Die Klassenfoto-Abzocke

(iStock)

Das ist nur der Anfang …: Neben dem Gruppenfoto hat Mama alljährlich Porträts, Sticker und Magnete zu kaufen. (iStock)

Kurz vor den Weihnachtsferien war es wieder so weit: Die Fotos des Schulfotografen waren abholbereit. Ich machte mich also eines Mittags in Richtung Kindergarten, um mir die Bilder anzuschauen.

Das Jahr zuvor war ich denselben Weg voller Vorfreude gegangen. Das erste offizielle Klassenfoto des eigenen Kindes, ein spezieller Moment für mich als Mutter. Als ich damals im Kindergarten ankam, staunte ich nicht schlecht, als mir die Kindergartenlehrerin eine ganze Fotomappe überreichte: Klassenfoto, Porträtbild, Kleber und Magnete mit dem Konterfei meiner Tochter, Telefonalarme mit Fotos aller Schüler – alles war bereits für jedes einzelne Kind vorproduziert worden. Kosten sollte der ganze Spass 60 Franken. So viel Geld hatte ich gar nicht dabei. Und selbst wenn, hätte ich niemals so viel bezahlt für all diese Dinge, die ich eigentlich gar nicht haben wollte.

«Das Klassenfoto ist gratis», informierte mich die Lehrerin, «und Sie können auch nur einzelne Produkte kaufen. Die sind im Vergleich zum Gesamtpaket aber verhältnismässig teuer.» Was denn mit dem Rest geschehe, wenn ich nicht alles kaufe, wollte ich wissen. Der werde entsorgt, gab mir die Lehrerin zur Antwort.

Ich war perplex. Und wurde wütend, dass ich vor eine Wahl gestellt wurde, für die es aus meiner Sicht keine valable Lösung gab. Ich wollte mir nichts aufschwatzen lassen, das mir erstens nicht gefiel, ich zweitens nicht bestellt hatte und drittens zu teuer fand. Also alles liegen lassen? Das würde aber bedeuten, dass die ganzen Fotoprodukte für nichts produziert wurden und im Müll landen. Ökologischer Blödsinn! Und zudem ein dummes Gefühl, zu wissen, dass jemand die Fotos des geliebten Kindes achtlos in den Abfall schmeisst. Am Ende entschied ich mich unter dem Betteln meiner Tochter – «Die andere händ au alles gchaufft!» – dazu, neben dem kostenlosen Klassenfoto die überteuerten Kleberchen und Magnete mitzunehmen.

Dieses Mal habe ich nur das kostenlose Klassenfoto mitgenommen. Meines Erachtens das einzige wichtige Bild aus dem Stapel. Und mich bei meinem Besuch erneut über dieses System aufgeregt. So sehr, dass ich vom Volksschulamt des Kantons Zürich wissen wollte, ob diese Fotosache kantonal geregelt sei. «Seitens des Kantons haben wir nichts mit den Klassenfotos zu tun», sagt Amtschef Martin Wendelspiess, «die Fotografen vereinbaren ihre Aufträge direkt mit den Gemeinden, Schulen oder einzelnen Lehrpersonen.» Er merkt aber an, dass er selber «als Vater von drei Kindern früher auch schon betroffen war».

Der Geschäftsleiter Schule unserer Gemeinde, Caspar Salgo, erklärt auf Anfrage, dass die Lehrpersonen für die Organisation der Schulfotos verantwortlich seien: «Der Klassenlehrperson steht es auch frei, keine Klassenfotos erstellen zu lassen. Deshalb reicht die Bandbreite von selbst gemachten Bildern bis zu professionellen Paketen mit Stickern, Mausmatten und so weiter.» Reklamationen wegen dieser Fotopakete habe er persönlich bisher keine erhalten, es habe hingegen schon bissige Bemerkungen gegeben, wenn eine Lehrperson kein Foto habe machen lassen. «Ich persönlich finde diese Sortimente auch deplatziert», gibt Salgo dennoch zu, «neben dem ökologischen Gedanken ist auch der soziale Druck innerhalb der Klasse, alles Angebotene kaufen zu müssen, nicht zu vernachlässigen.»

