Trügerisches spätes Mutterglück

Reifes Elternglück: Philipp Hildebrand und Margarita Louis-Dreyfus freuen sich über Zwillings-Mädchen.(Keystone/Francois Mori)

Reifes Elternglück: Philipp Hildebrand und Margarita Louis-Dreyfus freuen sich über Zwillingsmädchen. (Keystone/Francois Mori)

Jetzt hat auch die Schweiz mit Margarita Louis-Dreyfus (53), der Partnerin von Ex-Nationalbankpräsident Philipp Hildebrand (52), ihre erste prominente «alte» Mutter. Vor knapp zwei Wochen verkündete das Paar die Geburt seiner Zwillingsmädchen, wie in der «Schweizer Illustrierten» zu sehen. Es geht hier weder darum, späte Mutterschaft zu verurteilen – wie das in Diskussionsforen schonungslos getan wird – noch sie zu verteidigen.

Das späte Kinderglück der Hildebrands wirft ein Schlaglicht auf den Zustand unserer Gesellschaft. Denn schon bedeutend jüngere Frauen bekommen Unverständnis und Empörung zu spüren, wenn sie offen zu ihrem noch unerfüllten Kinderwunsch stehen. Während hierzulande jedes Jahr 15’000 Männer zwischen 40 und 50 frischfröhlich Vater werden, muss sich eine Frau den Vorwurf von Egoismus und Verantwortungslosigkeit gefallen lassen, wenn sie um die 40 ihren Wunsch nach einem Kind noch erfüllen möchte. Besonders dann, wenn sie unkonventionellere Wege beschreiten möchte: Hormontherapie, In-vitro-Fertilisation, Social Freezing, Samenspende, Co-Parenting.

«Selber schuld, warum hat sie so lange gewartet!», heisst es schnell. Es ist leicht, diese «Verzweifelten» und ihre «krankhafte Torschlusspanik» zu belächeln. Dabei ist der späte Kinderwunsch weniger ein individuelles als ein gesellschaftliches Phänomen. Unsere Wohlstandsgesellschaft macht Familienplanung kompliziert, da uns viel mehr Wahlmöglichkeiten zur Verfügung stehen als damals unseren Eltern. Wer will denn heute noch den ersten Schulschatz heiraten und es dem Zufall überlassen, ob und wann es Nachwuchs gibt?

Wir wollen die ganz grosse Liebe und nehmen dafür Beziehungsumwege in Kauf. Zuverlässige Verhütungsmethoden machen es möglich, das Familienleben hinauszuzögern, und man kann auch ohne gesellschaftliche Nachteile darauf verzichten. Die Alternativen zum Nestchenbauen sind zahlreicher denn je, der Freiheitsdrang ist gross. Das macht die Partnersuche für Frauen, die im kritischen Alter noch single sind, schwierig.

Ausserdem haben Frauen in den letzten 20 Jahren in Sachen Ausbildung massiv aufgeholt. Logisch, wollen sie, und auch die Wirtschaft, dieses Potenzial nutzen. 80 Prozent aller Frauen sind heute erwerbstätig. Die Kindererziehung lastet aber nach wie vor weitgehend auf ihren Schultern. Wenn man Job und Kinder aneinander vorbeibringen muss, verengt sich das Zeitfenster der Frauen noch mehr.

Als Folge davon ist das Durchschnittsalter, in dem Frauen zum ersten Mal Mutter werden, angestiegen. 1970 lag es bei 25 Jahren, heute bei über 30. Dazu hat auch die boomende Fortpflanzungsmedizin beigetragen. Bei zwei von 100 Kindern, die heute auf die Welt kommen, wurde im Labor nachgeholfen. Aber leider funktioniert das längst nicht für alle. Die Erfolgschancen bei einem Behandlungszyklus liegen bei 30 Prozent. Wenn das Mutterglück bei US-Schauspielerinnen oder nun eben bei einer Schweizer Rohstoffunternehmerin noch jenseits der 50 eintrifft, macht das vielen Frauen falsche Hoffnungen. Es handelt sich bei solchen Schwangerschaften nämlich um Einzelfälle im Promillebereich, die nicht selten dank einer kostspieligen und in der Schweiz verbotenen Eizellenspende zustande kamen. Aber das wird verschwiegen.

Das Problem wird sich noch verschärfen, wenn die gesellschaftlichen Trends anhalten, die es begünstigen, das Kinderkriegen auf die lange Bank zu schieben. Denn allen medizinischen Fortschritten zum Trotz wird sich nichts an der Tatsache ändern, dass die Schwangerschaftschancen der Frau ab 35 deutlich abnehmen. Und auch der Kinderwunsch als treibende Urkraft wird sich nicht wegdiskutieren lassen – hoffentlich.

204 Kommentare zu «Trügerisches spätes Mutterglück»

  • Claude sagt:

    Vom biologischen Gesichtspunkt bin ich gegen alte Eltern, es sei denn sie hätten in jungen Jahren Ei und Same eingefroren und würden diese jetzt Wiederverwenden. Alte Gene sind zeugen wohl „alte“ Babys.

    • Muttis Liebling sagt:

      Wie Sie lesen können, verfügen die meisten Kommentatoren nicht über die geringsten Kenntnisse der Humangenetik und reagieren auf Umstände noch wie die frühen Urzeitmenschen.

      Risiken, welche man nicht sehen und riechen kann, das völlig verrottet Genom in dem Alter, werden nicht zur Kenntnis genommen. Aber das Geld kann man sehen und riechen. Damit überwiegen die ‚guten‘ Umstände.

      Kann man für die Beiden, wo sie nun mal geboren sind, nur hoffen, dass sie nicht genetische Nachfahren der beiden Vorrentner sind.

  • Löwe sagt:

    Braucht es für jedes Ereignis auf dieser Welt einen Kommentar?
    Kann man des Ereignis nicht einfach zur Kenntnis nehmen und fertig?
    Es ist ja nicht meine Geschichte, es geht mich ja gar nichts an!

    • Claude sagt:

      Dann sollst du es auch nicht lesen noch kommentieren.

    • marusca sagt:

      @Anscheinend schon, sonst würden sie sie ja nicht den Drang verspüren, einen Kommentar zu verfassen..

  • Charlotte Ruoss sagt:

    Warum interessiert das die Leute so brennend. Hätte Hildebrand mit einer jungen Frau Kinder, würde sich niemand das Maul zerreissen, obwohl er gleichalt ist. Das gennante Paar hat genug Geld, um sich eine hervorragende Kindererziehung zu leisten. Den Kindern wird es nie an etwas Mangeln.
    Ausserdem haben wir ja zuwenig Nachwuchs und Probleme mit der Alterspyramide. Flüchtlinge will man nicht, aber alte Eltern auch nicht. Von wo sollen den die Kinder kommen? Selbst habe ich mit 44 noch ein natürlich gezeugtes Überraschungskind geboren. Ich musste mir üble Dinge anhören. Dabei war alles Natur. Daraus geworden ist ein prächtiger, glücklicher Junge.

    • Claude sagt:

      Was hat denn Geld mit Kindererziehung zu tun?
      Was zählt ist doch die Zeit, die beide für ihre Kinder übrig haben. Karriere muss halt bei beiden hinten anstehen, sonst ist an eine glückliche Kindheit kaum zu denken.

  • Esther Gisler Fischer sagt:

    Zu bemerken ist in diesem Fall, dass Frau Louis-Dreyfus bereits 3 Kinder hat aus ihrer Ehe mit ihrem ersten Ehemann. Die müssten heute wohl bereits erwachsen sein …
    Da setze ich doch meine Fragezeichen in Bezug auf eine erneute und so späte Mutterschaft. Doch mit Geld ist offensichtlich alles möglich!

    • Sabine sagt:

      „Mit Geld ist alles möglich“?
      Es gibt ganz wenige Dinge, die Sie in der Schweiz ohne Leistungsausweis tun können. Eins davon ist Kinderkriegen. Sogar ohne Geld möglich, der Staat bezahlts.

  • Maier Tom sagt:

    als sportlicher Teenager mit mächtig Abenteuerdurst war ich mehr als glücklich dass mein Papi mit seinen knapp über 40 Jahren noch mithalten konnte – so konnten wir gemeinsam die Welt erobern! Diese Erlebnisse haben mich dazu bewogen ebenfalls bis max 35 den Kinderwunsch befriedigt zu haben – schliesslich möchte ich nicht an Krücken meine Kids durch die Jugendzeit begleiten!
    Vielleicht sollte in den Foren mal ein bisschen mehr die Kinder (Jugend) berücksichtigt werden, es täte uns allen gut!

    • fabian sagt:

      Maier Tom, wenn ein Kind wählen könnte, würde es wohl lieber den etwas älteren Papi wählen als den Papi, den es nur jedes zweite Wochenende sehen darf.

    • Petra sagt:

      Also das mit den Krücken ist falsch auf mehreren Ebenen. Meine Eltern hatten mich mit 31/30. Nun sind sie beide über 70 und trekken mehrmals jährlich mit komplettem Gepäck im Himalaya und den Pyrenäen. Es ist nicht mehr wie bei der Generation unserer Grosseltern, die mit der Pensionierung quasi verbraucht und alt waren.

  • L. Villiger sagt:

    Als ich vor 23 Jahren mit 38 das erste Kind bekam, galt ich als „alte Mutter“. Später waren dann über 30jährige Erstgebärende keine Ausnahmen mehr und jetzt siehts in Teilen der Gesellschaft sehr nach einem „Retour zu guten alten Zeiten“ aus. Wie auch der neue Machismo unter vielen Jungen, das Sich-Verloben, traditionell Heiraten etc. Lasst doch den Leuten ihren Lebensstil. Jedes Modell hat Vor-und Nachteile. Wichtig für Kinder sind andere Kinder als Geschwister und „Gspänli“. Es ist nicht die Rolle der Eltern, auf Seilgerüste zu klettern, sondern Erfahrungen zu ermöglichen und Verlässlichkeit und Struktur zu bieten.

  • Poppy sagt:

    „Bei zwei von 100 Kindern, die heute auf die Welt kommen, wurde im Labor nachgeholfen.“
    Nur 2 %? Dann müssen die angeblich so vielen Frauen, die jenseits von 35 Jahren noch Mutter werden, immerhin noch recht fruchtbar sein!
    Was sollen eigentlich diese vielen Artikel über späte Mutterschaft? Will man die Frauen dazu animieren, wieder früher Mami zu werden? Es lässt sich nunmal nicht von der Hand weisen, dass man während der 20er Jahre mobiler ist ohne Kinder.
    Es würde mich interessieren, ob Frau Louis-Dreyfus‘ Zwillinge aus ihren eigenen Eizellen entstanden sind. Vermutlich wäre sie eine der ersten gewesen, die sie einfrieren liess…sonst wahrscheinlich eine Eizellspende, womit das Argument mit der Weitergabe der Gene – zumindest Dreyfus‘ – wegfällt.

  • Pedro Riengger sagt:

    Es kommt doch nicht darauf an, wie alt oder jung die Mutter ist. Hauptsache, das Kind bekommt eine liebende Mutter. Gerade bei Müttern um die 20 habe ich jedoch oft das Gefühl, dass es sich um eine Lifestyle-Schwangerschaft handelt (ich will auch sowas Süsses auf Instagram präsentieren wie Kim Kardashian) oder mit dem Kind eine innere Leere kompensiert werden soll, resp. das Kind als Alibi dient, nicht zu arbeiten – «ich bin schliesslich Vollzeitmutter, sonst würde ich natürlich eine steile Karriere machen».

    • Poppy sagt:

      würde, könnte, hätte … das Problem ist doch, dass man vom Konjunktiv nicht gelebt hat, nicht wahr Riengger? Warum nicht einfach zugeben, dass es für eine steile Karriere nicht langt und man lieber Hausfrau und Mutter ist? Das ist doch völlig ok! Es gibt naturgemäss eine Anzahl Menschen, die intelligenzmässig und in Bezug auf die psychosoziale Beweglichkeit durchschnittlich oder unterdurchschnittlich sind. Für solche Frauen ist eine Karriere als Mutter und Hausfrau sicher weniger anstrengend als eine steile Karriere als Ärztin, Managerin, Unternehmerin oder was weiss ich…

  • Rosarot sagt:

    Mich stört mächtig, dass ungewollt kinderlosen Frauen immer wieder unterstellt wird, sie würden Mr. Perfect suchen, die Karriere pushen oder erst die Freiheit geniessen. Viele Frauen finden einfach keinen Partner, der eine Familie gründen will. Nicht selten ändert der Partner, mit dem die Zeichen Ende 20 auf Familiengründung standen, anfangs oder Mitte 30 seine Meinung und will doch keine Kinder, manchmal sogar nach der Heirat. In diesem Alter ist es Frauen praktisch unmöglich noch einen Mann für eine Familiengründung zu finden. Mit den oben genannten Faktoren hat dies überhaupt nichts zu tun.

