auf die Schulter klopfen, sie haben keine ‚pinke‘ Pornoprinzessin (ja, den Ausdruck hab ich echt schon von Müttern gehört).

      • Reincarnation of XY sagt:

        Logo gibt es genügen Auswahl.
        Unsere Jungs sind oft traurig, dass es für Jungs 2 paar Schuhe – für Mädchen aber 10 paar gibt. „Die haben viel die grössere Auswahl“.
        Und die Mädchen, die mit meinen Jungs zur Schule oder in die Musikstunde gehen, sind sehr, sehr verschieden angezogen und eigentlich ganz normal.

        Die Obsession, die hier regelmässig betrieben wird, hat tiefere Gründe. Es sind die Mütter, die ihre eigenen psychologischen Defizite an ihren Töchtern abarbeiten.

      • mila sagt:

        Der Eindruck drängt sich mir ebenfalls vermehrt auf, ja. Aber ich lasse (liesse) mich gerne eines Besseren belehren. Zur Zeit sehe ich die ‚besseren‘ Argumente nur nicht ganz.

      • Ka sagt:

        @xy: na ja, meine Mädchen beklagen sich, dass es viel mehr coole Turnschuhe für Jungs gibt als für Mädchen. Ok, ihre Wahl bei Kleidern und Schuhen war immer mehr sportlich neutral, hatte den Vorteil, dass der Junge das Meiste dann auch anziehen konnte.

      • tststs sagt:

        @Ka: Ich wünsche mir nicht oft, ein Mann zu sein.
        Aber nach einem Besuch an der Sneakerness (Messe für Sneaker-Freaks) war ich echt enttäuscht.
        Man könnte meinen, nur Männer tragen Turnschuhe und geben erst noch viel Geld dafür aus…

      • Reincarnation of XY sagt:

        und ich kann nichts mit Turnschuhen

        sollte mal ein Blog darüber schreiben, dass dies nur von der Modeindustrie den Männern aufgezwängt wird…. und irgendwelche Ronaldos daran Schuld seien

  • Brunhild Steiner sagt:

    Widerspenstige hat diesbezüglich immer wieder auf die Designer hingewiesen, es wäre doch mal interessant zu erfahren was jemandem, der/die „I’m your lollipop, wahlweise Candy, Sugar“ (schon gesehen) fürs Kleinkind/Mädchen designt durch den Kopf geht, woher das Ganze kommt.

    Es gibt neutralere Kleidung, bloss ist sie wesentlich teurer.

    Unsre Tochter hat lange Kleider ihrer Brüder nachgetragen und ist/war damit in einer Mini-Minderheit. Auch da fand ich es nicht einfach, die ersten Jahre hatte ich das Meiste aus Börsen, geschenktes „Secondhand“. Heute tragen sie meist unifarben, und die „Männert-shirts“ gehen perfekt auch für Damen wenn man es nicht eng haben will&keine Farbe findet die gefällt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Mir gefällt jedenfalls sehr, NM, dass Sie bei dem Thema nicht locker lassen! Wenigstens sind die Zeiten vorbei als es Kinderwagen/Wickeltaschen uä nur mit Entchen, Bärchen und ähnlichen Kleinkindmotiven im Angebot hatte (die an einer Hand abzählbaren Ausnahmen schweineteuer), ich hab mich schon damals gefragt ob ich geschmackmässig zum Baby mutieren muss, bloss weil ich eines im Bauch habe und was sich die Hersteller eigentlich dabei dachten? Die „süssen“ Bären-Kleber auf dem Windelkübel hab ich mit Nagellackentferner abgerubbelt, das ging mir wirklich auf den Geist.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Präzisierung, für die Jungs fand ich es nicht wesentlich einfacher, je nach Saison sind Monster, Piratentotenköpfe, Military oä übervertreten.

