So was hören nur getrennte Eltern

knallerfrauen KopieKinder können einen ziemlich aus der Fassung bringen. Screenshot: «Knallerfrauen» (Youtube)

Geschieden, getrennt oder neu liiert: Mütter und Väter, die mit ihren Kindern in einer solchen Situation leben, müssen oft viele Fragen beantworten – sei es von den eigenen Kindern oder anderen. So erlebe ich es, wie auch Freundinnen und Freunde von mir, die alleinerziehend oder in einer Patchwork-Konstellation leben. Klar, dass dabei die lustigen, aber auch die eher peinlichen Dialoge besonders gut haften bleiben. Hier eine kleine Auswahl daraus.

Die fünfjährige Nachbarin kommt nach ihren langen Ferien zu uns und erzählt von der schönen Zeit bei der italienischen Verwandtschaft.
Dann sagt sie plötzlich: «Aber komisch war: Die Nonna wollte mir einfach nicht glauben, dass euer Kind zwei Papas hat!»
Und darauf zu mir: «Aber jetzt sag mal richtig: Wie viele Männer hast du?»

Die Mutter zur Tochter: «Hast du die lustige Geschichte auch Papi erzählt?»
Sie: «Welchen Papi meinst du?»

Der Sohn sagt zur Mutter: «Mama. Gell, wir sind viel reicher als alle anderen.»
Mutter: «Nein, das sind wir nicht. Aber wir haben genug Geld.»
Sohn: «Das stimmt nicht. Wir sind viel reicher als alle Nachbarn und alle Kinder im Kindergarten! Denn wir sind die einzigen, die in zwei Wohnungen Leben. Bei dir und bei Papa.»

Der Siebenjährige zum Stiefvater: «Ich bin auch Jamaikaner.»
Stiefvater: «Ach ja?»
«Klar. Deine Söhne sind doch zur Hälfte Jamaikaner. Und weil sie meine Stiefbrüder und wir jetzt eine Familie sind, bin ich es doch auch.»

Nach dem Mittagessen.
Mama: «Jungs, ich lege mich kurz hin.»
Diego: «Warum?»
Mama: «Weil ich müde bin.»
Diego: «Was macht dich müde?»
Mama: «All die Fragen, die ich beantworten muss, und es gibt so vieles, das ich allein durchdenken und dann machen muss.»
Diego: «Mama, ich finde, du hast aber viel Glück.»
Mama: «Ja, natürlich. Ich bin sehr glücklich mit euch beiden. Glücklich und müde.»
Diego: «Nein, du hast wirklich Glück. Stell dir vor, Papa wäre auch noch da. Dann müsstest du auch für ihn denken und kochen und waschen. Das wäre wirklich viel Arbeit.»

Die Tochter zur Mutter: «Gell, der Papa war einfach schon da. Aber den Pedro (den neuen Lebenspartner) musstest du zuerst finden. Wie hast du das gemacht, bei so vielen Menschen in der Stadt?»

Diego: «Mama, warst du und Papa verheiratet?»
Mama: «Nein.»
Diego: «Warum denn nicht?»
Mama: «Wir sind gar nicht auf die Idee gekommen zu heiraten.»
Diego: «Warum sind Papa und du nicht mehr zusammen?»
Mama: «Wir haben uns nicht mehr geliebt. Da sind wir auseinandergegangen.»
Diego: «Liebst du Pedro?»
Mama: «Ja klar. Wir lieben uns.»
Diego: «Mama, ich habe eine Idee für dich. Du musst jetzt Pedro heiraten.»
Mama: «Jetzt gleich? Nein, das geht nicht so schnell.»
Diego: «Doch, jetzt. Sonst hast du die Idee wieder vergessen. Ich will, dass du das jetzt machst!»
Mama: «Warum ist es dir denn so wichtig, dass wir heiraten?»
Diego: «Ja wenn ihr verheiratet seid, dann bleibt ihr zusammen – auch wenn ihr euch nicht mehr liebt.»