    • Hans Hintermeier sagt:

      Ich habe genau solche Beobachtungen (die Sie stören) in meinem Umfeld mehrmals gemacht. Frau sucht Mr. Perfect (d.h. total an sie angepasster Mann) und wenn sie ihn nicht findet, dann versucht sie oft einen Mann dahingegend umzuerziehen (Frau ist ja schliesslich emanzipiert). Dass solche Umerziehungsversuche jede Beziehung zerstören liegt dann ja auf der Hand, aber natürlich wird die arme Frau dann Mitte 30 vom „bösen und unreifen“ Mann verlassen. Als heutiger Mann muss man sich gut überlegen, ob man mit so einer Frau (der man es sowieso nie recht machen kann) Kinder haben will. Wenn es zur Scheidung kommt (was sehr wahrscheinlich ist), bekommt Sie sowieso die Obhut für die Kinder und er sieht sie noch jedes 2. Wochenende. Die Gesetzte/Gerichte tragen also noch ihres dazu bei.

    • fabian sagt:

      Tja, Rosarot, wenn Sie keinen Mann finden, der mit Ihnen Kinder will, dürfte das wohl fast ausschliesslich an Ihnen, ihrer Person und ihren Bedingungen an den Mann liegen. Tausende Männer haben Kinder mit Frauen, ist ja für normale Männer und Frauen wohl kein Problem.
      ps. Ihre Beiträge triefen normalerweise auch nicht grad vor Wertschätzung für das Geschlecht Mann…

      • Rosa-Rot sagt:

        Hier scheint ein Irrtum vorzuliegen. Dies ist mein erster Beitrag und ich habe anscheinend einen schon bestehenden Namen erwischt.

      • Rosa-Rot sagt:

        Ich behaupte nicht, dass das Problem ausschliesslich an den Männern liegt oder das alle Männer so sind. Es gibt tatsächlich auch Frauen wie von Hans H. beschrieben. Aber das Problem liegt nicht immer nur dort.

        Der Fehler seitens Frauen in solchen Fällen ist, dass wir jahrelang viel zu naiv bei unserem Partnern bleiben, von dem wir glauben, er sei ehrlich mit uns, Mann fürs Leben, den leeren Versprechungen glauben, und warten, weil wir niemanden unter Druck setzen wollen.
        Fabian: Es ist falsch, wenn sie sagen „keinen Mann finden“, denn in meinem Fall und allen mir bekannten, war es EIN Mann. Danach war es zu spät. Noch einen kurzfristigen „Erzeuger“ zu suchen oder auf die Repro-Medizin zu setzen kam uns alle nicht in Frage.

      • Hans Hintermeier sagt:

        @Rosa-Rot: Wir leben heute auch in einer Multioptionsgesellschaft und viele Menschen haben deshalb Mühe Verantwortung zu übernehmen, respektive sich festzulegen (Zeitgeist). Wenn man sich für etwas entscheidet, entscheidet man sich automatisch auch oft gegen etwas. Es ist heute nicht mehr modern sich (über längere Zeit) gegenseitig verantwortlich zu fühlen, auch mal in einem Bereich zu verzichten, jeder muss sein eigenes Projekt/ Selbstverwirklichung durchziehen, sonst wird er/sie „ausgenützt“. Deshalb sprechen viele auch nur noch von „Lebensabschnittpartnern“. Auch das Bild des Mannes hat sich (durch die Medien?) gewandelt: er ist heute oft primär Konsument und läuft wie ein Jugendlicher herum, … . Ob wir (Mann & Frau) so wirklich glücklicher sind, wage ich zu bezweifeln.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Ich wage sogar die These, dass wir heute überwiegend in einer Konsumgesellschaft leben und dementsprechend „Beziehungen“ auch primär „konsumiert“ werden, d.h. der/ die PartnerIn hat mich primär glücklich zu machen (Forderungshaltung). Die Bereitschaft für ein längeres Commitment d.h. eigenes Engagement ist nicht gerade gross, warum auch, suche ich mir doch die/den Nächsten (eine/einen Besseren) und das ganze „Spiel“ beginnt wieder von vorne. Schuld sind natürlich immer die Anderen (beziehe ich jetzt nicht explizit auf Sie).

      • fabian sagt:

        Eigenverantwortung scheint mir das Stichwort. Im vorherigen Thema, wos um Ex-Frauen ging, die ihren Ex-Mann finanziell ausnehmen, konnte man von Frauenseite oft solche Meinungen lesen: Ihr müsste halt verantwortungsbewusst eine Partnerin wählen, die euch nicht linken will. Das gilt nun halt auch für Frauen wie Sie, Rosarot: Wählen Sie den richtigen Mann, der mit Ihnen will.

      • fabian sagt:

        @Hans, „Die Bereitschaft für ein längeres Commitment ist nicht gerade gross“ – Man muss realistischerweise auch feststellen, dass die Hemmschwelle für eine Trennung gesunken ist und vom Staat seinerseits auch gesenkt worden ist (bsp Abschaffung der Schuldfrage). Trennungen einer Beziehung gehen gem. Statistik mehrheitlich von der Frau aus. Die Diskussionen hatten wir doch alle schon hier im BIog (und die doofen Meinungen dazu: „Die Männer geben sich zuwenig Mühe in Beziehungen, da seis normal, dass Frau sich trenne“). Wenn es immer einfacher wird, eine langjährige Beziehung ohne Schaden (meist für die Frau/Mutter) zu beenden, dann ists irgendwie nur intelligent und natürlich, dass Männer die Schwelle fürs sich Einlassen auf eine verbindliche Beziehung höher legen.

      • Rosa-Rot sagt:

        @ Hans H.: Diese Haltung beobachte ich auch, bei beiden Geschlechtern. Viele Frauen suchen einen noch besser verdienenden angeseheren Mann, Männer eine attraktivere Frau. Solche Frauen gehen dabei noch härter vor als als ihre männlichen Pendants und nehmen oft noch ein Kind mit. Männer bleiben eher passiv in der Partnerschaft, was ihre Partnerinnen hoffen lässt. Das sind die Frauen, die ich oben erwähnte. Menschen, die von einem solchen Partner zurückgelassen werden, fühlen sich ausgenutzt: Männer vorwiegend finanziell, Frauen emotional.
        @ Fabian: Sie haben recht von wegen verantwortungsvoll. Doch wenn man die zahlreichen Beiträge von beiden Geschlechtern liest sieht man, dass dies gerade in jungen Jahren nicht immer einfach ist.

  • Su-Ni-Ke sagt:

    Also wie ging das: Die Ex-Frau macht ihm seinen Job kaputt.
    Dann kommt die wunderschöne reiche Witwe, und es regnet Kinderlein.

    Ganz leise erinnert man sich daran, dass die Ex-Frau und der Mann zusammen eine Tochter haben. Für welches Kind sie sich einmal dazu verpflichtet hatten, ein Leben lang eine glückliche Familie und sorgfältige Erziehung anzubieten.
    Wozu die ganzen Egotrips eigentlich nicht gehören.
    Oder täusche ich mich da?

  • Peter Steinmann sagt:

    Meine Frau hat vor zwei Wochen ihr zweites Kind bekommen, mit 41 Jahren (ich bin 38 Jahre alt). Kein Mensch hat auch nur ansatzweise etwas von egoistisch, unverantwortlich etc. gesagt, Familie und Freunde haben sich schlicht gefreut, dass alles problemlos geklappt hat. Manchmal sind die Probleme kleiner, als von den Medien dargestellt, oder es sind schlicht keine. Wen interessiert es wirklich, wie alt eine Mutter ist?

    • Severina sagt:

      Herzliche Gratulation! Und: Sie haben absolut recht.

    • leandra sagt:

      Herzlichen Glückwünsch, aber 41 ist ja auch nicht 53 und mit 53 wird man eher nicht mehr auf natürliche weise schwanger die Fruchtbarkeit nimmt nämlich bei beiden Geschlechtern ab 45 massiv ab.

  • Enrico sagt:

    Zitat
    Wenn man Job und K I N D E R aneinander vorbeibringen muss, verengt sich das Zeitfenster der Frauen noch mehr.
    Ja hat Sie jetzt schon Kinder, die Sie betreuen muss und deshalb
    Torschusspanik ????????
    Und wer verurteilt die arme, arme Frau???? Die Gesellschaft! Nein vermutlich mehrheitlich Frauen.
    Solche Opfertriefenden Artikel sind sowas von jämmerlich( kommt von jammern), das Mann sich wünscht das Frau aufsteht und solch möchtegern kritische Jurnalistin in die Wüste schickt!!!!!!
    Wenn Frauen weiter so machen, nimmt Sie am Ende gar niemand mehr ernst!!!!
    Ok, wär dann natürlich wieder für die Opferrolle gut.

    • Susi sagt:

      Ich gehe davon aus, dass Sie den Text wegen der Zwangsjacke mit der Zunge tippen mussten, das erklärt die vielen Tippfehler.

  • felix schwaibold sagt:

    das kann auch sein das die ex partnerin von phlipp hilderbrand Margarita Louis-Dreyfus mit 53 auf natürlicheweise schwanger würde anstatt künstlich befruchtet durch Embryo das kann mann nie narweissen

  • gabi bossert sagt:

    Grosseltern sind wertvoll und wichtig, aber sie ersetzen die Eltern nicht. Wenn existenzielle Sicherheiten Alles abdecken können, was in zunehmendem Alter eintreffen kann, dann fällt der ganz grosse Druck gewisser Sorgen weg. Das Verantwortungsbewusstsein ein Kind gross zu ziehen, ist vielleicht im Alter präsenter als in sehr jungen Jahren. Nur, die physischen Kräfte, die natürliche Lust auf Kinderbedürfnisse und Jugendanliegen zu jeder Zeit für das Kind befriedigend erfüllen zu können, wird nach 50 Jahren schwieriger. Spielt Geld keine Rolle, können heute Nannys, Privatlehrer etc. eigesetzt werden, später sind es Elite Internate. In normal bürgerlichen Verhältnissen spricht da doch eher eine Menge gegen das Kind, erfüllt in beiden Fällen nur egoistische Erwachsenen Bedürfnisse.

  • Anh Toàn sagt:

    Die Techniken der modernen Fortpflanzungsmedizin kann man doch nicht einfach als “ unkonventionellere Wege “ bezeichnen: Da geht es um Medizin, aber wo ist die Indikation, die Krankheit die dem Arzt erst Handlungsermächtigung gibt, wenn frau ab einem gewissen Alter nicht (mehr) schwanger wird? Gilt natürlich auch für Männer, aber da klappt es halt öfters ohne Arzt noch länger.

    Warum darf ich mir dann kleinen Klon machen? So ein „Mimime“ hätte ich gerne, aber mit DNA Sequenz für blaue Augen, mehr Muskeln und bei Burberry kaufe ich ein Muster für die Finger- und Zehennägel, mein Klon wird halt lebenslang Lizenzgebühren zahlen müssen, aber man gönnt sich ja sonst nichts.

    Wo sind die Grenzen?

  • OliverF sagt:

    Egoismuss pur: die beiden Mädchen werden sich schon früh im Leben um senile Eltern kümmern dürfen, alleine zum Traualtar gehen und Kinder ohne Grosseltern grossziehen müssen. Und alles nur, weil reiche Leute unbedingt alles haben müssen. Ehrlich, kauft euch einen Hund.

    • Monique Schweizer sagt:

      Senile Eltern mit 72-75?? Es gibt Menschen, die wollen in diesem Alter sogar noch Präsident der Vereinigten Staaten werden wie z.B. Bernie Sanders.
      Ihrer pauschalisierende Generalisierung ist ja schon etwas sehr dürftig – vermutlich werden diese Zwillinge behüteter und geliebter aufwachsen als so manches Kind von unter 40-jährigen vom Existenzkampf tagtäglich gestressten Eltern

      • Astrid Meier sagt:

        Zum Glück sind’s Mädchen, mit denen muss der Papi nicht mit Mitte Sechzig Fussball spielen…. Glaubt jemand ernsthaft, alte Eltern machen den Kindern Spass?

      • Anh Toàn sagt:

        @Astrid Meier: Ich glaube, keine Eltern machen Kindern Spass. Nicht dass ich mich über meine Kindheit beschweren möchte, aber meine Eltern haben mir nicht oft Spass gemacht. Mein Neffe hat wunderbare, auch nicht alte, Eltern, aber er war mit etwa 8 Jahren schwer überzeugt davon, ausziehen zu wollen. Fussballspielen geht mit dem Sohn nie wirklich, zuerst ist Papi viel, viel besser und dann wäre irgendwann eine kurze Zeit Masse gegen Beweglichkeit / Schnelligkeit vielleicht ausgeglichen, aber da spielt Sohnemann lieber Fussball mit den Freunden. Erwachsene unwillkommen, nimm es nicht persönlich Papi.

