Ein Hoch auf den Telefonalarm

«Ach, die Lehrerin ist krank. Danke für die Info!»: Irgendwie doch praktisch, so eine Telefonkette. Foto: Werbung für Bell Telephone Systems

Kennen Sie diese Postings, die gelegentlich durch soziale Medien geistern? «Dinge, die du weisst, wenn du ein 70er-Jahre-Kind bist…», heissen sie. Oder: «Situationen, die dir bekannt vorkommen, wenn du in den 80ern zur Welt kamst…» Dazu erscheinen Geschichten über Geha- und Pelikan-Füller und das Sammeln von Tintenpatronenkügelchen. Oder Sätze wie: «Wenn die Lehrerin krank war, wurde man per Kettentelefon informiert.» Wobei, Moment! Diesen Satz hätte ich bloss dort erwartet. Bis unser erstes Kind eingeschult wurde. Einige Wochen zuvor hatten wir ein dickes C4-Couvert bekommen. Darin enthalten waren der Stundenplan, die Klassenliste, eine Broschüre mit allen wichtigen Informationen, das Anmeldeformular für den Elternabend – und eine Liste fürs Kettentelefon.

Eine brieftaubenartige Vorstellung

Eine Mischung aus Unglauben und Belustigung erfasste mich bei diesem Anblick. Kettentelefon? Gibts das noch? Ich hätte das – ähnlich wie einen Lausbefall oder Kaugummi in Zigarettenform – zeitlich etwa eingeordnet beim Waldsterben oder der Floppy Disc. Ob all den Debatten über computergestütztes Lernen im Kindergarten und Cybermobbing im Jugendalter, die heutige Eltern so miterleben, mutet die Vorstellung eines solchen Rundtelefons ja irgendwie brieftaubenartig an.

Inzwischen wurde diese, ähem, kulturelle Praktik aus dem 20. Jahrhundert bei uns aber tatsächlich schon mehrmals eingesetzt. So erfuhr ich bald schon per Telefon, ja genau, dass die Lehrerin krank ist. Sofort wählte ich die nächste Nummer auf der Liste. Keine Antwort. Also gab ich die übernächste, zum Glück eine Handynummer, in die… Tastatur ein. (Fast hätte ich «Wählscheibe» geschrieben.) Die Mutter antwortete, war allerdings unterwegs und hatte die Liste nicht dabei. Natürlich bot ich Hilfe an und verständigte auch noch die überübernächste Familie. Aber ach, da war noch die Nummer, unter der ich niemanden erreicht hatte. Erst nach mehrmaligen Versuchen erwischte ich gefühlte Stunden später auch diese Eltern und richtete die schulische Planänderung aus.

Ineffizient und doch sympathisch

Kurz: Es war nicht schlimm, aber umständlich. Eine Whatsapp-Gruppe wäre heute doch… dachte ich deshalb, verwarf den Gedanken aber sogleich wieder. Eine Gruppe mit so vielen Teilnehmenden! Und dann das ganze Geblinke, wenn alle «Gute Besserung» wünschen…  Man könnte natürlich auch simsen, facebooken, snapchatten. An Möglichkeiten, auch an sinnvollen, mangelt es nicht. Nur wenige Jahre, wenn überhaupt, trennen unser Kind inzwischen – einige Kettentelefonate später – zudem noch von Zeiten mit Whatsapp-Klassenchats. Ob dann die Schulreise dort abgesagt wird? Oder ob es zur friedlichen Koexistenz von Kettentelefon bis Twitter kommt?

Mittlerweile hoffe ich fast auf letzteres. Denn ich muss zugeben: So langsam habe ich mich an diese Kettentelefonsache mit all ihrer altmodischen Umständlichkeit gewöhnt. Unglauben und Belustigung jedenfalls sind gewichen. Entwickelt habe ich dafür eine leise Sympathie fürs Ineffiziente, eine Freude am mündlichen Austausch und, ja, ein wärmendes Gefühl der Nostalgie. Fast hätte ich es geschafft, dieses auch auf den ersten Lausbefall zu übertragen, als die Nachricht eintraf.

Vielleicht wäre es gelungen, wenn der Zettel aus einem Matrizendrucker gestammt hätte. Doch es lag ein ziemlich heutiger Ausdruck im Thek… wenn auch neben einem Päckli Kinderkaugummis in Zigarettenform.

89 Kommentare zu «Ein Hoch auf den Telefonalarm»

  • Lia sagt:

    bei uns hat keiner ein Smartphone. Also wäre ein Alarm via Whatsapp bei uns nutzlos.

  • tststs sagt:

    Eigentlich ist dies ein Themenkomplex, bei dem ich so gar nicht mitreden kann; ich lese die Argumente (pro und kontra) und finde sie gleichermassen schlüssig.
    Nichtsdestotrotz möchte ich ein kurzes Plädoyer – ich nenne es „Die Angst vor dem Telefon“ – für das Kettentelefon halten:
    Ich beobachte bei meinen Lerndenden, aber auch immer mehr unter den Erwachsenen, dass zunehmend eine Aversion oder gar Angst vor dem Telefonieren um sich greift. Was zur Folge hat, dass Probleme anstatt in einem 10minütigen Telefonat in einem SMS-Krieg oder mehrtägigen E-Mail-Session gelöst werden.
    Einerseits finde ich dies aus einem zwischenmenschlichen Apsekt schade, andererseits ist dies IMHO ein wirtschaftliches Problem (Fehleranfälligkeit, mehr Zeit etc).

