Wie man das Kleinkind im Haushalt einspannt

Kleinkind beim Sortieren der Wäsche

Motivierte Helfer: Zum Waschen müssen Kinder noch nicht einmal stehen können. (Fotos: Markus Tschannen)

Säuglinge sind lustig anzuschauen, aber ihr Kosten-Nutzen-Verhältnis (KNV) ist absolut enttäuschend. Trotzdem sollten sich langfristig orientierte Eltern nicht voreilig von ihrem Neugeborenen trennen. Schon im zweiten Lebensjahr steigt der Return on Investment (ROI) deutlich: Ihr Kind kann sich jetzt für die durchbrüllten Nächte revanchieren.

Seine wohlgenährten Beine tragen es durch die Wohnung, sein Hirn versteht einfache Anweisungen, und die kleinen Händchen entwickeln eine ganz beachtliche Grobmotorik. Damit bringt es schon deutlich mehr zustande als der Staubsaugerroboter, für den Sie vor drei Jahren fast tausend Franken hingeblättert haben. Gut, staubsaugen kann es nicht. Blöder Vergleich.

Ansonsten ist Ihr Kind jedoch eine prima Haushaltshilfe. Was es an wiederholten Instruktionen benötigt, macht es mit Motivation wett. Seine Energie scheint endlos, und es ist sich auch nicht zu schade, sich dreckig zu machen. Jedes Kind arbeitet anders, aber die Erfahrungen mit unserem Brecht zeigen eindrücklich, was mit eineinhalb Jahren möglich ist:

Abfall trennen
Egal wo der Ghüdder in Ihrer Wohnung anfällt: Sie brauchen pro Abfallsorte nur noch einen einzigen Kübel. Was wegmuss, geben Sie Ihrem Kind zusammen mit dem magischen Wort «Altpapier», «Komposcht» oder «Normale Abfall … weisch, dä unterem Lavabo … nei … UNTEREM LAVABOOOO!».

Tipp: Unterschätzen Sie nicht die Motivation des Kindes. Unser Brecht hat in einem unbeobachteten Moment munter weiter sortiert. Wir mussten rund zwei Kilo Duplo, fünf Plüschtiere und die Katze des Nachbarn aus dem Altglas retten.

Putzen
Aggressive Reiniger sind immer etwas heikel, aber mit einem feuchten Tuch kann jedes Kleinkind umgehen. Damit putzt es den Tischrand, befreit Küchenfronten von den eigenen Fingerabdrücken oder schrubbt die Müslireste vom Tripp Trapp.

Tipp: Schenken Sie dem Kind zum ersten Geburtstag einen Staubwedel und der unterste Meter Ihrer Wohnung wird für immer glänzen.

Kind wäscht

Ein gutes Kind wäscht …

Waschen
Kleiden Sie sich bequem dort um, wo Sie gerade stehen. Ihr Kind wird die dreckigen Kleider danach in den Wäschekorb tragen. Später kann es die Waschmaschine füllen und den Startknopf drücken. Sie geben nur noch Sprachbefehle. Wie bei Siri.

Tipp: Falls Sie für unterschiedliche Wäsche mehrere Wäschekörbe führen, codieren Sie sie mit verschiedenen Farben. Zumindest wir machen das so, unser Brecht hat eine grausame Links-rechts-Schwäche.

Kind putzt

… putzt …

Wäsche auf- und abhängen
Kein Bücken mehr beim Aufhängen. Das Kind reicht Ihnen die Wäschestücke einzeln aus dem Korb oder, falls Sie unter 40 sind, aus der Ikea-Tüte. Abhängen funktioniert rückwärts nach demselben Muster.

Tipp: Benennen Sie die Wäschestücke beim Aufhängen. «Das ist Papas Edelweisshemd und das ist Mamas Schlüpfer.» Ihr Kind kann sich alles merken und wird später die getrocknete Wäsche korrekt sortiert vor den Schrank drapieren.

Kind staubt ab

… und staubt ab.

