«Ich rechne durchaus mit Polizeibesuch»

MAMABLOG-Gewalt

«Gemäss der Stadtpolizei Zürich ist immerhin in jedem fünften Fall von häuslicher Gewalt der Mann das Opfer» – Das Foto zeigt eine nachgestellte Szene.

Es steht im Kanton Aargau, hat eine Küche, ein Wohn- und fünf Schlafzimmer und nimmt ab 10. Dezember Männer auf, die Opfer häuslicher Gewalt geworden sind: «ZwüscheHalt» ist das erste Männerhaus der Schweiz. Der Mamablog wollte vom Initianten Oliver Hunziker wissen, ob es dem starken Geschlecht wirklich so schlecht geht, dass es untertauchen muss.

Herr Hunziker, rechnen Sie vor Weihnachten mit einem Ansturm von Männern mit blauen Augen und blutender Nase?

MAMABLOG-OLIVER-HUNZIKER

Oliver Hunziker, 44, ist Präsident des Vereins verantwortungsvoll erziehender Väter und Mütter (VeV) und Vater von zwei Jungen im Alter von 13 und 24 Jahren.

Oliver Hunziker: Wir rechnen zu Beginn nicht mit einem Ansturm. Und auch nicht mit blauen Augen, wohl aber mit blutenden Herzen. Es braucht von Männern sehr viel Mut sich einzugestehen, dass sie Opfer häuslicher Gewalt geworden sind. Der Mann wird in unserer Gesellschaft noch immer reflexartig als Täter wahrgenommen. Auch wenn laut Stadtpolizei Zürich immerhin in jedem fünften Fall von Gewalt in den privaten vier Wänden der Mann das Opfer ist.

Und jetzt wollen Sie ein Männerhaus, weil es schliesslich auch Frauenhäuser gibt?

Nein. Wir wollen ein Männerhaus, weil Männer in Not einen Unterschlupf brauchen.  Ich hätte so etwas damals gebraucht, als ich mich von meiner Frau trennte. Der VeV hat das Projekt bewusst nicht Männerhaus genannt, weil er die Frauen nicht kategorisch aussperren will. Gibt es die Chance zu vermitteln, tun wir das. Oder schicken das Paar zu einem Mediator. Ausserdem ist die Adresse des «ZwüscheHalt» im Unterschied zu denjenigen der  Frauenhäuser nicht geheim.

Was für Opfer erwarten Sie?

Vor allem Väter. Väter zum Beispiel, die vom Eheschutzrichter angewiesen werden, innert  dreier Tagen ihr Hab und Gut zusammenzupacken, die Kinder zu verlassen und auszuziehen. Oft finden sie in dieser kurzen Zeit keine Wohnung. Schon gar keine, die in der Nähe ihrer Kinder liegt. Ausserdem erwarten wir Väter, die den Terror zu Hause nicht mehr aushalten, aber bisher den Kindern zuliebe geblieben sind. Ihnen und den Kindern bieten wir für kurze Zeit Unterschlupf, Beratung und Hilfe an.

Machen Sie sich damit nicht der Beihilfe zur Kindsentführung schuldig?

Wenn Frauen mit ihren Kindern in Frauenhäusern untertauchen, gibt es viele Anzeigen wegen Kindsentführung, ohne dass diese jedoch Konsequenzen zeitigen. Es wird sich zeigen, ob Männern dasselbe Recht zugestanden wird – nämlich sich selbst und die Kinder zu schützen. Ich rechne durchaus mit Polizeibesuch. Selbstverständlich haben wir vorgängig den «ZwüscheHalt»  bis in den kleinsten Winkel juristisch durchleuchten lassen, um sicher zu gehen, dass wir das Recht auf unserer Seite haben.

Mussten Sie Anpassungen machen?

Ja. Die Schlafzimmer der Kinder und der Männer befinden sich auf zwei verschiedenen Etagen. Wenn eine Mutter im Frauenhaus Zuflucht sucht und mit ihrem Kind im selben Zimmer untergebracht wird, kommt niemand auf Hintergedanken. Wenn wir den Vätern dasselbe erlauben würden, gäbe es bald flächendeckend Schlagzeilen wegen Missbrauchverdachts.

Wer betreut die Väter?

Engagiert ist ein Vollzeitbetreuer, der nicht nur das Haus managt, sondern auch den Haushalt schmeisst. Es handelt sich um einen unserer besten Väterberater. Ausserdem stützen wir uns auf ein Team von Fachleuten, darunter Psychologen, Ärzte und Seelsorger.

Und wer bezahlt die Rechnungen?

Der VeV kann die Kosten von rund 10’000 Franken im Monat für das erste Jahr aus Mitgliederbeiträgen und Spenden berappen. Im Gegensatz zu den Frauenhäusern werden wir vorerst weder von Opferhilfestellen noch aus  Gleichstellungsbudgets finanziert. Unser Ziel ist es natürlich, das zu ändern.

ZwüscheHalt, 079 645 95 54, info@zwueschehalt.ch; www. zwueschehalt.ch

Und jetzt die Frage an Sie, liebe Leserin, lieber Leser. Glauben Sie, dass die Schweiz ein Männerhaus braucht?

Lesen Sie auch: Der Missbrauch mit dem Missbrauch und Brutale Brünhilden

428 Kommentare zu ««Ich rechne durchaus mit Polizeibesuch»»

  • Joco sagt:

    Weshalb so ein Hass gegen das andere Geschlecht? Frauen und Männer sind verschieden! Das macht es ja interessant und deshalb braucht es ja auch beide um die Verschiedenheiten zu ergänzen. Hier braucht es Teamarbeit und nicht Krieg!!! Beide Geschlechter brauchen Schutz wenn Sie angegriffen werden oder es ihnen schlecht geht. Emanzipation ist unnatürlich und bringt nur die Balance aus dem Gleichgewicht. Was es braucht ist gegenseitigen Respekt, Verständnis und Einfühlvermögen. Dann gäbe es auch keine Gewalt!!

  • beat frischknecht sagt:

    Als Kind musste ich mitansehen wie meine mutter meinem vater gegenstände hinterherwarf ( Steine Töpfe usw.) Wie sie rumschrie und schreite er schlägt mich hiiilllffeeeee, nur um die aufmerksamkeit der nachbarn auf sich zu ziehen, ich stand neben meinem vater bzw. hinter ihm, sie konnte mich nicht sehen. ich habe als kind und teenager den ganzen terror gesehen den eine frau an ihrer familie vollziehen kann. wisst ihr heute würde mein vater und ich gerne in diese haus ziehen, warum ja was meint ihr. damit wir sie nicht totschlagen denn mein Vater wog damals 110kg und war sportlich.

  • der Bauer sagt:

    Gut, dass es die Emanzipation gibt. Es ist aber auch höchste Zeit, dass wir Männer uns unserer Rechte bewusst werden und uns ebenfalls zu empanzipieren beginnen. Fakt ist, dass in der Schweiz 97% der Gewaltdelikte von Männern begannen wird. Leider hinkt aber unser Strafgesetz der heutigen Gesellschaft hinter her. Ein Beispiel: Dem Hausmann darf wegen seinen Fehler (zB. will Wöchentlich Sex, putzt nicht sauber genug etc.) von seiner Karrierefrau jahrelang Straflos erniedrigt werden. Den diese kleinen täglichen Verletzungen sind keine Gewalt…. und doch ist es Zeit sich dagegen zu emanzipieren

  • Sabrina Keller sagt:

    Ich finde dieses Männerhaus eine sehr gute Institution. Meiner Meinung nach kommt es nicht darauf ob der Mann stärker ist oder nicht – es ist eine Frage der Intelligenz ob man zurückschlägt oder so einen entarteten Konflikt durch Flucht beendet. Abgesehen davon halte ich wenig von der Berufung auf evolutive Argumente, denn diese zählen heute nicht mehr. Eine Frau kann zwar ev kein Mammut erlegen, zum Metzger gehen, ist aber kein Problem. Ich verstehe nicht warum ein Mann die Kinder nicht genau so gut betreuen kann wie eine Frau…M und F sind zwar verschieden, Qualitäten haben aber beide.

  • Metallica sagt:

    Es ist doch egal auf welche Art der Mann erniedrigt wird. Bis jetzt hatte MANN keine Möglichkeit von einem Männerhaus zu profitieren. Und jetzt gibt es eines. Also lasst die Männer die es brauchen dorthin gehen. Die anderen sollen ihre Muckis weiter trainieren und den Macho heraushängen (würden sie gerne sein, meistens ist dies jedoch nur ein Wunschdenken dieser Männer)
    Und allen anderen kritischen MITMENSCHEN!!. Seid froh wenn ihr es nicht benötig und gönnt diesen Männern diese kleine Oase des Friedens und des sich erholen.

  • bibi sagt:

    Ich finde es dringend notwendig, dass Männer endlich in Sachen Gewalt (es gibt noch mehr Themen) Unterschlupf findet. Wieso ist ein Mann der sich schlagen lässt eine Memme? Es gibt durchaus Situationen, die eskalieren, wenn dann nicht zurückgeschlagen wird, ist das in Ordnung. Wichtig! die Männer brauchen dringend Unterstützung.
    Danke.

  • Anonym sagt:

    Grundsätzlich gute sache herr hunziker aber seine persöhnlichen „erfahrungen“ mit ein zu beziehen ist mer als nur geschmacklos, sie setzen sich ein für etwas was schon lange hätte passieren müssen und das ist ser gut abe in ihre persöhnlichen geschichte haben sie versagt, wer von aussen zusehen konnte weiss dass sie die famillie zerrissen haben und mit ihrem völlig übertriebenen ehrgeiz sogar ihren söhnen die kindheit geraubt haben indem sie sie nur zu häufig als waffe in ihrem scheidungskrieg benutzten. Es ist langsam zeit das zu stoppen! 11 jahre sind genug.
    Mfg der stille zuschauer

  • Angie sagt:

    SUPER Lügner!
    Die Aussage: Nein. Wir wollen ein Männerhaus, weil Männer in Not einen Unterschlupf brauchen. Ich hätte so etwas damals gebraucht, als ich mich von meiner Frau trennte
    Stimmt leider überhaupt nicht!
    Herr Hunziker wurde verlassen, weil SEINE FRAU DIE ZUSTÄNDE im Hause nicht mehr aushielt! Wenn eine Frau die Geliebte des Mannes vom Bahnhof holen muss, kochen soll, und sie und die Kinder mitansehen sollen, wie der SAUBERE HERR HUNZIKER „es“ gleich auf dem Sofa treiben! Von wegen Gewalt! Die Gewalt war Psychischer Natur!

  • Merz sagt:

    Ja, das Haus braucht es! Meine russische Ex verbrachte regelmässig Ihre Nächte mit einem (verheirateten) Lover in unserem Ehebett, ich war im Schockzustand und wusste nicht mehr aus noch ein. So floh ich einmal, um DIstanz zu gewinnen und Rat zu holen. Die Polizei riet mir, diese Frau aus dem Haus zu werfen, leider riss sie mir dabei die beiden Kinder aus der Hand, ich sehe sie heute nicht mehr, mit allen strafbaren Mitteln kämpfte sie gegen mich. Die Vormundschaftsbehörden unternahmen alles (v.a. Kriens, wo die Kinder heute wohnen), dass ich trotz Richterurteil die Kinder nie mehr sehen kann.

  • ali baba sagt:

    auch wenns etwas provozierend geschrieben ist, muss ich dem post von „jonas“ doch recht geben. was heutzutage abläuft hat schon nichts mehr mit gleichberechtigung zu tun. worum es mittlerweile schon geht ist eine gleichstellung von mann und frau. die kann und wird es nie geben, da wären zum einen schon mal die evolutionären unterschiede die nicht einfach so in 3 generationen vom tisch gewischt werden können (auch wenn sich so manche(r) bemüht) zum anderen dass wir von der natur schon so gar nicht gleich geschaffen wurden. wer das nicht endlich kapiert, sollte lieber nochmal zum bio-unterricht.

    • April sagt:

      Also ali baba ich muss dir recht geben denn es ist so und es wird immer so sein das die geschlechter unterschiedlich sind ,gibt also nicht den grund das ein geschlecht bevorzugt werden darf weder in der Schule, in der Politik, vor dem gesetz , …….
      Es giebt so viele fälle in denen Männer ihre Kinder nie mehr sehen dürfen aber alimente zahlen müssen ,das ist nicht akzeptabel.
      Die Feministen sind einfach über das eigentliche Ziel raus geschossen den Mann sein ist nicht einfacher als Frau sein .
      Erst recht nicht wen einen das Bildungsystem benachteiligt .

  • Heidi sagt:

    Richtig so, warum sollten Männer sich nicht auch Hilfe suchen können, es gibt genug Frauen die Männer psychisch fertig machen was genau so schlimm ist wie Gewalt.

  • geba sagt:

    Gewalttätige Frau ? gehts noch bitte ? Meine beißt höchstens beim Orgassmus. Das kommt davon, wenn die Männer nur hinter dem Ofen und vor der Glotze sitzen. Raus Männer,ab zum Sport und in die Mucki Bude und mehr Macho bitte.

  • Thomas sagt:

    Ich bin seit 35 Jahren Polizeibeamter, meine Frau ebenso. In unserer Dienstzeit haben wir festgestelt das „Häusliche Gewalt“ zu gleichen Teilen von Männern und Frauen begangen wird. Männer jedoch aus Scham nicht darüber reden. Im Raum Berlin gibt es etliche Frauenhäuser jedoch nur ein Mänerhaus. Aus unserer dienstlichen Praxis heraus kann ich bestätigen, dass Frauen schneller, bzw. genauso schnell zu Gewalt neigen wie Männer, im Vertrauen das das „Echo“ ausbleibt. Erfolgt dies („Echo“) dann doch einmal ist es problemlos möglich den Mann als Täter darzustellen.Erfasst werden darf so was nicht.

  • Nobit sagt:

    Bin schon von eine Frau geschlagen worden ohne Grund. Die selbe Frau hat auch damals ein andere Man geschlagen vor meine Augen. Eine echte Hexe. Leider habe ich Sie nicht angezeigt: Sie war meine Freundin. Bin nicht mehr mit die Frau zusammen zum Gluck: 3 Jahren Hölle! Sie ist jetzt juristin…ich sage nicht bei wem aus Angst angeklagt zu werden

    • rolf schild sagt:

      Nobit, sind Sie eine Memme, was sind Sie von einer Juristin geschlagen worden? das kann ich fast nicht glauben….
      Eine Frage: wie gross sind Sie und wie schwer? wenn Sie natürlich ein Gnom sind begreife ich das, nur eines
      möchte ich Ihnen verraten: ich habe noch nie eine Frau geschlagen und hoffe dass ich dies nie tun muss, aber ich würde
      mich auch nie von einer Frau schlagen lassen und die kann so gross und Dick sein wie sie will oder Rabiat das ist mir gleich.
      Normalerweise kann man ein Streit anders lösen, das Niveau muss stimmen! Aber wie gesagt :Pack schlägt sich,
      Pack verträgt sich

      • Adi sagt:

        Das ist ja das Problem, sobald er sich zur Wehr setzt, wird automatisch davon ausgegangen, dass er seine Frau mishandelt, denn es sind ja immer die Männer die zuschlagen, nie die Frauen. Als Mann darfst du dich gar nicht zur Wehr setzten

  • exVater sagt:

    In Österreich haben wir leider noch kein Männerhaus.
    Bei uns darf das Thema gewalttätige Frauen gar nicht angesprochen werden.
    Ich hoffe Österreich nimmt sich ein Beispiel an der Schweiz.(auch in anderen Bereichen – denn bei uns werden Andersdenkende als Terroristen verhaftet und eingesperrt, Bürger- und Menschenrechte ignoriert und dennoch heißt es wir hätten eine Demokratie)

  • Baumann sagt:

    Frauen sind generell benachteiligt. Ich gründe nächstens einen Männerchor, der nur Frauen offen steht! Feminismus lässt grüssen.

  • Jonas sagt:

    In diesem Land haben die Männer versagt, ich sehe wie ungerecht wir Männer behandelt werden und trotzdem können die Feministen sagen was sie wollen sie haben Recht, ein riesen Komplex unserer westlichen Gesellschaft. Ihr wollt den Mann als Frau? Frauen wie Männer? dann macht nur so weiter, es geht schon lange nicht mehr um Gleichberechtigung, sondern überberechtigung der Frau: Frauenquoten, Ungleichbehandlung beim Sorge recht, schlechte Behandlung der Knaben in der schule. Alles tatsachen, enweder es ändert sich bald radikal was im verständnis oder wir werden bald eine verdammt arme gesellschaft haben, ihr versucht Frauen die Hausfrauen sind als minderwertig zu bezeichnen ihr wollt unbedingt dass die Frau gleich ist wie der mann-und da kommt solche scheisse dabei raus, Bravo, wenn ihr bald nicht die biologischen Fakten akzeptiert und einsieht dass der Mann seinen Platz als starkes Geschlecht behalten muss, GUTE NACHT. Also ich werde eine Frau schlagen sollte sie mich angreifen, mir egal was das Rechtssystem meint, und ich *** jeden Beamten und sonst wen der mir Unrecht gibt. Sorry aber echt, wir sind am abstürzen.

    • Bernd sagt:

      Dein Beitrag wir Pippi Langstrumpf und Katharina aber gar nicht gefallen…

    • Fritzili sagt:

      Die Männer als Frau und die Frauen als Mann?

      Sorry, wer bekommt dann die Kinder? Männer können nicht schwanger werden..

      Fritzili

    • Anna sagt:

      Jonas: Definiere starkes Geschlecht und was Du darunter verstehst. Welche Rolle gehört zum straken Geschlecht, was macht es aus? Wie verhält sich das starke Geschlecht?

  • Brunhild Steiner sagt:

    in der ganzen Empörung noch jede Menge Schreibfehler… aber der Sinninhalt ist wohl klar…

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Ursula Jungo: mir scheint Sie haben immer noch überhaupt nichts verstanden! Lesen Sie doch einmal sorgfälitig und ohne vorgeschobenen Filter alle Antworten auf ihren 4.12. post, wo Sie ziemlch ähnliches von sich geben. Geht es hier um Hass? Geht es um eingespielte Muster die geänderte werden sollten? Mal abgesehen davon dass es auch jede Menge an eingespielten destruktiven Mustern gibt. Wenn Sie schon Rachsucht ins Spiel bringen, die bloss Quälereien fördert, sollten Sie bedenken dass es hier um ganz viel von fraulicherrachsucht verursachten Quälereien geht! Es braucht hier vorallem mal offene Augen und Ohren, und den Willen anzuerkennen was Sache ist!

  • Ursula Jungo sagt:

    Ich kann es fast nicht glauben, was ich da für hasserfüllte Worte von Männern gegen die Frauen lese! Das gibt es doch nicht!!!
    Wir sind noch lange nicht gleichberechtigt, die Schweiz ist ein Männerstaat, das sieht man ja deutlich in der Regierung!
    Die Frauen sind nicht nur Gefässe, deren Inhalt einmal den Männern gehört! Es ist halt nun so, dass die Frauen die Kinder tragen und gebären und das nicht nur bei den Menschen!!! Dass in einer Familie jeder seine Aufgabe hat, war schon immer so! Männer haben Muskeln und setzten die ein um für das Essen der Familie zu sorgen, sie verteidigten ihre Familie usw., das war seit es die Menschen gibt immer schon so! Die Frauen ernähren die Kinder, schauen zu ihnen und zu ihrem Mann, dem Beschützer. Wieso soll nun plötzlich das seit jahrtausenden eingespielte Muster geändert werden? Fühlen sich zu viel Männer nicht mehr als der starke Mann in ihrer Familie?
    Ein Trost haben die Männer aber schon! Sie bestimmen das Geschlecht des Kindes! Da haben die Frauen gar nichts dazu zu sagen, sie tragen, was sie vom Mann bekommen!
    Seid doch erwachsene Menschen und sprecht zusammen, auch wenn die Liebe zu Ende geht. Rachsucht fördert nur Quälereien. Haben wir das wirklich nötig? Es braucht beide, es braucht die Mutter und den Vater! Fehlt eines, haben die Kinder einmal grosse Probleme, sind sie erwachsen und möchten auch eine Familie!!!

