
Ein Bilderbuchsamichlaus - nur der Bart wirkt unecht.
Es weihnachtet schon sehr – zum grossen Grauen vieler Zeitgenossen. Ja, im Dezember jagen sich die Traditionen: Adventssonntage, Samichlaus, Weihnachten, Silvester. Und stellen uns alljährlich vor die Frage: Warum tun wir uns diesen Stress eigentlich an? Darauf gibt es sicher viele Antworten. Zum Beispiel, weil man Kinder hat. Das ist ein guter Grund. Nicht wegen der Traditionen selbst, sondern weil sich an ihnen beobachten lässt, wie das Kind in die Welt hinein wächst und seinen Geist entwickelt. Nehmen wir zum Beispiel das einigermasse absurde Schauspiel, das in hiesigen Breitengraden jährlich für sie inszeniert wird: Samichlaus.
Wenn der in einen roten Mantel gekleidete Mann zum ersten Mal an die Wohnungstür pocht, um dann mit tiefer Stimme zu verkünden, was er in seinem grossen Buch alles notiert hat, macht das schwer Eindruck. Meine Kinder waren die ersten Male ganz Furcht und Zittern, obschon wir immer ausgesprochen freundliche Chläuse buchten. Und ich fragte mich jeweils, warum der gut alte Mann einen solchen Eindruck macht. Die ersten Male ist der Samichlaus ein singuläres Ereignis, das in den Alltag des Kindes einbricht und nach der kleinen Horroreinlage für süsse Belohnungen sorgt. Das Kind vergisst und wird im folgenden Jahr aufs Neue überrascht.
Doch wie die Kinder bei den Bilderbüchern irgendwann begreifen, dass es sich nicht nur um singuläre Bilder handelt, sondern diese eine Abfolge bilden, eine Geschichte erzählen, wo eines zum anderen führt, erkennen sie mit der Zeit auch, dass die Wirklichkeit eine Abfolge von Ereignissen ist, die sich zu Tagen, Wochen, Monaten, Jahren formen. Dass gewisse Ereignisse mit schöner Regelmässigkeit wiederkehren. Der Geist hat sich vom Schwamm zu einem Instrument mit Sinn für Zeit und Geschichte geformt.
Und jetzt beginnen seine korrosiven Kräfte zu wirken. Sie entdecken in der Abfolge der Chläuse verdächtige Inkohärenzen. Die Kinder beginnen Fragen zu stellen. Ist der Samichlaus eigentlich echt? Und wenn ja, warum sieht dann der Bart so unecht aus? Und was zeichnet diesen Samichlaus vor all den anderen Chläusen aus, die am 6. Dezember durch die Stadt ziehen? Irgendwann stellen sie dann keine Fragen mehr, sondern denken sich bloss noch ihre Sache, wie meine Tochter, die letztes Jahr mit zweifelnden Blick seine Robe musterte, unter der ganz ordinär Jeans hervor blitzten, die in etwas gar zu modischen Stiefeln endeten. Und der Sohn antwortete auf die Fragen des Samichlauses frech, warum er denn nicht einfach in seinem schlauen Buch nachschaue.
Das ist dann der Moment, wo sich die Eltern wiederum Fragen stellen müssen. Zum Beispiel, was der Zweck solcher Inszenierungen ist und ob man sie auch aufrecht erhalten soll, wenn die Fiktion durchschaut wurde.
Ich glaube, wir tun es, weil es eine Tradition ist und wir uns dadurch an die eigene Kindheit erinnern. Vielleicht ist es aber auch ein Ritual, das den Kindern genau diese Entdeckung ermöglichen soll, dass ihr Geist imstande ist, Fiktionen zu entlarven. Das mag einen als Mutter oder Vater vielleicht mit Wehmut erfüllen, weil es ein emanzipatorischer Schritt und damit Vorgeschmack auf die spätere Ablösung ist. Aber ich persönlich finde das schön. Die zweite Frage ist schon schwieriger zu beantworten. Bedeutet die Entlarvung des Samichlaus, dass man auf sein Erscheinen verzichten kann? Oder soll man die Tradition einfach um der Tradition willen beibehalten?
