Mit Geld soll man spielen

Wieviele Wochen Taschengeld kostet ein Apfel? Ein Vater mit seiner Tocher beim Einkaufen. Foto: iStock

Wie viele Wochen Taschengeld wohl so ein Apfel kostet? Ein Vater mit seiner Tochter beim Einkaufen. Foto: iStock

«Mami, wie viele Wochen kostet das?», fragte die Tochter gestern beim Einkaufen und hielt mir eine PET-Flasche unter die Nase. «Fünf», sagte ich. Und sie empört: «Was?! Fünf Wochen für Wasser? Da trinke ich lieber gratis vom Brunnen.» Das Fläschchen kostete 2.40 Franken. Die Tochter müsste fünf Wochen ihr Sackgeld sparen, bis sie es kaufen könnte. Der grosse Bruder kriegt übrigens wöchentlich 2 Franken. Ich finde es erstaunlich, was die beiden durch dieses Taschengeld schon alles gelernt haben.

Sackgeld bekommen meine Kinder ab der ersten Klasse. Einerseits deshalb, weil sie lernen sollen, mit Geld umzugehen. Andererseits schenke ich ihnen damit ein Stück Freiheit. Das Leben eines Schulkindes ist ja ziemlich fremdbestimmt: Schule, Hausaufgaben, Ämtli – manchmal bleibt nur wenig Raum für eigene Entscheidungen. Sackgeld gibt ihnen ein wenig Freiheit und Selbstbestimmung. So ähnlich wie allein Bus fahren oder irgendwo im Quartier herumstreunern. Taschengeld gibt es jeden Sonntag, egal ob man brav war oder nicht. Kein Sackgeld gibt es höchstens, wenn ich grad kein Münz im Portemonnaie habe – aber niemals als Strafe. Und das Wichtigste: Mit dem Sackgeld können die Kinder tun, was sie wollen. Oder jedenfalls fast – aber dazu später.

Wer den Rappen nicht ehrt …

Nie vergesse ich das stolze Gesicht meines Sohnes, als ich ihm am Abend vor dem ersten Schultag ein Füffzgi in die Hand drückte. Er steckte die Münze in sein YB-Portemonnaie und sagte feierlich: «So.» Was würde er mit dem Geld tun? Nicht, dass man mit 50 Rappen wahnsinnig viel machen kann. Aber zwei, drei Gummitiere liegen schon drin. Ich bereitete mich in Gedanken darauf vor, einfach Dalai-Lama-mässig zu lächeln, während er sein Geld in saure Apfelbänder investieren würde. Schliesslich nahm ich mir vor, mich nicht einzumischen in die finanziellen Angelegenheiten meiner Kinder: Ich würde die Kaufentscheide weder beeinflussen noch kommentieren. Doch was geschah?

Nichts. Der Sohn, das zeigte sich ab Woche eins, war ein eiserner Sparer vom Typ Dagobert Duck. Jeden Sonntag nahm er die neue Münze entgegen, machte Kassensturz, zählte all sein Geld und räumte alles wieder ins Portemonnaie. Er kaufte: nichts. Nach den Herbstferien fragte ich ihn, ob er sich nicht mal etwas gönnen wolle von seinem Taschengeld. Er dürfe sich ja kaufen, was er wolle. Er schüttelte nur den Kopf, schwieg und sparte. Als ich ihn in der Adventszeit nach seinen Weihnachtswünschen fragte, kam dann der Knaller: Er wünsche sich ein Terrarium. Für die Boa constrictor, die er sich mit seinem Sackgeld kaufen werde.

Playmobil, Schleckzeug oder Tierschutz?

Ups! Wir mussten die Taschengeld-Regeln präzisieren: Man darf sich fast alles kaufen, was man will – ausser lebende Tiere und Waffen. Der Sohn machte kurz einen Lätsch und kaufte sich einige Wochen später spontan einen Riesentroll von Playmobil. Er ging zur Kasse, öffnete das YB-Portemonnaie und überreichte der Kassierin andächtig eine Zwanzigernote, die er sich auf der Bank gegen sein Münz eingetauschte hatte. Zack, war das monatelang zusammengesparte Geld samt Weihnachtsbatzen weg. Zu Hause packte er den Riesentroll aus, spielte fünf Minuten und kam dann mit hängenden Schultern in die Küche: «Ich glaube, ich habe einen Fehler gemacht. Der Riesentroll kann gar nichts!» Riesenenttäuschung. Mein Mutterherz fühlte sich an wie von einer Boa constrictor umschlungen. Aber: Er hat seine Lektion gelernt.

Ganz anders geht die Tochter mit Geld um: Sie brachte das erste Füffzgi direkt zum Schleckwarenladen, wo sie heute Stammkundin ist. Sie investiert ihr Geld grundsätzlich in Süssigkeiten, gern aber auch in Mitmenschen oder die Umwelt. Wird irgendwo für Kinder, Delfine oder Biber in Not gesammelt, öffnet sie nicht nur ihr Herz, sondern auch ihr Lilifee-Portemonnaie. Auch Strassenmusizierende werden grosszügig entlöhnt. Und warum? Sie erklärt: «Für mich ist das Sackgeld die Spitze der Pyramide, für diese Leute aber der untere Teil.» Mit Pyramide meint sie übrigens die Maslowsche Bedürfnishierarchie, die sie in der Schule durchgenommen hat.

Damit zeigt sie mir, dass sie das Sackgeld als das verstanden hat, was es ist: ein bedingungsloses Luxuseinkommen. Ein Stück Metall oder Papier, das in (fast) alles Mögliche verwandelt werden kann. Ein Spiel, das auf den Ernst des Lebens vorbereitet.

Wie halten Sie es mit dem Sackgeld? Und wie viel bekommen Ihre Kinder? Diskutieren Sie mit!

111 Kommentare zu «Mit Geld soll man spielen»

  • Seeländer sagt:

    Das Sackgeld ist immer 20.- Fr/Monat.
    Solange das Kind (einjährig) noch keine Barauszahlung braucht, geht alles aufs Konto, sobald es wie im Blog beschrieben den Umgang mit eigenem Bargeld erlernen soll, da erhält es vom 20er einen dem Alter angemessenen Teil Bar auf die Hand (und somit wird die Einzahlung aufs Konto kleiner)
    Sobald es den Unterschied von Ausgeben und Sparen einordnen kann, wird es auch darüber informiert, dass es eigentlich 20.- Fr. Sackgeld erhält, jedoch einen Teil davon als Rückstellung aufs Sparkonto fliesst. Sobald das Kind sparen und ausgeben in einem genügenden Masse begriffen hat, darf es selber entscheiden wieviel es ausbezahlt haben will, und wieviel davon aufs Sparkonto geht. Danach bekommt es alles und wählt sich seinen Sparteil selbstständig.

    • Karl von Bruck sagt:

      Bingo!

      • Vierauge sagt:

        interessanter Ansatz, den kannte ich noch nicht.
        Bei uns gab’s pro Schuljahr 1 sfr/Woche, zu den gleichen Bedingungen wie von Frau Meier beschrieben. Ab ca. 12 Jahren wollte die Jungs jeweils Monatsgeld haben und ihre Kleider selbst kaufen, da gab es dann (nach Check der bisherigen Haushaltsausgaben) 100 sfr/Monat.

  • Divi D. sagt:

    Da bei uns sowohl wir Eltern wie auch die Kinder regelmäßig vergessen haben, das Sackgeld auszuzahlen bzw. einzufordern, haben wir jeweils zum 12. Geburtstag ein Jugendkonto eröffnet, auf das sie selber Zugriff haben und überweisen das Sackgeld mittels Dauerauftrag. Die jüngere bekommt wöchentlich ihr Sackgeld überwiesen. Die Ältere seit einem Jahr einen größeren monatlichen Betrag, von dem sie alle ihre Auslagen ausser Schulbücher, Versicherungen, Arztkosten und Mitgliederbeiträge an Vereine selber bezahlt (Stichwort „Jugendlohn“). So hat sie viele Freiheiten, muss aber auch daran denken, dass warme Winterschuhe nicht für 20 Franken zu haben sind und dafür ein gewisser Betrag reserviert bleiben sollte. Funktioniert erstaunlich gut und Diskussionen über teure Markenjeans erübrigen sich.

