Die Klassenfoto-Abzocke

(iStock)

Das ist nur der Anfang …: Neben dem Gruppenfoto hat Mama alljährlich Porträts, Sticker und Magnete zu kaufen. (iStock)

Kurz vor den Weihnachtsferien war es wieder so weit: Die Fotos des Schulfotografen waren abholbereit. Ich machte mich also eines Mittags in Richtung Kindergarten, um mir die Bilder anzuschauen.

Das Jahr zuvor war ich denselben Weg voller Vorfreude gegangen. Das erste offizielle Klassenfoto des eigenen Kindes, ein spezieller Moment für mich als Mutter. Als ich damals im Kindergarten ankam, staunte ich nicht schlecht, als mir die Kindergartenlehrerin eine ganze Fotomappe überreichte: Klassenfoto, Porträtbild, Kleber und Magnete mit dem Konterfei meiner Tochter, Telefonalarme mit Fotos aller Schüler – alles war bereits für jedes einzelne Kind vorproduziert worden. Kosten sollte der ganze Spass 60 Franken. So viel Geld hatte ich gar nicht dabei. Und selbst wenn, hätte ich niemals so viel bezahlt für all diese Dinge, die ich eigentlich gar nicht haben wollte.

«Das Klassenfoto ist gratis», informierte mich die Lehrerin, «und Sie können auch nur einzelne Produkte kaufen. Die sind im Vergleich zum Gesamtpaket aber verhältnismässig teuer.» Was denn mit dem Rest geschehe, wenn ich nicht alles kaufe, wollte ich wissen. Der werde entsorgt, gab mir die Lehrerin zur Antwort.

Ich war perplex. Und wurde wütend, dass ich vor eine Wahl gestellt wurde, für die es aus meiner Sicht keine valable Lösung gab. Ich wollte mir nichts aufschwatzen lassen, das mir erstens nicht gefiel, ich zweitens nicht bestellt hatte und drittens zu teuer fand. Also alles liegen lassen? Das würde aber bedeuten, dass die ganzen Fotoprodukte für nichts produziert wurden und im Müll landen. Ökologischer Blödsinn! Und zudem ein dummes Gefühl, zu wissen, dass jemand die Fotos des geliebten Kindes achtlos in den Abfall schmeisst. Am Ende entschied ich mich unter dem Betteln meiner Tochter – «Die andere händ au alles gchaufft!» – dazu, neben dem kostenlosen Klassenfoto die überteuerten Kleberchen und Magnete mitzunehmen.

Dieses Mal habe ich nur das kostenlose Klassenfoto mitgenommen. Meines Erachtens das einzige wichtige Bild aus dem Stapel. Und mich bei meinem Besuch erneut über dieses System aufgeregt. So sehr, dass ich vom Volksschulamt des Kantons Zürich wissen wollte, ob diese Fotosache kantonal geregelt sei. «Seitens des Kantons haben wir nichts mit den Klassenfotos zu tun», sagt Amtschef Martin Wendelspiess, «die Fotografen vereinbaren ihre Aufträge direkt mit den Gemeinden, Schulen oder einzelnen Lehrpersonen.» Er merkt aber an, dass er selber «als Vater von drei Kindern früher auch schon betroffen war».

Der Geschäftsleiter Schule unserer Gemeinde, Caspar Salgo, erklärt auf Anfrage, dass die Lehrpersonen für die Organisation der Schulfotos verantwortlich seien: «Der Klassenlehrperson steht es auch frei, keine Klassenfotos erstellen zu lassen. Deshalb reicht die Bandbreite von selbst gemachten Bildern bis zu professionellen Paketen mit Stickern, Mausmatten und so weiter.» Reklamationen wegen dieser Fotopakete habe er persönlich bisher keine erhalten, es habe hingegen schon bissige Bemerkungen gegeben, wenn eine Lehrperson kein Foto habe machen lassen. «Ich persönlich finde diese Sortimente auch deplatziert», gibt Salgo dennoch zu, «neben dem ökologischen Gedanken ist auch der soziale Druck innerhalb der Klasse, alles Angebotene kaufen zu müssen, nicht zu vernachlässigen.»

Dass es auch anders ginge, zeigen vereinzelte Anbieter wie das Fotostudio Lightplay. «Wir erstellen jeweils eine Onlinegalerie mit den schönsten 10 bis 15 Bildern des Kindes. So können die Familien selber entscheiden, ob und von welchen Fotos sie Prints haben möchten, oder ob es doch ein Set mit allen elektronischen Daten sein soll», sagt Fiona Bischof. Aus wirtschaftlicher Sicht seien die fertigen Fotosets für die Anbieter reizvoller, «der administrative Aufwand ist viel kleiner – und es ist ja vor allem unsere Arbeit, die kostet, nicht das Material». Dennoch lohnt sich ihrer Meinung nach der Aufwand: «Die Freude an den Bildern ist auf allen Seiten viel grösser, das Ganze ist viel ökologischer und weniger aufdringlich.»

Wie sieht das Angebot an Ihrer Schule aus? Haben Sie sich auch schon über für den Mülleimer produzierte Fotoprodukte geärgert?

180 Kommentare zu «Die Klassenfoto-Abzocke»

  • danko sagt:

    Unglaublich, für die eigene Hochzeitsfotos geben Eltern bis zu 2500.- Fr. aus. Für die Erinnerungsfotos des eigenes Kindes sind sie zu geizig 60.- auszugeben und suchen nach allerlei Begründungen wie z.B Ökologisch!!!!! Das ganze FotoSet ist nicht mehr als ein Pack-Milch die jeden Tag in fast jedem Haushalt weggeworfen wird.

  • Zwillingsmami sagt:

    Gerade vor ein paar Wochen war ich mit der selben Situation konfrontiert und fand es einfach unmöglich so vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Da es die ersten Schulfotos meiner Zwillinge waren, habe ich ähnlich wie die Autorin reagiert und je die Kleber (für die vielen Freundschaftsbücher) und ein Porträt gekauft. Aber mal ehrlich, diesem ökologisch Unsinn sollte man ein Ende setzen!

  • Soleil sagt:

    Ich finde, dass es im Zeitalter von immer knapperen Ressourcen eine absolute Idiotie ist, einfach aufs geratewohl unerwünschtes Material zu produzieren. Brauche ich wirklich das Protrait meines Kindes in sepia, graustufe, superglänzend und geriffelt, dann magnetisch und selbstklebend und in allen grössen? Bis jetzt konnte es doch auch einfach ein normales Passbild in ein Album kleben. Es kann sogar selbst Leim auftragen!!!! Ein normales Klassenbild und ein Portrait wäre vernünftig. Die Onlinelösung ist übrigens bereits vorhanden. Mit einem individuellen Code könnten wir nämlich sogar eine Tasse oder ein Acrylglasbild bestellen.
    Habe übrigens gewogen: wenn von den 7000 Sets (gem Link Wisidangerin) die Hälfte zurück kommt, entstehen 700kg Abfall!

  • Gabi M. sagt:

    Die Sets sind aber mit CHF 60.- immer noch günstig, im Vergleich zu dem, was man sonst bei einem Fotograf bezahlt. Mehrere tolle Protraitbilder meines Sohnes, Sticker für die Freundschaftsbücker, ein Gruppenfoto, ein Foto mit allen Kinderportraits…
    Auch die Einzelpreise sind keineswegs überrissen, man darf es natürlich nicht mit selbst produzieren Fotos vergleichen. Aber ganz ehrlich: den Unterschied sieht man den Fotos sofort an. Und warum soll Qualität nicht auch einen angemessenen Preis haben dürfen?

  • Wisidangerin sagt:

    ich möchte mal in Frage stellen, ob eine ONLINE Veröffentlichung von Kinderfotos überhaupt vertretbar wäre.

    das Praktikabelste war, dass vor dem Fototermin jede Familie eine Liste ausfüllen konnte, welche Foto-Produkte erwünscht sind.

    die Lieferung im geschlossenen Umschlag oder per Post ist auch eher sozial verträglicher. Es kommt, wie in so vielen Fällen, auf die Lehrperson und ihre Einstellungen und Einsichten in verschiedene Problembereiche an.

  • Kyriakos Papageorgiou; Gemeinderat Stadt Zürich sagt:

    Liebe Betroffene
    Am 9. Januar 2013 habe ich als Gemeinderat der Stadt Zürich eine schriftliche Anfrage eingereicht bezüglich der Klassen- und Schülerfotos in der Stadt Zürich. Die Antwort des Stadtrates war für mich mehr als mikrik. Wer an der Antwort interessiert ist, kann es auf der Homepage des Gemeinderates finden:
    http://www.gemeinderat-zuerich.ch/geschäfte
    Dort im Feld „GR Nummer/Geschäftsnummer“ die Ziffern 2013/11 eingeben und schon gelangt man auf eine Problematik die zwar schon längsten bekannt ist, man sich aber „zuständigkeitshalber“ nicht die Finger verbrennen will…

  • Töneli sagt:

    Ich muss schon Sagen bin aus allenWolken gefallen!
    Ich weiss nicht einmal mehr wie es bei uns genau war. Bei uns war es ein Klassenfoto pro Lehrer(in) pro Klasse 1-3.Klasse und 4-6.Klasse. In der Sek waren dann glaube ich eine mit dem Klassenlehrer und eine mit allen Lehrern.
    Das war aber Ende der 40er Anfang der 50er Jahre. Bin auch schon 74. Die Grosskinder sind auch schon in der Lehre!!

  • Sarah sagt:

    Früher habe ich das gesamte Paket auf Drängeln meiner Kinder gekauft. Es gab noch die Einzelfotos dazu, welche wenigstens für die Alben gebraucht werden konnten, das Jahr darauf kamen noch Magnete dazu, welche den Grosseltern verteilt wurden. Jedes Mal wurde es schlimmer. Dieses Jahr hat wohl mein Unterbewusstsein eingegriffen. Die Fotos meines Jüngsten habe ich vergessen zu bestellen, der Mittlere hatte einen Zahnarzttermin, ich hatte den Fotografen zum Ärger der Lehrerin ausgeblendet. Irgendwie haben wir den immer verdrängt, mein Ältester kam jedes Mal am Fotografentag mit schmutzigen Pullis oder unmöglichen TShirts zur Schule, wir lachen heute darüber, wahrscheinlich war das ein unbewusster Protest:) Die nächsten 2Jahre nehme ich die Fotos nochmals, danach ist altershalber Schluss.

  • Haru sagt:

    Ach das haben wir alles auch durchgemacht. Und jetzt Jahre später, wo sind all die Fotos? Ich hätte ein ganz einfache Lösung: Ein ehemaliger Schüler, ein Hausabwart, eine Lehrperson oder eine Mutter / Vater mit guter Ausrüstung macht 2-3 Bilder der Klasse und stellt diesen allen per E-Mail zu. Jede und jeder kann damit machen was er oder sie will: Foto, Tasse, Poster oder was auch immer. Die Qualität ist absolut unwichtig, auf Jahre gesehen. Das digitale Foto ist dann auch automatisch in der Foto-Datei-Sammlung. Kostet nichts, bringt viel.

