Die Müttersekten

Bitte lächeln: Dank Mary Kay sieht die beste Freundin noch besser aus – zumindest oberflächlich. Foto: TineyHo (Flickr)

Bitte lächeln: Dank Mary Kay sieht die beste Freundin noch besser aus – zumindest oberflächlich. Foto: TineyHo (Flickr)

Zum ersten Mal bin ich in einem Mütterforum über Gonis gestolpert. Da wurden Basteltipps ausgetauscht und diverse Mütter erzählten, dass es schlicht nichts Besseres gebe und sie nichts anderes mehr verwenden würden als Gonis. Ich verstand zuerst nur Bahnhof, erfuhr dann aber, dass es sich um Bastelprodukte handelt, die exklusiv über sogenannte Beraterinnen an privaten Gonis-Vorführungen verkauft werden. Tupperware-Partys mit Bastelinhalt sozusagen. Das Thema war für mich somit erst einmal abgehakt, da ich mit solchen Verkaufsanlässen nichts anfangen kann.

Doch es tauchte wieder auf, dieses Mal in einer weiteren Variante: Mary Kay. Auch hier verkaufen Beraterinnen – Entschuldigung, Consultants – an privaten Partys Produkte an andere Frauen, in diesem Fall Beautyprodukte. Da eine Bekannte von mir bei Mary Kay angeheuert hat, habe ich Einblick in diese Welt bekommen, die mir zuvor völlig fremd war. Und es gefiel mir nicht, was ich da gesehen habe.

Tupperware, Gonis, Mary Kay, sie alle zielen explizit auf verzweifelte Mütter. Mamas, die der Kinder wegen ihren Job aufgegeben haben und nach ein paar Jahren gerne wieder Teilzeit arbeiten würden, aber nichts Passendes mehr finden. Oder Mütter, die ihr Arbeitspensum reduziert und dadurch alle spannenden Aufgaben verloren haben. Alle drei Unternehmen locken denn auch mit den genau gleichen Argumenten: «ein Job, der auch der Familie Spass macht», «arbeiten, wann und so oft Sie möchten», «Anerkennung bekommen», «selbstständig sein und Geld verdienen». Und immer wieder fällt das Schlagwort Karriere, gekoppelt mit Familienfreundlichkeit.

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Ein Bildschirmhintergrund von Mary Kay. Foto: marykay.de

Dass das alles schöngeredet ist, erfährt man, wenn man sich im Web nach Erfahrungsberichten umsieht. «Es hat Spass gemacht. Gelohnt hat es sich aber nicht, wenn man mal all die Stunden rechnet, welche man nebst den Präsentationen aufwendet», schreibt etwa eine ehemalige Gonis-Beraterin.

Tupperware und Gonis scheinen mir allerdings noch harmlos zu sein im Vergleich zu Mary Kay. Die Führungsriege der 1963 in Amerika gegründeten Firma schafft es, ihre Consultants regelrecht einzulullen und sie einer rosa gefärbten Gehirnwäsche zu unterziehen. So sagen mehrere ehemalige Mitarbeiterinnen gegenüber dem Sender ABC News (siehe Video unten), dass sie damals 24 Stunden am Tag nur noch an Mary Kay gedacht haben. Und von aktiven Mary-Kay-Frauen fallen im Web Sätze wie «Mary Kay hat mein Leben verändert!» oder sie schreiben einander «Endlich gehen wir alle gemeinsam den Mary-Kay-Weg!» auf ihr Facebook-Profil und tragen Prämien wie die Mary-Kay-Fingerringe mit solchem Stolz, als wäre es ein Verlobungsring.


ABC Breaking News | Latest News Videos

Auch in einem offiziellen Promovideo der Firma erzählen Frauen aus dem Off, wie unglaublich es sei, dass sich dank Mary Kay alles in ihrem Leben verändert habe. Es passt ins Bild, dass Aussteiger im Internet von sektenähnlichen Zuständen und «Methoden, die sehr stark an Scientology erinnern», berichten. «Und ausser den Damen, die schon viele Jahre Direktorinnen sind, verdient da nicht wirklich jemand Geld. Mal abgesehen vom Unternehmen selbst, versteht sich», schreibt zum Beispiel Eva in einem Kommentar. Sie ergänzt, dass sie einige Ex-Consultants kenne, die «für mehrere Tausend Euro Ware bestellt haben und sie nicht verkaufen können. Man wird immer wieder von den Direktorinnen angehalten, neue Ware zu bestellen, die man nicht mehr loswird.» Auch eine andere Userin sagt, dass eine Freundin, die sie dort kennen gelernt habe, «leider immer noch in der Sekte ist, und ich sehe, wie ihr eigenes Geld verschwindet und die MK-Dinge mehr werden.»

So wird aus der vermeintlichen Traumkarriere, die die ganze Familie glücklich machen soll, schnell ein Verlustgeschäft, das die Familie in finanzielle Nöte bringt und die Mütter noch verzweifelter zurücklässt.

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Das Hauptquartier von Mary Kay in Addison, Texas. Foto: David R. Tribble (Wikipedia)

Selber schuld, mögen Sie denken, man müsste das doch von Beginn weg durchschauen. Stimmt. Aber hier wird ganz bewusst auf die Schwachstelle dieser Mütter gezielt: ihren dringenden Wunsch, endlich wieder einen spannenden Job zu haben, der sich in den Familienalltag integrieren lässt. Schwärmt ihnen dann noch eine sympathische Beraterin – vielleicht ist es sogar eine Freundin – vor, wie einfach man als selbstständige Consultant Geld verdient und dass man erst noch Spass hat dabei und an den Events mit Lob und Anerkennung überhäuft wird, dann ist es um viele Frauen geschehen. Dass sie nur benutzt werden, womöglich auch bloss zum Vorteil der anderen angeworben wurden (mit drei Teammitgliedern steigt man selber zur Star-Anwerberin auf), merken sie leider erst, wenn es zu spät ist und sie wenigstens den Vorführkoffer schon gekauft haben.

Werden Sie also das nächste Mal an so eine Verkaufsveranstaltung – gerne getarnt als lustige Schminkparty mit den Mädels – eingeladen, dann verzichten Sie. Und sollten Sie die zweifelhafte Ehre erfahren, selber bei Mary Kay einsteigen zu dürfen, denken Sie an folgende Aussage ehemaliger Mitarbeiterinnen: «Am meisten verdient man als Mary-Kay-Beraterin nicht durch den Verkauf, sondern indem man immer wieder neue Leute anwirbt.»

127 Kommentare zu «Die Müttersekten»

  • Isabelle Herzig sagt:

    Liebe Autorin
    Ich arbeite seit 15 Jahren mit Mary Kay Cosmetics und vertreibe die Produkte als Ergänzung zu meinem Geschäft. Meine Kundinnen schwören darauf. Nicht weil sie eine Gehirnwäsche erhielten, sondern weil ihnen das Produkt geholfen hat, eine schöne Haut zu bekommen, das Make-up den ganzen Tag lang hält und das Preis/Leistungsverhältnis stimmt.

    Ich hatte damals auch andere Marken (keine MLM) angeschaut. Da starten Sie mit einer Investition von mindestens 3’000,- und mehr, sitzen dann auf einem riesen Depot und haben erst noch eine kleinere Marge. Da scheint mir ein Einstiegspreis von 90,- doch sehr fair.

    Die Cadillac-Geschichte, Bühne etc. lassen mich kalt. Man kann dieses Geschäft auch ganz normal betreiben, ja, man muss nicht mal Mutter/Hausfrau sein aber man kann!

  • Carolina sagt:

    Habe diesen Blog eben erst gelesen und kann Ihnen nur gratulieren, Frau Kuster! Da haben Sie ja genau ins Wespennest gestochen;-) Und wem vorher noch nicht klar war, dass diese Art von multilevel marketing (Schönsprech für: Schneeballsystem) sehr wohl sektiererischen Charakter hat, der weiss es spätestens jetzt, nachdem die diversen Jüngerinnen ihrer – ich verkneife mir jetzt das Wort, das mit F beginnt – Chefin zur ‚Hilfe‘ geeilt sind. Und dann noch die Meldung an den Hauptsitz, ts ts ts. Da braucht es ja gar keine Feinde mehr, wenn man solche ‚Führungspersönlichkeiten‘ hat…….

