Darum leben Eltern länger

An Tagen wie diesen …: Kinderlachen ist sicher einer der lebensverlängernden Faktoren. (Bild: iStock)

Fantastic funky Friday. Heute ist ein guter Tag. Meine Laune ist deshalb so überbordend, weil ich weiss, dass ich mit ziemlicher Sicherheit zwei Jahre länger leben werde. Ja, ich selbst habe auch nicht schlecht gestaunt. Doch wir Mütter und Väter haben das jetzt schwarz auf weiss, denn eine schwedische Studie hat herausgefunden: Wer Kinder hat, kann mit zwei Jahren mehr Lebenserwartung rechnen als Kinderlose.

Die Schlussfolgerung der betreffenden Studie scheint zwar recht zugespitzt zu sein, und weshalb Eltern länger leben sollen, kann sie nicht wirklich beantworten. Doch das ist uns so lang wie breit, denn wir selbst wissen es schon lange: Kinder machen uns alt – und zwar aus diesen 15 unwissenschaftlichen Gründen:

Kinder machen uns alt, weil …

  • wir nonstop Stress und Schlafentzug ausgesetzt sind und sich der Körper daran gewöhnt (Was uns nicht umbringt, macht uns stärker).
  • wir auch wieder Kind sein dürfen und auf dem Spielplatz auf dem Kletterturm rumturnen oder im Sandkasten Skulpturen bauen.
  • wir bedingungslose Liebe geben und bedingungslose Liebe bekommen (Letzteres nicht mehr unbedingt im Teenageralter).
  • uns die Kinder jeden Tag mit ihren Problemen und Ansichten zum Nachdenken und Stellungbeziehen zwingen.
  • wir in den Babyjahren unser eigenes Tempo runterschrauben, das gibt neue Reserven für später.
  • wir für die Kinder gesünder kochen.
  • wir ein Vorbild sein wollen.
  • wir weniger in den Ausgang gehen, ergo auch weniger trinken. (Wer will schon verkatert sein, wenn einem um 7 Uhr das Kind auf den Kopf hüpft).
  • wir uns mit den Kindern mehr an der frischen Luft bewegen.
  • wir mit Kindern mehr lachen und Spass haben.
  • wir ihnen einen Sinn auf den Lebensweg mitgeben wollen.
  • wir lernen, Prioritäten zu setzen.
  • wir am Leben bleiben müssen, um unsere Enkel aufwachsen zu sehen und sie dann masslos zu verwöhnen. Trinken wir weiterhin brav unseren Federkohl-Spinat-Smoothie, reichts gar für die ersten Urenkel.
  • wir einiges nachzuholen haben, sobald die Kinder ausgezogen sind (Reisen, Partys, Sex!).
  • das Gefühl, gebraucht zu werden, gut tut.

88 Kommentare zu «Darum leben Eltern länger»

  • Enrico sagt:

    Frau Braun,
    Bravo, ein richtig witziger, positiver Blog.

  • Emanuel Schäfer sagt:

    Kinder machen uns älter! – Glaub ich sofort, denn: Auch wenn das eigene Kind natürlich (weshalb eigentlich ein Hickhack deswegen?) nie das ganze Leben, meine ganze Welt sind, hat es eben doch unter anderem das beste aus mir herausgebracht, und dies mitunter auch als grenzwertige Erfahrung, denn das eigene Kind führt dich nebst der Beglückung definitiv auch an deine Grenzen und relativiert das Ego, das sich ansonsten womöglich grenzenlos breit machen möchte. Übrigens : Kinder machen dich nicht nur älter, sie lassen dich auch manchmal alt aussehen.

  • Emanuel Schäfer sagt:

    Tja – selbst wenn ich nicht 2 Jahre länger zu leben hätte (als 5-facher Vater denke ich da ja eher schon an 5 Jahre…) sind diese 15 (problemlos wären noch fast beliebig viele weitere anzuführen) „unwissenschaftlichen“ Gründe einfach unwiderstehlich süss!
    (und überhaupt: was ist schon „wissenschaftlich“? Oder schafft meine Papi-Erfahrung nicht das „Wissen“, das für mich allein relevant ist?)
    Und warum ist das so? Meine Vermutung: Es tut einfach so gut zu lesen, wozu der ganze Einsatz in den letzten 25 Jahren meines Lebens gut war…

  • Stefan Moser sagt:

    Meine Jüngste wird 20 wenn ich 60 bin. Grad kürzlich ist ein Arbeitskollege mit knapp 50 gestorben, er hat zwei Kinder. Fuck it. Das Leben findet jetzt, im Hier und im Moment statt – mit Kindern und ohne Kinder. Ich bin Vater mit Leidenschaft und bleibe auch mein alter Ego (und wenn ich jetzt sagen würde, dass ich jeden Tag so lebe wie beschrieben, dann wär das auch gelogen). Aber am Ende ist es so, wie es ist, nichts in meinem Leben hat mich so weit gebracht wie meine Kinder. Dafür bin unendlich dankbar. Und der Text von Braun gefällt mir ausnahmsweise.

    • Muttis Liebling sagt:

      Meine Tochter ist 40, mein Sohn 38. Ich gerade knapp über 60. Die Kinder, die Familie, waren toll, aber nicht das Wichtigste im Leben, Von den prospektiv 90 Jahren, die ich habe, waren nur 25 Jahre Familie. Der Rest hat völlig andere Ziele.