  • Mirjam sagt:

    Ich bin Mutter und Fotografin. Dieselben Sachen finde ich ebenfalls schrecklich und hab mich mehrmals angeboten, dies für die Schule kostenlos zu übernehmen. Ich verschenkte dann vom Geburtstagsmorgen meines Kindes in der Klasse Bilder und bekam diverse Bemerkungen, warum ich keine Klassenfotos machen kann. Gemäss Lehrer/Betreuer etc. geht es da noch um Schutz und Persönlichkeitsrechte der Kinder.
    Anmerkung: Es ist interessant, dass für nur ein Fotograf in diesem Artikel Werbung gemacht wird.

  • Xenia Blatter sagt:

    Liebe Frau Kuster! Danke Ihnen für diesen Beitrag. Mein Schwager hat mich darauf aufmerksam gemacht, denn ich mich genauso wie Sie aufgeregt habe. Ihre Worte sprechen mir aus der Seele. Meine Kindergärtnerin war jedoch sehr kooperativ und nächstes Jahr werden wir einen anderen Fotografen engagieren. Die Kindergärtnerin hat das Ganze auch zu teuer und gestellt gefunden. Mit dem diesjährigen sind wir genauso unzufrieden wie Sie es in Ihrem Beitrag schildern. Auf unsere Anfragen reagierte die Creative Foto zunächst mit einer Floskel, die unzufriedene Kundschaft abweisen soll. Die gratis Gruppenfoto – das einzig wichtige! – ist winzig klein. Einer meiner Zwillinge völlig unvorteilhaft darauf abgebildet. Dazu gehörte Haufen Kramm und alles für 60.-!

  • Seraiana sagt:

    Was ich mir von einem Anbieter wünschen würde:
    – Online-Galerie, wo ich die Bilder meines Kindes / der Klasse auswählen kann,
    welche mir gefallen
    – Wahlmöglichkeit: Fotos in div. Grössen als Papierabzug, aber auch als
    digitaler Download
    – Möglichkeit für direktes Bezahlen (online), damit ich meine Tochter
    nicht mit X-Stutz in der Welt herum schicken muss
    – Und natürliche, schöne Bilder, persönlich auf mein Kind ausgerichtet

  • Lehrerin sagt:

    Dieses Thema war vor ein paar Monaten in unserem Lehrerzimmer ebenfalls aktuell. Das Kollegium hat sich dann gegen die teure Paketlösung entschieden und einen lokalen Fotografen engagiert der das gut und professionell macht für einen viel geringeren Preis als dieser Anbieter mit der Mappe (ist meiner Meinung nach immer der gleiche in der ganzen CH, kommen aus der Ostschweiz).
    Als ebenfalls betroffene Mutter bin ich froh dass unsere Schule das nicht mitmacht und wir ebenfalls nur ein Klassenfoto von einem Fotografen erhalten zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

  • tststs sagt:

    Ich finde nur ein Aspekt störend, resp. fast schon schockierend: Die Blind-Bestellung/-Lieferung des Materials! Halloooo?!?
    Ist nicht der grosse Vorteil an der Digitalfotografie, dass vorab gar nichts gedruckt werden muss, sondern alles sogar digital betrachtet werden kann und dann ausgewählt wird…
    Ich mein, dieser MB ermöglichte mir einen amüsanten Ausflug in meine Vergangenheit; ich erinnerte mich an die Fotobücher der LehrerInnen, die sie jeweils nach den Schulreisen angefertigt haben (Bilder von Lehrer und Schüler), jedes wurde mit einer Nr. versehen und dann konnte man so bestellen…
    Ich glaub, bei den Portraitfotos (nur im Kindsgi) gab es gar keine Auswahl, da hat wohl der Fotograf entschieden, welches das beste sei 🙂

    • tina sagt:

      ich dachte mir, dass das administrative gründe hat. es ist viel leichter abzuwickeln so.
      aber gerade als vorbild für die kinder ist vorsätzliche ausschussproduktion sträflich, das hat mich auch gestört

      • Peter sagt:

        Liebe Tina, ich habe auch vor 30 Jahren Fotograf gelernt, noch mit der 8″x10″ und habe die ganze digitale Entwicklung mitgemacht. Es ist einfacher geworden zu fotografieren, man hat sofortige Kontrolle, kann mehr Fotos schiessen und muss weniger printen. Aber das Business wie Portrait- oder Schulfotograf ist schwieriger geworden, da die Konkurrenz der Amateur mit der guten Nikon oder Canon ist, welcher es auch gratis macht. Und gratis ist viel besser als professionell. Ich mache keine Hochzeiten oder ähnliche Sachen mehr, viel zu mühsam, zuviel Aufwand und definitiv zu viele I-Pads ständig vor der Linse. Was ich mache ist redaktionell, Fine Art und für Museen, denn da arbeitest Du als Profi für Profis und am Ende des Tages stimmen Kasse und Seele.

  • Sascha sagt:

    Mich nervt das Angebot auch in jedem Schuljahr erneut. Überteuert finde ich das Gesamtpaket jedoch nicht unbedingt. Das
    Problem ist eher die Verkaufstaktik, alles fixfertig und unbestellt vorzulegen und den Gruppendruck spielen zu lassen oder zumindest mit dem Stake vor der Nase (Minderjähriger!) zu wedeln. Man könnte auch die für Sportfotografen übliche Methode verwenden und das Angebot online bestellbar präsentieren.

  • Cristina Bozzi-Brunel sagt:

    Wir haben das enorme Glück, dass die eine Lehrperson Fotografin war(ist). Sie macht nun die Klassenfotos und die sind schlicht de HAMMER! Und für 4 Fotos
    will sie CHF 15.–. Die meisten Eltern geben mehr – der restliche Betrag fliesst in die Klassenkasse..zB. für Reisli. Weitere Eltern in unserem Schulhaus haben sich über diese teuren Klassenfotos aufgeregt. An einer Elternratsitzung haben wir nun gesagt, man soll doch mal nachfragen, ob allenfalls unsere Lehrperson dies auch für andere Klassen erledigt oder ein Elternteil, der gerne fotografiert diese
    Sache übernimmt.

  • Kindergärtnerin sagt:

    2) Das wäre etwas Neues, Schönes, qualitativ Hochwertiges gewesen, zudem aber auch etwas teurer, wurde aber – aus meiner Sicht leider – zu wenig gewünscht.
    Dass die Kinder teilweise ihre Eltern zum Kauf drängeln, verstehe ich und hörte ich auch schon. Ich erhoffe mir allerdings fest, dass die Eltern diesem Quengeln Gegensteuer geben können: Sie bezahlen und entscheiden somit auch.
    Noch zu den Sets: Häufig wird die Lehrperson gefragt, welches der verschiedenen Set-Angebote gewünscht wird; so kann die LP dies bereits beeinflussen. Auch Hintergrundmuster können teilweise gewählt werden.
    Aber natürlich im Rahmen des Angebots: nicht alles gefällt allen.

    Es gibt wohl kaum eine Einheitslösung, die wirklich Allen entspricht.

  • Kindergärtnerin sagt:

    1) Die LP an unserer Schule erhalten selbstverständlich keine Provision. Allerdings ist es wirklich so, dass einige Schulfotografen innerhalb der ersten 1-2 Wochen nach Schuljahresbeginn in den Unterricht platzen und sich vorstellen möchten; teilweise erhält man direkt ein Formular zur Bestätigung des Interesses. Das ist mühsam und nicht unterrichts-freundlich.
    Aus meiner Sicht ist es kaum möglich, alle Elternteile glücklich zu stimmen. Einige schätzen ein Set, andere möchten nur das Klassenfoto, einigen ist es zu teuer, wieder andere wünschen explizit die Portraitkleberli, etc.
    Ich fragte vor 2 Jahren bei den Eltern herum und stellte 2 Möglichkeiten vor (schwarz-weisse Aufnahmen oder ein farbiges Set). Die Mehrheit wünschte das farbene Set. Ich persönlich hätte das andere gewählt.

  • Jan Haberstich sagt:

    ich muss lachen wenn ich die totale überschätzung „fotografischen handwerks“ hier lese (insbesondere von tina). heute kriegen sie gute bilder hin mit einer vernünftigen kamera und der voreinstellbaren automatik. im extremfall müssen sie an der belichtung was verbessern. that’s it. wir sprechen hier von einem gruppenfoto in einem raum. hallo!? dasselbe beispiel mit dem handwerker bzw. maler: beim malen gehts in erster linie um 2-3 punkte die beachtet werden müssen und das material. heutzutage via google nachzuschlagen. das wars! da brauchen sie keinen teuren maler um das kinderzimmer neu zu streichen. natürlich gibts bereiche wo sie tatsächlich gelernte leute brauchen. zum beispiel wenn sie parkett verlegen. das können sie nicht einfach er-googeln. oder einen vernünftigen heizer.

    • tina sagt:

      nein, dein eigenes zimmer kannst du natürlich anmalen wie du willst, aber ein anstrich ist das nicht, sorry. da weiss ich zufällig wovon ich spreche und da ich mich kürzlich mit unserem hausfotografen unterhielt um ihm zu erklären, warum seine hintergründe nicht gleichmässig werden wenn er sie selber anmalt („kann ja jeder“), kam da eben schön raus, dass er das selbe über leute denkt, die fotografen für überflüssig halten, wie ich über leute die maler für überflüssig halten :). ich verweise auf die problematik „warum wird der hintergrund bloss nicht gleichmässig“ (–> saugender untergrund)

      • tina sagt:

        dem unprofessionellen fehlt einfach das knowhow, das gleicht keine kamera und kein pinsel aus

      • Alpöhi sagt:

        Aber Photoshop kennen Sie? Es erstaunt mich selber immer wieder, was ich aus „mässigen“ Fotos herauskriege mit drei Klicks für Tonwertkorrektur am rechten Ort.

      • Alpöhi sagt:

        Tina, schauen Sie, es ist wie wenn Sie ein ganzes Haus anmalen, der Besteller aber eigentlich nur das Esszimmer neu gestrichen haben wollte. Dann sagen Sie ja auch nicht „mir egal, Bezahlen musst du so oder so alles, weil ich hab den Aufwand ja schon gehabt.“

      • tststs sagt:

        Ach kommen Sie, tina, wenn die Eltern schon die besseren Lehrer sind, dann werden die doch das bisschen Fötele mit links (und ein bisschen googlen) hinbringen 😉

      • tina sagt:

        ah stimmt tsts, jetzt bin ich überzeugt ;-).
        alpöhi ich kann sogar photoshöppeln. aber photoshöppeln ist wie mit dulux fester farbe streichen (kennt die noch jemand? ist zum glück ausgestorben. das war so eine art pudding)

      • tina sagt:

        ich präzisiere: ich meine unprofessionell photoshöppeln ist wie mit dulux fester farbe malen

      • Alpöhi sagt:

        Aha, Photoshoppen ist unprofessionell. Ja, dann erübrigt sich natürlich jede Diskussion. Es ist die Mühe nicht wert.