Bringdienst
Wissen Sie noch früher, als Sie vom Sofa aufstehen mussten, um sich ein kaltes Getränk aus dem Kühlschrank zu holen? Was waren das Zeiten. Heute schnippen Sie mit dem Finger, hören ein zackiges Stapfen, zweimal die Kühlschranktür und schon geht es mit einem frischen Bier in die zweite Halbzeit.

Tipp: Wenn Sie damals bei der Küchenplanung dachten, Sie seien schlau und lassen den Kühlschrank auf Kopfhöhe einbauen, dann haben Sie jetzt halt Pech gehabt. (Ich weiss, das ist kein Tipp.)

Spülmaschine ausräumen
Obwohl sich Kleinkinder beim Einräumen der Spülmaschine sehr ungeschickt anstellen, klappt das Ausräumen problemlos. Während Sie gemütlich die Gläser und Teller in den Schrank bei der Spülmaschine stellen, schleppt Ihr Nachwuchs die Pfannen und Salatschüsseln in die andere Ecke der Küche.

Tipp: Reservieren Sie einen Unterschrank für Kinderteller, Tupperware, Schneidebrettchen und andere unzerstörbare Utensilien. Diesen Schrank verwaltet das Kind nun komplett selber. Dabei lernt es derart gut Verantwortung zu übernehmen, dass es später auch mit Katze, Hund oder Pony zurechtkommt und mindestens ein Jahr früher von zu Hause auszieht.

Massage
Ihr Kind krault Ihnen nach einem harten Arbeitstag gerne den Rücken. Für eine richtige Massage können seine Händchen noch nicht genug Druck aufbauen, wohl aber seine Knie.

Tipp: Wenn Sie sehr verspannt sind oder auf richtig kräftige Massagen stehen, dann bitten Sie Ihr Kind, sich mehrmals rhythmisch auf Ihr Genick fallen zu lassen. Ich hatte zwar noch nie das Bedürfnis, der Brecht bietet es mir aber von Zeit zu Zeit spontan an.

Unterhaltung
Falls Sie sich die Billag sparen wollen, kann Ihr Kind Sie mit Showeinlagen unterhalten. Bewährt haben sich rudimentäre Tänze und einfache Gesänge. Denken Sie sich die Moderation vom Epiney einfach dazu.

Tipp: Verkaufen Sie den Fernseher, erwerben Sie vom Erlös diverse Paillettenkleider in Grösse 86 und holen Sie sich den Eurovision Song Contest in Ihr Wohnzimmer.

Und bevor Sie jetzt denken «der Tschannen schreibt blöds Züüg»: Ich schwöre, wir haben das alles erfolgreich umgesetzt. Natürlich gab es auch Rückschläge. Beim Giessen der Pflanzen zum Beispiel. Das Kind hat wohl gegossen, aber halt nicht die Pflanzen. Ebenfalls nicht empfehlenswert sind: Fenster putzen, Kartoffeln rüsten und das Auto auftanken. Hier ist klar im Vorteil, wer auch noch ältere Kinder hat.

59 Kommentare zu «Wie man das Kleinkind im Haushalt einspannt»

  • Evi sagt:

    unserem Brecht (16 Mt.) entgeht kein Krümel unter dem Esstisch und am Tripp Trapp! Wäscheservice läuft auch perfekt! Kühlschrank Tipp kam leider zu spät! Entsorgen üben wir jetzt! Danke

  • Roger Berhalter sagt:

    sehr schöner text! habe mich sehr amüsiert. und jetzt gehe ich einen staubwedel kaufen.

  • Elisabeth Zücker sagt:

    Unser Enkel saugt Staub, seit er anderthalb ist. Nur blöd, dass er den Sauger jeweils beim Türschloss einsteckt, statt in der darüberliegenden Steckdose… (oder vielleicht besser so, immerhin musste ich noch nie Nachbars Katze aus dem Staubsaugersack schneiden)

  • Nina sagt:

    Sie haben das Einkaufen vergessen, Herr Tschannen! Wägeli schieben, Wägeli füllen, Wägeli leeren, alles aufs Fliessband laden, bezahlen, alles in die Taschen stecken… Geht beinahe vollautomatisch.