      Die heutigen Eltern machen den Fehler, zwei essentielle Lebensabschnitte, den der Familie und den der Berufung zeitgleich stattfinden zu lassen. Bei 90 Jahren Lebenserwartung gibt es aber keinen Grund dafür. Man macht erst das eine, die Familie, und danach das andere, die Berufung.

      25 Jahre Reife, 25 Jahre Familie und den Rest Berufung. In meinem Alter habe ich kein Interesse mehr an Familie und Kindern. Mir reicht es zu wissen, dass meine Kinder in allen Belangen besser als ich sind. So widme ich mich meinen Fragen.

  • Katharina sagt:

    Zur swedisen Stüdie noch: Der Link ist selbst-refernziell auf Tagi, und dort kein Link zur Quelle selbst (also ze study paper…)

    im weiteren müssen schwedische Statistiken immer mit einem Korn Salz gelesen werden. Nicht das erste Mal, dass Selektionsbias und direktes manipulieren der diversen p-Werte zum erwünschten Ergebnis nachgewiesen wurden. So die claims zu Kriminalität, dem magischen Verschwinden von Menschenhandel dank des Prosti verbots und Weiterem.

    Das ist als ob Breitbart zitiert würde.

    Fazit: Auch mit breitem Bart verkündete Proklamationen des Ministeriums für Wahrheit ™ machen nur glücklich, wem die Glücklichsein Befragungen nicht am Hintern vorbeiziehen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Katharina, es ist sogar noch einfacher. Begriffe wie Selektionsbias oder Abstrakta wie p- Werte existieren nur in statistisch beschreibbaren Ereignisräumen, in welchen das Gesetz der grossen Zahlen gilt.

      Das tut es aber bei allen den Menschen und seinen Organisationsformen beschreibenden Gegenstandsbereichen nicht. In der Biochemie lernt man, dass alles Material des Universums nicht ausreicht, von jedem möglichen Genotyp der menschlichen DNS wenigstens einen Phänotyp herzustellen. Selbst eine Studie, welche alle lebenden Menschen einschliesse, wäre zu klein und nicht repräsentativ. Das bedeutet, Statistik ist in dem Bereich immer nur prädiktiv, aber nie beweisend. Mit Statistik allein kann man in allen Humanwissenschaften nichts beweisen oder widerlegen.

  • romeo sagt:

    Wieder eine, für die keine andere Lebensform ausser der Familie mit Kind Daseinsberechtigung hat. Beelendend, dieses angestrengte Abgrenzen.

  • Katharina sagt:

    Altern ist eine heilbare Krankheit.

    • Muttis Liebling sagt:

      Altern ist Biographie und als solche essentiell für Leben, wie Krebs, Wundheilung, Lernen und Identifikation.

      Zeit bestimmt das Wesen eines Objektes genau so sehr, wie der Ort. Das Alter eines Menschen ist als einziges Merkmal noch wichtiger, als sein Geschlecht.

      • Katharina sagt:

        ML: Informiere Dich über Telomere Shortening. Dies kann gestoppt bzw rückgängig gemacht werden.

        Zu Zeit: Diese ist nur in unserer vierdimensionalen kognitiven Projektion gerichtet-sequentiell.

      • Muttis Liebling sagt:

        Liebe Katherina,

        Informiere Dich weltanschaulich. Ich will kein Aufenthalten des Altern, auch wenn es naturwissenschaftlich gehen würde. Ich möchte, dass Menschen eher früher als später sterben.

        Aus weltanschaulichen Gründen, die aber letztlich auch biologisch sinnvoll sind.

      • Katharina sagt:

        ML: Ich fand Aubrey de Grey’s Kampagne dazu zuerst eher befremdlich und ich fragte mich, ob es für die Menschheit als Gesamtheit ethisch sinnvoll ist, die Lebensspanne zu verlängern. Nur: Ich finde es ein Strohmann Argument. Dies, weil unsere Lebensspanne dank guter Hygiene, Impfungen und besserer medizinischer Versorgung dank Forschung wesentlich länger geworden ist. So zb, dass Demenz erst heute ein Problem ist, weil zwar der Körper länger hält, nicht aber unser kognitives Instrumentarium.

        Alte Leute jedenfalls, die erfahren wie der Körper vereinfacht gesagt zerfällt und die Kumulation der Defekte schlussendlich zum Tod führen, sehen das anders als wir mittelalterlichen. Die sponsoren solche Forschung, nicht unbedingt de Grey, aber andere wissenschaftlich solidere.

      • Katharina sagt:

        Aber dann auch: Möchte ich 200 Jahre leben? Das ist z.Z erreichbar. Oder 1000 Jahre (was die Life Extension Futuristen als Minimalziel proklamieren)?

        Wie sieht eine gesellschaft aus, die auf einem so langsamen Generationswechsel basiert?

        Wie sähen das die wahrscheinlich ganz wenigen Kinder? Selbst wenn sie wissen, dass auch sie Methusaleme werden?

        Ist es nicht so, das wir mit höherem Alter wohl ’seen it all, done it all? denken?