      • Anh Toàn sagt:

        Eltern sind aus Kindersicht Spassbremsen. Wären Sie dies nicht, wären sie schlechte Eltern.

      • Monique Schweizer sagt:

        Astrid Meier: Wer mit 55 noch Kinder macht ist meistens auch so fit, dass er noch etwas Fussball spielen kann mit seinen Kinder und wenns nur ein bisschen den Ball passen ist.
        Wichtiger ist es, dass die Eltern im Kopf nicht alt sind und ihren Kindern noch viel mitgeben können – vermutlich einiges mehr als manche gestresste 25-40 jährigen! Und da es sich hier ja um eine gefestigte Beziehung zu handeln scheint, beide eh steinreich sind, stehen die Chancen auch ganz gut, dass die Kinder keine Scheidung/Trennung miterleben müssen. Sowas zählt viel mehr als das Alter der Eltern!
        .
        Im übrigen spielen 10jährige eh lieber mit Gleichaltrigen Fussball.

  • Christian Merz sagt:

    sind viele der Kommentare nur bittere 1. April-Scherze oder meinen die Menschen das wirklich ernst, was sie hier schreiben? – denkt vielleicht auch jemand über mich – aber ich auch über die wirklich traurigen Kommentare, die die Frage des Kindergeschenktbekommens nur als physische und physiologische Menschenmache betrachten .. wie können einem da diese Menschen nur leidtun.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Christian Merz

      nunja, das Thema beinhaltet nun mal auch traurigere Aspekte, besonders wenn das „Kindergeschenktbekommen“ nicht ganz umsonst, sondern erst mit viel Hightechmedizin/Auslagerung erreicht werden kann.

      Da wir immer noch in einem Land mit Gesetzen leben, welche auch immer wieder mal neu definiert, umgeschrieben, oder an neuen Entwicklungen angepass/neu-ausformuliert werden müssen und noch nicht alles komplett durchliberalisiert ist, solange werden auch die schwierigeren Aspekte eines Thema zur Sprache gebracht werden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Brunhild, vielleicht haben Sie zusätzliche Quellen, aber aus dem Blog geht der mögliche med.- artifizielle Anteil des freudigen Ereignisses nicht hervor.

        Was mir dazu nur noch einfällt ist, dass es mehr Kombinationsvarianten von biologischer und sozialer Elternschaft gibt, als ich bisher in Betracht gezogen habe. Theoretisch kann so ein Baby überhaupt keinen genetischen Bezug zu den Sozialeltern haben und nur durch eine temporäre Uterus- Beherbergung in Verbindung mit einem lapidaren Gesetz werden Zusammenhänge konstruiert, die es biologisch nicht geben kann.

        Gleichzeitig gibt es im gleichen Rechtssystem Männchen, welche sich vor Kuckuckskinder mehr als vor Krebs fürchten.

      • Muttis Liebling sagt:

        2/ Das ist schon alles sehr suspekt und mir scheint es besser, sich auf die 98% Kinder zu beschränken, welche es ohne Reagenzglas und nichtkassenfähiger Arztrechnung schaffen.

        Was ist mit den ganzen Interaktionen wie der Infektion des Neugeborenen mit der mütterlichen Darmflora bei der natürlichen Geburt und dem via Stillen vermittelten gemeinsamen Immunsystem zwischen Mutter und Kind, wenn Muter und Kind genetisch verschieden sind?

        Mir ist das alles viel zu risikoreich, vor allem, wenn ich den aktuellen Entwicklungsstand der Medizin bedenke, der der Physik vor Newton vergleichbar ist. Den Hammer haben wir schon, aber die Gesetze, welche den Hammer bewegen, kennen wir nicht oder nur empirisch.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Muttis Liebling

        hab ich nicht, jedoch beziehe ich mich auch nicht explizit auf das „porträtierte“ Paar, sondern mehr auf den erweiterten Blick wenn wirklich alle machen können sollen was machbar ist („schliesslich zählt nur die Liebe und sowieso ist das Privatsache und niemand hat sich dazu zu äussern“)- zumal die Gesetzeslagen diesbezüglich sehr verschieden, und dies auch ab und an als Pro ins Feld geführt wird.
        Meiner Meinung nach ist es eben nicht nur Privatsache und Einzelentscheidung wie mit den zunehmenden Möglichkeiten umgegangen wird.

  • Christian Merz sagt:

    Kinder kommen von Gott (und gehen wieder zu Gott), hat wirklich jemand das Gefühl, dass wir zu so etwas Schönem überhaupt fähig wären? Der Mensch ist derart überheblich und anthrozentrisch geworden, meint, das Entwicklungsgeschehen an der Geburt- und an der Todespforte – ob Befruchtung in Vitro oder Kopf ab nach IS-System – durch mechanisches Einwirken oder durch seinen kurzsichtigen Willen beeinflussen, steuern oder bestimmen zu können. Man sieht nicht mehr das Wunder der Schönheit, wenn ein Kind seine Eltern, Grosseltern, Geschwister, Freunde mit offenen Augen ansieht und lernen will, ins Leben zu kommen. Wie traurig für alle Menschen heute, dass sie die Schönheit durch Geld- und Egoismus-Denken völlig übersehen, übersehen, was die Natur uns alles, v.a. auch die Kinder uns schenkt.

    • Franz Vontobel sagt:

      „wenn ein Kind seine Eltern, Grosseltern, Geschwister, Freunde mit offenen Augen ansieht“

      Naja, mit geschlossenen Augen wär’s ja auch etwas schwierig – dünkt mich als Gottesbeweis doch eher schwachbrüstig.

    • Petra sagt:

      Wie kann man nur dermassen Fortschrittsfeindlich sein? Viel Spass beim Wohnen im Wald ohne Küchenmaschinen etc. Die sind wohl ihrer Ansicht nach auch des Teufels oder was?

  • alam sagt:

    Kennt irgend jemand ein solches Kind, das irgend jemandem wegen der alten Eltern zur Last gefallen wäre? Eben.
    Es geht doch eben gerade NICHT um Egoismus, sondern dass sie niemandem mehr auf der Tasche liegen, im Gegensatz zu vielen jüngeren.

    • alam sagt:

      Hätten meine Eltern noch ein paar Jahre etwas auf die Seite gelegt, wäre der finanzielle Druck weniger gross und dadurch die ganze Kindheit entspannter gewesen.

    • koller sagt:

      Nein, aber das umgekehrte hab ich schon gesehen, kaum 20 muss die Tochter sich um die herzkranke und vom Hirnschlag getroffene Mutter kümmern.

      • Tina sagt:

        Mein Gott! Finde es echt tragisch wenn ich gewisse Kommentare lese, die ständige Suche nach Perfektionismus, it’s impossible! Die Menschen sollten sich mehr vom Lebensfluss leiten lassen. Lasst die Frauen/Männer Kinder kriegen wann sie wollen, ob im jungen oder älteren Alter alles hat Vor- und Nachteile, wie alles im Leben!

  • Monique Schweizer sagt:

    Bei dem kongenialen Genpool dieser beiden mussten die ja noch Kinder miteinander bekommen – er ehemaliger Schwimmschweizermeister, SNB Präsident und 2012 trotz des Ausrutschers seiner Ex zum „Banker of the Year“ gewählt“ und jetzt im Management der mächtigsten Schattenbank der Welt.
    Sie eine steile Karriere von der Sekretärin über einen Concordeerstklassflug (abgespart vom kargen Sekretärinnenlohn) einen Milliardär ergattert und nach dessen Tod das Vermögen noch um ein mehrfaches erhöht.
    Kennengelernt im eisigkalten Davos am WEF inmitten der Machtelite der Welt, haben sich zwei gefunden, die gar nicht anders konnten als sich gemeinsam fortzupflanzen — Alter hin oder her und Geld spielt auch keine Rolle – und es hat tatsächlich geklappt…und das gleich im Doppelpack!

    • hans sagt:

      Ich bin froh, dass endlich mal eine linkspolitische Person (ich lese Ihre Kommentare ab und zu im TA) Klartext zur Personalie H. spricht! Ich habe es nie verstanden, warum einige Linke diesen immer verteidigt haben. Danke für Ihren Kommentar!

      • Monique Schweizer sagt:

        Hans: Hildebrand und später Jordan haben mit ihrer Devisenkaufpolitik schon ab 2010 bei 1.40 und ab 2011 mit dem kommunizierten Mindestkurs die CH vor einer Rezession und Arbeitsplatzabbau bewahrt, gleichzeitig aber mit dieser Politik die weitere Masseneinwanderung begünstigt und die Immoblase noch weiter aufgebläht.
        Nur haben sie die Probleme (wie auch Draghi aktuell) einfach nur hinausgezögert und jetzt haben wir eine etwas handycapierte SNB.
        Hildebrand ist eben auch ein Banker und Spieler. Im Nachhinein hätte er es besser sein gelassen, wir hätten heute vermutlich einige Probleme weniger. (z.B. ungelöste MEI, weniger Verbauung etc)
        Jetzt kann ja PH mit seinen Zwillingen spielen und nicht mehr mit unserer Nationalbank…

  • Dreifachpapi sagt:

    @Elisabeth. Bindung und Freiheitsdrang widersprechen sich. Entweder Frau sucht die grosse Freiheit, dann wird sich kaum eine Mann an einen solchen Schmetterling binden wollen. Ihr Prinzessinnen-Wunschkatalog scheint mir so überfrachtet, da kann es halt wirklich ein wenig dauern, bis sich das Märchen einstellt. Womöglich muss ihr Prinz dann auch noch viel verdienen, damit er alle Prinzessinnen Wünsche erfüllen kann. Und gleichzeitig soll er zu Hause auch noch den Helden spielen? Sind Sie dann bereit, einen Mann zu heiraten, der deutliche weniger verdient als Sie und gesellschaftlich schlechter positioniert ist? in der Regel sind dazu die wenigsten Frauen bereit, leider.

    • Elisabeth sagt:

      Wer hat denn eigentlich gesagt, dass ich von mir spreche? Habe nur versucht, weitere Erklärungen für ein Phänomen zu finden. Den Kommentaren nach scheine ich so richtig ins Schwarze getroffen zu haben… Aber noch was anderes: wenn ein Paar mit 23 Kinder hat, ist es dann altruistisch?

    • Petra sagt:

      Welcher „Prinzessinen-Wunschkatalog“? Liebe, Job der Ausbildung entspricht und Kind? Die meisten Männer, die Väter sind haben das, und es wird nicht als überhoben dargestellt. Wieso ist es dann für eine Frau vermessen, dasselbe zu wollen?

      • Dreifachpapi sagt:

        Ich habe bereits geschrieben: Mann mit Bindung suchen aber selber Freiheitsdrang ausleben, das ist Prinzessinnen Wunschkatalog. Ausserdem ist für die meisten Männer der Job ein „muss“, um die Familie ernähren zu können und nicht ein nettes „dürfen“. Und zwar auch dann, wenn die Arbeit unter den Erwartungen der Ausbildung liegt (was für viele Männer Realität ist) oder wenn die Stimmung am Arbeitsplatz „zum kotzen ist“. Nach meinen Beobachtungen verlassen aber grad Frauen in solchen Situation ihren Job, besinnen sich aufs Hausfrauendasein und überlassen das Geldverdienen gerne wieder ihren Männern. Habs grad wieder bei Freunden beobachten können.

      • Enrico sagt:

        Guter Beobachter !
        Ist aber nicht gefragt, sie müssen so oder so die Frau bemitleiden, sonst sind Sie ein unbelehrbarer Frauenverachter !

  • Flori Antha sagt:

    Kurios ist ja, dass der Artikel das überhaupt als Problem diskutiert. Kinder mit älteren Eltern haben in allen Lebensbereichen Vorteilen, warum sollte man das also problematisieren?

    • Barbara Ruegger sagt:

      welche Vorteile bitte? Das sie mehr Geld haben weil schon Karriere gemacht? Nicht unbedingt ein Vorteil.

    • Diego sagt:

      Welche Vorteile? Dass das Kind in der Pubertät die senilen Eltern pflegen darf?

