Welche Schule brauchen meine Kinder?

Für das Leben lernen wir – aber wo? Szene aus einer Schweizer Tagesschule. Fotos: Gaëtan Bally (Keystone)

Letzten Sommer kam mein Sohn in die dritte Klasse. «Worauf freust du dich am meisten?», fragte ich ihn am letzten Ferientag. «Auf die Herbstferien», meinte er trocken. Er geht nicht besonders gern zur Schule. Zwar sind seine Leistungen gut. Lehrerin und Klassenkameraden sind nett. Trotzdem sehnt er immer die nächsten Ferien herbei und murrt, wenn die Schule wieder losgeht. Wenn ich ihn frage, warum er nicht gerne hingeht, sagt er nur: «Langweilig».

Mit Karton, Messer – und Motivation? Primarschülerin beim Basteln.

Dasselbe Lied bei meiner Tochter, die in die erste Klasse geht. Mitunter macht ihr die Schule sogar Bauchschmerzen. Mich überrascht das. Ich habe durchaus damit gerechnet, dass die Kinder irgendwann schulmüde werden. Aber doch nicht so früh! Beide Kinder sind auf ihre Weise sehr wissbegierig und können sich für verschiedene Themen begeistern, von Adler über Kunst bis zu Schach. Umso erstaunlicher finde ich, dass dieser Lerneifer in der Schule offenbar gebremst wird.

Schulsystem von gestern

Ich selbst ging bis zur Pubertät sehr gerne zur Schule. Wo also liegt das Problem? Sind meine Kinder vielleicht zu verwöhnt, zu anspruchsvoll? Sicherheitshalber frage ich bei meinen Freundinnen nach. Die eine hat eine total unmotivierte Erstklässlerin. Die andere hat zwar eine motivierte Erstklässlerin, dafür einen Drittklässler, der überhaupt nicht gern zur Schule geht. Auch in der Nachbarschaft kenne ich viele Kinder, denen die Schule zuwider ist.

Wie kommt das, was im Lehrplan steht, in die Köpfe? Schüler lernt Buchstaben.

Liegt es vielleicht am Schulsystem? Trotz vieler Reformen scheint sich an der Schule auf den ersten Blick nicht viel geändert zu haben. Die Schülerinnen und Schüler sitzen brav aufgereiht an Pulten, vorne steht die Lehrerin, alle 45 Minuten beginnt ein neues Fach, meistens Deutsch oder Mathematik. Das ist es ja dann auch, was für den Übertritt zählt. Also am Pult sitzen und Zahlen schreiben. Am Pult sitzen und Worte schreiben. Am Pult sitzen und zuhören. Und Ende Jahr soll alles in den kleinen Köpfen sein, was im Lehrplan steht.

Meine Traumschule

Was also tun, wenn die Kinder nicht gern zur Schule gehen? Natürlich könnte man einfach nichts tun. Den Kindern sagen: «Tja, das war bei uns schon so, da müsst ihr jetzt durchbeissen.» Aber Hand aufs Herz: Würden Sie einem Erwachsenen, der seinen Job hasst, ernsthaft raten, halt noch neun Jahre durchzuhalten? Nein. Also habe ich über Alternativen nachgedacht. Denn ich wünsche mir für meine Kinder eine Schule, die ein Umfeld schafft, damit sie ihr Potenzial entfalten können. In der es um eine ganzheitliche Bildung geht und nicht bloss um Rechtschreibung und Zahlen büffeln. Für die Schweiz von morgen brauchen wir nicht mehr brave und fleissige Arbeiter, sondern mutige Macherinnen und kreative Denker. Eine Schule, die den Nährboden dafür bereitstellt, davon träume ich.

Also eine Privatschule? Finanziell wäre es möglich, wenigstens eines der Kinder auf eine Privatschule zu schicken. Obwohl mir die Idee eigentlich widerstrebt. Denn wieso soll es eine optimale Bildung nur für Kinder geben, deren Eltern über das nötige Geld verfügen? Es gibt noch andere Gründe, die gegen eine Privatschule sprechen: Die Kinder wären weniger integriert im Quartier. Und die Privatschule, die für meine Kinder ideal wäre, gibt es vielleicht in unserer Nähe gar nicht. Einige sind mir zu weltfremd, andere zu leistungsorientiert. Muss ich nun meinen Job kündigen und auf Homeschooling umsatteln? Der irritierte Blick meiner Kinder, als ich ihnen diese Idee erläutere, ist mir Antwort genug.

Der Bildungsweg ist lang – und ermüdend? Gang einer Primarschule. Foto: Anthony Anex (Keystone)

140 Kommentare zu «Welche Schule brauchen meine Kinder?»

  • Steven Frederic sagt:

    Ist ihr Sohn so ein richtiger Junge? Spielt er gerne im Dreck draussen und ist Vorlaut (sagt etwas bevor er denkt)? Misst er gerne seine Kraft und körperlichen Fähigkeiten mit andern Jungen? Dann sehe ich schwarz für seine Zukunft, sein Typ ist heute nicht mehr gefragt. Das ist die Evolution, wer sich nicht anpassen kann geht unter. Schauen Sie sich einmal die Jugendlichen an auf dem Weg ins Gymi, über 60% sind Mädchen und die Jungen sind mädchenhaft, zumindest still und leise und wissen was heute nicht mehr gefragt ist. Am besten erziehen sie ihren Sohn sofort um in Richtung Mädchen. Sollte er dadurch fälschlicherweise als Gay gelten, sind Sie froh, dadurch steigen seine Chancen in der Gesellschaft ungemein.

  • DieLehrerin sagt:

    Nicht nur wir Erwachsenen, sondern oft auch Kinder atmen leider sehr oberflächlich, wenn wir stark gefordert sind. Und das sind die Kinder tatsächlich in ihrem schulischen Alltag.

    Fordern sie ein Kind auf, sich für eine Weile hinzulegen (in den meisten Zimmern hat es eine kleine Matratze) und einfach mal ruhig und tief zu atmen. Dann vergeht das Bauchweh und das Kind kann wieder im Unterricht mitmachen.

  • Jänu sagt:

    Die Kinder haben wohl die Einstellung der Mutter übernommen. Tja, das ist es wieder. Man hält sich besser zurück als Eltern und überträgt seine schlechten (nicht einmal unberechtigten) Gedanken nicht auf die Kinder.
    Mein Ältere hatte einen Lehrer, der wäre nicht einmal bei mir 40 Jahre vorher modern gewesen. Die ganze Klasse hatte Probleme inkl. der Eltern.
    Was ist/war der Job für uns Eltern? Nicht noch einen draufzulegen und dem Kind die Schule völlig zum Verleider zu machen. Konsequenz: Nach 2 Jahren eine neue Lehrerin. Jung, modern, progressiv, guter Unterricht und viel Einfühlungsvermögen. Was passiert: Die Kinder gehen wieder gerne in die Schul und meine Ältere hat die zwei Jahre ohne elterlich unterfüttertes Trauma überlebt. Andere nicht, die leiden noch unter Demotivation.

  • dres sagt:

    Potztausend, das Mitteilungsbedürfnis ist wieder riesig – und jede und jeder ein(e) Bildungsexperte/in. Zum Glück muss ich unter diesen elterlichen Voraussetzungen nicht Schule geben. Egal, unser Junior geht gerne, sehr gerne sogar – und in eine öffentliche Schule. Mit einem Ausländeranteil von etwa 60 Prozent. Auch das ist kein Problem. Ich habe fertig.

    • Lehrerin und Mutter 3er Kinder sagt:

      Wow. Danke!

      • dres sagt:

        Gerne. Ich bin sehr überzeugt, dass unser Ausbildungssystem immer noch hervorragend ist. Und die Kinder sind auch nicht schlechter als früher. Dafür jammern die Eltern um so mehr. Kurz: Ich möchte ich allen motivierten Lehrerinnen und Lehrern danken.

  • Xavier Zurbuchen sagt:

    In der Schule wird die Freude am Lernen untergraben. Mit Neugierde lernen kann ein tolles Abenteuer sein. Leider wurde das durch die ganzen Normierungen und Harmonisierungen fast unmöglich gemacht, der Lehrer kann sich immer weniger selbst einbringen – und so entsteht nunmal am ehesten echte Begeisterung. Auch wenn ich weltanschaulich das Heu nicht auf der gleichen Bühne habe wie die Steiner Schulen, so sind diese doch ideale Alternativen für mich. 2 meiner 3 Kinder schicke ich dahin. Bei meinen beiden Buben war der positive Effekt enorm, nachdem sie an der öffentlichen Schule nicht glücklich waren. Meine Tochter hingegen kam gut mit den öffentlichen Schulen zurecht, weil sie von Natur aus überdurchschnittlich wissbegierig und neugierig ist – sie ist nun am humanistischen Gymnasium.

  • Jan sagt:

    Ich habe eher den Eindruck, dass die Kinder müde sind von all den Terminen, die sie ausserhalb der Schule noch haben.

    • Karl von Bruck sagt:

      Noch „besser“ auf den Punkt gebracht hats Blocher: Der Arbeitnehmer hat sich auch in seiner Freizeit nur im Interesse des Arbeitgebers (also auch fuer weniger Lohn fuer mehr Arbeit) zu betaetigen….

  • Sisifee sagt:

    Wie bereits unten in einem Kommentar erwähnt, glaube ich, dass es vor allem und bei den meisten Kindern um Bindung geht. Ich wünschte mir deshalb eine Schule, in der sich die Lehrpersonen ihre Begeisterung fürs Unterrichten und für die Kinder bis ins hohe Alter erhalten können.
    Von meinen 3 Kindern gehen erst 2 zur Schule und unsere Erfahrungen könnten unterschiedlicher nicht sein. Der Wildfang funktioniert prima, der Ruhige, war drei Jahre lang auffällig, seit dem Übertritt in die Mittelstufe ist er schon fast ein Musterschüler. Wenn ich ein Grundrezept formulieren müsste: Es geht dann gut, wenn die Kinder Lehrpersonen haben, die sie respektieren können. Schreien sie herum oder werden sie unfair, wird es schwierig. Strenge Regeln hingegen sind kein Problem.