Dass es auch anders ginge, zeigen vereinzelte Anbieter wie das Fotostudio Lightplay. «Wir erstellen jeweils eine Onlinegalerie mit den schönsten 10 bis 15 Bildern des Kindes. So können die Familien selber entscheiden, ob und von welchen Fotos sie Prints haben möchten, oder ob es doch ein Set mit allen elektronischen Daten sein soll», sagt Fiona Bischof. Aus wirtschaftlicher Sicht seien die fertigen Fotosets für die Anbieter reizvoller, «der administrative Aufwand ist viel kleiner – und es ist ja vor allem unsere Arbeit, die kostet, nicht das Material». Dennoch lohnt sich ihrer Meinung nach der Aufwand: «Die Freude an den Bildern ist auf allen Seiten viel grösser, das Ganze ist viel ökologischer und weniger aufdringlich.»

Wie sieht das Angebot an Ihrer Schule aus? Haben Sie sich auch schon über für den Mülleimer produzierte Fotoprodukte geärgert?

179 Kommentare zu «Die Klassenfoto-Abzocke»

  • Motzi sagt:

    Finde diese Sets, bzw. den Umstand, dass sie ungefragt für alle Schüler produziert werden, auch völlig daneben. Habe dazumal auch reklamiert in der Schule und war offenbar nicht die einzige. Seither machen die Lehrer die Klassenfotos wieder selber.

  • Jan Haberstich sagt:

    ich muss lachen wenn ich die totale überschätzung „fotografischen handwerks“ hier lese (insbesondere von tina). heute kriegen sie gute bilder hin mit einer vernünftigen kamera und der voreinstellbaren automatik. im extremfall müssen sie an der belichtung was verbessern. that’s it. wir sprechen hier von einem gruppenfoto in einem raum. hallo!? dasselbe beispiel mit dem handwerker bzw. maler: beim malen gehts in erster linie um 2-3 punkte die beachtet werden müssen und das material. heutzutage via google nachzuschlagen. das wars! da brauchen sie keinen teuren maler um das kinderzimmer neu zu streichen. natürlich gibts bereiche wo sie tatsächlich gelernte leute brauchen. zum beispiel wenn sie parkett verlegen. das können sie nicht einfach er-googeln. oder einen vernünftigen heizer.

    • tina sagt:

      nein, dein eigenes zimmer kannst du natürlich anmalen wie du willst, aber ein anstrich ist das nicht, sorry. da weiss ich zufällig wovon ich spreche und da ich mich kürzlich mit unserem hausfotografen unterhielt um ihm zu erklären, warum seine hintergründe nicht gleichmässig werden wenn er sie selber anmalt („kann ja jeder“), kam da eben schön raus, dass er das selbe über leute denkt, die fotografen für überflüssig halten, wie ich über leute die maler für überflüssig halten :). ich verweise auf die problematik „warum wird der hintergrund bloss nicht gleichmässig“ (–> saugender untergrund)

      • tina sagt:

        dem unprofessionellen fehlt einfach das knowhow, das gleicht keine kamera und kein pinsel aus

      • Alpöhi sagt:

        Aber Photoshop kennen Sie? Es erstaunt mich selber immer wieder, was ich aus „mässigen“ Fotos herauskriege mit drei Klicks für Tonwertkorrektur am rechten Ort.

      • Alpöhi sagt:

        Tina, schauen Sie, es ist wie wenn Sie ein ganzes Haus anmalen, der Besteller aber eigentlich nur das Esszimmer neu gestrichen haben wollte. Dann sagen Sie ja auch nicht „mir egal, Bezahlen musst du so oder so alles, weil ich hab den Aufwand ja schon gehabt.“

      • tststs sagt:

        Ach kommen Sie, tina, wenn die Eltern schon die besseren Lehrer sind, dann werden die doch das bisschen Fötele mit links (und ein bisschen googlen) hinbringen 😉

      • tina sagt:

        ah stimmt tsts, jetzt bin ich überzeugt ;-).
        alpöhi ich kann sogar photoshöppeln. aber photoshöppeln ist wie mit dulux fester farbe streichen (kennt die noch jemand? ist zum glück ausgestorben. das war so eine art pudding)

      • tina sagt:

        ich präzisiere: ich meine unprofessionell photoshöppeln ist wie mit dulux fester farbe malen

      • Alpöhi sagt:

        Aha, Photoshoppen ist unprofessionell. Ja, dann erübrigt sich natürlich jede Diskussion. Es ist die Mühe nicht wert.

