Warum es bei uns Fischstäbchen gibt

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Wer sagt denn, dass aus diesem Essen keine schöne Kindheitserinnerung wird? Foto: Ümit Yoker

Es gibt Momente, da wird einem etwas auf einmal in einer Deutlichkeit bewusst, dass man fast erschrickt. Dabei sind es meist Dinge, die man vorher schon wusste. Ein Beispiel: Kürzlich wachte ich mitten in der Nacht auf, obwohl es um mich herum ganz still war, eine Gewohnheit, denn noch immer wecken mich meine Kleinen um diese Zeit regelmässig auf.

Bald werde ich wieder jede Nacht durchschlafen können, dachte ich da. Der Gedanke machte mich glücklich und leicht. Ich schaute die beiden Buben an. Eines Tages werde ich aber auch nicht mehr ihre Fusssohlen küssen dürfen. Irgendwann werden sie nicht mehr kichern, wenn ich auf der Strasse lauthals «Wer sind denn mini Schätzelis?» rufe. Ihr schönster Platz auf Erden wird nicht ewig an meiner Seite sein.

Deshalb will ich meine Kinder jetzt geniessen. Ich will jeden Tag bewusst etwas mit ihnen erleben, und sei es, dass wir gemeinsam die Waschmaschine mit schmutzigen Socken füllen. Ich will ihnen zusehen, wie sie wachsen und lernen und sind. Dafür muss ich nicht rund um die Uhr präsent sein und auch nicht jeden Tag bestens gelaunt, aber ich muss immer wieder innehalten und mir überlegen, wofür ich meine Zeit aufwende.

Ich will keinem Mutterideal hinterherjagen, mit dem ich doch nie Schritt halten kann, stets kompetent und auch im Beruf erfolgreich, immer gut angezogen, das Haus im Schuss haltend, dem Kinde nur Biokost vorsetzend und sich abends die neusten Erziehungsmethoden aus Dänemark aneignend. Ich möchte lieber möglichst oft entspannte Mutter sein und die Kinder auch mal machen lassen. Der Berg an Dingen, die verräumt, bearbeitet, gekocht, geschrubbt, gelesen, zusammengelegt und immer noch besser gemacht werden können, wird nicht kleiner werden, das weiss ich. Aber ich ignoriere ihn nun einfach öfter mal.

Washing machine with laundry basket on floor, pictured on June 2, 2013, in Switzerland. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Die Wäsche einfach mal sein lassen. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Dann muss das Bad halt noch eine Woche warten, bis es geputzt wird. Wir gehen lieber alle zusammen an den Strand. Dann bleibt die Wäsche halt auf dem Wäscheständer, bis sie wieder gebraucht wird. Dann lege ich mich eben aufs Sofa und schaue mit meinen Kindern siebenmal hintereinander die Geschichte von Boris, dem Frosch, weil ich zu müde bin, um mit ihnen ein Schloss aus Knete zu bauen. Dann gibt es heute Fischstäbchen und ein paar Gurkenscheiben dazu, anstatt dass ich nach einem langen Arbeitstag noch genervt eine Dreiviertelstunde hinter dem Herd stehe. Dafür bleibt mir nach dem Essen noch etwas Musse, um mit ihnen Lego zu spielen.

Ich will nämlich nicht eines Nachts aufwachen und mich fragen, warum ich der Zeit mit meinen Kindern nicht mehr Wert gegeben habe.

66 Kommentare zu «Warum es bei uns Fischstäbchen gibt»

  • Selma sagt:

    Das verstehe ich jetzt nicht, die Autorin schreibt einen zum Nachdenken anregenden Artikel über die eigenen Prioritäten im Alltag mit Kindern.
    Warum wird dann über alles andere hier (vorbei)diskutiert????
    Vielen herzlichen Dank Frau Yoker für ihre Gedanken! Ja, unsere Kinder werden sich an die gemeinsam erlebten Momente erinnern, (und wir Erwachsenen auch!) nicht an die schön geputzten Fenster ihrer Kindheit…..

  • maja sagt:

    Fischstäbchen gab es bei uns weil sie keine Gräte haben. Also sicher für Kinder.
    Dazu Spinat, den zum Glück alle mochten und Kartoffeln.