      • Luc sagt:

        Ich bin selber ein Kind alter Eltern. Und wurde um die Dreisseg meinerseits Vater zweier Soehne. Ich kann nur sagen: Ich haette mir eine jungen Vater gewuenscht, der mit mir Fussball spielt, Velo und Ski faehrt und der mir allein durch die Tatsache, dass beide Generationen naeher beieinander liegen, in allen Lebensbereiichen vertrauter gewesen waere. Ich kann allen nur raten, eher jung Kinder zu bekommen. Auch, weil man dann auch noch juenger ist, wenn die Kinder fluegge werden. Oder wie ein Freund von mir stets seinem Sohn gesagt hat: Wenn DU 20 bist, kauf ICH mir eine Harley!

    • Peter Graf sagt:

      Zum Beispiel die wirkliche Volljährigkeit in Form der Urne seines Vaters zum 18. Geburtstag?
      Ich (m, 42) habe bewusst mit der Familienplanung abgeschlossen (ausser möglicher Patchwork-Familie). Es gibt Lebensphasen, in welchen gewisse Dinge passen. Und gewisse einfach nicht.

  • Elisabeth sagt:

    Und wieder wird der Frau als die Egoistische dargestellt. Sie sucht die grosse Liebe, hat Freiheitsdrang und will erst noch einen Job, der ihrer Ausbildung gemäss ist. Vielleicht sucht Frau aber auch nur, fast wie in älteren Zeiten, einen Mann, der sich binden will, der Kinder will und der bereit ist, sich in Beziehung und Familienleben einzusetzen und der zugleich keine Angst vor einer gebildeten, arbeitenden Frau mit eigenen Wünschen hat. Bis Frau einen solchen gefunden hat, dauert es halt manchmal ein bisschen länger.

    • gion-duri mengold sagt:

      nicht die FRAU, sondern das PAAR lebt seinen egoismus, was mir egal wäre, solange es nicht zulasten von kindern gehen würde. Gorbatschow: „wer zu spät kommt, den bestraft das leben“. vor einer gebildeten, arbeitenden frau braucht kein mann angst zu haben, vor Ihren wünschen, wie figura zeigt, manchmal aber schon.

    • Jürg. sagt:

      Ein solcher Mann würde sich auch eine geteilte Obhut nach der Trennung wünschen..

    • Sabine sagt:

      Elisabeth, tolle Frauen finden immer einen Mann der sich binden will. Dass aber Männer sich nicht mehr um jeden hohen Preis binden wollen, ist ja verständlich. Es gibt kein Menschenrecht auf einen Mann.

    • Enrico sagt:

      Mein Gott Elisabeth !
      Von einer Frau wird Sie als Egoistisch dargestellt !!
      Schreiben Sie das nächste mal. „Und wieder wird die Frau von einer Frau als die Egoistische dargestellt.“
      Geht dann halt von Opferrolle zu Täterrolle über, aber nur als „Täter“ ist Mann, Frau in Verantwortung fürs eigene Schicksal.

  • gion-duri mengold sagt:

    vom kind aus gesehen ist es ein riesenunterschied, ob die mama bei seiner geburt mitte 30 oder mitte 50 ist. letzteres ist nichts als egoismus. mitte 50 sind die meisten frauen in der menopause und somit auf eine fremdeispende und hormontherapie angewiesen. nicht alles was machbar ist, ist klug.

  • Daniel Müller sagt:

    Keine Ahnung wo jetzt das Problem liegt. Bei meiner Geburt war meine Mutter 48 und mein Vater 55. Ich bin vollkommen gesund und ja, ich bin jetzt 37 und mein Vater ist bereits verstorben, meine Mutter im Altersheim. Geht dennoch gut und ich habe beide sehr geliebt. Mein Vater konnte mit mir halt nicht mehr alle Dinge machen (Sport zusammen war nichts), dafür habe ich tolle Kreuzfahrten mit ihnen unternommen, was auch nicht jedes Kind behaupten kann. Für mich spricht gar nichts später Kinder zu haben. Ich habe auch noch keine und werde vermutlich erst gegen 40 Vater, und meine Freundin ist auch schon 35. Geht euch nix an. Ist unser Leben. ;o)

    • R.K. sagt:

      Endlich ein positiver Kommentar aus Sicht eines „Betroffenen“! Danke Herr Müller. Die Kommentare über das aktuelle „Frau-Louis-Dreyfus-späte-Mutterglück-Thema“ verfolge ich schmunzelnd aber mit Verständnis für auch kritische Kommentare. Ich bin eine „Betroffene“, allerdings in der Rolle der „späten“ Mutter. Kurz vor meinem 46. Geburtstag kamen vor 6 Jahren unsere Zwillinge auf die Welt. Die älteren Geschwister waren damals 8+10 Jahre alt. Meine Zimmernachbarin im Spital, eine 16-jährige Teenager-Mami, ich mit Lesebrille auf der Nase. (zum Schmunzeln!) Die Zeitspanne Mutter zu werden ist gross! Mein Tipp: Stillen ohne Lesebrille ist einfacher:-) Zum Trend muss das ganz späte Kinderkriegen nun wirklich nicht werden. Für uns passt es wie es ist 😉 Herzlichst R.K.

  • Christian Merz sagt:

    Schade für Sie. Es gibt Kinder, die ihre Eltern lieben und dankbar sind, dass sie welche haben. Und ich empfand meine Grosseltern viel mehr als meine Eltern, da die Eltern kein Verständnis für mich hatten. Und zudem, es gibt Eltern, die kein Interesse haben an ihren Kindern und man sich oft fragt, weshalb sie Kinder haben und die Kinder da nur unglücklich sind. Und es gibt die besten Grosseltern mit grosser Menschenerfahrung, da kann kein junges Elternpaar mithalten, das seine Nerven nicht im Griff hat und noch Multikulti und alle Genderverrücktheiten ausprobieren muss ..

  • Sürmeli sagt:

    Sind wir doch mal ehrlich uns selbst gegenüber, beim heutigen rasanten Fortschreiten der technischen Entwicklungen ist man als Elternpaar ab einem gewissen Alter einfach nicht mehr fähig der Entwicklung zu folgen. Eltern die 60 oder gar noch älter sind wenn Ihre Kinder in die Pubertät oder ins Teenageralter kommen sind von der heutigen Realität weit entfernt bis sogar überfordert. Das mögen viele leider nicht zugeben und fühlen sich ja noch so jung. Das ist aber meistens nicht der Fall. Denkt doch auch an die Kinder: hätten sie Freude wenn Ihr Vater oder Ihre Mutter schon mit einem Bein im Altersheim steht wenn sie aus der Lehre kommen? Ich jedenfalls nicht. Ich finde Kinderwunsch in diesem Alter puren Egoismus und nicht recht den Kindern gegenüber.

    • alam sagt:

      JEDE Elterngeneration ist von der Realität ihrer Teenagerkinder überfordert. Auch 30-jährige sind für die Teenies auf einem anderen Planeten.

  • Christian Merz sagt:

    Lieber Herr Aschwanden – ich glaube, SIe haben keine Kinder. Ich habe auch 30 Jahre so argumentiert, einfach, weil ich keine Kinder hatte und mir dieses Thema entsprechend erfahrungsmässig völlig fremd war, und genau so dümmlich argumentierte.Und nun, wo ich Kinder habe, erste erst mit 40, der neueste Nachwuchs in den nächsten Tagen zur Welt kommt und ich mittlerweilen auch schon 60 bin, da merke ich, welches Opfer alle Eltern bringen. Sie leben NICHT mehr ihr eigenes Leben, sondern ordnen alle ihre Tätigkeiten und Wünsche den Bedürfnissen des Nachwuchses unter, also ein Eigenbestimmen gibts da nicht mehr,sondern ein Dasein für den im Erdenleben für die kommenden 19 Jahre noch hilflosen Nachwuchs.Da gibt es ganz einfach NULL Platz für irgendeinen erfundenen Egoismus,das ist ALTRUISMUS pur!

    • gion-duri mengold sagt:

      @merz: merken Sie, dass sich Ihre argumentation nur auf Sie selber bezieht???
      also doch egoismus, denn altruismus würde heissen, dass Sie sich in Ihr kind hineinfühlen könnten und ein paar jahre weiterdenken würden.

    • Benni Aschwanden sagt:

      Lieber Herr Merz, da muss ich Sie enttäuschen, ich habe eine Tochter im Teeny-Alter. Zugegebenermassen dahinter noch eine komplizierte Beziehungskonstellation, die mich immer wieder über diese Themen nachdenken lässt. Dass einem Kinder alles abverlangen bestreitet wohl kaum jemand. Aber man kann es steuern. Oder man kann es übertreiben, Stichwort zelebrieren. Wenn sich alles nur noch um die Kids dreht und Sie keinen Platz mehr für sich selber haben sollten Sie etwas ändern, bevor Sie in ein Eltern-Burnout geraten und gleichzeitig verhätschelte Konsumgören aufziehen. Auch da ein Unterschied zu früher. Damals hatten die Kinder sich dem Umfeld anzupassen. Heute passt das Umfeld sich den Kindern (oft allzu sehr) an. Stichwort Erziehung und Anleitung zum Erwachsenenleben.

  • Benni Aschwanden sagt:

    Kennen Sie den Film Matchpoint von Woody Allen? Da wird u.a. dieses zwanghafte Kinderwollen und Kinderplanen schön dargestellt. Allgemein empfehlenswerter Film!

  • Benni Aschwanden sagt:

    Kinder kriegen (wollen) hat halt trotz allem auch eine egoistische Komponente (der Kinder-Kriegenden). Es geht nicht nur um neues Leben, sondern immer auch um die eigenen Erwartungen und Bedürfnisse (was offiziell natürlich vehement abgestritten wird). Nur haben sich diese egoistischen Beweggründe etwas verschoben. Während früher Kinder nicht zuletzt wegen mangelnder Verhütung und zur eigenen Altersvorsorge in die Welt gesetzt wurden (in Entwicklungsländern ist das immer noch so) ist Kinderhaben heute ein Sozialprestige-Faktor geworden, der Gipfel der Selbstverwirklichung (v.a. der Frau) sozusagen. Entsprechend wird das Ganze dann zelebriert. Man (Frau) ist heute zunehmend weniger bereit, sich durch gesellschaftliche oder natürliche Limiten von den eigenen Zielen abhalten zu lassen.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Ach Herr Aschwanden, gibt es irgendetwas, das irgendein Mensch nicht aus „egoistischen“ Gründen tut?

      Selbst altruistische Handlungen tun wir, weil sie auf die eine oder andere Weise, ein Bedürfnis von uns erfüllen. (Oder wir es zumindest erhoffen.)

  • Sofie sagt:

    Meine schwiegermutter kennt jemanden persöhnlich die in diesem alter noch mami wurde. 5 jahre später starb sie an krebs! Man vermutet von den hormon behandlungen! Armes mädchen jetzt lebt sie bei ihrem vater ohne mutter!

    • Sabine sagt:

      naja, sie hat ja noch ihren vater. es gibt viele kinder, denen wird von der mutter der kontakt zu ihrem vater vorenthalten. da sagt auch niemand arme kinder. im gegenteil, solche mütter gelten als feministische vorzeigemütter: „wir brauchen keine väter“ (bloss einen vater oder den staat der bezahlt)

  • w grämer sagt:

    Viele Frauen sind mit diesem Alter Grossmütter. Meine Frau war 19 +ich 26 als wir heirateten und fand das prima.Habe jetzt mit meinen 74 Jahren immer noch eine jüngere Frau.Meine Kinder 48 +45 und mein Enkelkind 18 finde ich das passt.
    Als mein Schulkollege mal seine Kinder in der Schule besuchte,sagten mehrere Kinder zu mir als Schulwart ist das den ihr Grossvater.Dasselbe wird sich das dann mal seine Mutter hören müssen wenn ihr Sprössling in die 3.Klasse geht und seine Mutter mit 63 Jahren in der Schule auftaucht.

  • Christian Merz sagt:

    Wie ist es, wenn MANN mit 60 den jüngsten Nachwuchs kriegt (hoffentlich den letzten 😉 .. Mama ist noch fast 30 und wir haben in den vergangenen 10 Jahren damit 4 auf die Welt gebracht, die jetzt mit Liebe und Umsicht und altersbedingt emotionsloser (bzw. emotionsruhiger) grosszuziehen sind, ich Papa habe 6, aber die beiden Zwillinge sind schon 19 und selbständig (mehr oder weniger – bis auf das immer leere Portmonnaie) …. Also Papa muss mit 60 bis 70 Jahren noch den 8-jährigen Nachwuchs beim Skifahren lernen zwischen die Beine nehmen, muss velofahren am Sonntag wie ein 30-er, zelten im Sommer am See oder im Wald, und Mama beeindrucken mit den Baumkletterfähigkeiten und schlank bleiben, um immer jung auszusehen .. DAS sind die kleineren und grösseren Probleme für den etwas älteren MANN

  • Chris Fogg sagt:

    Ich kann über eine solch späte Mutterschaft nur den Kopf schütteln. Wer will schon als Teenager Rentner als Eltern. Das war bei meinem Kollegen schon so peinlich. Hier geht es nur um die egoistische Zwängerei einer Frau. Schande über Ärzte die das ermöglichen!