  • Tamar von Siebenthal sagt:

    Im Sackgeld verteilen versage ich vollständig, da ich es fast immer vergesse und meine Buben auch nicht danach fragen. Dafür bezahle ich immer Kino, Zeitschriften, Süsses, Ausgaben im Jugendtreff usw

    • Karl von Bruck sagt:

      Uebrigens:

      Die weit mehr als 2000 Franken sind allein, was den „Pflege“eltern bar ausgeworfen werden. Das KESBerlitheater kann schon fuer ein „normales“ Kind Gesamtkosten von mehr als 5000 Franken pro Monat genrieren. Hat das Kind besondere Beduerfnisse, kann das dem Zahlvater und der Zahlgemeinde der Mutter Aufgepuckelte weit in die Funfstelligen pro Monat explodieren….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Und was werfen Sie mir jetzt vor Herr von Buck?

        Normalerweise muss der zahkende Elterteil zusättlich zu den Alimenten noch hälftig für besondere Ausgaben aufkommen. Bei mir wurde diese Klausel aufgrund Einkommensverhälnisse meines Ex gestrichen. Zusätzlich mit der Begründung, dass ich soziale Ergänzungsleistungen beziehe und für die besonderen Ausgaben das Sozialamt aukommt.

        Tja, ich war dann dumm genug, eines Tages aus eigener Kraft knapp über das soziale Existenzminimum zu kommen. Das war dann ein böses Erwachen. Ich war 1.5 Jahre unter dem Existenzminimum, weil im Stundenlohn auch das Fetiengeld angerechnet wurde. So durfte ich dann in „tollen“Monaten mit 12.- Überschuss Selbstbehalte von KK, Lagerkosten usw alleine berappen.

      • Karl von Bruck sagt:

        @ v.S.

        Entschuldigung. Diese Ergaenzung haette fuer Adam Krise weiter unten erscheinen sollen. Aber ich bin seit einem nur als Krankheit anerkannten und bealmosten Unfall nicht nur Legasteniker, sondern produziere auch andere Fehlleistungen.

        Wer fuer den Fall einer Scheidung Sausen und Brausen will, statt auch die Finanzierung mittragen will, sollte sich statt einem Selbstaendigen oder schlauen Unselbstaendigen, die ihr Einkommen scheinlegal kleinrechnen duerfen, einen Hoeheren Beamten anlachen. Ein Kollege, der sich waehrend der Ehe die Frau erwerbslos Luxusshopen liess und fuer seine beiden Toechter gar den Ponyhof absparte, musste nicht nur das bis unter sein Existenzminimum weiterfinanzieren. Der GP empfahl ihm gar, sich fuer diese Finanzierung Darlehen aufzunehmen…..

      • Karl von Bruck sagt:

        @ v.S.

        Entschuldigung, war fuer Adam Krise weiter unten bestimmt.

        Meine ausfuehrlich Antwort auf ihren ganzen Kommentar wurde (noch) nicht freigeschaltet….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Aah ok. Das mit Ihren gesundheitlichen Problemen tut mir sehr leid für Sie. Leider muss ich manchmal nachfragen, wie Sie es gemeint haben.

        Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend.

  • Adam Riese sagt:

    Berufstätige Eltern in der Schweiz kriegen ja pro Kind mindestens 200 Franken pro Monat plus ca. 20 Franken pro Monat aus der Bundessteuer-Rückvergütung. Ich bin dafür, dass dieses Geld, sollte es das Familienbudget zulassen, genau für solche Luxusgüter wie Spielsachen, Heftli, Süssigkeiten etc. ausgegeben wird. Denn das Geld ist in meinen Augen explizit für das Kind. Erhalte ich dank dem Kind also 220 Franken pro Monat vom Staat, so erachte ich es als unfair, ihm nur ein paar Fränkli zu geben und zu erwarten, dass die oben erwähnten Luxusgüter aus dem eigenen Sack bezahlt werden.

    Wie gesagt: Bei Familien, in welchem sowieso kein Geld für solchen Luxus vorhanden ist, erübrigt sich diese Diskussion. Wer sich aber selber immer mal wieder solche Dinge gönnt, sollte kulant sein.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Dieses Geld deckt nicht annähernd die Mehrauslagen was Versicherungen aller Arten, Miete und sonstige Lebenskosten betrifft.
      Auch nicht bei denjenigen die sich durchaus immer mal wieder „solche Dinge gönnen können“.

      • Adam Riese sagt:

        @Frau Steiner

        Das ist mir schon klar. Wenn wir die üblichen 200’000 Franken Kindskosten durch 20 Jahre teilen, kostet ein Kind pro Monat knapp 830 Franken. Laut KESB sogar zwischen 1200.- und 1400.-. Nur weiss man dies bereits im Voraus und macht nur dann ein Kind, wenn man diese Summe bezahlen kann. Die Kinderzulagen sind, wie es der Name sagt, Zulagen. Deshalb kommen diese meinem Kind zugute. Und niemandem sonst. Ausgaben des täglichen Bedarfs sind ja bereits durch die Eltern und ihr Budget gedeckt. Wer natürlich die Kinderzulagen ins persönliche Budget hineinnimmt, hat selbstredend kein Geld übrig, das er einfach so dem Kind geben kann.

      • Karl von Bruck sagt:

        Bingo!

        In Altersarmutshaushalten betragen die Renten meistens nur 1/3 bis 2/3 des Loehnlis, auf denen sie kalkuliert werden. Da koennen die (laut „C“VP-Humlere schon bei 400 Fraenkli zu hohen) Kinderrenten nicht fuer Luxus aus dem Fenster geworfen werden. Da koennen die Kinder schon Halleluja und Hosianna rufen, wenn fuer sie ein mickrigstes Sackgeld uebrig bleibt….

        Ueberigens, das KESBerlitheater laesst „Pflege“eltern – zwar nicht aus der eigenen Kasse, sondern auf dem Puckel der wirklichen Eltern und deren Gemeinden – pro „Pflege“kind nebst dem Erloes aus der Zwangsarbeit, bis zu weit ueber 2000 Franken Entschaedigung auswerfen….

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        @ Adam Riese

        Ideal wäre natürlich, wenn die Kinderzulagen auf das Sparkonto überwiesen würden. Leider musdte ich selber diese, wie auch die Alimente immer ins Budget mit einrechnen. Was ich aber nie, nie getan habe (und wenn das Geld auch noch so knapp war) ist, auch nur 5 Rappen vom Kindsvermögen anzutasten.

      • 13 sagt:

        @ Adam Riese
        Eigentlich werden gerade bei der KESB und bei einer Unterhaltsberechnung neu die Kinderzulagen als „Lohn des Kindes“ gerechnet und damit von seinem Bedarf abgezogen, weil davon ausgegangen wird, dass diese für den täglichen Bedarf gebraucht werden. Es sind „Zulagen“ zum Lohn, nicht „Zulagen zum Budget“. Wo es klappt mit dem auf die Seite legen, super. Wo nicht, werden sie eben gebraucht. Darüber zu urteilen, wer aber ein Kind bekommen soll und wer nicht, finde ich persönlich fehl am Platz. (und wenn schon, sollten eh andere als nur finanzielle Gründe im Vordergrund stehen.)

      • Adam Riese sagt:

        @13: Voilà! „Lohn des Kindes“ trifft es auf den Punkt. Mich nähme wunder, wer von sich behaupten kann, die vollen 1200-1400 Franken pro Monat tatsächlich für das Kind auszugeben. In vielen Fällen geht das Geld halt eher für ein zweites Auto, Freizeitfinanzierung der Eltern etc. drauf.

        Was das andere Thema betrifft: Solange eine Familie explizit keine staatliche Unterstützung in Anspruch nimmt, habe ich nichts dagegen einzuwenden, wenn z.B. zwei ausgesteuerte Eltern vier Kinder auf die Welt setzen. Ansonsten geht es m.M.n. die Gesellschaft sehr wohl etwas an.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Adam Riese

        die Kinderzulagen sind Zulagen an seine Lebenshaltkosten, nichts weiteres, und ganz sicher nicht zur SchnickSchnackfinanzierung gedacht!

        Den Eltern, welche dieses Geld zur Deckung des notwendigen Bedarfs einsetzen ein schlechtes Gewissen einreden wollen, ist ziemlich daneben.

      • Karl von Bruck sagt:

        @Adam Krise

        Wenn die Grossgrundbesitzer schon mit nur einer Stange Bier pro Tag besoldetes Kanaonenfutter zur Verteigigung ihrer horrenden Bodenzinsen wollen, sollen gefaelligts sie mit genug Steuern fuer Kinderrenten an Alte und Kinderzulagen fuer Junge aufkommen, die mindestens den KESBerli-Barbedarf von ueber 2000 Franken pro Monat decken….