  • Blog-Redaktion sagt:

    Liebe Leserinnen und Leser, wir publizieren kritische Kommentare, doch keine, die beleidigen. Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren oder nachträglich zu löschen. LG Gabriela Braun, red. Leiterin Blogs.

    • Brunhild Steiner sagt:

      Geehrte Redi, da scheint ja ziemlich was am Knochen dran zu sein, ich hoffe eine Weiterführung der Thematik 🙂

  • Jeanette Kuster sagt:

    Es gibt tatsächlich noch diverse andere Leute, die so etwas posten. Man muss nur mal ein bisschen durch FB surfen….. Die oben zitierten Sätze stammen von so einem öffentlichen(!) Profil einer mir unbekannten Dame, die ich hier sicher nicht namentlich nennen werde.
    Wen ich auf meinem privaten Profil blockiere, geht die Community im Übrigen nichts an und trägt nichts zur Diskussion bei.

  • Monika sagt:

    Haben sie wirklich sowas gepostet bei fb? Selber schuld…

  • Isabella Siegenthaler sagt:

    Und sie verstehen es immer noch nicht… egal….
    Genau darum wird auch gerne alles verdreht.
    Ein Leader der ein Team oder gar eine Unit führt verdient in jeder Firma mehr als jemand der frisch beginnt und keine Führungsaufgabe hat, keine Schulungen und Meetings leitet und weniger Berufserfahrung hat.
    Ich hoffe das ist nun verständlich. 😉
    Mary Kay ist seit 53 Jahren äusserst erfolgreich, in 38 Ländern vertreten und in den USA die Nr. 1 im Kosmetik Bereich.
    Meine Lieben, das ist Erfolg und nichts anderes.
    Ich schliesse damit ab hier. Fact ist, dass Frau Kuster Claudia Grau kennt die schon längere Zeit mit Mary Kay arbeitet und sie hätte zu jeder Zeit einen Einblick haben können bei ihr. Claudia hätte ihr gerne alles gezeigt und erklärt. Mit dem Messer in den Rücken….

    • Brunhild Steiner sagt:

      meine Güte, eher Sie sollten sich das mal ein bisschen näher ansehen- Sie haben auf schönste Weise die Vorurteile bestätigt, verpasste Chance kann man dazu nur sagen…

  • Rainer Mühlbacher sagt:

    Wow, erstaunlich, wie sich in den Kommentaren die MK-Jüngerinnen rechtfertigen. Sieht für mich sehr defensiv aus. Wenn wirklich alles mit rechten Dingen zu und her gehen würde, müsste man in den Kommentarspalten auch nicht so um sich schlagen.
    Nicht zu vergessen, dass man nur richtig gut verdient, wenn man weitere Verkäuferinnen anwirbt. Multilevel Marketing in reinster Form, da können sich die Damen noch so rechtfertigen und Ausreden bringen.
    Zum Glück wird einem an den „Schulungen“ gleich beigebracht, wie man auf berechtigte Kritik reagiert und die Kritiker schlecht hinstellen kann. Also Angriff auf die Integrität des Kritikers, nicht auf dessen Argumente.
    Danke Frau Kuster

  • Isabella Siegenthaler sagt:

    Ich sehe wahnsinnig gerne in den Spiegel liebe Widerspenstige. 🙂
    Das Gleiche wünsche ich auch ihnen. Obs allenfalls in wenig widerspenstig wird?!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Isabella Siegenthaler

      dass Sie mit solchem Verhalten und Wortwahl eher bestätigen was vermutet/angemahnt wird- nämlich die Vereinnahmung für eine Geschäftsidee inklusive Konsequenzen aufs Verhalten, das ist Ihnen schon bewusst?

      Ich war MK gegenüber eher indifferent, nach diesen Verteidigungsweisen muss ich sagen, davon würde ich nun absolut die Finger lassen, schlechter Job gemacht… .

  • Isabella Siegenthaler sagt:

    Ein tieferes Niveau als Ihres gibt es wohl kaum Frau Kuster. Da kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Ihr Name ist auf jeden Fall weitergeleitet worden nach München zum Mary Kay Hauptsitz von Deutschland, Holland und der Schweiz.

    • Widerspenstige sagt:

      So schade, dass Sie noch dieses Nachtreten nötig hatten, Frau Siegenthaler. Das zeigt ganz deutlich, wie Sie Ihre Seele verkauft haben und sich (bald) nicht mehr im Spiegel erkennen dürften. Sehen Sie doch nochmals genauer hin beim nächsten Spiegeln, es zeigt jeweils das Gesicht…

    • Monika sagt:

      Und was genau hat sie nun da von dem hauptsitz zu befürchten? Kommt sie auf die blacklist für zukünftige direktorinnen oder consultants?Cybermobbing? Sonstige Drohungen? Tönt schon irgendwie nach scientology methoden

      • Brunhild Steiner sagt:

        … also Leute die schmunzeln, Emoticons um sich schmeissen, heftig mit den Armen rudern und gleichzeitig stolz eine Meldung nach oben präsentieren, ne, die möchte ich ebenfalls nicht im Wohnzimmer sitzen haben…

    • Susi sagt:

      @I. S.: „Ihr Name ist auf jeden Fall weitergeleitet worden nach München zum Mary Kay Hauptsitz von Deutschland, Holland und der Schweiz.“

      Ich lese wohl nicht richtig. Ist das eine Drohung?

  • Isabella Siegenthaler sagt:

    @ Guido und Hugo
    Sensationell auf den Punkt gebracht. Ich kann zu 100% bestätigen dass Frau Kuster keine Ahnung hat, weil ich schon sehr lange mit Mary Kay arbeite. Und ich wäre die Erste die nicht mehr dabei wäre wenn was krumm wäre oder wenn ich Druck hätte. Mein Mann ist Wirtschaftsprüfer und ich komme aus dem Finanzbereich. Wir sind up to date, glauben sie mir. 😉
    Network Marketing ist zukunftsorientiert. Es gibt nichts Ehrlicheres. Wenn man arbeitet verdient man Geld und sonst nicht. Wenn man ein Team führt verdient man logischerweise mehr wie überall auch in der Wirtschaft.

    Leider glauben ca. 80% der Leser alles was sie lesen. Übrigens Frau Kuster, sie tragen keine sehr schmeichelnde Lippenstiftfarbe für ihren Typ. Komme sie gerne mal kompetent beraten. 😉
    bye bye

    • Jeanette Kuster sagt:

      Liebe Frau Siegenthaler, danke fürs Angebot. Ich bin allerdings sehr glücklich mit meiner Lippenstiftfarbe. Und ich lasse Leute, die auf diesem Niveau kommunizieren, sowieso nicht in meine Wohnung.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Isabella Siegenthaler

      immerhin wird nun deutlicher was Ihre Absichten sind, eine von Ihnen gestern bemängelte nicht stattfindende Diskussion ist es jedensfall eher weniger, wie schon 25.1. 20.45 von mir an Sie angemerkt wurde.

  • Hugo Moser sagt:

    Was ich sehr spannend finde, liebe Frau Kuster, ist, dass Sie nur schreiben über das, was Sie irgendwo gelesen haben. Kein einziges Wort über Erfahrungen, nur über „hören“, „schauen“ und „lesen“. Schade, wenn man doch seriös recherchieren könnte. Ist das Journalismus, den man sich wünscht? Ist das Aufklärung aufgrund von Fakten? Ist das erwachsenengerechte Information? Oder einfach nur Hetzkampagne? Nur Verdammung von etwas Unbekannten, was einem nicht behagt und nicht liegt? Schade.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Lieber Hugo Moser, ganz viel lesen, (sich um-)schauen, das ist recherchieren. Was hätten Sie sich denn gewünscht? Dass ich mit versteckter Kamera an eine Verkaufsvorführung sitze?

  • Guido sagt:

    Zur Aufklärung an ALLE hier schreibenden, viele in der Schweiz tätige Networkmarketing Firmen sind Mitlglied beim SVNM.
    NetworkMarketing ist eine legale Wirschaftsform und ist im CH-Gesetz verankert und dem schweizerischen Gewerbeverband unterstellt.