  • Anya Meyer sagt:

    Hahahaaa, IKEA-Tasche, wie viele LeserInnen sich da wohl ertappt gefuehlt haben?? Wenigstens heissts „unter 40“, nicht „unter 30“, sonst waere das bei mir bereits problematisch geworden 😀 😀

  • Vivianne Gerber sagt:

    Nicht nur lustig zu lesen, sondern auch sehr wichtig für die Entwicklung des Kindes und den familiären Zusammenhalt. Eine Familie ist ein Konstrukt, in dem JEDER gebraucht wird. Und genau das ist der springende Punkt: Kinder wollen wichtig sein und mithelfen, sie wollen gebraucht und damit wahrgenommen werden. Wer vom 1. Tag an erlebt, dass er ein wichtiger Teil von einem grossen Ganzen ist und dass es ohne ihn nicht oder nur suboptimal läuft, kriegt gesunden Selbstwert mit und ordnet sich auch in schwierigeren Jahren (Teenie..) selbstverständlich im Team Familie ein. Zuviele Kinder existieren „nur“ als Krönung einer Liebe und werden umsorgt und vergöttert, aber nicht gebraucht – dabei ist dies für Kinder das Ermutigendste, diese „Unverzichtbarkeit“ im Familienalltag!

  • Anja sagt:

    Herrlich, ihr Brecht erheitert meinen Alltag. Danke.

  • Chris sagt:

    Ja klar!! ..ich habe schon sämtliche Dinge davon umgesetzt:
    Altpapier versorgen, etwas in den Müll und in dei Dreckwäsche schmeissen, Waschmaschine einräumen, 20erli in den Zähler werfen, Waschmaschine, Tumbler, Geschirrspüler anschalten, Wäsche aufs Bügelbrett legen – zum zusammenlegen, Pfannen vom Geschirrspüler in die Schublade versorgen, Besteck tischen, Besteckkorb ausräumen und wieder versorgen..
    Das alles klappt schon ganz gut. Unser Elias wird bestimmt 1 Jahr früher ausziehen als normal… 😉

  • Dani sagt:

    Köstlich! Habe selten so oft geschmunzelt. Einiges davon haben wir auch umgesetzt. Unsere 3 jährige Tochter ist Weltmeisterin in Abwaschlumpen und Küchentücher falten. Ihr stolzes Gesicht nach getaner Arbeit dabei ist unbezahlbar 🙂

  • Edith Oosenbrug sagt:

    Und in diesen Tagen nicht zu vergessen: Brechte sind super Schneeschaufler!

  • Elisa sagt:

    🙂

    Nie ist mir so viel runtergefallen (oder nur gefühlt?) wie ab dem 7. SS-Monat. In der zweiten Schwangerschaft war das Erstgeborene da eine sehr willkommene Hilfe beim Aufheben!

  • Samichlous sagt:

    Herrlich geschrieben 😉
    Der integrative Erziehungsstil macht Sinn! Das Kind will sowieso lernen, was die Grossen machen und wenn man ihm die ersten 3 Jahre sagt „Näi das chasch du no nöd“, dann muss man sich nachher auch nicht wundern, wenn es später nicht helfen will.
    Dazu gibts übrigens ein tolles Buch von Hilsberg Regina; „Zusammen!“
    „Nur wenn Kinder nicht länger aus der Welt der Erwachsenen ausgegrenzt werden, können sie erfolgreich lernen und sich im Leben orientieren. Ein leidenschaftliches Plädoyer für das gemeinsame „Perspektive teilen“ im Alltag; als Baby im Tuch und später im Beisein der „Grossen“. So kann schon
    früh gelernt werden, Verantwortung zu tragen, was das Selbstwertgefühl stärkt.“

  • Susi sagt:

    Köstlich! Danke Herr Tschannen für diesen unterhaltsamen Blogeintrag! Bitte mehr davon.

