
«Gemäss der Stadtpolizei Zürich ist immerhin in jedem fünften Fall von häuslicher Gewalt der Mann das Opfer» – Das Foto zeigt eine nachgestellte Szene.
Es steht im Kanton Aargau, hat eine Küche, ein Wohn- und fünf Schlafzimmer und nimmt ab 10. Dezember Männer auf, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind: «ZwüscheHalt» ist das erste Männerhaus der Schweiz. Der Mamablog wollte vom Initianten Oliver Hunziker wissen, ob es dem starken Geschlecht wirklich so schlecht geht, dass es untertauchen muss.
Herr Hunziker, rechnen Sie vor Weihnachten mit einem Ansturm von Männern mit blauen Augen und blutender Nase?

Oliver Hunziker, 44, ist Präsident des Vereins verantwortungsvoll erziehender Väter und Mütter (VeV) und Vater von zwei Jungen im Alter von 13 und 24 Jahren.
Oliver Hunziker: Wir rechnen zu Beginn nicht mit einem Ansturm. Und auch nicht mit blauen Augen, wohl aber mit blutenden Herzen. Es braucht von Männern sehr viel Mut sich einzugestehen, dass sie Opfer häuslicher Gewalt geworden sind. Der Mann wird in unserer Gesellschaft noch immer reflexartig als Täter wahrgenommen. Auch wenn laut Stadtpolizei Zürich immerhin in jedem fünften Fall von Gewalt in den privaten vier Wänden der Mann das Opfer ist.
Und jetzt wollen Sie ein Männerhaus, weil es schliesslich auch Frauenhäuser gibt?
Nein. Wir wollen ein Männerhaus, weil Männer in Not einen Unterschlupf brauchen. Ich hätte so etwas damals gebraucht, als ich mich von meiner Frau trennte. Der VeV hat das Projekt bewusst nicht Männerhaus genannt, weil er die Frauen nicht kategorisch aussperren will. Gibt es die Chance zu vermitteln, tun wir das. Oder schicken das Paar zu einem Mediator. Ausserdem ist die Adresse des «ZwüscheHalt» im Unterschied zu denjenigen der Frauenhäuser nicht geheim.
Was für Opfer erwarten Sie?
Vor allem Väter. Väter zum Beispiel, die vom Eheschutzrichter angewiesen werden, innert dreier Tagen ihr Hab und Gut zusammenzupacken, die Kinder zu verlassen und auszuziehen. Oft finden sie in dieser kurzen Zeit keine Wohnung. Schon gar keine, die in der Nähe ihrer Kinder liegt. Ausserdem erwarten wir Väter, die den Terror zu Hause nicht mehr aushalten, aber bisher den Kindern zuliebe geblieben sind. Ihnen und den Kindern bieten wir für kurze Zeit Unterschlupf, Beratung und Hilfe an.
Machen Sie sich damit nicht der Beihilfe zur Kindsentführung schuldig?
Wenn Frauen mit ihren Kindern in Frauenhäusern untertauchen, gibt es viele Anzeigen wegen Kindsentführung, ohne dass diese jedoch Konsequenzen zeitigen. Es wird sich zeigen, ob Männern dasselbe Recht zugestanden wird – nämlich sich selbst und die Kinder zu schützen. Ich rechne durchaus mit Polizeibesuch. Selbstverständlich haben wir vorgängig den «ZwüscheHalt» bis in den kleinsten Winkel juristisch durchleuchten lassen, um sicher zu gehen, dass wir das Recht auf unserer Seite haben.
Mussten Sie Anpassungen machen?
Ja. Die Schlafzimmer der Kinder und der Männer befinden sich auf zwei verschiedenen Etagen. Wenn eine Mutter im Frauenhaus Zuflucht sucht und mit ihrem Kind im selben Zimmer untergebracht wird, kommt niemand auf Hintergedanken. Wenn wir den Vätern dasselbe erlauben würden, gäbe es bald flächendeckend Schlagzeilen wegen Missbrauchverdachts.
Wer betreut die Väter?