  • Danilo sagt:

    Am besten schmeckts, wenn Papa kocht. Ein Profi. Der scheut keinen Aufwand und zaubert Kindermenus à la Haute-Cuisine auf den Tisch. Und feine Desserts. Ein wandelndes Kulinarium. Nicht täglich, aber immer öfter. Habe (musste) ja meine Arbeitszeit reduzieren. Heisst auch, aus der Not eine Tugend machen.

  • Kapitän Iglu sagt:

    Ich danke für das Vertrauen – und wünsche den Kindern (und Erwachsenen) viel Spass und guten Appetit. Mayonnaise von Thomy passt gut dazu.

    • Lichtblau sagt:

      Fischstäbchen, Petersilienkartoffeln, Zitrone, knackiger Salat und – klar – Mayo. Ich mag das ab und zu. Meine Tochter aber so: Aha, Fertigessen?

  • dres sagt:

    „Ich will nämlich nicht eines Nachts aufwachen und mich fragen, warum ich der Zeit mit meinen Kindern nicht mehr Wert gegeben habe.“
    Genau. Das machen schon zu viele Leute, die eine „Pseudo-Karriere“ verfolgen… Oder von ihr verfolgt werden…

  • Philipp Rittermann sagt:

    gegen periodisch mal fischstäbchen gibt es ja nichts einzuwenden. ich stelle aber schon fest, dass, v.a. junge und alleine erziehende mütter – wie soll ich sagen – zu wenig fokussiert sind. das thema „ablenkung“ hatten wir ja schon. und dass man die kinder „geniesst“ ist auch legitim. was fehlt ist vieler orten eine straffe organisation. ist diese etabliert, liegen nebst den hausarbeiten auch freiräume drin. ohne dass die frau des abends halbtot „vom stängeli fällt“. und. liebe frauen – „was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“ dieser spruch muss wieder mehr verinnerlicht werden. mutter sein heisst „arbeit-arbeit-arbeit“. daraus resultiert des abends eine wohlig-erfüllte müdigkeit. -> einfach mal versuchen.

    • dres sagt:

      Hihi, Sie wüssten schon wie… Ihnen hat die „Mueter“ sicher auch – ganz fokussiert – Finken, Zeitung und Bier gebracht am wohlverdienten Feierabend.

      • Philipp Rittermann sagt:

        absolut. als „wert-konservativer“ alter sack schätze ich diese gewissen dienstleistungen aber auch sehr und mache diesbezüglich auch öfter mal ein kompliment an meine gattin. 🙂

      • tststs sagt:

        Schön, dass Sie Gänsefüsschen benutzen, denn wahrlich, hier handelt es sich wohl eher um „Hierarchien-konservativ“ 😉

      • Philipp Rittermann sagt:

        frau ts: ich verfüge über natürliche äh-autorität. 😉

        alam: -> sie haben bereits etwas gelernt. ihre aussage funktioniert nämlich nach dem motto „if you can’t convince them – confuse them!“

        ich bin satisfaktioniert, dass meine bemühungen hier fruchten, (gut, wenigstens teilweise…). 🙂

    • alam sagt:

      Alleinerziehende haben meistens kein Geld, um ständig Fertigzeugs zu kaufen. Ausnahmen gibt es aber auch bei uns, so wie bei allen. Fokussiert kann man auf verschiedene Dinge sein, kommt halt auch auf Ihren Fokus an, wie Sie die Fokussierung anderer wahrnehmen.

  • elena sagt:

    Ich möchte lieber Vater sein. Es scheint, das Berufsbild Vater ist vielseitiger – von Arzt, Banker, Gärtner, Pilot, Schreiner bis Hausmann alles möglich. Mutter scheint mir einseitig: Hausfrau. Kam ein Vater auf diese Idee? Vermutlich. Und beinahe die gesamte Menschheit kopiert sie. Brav. Oder doch nicht Vater? Müssen die jetzt ein Leben lang wenn sie nachts aufwachen damit klar kommen, dass sie der Zeit mit ihren Schäzelis nicht mehr Wert gaben?