  • Barbara sagt:

    Ich kann da nur zustimmen, funktioniert wirklich gut…und mit zwei Kindern wirds effizienter. Das Ältere erklärt nun dem Kleinen, was wohin gehört;-)

  • Barbara Grohé sagt:

    Frei nach dem Motto: „Kriegt der Papa den Arsch nicht hoch, macht man den Kindern Beine“. ?????

  • andrea sagt:

    lachend und nickend diese zeilen gelesen – wirklich ein wahrer leseschmaus! haben wir doch auch einen brecht, 18 monate alt… hoffe demnächst mehr zu lesen

  • Ziemlich neue Mutter sagt:

    Ich liebe den Brecht fast mehr als mein eigenes Kind.

  • dres sagt:

    Kinderarbeit ist gemäss UNO Konvention zum Schutz von Kinderrechten verboten.

    • Franz Vontobel sagt:

      Papperlapapp! Alles fremde Richter! Landesrecht geht vor Kinderschutz, die SVP sollte sofort eine Initiative starten!

  • KA sagt:

    Wehmütig erinnere ich mich, wie unsere Tochter mit 2 Jahren alles sortiert hat, Altglas schön nach Farbe, Pet. etc. Ich dachte schon, sie sei besonders ordnungsliebend und gut strukturiert. Jetzt mit 13 Jahren kann ich kaum die Tür zu ihrem Zimmer öffnen, der Gang ans Fenster ist gefährlicher als eine Hochgebirgswanderung, sollte ich auf einem glitschigen Teil austuschten, falle ich hoffentlich in ihren Kleiderberg 😉

  • Deborah sagt:

    Ich habe so die falsche Einstellung, dass ich es alleine schneller und besser mache. Ich muss dies dringend ändern und die Kinder mehr mit einbeziehen. Danke für den tollen Beitrag.
    http://www.ordnungsliebeblog.wordpress.com

  • Anton Keller sagt:

    Ich durfte schon vor dem Kindergarten bügeln. So habe ichs auch perfekt gelernt.

  • Lucrecia sagt:

    Mein Vater hat mir damals beigebracht, wie man Männerhemden bügelt. Ich war ca. 10. Das habe ich dann gerne ab und zu erledigt.
    Zu meinem Aufgabenbereich gehörte auch das Bad putzen, d.h. das ganze Kram meiner Mutter inkl. unzählige Parfümflaschen und Kosmetika vom offenen Regal nehmen, einzeln abstauben, schön zurückstellen.
    Ich habe auch sehr gerne, als wir Besuch hatten, den Tisch mit dem schönen Geschirr gedeckt und mit ein paar Dekorationen, Kerzen und Blümchen geschmückt. Die Leute haben sich über das Ergebnis meiner Arbeit gefreut und es gab mir ein schönes Gefühl.
    Ich freue mich schon darauf, nächstes Jahr die im Beitrag beschriebenen Aktivitäten mit meiner Tochter auszuprobieren. J

  • Hannes Müller sagt:

    „fünf Plüschtiere und die Katze des Nachbarn aus dem Altglas retten.“

    :-)))

  • Feli sagt:

    Lange nicht mehr so gelacht! Danke 😀

  • Tobias Balmer sagt:

    Einfach nur herrlich! Vielen Dank für den Aufsteller des Tages.

  • Flo sagt:

    Nachdem ich den ganzen Beitrag noch einmal ganz gründlich durchgelesen habe, stelle ich leider fest: Ich habe die Nützlichkeit eines Kindes völlig unterschätzt – und wenn es nicht zu spät wäre, würde ich das gleich noch einmal austesten.
    Ob man Enkelkinder auch benutzen darf? Bitte baldmöglichst um Anwort da mein Enkel in bälde zu Besuch kommt – Danke!

  • 13 sagt:

    Toller Beitrag! Und dann dieser ganz subtile Hinweis darauf, dass man selber unter 40 ist….herrlich 😀

    • Haha, danke. Es dauert bei mir auch nicht mehr ewig bis zu den 40. Aber ich verorte dort aktuell die Grenze zwischen dem klassischen Plastikwaschkorb im Seitenverhältnis 16/9 und der zum Wäschetransport zweckentfremdeten Ikeatasche. Dieses Phänomen schien mir erwähnenswert.

