Mamas Feiertagselend

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Herausfordernde Frühlingsagenda: Die vielen Feiertage sind für Berufstätige schwer zu bewältigen. (iStock)

Endlich Frühling! Mehr Sonne, mehr Wärme – mehr Betreuungsprobleme. Ja, Sie lesen richtig. In keiner anderen Jahreszeit gucke ich als berufstätige Mutter so oft verzweifelt in meine Agenda wie im Frühling.

Gegen die vielen Feiertage habe ich nichts einzuwenden. Wer freut sich schon nicht darüber, an einem verlängerten Wochenende in Ferienstimmung zu kommen und mehr Zeit mit der Familie und Freunden verbringen zu können. Natürlich haben die Feiertage auch Konsequenzen: Die Arbeit wird nicht weniger und muss entsprechend in kürzerer Zeit erledigt werden. Arbeitet man Teilzeit, ist es noch extremer. Ein einziger freier Tag reduziert die Wochenarbeitszeit schnell einmal um die Hälfte oder ein Drittel. Stressig, aber durchaus machbar. Wenn da bloss nicht noch die vielen anderen Tage wären, an denen man als Eltern während der feiertagsreichen Zeit gezwungenermassen freinehmen muss.

Ostern zum Beispiel. Die Büros sind von Karfreitag bis und mit Ostermontag geschlossen. An unserer Schule aber waren die Türen schon am Donnerstagmorgen verriegelt: Gründonnerstag ist schulfrei. Und der Hort bleibt gleich auch geschlossen. Dasselbe an Sechseläuten. Wir wohnen zwar nicht in der Stadt Zürich, aber wen kümmert das schon? Die Schule fällt trotzdem aus und der Hort bleibt zu. Und zwar gleich den ganzen Tag. Dass die meisten Eltern mindestens am Vormittag arbeiten müssen, scheint vergessen zu gehen. Im Mai gehts im gleichen Stil weiter: Anschliessend an den Pfingstmontag ist der Kindergarten für zwei weitere Tage geschlossen. Der Grund? Evaluations- beziehungsweise Teamtag der Schule. Und auch der Freitag direkt nach Auffahrt ist für unsere Schulkinder jeweils frei. Dieses Jahr fällt er allerdings in die Ferienzeit.

«Was sind schon ein paar Tage», mögen Sie sagen, «nehmen Sie doch einfach frei!» Es sind aber in der Summe eben nicht nur ein paar Tage. Nicht zu vergessen die erwähnten zweiwöchigen Frühlingsferien! Und der Besuchsmorgen kurz vorher, an dem man nicht fehlen darf.

Der Frühling stellt mit dieser Ballung an zusätzlichen schulfreien Tagen eine echte Herausforderung dar für berufstätige Eltern, die nicht jederzeit die Grosseltern aufbieten können. Und davon gibt es viele. Wieso nur denkt die Schule nicht an sie bei der Planung all dieser Freitage? Schliesslich ist gemeinhin bekannt, dass längst nicht mehr jede Mutter Hausfrau und somit jederzeit verfügbar für den Nachwuchs ist.

Vermutlich könnte man gewisse Team-Anlässe auch auf andere Monate verschieben, in denen weniger los ist. Und sich vor allem auf die Feiertage beschränken, die wirklich relevant, sprich gesetzlich anerkannt sind. Der Gründonnerstag zum Beispiel ist es nicht. Wer sich diesen zusätzlichen Freitag wünscht, kann ja einfach einen Jokertag einlösen vor Ostern. Alle anderen sind froh, wenn die Kinder gut betreut sind, während sie im Büro noch zügig alles abarbeiten, um danach entspannt ins lange Wochenende zu verschwinden.

219 Kommentare zu «Mamas Feiertagselend»

  • Samichlous sagt:

    Kann allen Jungen die Familie planen raten, auf unnötiges Geld/Konsum zu verzichten und zu versuchen die Kinder selbst und mit Omas Hilfe großzuziehen. Dann hat man diesen Stress nicht. Wir haben 2 Mamatage, 2 Papatage und 1 Omatag. So ist immer jemand für das Kind da. Auch wenn es krank ist. Und das bedingungslose Grundeinkommen wäre hier natürlich auch eine Hilfe…

  • Enrico sagt:

    Frau Kuster jammert nicht , nein, das ist Ihr Ernst, IHRE Wahrnehmung !!!!!
    Kann irgendjemand das noch ernstnehmen ? Man stell sich vor, Sie muss morgens sogar noch ihr Caffeetasli selber abwaschen und und………..

  • Tina sagt:

    Also mir ging es auch immer so wie Ihnen, Frau Kuster. Ich habe 60% gearbeitet, Montag, Dienstag und Donnerstag. Das ist im Frühjahr natürlich ziemlich ungünstig… Um auf meine 60% zu kommen, musste ich die ausgefallenen Tage dann am Samstag und Sonntag nachholen, wenn der Papi zu Hause war. Ging schon, ich war dann aber immer froh, wenn die ganzen Feiertage vorbei waren.

  • Barbara sagt:

    Bei uns sagt die Schule wir sollen uns die Betreuung aufteilen, wir hätten ja 5 Wochen Ferien pro Person. Aber all die Schulfreientage sind nicht eingerechnet. Wir sind nur noch am rotieren mit Kollegen wie wir die Betreuung organisieren. Mühsames leid, früher mit der Krippe war einfacher mit dem Hort, welcher nur an 2 Ferienwochen pro Jahr geöffnet hat, ein konstanter spagt.

  • Wolky sagt:

    Es ist wirklich so.

  • Stefan sagt:

    Es ist tatsächlich nicht leicht, Job und Kinder unter einen Hut zu bringen (selber alleinerziehender Vater zweier Kinder). Aber wozu immer dieser Jammerton, diese Anspruchshaltung? Auch schon mal daran gedacht, dass die, welche die Kinder betreuen sollen, damit die Mamis ungestört arbeiten können, selber Kinder haben könnten? Sicher nicht alle, aber viele Unternehmen zeigen sehr wohl Entgegenkommen, wenn Eltern (nicht nur Mamis) sich um ihre Kinder kümmern müssen oder ihre Kinder von der Krippe abholen müssen. In einigen Firmen dürfte es dann eher so sein, dass Krippenschluss so ziemlich der einzige Grund ist, vor 1800 das Haus zu verlassen ohne Sprüche zu hören. Irgendwann hat man sich mal für Kinder entschieden, oder?

  • Hervé sagt:

    Zum Würgen, wie diese ach so armen Mamis, die üblichweise ein grosses Maul haben und ständig daherblabbern, wie „tough“ sie seien, nicht mal so was ordentlich organisieren können.

  • Dieter Neth sagt:

    Wie wäre es, die ganzen Feiertage abzuschaffen, aufs Wochenende zu verlegen und dafür 1 oder 2 Wochen mehr Ferien zu geben? Dann hört auch die ständige Rumfahrerei an den sogenannten Feiertagen weg. Noch was: Die Kirche im Rest der Welt feiert grundsätzlich am Sonntag. Auch Auffahrt und Fronleichnam und wie sie alle heissen. Ausnahmen: Karfreitag und Weihnachten. Könnte man immer in die Schulferien legen. Dann hätten alle was davon und es wäre besser planbar. Zusatz-Ferien für die Arbeitnehmer, in den Schulen gibt es genug Ferien. Viele müssen nämlich an den sogenannten Feiertagen ARBEITEN, der 8 Std Mo-Fr Bürojob ist am Aussterben! Aber das wär wohl zu einfach gedacht. Heutzutage sind ja alle Probleme grundsätzlich unlösbar schwierig.

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Heutzutage sind ja alle Probleme grundsätzlich unlösbar schwierig.‘

      Richtig und liegt an ‚Heutzutage‘ und nicht an den Problemen. Man kann die Probleme noch so klein machen, sie bleiben dennoch unlösbar. Sonst könnte man nicht drüber reden und mit irgendeinem Thema muss man die rasant zunehmende Kommunikationsmenge ja füllen.

  • Katharina sagt:

    In einem säkularen Land sind Ogtern, Pngsten, Korinthen und Grünliberale Donnerstage keine nationalen Feiertage. Auch die arrabiaten Penne(r) sind nur Pasta, basta.

    Das gilt dann auch für Tage, wo ansonsten stramme Züri Boyz auf zünftigen Drag machen und pillengetuned um ein brennendes Barbie rumrennen.

    Oder rüüdige Katzenstrecker in ein von billigem Gutedel verostetes Blechrohr blasen, das Gekirpsche als Tradition bezeichnen, obwohl der Event ™ erst in den siebziger Jahren gegründet wurde… von Möven im Nebel von Ebikon.

    Ansonsten ist mir das ganze Problem nicht so ganz nachvollziehbar.

    Ich kaufe ein Kleenex für die nächste Runde….

  • Honeybee sagt:

    Ich erlebe das ähnlich, es wird schon erstaunlich oft angenommen, dass Eltern (sprich: Mütter) immer verfügbar sind. Was mich besonders stört, ist, dass ich immer speziell darum bitten muss, das jüngere Kind an irgendwelche Anlässe mitnehmen zu können. Die Anwesenheit eines Elternteils ist erwünscht, aber bitte keine Geschwister. Ich kann aber nicht jedes Mal, wenn ich für 1 oder 2h in den KIGA gehe, Kinderbetreuung organisieren. Da würde ich mir mehr Verständnis wünschen.

  • Mark Altheer sagt:

    Ich versteh dass das ein Problem sein kann. Aber…
    1. Eigenverantwortliche Lösung suchen (Verwandte, Nachbarn, im Tausch mit anderen Müttern die Teilzeit arbeiten, Tagesmütter)
    2. Im Geschäft frei machen wenn möglich
    3. Krank machen (ok, ist etwas unpopulär und löst das Problem der liegengebliebenen Arbeit nicht) 😉

  • A. Horvath sagt:

    Also manchmal habe ich wirklich das Gefühl, sie möchten uns Eltern mit Ihren „gesuchten“ Beiträgen testen… ?! Ich bin ja ebenfalls berufstätig und so mancher Frei-/Feier-/Besuchstag legt sich etwas quer in unserer Planung. Aber grundsätzlich ist es ja so, dass wir uns Kinder gewünscht haben und deshalb auch nicht zu jammern brauchen, wenn uns der Staat eben nicht alles abnimmt. Da wird halt mal ein bisschen jongliert und ausserdem hat man nach ein, zwei Jahren ohnehin den Dreh draussen.

  • Rosa Grün sagt:

    Warum nimmt nicht auch Papi mal einen Tag frei?
    Ich finde es äusserst unerfreulich, dass man den Kindern ihre freien Tage missgönnt.
    Wenn Sie damit nicht umgehen können, dann kriegen Sie halt keine Kinder.

  • tommaso sagt:

    Ist das Mädel auf dem Bild wirklich die Mutter oder nicht viel eher die Babysitterin? Und warum schauen Babys eigentlich immer direkt in die Kamera, obwohl sie gar nicht wissen können, was da abgeht… Und, äh, worum ging es bei dem Beitrag?

  • Ella Müller sagt:

    Schon mal daran gedacht, dass es das längste Schulquartal ist? Nebst Tagesschule und KiTa gibt es auch Tagesmütter, andere Mütter, Verwandte und Bekannte, welche für die Betreuung einspringen könnten; im Voraus planbar, da die Feiertage lange vorher bekannt sind.