In den Ferien macht die Patchworkfamilie (die Mutter mit ihren zwei Buben aus erster Ehe sowie der neue Lebenspartner) mit einer anderen Frau Bekanntschaft.
Sie: «Der Ältere gleicht extrem seinem Vater. Die Augen, die dunkle Haut, und wie er spricht. Aber der kleine blonde Blauäugige ist offensichtlich ein Kuckuckskind.»
Die Mutter ist empört über deren Geschwätz und erwidert: «Ich sage dir etwas, aber das musst du für dich behalten: Mein Ältester ist auch nicht von meinem Partner …»


«Schön, dich kennen zu lernen» – «Jaja»: Die frisch liierte Mutter stellt ihren neuen Partner der Tochter vor. Screenshot: Knallerfrauen (Youtube)

52 Kommentare zu «So was hören nur getrennte Eltern»

  • Max Blatter sagt:

    Unter den Kommentaren beherrscht die Mär von den „unglücklichen Scheidungskindern“ nach meinem Gusto noch zu sehr die Szene. Gottseidank sind Trennung und Scheidung heute viel selbstverständlicher geworden als noch zur Zeit, als meine Eltern sich (1969, als ich 15 Jahre alt war) scheiden liessen.
    Ich erinnere mich an die erste Geburtstagsfeier meines älteren Sohnes (damals 11 Jahre alt), nachdem ich mich von meiner heutigen Ex-Frau getrennt hatte: Er lud einige Schulkollegen und -kolleginnen ein. Das Fest begann mit einem Mittagessen bei seiner Mutter; den „Zvieri“ organisierte ich bei mir im Nachbarort, nach einer Art Postenlauf durch den Wald. – Er sagte danach, das sei sein schönstes Geburtstagsfest gewesen.
    Wichtig m.E., dass für das Kind beide Elternteile „greifbar“ bleiben!

  • dij.laz sagt:

    Ich glaube jeder, der ohne einen Elternteil aufgewachsen ist, weiss, dass es gar nicht so einfach ist. Meine Eltern scheideten sich als ich 3 Jahre alt war. Sie können sich nicht vorstellen war für Fragen ich alles hatte. Aber meine Mutter erinnerte mich immer wieder, dass ich nur einen Vater habe, egal ob sie einen Freund hat oder nicht, mein Vater ist immer der Gleiche. Und ich denke genau das ist für ein Kind wichtig. Sonst wird es für das Kind schwierig. Jetzt sehe ich ihre Trennung gar nicht so schlimm, denn besser sie sind geschieden und glücklich als zusammen, verheiratet aber unglücklich!

  • Berlinermami sagt:

    anschreien … nicht anschreiben 😉 und trotz allem bemühe ich mich wegen der Kinder zu einem guten Verhältnis zu meinem Exmann!

  • Berlinermami sagt:

    Ich habe mich nach 7 Jahren scheiden lassen, oh ich böse Frau die sich nicht mehr von Mann erniedrigen und täglich anschreiben lassen wollte VOR den Kindern, denen das sicher auch nicht gut getan hat!
    Achja stimmt ja, meine Kinder haben sich sogar über die Trennung gefreut!
    Sowas gibt es auch ;)!
    Und ja ich habe neu geheiratet, mein Mann ist nicht der leibliche Vater meiner 2 Kinder, aber sie lieben ihn über alles, so wie auch umgekehrt!
    Wir haben sogar noch ein Kind adoptiert 😉 Sind also beide nicht Mal die leiblichen Eltern unserer kleinen Tochter….so schlimm sind wir 😛 ♥.

    Manche Kommentare hier sind echt unnötig..ihr habt keine Ahnung warum die Frau vom ehemaligen Freund getrennt ist, aber ja natürlich gleich alles schlecht reden!

  • Flo sagt:

    <Welchen Papi meinst du?»
    «Wie viele Männer hast du eigentlich?»
    Eine Auswahl schöner Dialoge, zwischen lustig und peinlich.
    Ich kann, es tut mir leid, solche Dialoge weder lustig noch peinlich finden!
    Ich finde es mehr als traurig wenn Kinder solches von sich geben "müssen" oder können weil sie es so erleben.
    Viele Paare die sich scheiden lassen sind überhaupt nicht in der Lage die Konsequenzen einer Scheidung und der anschliessenden "Selbstfindung" für die Kinder richtig einzuschätzen. Vor allem wenn die Kinder dann als Druck oder Machtmittel eingesetzt werden.
    Erwachsene Menschen die sich mal, so hoffe ich aus Liebe, zusammen getan und Kinder in die Welt gesetzt haben, sollten doch in der Lage sein, sich auch nach einer Scheidung als erwachsenen Menschen zu benehmen.