Engagiert ist ein Vollzeitbetreuer, der nicht nur das Haus managt, sondern auch den Haushalt schmeisst. Es handelt sich um einen unserer besten Väterberater. Ausserdem stützen wir uns auf ein Team von Fachleuten, darunter Psychologen, Ärzte und Seelsorger.
Und wer bezahlt die Rechnungen?
Der VeV kann die Kosten von rund 10′000 Franken im Monat für das erste Jahr aus Mitgliederbeiträgen und Spenden berappen. Im Gegensatz zu den Frauenhäusern werden wir vorerst weder von Opferhilfestellen noch aus Gleichstellungsbudgets finanziert. Unser Ziel ist es natürlich, das zu ändern.
ZwüscheHalt, 079 645 95 54, info@zwueschehalt.ch; www. zwueschehalt.ch
Und jetzt die Frage an Sie, liebe Leserin, lieber Leser. Glauben Sie, dass die Schweiz ein Männerhaus braucht?
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Nicole Althaus ist Autorin und freie Journalistin in Zürich. Seit beinahe zehn Jahren betreibt Nicole Althaus Feldforschung in der eigenen Familie: Die Autorin ist verheiratet und Mutter zweier Mädchen im Alter von 10 und 6 Jahren.
Michèle Binswanger hat Philosophie und Germanistik studiert, war als Künstlerin und Kletterin tätig und ist heute Redakteurin bei Tagesanzeiger/Newsnetz. Sie lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter (8) und ihrem Sohn (5) in Basel. 











































































@Ursula Jungo: mir scheint Sie haben immer noch überhaupt nichts verstanden! Lesen Sie doch einmal sorgfälitig und ohne vorgeschobenen Filter alle Antworten auf ihren 4.12. post, wo Sie ziemlch ähnliches von sich geben. Geht es hier um Hass? Geht es um eingespielte Muster die geänderte werden sollten? Mal abgesehen davon dass es auch jede Menge an eingespielten destruktiven Mustern gibt. Wenn Sie schon Rachsucht ins Spiel bringen, die bloss Quälereien fördert, sollten Sie bedenken dass es hier um ganz viel von fraulicherrachsucht verursachten Quälereien geht! Es braucht hier vorallem mal offene Augen und Ohren, und den Willen anzuerkennen was Sache ist!
in der ganzen Empörung noch jede Menge Schreibfehler… aber der Sinninhalt ist wohl klar…
In diesem Land haben die Männer versagt, ich sehe wie ungerecht wir Männer behandelt werden und trotzdem können die Feministen sagen was sie wollen sie haben Recht, ein riesen Komplex unserer westlichen Gesellschaft. Ihr wollt den Mann als Frau? Frauen wie Männer? dann macht nur so weiter, es geht schon lange nicht mehr um Gleichberechtigung, sondern überberechtigung der Frau: Frauenquoten, Ungleichbehandlung beim Sorge recht, schlechte Behandlung der Knaben in der schule. Alles tatsachen, enweder es ändert sich bald radikal was im verständnis oder wir werden bald eine verdammt arme gesellschaft haben, ihr versucht Frauen die Hausfrauen sind als minderwertig zu bezeichnen ihr wollt unbedingt dass die Frau gleich ist wie der mann-und da kommt solche scheisse dabei raus, Bravo, wenn ihr bald nicht die biologischen Fakten akzeptiert und einsieht dass der Mann seinen Platz als starkes Geschlecht behalten muss, GUTE NACHT. Also ich werde eine Frau schlagen sollte sie mich angreifen, mir egal was das Rechtssystem meint, und ich *** jeden Beamten und sonst wen der mir Unrecht gibt. Sorry aber echt, wir sind am abstürzen.
Frauen sind generell benachteiligt. Ich gründe nächstens einen Männerchor, der nur Frauen offen steht! Feminismus lässt grüssen.