  • Chris Fogg sagt:

    Ja Kinder sind schon eine Belastung. Ich finde es auch stören, dass diese nicht selbstständiger auf die Welt geboren werden. Ausserdem sollte der Staat eine 365 tage 24 Stunden Betreuung gratis allen anbieten müssen.
    Wie konnten wir nur unter diesem Druck unsere 3 Kinder selbstständig durch den Alltag bringen?

  • elena sagt:

    Mir kommen gleich die Tränen!

  • Annika sagt:

    Ein altes, bekanntes Thema – die herausfordernde Vereinbarkeit von Beruf und Familie… Es fehlen einfach der Gemeinsinn, die zwischenmenschliche Solidarität und die politische Wille, die die Rahmenbedingungen für eine bessere Vereinbarkeit schaffen würden. Und das wird sich leider nicht so schnell ändern…

  • 13 sagt:

    Warum muss eigentlich jedes Mal, wenn eine berufstätige Mutter sagt, sie habe ein Organisationsproblem gleich der Holzhammer geschwungen und ihr vorgeworfen werden, sie hätte besser keine Kinder bekommen, sie sehe die Kinder als Last an, wolle sie gar nicht sehen und dann, wenn sie am Boden liegt, kommt das ewige Totschlagargument „Luxusproblem“. Ja, klar wäre so manche syrische Flüchtlingsfamilie froh, nur solche Probleme zu haben, aber wenn das der Punkt ist, dürfen wir ja gar nicht mehr pieps sagen. Und ich denke, dass gerade der Wunsch die wenige Ferienwochen im Jahr als ganze Wochen zusammen mit den Kindern zu verbringen und diese an Feiertagen nicht einfach irgendwo zu parken, sondern dort zu lassen, wo sie es kennen und gerne gehen, von Fürsorge zeugt.

    • dres sagt:

      Ach, ein bisschen Provokation muss sein, sonst ist das viel zu lahm hier. Und im übrigen geht es hier zwar um eine berufstätige aber nicht alleinerziehende Mutter. Insofern müssten doch Lösungen für die paar an einer Hand abzuzählenden Feiertage zu finden sein…

      • 13 sagt:

        Die Autorin hat ja weder gesagt, dass sie nun zu Hause bleibt und eine Kündigung bekommt, noch dass sie ihre Kinder in den Keller sperren wird, weil es keine Lösung gibt 😉 Dass es aber umständlich ist, kann ich nachvollziehen.

      • Marie sagt:

        Es geht nicht nur um nicht-alleinerziehende. Einfach mal so nebenbei. Die Autorin schreibt über ein gesellschaftliches Problem, nicht (nur) über ihr eigenes.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Autorin nannte das Feiertagselend. Das ist mehr als nur „ein bisschen umständlich“.
        @Marie: Erstaunlicherweise erklärt die Autorin den Fakt, dass sie nur Mütter erwähnt, mit ihrer persönlichen Perspektive…

      • Jeanette Kuster sagt:

        Ähm, Sportpapi, den Titel habe nicht ich getextet, das macht in der Regel der Produzent.

        Und ja, natürlich schreibe ich aus meiner Perspektive, aber ich tue es deswegen, weil es viele betrifft. Dh das Thema ist persönlich UND ein gesellschaftliches Problem.

      • Sportpapi sagt:

        Ok. Ich hoffe trotzdem, dass nicht jede/r in der Situation gleich verzweifelt in die Agenda schaut, nur weil mal ein zusätzlicher Tag schulfrei ist.

    • Alpöhi sagt:

      13,
      Als unsere Kinder klein waren, entschieden wir uns, dass meine Frau zu den Kindern schaut (ürbigens, das hat sich sehr gelohnt, allerdings nicht finanziell). Ich hatte damals vier Wochen Ferien in Jahr. –

      Wissen Sie was? Wir hatten gar nicht das Geld, vier Wochen Ferien zu machen! So wurden es dann zwei Wochen „UHU“ (ums Huus ume), eine Woche Weihnachtsferien und ein paar freie verteilte Tage für was halt so anstand.

      Es wäre mir nicht in den Sinn gekommen zu klagen. Für kleine Kinder sind UHU-Ferien sowieso das Grösste. Die brauchen keine Malediven.

      • 13 sagt:

        Herr Alphöhi,
        Es ist doch toll, dass Sie eine Lösung gefunden haben, die für Sie stimmt. Doch Sie können nicht aus Ihrer Situation auf andere schliessen. Wir sind seit nun fast 8 Jahren Eltern und haben weiss Gott schon x verschiedene Modelle durchgespielt, immer passend auf die momentane Situation. Nun ist es aber so, dass wir vom Lohn meines Mannes, auch ohne Ferien, Auto etc. nicht leben können. Es kommt also gar nicht in Frage. Umgekehrt würde es mit meinem Lohn gehen. Aber Tatsache ist, wir wären nicht glücklich und darum geht es doch. Er wäre zu Hause frustriert, mir wäre die finanzielle Verantwortung zu gross. Also lohnt es sich für unsere Situation uns anders zu organisieren.

      • 13 sagt:

        Und auch zu den Ferien haben wir eine andere Situation. Wir brauchen keine Malediven, waren da auch ohne Kinder noch nie, aber wir haben ein zweites Heimatland, das für uns genauso wichtig ist wie die Schweiz und ein (geerbtes) Haus da. Die Kinder, wie wir, fühlen uns auch da zu Hause und nützen darum jeden der paar Ferientage, ich habe auch nur 4 Wochen, um dort zu sein. Finanziell macht eine solche Reise ca. 500.- aus, unabhängig der Dauer, somit leisten wir es uns mehrmals pro Jahr. Da bin ich nicht bereit, mir einzelne Tage von der Schule diktieren zu lassen, die mich dann daran hindern, ganze Wochen zu nehmen. Und auch das ist die Realität vieler.

      • 13 sagt:

        Wir haben nun auf die erwähnten Probleme reagiert und uns arrangiert, indem wir das Gesamtpensum reduziert haben und somit nur wenig Betreuung brauchen. Allerdings finde ich es schade, dass wir die Wahlfreiheit, die man mit Vorschulkindern hat, mit Schulkindern offenbar nicht mehr hat. Jammern auf hohem Niveau? Ja, klar. Es geht ja? Stimmt auch. Aber wir alle Leben ja im weltweiten Vergleich ein absolutes Luxusleben, was nicht heisst, dass es nichts gibt, was uns beschäftigt. Und der Beitrag (ok, der Titel ist etwas übertrieben) zeigt nun mal eine Problematik auf, mit der sich viele konfrontiert sehen. Das heisst weder, dass es nichts schlimmeres gibt noch dass es keine Lösung gäbe.

      • Lala sagt:

        @13
        Sie schreiben weiter oben, dass Sie viel arbeiten und deshalb nicht noch Kinder anderer Eltern betreuen wollen. Das verstehe ich sehr gut. Wieso jedoch kann dieser Teil nicht ihr Partner abdecken? Dann würden andere Familien bestimmt auch mal Ihre Kinder betreuen.
        Meine erste Tochter ging noch 2 Jahre ohne Blockzeiten zur Schule, es hat sich bereits vieles verbessert.
        Ein wenig Selbstverantwortung ist wichtig und richtig.
        Alle die gemeinsam um 150/160 Stellenprozente arbeiten sollten das hinkriegen. Alle Anderen benötigen so oder so eine andere Lösung doch haben die meist auch die Mittel dazu. Im Freundeskreis gibt es ein Paar mit 2x Karriere, die Kinder haben eine Kinderfrau mit Monatslohn und 5 Wochen Ferien. Super Lösung für alle.

      • Sportpapi sagt:

        @13: „Allerdings finde ich es schade, dass wir die Wahlfreiheit, die man mit Vorschulkindern hat, mit Schulkindern offenbar nicht mehr hat.“ Das kann ich nach wie vor nicht nachvollziehen. Müssen Vorschulkinder das ganze Jahr rund um die Uhr fremdbetreut werden, so geht es ab Schulalter noch um einzelne (Halb-) Tage von Kindern, die zudem immer selbstständiger werden. Mit dem Geld, das eine Rundumversorgung zuvor gekostet hat, lässt sich doch auch später eine gute Lösung finden? z.B. mit einer Tagesmutter?
        Wir jedenfalls werden berufsmässig sehr viel freier, wenn im Sommer auch noch der Jüngste eingeschult ist.

      • 13 sagt:

        @ lala
        Macht er selten mal auch, er fühlt sich aber mit unseren drei auch oftmals ausgelastet und wir mussten auch schon mit Vorurteilen kämpfen, dass Mütter ihre Kinder nicht so gerne zu einem Mann schicken 🙁

        @ sp
        Klar, es ist günstiger, aber eben die Flexibilität nimmt ab. Man kann die Kinder nicht irgendwo zur Betreuung fahren, da sie eben Schule haben. Freundinnen mit eigenen Kindern, die in einer anderen Gemeinde wohnen, fallen als Betreuung aus. Die Tagesmutter muss auch am gleichen Ort leben. Nicht jeder hat sein Umfeld in der engen Nachbarschaft.

  • dres sagt:

    Könnte man die Kinder nicht sonst in einer 24/7-Koranschule…ähm tschuldigung in einem Alpeninternat abgeben? Das reicht doch völlig, wenn man die Goofen mal an Weihnachten sieht.

  • Laila sagt:

    Der Auftrag der Schule ist die Bildung der Kinder, nicht die Entlastung der Eltern. Die schulergänzenden Angebote springen da ein – und sind nicht überall so gut ausgebaut wie in den Städten. Allerdings sitzen ja verschiedene Eltern im gleichen Boot – ich finde, da darf auch die Eigenverantwortung zum Zuge kommen und man organisiert sich halt zusammen. Es sind ausserdem Schulkinder, keine Kleinkinder – der Betreuungsaufwand ist nicht so intensiv. Das sage ich als teilzeitarbeitende Mutter, ich kenne das Problem.

  • Lucrecia sagt:

    Einige ganz naiven Fragen:
    Wäre es etwa möglich, sich mit anderen Eltern gegenseitig zu helfen? Diesen Feiertag verbringen eure Kinder mit uns und am nächsten Feiertag gehen unsere Kinder zu euch. Oder habt ihr etwa keinen Kontakt/Vertrauen zu Eltern von (mindestens 1) Gspänli ihrer Kinder bzw. Nachbarn?
    Oder ist es irgendwie hierzulande sittenwidrig, eine befreundete, nicht arbeitende Mutter um Hilfe zu bitten? Und vielleicht dann im Gegenzug an einem Samstag oder Abend für sie einzuspringen?

    • Papperlapapi sagt:

      Eigeninititative? Lucretia geht’s noch gut?! Der Staat muss, schallt der Ruf!

      • Lucrecia sagt:

        Haha 🙂
        Ja, der liebe Staat, mit unseren lieben Steuern.

        Selbst die Amis machen das viel besser und können sich problemlos zusammentun, wenn es darum geht, in der Gemeinschaft eine Lösung zu finden. Das tun sie auch in der Schweiz.
        Profitieren tun alle, auch die Kinder.

        Und in anderen Kulturkreisen sowieso. Da ist es selbstverständlich, dass man solidarisch ist.

        Warum sind Schweizer also dermassen unfähig, wenn anscheinend alle andere es können?

      • tststs sagt:

        „Warum sind Schweizer also dermassen unfähig, wenn anscheinend alle andere es können?“

        Was glauben Sie denn, was mit all den Kindern während der im Blog beschriebenen Tage? Tiefkühler?
        Was Sie beschreiben, geschieht auch hierzulande tagtäglich 😉

    • Lucrecia sagt:

      @ tststs
      Das freut mich!
      Komisch, dass es im Beitrag nicht erwähnt wurde. Vielleicht ein Züri-Problem dann.