  • Mrs. Doubtfire sagt:

    Als meine Frau mich verliess, die zwei Kinder mitnahm und mir eine superprovisorische Verfügung schicke, ich dürfe die Kinder nicht mehr an den offiziellen Wohnort nehmen, gab es niemanden, der mir half. Es wäre schön gewesen, wenn es damals vor 6 Jahren schon ein Männerhaus gegeben hätte. Wenigstens eine Stelle, wo man sich hätte hinwenden können und um Rat hätte fragen können. Der Staat stellt nämlich nichts, aber gar nichts für Väter zur Verfügung…

  • Armando sagt:

    Als Überlebender eines weilblichen Mordversuchs kann ich sagen, dass die weibliche Gewalt in Beziehungen voll unterschätzt wird, weil immer noch nach Schema „Mann ist der Täter, Frau ist das Opfer“ gedacht wird. Höchste Zeit zum Umdenken, das „schwache Geschlecht“ kennt keine Skrupel, den Männern das Leben schwer zu machen, das sollten auch endlich die Gerichte einsehen und endlich von ihren männer- und kinderfeindlichen Urteilen wegkommen.

  • Rahel sagt:

    @ Brunhild Steiner

    Vielen Dank für den Tipp! Habe die Links bis jetzt übersehen, werde sie aber gleich anschauen! Ich bin geschockt, hätte nie gedacht dass es grad die Hälfte ausmacht! Ist nichts ungut, alles okay 🙂 bin ja froh wenn Sie mich informieren!

    Auch Ihnen ein gutes neues Jahr und alles Liebe und Gute!

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Rahel: in diesem Thread, und auch im Thread „Der Missbrauch mit dem Missbrauch“ werden einige Studien und Statistiken als links aufgeführt. Diese Zahlen sind tatsächlich realistische Zahlen und es wäre für uns alle an der Zeit den erschreckenden Fakten ins Gesicht zu sehen… . Nichts für ungut und gutes Neues Jahr!

  • Rahel sagt:

    @ Abt. Häusliche Gewalt

    Darf ich erfahren, von welchen Quellen Ihr die 50% Täterinnen habt? Das sind ja erschreckende Fakten!

  • Ja, meine Herren – es ist Zeit an die Oeffentlichkeit zu gehen! Wir wissen von anderen Quellen, das bis 50% Frauen die Täterinnen sind! Doch bis anhin war es ein Tabu darüber zu sprechen, geschweige denn Anzeige zu erstatten. Ein Grund für dieses Tabu ist, das den Männern immer weniger Rechte eingeräumt werden, also seit den spät 68ern eine Diskriminierung eingsetzt hat, die wenn sie jetzt nicht gestoppt wird, aus einigen Ländern, darunter auch die Schweiz, ein Horroramazonien entstehen lässt.
    Also Männer und korrekte Frauen schreitet zu taten!

  • Thomas sagt:

    …für solche fälle haben wir unseren guten alten max, juri.

  • Juri sagt:

    das waren noch Zeiten, als Männer noch Männer waren!

  • Ali sagt:

    selber schuld

  • Doris Jordi sagt:

    Generell finde ich es super auch für männer einen zufluchtort zu schaffen. ich denke nicht weiblein wie männlein sollen sich etwas vor gauckeln. erwähnen will ich aber, aus eigener erfahrtung, mann provoziert und kränkt mit worten auf nieddrigstem niveau bis dann die freu zuschlägt.. oft ist das die einzige schaffe die ihr bleibt. es ist sehr schade und sehr traurig.

  • Adrian sagt:

    Ich bin froh, dass nun ein Schritt weiter Richtung Gleichberechtigung getan werden konnte. Auch wenn es noch ein langer Weg ist, bis dorthin. Männer werden leider immer noch viel zu oft benachteiligt.
    Ich persönlich habe schon etliche Nächte und Wochenenden im Büro verbracht. Nicht weil ich so viel Arbeit hatte, sondern weil meine Partnerin mich nicht mehr in die Wohnung gelassen hat.
    Ob eine Frau oder ein Mann wie wild an der Tür hämmert, weil der andere ihn nicht mehr reinlässt, spielt keine Rolle: in beiden Fällen kommt die Polizei und in beiden Fällen wird der Mann abgeführt.
    „geschlagene Männer“ klingt so was von doof und viele Leute glauben auch nicht, dass ein Mann sich schlagen lässt. Die Sachlage ist meist viel subtiler: Während die Frau um sich schlagen, die ganze Wohnung demolieren und auf den Mann eindreschen kann, darf man als Mann nicht mal ihre Handgelenke halten, damit sie sich beruhigt, geschweige denn sie in den Arm nehmen.
    Nicht die Kraft, der Mut, das Durchstehvermögen oder was auch immer ist das Problem, sondern die Gesetzeslage.
    Flucht ist dabei leider die beste Lösung, um nicht mit dem Gesetz in Konflikt zu geraten.
    Deshalb braucht es solche Häuser, heute mehr denn je.

  • macho sagt:

    Noch was: wie will man eine Generation von Vätern heranzüchten, die 1. mit Anwesenheit glänzen und 2. Verantwortungsbewusst sind und Erziehungsaufgaben übernehmen, wenn man ihre Stellung in der Familie so veranschlagt wie Sie das tun? Frauen hat man auch nicht an den Arbeitsplatz gebracht, indem man ihnen eingeredet hat, dass sie sowieso weniger geeignet sind für die Arbeitswelt und besser zu Hause bleiben wo sie nicht überfordet werden.

    Ich denke in der Traumwelt in der Sie leben, würde kein Mann Vater werden wollen, höchstens die Homosexuellen Paare mithilfe von Leihmüttern oder Adoption… 😀

  • macho sagt:

    @ Ursula Jungo

    Ihr Beitrag ist schlicht sexistisch und dumm. Ich hoffe aber, dass mehr Frauen wie Sie, Männern wie Oliver eine Steilvorlage geben um sich erfolgreich für die Anliegen und Rechte der Männer einzusetzten…

  • Sitchean sagt:

    Endlich!
    Natürlich verstehe ich jeden Mann, der es vermeidet, sich und seinem Umfeld einzugestehen, dass er zu schwach ist, sich gegen seine Frau (Furie) zu wehren. Doch was ist mit denen, die flüchten wollen und es nicht können? Sie befinden sich, genau wie die geschlagene Frau, in der Hölle!
    Nun hat Man(n) endlich die Chance dazu, dieser Hölle zu entfliehen…
    Das nenn ich Emanzipazion!
    Tatsächlich ist davon auszugehen, dass es das Hauptdruckmittel einer dominanten Frau war, dass der Mann nicht fliehen konnte, bisher. Ausser er wendete sich an Freunde und Bekannte.
    Super, dass dem endlich Abhilfe nach beiden Seiten geboten wird.
    Daumen hoch*

  • Engelhart sagt:

    LIieber Oliver

    Herzliche Gratulation zur Umsetzung der Idee eines Zufluchtsortes für Männer/Väter.
    Ich wollte 2002 eine solche Insitution in Zürich etablieren, konnte sogar der damaligen Sozialvorsteherin Monika Stocker mein Konzept erläutern, sie sagte mir aber damals, dass ein Rahmenkredit im Gemeinderat keine Chance hätte.
    Während des Schreibens meiner Master Thesis an der Wirtschaftsuniversität Wien mit dem Titel „Diskriminierung von Vätern in Gesetzgebung und Rechtssprechung“ hatte ich oft Kontakt mit dem Mainzer Kriminologen Professor Michael Bock. Er sagte mir einmal am Telephon, dass er Morddrohungen gekriegt habe, nachdem er öffentlich gesagt habe, dass vor allem in Trennungs- und Scheidungsphasen die häusliche Gewalt in mindestens 50 Prozent der Fälle von den Frauen ausgeht.
    Alles Gute für die Zukunft
    Chr.Engelhart

  • es braucht mehr als ein Männerhaus, bin aber zuversichtlich.

  • roger Wild sagt:

    Warum wurde bei der Scheidung(lange ists her) wohl mir das Sorgerecht für unsere 5 jährige Tochter zugesprochen und die Mutter zu Unterhaltszahlungen verpflichtet ?!

  • hans muster sagt:

    @ursula jungo

    da bin ich aber froh, dass sie mir geistig minderbemitteltem muskelmann erklärt haben wo der hammer hängt. hoch gelobt sei ihre weibliche intelligenz; und die selbstlosigkeit mit welcher sie ihre erkenntnisse mit uns niederen männern teilen.

    • Fritzili sagt:

      Krass oder? Blinder Rassismus und Sexismus ist möglich. Wenn die angesprochenen Weisse heterosexuelle Männer sind.

      Alles darf man gegen Männer sagen. Man kann sie erniedrigen, pauschal als Idioten darstellen, hassen, zur vernichtung aufrufen, sie verachten ALLES. Und wenn jemand Lager zur vernichtung von weissen Männern propagieren würde, es würden alle zustimmen.

      Und das obwohl es weisse Männer sind, die 99% aller wichtigen Technologischen Entwicklungen entwickelt haben, obwohl es weisse Männer sind die den Staat zusammenhalten und finanzieren. Obwohl es weisse Männer sind die vernünftig Wirtschaften, Firmen aufbauen und für viele sorgen.

      Das ist alles krankhaft und bescheuert!

      Und es soll aufhören. Ich will das dies aufhört! Jetzt!

      Fritz

  • hans muster sagt:

    @ursula jungo

    da bin ich aber froh, dass sie mir geistig minderbemitteltem muskelmann erklärt haben wo der hammer hängt. hoch gelobt sei ihre weibliche intelligenz; und die selbstlosigkeit mit welcher sie ihre erkenntnisse mit uns niederen männern zu teilen.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Ursula Jungo: also weil ich 9mt schwanger war, geboren und gestillt habe, deshalb soll ich mir MEIN Kind nicht wegnehmen lassen, und ich darf gerne dem Mann und zufälligerweise halt Erzeuger MEINES Kindes das Leben schwer bis unerträglich machen, ohne irgendwelche Konsequenzen befürchten zu müssen.
    Der Mann hingegen, der eben zufälligerweise bloss Erzeuger geworden war, der hat nie auch nur 1 Sekunde Gedanken an MEIN Kind verschwendet, und zu einer hingebungsvollen Liebesbeziehung zu ihm, ist er per se nicht fähig, weil bloss mit Muskeln und Kraft ausgestattet?
    Ist das in etwa Ihre Botschaft an uns Frauen?
    Das ist nicht der Blog „Kindsentführungen aus Machtgier“, sondern „Väter sind Frauen-missbrauch ziemlich hilflos ausgeliefert“

  • Pascal Sutter sagt:

    Frau Jungo, wären alle Weibchen wie sie, dann wären wir schon lange ausgestorben.

  • Ursula Jungo sagt:

    Also bitte! Die Natur hat die Männer mit Muskeln und Kraft versorgt und die Frauen mit Widerstandskraft und Intelligenz und somit wird der Mensch nie aussterben! Wieso soll ein Mann vor Frauengewalt flüchten müssen? Ist es nicht einfach so, dass die Männer das wollen, was die Frauen haben? Ein Kind gehört zu der Mutter! Das ist nicht nur bei den Tieren eine Tatsache! Oder war schon ein Mann neun Monate schwanger und Unpässlichkeiten ausgesetzt? Hat ein Mann schon je eine Geburt durchmachen müssen? Hat ein Mann das Kind gestillt, ernährt und beschützt? Sprechen wir doch deutsch und deutlich: die Frauen sind nicht dazu da um für die Männer Kinder zu gebären, die ihnen dann weggenommen werden!!!

  • Marcel sagt:

    Zwei bemerkenswerte Songs zum Thema häusliche Gewalt:

    „A Kiss With a Fist is Better Than None“

    „He Hit Me (And It Felt Like A Kiss)“

    Nur weil hier jemand irgendwo gesagt, er hätte in Südamerika erlebt, gewisse Frauen würden Schläge als eine Art (negativer) Zuneigung betrachten. Jetzt nicht BDSM natürlich.

    Recht sicko, finde ich. Doch genau dieser Gedanke hat mich auch schon einmal beschäftigt. Eine alte Liebschaft. Damals sagte ich mir- nein, ich habe noch nie in meinem Leben eine Frau geschlagen- dass es offenbar auch Frauen gibt, die gerne leiden, die man ganz gezielt schlecht behandeln muss, damit sie bleiben. War nur so eine Erinnerung, ist fünfzehn Jahre her.

    @Katharina: Öffentliches Bildungswesen an die Wand gefahren? Wir haben ja (oder hatten wir?) im Kanton Zürich eine Bildungsdirektorin, die ihre eigenen Kinder in eine Privatschule schickt- mehr muss man dazu eigentlich nicht mehr sagen. Folgenden Artikel gewunden für Dich:

    „Der Staat muss die Privatschulen voll finanzieren“

    Dass in den USA vieles eine (grossartige) Show ist- immer alles gross, grösser am grössten- habe ich schon früh zu ahnen begonnen damals. Aber rein optisch und von den Möglichkeiten her, im positiven wie auch im negativen… sind die USA mit all ihren Gegensätzen immer noch eine Projektionsfläche für allerlei Träume und Phantasien. Aber zunehmend auch für Albträume, das ist schon wahr. Ich hätte da wieder einen Berg Zahlen auf Lager- wäre aber too much off-topic.

    Manchmal habe ich schon recht…

    Wieviel Uhr ist es jetzt gerade in Kalifornien?

    Schönen Mittag!

    🙂

  • Katharina sagt:

    das ist ein etwas langer post und spinnt das thema wei weit weg vom kern.

    @Marcel: Recht hast Du schon mit deiner Analyse zu sekundärem / tertiärem Sektor. Und das ist für jemanden, die gerne das letzte Wort gehabt hätte, ein riesen Kompliment – pun intended 🙂

    sozialökonomisch sehe ich es so: bei einigen Trends war die USA voraus – ähnlich wie Wirtschaftszyklen hier etwas früher an/abschwellen und es dann über die globalen Wirtschaftsströme andernorts zeit-verschoben – und weil nachfolgend auch abgefedert – eintrifft. Aus den Posts hier sehe ich auch, dass ihr inzwischen das Schulsystem genau so zerschossen habt wie hier. Die wenigen, die sich dann die privaten Schulen (schon ab pre-k) leisten können, betreiben eine Art in-breeding, d.h. die privilegierte gebildete Schicht zieht die einzigen smart kids heran, die anderen haben keine Chance mehr. Kombiniert man das mit dem gender bias in der Schule und dem bias, dass Frauen sozialkompetenter seien als Männer (zeige mir eine Job-Beschreibung, wo soziale Kompetenz und ‚Team-Fähigkeit‘ fehlt), ergibt sich, dass die guten Jobs von den noch übrig bleibenden gebildeten Frauen gehalten werden und die Dads eben zuhause sind. rebel dad ist eine Minderheit, weil die meisten Männer wahrscheinlich in einem Zustand von quiet desperation schweben.

    das outsourcing betrifft auch den tertiären Sektor immer mehr, da vor allem IT und Ancillary Services (Call Center). der Anteil der Frauen in der IT ist überdurchschnittlich. der Trend geht zunehmend zu grossen Consulting Firmen. Eine Opportunity für Teilzeitler.

    zu Unterschieden Europa-USA. das kommt etwas darauf an, was als Europa definiert wird. ich sehe die Situation in Russland zb nicht unähnlich der hiesigen.

    ein wichtiger Aspekt ist, dass die Einstellung dazu, was der Staat oder die öffentliche Hand in einer Gesellschaft an Leistungen zu erbringen habe, fundamental anders ist. die Prämisse hier war immer, den Staatsapparat so stark einzuschränken wie nur möglich. Trotzdem ist er weit aufgeblasener als etwa in der EU.

    ein Faktor, der auch anders als in Europa ist, sind die Leistungen im militärischen Bereich. die USA wird immer mehr zum globalen Söldner, weil andere entweder die Ressourcen oder den Willen nicht haben, da mitzutragen. Ich frage mich, wie lange dieses Land das finanziell noch tragen kann. die allgemeine Bevölkerung ist sehr sehr müde, ihre Kids für irgendwelche Missionen in fernen Ländern herzugeben, wo Sinn und Interesse dieses Landes hier fraglich sind. „Why can’t they fix their own mess? why do we have to send our boys to die there?“ Afghanistan scheint zu einem weiteren Vietnam zu werden und der nächste Kandidat – Iran – guckt schon um die Ecke. When does this ever stop?

    ein Lichtblick: viele Leute begreifen inzwischen, dass wir unsere fast drogenmässige Abhängigkeit vom Öl aufgeben müssen. da entsteht im Moment eine ganze Industrie, die an alternativen arbeiten. die warten auch nicht, bis in irgendwelchen internationalen Gremien co2 abkommen verhandelt sind.

    zum amerikanischen traum: eigentlich sind die hier nicht viel anders als lateinamerika. einfach mehr geld und bedeutend mehr macht.

    so wie sich das Land gegen aussen gab (bezw. wahrgenommen wurde) war immer sehr anders als die Realität. statt Traum wäre das Wort Mirage passender. zudem ist einiges davon einfach eine Lüge. das war immer so. jetzt wo der Glanz raamponiert ist, sehen das die anderen eben nur besser. Und – wenn das Bildungssystem hinkt, fehlt es an Innovation, und der technologische Vorsprung schwindet. Eurpa hat da schwer aufgeholt. Japan hat uns (z.b. Robotik und künstliche Intelligenz) schon lange überholt. Bei Materialtechnologien besteht noch ein Lead. Luft/Raumfahrt bin ich unschluessig. Im militaerischen Umfeld ganz eindeutig US dominanz. die wird sich mit dem vermehrten Einsatz von den z.Z. in Entwicklung stehenden Robotern verstärken. (als Beispiel: Afghanistan. Da werden viele Operationen nur noch remote ausgeführt, mit Dronen, die ab den Basen hier vollautomatisch nach Afghanistan fliegen und sich dann melden. ein operator faehrt am morgen von zuhause zu seinem remote operaions center, und fuehrt die entsprechenden operation in der queue der sich meldenden dronen aus und faehrt am abend nach hause. dies ist keine science fiction sondern tatsache. kampfrobotoer waeren einsaztbereit, wenn das software problem , zwischen friend und foe zu unterscheiden behoben waere. wurde imirak ausprobiert und dan schleunigst entfernt. weshalb ich das sage: es macht kriege billiger und wegen der absenz von (eigenen) Soldaten innenpolitisch leichter. Da damit die Hemmschwelle solcher Einsaetze sinkt, steigt die wahrscheinlichkeit solcher Einsatzszenarien. Von der ‚Distanzierten‘ Psychologie, indem jemand wie in einem computer spiel echte waffen ueber 12’000 km entfernung manipuliert, will ich nicht sprechen.
    Wie kann das verhindert werden? evt. in dem die gegenwaertige Kreditnachfrage befriedigt wird und dann der geldhahn abgedreht wird…. hmmm vielleicht sind die Chinesen recht schlau… scary thought.

  • Doris sagt:

    @macho, 24.9.09, 00:25, Baujahr 89, ähnlich wie mein Sohn

    Der ganze Kontext, sprich Individuum, Familie, Nachbarschaft, Gemeinde, Kanton, Staat etc…. ist aus meiner Sicht beteiligt am heutigen Geschehen. Was du mit „neuer Welt“ benennst, ist für mich die Globalisierung unseres Planeten. Ein Überleben oder miteinander leben gibt es nur global. Als fünfjähriger Knopf sagte mir mein Sohn: „ Mami, d’Wält esch doch nor es Bibali (Pickel) vomene Riies, das chamer usdröcke!“ Diese Aussage vergesse ich nie, weil sie aus einem 5 jährigen Kindermund kam. Na ja, wenn Ihr nicht werdet wie die Kinder……
    Ich meine, es geht nicht um Schuldfragen, denn solche führen meiner Meinung nach nur zu Ping-Pong-Spielen. Es liegt an vielen überholten Systemen, egal in welchem Bereich, und damit tun wir uns schwer. Was uns sicher erscheint, wird plötzlich in Frage gestellt. Dann kommen plötzlich weitere Fragen auf. Wen solche Fragen beschäftigen wird sich zwischen Flexibilität und fixiert sein entscheiden. Ob er oder sie das will, entscheidet nicht der Verstand, sondern das Unbewusste (evtl.Instinkt). Konkret: Stelle ich meine „Wahrheit“ in Frage oder nicht. Bei totalitärer Überzeugung ist das nicht möglich.