Wie halten oder hielten Sie es mit dem Samichlaus?


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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…lehre trifft auf leere. resultat 2 : 0
@Chucky Brown: Die Standard-Antwort der Rednecks. You must live in the Fly-Over Zone.
Es ist interessant, dass es keine Amerikanerwitze gibt…. gibt es doch überall Witze über die Nachbarn. Österreicher, Schweizer, Schwaben, Polen. Vielleicht kennt einer einen solchen Witz – Desperately Seeking Humour.
@Andreas Kyriacou: Auf dem Papier hast Du recht. Oder hattest. Denn ich sage, dass das Zeitalter der Aufklärung zu Ende geht. “nicht irgend ein selbst ernannter Sittenrat über Recht und Unrecht urteilen” ist inzwischen faktisch so.
Zum Huhn und Ei Problem von Recht und Gesellschaft: in liberaler Tradition (Aufklärung) definiert die Gesellschaft das Recht . Der durch das Recht gesetzte Rahmen definiert umgekehrt die Gesellschaft.
Wird beim Bau des Rahmenwerkes der Massstab zu klein gewählt, entstehen Zonenreglemente für das Ausführen von Chlaustagungen.
Es ging eigentlich um Chläuse, Cola und Big Mac’s.
ist schon spannend, wie einige kommentare die “echte tradition” als etwas statisches wahrnehmen. keine tradition bleibt immer gleich. wir empfinden als “richtig”, was wir als kinder erlebt haben. unsere kinder werden eine neue wahrnehmung haben und das finde ich gut so.
zum eigentlichen thema: ich habe meinen kindern erklaert dass der richtige samichlaus nicht zu allen kindern kommen kann und deshalb sehr viele helfer hat. die waren aber alle beim richtigen samichlaus in der schule. wir koennen aber nie wissen, ob vielleicht der richtige kommt.
.. meist stellt er uns sowieso den sack vor die tuere und hinterlaesst einen brief. wir leben im ausland und deutschsprechende maenner sind rar. einmal hatten wir eine frau, die kinder fanden’s toll, aber fuer mich “stimmte” es nicht so. und ja – ich will auch meinen teil an der illusion haben, geniesse sie sehr, auch wenn ich alles selber organisiere und weiss, dass es den richtigen samichlaus nicht gibt. oder vielleicht doch….?
@ Simon:
Ja, ich finde auch das Opferfest „spannend“, obwohl sich dieses Wort in meinem Kommentar auf etwas anderes bezog (bitte nochmals nachlesen)… Aber in einem Punkt verstehen Sie mich falsch: Über Weihnachten wird in der Schule noch mehr gesprochen als über das Opferfest, und auch die anderen christlichen Feste werden gebührend gewürdigt. Die Kinder dürfen und sollen etwas über Religionen lernen, und das Christentum hat wegen seiner prägenden Rolle in unserem Alltag sogar eine besondere Stellung. Religiöse Handlungen vollziehen oder von den Kindern religiöse Bekenntnisse verlangen darf man in einer öffentlichen Schule hingegen nicht. Das Problem mit vielen Weihnachtsliedern ist das darin enthaltene religiöse Bekenntnis. Ob Maria eine Jungfrau war, wessen Sohn Jesus war und ob er nun der Messias war oder nicht, ist hier in der Schweiz Privatsache. Sogar das Vaterunser ist konfessionell neutraler als die meisten Weihnachtslieder. Die Gesetze, welche solche Lieder in der Schule verbieten, sind nicht neu, und ich habe sie nicht erfunden, aber wenn ich schon auf der Welt gewesen wäre, als sie beschlossen wurden, hätte ich ihnen aus ganzem Herzen zugestimmt. Weihnachtslieder sind wunderschön, gerade die „echten“, traditionellen, in denen es nicht bloss um Geschenke oder rotnasige Rentiere geht. Und sie haben ihren Platz: je nach Geschmack im Einkaufszentrum, auf der Strasse, im Radio, im Fernsehen und ganz sicher bei jeder christlichen Familie zu Hause, aber nicht in der Volksschule, denn diese ist laut Gesetz nun einmal „konfessionell neutral“. Übrigens: An den Adventssonntagen und an Weihnachten selber findet auch gar keine Schule statt…
@ BigMac:
Ja, eigentlich geht es eher um den Grundsatz, dass die Volksschule „konfessionell neutral“ sein müsse, als um die Trennung von Kirche und Staat. Entschuldigen Sie die Vermischung.