    • Jürg. sagt:

      Väter partizipieren nicht am Elternurlaub, müssen dennoch ins Militär, haben keinen Anspruch auf geteilte Obhut, sind im Falle des Falles schlechter gestellt bei der Wittwer Rente..
      aber letztendlich sind Männer einfach zu sensibel um diese emotionale Abhängigkeit auszuhalten.

      • Philipp Rittermann sagt:

        ich glaube nicht, dass dies von der sensibilität her rührt. ich meine eher, der mann ist einfach ehrgeiziger. und davon könnten sich die damen des öfteren und in ihren angestammten bereichen, eine scheibe abschneiden. viele frauen fühlen sich in der „komfortzone opfer“ schlichtweg viel zu wohl.

      • tststs sagt:

        Haha…man könnte es auch andersrum sehen: Die Verweichlichten gehen jeden Tag in die „geschütze Werkstatt“ namens Freie Marktwirtschaft für ein Apple un‘ en Ei malochen. Die Ambitionierten, die Risikoliebenden kümmern sich ohne fixen Lohn um Kinder.

    • Christoph Bögli sagt:

      Frau Yoker ist freischaffende Journalistin und schreibt einen erfreulichen Beitrag in dieser Funktion, und Ihnen kommt dabei nichts besseres in den Sinn, als diese auf ihr vermeintliches „Hausfrauen“-Dasein zu reduzieren? Und überhaupt, was ist das für ein komisches Frauen-Bild? In der Realität können jedenfalls Mütter genau so wie Väter jeden möglichen Beruf ausüben, ich kenne jedenfalls Wissenschaftlerinnen, Ärztinnen, Bankerinnen, Bundesrätinnen, Richterinnen, usw. mit Kindern. Ich glaube also eher, das vorgestrige, abschätzige Frauen- bzw. Mütterbild findet man primär bei Ihnen selbst..

    • Danilo sagt:

      Ja das stmmt. Aber, Vater werden ist nicht schwer – Vater sein dagegen sehr. Sie Elena steckten ja noch nie in meiner Haut. Trotzdem meine Koch-Spezialität sind Maccaroni mit Beilagen. Saucen nach Wahl. Man nennt das auch Maccaroni-Plausch. Mit Salat Tricolore. Ich mag meine Bambini und mache sie gross und stark. Am Sonntag auch Risotto.

  • Ann sagt:

    Fischstäbchen sind super! Und sie können auch eine super Kindheitserinnerung werden. Meine liebste Kindheitserinnerung ist, wie wir als Familie am Samstag Abend Bundesliga schauten und dazu Schinkengipfeli assen. Das kam nur so 2 – 3 mal im Jahr vor. Heile Welt für einen Abend. Ich als Scheidungskind hange immer noch sehr an dieser Erinnerung, obwohl sie so simpel ist.

    • Dani sagt:

      Das verstehe ich sehr gut. Bei uns waren es die James Bond Abende, wo wenigstens dort die Familie ohne zu streiten zusammen gesessen ist. 2 Stunden tollste Unterhaltung und entspannte Eltern mit viel Lachen. Heute gehe ich mit meinem Paps die Bonds alleine gucken. :o(

    • dres sagt:

      Die schönsten Kindheitserinnerungen sind simpel – zum Glück. Kompliziert macht man sich das Leben erst später…

      • Lichtblau sagt:

        Chez nous wars die Samstagabendshow und wir Kinder bekamen ein „Lager“ mit Decken und Kissen auf dem Teppich.

    • 13 sagt:

      @ Ann
      Das tönt sehr schön. Bei uns war es die Formel 1 😉

      • Laurence sagt:

        Bei uns die Skirennen am Samstag mit gekauften gebratenem Poulet und essen am Salontisch!

  • Reisende sagt:

    mein Leben! Danke! 🙂 ich versuche dabei aber noch besser zu werden im „kein schlechtes Gewissen“ haben 😉 ausserdem bin ich mir sicher, dass es bei allen die hier schreiben gar nicht so chaotisch ist, nur in den Hochglanzmagazinen und Werbung etc. wird ja immer das Bild kreiiert, wie es wohl bei anderen ist – ganz liebende Familie und trotzdem noch alles perfekt…und auch wenn man es nicht will, nagt doch dieses Bild irgendwo im Hinterkopf als Benchmark. Ich wünschen uns unseren Kids 🙂