    Und jetzt, zum Schulsystem. Seit langem im Wanken und überholt! Auch hier braucht es Zeit. Wie die Welt nicht von einem Tag auf den anderen erschaffen wurde und die globale Entwicklung nicht auf einen Chlapf statt findet (zum Glück).
    Ich mag gar nicht nachschauen, ob Marcel oder du von „den begabten Buben“ geschrieben habt, vielleicht war es auch jemand anders. Die begabten Buben sind mir jedoch hängen geblieben.

    In meiner Klasse (ich arbeite an einer Heilpädagogischen Schule) ist ein 10 jähriger Junge. Seine grössten Schwierigkeiten liegen im sozialen Bereich. Aufgrund seines Verhaltens besucht er unsere Schule (IQ 75% und darunter) bereits seit 5 Jahren. Aus meiner Sicht ist der Junge intellektuell „überbegabt“, was immer das heisst. Seit Jahren sind Bemühungen in Gang, ihn adäquat zu schulen, erfolglos.

    Eine Institution für verhaltens-„originelle“ Kinder, kann/will ihn nicht aufnehmen, da er zu schwierig ist. So bleibt er im Moment einfach bei uns, bei mir in der Klasse.

    Er ist für mich eine riesige Herausforderung und absolut faszinierend. Für intellektuell überdurchschnittlich begabte Kinder bin ich nicht ausgebildet. Da er jedoch sein „intellektuelles Futter“ zum Teil erhält, geht es inzwischen in der Klasse recht gut. Er kennt die Regeln und ich lasse mir nicht auf der Nase rum tanzen. Zu Hause jedoch ist alles beim Alten. Er bestimmt und ist der Chef. Die Schere geht immer weiter auf.

    AUCH DAS LIEGT AM SYSTEM!!!

    Und dies an einer Schule, die ja von der Gesellschaft her eh nur die „dümmsten und schwächsten“ Kinder unterrichtet.

    Lernen ist nur möglich, wo Motivation vorhanden ist, und Interessen bestimmen was motiviert. Für ein Schul- oder Lernsystem in der „neuen Welt“ geht es also darum, die Kinder dort zu packen, wo sie interessiert sind. Leistungsdruck funktioniert nicht. Du hast das wohl als Jugendlicher bereits verstanden. Klug von dir! Rüttle und öle an den verrosteten Systemen! Meine gedankliche Unterstützung dabei hast du.

    @Marcel, 24. Nov. 12:21, gleiches Baujahr
    Prägnanter hätte ich deine Aussagen nicht schreiben können! Für mich stimmt dies mit meiner Meinung völlig überein. Fasse ich deine beiden Sätze zu einem weiteren alphabethischen Punkt zusammen, heisst das für mich:

    e) Frauen und Männer sollen sich gegenseitig respektieren, akzeptieren und zusammenraufen. Voraussetzung dafür sind Austausch und Kommunikation mit abgesprochenen Regeln.

  • Marcel sagt:

    Wobei, Katharina, eins muss ich natürlich schon sagen: Die Situation hier in Europa lässt sich nur sehr bedingt mit derjenigen in den USA vergleichen- aus verschiedensten Gründen. Sozioökonomisch klaffen da Welten zwischen Europa und den USA.

    Was habt Ihr bloss aus dem grossen, amrikanischen Traum gemacht in den letzten dreissig Jahren?

    Mein Gott, wenn ich daran denke: Als Kind und auch noch als Jugendlicher- da gab’s für mich nur ein einziges Land: Die USA, Stars & Stripes… später kam dann die amerikanische Literatur hinzu, gleichzeitig Harleys und Muscle Cars (Baujahr 1971 mit blubberndem V8) und noch später US-amerikanisches Design- doch zwischenzeitlich ist mein ehemaliger Traum beinahe erloschen, auch wenn ich einige Verwandte drüben habe.

  • Marcel sagt:

    @Katharina: Die Antwort auf Deine Frage hast Du Dir gleich selbst gegeben: „Alles wird in China von billigen (oft weiblichen und kindlichen) arbeitskraeften produziert.“ Outsourcing: Das Schrumpfen des sekundären Sektors (Verarbeitendes Gewerbe / Industrie) zugunsten des tertiären Sektors hat die westlichen Volkswirtschaften Millionen von Männerjobs gekostet. Dabei sind mitunter ganze Wirtschaftszweige verschwunden. Noch zu Zeiten der Grossen Depression war es Frauen in den meisten Ländern verboten- oder nur nach Absprache mit dem „Hausherrn“ möglich, wenn überhaupt- den Erwerbsausfall des Mannes mit eigener Erwerbsarbeit zu kompensieren.Was natürlich nur selten geschah- mit den bekannten sozialen Folgen. Hier biss sich das Patriarchat in den eigenen Schwanz. Heute hingegen wird das weibliche Einkommen in den Haushalten immer wichtiger, mitunter ist bereits eine Entwicklung zu erkennen, die meiner Ansicht nach eine grosse Zukunft vor sich hat- und das ist, da müssen wir ehrlich sein, vor allem dank dem Feminismus möglich, der die entsprechenden gesetzlichen Weichen beim Arbeits-, Ehe- und Familienrecht erkämpft hat:

    Dad stays home

    Rebel Dad

    Die Väter bleiben zuhaus! Aus welchen Gründen auch immer- mehrheitlich (s’ist immer noch eine Minderheit im bekannten Rahmen von einem einzigen Prozent, wobei in dieser Ausprägung wohl noch weit darunter) aus wirtschaftlichen Gründen (u. a. unfreiwillige Arbeitslosigkeit). Doch das Phänomen ist noch kaum erforscht und in der Fach- und wissenschaftlichen Literatur finden sich bislang auch nur spärliche Hinweise.

    Das Schrumpfen des sekundären zugunsten des tertiären Sektors hat den Frauen im Zuge der Gleichberechtigung Möglichkeiten eröffnet, wie sie ihnen das ganze Industriezeitalter nicht bieten konnte. Die Dienstleistungsgesellschaft ist eine v. a. weibliche Welt, wie die Beschäftigungsstatistiken (Augenmerk MINT-Berufe = hauptsächlich männlich / Dienstleistungsberufe, z. B. öffentlicher Sektor wie Gesundheit und Bildung etc. = vorwiegend weiblich) unzweideutig beweisen.

    Die absolut männlich geprägte Schwerindustrie (z. B. Rostgürtel in den USA) hat sich mittlerweile aus dem Staub gemacht: Da sind Männerdomänen- und mit ihnen ganze Wirtschaftszweige- förmlich *schwupps“ verschwunden!

    Hätten wir heute noch dieselbe Gesetzgebung, wie noch zu Urgrossvater Zeiten- bei dem makroökonomischen Wandel mit all seinen sozialen Konsequenzen- das wäre nicht so glimpflich rausgekommen, v. a. in den schwerindustriellen Zentren der westlichen Industrienationen.

  • Katharina sagt:

    @Marcel: ich verstehe nicht, was der tiefgreifende wandel der Volkswirtschaften mit feminismus zu tun hat. den wandel sehe ich eigentlich so: alles wird in China von billigen (oft weiblichen und kindlichen) arbeitskraeften produziert. wir konsumieren und finanzieren den konsum mit krediten von eben den chinesen. ueberspitzt gesagt.

    feminismus hat vielleicht bewirkt, dass es bessere teilzeit arbeitsvertraege gibt und dinge wie tageshorte etc, damit nun sowohl mama und auch papa arbeiten gehen koennen, um die zinsen der oben erwaehnten kredite zu zahlen.

    @thomas: deli take out und net worth ?

  • Katharina sagt:

    @Macho: Danke fuer deine Antwort. Fuer mich sehr aufschlussreich. Ich interpretiere das allerdings auch ein bisschen so, dass da einige Zeitbomben ticken.

    Zur Schulischen Situation ist es hier echt anders. Einerseits, weil diejenigen, die es sich irgendwie nur leisten koennen, die kinder in privaten schulen unterbringen. andererseits sind die gebiete unterschiedlicher sozialer und ethnischer kreise so weit auseinander, dass ein direkter kontakt in einer klasse auch in oeffentlichen schulen selten ist.

    das thema integration gibt es hier eigentlich nicht. dh es gibt keine staatlichen programme zu integration. hier in kalifornien wurde ein ansatz, mit zweisprachigen schulen (spanisch – englisch) die situation der mexikanischen einwanderer zu verbessern, wieder aufgegeben. einer der gruende ist, dass es die sprachliche integration verzoegert/verhindert.

    der ansazt hier ist eigentlich assimilation. (wobei ich das nicht im sinne eines borg-cubes mit resistance is futile meine 🙂 )

    zudem wird den immigranten klipp und klar gesagt: you’re on your own.

  • Thomas sagt:

    …schöne neue welt: kalte küche und kleine bankkonti – wäre irgendwo dazwischen nicht auch akzeptabel?

  • Marcel sagt:

    Gut, auch ich muss der Vollständigkeit halber noch hinzufügen, dass

    a) der Feminismus in seinen Ursprüngen bis hin zum Second-Wave-Feminism absolut notwendig war,
    b) dass es dank dem Feminismus zum Fall des vorherherrschenden Patriarchates gekommen ist,
    c) dass es dank dem Feminismus möglich war, den tiefgreifenden Wandel unserer Volkswirtschaften während der letzten 30 Jahre sozial überhaupt abfedern zu können,
    d) und dass es den Frauen dank dem Feminismus endlich möglich ist, in jeder Beziehung gleichberechtigt sowohl an privaten, sozialen, politischen wie auch ökonomischen Entwicklungsprozessen teilzunehmen.

    Es gibt nur einen Ort, wohin ich mir die Frauen nicht mehr zurückwünsche: An den Herd.

    Genausowenig wie ich mir wünsche, dass die Männer bis auf alle Zeiten reine Lohnsklaven im Vilarschen Sinne bleiben…

  • Oliver sagt:

    @macho
    Gut dass Du das noch klarstellst. Ich gehe mit Dir darin einig.
    Ich denke aber auch, dass heute zum Glück die Frauen auch wissen, wer gemeint ist, und wer nicht. Das war nicht immer so. Zum Glück darf man heute wieder Feminismus kritisieren ohne gleich als frauenfeindlich zu gelten.

  • macho sagt:

    Dazu muss ich noch sagen, nichts gegen brave Mädchen, die machen alles richtig und haben es auch verdient eine gute Bildungskrarriere zu machen. Das Problem liegt ja darin, dass die Knaben meiner Meinung nach gefördert werden müssen!

    Ausserdem will ich nochmals klarstellen, dass meine Aversion gegen Feministinnen keine gegen Frauen ist! Ich habe eine sehr selbstbewusste, intelligente und starke Frau als Freundin. Nur um Missverständnissen vorzubeugen.

  • zysi sagt:

    und nun wäre angebracht: „walks the talk“ ! also das wahl- und stimmrecht wahrnehmen und allen im näheren unfeld weitererklären.

    die verfügbaren parteien sind mit inhalten ja bekannt; wo man die (ungeliebten) Tatsachen anspricht und wo nicht, wo man handeln will und wo nicht.

  • Oliver sagt:

    @Marcel
    Ich denke, Du hast es auf den Punkt gebracht.

  • Marcel sagt:

    @Macho: Absolut cooler Beitrag mit dem Gymi, vielen Dank!!! Schön dass sich auch Junge (ich meine Baujahr 1989) hier drinnen melden!!!

    Die Wahrnehmung über die Wirklichkeit der Geschlechter wird ganz bewusst in falsche Bahnen gelenkt- und den Grund dafür glaube ich auch schon ausgemnacht zu haben. Stichwort Fördergelder. Da könnte man die feministische Industrie- und sie ist eine, wie ich mit meinem Link bereits bewiesen habe- an den Eiern packen, um mich mal zur Abwechslung etwas maskuliner auszudrücken. Ich meine: Wenn ich auf einem Gleichstellungsbüro arbeiten würde und mittlerweile eingestehen müsste, dass es a) gar keine Lohnungleichheit mehr gibt, und b) die Frauen nur noch sehr bedingt, d. h. bei hochdotierten Stellen wie im operativen Führungsbereich bei börsenkotierten Unternehmen sowie in Hochschulen diskriminiert werden- wenn überhaupt- dann würde ich mich langfristig ja selbst überflüssig machen..!! Zumindest würde der Geldfluss augenblicklich ins Stocken geraten- oder sogar ganz ausbleiben! Ergo ziehen hier gewisse Kreise mitunter mit uralten Schlachtrössern in die Schlacht – aus rein pekuniären- und Legitimationsgründen, wie befürchtet werden muss.

    Ich bleibe dran!

  • Oliver sagt:

    @macho
    Herzlichen Dank für diesen Bericht. Er deckt sich weitgehend mit dem Bericht meiner beiden Söhne aus der Sekundarschule in der sie gerade stecken. Es gibt diesen famosen Satz „der beste Schüler ist ein braves Mädchen“, damit ist eigentlich zusammengefasst was Du beschreibst.
    Und genau das meine ich eben auch: Wenn wir uns nicht aufmachen, die verkrusteten Gesetze und veralteten Denkweisen jetzt über Bord zu werfen, so werden wir in spätestens 10 Jahren ein grosses Problem haben, dann nämlich, wenn eine Generation von Scheidungskindern selber auf die veraltete Scheidungsindustrie stösst. Das wird nicht wirklich klappen, mit den Steinzeitgesetzen die wir heute haben.
    Habt Ihr Euch das Programm zu den 16 Tagen mal angesehen?
    Also ich werde morgen Mittwoch um 8.00 am Bellevue in Zürich stehen und mit den Damen dort ein paar Takte diskutieren.
    Wer kommt auch mit?

  • habakuk sagt:

    @oliver 17.24 und andrin 21.44: Danke für die Antwort. Scheint tatsächlich eine Möglichkeit zu sein. Positiver Nebenaspekt: Verhindert auch die staatliche Ueberreglementierung dieses privaten Bereichs.

  • max sagt:

    @macho
    Danke für den Bericht, sehr eindrücklich.

    Und mit Sicherheit wird 20mal soviel Geld für die Integration von Ausländern ausgegeben als für die Förderung von begabten Buben in der Schule.

  • max sagt:

    @Nicole Althaus.

    Es sind pro Jahr ca. 4,5 mal soviele Berufsunfälle wie Unfälle bei Haushaltsarbeiten.

    Unfallstatistiken zu Haushaltunfällen findet man beim Bundesamt für Unfallverhütung http://www.bfu.ch.

    Es sind pro Jahr ca. 400’000 Unfälle zuhause.
    Die häufigsten Unfälle passieren beim „Umhergehen“ ca. 180’000=40%, ob damit auch gemeint ist, Treppe hochsteigen, um den Staubsauger zu holen weiss ich nicht.

    Haushaltarbeiten ca. 50’000=12,5%
    Eigene Körperpflege, Kinder- und Krankenpflege ca. 20’000=5%
    (Kinderpflege rechne ich in diesem Zusammenhang auch zu Hausarbeit).

    Im Vergleich dazu die Unfallstatistik der Berufsunfallversicherung http://www.unfallstatistik.ch
    Berufsunfälle 250’000

    Argumente zur Diskussion habe ich keine. War nur um der Vollständigkeit willen.

  • macho sagt:

    Sorry für die schrecklichen Fehler im Text, Anfangs sollte es natürlich heissen:

    Aktuell sind nicht Ungleicheiten zwischen den Geschlechtern, wenn schon dann schauen eher die Jungs in die Röhre, sondern Ungleicheiten zwischen Reichen und Armen, Kinder mit Bildungsfernen oder Bildungsnahen Eltern, Schweizer oder Ausländern das Problem.

  • macho sagt:

    Aktuell sind nicht ungleicheiten zwischen den Geschlechtern, wenn schon dann schauen eher die Jungs in die Röhre, sondern Ungleicheiten zwischen Reichen und Armen, Knder mit Bildungsfernen oder Bildungsnahen eltern, Schweizer oder Ausländern. Solche Probleme sind in der schule anzutreffen. Der Feminismus setzt sich mit keinem dieser Dinge auseinander, er gaukelt Probleme vor, die in meiner Welt, der Schweiz in unserer Zeit, nicht mehr vorhanden sind. Ich meine welche meiner Altersgefährtinnen wurde in ihrem Leben einmal wegen ihres Geschlechts diskriminiert? Keine. Und das würden sie euch bestätigen.

    Durchmachen sage ich weil es hart ist. Ich z.B. hatte Depressionen wegen Leistungsdruck. Das ist ein anderes Thema.

    Und es ist wirklich eine neue Welt, ich bin 1989 geboren, in einem Schulsystem gross geworden wo man besser ein Mädchen ist, fleissig und scheu, als ein unruhiger Junge, der zwar immer aufstreckt und mitmacht, doch schlechtere mündliche Noten bekommt weil er die Aufgaben nicht gemacht hat, während Mädchen die keinen Ton von sich gaben gute bekamen. Der von seiner Lehrerin geschlagen wurde, kam zwar nur einmal vor, aber war echt krass. Nur weil ich ein vulgäres Wort gesagt habe. Später kam ich in die Sek a, in eine Schule in Oerlikon, wo es mehr Mädchenschlägereien gab als welche von Jungen! Kein Scheiss! 😀 Ich kam dann isn Gimi, flog aber kurz vor Abschluss raus. In Geschichte war ich echt gut, doch bei unserer Leherin mussten wir ganze Aufsätze schreiben, war nie schnell darin, bekam also schlechte Noten, während Mädchen, welchen ich vor der Prüfung alles nochmals erklärt habe, besser waren. Ich war mit der Zeit unmotiviert, faul, wie mans nennen will, habs also nicht geschafft, während es Mädchen geschaft haben die an der Matura nich mal wussten in welchem Land Istanbul liegt…
    Doch würde sich jemand mal darüber Gedanken machen, warum es immer weniger Studenten gibt und immer mehr Studentinnen? Nee, die Jungs sind selber schuld! Das Schulsystem ist schon recht so! 😀

    Sehr überzeichnet von mir, nehmt es bitte nicht zu ernst, wolle nur skizzieren, dass die böse Welt (hier in der Schweiz) nicht mehr die Frauen unterdrückt. Ich sag nicht dass ich ein Opfer bin, nein! Ich wollte nur zeigen, wie es aus meiner Sicht und der Sicht vieler junger Männer ist. Wir sind wohl oder übel nicht mehr empfänglich für Feministen gelaber, weil es unterdessen auch Ungerechtigkeiten gegenüber uns gibt.

  • Otto sagt:

    ach ja, und bei dem Satz zu dieser 16-Tage kampagne kam mir auch das grosse Kotzen. Wie v***** hinten drin sind diese Leute eigentlich mit ihrem Denken?? So etwas und besonders eine solch einseitige Kampagne sollte verboten werden. Und dann steckt da erst noch mein Steuergeld drin!!!
    Hallo?

  • Otto sagt:

    Als 20+ Jähriger läuft mir hier in diesem Forum schon kalt den Rücken runter. Als Sohn einer leiblichen Mutter, die wünschte, es gäbe ihn am liebsten gar nicht, habe ich auch eine sehr negative Frau erlebt, bzw. die Auswirkungen von psychischer Gewalt.
    Wenn ich dann diese Dinge hier lese..passt das leider etwas in mein Bild..
    und trotzdem ich muss auch aufpassen, dass ich nicht schwarz male, und Gewalt (eben auch psychische) eben menschlich und nicht geschlechtsbezogen ist.
    Mir kommt in den Sinn, dass die Suizirate bei Männern etwa doppelt so hoch ist wie bei Frauen..nur so..
    In einem südamerikanischen Land, wo ich war, besuchte ich auch eine Kinderkrippe. Dort wurde meiner Meinung nach Schlägereien (physische G.)und gemeine Sprüche (psychische G.) in etwa gleich geahndet. DAS hat mich beeindruckt.
    Wir sind hier halt schon etwas 3. Welt..

