Schönste Kindheitserinnerungen

A mother walks down a platform with her son in the main train station in Zurich, Switzerland, pictured on September 29, 2009. (KEYSTONE/Gaetan Bally) Eine Mutter geht mit ihrem Sohn am 29. September 2009 ein Perron im Hauptbahnhof Zuerich entlang. (KEYSTONE/Gaetan Bally)

Das Ferienabenteuer beginnt am Bahnhof. Foto: Gaëtan Bally (Keystone)

Wenn man Mutter oder Vater wird, gibt es diverse Punkte, die man anders machen will als die eigenen Eltern. Andererseits sind da auch die Dinge, die man genau gleich machen möchte. Familienferien zum Beispiel. Ich habe so viele schöne Kindheitserinnerungen an unsere damaligen Ferien, dass ich heute als Mutter immer wieder das dringende Bedürfnis verspüre, meine Kinder dasselbe erleben zu lassen. So kam es, dass ich mit meiner Familie nun schon zum zweiten Mal in das Walliser Dorf gefahren bin, in dem ich schon vor drei Jahrzehnten die Sportferien verbracht hatte. Und letzten Herbst habe ich spontan eine Reise im Nachtzug gebucht mit den Kindern. Warum? Weil ich selber als kleines Kind etliche Jahre mit dem Adria Express in die Sommerferien fuhr, dem Nachtzug also, der die Familien früher massenweise von Zürich direkt nach Rimini kutschierte. Auch wenn sich alles Jahr für Jahr wiederholte, es war immer wieder ein Riesenabenteuer für uns Kinder, in einem rollenden Hotelzimmer zu übernachten und am nächsten Morgen an einem völlig anderen Ort, in einem fremden Land aufzuwachen.

Dieses Mal fuhren wir zwar nicht in den Süden, sondern Richtung Norden, nach Amsterdam. Und ich muss zugeben, so gut wie früher habe ich im rüttelnden Bett nicht geschlafen. Es waren einige Tassen Kaffee nötig, um am nächsten Tag wach zu bleiben. Vielleicht hatte ich also aus Übermüdung einen leicht verklärten Blick, aber ich fand unsere Reise absolut grossartig. Am Morgen aufwachen und aus dem Fenster die Landschaft vorbeiziehen sehen. Und beim Zwischenhalt verschlafen aus dem Fenster gucken und darüber schmunzeln, dass man selber völlig zerknittert mitten im Bahnhof sitzt, während die Wartenden auf dem Bahnsteig alle schon fürs Büro zurechtgemacht sind.

Cristian Iohan Ştefănescu

Draussen dunkel, drinnen gemütlich. Foto: Cristian Iohan Ştefănescu, Flickr.com

Praktisch fand ich unser Reisevehikel auch, gerade weil ich allein unterwegs war mit den Kleinen. Wir konnten uns frei bewegen, hatten Platz für unseren ganzen Karsumpel – sogar einen Buggy hätte ich zur Not noch untergebracht im Abteil – und konnten am Morgen mitten in der Stadt aussteigen, sodass wir unser Zuhause innert kürzester Zeit mit dem Bus erreichten.

Für uns war klar, dass wir die Reise wiederholen würden. Doch kaum zurück, erfuhr ich, dass die Deutsche Bahn (DB) die City-Night-Line-Verbindungen per Ende 2016 einstellen würde. Womit auch die Schweiz vom Nachtzugverkehr Richtung Amsterdam, Berlin, Prag und Hamburg abgeschnitten sein wird, denn die SBB selber betreiben keine Nachtzüge. Die Reaktionen auf den Entscheid sind gespalten. Während der Verein Umverkehr eine Petition lanciert hat, um die Nachtzüge zu retten, sind gewisse Politiker der Meinung, Nachtzüge seien sowieso nur etwas für Nostalgiker und deshalb nicht fördernswert. Argumentiert wird meist mit dem Umweltschutz und mit den Kosten. Die Nachtzugbefürworter führen ins Feld, dass die Reise im Zug von Zürich nach Berlin nur ein Drittel der CO2-Emmisionen verursache und 50 Prozent weniger Energie verbrauche als eine Flugreise. Die Bahngesellschaften hingegen argumentieren, dass sie bei längeren Reisezeiten schlicht nicht mit den Angeboten der Fluggesellschaften mithalten könnten.

Das monetäre Argument kann ich nicht unterschreiben: Die Flugreise hätte uns drei mehr gekostet, weil ich für den Sitzplatz des Kleinen im Flugzeug schon hätte bezahlen müssen, er im Zug aber noch gratis mitreisen konnte. Und dies, obwohl ich ein De-luxe-Abteil gebucht hatte, damit wir unser Zimmer mit niemand Fremden teilen mussten und ein eigenes kleines Badezimmer hatten – ein immenser Vorteil, wenn man mit kleinen Kindern reist, die manchmal mitten in der Nacht aufs WC müssen, und zwar sofort.

