Warum Singlefrauen Familien gründen

Familienglück, auch ohne Vater: Eine Mutter mit ihrem sechs Monate alten Sohn. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

Familienglück, auch ohne Vater: Eine Mutter mit ihrem sechs Monate alten Sohn. Foto: Gaetan Bally (Keystone)

«Ich wollte immer Kinder haben.» Fast jede der Frauen, die sie interviewt habe, habe ihre Geschichte mit diesem einen Satz begonnen, schreibt Autorin Anya Steiner in ihrem Buch «Mutter, Spender, Kind». Es erzählt von Frauen, die ohne Partner eine Familie gründen, und geht der Frage nach, was sie zu ihrem Entscheid motiviert und auf welche Probleme sie bei der Umsetzung treffen.

Die Autorin selber ist auch eine Singlefrau mit Kind. Mit 28 verlor sie ihren Partner und ihre Tochter. Als sie sich nach Jahren bereit dazu fühlte, mit ihrem neuen Partner eine Familie zu gründen, zögerte dieser und vertröstete sie auf später. Anya Steiner liess sich über Jahre hinhalten, bis der Kinderwunsch schliesslich so stark wurde, dass sie sich deswegen trennte und auf die Suche nach einem neuen Mann machte. «Irgendwann musste ich mir eingestehen, dass ich die potenziellen Kandidaten nur auf ihre Vaterqualitäten scannte.» Zur selben Zeit entdeckte sie in einem Magazin eine Anzeige, in der eine Frau einen Samenspender zur Erfüllung ihres Kinderwunsches suchte, ohne weitere Verpflichtungen. «Das ist die Lösung», fuhr es ihr durch den Kopf, «es geht auch ohne Mann an meiner Seite.»

Mit den Jahren merkte sie, dass sie keineswegs ein Einzelfall war, und beschloss, ein Buch zum Thema zu schreiben. «Um Singlefrauen mit Kinderwunsch mehr Öffentlichkeit zu verschaffen», wie sie sagt. Und wohl auch, um ihr Image etwas aufzubessern. Denn nicht selten tauchen bei dem Thema zwei Stereotypen auf: Die Karrierefrau, der mit 40 plus plötzlich einfällt, dass sie noch ein Kind will. Und die extreme Feministin und Männerhasserin, die aus Überzeugung ohne einen Mann an ihrer Seite Nachwuchs bekommt.

Die Realität sieht indes anders aus. Die Frauen, die im Buch ihre Geschichte erzählen, sind grösstenteils keine «single mothers by choice», sondern »single mothers by default». Singlemütter also, die diesen Weg ursprünglich nicht gehen wollten, sondern aus der Not heraus, keinen Partner zu finden, alleine Nachwuchs bekommen haben. Oft sind es sogar Frauen, die zuvor ein sehr traditionelles Familienbild im Kopf hatten: «Liebe, Hochzeit, Kinder – das volle Programm eben», wie die porträtierte Katrin sagt.

Irgendwann wurde der Kinderwunsch so enorm gross, dass sich diese Frauen von ihrem Idealbild verabschiedeten und versuchten, alleine ein Kind zu bekommen. Ein Unterfangen, das in vielen Ländern gar nicht so einfach ist. In der Schweiz etwa ist es Singlefrauen nicht erlaubt, mittels Samenspende schwanger zu werden (mehr dazu im Posting: «Samenspenden für alle»). Einige weichen deshalb aufs Ausland aus, andere versuchen es mit einem privaten Spender. Zwei solche Spender kommen auch im Buch zu Wort. Beide sind über befreundete lesbische Pärchen auf die Idee gekommen, zum Samenspender zu werden. «Diejenigen, die sich wirklich so sehr ein Kind wünschen, bekommen oft keines. Bei anderen geschieht es einfach. Das ist nicht gerecht», erklärt Peter seine Motivation zur privaten Samenspende.