  • Conny sagt:

    diese ganze kinderbetreungsangelegenheit sollte mal anders geregelt werden wie in anderen ländern, z.b. schweden. und warum ist es aufgabe der mutter beruflich kürzer zu treten? ich denke, frauen sollten in der heutigen zeit nicht mehr entscheiden müssen zwischen kindern oder beruf.
    ich persönlich habe das vor 20 jahren, als auf dem land noch keine kinderbetreung angeboten wurde, mit einer tagesmutter gelöst. das wäre doch für alle ebenfalls als eine zusätzliche abdeckung der kinderbetreung denkbar. ich sehe nichts, was dagegen spricht…………….

  • Melanie sagt:

    Warum werden denn keine Ferientage eingezogen? Müssen die für die Malediven eingespart werden? Ich habe es oft erlebt – ich arbeite als Lehrerin in Zürich – dass es für die Kinder das grösste Geschenk war, wenn Mami oder Papi an einem solchen Tag frei nahmen und mit ihnen einfach einen normalen Tag mit putzen, kochen, einkaufen, entsorgen und sonst ganz ungeplant verbrachten.

    • alam sagt:

      Ganz einfach. Wenn Frau 4 Wochen Ferien hat entspricht dies 20 Tagen. Die werden in nullkommanichts aufgebraucht für solche Tage. Die Frage ist dann, ob es überhaupt noch reicht für ein paar Tage Ferien zusammen mit den Kindern.

      • tststs sagt:

        Kanton ZH: 14 Feiertage, an 9 Tagen sollten auch die Eltern frei haben (Ausnahme: Arbeit im Schichtdienst). Bleiben also 5 Tage. Bleibt frau also immer noch ein Saldo von 15 Tagen, resp. 3 Wochen Ferien…
        IMHO machbar…

      • Christoph Bögli sagt:

        Mann hat aber auch mindestens 4 Wochen Ferien, wenn man sich also abwechselt, dann bleiben erst recht mehr als 15 Tage. Zumal das mit den 4 Wochen mal wieder so ein Minimum-Beispiel ist, vielerorts gibts ja auch 5 Wochen oder sogar mehr. Dazu kommt noch Überzeitkompensation und ähnliches.

        Insofern sollte es eigentlich kein Problem sein, das über Freitage zu regeln. Einzige Ausnahme: Wenn man einen Job hat, bei dem man nicht einfach so nach Gusto freinehmen kann..

    • Marie sagt:

      Diese Frage kann nur von einer Person kommen, die 13 Wochnen Ferien hat….!

  • Lia sagt:

    liebe Frau Kuster, der Hort MUSS am Gründonnerstag Betreuung sicherstellen. Diese Diskussion hatten wir gerade bei unserem. Wenn die Schule geschlossen ist, obwohl offiziell kein Feiertag besteht (wie Qualitätssicherungstage und eben auch der Gründonnerstag, der KEIN Feiertag ist), MUSS die Versorgung gewährleistet sein. Ist so im Schulgesetz verankert.

    • Papperlapapi sagt:

      In Zürich mag das so sein.
      In unserem Kanton ist das nicht so. Unsere Kinder hatten um 12:00 Schule fertig. Der Mittagstisch entfällt, da ja nachmittags kein Unterricht….

    • Jeanette Kuster sagt:

      Wirklich? Dem muss ich in dem Fall mal nachgehen, denn es haben sich einige Eltern darüber geärgert. Danke für den Hinweis.

  • Cybot sagt:

    Anlässe auf andere Monate verschieben? Was soll das denn bringen? Letztlich hat man als Berufstätige/r eine begrenzte Anzahl Ferientage; in welcher Jahreszeit man die verbraucht, ist doch völlig irrelevant.

  • Widerspenstige sagt:

    Tja, das bleibt ein Problem und wie haben wir das gelöst in den Aufbaujahren mit eigenem Geschäft vor ca. 30 Jahren? Ich darf gar nicht mehr daran denken, wie wir es machten bei drei Kindern OHNE Kitas, Mittagstisch, Tagesschule, Kinderzulagen etc. Also weiter wursteln wie bisher alle Mütter/Väter oder langsam umdenken, wer für diesen Schlamasel vorwiegend verantwortlich ist? Nein, nicht nur die Eltern, die ja Kinder wollten…. Das ist eine Aufgabe der Gesellschaft und somit auch politisch zu lösen. Vielleicht sollte man einfach mal eine verlängerte Elternzeit an der Urne mehr unterstützen? Vielleicht hilft da sogar ein garantiertes Grundeinkommen? Wer weiss…. o_o

    • dres sagt:

      Verlängerte Elternzeit bis die Kinder 18 sind? Mit ein paar Monaten zusätzlichem Urlaub ist das Problem höchstens hinausgeschoben. Und wenn beide Elternteile arbeiten, sollen sie sich so organisieren, dass die Feier- und Freitage aufgefangen werden können. Bei uns gab es also diesbezüglich über Ostern kein Problem. Und dann gäbe es ja auch noch Grosseltern, Nachbarn, Freunde…

  • Habig Regula sagt:

    Wenn Kinder so eine furchtbare Belastung sein können und ein paar zusätzliche Feiertage den Alltag so schrecklich durcheinanderbringen – dann macht doch einfach keine Kinder. Manche Leute scheinen zu glauben, dass die Welt und die Wirtschaft platt auf die Nase fallen, wenn sie sich zwischendurch mehr um die eigenen Kinder kümmern müssen. Für ein Kind fühlt sich das elend an, wenn die Mutter hyperventiliert, weil die Schule geschlossen und das Kind im Weg ist.

    • Alpöhi sagt:

      Danke, gut auf den Punkt gebracht.

    • Susi sagt:

      Und wieder so ein die-Welt-ist-schwarz-weiss-Beitrag.

      Wenn man keine Fähigkeit zu differenziertem Denken hat, sollte man die eigenen Wertvorstellungen vielleicht auch nicht weitergeben….

    • Rahel S sagt:

      Hmm- ich glaube eher, dass die Eltern (nicht nur die Mutter) „hyperventiliert“, weil die Schule und der Hort geschlossen ist und die Arbeit trotzdem ruft. Es geht um die Vereinbarkeit, nicht darum, die Kinder abzuschieben! Aber vielleicht verstehen einige Leute diesen Unterschied nicht wirklich.

      • Sisifee sagt:

        Richtig. Ich bin der Meinung, dass Schritte nicht nur in der „Gesellschaft“, bzw. Schulen und Betreuungseinrichtungen geschehen müssen, sondern eben auch auf Arbeitgeberseite. Zu viele sind heute noch unflexibel und tun, als ob kein gesellschaftlicher Wandel stattgefunden hätte. Ich finde es nicht gut, wenn Kinder bereits von 7-8 in den Hort müssen, also soll die Privatwirtschaft doch endlich überall gleitenden Arbeitsbeginn einführen. Und wieso nicht an Gründonnerstag um 15 h schliessen? Was ist daran denn so schlimm?

      • Sportpapi sagt:

        Vereinbarkeit wird nicht gerade wegen ein paar Feiertagen in Frage gestellt.

    • Philip Alig sagt:

      Was für ein überhebliches Statement. Als Verantwortlicher 7/24 Unternehmen erlebe ich sehr oft, dass dies eben doch ein Problem für allein erziehende Eltern ist. Und Ihr Lösungsansatz schein dahin zu gehen, dass die Arbeitgeber dies nun tragen sollen! Toll, wirklich! Dabei genügt es, wenn die Horte eben offen hätten, wenn Eltern arbeiten müssen. Nein, hyperventiliert niemand wegen geschlossenen Tagesstätten. Probleme haben sie aber trotzdem…

      • Habig Regula sagt:

        @Susi: natürlich bin ich „fähig“ zu „differenziertem Denken“, aber ein Beitrag, der mit „Mamas Feiertagselend“ betitelt ist, reizt mich eben schon von Anfang an zu Widerspruch; mich dünkt, Leute, die wegen ein paar freier Stunden zusätzlich (Hort ist geschlossen) ins Jammern und Schleudern kommen, überschätzen die eigene Wichtigkeit im Getriebe der Dinge oder haben ihre Alltag auch sonst nicht im Griff, denn sonst wären ein paar solcher Anlässe pro Jahr doch kein Thema.

  • Simone Stadler-Büttiger sagt:

    Oh je, da werden wir wieder mal brutal daran erinnert, wie schwer das Leben ist. Danke, danke, danke Frau Kuster, wir nehmen Anteil und freuen uns, dass ihnen ihr gesunder Egoismus noch nicht abhanden gekommen ist!

    • Marie sagt:

      Frau Stadler-Büttiger

      Schön, dass das für Sie kein Problem darstellt. Für mich wird der Kindergarteneintritt meines Kindes wohl eine Reduktion des Arbeitspensum zur Folge haben.
      Und ja, ich bin alleinerziehend. Und ja, ich wollte die Scheidung. Trotzdem bin nicht ich (alleine) an der Scheidung Schuld.

      • Sportpapi sagt:

        „Für mich wird der Kindergarteneintritt meines Kindes wohl eine Reduktion des Arbeitspensum zur Folge haben.“ Das verstehe ich nicht. In erster Linie ist das Kind ja nun mal zumindest den halben Tag lang gratis betreut. Und z.B. mit einer Tagesmutter wäre auch der Rest gut abzudecken.

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Einen halben Tag? Sie meinen, täglich von 8.20 Uhr bis 11.50 Uhr, abzüglich 14 Wochen Schulferien, Feiertage und sonstige Ausfälle. Und betreffend Tagesmutter/Betreuungsperson ist man plötzlich sehr ortsgebunden, was man vorher nicht war. Mit dem Schuleintritt und den Hausaufgaben wird es u.U. noch schlimmer, wenn man kein Kind hat, welches diese einfach so locker alleine hinter sich bringt. Ich kann die Pensumsreduzierung sehr gut nachvollziehen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Die Tagesmutter betreut statt den ganzen Tag nur noch den halben. Und da sie selber Kinder hat, die am gleichen Tag frei haben wie die eigenen, ist sie auch da gebunden.
        Aber kein System ist perfekt. Und wir sind froh, betreffend Fremdbetreuung mittlerweile nur auf gegenseitige Nachbarhilfe zu bauen, und im Bekannten- und Familienkreis zudem auf ein grosses Netzwerk zählen zu können.

  • Alpöhi sagt:

    Luxusprobleme.

    Und die, die wirklich arbeiten *müssen*: Die gab es früher schon. Ohne Kitas / Tagesschulen / Mittagstisch. Deren Kinder nannte man „Schlüsselkinder“, weil sie den Hausschlüssel um den Hals hatten und auf sich selber aufpassen mussten.

    Nicht, dass das ideal wäre. Aber es ist eines der Probleme von Alleinerziehenden. Und deren Kinder sind auch gross geworden.

    Vielleicht sollte frau etwas weniger schnell zum Scheidungsanwalt rennen.

    • Susi sagt:

      „Früher“? Als ich im Kindergarten-/Primarschulalter war, gabe es bereits die Institution „Hort“.

      Die Früher-ging-es-auch-ohne-XY-Argumente sind sowieso immer völlig an den Haaren herbeigezogen. Und dann den Frauen die Schuld für die Scheidungen geben? Übel, Alpöhi. Aber überrascht mich wenig.