Gerade für Familien ist es deshalb meiner Meinung nach ein grosser Verlust, wenn die Nachtzüge wirklich verschwinden sollten. Ein kleiner Hoffnungsschimmer besteht aber noch. Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) verhandeln nämlich laut der NZZ mit der DB über eine Übernahme der Nachtzugverbindungen. Und betonen, dass sie diese Linien keineswegs nur aus Nostalgiegründen betreiben würden, sondern zufrieden seien mit den Zahlen, auch wenn es sich bei den Nachtzügen um ein Nischenprodukt handle.

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Und für das Gepäck mit der Feriengarderobe hats im Zug zum Glück auch genug Platz. Foto: Amarcord Film Still

Dass die Nachtzüge noch lange nicht aufs Abstellgeleis gehören, beweisen auch andere Länder: In Grossbritannien etwa fährt der Night Riviera Sleeper sechsmal pro Woche von London nach Penzance. Schottland investiert 150 Millionen in die Modernisierung der Schlafzüge, und auch Finnland hat laut NZZ «mehrere Dutzend Millionen Franken in den Kauf von neuen Schlafwagen gesteckt», die zwischen Helsinki und Lappland eingesetzt werden.

Bleibt zu hoffen, dass sich auch für die Schweiz eine Lösung finden lässt. Weil die Reise im Nachtzug umweltfreundlich, praktisch und manchmal tatsächlich günstiger ist – und sich gerade wegen des leicht nostalgischen Touchs jedes Mal von neuem wie ein kleines Abenteuer anfühlt.

Welche Erinnerungen haben Sie an Ihre Reisen im Nachtzug? Und sind Sie mit Ihren Kindern schon einmal im Zug schlafend in ein anderes Land gereist?

60 Kommentare zu «Schönste Kindheitserinnerungen»

  • Falken sagt:

    Die SBB muss sich auch fragen lasse, was sie für die Nachtzüge (der anderen Betreiber) tut.
    Der Rückzug der DB ist ja Beweis genug, dass die Wirtschaftlichkeit recht knapp ist, was ja auch leicht erklärbar ist: Bei einem Tageszug fahren viele Reisende auf unterschiedlichen, kürzeren Teilstrecken mit, wo die Preise je km meist höher sind als bei Nachtstrecken. Bei einem Nachtzug wie Wien-Zürich wird dagegen meist die gesamte Strecke zurückgelegt, und bei den Reisenden von St. Pölten nach Zürich oder von Wien nach Buchs kann der Bettplatz für die restliche Strecke auch nicht getrennt verkauft werden.
    Die SBB nimmt aber für den Nachtzug dieselbe Trassengebühr (Schienenmaut) wie für den Tageszug. Ergebnis: Der Nachtzug wird unwirtschaftlich(er). Hier wäre also einAnsatzpunkt.

  • leaunterwegs sagt:

    Nachtzüge haben nichts Nostalgisches an sich, sondern sind einfach nur praktisch für Personen ohne Auto, mit Velo oder Kinderwagen und Gegnern von Flugreisen, um von A nach B zu kommen.
    Praktisch deshalb wegen dem Velowagen, wo Velofreunde ihre Göppel und Familien ihre Kinderwagen hinstellen können. Unser Kinderwagen hatte zusammengefaltet sogar Platz im Deluxe-Abteil. Unsere Tochter muss sich zwar noch etwas an den Nachtzug gewöhnen, die Eltern hingegen nicht. Sie bedauern den Entscheid der DB sehr. Denn ICE und Kinderwagen (nicht Buggy!) ist alles andere als entspannt! Und ICE und Velo geht schon mal gar nicht. Flug und Velo ist ebenfalls nicht wirklich lustig. Als Alternative gab es bis jetzt für uns nur den Nachtzug…

  • Rainer sagt:

    Habe das 1x gemacht.
    Basel->Kopenhagen.

    War ganz OK. Nicht wirklich bequem. Ausgeruht war ich nicht.
    Speisewagen war OK, das „Frühstück“ am nächsten Tag – zum Vergessen.
    Luxus ist sicher was anderes. Aber wie schon von anderen Kommentatoren angemerkt: nicht das Ziel steht im Vordergrund, sondern die Reise an sich.
    Man trifft dort Leute, die man sonst nirgends treffen würde und kommt mit ihnen ins Gespräch.
    Würde im Flugzeug nie so passieren.

    ICE ist allerdings auch ganz OK (zurück bin ich dann ICE gefahren).
    Würde ich das nochmal machen? Weiss nicht.
    Würde aber auch nicht pauschal sagen: nie wieder.

  • marie sagt:

    seit kindheit bin ich leidenschaftliche bahnfahrerin. aus den benannten gründen. eine meiner schönsten zugreisen war ab bern nach london über belgien – damals gab es den tunnel noch nicht und ich hätte/würde diese route ohnehin nicht wählen. die fähre von oostende nach dover war für mich eher eine leidende angelegenheit (seekrank) aber die weissen felsen, das überirdische grün und der blaue himmel sind mir in allerbester erinnerung. und dann die zugreise nach victoriastation: …ich klebte förmlich an der scheibe.
    danke für ihren bericht, es bestärkt mich, noch mehr zug zu fahren – mal sehen wohin ich könnte. mich zieht es m moment in den südosten frankreichs…

    • marie sagt:

      …vergessen anzumerken: dieses reisen der langsamkeit ist nach wie vor eine wunderbare erfahrung, um langsam vorbereitet anzukommen. aber klar, nicht jedermanns sache.
      …an den flughäfen bin ich durch das scnelle ankommen immer ein bisschen verhürschet.