Bei religiösen Symbolen wird differenziert: Ein Weihnachtsbaum im Foyer ist OK, ein Kruzifix im Klassenzimmer nicht. Im Kunstunterricht und im Fach „Religion und Kultur“ werden massenhaft religiöse Symbole angeschaut – das läuft unter „ÜBER Religionen lernen“ und ist somit erlaubt – aber selbstverständlich betet man sie nicht an. Weshalb genau viele Weihnachtslieder in der Schule nicht erlaubt sind, steht bereits in meiner Antwort an Simon, deshalb wiederhole ich es hier nicht.
Man mag darin Haarspaltereien sehen, aber für ein Kind, welches nicht Dinge über Jesus oder Maria sagen will, welche seinen eigenen Überzeugungen zuwiderlaufen, sind diese kleinen Unterscheidungen sehr wichtig.
Der Anfang der Bundesverfassung ist ziemlich universell – er stört vielleicht Atheisten, Agnostiker und Leute, die ein Problem mit dem Wort „allmächtig“ haben, aber an eine bestimmte Konfession gebunden ist er nicht.
@ alle anderen:
Tut mir Leid, dass ich die Diskussionen um den Samichlaus unterbreche, aber es war mir wichtig, Simon und BigMac zu antworten, wenn die mir schon extra schreiben…
@Lori. ich sehe nur nicht, wie man vom Samichlaus auf den Islam kommt, wenn von europäischen Traditionen gesprochen wird.
wie ich schon sagte. sowohl Tradition als auch Religion sind Angelegenheiten der Familie, nicht des Staates und säkularen Schulen.
Sorry, noch einmal eher off-topic…
@Lori
Der Kanton Zürich nimmt mit dem Fach «Religion und Kultur» mutwillig Kurs auf den Eisberg. Der Bildungsrat hat sich nicht an die Leitplanken des Kantonsrates gehalten. Geboten wird nun ausschliesslich eine Auslegeordnung der grossen Religionen, auch «Kultur» wird ausschliesslich in religiöser Verpackung aufgetischt. Weltliche Werte werden bewusst ausgeblendet, für Kinder aus säkularen Elternhäusern gibt’s also keinen persönlichen Anknüpfungspunkt, es wird so getan als existierten sie schlicht nicht. Damit ist nicht nur die Chance vertan, dass das Fach tatsächlich zum gegenseitigen Verständnis beiträgt. Es ist in der geplanten Form auch klar verfassungswidrig – Klagen sind so sicher wie das Amen in der Kirche. Der Kanton wird entweder das Obligatorium (und dann wohl auch die Benotung) aufgeben oder eine inhaltliche Kurskorrektur vornehmen müssen. Einstweilen verschleudert er aber gern mal gerne ein paar Dutzend Millionen, um diesen Scherbenhaufen zu produzieren. Das – um es mit den Worden @BicMacs auszudrücken – kotzt mich an…
Wieso heisst das Fach eigentlich nicht “Religion und Philosophie”?
Und: Wird in dem Fach dann auch Marxismus – Leninismus als atheistische Weltreligion behandelt?
@ Katharina: Weil jemand wissen wollte, ob Muslime den Samichlaus nicht mögen, und seine Enttäuschung darüber, dass an den Schulen keine Weihnachtslieder gesungen werden, in den gleichen Kommentar packte.
… Aber über Atheismus spricht man durchaus.
Dass ReligionsAUSÜBUNG in die Familie und nicht in die Schule gehört, finde ich ja auch. Aber in der Schule hören und erzählen die Kinder davon.