        Und nein, ich denke nicht, dass dies eine Frage limitierter Resourcen unseres Planeten ist. Diese Frage kann in einem post-kapitalistischen Zeitalter (also ohne künstliche Verknappung) fair beantwortet werden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Katharina
        zurückkehrend zu meinen oberen Ausführungen. Ich möchte nicht, dass Menschen noch länger als heute leben, auch wenn das geht.
        Die Menschheit soll sich entwickeln, nicht die Menschen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Menschen können, sollten nicht älter als 100 Jahre werden. Als Median verstanden. Mehr gäbe auch keinen Sinn. Fortschritt entsteht nur überindividuell. Meine Kinder sind generisch besser als ich, deshalb trete ich ab, wenn meine Kinder erwachsen sind. Deren Kinder sind wieder besser, deshalb sterben dann meine Kinder.

        Im Ich liegt kein Fortschritt, im Ich ist nur Niedergang.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Mir ist es egal, ob ich infolge chronischer Schlafstörungen länger lebe oder nicht. Meine Kinder sind das Beste. Alleine dafür würde es sich lohnen früher zu sterben.

    • Muttis Liebling sagt:

      Nur passiert das ja nicht. Weder haben Sie chronische Schlafstörungen, noch sterben Sie früher als Nicht- Mütter. Das alles ist nur ausgedacht.

      Versuchen Sie einfach, nicht zu schlafen. Dann kommt es trotzdem. Versuchen Sie ohne Notwendigkeit zu schlafen, dann klappt das auch nicht.

      Das ist alles Humbug. Vor dem Fressnapf wird man nur magersüchtig, wenn man das will und nicht erschöpft wird man nur, wenn das, was Wunder, auch will.

      Stress haben nur Menschen, welche Stress zulassen. Genuin ist das nicht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Sind Sie sicher, dass Sie Dr in Humanmedizin sind?

        Meine Schlafstörungen halten seit bald 17 Jahren an mit bis zu 5 Nächten hintereinander ohne Schlaf.

        Nur weil es in Ihrer geliebten Sch… DDR keine Probleme gab (weil es so toll war, musste man ja die Menschen dort einsperren), muss das nicht für die ganze Welt gelten.

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Schlafstörungen haben die Freundlichkeit, kaum Bezug zu Staaten zu haben, in welchem die auftreten.

        Wenn man zu wenig isst, verhungert man und wenn man zu wenig schläft, stirbt man an Erschöpfung. Wenn man nicht verhungert, isst man nicht zu wenig und wenn man nicht an Erschöpfung stirbt, schläft man nicht zu wenig.

        Die blosse Existenz Ihrer Person belegt, dass ein Mangelzustand nicht besteht.

      • Muttis Liebling sagt:

        Niemand überlebt auf Dauer 5 Nächte nacheinander ohne Schlaf. Sie glauben nur, das erlebt zu haben.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        die blosse Existenz einer Person, welche zudem ganze Sätze schreiben kann, belegt dennoch nicht dass diese Person nicht unter massiven Einschränkungen- aufgrund zu wenig Schlafes- leidet. Mit allen Auswirkungen in Alltag/Beruf etc.

        Bis jemand aufgrund Schlafmangels an Erschöpfung stirbt müssen schon ein paar Zwischenstadien durchschritten werden, was macht Sie so sicher dass sich TvS nicht in einem anstrengenden Zwischenstadium bewegt/bewegt hat?

        Chronische Müdigkeit/Erschöpfung aufgrund schlechten/ungenügenden Schlafes ist äussert zermübend, dass man dabei noch nicht den Löffel abgegeben hat kein besonders grosser Trost.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        der ist auch so schön „wenn man nicht verhungert isst man nicht zuwenig“,
        klar, man ruiniert sich zwar vielleicht dauerhaft die Gesundheit oder provoziert irreversible Entwicklungsstörungen, aber solange noch kein Sarg angeliefert werden musste ja alles im grünen Bereich oder wie?

      • Muttis Liebling sagt:

        @Brunhild,

        dieser konkrete Blog bewegt sich auf dem Feld der Statistik. Da sage ich u.a., die Wahrscheinlichkeit, dass ein Mensch mehr als 2 Nächte hintereinander nicht schläft, bewegt sich gegen Null. Es sind schon Tausende solcher Behaupter durch die Schlaflabore geschoben worden und siehe: Sie schliefen, haben das aber bisweilen nicht bemerkt. Subjektiv haben sie gewacht.

        Ich würde das hier und jetzt nicht in den Vordergrund schieben, passte es nicht zum Thema. Das Kinderbekommen und -erziehen wird als etwas Zusätzliches zum Leben betrachtet, was entweder anstrengt, schadet oder nutzt. Tatsächlich ist es aber ein intrinsischer Bestandteil, wie Atmen, Bewegen, Denken, Arbeiten. Kinder kosten keine zusätzliche Anstrengung und generieren auch keinen zusätzlichen Nutzen.

    • Mann45 sagt:

      @Tamar von Siebenthal

      um Himmels Willen – wie verbittert sind denn Sie drauf? Nein danke. Nicht mal geschenkt.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Mann 45

        Sie kennen mich nicht. Also werden Sie kaum über mich ein Urteil bilden können.

        Mit Ihrem unten stehendem Post gebe ich Ihnen Recht: wenn man in einer Partnerschaft keine Zeit für Zweisamkeit findet, hat das nichts damit zu tun, dass man Kinder hat.

        Egal wie anstrengend Kinder sind (mein Grosser war ein Schreikind und Wenigschläfer), sind sie nicht die Ursache, wenn die Beziehung daneben leidet, sondern die Eltern oder ein Elterteil selber, wenn man sich gegenseitig nicht unterstützt.