    • Reisende sagt:

      äh, „ich wünsche uns allen viel Spass mit unseren Kids“ sollte es da eigentlich heissen 😉

  • Thomas Maurer sagt:

    Zum Glück leben Sie in Lissabon. Nicht, dass die KESB noch Wind davon bekommt, ob Ihrer natürlichen und entspannten Erziehung und Ihrem gesundem Menschenverstand. 😉 Hierzulande gilt so etwas ja schon als Verwahrlosung und die Denunzianten lauern schon…

    • Ulrich Gassner sagt:

      Komplett sinnbefreiter Kommentar… aber Hauptsache, man kann der KESB wieder mal ans Bein pinkeln, gell Herr Maurer.

  • Dani sagt:

    Einfach leben und sich nicht zu viele Gedanken machen. Leben sie, wie sie es für richtig halten, und lassen sie sich bloss nichts von den Klugscheissern in der Gesellschaft vormachen. Egal was sie nun wann tun, egal was sie den Kindern manchmal zum essen geben: Im Endeffekt ist es ihr Leben, es sind ihre Kinder, es ist die Familie, die damit älter wird. Was die Entscheidungen in Zukunft in sich tragen, das ist wieder ein ganz anderes Thema. Machen sie sich weniger Sorgen und Leben sie mehr.

  • Sandra sagt:

    Wunderbar! 🙂

  • 13 sagt:

    Danke, für diese Zeilen. So ist es richtig. Unser Haushalt ist auch nie perfekt, war er übrigens auch vor den Kindern nie, wir hatten irgendwie immer Wichtigeres zu tun. Ok, nicht zwangsläufig Wichtigeres im klassischen Sinne, aber etwas, das mehr Spass macht und damit eben doch Wichtigeres. Und wen es stört, der darf gerne mit anpacken.

    Wir haben darum auch selten Gäste, aber umso öfters Freunde zu Besuch. Wo der Unterschied ist? Na, bei Freunden fühlt man sich eben nicht verpflichtet, auszuräumen, bevor sie kommen. Sie kennen und lieben Dich so wie Du bist.

    • mila sagt:

      Schön gesagt, mit den Gästen, respektive Freunden. 😉

      Auch dem übrigen Gesagten kann ich mich ergänzungslos anschliessen.

    • Widerspenstige sagt:

      So guet 😀
      Hätte ich anders gedacht, wäre ich unter gegangen mit Familie und eigenem Geschäft. Den Perfektionismus verlegte ich auf Termine einhalten für wichtige Aufträge, denn zufriedene Kunden bezahlten die Rechnung pünktlich….hihi.

  • Tom sagt:

    Wo sind wir als Kinder am liebsten hin zum spielen? Zu den Nachbarn wo es ein bisschen Chaotisch war, man jedoch auch mal wild sein durfte oder dort wo alles picobello geputz und aufgeräumt war und man sich kaum was traute weil man unweigerlich unerwünschte Spuren hinterliess?
    Seit ich mir diese Frage gestellt habe bin ich massiv entspannter bezüglich Haushalt, denn ich habe neben den Kindern auch lieber Eltern zu Besuch die sich noch einen Rest Wildheit aus der Kindheit bewahren konnten…

    • maria sagt:

      ha! so ist es doch! Das ist ein ganz guter, wichtiger Gedanke der mich gerade enorm entlastet. Bei uns ists immer wild und leicht chaotisch, was ich ja auch gut finde, und doch kommt da immer wieder das Gefühl hoch, es müsste doch alles irgendwie aufgeräumter daherkommen…
      Danke – auch den Blogtext find ich sehr inspirierend.
      Lebt wild und gefährlich!

      • Jacques sagt:

        Als ehemaliges „enfant sauvage“ lebe ich immer noch. Manche Baumstürze und andere Abstürze überlebt, stolz nachher die Narben und Blessuren zeigend. Essen? Na ja – das was ich mag. Was ich mag – muss gesund sein. Meine Gene sind ja wild.
        Als Fleisch, Fisch oder Vogel. Früher mit Coca – heute mit Wein.