  • Stephan sagt:

    Ich bin unzählige Male mit dem Nachtzug verreist, habe es alerdings immer als eher lästig empfunden. Da ich ein Kurzschläfer bin, konnte ich bei jeder Fahrt neu merken, dass der Nachtzug viel länger unterwegs ist, als beispielsweise der TGV oder der ICE. Jetzt, da sich die Kinder immer besser selbst beschäftigen können, fahre ich lieber 8h ICE als 13h Nachtzug.

  • Paul Wirth sagt:

    Danke Frau Kuster für Ihren Bericht. Raten Sie mal was wir heute gebucht haben: CityNightLine für die ganze Familie nach Amsterdam!!! Hurrraaaaa!!!

    Früher ohne Kinder wars Rumänien, Berlin, Kroatien, Ukraine, Polen…alles mit dem Nachtzug. Jetzt zum ersten Mal mit den kleinen, wir freuen uns tierisch!

  • Othmar Meissen sagt:

    Ich habe wunderschöne Erinnerungen an die Nachtzüge von Zürich bzw. Basel nach Rom. Nach dem Einstieg ein kleines Cüpli, dann ein feines mitgebrachtes Picnic als wir am Vierwaldstättersee bzw. im Berner Oberland waren. Und ich wachte bei einem Kafi auf, als wir in Orvieto vorbeifuhren. Dann auch schöne Erinnerungen an den späteren Orientexpress von Paris nach Wien – mit Kafi als ich am Schloss Schönbrunn vorbeifuhr. Es ist einfach wahnsinnig schade, dass die Idee der Nachtzüge an Bedeutung verliert. Schliesslich als Teenager mit Rucksack die Fahrt mit dem früheren Orientexpress von Mailand nach Athen und zurück – das waren noch Zeiten!

  • Martin Abele sagt:

    Als noch der Pau Casals von Zürich nach Barcelona fuhr, waren wir jedes Jahr einmal hin. Die Fahrt war immer perfekt. Zuerst ein Schlummertrunk an der Bar, dann Schlafen in bequemen Betten und schliesslich bereits in Spanien Aufwachen und noch eine Stunde erwartungsfroh beobachten, wie Barcelona näherkommt. Dasselbe machen wir noch heute jährlich in Richtung Hamburg. Dort fährt der Nachtzug zwar noch, aber es gibt leider keinen Speisewagen mehr und die Abteile sind nicht mehr so schön wie bei den ehemaligen Doppelstöckern. Trotzdem hoffen wir sehnlichst, dass die Nachtzug-Verbindungen ab der Schweiz erhalten bleiben. Wir reisen so mit ruhigem Öko-Gewissen, sparen eine Nacht im Hotel und können gleich morgens mitten im Zentrum unseren Urlaub starten. Es gibt nichts Besseres!

  • Rahel Blatter sagt:

    Früher war ich viel zu Fuss unterwegs, später mit dem Pferd oder Kamel, jetzt mit dem Alter reise ich am Liebsten mit der Eisenbahn: Von Peking nach Lhasa oder in den Westen nach Kaschgar; von Saigon mit dem Tonkin nach Hanoi; in Indien von Varanasi nach Dehli; durch Kanada von Toronto nach Vancouver; der Seidenstrasse entlang durch Uzbekistan, Turkmenistan Kachastan nach Kirgisistan; und unvergesslich von Istanbul nach Damaskus…..
    Im Zug hat man die Musse, sich umzusehen, mit den Leuten zu plaudern, einmal auszusteigen und ein paar Tage an einem Ort zu verweilen, oder einfach die Landschaft an sich vorüberziehen zu lassen und zu träumen….

  • Björn sagt:

    Ich bin in meinem Leben schon unzählige Male mit Nachtzügen gefahren und ich habe es immer geliebt. Nach Italien, Frankreich, Holland, Hamburg, Berlin, Dänemark, Schweden. Besonders toll die 48h Reisen nach Nordschweden mit zweimaliger Übernachtung. Oder auch schon Tagestripps nach Berlin (eine Nacht hin, nächste zurück). Mit der Familie in letzter Zeit häufiger im Autozug Lörrach-Hamburg, sehr entspannend. Meist mit Liegewagen, in Schweden aber auch schon mal Schlafwagen mit Dusche im Abteil – total luxuriös. Schade, dass es immer weniger Nachtzüge gibt!

  • Magdalena sagt:

    Bin schon durch halb Europa mit Nachtzügen. Warum? Weil meine Eltern immer so mit uns verreist sind und weil nur Velofahren eine schönere Art zu reisen ist. Etwas vom besten ist Helsinki-Lappland, wie ein bisschen Kaurismäki. Schön, dass die Finnen daran festhalten.