        Eltern welche ihren Kindern die Schuld an irgendwas geben, was sie in ihrem Leben verpassen, haben es nicht verdient Kinder zu haben.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Brunhild Steiner

        Wie immer mein rettender Engel, aber bei Ignoranten redet man an die Wand. ML war Profiteur eines Systems, in welchem 99% der Bevölkerung für die Profiteure zu bluten hatte.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und ML:

        niemand überlebt auf Dauer 5 Nächte ohne Schlaf…..

        5 Nächte sind nicht auf Dauer, sondern einfach 5 Nächte. Ihr Einwand ist demnach unlogisch und zeugt von Unkenntnis.

        5 Nächte ist 2 Mal vorgekommen, aber 2-3 gabs und gibt es öfters. Durchschnitt über Jahre 3 Stunden pro Nacht, nicht am Stück. Am Wochenende wars öfters mehr, da ich morgens manchmal gut schlafen kann, unter der Woche öfters weniger.

      • Susi sagt:

        @TvS: Was ist denn der Grund solcher massiven Schlafstörungen?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ ML

        Ihren Einwand bez Schlaflabor habe ich überlesen. Schlaflabor habe ich hinter mir. Die Aufzeichnungen sprechen für sich.

        @ Susi

        Diese resultieren aus einer Verkettung von existentgefährdenden finanziellen Problemen, partnerschaftliche Probleme (auch schon vor den Kindern), Geburt meines Grossen, zermürbender Teennungs- und Scheidungskriegs mit erheblichen Existenzängsten, Verkehrsunfall meines Kleinen, Tod meines Vaters usw

        Meine Depressionen und Schlafstörungen waren mit unseren Einzug bei meinem Freund schlagartig verschwunden, sind aber nach einem einschneidendem Vorfall im Geschäft letzten Frühling zurück gekehrt.

      • Susi sagt:

        @TvS: Das ist schlimm. Schlafentzug ist Folter…
        Falls Sie das nicht schon getan haben: Vielleicht würde sich eine Beratung lohnen, sowas kann ja kein Dauerzustand sein! Aber dafür benötigt man natürlich Zeit, die man nicht immer hat.
        Auf jeden Fall hoffe ich für Sie, dass sich das wieder einpendelt!

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Susi

        Vielen Dank.

        Nun, ich habe die besten Kinder, den besten Mann, den man sich wünschen kann, bin eingebettet in Liebe und Fürsorge…

        Die besten Voraussetzungen zur Besserung

  • Mann45 sagt:

    Unser Leben ist uns viel zu wertvoll, als dass wir es dem Kind zuliebe einfach an uns vorbei leben. Wir lassen uns erst gar nicht stressen. Unsere Ehe ist noch immer voller Liebe, Abwechslung, Abenteuer, Lebenslust, Fröhlichkeit, Harmonie etc. wie noch vor dem Kind (12j). Wenn wir keine Lust haben „Eltern“ zu sein, so organisieren wir uns und geniessen die Zeit zu 2. Natürlich ist unser Kind, wie bei vielen anderen auch eine Bereicherung – aber stressig? Alles eine Sache der Einstellung. Wir merken keinen allzu grossen Unterschied zu vorher – weil wir uns eben nicht 24h auf das Kind fixieren. Es ist ein Teil von uns , aber nicht der Mittelpunkt. Ich kann das Gejammer wirklich nicht verstehen. Ich bin dankbar, eine besondere und einmalige Ehefrau an meiner Seite zu haben. Danke Schatz!

    • Susi sagt:

      „Wir merken keinen allzu grossen Unterschied zu vorher – weil wir uns eben nicht 24h auf das Kind fixieren. Es ist ein Teil von uns , aber nicht der Mittelpunkt.“

      Gut geschrieben. Ist bei uns auch so.

    • Kaffeetasse sagt:

      Schön. Sie haben 1 Kind, richtig? Ihr Kind war/ist scheinbar unkompliziert, was selbstverständlich hauptsächlich an ihrer guten Einstellung liegt.
      Und natürlich konnten sie sich organisieren, ist doch kein Problem, habt euch doch nicht so. Alles easy.
      Also ziehen sie den Schluss, dass die anderen Eltern Jammeris sind.

      Tja, haben sie vielleicht auch Glück gehabt?

      Könnte es sein, dass andere Mehrlinge oder mehrere Kinder haben, Kinder mit Entwicklungsproblemen, Kinder, die sich nicht so einfach „organisieren“ lassen, etc. etc.

      Vielleicht haben andere Eltern mit Widrigkeiten zu kämpfen, die sich in Ihrer Situation nicht ergeben haben?

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Kaffeetasse

        Ich denke eher, dass es so gemeint ist, dass man Kindern nicht die Schuld geben darf, wenn man als Eltern es nicht schafft, weiterhin eine Beziehung zu führen.

        Mein Älterer war bis 3 jährig ein sehr aufwändiges Kind, durchgeschlafen hat er mit 6 Jahren.

        Trotzdem liegt das Scheitern meiner Beziehung zum Erzeuger meiner Kinder nicht an ihm.