    • tststs sagt:

      In diesem Sinne: Das Kettentelefon ist eine einfache Möglichkeit, dem Kind die Kompetenz „Telefonieren“ näher zu bringen (sogar in kleiner Form, wenn nie ein Telefonat von der Kette kommt).

      So, jetzt aber genug Lehrertum, es ist schliesslich langes Wochenende! 😉

    • Brunhild Steiner sagt:

      „Was zur Folge hat, dass Probleme anstatt in einem 10minütigen Telefonat in einem SMS-Krieg oder mehrtägigen E-Mail-Session gelöst werden.“

      Oder wahlweise whatsApp-Fluten
      ;-), gar kein schlechter Punkt den Sie da aufwerfen, tststs.

  • Michael sagt:

    Eine Telefonkette – das ist auch wieder so ein neuzeitliches Geschwür ! Können die Leute nicht mehr vernüftig planen und jeder unvorhergesehener Vorfall wirft sie voll aus dem Rennen ?
    Ich bin gut 13 Jahre ohne so eine Telefonkette zur Schule gegangen und meine Lehrer erstens weniger krank und waren zweitens durchaus in der Lage, solche Ausfälle bestens zu kompensieren.
    Ich hab so das Gefühl, wenn man einigen Menschen das Handy wegnimmt, sind sie nicht mehr in der Lage ihr Leben zu meistern….

    • EvaS sagt:

      Neuzeitliches Geschwür!?!? Ich bin vor gut 60 Jahren zur Schule gegangen. Es gab in jeder Klasse Kettentelefon-Listen.

  • Selina sagt:

    Glücklicherweise kam es in den zwei Chindsgijahren meines Sohnes nur zu einer Telefonkette. Und da sie nicht funktionierte musste die Lehrerein schlussendlich doch noch per SMS die Info durchgeben. Grundsätzlich habe ich nichts gegen die altmodische Telefonkette doch bei der nicht gerade geringen Anzahl Kindern mit Migrationshintergrund liegt das Problem in der Verständigung. Ich habe der nächsten Mutter auf der Liste versucht in Hochdeutsch zu erklären, dass die Lehrerin krank sei und sie nun die nächste Familie informieren muss. Naja, klappte jedenfalls nicht, der Ring kam nie zu einem Ende. Ich bin auch gegen Whatsapp-Eltern-Gruppen, aber da ja wirklich praktisch jede/r ein Handy hat finde ich die SMS-Variante am besten.

    • Jürg. sagt:

      Haben sie nicht Sicherheitshalber auch die übernächste Nummer angerufen?
      Verantwortung?

      • Selina sagt:

        Klar habe ich mich bei Kolleginnen, die nach mir in der Liste kommen erkundigt, ob der Ring bei ihnen angekommen ist. Der Ring stockte an mehreren Stellen und schlussendlich informierte ich die Lehrerin per SMS, dass es wohl nicht klappen würde. Habe meine Verantwortung also durchaus wahrgenommen!

      • zysi sagt:

        ach Jürg., wie kommen Sie darauf so altmodische, vorgestrige Tugenden wie (Eigen-)Verantwortung im Leben von erwachsenen Personen mit Kindern (Familie bestehend aus Mann und Frau ist ja nicht mehr en vogue) einzufordern?
        Sie greifen damit geradezu das Kernkonzept dieses Entwicklungsbildenden Blogs an; aber auch also!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Ah ja und per SMS oder Whats up verstehen die Eltern mit Migrationshintergrund plötzlich unsere Landessprache?

        Sorry, aber es wird einfach Zeit, dass man von den zugezogenen Leuten nach 1 Jahr Sprachkenntnisse erwarten darf und zwar fliessend.

      • Röschu sagt:

        @Tamar von Siebenthal
        „Ah ja und per SMS oder Whats up verstehen die Eltern mit Migrationshintergrund plötzlich unsere Landessprache?“

        Nein, aber dann ist es nicht mehr das Problem der Eltern am Telefon, sondern der Lehrerin/Schule, welche die Nachricht versendet.

        Und somit ist dann aus Elternsicht natürlich alles ok. Es grüsst der pure Egoismus.

      • 13 sagt:

        @ Tamar
        Schön zu wissen, dass Sie ein absolutes Sprachengenie sind. Aber haben Sie doch ein kleines bisschen Verständnis für uns Normalsterbliche und schrauben Ihre Erwartungen etwas runter.

      • Anh Toàn sagt:

        „Ah ja und per SMS oder Whats up verstehen die Eltern mit Migrationshintergrund plötzlich unsere Landessprache?“

        Es gibt Uebersetzungsungsapps.

        Sorry, es ist langsam an der Zeit, dass auch die hinter den sieben Bergen den Umgang mit den Technologien des 21. Jahrhunderts lernen.

      • Zufferey Marcel sagt:

        @Tamar: Ja, und Jodeln sollten sie nach mindestens fünf Monaten schon können… diä huere Usländer, isch doch wahr!

      • Martin Frey sagt:

        @Tamar von Siebenthal:
        Welche Sprachen sprechen Sie denn, wenn ich fragen darf? Und zwar ebenfalls fliessend?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Tamar – ich weiss ja nicht wieviele Fremdsprachen sie fliessend können, aber ich war selbst mal Ausländer, ein sehr integrationswilliger sogar. Nach 2 Jahren konnte ich die Sprache schon sehr gut. Aber selbst ich brauchte für „fliessend“ noch ein bisschen länger.