Beide Spender halten sich mehrheitlich aus dem Leben der gezeugten Kinder fern, bekommen aber regelmässig Fotos zugeschickt. Einfach sei das nicht immer, sagt Sascha, denn «ich habe einen starken Beschützerinstinkt den Kindern gegenüber und will deshalb auf sie aufpassen, ohne mich einzumischen».

Auch andere Probleme verschweigt das Buch nicht. So hat etwa Singlemutter Sabine damit zu kämpfen, dass ihre Tochter Wildfremde mit Papa anspricht oder weint bei dem Thema, seit sie gemerkt hat, dass alle anderen Kitakinder einen Vater haben, er in ihrem Leben aber fehlt. «Das tut mir sehr weh», gibt Sabine zu, die ihrer Kleinen nun erklärt hat, dass sie zwar sehr wohl einen Papa habe, dieser aber ganz weit weg wohne und sie deshalb am Abend nicht abholen könne. Wer dieser Papa ist, wird die Tochter später auf eigenen Wunsch erfahren können, da Sabine sich für einen offenen Spender entschieden hat.

Wann und wie sie der Tochter im Detail erklären wird, wie sie entstanden ist, lässt das Buch offen. Singlemutter Nele wird diesbezüglich etwas konkreter: Sobald ihr Sohn alt genug sei, werde sie ihm erzählen, auf welchem Weg er zu ihr gekommen sei und dass sie sich das Leben mit ihm so sehr gewünscht habe. «Ich denke, das ist einem Kind viel leichter zu vermitteln als die Tatsache, dass es einen richtigen Vater gibt, der sich aber nicht ums Kind kümmert.»

185 Kommentare zu «Warum Singlefrauen Familien gründen»

  • tststs sagt:

    @alpöhi
    1. Argument auf Abtreibung übertragbar: Jup, Abtreibung ist ein durch und durch egoistischer Akt, jedoch ist Egoismus nicht mit Unmoralisch gleichzusetzen.
    2. Das Argument ist nicht einfach so übertragbar: ein gewolltes Kind vs. ein ungewolltes Kind (und ja, es gibt ungewollte Kinder, die deshalb durch die Hölle gehen, und sich manchmal wünschen, nicht geboren zu sein)

  • Xavier Zurbuchen sagt:

    Mir tun die Kinder leid und es tut mir das Herz weh, wenn hier von Kindern die Rede ist, die weinen, weil ihnen ein Papa fehlt. Kinder, die in der Kita und im Kindergarten sehen, wie andere Väter sich um die Kinder kümmern, was die Tolles mit ihren Kindern unternehmen, oder auch einfach nur realisieren müssen, dass alle einen Vater haben und dann merken, was Ihnen fehlt. Das schlägt mit Sicherheit in vielen Fällen enorm auf das Selbstwertgefühl und ist eine erhebliche Belastung fürs Leben. Die Kinder, die ich erlebe, inklusive meinen eigenen, für die ist der Vater eine enorm wichtige Figur, der viel Sicherheit und Selbstvertrauen gibt. Und vieles, was Väter in der Erziehung anders machen, fehlt einfach objektiv bei solchen Kindern.

    • tststs sagt:

      Das kann ich nachvollziehen… und gehe davon aus, dass Ihnen Kinder, die weinen, wil
      sie von ihren Vätern geschlagen werden
      sie ein Elternteil verlieren
      sie streng religiöse Eltern haben
      sie homosexuelle Eltern haben
      sie nur von den Müttern in den Kitas abgeholt werden
      sie Weicheierväter haben
      mit einer hässlichen Mutter
      mit einem überalten Vater
      etc
      auch extrem leid tun… Es gibt zig Umstände, die ein Kind traurig/unglücklich machen. Und es hängt vom Kind ab, wie es mit dieser Situation umgeht und wie es von ihr geprägt wird.

      Ehrlich, all das Mitleid, das hier und heute gewissen Kindern ausgesprochen wird, ist vllt an der falschen Stelle plaziert. Denn bis jetzt hat noch niemand die betroffenen Kinder gefragt, ob sie ihr Leben auch so bemitleidenswert finden.