  • Hannes sagt:

    Sehr wahr!

    Wunderbar auch: Altglas wegbringen. Passant*innen sind jeweils ganz verzaubert, wenn das Kleinkind die leeren Bierflaschen und Komfigläser nach Farben sortiert entsorgt.

    Sekretariat und Concierge-Posten sind ebenfalls besetzt: Wenn es klingelt, wird gnadenlos ran- bzw. hingegangen. Unerwünschte Werbeanrufe gehören somit der Vergangenheit an.

  • Franz Vontobel sagt:

    „Das ist Papas Edelweisshemd…“

    😀

  • annalu sagt:

    Perfekt, habe ich alles auch getestet und stimme dem voll zu! Noch zu ergänzen die „leShop“ Funktion in der Migros: Einfach sagen, was man noch braucht, und es wird geholt. Die Motivation ist so gross, dass Oma’s mit Rollator der Weg abgeschnitten wird und der Auftrag mit einer Maria Walliser Walliser Wendigkeit umgesetzt wird…..

    • Flo sagt:

      Franz Vontobel

      20. Januar 2016 um 08:23

      „Das ist Papas Edelweisshemd…“
      Papi’s Edelweiss Hemd??????? Darf aber nur in der geschlossenen wohnung getragen werden!

  • Flo sagt:

    Ich habe damals meinen Sohn oft in meine Hausarbeiten mit einbezogen und festgestellt wie gerne er dabei mitmachte. Aös kleines Kind natürlich nur spielerisch!
    Als er grösser wurde, Sek. und Lehre, hat er mir zu Hause vieles abgenommen und wenn ich müde von meiner Arbeit (alleinerziehend/100% berufstätig, leider) nach Hause gekommen bin, war es eine grosse Erleichterung das oft schon ein Teil der Wohnung gesaugt oder das Bad oder die Küche gemacht war – dafür war ich meinem Sohn immer sehr, sehr dankbar.
    Heute ist es seine Frau die ihm und mir dankbar ist und sich glücklich schätzt einen Mann an ihrer Seite zu haben der freiwillig und praktisch im Haushalt mithilft.

  • Isabelle Weiss-Moret sagt:

    Guten Tag!
    Ja, Kleinkinder helfen gerne im Haushalt und der Werkstatt mit. Dies ist auch für ein gesundes Heranwachsen wichtig und gehört unbedingt in die Erziehung. Nebst der Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, merken sie auch, wie bereichernd es sein kann etwas für seinen Nächsten Gutes zu tun. Unbestritten: es braucht so alles mehr Zeit und Geduld. Aber dafür sind einem auch lustige Szenen, Kinderlogiken und Kinderfragen zum Schmunzeln sicher:) Eine fruchtbare Basis ist entstanden, für später ist der Boden gepflügt.
    Wenn die Kinder gross und grösser werden, erinnert man sich gerne mit einem woltuenden Lächeln an die schönen und aufheiternde Geschehnisse zurück. Kann in Teenagerphasen des Nachwuchses auch tröstend für die Eltern sein!

  • Stefan sagt:

    Ich schlage vor: Sie nennen ihren Brecht jetzt Knecht! 🙂
    Das von ihnen Beschriebene habe ich schon seit Jahren bei Kindern von Freunden festgestellt und freue mich jetzt umso mehr darauf, dass das eigene nun endlich schlüpfen wird…

  • Hans Hintermeier sagt:

    Das Wichtigste dabei ist, dass die Kinder (zumindest taten es unsere) es lieben, das Gleiche zu tun wie die Erwachsenen, oft mehr als zu spielen (die Abwechslung macht es)! Man kann sie also oft gut in den Alltag integrieren und muss nicht immer ein Sonderprogramm mit ihnen machen. Sie lieben es dabei zu sein, wie die Grossen. Wenn die Mutter/der Vater etwas hat/macht, müssen sie es unbedingt auch haben, aus Prinzip, obwohl sie gar nicht wissen für was es gut ist. Unser jüngster Sohn hat uns immer solange den Besen aus der Hand gestohlen, bis wir ihm einen eigenen Kinderbesen gekauft haben, beim Abwaschen/Kochen war er mit einem Stühlchen immer mit dabei. Beim Einkaufen kann man mit 2 Kindern auch einen Wettbewerb machen, wer zuerst seine 10 Sachen gebracht hat. Achtung, fertig, los!