  • Heidi Merz sagt:

    Als Kind bin ich mit den Eltern im Nachtzug von Zürich nach Rom gefahren, als Erwachsene von Zürich nac Hamburg, Berlin, Kopenhagen, Ljubliana, Barcelona, Amsterdam, Brüssel. Vor allem im Deluxe Abteil ist es genial! Und die Züge waren immer voll. Gerade mit Kindern ist es die entspanteste Art zu reisen, wie Sie sagen. „Nicht rentabel“ ist eine glatte Lüge. Masslos ärgert mich, dass CNL die neuen Doppelstöcker mit den Luxus-Deluxe-Abteilen wieder verkauft haben. Die alten Wagen sind Holzklasse im Vergleich. Ärgerlich auch, dass die Verpflegung recht beschränkt ist.

  • Barbara Grohé sagt:

    Als unsere Kinder kleiner waren (heute 25 und 22 Jahre alt) sind wir mit dem Nachtzug nach von Lörrach nach Hamburg. War immer sehr aufregend und hat viel Spass gemacht. Vor ein paar Jahren war ich mit der nun erwachsenen Tochter mit dem City Nightline einmal in Amsterdam und dann von Zürich nach Hamburg gefahren. Ich finde das praktisch und eine tolle Sache. Man steigt abends in Zürich ein und ist morgens ausgeruht am Zielort. Ich hoffe, dass es diese Möglichkeit des Reisens weiterhin geben wird.

  • Charly Büchi sagt:

    Das erste mal war ich 1987 mit dem Wienerwalzer in einem Nachtzug nach Wien und es war gut, wenn auch nicht so wahnsinnig komfortabel. Die späteren Reisen mit dem Nachtzug nach Paris – vor den tollen TGV Verbindungen – waren eine Tortur. Alles so klein und als alleine Reisender sehr teuer. Die schönste Reise war jedoch die von Zürich nach Barcelona und zurück mit dem Hotelzug Talgo. Ich hatte ein Deluxe-Abteil mit WC und Dusche in der Kabine, einem wunderbaren 3 oder 4 Gang Menu inkl. Wein etc. Das Morgenessen war dann etwas mager, aber ok. Dass der Zug damals auf beiden Wegen über eine Stunde Verspätung hatte, kann ich nicht ganz nachvollziehen. Obwohl ich für den Preis mindestens 2 x hätte fliegen können, war es toll. Ich hoffe die restlichen Nachtverbindungen bleiben erhalten

  • Merasol Doruelo sagt:

    Leider nur schlechte Erfahrungen gemacht mit Nachtzügen – hoffnungslos überteuert, kein Service weit und breit in den Abteilen, unbequeme Liegen (Zürich-Firenze, Zürich-Barcelona). Verspätung.
    Seither verzichten wir darauf. Schade, dass es den Bahnen nicht gelungen ist, komfortables Reisen auch nachts zu gewährleisten.

  • Jana Türlich sagt:

    City Nigh Line hat wirklich noch etwas von reisen … da ist ein Stück weit auch der Weg das Ziel. Und ungemein praktisch ist es auch – kürzlich hatte ich um 9 Uhr einen Termin in Hamburg wahzunehmen. Mit dem ersten Flieger wäre ich hoffnungslos zu spät gekommen (seit die Flughäfen nicht mehr im Stadzentrum liegen …), die Alternative wäre ein Flug tags zuvor plus Hotel gewesen. Bei diesem Szenario hat die Bahn erstaunlicherweise (?) einen echten Preisvorteil, ist definitiv bequemer (im Deluxe-Abteil) , die Fahrt macht Spass und man kommt ausgeschlafen an.
    Der Zug war notabene voll … soviel zu „braucht doch niemand“.

  • diva sagt:

    ich hatte selber nie das vergnügen, aber ich habe lange zeit einen freund jeweils zum citynigthline gebracht und zwei tage später wieder abgeholt. es war eine spezielle stimmung, da leute die den CNL nahmen wirklich noch «reisten». es hatte etwas feierliches, wenn ich jeweils verabschiedete und etwas erwartungsvolles, freudiges wenn ich abholte und er völlig zerknautscht aus dem zug stieg und wir bahnhof noch zusammen kaffee tranken. die ganze stimmung um den zug, zwischen den reisenden und auf dem perron war eine andere. hatte nichts mit pendelei zu tun. ich vermisse generell die stimmung auf dem bahnhof und die zeit, wo man mit dem zug noch «vereiste» und züge nicht einfach zum pendeln benützt wurden…

  • ZImy sagt:

    Ich bin auch ein grosser Nachtzug-Fan. Zwar habe ich keine Kindheitserinnerungen, weil meine Eltern ziemliche Reisemuffel sind. Ich habe den Nachtzug dann aber in meiner Studentenzeit lieben gelernt. Ich kann auch nie so gut geschlafen wie im Hotel oder im eigenen Bett, aber doch immer gut genug. Und eigentlich ist die Zeit der Reise mit Schlafen doch sehr gut genutzt. Fliegen ist übrigens nicht immer so viel zeitgünstiger als der Nachtzug. Wenn man in eine kleinere Stadt ohne Flughafen will, kommt beim Fliegen noch der Weg vom und zum Flughafen und die Wartezeit dazu, während der Nachtzug einen direkt im Zentrum absetzt. Aber zum Glück gibt es ja noch Hoffnung, dass uns diese Art des Reisens erhalten bleibt. Go, ÖBB, go!