      • Angelika Maus sagt:

        Vielen Dank ts. Ich habe diese ewige Kinder-Bemeitleidung schon lange als Eltern-Diffamierung in Verdacht. Im Sinn von: wenn du nicht heterosexuell und verheiratet bist, eine körperlichen Auffälligkeiten aufweist, nicht gut verdienst und nicht auf dem Land lebst, darfst du keine Kinder haben! Denn diese könnten ja tatsächlich mal einen traurigen Moment erleben. – Was für eine böse Mama du dann bist!

      • Rosa Grün sagt:

        Ich denke, viele Kinder ohne Vater haben wirklich eine grosse Sehnsucht nach einem Vater, so vom Kindergartenalter an…
        Das wurde nicht erfunden, um Samenbanken zu diffamieren.

    • Rosa Grün sagt:

      Besonders problematisch finde ich solche Konstellationen, wenn diese Kinder auch noch Einzelkinder sind und ihre Mütter relativ sozial isoliert leben, d.h. ohne Grossfamilie oder andere Form der nahen Gemeinschaft drumherum.
      Dann besteht tatsächlich ein relativ grosses Risiko, dass das Kind für den Gefühlsausgleich der Mutter zuständig wird (und sich auch dafür verantwortlich fühlt), dass eine allzu verschmolzene Bindung entsteht, die dem Kind nicht erlaubt, seine eigene Persönlichkeit zu entwickeln.
      In solchen Familien ist auch oft die Ablösung und der übergang ins Erwachsenenalter ein Problem.

      • Angelika Maus sagt:

        Und ich denke, dass das nicht stimmt. Wie ich bereits weiter oben geschrieben habe, habe ich ein Kind ohne Vater grossgezogen. Sie hat ihn nie vermisst!
        Es werden vermutlich vor allem jene vaterlosen Kinder ein Problem mit der Situation haben, deren Mütter mit ihrer Situation unzufrieden sind. Mir war es immer lieber so und für uns war das normal. Keine Trauer, keine Dramen.

      • Angelika Maus sagt:

        Bezüglich „Gefühlsausgleich“ und „verschmolzene Bindung“ möchte ich noch sagen: man kann so ziemlich jedes Verhalten und jede Beziehung psychologisieren und patologsieren – muss man aber nicht.
        Eine solche Haltung beschwört nur Probleme herauf, wo keine sind.

      • Rosa Grün sagt:

        Und ich denke, dass Sie Ihre Erfahrung nicht verallgemeinern dürfen. Es gibt auch die Kinder, die Jahr für Jahr ganz oben auf die Wunschliste für den Weihnachtsmann „Vater“ schreiben. Oder die spontan antworten, wenn man sie fragt, was sie sich im neuen Jahr wünschen: einen Vater!

      • Angelika Maus sagt:

        Sie haben Recht. Verallgemeiner sollte man hier nichts. Allerdings ist der Schluss: Kind ohne Vater = trauriges Kind, auch eine Verallgemeinerung und falsch.

  • Marcel Zufferey sagt:

    Ich denke, dass ein Teil der fortpflanzungswilligen Frauen bei der Partnerwahl tatsächlich jedes Mass verloren hat und mittlerweile Ansprüche an eine Beziehung (und an einen möglichen Vater) stellt, die fernab aller Realitäten sind. Doch wer weiss: Vielleicht ist das ein Bestandteil eines übergeordneten Plans der Evolution mit dem Ziel, die menschliche Population langfristig zu reduzieren und das Wachstum unserer Spezies zu begrenzen… Ich meine, irgendwie muss Mutter Natur das doch anstellen, wenn sie das natürliche Gleichgewicht auf dieser Welt wieder herstellen will!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Marcel Zufferey

      da hat die liebe Evolution aber die Rechnung ohne High-Tech-Labors gemacht und wird irgendwann ziemlich frustriert ihr Vorhaben aufgeben…

      • Eduardo sagt:

        Bis die Fortpflanzung ohne Männer bzw. deren Sperma mittels High-Tech-Labor problemlos funktioniert (wenn überhaupt jemals), werden wir alle hier bereits tot sein. Diese heimliche Hoffnung der Feministinnen von heute ist also leider, leider völlig vergeblich.
        😉