      • Alpöhi sagt:

        Susi, dass es mehrheitlich die Frauen sind, die die Scheidung einreichen, ist Fakt. Übel, aber Fakt.

        Und die Probleme, die sich für die Mütter daraus ergeben, soll dann die Gesellschaft lösen? – Noch übler.

        Ich bin der Meinung, viele Paare lassen sich übereilt scheiden. Es würde viele Probleme vermeiden, wenn man die Beziehung nicht als „Wegwerfartikel“ betrachten würde.

      • Susi sagt:

        Dass die Frauen die Scheidung einreichen, ist aber kein Indikator, warum die Ehe nicht funktioniert hat, oder?

        Von Scheidungskindern hört man immer wieder, ihnen sei es nach der Scheidung besser gegangen als im Kreuzfeuer (oder kalten Krieg) der Eltern…

      • Sportpapi sagt:

        Susi, ich teile die Meinung, dass heute zu schnell geschieden wird. Und ich sehe keineswegs die Alternative, dass die Eltern zwingend in ständigem Streit leben müssen, nur weil sie sich nicht umgehend trennen können. Vielleicht sind sie schlicht traditionell pragmatisch veranlagt?

      • Susi sagt:

        Nein, aber viele Eltern leben einfach in permanentem Streit oder in feindseliger Atmosphäre, aus welchen Gründen auch immer. Und da wäre es mMn eben besser für alle, wenn man sich trennen würde, anstatt um der Tradition Willen oder wegen der Kinder zusammen zu bleiben.

      • alam sagt:

        Ja klar, die meisten alleinerziehenden Mütter die ich kenne haben tatsächlich die Scheidung eingereicht… NACHDEM sie von den Männern verlassen wurden.

      • Susi sagt:

        Ich kenne mehrere solche Fälle, wo es nach der Trennung allen extrem viel besser geht, trotz der finanziellen Mehrbelastung.

      • Alpöhi sagt:

        Man könnte ja auch zusammenbleiben, um Betreuungs-, Finanzierungs- und Besuchsrechtsprobleme zu vermeiden.

        Und weil man sich mal geliebt hat. (Die Kinder brachte ja nicht der Storch.)

      • Sportpapi sagt:

        Susi, wegen der Kinder ist schon mal ein guter Grund. Wegen der Finanzen ein weiterer. Noch einmal: Streit oder feindselige Atmosphäre ist kein Naturgesetz, sondern von Menschen gemacht.

      • tststs sagt:

        „Und die Probleme, die sich für die Mütter daraus ergeben, soll dann die Gesellschaft lösen?“ Äh nope, Papi wäre da noch eine Möglichkeit….

      • Alpöhi sagt:

        >> Früher-ging-es-auch-ohne-XY-Argumente sind sowieso immer völlig an den Haaren herbeigezogen

        Susi,
        Eigentlich ging es mir nicht um „früher ging es auch“, sondern:

        Wenn die Kinder im Schulalter sind, kann man sie auch mal sich selbst oder den Gspänli überlassen. Aber diese Möglichkeit scheint in der heutigen Denke gar nicht mehr vorzukommen. Anders kann ich mir nicht erklären, dass auf das Stichwort „Schlüsselkinder“ (die waren dann *durchgehend* sich selbst überlassen, nicht nur ausnahmsweise) Ihre Totschlagsreplik kommt (siehe Zitat am Anfang).

  • 13 sagt:

    Vollkommen richtig, der Beitrag. Und ich sehe schon, dass die Kritiker, entweder offenbar selber nicht arbeiten, eine Hausfrau/Hausmann zu Hause haben oder Lehrpersonen sind.

    Es wird viel in die Kitas etc. gesteckt, damit die Vorschul-Kinderbetreuung gewährleistet ist und die Eltern bzw. v.a. die Mütter früher in den Berufsalltag zurückkehren müssen. Im Kindergarten und dann spätestens in der Schule ist es mit der guten Vereinbarkeit von Schule und Beruf vorbei (wenn man nicht in der Stadt Zürich lebt). Zusätzliche Feiertage, 14 Wochen Ferien, spontane Freitage, Schulanlässe mit Elternpflicht etc. etc. Wir haben nun nach einem knappen Jahr jonglieren die Konsequenz gezogen und unser Gesamtpensum reduziert, um nicht auf die mangelhafte Betreuungsmöglichkeiten angewiesen zu sein. Schade.

    • Susi sagt:

      „Im Kindergarten und dann spätestens in der Schule ist es mit der guten Vereinbarkeit von Schule und Beruf vorbei (wenn man nicht in der Stadt Zürich lebt)“

      Ist das so, dass ausserhalb der Stadt Zürich die Betreuungsangebote so viel besser sind? Hier sind sie tatsächlich toll, ich habe das Problem nie. Hort hat offen am Gründonnerstag, am Sechseläuten, bei Lehrerweiterbildungen etc. Einzig der 1. Mai ist da abzudecken, weil ich da arbeiten muss, das Kind aber frei hat, ohne Betreuung. Sollte der Hort tatsächlich mal nicht zur Verfügung stehen (Umzug der ganzen Schule im Juli, ganzer Betrieb 3 Tage geschlossen), dann erfahren wir das ein Jahr (!) im voraus. Deluxe, kann ich nur sagen.

      • Sportpapi sagt:

        @Susi: Eben: Probleme haben alle, die nicht in der Stadt Zürich leben, die diesbezüglich vorbildlich ist. Und die deshalb nun an der obligatorischen Tagesschule herumtüftelt und sich fragt, wie das künftig noch zu finanzieren ist.

      • 13 sagt:

        Eben: Wenn man NICHT in Zürich wohnt, in der geht die Vereinbarkeit flöten. In der Stadt Zürich sowie an einzelnen Orten mag der Hort alles abdecken, anderswo ist das nicht der Fall. Unsere Tagesschule hat an den schulfreien Tagen sowie den Schulferien zu.

      • Susi sagt:

        Ja, mich überrascht das. Ich merke grad, dass ich gar niemanden kenne, der/die ausserhalb der Stadt wohnt UND auf Fremdbetreuung der Kinder angewiesen ist. Darum weiss ich diesbezüglich auch nicht Bescheid.

      • Susi sagt:

        @13: Was, in den Schulferien gibt es dann kein Betreuungsangebot? Mich schellt’s grad…

      • 13 sagt:

        „Ich merke grad, dass ich gar niemanden kenne, der/die ausserhalb der Stadt wohnt UND auf Fremdbetreuung der Kinder angewiesen ist. “

        Warum wohl? 😉
        Ja, bei uns in der Gemeinde sieht es so aus: Es gibt eine tolle Kita. Diese hat Mo-Fr von 7.00 Uhr bis 18.30 Uhr offen, sie hat im Herbst zwei Wochen Betriebsferien pro Jahr, wobei man da die Kinder in eine andere schicken kann, ansonsten ist alles abgedeckt. Dann kommt das Kind in den Kindergarten, kann nicht mehr in die Kita, dafür gibt es eine Tagesschule. D.h. neu: keine Frühbetreuung, erst ab Kindergarten, dieser fängt um 8.20 Uhr an, abends nur bis 18.00, Eltern sollten um 17.30 Uhr da sein, Mittwoch Nachmittag ist sie zu, in den Schulferien ebenfalls.

      • Susi sagt:

        13: „Warum wohl? “

        Bereits grosses soziales Netzwerk in der Stadt Zürich. Die meisten engen Freunde haben keine Kinder. Die Kontakte zu anderen Eltern finden darum hauptsächlich im eigenen Quartier statt…

        Zum anderen: Die Betreuungszustände sind ja schon recht mangelhaft. Ich müsste mich da noch mehr mit Nachbarn organisieren. Das muss ich jetzt auch schon, weil der Frühstückshort um 7h aufgeht und mein Mann und ich früher aus dem Haus müssen. Aber das geht problemlos.

    • maia sagt:

      @13 – ich zitiere sie selber: „PS: Ja, Frau s-witch, auch Sie als Lehrerin haben ein Anspruch auf freie Tage, um Ihre kranken Kinder zu betreuen.“ – Das ist völlig richtig, aber es kämen dann eben noch spontan ein paar freie Tage dazu. Ich kenne sehr viele Lehrpersonen, die genau wegen diesem Druck auch arbeiten wenn sie selber (oder eben die eigenen Kinder) krank sind.

      • 13 sagt:

        Falsch. Es wäre in dem Fall Sache der Schule, eine Vertretung zu organisieren oder sich anders zu helfen. Die LP darf zu Hause bleiben, das kann aber nicht schulfrei zur Folge haben.
        Aber ja, den Druck kenne ich in anderen Berufen auch.

    • Sportpapi sagt:

      Spontane Freitage? Gibt es im Kanton Zürich nicht. Zumindest nicht ohne Betreuungsangebot.
      Ansonsten finde ich, sollte man auch mal erwähnen, welche Betreuung die Schule in den letzten Jahren aufgebaut hat mit Auffangzeiten, Mittagstisch, Betreuung bei Krankheit der Lehrperson, usw. Und dies wäre eigentlich nicht der Job der Schule, und schon gar nicht der Lehrpersonen.

      • 13 sagt:

        @ SP
        Sage ich doch: Es lebt nicht jeder in Zürich und doch, bei uns kommt es vor. Zum Rest: schauen Sie meine Antwort oben. Die Betreuung (ausser jetzt die Krankheit der LP, denn auch da besteht ein Bildungsauftrag) ist nicht Sache der Schule, sondern der Gemeinde, auch wenn es organisatorisch natürlich zusammenhängt. Der Teil, der auf die Schule entfällt, sind in erster Linie die Blockzeiten und auch da halten es ja nicht alle Schulleiter für nötig, kantonale Richtlinien zu befolgen.

  • dres sagt:

    Das ist wirklich alles sehr schlimm. Jetzt muss ich wieder weinen.

    • Hannes Wanner sagt:

      ich weine mit ihnen,das ist wirklich das Schrecklichste auf der Liste des Schrecklichen.

      • elena sagt:

        Nee, das wären dann ja mindestens zwei Tage zu viel! Wenn schon, dann bitte jeweils erst am 29. und 30. Februar, was ich – ehrlich gesagt – auch verstehen könnte. Nur, warum in aller Welt haben die Kinder gemacht? Etwas Überflüssigeres gibt es ja offenbar gar nicht.

      • marusca sagt:

        Ja! und wo um Himmels Willen bleibt das Care-Team?

    • Marie sagt:

      Schätzen Sie sich glücklich, wenn das für Sie kein Problem ist.

    • Ernst sagt:

      Dres du musst das nicht so ernst nehmen! Solange wir Männer uns da schön raushalten und unsere Politiker den Vaterschaftsurlaub fernhalten geht uns das nichts an. Nur ruhig Blut dres!
      Wobei, ich sehe dunkle Wolken am Horizont. In Appenzell Ausserrhoden haben die doch wirklich einen 10 tägigen Vaterschaftsurlaub beschlossen. Phu, da habe ich nochals Glück gehabt. Ich musste nur zwei Tage ran.
      Ich hoffe meine Worte trösten dich, dres.

    • Lichtblau sagt:

      Dres, Sie sind ein ausgesprochen witziger Mensch (und Papa?). Tut immer gut, von Ihnen zu lesen.

  • linus sagt:

    Sie wollen mir erzählen, dass Sie schulfreie Tage, welche mindestens ein halbes Jahr vorher bekannt sind, nicht vernünftig in ihr Berufsleben einplanen können?