  • Karl von Bruck sagt:

    Die Missachtung der Neigung und Eignung der Schul- und Lohnsklaven geht auch gegen Erwachsene weiter. In Nochrechtsstaaten haben Monopolverwaltungen scharfe Begrenzungen der Fehlverwendung von Beamten (und Staatsbuergern in Personalunion). Nach der Abschlusspruefung der Grundausbildung wird nicht willkuerlich zugeteilt, sondern die erfolgreichen Absolventen koennen unter den freien Stellen in der Reihenfolge ihrer Abschlussnote frei waehlen. Frei werdenden Stellen werden ausgeschrieben. In erster Linie werden Zwangsversetzte beruecksichtigt, die ein Jahr in einem toxischen Umfeld ueberlebt haben. Und dann Rang, Dienstalter und Lebensalter. Abweichungen davon gibts nur fuer besondere Streber oder Versager, wobei zu schnell befoerderte Streber oft zu Versagern mutieren….

    • tststs sagt:

      Sagen Sie mal, werter Herr von Bruck, können Sie mir eine Airline empfehlen, welche die Vereinten Staaten von Umlautien anfliegt?
      Ich würde gerne vor Ort das Schulsystem in Ihrer Heimat genauer studieren.
      (Auch würde ich gerne das dortige Justixsystem mit dem unseren vergleichen…)

      • Carolina sagt:

        Ts: 🙂 Heute gross in Form! Ich fliege mit!

      • Lichtblau sagt:

        Herr Karl „Lohndoemping“ von Bruck scheint ziemlich beratungsresistent zu sein. Auch „Bingo!“ wird knallhart weiterverwendet. Tja …

  • 13 sagt:

    Ob ein Kind gerne zur Schule geht oder nicht, ist von den Eltern und der Schule abhängig. Eine einseitige Schuldzuweisung sollte nicht sein, gegen beide Seiten nicht und genau da sehe ich ein Problem, nämlich das gegenseitige Misstrauen, dass der andere etwas falsch macht oder dass er die Schuld trägt, wenn etwas nicht funktioniert. Ich denke nicht, dass die Schule heute gleich ist, wie vor 20 Jahren. Im Gegenteil wird ohnehin eher individuell der Stand des Kindes betrachtet. Nur stehen diese guten Bemühungen oft im Widerspruch zu einem Lehrplan, der von allen Kindern in 11 Jahren Schule das Gleiche erwartet. Verbesserungspotential gäbe es durchaus und darüber sollte man reden dürfen. Aber ganz so schwarz wie gezeichnet, erlebe ich die Schule nicht.

    • Karl von Bruck sagt:

      Es kommt darauf an, wie man auf die individuellen Unterschiede reagiert. Welsche Kantone fuehren wie eh und je Sonderklassen fuer Sonderschueler, was diese ohne Minderwertigkeitskomplexe optimal foerdet. Die Deutschschweizer stopfen Gebietssprachanalfabeten mit Debilen und Gewalttaetern in Einheitsklassen, und beschaeftigen pro Lehrer einige Fachkraefte fuer die Ausreisser. Das verunmoeglicht einen optimalen Unterricht fuer die „normale“ Mehrheit, und die Sonderschueler fuehlen sich in diesem Umfeld statt unter ihresgleichen ebenfalls extrem unwohl….

      • 13 sagt:

        Sollten Sie an einer Diskussion interessiert sein, bitte ich Sie, die beleidigende Wortwahl zu unterlassen. Abgesehen davon kann ich diese Erfahrungen nicht bestätigen. Meine Kinder waren bisher mit mehreren Kindern mit besonderen Bedürfnissen in der Klasse, sowohl aufgrund ihres sozialen Hintergrundes, wie auch durch Behinderungen. Bei zwei dieser Schüler sind die Eltern extra in unsere Gemeinde gezogen, weil wir keine Sonderklassen kennen. Ich konnte daraus sehr positive und wichtige Erfahrungen für beide mitnehmen.

      • Karl von Bruck sagt:

        @13-Ich habe weder Sie noch andere beleidigt, sondern lediglich Klartext geschrieben, welcher bei WahrheitsallergikerInnen sehr selektive Reaktionen ausloest. Ob Besondersbeduerftige nur in einer Gemeinde, oder in einer von ein paar kollaborierenden einer Regelklasse aufgepuckelt werden, ist Hans was Heiri und aendert an der groben Stoerung des „normalen“ Unterrichts kein Jota. Im Welschen werden sie sortiert, und je nach Anfall bezirks-, regions, kantonsweise oder gar interkantonal in geeignete Sonderklassen zusammengefasst. Das bedingt zwar bei der Explosion der Zahl insbesondere der Gebietssprachanalfabeten gelegentlich ein Semester – bei den Opfern nicht unbedingt unwillkommende – Auszeit bis der Bestand fuer eine rentable Klasse ausreicht. Traurig ist der Rentenklau fuer Zwangspau

      • 13 sagt:

        Gut, dann lassen wir es. Einen schönen Abend noch.

      • Karl von Bruck sagt:

        Danke gleichfalls….

  • Corinne A. sagt:

    Ich erlebe das bei meiner Tochter ganz anders. Ein Stundenplan, der nur die „speziellen“ Stunden wie Turnen vorgibt; eine Lehrerin, die jede Woche andere Schwerpunkte setzt – mal Deutsch, mal Mathe, mal Mensch und Umwelt; lässige Exkursionen zu behandelten Thema; viel Abwechslung durch Fächer wie Musik, Handarbeit und Zeichnen; Kinder, die eben nicht mehr in Reih und Glied sitzen sondern individuell alleine und in Gruppen arbeiten; anspruchsvolle Inhalte, die meine Tochter fordern etc. etc. Ich sehe aber auch überkritische Eltern, die wegen allem in die Schule rennen, die es schlecht finden, dass es keinen richtigen Stundenplan gibt, die an allem etwas zu kritisieren haben.

  • Karl von Bruck sagt:

    Zurzeit herrscht verschaerfte Vorzensur schon gegen erste Beitraege….

  • Karl von Bruck sagt:

    Die staatlichen Schulen sollten sich statt auf zu 90 Prozent ebenso langweiligen wie ueberfluessigen Berufsschrott, auf die Entwicklung fuer die Selbstentfaltung und als Staatsbuerger einer saekularen Demokratie wichtigen Wissens und Koennens fokussieren. Statt nur fuer wenige Berufe wichtige Geometrie Orientierungslauf! Von 6 bis 18 Jahren sollte die Volksschule fuer alle obligatorisch sein. Davor Kindergaerten freiwillig, aber nur staatlich sein. Privatschulen funktionieren nur fuer mit goldenem Loeffel im Maul Geborene nach dem Motto: „Ich nehme Deinen Glionversager, wenn Du meinen Cauxversager nimmst.“ Ab 18 Jahren sollten Privatschulen nur scharf kandariert zulaessig sein: Gleiche Durchsetzung der Gebietssprache wie in Staatsschulen; ohne Religionszwang: Diplompruefungen nur staa

  • Joerg Hanspeter sagt:

    „Würden Sie einem Erwachsenen, der seinen Job hasst, ernsthaft raten, halt noch neun Jahre durchzuhalten?“ Wenn man mit dem Pensionsalter 65 rechnet, wäre dies Person also 56. Toll, wenn Sie mit 56 einfach so einen Job finden, bei dem Sie jeden Tag freudig aufstehen. Bei vielen ist das aber nicht der Fall, sie müssen halt einer Erwerbstätigkeit nachgehen, ob sie wollen oder nicht. Gehört es nicht auch zum Leben, dass man gewisse Sachen tun muss, auch wenn man sie nicht unbedingt liebt? Haben die Kinder in allen Fächern eine 6, oder finden Sie es einfach langweilig weil hier keine Multimedia-Show geboten wird? Den Ansatz „wenn das Kind nicht will, kann es zu Hause bleiben“ finde ich übrigens toll! Ich hoffe, das darf es dann später im Berufsleben auch!

    • Karl von Bruck sagt:

      Das war vor der Oeffnung der Grenzen fuer Lohndoemper und der Verteuerung der Alten mit Astronomisierung der PK-Beitrage noch ganz anders. Da konnten Sie auch noch mit 60 aus einem unbefriedigenden Job oder gar einem frech werdenen Arbeitgeber auch fristlos ade sagen, und hatten am naechsten Montag, oder spaetestens Ersten einen neuen Job mit besseren statt viel schlechterem Lohn und anderen Bedingungen….

  • Barbara Beeler sagt:

    Unsere Lösung? Wir hatten mit dem Schulinspektor ein Gespräch. Dieser hat uns in der Meinung bestärkt, dass die Kinder gerne in die Schule gehen müssen. Wenn unsere Kinder also über Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Albträume klagt, bleiben sie zu Hause. Dies natürlich in Absprache mit dem Kinderarzt. Die Volksschule hat ein Interesse daran, dass die Kinder gerne in die Schule gehen. Wenn sie nämlich länger zu Hause bleiben, müssen sie privat beschult werden und das kostet. Im Moment ist unser ältestes Kind viel zu Hause. Ich hole die Aufgaben in der Schule und bringe sie erledigt wieder zurück.

    • Papperlapapi sagt:

      Etwas Schmerzen simulieren, ein wenig über schlechte Träume klagen, schon darf man zuhause bleiben? Ich bin nicht überzeugt, dass das gut kommt.

      • Karl von Bruck sagt:

        Und ich bin ueberzeugt, dass es nicht gut kommt, wenn man WGO-abkommens- und Genfer Eid-widrig Berufsunfaehige nicht voll pansioniert oder zur freien Wahl eines zumutbaren Ersatzberufes genuegend abfindet, sondern mit Rentenklau und Medidopingdauerkeule in nicht – wie in der Verfassung „garantiert“ – frei gewaehlte, und deshalb unzumutbare Ersatzberufe (er)presst….