  • Katharina sagt:

    ‚Was willst du wissen? Ich kann dir alles erzählen…‘ Well…. go ahead

    etwa: was ist aktuell?
    woher kommt die Ausdrucksweise “ Schule und Jugend DURCHMACHEN“
    was meinst Du mit ’neue Welt‘?

    weshalb ich frage: meine eigene beobachtung ist eine ‚Verschiebung der Wahrnehmung‘. i observe that many people somewhat are detached from reality as if they were watching a movie in which they are not part anymore. and it plays quicker and quicker. Auf Deutsch finde ich die rechten Worte nicht.

  • macho sagt:

    @Katharina

    “ „Die sollen mal die heutige Schule und Jugend durchmachen, da würden sie sehen was aktuell ist. Doch die Leben lieber mit ihren alten Rollenschemen und Denkweisen weiter, welche man nicht mehr auf die neue Welt anwenden kann.” Als ich das las, ging es mir wegen ‘neue Welt’ kalt den Ruecken runter. Ich bin mit Dir ueber ‘alten Rollenschemen und Denkweisen ‘ einig. Aber: ‘die heutige Schule und Jugend durchmachen,’ Was geht in den Schulen vor?“

    Was willst du wissen? Ich kann dir alles erzählen… 🙂

  • macho sagt:

    @ regina

    Ich wollte damit nur sagen, dass die Zeit eine andere ist, die Probleme andere sind, die Menschen andere sind, und somit der Feminismus asugedient hat. Es soll zusammen und nicht gegeneinander gearbeitet werden!

    Ich wollte mir nicht anmassen mit meiner begrenzten Lebenserfahrung alle zwischengeschlechtlichen Brennpunkte zu kennen geschweige denn lösen zu können! 😀

  • Anonymous sagt:

    @ Regina

    „Entschuldige, aber die Schule ist nicht die Welt. In der Schule gibts Jungs und Mädchen, aber sobald jemand Mutter oder Vater wird, findet er / sie sich womöglich plötzlich in uralten Rollenschemas wieder, wenn er / sie nicht aufpasst.“

    Ich habe nie für mich in Anspruch genommen mit meiner begrenzten Lebenserfahrung alle zwischengeschlechtlichen Probleme zu durchblicken. Aber ich kann es jedenfalls unverkrampft anschauen und meinen Reim daraus machen. Ich bin einfach in einer anderen Zeit gross geworden, hier kenn ich mich aus, von früher kann ich nur von History-Channel was erzählen.
    Und ich versteh so die Feminnistinnen nur sehr begrenzt. Weil sie keine meiner Realitäten behandeln. Und wenn, dann falsch.

    Früher brauchte es Frauen wie Alice Schwarzer, heute lache ich über sie. Früher musste man radikal sein, um sich Gehör zu verschaffen und die riesigen Ungerechtigkeit zu bekämpfen. Heute ist alles anders, doch die Parolen sind geblieben. Die Probleme die wir noch haben, löst man aber gemeinsam oder gar nicht. Ausserdem haben nicht nur Frauen scheiss Schicksale auf dieser Welt. Es braucht mehr Blick für das was wirklich ist und zusammenarbeit.

    Die jungen Leute, die Mädchen und Jungen, sind unsere Zukunft, von daher finde ich es schon erwähnenswert, dass die anders denken. Ich wollte ja nicht sagen, dass wir von allen Problemen befreit sind, du hast mich falsch verstanden, ich wollte damit nur sagen dass sich die Welt um die Steinzeitfeministen, welche sich so fortschritlich finden, aber 50% der Menschen aussen vor lassen, stark verändert hat, sie selbst aber gleich geblieben sind. sie sind nicht mehr à jour.

    @Katharina
    „“Die sollen mal die heutige Schule und Jugend durchmachen, da würden sie sehen was aktuell ist. Doch die Leben lieber mit ihren alten Rollenschemen und Denkweisen weiter, welche man nicht mehr auf die neue Welt anwenden kann.” Als ich das las, ging es mir wegen ‘neue Welt’ kalt den Ruecken runter. Ich bin mit Dir ueber ‘alten Rollenschemen und Denkweisen ‘ einig. Aber: ‘die heutige Schule und Jugend durchmachen,’ Was geht in den Schulen vor?“

    Ich weiss nicht was du wissen willst? Von der Gewalt? Gewalt von Frauen aus? Chancengleicheit? Gleichberechtigung in der Schule?

  • Oliver sagt:

    @Andrin
    Genau so ist es. Wir müssen das Gesetz lediglich deshalb verschärfen, weil aktuell für die Richter noch viel zu viel Spielraum besteht, um überholten, althergebrachten Vorstellungen nach zu eifern.
    Mediationszwang und die Verpflichtung zu schnellen Verfahren würde den grössten Teil der heutigen Kinderkontaktsproblemen lösen. Strafe bei unbegründeter Besuchsrechtsverweigerung ebenfalls.

    Nicht nett vielleicht, aber nötig.
    Und ich möchte betonen, für mich ist das absolut geschlechtsneutral. Wer dem anderen das Besuchsrecht verweigert, wer dem anderen grundlos Missbrauch vorwirft, wer überhaupt den anderen vorsätzlich schlecht macht, sollte bestraft werden, egal ob Mann oder Frau. Wer seine Besuchspflicht missachtet übrigens ebenfalls.
    Eben – gemeinsame elterliche Verantwortung, nicht Besuchsrecht und nicht Obhutsrecht, sondern die verd… Pflicht, den gemeinsamen Kindern auch gemeinsame Eltern zu bleiben. Ob das lustig ist oder nicht ist nicht die Frage, es gehört sich einfach so.

  • Nicole Althaus sagt:

    @Marcel. Gleichfalls schönen Abend. Und Ihr Fazit unterschreibe ich.

  • Andrin sagt:

    Bei allen Frauen und Männer möchte ich mich bedanken, die ermutigenden Reaktionen auf meine Geschichte geschrieben haben.

    @opa meier: Du hattest sicher manch aufwühlende Momente – hattest Du auch gewalttätige Gedanken, gegen M. oder auch gegen Dich (Selbstmord)?

    Es gab Zeiten da hatte ich wirklich hasserfüllte Gedanken und konnte mir viele Foltermethoden vorstellen. Doch habe ich zum Glück einen sehr starken Halt in meiner Familie und bei guten Freunden, die mich immer wieder auf den Boden geholt haben. Zu einem späteren Zeitpunkt wählte ich den Weg zu einem Psychologen, da ich mit meinem ständigen Trennungs- und Scheidungsthema begann die Familie und Freunde zu vergraulen.
    Dann war da meine liebenswerte Tochter L. die ihre Mami auch liebte, und ohne diese Mami wäre meine tolle Tochter auch nicht entstanden. Mit diesem Gedankengang konnte ich mit der Zeit die Emotionen zügeln und kontrollieren. Jedoch war ich nie suizidgefährdet, da ich das Leben viel zu sehr liebe, auch wenn übergangsmässig auf sehr viel verzichtet werden muss.

    @habakuk: Gemeinsames Sorgerecht für Leute, die sich nicht mehr riechen können (s. Andrin): Wie löst Du diese Situation auf?

    Das Gemeinsame Sorgerecht wäre in der Schweiz heute schon ohne Gesetzesänderung möglich, würde die Mehrzahl der Richter/innen ihre Arbeit ernst nehmen. Bei der Frage ob ein Gemeinsames Sorgerecht gewünscht wird, braucht es heute bloss ein Ja oder Nein, und dies entscheidet über den weiteren Verlauf der Scheidung und Obhutszuteilung. Es bräuchte da lediglich die Hinterfragung nach der Begründung und im entsprechenden Fall die mediative Anwaltsempfehlung mit dem Hinweis, würde ein Elternteil sich weigern mitzuwirken, würde dieser durch den Richter /in im weiteren Scheidungsverlauf vorgemerkt. In teilen Deutschland’s funktioniert diese Art Familiengerichtspraxis bereits erfolgreich seit über 12 Jahren unter dem Namen Cochemer-Modell Dies würde auch bedeuten, dass alle kindsinvolvierten Amtsstellen mit den FAMILIEN- Gerichten eng zusammenarbeiten und vor allem das Kind und nicht die Erwachsenen in den Vordergrund der Zusammenfassung/-arbeit stellen. Zum zweiten müssten alle Kindsbelange gerichtlich innert zweier Monate verarbeitet sein, um den Streitenden nicht Zeit zuzuspielen ihren Hass auszuleben, sondern Verantwortung als Eltern zu übernehmen.

  • Marcel sagt:

    Da war aber beinahe ein Punktlandung, Frau Althaus: 21.22 und 21.23 Uhr!

    Stimmt, eine Auflistung des Leidenswettbewerbes zwischen den Geschlechtern bringt genau genommen nicht viel- muss aber trotzdem langsam zum Thema werden- in der breiten Öffentlichkeit, versteht sich, nicht nur in der Intimsphäre eine Blogs wie diesem hier- sonst sind und bleiben wir ja ewig die Böölimänner der Nation. Ihr Kollege hat sich zum Thema Leistungsbewertung der Geschlechter hier in diesem Blog ja unlängst ebenfalls ziemlich klar ausgedrückt.

    Zu überlegen wäre langsam vielmehr, ob unser Bild einer auf Vollzeit basierende Erwerbswelt überhaupt noch realistisch ist (Stichwort Produktivitätsfortschritte). Ein Blick auf die Erwerbs- und Sozialstatistiken genügt da vollauf: Nein, ist es nicht.

    Da müssen wir in Zukunft ansetzen- nebst vielen anderen Schauplätzen natürlich auch.

    Wir werden das schon schaffen- doch wir werden nicht mehr alles zusammen gleichzeitig haben können, wie man uns gerne glauben machen möchte. Die Epoche der verantwortungslosen Partygesellschaft neigt sich langsam dem Ende zu.

    😉

    Schönen Abend!

  • Marcel sagt:

    Aha, Zwanziger runter: Zu einem einzigen Prozent.

    Drei von vier Frauen sind heute in der Schweiz erwerbstätig. Von 1970 bis 2006 ist der Anteil der erwerbstätigen Frauen von 34 auf 45,9 Prozent angestiegen. Praktisch jede zweite erwerbstätige Person in der Schweiz ist also eine Frau- natürlich zur Hälfte nur in Teilzeit, wegen Kindern, wie der Medienmund sagt. Das ist aber „mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit“ falsch, wie Heinrich Böll solche Wahrscheinlichkeiten gerne zu umschreiben pflegte: Der Anteil aller vollzeiterwerbstätigen Frauen in der Schweiz liegt gegenwärtig bei 49,5 Prozent (2007). Ein Viertel aller Frauen bleibt in diesem Lande aber voraussichtlich dauerhaft kinderlos- Tendenz steigend. Nach Kohorten aufgesplittet, ergibt sich hier bereits ein anderes Bild: Da dürften gegen 50 Prozent aller Frauen kinderlos sein, da bei einem guten Teil die Kinder bereits schon flügge geworden sind und nicht mehr zuhause leben. Das bestätigen auch Zahlen aus Deutschland: Bereits schon 54 Prozent aller Menschen leben nicht mehr in einem gemeinsamen Haushalt mit Kindern (Männer und Frauen zusammen betrachtet allerdings). Und vom Begriff Geburtenkonzentration haben wir bisher noch nicht einmal gesprochen! Die Geburtenquote selbst als Indikator für den Kinderreichtum, bzw. für die Kinderarmut alleine ist in etwa genauso aussagekräftig, wie der Gini-Koeffizient im Bezug auf die Einkommens- und Vermögensverteilung in einer Volkswirtschaft. Wie gesagt: In 30 Prozent aller gemeinsamen Haushalte ohne Kinder arbeiten Frauen ebenfalls nur Teilzeit- und der Mann selbstverständlich- wie selbstverständlich eigentlich genau?- Vollzeit. Hier handelt es sich meiner Ansicht nach um ein bisher noch völlig ungeklärtes Mysterium in der „modernen“ Erwerbs- und Lebenswelt.

    Aber wie gesagt in meine Suva-Textlein: Es ist nicht so ganz ernst gemeint.

  • Nicole Althaus sagt:

    @Marcel: Mit der Frage habe ich den letzten Satz Ihres Posts v0n 19.33 zitiert. Es ist doch so: Wer weniger ausserhalb der eigenen vier Wände arbeitet, wird weniger verletzt und erscheint weniger in der Suva-Statistik.
    Aber ich geb Ihnen Recht: Der Leidenswettbewerb zwischen Frau und Mann ist total unsexy und bringt rein gar überhaupt nichts. 🙂

  • Marcel sagt:

    @Nicole Althaus: „Zu wievielen Prozenten sind Frauen im Allgemeinen ausserhalb ihres home sweet home als Alleinernährerinnen und können sich verletzten?“

    Die Fragestellung ist mir etwas zu unpräzis- wenn Sie sie neu formulieren, werde ich sie ihnen auch beantworten! Mit dem ganzen Zahlenbrimborium

    😉

  • hans muster sagt:

    @ pipi

    sie schliessen von amokläufen auf delinquenz im allgemeinen??! amokläufe sind (zum glück) ein sehr seltenes randphänomen. eine verallgemeinrung aufgrund von daten von amokläufen (welche ohnehin gezwungenermassen nur sehr kleine und damit wenig aussagekräftige stichproben haben) macht wohl kaum sinn. ihr link zeigt einfach auf die homepage eines kriminologischen forschungsinstituts. wo sind die konkreten studien welche ihre behauptung stützen, dass väter jugendliche delinquenz zu verantworten haben?
    sie bezeichnen matussek’s buch einfach so als „betroffenenbericht“ um alles darin enthaltene zu disqualifizieren??! sagen sie mal, geht’s noch?

  • Nicole Althaus sagt:

    @ Marcel: Ich hab nicht gesagt, dass ich das ungerecht finde. Ich wollte damit nur zeigen, dass gleiche Umstände offenbar zu gleichen Argumenten führen. Das könnte beiden Seiten die Augen für die Argumente der anderen Seite öffnen. Im übrigen: Ist ihre Verletzungsstatistik genau mit dem selben Argument zu bodigen. Zu wievielen Prozenten sind Frauen im Allgemeinen ausserhalb ihres home sweet home als Alleinernährerinnen und können sich verletzten?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @hans muster: Ich stütze mich vor allem auf Untersuchungen von Prof. Christian Pfeiffer, Leiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. Er ist einer der wichtigsten Experten (unter anderem berät er auch das Ministerium von Frau von der Leyen) im deutschsprachigen Raum, wenn es um Jugendgewalt geht. Er hat z.Bsp. die familiären Hintergründe der Amokläufer in Schulen , die seit einigen Jahren Schlagzeilen machen, untersucht. Keiner hatte eine alleinerziehende Mutter. Link des Institutes:

    http://www.kfn.de/home.htm

    Ich habe deinen Link nachgeschaut und war nicht erstaunt, auf Matthias Matussek zu treffen. Da ich seit 20 Jahren Spiegelleserin bin, habe ich den damaligen Artikel gelesen. Er hatte offenbar eine traumatische Scheidung hinter sich und dann den ganzen Frust in ein Buch (nach dem Artikel) gepackt. Dagegen ist nichts einzuwenden, aber es ist klar ein Betroffenenbericht und keine wissenschaftliche Abhandlung. Wer eine solche sucht, ist bei Prof. Pfeiffer besser bedient.

  • Marcel sagt:

    @Nicole Althaus: Das ist unter den gegebenen Umständen- den von mir immer wieder erwähnten- nichts anderes als gerecht! Hand auf’s Hertz: In wieviel Prozent aller Fälle sind Frauen im allgemeinen in der Rolle der Alleinernährerin?

    Einem einzigen, wenn überhaupt.

    In unserer stramm durchökonomisierten Welt (Worte mit Bedacht gewählt: stramm!) darf einen gar nichts mehr verwundern. Die Ressource Mensch gerät zusehends unter Druck…

  • Marcel sagt:

    Man könnte das Spiel jetzt noch auf die Spitze treiben- und mal schauen, ob der Tod am Arbeitsplatz ein eher männliches oder eher weibliches Problem ist. Richtig geraten: Mit 94 Prozent (D) handelt es sich hierbei um ein praktisch ausschliesslich männliches Problem!

    manndat.de/fileadmin/…/Pressemitteilung_Killed-at-Work-Day.pdf

  • Nicole Althaus sagt:

    @alle: Ich bin eben auf einen interessanten Atikel gestossen im Magazin Working Mothers: Es geht darum, dass offenbar immer mehr Frauen in Amerika das Sorgerecht nicht bekommen, wenn Sie die Ernährerinnenrolle innehabe, während ihre Männer vor allem zuhause sind und die Kinder erziehen. Interessant deshalb, weil die Argumente, die Frauen hierzulande zum Sorgerecht verhelfen jenseits des Atlantiks offenbar jetzt von Männern geltend gemacht werden. Dieselbe traurige Geschichte, dieselben Argumente, einfach mit umgekehrten Vorzeichen.
    http://www.workingmother.com/web?service=direct/1/ViewRotatingPortlet/RotatingPortalBlocks/dlinkArticle&sp=S2868&sp=120.

  • Marcel sagt:

    Sorry, dass ich hier eine laufende Diskussion unterbreche- über das geteilte Sorgerecht, wie ich gerade sehe: Ein kompliziertes Thema- und unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen v. a. aus Perspektive der Erwerbswelt, leider eine absolute Utopie. Da müsste sich noch viel verändern- oder besser: Frauen an die Arbeit! Auch hier hätte ich wiederum einen ganzen Berg Zahlen auf Lager, bin aber ehrlich gestanden zu faul, sie hier rein zu stellen.

    Themenwechsel: Was mir heute schon den ganzen Tag durch den Kopf gegangen ist, ist der Hinweis von Zysi am 23. November 2009 um 13.22 Uhr über die 16 Tage Gewalt an Frauen unter Mitwirkung von Bundesrätin Eveyne Widmer-Schlumpf im 20 Minuten:

    http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Zuhause-ist-es-am-gefaehrlichsten-29052144

    Die Kernaussage: „Der gefährlichste Ort für Frauen bleibt in der Schweiz das eigene Zuhause“, wie Cecile Bühlmann, Geschäftsleiterin der feministischen Frauenorganisation christlicher Friedensdienst (cfd), vor den Medien erklärte.

    Aha, schoss es mir durch den Kopf: Und wo befindet sich der gefährlichste Ort für Männer? Richtig geraten: Am Arbeitsplatz! Die Suva verzeichnet bei Männern im Durchschnitt mehr als vier Mal (!!) soviele Arbeitsunfälle, als bei Frauen!!

    2000: Frauen 75’183 Fälle / Männer 374’062 Fälle
    2005: Frauen 80’017 Fälle / Männer 356’026 Fälle
    2008: Frauen 83’746 Fälle / Männer 365’790 Fälle

    Doch wahrscheinlich arbeiten Frauen einfach viel vorsichtiger- und natürlich auch noch viel besser, was denn sonst!- als Männer…

    Das ist natürlich ein brutaler Vergleich, der nicht gerade seriös ist- ausser aus Perspektive der von Cécile Bühlmann gemachten, ausgeprochen interessanten Aussage, home sweet home sei der gefährlichste Ort für Frauen. Ist mehr ein ironisch-zynisches Spiel für mich, das zum Ziel hat, die ganze Nabelschau gewisser Frauenkreise kritisch zu hinterleuchten. Ist in diesem Falle auch nicht ganz ernst gemeint.

    Trotzdem: Die von Cécile Bühlmann gemachte Aussage und die Suva-Statistik drücken auf ihre Art eindeutig die gegenwärtigen, gesellschaftlichen Verhältnisse aus. Nur zu einem gewissen Grade natürlich, aber immerhin. Polemik muss manchmal einfach auch erlaubt sein- weil’s Spass macht.

    🙂

  • Doris sagt:

    @ Andrin 23.9.09, 01:24
    Deine Geschichte hat mich sehr bewegt. Sie ist bei mir aus „vollem Herzen“ geschrieben angekommen. Ich hoffe sehr, dass die Entstehung eines „Zwüschenhalts“ vielen Vätern mit Kindern die Möglichkeit erschliessen wird, konstruktive Lösungen zu finden. Insbesondere auch zum Wohl der Kinder, die sich selber nicht schützen können und unter einem enormen Leidensdruck stehen. Ich weiss dies anhand der Situation meines Partners, die viele Parallelen aufweist. Ich wünsche dir viel Mut, Kraft und Liebe!