    • 13 sagt:

      Jetzt wollte ich etwas schreiben, aber eigentlich haben Sie bereits perfekt alles gesagt, was es zu sagen gibt, inkl. das Ärgernis, dass es ab einer Grösse offenbar keine Jungskleider ohne irgendwelche Monster und Totenköpfe gibt.
      Ich bin bei dem Thema einmal mehr überglücklich über meine Mutter, die mit ihrer Nähmaschine Wunder vollbringen kann und wir dadurch nicht so sehr auf die Angebote im Laden angewiesen sind. Gerade auch für die Jüngste fabriziert sie immer wieder Mädchenschnitte (nicht knapp und eng, dafür aber verspielt mit einer Schleife oder einen Rock etc.) mit eher Jungsstoffen (Autos, Dinos etc.). Ich werde immer wieder darauf angesprochen, dass man das so selten sieht, es aber toll aussieht.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ihr übertreibt alle masslos. Masslos!
        Meine Jungs und ich tragen heute alle T-Shirts mit Blätter-Motiven.
        Es gibt tatsächlich Totenkopf-Motive, aber von den vielen vielen Shirts und Shorts haben meine Jungs wohl nicht ein Totenkopf-Shirt. Natürlich haben Sie Pokémons-Shirts, falls ihr das unter „Monstern“ versteht. Aber die haben sie, weil sie sie lieben!!

        Ihr stört euch einfach, dass es Dinge gibt, die euch nicht gefallen und hättet es wohl gerne, dass solches einfach nicht existiert, dass es verboten gehört…. denn sorry, es gibt sehr wohl auch andere Sachen.

      • 13 sagt:

        Das ist schlicht nicht wahr. Es sagt niemand, dass es das nicht gibt, sondern dass das Verhältnis meiner Meinung nach etwas speziell ist….
        http://www2.hm.com/de_ch/kinder/nach-produkten-einkaufen/jungen-18m-10j/tops-und-t-shirts.html?product-type=kids_boy8y_topstshirts&sort=stock&offset=0&page-size=150

        Nur als Beispiel. Zählen Sie mal das Verhältnis von Kriegern und gefährlich aussehenden Tieren zu anderen Motiven (nicht die einfarbigen, sondern eben Motive). Und interessanterweise sind dann dort, wo es harmloser ist, wie beim Mickey Mouse-Tshirt Mädchen die Models 😉

        Wer mal Wirtschaft als Fach besucht hat, wird wissen, dass die Nachfrage das Angebot bestimmt, aber eben auch umgekehrt…

      • Reincarnation of XY sagt:

        Also ich zähle gar nichts nach.
        Wir kaufen das, was gefällt und wir finden was.
        Ich kann einfach nicht verstehen, dass man sich obsessiv mit Dingen beschäftigt, die einem nicht gefallen.
        Und nochmals: die Mädchen von Schule und Musikuntericht sind verschieden angezogen und keineswegs wie kleine Paris Hiltons. Also muss es definitiv genügend Kleidung geben, die „normal“ ist.
        Natürlich haben wir uns alle auch schon aufgeregt, weil wir nichts passendes gefunden haben. Auch als Erwachsene. Manchmal gefällt uns nicht, was in den Regalen ist. Aber daraus ein Politikum oder gar Verschwörungstheorie zu machen, ist dann doch reichlich übertrieben…
        Ich finde die Musik die im Radio gespielt wird auch etwas eintönig. Aber he, wenn ich will, finde ich schon was mir gefällt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reincarnation of XY

        mag sein dass Sie mehrheitlich nichts vom hier Bemängelten zu Gesicht bekommen, ich hab mich nun durch alles gelesen- wenn Sie Erfahrungsberichte nicht anerkennen wollen weils mit Ihrer Umgebung nicht übereinstimmt, okay.
        Ansonsten kann ich mir nur denen anschliessen welche da ebenfalls Handlungsbedarf sehen.