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        nun, je nach Wohnlage macht das zweite Auto auch für das Kind sehr viel Sinn, weil es nämlich damit an Veranstaltungen, Kurse, Arzttermine transportiert werden kann…

        PS wir haben nicht mal e i n Auto, das macht mir aber nicht unmöglich mir vorstellen zu können, dass es für andere ziemlich elementar sein könnte…

      • tststs sagt:

        @werter Herr von Bruck, wenn Sie nicht ständig versuchen würde, durch eine orginelle Sprache zu glänzen, dann würden Ihnen auch nicht solche Fehler unterlaufen wie:
        „das KESBerlitheater laesst „Pflege“eltern […] bis zu weit ueber 2000 Franken Entschaedigung auswerfen….“
        Auf gut Deutsch: Die KESB bringt die Pflegeeltern dazu, weit über 2000CHF zu bezahlen/auszuwerfen!
        Oje-mine… da weiss ich wieder, weshalb ich das Pseudonym tststs gewählt habe 😉

        Und gelle, habe volles Verständnis für sprachliche Kreativität und Geltungsdrang (nicht zuletzt da ich auch hin und wieder in dieses Fahrwasser gerate), aber dann sollte die Aussage schon auch Stimmen… 😉

      • tststs sagt:

        @Adam Riese: Ein Fehler, der bei der Berechnung oft gemacht wird: man rechnet nur die „direkten Kosten“ für das Baby (Kleidung, Nahrung, Versicherung). Berechnet man die „versteckten“ Kosten mit (Anteile an Miete, Autobenutzung, Steuern etc.) sieht es dann eben schon anders aus.

        Aber selbstverständlich hängen diese versteckten Kosten stark mit den Ansprüchen der Eltern zusammen!

      • Karl von Bruck sagt:

        @ts

        Zitieren ja gerne, Unterschieben nein danke.

        Von den weit ueber 2000 Franken, die auf Befehl des KESBerlitheaters kassiert werden, wird ein viel kleinerer Teil fuer das „Pflege“kind ausgegeben als fuer ein eigenes. Und von der Zwangsarbeit des Kindes wird zusaetzlich profitiert. Ab 13 Jahren darf das „Pflege“kind an Schultagen gar drei Stunden und an Feier- und Ferientagen gar Vollzeit auch zu gewinnsuechtiger Arbeit und nicht nur Innerem Dienst gezwungen werden….

      • Adam Riese sagt:

        @Frau Steiner: Wer die Kindskosten dem Überleben zuliebe reduzieren und auf Sparflamme halten muss, wird bestimmt kein schlechtes Gewissen deswegen haben. Warum auch? Es ist schlicht zu wenig Geld da, um sich mehr als den Notbedarf zu leisten.
        Wer sich aber bewusst Schnick-Schnack leistet, während das Kind auf Sparflamme gehalten wird, der darf ruhig ein schlechtes Gewissen haben. Ich kenne Eltern, die gönnen ihren Kindern nur das wirklich Lebensnotwendige. Sich selber aber jeden Luxus-Furz. Sie sind der Meinung, das Kind könne später dann noch immer genug Luxus haben. Mit EIGENEM Geld.
        Da kommt mir grad eine Idee: Ich könnte ja das Geld für den Geigenunterricht meines Sohnes einsparen und mir stattdessen eine Harley leasen. Musik kann er auch später noch machen… *Ironie off*

      • 13 sagt:

        @ Adam Riese
        Ob ich von den 200.- das Leasing für den Zweitwagen bezahle und dafür von meinem Lohn 200.- nehme und damit die Krankenkasse des Kindes finanziere und ihm etwas zu Essen kaufe, spielt gar keine Rolle, solange das Kind nicht zu kurz kommt. Und das Kind hat grundsätzlich ein Anrecht am Standard der Eltern teilzuhaben, was das mit Kinderzulagen zu tun hat, verstehe ich gerade nicht. Und wie tststs richtig sagt, sind viele Ausgabe indirekt auch für die Kinder. Durch meinen Zweitwagen bin ich täglich 1.5 Stunden mehr zu Hause, das macht immerhin 7.5 Stunden pro Woche aus. Für die Kinder, ohne wäre mir das egal und ich würde Zug fahren. D.h. selbst wenn sie nie einen Fuss in das Auto setzen, profitieren sie davon.

      • 13 sagt:

        Und zuletzt: Selbst wenn wir die Kinder mitfinanzieren, haben wir kein Anrecht, darüber zu bestimmen oder zu urteilen, wer sie bekommen soll und wer nicht. Das ist ein höchstpersönliches Recht und ist unantastbar.

      • Adam Riese sagt:

        @13: Bitte lesen Sie meinem Kommentar. Da sie dies nicht richtig gemacht haben, hier nochmals: Eltern leisten sich Luxus auf Kosten der Kinder. Z.B. leisten sie leisten sich ein Drittwagen oder ein Motorrad.

        Wenn Sie mit.dem Zweitauto Ihre Kinder chauffieren, hat dies nichts mit Luxus zuntun, sondern mit Notwendigkeit. Wenn Sie sich aber einen zweiplätzigen Porsche leasen, mit dem Sie in Ihrer Freizeit alleine herumcruisen, während Sie Ihren Kindern erzählen, dass kein Geld für Ferienlager, Verein, Heftli, Musikumterricht etc. vorhanden ist, dann empfinde ich dies als stossend.

        Es ist schön, dass Sie so sozial eingestellt sind und Jeden und Jede finanziell unterstützen. Auch wenn deren Handeln verantwortungslos ist. Ich denke diesbezüglich halt etwas anders.

      • tststs sagt:

        Oje, Herr von Bruck, zuerst genau lesen, dann als Geunterstellter fühlen.

        Ich mockiere mich keineswegs über die Summe oder über Ihre – Achtung, dies ist nun tatsächlich eine Unterstellung – Wahrnehmung von Pflegeeltern und deren Beweggründe (und der KESB).

        Ich weise Sie auf den Fallfehler hin, den Sie gemacht haben.
        Somit schreiben Sie nämlich, dass die Pflegeeltern der KESB 2000.- abliefern müssen… und das wollen Sie wohl kaum damit ausdrücken, oder? 😉

      • tststs sagt:

        @13&A.R. Ich weiss nicht genau worum sich Ihre Diskussion dreht…aber kein Grund mich nicht einzumischen… 🙂
        Also ich habe noch nie von jemandem gehört/gelesen, der Dank Kindern mehr Geld Ende Monat im Portemonnaie hat als ohne die Kinder!

        (Das heisst nicht, dass es nicht vorkommt, dass die Bedürfnisse der Kinder hinter derjenigen der Eltern anstehen müssen… aber reicher (!) wird man mit Kids sicher nicht)

      • Adam Riese sagt:

        „aber reicher (!) wird man mit Kids sicher nicht)“

        Zumindest nicht in der westlichen Welt. An anderen Flecken dieser Erde bedeutet jedes zusätzliche Kind einen erhöhten Lebensstandard, da man damit mehr verdient als dafür ausgegeben werden muss. Von Vermietung bis Verkauf alles möglich.

        Bei uns sind diese Zeiten zum Glück seit ein paar Jahrzehnten vorbei.

      • 13 sagt:

        @ A.R.
        Und hier der Beweis, dass ich Ihren Beitrag gelesen und sogar verstanden habe:
        „Und das Kind hat grundsätzlich ein Anrecht am Standard der Eltern teilzuhaben, was das mit Kinderzulagen zu tun hat, verstehe ich gerade nicht.“ 😉 Ich bin durchaus der Meinung, dass es nicht geht, die Kinder finanziell knapp zu halten und selber in Luxus zu schwelgen (Susi, wo bist Du? Hatten wir diese Diskussion nicht mal?), wobei bei sehr guten Einkommen auch eine erzieherische Komponente zu berücksichtigen wäre. Nur der Zusammenhang mit den Kinderzulagen ist unklar.

      • Karl von Bruck sagt:

        @ts

        Ihre Unterstellungen werden immer abstruser. Ich habe aufgrund der leider nur spaerlichen Berichte darueber behauptet, dass das KESBerlitheater von den Zahlvaetern und den Gemeinden der Nichtzahlmuetter bis weit ueber 2000 Franken pro „Pflege“kind und Monat auswerfen laesst, derweil die „C“VP-Humblere propagiert, dass 400 Fraenkli AHV-Kindesrente zuviel seien….