        Finde auch, dass sich jeder Migrant sollte integrieren wollen (sonst straft er sich ja selbst), aber wegen den paar die es nicht wollen, sollten wir nicht gleich jegliche Contenance verlieren.

      • Susi sagt:

        @Marcel: 😀

    • Zeder sagt:

      Man muss ja keine Gruppe machen, man kann als Lehrer auch eine Broadcastliste erstellen und an alle Eltern gleichzeitig eine Nachricht schicken! Die Antworten oder Fragen kommen dann separat.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Mit fliessend ist weder fehlerfrei noch akzentfrei gemeint, aber eine einfache Unterhaltung sollte schon möglich sein.

  • Sportpapi sagt:

    Ich erinnere mich, wie wir uns jeweils freuten, wenn der Lehrer krank war – und wir frei hatten. Vergangene Zeiten…

    • tina sagt:

      wir wurden früher von anderen lehrern betreut, wenn unserer krank war.
      aber wir hatten noch hitzefrei bei über 30grad! meine söhne wollen es gar nicht glauben

      • Sportpapi sagt:

        Hitzefrei gab es in Zürich, wenn es um 10 Uhr 30 Grad warm war im Klassenzimmer. Seit Einführung der Sommerzeit ist das fast nicht mehr möglich…

      • Henriette sagt:

        Schon seit vielen Jahren funktioniert bei uns das Göttisystem, d.h. wenn der Klassenlehrer krank ist, werden die Kinder auf die gesunden Lehrer verteilt und von diesen betreut. Somit muss kein Lehrer mehr frühmorgens einen Telefonalarm starten und bange darauf warten, dass der/die letzte auf der Liste ihn zurückruft.

    • 13 sagt:

      Ja, vergangene Zeiten….mein Gedanke beim Lesen war nämlich eher: Ok, Lehrerin ist krank, die Schule muss ja eh einen Ersatz organisieren, warum müssen das unbedingt alle Eltern 15 Minuten vor der Schule wissen? Es würde eigentlich reichen, wenn die Kinder das am Mittagstisch oder wahlweise abends nach dem Hort erzählen. Aber dass man die Schule einfach machen lässt, gehört eben auch zu den vergangenen Zeiten…

      • Susi sagt:

        Wir erfahren das vorher nie, wenn die Lehrerin krank ist. Die Schüler/innen werden dann einfach verteilt und die Kinder bekommen Einblick in andere Klassen.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn es einen Telefonalarm gibt, dann am Vorabend. Und dann haben zumindest bei uns die Kinder das Recht, zu Hause zu bleiben, statt sinnlos Zeit in der Schule todzuschlagen.

      • Susi sagt:

        @SP: Warum denn sinnlos? Ich hatte immer den Eindruck, dass es für die Kinder aufregend ist, bei einer anderen Klasse mitzumachen.
        Am Kindergarten-Besuchstag waren noch drei Zweitklässler dabei, deren Lehrperson an jenem Tag krank war. Die legten sich extrem ins Zeug, man sah, wie viel Spass die hatten. Und unsere Tochter erzählt auch immer auf eine sehr positive Art, wenn sie einen Tag in einer anderen Klasse sein durfte. Vielleicht mal bei den „Grossen“. Oder bei einer Freundin.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Fragen wir mal die Zweitklässler, ob sie lieber im Kindergarten Kinder betreuen (oder in anderen Klassen an einem Arbeitsplatz selbstständig arbeiten), oder den freien Tag zu Hause verbringen, oder in der Badi.
        Sinnlos heisst für mich: Betreuung steht im Vordergrund, es werden keine Lernziele nach Lehrplan angestrebt. Oder wenn, dann zumindest nicht sehr effizient (da wären etwas umfangreichere Hausaufgaben sinnvoller)

      • Samira sagt:

        SP: In Zeiten, in denen niemand mehr tagsüber zur Betreuung daheim ist und viele Grosseltern (falls überhaupt erreichbar) auch noch in der Arbeitswelt stehen, ist ein ausserplanmässiger Schulausfall ziemlich übel.
        Arbeitgeber geben zwar mitunter frei, wenn die Kinder krank sind – aber kaum, wenn die Lehrer krank sind.
        Ich hatte übrigens auch früher schon nie frei wegen fehlender Lehrerin, dann musste uns halt ein Lehrer hüten, der eigentlich eine Freistunde hatte.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Das könnte ich meine Kinder jeden Tag fragen und sie würden wohl dann nur einmal in der Woche zur Schule gehen.
        Wobei Badi finde ich etwas gefährlich. Was, wenn sie da Schwimmen lernen, was ja ein Ziel nach Lehrplan ist, und das ganz ohne Schule, also völlig ineffizient?
        Aber mal im Ernst: Umfangreiche Hausaufgaben, die ja hoffentlich alleine gelöst werden, sind ok, aber selbständig Arbeitsblätter in anderen Klassen lösen, nicht? Ach, ich vergass, dabei könnte man ja die Familien, wo nicht einer zu Hause sitzt und die Stellung hält, falls die Schule ausfällt, anprangern. Und so leid es mir tut, mir scheint darum geht es hier gerade…

      • Sportpapi sagt:

        @Samira: Niemand?
        Deshalb bekommen die Kinder in unserer Gemeinde heute frei, wenn jemand zu hause ist, und werden betreut, wenn nicht. Gute Lösung, oder?