      • tina sagt:

        ich habs eben präzisiert :). professionell photoshöppeln ist ok. aber ein schlecht gemachtes foto kann man damit auch nicht gut machen. allerdings kann man (fast) jedes foto mit 2 handgriffen besser machen, das ist richtig

  • Motzi sagt:

    Finde diese Sets, bzw. den Umstand, dass sie ungefragt für alle Schüler produziert werden, auch völlig daneben. Habe dazumal auch reklamiert in der Schule und war offenbar nicht die einzige. Seither machen die Lehrer die Klassenfotos wieder selber.

  • Peter Gut sagt:

    Die Eltern müssten vorher informiert warden, ob sie an so was interessiert wären. Dann die Freiheit lassen, kaufen (drucken) nicht kaufen (nicht drucken), statt einfach zu drucken. Dann ist der Druck auf den Eltern die kaufen zu müssen. Dieses System muss angepasst werden, wenn es nicht die Fotografen machen, dann müssten die Lehrer sie dazu drängen.

  • Seraiana sagt:

    Jetzt interessiert’s mich aber schon noch: Was würdet ihr denn als fairen Preis für Klassenfotos oder Portraits eurer Kinder (als Gegenleistung für die Arbeit dahinter) erachten?

    • Alpöhi sagt:

      Beim Passfotodienst (nicht der Automat) kosten vier gedruckte Passföteli 20 Franken. Das wäre eine Ansage.

      Die Klassenfoti wird 20x gedruckt, also 20.- / 20 Ex. plus 2.- fürs Material, macht 4.- für die Klassenfoti. Dann noch 3.- für die Anfahrt, macht total 7.- für die Klassenfoti, inkl. Initialkosten, ohne Portrait.

      Macht nach Adam Riese für das ganze Set 27.-

  • Siebenbürger sagt:

    Oder ist es gar so, dass das Lehrpersonal für die zusätzlich verkauften Artikel eine Provision erhält, ähnlich den Zusatzversicherungen bei der Krankenversicherung gemäss KVG?

  • Andrea sagt:

    Als ich zur Schule ging, musste man im Voraus ankreuzen, welche Bilder der Fotograf machen sollte. Nachteil: Wenn z.Bsp. das Porträt nachher nicht so gelungen war wie erwartet, musste man die bestellten Fotos trotzdem bezahlen. Heute sehe ich das fertige Resultat meines Kindes und kann entscheiden, ob es mir den Preis wert ist oder eben nicht.

  • Seraiana sagt:

    Hatte gerade Kontakt mit der Lehrerin meiner Tochter und den Artikel und das Thema besprochen. Sie hat vorgeschlagen, dass wir den Fotografen unseres Wohnortes berücksichtigen anstelle einen grossen Anbieter zu wählen. Schön, dass es etwas bewirkt!
    Und ja @tina, für gutes Handwerk bin ich bereit auch etwas zu bezahlen.

    • Markus sagt:

      Ui, das könnte Frau Wertheimer gleich in ihren Laufblog übernehmen, wenn ich an all die Bilder denke, die mir jeweils nach einem Lauf unaufgefordert zugestellt werden. Bezahlt habe ich ich noch nie, aber anscheinend verdienen die genug Geld mit den anderen.

    • tina sagt:

      ich fand die fotos nicht selten total schrecklich, aber das heisst nicht, dass sie unbedingt handwerklich schlecht sind, sondern fotografen haben eben auch verschiedene stile.

  • tina sagt:

    fotografen haben ein studio und jede menge hardware, so wie mechaniker ihre garage und werkzeug. sie leben davon, ihre produkte zu verkaufen. diese sets werden angeboten, um sich von der masse abzuheben oder auch weil es tatsächlich gewünscht wird. die schule ist gratis.
    auch ich bin so: es tut mir viel mehr weh, einen veloservice zu zahlen weil er im verhältnis zum kaufpreis des velos viel teurer ist, als der autoservice. aber eigentlich zahle ich ja mann-stunden, werkstattmiete und hardware/werkzeug. das selbe gilt auch für den fotografen. ja klar, wer mehr als ein kind hat, zahlt für alles mehr als nur für ein kind 🙂 ist normal imfall 🙂 womöglich isst ein kind sogar halbsoviel wie 2 kinder 😉

    • tina sagt:

      und ja, genau, digitalkameras machen gute bilder. technisch. aber handwerklich kommts auf den fotografen an. das handwerk hat der fotograf gelernt, und nicht der laie. der laie sieht die qualität nicht. das ist das selbe wie beim maler: der laie denkt, er hätte ja auch selber farbige wände hinbekommen und 300.– gespart. der laie sieht den unterschied nicht.

      • Franz Vontobel sagt:

        „der laie sieht die qualität nicht. – der laie sieht den unterschied nicht.“

        Da stellt sich natürlich die Frage, warum „der Laie“ einen völlig überrissenen Preis für etwas zahlen soll, dessen Qualität er ja offenbar eh nicht erkennen kann..?

      • tina sagt:

        es sind ja nicht alle völlig blind herr vontobel ;-). man hat profis um handwerklich gute arbeit zu machen. beim maler geht es natürlich in erster linie nicht um die optik, beim velomech auch nicht.

      • tina sagt:

        oder anders rum: vielleicht schaut auch gern jemand das kinderfoto an, der handwerklich davon etwas versteht. aber ja, wenn man findet, es kommt überhaupt nicht drauf an, dann braucht mans nicht zu kaufen. aber der preis ist mit dem argument der professionalität gerechtfertigt.

      • tina sagt:

        hihi alpöhi, im richtigen leben bin ich mitte 40 und mit „vor 100 jahren“ meine ich vor 30 jahren ca.
        ja natürlich kann man die anfahrt nicht jedem schüler einzeln verrechnen. aber fliessbandarbeit ist fotografieren nicht.
        aber dass das klassenfoto darum nicht gratis ist, weil man das ganze set für 60 kaufen soll, das stimmt natürlich wieder

      • Franz Vontobel sagt:

        „es sind ja nicht alle völlig blind.“

        Gemäss ihrer Aussage, kann nur ein Profifotograph Unterschiede zwischen „selber fotographiert“ und „vom Profi fotographiert“ feststellen („der laie sieht die qualität nicht.“) – Also ist Selbermachen immer die bessere Variante, ausser ich will die Bilder der Horde von Profifotographen in der Verwandt- und Bekanntschaft zeigen.

      • tina sagt:

        vielleicht sind nicht alle eltern der mitschüler deiner kinder halbblind herr vontobel

      • Franz Vontobel sagt:

        „vielleicht sind nicht alle eltern der mitschüler deiner kinder halbblind herr vontobel“

        D.h. sie wären keine Laien („der laie sieht die qualität nicht.“) und wären somit in der Lage die Photos selber zu machen.

        Ich weiss, schwierige Sache, das mit der Logik.

      • tina sagt:

        bilder beurteilen können halt schon nicht nur fotografen, vontobel. ja ich weiss, ist schwierig, über den rand der kaffeetasse hinwegzusehen

      • Franz Vontobel sagt:

        „bilder beurteilen können halt schon nicht nur fotografen, vontobel.“

        Ach ja? Hat vorhin aber noch anders getönt:

        „der laie sieht die qualität nicht.“

        Obiges stammt von ihnen. Und ein „Laie“ ist per Definition jemand, der auf einem bestimmten Gebiet (in diesem Fall: der Fotographie) keine Fachkenntnisse hat.

        Wie gesagt: Ich weiss, es ist manchmal schwierig, das mit der Logik.

      • tina sagt:

        falsch vontobel. professionell ahnung von fotos und bildgestaltung haben eben nicht nur fotografen :). also in meinem stadtkreis wimmelts nur so von grafikern und redaktoren

    • Alpöhi sagt:

      Tina, im Grundsatz bin ich gleicher Meinung. Nur: Für 60 Stutz müsste der Fotograf etwa eine halbe Stunde arbeiten. Die Fotos, die ich jeweils aus der Schule nach Hause erhalte, die sehen mir nicht nach einer halben Stunde Arbeit aus.

      Und was Frau Kuster stört (und mich auch) ist: Der Fotograf erbringt eine Dienstleistung in einer „Menge“, die ich nicht bestellt hatte. Ich möchte nur die Klassenfoto und das Portrait. Der Fotograf sagt dann aber sinngemäss: „kannst du schon haben, aber billiger wird es deswegen nicht, weil ich hab den Aufwand ja schon gehabt.“ Das ist einfach schlechter Stil. Dass es viele Fotografen so machen, macht es nicht besser.

      • tina sagt:

        ein stundenansatz von 120.–? kein handwerker arbeitet für den preis. sollte er jedenfalls nicht müssen.
        woher wissen wir, dass niemand die produkte haben will? das klassenfoto gibt es ja eben sowieso gratis (bei uns war das glaube ich nicht gratis, aber auch nicht teuer)

      • tina sagt:

        vor 100 jahren als ich eine handwerker lehre machte haben wir 240 stundenansatz gehabt.
        du kannst natürlich schon nicht nur das abdrücken rechnen, sondern auch anfahrt, bearbeitung, infrastruktur und material

      • Alpöhi sagt:

        240 Stutz, das war im letzten Jahrhundert der Ansatz für Maschinenstunden. Der Handwerker kostete im letzten Jahrhundert 70 Stutz, teilweise auch heute noch, aber dafür würde ich auch nicht arbeiten wollen. Ich kann dir versichern: Je nach Branche ist 120 Stutz durchaus marktüblich.

        „klassenfoto gibt es ja eben sowieso gratis“ – eben genau das ist das Problem: Das Klassenfoto ist nicht gratis, sondern in DIngen eingerechnet, die man gar nicht will. Die ganze Angebotsstruktur empfinde ich als zutiefst unehrlich. Dass ich nicht der einzige bin, der das so empfindet, sehe ich in diesem Blog.

      • Alpöhi sagt:

        „du kannst natürlich schon nicht nur das abdrücken rechnen“ – schon klar, aber wenn der Fotograf die „ganze Anfahrt“ quasi jedem verrechnet, stimmt es einfach nicht mehr. Wenn der Fotograf für zwei Klassen kommt sind das 40 Fotos. Eine halbe Stunde hin und eine halbe zurück, macht 1.5 Minuten Weganteil pro Kind, mal 120, das macht drei Franken für die Anfahrt, nicht 30, gäll.