      • tina sagt:

        ich habs eben präzisiert :). professionell photoshöppeln ist ok. aber ein schlecht gemachtes foto kann man damit auch nicht gut machen. allerdings kann man (fast) jedes foto mit 2 handgriffen besser machen, das ist richtig

  • Kindergärtnerin sagt:

    1) Die LP an unserer Schule erhalten selbstverständlich keine Provision. Allerdings ist es wirklich so, dass einige Schulfotografen innerhalb der ersten 1-2 Wochen nach Schuljahresbeginn in den Unterricht platzen und sich vorstellen möchten; teilweise erhält man direkt ein Formular zur Bestätigung des Interesses. Das ist mühsam und nicht unterrichts-freundlich.
    Aus meiner Sicht ist es kaum möglich, alle Elternteile glücklich zu stimmen. Einige schätzen ein Set, andere möchten nur das Klassenfoto, einigen ist es zu teuer, wieder andere wünschen explizit die Portraitkleberli, etc.
    Ich fragte vor 2 Jahren bei den Eltern herum und stellte 2 Möglichkeiten vor (schwarz-weisse Aufnahmen oder ein farbiges Set). Die Mehrheit wünschte das farbene Set. Ich persönlich hätte das andere gewählt.

  • Kindergärtnerin sagt:

    2) Das wäre etwas Neues, Schönes, qualitativ Hochwertiges gewesen, zudem aber auch etwas teurer, wurde aber – aus meiner Sicht leider – zu wenig gewünscht.
    Dass die Kinder teilweise ihre Eltern zum Kauf drängeln, verstehe ich und hörte ich auch schon. Ich erhoffe mir allerdings fest, dass die Eltern diesem Quengeln Gegensteuer geben können: Sie bezahlen und entscheiden somit auch.
    Noch zu den Sets: Häufig wird die Lehrperson gefragt, welches der verschiedenen Set-Angebote gewünscht wird; so kann die LP dies bereits beeinflussen. Auch Hintergrundmuster können teilweise gewählt werden.
    Aber natürlich im Rahmen des Angebots: nicht alles gefällt allen.

    Es gibt wohl kaum eine Einheitslösung, die wirklich Allen entspricht.

  • Cristina Bozzi-Brunel sagt:

    Wir haben das enorme Glück, dass die eine Lehrperson Fotografin war(ist). Sie macht nun die Klassenfotos und die sind schlicht de HAMMER! Und für 4 Fotos
    will sie CHF 15.–. Die meisten Eltern geben mehr – der restliche Betrag fliesst in die Klassenkasse..zB. für Reisli. Weitere Eltern in unserem Schulhaus haben sich über diese teuren Klassenfotos aufgeregt. An einer Elternratsitzung haben wir nun gesagt, man soll doch mal nachfragen, ob allenfalls unsere Lehrperson dies auch für andere Klassen erledigt oder ein Elternteil, der gerne fotografiert diese
    Sache übernimmt.

  • Sascha sagt:

    Mich nervt das Angebot auch in jedem Schuljahr erneut. Überteuert finde ich das Gesamtpaket jedoch nicht unbedingt. Das
    Problem ist eher die Verkaufstaktik, alles fixfertig und unbestellt vorzulegen und den Gruppendruck spielen zu lassen oder zumindest mit dem Stake vor der Nase (Minderjähriger!) zu wedeln. Man könnte auch die für Sportfotografen übliche Methode verwenden und das Angebot online bestellbar präsentieren.

  • tststs sagt:

    Ich finde nur ein Aspekt störend, resp. fast schon schockierend: Die Blind-Bestellung/-Lieferung des Materials! Halloooo?!?
    Ist nicht der grosse Vorteil an der Digitalfotografie, dass vorab gar nichts gedruckt werden muss, sondern alles sogar digital betrachtet werden kann und dann ausgewählt wird…
    Ich mein, dieser MB ermöglichte mir einen amüsanten Ausflug in meine Vergangenheit; ich erinnerte mich an die Fotobücher der LehrerInnen, die sie jeweils nach den Schulreisen angefertigt haben (Bilder von Lehrer und Schüler), jedes wurde mit einer Nr. versehen und dann konnte man so bestellen…
    Ich glaub, bei den Portraitfotos (nur im Kindsgi) gab es gar keine Auswahl, da hat wohl der Fotograf entschieden, welches das beste sei 🙂

    • tina sagt:

      ich dachte mir, dass das administrative gründe hat. es ist viel leichter abzuwickeln so.
      aber gerade als vorbild für die kinder ist vorsätzliche ausschussproduktion sträflich, das hat mich auch gestört

      • Peter sagt:

        Liebe Tina, ich habe auch vor 30 Jahren Fotograf gelernt, noch mit der 8″x10″ und habe die ganze digitale Entwicklung mitgemacht. Es ist einfacher geworden zu fotografieren, man hat sofortige Kontrolle, kann mehr Fotos schiessen und muss weniger printen. Aber das Business wie Portrait- oder Schulfotograf ist schwieriger geworden, da die Konkurrenz der Amateur mit der guten Nikon oder Canon ist, welcher es auch gratis macht. Und gratis ist viel besser als professionell. Ich mache keine Hochzeiten oder ähnliche Sachen mehr, viel zu mühsam, zuviel Aufwand und definitiv zu viele I-Pads ständig vor der Linse. Was ich mache ist redaktionell, Fine Art und für Museen, denn da arbeitest Du als Profi für Profis und am Ende des Tages stimmen Kasse und Seele.