  • Ulrich Gassner sagt:

    Meine Güte… die Hausfrauen-Mutti in 50iger-Jahre-Frisur am pinken Telefon? Für die Verwendung dieses sex.istischen Bilds müsste der MB durch die Grossinquisitorin der vereinigten Fachfrauenschaften vor den Internationalen Gerichtshof für Verbrechen gegen die politische Korrektheit gezerrt werden.

    • Michael sagt:

      Offensichtlich hat die Fachfrauenschaft – sollte es soetwas geben – im Gegensatz zu Ihnen verstanden, das es ein Bild aus vergangenen Zeiten ist. Oder beklagen Sie sich auch über die Frauenbilder die Rubens gemalt hat ?

  • Hans Hintermeier sagt:

    Was ist altmodisch? Telefonkette?

    Als altmodisch empfinde ich, dass am Wochenende Schweizer Vätertag ist
    (erster Sonntag im Juni) und kein Artikel in diesem sonst so hippen Blog erscheint. Schade.

    • Jürg. sagt:

      Zitat Sportpapi
      „Gestern ging es doch um Gleichberechtigung, und dass Männer auch in Haushalt und Kinderbetreuung ihren Mann stehen sollen. Dennoch sprechen wir immer wieder über die Sörgen und Erlebnisse der Mütter, obwohl die doch zu fast 100% nicht geschlechtsspezifisch sind. Mutterkult trotz allem?“

    • 13 sagt:

      Ich weiss nicht, ob Sie das tröstet (ich bin übrigens völlig Ihrer Meinung), aber zumindest in mehreren Mamiforen wird bereits seit Wochen über das perfekte Geschenk oder tolle Überraschungen diskutiert, Tipps und Bastelanleitungen ausgetauscht und immer wieder geschrieben, wie wichtig es wäre, wenn er mehr geschätzt werden würde!

      • Jürg. sagt:

        @13
        wie heissen diese Foren?

      • Hans Hintermeier sagt:

        Danke 13.
        Ja, wenn die Väter auch öfters kompetenter dargestellt und wertgeschätzt werden würden, würden sich auch solche Verknorrztheiten, dass man nur die Nr. der Mutter verlangt, wie Sie beschreiben, in Luft auflösen.

      • 13 sagt:

        @ Jürg
        Ich werde hier keine Namen preisgeben, aber gerade bei FB gibt es ja diverse Gruppen, die von berufstätigen Mamis, Stillen, Tragen, Baseltipps, Verkaufen rund ums Kind etc. reichen. Da konnte es man es mehrfach lesen.

      • Jürg. sagt:

        @13
        Halten sie geschlossene Müttergruppen nicht für kontraproduktiv bezüglich der Rollenverteilung?

      • 13 sagt:

        @ Jürg
        Beim Stillen nicht ;-). Berufstätige Mamis habe ich auch Verständnis, da die Fragen nicht stets die gleichen sind (v.a. in Sachen gesellschaftliche Wahrnehmung). Bei den anderen sind Väter willkommen, kommen jedoch selten. Warum auch immer.

  • Markus sagt:

    Elternchat auf Whatsapp ist der reinste Horror – habe mich nach 2 Wochen ausgeklinkt! Irgend ein Kind hat Mühe mit den Hausaufgaben – Whatsapp. Etwas vergessen in der Schule – Whatsapp. Wer kommt ins Freibad – Whatsapp. Es war der reinste Horror, da dann auch ein grosser Teil angesprochen füllte und darauf Antwortete. Das Handy summte im 5-Minuten-Takt. Meine Handy-Nummer ist von der Telefonliste gestrichen worden. Zudem: ist eigentlich auch nicht mein Problem und in der Verantwortung der Eltern, wenn die Lehrerin krank ist, sondern dass der Schule. Wenn ich krank bin, muss sich auch der Betrieb arrangieren und Ersatzlösungen finden. Ergo soll auch die Schule Lösungen finden – unsere Kinder gehen trotzdem in die Schule.

    • Marco sagt:

      Also bei uns werden bei Krankheit Kundentermine abgesagt. Die Schule findet bei Krankheit normalerweise eine andere Lehrerin. Hängt wohl von der Branche ab…

    • Felix Frei sagt:

      Also wenn die Lehrerin krank ist gehen ihre Kinder zur Schule? Okay… Also das mit dem Whatsapp sehe ich gleich, wir sind bewusst nicht in die Kindergartegruppe bei Whatsapp gegangen und so wie ich höre war es eine sehr gute Entscheidung… Telefonalarm find ich super!

      • tina sagt:

        bei uns werden die schüler von anderen lehrern übernommen, falls ein lehrer krank ist. bei euch nicht?

    • Sportpapi sagt:

      Man kann durchaus auch Whatsapp oder SMS-Gruppen haben, die zurückhaltend genutzt werden. Braucht halt Regeln.
      Und nein, eigentlich ist die Schule nicht dazu da, Ihr Betreuungsproblem zu lösen. Lehrer krank – Schule fällt aus. Aber ich bedanke mich, dass die Schule heute auch diesen Job übernommen hat.

      • tina sagt:

        das ist nicht betreuung sondern schule, und wenn ein lehrer ausfällt, sorgt ein anderer für sinnvolle beschäftigung. wie bei anderen arbeitsplätzen auch.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Jetzt bin ich verwirrt. Ich dachte immer, die Schule ist dafür da, mein Kind zu bilden und zwar unabhängig davon, ob ein Lehrer krank ist oder nicht. Warum soll mein Kind einen (oder mehrere?) Tage Schulbildung, die ja so hochgehalten wird, verpassen? Hat es nicht ein Recht auf Bildung?