  • Regina sagt:

    Ich sehe das Hauptproblem, das zu ändern wäre, in der Gesetzeslage, wo den Frauen klar zuviel Macht in die Hand gegeben wird. Eine Scheidung geht in jedem Fall an die Emotionen, und in dieser Lage fair und überlegt zu handeln, ist für die Meisten eine Überforderung. Da ich bei meiner Scheidung keinen Groll auf meinen Exmann hatte, habe ich ihn weder „ausgenommen“ noch ihm das Kind vorenthalten. Es war mir jedoch bewusst, dass ich das hätte tun können, und ich weiss nicht, wie „nett“ ich zu ihm hätte sein können, wenn er mich auf die eine oder andere Weise sehr verletzt hätte.
    Zum anderen ist das Problem mit den Anwälten, die eben nicht die Interessen ihrer Klienten vertreten, sondern vorgängig ihre eigenen.
    Einer Freundin versuchte ich während ihrer Kampfscheidung immer wieder zu sagen, sie solle doch (zu ihrem eigenen Besten!) auf möglichst viel Unwichtiges verzichten, um unnötige Streitereien und Vorladungen vor Gericht zu vermeiden.
    Die Anwältin war natürlich anderer Meinung, und wollte „so viel wie möglich für sie raus holen“.
    Vielleicht könnte eine gemeinsame Sorgepflicht dem wirklich etwas abhelfen.

    @macho
    Entschuldige, aber die Schule ist nicht die Welt. In der Schule gibts Jungs und Mädchen, aber sobald jemand Mutter oder Vater wird, findet er / sie sich womöglich plötzlich in uralten Rollenschemas wieder, wenn er / sie nicht aufpasst.

  • Thomas sagt:

    @ pipi langstrumpf

    …burkha, tschador und kopftuch zum verdecken von blessuren?

  • hans muster sagt:

    @ pipi

    ja wenn sie das sagen wird’s wohl stimmen: QUELLEN BITTE!
    habe keine lust mehr mit jemandem zu diskutieren, der jegliche empirisch fundierten argumente nach belieben ignoriert und einfach irgendwelche behauptungen in den raum stellt. quellen welche ihre behauptungen untermauern würden, wären aber dennoch interessant.

  • Regina sagt:

    … womit wir wieder bei den gewalttätigen Männern gelandet sind.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @hans muster: Nein, jugendliche Delinquenz ist nicht ein Problem der abwesenden Väter, Söhne alleinerziehender Mütter sind sogar unterdurchschnittlich vertreten bei Gewaltdelikten. Es hängt schon mit den Vätern zusammen, mit den überkommenen Rollenbildern in vielen, vor allem unserer Kultur fremden Familien. Dort hat der Vater die alleinige Herrschaft, was in unserer Gesellschaft nicht mehr der Fall ist. Die Söhne geraten in einen Identitätskonflikt, weil in ihrer Familie ein rechter Mann ein Problem mit der Faust löst. Gewalt wird mit Stärke gleichgesetzt, das ist das Problem.

  • hans muster sagt:

    hier ein entsprechendes zitat aus „die vaterlose gesellschaft“ welches 1998 (!) publiziert wurde:

    “ Teenager, die mit alleinerziehenden Müttern aufwachsen, sind 5mal mehr suizidgefährdet, 14mal mehr potentielle Vergewaltiger, 10mal mehr drogensüchtig, 20mal mehr gefährdet, im Gefängnis zu landen.“

    und hier der link zu den zugehörigen quellenangaben:
    http://www.pappa.com/emanzi/mm_anm.htm#3.

  • hans muster sagt:

    @ bob

    „Wissenschaftliche Studien über dieses aktuelle und brisante Thema werden auch keine gemacht.“

    doch die gibt es. nur sind deren schlussfolgerungen nicht immer politisch opportun. jugendliche delinquenz hat viel mit der abwesenheit von vätern zu tun.

  • Bob sagt:

    @ Obelix: Ich habe nie gesagt, dass Partnerschaften sich zufällig entwickeln. Natürlich hat jeder/jede grosse Einflussmöglichkeiten und ist auch für sein Leben selber verantwortlich.

    Du verstrickst Dich wieder im Geschlechterkampf und willst nicht über Kinderrechte diskutieren. Kinder dürfen nicht schutzlos leiden müssen, vor allem nicht in einer entwickelten Gesellschaft wie der unseren. Die heutige, zunehmende Jugendgewalt hat meines Erachtens viel mit Familiengewalt, Scheidungsgewalt und Behördengewalt zu tun. Nur darüber sprechen dürfen wir nicht. Wissenschaftliche Studien über dieses aktuelle und brisante Thema werden auch keine gemacht.

    Wenn Du dann mal von ein paar Jugendlichen abgeschlagen wirst, merkst Du vielleicht was im Leben wirklich wichtig ist. Ich hoffe, es muss nicht so weit kommen.

  • Rahel sagt:

    @ Alfred

    Kein Problem! Ich spreche halt aus was ich denke, aber dafür sind wir ja hier, oder………:-)

  • alfred sagt:

    …und für alle andern gibt es hoffentlich für beide geschlechter institutionen wie zwüschehalt! absolut meine meinung!

    @rahel:
    das mit dem mundtot tut mir leid, ist jedoch nicht meine absicht. im gegenteil!

    @laura:
    wiederum: absolut richtig! habe ich auch nie behauptet, oder findet sich in einem meiner posts ein „immer“, „alle“ oder „nie“? wäre ich anderer meinung, würde ich mich ja in aller konsequenz gegen solche einrichtungen wenden, was ich definitiv nicht tue!

  • hans muster sagt:

    @ habakuk

    wenn ich sie richtig verstehe plädieren sie für den status quo. womit das wohl von vater und kindern am gängelband mütterlicher willkür bliebe. DAS kann ganz sicher keine lösung sein. und wenn es eine wäre, wiese würfeln wir dann nicht einfach aus, ob im einzelfall die mutter oder der vater alle macht erhält. absurd, aber noch immer gerechter als das was wir heute haben.
    des weiteren zeigen erfahrungen aus anderen ländern, wo mit richterlich verfügter mediation durch fachpersonen bei scheidungen mit kindern operiert wird, dass diese sehr wohl erfolge zeitigt! und zwar für ALLE betroffenen. betont sei hier dass die mediation richterlich verfügt werden müsste, also keine freiwillige mediation, wo frau weiss, dass sie de facto dennoch alle trümpfe in der hand hat, und deshalb die mediation nach belieben sabotieren kann/könnte.
    ich hoffe sehr, dass ein grossteil der scheidungen vernünftig über die bühne gehen, weil die betroffenen partner bemüht sind fairness zu wahren und einen gangbaren weg für alle zu finden. um diese fälle geht es hier aber genau nicht! es geht darum, dass es nicht angeht, dass wenn es die parteien nicht fertigbringen anständig miteinander umzugehen, externe instanzen welche dann intervenieren *müssen* (gerichte, vormundschaftsbehörden oder institutionen welche nothilfe leisten), konsequent nach dem geschlecht und nicht nach der sachlage diskriminieren.

  • alfred sagt:

    @oliver
    wieso werde ich von Dir verurteilt, wenn ich dafür plädiere, bei entscheidungen, die ich persönlich nicht zu den grad mal so am weekend im cafe zu fassenden zähle, VORHER zu überlegen? oder dem partner wie auch mir die gelegenheit gebe, den andern nicht nur von wolke 7 aus zu sehen? vielleicht die macken zu erkennen, die den partner (auch in liebenswerter hinsicht) dazu machen, was er ist, nicht nur zu sein vorgibt?
    remember: ich beziehe mich immer noch (nicht ausschliesslich, aber auch) auf den fall des armen mannes („weichei“) im post von frau am 20.11.
    für DIE fälle, wo jedermann den rosa nebel um den kopf des opfers sieht, dieses sich aber trotz aller warnungen des umfelds entscheidet, in den abgrund zu rennen, habe ich kein verständnis. sorry, da bin ich wohl zu darwinistisch veranlagt!

  • Oliver sagt:

    @Habakuk
    Sorry, ich hab mich unklar ausgedrückt mit dem „vermeiden dass es soweit kommt“. Damit meinte ich, dass unser System so angepasst werden muss, dass Eltern nicht wie heute zunächst auf den Konfliktweg via Anwalt und Gericht geschickt werden, wo sie sich dann endgültig verkrachen. Sondern dass man sie zu Beginn der Trennungsabsicht bereits mit der Tatsache konfrontiert, dass sie gemeinsam eine Lösung finden müssen. Dass man ihnen dazu Hilfen wie Mediation zur Verfügung stellt und sie gar nicht auf die Konfliktschiene lässt.
    Wenn es Dich interessiert, dann schau mal unter Cochemer Praxis im Internet nach, dort wird das alles sehr genau erklärt.
    Gemeinsame elterliche Verantwortung bedingt ein gemeinsames Verständnis über die minimalen Belange des Kindes, das ist klar. Fängt man aber die Eltern ab, bevor es eben soweit kommt dass sie überhaupt nicht mehr reden können, so sehe ich gute Chancen, dass ein grosser Teil der heutigen Kampfscheidungen wegfällt. Nicht alle, das ist mir auch klar. Es wird immer Situationen geben, wo das gemeinsame Sorgerecht nicht geht. Für diese Fälle ist aber im Gesetz auch vorgesorgt.
    Es geht darum, dass heute die Männer um das Sorgerecht kämpfen müssen, sonst ist es weg. Und zwar ALLE Männer.
    Nachher wäre es so, dass nur in den Fällen wo das gemeinsame Sorgerecht unmöglich ist, darum gekämpft werden müste, dass es aberkannt wird. Eine Umkehr der Praxis also.

  • zysi sagt:

    @thomas

    das „a“ steht für anstalt 😉

  • habakuk sagt:

    @Oliver (14.58, 15.35): Du plädierst für das gemeinsame Sorgerecht bzw. gemeinsame, elterliche Verantwortung. Ich wäre im Prinzip und gerne Deiner Meinung, habe jedoch das Gefühl, dass es nicht (oder nicht immer) realistisch ist.

    „Indem man versucht, zu vermeiden, dass es soweit kommt.“ Problemvermeidung wäre immer besser, aber wir haben nun mal ein Problem, das zu lösen ist. Und schon ziemlich viel ist in den meisten Fällen „verchachlet“. Auch in den heutigen Fällen würde eine Mediation für alle offen stehen auch vor umfangreicheren Schäden – wird aber eher selten genutzt.

    „beide Eltern in der Verantwortung zu belassen“. Wenn sie sich dermassen auseinandergelebt haben, führt jede Diskussion um kleine geschweige denn grössere Details (Besuchsrecht, Anschaffungen, Ferien etc.) zu einer neuen Streiterei. Sollten die Eltern dazu fähig sein, dann wäre eine gemeinsame Verantwortung kein Problem. Wenn nicht, was dann? Vielleicht eine erneute Revision vor dem Gericht? Ich fürchte, es bleibt nur der schmerzende Schnitt. Dieser ist zwar ungerecht, aber er schafft eine Ausgangslage für alle, um das Leben weiterzuleben.

  • Laura sagt:

    @alfred
    es gibt Ereignisse im Leben, die man auch nach 11 glücklichen, sehr glücklichen Ehejahren nicht gemeinsam verarbeiten kann. Zu denken, dassman einen Menschen so gut kennt, dass man immer weiss, wie er /sie reagiert ist vermessen.

  • Thomas sagt:

    …kühlschränke mit energie-label, menschen mit kompatibilitäts-zertifikat – „hallo empa,…“

  • Rahel sagt:

    @ Obelix

    Es geht nicht darum, Mann und Frau als Menschen gleichzustellen sondern ihre Bedürfinsse und Rechte! Das ist ein Unterschied!

  • zysi sagt:

    @oliver

    für die männer (eigentlich auch frauen, aber hier ist der saat bereits aktiver), welche bereits in der „sackgasse“ stehen, kann ich für die heute gültigen gesellschaftsnormen leider keine patentlösung anbieten. es gibt lösungen, eine davon bieten sie an und da kann ich sie im grundsatz nur unterstützen!!!

    ich meine nur, dass bei mündigen männern eben auch vorher einwenig weiter gedacht werden soll/kann….
    dies aus meiner eigenen erfahrung; mein umfeld, bis auf ganz wenige, rieten mir von diesem schritt ab und doch bei der partnerin zu bleiben, zu reden, zu begreiffen, zu investieren – hätte ich können und sollen bis dann kinder da sind; so lange hätte es womöglich mit 26 nach 4 jahren auch nicht mehr gedauert und dann wäre die hier im blog thematisierte situation entstanden

  • Rahel sagt:

    @ Alfred

    Du verstehst es, mich ( und vielleicht auch noch andere ?) mit Deinen Argumenten mundtot zu machen………Vor genau dieser Sorte Mensch habe ich persönlich Angst……

  • Obelix sagt:

    @Bob: Nein, da stimme ih nicht zu. Es ist nicht einfach „Zufall“ wie sich Beziehungen entwickeln. Wenn man will, können sie durchaus stärker werden und zusammenwachsen. Eigentlich wäre die Ehe der beste playgrund um dies zu lernen, weil man unter besten Voraussetzungen anfängt, nämlich meistens mit Liebe. Aber es ist Knochenarbeit, dies auch nach der rosaroten Wolkenphase aufrecht zu erhalten. Nach meinem Pflichtbewusstsein haben Eltern die Pflicht, ihre eigenen egoistischen Probleme hintenanzustellen, solange die Kinder von ihnen abhängig sind. Ich bin etwas skeptisch, wenn hier lauthals „Gleichheit“ gefordert wird. Versuchen wir nicht etwas „gleich“ zu machen, was nicht geht? Ist nicht dies die Grundlage aller Probleme? Ideen, dass Frauen Karriere machen müssen, auch wenn sie sich in der Mutterrolle am wohlsten fühlen würden? Männer, die zu Frauenverstehern degenerieren müssen? Es waren die Unterschiede, die das Paar zusammengebracht haben. Genau diese Unterschiede halten das Interesse aneinander aufrecht. Die Arbeit in einer Beziehung besteht darin, diese Unterschiede zu verknüpfen, um als Team mehr zu werden als einfach die Summe der Einzelteile.

  • Oliver sagt:

    @Alfred
    Genau: Und jeder der einmal gefehlt hat, der soll den Rest seines Lebens dafür büssen! Punkt.
    Selber schuld halt, Pech gehabt.
    Oh wie ich dieses selbstgerechte Getue hasse!
    Gottseidank gibt es auf dieser Welt auch noch fehlerfreie Menschen denen nie ein Missgeschick passiert.

    Für alle anderen, die auch mal versagen, Fehler machen, nicht genügend weit nach vorne geschaut haben, an die Liebe glaubten, die Verantwortung für Kinder ernst nahmen, für all jene gibt es im Zweifelsfall den Zwüschehalt.

  • Katharina sagt:

    @andrin: ich finde Deinen Beitrag einen der stärksten hier. Eigentlich sagt er alles zum Thema. Grand Chapeau!

    @macho: Du sagst: „Die sollen mal die heutige Schule und Jugend durchmachen, da würden sie sehen was aktuell ist. Doch die Leben lieber mit ihren alten Rollenschemen und Denkweisen weiter, welche man nicht mehr auf die neue Welt anwenden kann.“ Als ich das las, ging es mir wegen ’neue Welt‘ kalt den Ruecken runter. Ich bin mit Dir ueber ‚alten Rollenschemen und Denkweisen ‚ einig. Aber: ‚die heutige Schule und Jugend durchmachen,‘ Was geht in den Schulen vor ?

  • alfred sagt:

    ich teile hier FM’s haltung, was das wundern über die konsequenzen angeht, 100%ig!

    bin ich so altmodisch, wenn ich denke, dass man auch keine kinder in die welt stellt, wenn man sich nicht mindestens 1-2jährchen kennt, die eine oder andere mini-krise durchlebt und die kanten gegenseitig etwas abgehobelt hat? würde natürlich heissen, erst mal an die zukünftigen kinder zu denken, anstatt immer die selbstverwirklichung der frau (torschlusspanik) oder die verlassensängste des mannes („ich schwänger‘ sie mal, dann verlässt sie mich nicht!“) anzustreben.
    so gesehen stellt sich olivers frage, ob ich „die verrückte, unfähige, oder was auch immer Partnerin verlassen“ soll, kaum mehr, da der mann (der bei verstand ist!) diese gar nicht erst zur mutter macht! somit option 4: erst nachdenken, dann handeln!

  • Rahel sagt:

    @ Macho

    Stimme dem hundert Prozentig zu!

    @ FM

    Wollte Dich nämlich grad auch fragen, ob Du schon mal davon gehört hast, dass es eben solche Männer und Frauen gibt ( z. B. die von Andrin, aber zum Glück ist ihm wenigstens die physische Gewalt erspart geblieben ) die ihr wahres Gesicht erst nach längerem Zusammensein, ob mit oder Trauschein, zeigen! Wie kann ich da mit offenen Augen in mein Unglück rennen ( wenn es sich nicht von Anfang an als solches zu erkennen gibt ), wäre ich ja selber blöd!!!

    Betr.Preis für sein Verhalten bezahlen: da sind wir schon wieder an dem Punkt dass, nehmen wir jetzt mal den Mann, mit seinem Verhalten seine Misere verschuldet hat, also wieder: er ist selber schuld!

  • Bob sagt:

    Schützen wir die Schwächsten, die Kinder! Wieso palavert Ihr nur über Frau gegen Mann und Mann gegen Frau? Wo sind die Rechte der Kinder?

    Dass Mann und Frau körperlich/physisch unterschiedlich sind, ist ja lustig, sinnlich, geil, das Schönste auf der Welt, vielleicht sogar der zentrale Lebenssinn! Dass Mann und Frau im Kopf / psychisch so unterschiedlich sind, ist das grösste Problem der Menschheit (um alles etwas extrem zu sagen)!

    Dass Paarbeziehungen auseinander gehen, gehört nun mal zum Menschen. Krankheiten, Alt-Werden, Arbeitslosigkeit, Armut, Unfälle, andere Schicksalsschläge, unterschiedliche Hormon-Zyklen, böse Eltern, böse Kinder, böse Lehrer, böse Nachbarn, Langeweile, etc. gehören leider auch zum Leben. Menschen, nicht nur Ehepaare, entwickeln sich über die Jahrzehnte unterschiedlich, vielfach auseinander, selten zueinander. Diese Situation ist zum Verzweifeln, seit tausenden von Jahren. Daran können wir nichts ändern, da muss jeder einzelne Mann, jede einzelne Frau selber durch, der/die eine besser, der/die andere leider nicht. Man kann helfen, aber wenn jemand keine Hilfe will, dann geht es halt nicht.

    Aber wieso müssen immer die Kinder leiden? Wieso werden so viele Kinder von Müttern und Vätern psychisch, ja sogar physisch misshandelt, nur weil man sie als Munition im Geschlechterkampf einsetzt? Wo sind die Behörden, Richter, Beistände, Sozialarbeiter? Die Gesetze sind klar, die Behörden der Bananen-Republik Schweiz schauen weg. Auch das ist Gewalt, bei uns Behörden-Gewalt! Das gilt auch für Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf! Pfui! Schämdi!

  • Oliver sagt:

    @FM und @Zysi
    Alles richtig und gut. Aber was tut man, wenn Kinder da sind?
    Einfach unter den Arm nehmen und die verrückte, unfähige, oder was auch immer Partnerin verlassen?
    Oder noch besser: Einfach Kinder Kinder sein lassen und abhauen?
    Oder vielleicht bleiben?

    Oder wie denn?

    Option 1 war zumindest bis heute unmöglich. Option 2 ist für Väter die es ernst meinen undenkbar
    Option 3 ist nicht wirklich eine Option

    Also?