      • Karl von Bruck sagt:

        @13

        Kinderzulagen waren seit ihrer Schaffung eigentlich dazu bestimmt, dem Lohnsklaven die Unterhaltslast oder Zahlung der Alimente zu erleichtern, und nicht dazu, sie gar zusaetzlich abzuliefern. Selbstverstaendlich waren sie bei der Berechnung der Alimente wie alle anderen Einnahmen mitzuberuecksichtigen, aber nur zum entsprechenden Teil (je nach Kinderzahl 17, 27 oder 35 Prozent) und nicht 100 Prozent abzuzocken….

      • Adam Riese sagt:

        @13: Ich bringe deshalb die Kinderzulagen in den Zusammenhang, weil ich persönlich unser Familienbudget unabhängig von diesen Zulagen mache. Ende Monat bleiben somit die Kinderzulagen als „Betrag zur freien Verfügung“ übrig. Nun könnte ich mir oder meiner Frau oder uns beiden mit diesem Geld etwas Schönes gönnen. Das tue ich aber nicht, weil ich finde, dieses Geld sollte meinen Kindern zufliessen. Also erhalten sie den Monat durch immer mal wieder schöne Sachen, die sonst mit dem Taschengeld oder durch Geburtstags-/Weihnachtswünsche erworben würden. Selbstverständlich könnte ich diese Kinderzulagen auch einfach als Anteil an die Wohn- oder Verpflegubgskosten nehmen. Aber dann würde einfach ein anderer Budgetposten zu unseren Gunsten etwas aufgebläht. Das möchte ich eben nicht.

      • 13 sagt:

        @ KvB
        Was irgendwann war, ist hier kaum das Thema. Bisher (sicher seit Schaffung des FamZG) wurden die Kinderzulagen stets zusätzlich zu den Alimenten entrichtet, vollständig, nicht prozentual, zumal ohnehin unlogisch wäre, weshalb bei drei Kindern ein kleinerer Anteil geschuldet wäre, wo sie doch immer gleich hoch sind. Es entspricht eben nicht dem Lohn, der gleich bleibt, aber nun auf mehr Köpfe zu verteilen ist. Da jedoch die von Ihnen angesprochene ohnehin Prozentregelung überholt ist, spielt es eh keine Rolle mehr, denn es geht grundsätzlich um die Frage, was das Kind braucht und damit auch unter Abzug dessen, was es bereits hat, also den Kinderzulagen.

      • 13 sagt:

        @ Adam Riese
        Persönlich können Sie das handhaben, wie Sie wollen, aber Ihre Argumentation geht nicht ganz auf, denn dadurch werden eher gewisse Budgetposten zugunsten der Kinder geschmälert, indem sie nämlich davon profitieren, aber sich trotz Leistungsfähigkeit nicht an den Kosten beteiligen. Solange Sie auch ein derartig grosszügiges Budget für Ihren eigenen Luxus haben, ist das völlig ok. Meine Erfahrung ist eher, dass das nicht gerade auf sehr viele Familien zutrifft.

      • Karl von Bruck sagt:

        @13

        Ein privatisierender Couponschneider mit einem Kapitaleinkommen zahlte bei einem Dividendeneinkommen von 5000 Franken 17 Prozent fuer ein Kind, also 850 Franken. Ein Lohnsklave mit einem Loehnli von 4000 Franken und einer Kinderzulage von 1000 Franken, also total auch 5000 Franken aber (680+1000 Franken=) 1680 Franken oder 34 Prozent, also das Doppelte! Wo bleibt da die Logik.
        Die volle statt nur prozentuale Ablieferung der Kinderzulage mit Diskriminierung des Lohnabhaengigen war eine gesetzwidrige Erfindung der Juxtiz, bevor es von den Schwatzbudenidioten unreflektiert ins Unrechtsgesetz uebernommen wurde….

      • 13 sagt:

        @ KvB
        Eben falsch: Die Kinderzulagen sind erstens nicht 1’000 und zweitens eben nicht Lohnbestandteil. D.h. im ersten Fall ist der Lohn CHF 5’000, in zweiten nur 4’000, von dem dann 17% bezahlt wurden. Durch die Kinderzulagen wird das Kind zusätzlich bereichert, ist aber auch sein Recht. Nach der neuen Rechnung, ändert sich dann genau das. Wenn das Kind CHF 1’200 braucht, würde ihr erster Vater CHF 1’200, weil keine Kinderzulagen fliessen, es sei denn sie werden von der Mutter bezogen, der zweite würde CHF 200 bezahlen, weil das Kind CHF 1000 schon hat.

      • Karl von Bruck sagt:

        @13

        Ihre Verwedelung der krassen Diskriminierung des Lohnsklaven gegenueber Kasten, welche keine Kinderzulagen benoetigen, um diese blechen zu koenne, kein Jota besser. Ich kann dann die Argumentation auch umdrehen: Kinderzulagen sind der Lohn fuer das Kind (wie bereits die Alterskinderrenten von Maximalbezuegern von AHV und PK). Und als Lohn- und Rentenabhaengiger muss ich keine zusaetzlichen Alimente bezahlen. Einzig wirklich Recht und Gerechtigkeit bleibt, wenn die Kinderzulage zwar dem Einkommen zugeschlagen wird, auf dem die – meistens viel horrenderen – Alimente berechnet werden, aber die totale Enteignung ist abstrus. Recht und Juxtizpraxis wird im Neofeudalismus nicht nur enteignendes, sondern auch kernfamiliensprengendes Apartheidunrecht….

      • Karl von Bruck sagt:

        @13

        Um die Unsitte der Diskriminierung der Lohnabhaengigen in einer Zeit, wo die Kinderzulagen immer weniger dem die Kindeslast zahlenden, sondern der Alimentenempfaengerin ausgeworfen werden auszugleichen, koennte man die gleiche Regelung einfuehren wie bei den armen Altersrentnern (Rente nur 1/3 bis 2/3 des frueheren Lohnes):

        Die auf dem gesamten Einkommen (samt Kinderzulagen oder Kinderrente) berechnete Enteignung wird von Gesetzes wegen um den Betrag der Kinderzulage oder Kinderrente) ermaessigt. Dann koennen weiterhin die Muetter abrahmen, wenn sie an der Zulagenquelle sitzen, aber der Zahlvater muesste nicht weiter doppelt blechen….

      • 13 sagt:

        Auch wenn ich nur rund 50% desjenigen verstehe, was Sie schreiben, bleibt die Definition von Lohn als „Entgelt für die erbrachte Arbeit.“ Mein Lohn beträgt X’000.-, dazu bekomme ich 600.- Zulagen für drei Kinder, hätte ich kein Kind, aber würde exakt die gleiche Arbeit verrichten, würde ich einfach X’000 erhalten. Hätte ich nur ein Kind, hätte ich X’200, bei vier X’800, da meine Arbeit die gleiche bleibt, habe ich aber gleichviel Lohn. Kinderzulagen hingegen sind das eben nicht, diese erhält man fürs Kind. Und warum der Vater nun das Recht haben sollte, 83% dieser für sich zu behalten, ist immer noch unklar (und wird es wohl bleiben).

      • Karl von Bruck sagt:

        @13 – Wenn „nur“ die Kinderzulagen umverteilt wuerden, waere ich der erste, der Halleluja bruellt. Es findet jedoch eine immer unverschaemtere Auspluenderung der Fleissigen statt. Alis fuer zwei Kinder von 15 Prozent, rauf auf 17, dann plus Klau der Kinderzulagen. Und das Ganze nur fuer Auslaender mit Quaelensteuern nach Steuer. Beim Schweizer vor den horrenden Steuern auf dem Resteinkommen, also ein viel groesserer Prozentsatz auf diesem. Als wir noch jung waren, kosteten wir ein Turnhoeschen und ein T-Shirt im Sommer (ohne Schuhe) und ein paar Bissen des ohnehin gekochten Kohls. Heute wird den genetischen Eltern von KESBerlitheater schon fuer ein Kind der ganze Lohn abgestohlen. Teile und Herrsche: Man hetze die Muetter gegen die Vaeter auf, dann kann man in aller Ruhe beide ruinie

      • Karl von Bruck sagt:

        Korrigendum: 2 Kinder 27 statt 25 Prozent; drei Kinder 36 statt 33, usw. pp bis zum Existenzminimun, fuer Lohndoemper nach Steuern, fuer Schweizer vor Steuern….