  • Lehrerin sagt:

    Dieses Thema war vor ein paar Monaten in unserem Lehrerzimmer ebenfalls aktuell. Das Kollegium hat sich dann gegen die teure Paketlösung entschieden und einen lokalen Fotografen engagiert der das gut und professionell macht für einen viel geringeren Preis als dieser Anbieter mit der Mappe (ist meiner Meinung nach immer der gleiche in der ganzen CH, kommen aus der Ostschweiz).
    Als ebenfalls betroffene Mutter bin ich froh dass unsere Schule das nicht mitmacht und wir ebenfalls nur ein Klassenfoto von einem Fotografen erhalten zu einem guten Preis-Leistungsverhältnis.

  • Seraiana sagt:

    Was ich mir von einem Anbieter wünschen würde:
    – Online-Galerie, wo ich die Bilder meines Kindes / der Klasse auswählen kann,
    welche mir gefallen
    – Wahlmöglichkeit: Fotos in div. Grössen als Papierabzug, aber auch als
    digitaler Download
    – Möglichkeit für direktes Bezahlen (online), damit ich meine Tochter
    nicht mit X-Stutz in der Welt herum schicken muss
    – Und natürliche, schöne Bilder, persönlich auf mein Kind ausgerichtet

  • Xenia Blatter sagt:

    Liebe Frau Kuster! Danke Ihnen für diesen Beitrag. Mein Schwager hat mich darauf aufmerksam gemacht, denn ich mich genauso wie Sie aufgeregt habe. Ihre Worte sprechen mir aus der Seele. Meine Kindergärtnerin war jedoch sehr kooperativ und nächstes Jahr werden wir einen anderen Fotografen engagieren. Die Kindergärtnerin hat das Ganze auch zu teuer und gestellt gefunden. Mit dem diesjährigen sind wir genauso unzufrieden wie Sie es in Ihrem Beitrag schildern. Auf unsere Anfragen reagierte die Creative Foto zunächst mit einer Floskel, die unzufriedene Kundschaft abweisen soll. Die gratis Gruppenfoto – das einzig wichtige! – ist winzig klein. Einer meiner Zwillinge völlig unvorteilhaft darauf abgebildet. Dazu gehörte Haufen Kramm und alles für 60.-!

  • Mirjam sagt:

    Ich bin Mutter und Fotografin. Dieselben Sachen finde ich ebenfalls schrecklich und hab mich mehrmals angeboten, dies für die Schule kostenlos zu übernehmen. Ich verschenkte dann vom Geburtstagsmorgen meines Kindes in der Klasse Bilder und bekam diverse Bemerkungen, warum ich keine Klassenfotos machen kann. Gemäss Lehrer/Betreuer etc. geht es da noch um Schutz und Persönlichkeitsrechte der Kinder.
    Anmerkung: Es ist interessant, dass für nur ein Fotograf in diesem Artikel Werbung gemacht wird.

  • Haru sagt:

    Ach das haben wir alles auch durchgemacht. Und jetzt Jahre später, wo sind all die Fotos? Ich hätte ein ganz einfache Lösung: Ein ehemaliger Schüler, ein Hausabwart, eine Lehrperson oder eine Mutter / Vater mit guter Ausrüstung macht 2-3 Bilder der Klasse und stellt diesen allen per E-Mail zu. Jede und jeder kann damit machen was er oder sie will: Foto, Tasse, Poster oder was auch immer. Die Qualität ist absolut unwichtig, auf Jahre gesehen. Das digitale Foto ist dann auch automatisch in der Foto-Datei-Sammlung. Kostet nichts, bringt viel.