    • ZImy sagt:

      Und noch zum Thema Reisekosten: Wenn ein Ticket für die Flugverbindung Zürich-Berlin Tegel-Frankfurt nur 1/10 des Tickets für die Direktiverbindung kostet, kann mit den Flugpreisen wirklich etwas nicht stimmen…. Kürzlich erlebt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Nächstes Jahr jährt sich die Reformation zum 500. mal. In der Lutherstadt Wittenberg sind bereits jetzt alle Hotels um den Reformationstag ausgebucht. Noch hält dort morgens gegen 7:00 Uhr der Nachtzug aus Zürich und fährt gegen 23:00 Uhr wieder zurück.

  • Anja sagt:

    Letzten Sommer wieder und diesen Frühling auch im Mai fahren wir gemütlich mit dem Auto nach Feldkirch und dann mit dem Autoreisezug nach Graz, das ist so erholsam und 1993 und 1994 war ich Liege- und Schlafwagenbegleiter bei Wagons-Lits, habe den Wiener Walzer bedient, die Strecke Basel-Rom, Zürich-Rom, Genf-Rom, Chur-Oostende, Zürich-Narbonne, Basel-Port Bou, Zürich-Lecce, Zürich-Neapel. Es war eine super Zeit, aber auch sehr anstrengend, man verliert viele Sozialkontakte daheim, da man oft unterwegs ist, wenn andere eben frei haben. Aber die Erfahrung damit und zu lernen zu improvisieren, da man ja unterwegs ist und nicht immer so einfach was zu organisieren ist, je nach Kundenwunsch, war super, Ich hatte auch immer mal wieder Hochzeitspaare auf Flitterwochenurlaub im Zug

  • Herbwald sagt:

    Das waren wunderbare Erlebnisse: mit den Kindern: Nachtzug nach Lecce oder sehr speziell nach dem Tagzug nach Rom die Reise von dort nach Milazzo (Sizilien) im Schlafzug mit Verladung des ganzen Zuges auf die Fähre bei Messina im Morgengrauen. Die Kinder und wir je in einem eigenen Zweier-Abteil mit Lavabo. Und die Kosten: Nicht wesentlich höher als der Flug zu viert, und eine Hotelnacht gespart. Die Reise ist dann aber ein Erlebnis und nicht nur eine umweltschädliche Verschiebung im Karnickel-Stil.

    • Martin Frey sagt:

      Persönlich kann ich weder Schlafzüge an den finnischen Polarkreis, nach Berlin oder gar nach Sibirien beurteilen. Aber die Züge nach Süditalien sind schlicht eine Zumutung. Um das nicht zu sehen muss man entweder eine 80er Jahre Nostalgiebrille tragen oder schlicht keinerlei Ansprüche an irgendetwas haben. Die Regel ist ja prinzipiell, umso südlicher umso desaströser: zusammengepferchte schwitzende Menschen in gefühlt 100 Jahre altem Rollmaterial, selbstredend ohne AC bei infernoartiger Hitze und einer Kakophonie von Stimmen und Gerüchen. Ein solcher Zug kann dann gerne mal bei Aussentemperaturen von 40 grad ein paar Stunden auf offener Strecke einfach so stehenbleiben. In der Tat ist das noch ein echtes Reiseerlebnis, aber stark an das 19. Jahrhundert erinnernd, ohne 1. Klasse. 😉

      • tina sagt:

        …also etwa so wie in meinem letzten auto ;-). gefühlt 100jährig und manchmal wurde man zum stundenlangen stehenbleiben gezwungen. nix klimaanlage

      • tina sagt:

        das neuere ist komfortabler aber es fehlt ihm eindeutig an charme. keiner wird weinen, wenn es kaputt geht

  • Madeleine sagt:

    Als SBB Mitarbeiterin bedaure ich die Abschaffung der CNL Nachtzüge sehr und auch Kundenfeedbacks zeigen, dass viele auf eine Übernahme durch die OeBB hoffen. Ich halte dies zwar für nicht sehr wahrscheinlich, da sich auch die Österreicher den Betrieb der Züge wohl nicht leisten können, gerade weil auch das Rollmaterial ersetzt werden muss.

    Nun schwärmen viele von der Reise mit dem Wiener Walzer. Diese Verbindung steht nicht zur Diskussion, Nachtzüge nach Wien, Budapest und Zagreb fahren vorläufig noch!! Und für Nostalgiker gibt es auch noch Schlafwagen ab Milano Richtung Sizilien. Per Dez 16 werden „nur“ die Nachtzüge der CityNightLine aufgehoben. Deshalb packt die Chance und verreist ein letztes Mal, Sparpreise im Double de Luxe gibts ab 140.00, buchbar 6 Monate vor Abreise.