      • Martin Frey sagt:

        100% einverstanden, Alpöhi. Diese Packetlösungen kommen letztendlich einer Nötigung gleich weil man als Kunde die Wahl nicht hat, respektive jede massgeschneiderte, bedürnis- und kundenorientierte Modullösung teurer kommt als das Gesamtpacket.
        Die Sticker nehmen wir ja noch gerne (Freundschaftsbücher), aber unter uns gesagt, wer will heute noch ein Dutzend Magnete oder Schlüsselanhänger?
        Zu den Kosten noch kurz: Wir sollten nicht vergessen dass diese Arbeit der Fotografen reine Fliessbandarbeit ist. Sprich alle dieselbe Pose, weg, nächstes Kind usw. Aber der Aufwand wird allen verrechnet, zudem noch mit dieser unsauberen Tarifstruktur.
        Das einzige, was wir jeweils gerne hätten, wären die uns betreffenden Fotos in elektronischer Form. Aber genau das erhält man oft nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Nötigung? Aber gut, das entspricht dem Trend zu Superlativen und Übertreibungen. Sind Sie sonst nicht so liberal eingestellt?

      • Martin Frey sagt:

        Ich bin an sich sehr liberal, SP. Aber was bei dem Thema vielen sauer aufstösst stört mich auch. Sie nicht?

      • Sportpapi sagt:

        Nein. Statt wie früher für das Klassenfoto zu bezahlen, bekommen wir es nun gratis. Dass dafür jemand anderer bezahlt – freiwillig – oder der „Deal“ künftig nicht mehr angeboten wird, gehört dazu. Aber wenn ich mich ernsthaft stören würde, könnte ich immer noch bei Lehrer/Schulleitung den Wunsch eingeben, künftig einen anderen Fotografen zu beschäftigen.

  • Seraiana sagt:

    Als Idee könnte man die Wahl des Fotografen oder der Umgang mit Schulfotografen am Elternabend diskutieren und die Lehrperson so unterstützen als nur die Faus im Sack zu machen.

  • Widerspenstige sagt:

    off-topic, aber erwähnenswert im MB (wo sonst?):
    Ein schwarzer Tag mehr in den Beziehungsgeschichten: Mann tötet Frau im Waadtland! Eine bald wöchentliche Mordserie landesweit, die nur kurz in den Medien erwähnt wird, als Randnotiz! Dabei sollte dieses Thema endlich näher unter die Lupe genommen werden in Anbetracht der jüngsten Hetzjagd auf Frauen in der Silvesternacht in Köln!! Wo bleibt hier der Aufschrei im MB und wird darüber eingehender diskutiert, wo die Prävention beginnen soll bei Männern, die ihre Gefühlswelt nicht (mehr) im Griff haben? Und nein, es sind nicht immer Ausländer oder Asylanten oder Flüchtlinge etc.

    • Alpöhi sagt:

      Jetzt gerade lese ich nur eine Hetzjagd gegen Männer. Einmal mehr.

      Liebe Emanze, bei allem Respekt und bei allem Verständnis für das Unverständnis wenn etwas falsch läuft: Das was du hier abziehst, geht gar nicht.

      Das musste jetzt auch einmal gesagt sein.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Widerspenstige

      also wenns Ihnen um die Gefühlswelt der mitteleuropäischen Männer geht, dann ist der veranschaulichende Hinweis auf Köln doch eher ungeschickt, dort gehts nämlich nicht nur um Gefühle, sondern um ziemlich tief verankerte Weltbilder… (die übrigens auch in den Flüchtlingsheimen ein grosses Problem darstellen, zumindest wenn wir es nicht normal finden dass Fluchtfrauen von ihren Mitflucht“brüdern“ in den Heimen genauso behandelt werden wie im Land aus dem sie geflüchtet sind…)

      • Martin Frey sagt:

        Die Gefühlswelt der mitteleuropäischen Männer dürften beim Thema Köln (sowie der anderen rund ein Dutzend Städte in D) deckungsgleich mit der Gefühlswelt der mitteleuropäischen Frauen sein, Fr. Steiner. Wage ich an dieser Stelle einfach mal zu behaupten.
        Aber wie gesagt, das Thema ist doch sehr off-topic. Die Frage stellt sich, ob man auf jeden Brandbeschleuniger auch einsteigen soll der derart mutwillig ins Feuer geworfen wird.

    • Sportpapi sagt:

      Was willst du unter die Lupe nehmen? Verbrechen und Opferstatistiken?

      • Widerspenstige sagt:

        Ja genau, Sp! Es soll eine Task Force auf die Beine gestellt werden, welche sich intensiver um detaillierte Berichterstattung kümmert sprich kein Vertuschen von Fakten, aber auch keine sensationsgeile Effekthascherei zur Volkshetze. Kluge präventive Aufklärung und mehr Transparenz vonseiten Ärzten und Polizei (Enthebung der Schweigepflicht bei medizin. Behandlung nach tätlichen Angriffen).

        Eine Statistik ist nur eine Momentaufnahme und zeigt nur die Spitze eines Eisberges und muss deshalb vertieftere Recherchen via Task Force veranlassen können.

    • tina sagt:

      widerspenstige: hast du denn nicht bemerkt, dass das weder an silvester, noch an neujahr, noch am 2.1. ein thema war, sondern erst am 3.1.? und dass in der überschrift von 1000 die rede war, im text aber von 30-80 polizeibekannten taschendieben? und nun musst du nur noch vergleichen, wieviele grabscher es am münchner oktoberfest wohl gibt und schon ist der eigentliche skandal der, der berichterstattung. leute, die solche überschriften texten sollten berufsverbot bekommen. wegen volksverhetzung

      • Martin Frey sagt:

        Die Berichterstattung zu Köln war zweifelsohne skandalös, aber whs. eher nicht aus den Gründen die Sie, tina, andeuten.
        Bis dato sind allein zu den Vorgängen am Kölner Bahnhof über 500 Strafanzeigen eingegangen. Bekanntlich ist die Dunkelziffer bei den Themen ja meist noch deutlich höher.
        Persönlich denke ich nicht dass das nichts ist.

      • tina sagt:

        nein das ist nicht nichts. am münchner oktoberfest passiert auch nicht nichts

      • Martin Frey sagt:

        @tina: http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/die-uebergriffe-in-koeln-und-falsche-zahlen-von-der-wiesn-14004617.html
        Einzige Korrektur zum FAZ-Artikel: Mittlerweile sind die Kölner Anzeigen, wie bereits gesagt, über 500 geschnellt.
        Noch ein Zitat aus dem nun vorliegenden Kölner Polizeibericht: «Das Phänomen der massenhaften sexualisierten Gewaltstraftaten in Verbindung mit Eigentums- und Raubdelikten wie in der Silvesternacht wurde in Köln erstmalig festgestellt.»

      • Sportpapi sagt:

        @Martin Frey: Allerdings ging es beim Oktoberfest offensichtlich um vollzogene oder versuchte Vergewaltigung.
        Dennoch sind die Zutaten in Köln offenbar vorhanden, um eine gewaltige Empörung auszulösen. Sexuelle Übergriffe an deutschen Frauen durch ausländische Täter. In einer Zeit, da die Stimmung ohnehin schon aufgeheizt ist.

      • Martin Frey sagt:

        Wenn Sie die Zahlen vergleichen, dann sehen Sie, dass Sie das eben nicht vergleichen können, SP. Ohne das eine zu dramatisieren und das andere schönreden zu wollen.

      • tina sagt:

        entschuldigung, ich sprach nur von einem fest mit massenbesäufnis, ich wusste gar nichts über vergewaltigungen am oktoberfest sondern meinte sexuelle übergriffe im sinne von grabschen, und ausserdem taschendiebstähle.
        ich las am 4.1. die überschriften und dann die texte dazu. und das tat ich auch vorhin nochmals mit neueren berichten.
        da ist nicht nichts passiert, aber das entsetzen über deutsche grabscher und taschendiebe ist eindeutig nicht im selben aussmass

      • tina sagt:

        ich muss etwas präzisieren: ich will keinen einzigen vorfall herunterspielen! ich meine, ich nehme jede einzelne anzeige sehr ernst.
        tatsächlich waren es aber gar nicht so viele anzeigen, jedenfalls nicht in den berichten die ich las, und das war auch der polizei bericht. in den überschriften waren total überrissene darstellungen, während im text darunter alles viel viel harmloser war, wobei ich mit harmloser die zahl meine. wie bereits betont: ich will damit keinen einzigen übergriff beschönigen. hier der polizeibericht:
        http://www.mik.nrw.de/fileadmin/user_upload/Redakteure/Dokumente/Themen_und_Aufgaben/Schutz_und_Sicherheit/160111ssia/160111berichtppkoeln_1.pdf
        über 500 anzeigen gab es in der ganzen stadt! nicht an dem platz, wo sich 500 bis 1000 leute aufhielten

      • Martin Frey sagt:

        @tina: Ihr zitierter Bericht bildet den Stand des 8.1.16 ab. Am 10.1.16 steht in der FAZ dazu folgendes (Zitat): „Die Zahl der Strafanzeigen mit Bezug auf die Übergriffe in der Kölner Silvesternacht steigt weiter rasant an. Nach Angaben der Kölner Polizei sind es mittlerweile 516.“
        Aber ich halte diese Zahlenschieberei persönlich für zweitrangig.
        Das Phänomen vom Silvester (Taharrush genannt) ist an sich nicht neu, auch im Westen kennen wir es spätestens seit den Demonstrationen vom Tahrir-Platz in Kairo.
        Nur falls das Thema Sie wirklich interessieren sollte:
        http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/gastbeitrag-von-samuel-schirmbeck-zum-muslimischen-frauenbild-14007010.html

      • Anh Toàn sagt:

        @MF: 500 Anzeigen

        3 Tage nach der Sylvesternacht war die Zahl der Anzeigen zweistellig (3060). Dann kam die Berichterstattung und die Anzeigen verzehnfachten sich: Ist sowas nicht zumindest erstaunlich? Wie viele erhoffen sich wohl einen Vorteil davon (Hetze, vielleicht gibt es Entschädigung, Rente für Trauma), eine Anzeige gegen Unbekannt zu machen? Dazu wird das ganze einerseits als typisch muslimisch dargestellt, dann wird wieder gesagt, die Meute sei betrunken gewesen.

        Bald kommt die Fasnacht: Was da gegrabscht wird, nicht nur in Köln an den Funkenmariechen („un“ durch „ic“ ersetzen trifft die Mnnerphantasien) auch in Basel z.B. von „Waggis-Wagen“ die Räppli in die Klamotten stopfen.

      • Martin Frey sagt:

        @Anh Toàn: nein, dieses Anzeigeverhalten ist nicht erstaunlich, sondern normal. Aber was Sie machen sind pauschale Unterstellungen für die Sie null Hinweise haben. Was ich persönlich ziemlich übel finde.