    • Christoph Bögli sagt:

      Bloss sind einem als Teenager eigentlich jede Form von Eltern peinlich, selbst wenn diese jung und super-hip sind, und sei es, weil diese zu cool und lässig tun. Eltern, eigene wie andere, sind der natürliche Feind des Teenagers und das mehr oder weniger unabhängig davon, wie diese Eltern sind oder sich verhalten.

      Und: Wieso nur eine Zwängerei der Frau? Woher wissen Sie, dass es nicht Hildebrand war, der dies wollte? Eine zumindest gemeinschaftliche Entscheidung dürfte bei sowas ja gefällt worden sein, entsprechend tragen auch beide die Verantwortung für die vermeintliche „Zwängerei“..

  • fabian sagt:

    Was ich interessant finde: Einerseits pochen viele Frauen auf ihre biologische Sonderrolle als Mütter („Kinder können nun mal nur von Frauen geboren werden“), andererseits sind sie aber dann hässig, wenn Männer auch von ihrer privilegierten biologischen Möglicheit zur Kinderzeugung im hohen Alter Gebrauch machen, und Frauen da altersmässig nicht mithalten können.

    • Jürg. sagt:

      junge Frauen sind besser gebildet, rechtlich bessergestellt, haben die Wahlfreiheit..
      trotzdem fühlen sie sich gegenüber den Waschlappen immer im Nachteil..

    • Christoph Bögli sagt:

      Der Vergleich hinkt doch ziemlich, weil dieser Vorteil der Männer ja gerade durch die Reproduktionsmedizin eingeebnet wird. Männer hingegen können auch mit medizinischer Hilfe selber keine Kinder gebären, die „Sonderrolle“ der Frau ist da wohl oder übel (oder eher: zum Glück) immer noch intakt.

      Allerdings frage ich mich gerade ein wenig, inwiefern das Festhalten irgendwelcher biologisch-medizinischer Tatsachen überhaupt relevant sein soll..

      • Dreifachpapi sagt:

        Fabian du bringst es auf den Punkt. Einerseits auf die Sonderrolle beharren und alle ihre Vorzüge in Anspruch nehmen (z.B. Frau entscheidet bei Schwangerschaft, ob sie in Kind will oder ob sie es abtreiben will, Mann hat nicht mal ein Vetorecht. Oder Frau kann sich trennen und die Kinder dem Vater ohne rechtliche Konsequenzen vorenthalten). Andererseits wird dann die biologische Uhr als grosse grosse Ungerechtigkeit angeprangert.

  • Mara sagt:

    Diese Kinder werden dann halt ihre Nannys und die Gouvernanten mehr lieben als die eigenen Eltern.

    • Lena Like sagt:

      @mara
      Ihr Kommentar scheint mir überaus unsachlich.

      Ich gehe schwer davon aus, dass es diverse Faktoren nebst dem Alter gibt, welche dabei mitspielen wie viel Zuneigung ein Kind zu einer nahen Bezugsperson entwickelt.

    • Laurence sagt:

      Das tun alle Kinder, die eine Nanny haben. Das hat aber nichts mit dem Alter der Kinder zu tun, sondern damit, dass die Mutter sich nicht/weniger um die Kinder kümmert.

  • Franziska Wirz sagt:

    Zu den Erfolgschancen der Fortpflanzungsmedizin:
    Die neuen Zahlen des Bundesamts für Statistik sind da.
    Die Schwangerschaftserfolgsquote pro Behandlungszyklus beträgt 20,7%
    Und die sogenannte „Baby-Take-Home-Rate“, also die Entbindungserfolgsquote pro Behandlungszyklus beträgt 14,9%.
    Es lohnt sich einen Blick in die aktuelle Statistik zu werfen.

  • Martin Tramell sagt:

    Sehr schoener Artikel. Eine kleiner Kommentar habe ich dazu, da ich selber in einer solchen Kinderwunsch Prozedur beteiligt war. Die Wahrscheinlichkeit von 30% pro Zyklus auf Erfolg ist falsch. Kinderwunschaerzte geben diese Zahl gerne an, doch dies ist sehr stark abhaengig von den Gruenden, warum es nicht klappt. Und diese Gruende (warum es nicht klappt) sind IVF Aerzten sehr haeufig nicht bekannt.
    Im FVINAT Register der Schweiz (http://www.sgrm.org/wb/media/FIVNAT/FIVNAT_Statistik_2012_vs_02_09_2014.pdf) steht bei der Statistik: Von 9548 Zyklen gab es 1455 Babys. Das sind genau 15%.
    Auch wird von IVF Aerzten immer verschwiegen, dass eine IVF Behandlung bei nur ca. 50% der Paare schlussendlich zum Erfolg fuehrt.

  • Samichlous sagt:

    Solange Muttersein und der verantwortungsvolle Job Kinderbetreuung/-erziehung nicht als das wahrgenommen wird, was es ist – nämlich eine der wichtigsten Aufgaben in der Gesellschaft, solange werden junge Frauen sich lange nicht entscheiden können, ob sie nun die Doppelbelastung , den Stress etc auf sich nehmen wollen, und den Kinderwunsch immer länger hinausschieben – manchmal bis es zu spät ist.

    Es wird zeit für eine Revolution von unten: Es braucht „Feminismus reloaded“ à la Christa Mulack.
    Wenn Frauen wieder Unterstützung erhalten, wenn Elternschaft rentenbildend und lohnbringend (bezahlte Elternzeit) wird, dann getrauen sich auch junge Frauen, Mutter zu werden.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Ja Samichlaus – bezahlte und rentenbildende Elternschaft, wie das in den guten alten Zeiten auch war…. Samichlaus.

      Die Menschen sind nie zu arm, um Kinder zu haben. Sondern zu reich. Überall, wo Menschen wirklich arm sind, haben sie (zu) viele Kinder.
      Unsere Kinderarmut hat einfach damit zu tun, dass uns das Leben noch so vieles anderes bietet.

    • fabian sagt:

      tja, samichlaus, wenn vaterschaft auch „rentenbildend und lohnbringend“ wird, wären auch männer jung bereit, väter zu werden… aktuell ist vaterschaft ja eher das gegenteil: kostentreibend, rentenkürzend und karrierebremsend.

    • Christoph Bögli sagt:

      Wieso nur Frauen? Ist Vatersein kein verantwortungsvoller Job und väterliche Kinderbetreuung-/erziehung keine wichtigte Aufgabe in der Gesellschaft?

      Im übrigen bezweifle ich, dass es rein um finanzielle Aspekte geht, wenn Menschen sich gegen Kinder entscheiden oder diese hinaus zögern. Erfahrungsgemäss ist der nicht-monetäre Aspekt der Selbstverwirklichung über sonstige Aktivitäten, Genuss, etc. wesentlich wichtiger. Was im übrigen auch ganz gut ist, angesichts einer sowieso schon überbevölkerten Welt ist das Kinderkriegen im Akkord sicher nicht mehr sinnvoll..

    • Muttis Liebling sagt:

      Von den bisher 60 Mrd. Menschen, die je gelebt haben, hatten oder haben knapp 1 Mrd. eine Rentenversicherung. Die anderen mussten Söhne zeugen, um im Alter nicht zu verhungern.

      Kinder waren und sind also fast immer rentenbildend und damit unverzichtbar. Bis auf die Sonderfälle hier und heute.

      Es ist ein bisschen viel verlangt, dass 2 Generationen reichen soll, einen neuen stabilen Zustand der Reproduktion ohne äusseren Zwang zu generieren.

      Auf der anderen Seite bleibt aber auch nicht unendlich Zeit. Bei 1.4 kumulative Fertilität und leicht zunehmender Lebensdauer kippt die Bevölkerungsstruktur in 200 Jahren irreversibel. Nicht weil zu wenig geboren, sondern im Verhältnis zu den wenigen Geborenen zu viele zu alt werden.

  • maria sagt:

    Ich glaube, dies sind private Entscheidungen und gehen niemanden etwas an. In der Schweiz wird immer mit dem Finger auf Leute gezeigt, die nicht diesen Drang zum Durchschnittlichen haben. Bei alten Vaetern regt sich ja auch niemand auf, das ist gesellschaftlich erlaubt und scheinbar normal.

    • Sportpapi sagt:

      Natürlich werden auch alte Väter mitleidig belächelt.

    • Jürg. sagt:

      alte Väter sind eine Katastrophe..

      • Markus Schneider sagt:

        Falls die alten Väter denn überhaupt die Väter sind. Ha ha ha. „Rechtliche“ Väter heissen die dann. Oder „nicht biologische“. Manche sind ja auch von Grund auf zum Vatersein nicht qualifiziert, da es sich um ehemalige Frauen handelt. Oder um den Partner eines anderen biologisch männlichen Wesens, das dann auch nicht wirklich der Vater des gemeinsamen Kindes sein kann – zumindest ist das Kind dann nicht wirklich gemeinsam, jedenfalls nicht „biologisch“. Aber item. Heute gibt’s ja auch noch sowas wie „Zahlväter“, und falls der’s denn doch nicht ist, so heisst er notfalls halt dann Vater Staat. Wobei der auch nur wieder so toller Name für das Ding ist, womit auch ich mitgemeint bin, ganz unfreiwillig. Und zum Zahlen mitverpflichtet selbstverständlich.

      • Marco sagt:

        @Markus Schneider: Tönt nach recht viel Frust….

    • David Stoop sagt:

      Meiner Erfahrung nach, gibt es beim reinen Thema „Alter“ keinen Unterschied zwischen Mann und Frau. Die Probleme sind die selben und das Feedback der Umgebung auch („wenn der X ist, bist du doch schon im Altersheim“ eben).
      Hingegen macht es beim Thema „Fortpflanzungsmedizin“ einen Unterschied, da Frau ab einem gewissen Alter nicht mehr so einfach schwanger wird, weshalb die Medizin ins Spiel kommt.
      Das sind imo zwei Themen, bei einem davon gibt es halt den biologischen Unterschied zwischen Mann und Frau, den noch so viel Gleichberechtigung nicht wegkriegt.

  • Sportpapi sagt:

    Hm. Die Diskussion verläuft doch immer gleich. Zuerst werden Extrembeispiele gebracht, die dann (wie erhofft) auch negativ kommentiert werden. Worauf andere melden, dass gehe die Gesellschaft doch gar nichts an. Nicht einmal, wenn die Gesellschaft diesbezüglich gesetztliche Schranken gesetzt hat. Dann geht es um das Glück der Kinder, wobei immer angefügt wird, dass die es in dieser oder jener Situation noch viel schlimmer haben könnten (bzw. die beschriebene doch eigentlich sehr gut wäre – denn nur die Liebe zählt.
    Am Schluss reduziert sich alles auf die Frage: Braucht es nun ein Dorf, um ein Kind zu erziehen (also soziale Kontrolle, etc.), oder soll wirklich jede/r tun und lassen (können), was er/sie möchte? Wie kommt es, dass so viele zeitgleich beides möchten?

    • Muttis Liebling sagt:

      Nach dieser gelungenen Zusammenfassung aller Blogs kann diese Institution eigentlich beerdigt werden.

      • Carolina sagt:

        Oder, um jetzt mal ganz unfreundlich zu sein, diejenigen, denen es hier zu langweilig/dumm/vorhersagbar ist, könnten ja einfach mal eine Weile wegbleiben…..

      • Muttis Liebling sagt:

        Immer diese Ironie- Resistenz, Carolina.

      • Carolina sagt:

        Gell, ML? Dafür, dass Sie angeblich Seminare für ein verbessertes Ironie-Verständnis anbieten, ist dieses bei Ihnen jetzt nicht so wahnsinnig ausgeprägt vorhanden…… Und vor allem immer gerne erst im nachhinein 😉

  • Gisela sagt:

    Das Umfeld meiner Eltern (Tanten, Onkel, Freunde etc.) war bald einmal pensioniert, und bereits als Teene musste ich mir bei ihren Besuchen ständig Diskussionen über OP’s, gesundh. Probleme, Zipperleins, übere Verstorbene anhören, zum Glück war wenigstens meine Mutter bis Mitte 80 sehr gesund und fit und Alter/Gesund kein ständiges Thema im Alltag mit ihr. Junge Eltern haben logischerweise hauptsächlich ein junges Umfeld, die Themen und Aktivitäten sind anders, was auch auf die Kinder abfärbt. Und nun, mit 50: weder Eltern, Grosseltern, praktisch alle Tanten und Onkel verstorben… Meine Tochter hingegen hat väterlicherseits ihren Grossvater, viele Tanten und Onkeln, unzählige Cousinen und Cousins und geniesst ihre junge Verwandschaft in vollen Zügen.