    Weitere Infos findet Ihr hier unter :
    http://www.svnm.ch/de/Verband.11.html
    Mitgliederfirmen: http://www.svnm.ch/de/Mitgliedsfirmen/Firmenverzeichnis.27.html
    Wie von einigen hier bemerkt, sind die Produkte meist von höherer Qualität als die im normalen Handel und haben eine 30-tägige 100% Geld Zurück Garantie.
    @ Frau Kuster: Es wäre an der Zeit in der Presse auch mal einen positiven Bericht einer Person welche mit Networkmarketing eine Selbständigkeit aufgebaut hat abzudrucken, ich bin Ihnen mit Kontakten gerne behilflich.

  • Darla Schneider sagt:

    Ich finde solche Geschäftsmodelle so oder so schon recht unsympathisch. Geld verdient man nämlich damit, dass man seine Produkte an seine Freunde und Familie weiterverkauft. Ich möchte aber nicht, dass mir meine Freundinnen bei netten Drink am Abend irgendwas verschachern wollen. Schliesslich bin ich eine Freundin und kein Businesscase.

  • Isabella Siegenthaler sagt:

    Katharina, musst Du Dich hier irgndwie profilieren? Scheinbar hast Du keine andere Plattform dazu. Neid war schon immer die grösste Bewunderung. 😉
    Urteilt ruhig weiter, mit Euch kann man keine konstruktive Diskussion führen.

    @ J. Kuster: einfach traurig… Sie kennen Claudia seit einigen Jahren und halten es nicht mal für nötig zuerst ein Gespräch mit ihr zu führen. Kurz vorher darüber informieren dass gleich „ne Bombe“ losgeht spricht nicht für sie.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Isabella Siegenthaler

      nehmen Sie zur Kenntnis dass es hier langjährige Mitschreibende hat, Mitschreibende welche sich im Verlauf der Jahre über verschiedenste Themen hinweg engagiert und authentisch ausgetauscht haben.

      Wenn dann für genau ein Thema Schreibende auftauchen, von denen man sonst eher selten hört, die sich dann einsetzen/engagieren ohne dass man sie einigermassen einordnen kann (weil kein Profil, ausser nun auf Verteidigungs-Modus), müssen sich diese zumindest bewusst sein dass nicht einfach geschluckt, sondern nachgefragt und nachgehakt wird.
      Wer da konstruktive Diskussion verhindert sind nicht diese…, traurig aber dass Sie im Prinzip die Kritikunfähigkeit des Ganzen ja eher belegen als ad absurdum führen, war wohl nicht Ihre Absicht?

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        und dass Sie JK in die Nähe von Rufschädigung stellen ist fast ein bisschen übel. Namen wurden von ihrer Seite her keine genannt, wer die Hitze scheut sollte sich dann halt nicht selber zum Feuer begeben sondern das obere Krisenmanagement ranlassen…

      • Nina Keller sagt:

        Das ist aber wahnsinnig konstruktiv wenn hier immer diesselben schreiben…. mit den vorgefertigten Meinungen

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Nina Keller

        bilden Sie sich selbst ein Urteil indem Sie länger mitlesen, sich auseinandersetzen…

  • Isabella Siegenthaler sagt:

    Liebe Frau Kuster,

    Sie hätten lieber ein persönliches Gespräch mit Frau Claudia Grau geführt, das wäre kompetenter Journalismus. Denn sie weiss was Mary Kay ist und ist zudem eine der Erfolgreichsten. Sie ist grandios… von ihr könnten Sie einiges lernen in Sachen Sozialkompetenz und Menschlichkeit. Claudias Erfolg kommt nicht von ungefähr. Für mich geht Ihr Artikel in den Bereich Rufschädigung. Wirklich traurig, wie Sie urteilen.

    • Katharina sagt:

      ‚Putin Troll’… wieviel erhält frau dafür? Den MK branded pink caddi wohl nicht. Wär in Europa ja nicht PC. Aber eine gute Farbe ist das schon, auch wenn der Cadi in etwa ein Opel Vectra aufgemotzt ist.

  • Anya Meyer sagt:

    Mit hat es bissl zu viel Werbung in diesem Artikel o.O

  • Claudia Grau sagt:

    Mir ist klar, dass in den Medien immer nur Negatives geschrieben werden kann über Direktvertriebe; alles andere wollen die LeserInnen nicht hören und ist uninteressant.
    Falls aber jemand gerne wirklich wissen will, wie’s läuft bei Mary Kay. Ja, falls jemand Lust auf eine sogenannte „pinkige Gehirnwäsche“ hat, darf sich gerne an Jeanette Kuster wenden und meine E-Mail Adresse verlangen – ich werde gerne mehr über unseren Job und unsere Philosophie erzählen.

  • Claudia Grau sagt:

    Sie können im Internet immer die Antworten finden, die Sie wollen – suchen Sie doch auch mal nach positiven Feedbacks zu Mary Kay – sie werden genauso viele, wenn nicht viel mehr Artikel finden. Davon bin ich überzeugt!

    Und ist es denn nicht so, dass diese ach so schlimmen Direktvertriebe den fairsten Service überhaupt anbieten? Wo sonst kriegen Sie kompetente Beratung durch motivierte Beraterinnen? Bei uns kann man die Produkte testen, bevor man sie kauft und hat eine 100%- ige Rückgabegarantie. Suchen Sie mal ein Geschäft, wo das so selbstverständlich ist wie bei uns.

    • Sina Meier sagt:

      In einer privat Parfümerie erhalten Sie eine Top Beratung, von Fachpersonal, welche eine mehrjährige Ausbildung hat, markenunabhängig und immer auf dem neusten Stand ist. Selbverständlich erhalten alle unsere Kunden gratis Proben zum ausprobieren und alle Produkte werden zu 100% rückvergütet, wenn die Kunden nicht zufrieden sind. Dieser Service von MaryKay ist also nichts besonderes.
      Von einer Kollegin, welche bei MaryKay arbeitet, weiss ich was sie und ihre Teamleaderin, an den Produkten verdienen, wenn ich diese extremen Verdienste so sehe und vergleiche mit namhaften Marken wie Estée Lauder etc.(wo die Einkaufspreise nicht ansatzweise verdoppelt werden), können die Produkte von MaryKay selbst keine wertvollen Inhaltsstoffe mehr enthalten.

      • Nina Keller sagt:

        Hallo Frau Meier
        Haben Sie selbst die Produkte bereits getestet? Wohl kaum sonst wüssten Sie wie hochwertig die Produkte sind.
        Ich glaube kaum dass eine Parfümerie den Service der Rücknahme bieten kann wie es Mary Kay tut. Jedenfalls habe ich persönlich das noch nie erlebt.

      • Brigitte Siegrist sagt:

        Ich werde mich hüten, den Fuss je wieder in eine privat Parfümerie zu setzten. Das Personal war beim letzten Mal hochnäsig, manchmal schon fast eingebildet und arrogant. Ich würde mich lieber im vertrauten Umfeld von einer Frau, wie du und ich, beraten lassen, als von einer überschminkten Verkäuferin , von der mich Welten trennen. Ich erhielt mal eine Maske von MK geschenkt. War die beste die ich jemals hatte. Mir gefallen die mir bekannten Produkte, ich kenne nicht viele, würde die Marke aber wieder kaufen.

  • Claudia Grau sagt:

    Natürlich verdient man mehr, je höher man ist auf der Erfolgsleiter. Wo, in welcher Branche ist das denn nicht so? Welches Geschäft, dass Sie selbständig führen, können Sie mit Fr. 0.00 Startkapital beginnen? Keines! Eine Mary Kay Beraterin (muss nicht zwingend Consultant genannt werden!) startet – wenn sie möchte – mit nur Fr. 90.00 ihr Geschäft und muss anschliessend keinen Rappen mehr investieren, wenn sie nicht möchte.
    Wir bei Mary Kay bestimmen ganz allein, wie viel Engagement und Zeit wir in unser Geschäft investieren und wie wir es führen. Je nachdem fällt auch der Verdienst aus – das ist auch fair. Klar gibt es auch Frauen, die schlechte Erfahrungen gemacht haben mit Mary Kay und dies auch entsprechend kommunizieren. Wo, in welcher Firma gibt’s das nicht?