        Man kann es sich auch zu einfach machen mit der Ablenkungstaktik, nicht immer ist die „Jammeri“ jemand die „psychologische Defizite an der Tochter abarbeitet“- eine Unterstellung die Ihrer eigentlich nicht würdig ist.
        Und zur Info, ich bin nun wieder abwesend, machen Sie sich also bloss keine Sorgen, so schnell gehen mir die Antworten nicht aus…

      • Reincarnation of XY sagt:

        Brunhild – natürlich bekomme ich das auch zu Gesicht, hab ich ja gesagt: natürlich gibt es Totenköpfe…
        Aber man findet auch anderes! Beweis? Wir finden es und andere auch. (In unserer Stadt sind die gleichen Läden, wie in ihrer, oder sonst wo.)
        2. in ihrem Fall ist es nicht zwingend, dass sie ein psychologisches Defizit abarbeiten, da ihre Modeideologie sich bestimmt auf 1. Tim 2,9-10 und 1. Pet 3,3-5 stützt. Deshalb kann ich natürlich verstehen, dass sie alles und jede unterstützen, was in diese Richtung zieht.
        Aber es ist ein Fakt, dass Frauen mehrheitlich mit
        ihrer Figur nicht zufrieden sind und die härtesten Urteile von ihren Geschlechtsgenossinnen einstecken müssen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Im übrigen sollten gerade Sie wissen, dass der Druck auf die Frau „schön zu sein“, nicht durch die Modeindustrie oder GNTM entstanden ist, den gab schon viel früher.
        Das erkennt man schon bei der Lektüre des Alten Testaments. Jakob wollte nicht Lea heiraten weil deren Augen „blöde“ waren (und sie älter war?), und von Hiob heisst es, dass Gott ihm doppelt soviele Kinder gab, wie vor seinem Fall und dass seine Töchter für ihre Schönheit berühmt wurden. (Das wird im Text erwähnt und zu zeigen, dass Hiob nach seiner Prüfung in jeder Hinsicht noch mehr gesegnet wurde als vorher.)
        – Töchter auf Schönheit reduziert.
        – Jakob wollte einfach die Hübschere.
        Und das alles lange vor Modeindustrie und GNTM.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reincarnation of XY 16:03 und folgend

        ich finde das nun nicht mehr wirklich sachlich-geführter Austausch, Sie beurteilen meine Argument aus der Schubladenperspektive in die Sie mich gesteckt haben.
        Mir fehlt die Motivation das auseinanderzuklamüsern.

        Bloss nochmal, es hat nun doch einige Beiträge welche das schwierige Suchen aufgegriffen haben, so alleine bin ich mit meinem Erleben der Sache nicht.

      • Roxy sagt:

        Schon i.O. das kann ich nachvollziehen. Nichts für ungut.

      • 13 sagt:

        @ roxy
        (da Sie mir ja oben vorgeworfen haben, nicht zu antworten, was schlicht zeitliche Gründe hatte)
        Keiner, nicht ich, nicht BS nicht NM hat gesagt, es gäbe keine Kleider zu kaufen, die einem gefallen. Und von Verschwörung habe ich auch nicht gesprochen. Ob es ein Politikum ist oder nicht, hängt von den Interessen ab. Ich persönlich finde den Einfluss des Marketings auf die Geschlechterrollen nun mal ein spannendes Thema und diskutiere auch gerne darüber. Es zwingt Sie niemand, sich daran zu beteiligen. Wenn wir uns aber dem Einfluss entziehen könnten, dann würde die ganze Werbebranche ohnehin nicht funktionieren. Also sehe ich es als legitim an, darzulegen, wo m.M.n. der Einfluss in die falsche Richtung geht.

    • Widerspenstige sagt:

      Hach, da ist einiges hängen geblieben diesbezüglich. Dass ich das noch erleben darf ….
      aber danke Brunhild für die Erwähnung meiner Bemühungen, etwas Licht ins Dunkel der Geschäftswelt – in der ich nun mal sehr lange lebe – zu bringen, auch im MB. Ich bin jedoch keineswegs in der Modebranche tätig, sondern einfach immer neugierig an Ort bei Gelegenheit auf Missstände zu stossen und meine Nase rein zu stecken.