    • Mann45 sagt:

      Kaffeetasse

      Ja korrekt. Wir haben uns bewusst für 1 Kind entschieden, weil wir einfach zu freiheitsliebend sind. Mit einem Kind ist man nicht zu eingeschränkt. Es gibt keine Favorisierung, es bekommt die benötigte Aufmerksamkeit, Liebe und es geniesst eine authentische & strenge Erziehung.
      Meine Ehefrau ist eine wunderbare Mutter jedoch keine geborene Mutter, welche für „ihre Kinder“ leben wollte.
      Sehr vernünftig, ihre Einstellung.
      Seit Jahren arbeiten beide keine 100%, damit die Zeit füreinander und für die kleine Familie gewährleistet ist.
      Unser Kind ist 12 und schon sehr selbstständig. Gerade heute überraschte es uns mit einem Brunch zu 3 (es ging auch selbst zuvor einkaufen).
      Wir sind überglücklich uns für 1 Kind entschieden zu haben. Deshalb auch diese tolle Harmonie.

  • Michaela sagt:

    Wenn jemand nur wegen der Kinder bedinungslos lieben kann, und denkt nur dann bedingungslose Liebe zu erhalten durch ein Kind, sollte sich wohl mal bei einem Psychiater über sein fehlendes Wertschätzungsgefühl ausheulen. Wenige der Punkte da oben, sind den Kinder zu zuschreiben, sondern hat mit dem eigenen Leben und der Einstellung dazu zu tun. Aber gell, ohne Kinder hat Mann/Frau auch gar nich gelebt und keinen Sinn gehabt zum Erfüllen. Wie engstirnig sind wir doch alle.

    • Vierauge sagt:

      tja, und wenn jemand so humorfrei ist, dass sie in dem obigen Text nicht die feine Ironie (und das Lachen der Autorin beim Schreiben) erkennt, sollte sie lieber keine Kommentare dazu schreiben.

      Ich als Vater von 2 (fast) Erwachsenen habe mich sofort wieder erkannt – G.Braun, you made my day 🙂

  • pete sagt:

    Gähn..Nichts ist gewisser als der Tode, nichts ungewisser als seine Stunde.
    Anselm von Canterbury

  • Widerspenstige sagt:

    Ich bin auch soooooo dankbar, dass ich die Kurve noch gekriegt habe und Familie und Beruf versucht habe, unter einen Hut zu klemmen. Jetzt kann ich die Früchte meiner Anstrengung einfach nur noch ernten und geniessen. Kinder aufwachsen zu sehen und ihre Entfaltung mitzuerleben ist einfach etwas Wundervolles.

    Ich würde nur etwas anders machen: früher Kinder haben – das erste bekam ich mit 27 Jahren – damit die Energiequelle länger sprudelt. Im nächsten Leben mache ich das dann besser 😉

    • Manuela sagt:

      Ich würde nie wieder mit 20 Kinder haben wollen. Ich bin jetzt 36 und mein ältester ist aus dem Haus unter der Woche für seine Lehre. Meine Jüngste kommt nicht richtig in die Bahnen und kann sich auch nicht vorstellen mal alleine zu wohnen. Im Moment kotzt es mich einfach nur noch an, weil ich die Kinder kaum los werde, um auch mal freie Zeit für mich und meinen Mann zu haben. Es kotzt mich an, dass ich die tollste Zeit mit meinem Mann verpasse und dann Zeit füreinander haben, wenn wir schon wieder alt sind. Im nächsten Leben, kommen die Kinder nicht vor 40 ins Haus.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Manuela, dass man das Leben geniessen kann, ist keine Frage des Alters, noch in welchem Alter man Kinder hat.
        Solange man denkt, man könnte geniessen, wenn doch nur die Umstände anders wären, ist man auf definitiv auf dem Holzweg. Das ist reiner Selbstbetrug.
        „Hätte ich nur Kinder, hätte ich nur keine. Hätte ich sie nur früher, hätte ich sie nur später…“ absolut sinnlos.

      • Muttis Liebling sagt:

        Wenn Sie jetzt 36 Jahre alt sind, haben Sie statistisch noch mehr Jahre vor sich, als hinter sich. Die Vorstellung, die erste Lebenshälfte wäre toller als die zweite, lässt sich kaum aufrechterhalten.

        Ich hielt und halte es für klüger, alle Pflichten, die des Berufes und der Familie recht bündig und gleichzeitig hinter sich zu lassen, um dann, eben mit ca. 45 Jahren ins nächste Leben einzusteigen.

        Selbstbestimmt, ohne Verpflichtung, mit der Rück- Sicht auf ein Familien- und Berufsleben, welches mal erfüllend war, aber nicht mehr die Zukunft ist.

        Es war schön, beruflich erfolgreich und Familienvater gewesen zu sein. Aber nach dem 45. Lebensjahr hat mich das nicht mehr bewegt. Viel mehr interessiert mich, warum das Gebäralter sich nach oben verschiebt.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Im nächsten Leben werden Sie ein Mann und ich eine Frau. Karma 🙂

      • Vierauge sagt:

        nein, Karma wäre, wenn Sie im nächsten Leben eine Ameise werden und ich ein Faultier.
        😛

      • Widerspenstige sagt:

        mila, Unkraut verscheucht man nicht so leicht 😀

        Jetzt wo wir Frauen aufwachen aus dem Dornröschenschlaf und auf die Barikaden steigen und doch einiges erreicht haben, soll ich als Mann inkarnieren, Hans H? Nee, mein Karma ist klar eine Führungsposition im Matriarchat als Amazone der Neuzeit. Ich fühle mich wohl als Frau und mag gewisse Männer überaus gern. o_o

      • Katharina sagt:

        WS: Matriarchat ist nur dieselbe Machthierarchie wie das Patriarchat, nur mit weiblichen statt männlichen Potentaten. Die Aufgabe der Neuzeit – oder besser unserer Aera – ist es, solche Machthierarchien zu minimieren.