Von Marxismus-Leninismus in einer “Religion und Kultur”-Stunde habe ich noch nie gehört
Warum es “Religion UND KULTUR” heisst, verstehe ich selber nicht ganz, denn man spricht ja auch nicht von “Deutsch und Kultur”, “Französisch und Kultur”, “Musik und Kultur” oder “Kunst und Kultur”… Ja, “Religion und Philosophie” fände ich da auch logischer, oder vielleicht auch NUR Philosophie – ohne Religion – als Schulfach…
@ Andreas Kyriacou:
Doch, Kinder aus säkularen Elternhäusern können durchaus mitreden, denn bei Themen wie “Wie soll ich andere Menschen behandeln?”, “Was ist ‘gut’ und was ist ‘böse’?” oder “Wie ist die Welt wohl entstanden?” haben sie auch eine Menge zu sagen. Ausgewogenheit erreicht man nie, denn es gibt ja fast so viele Religionen, wie es Menschen gibt – deshalb spricht man über diejenigen, denen die Kinder wahrscheinlich begegnen werden (in der Schweiz, auf der Welt und natürlich in der Klasse).
Vielleicht wird ja eines Tages die Religion auch in dieser Form aus dem Pflichtenheft der Schule gestrichen, und vielleicht wäre das ja die fairste Lösung… aber das wurde in diesem Blog, glaube ich, schon einmal diskutiert.
@ alle andern:
Falls ich nochmals direkt angeschrieben werden sollte (was ich durchaus mag, ich gebe es zu), werde ich mit der Antwort warten, bis ich das Gefühl habe, dass die Diskussion zum eigentlichen Thema – dem Samichlaus – sowieso zu Ende ist. So blockiere ich hoffentlich nichts…
@Lori: die Frage zu Unterricht war eigentlich an Andreas K. gerichtet, weil er die Situation in ZH skizzierte.
Du sagtest dann: “Von Marxismus-Leninismus in einer “Religion und Kultur”-Stunde habe ich noch nie gehört”. Als ich ans Gymnasium ging, lehrte uns die letzten zwei Jahre ein Angehöriger des Jesuitenordens Philosophie. Darin kam eine vergleichende Vorlesungsreihe über die Weltreligionen (Christentum, Judentum, Islam, Buddhismus, Hinduismus und Kommunismus). Die Reihe über Kommunismus war betitelt “Kommunismus – eine atheistische Weltreligion?” Daher die Idee zu meiner Frage oben. Sicher könnte man über mich witzeln, dass ich Kommunismus und Marxismus-Leninismus gleichsetzte.
Philosophie war Pflichtfach, allerdings nur mit einfachem Notengewicht.
Ich finde einfach, dass das Thema unter dem Lehrfach Philosophie besser untergebracht ist als in einem sehr weiten Begriff wie Kultur. Fragen der Religionsausübung und was dazu gelernt werden soll, gehört in ein Wahlfach ausserhalb des gewöhnlichen schulischen Rahmens.
@Katharina + Lori
Das Fach heisst nicht «Religion & Philosophie» weil in dem Fach die Welt AUSSCHLIESSLICH durch die rosa Brillen von fünf Religionen betrachtet wird. Würde – wenigstens im Oberstufenlehrplan – wirklich die Interaktion von Weltanschauungen und Gesellschaft thematisiert, müsste meiner Meinung nach tatsächlich auch erwähnt sein, dass es Versuche gab, Atheismus quasi als «Staatsreligion» durchzusetzen. (Es müsste allerdings klar werden, dass dies Mittel zum Zweck war, um eine Gesellschaftsform durchzusetzen, währenddem es in Theokratien genau umgekehrt ist: Da ist die Gesellschaftsform Mittel zum Zweck, um einer Gesellschaft ein Glaubensgerüst aufzudrücken.)