  • Gisela sagt:

    Bei meiner Geburt war meine Mutter bereits 43 1/2 Jahre alt (ich das jüngste von 5 Kindern). Es w a r ein Thema für mich + meine Schulgspänli, dass meine Eltern bereits > 50/60 Jahre alt und ihre erst Ende 20/Mitte 30 waren. Ich hatte mir damals oft jüngere Eltern gewünscht. Auch hätte ich als Kind und auch später sehr gerne Grosseltern gehabt wie meine Freundinnen, drei waren bereits gestorben, ich hatte nur den einen Grossvater bis ich 10 war.

    • Papperlapapi sagt:

      und doch ist es Ihnen wahrscheinlich lieber so, als wenn sie gar nicht geboren wären (was ja die Alternative gewesen ware).

    • Amerigo sagt:

      Man findet immer etwas, was an den Eltern nicht passt.

    • Laurence sagt:

      Meine Mama war bei meiner Geburt 27. Meinen Grossvater habe ich nie kennengelernt: er starb 9 Jahre vor meiner Geburt mit 59.

  • Bea sagt:

    Ich denke es gibt einen Grund, warum Frauen ab einem gewissen Alter keine Kinder mehr bekommen können, währen Männer noch weiter Jahre zeugunsfähig sind. Vielleicht sollten wir der Natur einfach nicht so sehr ins Handwerk pfuschen!

    • Christoph Bögli sagt:

      „Die Natur“ ist gerade im Bereich Medizin/Fortpflanzung ein sehr schlechter Ratgeber. Oder fordern Sie auch bei allen anderen Themen, dass „der Natur“ nicht ins Handgewerk gepfuscht wird? Etwa bei Geburtshilfe, medizinischer Betreuung von Müttern und Säuglingen, Impfungen, Verletzungen? Oder Verhütung, Safer Sex, etc.? „Die Natur“ hat sich doch bestimmt auch was dabei gedacht, dass es eine natürliche Säuglingssterblichkeit von an die 50% gibt, gebärende Mütter kaum häufiger überleben und dass eine simple Blutvergiftung oder banale Viruserkrankung zum fast sicheren Tod des Kindes führen kann, da sollten wir also auch nicht reinpfuschen! Oder..?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ich frage mich immer, warum denn der Mensch und seine Fähigkeiten nicht als Natur angesehen werden.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es gibt einen ganz ’natürlichen‘, besser bio- sozialen Grund für die Menopause. Ab einem bestimmten Alter ist die Frau als Grossmutter für die Kinderaufzucht wertvoller, als in der Mutterrolle.

      Das gilt auch für kinderlose Tanten und Onkel, deshalb hat die Evolution die Schwulen und Lesben nicht ausradiert, was man ja wegen der Nichtfortpflanzung eigentlich hätte erwarten sollen.

      Für heterosexuelle Männer brauchte die Natur kein zusätzliches Erhaltungsprinzip erfinden, weil die austauschbar sind.

  • Luzia sagt:

    Mit 26 wollte ich Kinder – hatte aber den passenden Mann nicht dazu. Heute, mit 36 habe ich einen tollen Mann an meiner Seite – habe jedoch keine Lust mehr auf Kinder. Wer weiss, was mit 46 sein wird 😉 Wie auch immer, ich geniesse mein Leben, so wie es ist!

  • Katharina Saluz sagt:

    Ich kann den Wunsch, auch im fortgeschrittenen Alter Kinder zu kriegen, gut verstehen! Kinder bereichern das Leben und sie halten jung. Dennoch hätte ich es nicht verantworten können, mit über 50 nochmals Mutter zu werden. Da ich selber mit 13 die Mutter und mit 19 den Vater verloren habe, weiss ich, wie wichtig elterlicher Rückhalt bis weit ins Erwachsenenleben sein kann. Nachdem ich ihn schon früh nicht mehr hatte, will ich möglichst lange für den eigenen Sohn da sein – auch wenn F. mit bald 27 Jahren sein Leben bestens meistert und wirtschaftliche Unabhängigkeit geniesst, ist er froh, dass es mich noch gibt!

    • Christoph Bögli sagt:

      Die Eltern möglichst lange um sich zu haben, ist im Normalfall sicherlich sehr erfreulich. Aber gerade das Beispiel zeigt ja, dass es auch bei jungen/normal alten Eltern keine Garantie dafür gibt. Im übrigen, die Lebenserwartung für Frauen liegt in der Schweiz mittlerweile bei über 85 Jahren, theoretisch hat man also auch mit 50 noch über 30 Jahre vor sich. Zwar sehe ich es auch skeptisch, mit über 50 noch Kinder zu bekommen, aber oft wird das auch zu stark dramatisiert..

  • Rene sagt:

    Tatsache ist, und das weiss ich aus eigener Erfahrung, es macht keinen Spass Grosseltern als Eltern zu haben !!!

  • Ulrich Gassner sagt:

    Übrigens ist die heutige Bildunterschrift wirklich trefflich gelungen. So sieht also ein Vater aus, der sich über späte Nachkommen freut!

  • Hubertus Frankenstein sagt:

    Die Frau ist zu bewundern.
    Sie hat viel Geld und erfüllt sich nun Ihren grossen Wunsch. Bravo.
    Ihre Kinder werden mit Sicherheit beste Ausbildungen geniessen können und alle erdenklichen Entwicklungsoptionen offen haben.
    BRAVO für diesen Mut.

    • Muttis Liebling sagt:

      … und vielleicht 20 Jahre früher sterben, weil sie ausser vielem Geldes ein total verrottetes Genom geerbt haben.

  • Ulrich Gassner sagt:

    Es handelt sich um eine gesellschaftliche Modeerscheinung, die irgendwann auch wieder abflauen wird. Männer jenseits der 50 werden irgendwann merken, dass es zu anstrengend ist, sich in dem Alter mit schreienden, kotzenden Goofen anzugeben, und kaufen sich stattdessen lieber eine Harley.

  • Sabine Herrlich sagt:

    In Deutschland wurde auch spätes Mutterglück der berühmten Annegret Raunigk zuteil, die sich zu diesem Zweck in die Ukraine für die Embryospende begab. Die Welle der gesellschaftlichen Empörung lässt auch heute, wenn die Babys schon fast 12 Monate sind, nicht nach.

    • Sandra sagt:

      sie ist aber auch total überfordert mit den Vierlingen und zudem hatte sie schon 13 Kinder das älteste 40+. Hier kann ich die Empörung schon verstehen den finanziert wird das ganze nicht zuletzt zu einem guten Teil von den DE-Steuerzahlern. Nur weil eine Alte Frau nicht endlich loslassen kann. Ihren ältesten Kindern war es zudem peinlich sie wollten lange nichts mit der Mutter zu tun haben..

  • alam sagt:

    Auch über 40 gibt es viele natürliche Schwangerschaften. Die Fruchtbarkeit hört ja nicht mit 40 auf, sondern lässt nur langsam nach. So um die 45 wird die Chance dann verschwindend klein, ist aber bei einigen Frauen immer noch möglich.

  • Nadja sagt:

    Vermutlich haben die meisten Männer, die über 50 Vater werden, eine jüngere Frau. Das Kind hat somit die Chance mit einem fitten Elternteil an der Seite 30 zu werden. Bei den Frauen liegt die späte Schwangerschaft selten in einem jüngeren Partner mit Kinderwunsch begründet. Es ist bestimmt nicht einfach, sich bereits nach 20 mit dem Altern der Eltern zu beschäftigen. Es ist aber anzunehmen, dass sich die spät werdenden Eltern dazu Gedanken gemacht haben.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Ja Nadja, aber wenn wir so anfangen zu denken, dann können wir ja gleich bei allen das Kinderkriegen unter Skepsis stellen.
      Sollen Behinderte (Blinde/Gehörlose…) Kinder kriegen? Ist bestimmt nicht einfach für Kinder solch spezielle Eltern zu haben…
      Sollen Dicke, Dumme, Schlechtverdienende Kinder kriegen? Ist bestimmt nicht einfach für Kinder…
      Ja, sollen eigentlich Menschen wie wir, die viele Macken haben, Kinder kriegen?

      Reisst euch zusammen Leute. Schaut mehr für euch selbst und lasst die anderen so leben, wie sie es für richtig finden, (solange sie euch das auch tun lassen).

      • Nadja sagt:

        Ich spreche niemandem etwas ab. Bin ich selbst nicht die jüngste Mutter. Über Krankheit, Unfälle und Behinderung habe ich keine Entscheidungsmöglichkeit. Meine Kinder können Grosseltern geniessen, die noch etwas mit ihnen unternehmen können. Ich hoffe, dass ich nicht nur mit dem Kopf nickend die Händchen meiner Enkel tätscheln kann. So hat man verschiedene Wünsche und Träume und nicht alles lässt sich erfüllen. Gedanken darf man sich dazu aber schon machen.

      • Reincarnation of XY sagt:

        Darum geht es nicht. Nicht Eltern die nach Geburt, durch Unfall oder Krankheit, behindert werden, sondern solche die es vorher schon sind. (Selbstredend trifft dies auch auf die Dummen, die Dicken und die Schlechtverdienenden zu.)
        Bei all diesen könnte man ja auch die Nase rümpfen, wenn sie Kinder kriegen.

        Aber wenn wir so anfangen, könnten wir gleich jedem sagen, es sei eine Zumutung für das Kind, wenn er Kinder wollte, (inklusive zu uns selbst).
        Darum geht es.

  • Stevens sagt:

    Ist ja alles schon längst bekannt und x Mal durchgekaut worden.
    Bringts es wirklich, einander wegen solcher Themen immer auf den Grind zu geben?

    • Rémy sagt:

      Da muss ich zustimmen. Soll doch jede(r) für sich entscheiden. Ich zum Beispiel bin der Meinung dass es überhaupt Verantwortungslos ist, in diese Welt Kinder zu stellen. Und steh relativ in der Minderheit. Aber ich verurteile keine(r) der findet er wolle Kinder, sei’s mit 20 oder mit 40. Und vor allem: wenn sie mal da sind, egal wie Alt man sie gekriegt hat, ist das allerwichtigste dass man sich um sie kümmert, ihnen Schutz, Erziehung, alles notwendige bietet. Wann, ob und wie man Kinder kriegt ist unwichtig, wichtig ist, wenn man sich für Kinder entscheidet, dass man dann auch die Verantwortung wahr nimmt (und nicht einfach lifestyle Baby’s produziert weil’s schick ist)

  • Sonja sagt:

    Lebendgeburten je 1000 Frauen im Alter von 45 Jahren und mehr:
    1960: 2.0
    2014: 1.2
    In den 60er Jahren gab es also viel mehr „alte“ Mütter als heute. (Quelle Bundesamt für Statistik, „Lebendgeburten nach Alter der Mutter und zusammengefasste Geburtenziffer)

    • Susann sagt:

      Oha, Fakten. Dabei waren wir doch uns so schön am Empören…

    • Franz Vontobel sagt:

      Erstgeburten?

      • Sonja sagt:

        @Franz Vontobel. Vermutlich nicht. Heisst das nun, dass Frauen bereits 10 Kinder haben müssen (wie früher üblich) um mit ü45 noch ein weiteres bekommen zu dürfen 🙂

      • Franz Vontobel sagt:

        Nein, aber es verändert die Aussage der Statistik.

      • Muttis Liebling sagt:

        Man darf annehmen, dass Schwangerschaften in der Lage sind, den Eintritt der Menopause nach hinten zu verschieben. Immerhin ruht der Hormonzyklus für ca. 1 Jahr.

        Bekannt ist allenthalben, dass die per se als Risikoschwangerschaften eingestuften (Mutter => 35J) umso weniger risikoreich verlaufen, als die Kardinalnummer der Geborenenfolge steigt.

        Die o.g. Dame hatte ja bereits 3 Söhne, da ist die Schwangerschaft mit 53 längst nicht so dramatisch und auch ohne hormonale Nachhilfe möglich.

    • Samichlous sagt:

      Nein, die Aussage der Statistik ändert das nicht. Die Statistik soll ja auch nur sagen, weiviele Frauen über 45 im Jahr 1960 ein Kind geboren haben, und wieviele Frauen im Jahr 2014 im Alter 45 ein Kind geboren haben. Nicht mehr und nicht weniger

      • Sonja sagt:

        Merci Samichlous 🙂

      • Tom Walther sagt:

        So wie ich diese Statistik verstehe, sagt sie nichts über absolute Zahlen aus, also wieviele Kinder werden denn von Frauen ü45 geboren? Ich wage zu postulieren, dass heute wesentlich mehr Frauen ü45 in der Schweiz leben als 1960. Auch wenn 2014 pro 1000 eine kleinere Geburtenrate ausgewiesen wird, könnte die absolute Zahl der Frauen ü45, welche Mutter werden, sich nicht gross von derjenigen von 1960 unterscheiden oder gar höher ausfallen.