    • Barbara Beeler sagt:

      Papperlapappi
      Wir Eltern sind zu Hause viel strenger als die Lehrerin in der Schule. D.h. die Kinder wissen, dass zu Hause bleiben nicht Ferien bedeutet. Sie müssen zu Hause konzentriert die Aufgaben erledigen, die die anderen Kinder in der Klasse lösen und zwar sauber und ordentlich.

  • Eleonore Grossmann sagt:

    Ich finde den Anspruch, dass Kinder „gerne“ in die Schule gehen sollen, etwas eigenartig.

    • tststs sagt:

      Ich finde, diesen Anspruch (heute im 21.Jh) nicht zu haben, mehr als nur eigenartig!

      (Insofern Sie unter dem Begriff „Anspruch“ wie ich auch eher den „Wunschcharakter“ sehen und nicht die Pflicht dazu)

      • Karl von Bruck sagt:

        Die Politik hat dem Buerger der Neigung und Eignung entsprechende Studien- und Arbeitsplaetze anzubieten und von der Wirtschaft anbieten zu lassen, statt der Wirtschaft mit offenen Grenzen fuer Lohndoemper statt nur Familiaere und (echt) Humanitaere Profite privat zu verschaffen und die immensen Folgekosten dem Staat und seinen Steuerzahlern aufzupuckeln….

    • Sisifee sagt:

      Kinder (aber auch Erwachsene) lernen besser, wenn sie es gerne tun und sich wohl fühlen. Sie müssen nicht alles gleich gerne machen und man darf auch etwas Anstrengung und Fleiss erwarten.
      Ein gestresstes Hirn ist jedoch wenig aufnahmefähig.

  • Sina sagt:

    Hä?? Also ich finde, die öffentliche Schule heute ist ziemlich anders als die zu meiner Zeit. Die Kinder sitzen NICHT in Reih und Glied, die Lehrerin steht eigentlich NIE vorne und erzählt was, die 45-Min-Lektionen werden in kleine Aktivitäten-Blöcke aufgeteilt, also nichts mit 45-Min-Das-Immer-Gleiche. Ich finde den Unterricht aber sehr fordernd und anspruchsvoll, meine Kinder sind immer nudelfertig nach der Schule, gute Leistung ist ohne vollen Einsatz definitiv nicht möglich – aber sie gehen beide gern dahin. Das einzige, was mir negativ aufgefallen ist: die Kinder von heute zicken massiv mehr rum als zu meiner Zeit – liegt das wohl am Leistungsdruck? Sozusagen als Frustventil…?

    • Sina sagt:

      P.s. Es gibt übrigens auch jeden Tag eine Stunde Musik- oder Sportunterricht. Immerhin.

    • tststs sagt:

      Wenn es tatsächlich ein Mehr an Rumzicken ist, dann würde ich das eher darauf schieben, dass sie es heute dürfen! Früher hatte man einfach „kein dumme Latz“ , sonst setzte es was…
      Heute dürfen sich auch Kinder beschweren.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ohne gleich von Körperstrafen zu reden. Mir ist schon aufgefallen, wie unglaublich unruhig eine moderne Schule teilweise ist. Weil ständig Lehrer wechseln, weil es Gruppenarbeiten gibt, weil immer wieder die Zusammensetzung der Schüler wechselt, weil einige allein oder in Kleingruppen in Therapie oder anderen Förderstunden sind, usw.
        Das ist sicherlich nicht für alle Kinder so einfach.

      • Sina sagt:

        Beschweren ist ja ok, wobei die wirklich triftigen Gründe auch heute noch mit Schwierigkeiten ausgesprochen werden – aber dieses oberflächliche Gezicke wegen nichts, v.a. untereinander… Später nennt man’s dann wohl Mobbing, wenn noch die sozialen Medienkanäle dazukommen… Schockierend. Ich toleriere das jedenfalls bei uns zuhause auch nicht, egal ob eigenes oder fremdes Kind.

      • Sina sagt:

        Genau, Sportpapi. Und diese Unruhe macht es zusätzlich anspruchsvoller. Dies so als reine Beobachtung eines Laien. Dafür ist es wohl weniger langweilig. Und vielleicht (das werden wir dann sehen) eine gute Vorbereitung aufs heutige unruhige, hektische Leben. Aber dafür hab ich den Eindruck, dass ich mein Zuhause in ein Kloster umgestalten muss, um den Kindern das nötige Mass an Entspannung und Ruhe zu gewähren, das sie nach der Schule brauchen…

      • tststs sagt:

        Diese Aussage unterschreibe ich sofort: Ich nenne es jeweils Häppchenunterricht (zuweilen auch: Häppchenbespassung).
        Hihi, meine Pappenheimer müssen sich min. pro Semester anhören, wie ich mich genau über das beschwere! Dass dieser unkonzentrierte Sauhaufen schlimmer als jede Löwenbändigung sei, aber dass sie nicht einmal etwas dafür können, schuld seien Eltern und Volksschule, die nur daran interessiert seien, die Kinder via Bespassung ruhigzustellen, und in der Welt 2.0 muss alle paar Minuten was Neues her…
        @Sina: Würden Sie mir zustimmen, wenn ich das, was Sie als Rumgezicke bezeichnen, mangelnde Impuls-/Frustkontrolle nennen? (Mir fällt nämlich bei meinen Schülern auf, dass sie sehr schnell und sehr massiv an die Decke gehen! Weil sie IMHO mit Frust nicht mehr umgehen können)

      • mila sagt:

        @tststs: Das Schlimme ist die Gewöhnung an Häppchenbespassung… mit lustigen bis weniger lustigen studentischen Anspruchsauswüchsen auf Uni-Level… davon könnte ich ein Liedchen singen. Aber ich war heute schon zu oft und lange online.

      • Karl von Bruck sagt:

        IMHO? und das von einer selektiven Fremdsprachallergikerin: ROFLMAO

    • Eleonore Grossmann sagt:

      Ich vermute, dass die Kinder von heute deshalb mehr zicken, weil man ihnen mehr zicken erlaubt, d.h. sie werden für voll genommen, etc. etc. und das führt dazu, dass sie halt manchmal auch ihre Macht oder was auch immer überschätzen und einen Ton anschlagen, der nicht adäquat ist.

  • Eleonore Grossmann sagt:

    Es gibt bei der Schule viele Aspekte: Freunde (oder eben keine Freunde) haben, Unterricht, früh aufstehen, Noten, und jeder dieser Aspekt kann einem die Freude an der Schule verderben.
    Ich hatte nie das Gefühl, dass ich „gerne in die Schule gehe“. Ich ging halt hin, weil ich musste, Unterricht hatte ich ganz gerne, Pausen weniger, Klassenzimmer rochen nach Staub, manchmal war man müde und schlief fast ein, manchmal war es langweilig, manchmal wurde man von anderen Schülern verspottet oder links liegen gelassen, Sport war schrecklich, weil man nur herumstand, besonders Abschiess-Spiele wie Völkerball waren schrecklich, Labor war auch schrecklich, weil man nur herumstand, Gruppenarbeiten waren schrecklich, weil man sich dabei nicht konzentrieren konnte.
    Niemand sagte, er möge Schule.

    • tina sagt:

      ich ging wirklich wirklich sehr gerne in die primarschule damals :). aber mir fiel auch alles ausser turnen leicht. ich war ein prima zahnrädchen und mochte es, wenn man mir sagte, was ich machen soll. (das ist dann allerdings gründlich gekippt als ich 13 wurde)

    • Lichtblau sagt:

      Gehen Kinder nicht lieber zur Schule, wenn es Fächer gibt, in denen sie „brillieren“ können? Bei mir waren das in der Primarschule Deutsch, Zeichnen (und Sport) – ohne speziell zu lernen. Heute, so ganz ohne Aufsätze und Diktate, hätte ich diese Motivation wohl nicht mehr. Ich kann mich nicht erinnern, dass meine Tochter je einen Aufsatz geschrieben hätte. Okay, da gab’s die „Vorträge“ – nicht wirklich spontan.

  • lala sagt:

    Gewisse Kinder gehen halt einfach nicht so gern in die Schule wie andere?
    Ich sehe nicht so recht, warum das ein Drama sein sollte.

    So bis in die ~4. Klasse mochte ich die Schule.. Danach? Ugh. Wenigstens kam ich halbwegs solid durch ohne einen FInger zu rühren.

    • tststs sagt:

      Sie haben recht, die Welt geht nicht unter.

      Aber ich finde schon, man sollte alles dafür tun, dass ein Kind Freude am Erlernen von Neuem (was die Schule schlussendlich ist) entwickelt.

      Ich sage nicht, dass dies zu einem glücklicheren Leben führen wird. Aber es gibt dem Kind mehr Möglichkeiten, das Glück zu finden.

  • Ladybird sagt:

    Gegen Langweile kann man als Eltern bzw. als Lehrpersonen wenigstens aktiv etwas tun. Problematischer finde ich, wenn das Kind ausgegrenzt oder gemobbt wird. Oder keinen Anschluss und keine Freunde findet. Und daher nicht in die Schule will. Da kommt man schnell an den Anschlag.
    Bei Langweile kann man etwas tun. Hobbies fördern, die auch von der Schule (Musik, Bibliothek, Werken) angeboten werden u. viele Sportaktivitäten zulassen. Sich mit der Lehrperson absprechen, damit das Kind in spannende Projekte (zusätzliche Aufgaben etc.) einbezogen wird. Als Beispiel: Unsere Beiden liebten Bücher. Daher durften sie sich in den unteren Klassen jeweils in eine Ecke verziehen, um zu lesen oder in die Schulbibliothek gehen. Oder eigene Geschichten, Gedichte, Theaterstücke schreiben.