    • Christoph Bögli sagt:

      Mal abgesehen, dass das eine völlige Milchmädchenrechnung ist, die die sonstigen, notwendigen (und nicht unbedingt notwendigen) Mehrauslagen für Kinder ignoriert: die meisten heutigen Kinder versinken ja sowieso schon in Spielsachen, elektronischen Geräten, Sportequipment, überteuerten Markenklamotten, etc., an Luxus dürfte es also den wenigsten mangeln. Das Sackgeld ist darum eher noch ein zusätzlicher, selbstbestimmter Luxus oben drauf.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Welche 1200.- bis 1400.- Franken den bitte Adam Riese?

      • Adam Riese sagt:

        @TvS: Ich muss für mein Kind 1400 Franken Alimente bezahlen. Bei 50% Betreuu g und Obhut. Weil es scheinbar pro Monat so viel kostet. Daher habe ich diese Zahl als Referenzwert genommen. Wenn das Kind gar nicht so viel kosten würde, würde meine Ex mit ihm einen Gewinn machen. Dies kann ich mir aber nur schwer vorstellen. Welchen Wert erachten Sie als realistischer?

      • 13 sagt:

        @ Adam Riese
        CHF 1’400 als Barunterhalt (ohne Betreuung) ist tatsächlich relativ viel. Es geht dabei im Normalfall nicht nur darum, dass ein Kind tatsächlich soviel braucht, sondern dass es eben, wie oben geschrieben, einen Anteil am guten Lebensstandard der Eltern hat. D.h. wenn Sie gut verdienen, hat das Kind auch einen Anrecht auf mehr, als es wirklich braucht.

      • Adam Riese sagt:

        @13: Dies würde ja genau meine These stützen, wonach das Kind eben deutlich mehr haben sollte als nur die paar Fränkli Taschengeld, wenn es doch den Eltern finanziell gut geht.

        Sehr oft werden aber die Kinder mit Scheinargumenten („Nein, dieses Heftli kaufe ich dir nicht. Wir haben kein Geld. Du musst dies aus dem eigenen Taschengeld kaufen.“) abgespiesen. Und genau gegen solche Handlungen wehre ich mich. Es darf eigentlich nicht sein, dass ich für mein Kind 1400 Franken an die Mutter überweise, diese für das Kind aber effektiv nur 900 ausgibt und sich mit dem Rest ihren „Luxus“ finanziert. In meinem Fall bin ich mir sicher, dass dieses Geld zu 100% an das Kind und die Ausgaben, die in seinem Zusammenhang stehen, geht. Sonst hätte ich meine liebe Mühe.

    • Coco sagt:

      Die 200.- gehen so oder so für das Kind drauf, alleine die Krankenkasse kostet schon mehr als 100.- pro Kind. Der absolut größte Kostenanteil ist aber die Lohneinbuße, weil meistens ein Elternteil oder beide weniger oder gar nicht arbeitet. Und falls beide Eltern 100% erwerbstätig sind, dann kostet die Betreuung entsprechend viel. Also 200.- sind ein Tropfen auf den heißen Stein.

      • Tamar von Siebenthal sagt:

        Adam Riese
        Ich erhaltefür meine beiden zusammen 1600.- und habe immer 100% selber betreut. Die Kinder sind jährlich 4-5 Mal bei ihrem Erzeuger

  • Jane Bissig sagt:

    Eine Frage an ältere Eltern: Wie handhabt Ihr denn Euer eigenes Münz? Ich habs in den Hosentaschen, auf dem Schreibtisch, in der Küchenschublade… Bin nicht eine, die „den Rappen ehrt“.

    Sollte ich da anfangen Ordnung zu halten, wenn ich vom Kind erwarte, dass es auf seinen Zweifränkler achtgibt? (Es ist noch zu klein für Sackgeld). Oder ein Familienkässeli, in das Herumliegendes gesteckt wird?

    Sowieso der mit dem Vorbild: Kann man von einem Erstklässler erwarten, dass er mit zwei Franken die Woche auskommt, wenn man selber gerne mal eine Zwanzigernote am Kiosk liegen lässt für Süsses, Kaugummi und Heftli? Müssen Eure Kinder solcherlei immer selber kaufen (Das wäre dann ein Heftli alle zwei Wochen oder so..) oder gibts das auch manchmal einfach so? Auch Spielzeug oder Büechli…

    • Brunhild Steiner sagt:

      Ich bin in der Nähe eines Kioskes aufgewachsen und das dortige Sackgeldversenken Routine…, unsre Wohnlage hat weit&breit keinen Kiosk und erst in höheren Schulstufen sind sie „natürlicherweise“ dran vorbeigekommen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Süssigkeiten gibts immer als Dessert/z’vieri, das Bedürfnis sich da selber einzudecken ist fast nicht vorhanden. Oder immer an irgendwelchem Zeug rumzulutschen, Kaugummi etc- wir sind sozusagen gummifreie Zone 😉
        Im Gegensatz dazu hab ich als Teenie ganze Kaugummipäckli im Mund versenkt, rückblickend werte ich das als leichtes Suchtverhalten, heute schauderts mich davor 😉
        Münz lassen wir nicht rumliegen, ist wohl Typfrage, wenn sein 2.- weg ist, ist er eben weg ohne Möglichkeit für Nachschubbesorgung…, dafür ist er ja auch noch nicht für Nachschubmöglichkeit zuständig…

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/
        Als Heftli oder die DD Taschenbücher aktuell wurden habe ich die meist bei meinen (ja, gehöre auch zu denen…) Ausflügen über die Grenze organisiert, manchmal als „einfach so“ Geschenk, manchmal in ihrem Auftrag und Taschengeld.

        Spielzeug/Bilderbücher war/ist in Hülle&Fülle vorhanden, oder Besuch brachte Autöli/Pixies etc mit, oder es ist auf den Wunschartikel hin gespart worden, manchmal auch mit aufstocken unsererseits (ehm, und Erwerb des öfteren ebenfalls über der Grenze).

      • Brunhild Steiner sagt:

        Teil 3 wartet…

    • Flo sagt:

      für mich bedeutet Münz nur alles was unter 1. Franken ist.

    • 13 sagt:

      @ Jane BIssig
      Geld herumliegen lassen tun wir nicht, wir haben da (aber nur da!) die „der Finder behält es“-Regel. Lassen wir also mal Münz herumliegen und die Kinder finden es, wandert es in ihr Portemonnaie. Gilt aber auch umgekehrt, wobei das noch nie vorgekommen wäre. Die Ausnahme ist das Auto, da liegt immer etwas Münz herum, um das Parking zu bezahlen. Ich habe meines ganz klassisch im Portemonnaie und gebe es aus, mein Mann hat ein Glas, welches er füllt und dann alle paar Monate rollt und zur Post bringt.
      Und nein, alles müssen sie nicht selber bezahlen. Es gibt einfach spontan zwischendurch mal Tage, wo wir einkaufen gehen und sich jeder etwas kleines (Heftli etc.) aussuchen darf. Wenn sie etwas wollen und wir nein sagen, haben sie das Taschengeld.

    • Jane Bissig sagt:

      Danke für die Antworten. Ich gehe z.B. oft ins Brocki, und wenn ich mir was kaufe, kaufe ich dem Kind meist auch was. Auch wenn es nicht dabei ist. Und fände es seltsam, damit aufzuhören wenn es dann Sackgeld bekommt, nur damit es sparen lernt. Aber ja, es wird sicher auch Dinge geben, die ich ihm nicht kaufen will und für die es dann sparen kann, wenn es möchte.

  • Brunhild Steiner sagt:

    „Für mich ist das Sackgeld die Spitze der Pyramide,
    für diese Leute aber der untere Teil.“

    Das berührt mich sehr,
    eine kostbare Tiefe dies nicht nur zu erkennen,
    sondern danach zu handeln!
    Es ist etwas sehr Schönes von so grosszügigen Familienmitgliedern umgeben zu sein 🙂

    Unser Sparer, nun im Lehrlingslohnalter, verbindet das Sparen mit späterem Weggeben; manchmal sind wir auch eingeschritten wenn er sein grossmütiges Herz hintereinander an die Vorräte gehen liess. 😉

    • Karl von Bruck sagt:

      Die Kinder handeln nur, wie sie von der Vierten Gewalt hirngewaschen werden. Fuer Weisen in Timbuktu. Aber fuer Kinder, Alte und andere Arme des eigenen Volkes werden keine Rappen gezaehlt….