    • Reincarnation of XY sagt:

      Brunhild – sie haben mich gefragt was richten ist?
      Eben das, was Zuffrey tut und sie indirekt mit Zustimmungswitz applaudieren.
      Hier wird behauptet, dass die Frauen, die so etwas tun ein charakterliches Problem haben (ganz pauschal) „zu hohe Ansprüche“ „jedes Mass verloren“.
      Das ist der Tenor: nicht eine vernünftige Diskussion über ethische Bedenken bei künstlicher Fortpflanzung, sondern durchs Band weg, wird die moralische Integrität aller Frauen, die das machen, direkt und sublim, geleugnet. Es wird ihnen nichts positives zugestanden, rein gar nichts. (Lesen sie mal die Voten der Kritiker hier.) DAS ist richten. Und ehrlich finde ich es schade, dass sie sich davon nicht distanzieren.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Reincarnation of XY

        meine Ausführung über be-urteilen und ver-urteilen (was Sie glaub mit „richten“ meinen) ist weiter oben,

        zum anderen- ich beziehe mich auf meine Aussagen, als ich diese platzierte hatte es noch nicht viel andere. Und ich finde nicht dass ich mit „egoistisch“ (was sich auf diesen Entschluss bezog) durchs Band die moralische Integrität in Frage gestellt habe, oder das tue.

        In fast jedem Verlauf begegnen wir äusserst fragwürdigen Kommentaren, ich „distanziere“ mich da selten, weil ich meine Zeit vor allem mit den Austauschenden verbringen will.

        Zur Antwort an MZ, ja, ich erlaube mir ab und zu- je nach Bl0ggeschichte die wir ja alle mit gewissen Leuten haben, eine pointiertere Formulierung. Hightechfortpfl ist bei Weitem nicht zum ersten mal hier Thema.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        und aus MZ anderen Voten gibt sich für mich nicht das Bild eines „alle in selben Topf schmeissenden- unfähig zur Reflektion-Menschen“,

        ich verstehe sehr gut dass dieses Thema Emotionen trifft, wie viele Themen wenn es um Kinder geht; schwierig wenn dann, weil man gegen „richten“ ankämpfen will, ebenfalls moralische Urteile fallen- ein bisschen kam mir das entgegen.

      • Marcel Zufferey sagt:

        Ich richte nicht, ich versuche zu beurteilen. Aber wenn Sie mir schon Richten unterschieben wollen- dann tue ich das selbstverständlich gerne und mit Wonne: Für Frauen, wie die im Beitrag beschriebenen, die sich in ihrem Reproduktions-Wolkenkuckucksheim verstecken, um damit ihren Mangel an ‚moralischer Integrität‘ zu kaschieren (ist damit die Unfähigkeit gemeint, sich unter wenigstens enigermassen realistischen Erwartungen binden zu können?), habe ich nicht sehr viel übrig. Ein zumindest maskulin geprägter Teil ist meiner Ansicht nach bei der Erziehung von Kindern unabdingbar. Und ja, die Familie (Vater, Mutter, Kind) ist, über die gesamte Menschheitsgeschichte hinweg betrachtet, eine anthropologische Konstante, auch wenn das postmoderne Geister gerne immer wieder zu leugnen versuchen!

      • Sportpapi sagt:

        @RoXY: In alter Zeit hat man so verurteilt und ausgeschlossen. Andererseits leben wir nun in einer Zeit, in der alles geht, wo wir alle fürcherlich tolerant sind – oder eher gleichgültig? – und wo gar keine Massstäbe mehr gelten und immer noch verrücktere Vorhaben/Handlungsweisen als normal erklärt werden.
        Ich finde dieses „zu hohe Ansprüche“ nicht ganz fehl am Platz, wenn es einer Frau, die gerne Mutter werden will, in 20 Jahren nicht gelingt, einen passenden Partner zu finden. Und ich sehe das ganz nüchtern als relativ wahrscheinliche Tatsache, nicht als Verurteilung.
        Ausserdem steht oben, dass eine Samenspende für Singles in der Schweiz nicht erlaubt ist. trotzdem soll man das nicht negativ beurteilen dürfen? Warum nicht?