    • Monika sagt:

      Was denn nun? Kann man mit 0 Franken beginnen wie im zweiten Satz geschrieben oder doch eher mit 90 Franken? Zuerst das Köfferli für 90 Franken kaufen und dann entscheiden ob man will? Oder wie geht das?
      Finde es ja schön das es sowas gibt. Zeitvertreib für gelangweilte Hausfrauen die das wollen. Aber ich finde es nicht schön wenn die Not ausgenutzt wird von Frauen die Geld bzw. einen Job brauchen und am Schluss noch Schulden haben wegen sowas.

      • Claudia Grau sagt:

        Monika, lesen Sie meinen Satz noch einmal. Ich schreibe „welches Geschäft, dass Sie selbständig führen, können Sie mit Fr. 0.00 Startkapital beginnen? Keines!“

        Excüse aber ich bin nicht und war NIE eine gelangweilte Hausfrau und ausgenutzt wird bei uns garantiert Niemand. Wie denn?

      • Isabella Siegenthaler sagt:

        äääähmmm liebe Monika, nur zur Info: wir sind nicht alles Hausfrauen. Viele machen neben einem hochprozentigen Arbeitspensum noch Mary Kay. Wir sind eine kunterbunt durchmischt. Also was ich hier so alles lese befremdet mich wirklich. Dieses ungefilterte Urteilen von Frauen die nun wirklich keine Ahnung haben. Läck, seid Ihr negativ. Ich arbeite schon einige Jahre mit Mary Kay und fühle mich unglaublich frei. Ich gestalte meinen Arbeitstag wie ich ihn möchte, habe Ferien wann ich möchte und das ist genial, da ich zwei Mädchen habe (9 und 12). Sprich, ich bin halt einfach selbständig.
        Und hey, Ihr müsste ja gar nicht wenn Ihr nicht wollt. Verstehe dieses Theater wirklich nicht.

      • Treamy sagt:

        Jaja du kannst es testen und zurückgeben, wenn du es nicht toll findest, deshalb 0.- Eigenkapital.

        Die Produkte selber musst du ja klar bezahlen wenn du sie toll findest und behälst Klingt logisch oder?

      • Claudia Grau sagt:

        Treamy was genau willst Du sagen? JA bei uns kriegst Du dein Geld zurück, wenn Du mit dem Produkt nicht zufrieden bist und weisst Du, was das Tollste ist? Auch wir Beraterinnen können die Produkte umtauschen und bleiben nicht drauf sitzen….

      • Monika sagt:

        Ja dann ist ja gut. Also meins ist’s nicht. Jedem das seine zum Glück.
        Finde es aber schön das es euch positiv denkende, kunterbunt durchmischte, sich frei fühlende Frauen gibt. Wünsche euch einen schönen Feierabend.

      • Katharina sagt:

        Das starter Kit (= ‚Anfangskapital‘) kostet 100 USD, also wohl 90 SFR. Das beinhaltet in etwa ein Exemplar der angebotenen Palette, ist also die Demo.

        Dass die Consultants ihrerseits gekauftes zurückgeben können, stimmt nicht. zwischen Mary Kay und den Consultants ist es rechtlich gesehen ein Verkauf (Sales Purchase is final‘) (Situation USA).

        Die Schweizer Franchise wird aus München unterhalten und untersteht Bayerischem Recht.

      • Treamy sagt:

        Claudia, genau ich wollte auf Monikas Kommentar antworten 🙂

        Eigenkapital ist ja nicht kein bezahlen der Ware. Und ich hab auch keine Sachen wo ich drauf sitze 😉

    • Claudia Grau sagt:

      Katharina in der Startertasche mit Wert von Fr. 90.00 hat es Produkte im Wert von Fr. 420.00. Und ich selbst habe schon einige Produkte umgetauscht; keine Ahnung woher Sie Ihre Infos haben; aber sie scheinen sich falsch informiert zu haben.

      • Katharina sagt:

        Meine Info bezieht sich auf die USA, wo ich lebe. Meine Frau hatte sich vor langer Zeit mal für Mary Kay interessiert. 420 wäre die sog. Retail Value, wie MK das anpreist. Fakt ist, dass nur belegbare Zahlen des internen Handels bestehen. Und diese sind ganz einfach nur wholesale prices, also das, was Mary Kay Inc. in ihren Taxfilings ausweist. Dahinter natürlich das Problem mit der FTC und der eingeforderten Aenderung betreffend Ergebnisrechnungen.

      • Katharina sagt:

        Es geht nicht um die Qualität der Produkte (ich finde sie schlecht. das starter Kit haben wir einfach weggeschmissen… as Zeugs ist unglaublich fettig, teures Paraffin)

        Es geht um saubere Geschäftspraktiken und der Einhaltung diverser Gesetze, so zB dass das gesamte Arbeits- und Sozialrecht umgangen wird. Die Frage der Produkthaftung ist auch nicht gelöst. Bei der ‚Qualität‘ jener Produkte ein wesentlicher Faktor. Die Schweiz kennt Produktehaftung leider nicht als Rechtsinstrument. Die EU (also Rechtssitz der Schweizer Franchise) aber schon.

      • Claudia Grau sagt:

        Katharina bei uns wird sehr öffentlich über die Zahlen kommuniziert. Ich sehe zB. wie hoch die Teamprovision meiner Teamleaderin ist oder die meiner Direktorin…. sehen Sie den Lohn ihres Chefs jeden Monat? Also ich nicht…

      • Katharina sagt:

        Eigentlich gibt es für mich hier nichts zum weiterdiskutieren. MK ist und bleibt eine Geschäftsform am Rande der Legalität. Dazu habe ich die relevanten Pointer der Leserschaft geliefert.

        Weiteres betreffend angeblicher Miskommunikation mit der Autorin müssen Sie direkt mit ihr abklären. Ich unterstelle aber, dass Sie da vielleicht die Tür zu etwas PR absichtlich offen liessen.

      • Jeanette Kuster sagt:

        @Katharina, zur Klärung: Ich schreibe im Beitrag nicht über Claudia Grau, ich bin bloss durch sie auf MK als Thema gestossen. (Die FB-Quotes stammen von anderen, öffentlich einsehbaren Profilen.) Da sie eine Bekannte von mir ist, habe ich sie vor ein paar Tagen bloss informiert, dass das Thema kommen wird. Hätte ich nicht tun müssen, fand ich aber richtig so.

    • susi sagt:

      das ist wie frauen die meinen sie müssten nageldesignerin werden von zuhause aus ! da lache ich mich jedesmal krumm!!!‘

  • Claudia Grau sagt:

    Ich habe ohne Teamaufbau in einem halben Jahr gutes Geld verdient und ja, ich bin stolz auf meinen Mary Kay Ring, den ich mir erarbeitet und im facebook meinen Freunden präsentiert habe.
    Was ist falsch daran? Ich mache einen Job, den ich gerne mache, der mir Freude bereitet – ich habe mein Hobby zum Job gemacht und verdiene noch Geld damit.
    Das ich dies auch poste auf facebook und meine Freude über Mary Kay mit meinen Freunden teilen will, ist auch nicht so verkehrt oder

    • Leila sagt:

      Ich finde das nicht falsch. Mich „nerven“ einfach meine zu aufdringlichen, glückseligen MLM-Bekanntschaften. Sowohl auf fb wie privat, wenn plötzlich das Interesse an Kontakt zu mir steigt und dann indirekt wiederholt versucht wird, mich im Gespräch auf das Thema ihrer Firma zu bringen. Wenn „Freundschaft“ mit „Neuer Kundin gewinnen“ und „Geschäft aufbauen“ verwechselt wird, dann nervt mich das. Oder das private fb-Konto nur so von „MLM-Zugehörigkeitswohlfühlgefühlen“ überschwappt. Ab einem gewissen Mass ist für mich „Freundschaft“ und „Sympathie“ vorüber. Jedem das Seine – ich verzichte da gerne und wähle meine Freundinnen anders.