      • Brunhild Steiner sagt:

        ??? ich würd Sie ja gerne verstehen…,
        für Ihre Erhellung, wir haben 3 Kinder und nur eines ist anscheinend von der Vierten Gewalt erfolgreich hirngewaschen worden, was haben wir bei den anderen falsch gemacht?
        Und woher nehmen Sie die Sicherheit zu wissen dass da keine Franken Angehörigen „des eigenen Volkes“ gezahlt werden würden?

      • Karl von Bruck sagt:

        @Steiner – Auch von den Erwachsenen fallen laengst nicht alle auf die Hirnwaesche der Vierten Gewalt herein. Und listen Sie doch mal auf, wieviel der Anfaellige ohne entsprechende Kampagnen der Vierten Gewalt an die Armen des eigenen Volkes gespendet hat….

    • Jane Bissig sagt:

      Dito. Bin beeindruckt. Sehr cool!

  • Annelies Meyer sagt:

    Würde lieber wissen, wie viel Sackgeld pro Woche andere Eltern so angemessen finden? -.50 in der Woche wie der Erstklässler im Text finde ich persönlich grad schon etwas knausrig. Das war ja zu meinen Zeiten schon wenig (und ich bin (oder fühle mich zumindest) uralt. Meiner (ebenfalls in der 1. Klasse) bekommt 2 Franken die Woche. Dachte jetzt eher nicht, das wäre speziell viel. Lasse mich aber gerne aber eines besseren belehren…

    • Karl von Bruck sagt:

      1 Franken pro Woche mit 7, 1 Franken mehr jedes Schuljahr. Mit 16 wenn moeglich 100 pro Monat. Alte bekommen im reichen Kanton Zuerich nur 500 Fraenkli nicht nur fuer Luxus, sondern gar auch fuer Haarschnitt. In anderen Kantonen gar auch noch weniger als 300 pro Monat….

    • Nadia Meier sagt:

      Die Budgetberatung Schweiz empfiehlt für Sechsjährige/Erstklässler einen Franken pro Woche, für Drittklässler drei Franken. Von daher sind wir eher knausrig, ja.

      • Annelies Meyer sagt:

        Diese Empfehlungen haben sich aber seit den letzten 30 Jahren irgendwie nie geändert (schon zu meiner Zeit war 1 Franken pro Klasse üblich). Werden diese Dinge nie der Inflation angepasst? 🙂

      • Karl von Bruck sagt:

        Fuer mich ist Schulpflicht vor dem Kalenderjahr mit dem 7. Geburtstag Kindesfolter. Selbstverstaendlich sollte bei frueherer Schulpflicht auch das Tascheneld und dessen Erhoehung entsprechend verfrueht werden….

    • mila sagt:

      Ob 50 Rappen oder 1 Franken als ‚Startkapital‘ gegeben wird, halte ich für eine elterliche Ermessensfrage. Ich würde da auch nicht mit Begriffen wie ‚knausrig‘ etc. operieren. Folgende Begebenheit ist mir aber ans Herz gegangen: kommt ein ca. dreijähriges Mädchen mit der Mutter in den Laden. Sie hat draussen einen 10 Räppler gefunden. Die Mutter weiss schon, dass es so gut wie sicher nichts für diesen Betrag zu kaufen gibt. Sie hätte auch zum Kiosk nebenan gehen können, aber nein, offenbar geht es ihr ums Prinzip. Das Mädchen fragt artig, die Verkäuferin verneint mitfühlend. Das Mädchen steht nur da, mir traurigen Augen, während nun die Mutter erklären kann, dass man die 10 Rappen zuhause ins Kässeli tun werde. Was hat das Kind daraus ‚gelernt‘? /

      • mila sagt:

        Es hat ja noch kein eigenes Portemonnaie, so dass es wählen könnte, ob es etwas drauflegen oder den Zehner sparen möchte. Es hat in dieser Situation schlicht keine Wahl. Ich persönlich denke, dass es im ganz normalen Alltag genug andere Situationen gibt, in denen ein Kind Frustrationstoleranz lernen kann und muss. Das hier angewandte Erziehungskonzept schien mir (altersbemessen) hartherzig und auch nicht nachhaltig. Zu ’sparen‘, ‚Wert‘ bemessen, hat dieses Kind damit nicht gelernt. Es hätte aber die (verständliche) Lektion lernen können, dass es im Leben unverhoffte Überraschungen gibt, und so etwas wie Grosszügigkeit (wenn die Mutter zB für die Achtsamkeit des Kindes 10 oder 20 Rappen draufgelegt hätte. Aber ihr ging es ausschliesslich um ihre formidable Rolle /

      • mila sagt:

        als ‚gute‘ Erzieherin, sonst hätte es diese showartige Inszenierung vor aller Augen kaum gebraucht.)

      • mila sagt:

        Bevor ich nun Kritik für meine Wertung der Situation beziehe (und ich halte mich sonst mit Bewertungen elterlichen Verhaltens sehr zurück): es geht mir ums Alter und entsprechende Lernfähigkeit des Kindes. Und die nicht vorhandene Wahlmöglichkeit (die Rübe vor der Nase quasi). Also den in meinen Augen äussert fragwürdigen Zweck des Ganzen. Muss man wirklich eine Dreijährige so ‚abhärten‘? Ich würde ganz klar meinen: nein.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        naja, es hat gelernt dass man in diesem Laden nichts für 10Rp erwerben kann; vielleicht hat die Mutter dies dem Mädchen im Vorfeld auch schon gesagt, das wurde aber nicht abgenommen und es wollte dies selbst bestätigt bekommen?

    • 13 sagt:

      Und genau dieser Umstand, dass die Empfehlungen weiterhin 1.-/Woche und Schuljahr sind, aber die Kaufkraft dieses einen Franken erheblich gesunken ist, hat uns unter anderem dazu bewegt, dass wir eine Mischrechnung machen: Wir zahlen als „bedingungsloses Taschengeld“ 1.-/Woche und Schuljahr, aber geben dann den Kindern die Gelegenheit daneben etwas dazu zu verdienen, wenn sie einen etwas grösseren Wunsch haben. So bekommt meine 2-Klässlerin 2.-/Woche (ab dem 2. Semester 2.50) und kann so ca. alle 2 Wochen etwas machen, um weitere 2.- zu verdienen. Das Kindergartenkind bekommt noch kein fixes Taschengeld, darf sich aber zwischendurch für ein bestimmtes Budget im Laden etwas aussuchen.

      • Jane Bissig sagt:

        Womit verdienen die Kinder etwas dazu? Mit Hausarbeit? Und in den zwei Wochen zwischen den Jöbbli machen sie nichts?

        (Bin fest für Mitarbeit und fest gegen Entlöhnung derselben…)

      • Annelies Meyer sagt:

        13: Ich halte es ähnlich wie Sie (bedingungsloses Sackgeld plus gelegentlich extra Zuverdienst.

        Jane Bissig: Also meine müssen mithelfen im Haushalt (das hat mit dem Sackgeld aber nix zu tun). Den extra Zuverdienst gibt es für spezielle Aufgaben. Z.B. wenn der älteste mein (und nicht nur sein) Velo putzt oder extra früher aufsteht um den Schnee zu schippen.

      • 13 sagt:

        @ Jane Bissig
        Ähnlich wie es Annelies Meyer gesagt hat: Wir haben keine fixen Ämtli, aber die Kinder müssen die „normalen“ Dinge mithelfen (Tisch decken und abräumen, Garderobe aufräumen, ihr Chaos beseitigen, ein Lavabo putzen, Staub wischen, Katzen füttern, etwas kleines einkaufen etc.). Dafür gibt es auch logischerweise kein Geld. Dazuverdienen können sie mit grösseren, aufwendigeren Arbeiten, die sie dann auf Kosten ihrer Freizeit erledigen. Bsp. das Bad putzen, eine Stunde Babysitten, helfen beim Entrümpeln und aufräumen der Kleiderschränke, Wäschedienst etc.
        Ja, es gibt Argumente dafür und dagegen, wir haben diese auch abgewogen und für uns stimmt es so. Und die Kinder fühlen sich dabei besonders erwachsen. 😉

      • Jane Bissig sagt:

        @ 13 und Annelies: In dem Rahmen, wie Sie es beschreiben klingt es nicht so schlimm. Z.B. Velo Putzen… Ich weiss ja auch noch nicht, wie ich das mit der Mitarbeit im Detail handhaben werde. Bezahlen möchte ich aber trotzdem vermeiden.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Jane Bissig

        wenn Ihnen das barzahlen so zuwider läuft könnten Sie ja mit einer Art Ausflug/Kino/spezieller Eintritt-System arbeiten, oder es überhaupt lassen und einfach grundsätzlich „grosszügig“ sein.
        Das Tolle am Elternsein finde ich ua, dass wir unser eigenes Familiensystem „neu erfinden“ dürfen, ausprobieren, uns inspirieren/von anderen draufbringen lassen, und auch mal ganz eigene Wege gehen können!