      • tina sagt:

        die zahlen sind dann wichtig, wenn in einer überschrift von 1000 die rede ist, und im artikel selber von 30-80. das ist es, was ich anprangere.

        das war der fall am 3.1.! die faz konnte ja am 3.1. auch nicht hellsehen, wieviele anzeigen bis 10.1. dazu kommen….von der faz war aber auch nicht die haarsträubende überschrift am 3.1.

      • Anh Toàn sagt:

        @Martin Frey „Das Phänomen vom Silvester (Taharrush genannt) ist an sich nicht neu, auch im Westen kennen wir es spätestens seit den Demonstrationen vom Tahrir-Platz in Kairo.“

        Ist keine pauschale Unterstellung, aber wenn ich schreibe „Das Phänomen vom Sylvester ist nicht neu, man kennt es von Karneval und anderem im Westen, schon seit langem und noch immer“

        finden Sie das übel.

        Ich finde weniger übel, Gemeinsamkeiten zu suchen, statt mit dem Finger auf eine ausgrenzbare Gruppe zeigen, die Tat an sich ist verwerflich, weder Fasnächtler noch Muslime, auch wenn beide Täter sein können.

      • Anh Toàn sagt:

        @MF Glauben Sie im Ernst, unter den ganzen Anzeigen sei nicht eine dabei, bei der es darum geht, von der Versicherung ein I-Phone zu bekommen, das eigentlich defekt war, oder mit einer Quittung einer Freundin als Beleg, dass man je eines besessen hat?

      • Martin Frey sagt:

        Ich finde das nicht nur übel, sondern völlig jenseits was Sie getan haben, Anh Toàn. Denn Sie haben nicht nur versucht (wie vielleicht tina auch), Köln zu relativieren und Zusammenhänge herzustellen mit grossen Volksfesten mit Millionen männlichen Besuchern wo es auch alkoholbedingte Uebergriffe gibt. Das kann und darf man.
        Sie aber haben den Opfern der Massenübergriffe unlautere Motive unterstellt, wittern wohl irgendeine Verschwörungstheorie und stellen den Sachverhalt an sich in Frage. Ich frage mich ernsthaft welches Argument als nächstes kommt. Waren die Kleider doch etwas zu eng und zu kurz? Oder sollten junge Frauen zu dieser Tageszeit halt nicht ohne Männerbegleitung auf der Strasse sein?
        Echt jetzt, Leute wie Sie machen mich noch zum Feministen.

      • Anh Toàn sagt:

        Ich habe nicht den Opfern unlauteres unterstellt, ich habe bezweifelt, dass alle Anzeigen lauter sind, ein Teil derjenigen, die erst kamen, als die Sache in der Presse war. Warum macht man eine Anzeige nicht sofort, allenfalls am nächsten Tag? Mehr habe ich nicht gefragt, und diese Frage scheint mir berechtigt, auch wenn Sie behaupten, und nicht mehr, dies sei normal.

      • Anh Toàn sagt:

        MF: Mich machen Leute zum Feministen, die Frauenverteidigung vortäuschen, um auf Muslime zu hauen.

        Die Emanzipation der muslimischen Frauen ist Aufgabe der muslimischen Frauen. Hier bestrafen wir, wer unsere Gesetze verletzt, aber stellen nicht Gruppen oder Sippen unter Generalverdacht, begründen die Tat mit dem Frauenbild dieser Sippe, denn dann wären wir dort, wo wir „denen“ vorwerfen zu sein: im Mittelalter.

      • Martin Frey sagt:

        Wissen Sie Anh Toàn, ich habe beruflich regelmässig mit Leuten zu tun die Opfer von sexuellen Uebergriffen geworden sind. Ein Teil dieser Leute braucht Jahre, manche ein Leben lang um sich zu solchen Schritten durchzuringen.
        Auch Opfer von Vermögensdelikten brauchen oft Tage um sich klar zu werden was sie wollen. Das ist ihr gutes Recht.
        Es ist nicht schlimm, davon wenig Ahnung zu haben. Es ist auch ok, sich für spezifische soziokulturelle Aspekte weniger zu interessieren. Auch das Schicksal der muslim. Frauen muss Sie nicht interessieren. Dann aber wäre nach meinem Empfinden etwas mehr Zurückhaltung, etwas Demut angebracht bevor man sich so äussert.
        Sie haben auf unzulässige Art Opfer zu Tätern gemacht ohne die geringste Grundlage. Das ist und bleibt für mich ein no-go, Anh Toàn.

      • Anh Toàn sagt:

        @Martin Frey: „spezifische soziokulturelle Aspekte“

        Also auf Deutsch, das können Sie doch eigentlich, heisst dies im Kontext: Muslime begrabschen Frauen, das liegt in deren Gesellschaft, in deren Kultur.

        Das ist übel. (aber anscheinend wieder „Salonfähig“)

      • Martin Frey sagt:

        Netter Versuch, sich aus der Sackgasse zu bringen in die Sie sich hinein manövriert haben, Anh Toàn. Wenn Sie mir damit etwas unterstellen möchten was ich nie gesagt habe, bitteschön. Beeindruckt mich nicht im geringsten. Scheint ja ein bisschen Ihre Spezialität zu sein. 😉

      • Anh Toàn sagt:

        @MF Vielleicht sind Sie und ich etwas kleinlich: Da sowohl, was Sie mir vorwerfen, wie was ich Ihnen vorwerfe gerne geäussert wird, das eine noch immer, das andere wieder häufiger, ist das wohl verständlich und sogar berechtigt.

        Falls ich Opfer zu Täter gemacht haben sollte, wollte ich dies nicht, ich glaube auch nicht, dies getan zu haben, ich hoffe, Sie zumindest haben diese spezifische soziokulturelle Aspekte nicht so gemeint, wie ich Sie verstanden habe.

        Solange keine Details bekannt sind, weiss man nicht mal, wie viele unter den Tätern sich als Christen bezeichnen.

      • Anh Toàn sagt:

        Apropos: Kein Interesse an spezifisch sozia Kultur bla bla:

        Ich habe 3 Monate in der Türkei, 7 in Ägypten, 3 in Eritrea, gelebt, habe gute Freunde in dieser „Kultur“, nur keine Ahnung davon, wie die so sind da, die Muslime, oder Ägypter, oder Christen wenn sie Ägypter oder Eritreer (50%) sind. Ein Ägypter, sehr religiös, wollte mich zu einem Bier einladen und mittrinken, die Gastfreundschaft war ihm wichtig und er hat sich nicht betrunken. Wenn ich konvertiert hätte, (worden wäre, wie sagt man?) hätte ich seine Schwester heiraten können, die ich nie gesehen habe. Er war schon in Mekka. Er hat ein Frauenbild von entweder Heiligen oder Prostituierten, aber auch eine Prostituierte würde er nie begrabschen.

      • Martin Frey sagt:

        @Anh Toàn: Ich reagiere einfach relativ allergisch auf jegliche Versuche, aus Opfern Tätern zu machen, respektive Opfern diffus-suggestiv irgendwelche Mitschuld an wasauchimmer zu geben. Das Muster folgt halt oft Strategien die Sie benutzt haben, daher meine Reaktion.
        Sich mit Soziokultur auseinander zu setzen gehört zu meinem täglichen Business. Diese auszublenden würde bedeuten, den Menschen nicht gerecht zu werden, egal ob die Motivation fürs Wegschauen heer scheinen mag oder nicht. Wohin das führt, kann man sehr wohl anhand der Vorfälle in D studieren, man muss dafür nicht Rotherham bemühen. Meines Erachtens helfen bei solchen Themen nur Fakten, Sachlichkeit und schonungsloses Hinschauen. Dies aber, und hier bin ich mit Ihnen einig, ganz ohne tumbe Pauschalisierungen und Hysterie.

      • Sportpapi sagt:

        Hm, Martin Frey, hier argumentieren Sie – nicht zum ersten Mal – in überheblicher, arroganter Art. Anh Toan hat mit seinen Anmerkungen durchaus recht. Und differenzierte Betrachtungen als „Relativierung“ zu bezeichnen mag ja aktuell in Mode sein, richtiger wird es deswegen aber nicht. Aktuell ist es richtig, die Dinge zu benennen, die vorgefallen sind. Aber auch, sie (möglichst) korrekt einzuordnen.
        Haben Sie übrigens bemerkt, dass von den 500 Anzeigen weniger als die Hälfte wegen sexueller Übergriffe waren (immer noch genug!), und doch auch einige Männer betroffen sind, von denen erstaunlicherweise gar niemand spricht?
        Weshalb braucht es Tage/Wochen/Jahre, um eine Anzeige wegen Übergriffen/Diebstahls zu machen?

      • Sportpapi sagt:

        Übrigens halte ich den ersten Teil des Kommentars von Michael Herrmann zum Thema für ziemlich nüchtern und vernünftig.

      • tina sagt:

        danke sportpapi und anh toan.
        MF: das lasse ich mir nicht unterstellen. ich kritisierte die medien, nicht die opfer

      • Martin Frey sagt:

        @tina: Dieser Vorwurf hat auch nicht Ihnen gegolten sondern Anh Toàn. Grundsätzlich habe ich Ihnen gar nichts unterstellt. Das machen grad andere… Meist ein Zeichen der Gereiztheit, man greift dann gerne zum rhetorisch einfachsten Mittel.

    • Jan Haberstich sagt:

      @Widerspenstige: Und was ist mit den Frauen die sich nicht im Griff haben und ihre Männer terrorisieren? Es gibt immer zwei Seiten im Leben! Sie machen es sich sehr einfach. Es braucht keinen Aufschrei hier im MB. Diese Welt ist leider nicht perfekt. Unrecht passiert leider nun mal. Männer die Frauen schlecht behandeln bekommen ihre Quittung. Sie sprechen von Mordserie. Das ist doch schlicht übertrieben! Schauen Sie sich bitte die Statistiken des Bundes an. Wir leben in einem sicheren Land. Leider gibt es keien Welt ohne Gewalt und Unrecht. Leider….

    • Widerspenstige sagt:

      Es geht um Mord an einer Frau in ihren eigenen vier Wänden sprich häusliche Gewalt durch ihren Partner – egal ob Schweizer oder Ausländer oder dick oder dünn oder gross oder klein etc. MORD ist absichtliche Tötung und wird in Berichterstattungen bagatellisierend ‚Beziehungsdrama‘ genannt! Was soll das?!

      • Anh Toàn sagt:

        Es geht um Tötung, ob Mord, Totschlag oder vorsätzliche Tötung entscheiden die Gerichte.