  • tststs sagt:

    Übrigens: Auch für Nicht-Eltern ist dies eine durchaus adäquate Lebensweise 😉

    Der einzige Grund, weshalb Fischstäbchen bei mir nicht mehr so oft in der Pfanne landen, ist das schlechte Gewissen den Fischbeständen gegenüber…

    • salome sagt:

      Es gibt ja durch aus auch fischfreien Fastfood, wie Tortellini aus dem Beutel oder eine Quinoapfanne.

      • tststs sagt:

        Ja, aber die passen nicht so gut zu Mayonnaise… 😉

        Und haben auch nicht undbedingt eine wahnsinnig bessere Ökobilanz.

      • Danilo sagt:

        @tststs: Ich mag Mayonnaise sehr. Aber auch Carbonara oder Bolognese. Mit viel Parmesan, und etwas Teigwaren drin, al dente …

  • aurea sagt:

    So machen wir das auch. Das Leben ist viel entspannter und das kommt letzten Endes auch den Kindern zugute.

  • Heidi K. sagt:

    So schön geschrieben! Und macht mir so viel Mut! Manchmal ertappe ich mich dabei, wie ich mir ein schlechtes Gewissen mache, dass unser Haus nicht super geputzt und aufgeräumt ist, wie es eben sein sollte, aber ich verbringe viel lieber Zeit mit meinen Kindern. Das Strahlen in ihren Augen…. unbezahlbar…. Der Job fordert 80% meiner verfügbaren Zeit und darum ist die Freizeit so kostbar. Wenn sich jemand an unserem organisierten Chaos stört, dann ist dieser Kontakt sowieso nichts wert. Zuerst fahren wir mal in den Urlaub, Haushalt mache ich dann, wenn wir wieder zurück kommen. Ich liebe meine Familie über alles. Und ja, es gibt nichts Besseres auf dieser Welt.

  • Berlinermami sagt:

    Danke für den tollen Beitrag! Genau so denken und machen wir das auch :).
    Wen das Geschirr (wir waschen noch mit der Hand ab) oder die Wäsche mal stört, der brauch nicht zu Besuch kommen.
    Klar hab ich Ordnung auch gerne, aber wenn die Sonne scheint sitze ich viel lieber mit meinen Kids draußen etc.. da wird der Haushalt oft mal verschoben und / oder alle packen mit an damit es schnell geht und wir mehr Zeit für die wichtigeren und schönen Dinge haben.

  • mila sagt:

    Hihi, ja, der Wäscheständer, der bisweilen zum Aufbewahrungshort mutiert… Bin froh, habe ich mich schon früh von jeglichem Haushaltsperfektionismus verabschiedet, bzw. gar nie damit angefangen. Vor allem Bügeln wird überbewert, das muss nur fürs Ausgangskleidli sein (für uns Kleinrest-Perfekten…). Den Rest glättet der Tumbler meiner bisherigen, noch bescheidenen Muttererfahrung nach ganz wunderbar. 😉

    • Berlinermami sagt:

      super 🙂 ich habs mal versucht mit dem Bügeln, macht keinen Spaß, also gleich wieder damit aufgehört.
      Gebügelt wird hier auch nur zu besonderen Anlässen.

    • maia sagt:

      Es braucht nicht mal eine Tumbler.

    • mila sagt:

      Brauchen tut es den Tumbler in der Tat nicht zwingend. Aber er macht die Wäsche schön weich. Nur trocken/aufhängen (ohne bügeln) lässt sie starr(er) werden, insbesondere Baumwolle…

  • Hampe sagt:

    Was für ein toller und vor allem ehrlicher Blogbeitrag! Sieht man auch sehr schön, dass es einigen „Stammgästen“ die Sprache und Ratschläge verschlagen hat… 8.30 und erst 7 Kommentare… Wünsche allen eine schönen Tag!

  • Lucrecia sagt:

    Recht haben Sie.

    Trotzdem muss die Gesundheit nicht auf der Strecke bleiben. Gerade heutzutage gibt es viele schlecht ernährte Kinder (Übergewicht, Konzentrationsprobleme) und die Ausrede der Eltern ist dann oft keine Zeit zum Kochen. Eine Mutter soll nicht nur zum Spass da sein, sie soll die Kinder auch pflegen und beschützen.

    Meine Schwägerin findet sich auch überfordert, serviert schlechtes Essen und die Kinder sind übergewichtig.