      • Sportpapi sagt:

        @13: Weil der Lehrer krank ist und kein Ersatz da ist, um die Klasse zu unterrichten?
        Die Betreuung, die dann installiert wird, bringt die Kinder schulisch nicht wirklich weiter…
        Wenn Sie als Richterin (oder Verteidigerin, usw.) krank sind – sitzt dann auch einfach jemand anderer auf den Stuhl? Oder wie wird das gehandhabt?

      • Susi sagt:

        @SP: „Die Betreuung, die dann installiert wird, bringt die Kinder schulisch nicht wirklich weiter…“

        Hier würde ich wirklich widersprechen, vgl. auch mein Statement weiter oben. Die Kinder werden in den Unterricht eingebunden und je nachdem übernehmen sie kleinere Betreuungsaufgaben, wenn sie sich im Unterricht einer tieferen Stufe befinden.

      • Martin Frey sagt:

        Da bin ich ganz bei Susi und 13, SP.
        „Lehrer krank – Schule fällt aus.“
        Wie unmodern ist das denn? Der schulische Auftrag ist doch nicht personengebunden? Die Betreuung ist dabei nur ein Nebenaspekt in meinen Augen.
        In anderen Berufen wird im Krankheitsfall auch selbstverständlich für eine Ersatzlösung gesorgt…. 😉 mit oder ohne SMS.
        Aber offenbar gibt es innerhalb des Lehrerberufes dazu divergierende Ansichten. Oder es hängt halt doch vieles vom Wohnort ab.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Warum sollte kein Lehrer da sein? Bei uns ist eh selten nur eine Person im Klassenzimmer, dann hilft die Stellenpartnerin aus, die Sozialpädagogin überwacht die das Lösen der Aufgaben o.ä. Heute wird ja eh mehr auf Selbststudium und coachen gesetzt, als reines frontales Unterrichten, da kann man die Kinder auch mal machen lassen. In der Oberstufe mag das etwas schwieriger sein, aber mind. bis zur 6. Klasse geht der Unterricht normal weiter. Bin ich krank, wird tatsächlich geschaut, dass jemand übernehmen kann, was bei normalen Terminen geht, bei manchen Verhandlungen schwieriger, wenn es kurzfristig ist, dann wird die Verhandlung verschoben, aber nicht einfach für immer abgesagt. Und das Verschieben geht eben in der Schule nicht.

      • Carolina sagt:

        Unser Sohn konnte bis letztes Jahr in der Primarschule auch zuhause bleiben, wenn eine Lehrerin sich krank meldete – ab und zu kam er heim und erzählte, dass sie einen Ersatzlehrer hatten. Manchmal schafft es halt auch eine Schule nicht, sehr kurzfristig eine Uebergangslösung zu finden, das verstehe ich.
        Und hier auf dem Dorf halten doch so einige schon den gemeinsamen Mittagstisch für völlig überflüssig, nachdem sie eine Niederlage hinnehmen mussten, als vor einigen Jahren dann doch Blockzeiten eingeführt wurden.
        Mein Mann hat regelmässig die Freunde unseres Sohnes auch ‚aufgenommen‘, denn die Eltern haben gearbeitet und konnten nicht so schnell zu Hause sein oder freinehmen. Nein, das ist keine Klage, sondern nur ein Hinweis darauf, dass alles seine Vor- und Nachteile hat.

      • Carolina sagt:

        PS: Jetzt in der Oberstufe ist immer Ersatz da oder die Schüler werden einer anderen Klasse zugeteilt.

        Die Lehrerin unseres Sohnes ist irgendwann zum guten, alten Klassenalarm zurückgekehrt, nachdem die whatsapp Gruppe völlig ausgeartet ist, denn niemand hielt sich an die Regeln. Ditto mit sms. Der Klassenalarm verlangt manchmal mehr Engagement von den Eltern, dafür gibt es mehr persönlichen Kontakt.

      • Sportpapi sagt:

        Stellungnahme Zürcher Lehrerverband: „Abhängig von der Art des Spettens kann es vorkommen, dass in einer Schuleinheit
        nicht mehr der Unterricht im Vordergrund steht, aber zumindest der Betreuungsanspruch
        der Eltern gewährleistet ist. Ein Unterricht, der höheren Qualitätsanforderungen
        entspricht, findet nicht statt, wenn gespettet werden muss.“
        Tatsächlich haben die meisten Schulen sog. Spett-Ordner mit Arbeitsblättern, die dann selbstständig gelöst werden sollen. Natürlich sind die nicht tagesaktuell, und entsprechend geht nicht „der Unterricht einfach weiter“.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Bei uns ist eh selten nur eine Person im Klassenzimmer“ – das wird zunehmend als Problem erkannt. Dennoch ist vielfach nur eine Lehrperson anwesend. „Dann hilft die Stellenpartnerin aus“ – meist eine Mutter, die teilzeit arbeitet, und nicht flexibel ist. Oder aber es wäre Halbklassenunterricht angesagt, der so ausfällt.
        „die Sozialpädagogin überwacht die das Lösen der Aufgaben o.ä“ möglich. Aber auch die hätte eine andere Aufgabe. „Heute wird ja eh mehr auf Selbststudium und coachen gesetzt, als reines frontales Unterrichten, da kann man die Kinder auch mal machen lassen.“ Das stimmt so nicht oder nur beschränkt. Schulen mit solchen Konzepten sind höchst umstritten!
        Konkret: Meist werden die Kinder aufgeteilt und mit Aufgaben in andere Klassen geschickt.