  • Sarah sagt:

    Früher habe ich das gesamte Paket auf Drängeln meiner Kinder gekauft. Es gab noch die Einzelfotos dazu, welche wenigstens für die Alben gebraucht werden konnten, das Jahr darauf kamen noch Magnete dazu, welche den Grosseltern verteilt wurden. Jedes Mal wurde es schlimmer. Dieses Jahr hat wohl mein Unterbewusstsein eingegriffen. Die Fotos meines Jüngsten habe ich vergessen zu bestellen, der Mittlere hatte einen Zahnarzttermin, ich hatte den Fotografen zum Ärger der Lehrerin ausgeblendet. Irgendwie haben wir den immer verdrängt, mein Ältester kam jedes Mal am Fotografentag mit schmutzigen Pullis oder unmöglichen TShirts zur Schule, wir lachen heute darüber, wahrscheinlich war das ein unbewusster Protest:) Die nächsten 2Jahre nehme ich die Fotos nochmals, danach ist altershalber Schluss.

  • Töneli sagt:

    Ich muss schon Sagen bin aus allenWolken gefallen!
    Ich weiss nicht einmal mehr wie es bei uns genau war. Bei uns war es ein Klassenfoto pro Lehrer(in) pro Klasse 1-3.Klasse und 4-6.Klasse. In der Sek waren dann glaube ich eine mit dem Klassenlehrer und eine mit allen Lehrern.
    Das war aber Ende der 40er Anfang der 50er Jahre. Bin auch schon 74. Die Grosskinder sind auch schon in der Lehre!!

  • Kyriakos Papageorgiou; Gemeinderat Stadt Zürich sagt:

    Liebe Betroffene
    Am 9. Januar 2013 habe ich als Gemeinderat der Stadt Zürich eine schriftliche Anfrage eingereicht bezüglich der Klassen- und Schülerfotos in der Stadt Zürich. Die Antwort des Stadtrates war für mich mehr als mikrik. Wer an der Antwort interessiert ist, kann es auf der Homepage des Gemeinderates finden:
    http://www.gemeinderat-zuerich.ch/geschäfte
    Dort im Feld „GR Nummer/Geschäftsnummer“ die Ziffern 2013/11 eingeben und schon gelangt man auf eine Problematik die zwar schon längsten bekannt ist, man sich aber „zuständigkeitshalber“ nicht die Finger verbrennen will…

  • Wisidangerin sagt:

    ich möchte mal in Frage stellen, ob eine ONLINE Veröffentlichung von Kinderfotos überhaupt vertretbar wäre.

    das Praktikabelste war, dass vor dem Fototermin jede Familie eine Liste ausfüllen konnte, welche Foto-Produkte erwünscht sind.

    die Lieferung im geschlossenen Umschlag oder per Post ist auch eher sozial verträglicher. Es kommt, wie in so vielen Fällen, auf die Lehrperson und ihre Einstellungen und Einsichten in verschiedene Problembereiche an.

  • Gabi M. sagt:

    Die Sets sind aber mit CHF 60.- immer noch günstig, im Vergleich zu dem, was man sonst bei einem Fotograf bezahlt. Mehrere tolle Protraitbilder meines Sohnes, Sticker für die Freundschaftsbücker, ein Gruppenfoto, ein Foto mit allen Kinderportraits…
    Auch die Einzelpreise sind keineswegs überrissen, man darf es natürlich nicht mit selbst produzieren Fotos vergleichen. Aber ganz ehrlich: den Unterschied sieht man den Fotos sofort an. Und warum soll Qualität nicht auch einen angemessenen Preis haben dürfen?

  • Soleil sagt:

    Ich finde, dass es im Zeitalter von immer knapperen Ressourcen eine absolute Idiotie ist, einfach aufs geratewohl unerwünschtes Material zu produzieren. Brauche ich wirklich das Protrait meines Kindes in sepia, graustufe, superglänzend und geriffelt, dann magnetisch und selbstklebend und in allen grössen? Bis jetzt konnte es doch auch einfach ein normales Passbild in ein Album kleben. Es kann sogar selbst Leim auftragen!!!! Ein normales Klassenbild und ein Portrait wäre vernünftig. Die Onlinelösung ist übrigens bereits vorhanden. Mit einem individuellen Code könnten wir nämlich sogar eine Tasse oder ein Acrylglasbild bestellen.
    Habe übrigens gewogen: wenn von den 7000 Sets (gem Link Wisidangerin) die Hälfte zurück kommt, entstehen 700kg Abfall!

  • Zwillingsmami sagt:

    Gerade vor ein paar Wochen war ich mit der selben Situation konfrontiert und fand es einfach unmöglich so vor vollendete Tatsachen gestellt zu werden. Da es die ersten Schulfotos meiner Zwillinge waren, habe ich ähnlich wie die Autorin reagiert und je die Kleber (für die vielen Freundschaftsbücher) und ein Porträt gekauft. Aber mal ehrlich, diesem ökologisch Unsinn sollte man ein Ende setzen!

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