  • Georg sagt:

    Fragen Sie Ihre Sprösslinge nicht alle paar Augenblicke, ob es ihnen gut gehe und ob alles gut verlaufe und ob alles in Ordnung sei und ob sie etwas bräuchten und und und und und… Geben Sie ihnen ihre Aufgaben, und wenn ihnen „laaaangweilig“ ist, sagen sie ihnen, sie sollten sie was überlegen, denn nur Langeweilern sei langweilig. Oder Sie geben ihnen eben noch mehr Aufgaben. Funktioniert.

    • tststs sagt:

      Oder noch besser: Langeweile nicht als etwas Negatives/Störendes betrachten, sondern aktiv in den Alltag einbauen…

  • Alpöhi sagt:

    Liebe Frau Meier,
    Ihre Kinder sind ziemlich sicher unterfordert. Es ist eine grässliche Vorstellung, für die nächsten 9 Jahre auf der Bremse stehen zu müssen (schreiben Sie ja selber.)

    Das Problem ist gar nicht so selten: Kinder engagierter Eltern können bei der Einschulung mehr als Kinder „abwesender“ Eltern. (Für die „abwesenden“ Eltern gibt es Gründe, „abwesend“ zu sein, abr das ist jetzt nicht das Thema.) Resultat: Es gibt in der Klasse eine grosse Streuung der Fähigkeiten. Wenn Ihre Kinder vorne mit dabei sind, hat das Vorteile und Nachteile: Sie sind später einmal besser gerüstet, um im Kampf um Arbeitsplätze zu bestehen („survival of the fittest“). Und eben – sie langweilen sich in der Schule.

    • Alpöhi sagt:

      /2 Ich empfehle, das Gespräch mit den Lehrkräften zu suchen und gemeinsam Verbesserungen anzustreben. Lies: Begabtenförderung.

      Besonders bei der Erstklässlerin, die Bauchweh hat scheint mir eine Abklärung akut nötig.

      Wenn Förderkurse nichts bringen, ist die „ultima Ratio“, eine Klasse zu überspringen. Das ist nicht lustig und ein ebenso grosser Eingriff wie eine Klasse zu wiederholen. Aber es kann sein, dass einem Kind dadurch nachhaltig geholfen werden kann.

    • tststs sagt:

      Das ist der eine Grund (ging mir auch durch den Kopf). Dies lässt sich sehr schnell abklären.

      Nur leider muss ich sagen, dass meine Klassen (Jugendliche) dann wohl zu 90% aus Genies bestehen. Die haben aber nicht Langeweile, weil sie schon alles wissen, sondern weil ich halt nicht so eine blinkende Maschine bin. Man kann nicht nach zwei Minuten über meine Stirn wischen und ich gehe zum nächsten Thema. Weder kann man mir Hasenohren aufsetzen noch kommuniziere ich via Emojis. Bei mir muss man sich konzentrieren, und zwar für länger als ein paar Minuten. Das ist ungewohnt. Das ist anstrengend. Das motiviert nicht. Und DAS wird dann als Langeweile betitelt.

      • zysi sagt:

        bleiben sie mit Ihrer gesunden Sicht (fördern und fordern und nicht wünschen und emotional befriedigen) dran – wie auch bei den schlaftipps 😉

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Das würde eigentlich dafür sprechen, dass man die Kinder besser auf die Schule vorbereiten sollte, und sie daran gewöhnen, auch einmal konzentriert an einer Sache dran zu bleiben.
        Aber vermutlich ist auch da unmittelbare Bedürfnisbefriedigung der einfachere Weg.

      • tststs sagt:

        @zysi: Oh…Danke für die Blumen…

        @SP: Ja eh, und das muss ja auch gar nicht speziell trainiert werden; es muss nur die Ablenkung von Aussen (aka „unmittelbare Bedürnisbefriedigung“) etwas heruntergefahren werden…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @tststs

        wie können Sie nur, Sie sind keine blinkende Maschine der man im paar-Sekunden-Takt über die Stirn wischen kann?! Und so wollen Sie die Ihnen anvertrauten Jugendlichen auf den Berufsalltag vorbereiten? 😉

    • tststs sagt:

      Und übrigens: Der Effekt dieses vorschulischen Engagements verpufft bald einmal.
      Die Kompetenzen, die mit Hochbegabung einhergehen, sind angeboren und können nicht erlernt (sehr wohl aber bis zu einem gewissen Grad kompensiert) werden.

      • Alpöhi sagt:

        @ts
        Bezüglich Hochbegabung haben Sie völlig recht. Da braucht es noch es Bitzeli mehr als ein wenig Langeweile.

        Aber mangelnde Konzentrationsfähigkeit ist eher ein Merkmal der zu wenig geförderten Kinder, also derer, die die Klasse nach unten nivellieren. Dass denen auch langweilig ist – kann sein. Aber ich vermute jetzt einfach mal ins Blaue hinaus, dass dies gerade nicht die Ursache des Problems in Familie Meier ist 😉

        Wenn ein Kind schulisch besser ist als der Durchschnitt, dann gibt es ein latentes Langeweile-Problem, und Eltern und Lehrkräfte tun gut daran, hier gegenzusteuern. Denn das Wichtigste an der Primarschule ist, Freude am Lernen zu entwickeln. (sagte unser dienstältester Dorflehrer.)

      • Alpöhi sagt:

        @ts
        „Der Effekt dieses vorschulischen Engagements verpufft bald einmal.“

        Nicht einverstanden. In der Vorschulzeit geht es ja nicht darum, dass das Kind schon lesen und schreiben kann wenn es eingeschult wird. Sondern darum, dass es lernt, sich zu konzentrieren und dranzubleiben – Sie sagen ja selber, dass das bei einigen fehlt.

      • tststs sagt:

        1. vorschulisches Engagement: Sorry, ich dachte dabei tatsächlich an das Vorauslernen von Fachkompetenzen (lesen, rechnen) und nicht an Methodenkompetenzen. Aber auch dann: gezieltes Üben bringt IMHO wenig, stetiges Einbauen in den Alltag sicher.
        2. Langeweile und mangelnde Konzentrationsfähigkeit sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Ich hatte halt das grosse Glück, dass mich ALLES interessiert hat. Natürlich verstand ich es schon beim 1.Mal zuhören, aber es wurde nicht uninteressanter beim 3.Mal. Dementsprechend war ich im Unterricht eigentlich nie gelangweilt, ich hatte nur „Lange – Weile“, wenn ich schneller mit etwas fertig war.
        (Und das allerwichtigste: Ich hatte die richtigen Lehrer!)

      • tststs sagt:

        Und übrigens: Es ist u.a. gerade die Konzentrationsfähigkeit, die Hochbegabte unterscheidet! Die ist nie das Problem, die Frage ist nur, auf was sich konzentriert wird!
        (Versteht man bereits, was der Lehrer sagt, konzentriert man sich evtl. auf etwas anderes; dies meist mit so grosser Kraft, dass der Begriff „Tagträumer“ nicht fern ist)

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ich finde, wenn man etwas zum dritten Mal hört, was man schon beim ersten verstanden hat, dann gibt es durchaus Grund zur Langeweile. Mich hat das immer genervt.
        Aber das ist kein Freipass zum Stören.

      • Sportpapi sagt:

        Ach ja, noch zum Vorauslernen. Das würde schon etwas bringen, wenn dann darauf aufgebaut würde. Das ist aber nicht so. Und deshalb ist es teilweise sogar kontraproduktiv.

      • tststs sagt:

        @SP: Ja natürlich! Auf das wollte ich hinaus (in meiner wieder mal sehr deutlichen Art): ob man ab einer solchen Situation gelangweilt ist oder nicht, hängt nicht in erster Linie von der Hochbegabung ab, sondern vom Charakter -oder besser: Vorlieben – des Hochbegabten, resp. auch bei jedem anderen Menschen!
        Und wenn ich mich richtig erinnere, war mein Gefühl bei der zigten Wiederholung (also dann wenn auch mein Interesse erschöpft war) nicht Langeweile, sondern Genervtheit! (WIESO geht es nicht weiter…?)

      • Alpöhi sagt:

        @SP
        „zum Vorauslernen. Das würde schon etwas bringen, wenn dann darauf aufgebaut würde. Das ist aber nicht so. Und deshalb ist es teilweise sogar kontraproduktiv.“

        Man könnte auch ein wenig böse sagen: „Nach der Schule sind alle gleich dumm“ 🙁

      • Sportpapi sagt:

        @Alpöhi: das war keineswegs meine Aussage.

    • tina sagt:

      alpöhi: was kinder an schulstoff besser beherrschen als andere beim schuleintritt ist ja nie mehr als höchstens 2. klass schulstoff, richtig? es ist nicht so, dass man davon ausgehen kann, dass sie dann immer 2 jahre voraus sind, sondern sie haben einfach schon früh sachen wie lesen, schreiben oder rechnen gelernt, und nicht erst in der schule.
      wenn man diese kinder ein schuljahr überspringen lässt, damit sie sich nicht langweilen, fehlt ihnen das jahr reifemässig wenn sie mit lehrstellensuchen anfangen müssen. sie sind dann sowieso noch sehr jung und man wäre froh, sie wären etwas älter….

      • tina sagt:

        kinder, die vor der schule lesen, schreiben oder rechnen lernten, sind nicht besser begabt.
        ich finde man sollte sich etaws zurückhalten als vernünftiger mensch mit begriffen wie dumm

    • tina sagt:

      oder nochmals anders: wer früher lesen kann, ist nicht später fitter. der konnte nur einfach früher lesen. so wie die einen kinder früher radfahren können als andere.

      • sonic sagt:

        hm tina das trifft aber nicht bei allen zu, die schon vor der schule lesen und rechnen können. Einige können schon lesen weil sie eben einfach schneller lernen. Und das bleibt dann eben auch in der Schule so. Der Abstand wird mit der Zeit nicht kleiner, sondern grösser.