    • Blog-Redaktion sagt:

      an Flo und viele andere hier: Ja genau, bei einer Trennung, Scheidung und einem Neuanfang sollen sich alle Eltern wie Erwachsene benehmen – vor allem den Kindern zuliebe. Das heisst, dass man sie nicht benutzt und missbraucht, etwa indem man sie dem Ex-Partner vorenthält oder sie als Machtmittel einsetzt. Und das heisst auch, dass man mit den Kindern regelmässig redet, ihnen zuhört, offen ist, Fragen stellt und Fragen beantwortet. Ist das Vertrauen da, ergeben sich auch solche Dialoge wie oben erwähnt. Solche Gespräche sind unendlich wichtig. /gb

      • Blog-Redaktion sagt:

        Ach ja und glauben Sie mir: Ich kenne keine Eltern, die sich leichtfertig voneinander trennen oder scheiden lassen. So viele von ihnen kämpfen jahrelang für ihre Beziehung und tun so vieles, um sie zu retten. /gb

      • Papperlapapi sagt:

        Ich kenne Frauen, die 3 Kinder aus 3 verschiedenden Ehen haben….. Soooo gross ist der Kampf nicht immer.

      • Enrico sagt:

        Papperlapapi,
        Das ist alles eine Frage der Wahrnehmung, tönt doch unendlich gut und aufopfernd.
        Müssten die Frauen mit 3 Kindern aus verschiedenen Beziehungen Allimente bezahlen und die Kinder wären bei Ihren Vätern., glaubst Du, die wären schon bei Kind 2 angelangt ?

      • Flo sagt:

        D A N K E !

  • Beatrice sagt:

    eine 70 jaehrige frau hat mir vor einiger zeit ihre lebensgeschichte erzaehlt: sie und ihr mann hatten jahrzehntelang eine zwecksehe aufrecht erhalten. trotz fehlender liebe. es hat einfach funktioniert. ohne leidenschaft aber auch ohne streit. den kindern hat man dann, nachdem beide das elterliche nest verlassen hatten mitgeteilt, dass man sich nun trennen werde, da sie ja jetzt draussen waeren. die kinder waren dermassen geschockt, dass ihnen die eltern die heile welt mit intakter ehe nur vorgespielt hatten (vorgespielte liebe), dass die tochter den kontakt zu den eltern bis heute verweigert und weit weit weg gezogen ist und lediglich kontakt zum bruder hat.

  • Lala sagt:

    Kinder fragen viel und das soll so sein. Die fragen auch ob ältere Geschwister schon immer da waren und warum Mama jetzt noch ein Baby im Bauch hat. Wer die Welt negativ sehen will, sieht sie so. Ich lese da auch raus „der Papa war schon immer da“ ist noch immer ein wichtiger Teil im Leben des Kindes, würde stehen „warum ist Papa nie da“ wärs traurig für das Kind.
    Kinder leiden oft unter Erwachsenen und klar wenn diese nicht für das Wohl der Kinder schauen erst recht.
    Genau so oft leiden sie unter all diesen Vorurteilen anderer Menschen… Ahja klar ein Krippenkind, ein Scheidungskind usw.
    Kinder sind nicht aus Watte, die ertragen verdammt viel. Ich habs auch überlebt, dennoch ich wär vermutlich glücklicher aufgewachsen mit getrennt lebenden Eltern.

  • Rosa Grün sagt:

    Also die zwei Aussagen zu Pedro liessen mir die Tränen kommen…
    Ja, Kinder wird schon viel zugemutet…

    • Lala sagt:

      Ja manchmal schon. Dies trifft auch auf die traditionellen Familien zu. Ich hab mir zum 9. Geburtstag die Scheidung der Eltern gewünscht. Leider wurde dieser Wunsch nicht erfüllt, meine Eltern stritten während 40 Jahren Ehe. Sie beide haben es immer schön geredet. Für uns Kinder wars die Hölle, bis der Tod die beiden schied.
      Mein Mann und ich sind nun über 20 Jahre zusammen und möge es weiterhin halten. Doch auch ich hab keine Garantie das es auf Ewig halte. Manchmal ist ein Ende mit Schrecken besser als ein Schrecken ohne Ende.