    • Flo sagt:

      Beim Einkaufen kann man mit 2 Kindern auch einen Wettbewerb machen, wer zuerst seine 10 Sachen gebracht hat. Achtung, fertig, los!
      Das aber leider nicht immer zur Freude anderer Einkaufenden beim Grossverteiler, wenn dann Kinder im Höllentempo auf ihren Trottis durch die Gänge und um die Ecken flizen!

      • Hans Hintermeier sagt:

        Guter Punkt! Man kann die Kinder aber auch zur Rücksichtnahme erziehen, gerade solche „Spiele“ sind gute Lernmöglichkeiten diesbezüglich. Im Sport gibt es ja auch, wie überall im Leben, Regeln. Die Kinder verstehen dann auch sehr schnell, dass einige Erwachsene nicht gestört werden wollen und respektieren das, das gehört zum Spiel dazu. Erhöht sozusagen den Schwierigkeitsgrad! Sie sehen, das Eine muss das Andere nicht zwingend ausschliessen. Man könnte auch Strafpunkte einführen, wenn andere gefoult werden (musste ich aber nie einführen).

  • Anh Toàn sagt:

    Herr Tschannen, Sie wollten sich doch fenhalten von Geschlechetrklischees, und jetzt darf der Brecht, der ja bekanntlich ein Mädchen ist, helfen in der Wasch- und Speiseküche. WArum nicht einen Hammer in die Hnad geben, und beim reparieren `des Autos, des Abflusses oder des Staubsaugers helfen lassen: So wird aus Ihrem Brecht nie ein InschejörIn.

    • The American sagt:

      Gleichberechtigung heisst nicht, dass Maedchen keine Haushaltsarbeit machen sollen. Ausserdem ist das Schadenspotential von Kleinkindern mit Hammer enorm!

      • Anh Toàn sagt:

        Das Schadenspotential mit Hammer ist bei Kleinkindern so gross, wie deren Kreativität. Es sind unsere genormten festgefahrenen Vorstellungen, welche uns die Einmaligkeit und Schönheit einer von Kindeshand individuell geformten Kühlerhaube nicht erkennen lassen. Wir verweigern dem Kind, das sich noch kaum sprachlich ausdrücken kann, seine unbeeinflusste, ursprüngliche Individualität aus zu drücken. Stellen unsere Ansprüche an eine Kühlerhaube höher. Aber das tun wir nur zum Besten des Kindes, das mal eine unverbeulte Kühlerhaube erbt.

    • Der Brecht hilft mir bei den Dingen die ich tue und da sowohl Auto als auch Staubsauger einwandfrei laufen, kommen wir beide selten zum reparieren. Aber ich sage ihm mal, er soll eine Flasche Rohrfix in den Abfluss kippen, das ist bestimmt gut für seine männliche Seite.

      • Anh Toàn sagt:

        Dass ein Auto oder ein Staubsauger kaputt ist, ist für echte Jungs keine Voraussetzung, um sie zu reparieren!

      • Ich weiss, ich habe aus Jugendjahren diverse Staubsauger auf dem Gewissen. Deshalb versuchen der Brecht und ich, uns in der Hinsicht eher an echten Mädchen zu orientieren.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich mach‘ mir echt Sorgen um die männliche Seite von Fräulein Brecht! Schon wieder putzen, immerhin mit Abflussreiniger, mit 14 darf die sogar mit Javel…

      • Mit 14 darf der Brecht das Auto putzen.

  • Suzy Schmid sagt:

    Tränen gelacht am frühen Morgen. Bitte mehr davon.

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