    • mila sagt:

      Wollen Sie uns WS vergraulen, Herr Hintermeier? Nicht nett von Ihnen, gar nicht nett… 🙂

      • Hans Hintermeier sagt:

        Ui, noch mehr schlechtes Karma! Wenn ich so weitermache, werde ich wirklich noch zur Ameise.

        So, ich geh jetzt lieber wieder in den Stollen, muss noch was arbeiten (und helfe später einer Oma über die Strasse um mein positives Karma zu mehren)

    • Muttis Liebling sagt:

      Über das richtige Alter zum Kinder bekommen denke ich schon seit 20 Jahren nach. Ohne schlüssiges Ergebnis. Nachdem meine Kinder das Erstgebären in Zeiträume verschoben haben, in welchen meine Eltern fast Grosseltern waren.

      Ich bin so die unglückliche Generation, sehe meine Enkel aufwachsen, die Urenkel nicht mehr. Meine Mutter aber sieht die Urenkel wahrscheinlich noch erwachsen werden.

      Ich glaube inzwischen allerdings, das könnte temporär vernünftig sein. Mehr als 3 Generationen nebeneinander verträgt die aktuelle Zivilisation nicht. Das kann sich mal ändern, aber derzeit eben nicht.

      Eine Generationsdauer grenzt nach unten beim Pubertäts- Austrittssalter, nach oben bei 1/3 der Lebenserwartung. 4 Generationen gleichzeitig können wir nicht.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und mich würde eine Mutter ankotzen, welche mich für die Konsequenzen ihrer Entscheidungen verantwortlich machen würde.

        Wieder so jemand, welcher dereinst in einer Altersentsorgungsanstalt versauert und sich wundert, warum ihre Kinder nie zz Besuch kommen…

      • Widerspenstige sagt:

        Also wenn es nach dem politischen Mutterwerden gegangen wäre, hätte ich keine Kinder geboren in der Schweiz. Dann wäre ich jetzt kinderlos und hätte wahrscheinlich ein anderes Leben geführt. Das will ich doch noch zum heutigen Tag der Rentenhaarspalterei im Parlament gesagt haben. Wird zwar als beste aller Lösungen verkauft, aber ist ein Armutszeugnis auf der ganzen Linie.

      • Katharina sagt:

        TvS: Ein Landwirtschaftsbetrieb in der Schweiz, der bekannterweise ja schon jahrzehnte lang im Genuss eines BGE (Bedingungsloses Grundeinkommen, aka als direkte Subventionszahlungen des Bundes and Bauern) kann auch als ‚Entsorgungsanstalt‘ interpretiert werden.

    • Widerspenstige sagt:

      Ähm, früher Kinder haben meinte ich im biologischen Sinn, Manuela, weil es das Thema heute ist wegen den zwei zusätzlichen statistischen Jahren. Ich habe ja nicht gewusst, dass ich die drei Schwangerschaften relativ gut durchstehen konnte (mit den üblichen Nebenwirkungen) und die Kinder gesund gebären durfte. Dies ist sicherlich das Bewegendste und Spirituellste, was man als Mutter erleben darf. Je früher geboren, desto bessere Ausgangslage für Mutter und Kind im biologischen Sinn. Der Körper erholt sich rascher und die Energien fliessen für neue Taten. Sei dankbar dafür, Manuela. Das was Du jetzt durchmachst ist der emotionale Teil der Geschichte. Diese Emotionen kommen und gehen wellenartig. Es gibt kaum genügend Zeit für eine Auszeit? Schaffe Dir Inseln.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Kath

        Bedingungsloses Grundeinkommen? Mein Freund arbeitet 80 Std und mehr pro Woche, zu einem Stundenlohn von 8.- sFr. Also urteilen Sie nicht über Dinge, von welchen Sie keine Ahnung haben und damit meine ich nicht nur Landwirtschaft, sondern von arbeiten im Allgemeinen.

      • Katharina sagt:

        TvS: ‚Also urteilen Sie nicht über Dinge, von welchen Sie keine Ahnung haben und damit meine ich nicht nur Landwirtschaft, sondern von arbeiten im Allgemeinen.‘

        Ich habe sehr wohl Kenntnis von UBI (Universal basic income) und dass die direkten Bundeszahlungen an Landwirtschaft eine Form von UBI sind. Ohne diese gäbe es wahrscheinlich keine Landwirtschaft in der Schweiz. UBI heisst nicht, dass nicht mehr gearbeitet wird.

        Aber wenn Sie von (staatlicher) ‚Altersentsorgungsanstalt‘ reden, müssen Sie damit rechnen, dass gekontert wird, auf Ihre Situation.

        Anscheinend denken Sie, ich arbeite nichts und hätte keinen blassen Schimmer von selbstständigem Erwerb.

        Sie fallen in Ihrem Niveau oft auf ad hominem ab.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Mit der Bezeichnung Altersentsorgungsansralten, oder gerne auch staatlich subventionierte Verreckanstalten drücke ich meinen Unmut über die menschenverachtenden Zustände in schweizerischen Alters- und Pflegeheimen aus.

        Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist an die Tatsache der Bedingungslosigkeit gekoppelt. Da in der LW aber für jeden Rappen DZ auch Leistungen erbracht werden müssen, ist Ihr Einwand offensichtlich falsch und wenn Sie ja offenbar so gut informiert sind, verbreiten Sie offenbar bewusst Lügen.