      • Rosa Grün sagt:

        „Gell, der Papa war einfach schon da. Aber den Pedro (den neuen Lebenspartner) musstest du zuerst finden. Wie hast du das gemacht, bei so vielen Menschen in der Stadt?“
        Diese Aussage lässt in mir Tränen aufwallen, weil da ein kleines Kind mit dem besten Willen der Welt probiert, sich einen Reim auf das Brainwashing zu machen, dem es aus egoistischen Gründen von Erwachsenen ausgesetzt wird…

      • tststs sagt:

        Brainwashing… Brainwashing?!? Ich verbitte mir, dass irgendjemand sich erlaubt, die Liebe meiner Stiefeltern zu mir als Brainwashing zu bezeichnen!!!

        Ehrlich, Rosa Grün, schreiben Sie nicht über Dinge, über die Sie offensichtlich nicht Bescheid wissen

    • 13 sagt:

      Das sehe ich auch so. Ich kenne einen Mann, der jahrelang mit seiner Frau in einer eigentlich inexistenten Beziehung gelebt hat. Sie haben sich nicht gestritten, sind sich aber einfach mehr oder weniger aus dem Weg gegangen, wollten aber wegen ihrer Tochter keine Scheidung. Eines Tages rief er mich an und meinte, er habe sich jetzt von seiner Frau getrennt. Ich fragte ihn, warum denn nach so vielen Jahren und er meinte nur: „Weil jetzt der Augenblick gekommen war, an dem meine Tochter unter der Situation leidet und sich wohler fühlt, wenn nur einer von uns da ist.“

      Ich halte ihn für einen sehr guten und fürsorglichen Vater. Und das Mädchen hat heute nachwievor eine sehr enge Beziehung zu ihm, wie auch zu ihrem Stiefvater, der sie liebt. Sie ist glücklich.

      • Hotel Papa sagt:

        Man kann immer eines gegen das andere aufrechnen.

        Die Tatsache bleibt:

        In JEDER Scheidung wird viel Geschirr zerschlagen, das nicht mehr zu kitten ist.

        Es gibt immer Gewinner und Verlierer. Wer aber immer verliert, sind die Kinder.

        Und wir scheiden heute wirklich at the drop of a hat. Ich kann es der Generation der Nachkommenden nicht verübeln, wenn sie von Ehe und Kinderkriegen nichts mehr wissen wollen. Wir haben es ihnen gründlich vergrault.

      • 13 sagt:

        @ Hotel Papa
        Ich würde nie behaupten, eine Scheidung ist super für die Kinder, dann bekommen sie mehr Elternteile und zwei Zimmer. Jedes Kind wünscht sich, dass die Eltern zusammenbleiben, richtig zusammen, nicht mit Dauerstreit oder nur zweckmässig. Aber in vielen Situationen ist eine Scheidung halt immer noch besser, als eine Nicht-Scheidung. Denn da verlieren die Kinder noch viel mehr. Insbesondere auch die Möglichkeit, dass ihnen eine liebevolle Beziehung der Erwachsenen untereinander vorgelebt wird, was vielleicht bei einem neuen Partner möglich wäre. Auch die Kinder verlieren in der Scheidung nicht nur, sondern können etwas gewinnen, die die anderen auch. Dass wir zu schnell den Beutel hinwerfen, empfinde ich nicht so. Oftmals eher das Gegenteil.

      • Lala sagt:

        Das Leben verläuft nun mal nicht immer wie geplant. Ich und meine Geschwister haben sehr unter dem lieblosen Umgang gelitten. Dadurch, dass den Eltern die Liebe abhanden gekommen ist, waren sie zunehmend nicht mehr in der Lage uns Liebe zu geben. Wir mussten alleine ins Bett, Niemand schaute ob wir Zähne putzen oder Hausaufgaben erledigt haben. Keine Umarmungen etc.
        Mir wär lieber gewesen mich hätte ein zufriedenes Mami und neuer Partner zu Bett gebracht, umarmt oder so, als Niemand. Ev. hätte dann an gewissen Tagen auch der Vater sich über uns gefreut. So aber wurden wir ohne Liebe gross, dies Aufgrund der Bürde der Eltern die Ehe zu retten, weil sich dies so gehört.

  • Marie sagt:

    Egal, wie die Familienverhältnisse aussehen – entscheidend ist die Qualität der Beziehung(en). Und da ist eine langjährige Parternschaft der biologischen Eltern (oder ein langjähriges Paralellleben) nicht unbedingt besser als eine Patchworkfamilie.

    Ich jedenfalls glaube, dass meiner Tochter der eine Tag pro Woche, den sie mit ihrem narzisstischen Vater verbringt, reicht (um nicht selber zu sehr zu leiden und so, dass sie ihn trotzdem kennen lernt).