        Immer mit einer kleinen Evaluation im Hintergrund und bei Bedarf Anpassungen, aber im Grundsatz ganz frei neue Wege zu gehen 🙂

      • 13 sagt:

        @ B.S.
        Sehr schön geschrieben.

        @ J.B.
        Wie gesagt, ich verstehe die Argumente, die dagegen sprechen durchaus. Für mich war ein gangbarer Zwischenweg, weil ich finde, dass die Empfehlungen eigentlich recht knapp sind, aber andererseits sehe, dass sich die Meisten im Umfeld daran halten und ich fände es nicht ganz richtig, meinem Kind viel mehr zu bezahlen, als seine Gspännli haben. Das mag feige sein, aber entspricht in dem Punkt meinem Empfinden. Und ich finde eigentlich das Erlernen, dass man für Geld auch mal etwas tun sollte, als wertvoll. Mit 8 Jahren ist sie aber eher zu klein, um auswärts Babysitten oder Rasenmähen, daher gerne familienintern. Das wird sich aber noch ändern.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @13
        merci 🙂

        und kommen Sie bloss nicht auf die Idee nach dem angeschafften Drittwagen, der den schon existenten Zweitwagen durch anderes Styling ergänzt, einen vierten anzupeilen… .

      • 13 sagt:

        Aber was ist, wenn weder der Zweitwagen noch der Drittwagen zu den neuen Schuhen passt? Ach, ich sehe schon, ich braucht noch mind. Zwillinge um mir das mittels Kinderzulagen finanzieren zu können 😉
        Und den Haushalt machen können sie auch gleich, vielleicht streiche ich das mit dem Lohn wieder 😉

  • Flo sagt:

    Ich finde es wichtig für ’s ganze Leben das Kinder schon in jungen Jahren mit Geld umgehen lernen. Nicht usonst heisst es; Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!
    Was ich noch wichtig finde; Kinder sollen ein, dem Alter angemessenes Taschengeld bekommen das sie ohne Gegenleistung erhalten. Welches sie aber durch die Übernahme von Hilfsleistungen im Haushalt, jederzeit aufbessern können. Taschengeld soll, meiner Meinung nach, nicht an erbrachte Leistung gebunden sein – so ähnlich wie ein gesetzliches Grundeinkommen!
    Schön zu beobachten wie schnell Kinder merken wie interessant es ist Geld gezielt und sinnvoll einzusetzen.
    Taschengeldsperre als Strafe geht garnicht!

    • tststs sagt:

      Bin mit Ihnen einig, dass das Sackgeld regelmässig und bedingungslos sein sollte.
      Gehe nicht mit Ihnen einig, was die Bezahlung von Ämtli im Haushalt betrifft. Jedes Familienmitglied hat IMHO gemäss seinen Fähigkeiten im Haushalt zu helfen, ohne Entlöhnung. (Gerne gesehen aber ist Dankbarkeit!)
      Geld wird ausserhalb der Familie verdient.

      • tina sagt:

        man kann alles haben ;-): taschengeld ohne bedingung. sich an haushaltsarbeiten beteiligen ohne bezahlung, weil jeder etwas beitragen soll. und die möglichkeit, durch übernahme von arbeiten etwas dazuzuverdienen.
        warum dieser amtliche ton: „hat zu helfen“, „wird ausserhalb verdient“?

      • Carolina sagt:

        Ts, ich möchte ja nicht all zu sehr Tüpfli sch….en, aber Dinge wie Schneeschaufeln, Rasen mähen, der Nachbarin Einkäufe hochtragen etc belohnen wir und haben von allen Kindern verlangt (!), dass sie sich schon früh etwas dazu verdienen müssen. Normale Arbeiten im Haushalt (Tisch decken, Abwasch, Spül- und Waschmaschine bedienen) werden als selbstverständlich vorausgesetzt.
        Bei uns hat es sich bewährt, dass wir relativ früh (bei unseren älteren mit 10, 11) das Taschengeld so erhöht haben, dass sie sich bestimmte Dinge (Heftli, Kosmetika, später dann auch Kleider) selber kaufen mussten und dafür budgetieren mussten. Bei Spezialwünschen mussten sie Oma-/Opageld bzw Selbstverdientes drauflegen – sie haben sehr schnell gelernt, dass sich eine Edeljeans nicht lohnt.

      • Flo sagt:

        ich denke da auch nicht an allgemeine „Ämtli“ wie Tischdecken/Maschne ausräumen/Familienhund Gassi führen oder Zimmer aufräumen o.ä. gedacht, sondern eher an etwas speziellere Dinge. vielleicht eher ml, ganz ohne Aufforderung eine etwas schwere Arbeit übernehmen und dafür einee kleine Beohnung bekommen.
        Mein Sohn hat mich ( alleinerziehend/100% berufstätig) jeweils damit überrascht das er am Freitagnachmittag, sein Schulfreier Nachmittag, die ganze Wohnung gestaubsaugt hat oder das ganze Bad oder Küche geputzt (Wochenreinigung) hat und dafür durfte er z.B. an der Garderobe alle meine Mantel- und Jackentaschen leeren und das darin befindliche Kleingeld behalten.

      • tststs sagt:

        @tina: In diesem Fall gilt: Form folgte Funktionalität (der Satz musste schnell in die Tasten gehauen werden, deshalb in kurzen und knappen Worten)
        @Carolina: Ich sehe jetzt nicht ganz den Unterschied zu meinem Post: Arbeiten zu Hause werden als selbstverständlich vorausgesetzt, Zustupf wird mit zusätzlichen Arbeiten (z.B. Nachbarn helfen) ausser Haus erarbeitet…?
        Das Stichwort „budgetieren“ finde ich übrigens besonders wichtig!

      • Carolina sagt:

        Also dann doch Tüpfli-Sch….., ts: Schnee schaufeln, der Nachbarin helfen, meinetwegen auch mal den kleinen Bruder hüten haben wir nicht als normale Aemtli im Haushalt definiert – sondern damit konnten sie sich immer etwas dazuverdienen.
        (Bei meinen Geschwistern und mir gab es früher eine Koch- und Rasenmäh-Rota, die nicht entlöhnt wurde, sondern als zum Haushalt zugehörig definiert wurden).
        Zu Budgetierung: wir staunen immer noch darüber, wie unterschiedlich das jedes einzelne Kind handhabt – jede Bedienungsanleitung erübrigt sich unserer Erfahrung nach!
        Apropos Gassi-Gehen: Wir haben immer Hunde und Katzen gehabt – das Sich-um-die-Tiere-kümmern hatte immer Priorität, ohne Ausnahme! War auch nie ein Problem, als sie alle mal gemerkt hatten, das wir da nicht mit uns reden lassen.

      • tststs sagt:

        „jede Bedienungsanleitung erübrigt sich unserer Erfahrung nach!“ Ja eh… 🙂
        Ich hatte dabei noch folgendes im Hinterkopf: Ab der Oberstufe kann/soll man das Sackgeld nicht mehr wöchentlich, sondern monatlich verteilen.
        (Resp. als Idee, wie meine Eltern das handhabten: ab dem Eintritt in die Oberstufe bekam ich ein Bankkärtli und meine Eltern haben jeweils Anfang Monat mein ganzes Geld überwiesen (Sackgeld+Essensgeld+Geld für ÖV). Ich musste dann jeweils das Geld selber einteilen… und ja, für eine gute CD hat man dann halt auch mal beim Essen gespart 😉 )

      • tina sagt:

        amtschimmeldeutsch und militärische befehlsform regt bei mir immer immer immer widerstände tststs ;-). und hat zu vermieden zu werden. abtreten.