      • Alpöhi sagt:

        tina,
        und was machen Sie, wenn Ihnen die Lehrerin gegen Ende der ersten Klasse eröffnet, dass das Kind schon die Lernziele der zweiten Klasse erfüllt, und Ihnen ein Buch über Hochbegabte in die Hand drückt? In welchem Sie sensibilisiert werden auf Bauchweh, Nägelkauen, Schlafstörungen und ähnliche Syptome – und dann merken: Hoppla, die Symptomatik trifft ja auf mein Kind zu?

      • tina sagt:

        natürlich gibt es hochbegabte. die sind aber selten. alpöhi sprach ja von der art von langeweile, die gar nicht so selten vorkommt. von kindern, die lesen können bei schuleintritt, weil deren eltern engagiert sind

  • Heidi K. sagt:

    Unsere Kids gehen alle sehr gerne in die Schule und gute Noten schreiben gehört zu hren Hobbies. Schlecht Noten will bei uns keiner kriegen. Da spornen sich die Brüder gegenseitig an. Schulmüde? Das kennen wir nicht. Kinder müssen lernen, dass nicht jeder Tag super geil und aufregend sein kann. Dafür können sie dann die Zeit mit ihren Eltern umso mehr geniessen. Auch wir Erwachsene müssen uns zuweilen durch den grauen Alltag kämpfen und uns den Feierabend zuerst mal verdienen. Meiner Meinung nach bringt es nichts, den Kindern heile Welt vorzuspielen. Es ist besser, sie lernen schon früh, dass sich Fleiss auszahlt und dass es ohne „Schweiss und Tränen“ eben keine Belohnung gibt.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Heidi K.
      habe ich das richtig in Erinnerung und Sie arbeiten mit einem Belohnungssystem für entsprechende Noten?

      Können Sie sich vorstellen dass es Kinder gibt, welche trotz Schweiss und Tränen nur ein knapp genügend hinkriegen? Und dass man derer Leistung eigentlich fast höher werten (belohnen!) müsste, als wenn es ohne wesentliche Anstrengung vor sich hin flutscht?
      Und wie wäre es wohl wenn Ihre Söhne diesbezüglich genau an den entsprechenden der Skala stünden? Und nichts mehr mit „schulmüde, keine Ahnung was das ist!“ und „gute Noten sind ihr Hobby“ ist? Wenn das Leistungsverhalten-können Ihre Vorstellungskraft im negativen Bereich sprengen würde?

  • Karin sagt:

    Mir kam beim Lesen der gleiche Gedanke wie meinen „VorschreiberInnen“: Wie sollen die Kinder eine gute Einstellung zur Schule haben wenn die Mutter so zweifelt? Ich staune immer wieder wie extrem negativ viele Eltern zum System Schule stehen. Unsere Tochter geht sehr gern zur Schule. Sie ist eine sehr gute Schülerin, trotzdem findet sie es nicht langweilig. Könnte daran liegen dass meinMann und ich selber Lehrer sind bzw. waren und deshalb eine durchaus positive Einstellung zur Schule haben. UND absolut zu schätzen wissen was die Lehrpersonen tagtäglich leisten!

    • Sisifee sagt:

      Wie schön, es wäre so einfach! Da ich selbst die Schule liebte, hatte ich ein überaus positives Bild davon. Als mein aufgeweckter Sohn nach 8 Monaten 1. Klasse meinte, er wolle so nicht mehr weiterleben, war ich nicht mehr ganz so überzeugt. Als die Gespräche mit den Lehrkräften erst fruchteten, als ich eine schulpsychologische Abklärung eingeleitet und mit dem Schulpsychologen zum Elterngespräch erschienen bin, erst recht nicht mehr.
      Für die Kinder zählt das „System Schule“ nicht. Es gibt gute Lehrpersonen und weniger gute, und es gibt Kinder, denen fällt die Schule leichter als anderen – unabhängig von Intelligenz und Fleiss. Was habe ich meinem Sohn erzählt, was seine LPs leisten und dass sie Respekt verdienen! Glauben tut er mir erst, seit er eine Lehrerin hat, die die Klasse mag.

  • Muttis Liebling sagt:

    ‚…vorne steht die Lehrerin, alle 45 Minuten beginnt ein neues Fach, meistens Deutsch oder Mathematik.‘

    Ab wann gibt es Mathematik? Schon in der 3. Klasse oder früher?

  • Mamivon4 sagt:

    Wir haben auf die Rudolf Steiner Schule gewechselt…sind also Quereinsteiger. Die beiden Kleinen wurden aber von der 1. Klasse an eingeschult. Wir sind absolut keine Antroposophen und trotzdem begeistert! Die Kinder stehen am Morgen freiwillig auf und gehen und kommen fröhlich wieder nach Hause. Wir bereuen es nicht. Der Anschluss im Quartier konnten sich die Kinder erhalten und so haben sie sogar noch ein paar Gschbänli mehr ;0) Wir und die Kinder haben einen entspannteren Umgang mit der Schule, miteinander ganz allgemein.

    Es lohnt sich!

    • Mamivon4 sagt:

      …man bezahlt ein Kind und jedes weitere geht ohne Zuschlag mit!

    • Sportpapi sagt:

      „Die Kinder stehen am Morgen freiwillig auf und gehen und kommen fröhlich wieder nach Hause.“ Das ist bei meinen Kindern auch so. Und sie gehen ganz normal auf die reguläre Schule. Was spricht denn für die Steiner-Schule? Und wie hält man den Anschluss im Quartier, wenn die Kinder ganze Tage mit anderen Kindern verbringen und dort Freunde finden?

      • Mamivon4 sagt:

        Dass die Kinder mit Respekt und Liebe behandelt werden. Dass man auf ihre Bedürfnisse, entsprechend jedem Alter, eingeht. Dass sie nur Hausaufgaben haben, wenn Bedarf besteht. Dass die Kinder alle Möglichkeiten haben und ausprobieren dürfen…dass wir echt Glück mit den Lehrern haben. Die machen einen ganz ausserordentlichen Job, mit viel Herzblut und Engagement.
        Tochter Nummer 2, jetzt 15, wurde in der Staatsschule vom Lehrer gemobbt. Es war eine ganz schlimme Erfahrung und wir mussten etwas tun.
        Es hat sich echt gelohnt. Die Grossen haben soviel an Selbstvertrauen gewonnen und gehen supergerne zur Schule. Ich könnte heute noch weinen vor Glück!

      • Sportpapi sagt:

        @Mamivon4: Das spricht für mich nicht für oder gegen eine bestimmte Schule. Sondern zeigt einfach, dass man etwas Glück mit den Lehrern haben muss.

      • tststs sagt:

        @Mamivon4: Machen Sie dies aber nicht abhängig von Staat- vs. Privatschule, sondern von den jeweiligen Personen (wie Sie in Ihrem Beitrag ja auch den Lehrer speziell erwähnen).
        Kein (Schul)System kann die Bedürfnisse aller Charaktere gleich abdecken; aber man kann auf Lehrer treffen, die das etwas flexibler handhaben und zwischen den System wechseln… 😉

      • Karl von Bruck sagt:

        @SP – Noe. Man muss nicht mal Adolf den Kurzen bemuehen, um zu beweisen, dass die Massen vom System bis hin zur Befehlsnotstandsmassentoetung gepraegt werden. Die Abweichungen – zum Guten oder Boesen – sind zwar individuell, werden aber disziplinarisch und strafrechtlich so stark egalisiert, dass sie – abgesehen von Extremen, die frueher oder spaeter so oder so rausfliegen oder sich anpassen – viel weniger ins Gewicht fallen als die Systemvorschriften zwingend vorgeben. Die Steinerschulen beruecksichtigen mehr die Beduerfnisse der ihnen anvertrauten Kinder und ihrer Glucken, waehrend die Staatsschulen immer mehr unter dem neofeudalen Einfluss der Disziplinierungs- und Hirnwaschwuenschen der Wirtschaft leiden, als dem Konsumenten, Buerger, Volk und Vaterland zu dienen….

  • Reincarnation of XY sagt:

    Kinder übernehmen die Einstellungen ihrer Eltern.
    Sie haben eine negative Einstellung zur Schule. Sie brauchen sich also nicht zu wundern, dass sie diese auf ihre Kinder übertragen haben. Natürlich schadet Ihre negative Einstellung Ihren Kindern.
    Sie halten sich wohl selbst für eine mutige kreative Denkerin und geben selbst zu, dass es die Schule, die Sie als gut genug für ihre unglaublich kreativen Kinder würdigen würden, gar nicht gibt. Tja…
    Weit hilfreicher und kreativer ist es, mit den Lehrern gut zusammen zu arbeiten, mit einer positiven Einstellung neuen Schwung in die Sache bringen.

    Ansonsten: klar freuen sich Kinder auf WE und Ferien. Unsere jammern auch. Kommen dann aber bereits am Montagmittag fröhlich nach Hause und erzählen von ihrem neuen Projekt in der Schule.

    • Sisifee sagt:

      Nein, das stimmt nur sehr bedingt. Nur weil ich eine positive Einstellung zur Schule habe heisst das nicht, dass alles gut ist an der Schule. Wenn ein Kind leidet oder regelmässig mit Bauchweh heimkommt, muss man genau hinschauen. Es gibt Lehrpersonen, die gehen nicht ok um mit den Kindern. Oder es gibt Konflikte, die zwischen den Kindern schwelen, und niemand merkt es.
      Die eigene positive Einstellung hilft, konstruktiv mit Lehrpersonen zusammenzuarbeiten, es erst einmal im Guten zu versuchen, immer und immer wieder. Wenn Lehrpersonen aber mit „Ihr seid die schlimmste Klasse, die ich je hatte“ um sich werfen oder den einen nicht zuhören, wenn sie meinen, sie werden von den andern tyrannisiert, dann braucht’s vielleicht auch mal ein weniger positives Wort.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Klar doch Sisifee. Ich wäre der letzte der etwas anderes sagt oder tut. Ich antwortete auf den Blog und da wurde eine negative Grundhaltung postuliert und über eine Schule sinniert, die es gar nicht gibt. Es ging nicht um eine spezifisch schlechte Lehrperson oder ein spezifisch schlechtes Klima, sondern es wurde einfach behauptet: „DIE Schule (ganz allgemein) ist zu schlecht für meine superkreativen Kinder.“

        Unsere Kinder sind in einer guten Schule und haben gute Lehrkräfte, dennoch gibt es stänkernde Eltern und da würde ich empfehlen, zuerst mal bei sich selbst zu kehren und nicht pauschal DIE Schule an sich für alles verantwortlich zu machen.