        Was mich auch stört ist, dass die Berichterstattung viel umfangreicher wird, wenn es Ausländer, noch besser ein Muslim Täter ist: Dann geht es m „Blutrache“ und „Ehrenmord“ bei einem Schweizer ist es ein „Familiendrama“. „Drama“ entschuldigt den Täter teilweise, in dem dieser aus einer tragischen, unausweichlichen Situation handelte: Wird wohl in den meisten Fällen so sein, aber nicht nur bei Schweizern, sondern auch bei Muslimen

      • tina sagt:

        genau

  • Jan Haberstich sagt:

    es ist eine absolute frechheit. ich höre das nicht zum ersten mal. wir hatten eine ähnliche situation. total überrissene preise. es wird eindeutig überschätzt was ein sogenannter „profi-fotograf“ hinkriegt. mit einer guten kamera und vernünftigen lichtverhältnissen lassen sich super fotos machen. da brauchts keinen abzocker-fotograf!

    • tina sagt:

      das ist einfach absoluter quatsch. der laie sieht nur einfach die qualitätsunterschiede nicht unbedingt. ist das selbe wie jeder meint, er könne doch seine wohnung selber streichen, das sei doch keine sache

      • Jan Haberstich sagt:

        ich bin voll ihrer meinung tina. aber beim föteli machen ist es wirklich so. eine vernünftige kamera reicht aus wenn man sich minimal darüber informiert hat auf was zu achten ist.

      • tina sagt:

        damit kann man auch sagen, ist der fotografenberuf seit es gute digicams gibt ausgestorben. hat ausgestorben zu sein. ist er aber nicht und soll er auch nicht. und mancher laie hält fotos für gut, die schon ein mässig visuell orientierter mensch völlig inakzeptabel findet. ich sah schon hochzeitfotos, aua….

      • Susi sagt:

        Auch wenn ich mich wiederhole: Danke, Tina, danke, danke, danke!!!!

      • Anh Toàn sagt:

        @Tina und Susi

        Wohnungen habe ich schon oft selber gestrichen, ist echt keine grosse Sache mehr, auch weil moderne Farben kaum mehr tropfen, und man mehr Zeit braucht als ein Profi. Irgendwann werden digitale Cameras besser als jeder Fotograf, genauso wie selbst fahrende Autos weniger Unfälle machen werden. Es gibt Fotografien, die „Kunst“ sind, das kann Software nicht, aber Klassen- und Kinderfotos sind „Handwerk“, wie Wände streichen.

      • tina sagt:

        moderne farben tropfen nicht? tatsächlich, er lebt, der dulux mann :D. anmalen ist etwas farbe draufmachen. ein anstrich ist überall gleich dick, auch in den ecken. man sieht keine ansätze. er dient dem schutz des untergrundes und der untergrund muss vorbereitet werden, was in einer wohnung in einigen fällen nicht nötig ist, das stimmt. wenn also der untergrund zufällig eh in ordnung ist und der laie es hinkriegt keine ansätze zu machen und die übergänge zum holzwerk auch sauber hinkriegt (mit klebeband??) dann ok. ansonsten ist diese art wohnungen zu streichen fürs eigene auge ok, aber nicht in dem sinne, dass der anstrich dem schutz dient, hält, und einem nachfolger zuzumuten ist

      • tina sagt:

        damits nicht tropft muss nur die farbmenge stimmen und man muss langsam arbeiten. das ist gefühlssache und das gefühl hat man durch routine. nicht tropfende farbe ist nix

      • Anh Toàn sagt:

        @Tina: Ja klar, mit einem Anstrich ohne Vorbehandlung des Untergrundes usw. usw. vielleicht noch mit der velopumpe an die Wand sprayen geht schlecht.

        Wer Füsse oder Köpfe abschneidet, es nicht schafft bei Personen die notwendige Stimmung für ein Photo hinzubekommen, oder nicht merkt, dass ein Blümchenkleid mit einem Blumenbeet als Hintergrund nicht geht, kann keine Photos machen. Denn Rest macht eine moderne Kamera, man kann sogar vieles falsch machen, direkt ins Gegenlicht fotografieren, es ist verblüffend, was moderne Kameras korrigieren können.

      • tina sagt:

        ah, spachteln kann ja auch jeder 😉 und macht auch nix, wenn mans sieht nachher. und übergänge zu holzwerk klebt man mit klebeband ab ;-).

        auch bei automatik braucht man wissen und übung mit kontrastumfang (auch mit aufhellblitz gibt es da grenzen), tiefenschärfe, brennweite (hallo grosse nase und stürzende linien), bildkomposition (hallo alles in der mitte).

        erinnerungsfotos knipst der laie ja genug von seinen kindern und während schulausflügen.

  • Synn sagt:

    Wie wahr! Ich nehme zähneknirschend jeweils auch noch die Passbildli, damit genug da sind um in die diversen Freunde Büche zu kleben die ständig um Umlauf sind 🙂

    • Synn sagt:

      aargh… BücherR und IM Umlauf sollte es natürlich heissen

    • Susi sagt:

      Warum „zähneknirschend“? Die Stickers sind genau dafür supertoll und bereiten den Kindern Freude!
      (Das Freundschaftsbuch war dieses Jahr das Hauptweihnachtsgeschenk für unsere Tochter; so hohen Stellenwert haben diese Bücher.)

      • Synn sagt:

        zähneknirschend weil der Hintergrund jeweils zum Heulen ist, irgendeine undefinierbare gesprenkelte Farbe 😉 Ansonsten einverstanden!

  • Peter Meile sagt:

    Mein Gott, ich sehe das Problem nicht. Wer sich daran stört, darf doch gerne in der Freizeit zum Fotografen, kaufen muss anscheinend niemand was. Grosszügig, dass das Klassenfoto kostenlos abgegeben wird, dieses ist ja das einzige, was wirklich als Erinnerungsstück wertvoll ist. Zum ökologischen Gesichtspunkt: Einmal weniger in die Ferien fliegen und die Klassenfotos sind auf Generationen hinaus klimaneutral… 😉

  • Lore sagt:

    Bei uns gab es auch die Klassenfotos nicht kostenlos. Entweder Gesamtpaket oder einzelne Bilder/Kleber etc., alles ziemlich überteuert. meist haben wir aber doch zumindest das Klassenfoto gekauft.

  • Céline sagt:

    Ganz einfach, bietet Euch an, dass Ihr das Klassenfoto macht. Die Qualität ist entweder schlecht oder effektiv nur mittelmässig. Das bekommt echt jeder Vater/jede Mutter, die eine Spiegelrefelxkamera zuhause hat, ebenso hin. Danach allen Eltern zustellen oder je einen Print bestellen. Unmöglich diese gestellten, altmodischen Kinderportraits. Ansonsten selbst einen Fotografen anfragen.

  • Yves Burnach sagt:

    Das Wesentlichste wurde im Artikel gar nicht erwähnt: Wer garantiert, dass der Fotograf die digitale Version der Bilder wirklich vernichtet. Bei uns lief das genau gleich ab: Der Fotograf kam vorbei, machte Klassenfotos, Einzelfotos und wollte dann 60 Franken. Der Hammer war, als ich von ihm nach Bezahlung die Digitalversion der Bilder (inklusive Klassenfoto) forderte und er mir die Herausgabe verweigerte mit der Begründung, dies sei sein Eigentum. Und da hat dann der Spass bei mir definitiv aufgehört. Erst der Hinweis auf das Datenschutzgesetz und die Drohung via Anwalt zu klagen hat geholfen. Den Schulen ist nicht bewusst, dass diese Digitalfotos in irgendwelchen Pädo-Foren landen können. Da reicht es, wenn die Datenbank des Fotografen gehackt wird oder er unvorsichtig ist.

    • Jana sagt:

      Denke mal nicht, dass solche Bilder für Pädos wahnsinnig spannend wären (im Vergleich dazu, was einige Eltern so auf ihren öffentlichen Facebookprofilen/Familienhomepages hochladen – das ist wirkllich haarsträubend. Witzigerweise verlieren sie damit oftmals auch die Eigentumsrechte an den Bildern). Dem Fotografen ist vermutlich nichts zu unterstellen – viele Fotografen sehen sich als Künstler, die bis zu nem gewissen Grad Eigentumsrechte an ihren Bildern besitzen. Wie ein Maler, der ein Porträt malt halt. Vielleicht hätten Sie sogar verloren, wenn das bis vor Gericht gegangen wäre – Immerhin war der Typ kulant.

    • Susi sagt:

      „Das Wesentlichste“?
      *augenreib*

  • Seraiana sagt:

    Für mich sind das Klassenfoto und der Klassenspiegel tolle Erinnerungen. Wenn ich dazu ein gelungenes Portrait meiner Tochter erhalte: Toll. Dafür bin ich auch bereit für den Aufwand etwas zu bezahlen.
    Gerne hätte ich die Bilder auch digital, da ich ende Jahr jeweils ein Album unserer Familie gestalte. Leider ist das bei kaum einem Schulfotografen möglich.

  • evchen sagt:

    Gehören jetzt auch schon Klassenfotos zum Lernplan? Echt jetzt? Woher kommt diese Erwartungshaltung, dass die Schule alles zu machen hat, am besten gratis und am besten so, dass die Fotos auch noch als Bewerbungsfotos hinhalten können. Das Ziel ist eine Erinnerung für später. Und das ist schön. Danke an die Lehrpersonen, welche dies ermöglichen.

  • Mamivon4 sagt:

    ja, das kenne ich. wir eltern haben dann angefangen, die klassenfotos einzuscannen (fast jeder drucker hat ja mittlerweilen so eine funktion) und dann selbst bestellt.
    jetzt, die kinder an einer neuen schule, klassenfoto kostet grad mal SFr. 2.– ! oder ganz toll, die ganzen einschulungsfotos wurden online gestellt und man konnte sich selber welche bestellen und waren top qualität!
    im kindergarten werden/wurden wir „vorgewarnt“ und die KiGa-lehrerin hat eine freundin die es etwas günstiger macht…dort mussten wir nur noch SFr. 16.– bezahlen.
    was mich aber noch dazu immer aufgeregt hat, dass die qualität der bilder meist himmeltraurig sind/waren und keine SFr. 60.– wert!

    • tina sagt:

      man muss sich aber vor augen halten, dass einscannen einfach betrug ist.

      • Susi sagt:

        Danke, Tina.

        Da will man das Produkt, aber dem Fotografen möglichst nichts für die Arbeit bezahlen. Schäbig, sowas.

      • tststs sagt:

        Nein, ist es nicht, solange man das Originalfoto legal erststanden hat (selbstverständlich zu einem fairen Presi!), resp. die Kopie nicht veröffentlicht.

      • Susi sagt:

        @tststs: Nein. Vervielfältigen und an andere Verteilen ist nicht automatisch dabei. Da muss man zusätzlich das Copyright kaufen. Hab ich auch schon mal gemacht bei einem Fotografen, d.h. ich habe ihm einige (digitale) Bilder abgekauft inkl. das Recht, diese zu vergrössern oder zu vervielfältigen.