  • zysi sagt:

    … nach meinem „drücken“ (mehrmonatige wiederbelebungsversuche der beziehung) kam eine satte, fette wasche von der damaligen personin; meine hingehaltene zweite wange wurde dann auch noch mit einer wasche geschminkt; da wusste ich was mir blühen könnte……

    also, ging ich durch des zimmermanns werk, schloss die türe hinter mir und sagte adieu

  • zysi sagt:

    …senftuben-prinzip: einmal richtig draufdrücken, dann weiss man/frau was unter Druck rauskommt….

  • macho sagt:

    Liebe macht bekanntlich blind. 😀

    Nein im ernst jetzt, dass kann man in den wenigsten Fällen vorraussehen, Menschen haben viele Gesichter, ausserdem zeigen sie anfangs nur das beste…

  • FM sagt:

    @ Rahel: Nein, schuldig ist er nicht, aber er bezahlt einen Preis für sein Verhalten.

    Ein sehr typisches Beispiel hat Alfons geliefert: Wer sich die Ohren zu hält, wenn alle Alarmglocken schrillen, braucht sich nachher nicht zu wundern, wenn ein Erdbeben den Boden unter seinen Füssen wegzieht.

    @ Macho: Selbstredend sage ich das auch einer Frau, wenn sie als erwachsene Frau mit guter Ausbildung (also wirtschaftlich unabhängig ist) einen Mann wählt, bei dem es jedem die Nackenhaare sträubt, der in seine Nähe kommt. Wenn sie lieber mit einem Salsa tanzenden Gigolo mit Borderline-Störung zusammen ist, als alleine zu bleiben, bezahlt sie eben irgendwann den Preis für ihr Nicht-Alleinsein-Können.

    Jede Gewalttat ist das Resultat einer Eskalation, die man viel früher hätte stoppen können. Aber die Leute rennen sehenden Auges in ihr Unglück und wundern sich dann über die Konsequenzen.

  • alfred sagt:

    @hans muster 15.41 und 15.43
    …aber genau solche schicksale meinte ich!
    ich habe nie gesagt (und behaupte auch nicht, dass Sie mir solches unterstellen!), dass ich für wirkliche opfer, welche hier das thema sind, keine steuergelder verwendet haben will! (bitte erspart mir jetzt die obligate frage, wie man diese von den „unwirklichen“ zu unterscheiden weiss…!)
    warum muss ich mit meiner KK-prämie den basejumper und grümpi-kicker mitfinanzieren? same issue…

  • hans muster sagt:

    @katharina

    nein nein 😀 .
    ich bezog mich ganz konkret auf frau: „Der Frage, gemäss welcher Logik es “nicht das gleiche”, sein soll werde ich bei Gelegenheit nochmals nachgehen müssen.“

  • Katharina sagt:

    @hans muster http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/6448/das-mannerhaus/comment-page-14/#comment-12690 „ich denke, bei doppelmoral gibt es keine logik. nur fadenscheinige rechtfertigungen.“

    da fragte ich mich, ob Du das allgemein zum Verlauf des Threads sagtest oder auf meinen Post unmittelbar davor bezogen hast.
    falls Du es auf mich bezogen hast, meine ich: Ein Symptom der amerikanischen Neurose ist, dass Frankreichs Beiträge nicht wahrgenommen werden.

    sorry for the interruption.

  • macho sagt:

    egal wie die antwort ausfällt, sehr geistreicher kommentar!

  • macho sagt:

    @ FM

    sagst du dass den Frauen die zuhause geschlagen werden auch ins gesicht? oder gilt das nur für männer?

  • Rahel sagt:

    @ FM

    Wie bitte? Ich glaubs ja nicht! Soll also heissen, dass jede Frau und jeder Mann, die/der geschlagen oder sonstwie gequält wird es a) verdient hat und b) selber schuld ist? Das ist in meinen Augen eine Ohrfeige für jede/n Betroffene/n

  • FM sagt:

    Jeder hat den Partner bekommen, den er auch verdient hat.

  • Rahel sagt:

    @ Oliver

    Danke für Deine Antwort! Finde das super und bin auch erleichtert dass sich endlich in die Richtung mal was tut ( und vor allem dass mal wer den Mumm hat, was zu unternehmen! ) ! Mir war dieser Hickhack nämlich schon lange ein Dorn im Auge! Und es könnte so viel anders und vor allem friedlicher ( und damit auch besser für die Kinder ) verlaufen wenn das ganze mit Vernunft angegangen wird!!! Ich kann es nachvollziehen dass Mann und Frau sich mit den Jahren nichts mehr oder nicht mehr viel zu sagen haben, aber Eltern die ihre Kinder lieben sollten bestrebt sein, den Früchten ihrer einstigen Liebe das Leben nicht noch schwerer zu machen!

  • gelsomina sagt:

    das gemeinsame sorgerecht muss unbedingt der regelfall werden. mit gleichen rechten und pflichten für beide elternteile. es sollte normal sein, dass man sich zu einigen versucht, dass väter und mütter eltern bleiben, auch wenn sie kein paar mehr sind.

    „sich nicht mehr riechen können“ ist kein argument dagegen.

    dass man mit jemandem nicht mehr zusammen leben kann, heisst noch lange nicht, dass man sich nicht über die belange des kindes einigen kann. das darf doch nicht einzig vom goodwill der frau abhängen.
    so wie es jetzt geregelt ist, profitieren jene frauen, die sich in ihre opferrolle hinein steigern und / oder ihre expartner schikanieren, und jene männer, die ihre erziehungsverantwortung lieber finanziell abgelten.

  • hans muster sagt:

    …kleine berichtigung: mit „solche schicksale“ meine ich nicht schicksale wie sie frau im spezifischen geschrieben hat, sondern wie sie im rahmen dieser diskussion thematisiert worden sind.

  • Thomas sagt:

    @ macho

    …hätt mich beinahe am kaffee verschluck wegen des taliban vergleichs – very witty.

  • hans muster sagt:

    @ alfred

    „ich möchte dann aber nicht mit meinen steuern ein männerhaus für solche männer finanziert wissen.“

    müssten sie dann nicht konsequenterweise auch die steuergeldliche unterstützung von frauenhäusern oder ähnlicher (bereits existenter) nothilfe für frauen verneinen? möchten sie das wirklich? glauben sie wirklich, dass männer welche solche schicksale erleiden alle selbstverschuldete opfer sind??! und selbst wenn es so wäre, ist es eine gute idee, ist es moralisch vertretbar, den „dummen“ nothilfe und rechliches gehör zu verweigern?

  • Oliver sagt:

    @Habakuk
    Indem man versucht, zu vermeiden, dass es soweit kommt. Dazu braucht es Mediatoren, Berater, was auch immer, um den beiden Trennungswilligen klar zu machen, dass sie Eltern bleiben. Wenn sie sich nicht so hässlich zerstreiten wie das vor Gericht meist passiert, so können sie nach einer Weile auch wieder gemeinsam das Sorgerecht ausüben, dafür muss man nämlich gar nicht sooo viel gemeinsam machen. Es geht vielmehr darum, beide Eltern in der Verantwortung zu belassen, wir bevorzugen daher auch den Begriff „gemeinsame elterliche Verantwortung“ das trifft es nämlich viel besser.
    Solange aber das Sorgerecht ein Spielball ist, um Enttäuschung und Rache aus zu leben, solange werden die Kinder darunter zu leiden haben.

    @Rahel
    Ja, Bestrebungen sind im Gange. Der Bundesrat hat anfangs 2009 einen Gesetzesentwurf in die Vernehmlassung geschickt,, welcher zu Hoffnung Anlass gibt. Im Frühling soll dieser Entwurf in die parlamentarischen Kommissionen kommen, danach vor das Parlament und mit etwas Glück haben wir Ende 2011 ein neues, hoffentlich gutes Gesetz.
    Wenn Du Dich dafür interessierst, schau mal bei http://www.gecobi.ch unter „elterliche Verantwortung“ nach.

  • macho sagt:

    @ Oliver

    Bin genau deiner Meinung. Vorallem weil eine intakte Beziehung zu Mutter UND Vater auch im Interesse des Kindes liegt. Und rechtlich muss das so verankert werden.

    Dass ich allergisch auf Feministinnen reagiere liegt allein daran, dass sie von vorgestern sind. wie kann ich die ernst nehmen als mann? eine frau kann auch keinen taliban ernst nehmen…. 😀

  • alfred sagt:

    @peters 20.11./19:01
    ich habe gewisse begriffe bewusst verwendet, um die sicherlich weitverbreitete wahrnehmung solchen verhaltens darzulegen. dies heisst jedoch explizit nicht, dass ich mich dieser ansicht gänzlich verschliesse. schliesslich darf der mann -ob im berufsleben erfolgreich, durchsetzungsfähig oder dynamisch wie eine lokomotive, interessiert nicht!- sich gerne in seinen untergang begeben, denn liebe mag vielleicht blind machen, aber eine grundintelligenz vorausgesetzt, sieht jeder da was auf ihn zukommen! ich möchte dann aber nicht mit meinen steuern ein männerhaus für solche männer finanziert wissen. schliesslich hat der herr sich relativ freiwillig zur ehe mit der allerherzliebsten entschieden, deren problem von hans muster/22.11 22.37 treffend mit selbstsucht definiert wurde.
    wenn also @frau 22.11. /21.59 hier den begriff weichei oder waschlappen verurteilt, nehme ich das zur kenntnis, bin aber überzeugt, dass die mehrheit der leute derart submissives verhalten schon vor der ehe definitiv mit einem solchen ausdruck assoziieren. like it or not. der enge freundeskreis sähe sich da natürlich im idealfall auch in die pflicht genommen, denn lässt man enge freunde solche kamikaze-aktionen durchführen?!?
    hierzu vielleicht ein wenig hintergrund: nachdem ein ehemals enger freund jahrelang single war, fand er endlich „seine“ traumfrau. dass sein persönliches umfeld (freunde und familie) ihn auf gewisse flaws der herzdame aufmerksam machten, welche ihn zum ferngesteuerten „gango“ degradierte, half wenig bis gar nichts. natürlich war man tunlichst bemüht, das thema sanft und neutral zu vermitteln, hat aber letztendlich (das wär‘ dann ein anderes blogthema!) zur entfremdung des sohnes zur mutter geführt! überflüssig zu erwähnen, dass sich der enge freundeskreis des paares heute auf den engen freundeskreis der frau reduziert hat! nachdem der herr nun auch papa geworden ist, hoffen alle, dass die ehe hält, und er nicht eines tages aufwacht, denn sollte sich die dame von ihm trennen, wäre auch das gesamte umfeld mit einem schlag eliminiert.
    um nun auf den von frau zitierten fall zurückzukommen: was rechtfertigt liebe alles?!?

    um es doch noch loszuwerden in diesem hoch spannenden blog: wie sieht der mann aus, den sich die dame hier wünscht? bitte so kurz wie möglich & so lang wie nötig! (ich wette auf 10 verschiedene antworten von 10 frauen!)

    und zu guter letzt an frau 22.11.21.59: wenn männlein und weiblein sich als menschen (und nicht als mann und frau) begegnen sollten, hätte die natur hermaphroditen geschaffen, nicht männer oder frauen…!

  • Rahel sagt:

    @ Oliver

    Ist betreffend so ein Gesetz schon was im Gange oder ist das ( leider ) noch ein frommer Wunsch ? ( Sorry für diese blöde Frage! )

  • habakuk sagt:

    @Oliver: Gemeinsames Sorgerecht für Leute, die sich nicht mehr riechen können (s. Andrin): Wie löst Du diese Situation auf?

  • Oliver sagt:

    @Macho
    Herzlichen Dank, dass Du uns die Sicht der jüngeren Generation zeigst.
    Ich versuche das nämlich häufig zu erklären, dass wir in ein riesen Problem laufen, weil die jüngere Generation, und zwar Männer und Frauen da ein völlig anderes Selbstverständnis haben. Gleichberechtigung, so höre ich das überall, ist kein Thema, ist einfach normal.
    Wenn wir nicht bald etwas an der heutigen Gesetzeslage ändern, so wird das zu einem Bumerang werden. Schon heute sind es viele Männer, die für sich selbst ein ganz anderes Selbstverständnis haben, in Bezug auf ihre Kinder. In 10 Jahren werden es noch viel mehr Väter sein, die sich bei einer Trennung schlicht nicht vorstellen können, sich von ihren Kindern zu trennen.
    Unser System geht aber noch immer davon aus, dass die Trennung von den Kindern den Vätern nichts ausmacht.
    Und das ist meiner Meinung nach ein Pulverfass. Schon heute gibt es Väter, die nach der Trennung kaum mehr fähig sind, zu arbeiten, aus Schmerz über die Trennung von ihren Kindern. Schlimm genug, aber noch schlimmer ist, dass man diesen Männern dann regelmässig vorwirft, sie würden das nur tun, um weniger zu zahlen.

    Wir müssen dringend weg, aus den Geschlechterkampfgräben.
    Die Väter (oder doch einige davon) sind längst aufgestanden und bewegen sich vorwärts. Wenn ich hier lese, so habe ich den Eindruck, dass auch viele Frauen und Mütter den Weg bereits gehen.
    Eines Tages werden auch die überzeugten Frauenkämpferinnen hoffentlich einsehen, dass es miteinander besser geht, als gegeneinander.

    Hoffen wir, dass das neue Gesetz über das gemeinsame Sorgerecht als Regelfall bald kommt, und dass es griffig wird, dann kannst Du vielleicht in ein paar Jahren beruhigt Kinder haben, ohne die Angst, sie beim ersten Windhauch zu verlieren.

  • macho sagt:

    @ andrin,

    Echt krass was dir alles wiederfahren ist, unser Rechtssystem hat da völlig versagt. Leider gibt es zu solchen Fällen nie was in den Medien. Wir Männer müssen dafür kämpfen das Ungerechtigkeiten/Ungleichheiten die für einmal uns betreffen anstatt die Frauen, auch ernst genommen werden. Ich bin 20 Jahre alt und hab desshalb logischerweise noch keine Probleme mit Scheidung und Kindern. Doch ich will unbedingt mal Kinder haben, und in eine solche Lage will ich nicht geraten!
    Ich bin in einer Welt aufgewachsen wo Gleichberechtigung nie zur Diskussion stand, sie war gegeben. Genau so sehen das alle meine Kolleginnen und Kollegen. Wir haben das schon seit Klein auf eingeimpft bekommen. Umso erschreckender wie die „Erwachsenen“ miteinander umgehen. Und am wenigsten kann ich was mit Feministinnen anfangen. Die sollen mal die heutige Schule und Jugend durchmachen, da würden sie sehen was aktuell ist. Doch die Leben lieber mit ihren alten Rollenschemen und Denkweisen weiter, welche man nicht mehr auf die neue Welt anwenden kann.

  • hans muster sagt:

    …man darf gespannt sein wie der tagesanzeiger darüber berichten wird.

  • Oliver sagt:

    @Zysi:
    Keine Sorge, der Blog hat sich nicht verrannt. Das ist ja genau das zynische an der Veranstaltung die jetzt gerade startet.
    Offiziell werden die 25% männlicher Opfer schlicht ignoriert, Gewalt gibt es NUR an Frauen.
    Täter sind NUR Männer und Opfer IMMER Frauen.
    Jeder, mit halbwegs vernüftigem Menschenverstand wird bei Worten wie NUR, IMMER, ALLE hellhörig und fragt nach.
    Nicht aber unsere Politiker und Politikerinnen. Und die Aktivistinnen in vielen Organisationen werden sich hüten, den daraus resultierenden Geldsegen für die Frauen zu gefährden.

  • Frau sagt:

    @ Hans Muster
    @ Brunhild Steiner
    Im Grunde genommen geht es um ein Vertrauens-/Misstrauensproblem.
    Die Frauen sind sicher, dass sie ihren Partner niemals für den „Feuerwehrmann“ verlassen würden, deshalb halten sie solche Anlässe für harmlos und gehen davon aus, dass der Partner diese Einschätzung teilt. Wenn der Partner in ein Stripteaselokal geht, wird dies von der Frau aber nicht als „harmlos“ wahrgenommen. Diese unterschiedliche Einschätzung ist aber völlig irrational. Da sie unmöglich ausschliesslich auf schlechten Erfahrungen beruhen kann, hat sie vermutlich etwas mit dem kulturell überlieferten Männerbild (der Mann, der Treulose, der Verräter) zu tun.

  • Regina sagt:

    @Andrin
    Vielen Dank für deine offenen Worte!
    Deine Geschichte ist furchtbar, und übersteigt meiner Ansicht nach die Dimensionen eines Männerhauses komplett, auch wenn keine Tätlichkeiten vorkamen. In diesem Fall (wie in vielen anderen auch) versagt das Gesetz und der Kinderschutz komplett.
    So eine Geschichte dürfte es nicht geben.
    Geben sie nicht auf! Bewahren sie alle Beweise ihre Bemühungen um Kontaktaufnahme zu ihrer Tochter auf, damit sie später nachvollziehen kann, was ihr Vater für sie getan hat. Sie wird ihnen sehr dankbar sein.
    Alles Gute.

  • zysi sagt:

    wenn das blogthema sich nur nicht verrannt hat; denn offiziell gibt’s die gewalt anscheinend nur an frauen!

    http://www.20min.ch/news/schweiz/story/Zuhause-ist-es-am-gefaehrlichsten-29052144

    ohne männer wäre es……………….????

  • Rahel sagt:

    @ Oliver

    Ja leider ist es heutzutage bei uns so! Das erklärt auch, warum so viele, vielfach überstürzt ( nicht selten auch weil Nachwuchs unterwegs ist ) heiraten mit dem Hintergedanken im Kopf: wenns nicht klappt lassen wir uns halt scheiden, pah, Peanuts! Die Ehe wird schon lange nicht mehr als heilig betrachtet weil es uns ( eben den Frauen ) viel zu leicht gemacht wird und der Mann immer das Nachsehen hat!

    Also ich möchte einfach nochmals ganz klar festhalten, dass ich keinem Mann unterstelle, ein Weichei oder Waschlappen zu sein! Im Gegenteil, obwohl ich eine Frau bin macht es mich unendlich wütend, mitzuerleben, wie ungerecht die Männer eben grad was Scheidung und Kinderbetreuung angeht behandelt werden! Ich kann das in so einem zivilisierten Land wie dem unseren einfach nicht verstehen ( und vor allem , wie würden unsere Feministinnen reagieren wenns umgekeht wäre ? Ist möglich dass diese Frage in dieser Diskussion schon mal gestellt wurde, aber für mich ist sie halt immer noch sehr präsent und vor allem unbeantwortet )! Vor allem finde ich, dass eine Abklärung, ob die Kinder zur Mutter oder zum Vater gehören viel sorgfältiger erfolgen sollte! Denn beide solten doch das gleiche Anrecht darauf haben, für die Kinder zu sorgen!

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Man muss im Leben Prioritäten setzen können, unabhängig vom Geschlecht (es ist nicht immer alles eine Geschlechterfrage). Für meine Kinder wäre bis zum Nordpol und zurück gereist.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Pipi Langstrumpf: schön dass Sie so unterstützende Worte finden (und das war jetzt nicht zynisch gemeint!) Aber denken Sie wirklich ein Auswandern nach DK würde das Problem lösen? Wenn es schon in CH gewisse Frauen schaffen von Kanton zu Kanton umzuziehen um dem Mann die einfache Kontaktaufnahme zu sabotieren? Und würden Sie das einer Frau in ähnlicher Lage ebenfalls raten, sie soll dann halt dem Mann nachreisen und alles zurücklassen?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Andrin: Deine Geschichte ist sehr traurig, gib nicht auf, den Kontakt zu suchen. Vielleicht könntest du sogar eine Zeitlang in Dänemark arbeiten und so eine Möglichkeit haben, deine Tochter öfter zu sehen. Schweizer Köche sind doch gefragt im Ausland, lass‘ nichts unversucht.

  • Oliver sagt:

    @Rahel: Das Problem ist eben, dass es gar keine Rolle spielt, ob er sich scheiden lassen will.
    Wenn sie es will, reicht das eigentlich auch aus. Und mit dieser Angst zu leben ist für den Mann ziemlich schrecklich.
    Zu wissen, dass unabhängig von der individuellen Situation die Chance, dass er die Kinder erhält ungefähr bei 4% liegt.
    Zu wissen, dass er womöglich alles, wofür er gearbeitet hat einfach so, durch den Strich eines Richters verliert, ganz egal ob er etwas falsch gemacht hat oder nicht.
    Zu wissen, dass ihm niemand glauben wird, wenn er erzählt, was zuhause abgeht.