      • Sisifee sagt:

        Ich mag auch keine stänkernden Eltern. An unserer Schule – so gut vieles daran ist – gibt es aber Lehrkräfte welche die Kinder anschreien, die lügen oder den Kindern die Hausaufgaben zerreissen, wenn sie sie ohne Namen abgeben. Viele Eltern, auch ich habe das ein paar Jahre lang getan, versuchen, das Beste draus zu machen und Lehrkräfte wie Kinder zu unterstützen. Ich bin mittlerweile bei einer 0-Toleranz-Haltung gegenüber solchem angelangt.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Solche Lehrer gibt es bei uns nicht.
        Zettel zerreissen oder Tyrannisierung zulassen, würde ich nicht tolerieren. Aber darum ging es ja bei Frau M. in keiner Weise. Es war eine Pauschalkritik. Deshalb müssen Sie doch meine Worte nicht auf ihre spezielle Situation projezieren. Sie schildern Fehlverhalten und Unfähigkeit, darum ging es im Blog aber nicht.
        Es wurde ein Schul-Standard beschrieben, der weder bei uns, noch an vielen anderen Orten Standard ist.
        Und seien Sie versichert, dieses Fehlverhalten entspricht bestimmt nicht der pädagogischen Ausbildung der Lehrkräfte von heute.

        PS was Sie beschreiben erinnert mich eher an meine Schulzeit, als an die meiner Kinder

      • Sisifee sagt:

        RoXY: Es geht mir überhaupt nicht drum, etwas „auf meine spezielle Situation“ zu projizieren, die vielleicht gar nicht so speziell ist. Es gibt vielerorts überforderte Lehrkräfte (mit völliger Unfähigkeit hat geschildertes Fehlverhalten oft nicht zu tun).
        Ja, die Kritik im Blog ist etwas pauschal formuliert. Das mag falsch sein, ist aber kein Grund, ebenso pauschal die falsche Einstellung der Eltern für schulmüde Kinder verantwortlich zu machen. Im Interessen der Kinder sollte man genau hinschauen. Wenn nötig, vor der eigenen Türe kehren, ja. Aber auch nicht ausschliessen, dass wirklich etwas nicht stimmt im Schulzimmer. LPs UND Eltern sollten die Wahrnehmung der Kinder als Ausgangspunkt ernst nehmen und sich nicht gegenseitig die Schuld zuschieben.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Hören Sie mir einfach genau zu: ich sagte „Fehlverhalten und Unfähigkeit“ und nicht „völlige Unfähigkeit“. Aber die Beispiele die sie genannt haben, sind sehr wohl „Fehlverhalten und Unfähigkeit“ und Sie sind entgegen, den pädagogischen Richtlinien, der heutigen Schule.

        Würden Sie mir genau zuhören, dann würden Sie merken, dass Sie bei mir offene Türen einrennen würden. Wenn ein Lehrer Zettel zerreisst oder den Schülern die Schuld für seinen Misserfolg als Lehrer gibt, oder für seine fehlende Kompetenz auch mit schwierigen Situationen umzugehen, dann ist das für mich genau dasselbe Verhalten, das ich bei Frau M kritisiert habe. Dieser Lehrer müsste sich fragen, warum er die Kinder nicht begeistern kann. Genau das würde ich diesem sagen.

  • Sportpapi sagt:

    Hm. Die Autorin stellt fest, dass sie selber gerne zur Schule gegangen ist. Und dass sich die Schule offenbar nicht wirklich verändert hat seither (was ich bestreite). Und dass aber nun ihre Kinder nicht gerne gehen. Und das muss an der Schule liegen.
    Es ist sicher gut, die Qualität unserer Schule immer im Auge zu behalten. Aber wenn die Kritik so unbedarft kommt, wenn die einzige Forderung heisst, irgendwie „ganzheitlicher“ (was genau das ist, was sich die heutige Schule auf die Fahne geschrieben hat), dann hilft das nicht wirklich weiter. Etwas konkreter dürfte es schon sein. Kein Wunder, dass auch keine Privatschule genannt werden kann, die es besser macht…
    Ach ja, meine drei Kinder im gleichen Alter gehen sehr gerne zur Schule. Auch wenn sie sich auch auf die Ferien freuen.

    • Muttis Liebling sagt:

      Gibt es denn eine von den Resultaten her begründete Vorstellung, wie man Schule besser machen kann, als die schon immer war? Vorne der Lehrer und am Pult sitzende mitarbeitende Kinde.

      Preussen hat seinerzeit die Schulpflicht eingeführt und Lehrer aus kriegsinvaliden Unteroffizieren rekrutiert. In dieser Zeit war die Dichte an weltweit führenden Wissenschaftler und Künstlern am höchsten. Man lese ‚Die Vermessung der Welt‘.

      • Sportpapi sagt:

        „Gibt es denn eine von den Resultaten her begründete Vorstellung, wie man Schule besser machen kann?“ Nein. Und sonst würde es umgesetzt. Man kommt eigentlich eher wieder auf den Frontalunterricht zurück, bzw. zu einem effizienten Wechsel der Methoden.
        Schulen, die alles anders machen, sind meistens nicht so, dass sie besonders auf Leistungsmessungen aus sind.

      • tststs sagt:

        Ich würde sagen: Jein. Was doch relativ unumstritten ist, ist die Annahme, dass gut/besser lernt, wer es gerne macht.
        Die Krux ist jetzt, wie sorgt man dafür, dass ein Mensch gerne lernt! Vieles kann die Schule tun, aber – wie schon mehrmals darauf hingewiesen wurde – nix kann gegen die Meinung der/Prägung durch die Eltern anstinken.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Das ist ein wahres Wort tststs. Wenn wir Eltern es nur begreifen würden! Unseren Kindern entgeht nichts. Unser negativer Blick, die Mimik, Andeutungen, selbst wenn sie nur subtil sind.
        Wer von vornherein kein Vertrauen hat, oder für Missstimmungen der Kinder automatisch, die Lehrkraft/Schule verantwortlich macht, gibt seinen Kindern keine Chance. Denn das Vertrauen zur Lehrperson/Institution ist die Grundlage, dass man lernen kann.
        Ich denke, einige Eltern machen auch deshalb so positive Erfahrungen mit Privatschulen, schlicht weil sie zur ihrer selbstgewählten Schule eine positive Einstellung haben (was sie zur staatlichen nicht hatten.) Insofern ist es ok, wenn sie wechseln. Denn Eltern und Schule sollten im gegenseitigen Vertrauen agieren können.

      • Sisifee sagt:

        „Einstellung übertragen?“ Ne, das ist mir zu esoterisch. Unsere Kinder sind doch schon in der 1. Klasse gross genug, ihrer Wahrnehmung zu trauen! Wenn es einem Kind in der Schule wirklich nicht gut geht, liegt das mit Bestimmtheit nicht an einer ominösen „übertragenen Einstellung“ und auch nicht nur am Kind.
        Mein Mann und ich fanden die Kindergärtnerin unseres Ältesten schrecklich tantig (was wir ihm natürlich nie gesagt haben). Er ist immer gerne hingegangen. Die erfahrenen Unterstufen-Lehrerinnen boten einen tollen Unterricht – unser Sohn hatte grosse Schwierigkeiten mit ihrem zwischenmenschlichen Stil. Er fand, er erhalte von mir aufgrund meiner positiven Einstellung zu wenig Rückendeckung – was sich im Nachhinein sogar als richtig herausgestellt hat.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Sisifee – das hat rein überhaupt nichts mit Esoterik zu tun. Blosse Menschen- und Selbstkenntnis. Kinder übernehmen die Werte ihrer Eltern.
        Jeder Erwachsene sollte sich bewusst werden, welche Prägung ihm sein Elternhaus verpasst hat und sich davon in reflektierter Weise emanzipieren. Dann merkt er plötzlich, wie sehr sein eigenes Verhalten und seine eigenen Einstellungen die eigenen Kinder prägt. Weitaus mehr als unsere „erzieherischen Bemühungen“. In gewisser Weise können sie diese den Müll runterspielen, denn das was Sie sind und denken, ist das, was Sie tatsächlich vermitteln.
        Ich kann das täglich beobachten, wie unsere Einstellungen und Verhaltensweisen unsere Kinder prägen im Guten, wie im Schlechten – und das sehe ich auch bei den anderen.

      • Sisifee sagt:

        RoXY: Ich mag mit meinem Esoterik-Vorwurf etwas über die Stränge gehauen haben, aber was Sie schreiben, stimmt eben nur teilweise. Natürlich finde ich, dass es sich lohnt, mit positiver Einstellung andern und der Schule zu begegnen. Und natürlich übernehmen unsere Kinder unsere Werte zu einem schönen Teil.
        Sie wachsen aber nicht unter einer Käseglocke auf, sondern haben ein Umfeld, das sie auch prägt. Freunde, deren Eltern andere Werte leben, was sie vielleicht auch cool finden und übernehmen möchten.
        Und was die Schule betrifft: Wenn sie „Bauchweh“ macht, liegt das nicht einfach an der falschen Einstellung der Eltern. Es kann tatsächlich sein, dass Kinder mit Freude in die Schule starten sich das Ganze nicht gut entwickelt. Oder dass sie das Vertrauen in die Lehrperson verlieren.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Sisifee – ich gehöre zu den Menschen, die den Dingen auf den Grund gehen. Wenn meine Kinder regelmässig Bauchweh hätten würde ich das nicht ignorieren.
        Ich höre einfach genau zu. Ich hörte Frau M.s Argumente und wenn jemand so redet, sorry, dann habe ich schon meine Zweifel.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Zum Anderen: klar prägt auch das Umfeld. Aber das Umfeld entsteht nicht zufällig. Wenn meine Kinder sich von asozialen Kindern angezogen fühlen und das ihre prägende Gang wird, oder wenn sie sich von Blendern blenden lassen, muss ich mich fragen, warum das so ist.