      • Claudia Grau sagt:

        Leila ich kann zum Glück immer noch gut unterscheiden zwischen Kunden & Freunden. Wenn Sie diese Erfahrung so gemacht haben, tut mir das leid. Vielleicht helfen Sie aber dieser Beraterin auch, wenn Sie ehrlich sind und ihr sagen, dass es ZUVIEL wurde und Sie deshalb die „Freundschaft“ künden…?

      • Katharina sagt:

        Never mix friendship with money and business.

  • Claudia Grau sagt:

    Ich bin „die Bekannte, die bei Mary Kay arbeitet“ und durch welche sich Frau Kuster inspirieren liess, diesen Artikel zu schreiben. Leider informierte mich Frau Kuster erst über das Thema dieses Blog als dieser schon geschrieben und in Produktion war.
    Ich habe versucht, ihr meine Sichtweise als „Insider“ auf zu zeigen – heute weiss ich: diese Mühe hätte ich mir sparen können!

    Egal. Ich bin jedenfalls weder eine frustrierte Hausfrau, die nach einem Job gesucht hat noch eine Wiedereinsteigerin, die im bisherigen Job nicht mehr gefordert wird. Auch habe ich nicht haufenweise Produkte zu Hause, die ich bezahlt habe und nicht loswerden kann.

    • Papperlapapi sagt:

      Ist das der Beginn einer wunderbaren Feindschaft??

      • Claudia Grau sagt:

        nein, die Welt hat mir zu viel zu bieten als dass ich mich durch sowas FEINDE machen möchte!

    • Tom Walther sagt:

      Ein Artikel im redaktionellen Teil einer Zeitung hätte wohl etwas anders müssen als der Blog-Beitrag. Da dürften andere Massstäbe gelten. Das ist aber gerade die zentrale Eigenschafts eines Blogs: pointiert und bewusst provokant formuliert eine Diskussion anregen. Frau Kuster ist dies einmal mehr gelungen – und sie hat gutes Gespür bewiesen. Die Reaktionen sind lesenswert und aufschlussreich. Schmeisst man einen Stein in eine Schafherde, bääht immer das getroffene Tierchen.

  • Anna sagt:

    Jap, klingt alles bekannt. In meiner Kindheit in Osteuropa hiess das Amway (auch US-Kosmetik) und wurde von meiner Hausfrau-Mutter und ihre Nachbarinnen/Freundinen munter ausprobiert. Richtig Geld hat keine verdient.

  • Katharina sagt:

    Mary Kay hat immer wieder rechtliche Probleme. Das neueste ist eine Sammelklage in New Jersey:

    https://www.bigclassaction.com/lawsuit/mary-kay-facing-employment-class-action-lawsuit.php

  • Doris sagt:

    Vor einigen Jahren war ich sowohl Gast wie auch selber Gastgeberin für Tupperwarepartys! Wir waren jeweils etwa 10 Weiber und haben statt Kaffee und Kuchen halt Wein und Knabberzeugs konsumiert und dann dank des Alkohols Zeugs gekauft, das keine von uns wirklich gebraucht hat. Mein Küchenschrank ist voll damit, werde den Rest meines Lebens nix mehr kaufen müssen. Aber ich erinnere mich trotzdem gerne daran zurück, waren immer sehr lustige Abende 🙂

    • Michu sagt:

      Sowas nennen die Männer „Männerabend“.

      Der Unterschied besteht jedoch darin, dass wir dabei keine Plastikaufbewahrungsbehälter kaufen und Bier statt Wein konsumieren.

  • Stevens sagt:

    Man sollte sich mal wieder überlegen, was „Erwerbsarbeit“ heisst: Man „verkauft“ sein Wissen, seine Kenntnisse und seine Zeit dem Arbeitgeber und hat dabei den Bedürfnissen des Arbeitgebers zu folgen. Dafür wird man finanziell entlöhnt.

    Wenn es einfach darum geht, „mit der Familie Spass zu haben“ und „arbeiten, wann und so oft man möchte“ (regelmässiges Einkommen, das so gross ist, dass man überleben kann ist offensichtlich nicht gefragt), dann sollte man vielleicht besser ein sinnstiftendes Hobby suchen, was Freude macht.

    PS: Selbst wenn sie möchten, nicht alle Arbeitgeber können ach wie flexibel sein: Das Tram muss um 05.07 Uhr fahren. Die Brötchen um 06.00 Uhr im Laden. Der Strassenbelag muss um 04.30 Uhr fertig eingebaut sein, danach kommt der Berufsverkehr, etc etc etc…

  • Franziska sagt:

    Wer da hingeht, macht eh einen Fehler: Will wirklich jemand Freunde treffen, um Verkaufsgespräche über Plastikgeschirr und Kosmetika zu führen und dann noch ein halbschlechtes Gewissen haben – wenn man der Bekannten nichts abkauft? Da ist mir die spärliche freue Zeit echt zu schade dafür. Auch die sicherlich enorm intelligenten Gespräche über Plastikgeschirr und Kosmetika über einen Abend hin sind – zumindest für mich – ein Ablöscher sondergleichen. Selber schuld wer da hingeht und solche Freundinnen (mit und ohne Familien ist egal) hat.

  • Ornella Rion sagt:

    @Amerigo, @Rosa Grün: Nein, es handelt sich bei den meisten so genannten Multi-Level-Marketing Firmen NICHT um Schneeballsysteme. Denn solche sind in der Schweiz klar verboten. Bei einem Schneeballsystem kann die ganze Organisation nur dann weiterbestehen, wenn immer noch mehr neue Leute mitmachen. Dies ist aber bei Organisationen, welche seit Jahrzehnten (mit Produkten) auf dem Markt sind, sicher nicht der Fall! Je nach Firma ist es sehr gut möglich, mit teilweise hervorragenden Produkten gutes Geld zu verdienen, wenn bereits bei einer „gewöhnliche“ Vertreiberin 25 – 35 % des Verkaufspreises hängen bleiben. Bei den Meisten Organisationen steigen halt aber die Verdienstmöglichkeiten mit dem Rang in der Hierarchie. Ist ja in der Privatwirtschaft genauso…

    • Widerspenstige sagt:

      ‚…Je nach Firma ist es sehr gut möglich, mit teilweise hervorragenden Produkten gutes Geld zu verdienen, wenn bereits bei einer „gewöhnliche“ Vertreiberin 25 – 35 % des Verkaufspreises hängen bleiben…‘. Wenn die Produkte so ‚hervorragend‘ wären, dann würden sie sich von selber vekaufen, Ornella Rion. Und der Ausdruck ‚gutes‘ Geld ist kontaminiert wie eine verseuchte Atomzone, also ein Unwort. Und das sagt Ihnen eine erfahrene KMUlerin, die von solchen Angeboten, Provisionsversprechungen, Gewinnen fast überhäuft wird. Was eine Marge von 25 – 35% angeht für eine ‚gewöhnliche‘ Vertreiberin ist ein sehr dehnbarer Begriff. Diese ‚Marge‘ dürfte die Spesen sofort schlucken und somit ein Nullsummenspiel unter dem Strich für die naive Beraterin werden wie im Artikel beschrieben.

      • Ornella Rion sagt:

        Ich denke, auch ‚Widerspenstige‘ müssten lernen zu differenzieren – umso mehr, wenn sie von sich behaupten „erfahrene KMUlerin“ zu sein: Es gibt relativ viele Firmen, die sich entschieden haben, ihre Produkte per MLM an die Kundschaft zu bringen. All diese Firmen über einen Leisten zu schlagen ist sowohl kurzsichtig, wie auch ungerecht. Ungerecht gegenüber denjenigen, die (wie geschrieben) gute Produkte anbieten und seit langem über zufriedene Kunden verfügen. Zu der im Artikel vorallem behandelten Firma Mary Kay kann ich nichts sagen, zu zwei anderen Firmen dafür umso mehr: Beide haben ein absolut faires Vergütungssystem, das Geld kommt immer pünktlich und die Versandspesen (die einzigen, die es gibt!) sind im handelsüblichen Rahmen.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich habe differenziert, indem ich Ihre Worte etwas genauer definiert habe. Was sagen Sie denn zum Inhalt meiner Aussagen wie z.B. den Spesen für die Beraterin, welche sie nur einspielen kann, wenn sie so viele neue Kundinnen aquiriert wie möglich. Genau das ist der Punkt, kann sie das aus diversen Gründen nicht innerhalb nützlicher Frist erreichen, wird ihr Unvermögen bis ’selber Schuld‘ untergeschoben von der oberen Hierarchiestufe. Alles schon selber erlebt, Ornella. Deshalb kann ich es ja am ehesten berurteilen und davor warnen. Und wer die eigenen Freundinnen für eigene Geschäftemacherei einspannt sprich über den Tisch zieht, ist genau diese Freundinnen bald los oder sie fungieren selber als Beraterinnen. Im Klartext, sie werden zu Konkurrentinnen und genau das ist verwerflich!