    Wahrscheinlich gehören Sie zu diesen Menschen, welche ihre Kinder auch mit Fieber in die Schule schicken. Business forever.

  • Nicole Erismann sagt:

    Ich ärgere mich seit Jahren darüber, dass Elterngespräche in der Schule mitten in der Arbeitszeit stattfinden müssen. Da wird einem 1530, oder 1600 Uhr als Wahl zur Verfügung gestellt. Für Lehrer mag das eine Randstunde sein, nicht jedoch für arbeitstätige Eltern. Lehrer sollten sich schon auch als Dienstleister verstehen und etwas mehr Flexibilität an den Tag legen. Mit 13 Wochen Ferien und einem guten Lohn sollte das selbstverständlich sein.

    • linus sagt:

      Kennen Sie einen Beruf ohne Dienstleistung?

    • tststs sagt:

      Ähm, wieso genau muss der Lehrer seine Freizeit opfern, um seinem Beruf nachzugehen?! Er muss seine Arbeit während SEINER Arbeitszeit erledigen…

      Auch bei Arzt/Friseur/Migros müssen Sie sich nach deren Öffnungszeiten richten…

      • 13 sagt:

        @ tststs
        Ja, und genau darum haben die Migros und der Friseur auch Arbeitszeiten, die nicht nur auf die Bürozeiten fallen. Ich schätze es an meiner Friseurin, dass sie samstags arbeitet und gönne ihr dafür den freien Montag sehr. Vielleicht um einen Termin bei mir wahrzunehmen 😉 Zum Arzt gehe ich eh, wenn ich krank bin, dann arbeite ich auch nicht. Die LP kann sich zudem einen Teil ihrer Arbeitszeit selber einteilen, also ist das auch möglich.
        Aber diesbezüglich kann ich mich nicht beklagen. Bei uns sind die Elterngespräche abends.

    • Rage sagt:

      Das ist doch ein Chabis. Elterngespräche mögen um 15:30 beginnen, weil es tatsächlich Eltern gibt, die auch um diese Termine froh sind. Aber sie dauern gut und gerne bis 19:30. Und ja, da gehen wir dann tatsächlich davon aus, dass das drin liegt, und die wenigen Eltern, die sich das nicht einrichten können, bemühen sich telefonisch um eine individuelle Lösung. Und bekommen sie auch.

  • bolli sagt:

    In der Stadt Zürich deckt der Hort diese Tage ab (z.B. Gründonnerstag, Sechseläuten…). Ich sehe das Problem also nicht so ganz. Im Gegenteil, schulfreie Tage bedeuten keine Hausaufgaben und keine Prüfung. Für mich sind diese Tage also eher eine Entlastung. Inzwischen ist die Tochter bald 12 und darf selber entscheiden, ob sie in den Hort gehen möchte (und die machen tolle Sachen dort), oder mal Zeit zum durchatmen und faulenzen braucht.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Bei uns (ausserhalb der Stadt) ist das nicht so, der Hort hat den ganzen Tag geschlossen.

  • Hansruedi sagt:

    Zum Glück sind alle heut zu Tage so im stress, doch man sollte sich wirklich mal überlegen ob man Kinder möchte oder nicht, wen man sich für Kinder entscheidet so hat man zeit für sie und schickt sie nicht in einen Kinderhort den die Kinder sind schnell erwachsen und Ihr könnt dann euer Leben selbst Leben. Übrigens habe auch Kinder.

  • Maja sagt:

    Wenn das Beziehungsnetzwerk in der Nachbarschaft stimmt, dann sollten die freien Kindergartentage kein Problem sein (ausserhalb der Ferien). Es hat ja genug Mamis, die an diesen Tagen zu Hause sind und auf die Kinder aufpassen können… Nur fällt mir auf, dass gerade Hortkinder kein so gutes Beziehungsnetzwerk zu den Nachbarskindern haben oder die berufstätigen Mütter getrauen sich die Hausfrauen nicht zu fragen…

    • Susi sagt:

      Es ist schon so, dass man als berufstätige Mutter natürlich weniger Zeit im Quartier- und Schulgeschehen verbringen kann, da muss man sich halt wirklich bewusst bemühen. Bei uns ist allerdings der Grossteil der Mütter berufstätig, ich selbst habe mit denen Kontakt, die auch 60-80% arbeiten. Und da kann man sich schon austauschen mit der Kinderbetreuung. Ich nehme den einen Jungen in den Ferien auch mal am Mittwoch zu mir, weil er nicht immer in den Hort gehen will. Meine Tochter geht gerne in den Hort, aber sie verbringt dann vielleicht mal einen Samstag mit der anderen Familie, oder jene Mutter springt ein, wenn ich mal irgendeinen Engpass wegen Konferenzen an meinen sonst freien Tagen habe. So lässt es sich gut organisieren.

    • 13 sagt:

      @ Maja
      Sie können mir gerne Egoismus vorwerfen, aber für mich ist der Grund, warum das nicht klappt, der folgend: Ich arbeite viel. Und das bedeutet, dass ich gerne die spärliche Freizeit als Familienzeit mit meinen Kindern verbringen will. Ich springe gerne mal bei einer Freundin oder in der Familie als Babysitterin ein und ich habe auch nichts dagegen, wenn meine Kinder mit Gspännli abmachen, aber ich will mich schlicht nicht neben meinem Pensum noch verpflichten, regelmässig fremde Kinder zu hüten. Und wenn ich das nicht kann, sehe ich auch nicht, wie ich guten Gewissens andere fragen kann, dass sie mein Kind übernehmen.

      • Sisifee sagt:

        Das verstehe ich gut, ich arbeite nicht ganz so viel und es geht mit bisweilen ähnlich.
        Wenn man allerdings während wenigen Wochen im Jahr eine Ausnahme macht und sich etwas mehr aufhalst, hat man dafür auch die entsprechende Entlastung.

      • Maja sagt:

        Genau der letzte Satz ist wahrscheinlich das größte Problem… Unter guten Nachbarn wird nicht immer eine Gegenleistung erwartet. Aber hier spielt es sicher auch eine Rolle, weshalb die Mutter soviel arbeitet. Falls die Mutter wirklich arbeiten muss, da z.B. Alleinerziehend, dann werden die Kinder gerne gehütet an solchen speziellen Tagen… Diese Erfahrung habe ich gemacht. ansonsten kann man sich schon fragen, weshalb die Mutter oder Vater das Pensum nicht einfach reduziert….

      • 13 sagt:

        @ Sisifee
        Es geht eben nicht nur um die Feiertage, dann kommen noch Schulferien, spontane Absenzen etc. etc.

        @ Maja
        Natürlich ist nicht immer eine Gegenleistung geschuldet, aber es kann auch nicht immer einseitig sein. Die Mutter muss auch dem gleichen Grund arbeiten, wie der Vater, nämlich um Geld zu verdienen 😉 Wir haben es aber jetzt gemacht: mein Mann hat reduziert. Ich sehe darin aber jedoch eine Verletzung der viel propagierten Wahlfreiheit und auch ziemlich widersprüchlich, wenn man so tut, als biete man den Berufstätigen Hilfe an, die aber dann doch halbpatzig ist.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ganz so einfach ist das nicht, weil eben die meisten Mütter teilzeit arbeiten und somit selber auch nicht immer da sind. Aber klar, wann immer das möglich ist, helfen wir uns in der Nachbarschaft gegenseitig aus, auch wenn mal jemand zum Arzt muss, an eine Beerdigung etc. Dass Hortkinder kein gutes Netzwerk haben ist doch Blödsinn, meist sind die 1. nicht jeden Tag im Hort und 2. haben sie wenn schon ein grösseres Netzwerk, weil sei auch die Kinder aus der Siedlung nebenan kennen.

      • Sisifee sagt:

        Es ist auch eine Energiefrage. Wenn ich meine 3 Kids an Nachbarinnen „abgebe“, heisst das inder Regel, dass ich dafür auch 3 übernehme. Das ist mir manchmal schlicht und einfach zu viel.

      • 13 sagt:

        @ Sisifee
        Das stimmt, geht mir auch oft so. Und auch eine Typfrage. Ich muss zugeben, dass ich mit Kindern, die nicht meine eigenen sind und die ich nicht gerade sehr gut kenne, wie meine Neffen/Nichten oder aus dem engsten Freundeskreis auch nicht viel anfangen kann. Ich fühle mich oftmals überfordert und weiss nicht, wie mit ihnen umgehen.

  • Marcel sagt:

    Ein weiterer Artikel über die Ego-Gesellschaft von heute.
    Sollte sich vieleicht mal über den Lebensstandart gedangen mache anstelle 2 Stk. Autos, zahlreich Reisen und 120m² Wohnungen sich Zeit für seine „gewollten“ Kinder zu nehmen.

    Kinder die Krank in die Grippe abgeschoben werden und zu den Betreuerinnen Mama sagen… Ist das ein Ziel der heutigen Familien?

    Ich würde Euch mal vorschlagen Facebook und Co. zu löschen und euch auf echte Werte zu konzentrieren.

    • Susi sagt:

      “ 2 Stk. Autos, zahlreich Reisen und 120m²“

      Hmm, und das hat man, wenn beide arbeiten? Warum habe ich das dann nicht? Ich möchte auch gerne mehr als eine Woche im Jahr in den Urlaub fahren! Und ein zweites Auto haben!

      Aber Marcel: Huschhusch, weg jetzt vom Bildschirm, konzentrieren Sie sich auf Ihre echten Werte, anstatt Zeit im Blog zu vertrödeln!!

      • Sportpapi sagt:

        Susi, jetzt mal ernsthaft. Dieses Gejammere einer Kantilehrerin wundert mich nun schon etwas.

      • Susi sagt:

        Ich jammere nicht über meinen Lohn, sondern über den meines Mannes.

      • Susi sagt:

        Und P.S.: Denk daran, dass die Löhne nicht in allen Kantonen gleich hoch sind. Da gibt es Unterschiede von 40’000 jährlich… (Zürich bezahlt z.B. sehr gut, wenn man dann im Alter von Ende 50 oder so mal auf dem Maximallohn ist…)

      • Susi sagt:

        Ich kann’s sogar konkret machen: Mit einem (gemeinsamen) steuerbaren Einkommen von rund 70’000 macht man nicht mehr sooo grosse Sprünge, wenn man in der Stadt Zürich wohnt. Ich jammere nicht. Aber ich will keinen Mist von „ständig Ferien und im Luxus leben der egoistischen Doppelverdiener“ hören, das tut man in dieser Einkommensklasse nämlich echt nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Ich habe gerade gesehen, dass die Löhne im Gymnasium auch in Solothurn recht hoch sind – nicht wie in Zürich, aber schweizweit top. Anfangslohn auch über 100 000, schnell steigend. Aber ich weiss schon, erst muss man auch ein grösseres Pensum erhalten. Und wollen.
        Luxus ist generell etwas anderes. Willst du in Zürich nur schon ein Eigenheim, braucht es bereits deutlich mehr…

      • Susi sagt:

        Das stimmt nicht, die Einstiegslöhne sind zum Teil sogar unter 70’000, vor allem, wenn jemand noch nicht alle Diplome hat, aber bereits die gleiche Arbeit leistet; schau dir mal die Liste nochmals genau an. Zudem ist ein 100%-Pensum gerade für Einsteiger schlicht nicht meisterbar.
        Und eben, man muss erst mal aufs Maximum kommen.