    • Lorena sagt:

      Vielleicht sehen das Ihre Tochter und ihr ach so narzisstische Vater etwas anders liebe Marie. Schom mal ueberlegt?

      • Helmut Kohl sagt:

        @Lorena, auf den Punkt. Auch beim lesen des Artikels drängte sich mir der Verdacht der gnadenlosen Selbstverwirklichung auf. Allerdings in schön ins passende und trendige Weltbild verpackt.

    • Flo sagt:

      Marie; sie sprechen hier im Forum, vor fremden Leuten, vom Vater ihres Kindes als eine narzisstischen Person – wie tönt das wohl vor den Ohren ihrer Tochter?

  • Heidi K. sagt:

    Man kann das so nicht pauschalisieren. Eine langjährige resp. kurze Ehe oder dito für Konkubinat kann je nach Umständen das Paradies oder die Hölle auf Erden sein. Spielt ja keine Rolle, denn die Betroffenen sind ja alle Erwachsen oder zumindest fast. Leid tun mir nur die Kinder, die sich einfach irgendwie arrangieren müssen mit dem Mist, das die Erwachsenen angerichtet haben. Daran hat wohl keiner gedacht?!

    • Flo sagt:

      Leid tun mir nur die Kinder, die sich einfach irgendwie arrangieren müssen mit dem Mist, das die Erwachsenen angerichtet haben. Daran hat wohl keiner gedacht?!
      Genau so ergeht es mir; Mir ist klar das es manchmal für alle Beteiligten besser ist, sich zu trennen – aber das soll gut überlegt sein. Und vor allem sollte in der Zeit während der Trennung/nach der Scheidung ein respektvoller Umgang zwischen den Erwachsenen da sein. Und zwar von beiden seiten – es braucht immer Zwei um einen Psychokrieg durch zu führen. Und vor allem sollte man die nachherigen Beziehungen, mit Augenmass in Hinsicht auf die Kinder, angehen.
      Und das geht sehr oft verloren – auch das von beiden Seiten!

  • Papperlapapi sagt:

    Wie man sich bettet, so liegt man.

  • 13 sagt:

    Schöne Zitate, danke. Da sieht man eben, wie dass die Kindergehirne nicht so funktionieren, wie wir es uns vorstellen, sondern sie eben eine eigene Logik entwickeln und es darum auch wichtig ist mit ihnen im Gespräch zu bleiben, gerade auch bei Veränderungen der Familiensituation.

  • ariane sagt:

    sehr schöne zitate. haben mir grad den morgen versüsst. ich hoffe, all diese kinder bleiben so offen…

    • Flo sagt:

      haben mir grad den morgen versüsst – den Morgen versüsst! Was, an den „Zitaten“ ist den so s ü s s – ich finde es traurig das Kinder solche „Zitate“ brauchen müssen!

  • Marcel sagt:

    «Ja wenn ihr verheiratet seid, dann bleibt ihr zusammen – auch wenn ihr euch nicht mehr liebt.»
    Damit ist wohl alles über die traurige Geschichte von Scheidungskinder gesagt
    „…sowie der neue Lebenspartner“: Hätte erwartet dass hier „Lebensabschnittspartner“ stehen würde. Und hiermit ist wohl alles gesagt über das Egozentrische Zeitalter worin wir leben. Ich, mein Glück, und meine Selbstfindung stehen im Mittelpunkt meiner Belebungswelt. Der Rest ist mir egal. Das hier noch Kinder reinpassen verwundet mich dann wieder. Aber ach, dafür gibt es ja Patchworkfamilies. Aber Patchworkfamilies ist eigentlich nichts anders als Fahrerfluch nach einem Unfall.
    Eine schöne neue Welt…

    • tststs sagt:

      „Aber Patchworkfamilies sind [sic!] eigentlich nichts anders als Fahrerflucht [sic!] nach einem Unfall.“
      Und immer all die Gaffer und ihre Kommentare rundherum…
      Grüsse an meine angeborene und angelachte Crash-Familie: Hab Euch alle lieb!
      😉

    • 13 sagt:

      Sind Sie Hellseher oder woher wissen Sie um die Hintergründe der Familiengeschichte?

      • Flori Antha sagt:

        Gibt es irgendeine Evidenz, dass in Patchworkfamilien Kinder häufig geschlagen, missbraucht usw. werden als in Nichtpatchworkfamilien? Ich würde einiges dagegen wetten.