    • Katharina sagt:

      Mary Kay heuert anscheinend ‚Putin Trolle‘ an. Bekannte Taktik (siehe FTC).

  • Dieter Neth sagt:

    Ein niederschwelliges Angebot für Selbstständigkeit könnte auch helfen. Hierzulande ist sowas aber derart kompliziert und teuer, dass es nur Ausländer wagen, welche es sich gewohnt sind, um einen restriktiven Staat herumzuarbeiten. Ein Anfang wäre, unter einem gewissen Umsatz von der Steuerpflicht (ausser MwSt) und dem ganzen Buchhaltungsquatsch zu befreien, und es dem Markt zu überlassen, ob die Konzepte dann erfolgreich sind. Dann kann man arbeiten, ohne für einen unqualifizierten Vorgesetzten oder Patron den Bückling zu machen oder seinen Verdienst der Kita abzugeben (diese wären übrigens ideal für solche Geschäftsmodelle, nicht jedes Kind braucht eine Psychotante und einen Vollzeit Motivator mit 3)

    • sonic sagt:

      Blödsinn. Einfacher als in der Schweiz wird man in Europa fast nirgendwo selbständig. Ist wirklich nicht schwierig, sie sollten es einmal probieren..

    • fabian sagt:

      Dieter Neth, Sie scheinen keine Ahnung vom Selbständig werden und sein zu haben. Einfacher als hier gehts gar nicht. Aber man muss sich halt etwas ins Zeugs legen, man kann nicht einfach die hohle Hand aufmachen und sagen, der Lohn wäre zu klein und andere würden 20% mehr verdienen, mimimi.

  • Jane Bissig sagt:

    Ja, die Firmen mögen ekelhaft sein. Aber so richtig Mitleid habe ich tatsächlich nicht. Warum geben die Frauen auch ihre Jobs auf? Dass man sich freiwillig in diese totale Abhängigkeit eines Partners begibt, wenn ledig sogar ohne Absicherung für den Trennungsfall, habe ich noch nie verstanden. Und dass man, bei aller Kinderliebe, irgendwann wieder Lust bekommt auf Integration in weitere Teile der Gesellschaft, kann man sich ja auch ausmalen. Spätestens wenn die Kinder in der Schule sind, wirds doch zuhause schon etwas langweilig. Und all die Männer, die hier brüllen, man rede den Frauen halt ein, das Vollzeit-„Familienfrauen“dasein sei minderwertig: Ich nehme an, Sie sind alles Vollzeit-„Familienmänner“ und davon voll befriedigt?

    • Hans Hintermeier sagt:

      Bei diesen Diskussionen geht auch immer vergessen, dass nicht alle Leute super Jobs/Ausbildungen haben oder Lust haben sich in der Wirtschaft verheizen zu lassen (nur wenige machen wirklich „Karriere“). Heute ist es eher so, dass eine Frau (bei meiner war es so) bereits ein schlechtes Gewissen haben muss, wenn sie für 4 Jahr bei den Kindern sein möchte (diese Zeit kommt nie mehr zurück!). Ich arbeite auch in Teilzeit, muss jedoch sagen, dass es auch für mich als Mann nicht attraktiv ist, wenn die Fürsorgearbeit ständig abgewertet wird und dann soll ich noch mehr davon übernehmen und auf Karriere verzichten? Nicht wirklich intelligent von den Feministinnen! Es ist eben wichtig, dass die Fürsorgearbeit auch wieder gewürdigt wird, egal ob sie von einem Mann oder einer Frau ausgeführt wird.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Aber ich gebe ihnen Recht. Auch ich als Mann bin froh, wenn ich mehr Zeit mit den Kindern verbringen kann und nicht die ganze finanzielle Verantwortung bei mir liegt. Ich habe es aber meiner Frau gegönnt, dass sie 4 Jahre Auszeit nehmen konnte (wir konnten auch mit Abstrichen von meinem Teilzeitlohn leben. Insofern bin ich auch privilegiert und ich weiss, dass dies nicht für alle möglich ist, aber das hat nichts mit der Abwertung der Fürsorgearbeit zu tun, im Gegenteil)

      • Carolina sagt:

        Gefällt mir, HH. Ich finde es absolut beklagenswert, immer wieder diese Gleichung Hausfrau-dumm, schmatotzerhaft, kurzsichtig zu propagieren. Das greift viel zu kurz, ebenso wie die bis vor einiger Zeit geltende Hausfrauenüberhòhung. Die meisten hier wissen, dass ich mich seit langem freiwillig engagiere – die allermeisten Mitarbeiter sind mittelalterliche Hausfrauen, die sich oft sehr stark und persönlich – völllig ohne Lohn und Lob – engagieren. Ich hoffe sehr, dass irgendwann eine Zeit kommt, in der wir alle Lebensentwürfe würdigen können, denn das ist wirkliche Emanzipation.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Jane Bissig

      was soll das mit der „totalen Abhängigkeit“ für ein seltsamer Vorwurf sein?
      Erstens mal ist es jeder Familie überlassen wie sie Lohnarbeit/Hausarbeit/Betreuungspflicht/sonstige Engagements untereinander aufteilen.

      Und zweitens ist die „Abhängigkeit“ wenn schon gegenseitig!

      • Jane Bissig sagt:

        Ich meine die finanzielle Abhängigkeit. Und ich weiss schon, dass das freiwillig ist. Gerade drum verstehe ichs ja nicht. (Ebensowenig wie ich verstehe, warum ein Mann sich auf diese „klassische“ Rollenteilung einlässt. Wie HH schreibt, kommt die Kleinkinderzeit nie wieder. Da fünf Tage die Woche irgendwo im Büro sitzen ist doch auch total traurig?)

        Das mit der Gegenseitigkeit verstehe ich nicht. Wenn ich vom Einkommen meines Partners leben würde, wäre bei der Trennung ich die, die ohne Einkommen und ohne Job dastünde…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Jane Bissig

        gegenseitige Abhängigkeit als Familie, wird ein Bereich zu 100% von einer Seite erledigt, dann kann sich dieser dafür auf erbrachte, „garantierte“ Leistungen in einem anderen Bereich verlassen.

        Selbstverständlich, in Bezug auf eine Trennung gesehen geht man mit dem klassischen Modell gewisse Risiken ein; für uns überwiegen dennoch die Vorteile. Je nach Beruf/Arbeitsorganisation/Betreuungssituation/Umfeld ist die eine oder andere Variante besser; aber ich finde man sollte sich schon auch bewusst sein, wirkliche Unabhängigkeit geht nur mit zwei hochpronzentigen Stellen, oder entsprechend hoher Gehaltsklasse, alle andern arrangieren sich miteinander.

      • Sportpapi sagt:

        „Das mit der Gegenseitigkeit verstehe ich nicht. Wenn ich vom Einkommen meines Partners leben würde, wäre bei der Trennung ich die, die ohne Einkommen und ohne Job dastünde…“ Und Ihr Partner vermutlich mit wenig Kontakt zu den Kindern.

  • Amerigo sagt:

    Jedes MLM (Multi-Level-Marketing) System funktioniert genau gleich, und dann gibt es noch die illegalen Schneebälle. Man muss wissen, dass man eigentlich keine Produkte verkaufen, sondern weitere Verkäufer im Freundes- und Bekanntenkreis rekrutieren muss. Gilt auch für Forever, Herbalife, Lyoness etc.