        Aber wie gesagt, ich bin mit meinem Lohn zufrieden. Ich verdiene aber sehr viel mehr als mein Mann, von seinem Lohn könnten wir nie leben, auch nicht, wenn er 100% arbeiten würde. Und wir gehören auch zu den sogenannten Doppelverdienern, denen hier ja ständig ans Bein gepinkelt wird.

      • Susi sagt:

        Gleichzeitig: Mein Mann arbeitet für eine Stiftung, und da wird man halt schlechter bezahlt. Ist dafür eine gute Sache. Für die Allgemeinheit und für’s eigene Karmakonto. 😉

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich frage mich immer wieder, wo sich eigentlich all diese superreichen „Meine Autos, meine Villa, meine Luxusferien“-Eltern verstecken. Immer reden die Leute über sie, bloss begegnen tut man ihnen nie. Hmm….

      • Sisifee sagt:

        Bei uns so: Gemeinsam 130 Stellenprozent, 110m2 für 5 Personen, 1x Camping- und 1x Skiurlaub, 1 kleiner, 20jähriger Peugeot, Erbstück. Ja, in gewisser Weise nenne ich das „reich“.

      • Susi sagt:

        Bei uns: 160 Stellenprozente, rund 100 m2, 1 alter Toyota Yaris, Occasion, 1 Woche Kinderhotel im Jahr.

      • koller sagt:

        in Wollerau?

    • Sisifee sagt:

      „Krank in die Grippe abschieben“ made my day :-)).

  • Sibelius sagt:

    sorry, aber warum mama’s elend? warum soll das papa nicht auch betreffen?

    • Jeanette Kuster sagt:

      Natürlich betrifft es den Papa genauso. Der Titel lautet so, weil der Text von der Mama stammt.

  • Jana sagt:

    Die Schule hat einen Bildungsauftrag. Für Angelegenheiten bezüglich Kinderbetreuung wenden Sie sich an einen Kinderhort, organisieren sich privat oder entscheiden sich im Zweifelsfall für Kinder und gegen das selbstsüchtige Karriere machen.

    • Susi sagt:

      Als würden alle Berufstätigen Karriere machen. Wissen Sie, Jana, es gibt doch tatsächlich Familien, die nicht von einem Einkommen leben können. Da muss die Mutter auch arbeiten gehen, und das sogar, ohne Karriere zu machen. Dazu kommen die vielen Alleinerziehenden, die trotz Arbeit an der Armutsgrenze leben und die sich ständig ein Bein ausreissen mit der Organisation. Aber ja, stimmt, die hätten sich halt nicht so selbstsüchtig scheiden lassen sollen.

      • Jana sagt:

        Tja, traurig, es soll ja tatsächlich Leute geben, die nicht vorher rechnen. Aber was genau hat das Bewältigen der Folgen davon mit dem Bildungsauftrag der Schule zu tun?

      • Susi sagt:

        Ich reagiere auf Ihren Einwurf zum Thema „selbstsüchtige Karriere machen“, zum anderen Thema äussere ich mich in diesem Kommentar hier gar nicht.

        Vorher rechnen? Also nur einen Typ angeln, der dann genug Alimente und Unterhalt zahlen kann, dass man im Falle einer Scheidung schön versorgt ist?

      • Jana sagt:

        Also wenn Sie schon so denken: Nicht Heiraten, keine Kinder kriegen. Für uns an den Schulen ist irgendwann wirklich die Grenze erreicht, bei all den Auffangzeiten, Problemkindern (- oder eher Problemeltern) und was weiss ich noch was alles bleibt bald mal kein Platz mehr, um den Bildungsauftrag zu erfüllen.

      • Susi sagt:

        Ähm, es ist nicht meine Denke, sondern glaub Ihre, oder? Ev. meine Kommentare nochmals lesen. Sie sind eine Reaktion auf Ihre Anfeindungen gegenüber berufstätigen Müttern.

        Zu Ihrer Info: Ich bin selbst Lehrerin…

      • Sisifee sagt:

        Bei uns (Kulturbereich) braucht es beide Einkommen, da macht niemand selbstsüchtig Karriere.
        Unsere Schule nennt sich Tagesschule und bietet eine Tagesstruktur, Schule/Hort arbeiten zusammen. An Freitagen wegen Weiterbildung etc. wird „schulindizierte Betreuung“ angeboten. Das ist ein gutes System.
        Ein anderes Kapitel sind die mit der Integration von „Problemkindern“ überforderten Lehrer. Das Integrationsmodell beaucht dringend mehr Ressourcen und ich wäre noch so froh, wenn sich die Schulen da auf die Barrikaden gingen…

      • Alpöhi sagt:

        Susi: Vorher rechnen oder „bedenken“, ja.

        Einerseits, ob man wirklich zusammenpasst, auch dann noch, wenn die rosa Wölkchen verzogen sind. Dazu gehört auch (u.a.) zu bedenken, ob man zusammen den Lebensstandard erzielen kann, den man sich vorstellt – Wenn nicht möglich, kann man entscheiden, ob man das akzeptieren will (mit welchen Konsequenzen?) oder lieber eine andere Partnerschaft sucht.

        Anderseits (und da wäre durchaus noch Potential bei viele scheidungswilligen Frauen *hüstel* Paaren, meine ich): Ob man sich die Folgekosten der Scheidung leisten kann. *wink*

        Schiller dichtete (aber das kennen Sie sicher, sie sind ja Bildungsprofi):

        „Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich das Herz zum Herzen findet. Der Wahn ist kurz, die Reu‘ ist lang.“

      • Susi sagt:

        @Alpöhi: „Drum prüfe, wer sich ewig bindet…“

        Ja, klar. Das Problem dabei ist, dass sich Beziehungen gerade durch Kinder eben oft sehr stark verändern und Konflikte erst dann auftreten, wie soll man denn da vorher „prüfen“? In der Kindothek ein Kind ausleihen?
        Auf jeden Fall ist es das, was man so hört und was ich selbst auch bestätigen kann: Mein Mann und ich hatten vor meiner Schwangerschaft keinen einzigen Streit, wirklich nie. Als das Kind da war, wurde das anders. Nicht, dass wir in einer Krise sind, aber ich frage mich, wie Paare das machen, bei denen vor der Familienplanung nicht die Grundlage „Friede, Freude, Eierkuchen“ herrscht. Was ja eigentlich höchst selten der Fall ist.

      • Alpöhi sagt:

        >> keinen einzigen Streit, wirklich nie. Als das Kind da war, wurde das anders.

        Dann wird es höchste Zeit, respektvoll streiten zu lernen.

        Felix

      • Susi sagt:

        Äh, Felix, (freut mich), habe ich etwas von Respektlosigkeiten geschrieben? Wir haben immer einen respektvollen Umgang miteinander; ich rede hier nie von uns, wenn ich von Trennungen schreibe. Ich sage nur, dass beispielsweise wir Konflikte erst kennen, seit es Schwangerschaften gab und ein Kind da ist. Wir haben auch jetzt kaum je Streit, da wir uns in unseren Ansichten und Haltungen kaum unterscheiden. Aber es ist ein neues Feld für eine Partnerschaft, die Mehrbelastung und die gemeinsame wichtige Aufgabe. Und wie es dann läuft, kann man vorher nur schlecht abschätzen.

        (Aber was rede ich hier eigentlich, das liegt doch alles auf der Hand. Darum kann ich Ihre Schiller-Floskeln grad nicht so nachvollziehen. Schall und Rauch.)

      • 13 sagt:

        @ Alpöhi
        „ob man zusammen den Lebensstandard erzielen kann, den man sich vorstellt“
        Interessant. Wenn man den Lebensstandard aber ZUSAMMEN erzielen soll, hat man genau die Schwierigkeiten, die beschrieben wurden.

        @ Susi
        Ich antworte Ihnen gerne, denn wir gehören (und auch gehörten schon immer) zu den Paaren, die häufiger streiten, das entspricht unserem Temperament. Und doch sehe ich in unserem Umfeld viele dieser harmonischen Paare auseinanderfallen, während ich mir so sicher bin wie noch nie, dass wir zusammen alt werden. Weil uns jeder Streit stärker zusammengebracht hat und wir uns immer wieder bewusst füreinander entschieden haben. Wir wussten immer, dass unsere Beziehung resistent ist gegenüber inneren und äusseren Krisen. Mit Kindern hat sich daher relativ wenig verändert.

      • Carolina sagt:

        Susi, lassen Sie sich nicht beirren! Ich halte es für ein Uebel, dass bei jeder dieser Diskussionen jemand mit Heiligenschein sagt: hättest Du Dich mal vorher informiert……. Die Wirklichkeit für die meisten Menschen sieht eher so aus, dass man guten Willens zusammenkommt, aber erst auf dem gemeinsamen Weg immer wieder an Gabelungen kommt, an denen sich jeder fragen muss, wie er/sie es verdauen kann, dass der/die Andere Seiten von sich offenbart, über die man nicht nachgedacht hat. Ich stimme A nur in einem zu: eine Beziehung, die ihr Geld wert ist, MUSS durch Höhen und Tiefen – es ist ein Irrglaube, dass man alles planen kann, sich auf alles einstellen kann, jemanden völlig durchschauen kann. Es ist noch nicht allzu lange her, da hätte man auf Leute wie Jana, die Nicht-Heiraten und

      • Susi sagt:

        @13: „Und doch sehe ich in unserem Umfeld viele dieser harmonischen Paare auseinanderfallen,“

        Glauben Sie nicht, dass die nur nach aussen harmonisch wirken? Manchmal wirken auch Paare, die sich nichts mehr zu sagen haben, „harmonisch“, weil sie eben nicht streiten. Wenn ich aber konstante Angifteleien miterlebe, dann frage ich mich schon, wie die das aushalten. Ist ja ein Unterschied, ob es irgendwann mal knallt, oder ob ständig gestichelt wird. Sticheleien würde ich schlicht nicht ertragen.

        Aber stimmt, vielleicht sind Streite schon auch einfach eine Frage des Charakters. Ich selbst trage Dinge lieber sachlich aus, bei mir braucht es relativ lang, bis ich so wütend werde, dass ich streite. Die Frage ist auch, was ist denn „häufig“? Einmal pro Halbjahr wahrscheinlich nicht.

      • Carolina sagt:

        /2 Nicht-Kinderbekommen empfehlen, Lebensangst unterstellt – heute scheint es eine Zumutung zu sein, wenn man sich auf die (übrigens völlig natürlichen) Abenteuer des Lebens – und dazu gehören nun mal Kinder – einlässt. Mit ein bisschen guten Willen könnte man auch sagen, dass man die Probleme, die heute angesprochen wurden, nicht Nörgeln oder Inkonsequenz nennen muss, sondern ‚aus Erfahrung klüger werden‘.
        Mir erscheint die Abwandlung des Schiller-Zitates sowieso schlüssiger, die sicher auf des Alpöhis Grundzustimmung stossen wird:
        ‚Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich nicht noch was Bess’res findet‘ – wäre Ihnen das lieber?

      • Susi sagt:

        Danke, Carolina! Wie immer sehr differenziert!

      • Carolina sagt:

        Es gibt soviele Varianten des Streitens wie es Paare gibt – jede Beziehung hat eine unterschiedliche Dynamik! Entscheidend sind keinesfalls die Wahrnehmungen von Aussenstehenden, sondern das Wohlbefinden, das Sich-Einlassen-Können und ein für beide stimmiges Gleichgewicht. Wie Sie das erreichen, spielt keine grosse Rolle – es ist immer, immer work in progress!