  • Martin sagt:

    Auch bei Maennern muss man sich die Frage stellen, ob es sinnvoll mit ue50 noch Vater zu werden. Letztens auf dem Robinsonspielplatz meine Kind 2.5J begleitet. Wie kaeme ich diesen Seiltanz mit Rutschbahn als ue50er rauf? Oder vor einigen Wochen rund ein Dutzend mal den Schlitten den Berg rauf ziehen mit zwei Kids drauf? 2h lang in gebueckter Stellung dem Kind Schlittschuhlaufen beibringen, Skiausruestung herumschleppen und erste Ski Pizza beibringen? Dem Elektrobuggy hinterherrennen, usw. Ich haette aber auch Verstaendnis fuer solche, deren Kinderwunsch sehr gross ist.

    • Reincarnation of XY sagt:

      Ich möchte auch nicht mit über 50 nochmals Vater werden, aber ihr Bild von der Fitness eines Ü50 ist aber so was von antiquiert.
      Wenn man will, kann man mit ü50 doppelt so fit sein wie ein Chips-Fressender 30 jähriger.
      Wenn Fitness ein Argument sein soll, müsste man nicht eine Altersgrenze, sondern eine BMI Grenze einführen.

      Ich denke, die meisten Kritiker sind einfach Spiesser.
      Bloss, weil für ich etwas nicht in Frage kommt, muss es doch nicht für alle Menschen verkehrt sein.

    • 13 sagt:

      @ Martin
      Ich bekam zwischen 26 und 33 drei Kinder, also ziemlich im Schnitt, aber was Sie da beschreiben, mache ich zum grössten Teil nicht. Warum auch? Auf dem Spielplatz galt schon immer die Regel, dass man die Geräte benutzen kann, auf die man selber hochkommt, mit Ausnahme der Schaukel, die ich gerne anschiebe. Wer schlitteln kann, kann auch den Berg rauflaufen, Skifahren lernen sie in der Skischule und Schlittschuhlaufen zeige ich gerne vor und gebe Tipps, wenn man sie gebückter Haltung hält, lernen sie eh nicht wirklich viel. Es ist ja nicht so, als würden alle „jüngeren“ Eltern dauernd aktiv um die Kinder herumwuscheln und auch nicht, als ob das wirklich nötig wäre.

      • Christoph Bögli sagt:

        Das ist effektiv so. Aber der Irrglaube, dass man seine Kinder mit höchstem körperlichem Einsatz dauerbespassen muss, ist mittlerweile weit verbreitet. Mit den Kindern auch physische Aktivitäten zu unternehmen, ist sicher gut, aber dieses immer und überall unter die Arme greifen müssen völlig unnötig. Und spätestens ab dem Teenageralter will eh kein Kind mehr mit dem Vater kicken und wird passiv-aggressiv mit den Augen rollen, wenn man es auf die Piste oder zur Wanderung schleppen will.

        Wobei dieses auch physische Helikoptern bei älteren Eltern häufiger scheint, wohl um ja nichts falsch zu machen. Was zur paradoxen Situation führt, dass gerade jene, die nicht mehr recht können, am ehesten über den ganzen Spielplatz klettern..:)

      • Sportpapi sagt:

        Das elterliche Vorbild ist selbstverständlich entscheidend. Und beim Schlitteln braucht es zunächst Hilfe, sonst findet es in den ersten 5 Jahren nicht statt.
        Allerdings glaube ich auch, dass hier nicht zwingend das biologische Alter entscheidend ist. Sondern das Interesse, die persönliche Fitness, der Lebensstil.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Es besteht beim Schlitteln ein Unterschied zwischen helfen im Sinne von „helfen, den Schlitten wieder hochzubekommen“, wobei das auch mein über 60jähriger und gesundheitlich angeschlagener Vater schafft, und „zwei Kinder auf dem Schlitten hochziehen“. Das zweite halte ich ab zwei Jahren für nicht wirklich notwendig und kleinere Kinder sind ja leichter.
        Ansonsten gebe ich Herrn Bögli durchaus recht.
        Ich war erst vor Kurzem mit meinen zwei jüngeren im Wald. Das Baby schlief friedlich, mein Sohn kletterte zwei Stunden lang auf aufgetürmten Baumstämmen herum und ich las ein Buch oder schaute ihm zu. Es war weder notwendig, dass ich mit ihm herumklettere, noch ihm als Vorbild diene.

      • Papperlapapi sagt:

        Bei uns hiess es: Auf aufgetürmten Baumstämmen herumturnen ist lebensgefährlich. Wenn die ins Rollen kommen, ist Kind tot. War mir als Kind (damals als es noch keine Helikoptereltern gab) strengstens verboten und so halte ich es bei meinen Kindern.

      • Sportpapi sagt:

        13, Sie sind schon ein Vorbild, wenn Sie mit in den Wald gehen. Und wenn sich Ihr Kind dort ganz allein beschäftigt, umso besser.

  • Andrea sagt:

    Das Schwierige daran finde ich, dass der Öffentlichkeit Glauben gemacht wird, man könne mit über 50 noch Mutter werden. Das klappt in diesem Alter nämlich nur noch mit Eizellspende.

  • Ulrich Gassner sagt:

    „Während hierzulande jedes Jahr 15’000 Männer zwischen 40 und 50 frischfröhlich Vater werden, muss sich eine Frau den Vorwurf von Egoismus und Verantwortungslosigkeit gefallen lassen, wenn sie um die 40 ihren Wunsch nach einem Kind noch erfüllen möchte.“

    Auf welchem Planeten findet dies statt?

    „Wir wollen die ganz grosse Liebe …“

    Der Prinzesschenkomplex ist vielen Frauen offenbar einfach nicht auszutreiben. Man sollte meinen, dass solche skurrilen Vorstellungen spätestens beim Eintritt ins Erwachsenenalter verschwinden.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Ulrich Gassner

      „Prinzesschenkomplex“?
      Weil man die „ganz grosse Liebe“ leben möchte- wobei da ja noch zu definieren wär, was diese alles beinhaltet.
      Und geht das Männern so ganz anders? Keinerlei Wunsch nach einer wirklich tief-vertraut-zuverlässigen Beziehung, die einigermassen halten wird was sie zu versprechen scheint? Alle „skurillen“ Vorstellungen darüber konsequent abgelegt?

      • Leandra sagt:

        „Prinzesschenkomplex“?? Die ganz gross Liebe hat doch nichts mit Prizesschenkomplex zu tun. Aber das sich heute jedes 3.Paar (Tendenz steigend) scheiden lässt zeigt wohl eher das Frau+Mann eben nicht auf die grosse Liebe wartet sondern sich mit dem ev. 2. Besten zufrieden gibt. Auch die ganz grosse Liebe bedeuted für eine Beziehung viel Arbeit und wenn dann noch Kinder kommen wird es zum „Härtetest“ mit vielen schönen und unvergesslichen Momenten wenn man den Test besteht.
        Mit 53 wird man in der Regel auch nicht mehr einfach so schwanger ist von der Natur schlicht nicht so vor, und mit 66 einen 13 Jährigen pubertierenden Teenie das ist für beide Seiten nicht das gelbe vom Ei.

      • Ulrich Gassner sagt:

        @BS: Wer schaut das Rosamunde Pilcher-Gedöns, Juuulia Wege zum Glück und ähnlichen Schrott? Für wen werden die unzähligen Telenovelas gemacht?

      • Susann sagt:

        Ueli, Telenovelas et al. werden vor allem von Frauen konsumiert. Diese können aber (uiuiui) Fiktion von Wirklichkeit unterscheiden. Wie wenn Sie sich „Stirb Langsam“ / „Die Hard“ anschauen und trotzdem Weihnachten nicht in Lüftungsschächten rumkriechen…..

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Ulrich Gassner

        da ich (noch?) nicht zur Zielgruppe Ihrer Auflistung gehöre greife ich möglicherweise mit meiner Gegenfrage daneben, aber gibt es für das Männerpublikum nicht ähnlich realitäts-alltags-entfernte Medial-Gefässe zum Abschalten/Ausklinken?
        Oder konsumieren Sie alle bloss sachlich-objektiv-relevante und mit-gesellschaftsaufbauender-Wirkung versehene Bücher, Filme und sonstige Produkte?

      • Martin Frey sagt:

        „Telenovelas et al. werden vor allem von Frauen konsumiert. Diese können aber (uiuiui) Fiktion von Wirklichkeit unterscheiden.“
        Ach ja, sind Sie da so sicher, Susann?

      • Ulrich Gassner sagt:

        @Susann: Natürlich können sie das, die meisten wenigstens. Ändert aber nichts daran, dass solche Geschichten tiefsitzende Sehnsüchte bedienen. Genauso wie Actionkamellen wie ‚Die Hard‘ die Sehnsucht vieler Männer bedienen, als sprücheklopfender Superheld mal so richtig unter den fiesen Bösewichten aufzuräumen! 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Die Zielgruppe einer Fernsehproduktion erkennt man an der eingebetteten Werbung. Wenn die für Rheuma- und Antifaltencremes ist, handelt es sich um Frauen fortgeschrittenen Alters.

        Wären die Damen von Verstand gesegnet, würde die Werbung nicht wirken und wäre alsbald eingestellt (und mit dieser die Fernsehproduktion).

      • Carolina sagt:

        Stimmt! Aber nicht zu vergessen die pflanzlichen Heilmittel, die angeblich bei erektiler Dysfunktion helfen sollen; die diversen Potions gegen Harntröpfeln, Prostatabeschwerden etc – meines Wissens halten sich da weibliche und männliche Angebote die Waage. Und vielleicht sind die ‚Damen‘ (eben: und auch die Herren) nicht einfach nur dumm und blöd, sondern verzweifelt……
        Aber Empathie ist ja auch wieder nur so ein überflüssiges Gefühl aus der raubkapitalistischen Mottenkiste….

      • Muttis Liebling sagt:

        Richtig, Empathie gehört eher in die Randbezirke menschlichen Verhaltens und selbst der Begriff an sich ist ausserhalb der Schweiz kaum gebräuchlich. Ich habe den in Berlin praktisch nie gehört.

        Wenn man in einem bewusst neutralisierten deutschsprachigen Text auf eine Argumentation mit emotionalen Elementen stösst, beträgt die Wahrscheinlichkeit 90%, dass dieser aus der Schweiz stammt.

        So wird man in einer deutschen Zeitung kaum je eine Argumentation finden, welche politische oder soziale Zusammenhänge psychologisch herleitet. Hier ist das nahezu täglich der Fall.

        Wir haben schon sehr verschiedene Kulturen, was man auch am Fernsehprogramm, Werbung inklusive, sehen kann.

        Prostagutt- Werbung kommt im Vorabendprogramm, nicht nachmittags bei den Telenovelas.

      • Werner Be sagt:

        „Wären die Damen von Verstand gesegnet …“
        ML. Danke für diesen Lacher! Sie retten meinen Tag 🙂
        Aber nicht nur der ganze Anti-irgendwas-quatsch währe inexistent, sondern auch dieser ganze Eso-Homöo-Spirituell-Habakuk hätte keine Gemeinde mehr.

  • Ruth Kyburz sagt:

    Was heisst hier Torschlusspanik, verzweifelter Kinderwunsch? Soviel ich weiss haben beide, sowohl Hildebrand wie auch Louis-Dreyfus bereits Kinder! Das ist purer Egoismus und ohne viel Geld auch nicht möglich. Ich kann mir nicht vorstellen, dass einer der beiden Elternteile auf den 100% Job verzichtet oder in der Nacht dauernd aufsteht. Das Geld für die totale Kinderbetreuung ist ja da. Und was ist eigentlich mit den Kindern selber? Werden sie es als 13 jähirge Teenager einmal lässig finden eine 66 jährige Rentnerin als Mutter zu haben?