    • Leila sagt:

      juice plus, lifeplus, amway… etc. Ist ja legitim, wenn man aber noch auf fb mit so Personen befreundet ist, hat man wirklich das Gefühl, sie verkaufen einen ganzen Lebensstil inkl. Freundeskreis und „ohne“ diese Produkte verpasse man das Leben. Bis 60% des Verkaufspreises gehen an die Personen, die weiter oben in der Multilevelhierarchie stecken. Ich habe nicht gegen alle MLM-Firmen etwas; aber es gibt Firmen, die erinnern einen wirklich an Sekten.

  • Thomas sagt:

    Entscheidend ist der letzte Satz des Beitrags: Am meisten verdient die MK-Beraterin, wenn sie weitere Beraterinnen anwirbt. Und das versuchen diese dann mit allen Mitteln. Wie es mit den Absatzchancen steht erfahren Sie, wenn Sie nachfragen, wie viele Beraterinnen oder wer sonst noch den potentiellen Absatzmarkt, sagen wir z.B. die Stadt Winterthur, bearbeitet. Darauf kann Ihnen die Beraterin vermutlich keine Antwort geben, weil totale Intransparenz besteht. Und falls doch, verlangen Sie die Kontaktdaten und fragen zuerst nach, bevor Sie sich für den Kauf des sog. Einsteigerpakets entscheiden.

  • Heidi K. sagt:

    Dieser Artikel erinnert mich sehr an meine Kindheit. Meine Mutter hatte sich schon immer über die Tupperwareparties genervt, zu denen sie so viele Einladungen bekommen hatte, aber sie ist an keine einzige gegangen. Als 100% arbeitende Mama (und dies damals in den 70igern war das ja total verpönt) hatte sie einfach keine Zeit für solchen Zeitvertreib. „Das ist mehr für die Hausfrauen, die keiner Arbeit nachgingen und sich den ganzen Tag lang langweilen würden“, sagte sie immer. Wohl war. Und dies ist auch heute nicht anders. Ich bin nun selbst auch eine working mum und mir fehlt die Zeit für so was. Ich hab nicht viel Sinn für die armen reichen Frauen, denen zu Hause die Decke auf den Kopf fällt. Man könnte sich ja auch in einem Kinderheim oder Altersheim nützlich machen.

    • Carolina sagt:

      Man muss Ihren Beitrag ein paarmal lesen, bis man all die kleinen Gemeinheiten, neidischen Anwandlungen und Eigenüberhöhungen so richtig goutieren kann. Lesen Sie HH 6:36 re Abeertung anderer Lebenswirklichkeiten.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina

        ich konnte einigermassen erfolgreich dem „getriggert-werden“ widerstehen, aber sie bietet sich schon immer wieder auf dem Tablett an, um dann ins Schweigen abzutauchen…, wenigstens gehts nicht nur mir so 😉

    • Rahel S sagt:

      „… arme reiche Frauen, denen zu Hause die Decke auf den Kopf faellt…“ Komisch- ich kenne so einige Muetter, die keiner bezahlten Arbeit nachgehen und sich um Kinder und den Haushalt kuemmern und die keineswegs reich sind- eher Mittelstand oder weniger. Es gibt eben auch andere Gruende (auch finanzielle- die Fremd-Betreuung muesste ja auch irgendwie finanziert werden oder auch vorhanden sein), wieso Frau zu Hause bleibt. Nicht immer ist es ihr absoluter Traum, nicht immer findet sich eine passende Arbeit, die sich mit der Familie vereinbaren laesset. Ein bisschen mehr Respekt waere schoen. Ich denke es ist im Allgemeinen schwer heute ein gutes Gleichgewicht zu finden- fuer Frauen sowie fuer Maenner.

  • Insider sagt:

    Sehr einseitig geschrieben
    Wo steht zum Beispiel wie Gut die Produkte nun mal sind?
    Hat Frau Kuster diese selbst ausprobiert?

    • Muttis Liebling sagt:

      Die Qualität der Produkte ist für die Beurteilung der Organisationsform nicht nur belanglos, sondern sogar kontraproduktiv. Die sektenähnliche Struktur ist zu verurteilen, selbst wenn dabei Goldstaub verschenkt wird.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Danke @ML, so ist es. Es tut nichts zur Sache. Abgesehen davon sagt Peta, dass Mary Kay Tierversuche durchführen lässt – deswegen würde ich die Produkte sowieso nicht ausprobieren wollen und auch niemals positiv bewerten.

      • Insider sagt:

        Frau Kuster da sind sie aber sehr schlecht informiert und haben offensichtlich schlecht recherchiert.
        Es ist ganz klar nicht so.
        Ihre Quellen scheinen nicht real zu sein sondern nur das grosse WWW

      • Jeanette Kuster sagt:

        Lieber Insider, wenn Peta das auf der eigenen Seite schreibt, dürfte das durchaus stimmen. Sie als Insider sollten zudem wissen, dass Mary Kay selber zugibt, in China an Tieren testen zu lassen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @JK

        ML erwähnt weiter oben dass diese Vertriebssystem in Skandinavien nahezu unbekannt seien- wissen Sie mehr über die europäische Verteilung? Sind ja nun schon ein paar Namen gefallen, haben die alle im Norden keine Kunden?

  • Leo Schmidli sagt:

    „Aber hier wird ganz bewusst auf die Schwachstelle dieser Mütter gezielt: ihren dringenden Wunsch, endlich wieder einen spannenden Job zu haben, der sich in den Familienalltag integrieren lässt. Schwärmt ihnen dann noch eine sympathische Beraterin – vielleicht ist es sogar eine Freundin – vor, wie einfach man als selbstständige Consultant Geld verdient und dass man erst noch Spass hat dabei und an den Events mit Lob und Anerkennung überhäuft wird, dann ist es um viele Frauen geschehen.“
    Und Männer haben diesen Wunsch nicht? Oder sind Frauen einfach anfälliger dafür? Sid Frauen und Männer etwa doch nicht gleich?

    • Jeanette Kuster sagt:

      Die Firmen sprechen ganz bewusst Frauen an: „Frauen wie Sie“, „Die Heldin des Alltags unterstützt ihre Familie“ etc (klicken Sie mal auf die Links oben). Deshalb schreibe ich hier immer von Frauen bzw Müttern.

      • Katharina sagt:

        Mary Kay spricht in den USA auch besonders Minority Women an. Interessant für eine ansonsten whitewashed Firma.

    • Jane Bissig sagt:

      Männer HABEN meinstens einen Job und sind deshalb weniger anfällig. So verstehe ich das jedenfalls.

  • Papperlapapi sagt:

    Seit gefühlten 100 Jahren warnen Kassensturz, Espresso, Beobachter und was es an Ähnlichem noch gibt vor diesen Verkaufsmodellen, die immer nach dem oben beschriebenen System funktionieren. Auch dürften all die Frauen ja durchaus Google haben…. Wer sich trotzdem darauf einlässt, ist halt wirklich selber schuld, wie Sie dies ja auch schreiben.
    Vielleicht sind das dieselben, die glauben, ein bisher unbekannter Verwandter aus Afrika, habe ihnen 100 Millionen Franken hinterlassen und ihre Hausbank benötige kurz das Passwort fürs E-Banking….

  • Brunhild Steiner sagt:

    Zwiespältige Angelegenheit, Tupperware war in meiner Kindheit wirklich unschlagbar, heute holt das orange M allmählich auf 😉 , MK&G kenne ich nicht, beziehe aber von zwei anderen Herstellern über private Vertreiberinnen Waren, welche ich qualitativ deutlich besser als das reguläre Angebot finde. Auch kenne ich einige Menschen mit Unverträglichkeiten/Hautproblemen, die mit jenen Produkten am besten klarkommen.

    Die strengen Hierarchien, Umsatzbedingungen etc gefallen mir hingegen nicht; immerhin sparen diese Anbieter enorme Kosten für Geschäftsmieten, Werbung, Lohnkosten/Sozialpartnerschaften, sie spielen nicht einfach den barmherzigen Samariter für un-anerkannte Nicht-lohnarbeitende (die von wem genau Häme ernten?, wie auch schon HH anmerkte).

    • Katharina sagt:

      BS: In NJ wird zur Zeit der Status als unabhängige Vermarkter angefochten. Einkommenssteuer betreffend sehen das die Behörden anders. (Siehe unten betreffend Sammelklage).