      • Susi sagt:

        @Carolina: „ein für beide stimmiges Gleichgewicht.“

        Dort liegt wohl des Pudels Kern…
        Ich könnte nicht mit jemandem zusammen sein, der viel und laut streiten will. Aber das ist in dem Fall für alle Paare anders.

      • Alpöhi sagt:

        Carolina: „…ob sich nicht noch was Besseres findet“ – ja, ist auch ok.

        Das Entscheidende aber hat 13 geschrieben:

        „wir uns (nach dem Streit) immer wieder bewusst füreinander entschieden haben.“
        Man sagt dem auch „Frieden schliessen“ oder „Versöhnung“ oder „nicht nachtragend sein“.

        Und ich glaube nach 20 Ehejahren, dies ist der Schlüssel zum Glück.

      • 13 sagt:

        @ susi
        In den beiden Fällen an die ich denke, war es eher so, dass die Paare nur noch als Duo existierten. Bis es einem zu eng wurde. Aber stimmt, es ist Charaktersache. Ich bin sehr impulsiv, explodiere schnell, komme noch schneller wieder runter und trage nie jemandem was nach 😉

      • Susi sagt:

        @13: Sie tönen sympathisch!
        Ich bin auch impulsiv und nicht nachtragend, explodieren tu ich aber eben recht selten. Mein Mann ist (meistens) die Ruhe selbst. Passt auch zu seinem Job, (Behindertenbetreuer), da muss man ein geduldiges Gemüt haben.
        🙂

      • Susi sagt:

        @Alpöhi: Ich glaube, dass gute Kommunikation und vor allem Kompatibilität der Schlüssel zum Glück ist. Was „gute Kommunikation“ bedeutet, kann unterschiedlich sein. Dinge können auch via Streit/Versöhnung kommuniziert werden.
        Mangelhafte Kompatibilität ist aber meiner Meinung nach ein grosses Problem. Passt man hingegen gut zueinander, muss man kaum Kompromisse eingehen. Das ist schön…

      • Alpöhi sagt:

        Susi: Kompatibilität, ja. Dann wären wir wieder beim „drum prüfe wer sich ewig bindet“. 😉

  • Tabea Schneider sagt:

    Man muss ich im Leben einfach für etwas entscheiden. Es gibt sicher Möglichkeiten diese Schulfreie Zeit zu überbrücken. Indem der Vater oder die Mutter eben an diesen Tag Ferien nimmt. Aber das ist man sich offensichtlich nicht gewöhnt, da man die Kinder nur an den Wochenenden zu betreuen hat.
    Und wenn man wirklich auf gar nichts verzichten will: Holen sie sich eine Tagesmutter.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Liebe Tabea, lesen hilft. Sehen Sie das Wort „teilzeit“ oben im Text? Es geht hier absolut gar nicht darum, dass man sich nicht um seine Kinder kümmern will.

      • Sisifee sagt:

        Eine Tagesmutter ist die teuerste aller Lösungen und ab dem obersten Mittelstand aufwärts erschwinglich. Wer sich in der Mitte oder darunter bewegt, zB weil beide zu Gunsten der Familie Teilzeit arbeiten, kann sich eine Tagesmutter kaum leisten.

      • Sportpapi sagt:

        Tagesmutter ist die teuerste Lösung? Da müssen aber sonst grosszügig Subventionen fliessen…

      • Sisifee sagt:

        @ Sportpapi: Subventionierte Plätze, ja, gemäss dem Einkommen halt.

    • Tabea Schneider sagt:

      Um so schlimmer Frau Kuster! Und bringen es nicht fertig, die Betreuung der schulfreien Tage zu planen. Ich helfe ihnen gerne.

  • Sisifee sagt:

    Wieso „Mamas Elend“? Wenn man sich die zusätzlichen Tage aufteilt, ist das Elend nur noch halb so gross.

    Die Weiterbildungstage nach Pfingsten sind doch ideal angesetzt. Mit einem zusätzlichen Jokertag gibt es fast eine Ferienwoche „ausser Plan“. Da wir in die nächstgelegenen Berge fahren, können wir Eltern unter der Woche zur Arbeit fahren, jeweils einer bleibt mit den Kindern.

    Überhaupt scheint es mir ein Jammern auf hohem Niveau, wenn man sich wegen feiertagsbedingtem organisatorischem Mehraufwand beklagt. Ich bin glücklich über die zusätzlichen Tage, an denen man die lange vermisste Sonne tanken kann. Sich mit anderen in der selben Situation zusammenschliessen und die Kinder wechselweise hüten, wäre ja auch eine Idee. Stress Stress sein lassen und einfach geniessen!

    • 13 sagt:

      @ Sisifee
      Aha, einer geht zur Arbeit, einer bleibt bei den Kindern, Problem gelöst? Es geht aber gerade um das Problem, wenn beide! zur Arbeit fahren müssen…

      • Sisifee sagt:

        Nicht immer. Wir haben zwei Tage, genauer genommen 1.5, an denen beide gleichzeitig arbeiten. Da mein Arbeitgeber tolerant ist (und ich im Gegensatz für Abend- und Wochenendeinsätze flexibel), kann ich in solchen Wochen wie nach Pfingsten auch mal schieben / kompensieren / meine Arbeitszeit auf 2 überlange Tage verteilen statt auf 2.5.

  • Stevens sagt:

    Ich gebe der Autorin recht. Nein, es sind eben nicht „ein paar Tage“. Es sind so einzelne blöde Tage, die letztendlich einfach als Ferien fehlen…

    Aber mal eine ganz blöde Frage: Wie organisieren Eltern, wo beide berufstätig sind, eigentlich während der Ferienzeit der Kinder?

    Klar, ca. 4-5 Wochen hat wahrscheinlich die Familie gemeinsam Ferien.
    Aber was ist in den restlichen 8-9 Wochen? Was macht ihr da? Was machen die Kinder den lieben langen Tag?

    • Susi sagt:

      „Aber mal eine ganz blöde Frage: Wie organisieren Eltern, wo beide berufstätig sind, eigentlich während der Ferienzeit der Kinder?“

      Also, bei uns gibt’s da den Ferienhort. Unsere Tochter geht sehr gern hin, weil die immer irgendwelche tollen Ausflüge machen, die haben ein super Programm.

    • Sisifee sagt:

      Wir organisieren uns mit einem Mix aus Ferienhort, Grosseltern und ganzwöchigen Feriensportangeboten.. Ich habe ausserdem in der ersten Jahreshälfte Wochenendanlässe, diese Arbeitszeit kompensiere ich dann ab Herbst in den Ferien. Klar braucht es Organisation, aber das ist halt der Preis, wenn beide arbeiten müssen/wollen und nicht weiter tragisch.

      • Susi sagt:

        Ja, die Feriensportangebote finde ich auch toll und werde die in Zukunft ins Auge fassen. Beginnen die aber nicht spät und hören früh auf? Ich habe so im Kopf, dass unsere Tochter das nur machen kann, wenn ich selbst frei habe. (Da ich in einem anderen Kanton arbeite, sind die Ferien meist nicht oder nicht ganz deckungsgleich.)

      • Sportpapi sagt:

        Susi, schickt die Tochter mal in eine Sportlager (oder sonst ein Lager), da hat sie sowieso mehr davon.

      • Susi sagt:

        Sportlager, ab wie alt gibt es das?
        Das fände sie sicher super! Irgendein Kampfsport-Sportlager wäre voll nach ihrem Gusto.

      • Sisifee sagt:

        Bei uns ein grosser Renner: Pfadilager!

      • Sportpapi sagt:

        Leider wurde das Pfadilager zuletzt abgesagt – wegen zu geringen Teilnehmerzahlen. Die Kinder wollten vielfach nicht weg von zu Hause. Schade!

    • Jeanette Kuster sagt:

      Wir nutzen auch den Ferienhort. Und: Nicht immer als Familie Ferien machen, sondern sich aufteilen: Mal gibts Papa-Ferien, mal Mama-Ferien.

  • maia sagt:

    Interessant, dass es offenbar nur für die Mama’s ein Elend ist. – Frau Kuster: Wie sieht denn der Vater der Kinder die Situation?

    • Sportpapi sagt:

      Väter haben mit der Kinderbetreuung doch nichts zu tun. Soooo modern wollen wir dann doch nicht sein.

      • Emanuel sagt:

        Es ist halt ein Mamablog! Das es Eltern gibt die sich diese Aufgabe teilen ist oft in den Artiklen nicht zu erkennen. Schade, oft sind die Autorinnen gefangen in ihren nicht immer all zu modernen Vorstellungen…

    • Jeanette Kuster sagt:

      Berechtigter Einwand. Bei uns ists so, dass der Vater gerade einen neuen Job angefangen hat und wenn möglich nicht schon in den ersten Wochen ständig Freitage beziehen will.

      • Sisifee sagt:

        Ich kenne diese (mühsamen!!!!!) Einarbeitungszeiten, das geht aber vorbei, oder?

  • Tomas Müller sagt:

    Ich habe es noch nie verstanden, warum immer mehr Tage vor den Feiertagen einfach so schulfrei sind. Was ist eigentlich der Grund dafür?

  • Papperlapapi sagt:

    Gegen die Feiertage habe ich nichts einzuwenden. Was aber wirklich nervt sind die zusätzlichen Freitage für Lehrerweiterbildungen/ Teamanlässe etc.
    Die Lehrer haben 13 Wochen „unterrichtsfreie Zeit“ (denen man ja nicht Ferien sagen darf!). Man könnte 2 davon (wenn nötig schon fünf Jahre im voraus, damit Lehrer in seiner Ferienplanung nicht zu sehr eingeschränkt ist) für „ausserschulisch Obligatorisches“ sperren und die Aktivitäten dann abhalten.
    Ein Schuljahr hat etwa 1100 Lektionen. Eine 100% Anstellung bei 40 Stunden-Woche etwa 2000 Stunden. Da müssten sich doch die obligatorischen Lehrerveranstaltungen in den 900 Stunden absolvieren lassen!

    • Susi sagt:

      Diese Rechnung geht nicht auf: Auch wir Lehrkräfte haben pro Jahr nur 4 Wochen Ferien zu gut, darum ist – beispielsweise bei uns – eine Arbeitswoche auf 47 Stunden dotiert. (Ich wusste das anfangs nicht mal und dachte immer nur, ich sei zu langsam, weil ich immer mehr Stunden arbeitete, als in meinem offiziellen Pensum enthalten waren.) Dazu kommt, dass die ganzwöchigen oder zweiwöchigen Weiterbildungen bereits in den Ferien stattfinden, die Eltern wissen das einfach nicht. Würde man nun noch weitere obligatorische Weiterbildungen während der Schulferien durchführen, müsste man die Lektionenzahl reduzieren, damit es überhaupt noch irgendwie aufgeht. Und da kommt dann der Kanton mit dem Schlagwort „Sparmassnahmen“.

      • Papperlapapi sagt:

        Aus meiner eigenen Berufserfahrung im öffentlichen Dienst, stellt sich auch die Frage, wieviele der obligatorischen Veranstaltungen ohne irgendeinen spürbaren Verlust gestrichen werden könnten: in meiner Erfahrung ist ein schöner Teil der Sitzungen schlicht für die Katz.

      • Sportpapi sagt:

        Paperlapapi: Diese Streichung wird von den Lehrern seit Jahren verlangt. Suchen Sie mal nach Arbeitzeiterfassung oder Berufsauftrag. Es wird festgestellt, dass in den letzten 15 Jahren die Arbeitszeit von Lehrpersonen stark angestiegen ist. Allerdings nicht bezüglich Unterricht/Vor- und Nachbereitungszeit. Und: Trend zu Teilzeit, weil viele Vollzeit gar nicht mehr schaffen. Aber dann keineswegs proportionale Reduktion der Arbeitzeit.