      • Sabine sagt:

        Reincarnation, richten ist angemessen. Diese Frauen sind beziehungsunfähig.

      • Marcel Zufferey sagt:

        20 Jahre keinen Passenden gefunden..? Eine US-amerikanische Publizistin / Kolumnistin / Glossenschreiberin, Bloggerin, whatever, hat das mit Blick auf bestimmte Frauen etwas drastischer ausgedrückt: „Wenn jeder Mann, mit dem du dich verabredest, ein Arschloch ist, bist vielleicht du das Arschloch.“

    • Lichtblau sagt:

      Hm. Da sind auf der einen Seite die überzogenen Ansprüche vieler Frauen an einen „passenden“ Kindsvater (ganz mit Ihnen einverstanden). Auf der anderen Seite sind die zaudernden Männer, die ihre immer lauter tickenden Partnerinnen auf später vertrösten. Gleichzeitig kommen sehr viele Männer im besten Zeugungsalter in unser Land, von denen etliche – das unterstelle ich jetzt mal – das Vaterding nicht ganz so verkopft sehen werden. Vielleicht verlagern sich ja die Ansprüche der unerfüllten Frauen an die potenziellen Väter ihrer Kinder – ein bisschen weniger finanzielle Sicherheit, dafür mehr Attraktivität und Jugend? Das kann, muss aber nicht schiefgehen. Auf jeden Fall gibts dann einen Papa aus Fleisch und Blut.

      • fabian sagt:

        bei den vielen attraktiven und gebildeten immigranten-frauen besteht durchwegs die chance, dass männer etwas weniger zaudern als bei einheimischen frauen. etwas weniger feminismus und gendergedöns, dafür etwas mehr liebe und attraktivität? yep, könnte passen…

      • Lichtblau sagt:

        Ganz bei Ihnen, Fabian. Allgemein ein bisschen mehr „amore“. Machen wir doch alle das beste draus.

      • fabian sagt:

        lichtblau, oder waren die hoffnung auf bessere männer aus dem ausland vergebens?
        siehe link zu kölner sex-attacken von nordafrikanern und arabern.
        http://www.welt.de/vermischtes/article150612301/Was-wir-bisher-ueber-die-Attacken-wissen-und-was-nicht.html

      • Reincarnation of XY sagt:

        Ja, jetzt aber Zufferey warum sagen sie, ich schiebe ihnen etwas unter, wenn sie das mit Überzeugung und Wonne tun? Ich habe ihr Votum nur schnell verstanden und auf den Punkt gebracht.

        Was in diesem Blog auffällt. Viele, viele Männer beschweren sich über die „heutigen Frauen“: Sie sind schuld, wenn es dem Männlein schlecht geht und sie sind auch Schuld, wenn es den Frauen schlecht geht und sie tun sich auch noch ständig beschweren über die Männer.
        Komisch ist an dieser Geschichte nur, dass hier im Blog 80% der Männer die Jammeri sind, dass das andere Geschlecht schuld an ihrem Elend sei.

      • Sportpapi sagt:

        Wo sind die Jammeris, RoXY?

  • Eduardo sagt:

    „PS: Treiben extreme Feministinnen und Männerhasserinnen männliche Föten eigentlich konsequenterweise ab?“

    Derartige Perfidien kommen vor:

    http://www.focus.de/familie/kuenstliche_befruchtung/traum-von-einer-welt-ohne-monster-weil-es-ein-junge-war-feministin-treibt-ihr-baby-ab_id_4470408.html

    Um so etwas zu verhindern, sollten Männer generell auf das Samenspenden verzichten. Dann können die Lesben sehen, wo sie ihre Töchter herbekommen.