  • Punto sagt:

    Vielen Dank für den Artikel, genau meine Worte!!! Das Design der Produkte ist dermassen hässlich, einfach unglaublich. Die Fotos an und für sich sind jeweils professionell und toll.

  • Andrea sagt:

    Bei uns (in der gleichen Gemeinde wohnhaft wie Jeanette Kuster) löst die Schule das anders: ein Klassenfoto plus ein Portrait kosten 6CHF. Eine Lehrperson macht alle Bilder.

  • Jess sagt:

    Meine Tochter (in 1. Kindergartenjahr) weigerte sich partout, sich fotografieren zu lassen (kein Problem für mich) – mit viel Überredungskunst stand sie dann aber fürs Klassenbild zur Gruppe. Da es von ihr aber kein Portrait gab, gabs für uns natürlich keine Mappe mit Magneten und all dem Kram (auch kein Problem für mich). Aber es gab auch kein gratis Klassenbild für die Tochter! Ich habe der Lehrerin das ihrige für 14 CHF abkaufen müssen. Bin nicht sicher, ob wir beim Klassenbild absichtlich vergessen gegangen sind, oder ob das die Strafe für die Verweigerung der Tochter war…

    • Jeanette Kuster sagt:

      Laut meinen Recherchen sind die Gratisfotos „Promotionsangebote der Fotografen“. Da man ihnen nichts verkaufen konnte, sind sie vermutlich auch nicht in den Genuss der Gratis-Promo (sprich des Klassenfotos) gekommen.

  • Reto sagt:

    Hier mal die Antwort auf meine Anfrage für einen Mengenrabatt für unsere vier Kinder:

    Wir verstehen Ihr Anliegen, trotzdem können wir aus Fairness gegenüber anderen Familien leider keine Preisreduktion anbieten.
    Zudem haben wir mit dem Preis von CHF 58.00 bereits einen Rabatt gewährt da wir mehrere Klassen im selben Schulhaus fotografiert haben.
    Wir sind uns bewusst, dass die Vorausproduktion und der in diesem Zusammenhang entstehende Abfall ökologische Fragen aufwerfen. Allerdings hat auch die Einzelproduktion auf Bestellung ökologische Nachteile, welche dem Abfall-Nachteil der Vorausproduktion gegenübergestellt werden müssen.
    Für jeden zu produzierenden Auftrag muss vorgängig mittels der Produktion von Testbildern ein Referenzbild in der richtigen Qualität produziert werden. …

    • Reto sagt:

      Fortsetzung:

      Für einen grossen Auftrag für eine ganze Klasse oder für ein ganzes Schulhaus müssen somit deutlich weniger Testbilder produziert werden als für viele kleine Einzelaufträge auf Bestellung.

      Wir haben dann auch nur die Klassenfotos genommen.
      Vollkommen überteuert ist ja jeweils der Klassenspiegel mit allen Kindern und den Namen drauf, wobei der vielleicht später mal das sinnvollste Foto wäre, da man sich in 20 Jahren vielleicht nicht mehr an alle Namen der Mitschülern erinnern wird.

      • Céline sagt:

        Mit den heutigen PC Kenntnissen am besten selber eine solche Übersicht machen und die Fotos dazu ebenfalls. Die Qualität ist ja meist unglaublich schlecht, hinzu kommt das extrem veraltet „Setting“.

        Ich (Hochzeitsfotografin) habe meiner Schwester (Lehrerin) schon angeboten schöne Bilder Ihrer Schüler zu schiessen – nach diesem Artikel auch gerne Gratis!!! Unglaublich wie übel diese Pakete aussehen.

  • Samuel Baumgartner sagt:

    Als Lehrer fand ich die Fotographen auch nicht gerade toll. So kamen irgendwo zwischen 5-10 verschiedene Fotographen pro Jahr ins Schulhaus und wollten die Klasse ablichten. Natürlich fragten sie immer zu Unzeiten nach. Ich habe diese Bilder zum Teil selber gemacht oder meine Stellenpartnerin, eine leidenschaftliche Hobbyfotographin, machte die Bilder. Die Abzüge waren danach echt günstig 🙂 Leider konnten wir keine Farbstifte als Hintergrund für unseren Klassenspiegel machen 😉

  • Sportpapi sagt:

    Was ist unter „Abzocke“ zu verstehen? Wohl kaum ein Angebot, das man problemlos ausschlagen kann (und dennoch ein Gratisbild erhält). Und auch der Preis scheint mir gerechtfertigt, wenn man diese Produkte will. Und sonst lässt man es eben.

  • Michael sagt:

    Das kann man doch leicht selber organisieren. Soll das Foto doch jemand aus dem Elternkreis machen ! Die Kameras die heutzutage im privaten vorhanden sind, machen die hochwertige Fotos. Wäre doch einfacher und vor allem billiger !

  • Carina Walder sagt:

    Das selbe nach einer Geburt: im Spital wird das Kindchen drapiert und fotografiert, nach einer Woche kommt dann nicht ein Bild sondern eine ganze Kiste mit Bildern, Leinwänden, Fotobüchern, … zu einem unverschämten Preis. Und auch hier, völlig einfallslose Posen. Einzelartikel sind total überteuert. Wir haben dann einfach einige Bilder eingescannt und daraus bei einem günstigen Anbieter Karten drucken lassen. Und natürlich das ganze Paket retour gesendet. Ist wohl die selbe Strategie.

    • Claudia sagt:

      Da hätten Sie aber lieber gleich auf das „Fotoschiessen“ verzichtet und sich privat darum gekümmert. Das wäre konsequent gewesen. Das Baby war ja immerhin in Ihrer Obhut. Im Kindergarten eben nicht mehr.

  • Michael Baumann sagt:

    Es geht allen gleich und ist ein Graus: Ein ökologischer Widersinn und es wird mit dem Segen der Schule den Kindern eingeimpft, dass das gute Eltern seien, die möglichst viele Produkte, Kleberlis, Magnete etc. mit dem Bild des Kindes kaufen. Materialismus pur. Natürlich: der Konkurrenzdruck unter den Fotografen ist gross. Aber das System gehört einfach abgestellt. Mit sechs Kindern ist das ein Wahnsinn. Zum Glück sind die grössten drei an Mittel- und Sekundarschulen, dort läuft es anders. Mein Vorschlag: Nur noch ein Klassenfoto pro Jahr und das nur online. Dafür zahlen die Eltern pauschal im Kanton ZH pro Jahr Fr. 5.–

    • Dan Mettler sagt:

      Macht bei einer Klassengrösse von 20 Schülern gerade mal 100.- für den Fotografen. Wenn er richtig kalkuliert, darf er für das Foto inkl. Anreise, Fotografieren, Nachbearbeiten, aufs Netz stellen und administrative Arbeiten max. 45 Minuten Arbeit haben. Das Resultat würde ich nicht sehen wollen.

  • Jana sagt:

    Tja. Fotografen machen einen Teil ihres Geldes heute nur noch mit den spezifischen Fotos (Klassenfotos, Hochzeitsfotos, Biometrische Passbilder und vielleicht noch mit Bewerbungsbildern und Babyfotos) – der Verkauf von Kameras läuft heute nämlich nicht mehr. Man merkt, dass der einstmals klassische Berufszweig gewaltig unter Druck steht. Entweder es ist dieser gräuliche etwas angestaubte Laden, der immernoch so aussieht, als ob sie deine Ferienfotos entwickeln wollen, oder es ist dieser kleine hippe Schuppen mit dem überkreativen Namen, der einen auf Kunst macht (und dafür auch entsprechend Geld sehen will). So oder so, ich sehe diese überrissenen Angebote als Anzeichen der Verzweiflung.

  • Lia sagt:

    Ich habe mich über diese Mappe sehr gefreut! Die Fotos und Magnete wurden an die Familie in Übersee verschickt, und endlich kenne ich die Gesichter zu den Namen der Kinder. In Amerika rennt jeder für solche schönen Fotos zum Fotografen, hier bekommen wir sie geliefert. Und wer lieber für Magnete und Kleber 45 Franken bezahlt anstatt für das Komplettpaket 60, naja…

  • Barbara Rina sagt:

    Sie sprechen mir so aus dem Herzen! Vor allem die ökologische Seite des Ganzen finde ich in der heutigen Zeit wirklich bedenklich, v.a. weil man das ja wirklich auch online präsentieren könnte!

  • Marco Nef sagt:

    Wir bekamen das erste solche Paket schon nach der Geburt vom Fotografen des Spitals. Das hat uns auch sehr genervt, speziell auch, weil das nicht so besprochen war.

    Andererseits: Viele Leute schreiben hier ‚überteuert‘. Überlegen Sie sich aber mal, auf was für einen Stundenlohn Sie kommen, wenn Sie diese ‚überteuerten‘ Preise unter Berücksichtigung von Versicherungen, Ausrüstung, Vorsorge, Fahrt zum Schulhaus, Arbeitsaufwand, … und auch unter dem Aspekt, dass ein Fotograf typischerweise nicht 100% ausgelastet ist, rechnen. Sie werden staunen. Deshalb lohnt sich dieses Paketangebot für einen Fotografen, denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Leute nicht nur das einfache Klassenfoto kaufen, steigt massiv, ohne dass sich die Gesamtkosten gross ändern.

    • Siebenbürger sagt:

      Möglicherweise bekommt das Lehrpersonal ja auch noch eine Provision?

      • M. Kunz sagt:

        Die „Provision“ kriegen die Lehrpersonen meist in Form einer eigenen Gratismappe.
        In den letzten Jahren lag der Schnitt der komplett gekauften Mappen in meinen Klassen bei schätzungsweise 75%. Ich lasse den Schulfotografen aber nur alle 2 Jahre kommen.

  • Martin sagt:

    Ist doch ganz einfach. Wenn Sie das genau so doof finden wie ich, dann nehmen Sie einfach das Klassenfoto und sonst nichts. Wenn das die Mehrheit so macht, wird dieser Unsinn schnell wieder verschwinden.

    • Max Moritz sagt:

      Eine grossartige Idee, Martin: Einfach nur das Gratis-Klassenbild mitnehmen. Dann hat dieser „Unsinn“ tatsächlich sehr schnell ein Ende – der „Unsinn“ mit den Schulfotos. Denn Fotografen wollen noch immer partout nicht gratis arbeiten. Dabei müsste doch die Begegnung mit den herzigen Kleinen Lohn genug sein ….
      Sage ich in dumpfer Demut als ehemaliger Schulfotograf.

      • tina sagt:

        🙂
        genau! und schliesslich kann das ja jeder mit einer digicam ;-). und der velomech ist komischerweise auch gleich teuer wie das auto, obwohl wir viel weniger geld fürs velokaufen ausgaben als für das auto

    • Stevens sagt:

      Genau das hab ich mir auch gedacht.
      Solange es genug Eltern wie Frau Kuster gibt, die sich ärgern, aber dennoch das ganze Paket nehmen, hört das ganze auch nicht auf.
      Es ist dasselbe wie die Quengelware an der Migros oder Coop-Kasse.