        Und wenn Sie ja doch in Vergangenheit schon von Ihrem geerbten Reichtum erzählen, dann brauchen Sie sich nicht plötzlich wieder in die Arbeiterliga einzureihen, welche ja völlig unter Ihrem Niveau ist.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Teil 2
        Um es gleich vorweg zu nehmen: nein, ich neide Ihnen Ihren Reichtum nicht. Im Einen weil mir Neid bez materiellen Dingen fremd ist, zum Anderen, weil Sie einen sehr hohen Preis dafür bezahlt haben.

        Was mir aber gegen den Strich geht, ist Ihre buchstäbliche Verachtung gegenüber der Arbeiterschicht (ohne die Sie übrigens Ihre zig Häuser selber putzen müssten), die Sie hier immer wieder zelebrieren.

        Andererseits frage ich mich immer wieder, was überhaupt wahr an Ihren Geschichten ist, oder ob überhaupt irgend etwas wahr ist, was Sie je erzählt haben.

        Was arbeiten angeht: ich unterscheide sehr wohl zwischen Arbeit und dem Umstand, dass die einzige Arbeit darin besteht, vorhandenes Vermögen zu mehren.

        Nichtsdestotrotz ist meine Bewunderung für Ihre Intelligenz ungebrochen.

  • Ulrich Gassner sagt:

    Schön, dann braucht man ja mit Eltern auch kein Mitleid haben, wenn sie wieder mal so waaahnsinnig gestresst sind und auf so waaahnsinnig viel verzichten müssen.

    • Herbert Peter sagt:

      …oder sie wieder nach den nächsten Unterstützungsgeldern jammern.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Sie stossen einem ja gerade auf den zusätzlichen Punkt, dass Menschen mit Kindern weniger verbittert sind.

        Ihr zwei seid die besten Besispiele.

  • Adam Riese sagt:

    Schöner Text. Nur stellt sich mir beim Lesen die einfache Frage: Warum braucht es dazu Kinder, um zu diesen Verhaltens- und Ansichtsänderungen zu gelangen? Schön wäre es, wenn der Mensch sich prinzipiell mehr an solchen Gedanken orientieren würde: Ein Vorbild sein. Gesund essen. Auch mal Kind sein dürfen. Ein sinnerfülltes Leben führen. Weniger Drogen und Absturz. Tempo drosseln. Bedingungslose Liebe schenken und empfangen. Mehr Sport und Bewegung. Spass am Leben haben und viel lachen.

    Dafür bräuchte es nicht zwingend Kinder. Es ist alles eine Sache der richtigen Lebenseinstellung.

    • Susi sagt:

      Natürlich braucht es dazu keine Kinder. Aber viele diese Verhaltensweisen sind halt vernunftgebunden, wenn man nicht dazu „gezwungen“ wird. Einen ganzen Tag dem TV liegen und Junk-Food mampfen ist eben schon toll. Und je nachdem, wie (wenig) diszipliniert man ist, tut man sowas öfter, wenn man nicht durch Kinder davon abgehalten wird.

      Aber wahrscheinlich meinen Sie ja genau das: „Leute, werdet diszipliniert!!! Lebt gesund!! Aus eigenem Antrieb!!!“

      Ja, eben. Die Welt besteht nicht nur aus Helden.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Was habe ich von einem längeren Leben, wenn ich nicht gelebt habe, bzw. diese Verlängerung mit Verzicht erkaufe?
        Ein Professor hat mal in einem Vortrag ausgeführt, dass eine halbe Stunde Bewegung am Tag das Leben um 2-3 Jahr verlängert. Aber wenn man die halbe Stunde am Tag aufsummiert, die man investiert, kommt man etwa auf den gleichen Betrag…

      • Muttis Liebling sagt:

        Nur das man die gewonnen 2-3 Jahre aller Wahrscheinlichkeit im Demenzheim verbringt. ‚Gesund leben‘ ist doppelte Zeitverschwendung.

        Allerdings hört man aus gut informierten Kreisen, dass die Lebenserwartung in der Schweiz 2015 erstmalig gesunken sei. Das wäre ein erster demographischer Lichtblick nach vielen Jahren .

      • Adam Riese sagt:

        @Sportpapi:

        Die Frage ist halt immer, was der einzelne Mensch unter „Leben“ versteht. Wenn der Inbegriff des Lebens in der Einnahme von rauscherzeugenden Substanzen und übermässigem Fett-/Zuckerkonsum liegt, dann bringt ein Verzicht ganz sicher nichts.

        Das ist ja wie mit dem Schlaf: Wir verschlafen einen Drittel unseres Lebens. Also sollten wir lieber nur noch 4 Stunden pro Nacht schlafen. So „gewinnen“ wir einen Sechstel unserer Lebenszeit!

        Für mich steht aber die Qualität über der Quantität. Und mit unausgewogener Ernährung, zu wenig Bewegung und zu wenig Schlaf bringen mir die „gewonnenen“ Lebensjahre nichts.

      • Karl von Bruck sagt:

        @SP – Bingo!