      • Jane Bissig sagt:

        @Tina/Carolina/Flo: Was ist denn mit putzen, waschen, aufräumen in allgemeinen Räumen? (Wo ich den Rasen eigentlich auch dazuzählen würde). Weil Tischdecken ist ja z.B. schon eher symbolisch, hätte man in einer halben Minute selber erledigt…

      • Carolina sagt:

        JB: Ist dann halt schon manchmal Ermessensfrage (man könnte schon fast sagen willkürlich;-): Sie müssen ihre Spielzeuge, ihr Zeugs hinter sich aufräumen, je nach Alter haben wir dann immer auch Putzen verlangt (auch, als wir eine Putzfrau hatten, hatte die strikte Anweisung, die Zimmer der Kinder und das Bad nicht zu putzen, wenn sie nicht vorher aufgeräumt hatten), die eigene Wäsche machen etc. Das einzige, was wirklich bei allen Kindern reibungslos geklappt hat, waren die Tiere. Bei allem anderen gab es oft Diskussionen, war aber ok so.
        Mit der Zeit haben es sich alle so eingeteilt, dass man auch nach seinen Vorlieben gehen konnte.
        Ich hatte immer den Eindruck, dass alle Kinder mit frühem Monats-Taschengeld und der Notwendigkeit zur Budgetierung besser gelernt haben, mit Geld

      • Carolina sagt:

        /2 umzugehen als meine Geschwister und ich, die vage für alles zuständig waren und nie ein fixes Sackgeld bekommen haben. Wenn ich dann mal Geld hatte (musste früh nach draussen, um wenigstens etwas zu haben), neigte ich dazu, es für Schrott auszugeben. Meine Kinder machen das viel besser, weil es von Anfang an relativ klare Vorgaben gab, aber dann auch viel Selbstständigkeit.
        Aber, wie gesagt: jedes Kind ist ein wenig anders.

      • Carolina sagt:

        JB: Finde es übrigens völlig ok, wie undogmatisch Sie das handhaben (siehe oben)….. Ich bin mit der Zeit auch ein wenig lockerer geworden und habe den Kindern Heftli mitgebracht und war grosszügig, als ich sah, dass sie selber eher knausrig mit sich selber werden…. 😉

      • Jane Bissig sagt:

        @ Carolina: Ich tendiere momentan (noch ganz theoretisch!) zur Lösung, dass z.B. am Samstag geputzt und gewaschen wird und alle mithelfen (nicht die ganz Kleinen), bis alles gemacht ist.

      • tina sagt:

        ups. ich glaube es heisst wegtreten im militärschargong 😉 abtreten ist etwas anderes. war wohl geistig ähm weggetreten.
        jane bissig. ich bin alleinerziehend und teilzeit erwerbstätig. ich finde schon dass der job der kinder die schule ist. ich würde nun nicht gerade werbung für mein system machen, das sowieso keins ist. ich finde symbolische mitarbeit ganz in ordnung. es geht nicht darum, dass sie wirklich wäsche waschen sollen. muss aber inzwischen einsehen, dass mein plan „sie sehen mich ja putzen und wissen was es bedeutet“ nicht aufgegangen ist. mag aber auch am aktuellen alter liegen.
        einen rasen haben wir nicht 🙂

  • Karl von Bruck sagt:

    Das – je laenge je mickrigere – Taschengeld, und die – je laenger je kuerzere Zeit fuer den „freien“ Ausgang – sind auch fuer Erwachsene der letzte Rest von Freiheit im grassierenden Neofeudalismus mit nicht mehr nur staatlichem, sondern immer mehr auch privatem Machtmissbrauch. Wobei die Soldaten und refraktaeren Zivis heute mit Sold fuer eine Stange Bier statt einem marktgerechten Soeldnerlohn die Deppen im Umzug sind. Frueher gabs leider erst in der Leere ein Minitaschengeld; der Rest musste abgegeben werden, damits ein bisschen Butter auf das Brot zum Kohl gab….

    • Flo sagt:

      ich finde es gut und bin froh das diese/ihre Zeiten vorbei sind. Heute wo Geld ein so wichtiger Faktor geworden ist, ist es umso wichtiger schon früh den sinnvollen Umgang damit zu erlernen. Das kommt einem im restlichen Leben nur zu gut – ich weiss wovon ich spreche. Ich hatte nie Taschengeld. alles von mir Erworbene, Göttibatzen, Hund spazieren führen-Lohn, Landdienstgeld, Lehrlingslohn hat mein Vater in den Familenhaushalt eingebaut.
      Als ich von zu Hause fort ging kam dann die logische Konsequenz!

      • Karl von Bruck sagt:

        Ich auch. Ich hasste meinen Vater dafuer, dass er nicht nur nie Taschengeld auswarf, sondern auch das Kindesvermoegen fuer das Ueberleben verbriet. Heute mit Altersarmut wegen horrender Alimente, Steuern und anderen Solidaritaetsabgaben Ruinierter hinterfrage ich eher die Rolle der Mutter. Als Ledige hatte sie als gelernte Schneiderin ein eigenes lukratives Modeatelier. Als Verheiratete war sie auch ohne Kleinkindeslast fast ganz erwerbsscheu….

  • Seeländer sagt:

    Unsere Einjährige bekommt schon 20.- Fr. Sackgeld im Monat.
    Zwar noch nicht auf die Hand, sondern aufs Konto.
    Das soll jetzt so bis zum Schulabschluss weitergehen, wobei aber je nach Alter dann einen kleinen Anteil abgezweigt und Bar auf die Hand ausgezahlt wird.
    Sobald das Kind dann versteht, dass es entweder sparen oder ausgeben kann, darf es dann über den ganzen Betrag verfügen, und ihn entweder ausgeben (dann vermehrt sich das gesparte leider nicht) oder weiterhin einen teil davon sparen.
    Es darf dann auch selber entscheiden, ob es seinen Zehnten davon dem Versorger wieder zurückgeben möchte.

    • Karl von Bruck sagt:

      Meine Kinder, die wegen der Grenzgaengerschwemme mit 19 noch immer von Schulung zu Massnahme taumeln, und denen zwischendurch auch die Kinderrente eingestellt wird, wenn die postobligatorischen Schul- und Beschaeftigungsschlaufen schon ueberfuellt sind, bekommen 50 aufs Konto, und wenn die Renten fliessen, weitere 50 bar. Der Sohn spart den ganzen Kontoanteil, die Tochter geht auch fuer diesen Luxus shoppen….

    • tststs sagt:

      Das, was Sie beschreiben ist IMHO ein Sparkonte. Ist auch eine gute Idee, hat aber mit Sackgeld nicht viel zu tun…

      • Karl von Bruck sagt:

        Noe sparen liegt in einem Armenaltershaushalt auch mit Kinderrenten nicht drin. Auch wenn die Humblere meint, 400 Fraenkli pro Kind seien zuviel. Das Konto ist ein Jugendzahlungskonto von PostFinance, auf das sie freien Zugriff haben; der Zweck ist nicht das Sparen (auch wenn es der Sohn gar fertigbringt), sondern die Gewoehnung an den Umgang mit dem bargeldlosen Zahlungsverkehr….

      • tststs sagt:

        Mein Kommentar war an Seeländer gerichtet…

      • Karl von Bruck sagt:

        Habe leider erst zu spaet bemerkt, dass Ihre Bekrittelung diesmal nicht mich zum Ziel hatte. Aber auch Seelaender bemerkte ausdruecklich, dass er mit zunehmendem Alter, einen immer groesseren Teil bis hin zum Ganzen freigeben werde. Den Kindern nebenbei auch das Sparen beizubringen finde ich zudem nicht abwegig – wenn man es sich noch leisten kann….

    • Jens Göken sagt:

      @Seeländer: Das ist ja nett, aber am Thema vorbei. Denn Sackgeld heißt „Geld für die Hosentasche“, also zum spontan verwenden. Das Jugendspargeld ist ein Fonds für erwachsen Gewordene. Da lernen die Jungen den Umgang mit Geld gerade nicht.

    • Flo sagt:

      Unsere Einjährige bekommt schon 20.- Fr. Sackgeld im Monat.
      Zwar noch nicht auf die Hand, sondern aufs Konto.
      Sorry, das nenne ich aber nicht Sackgeld, das ist ganz einfach eine Einlage auf ein Jugenkonto! eine an sich schöne sache, hat aber mit Tschengeld rein garnichts zu tun – sorry!

      • Flo sagt:

        Karl von Bruck
        24. Februar 2017 um 09:45
        Kinder lernen aber das sparen nicht wenn sie es für sie tun – das müssen sie selber lernen indem sie z.B. nur einen Teil ausgeben, den anderen Teil sparen und sich damit einen grossen Wunsch erfüllen zu können!

Kommentar

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