      Und bezüglich Ökologie. Machen sie sich mal keine Sorgen deswegen, Frau Kuster.

      Erstens: Irgendwann landen die Bilder/Magnete/etc… ihrer süssen Kinder sowieso im Müll. Wenn nicht jetzt, dann in 50, 70, 100 Jahren…
      Zweitens: Moderne Müllverbrennungsanlagen produzieren Wärme und Strom und die Abgase werden gereinigt und sind sauberer als die normale Luft an üblichen Wintertagen. Soo schlimm ist es aus ökologischer Sicht also nicht, die Mappe einfach nicht zu nehmen…

      • Jeanette Kuster sagt:

        Lieber Stevens, ich habe das Paket eben nicht(!) gekauft.

      • Stevens sagt:

        „Am Ende entschied ich mich unter dem Betteln meiner Tochter – «Die andere händ au alles gchaufft!» – dazu, neben dem kostenlosen Klassenfoto die überteuerten Kleberchen und Magnete mitzunehmen.“

        Aber zumindest einen Teil davon haben sie doch genommen ?
        So zumindest habe ich es aus dem Text kopiert…

      • Jeanette Kuster sagt:

        Ja, zwei Sachen habe ich gekauft (von fünf oder sechs…). Das erste Mal. Das zweite Mal nichts mehr.

      • Stevens sagt:

        Okay sorry, dann habe ich das falsch verstanden.

        Es ist ja aber auch nicht schlimm und mein Kommentar ist ja auch kein Vorwurf. Wer hat nicht schon irgendwelchen Quatsch gekauft? 🙂

    • Thomas sagt:

      @Martin: Offenbar macht es die Mehrheit aber nicht so, sondern beisst in den sauren Apfel. Anders kann man es nicht sagen. Die Unsitte hält sich jedenfalls seit Jahren und ist offenbar landesweit geübte Praxis.

  • Claudia sagt:

    ja ich kenne diese angebote auch. für zwillingskinder sollte der spass dann 120.– kosten. ich nehme auch immer nur die klassenfotos. einmal haben wir auch magnete gekauft, das andere mal die porträts.

    aber über die gratis klassenfotos freuen wir uns doch jedes jahr!
    allerdings würde ich mit viel mehr freude mehr investieren, wenn wie oben fotos online gestellt würden. das andere ist wirklich ein ökologischer blödsinn.
    aber solange es genug leute hat, die diese mappe kaufen, wird sich vermutlich nichts ändern.

  • Esther Müller sagt:

    Klassenfotos oder auch der Klassenspiegel finde ich persönlich für meine Kinder echt toll. Aber was sollen wir mit einer Mausmatte (die optische Maus funktioniert damit nicht), Kühlschrankmagneten ( Einbaukühlschrank mit Verblendung) oder Portraitkleber (können nicht für Ausweise verwendet werden) ?
    Das Seltsamste dabei ist aber, bei Verzicht auf einzelne Teile der „Mappe“ wird der Inhalt teurer als das Gesammtpaket!
    Weshalb kann ich als Elter nicht die gemachten Photos meines Kindes sehen und dann selbst aussuchen was ich/wir haben möchten? (Online)
    Die Schulfotos sind zur Abzocke verkommen!

    • Janine sagt:

      Wir verwenden die Portraitkleber immer für die vielen Freundschaftsalben, die im Laufe des Jahres ausgefüllt werden müssen. Ich bin total froh darum.

  • SC sagt:

    Keine anderen Probleme? Geld geben viele für Dümmeres aus. Ist man damit nicht einverstanden, steht man dazu, lässt es bleiben und erklärt es dem Kind mit klaren Worten und einer bestimmten Haltung. Ausgegrenzt wird man deswegen nicht. Da wenige Fotos zurückgehen, gibt es bedeutendere Bereiche, wo man sich ökologisch grün verhalten kann. Für die meisten bleibt es eine freudige Erinnerung an die Kindheit und in der Zeit der Freundschaftsbücher sind die Sticker schnell aufgebraucht.

    • Simone sagt:

      sehe ich auch so.
      und jedesmal einer Foto nachrennen, wenn wieder so ein tolles Freundebuch ins Haus flattert… da wäre ich froh um die Stickers. Konsum da, Konsum hier- 60.- bis 180.- Franken kann man innerhalb eines Jahres mit reduziertem Konsum anderswo einsparen(vielleicht reicht es auch schon, wenn man die Geburtstagsparty abspeckt…
      meine Kinder bringen selten bis nie eine Klassenfoto mit nach Hause, dafür schulreiseforderungsbeiträge.. der letzte war 40.-

  • Aktivist sagt:

    Wo liegt das Problem? Angebot und Nachfrage!
    Statt sich zu ärgern, könnte sich auch eine Mutter als Fotografin zur Verfügung stellen. Nur in einer passiven Konsumentenhaltung sich zu empören bringt es nicht.

    • Stephan sagt:

      Meine Frau hat das versucht und sie hat sogar eine Ausbildung vorzuweisen in dem Gebiet.
      Wir haben nichts mehr davon gehört bis das nächste Couvert mit teuren Bildern kam.

    • Amos Cohn sagt:

      Und noch revolutionärer wäre es, wenn ein Vater sich für die Fotos anbieten würde!

      • Leonhard Fritze sagt:

        Das habe ich mal – als Nicht-Laie – probiert. Trotz teurer Kamera fehlte es letztlich am guten Licht, und vor allem gibt es Profifotografen, die es tatsächlich schaffen, dass sämtliche Kinder gleichzeitig entspannt in die Kamera blicken. Profis in Ehren – der Bericht von Jeanette Kuster war gleichwohl dringend nötig: Für den ersten Chindsgi-Tag oder den ersten Schultag mögen zwei oder drei gute Fotos angebracht sein – was darüber hinausgeht, bedeutet für viele Eltern finanziellen Stress und Gruppendruck. Immerhin habe ich einmal den Mut aufgebracht, stark farbstichige Fotos zu retournieren und zu reklamieren.

    • Samira sagt:

      Es ist Ihnen aber schon klar, dass die meisten Eltern Laien sind und die Fotos meist wirklich schlecht, weil der Hintergrund oder die Ausleuchtung völlig mies sind? Solche Fotos sind im vergleich mit Profibildern einfach nur stümperhaft.
      Wenn dann noch Kinder verschiedener Hautfarbe in einer Klasse sind, sollte ein Laie ganz die Finger davon lassen, weil das selbst für Profis ziemlich herausfordernd ist.

      • Aktivist sagt:

        Wenn aber schon ein Profi gefordert ist wegen den hohen Anforderungen, dann ist ein Preis von 60 CHF auch nicht übertrieben.

  • Pascal sagt:

    Für Familien, welche finanziell nicht auf Rosen gebettet sind, bedeuten Fr. 60 pro Kind effektiv ein Problem. Mann kann sich auch fragen, ob solche Fotos überhaupt noch notwendig sind heutzutage. In jedem Handy hat es eine Kamera. Es werden soviele Fotos von den eigenen Kindern gemacht, wie noch nie.

  • diego sagt:

    Von unserer Tochter gabs auf Vorbestellung einen (überteuerten) Bogen mit Portraits in verschiedenen Grössen und zusätzlich ein Klassenfoto. Damit konnten wir leben. Viel mehr Freude hatten wir jedoch an einer (Gratis-) CD von unserer Lehrerin mit unzähligen selbstgemachten Fotos des ganzen Schuljahres.

  • Manuela sagt:

    Oh ja kenn ich. Letztes Jahr hab ich mich wahnsinnig geärgert, weil die Fotos auch noch echt schlecht gemacht waren.
    Dieses Jahr waren sie zwar schön gemacht, aber die Printe gab es nur zu hohen Preisen im vorgefertigten Paket, digital hätte nochmal einiges mehr gekostet.

    Also hab ich auch nur das Gruppenbild genommen und wir machen als Familie sowieso alle 2 Jahre anständige Portraitfotos, worüber sich die ganze Verwandtschaft freut. Irgendwie halte ich die privaten Portraits für sinnvoller. Da bekommt man wenigstens das, was man bestellt.

  • Ka sagt:

    Mit drei Kindern musste ich mich leider schon oft über dieses System ärgern. Aber noch schlimmer finde ich die immer gleichen, normierten Portäts, gleicher Ausschnitt, gleiche Pose, gleicher Hintergrund. Das ist ein Fotografenstandard, der jede Individualität weglässt. Habe drei Fotos, wo die Lehrerin einen anderen Fotografen berücksichtigt hat. Da gab es ein Klassenfoto und ein Porträt, das ganze Kind fotografiert, nicht nur der Kopf. Foto gibt es digital, die Kleber kann dann jeder selber machen lassen. .

  • Markus Künzli sagt:

    Zuerst: Sie haben völlig recht, sich darüber aufzuregen – die Gründe sind ja im Artikel zur Genüge dargelegt.
    Was mich aber stört ist, dass offenbar nicht direkt mit der Verantwortlichen Lehrperson gesprochen wurde oder zumindest deren Statement im Artikel fehlt. Das ist übrigens etwas, das mich an der Gesellschaft stört: anstatt ‚unten‘ mal nachzufragen, was es damit auf sich hat, am besten gleich ganz oben reklamieren… Ein direktes Gespräch wäre wohl – wie so oft – von anfang an aufschlussreicher gewesen.

    • Markus Künzli sagt:

      Spannend, dass mein leicht kritischer Kommentar nicht freigeschaltet wird – bzw mittlerweile Kommentare hier stehen, die mehrere Stunden nach meinem geschrieben wurden.

    • Cybot sagt:

      Ich vermute, dass gar keine „verantwortliche Lehrperson“ aufzufinden ist. So etwas organisiert ja bestimmt nicht jeder Lehrer selbst, sondern die Schulleitung. Die ist dann wiederum ein Gremium aus mehreren Personen, da fühlt sich keiner persönlich zuständig, stattdessen hat man den Auftrag einfach dem Fotografen delegiert, der wird ja schon wissen was er tut. So läuft das doch überall in unserer Welt. Das einzige was bleibt, ist, diesen Blödsinn aus Prinzip nicht mitzumachen und am besten auch die anderen Eltern davon zu überzeugen, sich nicht abzocken zu lassen.

    • Jeanette Kuster sagt:

      Ich hatte der Lehrperson sehr wohl gesagt, dass ich das sehr teuer finde, nahm aber an, dass sie die Bilder einfach anbieten musste – ihr schien das Verkaufen nämlich auch nicht besonders angenehm zu sein. Deshalb habe ich danach den Schulleiter darauf angesprochen – siehe Text.

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