        Ein frisch pansionierter geht zum Arzt:

        „Jetzt kann ich endlich ausschlafen und leben wie ich will; und so will ich 100 werden!“

        „OK, Saufen Sie?“ „Nein.“

        „Rauchen Sie?“ „Nein.“

        „Haben Sie Sex?“

        „Nein, nach dem zweiten Kind wollte meine Frau nicht mehr, und Ehebruch kommt fuer mich nicht in Frage!“

        „Sie scheinen sich optimal zu schonen, aber wofuer wollen Sie denn 100 Jahre alt werden?“

      • Adam Riese sagt:

        @KvB:

        Die Realität sieht aber dann doch etwas anders aus:

        Wer mit 65 noch fit ist, weil er sich und seinem Geist/Körper entsprechend Sorge getragen hat, der hat dann eben für all das Musse und Zeit, was dem Lungen-, Nieren-, Leber und Geisteskranken verwehrt bleibt.

        Von daher sehe ich nicht ganz ein, weshalb es ein erstrebenswertes Ziel sein soll, möglichst kaputt und möglichst früh zu sterben. Oder möglichst kaputt qualvoll auf den Tod zu warten.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚Wer Kinder hat, kann mit zwei Jahren mehr Lebenserwartung rechnen als Kinderlose.‘

    So steht es sicher nicht in der Studie. Die Aussage kann nur lauten: Die Grundgesamtheit der Eltern hat eine andere Verteilungsfunktion der Lebenserwartung, als die der Nichteltern. Das äussert sich u.a. in einer Verschiebung des Erwartungswertes um geschätzt 2 Jahre.

    Das ist eine statistische Aussage und hat als solche keinen prädiktiven Wert für Individuen. Es ist auch keine ursächliche Erklärung. Wer sich für Kinder entscheidet, lebt deshalb keinen Tag länger, als mit der gegenteiligen Entscheidung. Es ist nur so, dass physisch und psychisch weniger robuste Erwachsene sich seltener für ein Kind entscheiden, aber auch mit Kind würden sie nicht älter.

    • Muttis Liebling sagt:

      Die beiden Eigenschaften Lebensdauer und Kinderzahl sind in der Grundgesamtheit und nur in dieser, nicht beim Individuum, auf der gleichen Ebene verwandt. Es ist nicht eine von beiden die Ursache der anderen.

      Wissenschaftlich gesehen ist das eine Tautologie, eine Null- Aussage. Wer vor dem erstem Kind stirbt, kann nicht Elter werden und drückt den Erwartungswert. Wer nach einer frühen Krebstherapie unfruchtbar wird, stirbt auch deutlich früher, als Nicht- Krebskranke und senkt damit den Erwartungswert überdurchschnittlich.

      Ein anderes, als dieses Ergebnis wäre nicht zu erwarten, deshalb ist es schade um den Aufwand, welcher in der Nicht- Studie steckt. Man hätte statt dessen auch untersuchen können, ob es auch heute Abend wieder dunkel wird.

      • Martin Frey sagt:

        Aber, aber ML, was fahren Sie heute wieder allen in die Parade, Sie Spassbremse! 😉

      • Sportpapi sagt:

        Männer, die mit 80 noch ein Kind bekommen, werden durchschnittlich älter als der Durchschnitt der Männer…

      • Muttis Liebling sagt:

        Richtig, daraus kann man die Hypothese ableiten, dass die Differenz zwischen den Erwartungswerten der Lebensdauer von Eltern und Nicht- Eltern in dem Masse zunimmt, als das mittlere Gebär-, resp. Zeugungsalter zunimmt.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Martin Frey, dieser Nicht- Zusammenhang zwischen individuellen und statistischen Risiken füllt in der Medizin inzwischen ganze Schulen und Bibliotheken. Da darf man keine Gelegenheit ausnutzen, die Paradoxa darzustellen.

        Die höchste statistische Lebenserwartung unter Frauen haben Nonnen. Kombiniert mit diesem Befund ergäbe sich, Nonnen mit 12 Kindern meistern locker die 100′ er Grenze.

        Ernsthafter allerdings ist, wir sahen das wohl vorgestern, ist die statistische Prädiktion, welche vom Merkmal Geschlecht ausgeht, unbesehen auf das Individuum übertragen wird. Genau auf diesem unlauteren Übergang Statistik- Individuum, resultieren die häufigsten Fehlbeurteilungen.

  • Hans Hintermeier sagt:

    So ist es. Schön geschrieben. Endlich wieder mal einen Art ikel, der die Elternschaft auch von einer positiven Seite beleuchtet. Besten Dank.

    Ich überlege mir, evtl. in Abständen von 4 Jahren immer wieder Kinder zu zeugen, dann werde ich vielleicht unsterblich! (natürlich nur in Kombination mit dem Federkohl-Smoothy)

  • Colisa sagt:

    Bester Blog Allerzeiten, wunderbar geschrieben, spricht mir aus dem Herzen.

    • Ulrich Gassner sagt:

      Dann haben sie auch Mühe mit der Unterscheidung zwischen Korrelation und Kausalität?

      • Habig Regula sagt:

        @Ulrich Gassner: Das ist doch völlig egal! 🙂 Mich hat der Text auch riesig gefreut, der endlich einmal Positives über das Leben mit Kindern zu vermelden hatte. Weiter oben hat jemand geschrieben, dass nicht alle zum Helden geboren sind, das ist so wahr: durch unsere Kinder mussten/durften wir so viel über uns selber und über das Leben lernen, das wir sonst nie erfahren hätten, und endlich und für einmal steht einmal das im Vordergrund eines Blog Textes. Die Jahre, die man angeblich länger lebt, sind mir auch egal: Hauptsache, sie sind ausgefüllt und gelebt, die Dauer spielt für mich nicht so eine Rolle

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