  • Hitsch sagt:

    Tipp für Nachtzugreisen in den Süden: am Mittag den eurocity nach Milano. Dann 3h Auslauf für die Kinder inkl Nachtessen und gegen 8 in Nachtzug nach Lecce. Morgens um 8 den gefühlt besten Caputscho in der Bahnhofsbar und die Ferien sind gerettet!

  • Martin sagt:

    Das Problem ist die Auslastung. In den Ferien und an Wochenende sind die Züge gut ausgelastet, sonst nicht. Für Einzelreisende sind sie nicht sonderlich attraktiv Während des Tags stehen die meisten Schlafzüge auch nur herum was noch kosten für den Abstellplatz verursacht.
    Eine weitere Konkurrenz sind die Hochgeschwindigkeitszüge. Der Nachtzug nach Paris ist dem TGV zum Opfer gefallen. Auch nach Deutschland und innerhalb Deutschlands ist man mit dem ersten ICE oft vor dem Mittag am Ziel. Und die Hochgeschwindigkeitszüge werden auch unter der Woche mit Geschäftsreisenden gut ausgelastet. Zudem sind sie pro Tag 18 Stunden produktiv unterwegs. Pro Lokführer werden auch viel mehr Personenkilometer abgespult. Die Reinigung der Züge ist einfacher und günstiger.

    • Falken sagt:

      Deshalb sollte die SBB auch weniger Marge (neben den Verschleißkosten) für die Streckennutzung durch Nachtzüge verlangen.
      Sie vergessen auch, dass im Nachtzug weniger Personen je Wagen passen; insbesondere bei Schlafwägen.

  • P. Zollinger sagt:

    Fahre öfters im Jahr mit dem Nachtzug vom südlichen Finnland zum Polarkreis und verlade das Auto auf den Zug. Vor allem im Winter sehr angenehm. Preislich gesehen wäre Fliegen und Mietwagen fast etwas günstiger, aber man hat mit Ski und all den Winterkleidern sehr viel Gepäck.

  • Laura sagt:

    Der Artikel ist super, danke! Auch mir sind extrem viele Kindheitserinnerung hochgekommen. Wir fuhren jedes Jahr zur Famiglia nach Lecce, das war einfach der Hit! Auch wenn die Reise ziemlich lange dauerte und es am Bahnhof in Milano Centrale immer unheimlich war, als Kind war das alles so faszinierend.. und ich habe immer wunderbar geschlafen in den Zügen 🙂
    Schade gibt es die Nachtzüge nach Rom, Florenz etc. (bald?) nicht mehr. Da geht ein Stück Reisekultur verloren.
    Bleibt zu hoffen, dass es Änderung im Positiven ergeben werden!

  • Maria Bertschinger sagt:

    1955 wird es gewesen sein, als ich zum ersten Mal mit meiner Mutter mit dem Nachtzug nach Dortmund reiste. Eine unvergessliche Fahrt, die mir als Kind aus der unversehrten Schweiz eindrücklich vorführte, dass in Deutschland Bomben gefallen waren. Entlang der Strecke tauchten immer wieder schwach beleuchtete Ruinen von zerstörten Häuserzeilen, Fabriken, Brücken auf; im Halbdunkel wirkten sie auf mich gespenstisch und entsprechend aufregend. Ans Schlafen war natürlich nicht zu denken, wo es doch so Faszinierendes zu sehen gab, und so klebte ich meistens am Fenster. TV gab es damals noch nicht, und so erfuhr (im wahrsten Sinne des Wortes) in jenem Nachtzug das Kind, was Krieg unter anderem bedeuten kann.

  • Rosa Grün sagt:

    Alle, die hier sagen, dass Nachtzüge so toll sind, scheinen sie nicht öfter als 2-3 mal im ganzen Leben, oder maximal 1x pro Jahr zu nutzen. Das ist der Grund, warum es sie nicht mehr geben wird: keine Nachfrage. Plus noch alle die, die hier nicht schreiben und Nachtzüge nicht toll finden…

    • Sportpapi sagt:

      Der Grund ist schlicht, dass Flugreisen zu billig sind. Man fliegt ja heute fast gratis in die europäischen Städte.

    • Patrici sagt:

      Dafür, dass es ihrer Ansicht nach keine Nachfrage gibt, sind die Züge in denen ich jeweils reise (Zürich-Budapest) meist voll ausgebucht. Selbst von Montag bis Donnerstag, ausserhalb von jeder Ferienzeit, sind die Züge wohl etwa zu 75% besetzt (augenscheinlich).
      Die Fahrt kostet im günstigsten Fall (Sitzplatz) keine 60 Franken OHNE GA/Halbtax (Das günstigste Schlafwagen Ticket war bei mir um die 150 Franken, 3er Kabine für mich alleine, inkl. Snack, Getränken und Frühstück). Solch günstige Flüge finde ich selten und muss da ja auch noch irgendwie von mir zu Hause zum Flughafen und vom Flughafen zum Hotel kommen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Ich bin sicher schon 100x mal zwischen Berlin und Zürich mit dem Nachtzug gependelt und jedes Mal musste ich die Fahrkarten Wochen vorher kaufen, sonst blieb nur der Sitzwagen.