    Aber ich nehme an, dass die Autorin es schon besser tut und nur ausnahmsweise vorgefertigtes Essen serviert. Sie klingt wie eine tolle und liebevolle Mutter.

    • Berlinermami sagt:

      Ich denke auch, das die Kinder sicher nicht täglich Fischstäbchen oder ähnliches bekommen ;). Ich persönlich koche sehr gerne, aber es gibt eben auch mal Tage wo ich absolut keine Lust habe dies & jenes zu zaubern oder krank bin, dann gibts auch mal was vorgefertigten schnelles wie eine Nasi Goreng-Tüte aus dem Froster oder Pommes mit Bratwurst etc.. ;).

    • 13 sagt:

      @ Lucrecia
      Wow. Haben nicht Sie vor 2-3 Tagen geschrieben, dass es einigen einfach Spass macht, andere anzugreifen?

      Ich bin ja zum Glück mit einem sehr guten Koch als Mann gesegnet. Muss ich ran, mache ich es mir einfach: Wenn ich zu Hause bin, dann wird frisch und gesund gekocht, wenn wir unterwegs sind oder nach einem Arbeitstag gibt es was schnelles. Wenn man Salat dazu serviert oder Rohkost, was meine Kinder beides lieben, ist der ungesunde Anteil auch nicht mehr so schlimm.

      • Lucrecia sagt:

        @13
        Haben Sie gemerkt, dass Sie in der letzten Zeit auffällig oft auf meine Kommentare antworten? Die sind garantiert nicht an Sie gerichtet. Woher kommt dieses Bedürfnis, sich mit mir zu streiten? Wollen Sie meine Aufmerksamkeit? Ist Ihnen so wichtig, was ich Wildfremde von Ihnen und Ihrer Familie denke (nichts)? Können Sie mich nicht einfach ignorieren, wenn wir auf anderen Wellenlängen sind?

        Und ihre Antwort, die weniger eine ist als ein Versuch, irgendetwas zu kritisieren und sich selber in ein gutes Licht zu stellen… Darauf gehe ich nicht ein.

        Ich wollte heute gerade nicht meine persönliche Situation darstellen. Ich fände es insensitiv, unkonstruktiv und unangebracht gegenüber denen, die solche Schwierigkeiten haben.

        Aber: Sie machen das sehr gut.

      • 13 sagt:

        @ Lucrecia
        Na, das nenne ich mal einen konstruktiven Beitrag 😉

      • Franz Vontobel sagt:

        „Ich wollte heute gerade nicht meine persönliche Situation darstellen.“

        Stimmt – sie wollten ihrer Schwägerin eins ans Schienbein geben… 😀

  • Einzelkind sagt:

    Fischstäbchen sind sowas von ok.

    • Widerspenstige sagt:

      Bin auch damit gross geworden, denn am Freitag gab es bei meiner katholischen Mama fast immer Fischstäbli mit Salzkartoffeln und Rüebli mit viiiel Mayonnaise aus der Tube. Aber leider sind die Zucht- und Produktionsmethoden seitdem nicht mehr dieselben und es gibt KEINE verschärften Kontrollen wie bei Fleischproduktion. Wenn ich mich vergiften möchte, gehe ich freiwillig zum Giftkasten…

      • Franz Vontobel sagt:

        Ach, wenn ihnen Fischstäbchen Fisch genug sind, so kann ihnen auch die Nordsee egal sein…

    • verita sagt:

      Ja, wir sind es uns sowas von wert….

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Sehr schöner Blog, wunderschön geschrieben :)! Merci viumau und allen einen tollen Tag!

  • A. Beck sagt:

    Danke für diesen Blog-Beitrag..als Neu-Mami nehme ich mir da einiges zu Herzen

  • Camilla sagt:

    Danke für den wunderbaren Beitrag!
    Genau so und nicht anders sollte jede Mama denken.

  • Gundel sagt:

    Genau so und nicht anders. Gratuliere!

  • Melanie sagt:

    Sehr schöner Blog… danke für Ihre Worte! So will ich es auch machen.

    • Jürg. sagt:

      Eine tolle Mutter mit der richtigen Einstellung leider scheint der Vater nicht wirklich präsent zu sein.

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