  • Malena sagt:

    Ich denke absolut auch, dass unser Kaufverhalten das Angebot beeinflusst. Die Kleidergeschäfte wollen in erster Linie Profit machen und verfolgen keine finstere Agenda. Es ist aber einfach so, dass sexy Kleidung in unserer Gesellschaft enorm viel Aufmerksamkeit generiert, welche sich in psychologische und handfeste Vorteile wie Prestige, Bekanntheit, Macht in der Partnerwahl und Beziehung bis hin zu materiellem Profit ummünzen lässt. Dass Mädchen unter 14 Jahren diesen Mechanismus wahrnehmen und internalisieren erstaunt mich nicht. Und oft genug wird dies unterstützt durch Mütter, die ihre Töchter nach ihrem Vorbild formen wollen. Veränderung muss eher auf Ebene der Erziehung ansetzen – gesundes Selbstwertgefühl stärken unabhängig von der Kleidung – als bei Schelte für die Modeindustrie.

    • Martin Frey sagt:

      Exakt. Oder anders formuliert: der einzigen Agenda, der die grossen Kleiderketten folgen, ist die marktwirtschaftliche. Was sich nicht verkauft, wird wieder aus dem Regal genommen. Was gefragt ist, wird gepuscht.
      „Und oft genug wird dies unterstützt durch Mütter, die ihre Töchter nach ihrem Vorbild formen wollen.“
      Noch weiter gesponnen kommt man unweigerlich zum Umkehrschluss, dass die Leute, die bei den grossen Kleiderketten ebendiese Massenware für ihre Kinder gezielt aussuchen, auch die damit assoziierten Rollenmodelle mitsamt ihren Vorteilen anstreben.

  • Twinsmom sagt:

    absolut auf den Punkt gebracht, danke. Es ist entscheidend, wie wir Mütter damit umgehen; kleiden wir die Mädchen von oben bis unten mit Elsa-Glitzer-Kleider ein, dann fördern wir damit das Prinzessinnen-Glitzer-Image. Es soll ja eigentlich für die aktiven Kids vorallem bequem sein.
    Was ich aber auch feststelle, Mädchen können alles tragen, Röcke wie Shorts, Glitzer-Shirts und Dinosaurier-Shirts, Jungs hingegen nicht. Bei ihnen ist das Angebot sehr eingeschränkt, wenn man mich versucht, auf die Disney- und andere Filmfiguren zu verzichten.

    • Sabine sagt:

      „Es ist entscheidend, wie wir Mütter damit umgehen“
      Vielleicht wäre es viel hilfreicher, die Sicht der Väter auch mit einzubeziehen. Damit wir nicht nur eine einseitige Mütterkleiderauswahl haben.

      • Dreifachpapi sagt:

        Danke Sabine. Die Sicht der Väter einbeziehen könnte hier wirklich helfen. Meine Sicht war stets: Ich nimm es sehr locker. Es ist mir ziemlich egal, was meine Kinder anziehen. Auf Mode leg ich wenig wert. Das heisst im Umkehrschluss auch, dass ich mit den rosa Phasen meiner Töchter ebenso gut leben konte wie mit schwarzen Phasen, eng oder Schlabberlock. Villeicht auch, weil ich es selber hasse, für mich Kleider kaufen zu müssen. Einzige Bediungung: der Aufpreis für Modelabels müssen die Kinder selber bezahlen. Heute habe alle drei Kinder ihren eigenen Stil, weder „genderneutral“ noch rosa Clichée.

    • mila sagt:

      In unserem Fall sieht es der Vater gleich: unsere Tochter soll möglichst viel Bewegungsfreiheit haben, es soll bequem sein. Deshalb haben wir auch bei jedem (sehr seltenen) ’schicken‘ Anlass entsprechende Wechselkleidung dabei. Und die (wenigen) ’schicken‘ Kleider, die wir selbst kaufen, sind ebenfalls bequem. Geschenkte entsprechen diesem Kriterium nicht immer, aber muss man die Omi, die Freude hatte beim Aussuchen/ Schenken, zwingend brüskieren? Nicht, oder.

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