      • Susi sagt:

        Ganz ehrlich, ich finde die Sitzungen meistens notwendig, ich habe eigentlich nie das Gefühl, „das hätten wir uns auch schenken können“, sondern eher, „Mist, jetzt ist schon wieder so spät und ich hätte mit diesem Thema gerne noch mehr Zeit verbracht“.

        Und es ist schon so, der Trend geht Richtung Teilzeit, auch bei den Männern. Ich habe mal für ein paar Wochen eine Stellvertretung übernommen und 100% gearbeitet, ich hatte null Freizeit mehr, weil sämtliche Abende draufgingen in die Vorbereitung uns ins Korrigieren.

  • S-witch sagt:

    Oje, da hat man plötzlich Kinder und die werden nicht von der Geburt bis zum 18. Geburtstag fremdbetreut…. Die Schule hat in erster Linie einen BILDUNGSauftrag, nicht einen Betreuungsauftrag. Diejenigen zu hüten, die gerade keinen Jokertag beziehen, kann nicht im Ernst das Ziel sein, oder? Denkt man den Vorschlag zu Ende, müsste es dann nämlich viel mehr Jokertage geben. Und kriege ich als Lehrerin auch einen Jokertag, wenn meine Kinder krank sind oder wir ein verlängertes Wochenende einschieben möchten? Frau sieht immer nur die eigenen Probleme – tja.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Haben Sie den Text gelesen? Es geht um normale Schul- und Arbeitstage, die aus teilweise unerfindlichen Gründen schulfrei sind (Gründonnerstag z.B.).

      • Sportpapi sagt:

        Dsa Thema Bildungsauftrag/Betreuungsauftrag bleibt allerdings. Zumal das „unerfindlich“ manchmal durchaus begründet sein kann.

      • Jeanette Kuster sagt:

        Aber man darf doch erwarten, dass der Bildungsauftrag auch am Do vor Ostern wahrgenommen wird, nicht?

      • maia sagt:

        Bei uns war es so, dass an Gründonnerstag, nicht mal mehr 1/4 der SchülerInnen zur Schule kam….. (Jokertag, krank oder einfach so)

      • 13 sagt:

        @ Frau Kuster
        In unserem Fall (1. Klasse) hiess das, dass die Kinder ca. 3 Wochen vor den Frühlingsferien über 50 Seiten heimbekamen, die sie neben den normalen Hausaufgaben im Selbststudium (sprich mit Hilfe der Eltern) bis zu den Frühlingsferien erledigen mussten, weil sie ansonsten aufgrund der Freitage mit dem Schulstoff nicht hinkommen. Bildungsauftrag erfüllt? Ich zweifle etwas.

      • Alpöhi sagt:

        Am Besten schaffen wir Ostern und deren Feiertage ab. Das neuheidnische Schoggihasenfest hat mit dem Christentum eh nx zu tun, und beides verträgt sich nicht mit einem säkularen Staat.

        Was!? Beim Abschaffen der Feiertage ist plötzlich alles ganz anders?!?

      • Sportpapi sagt:

        @JK: Bei uns war am Donnerstag auch frei – Lehrerfortbildung. Aber selbstverständlich Monate im Voraus kommuniziert. Und die meisten Eltern haben sich vermutlich gefreut.
        @13: Den Zusammenhang zu den 50 Seiten (Seiten wovon?) sehe ich nun nicht gerade. Aber Hausaufgaben heisst in unserem Fall tatsächlich, dass der Sohn sie alleine macht. (ach ja, zusätzlich zu anderen Aufgaben muss er jeden Tag 10min lesen – gibt sicher auch 50 Seiten…)

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Teilweise aus dem Mathebuch, teilweise aus dem Sprachbuch (und nein, es war nicht einfach lesen, sondern eben Aufgaben lösen). Selbständig tönt grundsätzlich gut, aber nicht alle Kinder sind in der Lage sich neuen Stoff selbständig zu erarbeiten. Das Lesen kommt dann noch dazu. Und die Begründung war klar, dass es aufgrund der vielen Ausfälle ansonsten nicht reicht.

    • 13 sagt:

      Na ja, der Bildungsauftrag mag für die Schule gelten, nicht für den Hort. Der hat nämlich einen Betreuungsauftrag. Aber schön, dass Lehrpersonen, die sich bis auf die paar Tage ansonsten ihre Zeit während der schulfreien Zeit selber einteilen können, Verständnis für diejenigen haben, die mit 20 Ferientagen pro Jahr jonglieren müssen….

      PS: Ja, Frau s-witch, auch Sie als Lehrerin haben ein Anspruch auf freie Tage, um Ihre kranken Kinder zu betreuen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Einerseits freu ich mich einfach sehr und bin dankbar dass ich bisher alle Ferien/Frei-tage willkommen heissen kann;
    andererseits kenne ich das auch aus der Praxis,
    allerdings einer ganzjährigen, 7Tage-24h Schicht-Berufstätigkeit-
    was sollen erst Eltern aus jenen Gruppen sagen?

    • Muttis Liebling sagt:

      ‚Beruf ist die im Rahmen einer arbeitsteiligen Wirtschaftsordnung aufgrund besonderer Eignung und Neigung systematisch erlernte und mit Qualifikationsnachweis versehene, dauerhaft gegen Entgelt ausgeübte spezialisierte Betätigung eines Menschen. Der Begriff ist abzugrenzen vom häufig als Synonym benutzten Wort „Job“, das zwar auch auf eine Erwerbstätigkeit hinweist, jedoch in der Regel nicht an eine besondere Eignung oder Ausbildung gebunden ist.‘

  • Marco sagt:

    Wie schön, jetzt klagen die Mütter auch noch über die freien Tage!!! Unglaublich! Wieso bleibt ihr nicht einfach zu Hause anstatt euch zu zerreissen zwischen job, kinder und haushalt???

  • Sportpapi sagt:

    „Wieso nur denkt die Schule nicht an sie bei der Planung all dieser Freitage?“ Ok, nun denkt sie an die berufstätigen Mütter. Und organisiert eine Betreuung für die Kinder, auch wenn das in meinen Augen nicht der Auftrag der Schule ist.
    Wir sind übrigens noch schlimmer dran. Wenn die Kinder frei haben, ist die Mutter – Lehrerin – an ganztägigen schulinternen, obligatorischen Weiterbildungen…

    • 13 sagt:

      Das ist lächerlich. Die Schule organisiert doch keine Betreuung. Das macht die Gemeinde. Warum? Um mehr Doppelverdiener anzulocken und mehr Steuereinnahmen zu generieren. Ganz so selbstlos ist das Ganze nicht 😉

      • Sportpapi sagt:

        Das ist lächerlich. Jede mir bekannte Statistik zeigt, dass der Aufbau von praktisch flächendeckenden, vielfach subventionierten Betreuungsangeboten die Arbeitstätigkeit der Eltern nur geringfügig gesteigert hat. Vielmehr wurde die private Lösung, die Nachbarschaftshilfe verdrängt. Von mir aus auch das Problem der „Schlüsselkinder“ entschärft. Aber die zusätzlichen Ausgaben stehen in keinem Verhältnis zu zusätzlichen Steuereinnahmen!
        Und: Selbstverständlich sind die Tagesstrukturen im Kt. Zürich im Volksschulgesetz geregelt und werden in der Regel durch die Schulgemeinden angeboten. Wie sie auch ein Thema des HarmoS-Konkordats sind.

      • 13 sagt:

        Ich habe nie behauptet, dass es überall aufgeht, sondern dass es das Ziel ist. Gerade Leute, die an Umzug denken, prüfen die Angebote der Gemeinde sehr gut.
        Der Link sagt übrigens nicht viel aus, denn alles hängt am sogenannten „Bedarf“. Und dieser wird üblicherweise genau so ausgelegt, wie es der politischen Gesinnung der Gemeinde passt, in beide Richtungen.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Ich zweifle schon an, dass es das Ziel ist. Denn dann würde man damit längstens wieder aufhören, da gescheitert.

      • Sportpapi sagt:

        @13: Nach Tagesschulverordnung ist der Bedarf klar geregelt, und bietet keinen Spielraum für Auslegungen. Gibt es für ein Modul (Frühbetreuung, Mittag, Nachmittag, 5 Tage in der Woche) einen Bedarf von mindestens 10 Kindern, muss es angeboten werden. Und der Bedarf muss jährlich erhoben werden. Was klappt bei dieser klaren Gesetzeslage nicht?

      • 13 sagt:

        @ Sp
        Es ist nicht nur die Nachfrage, die das Angebot regelt, sondern auch umgekehrt. Nur ein Beispiel: Ich kenne in unserer Gemeinde viele (uns eingeschlossen), die einen Tagesschulplatz nehmen würden, wenn 1. die Anmeldung erst nach Bekanntgabe des Stundenplanes erfolgen könnte und 2. die Ferien abgedeckt wären. Indem das nicht gemacht wird, fühlen sich diese Eltern gezwungen, es anders zu lösen -> tauchen in der Bedarfsrechnung nicht auf.
        Wir haben es bei der KITA gesehen. Als sie eröffnet wurde, gingen die „Gründungsväter“ von Haus zu Haus und baten ihre Freunde und Nachbarn die Kinder mind. einen Tag zu schicken, damit das Projekt gelingt. Kurze Zeit darauf führte die Kita eine Warteliste wegen zuvieler Anmeldungen.

      • 13 sagt:

        Wenn es etwas nicht gibt, arrangiert man sich anders….einer bleibt zu Hause, man sucht eine private und viel teurere Lösung, zieht um etc. etc. So stimmt der Bedarf zum Zeitpunkt der Befragung nicht mit demjenigen überein, wenn das Angebot wirklich käme. Und wer will sich schon im April/Mai verbindlich für etwas anmelden, von dem man Ende Juni/anfangs Juli erfährt, ob es auf Mitte Aug zustande kommt?
        Dann ist die Fragestellung immer auch sehr entscheidend. Ich habe an dieser Bedarfserhebung mitgewirkt, ich weiss, was das ausmachen kann.

  • DG sagt:

    Ganz genau so ist es!? Bei uns macht die Krippe am Gründonnerstag um 16.30 Uhr zu. Damit ich rechtzeitig dort bin muss ich um 15.30 Uhr (mitten im Nachmittag) das Büro verlassen.
    Und der (private und teure) Kindsgi meiner Tochter hatte am Gründonnerstag einen Trainingstag für das Lehrpersonal….
    Dienstleistungsbetriebe?!

  • Lala sagt:

    Ich war immer froh um diese freien Tage. Die Kinder auch, denn zwischen Frühlings- und Sommerferien liegen bis zu 10 Wochen. Es ist eine intensive Zeit, schulisch wie auch körperlich. Viele Kinder haben Wachstumsschübe etc. Zudem sind diese Freitage ein Jahr im voraus bekannt, also eine Frage der Organisation. Ich habe mich jeweils mit anderen Müttern organisiert (gegenseitige Hilfe) und auch mein Mann hat gewisse Tage abgedeckt.

    • Sisifee sagt:

      Danke für den Hinweis mit den Wachstumsschüben. Ich habe auch die Beobachtung gemacht, dass die Freitage im Frühling für die Erholung sehr nützlich sind. Auch Grippe-Nachwehen und Frühjahrsmüdigkeit sind bei uns April/Mai ein Thema.

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