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina

        das ist der Punkt der mir eben auch nicht gefällt, man hat zwar quasi alle Freiheit, aber anders betrachtet lagert der Anbieter einfach geschickt alle seine Risiken- welche mit Arbeitskräften/Mitarbeitenden verbunden sind, oder Verpflichtungen, aus.

        Andererseits bin ich für zwei Produktgruppen wirklich froh um eine Anbieterin. Aber auch diese beiden sind darüber nicht besonders glücklich- nehmen es aber in Kauf weil sie selber ebenfalls von den Produkten überzeugt sind, und sie im normalen Handel nicht erhältlich sind.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        was allerdings Steuern die an den Staat gehen betriff, da würd ich mal behaupten liegen noch ganz andere Baustellen, in definitiv grösseren Dimensionen offen, die verschiedensten Direktvertriebssysteme sind es wohl nicht die uns an die Wand fahren werden, das erledigen andere…

  • Sama sagt:

    Herbalife ist auch so eine Struktur. Da werden Gemüsepulver zweifelhafter Herkunft in Sektenähnlichen Strukturen von wohlgeformten Verkäufern und Verkäuferinnen vertickt. Mit ernährungsphysiologischem Blödsinn als Allheilmittel angepriesen und völlig überteuert verkauft. Reich wird nur der Basler, dem das weltweit agierende Unternehmen gehört.

  • Hans Hintermeier sagt:

    Ich frage mich gerade: „Wer hat den Frauen jahrelang immer wieder eingeredet, dass sie nichts wert sind, wenn sie nicht einer Erwerbstätigkeit nachgehen, oder keine Karriere machen?“. Nicht, dass es schlecht ist, wenn man einer Erwerbstätigkeit nachgeht. Nur, die Abwertung aller anderen Lebensentwürfe und die Verklärung der eigenen alleinseligmachenden Position (Karriere) machen Auswüchse wie im Text beschriebene erst möglich. Heute gibt es ideell/medial eben nicht mehr einen Pluralismus an Weiblichkeiten, sondern eine hegemoniale Weiblichkeiten (Karriere) mit klar untergeordneten Weiblichkeiten („Huscheli, Heimchen, Dummchen“).

    • Hans Hintermeier sagt:

      sollte eigentlich heissen „hegemoniale Weiblichkeit“ =(Karrierefrau). Hegemonial hier nicht im Sinne, wer in der Gesamtgesellschaft die grösste Macht hat, sondern welche Art von Weiblichkeit ideell/medial vorherrschend und allen anderen Weiblichkeiten übergeordnet ist, nach der Frau also zu streben hat.

    • Muttis Liebling sagt:

      Hintermeier, die Autorin titelt mit ‚Müttersekten‘. Statt der genannten Strukturen hätte sie auch über Scientology oder Falun Gong schreiben können. Nix mit Frauen auf Karrieretrip, es geht um Kommerz im sektiererischen Gewand, dem Bloginhalt geschuldet, auf Mütter bezogen.

      • Hans Hintermeier sagt:

        Es geht um „Müttersekten“ und darum, dass die Autorin mMn die GRÜNDE, weshalb Frauen diesen Gruppen beitreten, eher einseitig in einem unerfüllenden Hausfrauendasein zu orten versucht. Ich habe lediglich weitere Gründe/ gesellschaftliche Aspekte ergänzt, welche die Frauen in die Arme dieser Gruppierungen treiben, welche die Autorin mMn unterschlagen hat. Wenn man ein Phänomen verstehen will, muss man möglichst alle/viele Aspekte in die Betrachtung einbeziehen und da gehört es eben dazu, dass Familien- und Freiwilligenarbeit zurzeit extrem abgewertet wird.

      • Felix Stern sagt:

        @ML: Und wieso schreibt dann Frau Kuster: „Aber hier wird ganz bewusst auf die Schwachstelle dieser Mütter gezielt: ihren dringenden Wunsch, endlich wieder einen spannenden Job zu haben, der sich in den Familienalltag integrieren lässt.“? Es geht hier nicht um Sekten wie Scientology oder Falun Gong sondern um Job-Angebote, deren Ausübung zu sektenähnlichen Strukturen führt (sonst klappt das Schneeballsystem nicht). Gerade Mütter sind dafür sehr anfällig und Hintermeier beschreibt treffend, welchem Umstand wir diese Schwäche zu verdanken haben.

      • Muttis Liebling sagt:

        HH und FS: Dann etwas präziser. Modelle wie Tupperware und Scientology stammen IMMER aus den USA und werden in anderen Staaten in dem Umfang imitiert, als das deren Bevölkerungen US- affin sind.

        Das Wesen der Sekten besteht darin, die Vermögen der unteren Chargen nach oben umzuverteilen bei gleichzeitiger In- Aussichtstellung, ebenfalls nach oben zu gelangen.

        In Skandinavien findet das kaum Resonanz, aber in CH, GB, USA, wo 3 Charakteristika erfüllt sind:

        1. Minimaler Sozialstaat
        2 Überbewertung des Zusammenhanges von Arbeit und Erwerb
        3. Generalisierte Geldgier

        findet dieses Modell in unterprivilegierten Gruppen, wie Sozialhilfebezüger und Hausfrauen Resonanz.

        Einen systematischen Zusammenhang zu Mutter an sich, sehe ich nicht. Wenn dann nur CH-, US-Mutter.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @ML

        sind Sie sich da so sicher? Ich hab nicht grosse Lust nun bei jeder genannten Firma nachzuschauen ob die im Norden einen Absatzmarkt haben, haben Sie das gemacht?

      • Katharina sagt:

        BS:

        „First: Nobody in the direct selling industry actually tracks their retail sales — at least, not that they’ll admit in public. Mary Kay boasts of $3 billion in global wholesale sales, but all that number tells us is how much Mary Kay consultants paid to be in business with the company by purchasing their $100 starter kit and subsequently making giant investments in inventory, which they try to retail at skincare classes, parties, or Mary Kay-hosted websites“

        http://www.theinvestigativefund.org/blog/1671/why_mary_kay_is_only_the_beginning

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Katharina

        merci fürs nachsehen, aber das ist ja nur Mary Kay- inzwischen sind hier einige Namen gefallen (Herbalife, juice plus, life plus, forever living, Amway, das grosse Tupper, und Jemako- eine deutsche Firma ausser die hätten sich inzwischen ins Ausland verkauft), für Schmuck gibts glaub auch noch so Direktsysteme; ich würde schon gerne wissen ob die tatsächlich nur im deutschen/englischen Sprachraum Absatz machen können, resp wie ML das belegen kann.

      • Katharina sagt:

        MK ist in den Skandinavischen Ländern. Zu den anderen habe ich nicht nachgeschaut.

        Mir auch gleich. Deutschland untersteht immer noch dem viermächteabkommen. somit ist der amerikansiche sektor immer noch ‚entartet‘, um es in ML Lingo zu sagen 😉

        Deutsche Immobilienheinis haben sein geliebtes Ostberlin invadiert. Nun steht dort ein verlottertes TGIF, weil die Berliner ihre Bouletten lieber auf Mecklenburgisch essen.

      • Felix Stern sagt:

        @ML: MK ist sicherlich keine Sekte. Das ist Blödsinn. Genauso blöd ist die Behauptung, dass alle Sekten aus den USA stammen. Dort gibt es sicherlich besonders viele Sekten (und auch die haarsträubendsten) aber Sekten finden sie auch in Japan oder Südkorea und sonstwo.

        Den Zusammenhang, den Frau Kuster zwischen den Müttern und MK herstellen wollte, war wohl die alte Feministinnen-Leier, dass die armen Mütter in der Schweiz keine beruflichen Aussichten haben und deswegen als arme Opfer leichte Beute für Geschäftsmodelle à la MK seien. Tja, man kann sie halt einfach nicht alleine laufen lassen diese armen Mütter…dann tun sie immer gleich etwas, was den Feministinnen gegen den Strich geht.

  • Rosa Grün sagt:

    Ja, das sind im Prinzip alles Pyramidensystem oder Schneeballsysteme. Aber weil dabei als Vorwand ein Produkt angeboten wird, ist es anscheinend nicht illegal… Weight Watchers ist übrigens auch das gleiche Prinzip….

Kommentar

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