    In einer dänischen Besamungsklinik soll der Service angeboten werden, das Sperma mittels Ultrazentrifuge so aufzutrennen, dass damit zu ca. 80 % Mädchen gezeugt werden. Ob es bei unerwünschten Knaben Rabatt gibt oder heimlich eine Abtreibung durchgeführt wird, weiß ich nicht, aber es ist gut vorstellbar.

    • Klaus Hergesheimer sagt:

      Die auf Focus beschriebene Geschichte ist höchstwahrscheinlich falsch. Qualitätsjournalismus halt – Focus hat einfach von einem obskuren Blog unreflektiert abgeschrieben. Das „Urbanlegend-Portal“ Snopes hat die Geschichte zu verifizieren versucht und kam zum Schluss, dass sie höchstwahrscheinlich falsch ist. (Nach ’snopes‘ und ‚wrongful termination‘ googlen.)

  • Severina sagt:

    Mir gefällt das Nichtverurteilende am Artikel. Als „Frucht der Liebe zwischen Mann und Frau“ wird ein Kind oft betrachtet. Weshalb nicht einfach „Frucht der Liebe“, egal, wessen Liebe, solange es aufrichtige Liebe ist?

  • Rosa Grün sagt:

    Eigentlich paradox, dass man erst die Verhütung als grosse Errungenschaft gefeiert hat und jetzt die Samenspende, Leihmutter, etc…
    Früher wollte man Sex ohne Kinder, jetzt Kinder ohne SEx… Schon komisch…

    • fabian sagt:

      naja, rosa grün, wenn ich mir ihre vergangenen beiträge vergegenwärtige, die ja nur von verachtung für männer triefen, dann verstehe ich alle männer, die mit ihnen keinen sex wollen.

  • Unwichtig sagt:

    Singlefrauen gründen Familien, weil sich dann doch die biologische Programmierung durchsetzt. Nur schade, dass sie es zu spät merken und erstmal dem Geldhorten und der Unabhängigkeit fröhnen um hernach eine halbe Familie gründen zu müssen.

    Schon traurig, dass die übertriebene Emanzipation nicht merkt, wie sie so langsam die Familie zerstört. Was ewig galt wird nun im Brustton der Überzeugnung eingerissen und keiner merkts… ich persönlich habe mehr Respekt vor einer Hausfrau, die sich nicht um die Meinung anderer schert und eine Familie zusammenhält, statt sich unabhängig zu machen, aber dafür herabgewürdigt wird.

    Eher bemitleidenswert sind „Businessfrauen“, die dann mit 35 ausgebrannt alleine da stehen und nicht mehr wissen, was denn ihr Lebenszweck ist.

  • Unwichtig sagt:

    Hab gar nicht alles in einem Kommentar untergebracht:
    Bin selbst auf der Partnersuche mit der Zielgruppe von genau den Frauen, die merken, dass die biologische Uhr zu ticken beginnt. Hab letztes Jahr zwei Frauen gedated, die noch gerne eine Familie gründen wollen, aber nicht wissen, wie sie eine langjährigen Partnerschaft führen sollen.

    Warum? Weil Sie sich auf Karriere gestürzt haben und jetzt Personalleiterin und Fachärztin und gewohnt sind ihren Kopf kompromisslos durchzusetzen. Wie soll „Mann“ das lange aushalten!?

    Außerdem ist das ganze ein Tabuthema, wie man auch hier nachlesen kann:
    http://www.kindererziehung.com/news-leser/tabu-thema-familienplanung00690.php

    • fabian sagt:

      @unwichtig, als alternative: gehen sie ins ausland (einelternfamilien darf man nur im ausland entstehen lassen). ich empfehle indien. oder ein afrikanisches land, je nach vorlieben. suchen sie sich eine frau, die ihren samen fremd-austrägt, und dann nehmen sie das kind als eineltern-papi in die schweiz. damit lägen sie voll im trend, der hier im bIog schmackhaft gemacht wird. öhm, oder so.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Eltern werden wollen ist immer ein Ego-Projekt. Mutter werden zu wollen ohne dem Kind einen Vater zu gönnen ein Ego-Projekt par excellence. Gegen diesen Fakt hilft alles Geschwurbel nichts. Es ist vorsätzliche Kindsmisshandlung aus egoistischen Motiven.