      • 13 sagt:

        Nein, eben sind öfters zwei Lehrpersonen anwesend (zumal immer öfters auch Lehrpersonen als Sozialpädagogen oder Heilpädagogen angestellt werden, da man akuten Personalmangel hat). Die Stellenpartnerin mag Mutter sein, aber da stellt sich die Frage, ob es nicht einfacher wäre, wenn diese eine Betreuung organisiert als 25 Familien.
        Die Sozialpädagogin hätte andere Aufgaben. In dieser Klasse. Bleibt die Klasse zu Hause, hat sie nichts zu tun. Oder auch Halbklassen. Ja, diese sind super, nur ist es immer noch besser, wenn alle zusammen sind, als wenn keiner da ist. Ich weiss auch nicht, was umstritten ist, bin auch keine Pädagogin, aber bei uns wird häufig so unterrichtet, jeder arbeitet an seinem Heft, die LP beantwortet Fragen, gibt Inputs etc.

      • 13 sagt:

        Konkret: In den vier Schuljahren meiner Tochter und einem meines Sohnes ist es noch nie vorgekommen, dass die Kinder auf irgendwelche Klassen aufgeteilt und auch nie, dass sie zu Hause gelassen wurden. Das meine Erfahrung.
        Ich bin aber nachwievor über Ihre Alles oder nicht-Einstellung irritiert. Ich denke, ausnahmsweise könnte man doch problemlos auch Kompromisse machen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Wo sehen Sie bei mir einen fehlenden Kompromiss? Ich bin dafür, dass die Kinder frei haben dürfen, wenn sie zu Hause betreut werden können. Und dass die Kinder betreut werden, die zu Hause gerade niemand haben (und dafür habe ich mich gleich zu Beginn sogar bedankt). Ich halte das für den perfekten Kompromiss.
        Aber so tun, als ob diese Betreuungszeit wertvolle Ausbildungszeit wäre, das halte ich für Selbsttäuschung.

      • Röschu sagt:

        @Sportpapi
        „Man kann durchaus auch Whatsapp oder SMS-Gruppen haben, die zurückhaltend genutzt werden. Braucht halt Regeln.“

        Meine Erfahrung zeigt, dass dies für grössere Gruppen nicht gilt. Mindestens ein Idiot/eine Idiotin, der/die meint man müsse sich wichtig machen und alles noch so unnötige Geplapper sofort mit allen teilen, ist immer dabei.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Das ist eben Ansichtssache. Ich sehe Selbsttäuschung eher darin, dass Sie davon ausgehen, dass Kinder nur dann etwas lernen, wenn sie den Lernstoff durch eine dafür ausgebildete Person vorgekaut erhalten und alles andere Zeitverschwendung ist. Nun, ich denke eher, dass ein Zweitklässler im Kindergarten genau so viel lernen kann (was aber bei uns wie gesagt, gar nicht so gehandhabt wird), also ja, das ist eine wichtige Ausbildungszeit.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Gut, dann ist es so. Irgendwie kann man ja in jeder Situation etwas lernen. Egal was. Sicherlich auch beim Spielen mit den Kindergärtnern.
        Ansonsten: Ja, ich habe mich etwas mit Lernen beschäftigt. Beruflich. Und nein, nicht alles, was modern ist, funktioniert gut (also besser als die teilweise verpönten Alternativen). Und ja, Zeitverschwendung ist ein grosses Wort. Sicherlich schadet es nichts, auch mal nicht direkten Unterricht zu haben.

    • Susi sagt:

      @Markus & Felix: Man kann Ton-/Vibrationsbenachrichtigungen für Gruppen ausschalten, eben genau aus diesem Grund, dann sieht man einfach an der roten Zahl bei der App, dass neue Mitteilungen reingekommen sind, ohne dass das Mobile die ganze Zeit piepst oder vibriert. Halte ich schon lange so.

      • Carolina sagt:

        Natürlich kann man das, Susi, ich glaube, dass weiss heutzutage wirklich jeder. Aber es nervt trotzdem extrem, wenn irgendwann 68 Messages aufgelaufen sind, die man auf wirkliche Wichtigkeit durchsuchen muss. Es interessiert die meisten Leute überhaupt nicht, ob Klein-Moritz mal wieder Probleme mit den Hausaufgaben hatte. Aber es gibt wirklich viele Eltern, die extrem penetrant sind und keinerlei Ahnung davon haben, wie abschreckend ihre ständigen Nichtigkeitsmitteilungen sind.
        Beim guten alten Klassenalarm haben wir es so gemacht, dass auch Handynummern, wenn möglich, auf der Liste standen, so dass man bei Nicht-Erreichen dann doch eine Nachricht schicken konnte, ohne ewig wieder anrufen zu müssen.

      • Susi sagt:

        @Carolina: Markus beklagt sich aber darüber, dass sein Handy im 5-Minuten-Takt summt, offensichtlich weiss er das nicht.