        Kostete eine Fahrt im 1. Klasse Single- Abteil im Jahr 2000 noch 650, sind es jetzt mal gerade noch 125-150 Franken (Halbtax). An Komfort und Bequemlichkeit hält da höchstens ein Flug der Business- Klasse mit. Man macht nur das, was man zu Hause auch machen würde, nämlich schlafen, wird mit Kaffee und Frühstück geweckt und kommt ausgeruht im Stadtzentrum an, nicht in Kloten, Tegel oder Schönefeld.

      • Martin sagt:

        Die Züge von respektive durch Österreich belieben noch bestehen. Dies weil es in Österreich noch keine Hochgeschwindigkeitstrecken gibt. Von Vorarlberg nach Wien oder Graz ist man sonst einen Tag lang unterwegs. Auch die Autozüge von/nach Feldkirch sind noch die letzten ihrer Art.

    • Christoph Staub sagt:

      Keine Nachfrage? Da täuschen Sie sich gewaltig. Nachtzüge (vor allem Schlaf- und Liegewagen) sind trotz der relativ stolzen Preise häufig Wochen im Voraus ausgebucht. Wenn sich das nicht rechnet, ist an der Kalkulation etwas falsch…

  • Rosa Grün sagt:

    Also los: gründen Sie ein Reisebüro, das Nachtzugfahrten anbietet und dafür Züge chartert und schauen Sie, wie stark die Nachfrage ist. Wenn dort lauter Familien wie Ihre sind, wird es sogar noch lustiger. Der Nachtzug als zweckdienliches Verkehrsmittel hat meiner Meinung nach ausgedient. Flugzeug ist praktischer. Und das sah man wohl auch an den FAhrgastzahlen…

    • Papperlapapi sagt:

      Ein Hohn, dass Sie sich ausgerechnet „Grün“ nennen!

    • Falken sagt:

      Der Flugverkehr „lebt“ aber auch von der Quersubventionierung der Billig-Sitzplätze durch die kuzfristiger buchenden.
      Die Bahnen schaden den Nachtzügen u.a. auch durch erhöhte Preise bei den internationalen Anschlussreisenden: Der Amsterdamer, der in Basel aus dem Nachtzug in den SBB-Zug nach Genf umsteigen könnte, zahlt das doppelte wie der Einheimische mit Halbpreistax, dann fliegt er lieber gleich. Damit schadet die SBB also dem Nachtzug. Die Deutsche Bahn hat ein günstiges „rail&fly“-Angebot, aber nichts vergleichbares für Nachzugreisende.

      • Kilian sagt:

        Dafür kann man bei der DB die Nachtzüge, zumindest solange Start oder Ziel in Deutschland liegen, auch zu Sparpreisen durchgehend zu Zielen buchen, zu denen man Anschlusszüge braucht, und das häufig nicht einmal teurer, als es die Nachtzugreise wäre.
        Ich finde, hier haben die Nachtzüge für Leute, die nicht in die grossen Zentren müssen, sogar einen Vorteil gegenüber den Flugzeugen.

  • Rosa Grün sagt:

    Also das ist schon eigenartig… Ich denke, der Durchschnittsmensch kann im Schlafwagen nicht schlafen und nimmt auf strecken, die über 6 stunden dauern lieber das Flugzeug. Ausserdem sind Flüge auf solche Strecken oft billiger.
    Daher denke ich, dass der Nachtzug als „normales“ Verkehrsmittel wohl ausgedient hat.
    Wenn man als Familie 1x pro Jahr in die Ferien will und dabei den Nachtzug so toll findet, so wäre die ökonomischste Variante, um das zu ermöglichen, wenn sich ein Anbieter auf Nachtzugfahrten spezialisiert. Aber es ist ein Unterschied, ob man jeden Tag x Nachtzüge in aller Herren Länder fahren lässt, oder ob man hie und da mal einen gecharterten Zug losschickt, damit Familien wie Sie ihr Nachtzug-Abenteuer haben können.

    • Sportpapi sagt:

      Der Knackpunkt ist, dass das Flugzeug tatsächlich meist billiger ist. Wie kann das sein? Und: Wird das ewig so bleiben? Hoffentlich nicht!

    • 13 sagt:

      Also, ich persönlich, weiss gar nicht, wovon Sie sprechen. Ich schlafe auch im Bett sehr selten länger als 7 Stunden meistens mit 2-3 Unterbrüchen. Das seit meiner Jugend. In meiner einzigen Nacht im Schlafwagen schlief ich 10 Stunden am Stück, das trotz fortgeschrittenen Schwangerschaft. Ein echtes Erlebnis.

      • 13 sagt:

        PS: Ich fliege auch sehr selten. Bei unserer Feriendestination und Ferienart ist einfach das eigene Auto am sinnvollsten, finanziell wie auch aus praktischen Überlegungen.