Noch einmal: Das Zürcher Fach ist KEIN ETHIKUNTERRICHT. Der federführende Bildungsrat, Jürgen Oelkers, will sogar, dass sich der Kanton Zürich eine Ausnahmeregel für den überkantonalen «Lehrplan 21» ausbedingt, weil dieser «Ethik» als Schulthema verbindlich einführt – ein Ansatz, der inkompatibel zum Zürcher Fach ist. Die operativ zuständige Mitarbeiterin der Bildungsdirektion hat dies schriftlich ausdrücklich mit folgenden Worten bestätigt:
.
Jürgen Oelkers gab 2003 zusammen mit zwei Mitautoren das Buch «Das verdrängte Erbe» heraus, indem lamentiert wird, dass der Beitrag von Religion und Theologie in der Pädagogik unterschätzt wird. Wenn man auf einer derartigen Mission ist, ist nicht erstaunlich, dass man sich weder von der Verfassung noch von parlamentarischen Aufträgen von seinem Kurs abbringen lassen will.
@Katharina – zum Huhn und Ei Problem…: Ein für alle mal: Für denkende Menschen hat es dieses Problem nie gegeben:
Hat jemand die Frage, was zuerst gewesen?
Ob Huhn oder Ei? Und zu welchen Spesen?
Dann möge man zuerst das Hirn einschalten
und die Intelligenz befragen, wie sie würde walten.
Vermutlich würde sie einem dann befehlen,
sich ja nicht etwa mit Ausbrüten zu quälen,
sondern, fröhlich, ein Huhn (und einen Gockel) zu schaffen,
um hernach – in Musse – ein Ei zu begaffen.”
Und nun doch noch zum Samichlaus: Er ist ein Riesenquatsch, eine falsche Psychologie. Wer Jesus Christus als Erlöser nicht ernst nimmt – braucht einen Samichlaus: Eine Ausschnittweise Gegenüberstellung: Der Samichlaus spart deine Sünden ein Jahr lang auf, um dann als drohende Wolke über dir aufzuziehen (Michèle Binswanger: Meine Kinder waren die ersten Male ganz Furcht und Zittern…), demgegenüber erwartet Jesus Christus, dass man ihm seine Sünden bekennt, um von ihm (nicht nach einem Jahr) Vergebung zu erlangen, er schenkt unbelastetes Weiterziehn. Beim Samichlaus (selber ein Sünder und obschon man über ihn die Kinder belügt) ist ein gewissenhaftes Kind gewiss, dass es “bald in einem Jahr, dann” wieder mit seinem Versagen konfrontiert wird. Hört endlich auf mit diesem Mist.
@H. Oswald: Sie wollen ein Märchen durch ein anderes ersetzen. Lasst den Kindern doch den Glauben – ob Samichlaus oder Heiland – die Kinder werden’s früher oder später dann begreifen.
@Heinz Oswald
Das Versprechen der Erlösung durch Jesus macht natürlich nur Sinn, wenn man am Konzept von Hölle und Teufel festhält – dagegen ist der Samichlaus ein Weichei.
@ heinz oswald
…unbelastet weiterziehen oder mit einem chlaussack von dann ziehen – klingt beides nicht so schlecht für mich.
@Tamara. Es gibt genügend Indizien, um als Ungläubiger Jesus Christus nicht für ein Märchen zu halten. Das Etikett “Märchen” wird der Persönlichkeit Jesu Christi und den aussagen seiner Zeugen nicht gerecht – dem Samichlaus aber absolut. Christus wurde im Alten Testament prophezeit von einem Heer von Propheten, er ist gekommen und von einem Heer von Zeugen des Neuen Testamentes so erfahren worden, wie er prophezeit wurde…
Mit dem Samichlaus lehrt man die Kinder bereits, andere anzulügen.
“Wiie habt ihr die Lüge so gerne.” (Aussage aus der Bibel)
@Heinz Oswald
In der Tat, man soll Jesus – wie auch den Samichlaus – nicht für ein Märchen halten. Beide sind sie Amalgate zahlreicher früherer Erzählfiguren.
@Andreas, à propos Teufel: Du ignorierst unseren Schmutzli, aber wir beide stehen ja über den scholastischen Diskussionen, gäll.