    Bis zum Punkt, wo er alles was die Frau will einfach mitmacht, aus Angst, sein Kind zu verlieren, ist es dann nicht mehr weit.
    Und dann wird er hier zum Weichei und Jammerlappen erklärt, der seiner Frau halt mal erklären muss, wo der Hammer hängt.
    Dabei hat er nur die Wahl zwischen Untergang und Verlust der Kinder. Wahrlich eine fürstliche Auswahl!

  • Rahel sagt:

    @ Andrin

    Deine Schilderung hat mir Gänsehaut verursacht! Es tut mir leid dass Du den Kontakt zu Deinem Kind verloren hast! Und Deine Tochter tut mir auch sehr leid ( bin selber Mutter von zwei Kindern und könnte mir nie vorstellen, auch wenn es mit meinem Mann mal auseinandergehen würde, ihnen den Vater vorzuenthalten!!! ) Ich wünsche Dir trotz allem viel Kraft besonders für die kommende Advents- und Weihnachtszeit die sicher auch schwer ist für Dich!

    Ich habe leider in meinem Bekanntenkreis auch so ein Paar bei dem es so ziemlich ähnlich verläuft wie bei Dir nur mit dem Unterschied dass er, eben aus dieser Angst, seine Tochter zu verlieren in ein weit entferntes Land, sich niemlas vorstellen könnte, sich scheiden zu lassen!

  • Marcel sagt:

    @Katharina: Ich dachte mir noch, dass da irgendwo schmerzvolle Erinnerungen sind, das habe ich förmlich gespürt.

    Das tut mir sehr leid.

  • Marcel sagt:

    @Pipi Langstrumpf: „Frauenlöhne sind in der CH immer noch rund 20 % tiefer als Männerlöhne!“

    Das ist eine Legende, die sich hartnäckig hält: In Wirklichkeit sind’s noch knapp 8 Prozent- wenn überhaupt:

    In der Zürcher Privatwirtschaft erhalten Frauen im Schnitt immer noch einen deutlich tieferen Lohn als Männer. Dies ist mehrheitlich darauf zurückzuführen, dass Männer im Schnitt besser ausgebildet sind, anforderungsreichere Stellen besetzen, mehr Leitungsfunktionen auf Kaderstufe ausüben und in den Hochlohnbranchen stärker vertreten sind als Frauen. Nicht der gesamte Lohnunterschied kann jedoch mit diesen und anderen Faktoren erklärt werden. Selbst wenn man berücksichtigt, dass sich Frauen und Männer hinsichtlich ihres Humankapitals und ihrer Anstellungen unterscheiden, bleibt ein Rest von 38 Prozent des Lohnunterschiedes, der mit den vorliegenden Informationen nicht erklärt werden kann. Zwischen den Branchen bestehen sowohl hinsichtlich des erklärbaren als auch hinsichtlich des nicht erklärbaren Teils des Lohn unterschiedes beträchtliche Differenzen. So sind beispielsweise die nicht erklärbaren Lohnunterschiede im Finanzwesen oder in der Informatik vergleichsweise gering, hingegen im Detailhandel und auf dem Bau relativ hoch.

    Sogar im Sozialalmanch 2009 der Caritas sind es nicht mehr 20 Prozent, dieverse Fachstudien, u. a. aus der Budesrepublik, kommen zu absolut gleichen Ergebnissen. Noch ein bisschen Weltwoche zum selben Thema:

    http://www.weltwoche.ch/ausgaben/2009-44/artikel-2009-44-abgerechnet-wird-am-zahltag.html

    Ich denke, mit der Legende Lohnungleichheit müssen wir langsam aufhören- mann muss sich in diesem Zusammenhang langsam fragen, wer aus solchen Fehlinformationen überhaupt einen Nutzen zieht…

    Staatlich finanzierte Gleichstellungs- und andere, frauenrechtliche- bzw, fördernde institutionen etwa, die gar kein Interesse an der sozialen und ökonomischen Wirklichkeit haben, weil sonst der Geldfluss ausbleibt..??

    Das ist die Frage!

  • max sagt:

    @Andrin. Solche Geschichten kenne ich: Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, er kann gehen. Das Kind ist schliesslich gezeugt.
    Und auch: Die Schwiegermutter( oder eine andere Verbündete), die Öl ins Feuer giesst. Eine Gruppe von Frauen, die mitverschwören und der Mann ist der Depp.

  • Monica sagt:

    @ andrin: viel mut und kraft! Geben sie nie auf zu kämpfen, nehmen sie jede unterstützung an, die sie bekommen können. Ich wünsche ihnen von herzen alles liebe und gute!

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Andrin: was soll man dazu noch gross sagen, ausser dass es erschütternd ist. Es ist Ihnen hoch anzurechnen dass Sie nicht resigniert haben und weiterhin um Ihre Tochter kämpfen! Halten Sie das durch bis sie 18 ist, spätestens danach ist dem Kontakt hoffentlich kein Berg mehr im Weg.
    Sie erwähnten M’s Bruder der sie warnte. Können Sie wenigstens über den Bruder Informationen bekommen wie es Ihrer Tochter geht? Ganz viel Mut, holen Sie alle zur Verfügung stehende Unterstützung und geben Sie Ihre Tochter nicht auf. Auch wenn Ihnen niemand die jetzt gestohlene Zeit zurückgeben kann, sie wird erwachsen werden, und spätestens dann werden die Karten neu gemischt! Allen Erfolg der Welt!

  • opa meier sagt:

    @andrin: Du hattest sicher manch aufwühlende Momente – hattest Du auch gewalttätige Gedanken, gegen M. oder auch gegen Dich (Selbstmord)? Ich weiss, es ist vielleicht intim und Du brauchst auch nicht zu antworten. Aber ich könnte mir denken, da geht einem vieles durch den Kopf und den Bauch.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Frau: mit „widerlich“ meinte ich, dass die Frauen einen Stripabend reinziehen dies aber im Gegenzug den Männern verbieten. Und ich finde es toll, dass Sie ein Zeichen gesetzt haben. Und natürlich würde ich im umgekehrten Fall genau gleich denken. Denn ich vermute, dass diese gelebte Grosszügigkeit gar keine ist, sondern Angst vor Ablehnung durch die im Moment noch seiende Traumfrau. Und diese Angst vor Ablehnung, mangelnder Anerkennung etc. bringt diesen Mann zu Taten, welche mit echter Liebe/Grosszügikeit nicht mehr viel zu tun haben. Wenn ich ausgenützt werde, kann ich nicht alle Schuld den bösen Profitierern meines Defizites zuschieben. Ich bin auch selber dafür verantwortlich was ich aus meinen Defiziten mache. Klar, dazu braucht es oft den Hinweis und die Unterstützung von aussen, ich hoffe das machen die Freunde dieses Mannes bevor es zu spät ist.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Pipi Langstrumpf: Sie beanspruchen Meinungsfreiheit für sich und wundern sich über allmählich gehässiger werdende Posts? Nun ja, die Holocaustleugner berufen sich ja ebenfalls auf Meinungsfreiheit und wundern sich über die spärliche Gegenliebe der restlichen Bevölkerung. Das ist ein sehr massives Beispiel, aber ich befürchte nicht mal dieses wird Ihnen die Augen, für das was Sie hier betreiben, öffnen. Nämlich eine komplette Verleugnung der objektiven Tatsachen.
    Vielleicht liegt es an Beispielen wie von Doris, 1:00, letzter Abschnitt und Andrin, 1:24, dass der Gegenwind schärfer wird?

    @Katharina: „je m’en foutte d’un homme qui pretend d’être une femme“, ja das frag mich seit auch langsam

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Berichtigung: Olympe de Gouges starb natürlich 1793.

  • Andrin sagt:

    Um wieder zum Thema zurückzukommen: Das neue Angebot eines Väterhauses finde ich super. Herzlichen dank allen Initianten für ihren mutigen Schritt. Im Verlauf der Kommentare fragte man nach einer Geschichte. Hier die meinige:

    Sie beginnt in der Küche eines Restaurants. Dort arbeitete ich als Koch, als mir eines Morgens M. vorgestellt und als Hilfskoch zugewiesen wird. M. gefällt mir. Ihre offene Art, ihr Akzent, jedenfalls verstehen wir uns auf Anhieb – was hingegen dem Wirt nicht gefällt. Er kündigt uns beiden. Doch das trennt uns nicht, im Gegenteil. M. zieht bei mir ein und findet bald wieder eine neue Stelle in einer Konditorei. Das war hart. Ich fuhr M. jeweils um ein Uhr morgens zur Arbeit. Aber ich tat das gern.
    Dann begaben wir uns auf eine Weltreise. Obwohl ich keine Tramper war lasse ich mich erweichen. Wir finden einen Untermieter für die Wohnung, kaufen ein altes Wohnmobil – und fahren los. USA, Neuseeland, Australien, Polinesische Inseln, Thailand, zwölf Monate sind wir unterwegs. Aber es ging nicht gut. Wir hatten beide einen sturen Kopf. Der eine will hierhin, die andere dorthin. Wir brechen die Reise ab und kehren heim.
    M. hat keine Aufenthaltsbewilligung mehr. Umso mehr ist sie auf meine Freundschaft angewiesen. Um den Problemen aus dem Weg zu gehen, heiraten wir. Es war eine Zivilhochzeit ohne jeden Schnickschnack. Die grosse Liebe war es für beide nicht. Im Nachhinein gesehen hätten wir nie heiraten dürfen. Allein die Probleme auf der Weltreise hätten mich warnen müssen. Ich habe alles verdrängt, um M. mit der Aufenthaltsbewilligung zu helfen. Zudem war ich anfänglich sehr enttäuscht, dass M. keine Kinder will. So arrangiere ich mich. Sexuell ging zwischen uns beiden ohnehin nicht viel. Wir verlegten unsere Energie auf ein neues Projekt.

    Die Ehe verlief ruhig, auch weil ich häufig weg war

    Ich arbeite auf Montage, später als Nachtwächter und nebenher machten wir uns in Network-Marketing selbständig. Das Engagement lenkte uns beide ab. Dann erlebt ich bei M. einen plötzlichen Sinneswandel.

    Nachdem M. hört, dass ihre Schwester schwanger ist, will auch sie ein Kind. Ich stutzte, war aber überglücklich, endlich eine Familie zu werden. Kaum probiert, wird M. schwanger. Nach einer Fehlgeburt macht sich M. unbeirrt an einen zweiten Versuch. Auch dieses Mal wird M. sofort schwanger – und im Sommer 1998 kommt L. zur Welt. Sie wird mein neues Glück. Doch die Probleme in unserer Ehe entwickeln sich zur offenen Krise.
    M. will mit uns zurück nach Dänemark auswandern. Ich war nicht begeistert, willigte aber ein, unter der Bedingung, dass wir ein grösseres Startkapital ansparen. Beseelt vom Auswanderungsziel willigt M. ein. Eines Abends lernte ich einen Mann kennen, der in der Nachbarschaft ein Geschäft eröffnete. Sein Business: Verkauf von Dekorationsartikeln. Was er sucht, ist ein Geschäftsführer. Da käme ich wie gerufen, meint er. M. ist entsetzt und strikt dagegen. Vergeblich. In der Hoffnung auf schnelleres Geld werden ich und der Geschäftsmann uns einig, kündigte meine Arbeit als Nachtwächter und steige als Geschäftsführer ein. Ein Tag vor Arbeitsantritt geht die Dekor-Firma in Konkurs. Was bleibt, ist ein Scherbenhaufen – und schwere Vorwürfe von M.

    So stürzte ich mich in die Arbeit und nehme eine Stelle als Aussendienstmitarbeiter in der Automatenverpflegung an. War lange unterwegs und schlief oft auswärts. Und immer mehr spürt ich, wie die Schwiegermutter aus Dänemark Einfluss auf die Tochter M. nimmt. Die Spitzen gegen mich werden schärfer. Wenn die Schwiegermutter zu Besuch war, wurde ich ausgegrenzt. Erstmals spricht M. von Trennung. Der Konflikt tritt in eine neue Dimension. Eine Dimension mit Todeswunsch.
    Eines Abends fahre ich von der Arbeit nach Hause, überhole einen Lastwagen. Kaum auf gleicher Höhe, schwenkt dieser plötzlich nach links auf meine Fahrbahn. Ich habe keine Chance. Mein Auto erleidet Totalschaden, ich selbst bleibe wie durch ein Wunder unverletzt. Der Lastwagenchauffeur begeht Fahrerflucht. Zeugen gibt es keine. Somit bleibt alles an mir hängen. M’s. Reaktion vor unserer L. auf den Unfall: «Schade, bist du nicht umgekommen.»
    Ich bin schockiert von dieser Reaktion. Auf eine Entschuldigung wartet ich vergeblich. Das Auto ersetze ich durch einen geleasten Wagen und stürze mich nicht nur beruflich in die Arbeit. Zu Hause wechselte ich die Windeln, mache lange Spaziergänge mit Spielplatzaufenthalten, macht die Wäsche, bügelt, besorgt den Gemüsegarten. M. arbeitet 30% als Bürohilfe. L. geht in die Krippe. Die körperliche Bindung hat L. vor allem an mir, dem Vater.

    M’s. Bruder warnt mich, dass sie im Hintergrund die Trennung vorantreibe. Dass M. eine Eheberatung vorschlägt, die sie nach einigen Sitzungen abbricht, erkenne ich erst viel später als Taktik. So kann ihr niemand vorwerfen, M. hätte nicht alles versucht, um die Ehe zu retten. Eines Abends finde ich ein Dossier mit intimen Liebesbriefen eines ihrer Arbeitskollegen, Anwaltspapieren und einen ausführlichen Trennungsentwurf. Ich stellte M. zur Rede und kam daraufhin den Vorwurf, in ihren privaten Sachen herumzuschnüffeln.
    Auf Druck von M. und ihrer Anwältin musste ich innerhalb von zwei Wochen aus der familiären Wohnung und ausserhalb der Gemeinde ausziehen. Per Zufall finde ich unweit im Nachbardorf eine Wohnung. Das ist Mitte Dezember 2000, kurz vor Weihnachten. Ich bin am Boden zerstört und am Tag des Auszugs stehen die meisten meiner Möbel bereits vor der Tür. L, inzwischen zweijährig, klammert sich an mir, heult und will nicht mehr aufhören. Mein Herz zerreist, ich weiss nicht ein noch aus. Sie will nicht, dass ich sie verlasse. M. droht mit der Polizei und reisst mir L. mit Gewalt aus den Händen. Den Job zu verlieren konnte ich mir damals nicht leisten, meine Rechte kannte ich nicht und die Zeit rann mir zwischen den Fingern hindurch. Bisher hatte ich mich nie mit der Trennung befasst. ich kannte weder meine Rechte noch meine Pflichten. Von den Juristen bekam ich stets die Antwort, laut Gerichtspraxis keine Chance auf das gemeinsame noch auf das alleinige Sorgerecht zu bekommen. Suchend nach Hilfe klopfte ich jede erdenkliche Stelle an und fand keine.

    Ich hätte L. damals gleich mitnehmen sollen. Meine Angst, dass M. mit L. nach Dänemark auswandert, war gross. Die Trennung von meiner Tochter machte mir sehr zu schaffen. Was mir blieb, war die Hoffnung auf eine Mediation. Die Hoffnung zerschlägt sich. Auch nach längeren Wochenenden und nach den Ferien ist die Trennung von L. immer wieder schmerzhaft. L. hat zu mir eine besonders enge Beziehung. In ihren ersten Jahren nennt sie mich nicht Papa, sondern Mapa.

    Die Mediatorin verlangt von M., vom Trennungsentwurf abzulassen. Darauf bricht M. die Mediation mit der Begründung ab die Mediatorin wäre parteiisch auf meiner seite. Ich begehe danach einen fatalen Fehler. M’s. Anwältin ergänzt eine grosszügige Besuchsrechtsregelung mit der Klausel: «Hiermit sind die Parteien güterrechtlich vollkommen auseinandergesetzt.» Mit meiner Unterschrift entziehe ich mir die Möglichkeit, selbst materielle Forderungen zu stellen. Unterschrieben habe ich ohne anwaltliche Beratung, dafür durch die nicht beweisbare Nötigung, mit der Angst, dass ohne Zustimmung zu dieser Klausel und dem Trennungsentwurf die Besuchstage auf ein absolutes Minimum reduziert würden. Damit habe ich mich erpressen lassen. Als Folge einer betrieblichen Umstrukturierung wird meine Arbeitsstelle gekündigt. Ich unterlasse es, die Unterhaltszahlung rechtzeitig richterlich anzupassen. Ein weiterer fataler Fehler.
    Nun endlich nehme ich selbst einen Anwalt, der sich – im Gegensatz zu M. Anwältin – sehr sanft verhält. Das Dilemma ist riesig: Willige ich in eine Scheidung ein, wandert M. mit L. sofort nach Dänemark aus. Zudem wird das Besuchs- und Ferienrecht mit jeder weiteren Verhandlung reduziert. Hinzu kommen finanzielle Probleme.
    Weil ich die Scheidung nicht akzeptiere, muss ich die vollen Anwaltskosten übernehmen und M. statt 2700 monatlich 3500 Franken zahlen. Das ergibab eine Nachzahlung von 14’000 Franken, was ich inzwischen nicht mehr vermag. Mein Vermögen ist aufgebraucht und die gegenanwältin rät M. mich ohne Umschweife zu betrieben. M’s. Auswanderung wird immer realer. Mit Zeugen kann ich beweisen, dass M. diesbezüglich konkrete Pläne hat, sobald sie nach einer Scheidung das alleinige Sorgerecht besitzt. Die Richter schlagen die Warnung, von wegen Persönlichkeitsrecht und fehlenden Beweisen obwohl die Zeugen vorhanden waren, in den Wind. Es kommt, wie angekündigt. Meine Enttäuschung und Verletzung in unser Rechtssystem und deren Gesetzte sind unbeschreiblich.

    Gezwungenermassen willige ich in die Scheidung ein. Kurz darauf wandert M. mit L. nach Dänemark aus. Eine Adresse erhalte ich nicht. Missbräuchlich verwendet M. nun Stalking-Vorwürfe, weil ich in Erfahrung bringen will, wo meine Tochter wohnt. Trotz Superprovisorischer Eingabe teilen Richter, Regierungsrat und Vormundschaftsbehörde mir nach 5 Monaten des tatenlosen Verharrens lediglich mit, dass sie nach dieser Auswanderung nicht mehr zuständig seien.
    Inzwischen habe ich in Dänemark einen Anwalt. Mein Problem ist, dass ich am neuen Arbeitsplatz, im Detailhandel als Verkäufer, die vereinbarten Besuchswochenenden nicht regelmässig einhalten kann. Da sind die Wochenenden besonders streng und umsatzträchtig. So sind sieben Besuche ausgefallen, doch nur zwei werden kompensiert. Zudem liegt Dänemark nicht gleich um die Ecke. Drei Mal bin ich vergeblich in den Norden, um L. zu sehen. Alle Male vergeblich, weil M. L. nicht zum Übergabeort am Bahnhof lässt. Die Enttäuschung und Verletzung nach über 25 Stunden Fahrt für rund 2500 Kilometer sind unbeschreiblich. M. beteiligt sich nicht mal Ansatzweise an den Wegkosten, noch käme sie mir entgegen.
    Ich wollte die Besuchsrechte flexibler gestalten und stellt ein Gesuch an den Friedensrichter.(Gerichtspraxis) Das Gesuch bleibt fünf Monate lang liegen. Weil der Aufenthaltsort von M. und Tochter L. unbekannt ist, läuft der Schriftverkehr über das Bundesamt für Justiz. Das dauert. Als das Gesuch endlich verhandelt werden sollte, stellt sich heraus, dass der Friedensrichter keine Kompetenz hat, Forderungen zu stellen oder Verfügungen auszusprechen. Die nächste Instanz war ebenfalls mit langen Fristen versehen. M. verweigert nach wie vor eine flexible Lösung, und telefonieren kann ich mit L. nur sonntags zwischen 19.30 und 20 Uhr. Im Hintergrund hört M. jeweils mit und greift ein, um die Gespräche zu beenden.
    Ob und wie lange ich meine Beziehung zu meiner Tochter aufrecht halten kann, bleibt offen.
    Meine Tochter L. wagt sich nicht, sich gegen den Willen der Mutter aufzulehnen, denn die Mutter ist ihre einzige enge Bezugsperson im fernen Dänemark. Der Loyalitätskonflikt ist für L. zu gross. Oder nennt man die „Stockholmprinzip“
    Hätte es damals ein Väterhaus gegeben und hätte ich davon gewusst, wäre meiner Tochter und mir viel Leid erspart geblieben. Ich hätte den Kontakt zu Ihrer Mutter nicht eingeschränkt, da L. auch ihre Mutter liebt..