    • Fernand Bühler sagt:

      Ich glaube nicht, dass sich solche Leute auch nur eine Sekunde überlegen, was ihre Kinder dazu meinen können. Wichtig ist das Bild, das man abgibt, und nur für dieses Bild will man die Kinder. Die Betreuung und Arbeit machen Nannys und Köchinnen, so wie vor 100 Jahren. Für die Homestory in der Schweizer Illusionierten haut man sich dann barfuss mit Kind im Arm aufs Sofa und schwärmt euphorisch, wie toll und lustig und hochbegabt Loris und Sofia sind. Danach gehts zurück in den 100-Prozent-Job, um ein bisschen Anerkennung für die strenge Elternrolle abzuholen. Bei solchen Eltern kann ich gar nicht so viel essen, wie ich …

    • Susann sagt:

      Dürften nur Leute Kinder haben, die von ihren potentiellen 13-jährigen Kindern als cool erachtet werden, würde sich die Gesellschaft doch sehr lichten. Die Kinder alter Eltern, werden ihre Eltern genauso lieben wie alle anderen und froh sein auf der Welt zu sein. Sie, Frau Kyburz, geben hier nur ihrem eigenen Unbehagen mit einer atypischen Situation Stimme.

      • Ruth Kyburz sagt:

        Ich bin ein Kind „alter“ Eltern! Meine Mutter war 40 Jahre alt als ich auf die Welt kam! Aber doch immerhin nicht 53! Und natürlich habe ich meine Eltern sehr geliebt.

    • Otto Schneider sagt:

      Ich hätte es als Teenager tatsächlich lässig gefunden wenn meine Eltern mehr Zeit für mich gehabt hätten, sei es bei der Aufgabenhilfe, Diskussionen über Gott und die Welt, gemeinsame Ausflüge. Eine 66 jährige Rentnerin hätte diese Zeit bestimmt gehabt. Aber junge Eltern sind oft egoistisch, arbeiten an ihre Karriere, wollen in den Ausgang, sich weiterbilden, haben Angst etwas zu verpassen und oft wenig Zeit für „quality time“ mit den Kindern.

    • Carolina sagt:

      Meine Güte! Diese Gehässigkeiten, Verurteilungen und moralinsauren Belehrungen nutzen jetzt einer notwendigen Diskussion gar nichts – im Gegenteil! Sie sorgen nur dafür, dass man sein Mütchen gekühlt hat, aber eine ‚Lösung‘ im Keim erstickt – wenn die hier vertretenen Wutbürger überhaupt an einer interessiert sind.

  • petered sagt:

    leben und leben lassen im voraus. dennoch wie wäre als 20 jährig eine(n) 73jährige(n) mutter/vater zu haben?

    • Beck sagt:

      Wie es ist? Es ist.! ………wie so schön geschriebene“leben und leben lassen“ ,es gibt a)durchaus ernstere Probleme auf unserem Planeten und b) muss nicht jeder private Entscheid öffentlich bewilligt werden,noch nicht! Herzlichen Gruss von alten Eltern

      • Christoph Bögli sagt:

        Der „private Entscheid“ betrifft aber ganz direkt eine andere Person, nämlich das Kind. Worin m.E. die Problematik besteht. Klar, letztlich hat man als Kind kein Anrecht auf irgendwelche Modelleltern und man weiss nie, was passiert, z.B. können Eltern auch jung sterben. Mit über 50 noch Kinder zu kriegen erhöht aber die Wahrscheinlichkeit enorm, dass jene bereits früh mit problematischen Ereignissen konfrontiert werden. Das zumindest zu bedenken, sollte also das Minimum sein..

  • Leandra sagt:

    Es ist wohl eher unsere EGO-Gesellschaft, Mann/Frau will alles haben und als Sahnehäubchen dann noch ein Kind, verbessert das Image. Bis 40 finde ich es absolut i.O. bei beiden Geschlechtern aber ab dann…… Zudem haben viele der alten Eltern dann ein Aupair oder Kindermädchen, für was dann ein Kind? Diese Kinder müssen sich dann in der Schule rechfertigen das dies ihre Eltern seien und nicht die Grosseltern wie allgemein verm. angenommen wird.
    Sorry aber das ist dem Kind gegenüber sehr egoistisch, einen 70 jährigen Vater oder eine 60 jährige Mutter wenn es in den Kindergarten kommt und das hat nichts damit zu tun das wir immer älter werden.

    • Martin sagt:

      Wir werden immer Aelter, aber die gesundheitlichen Probleme sind nach wie vor da. Eine liebevolle Kopfnuss in die Zaehne und die Dritten sagen tschuess.

    • Hubertus Frankenstein sagt:

      Das Kernproblem liegt darin, dass jeder glaubt, seinen Nächsten belehren zu müssen. Wieso soll eine fünfzigjährige Person nicht ein Kind haben dürfen? Solange das Kind / die Kinder erhalten, was sie zu ihrer Entwicklung brauchen, darf es in der Gesellschaft nicht zu diskriminierenden Einschränkungen kommen. Altersabhängige Einschränkungen können auch Eltern in jüngeren Jahren treffen (durch Tod, Krankheit, Unfälle).

    • 13 sagt:

      Wer ab 40 ein Kind bekommt, ist dann 60 oder 70 bis dieses in den Kindergarten geht? Interessante Rechnung…..

    • leandra sagt:

      @13 sorry ist etwas unglücklich geschrieben: das Alter 70/60 war natürlich auf das Alter der Eltern Hildebrand/Louis-Dreyfus bezogen 🙂

      • 13 sagt:

        Selbst sie werden noch nicht ganz 60 sein, wenn die Kinder in den Kindergarten kommen 😉

  • Babs Keller sagt:

    Es gibt eine Normalverteilung. Für alles. Bewegt sich jemand ausserhalb, gilt es als ausserhalb der Norm. Gilt ebenfalls für alles. Mit Anfeindungen und kritischen Blicken muss daher gerechnet werden.
    Wenn’s bloss das ist? Lebt euer Leben und geht weniger konform……lohnt sich:D

    • Carolina sagt:

      Vielleicht haben Sie wirklich Recht. Statt sich aufzuregen (wie ich es bei diesem Thema auch gern mache), sollte man sich vielleicht sagen, dass es diese ‚Randerscheinungen‘ bzw Ausschläge immer gegeben hat und immer geben wird. Als man uns warnte vor Jahren, dass die ‚alte‘ Mutter (30 plus notabene) ungeahnte Probleme mit sich bringen würde, waren wir auch alarmiert. Meine Mutter (Gynäkologin) hat mir mal erzählt, dass sie in ihrer Ausbildung schockiert darüber gewesen sei, wieviele alte Frauen noch schwanger in die Klinik kamen – Menopausenbabies. Irgendwie lösten sich auch diese Probleme…..
      Nur, und das ist ein grosses Nur: müssen wir als Gesellschaft nicht diskutieren, ob das Machbare auch das Wünschenswerte ist? Ob Einzelfälle auch Einzelfälle bleiben sollten? Ob es ein Recht auf

      • Carolina sagt:

        /2 Kind gibt/geben soll? Ich meine, dass hier grosser Diskussionsbedarf besteht, mehr als zu einer Zeit, als vereinzelte Menopausenbabies das grösste Problem waren. Wir müssen uns darüber im klaren werden, wie weit wir in unserem (fast schon) Machbarkeitswahn gehen dürfen. Oder ist der Zug schon abgefahren?

      • Reincarnation of XY sagt:

        Carolina – ansonsten stets einer Meinung mit ihnen, denke ich doch, dass wir uns darauf einstellen müssen, dass das „Machbare“ eben erst angefangen hat. Wir stehen vor Veränderungen, die wir uns nicht einmal vorstellen können.
        Als die Dampfmaschine erfunden wurde, verbreitete sie vielerorts Angst und Schrecken. Eine Maschine des Teufels. Das Zeichen des Endes. Die Fortschrittskeptiker zeichneten ein düsteres Bild einer versklavten Menschheit. (Heute ist sie insgesamt weitaus freier, als in all den Jahrhunderten davor.)

        Jetzt: Entschlüsselung des DNA-Codes und eine jährliche Verdoppelung der Rechenleistung von Computern. Das wird wahrscheinlich noch eine tiefgreifendere Veränderung der Welt hervorrufen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Solange es Einzelfälle bleiben, muss man nicht über Wünschenswert und Machbarkeit nachdenken. Zumal nicht ausgeschlossen ist, dass ein 50+ Frau natürlich schwanger werden kann. In den Kirchenbücher sind solche Fälle immer wieder aufzufinden, natürlich mit Kinder >>1 in der Geburtenfolge.

        Auch medizinindustriell hergestellte Baby sind höchstens ein Augenzwinkern wert, wenn es selten bleibt, z.B. wegen dem Preis.

        Kritisch wird es erst, wenn die sog. Fortpflanzungsmedizin, die in Wirklichkeit keine Medizin ist, zum Massenangebot wird. Bei Eingriffen in die Keimbahn weiss man immer erst nach 100 Jahren, ob es gravierende Nebenwirkungen gibt. Ein Analogon zur Conterganepidemie ist nie auszuschliessen und wenn das noch einmal genau so heftig und schnell passiert, dann …

      • Carolina sagt:

        RoXY: Das meinte ich eigentlich mit meinem 2. Teil. Ich stimme Ihnen absolut zu! Zumal es sich zwar im Moment um – medial hochgepushte – Einzelfälle handeln mag, aber eben doch auch darauf hinweist, dass wir uns in nächster Zukunft noch mit ganz anderen Dimensionen befassen müssen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Babs Keller

      dumm nur wenn sich die „ausserhalb der Norm bewegenden“ zur Wunscherfüllung Mitteln bedienen,
      welche andere „sich ausserhalb der Norm bewegenden“ gnadenlos eliminieren, Stichwort Selektion…, und das ist bloss einer von vielen Aspekten welche sehr wohl uns als Gesamtgesellschaft interessieren sollte.

    • Martin Frey sagt:

      Ich denke, man muss bei der Diskussion über Fortpflanzungsmedizin unterscheiden zwischen in aller Regel medizinisch bedingter Infertilität bei Paaren in normalerweise noch fertilem Alter, und derartig exotischen Menopausenschwangerschaften. Letzte sind extrem selten, dafür in aller Regel in den Medien umso präsenter. Meines Erachtens sollten klare Regeln für die erste Gruppe gelten, die Behandlungen dafür in einem gewissen definierten Rahmen durch die Kassen vergütet werden. Gemacht wird all das sowieso, da die Möglichkeiten grundsätzlich mittlerweile da sind.
      „Mit Anfeindungen und kritischen Blicken muss daher gerechnet werden.“
      Das sehe ich nicht so, Fr. Keller. Kein Thema ist zu blöd, als dass sich die Leute nicht das Maul zerreissen. Aber richtig ist es deswegen trotzdem nicht.

      • Reincarnation of XY sagt:

        „Kein Thema ist zu blöd, als dass sich die Leute nicht das Maul zerreissen. Aber richtig ist es deswegen trotzdem nicht.“
        Amen

  • Lucrecia sagt:

    Klar. Die Gesellschaft.
    Wenn man scheitert oder Schwierigkeiten hat, wenn man sich hässlich findet, ist immer die Gesellschaft schuld.
    Wenn man aber erfolgreich ist oder seine Träume verwirklicht, dann hat man es den eigenen Fähigkeiten, Genen, das Glück, Gott, was noch immer aber nie der Gesellschaft zu verdanken…
    Selbstbestimmung + Selbstverantwortung -> Selbstverwirklichung
    Opferhaltung + Ausreden -> stetige Unzufriendenheit vorprogrammiert

    Wenn das Kind mal da ist, klagen diesselben Frauen über ihr vermeintlich schreckliches Leben als Mutter und gleichzeitig (arbeitende) Frau/Partnerin, da ist natürlich auch wieder die Gesellschaft schuld.

    • Samichlous sagt:

      In unserer patriarchalen gesellschaft ist es hart für Frauen- vorallem wenn sie nicht ein stärkendes Umfeld (Mutter, Tanten, Schwestern, Freundninnen, Nachbarinnen) haben, die helfen. Der Mensch braucht eigentlich einen Clan, um Kinder grosszuziehen. Heute hat man den meistens nicht mehr. Die jungen Frauen sehen, dass es ein Krampf ist und Mutterschaft nur noch abgewertet wird „nur Hausfrau“ „Rabenmutter“. Egal für welches Modell sie sich entscheiden.

    • Muttis Liebling sagt:

      Klar, die Gesellschaft, was, wer sonst. Apple wird heute 40 Jahre alt. Hätte die Garage in der Schweiz oder in Bangladesh stehen können? Nein. Es bedurfte des gesellschaftlichen Umfelds der USA, das Microsoft, Apple, Google und Facebook entstanden sind.

      Jeden Tag werden Genies geboren, nur die meisten sterben ohne das es irgend jemand bemerkt. Denn ohne passende Gesellschaft ist das Individuum ein Nichts. Es reicht, wenn 3 Tage der Strom ausfällt. Dann gibt es Mitteleuropa nicht mehr.

      Eigenverantwortlich kann man sich irgendwann die Schnürsenkel zubinden. Aber nur, wenn man Schnürsenkel hat.

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