        Das mit der Prägung ist nicht so geradlinig wie sich das viele vorstellen. Ein Beispiel: Unsere Gang, wir waren allesamt Kinder, die keine enge Beziehung zum Elternhaus hatten, solche die einen Deut auf die Meinung ihrer Eltern gaben. Ich habe erst viel später gemerkt, wie sehr uns die Werte unserer Elternhäuser dennoch geprägt haben. Das ist unvermeidlich. Aber es braucht einiges, diese Mechanismen zu durchschauen.

      • Sisifee sagt:

        Ich finde es recht schwierig, jeweils abzuschätzen, welche Werte meine Kinder übernehmen und gegen welche sie sich stemmen (MOBILITY??? Seid Ihr wahnsinnig???). Auch reagieren nicht alle unsere Kinder gleich. Grosso Modo ist es aber natürlich so, wie Sie es beschreiben, wenn ich meine eigene Biografie betrachte.
        Was die Pauschalaussage des Blogs betrifft: Ich habe einfach das Unbehagen gespürt, dass ich sehr gut kenne und die daraus resultierenden Fragestellungen. Und, glauben Sie mir, ich hatte eine positive Einstellung zu unserem Schulsystem und habe es eigentlich immer noch. Ich stelle es mir schwierig vor, als Blogautorin konkretere Kritik an der Schule oder an Lehrkräften zu äussern, das wird ja vielleicht gelesen von den Kritisierten.

  • LenaLike sagt:

    Das Problem alleine der Schule in die Schuhe zu schieben erscheint mir wenig sinnvoll. Wenn man die Freizeitgestaltung mit Unterhaltungselektronik, Sportclubs, Kreativkursen und non stop Unterhaltungsprogram durch Eltern anschaut, ist es nachvollziehbar, dass die Schule in puncto Unterhaltunswert unterliegt. Es ist schlicht nicht möglich einer Schulkasse Lerninhalte mit einer derartigen entertainment Intensität zu vermitteln.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Die mutigsten Macher und kreativsten Denkerinnen werden ohne Fleiss (und hoffentlich einigermassen gesetzeskonformes, noch viel besser gerechtes, Verhalten) nicht besonders weit kommen; ausser sie hätten „brave&fleissige“ Mitläufer denen sie die Umsetzung abdelegieren könnten.

    Im Vergleich zu anderen Schulsystemen ist unser, auf Pestalozzi’s gründendes Kopf-Herz-Hand-Konzept gar nicht so übel, abgesehen von Schlaglöchern welche es einem/den Kindern schwer machen können.

    • mila sagt:

      Denken Sie, Brunhild, es wäre im heutigen Schulsystem noch echter Pestalozzi-Geist drin – nicht nur das Label drauf (unter ferner liefen…)? Sie sind in jedem Fall näher dran ‚an der Front‘. Aber mit einer Tochter, die körperlich extrem aktiv ist (das klassische ruhelose Fägnäscht), mache ich mir schon vorab so meine Gedanken. Und ja, schiele schon ein wenig in Richtung Montessori.

      • tststs sagt:

        Ich weiss jetzt nicht genau, was mit Pestalozzi-Geist gemeint ist, aber wenn es so etwas wie „mit Herzblut mit und für die Kinder“ meinen, dann kann ich dies nur unterschreiben.
        Ja, der eine oder andere Lehrerkollege sollte besser den Hut nehmen, aber selbst diese haben meiner Erfahrung nach nur das Beste für ihre Kids im Sinn.

        @mila: Achtung Einmischung: Die Entscheidung Montessori oder nicht würde ich eher weniger vom Fägnäscht-Grad abhängig machen. Andere Charaktereigenschaften sind IMHO entscheidender, ob Montessori das Passende ist.

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe in meinem Umfeld nur Kinder, die von den Eltern als körperlich extrem aktiv bezeichnet werden. Und keines hat wirklich Mühe in der Schule.
        Ausserdem wurden wir auch am ersten Elternabend im Kindergarten mit einem Montessori-Zitat empfangen. Die Frage ist also eher, wo denn die Unterschiede wirklich liegen.

      • tststs sagt:

        @SP: Sehe ich das richtig: Sie finden, es ist schon ganz viel Steiner-Pestalozzi-Montessori-Geist in der öffentlichen Schule?
        Würde ich sofort unterschreiben!
        (Ich glaube, die Zeiten, als der Lehrerberuf aus Prestigegründen ergriffen wurde, sind vorbei. Es ist immer ein wenig Berufung dabei… Und auch hier gilt: Ausnahmen bestätigen die Regel!)

      • mila sagt:

        Nein, gemeint ist ‚Kopf-Herz-Hand‘. Hand (und allgemein Körper) scheint mir der Verkopfung halber immer stärker in den Hintergrund gedrängt zu werden. Aber ich habe ja noch ein paar schulfreie Jahre vor mir, zum Schauen und Überlegen. 😉

      • Reincarnation of XY sagt:

        Wir sind sehr zufrieden mit unserer Schule, unsere Kinder haben es toll dort.
        Einmal die Woche können sie an einem eigenen Projekt nach ihrer Wahl arbeiten, manchmal in Gruppen, manchmal alleine, das sie dann auf verschiedene Weise der ganzen Klasse vorstellen können.
        Sie basteln und häkeln Dinge, die ihnen selbst Freude machen.
        Zudem haben Sie immer ein grosses – selbst für uns Erwachsene – interessantes Thema, das als Aufhänger durch ein Quartal führt. So wird Deutsch in ein spannendes, allgemeinbildendes Thema integriert. Der Unterricht ist sehr abwechslungsreich.
        Sicher gibt es Unterschiede von Schule zu Schule und von Lehrkraft zu Lehrkraft. Aber die Einstellung der Eltern ist mE die wichtigste Komponente.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Das sehen Sie richtig.
        @mila: Wie kommen Sie darauf? Und glauben Sie nicht, es sind eher die Eltern „verkopft“, die schon Jahre vor Schulbeginn sich Gedanken machen, ob ihr Kind wohl dahin passt oder andere Bedürfnisse hat? (und welche…). Nicht dass ich das falsch finde, ich war auch so. Aber dennoch.

      • mila sagt:

        Korrigieren Sie mich bitte, wenn ich falsch liege. Aber wird nicht seit Längerem in den Bereichen Sport und Musisches/Handwerkliches immer mehr gestrichen – zu Ungunsten der Kinder, die darin ihre Stärken haben? Von der Irrelevanz dieser Noten in den Augen vieler ganz zu schweigen…

      • Sina sagt:

        Mila, aus eigener Erfahrung: das hängt massiv mehr vom Klassenlehrer ab als vom Schulsystem, wie so ein Fägnäscht in der Schule zurecht kommt… Irgendwie zum Glück, und irgendwie leider, weil das lässt sich ja nicht wirklich so gross beeinflussen…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        kann mich den Antworten soweit anschliessen, klar, die musischen/handwerklichen Fächer führen je nach Ort eher ein Schattendasein, aber immerhin sind sie noch da und wir sind wirklich um Meilen weg von wirklich „auf Leistung trimmende Schulen“, was nicht bedeutet dass es Verbesserungsmöglichkeiten gäbe.
        Da sind für mich vor allem Raumgrösse/Klassenanzahl und Klassendurchmischung (angesprochene Nivellierung nach unten) Baustellen.
        Das Fägnäscht wird vermutlich noch genug Zeit zum draussen rumtoben haben, je nach Hausaufgabenorganisation seitens Schule, und ihrer Möglichkeit diese zu bewältigen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @mila

        kann mich den Antworten soweit anschliessen, klar, die musischen/handwerklichen Fächer führen je nach Ort eher ein Schattendasein, aber immerhin sind sie noch da und wir sind wirklich um Meilen weg von wirklich „auf Leistung trimmende Schulen“, was nicht bedeutet dass es Verbesserungsmöglichkeiten gäbe.
        Da sind für mich vor allem Raumgrösse/Klassenanzahl und Klassendurchmischung (angesprochene Nivellierung nach unten) Baustellen.
        Das Fägnäscht wird vermutlich noch genug Zeit zum draussen rumtoben haben, je nach Haus aufgabenorganisation seitens Schule, und ihrer Möglichkeit diese zu bewältigen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        PS Haus aufgaben um das blockierende Haus s chwein zu umgehen 😉

      • tststs sagt:

        @mila: Also da kann ich Sie beruhigen. Es wurde noch nie so viel Effort in die Frage gelegt, wie man gute Schule macht (sorry, ich kann’s nur so platt ausdrücken).
        Dazu gehören auch Gedanken zu Hand und Herz. Schauen Sie nur einmal, wie viel Mühe in geeignetes Mobiliar gesteckt wird! Oder wie viel in der Lernforschung über Zusammenspiel von Hirn und Körper gleistet wird?
        Und vor allem wird IMHO immer versucht, die Erkenntnisse in den Unterricht und dessen Verbesserung einfliessen zu lassen. (Natürlich wird dann und wann auch mal „en Seich“ versucht, korrigiert sich meist aber schnell).
        Ich kann Ihnen wirklich versichern, in der Ausbildung wird wirklich Wert auf solche Dinge gelegt, resp. den meisten Lehrpersonen sind solche Dinge eh von Haus aus wichtig.