    • Ursula sagt:

      Danke Marcel! Leider werden wir mit dieser Meinung ziemlich alleine dastehen…

      • 13 sagt:

        Mit welcher Meinung? Dass sich die angesprochene Frau, über die wir so gar nichts wissen, besser nicht von ihrem Partner getrennt hat, obwohl wir ja gar nicht wissen ob wirklich sie gegangen ist oder was vorgefallen ist? Und wenn sie sich schon getrennt hat, aus egoistischen Gründen versteht sich, dann hätte sie gefälligst bis an ihr Lebensende alleine bleiben müssen und dem Kind ja keinen neuen Partner vorsetzen – dass das Kind diesen offenbar liebt, ignorieren wir kurz, weil sonst passt das nicht rein – und zudem wird sie sich sowieso wieder von ihm trennen, selbstverständlich wieder aus egoistischen Gründen?

        Das ist keine Meinung, das sind Vorurteile….

      • Mark sagt:

        Liebe Ursula
        Ich wünsche Dir, dass alles bei dir in Ordnung ist, so wie es du dir wünschst. Und dass – so du welche hast oder haben wirst – deine Kinder auch. Sicher sagen sie auch dir dinge, dich herausfordern. Es gibt auch Ehen, wo es anspruchsvoll ist Kind zu sein. Schöne alte Welt sozusagen.
        Ihr stehst nicht mit der Meinung allein da, du und Marcel sondern wie ihr sie vertretet. Damit lässt ihr andere Lebensformen „allein“ und sprecht ihnen das Recht ab, dass es gut gehen kann – und bleibt allein mit der Meinung. Ist es das, was du willst?
        Allein da stehen kann man nach meiner Erfahrung dann, wenn man andere nicht annimmt wie sie sind.

    • Beatrice sagt:

      mein gott marcel, als ich vor 20 jahren heiratete und wir kinder hatten, habe ich keine sekunde lang daran gedacht, dass wir uns einmal scheiden lassen. wuerden alle so denken, gaebe es bald keine menschen mehr auf diesem planeten. sicherheiten hast du nie und sag jetzt bloss nicht, man soll einfach zusammen bleiben – den kindern zuliebe. oder denkst du den paaren, die sich trennen, faellt das leicht? und wer sagt, dass patchwork toll ist? ich bestimmt nicht. auch ich haette lieber in der ursprungsfamilie bleiben wollen und meine kinder gluecklich gemacht indem ich ihnen haette sagen koennen, dass sich mami und papi immer noch toll lieben. leider ist das leben kein maerchen!!!
      aber eben… wir sind ja eh alles nur egoisten

      • Muttis Liebling sagt:

        Bei 85 Jahre Lebenserwartung ist es aber auch keine übermenschliche Leistung, die familiäre Wohngemeinschaft bis 20 Jahre nach Geburt des letzten Kindes konfliktfrei aufrechtzuerhalten und für die Ausserehelichkeit entsprechende Arrangements zu finden.

    • Marcel sagt:

      Habe nichts über Egoismus gesagt nur egozentrisch. Dies ist was komplett anderes.
      Fahrerfluch sollte natürlich Fahrerflucht sein.
      Und ich bin persönlich der Meinung dass viele in einer Ehe immer wieder den nächsten Kick nachrennen. Ist der erste Kick nicht mehr so befriedigend, sucht man halt den nächsten. Eine Scheidungsrate von knapp über 50% ist nicht nur darauf zurückzuführen dass irgendwelche Schlimme Sachen in der Ehe passiert sind. Ich denke dass es in dieser Zeit von Egozentrisches Verhalten und Kurzlebigkeit passt. Kinder sind dabei nichts anderes als Zügelware.
      Danke für die Blume, und ja ich bin kein gebürtiger Deutschsprachiger.

      • Muttis Liebling sagt:

        Scheidungen für sich sind belanglos. Es zählen nur die mit betroffenen aufwachsenden Kindern. Da kennen wir keine Zahlen, aber bekannt ist, dass das mittlere Scheidungsalter zunimmt. Das ist verständlich bei zunehmender Lebensdauer. Ich hätte gern eine Statistik, welche Eheeintritt mit Ehedauer, Kardinalität der Ehe (1., 2, 3. ) und erzeugten Scheidungskindern ins Verhältnis setzt. Dann könnte man das bewerten.