        Ich habe nie, in keiner einzigen Gruppe, eine Überzahl an unwichtigen Nachrichten erhalten, da ist alles immer sehr überschaubar, sogar in Klassenchats, nachdem ich gesagt habe, dass ich keine Nachrichtenschwemme haben möchte. Sowas kann man ja auch in eine Gruppe schreiben, oder? („Könnt ihr bitte eine eigene Gruppe zum Thema Freizeitaktivitäten gründen? Wäre lieb, danke!“)

        Telefonalarm geht für mich gar nicht, ich kann während der Arbeit sicher keine Telefonate entgegen nehmen und diese dann auch noch weiterleiten.

      • zysi sagt:

        „Telefonalarm geht für mich gar nicht, ich kann während der Arbeit sicher keine Telefonate entgegen nehmen und diese dann auch noch weiterleiten.“

        Susi sagen Sie mal, was ist der Unterschied zwischen einem Blogpost für ca. 2 min und einem weitergeleiteten Anruf während den „Arbeitszeiten“ ?
        Mich beschleicht der Eindruck, dass Sie eine erhöhte Empfindlichkeit dafür haben.

      • Röschu sagt:

        @Susi
        „Telefonalarm geht für mich gar nicht, ich kann während der Arbeit sicher keine Telefonate entgegen nehmen und diese dann auch noch weiterleiten.“

        Wenn Sie arbeiten, sollte der Telefonalarm ja auch nicht bei Ihnen, sondern beim für die Betreuung des Kindes zuständigen Person, landen.

      • Susi sagt:

        @Zysi: Ich schreibe nie Posts während der Arbeitszeit (und schreibe deshalb das Wort durchaus ohne Anführungszeichen).
        Ich bin Gymnasiallehrerin und kann während des Unterrichts weder Kommentare schreiben noch Telefonate führen. Meine Einträge heute beispielsweise fanden in meiner Zwischenstunde (10.35-11.20) statt und in der Mittagspause, da schaue ich jeweils kurz rein, wenn mich das Thema interessiert. (Und jetzt sitze ich im Zug, falls es Sie interessiert…)

      • Susi sagt:

        @Röschu: „Wenn Sie arbeiten, sollte der Telefonalarm ja auch nicht bei Ihnen, sondern beim für die Betreuung des Kindes zuständigen Person, landen.“

        Also zum Beispiel im Hort? Und der Hort muss dann allen Eltern der anwesenden Kindern aus der Klasse 2a noch mitteilen, dass morgen der Klassenausflug trotz leichten Regens stattfindet, anstatt dass einfach eine Nachricht (Mail, SMS, WA-Text) verschickt wird, die erstens dann gelesen werden kann, wenn man Zeit hat, zweitens nicht weitergeleitet werden muss und darum sowohl weniger Aufwand generiert als auch sicher alle erreicht? Was bin ich dankbar, arbeitet die (technophile) Lehrerin unserer Tochter effizienter…

  • 13 sagt:

    Herrlich geschrieben, wenn ich auch Ihre Freude über die Telefonkett nicht wirklich teilen kann. Ich Verdrehen auch nach vier Jahren noch die Augen. Umso glücklicher war ich, als es am ersten Elternabend des zweiten Kindes hiess, man solle sich in eine Liste eintragen und dann bekäme man ein SMS, ein was wäre. Ich atmete auch und freute mich sehr über die ach so moderne Lehrerin. Tja, die Freude war leider von kurzer Dauer, da ich genau dieser „modernen“ Lehrerin nur Minuten später erklären musste, dass es kein Fehler war, sondern es wirklich Sinn macht, dass der Papi und nicht das Mami auf die Liste kommen und ja, wir sind uns ganz sicher. Ich würde das wirklich gerne mal auch einer „Du bist ein ein 2010er-Kind, wenn….“-Liste lesen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @13
      obwohl wir ja ein eher sehr altmodisches Rollenmodell leben, kann ich solche Reaktionen nur schlecht nachvollziehen…, vielleicht sollten Sie für zukünftige Fälle ein notariell beglaubigtes Papi-Hauptbetreuungsanteil-Zertifikat bereithalten? 😀

      • 13 sagt:

        @ BS
        Das Gesicht würde ich wirklich gerne sehen, wenn ich so eins zücke 😉
        Apropos sehr altmodisches Modell, Sie wissen ja inzwischen, für wie wichtig ich Semantik finde: Erstens ist die Rollen- und die Aufgabenteilung nicht das Gleiche und kann voneinander abweichen. Und zweitens ist jedes Modell modern, welches aufgrund freier Entscheidung und nicht gesellschaftlicher Erwartungen gefällt wurde und zudem aufgrund der konkreten Faktoren (Einkommen, Berufschanchen) und den persönlichen Vorlieben und nicht einfach aufgrund des Geschlechts gefällt wurde. Daher würde ich sagen, dass auch eine Familie, wo die Mutter zu Hause ist und der Vater Vollzeit oder mehr arbeitet durchaus eine moderne Rollenteilung haben kann.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Jetzt wird es aber kompliziert 🙂
        Aber gut, die Trennung von Rolle und Aufgabenteilung habe ich in Ihrem Fall auch schon erkannt…
        Hier aber: Es gibt keinen Grund, dass Eltern nicht einfach nach Gutdünken eine Kontaktnummer angeben können. Und noch bessser: zwei. Gerade bei einer Masseninfo wäre das doch einfach.
        Habe allerdings kürzlich auch versucht, in einer Vereinsdatenbank eine zweite Mailadresse einzutragen, so dass der geschiedene Vater jeweils direkt aus erster Hand informiert wird – das ging aus technischen Gründen nicht… (und wird hoffentlich so bald wie möglich behoben!)