      • Sina sagt:

        Noch ein Nachtrag: ich würde nicht mal sagen, dass es so sehr von der „Qualität“ des Lehrers abhängt, sondern am Schluss halt sogar davon, wie gut der mit dem Kind zusammenpasst… Also etwas sehr individuelles…

      • Sina sagt:

        Und zu guter Letzt noch eine andere Erfahrung zu Deiner Beruhigung, Mila: auch Fägnäschter und Freigeister können sich wider Erwarten als wirklich sehr aussergewöhnlich anpassungsfähig erweisen. 🙂

      • tststs sagt:

        Uuuuund: Es gibt durchaus Lehrpersonen, die gerne mit Fägnäschtern arbeiten!

      • mila sagt:

        Ok, schön, auch mal durchweg grundsätzlich Positives zu hören. 😉

      • Reincarnation of XY sagt:

        mila – es gibt ja auch das Gerede, dass die heutige Schule zu wenig Leistung fordert, zu wenig Lesen, Schreiben und Rechnen vermittelt, nur noch Wischiwaschi bla, bla, bla – und dann gibt es wiederum die, die eben gerade das Gegenteil davon behaupten: nur noch Druck, pauken, keine Muse …. .
        Ich würde einfach mal schauen, wie denn die Schule ist, in der die Kleine dereinst gehen wird.
        Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, dass meine Kinder heute eine bessere und vielfältigere Bildung bekommen, als wir das hatten. Ich habe den Eindruck bekommen, dass die Lehrer heute weit besser gerüstet sind, als es unsere damals waren.

      • Karl von Bruck sagt:

        @Sina – Im heutigen Neofeudalismus muss darauf geachtet werden, dass das Kind nicht nur mit ungeeigneten LehrerInnen, sondern spaeter auch mit sogar sadistischen Vorgesetzten „fertig“ werden muss, statt sich selber fertigmachen zu lassen. Andererseits sollten krasse Uebergriffe nicht geduldet, sondern mit – getrennt marschieren und vereint schlagen – angegangen werden. Waehrend Vorgesetzte in der Leer-, Wehr- und Lohnsklaverei meistens fest im Sattel bleiben, sogar wenn ihre Untergebenen in Scharen davonlaufen oder gar Selbstmord begehen, luepfts doch gelegentlich einen Peitschen- statt Zuckerbrotlehrer in die Gosse statt Pansion….

    • Barbara Beeler sagt:

      Tja, nur entscheiden eben nicht die LehrerInnen über Schulräumlichkeiten, Stundenplan etc., sondern wenn’s hart auf hart kommt die Schulbehörde. Und die Mitglieder dieser Behörde haben nicht zwingend eine pädagogische Ausbildung. So geht es mitunter nicht darum, pädagogisch sinnvollen Schulraum zu schaffen, sondern einem Kollegen ein Bauauträgli zu zu schanzen, auch wenn die LehrerInnen die Pläne nicht gutheissen. Glücklich die Gemeinde, die eine gute Schulbehörde hat!

      • Sportpapi sagt:

        @Barbara Beeler: Bei uns sind die Schulen ziemlich autonom. Was auch nicht immer toll ist, haben wir doch die Schulpfleger gewählt, und nicht die Schulleiter.
        Aber der Vorwurf, dass sinnlos gebaut werde, um einem Kollegen einen Auftrag zuzuschanzen, ist sicher völlig daneben. Erstens gibt es dafür eine demokratische Kontrolle, im Gegensatz zu Privatschulen. Zweitens bekäme der auch einen Auftrag, wenn es sich um einen sinnvollen Schulraum handelt. Und drittens gibt es noch die Verpflichtung zur öffentlichen Ausschreibung. Wiederum im Gegensatz zu privaten…

  • Melanie sagt:

    Meine Kindergärtler jammern jeweils am Freitagmittag, weil sie jetzt 2 1/2 Tage nicht in den Chindsgi kommen dürfen. Sie kämen auch am Wochenende. Und das auch mit Lehrplan 21 🙂

  • Susi sagt:

    Geht es hier wirklich um das System? Meine Tochter geht eigentlich sehr gern zur Schule (2. Klasse), aber noch lieber schläft sie am Morgen aus und tut dann, was sie will. Das zieht sich auch über andere Bereiche: Sie würde lieber einfach frei Skifahren anstatt im Kurs, weil sie dort nicht einfach fadengrad die Piste runterbrettern darf, wie sie es eigentlich möchte.
    Es geht also vielleicht um Selbstbestimmung, aber ich frage mich, wie das vermehrt ins gängige Schulsystem integriert werden kann, ohne dass dann einfach alles verschwimmt und die Lernziele nicht mehr erreicht werden.

    • tststs sagt:

      Hier braucht es keinen Wechsel des Schulsystems, sondern einen guten/engagierten Lehrer, der dieses Potential erkennt und abschöpft.

      • Sportpapi sagt:

        Auch ein guter, engagierter Lehrer kann nur bedingt die Selbstbestimmung/Wahlfreiheit von zwei Dutzend Kindern gleichzeitig achten…
        Ausserdem wäre es denn Kindern wohl auch bald langweilig, wenn sie immer tun dürften, was sie wollen…

      • tststs sagt:

        Neinei, das gaaaht voll easy…

        Ist schon klar, ich schreibe hier ziemlich non-chalant! Weiss aber um die Umsetzungsschwierigkeiten.
        Ich hatte dabei aber weniger ein „jeder-tut-was-er-will“-Prinzip im Sinn. Macher-Kinder soll man Möglichkeiten geben, eben etwas zu machen. Wieso also nicht einmal Klein-Susi bestimmen lassen, welche Aufgabe als nächstes gelöst wird.
        (Etwas OT: Das finde ich immer noch eine der Hauptschwierigkeiten: Wie bringe ich die beiden Schülertypen (Nr.1=sagen sie mir, was wir tun sollen, leiten sie mich, unterrichten sie mich, nennen sie mir das Thema des Aufsatzes: Nr.2=lassen sie mich diese Aufgaben selber lösen, können wir das in Gruppenarbeit lösen, wieso darf ich nicht selber ein Thema wählen) unter einen Hut…?)

      • Reincarnation of XY sagt:

        auch hier Übereinstimmung tsts
        Ich möchte einfach noch hinzufügen, dass beide Typen eben auch das andere lernen müssen.
        Der „sag mir was ich tun soll“-Typ muss auch lernen, kreativ zu werden.
        Und der „lass mich das auf meine weise lösen“-Typ muss auch lernen, dass es nicht immer nach seinem Kopf gehen kann. Disziplin, sich einem Schema unterordnen.
        Beides ist notwendig zu üben.
        Wir müssen kreativ sein und eigenständig denken können, aber auch fähig, dass wir uns an gegebene Abläufe anpassen können. Wer beides kann: sich an die schnell verändernde Zeit anpassen und gleichzeitig kreativ sein, der kommt weiter.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Es ist ja schon einmal gut, wenn Lehrer sich bewusst sind über ihre bevorzugten Unterrichtsmethoden, und sie wissen, dass auch die Kinder bevorzugte Lernmethoden haben, jedes vielleicht etwas anders. Und dass da eine Passung gefunden werden muss, die je nachdem mal dem einen, mal dem anderen mehr zusagt.
        Methodenvielfalt und rhythmisierter, abwechslungsreicher Unterricht.
        Aber es geht nun mal nicht auf, eine Vorgabe zu haben, wie viel Zeit Kinder in der Schule zu sein haben, aber sie gleichzeitig individuell in ihrem Tempo zu fördern. Und dann noch mit allen am Schluss die gleichen Ziele zu erreichen…

      • tststs sagt:

        Hmmmm, kommt mir gerade so ein Gedanke: Schule (Stichwort „Neues Lernen“) hat viel damit zu tun, sich ausserhalb der Komfortzone zu bewegen (eben, auch Dinge mal anders machen, als man sie sonst macht).
        Und evtl. kann man den Eltern den Vorwurf machen, dass Kinder heutzutage von Komfortbox zu Komfortbox gehätschelt werden, so dass sie eine Situation ausserhalb des wohlbehüteten Nestes überfordert…
        @SP: Absolut einverstanden. Hier vermische ich sicher auch zu sehr Primar mit meiner Schultätigkeit. Ich kann natürlich ganz anders mit meinen Pappenheimern arbeiten, als jemand, der zuerst die Fundamentarbeit leisten muss!

    • Sisifee sagt:

      @ Susi: Ich habe so ein Exemplar daheim ;-)). Mein jüngerer Sohn tut am liebsten, was er will und schätzt keine Anleitung. Es wäre interessant, zu wissen, wie es um die Bindung Ihrer Tochter an die Lehrperson bestellt ist?
      Obwohl ich grosse Schwierigkeiten befürchtet habe, klappt es mit unserem zweiten Sohn sehr gut in der Schule, dank einem Lehrer, der begeistert ist von der ganzen Klasse und auch von unserem Sohn. Zwei mal wöchentlich gibt es freie Arbeit, wo gelernt werden darf, was und wie man will. Im Fussball läuft unser Sohn zu Bestform auf, aber erst, seit er bei unserem 75jährigen Nachbarn trainieren darf, den er über alles mag. Zuvor ist er auf dem Platz herumgestanden und hat sich verweigert.

      • Susi sagt:

        @Sisifee: Unsere Tochter vergöttert ihre Lehrerin, sie liebt ihren Unterricht! Aber sie steht am Morgen nicht gerne auf, am Wochenende kann die bis halb elf liegen bleiben (ich glückliche, ich weiss!).

        Das mit dem 75jährigen Nachbarn ist lustig!

      • Karl von Bruck sagt:

        Es gibt eben Morgenmenschen, aber auch Abendmenschen. Wenn man endlich zum Zweischichtbetrieb (8 -2 und 2-8) uebergehen wuerde, koennte man die Haefte der Galeerenplaetze einsparen und den GaleerIstinnen ihren verschiedenen individuellen Beduerfnissen besser angepasste Arbeitszeiten anbieten….

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