  • Sabine sagt:

    Frauen, die keinen Mann finden, sind schlicht beziehungsunfähig. Da hilft alles Schönreden nichts. Sollen solche Frauen wirklich Kinder aufziehen? Haben Kinder bei beziehungsfähigen Frauen nicht die grösseren Chancen auf eine erfüllte Kindheit und Entwicklung?

    • Rosa Grün sagt:

      Ja, Gustav. Während beziehungsunfähige Männer ruhig ihren Samen herumstreuen und dafür noch Geld verdienen sollen…

      • Sportpapi sagt:

        Denen gibt man ja auch kein Kind mit. Meiner Meinung nach ein grosser Unterschied…

  • Ste sagt:

    Die grosse Frage bleibt. braucht ein Kind ein Vater? (Oder reicht ein Erzeuger;)
    Im Verlangen einer Frau ein Kind zu bekommen, bei dem der Vater von Anfang an auf das spenden von Sperma reduziert wird, ist für mich der Tatbestand von purem Egoismus gegeben.
    Wie will man einem Kind erklären das die Mutter nur Sperma aber keinen Vater wollte?
    Diese Konstellation sagt aber logischerweise nichts über die Zukunft vom Kind aus. Der Vater könnte ja auch abgehauen sein oder verstorben oder…. Kinder ohne Vater hat’s schon immer gegeben.
    Genau so wie Frauen die mit den Kindern abgehauen sind. Also das ganze Thema ist doch wieder einmal ein Thema das gar keins sein sollte. Wer tief glücklich ist mit dem was er tut handelt richtig, solange er dabei niemandem schadet…

  • Lisa Secondo sagt:

    Schon lustig, wie hier das Kinderkriegen inflationär als Ego-Projekt bezeichnet wird. Und ich dachte immer, ich sei egoistisch, weil ich KEINE Kinder wollte…

    • Sabine sagt:

      Alles eine Frage der ideologischen Umdeutung. Aber ich bin mit Ihnen: Das hier scheint mir erheblich egoistischer (ichichich) als auf Kinder zu verzichten.

  • Angela Rohrer sagt:

    Falscher Titel: „Singlefrauen wollen Kind“ wäre passender. Mit „Familie“ hat dies nichts zu tun.

    • Sabine sagt:

      Korrekt. Wahrscheinlich versucht man hier zu propagieren, dass anstatt wie bei einer normalen Familie mit Mutter und Vater für ein Kind geradesogut eine Mutter ausreicht und gleichwertig wäre. Dass also der Vater entbehrbar sei…

      • Muttis Liebling sagt:

        In praktisch allen Kulturen und in der Rechtsprechung nahezu aller Staaten, welche Mitglied der UN sind, erfüllen ein Erwachsener mit Kindern, zwei Erwachsene ohne Kinder und zwei gleichgeschlechtige Erwachsene mit Kindern nicht die Kriterien einer Familie.

        Das folgt aus der pragmatischen Definition der Familie als Keimzelle nicht nur der Gesellschaft, sondern auch der Bevölkerung. Eine generisch unfruchtbare Konstellation ist keine Keimzelle.

  • Hans Hasler sagt:

    «Ich denke, das ist einem Kind viel leichter zu vermitteln als die Tatsache, dass es einen richtigen Vater gibt, der sich aber nicht ums Kind kümmert.»

    Entschuldigung, aber das finde ich jetzt doch sehr unfair gegenüber dem Samenspender. Und beschreibt die Situation auch nicht so ganz richtig. (wenn auch nicht ganz falsch).

    sollte es nicht eher heissen:
    «Ich denke, das ist einem Kind viel leichter zu vermitteln als die Tatsache, dass es einen richtigen Vater gibt, von dem DIE MUTTER aber nicht will, dass er sich um das Kind kümmert.»

    Was würde denn wohl passieren, wenn der Samenspender vor der Tür steht und auf einmal ein geteiltes Sorgerecht einfordern möchte?

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