  • Muttis Liebling sagt:

    Eines der vielen Beispiele, dass die graue Eminenz Markt, welche im Westen die uneingeschränkte Macht ausübt und alles und jeden an der linearen Elle Geld misst, Schritt für Schritt uns, unsere Umwelt, uns und schliesslich alles zerstört.

    Aber sei es, eine Bevölkerung, welche so dämlich ist, Marktwirtschaft zu akzeptieren, muss die auch bis zum Ende auskosten.

    Mit dem Zug kommt man dennoch fast überall hin. Bis Zentralchina braucht man von Basel aus 7 Tage und die russischen bzw. chinesischen Züge können sehr komfortabel sein. Einer- Abteil mit Dusche oder Badewanne für 200 Dollar/ Tag und Nacht. Fliegen kann gar nicht günstiger sein, weil man dann Hotelzimmer braucht. Letztes Jahr bin ich in 6 Wochen Ferien 22.000 km Zug gefahren. Mehr Nächte im Zug als in einem Ort.

  • Emil Meier sagt:

    Wirklich schade, dass die Nachtzüge eingestellt werden – auch unser Sohn liebt Nachtzugfahrten!
    Auch wenn man, als Erwachsener, da vielleicht nicht so gut schläft, hat man mehr vom nächsten Tag. Denn wenn man fliegt, schläft man ja auch nicht gut aus Angst, den frühen Wecker zu verpassen; muss Kind und Kegel frühmorgens zum Flughafen bringen und bei Laune halten; dann dort das ganze endlose Prozedere mit anstehen, warten, anstehen und wieder warten – und kommt dann am Mittag im Stadtzentrum an…

    • Rosa Grün sagt:

      Das gilt nur, wenn Sie einen frühen Flug buchen… Sie können auch einen Flug um Mittag buchen. Die Flüge, die Nachtzug-Strecken entsprechen dauern maximal 2 Stunden…

      • Christoph Staub sagt:

        Ja, und bis man in der Innenstadt und im Hotel ist, ist der erste Ferientag bereits gelaufen. Um 8 Uhr morgens ziemlich ausgeschlafen in Berlin oder Amsterdam den ersten Ferientag beginnen zu können, ist da schon etwas ganz anderes.

  • Patrici sagt:

    Im Nachtzug zu reisen ist so wunderbar einfach. Die Strecke Zürich-Budapest mache ich 4 mal im Jahr mit dem Nachtzug. Ist es nicht schön am nächsten morgen total erholt vom Schaffner, der das Frühstück an die Tür bring, geweckt zu werden? Die etlichen Male im „normalen“ Sitzwagen waren abenteuerlich, meist auf eine gute Art und Weise, dafür aber auch wesentlich weniger erholsam.

  • dres sagt:

    Nachtzug mit Kids ist toll. Getoppt wird diese Reiseform noch durch die Übernachtung auf einem Schiff. Der Sonnenaufgang durchs Bullauge aufs Meer am Morgen…

  • Sportpapi sagt:

    Schade gibt es den Nachtzug nach Venedig nicht mehr, den wir als Jugendliche jeweils nutzten.
    Ansonsten sehr einverstanden. Nachtzüge sind toll. Dass sie nun eingestellt werden, ist allerdings leider nachvollziehbar und hat sehr viel mit den unterirdischen Flugpreisen für Städtereisen zu tun.

  • maggie1944 sagt:

    traurig, aber wahr. wenn ein flug nach berlin billiger ist als eine zugsreise nach genf – da steigen wohl die meisten leute um.
    ich liebe reisen im nachtzug. am abend in zürich einsteigen und am morgen in berlin, dresden oder wien aufwachen. herrlich!
    aber: geiz ist geil – auch beim reisen, und was kümmert uns die umwelt.

  • Andrea sagt:

    Kann ich völlig unterschreiben, im Nachtzug zu reisen, sei es allein, als Paar oder als Familie, ist ein tolles Erlebnis! Hoffentlich kann man das auch in Zukunft weiter. Danke für den Beitrag!

    • Rosa Grün sagt:

      Ich denke, das gilt nur für Urlaubsreisen, und eben nur, wenn man ein Abteil mit den eigenen Leuten voll besetzt. wenn man am nächsten Tag wo ausgeschlafen arbeiten muss, eignet sich der Nachtzug nicht. Die gleiche Distanz kann man im Flugzeug in 1-2 Stunden zurück legen.

  • Elke Arend sagt:

    Ich kann die Erfahrung nur bestätigen. Wir haben 3 Kinder und sie lieben Zugfahrten, ganz besonders im Nachtzug (1x nach Bremen, 1x nach Wien). Ich selber hab zwar auch nicht toll geschlafen, aber die Kids waren happy und es ist besser als sie auf langweiligen Autofahrten zu bespassen. Auch im Flugzeug ist es öfters mühsam mit dem Stillsitzen. Im Zug können sie sich bewegen oder eben schlafen und man kommt mitten in der Stadt an. Perfekt!!

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