      • 13 sagt:

        @ SP
        Warum kompliziert? Wir sind doch mehrheitlich einer Meinung. Ich denke, dass die Rollen und Aufgaben heute in den meisten Familien nicht das Gleiche ist. Oder würden Sie zustimmen, dass Ihre Frau alleine für die Kinderbelange verantwortlich ist und selber alles entscheiden kann, weil Sie Vollzeit arbeiten?

    • Jürg. sagt:

      Die Musiklehrerin hat jeweils angerufen und nach der Mutter verlangt bis ich mal genervt sagte ich sei die Mutter. Von da an hat sie auch mit mir gesprochen.

    • Martin Frey sagt:

      Am meisten überrascht hat mich ja, 13, dass Sie sich an dem wunderbaren 50er-60er retro Hausfrauenküchenidyllphoto nicht zu stören scheinen 😉 welches vom MB ohne Wimpernzucken verwendet wurde. Mit pinkem (!) Wandtelefon. 🙂 Und darüber kein einziges Wort verlieren.
      Mad Men lassen grüssen.

      • 13 sagt:

        Warum? Ich fand das Bild lustig. Etwa in die Zeit lege ich auch die Telefonkette, daher passt es. Würde diese jedoch auf ihrem pinken Smartphone eine Whats-App-Nachricht schreiben, hätte ich das bestimmt kritisiert 😉

    • Martin Frey sagt:

      Zum Thema Elternkontakt, was wir ja letzthin schon mal hatten. Sind Lehrer in ihren Denkmustern gar nicht so progressiv wie immer vermutet, zumindest in dem Kontext weniger progressiv als Aerzte?
      Scheint ja kein Einzelfall zu sein.

      • Sportpapi sagt:

        Wo sind Ärzte progressiv? Schicken Sie SMS etc.?

      • Ben klein sagt:

        @SP: es gibt ganz wenige. Mein Zahnarzt sendet eine E-Mail für den nächsten Kontroll-Termin. Ich finde das einfach famos 🙂

      • Martin Frey sagt:

        @Sportpapi:
        „Wo sind Ärzte progressiv? Schicken Sie SMS etc.?“
        Das mit den SMS ist ein etwas delikates Thema, aus mehreren berufsspezifischen Gründen. Auf jeden Fall würde ich progressives Verhalten nicht am SMS-Verhalten festmachen wollen.
        Zumindest sind krankheitsbedingte Ausfälle normalerweise gut geregelt… 🙂

      • Susi sagt:

        @Ben: „Mein Zahnarzt sendet eine E-Mail für den nächsten Kontroll-Termin.“
        Meiner versucht anzurufen und ich hebe nie ab. Darum gehe ich auch nie zum Zahnarzt. (Ich war da immerhin 1998, 2009 und 2016.)

      • Martin Frey sagt:

        @Susi
        „(Ich war da immerhin 1998, 2009 und 2016.)“
        Tönt ein wenig nach den ersten, zweiten und dritten Zähnen…
        😀

      • Susi sagt:

        @MF: Haha, stimmt, das tut es!!

        Die Wahrheit ist: „Früher“, also vor 1998, ging ich jedes Jahr zur Kontrolle, weil man das halt so tat. Jedes Mal wurde geröntgt, es kostete genug und ich hatte nie irgendwas. Da dachte ich irgendwann: „Warum tu ich das eigentlich?“ und verzichtete darauf. 2008 liess ich mir eine Knirschschiene verpassen und letztes Jahr musste der letzte Weisheitszahn noch geholt werden, ich kombinierte beides mit einer Kontrolle. Da ich (ev. wegen meiner leichten Zahnhygieneobsession) nie Karies, Zahnstein oder dergleichen habe, ignoriere ich die Aufgebote der Praxis einfach, obwohl die sehr nett sind dort. 😉

  • Hans sagt:

    Ich kann es mir nicht leisten auf meinem Handy Spionage Apps wie Whatsapp oder Facebook installiert zu haben. Und ich will mir eigentlich auch nicht von der Schule vorschreiben lassen, dass ich extra für den Fall der „Notfallkommunikation“ ein spezielles Handy (mit eigenem Abo) Kaufen soll.
    (Es gibt Berufe, da ist man dafür Verantwortlich mit den Klientendaten sorgsam umzugehen. Und dies schliesst den Einsatz von Whatsapp aus.)
    Die Telefonliste ist einfach. Es besteht eine Rückmeldung, ob alle erreicht wurden. Damit ist sie Whatsapp meilenweit überlegen.

    • Sportpapi sagt:

      Lustig. Man hat einen solch wichtigen Job, dass man heikle Daten auf dem Handy hat.
      Aber Privates und Geschäftliches vermischt man mal locker auf dem gleichen Gerät?

      • Markus sagt:

        @Sportpapi: Habe ich mir auch gedacht. In der Regel hat man in so einem Fall eigentlich zwei Geräte (ist auf jeden Fall bei uns so); ein privates und ein geschäftliches.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Schätzen Sie sich glücklich wenn Sie unbehelligt um die Läuse rumkurven können, hierzulande gibts Schulhäuser welche lausfreie Zeiten fast nicht mehr kennen, und die 8.Klasse unsrer Tochter war erst kürzlich wieder davon betroffen. Diese Viecher werden es wohl nie auf die Ausgestorben-Liste schaffen 😀

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