        Genau genommen müsste man Familiengründungen mit Familienbrüchen ins Verhältnis setzen, Ehe ist ja kein Synonym für Familie mehr. Eine kinderlose Ehe ist keine Familie und umgekehrt muss eine Scheidung für sich noch keine Familie zerstören.

      • Muttis Liebling sagt:

        Eine Zweitfamilie in dem kurzen Zeitraum der Kinderaufzucht beendet natürlich die erste, nicht nur deshalb halte ich davon so gut wie nichts. Das ist eher ein kaskadierender Fehler.

        Der Familienbegriff ist seit der Industrialisierung hoffnungslos überladen. Es ist eine Wirtschafts-, eine Kinderaufzucht- und nun auch eine Liebesgemeinschaft. Drei unabhängige Ziele kann kein Mensch gleichzeitig gestalten zumal die ganz unterschiedliche Zeithorizonte haben.

        Wirtschaftsgemeinschaft bleibt lebenslang, nicht selten über die Scheidung hinaus, KInderaufzucht 1/4 der Lebensdauer und Liebe meist nur 5-7 Jahre. Das passt alles nicht zusammen.

      • 13 sagt:

        @ Marcel
        Die Scheidungsrate von rund 50% ist nicht darauf zurückzuführen, dass die Menschen dem nächste Kick nachrennen, sondern erstens darauf, dass die Lebensdauer viel höher ist. Früher dauerte eine lebenslange Ehe rund 20-30 Jahre, heute sind es 50, das erklärt schon mal den Zuwachs von rund 100%. Und zweitens, dass eine Scheidung nicht mehr die gleichen Folgen hat, sowohl finanziell wie auch gesellschaftlich wie früher. Man kann sich auch weiterhin finanziell über Wasser halten und wird weniger geächtet (ausser bei einigen Kommentatoren des MB 😉 ). Darum harren auch weniger in einer schlechten Ehe aus.

    • Sarah sagt:

      das betrifft ja nicht nur die Scheidungskinder! Wenn ihr verheiratet sind und euch nicht mehr lieb habt, bleibt ihr trotzdem zusammen. Das ist ein sehr traurigemachender Satz ubd trifft leider auf viele Familien zu. Die einen können es verheimlichen, ohne dass ihre Kinder etwas davon merken, den meisten wird das nicht gelingen. Ich kenne einige Jugendliche, die froh wären, wenn zu Hause endlich mal Ruhe wäre und nicht ein Dauergekeif. Mein Ex-Mann und ich haben das leider auch nicht geschafft, dass wir noch ein Paar bleiben konnten, dafür Eltern und Freunde.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich vermute, die Version

        ‚Wenn ihr verheiratet sind und euch nicht mehr lieb habt, bleibt ihr trotzdem zusammen.‘

        ist die häufigste, immer eine Familie über der Ehe unterstellt. Liebe allein ist kein Konzept für Ehe und Familie.

        Es gibt da noch einen Aspekt, welcher selten betrachtet wird, den der Biographie. Auch wenn man sich mal für 1-2 Jahrzehnte nicht liebt, muss das ja nicht so bleiben.

      • Flo sagt:

        Muttis Liebling 15. März 2016 um 14:00
        Ich glaube genau da liegt eines der „Probleme“. ist es nicht so das man heute schon bei der kleinsten „Krise“ alles hinschmeisst. Nicht nur in der Ehe, das fängt schon viel früher an; Probleme in der Schule, Lehre, Beziehung(en) und dann auch in der Ehe. Streit/Probleme – Löffel hinschmeissen und auf und davon – nächste Beziehung; Probleme – hinschmeissen und auf und davon usw. usw . . . . . . .
        Ich weiss es tönt sehr altmodisch – aber ich glaube früher war man eher bereit Probleme/Krisen gemeinsam anzugehen und zusammen zu meister. sicherlich ist das auch nicht immer gelungen, aber man hat es wenigstens versucht. gibt man heute vielleicht zu schnell auf. Es wird einem auch immer leichter gemacht.

    • Marcel sagt:

      @Mark Ich spreche niemanden das Recht von irgendeiner Lebensform ab, dass muss jeder für sich wissen. Der Spass hört meiner Meinung aber auf wenn Kinder die Leidtragenden werden von Muttis oder Papis Selbstfindungstrip die in irgend einer Patchworkfamilie endet weil das ja o so trendy ist und so wieso der nächste Lebensabschnittspartner in 5 Jahre wieder Fällig ist.

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