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Katharina: Du vergisst Olympe de Gouges, sie starb 1993 unter dem Fallbeil, weil sie die Ideale der französischen Revolution auch für die Frauen reklamierte, unter anderem in ihrer Erklärung von 1791: Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin.

    In CH bekamen die Frauen das Stimm- und Wahlrecht nach mehrmaligem Anlauf 1971 gnädig gewährt, vielleicht waren die Schweizerfrauen lange Zeit zu friedfertig, um sich dieses Recht zu erkämpfen.

  • Doris sagt:

    @max: 22.9.09, 23:39
    Auch ich finde, hier geht es weder um Kampf, noch um Schlagabtäusche oder ein Ping-Pongspiel. Hier geht es um eine grossartige, in die Tat umgesetzte Idee, ein Väterhaus zu eröffnen. Die Problematik einer Scheidung habe ich aus nächster Nähe drei Mal völlig unterschiedlich erfahren.
    Eine Scheidung ist für alle Beteiligten eine beängstigende und schmerzvolle Erfahrung. Für unsere drei Kinder, meinen Exmann und mich war das nicht anders. Unser Glück war, dass wir uns einig waren, unseren Knartsch und unsere Verletzungen nicht auf dem Rücken der Kinder auszutragen. Da eine Krise immer auch eine Chance beinhaltet, gelang es uns beiden (es war Schwerstarbeit), durch Kommunikationstraining, Persönlichkeits Ent-Wicklung und dergleichen, für unsere Kinder die bestmöglichste Form für das weitere Leben zu finden. Dass unsere Kinder das Recht auf ein Leben mit beiden Elternteilen haben, war unantastbar. So mieteten wir ein Haus, wo die Kinder 5 Tage mit mir und zwei Tage mit ihrem Vater wohnten. Sie hatten also ihr Zuhause und mussten nicht „zügeln“. Ein Idealfall, welcher nicht zustande gekommen wäre, hätten wir uns nicht immer wieder hinterfragen müssen, um uns selber auf die Schliche zu kommen.

    Zwei Jahre lang begleitete ich eine Frau mit vier Kindern in einem privaten Frauenhaus. Die Frau war am Boden zerstört und musste tatsächlich all das Elend und die Gewalt erleben, die es leider wirklich gibt, wovon wir vielerorts hören und lesen können. Ich will da gar nicht mehr ausführlicher werden. Es wird kaum jemand in Frage stellen, dass es diese Tragödien gibt. Ich erhielt einen schockierenden Einblick in das Leben vieler Frauen und Mütter.

    Das dritte Mal erlebte ich bei meinem jetzigen Partner. Nach meiner Frauenhaus Erfahrung (und meiner eigenen), war ich zuerst mal für „im Zweifelsfalle für die Frau“. Was ich jetzt aber seit einigen Jahren miterlebte, geht auf keine Kuhhaut. Ich hätte es niemals für möglich gehalten, wofür eine Frau und Mutter fähig sein kann, um ihren Exmann vom Sohn fernzuhalten. Solche perfiden Machenschaften werde ich nie verstehen können. Mein Partner begann sich aus dieser Misere heraus für Männer in ähnlichen Situationen zu engagieren. Dadurch lernte ich die Nöte und Verzweiflung anderer Väter kennen, die aktive Väter bleiben wollen und denen die Kinder vorenthalten werden. Vor Gericht haben sie keine Chance, weil die meisten noch im vorigen Jahrhundert praktizieren. Darüber könnte ich auch Seiten schreiben.

    Hätte es damals schon ein Angebot wie ein Väterhaus gegeben, wären einige Männer heute wahrscheinlich glücklicher. Ich bin froh, gibt es Pioniere, die nun solches ermöglichen.

  • hans muster sagt:

    ich denke, bei doppelmoral gibt es keine logik. nur fadenscheinige rechtfertigungen.

  • Katharina sagt:

    geschichte des Feminismus:

    begriff; Charles Fourier (1772-1837)
    dann : Nineteenth Amendment to the United States Constitution (1919)

    second wave: Betty Friedan aus Peoria, Illinois. wurde 1943 an der University of California, Berkeley politisch aktiv.
    Simone de Beauvoir: feministischer Existentialismus 1949.

    Mit Kali war ich ungenau und mit dem 19th Amendment waren die Amis den anderen um Jahrzehnte voraus.
    take your pick.
    Immerhin war es bei uns seit 1919 n der verfassung waehrend die schweizer irgendwann in der polyesterzeit in den siebzigern soweit waren.
    Simone de Beauvoir formulierte eine feministische variante des existentialismus.

  • Frau sagt:

    Hans Muster
    Ja, ich weiss, dass der Ausdruck nicht von Ihnen verwendet wurde. Ich habe, an Sie addressiert, einfach meine Gedanken mitgeteilt.
    Der Frage, gemäss welcher Logik es „nicht das gleiche“, sein soll werde ich bei Gelegenheit nochmals nachgehen müssen. Beschäftigt mich wirklich.

  • hans muster sagt:

    @ frau

    den betroffenen mann zu beschimpfen halte ich auch für verfehlt und daneben. das wort „waschlappen“ hatte ich auch nicht selbst benutzt, weshalb ich es auch nur in anführungszeichen verwendete.
    die rechtfertigung “das sei überhaupt nicht das gleiche” überrascht mich überhaupt nicht. wird immer verwendet wenn manche meinen gleicher zu sein als andere.

  • Rahel sagt:

    @ Max

    Ja das sollen sie! Aber auch die Frau ist stolz auf ihren Job, und wenn es „nur“ Hausfrau und Mutter ist! Gegenseitiger Respekt ist doch das A und O! Das soll aber auch heissen, dass der Mann, aus Liebe, seine dreckigen Schuhe vor der Wohnungstüre lässt weil er weiss, dass seine Frau gerade sauber gemacht hat!

  • Frau sagt:

    Hans Muster 23:43
    Voll und ganz einverstanden.
    Dass eine Frau, die sich so verhält wie der Mann im vorliegenden Fall, als „Waschlappen“ beschimpft würde, bezweifle ich aber stark. Sicher ist mein Beispiel extrem, aber in solchen Ausdrücken kommt vielleicht doch eine Geringschätzung gewisser Fähigkeiten, welche bei einem Mann wenig geschätzt werden und als „unmännlich“ gelten, ans Licht.
    Ich war einfach sehr überrascht über diese Reaktionen hier im Blog, denn der Aspekt, der mich faszinierte, war/ist in diesem Fall vielmehr das Verhalten der Frau.
    Meine Kolleginnen sind z.B. der Meinung, es sei gerechtfertigt, in ein Striplokal zu gehen, den Männern gleiches aber zu „verbieten“, mit der Begründung: „das sei überhaupt nicht das gleiche“. Aber warum sollte es nicht das gleiche sein? Das verstehe ich nicht. Aber das ist nicht das Thema dieser Diskussion.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Nein, der Feminismus entstand nicht in Kalifornien, er ist bedeutend älter als „flower power“, auch wenn er in Kalifornien sehr erfolgreich bewirtschaftet wurde. Aber spielt das eine Rolle? Es gab und gibt überall Frauen, die den aufrechten Gang gehen, nichts anderes ist Feminismus.

    Schon mal was gehört von Simon de Beauvoir?

  • max sagt:

    Rahel 22. November 2009 um 23:17 sagte: „Ich denke nicht dass es immer nur daran liegt dass die Männer die Hausarbeit nicht tun wollen! Vielfach ist es doch auch so, dass wir Frauen ihnen unsere Art, die Dinge zu erledigen aufdrängen wollen…“

    Es gab eine Zeit so um ca. 1640, da wurde in den schweizerischen Voralpen die Labkäserei erfunden. Das Verfahren breitete sich mit den Jahrzehnten weiter im Alpenraum aus. Bis dahin waren die Käse aus vergorener Milch gemacht. Diese früheren Käse waren ca. 12kg schwer. Labkäse waren ab 25 oder 30 kg schwer. Der Vorteil der Labkäserei ist, dass auf diese Art Milch auf mehrere Jahre hinaus konserviert werden kann. Die Käse aus vergorener Milch sind schon nach drei Monaten grün und schleimig.

    Das hatte einen Wechsel in der Alpwirtschaft zur Folge. Vorher waren die Männer im Tal am Heuen und Ackern und die Frauen mit Kindern auf der Alp bei den Kühen, im Stall und am Käsen. Mit der Einführung der Labkäserei mussten nun die Männer die Alpwirtschaft machen, weil nur sie genug stark für die Pflege der Käselaibe waren.

    In zeitgenössischen Berichten von vor 350 Jahren wird herumgeschumpfen und lamentiert, dass die Männer die Alphütten nicht mehr schön sauber putzen wie vorher die Frauen. Die Betten seien gruusig und die Küche nie aufgeräumt.

    In den gleichen Berichten wird erwähnt, dass das Milchgeschirr immer tiptop sauber, die Kühe gepflegt und der Stall aufgeräumt seien! Im deutschssprachigen Ausland wurde dann über die Schweizer Männer herumerzählt, die täten es mit den Kühen treiben und darum seien diese Männer nämlich auf der Alp und täten Frauenarbeit machen!

    Die Wahrheit ist, dass richtige Männer stolz sind auf ihre Arbeit und dass sie gefälligst von ihren Frauen auch respektiert werden sollen dafür.

  • Frau sagt:

    Katharina 23:22
    „noch was: feminismus entstand wo? ja! hier in kali. aber nie und nimmer wurde das anliegen ideologisch ge-hijacked wie back in the old country.“
    Ob der Feminismus wirklich in Kalifornien enstand? Aber sonst stimme ich Ihnen zu, das ideologische Hijacken ist die Spezialität des alten Kontinents, yes indeed.

  • hans muster sagt:

    @frau

    ich hoffe sehr, dass ich die situation in der umgekehrten geschlechterverteilung gleich beurteilen würde: d.h. dass ich der devoten frau erklären würde, dass v.a. auch *sie selbst* sich für ihre bedürfnisse stark machen muss, grenzen setzen muss. dass das passive hoffen auf ein einsehen des partners keine strategie sein kann. im „unrecht“ ist sicher nicht der ausgenutzte partner, das habe ich nie gesagt. das hilft dem betroffenen aber auch nicht weiter.

  • max sagt:

    @Pipi, keine Ahnung, muss man überhaupt „Argumente“ bringen? Argumente bringt man im Kampf. Geht es hier um Kampf?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Ich staune über die gehässigen Blogs, mit denen ich wegen meiner abweichenden Meinung eingedeckt werde. Wo ist das Problem, schon mal was von Meinungsfreiheit gehört? Soviel Wut und Zorn auf kühle Argumente, wo bleibt die Verhältnismässigkeit?

    @Rahel: Ja, ich habe das auch schon feststellen können, wenn sich die Ansprüche in Sachen Sauberkeit und Ordnung zu sehr unterscheiden, wird es tatsächlich schwierig, da braucht es sicher Kompromisse.

  • Katharina sagt:

    @max; es war eine reply zum verlinkten Artikel von Marcel. ich habe gesagt, dass es off topic ist.

    der Bund hat sehr wohl die von dir skizzierte moeglichkeit. ein mitgliedsstaat eben nicht. und gerade hier in kali ist viel kapital aus asien.

    der weg ueber die inflation zu schulden zu entwerten, ist das schon frueher benutzte privileg der usa. ich vermute allerdings, dass das diesmal nicht gehen wird, da die anderen eben nun in anderen waehrungen operieren. zu china… da muss ich nachlesen gehen… aber die usa und china sind schn in einer unseeligen gegenseitigen abhaengigkeit.

    zum ulk: ich liebe die cartoons von spielberg (tiny toons, anymaniacs und pinky and the brain).

  • Frau sagt:

    Brunhild Steiner
    Hans Muster
    Nein, ich bin kein Troll und die Geschichte ist nicht erfunden.
    Sicher ist zu „selbstloses“ Verhalten unklug. Aber nur deshalb, weil ein solches Ungleichgewicht auf die Dauer zu Frustrationen und Unzufriedenheit führt. Ich fand es auch unmöglich, dass die Frauen in ein Striptease-Lokal gingen, sich aber dagegen wehren würden, wenn ihre Männer das gleiche auch tun wollten. Deshalb (u.a.) habe ich am Bachelorette-Abend nicht teilgenommen. Die Freundschaft zu „künden“ scheint mir aber voreilig, denn wie gesagt, der Mann ist uns sonst nicht als „push over“ bekannt, deshalb war ich ja so erstaunt, und zweitens glaube ich sehr stark an die Lernfähigkeit der Menschen.
    Dass aber als Reaktion auf meine wahre (wenn auch stark verkürzte) Geschichte, der Mann als „Weichei‘ beschimpft wird, ist aber komplett falsch, verkehrt, verdreht.., und ich bleibe dabei, dass für mich nicht der grosszügige Partner „im Unrecht“ ist, oh nein, sondern derjenige Partner, der mit dieser Grosszügigkeit nicht behutsam umgeht, das heisst: Der sie ausnützt.
    Selbstverständlich können Sie anderer Ansicht sein.
    Aber interessant wäre zu überlegen, ob Sie diese Situation gleich oder anders beurteilen würden, wenn die Rollenverteilung umgekehrt, also der „unterwürfige“ Partner die Frau und der „selbstsüchtige“ Partner der Mann wäre?

  • Katharina sagt:

    noch was: feminismus entstand wo? ja! hier in kali. aber nie und nimmer wurde das anliegen ideologisch ge-hijacked wie back in the old country. so pipi the pew: read the f-ing manual …

  • max sagt:

    @Katharina
    Mich interessieren Ihre ökonomischen Berichte aus California. Allerdings ist es etwas abenteuerlich, solches in einen Mamablog zu setzen.

    Der US Bundesstaat hat eine andere Möglichkeit aus der Schuldenfalle: Er kann den US Dollar in einer Währungsreform abwerten. Oder er kann darauf warten, dass die Inflation die Schulden entwertet. Der zweite Weg ist gefährlicher, weil er das Vertrauen der Gläubiger nachhaltig schädigt und weil grossflächig soziale Unruhen ausbrechen können.

    Eine Währungsreform erlaubt einen sauberen Schnitt. Sie wird unter totaler Geheimhaltung vorbereitet und praktisch über Nacht durchgeführt. Also Dienstag um 6 p.m. eine Ansprache des Präsidenten und Mittwoch um 6 a.m ist jedes Guthaben in US Dollar noch einen Viertel in Neue US Dollar wert.

    Im Moment ist die Bundesregierung darauf angewiesen sehr viele neue Schulden zu machen. Deswegen ist es der falsche Zeitpunkt für die Währungsreform. Sobald die Krise sich etwas beruhigt, wird der richtige Zeitpunkt sein. Das erwarte ich in ca. drei bis fünf Jahren. Vermutlich nach den nächsten Wahlen.

    Die Chinesen wissen das im übrigen. Darum kaufen sie weltweit ein: Riesige Farmländereien in Afrika, Liegenschaften egal zu welchem Preis im Tessin, Automobilfabriken in England und Deutschland… Auf die Art können sich die Chinesen ihrer Dollarguthaben entledigen.

    Also wenn Sie nicht grad mich verulken mit Konzertgesang, dann sind Ihre Beiträge wirklich lesenswert.

  • Katharina sagt:

    @pip : „Die Wertigkeit einer Arbeit bemisst sich aber auch an deren Bezahlung“ – ein obszoenes gehalt von 250 mio usd (etwa der ceo des bankrotten schrottproduzenten GM, der seit 20 jahren produkte lanciert, die der markt eigentlich nicht will) ist ausgezeichneter beweis dieser behauptung. 20 jahre schrott produzieren, bankrott sein und diese leistung rechtfertigt 250 mio pro jahr. mit dem betrag koennte die gesamte detroit area aus dem immobilien schlamassel saniert werden. denn dort sieht es etwa gleich aus wie in bagdad….

    „Um die Sorgen und Nöte einer Ehefrau könnte ich mich wirklich foutieren“ je m’en foutte d’un homme qui pretend d’etre une femme.

  • Rahel sagt:

    @ Pipi Langstrumpf

    Ich denke nicht dass es immer nur daran liegt dass die Männer die Hausarbeit nicht tun wollen! Vielfach ist es doch auch so, dass wir Frauen ihnen unsere Art, die Dinge zu erledigen aufdrängen wollen, so dass sie mit der Zeit an den Punkt kommen, wo sie das Gefühl haben, uns nichts richtig und gut genug zu machen! Unter solchen Umständen würde mir auch die Lust vergehen mit anzupacken ( weisst Du, ich musste mich in dieser Beziehung auch schon selber an der Nase nehmen! Habe festgestellt dass mein Mann den Haushalt und die Kindererziehung nicht schlechter macht als ich, auch wenn er vieles ganz anders macht! )

  • max sagt:

    @Oliver sagte 22. November 2009 um 20:37: „Ach und übrigens @Pipi: Laut Aussage der Fachstellen für häusliche Gewalt sind in den Frauenhäusern heute zu rund 80% Migrantinnen untergebracht, welche vor Dingen wie Ehrenmord und ähnlichen Auswüchsen flüchten müssen.“

    Was schliessen wir daraus?

    Mit Steuergeldern werden grosse „Präventionskampagnen“ und „Sensibilisierungsveranstaltungen“ durchgeführt, Vorträge von der Kantonspolizei, Flugblätter von subventionierten Frauenorganisationen, lustige zugekleisterte Plakatwände und das alles für Leute, die a) kein Deutsch können, b) nicht lesen können, c) so anders ticken, dass sie unsere Wertvorstellungen einen Dreck interessieren!

    Und unsere Feminazen bekommen damit die nötige Propaganda, um den Schweizer Männern das Mannsein zu verleiden und Besserwisserinnen wie die Pipi Schreiberin können sich austoben!

  • max sagt:

    @pipi
    Sie unterstellen also Männern eine Motivation ohne diese Männer zu ihrer Motivation zu befragen. Sie behaupten, die Männer seien freiwillig gegangen, aber sie wissen es nicht. Genau das ist das verschwörerische Verhalten von Frauen, die die Köpfe zusammenstecken hinter dem Rücken der Männer und mit einander beratschlagen, wie man die am besten fertig macht und sie dumm hinstellt. Selbstverständlich pflegt man den gerechten Zorn und geilt sich mit Rechtschaffenheit auf.

    Wenn eine Familie in Schwierigkeiten ist, dann gibt es immer auch eine „beste Freundin“ mit ihren guten Ratschlägen, die Öl ins Feuer giesst.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Marcel: Was du ausführst, ist mir alles bekannt. Wenn ich sage, dass das Prinzip der Versorgerehe ausgedient hat, bezieht sich das auf die Rechtsprechung bei einer Scheidung, nicht auf gelebte Praxis vor der Scheidung. Oft geht die Theorie der Praxis voraus, z.B. auch beim Recht auf gleiche Entlöhnung für gleichwertige Arbeit, Frauenlöhne sind in der CH immer noch rund 20 % tiefer als Männerlöhne!

    Du sagst weiter:
    „Müssig zu erwähnen, dass in der Schweiz in kaum der Hälfte aller gemeinsamen Haushalte beide Partner Vollzeit erwerbstätig sind- auch ein Mysterium, wenn wir ganz ehrlich sein wollen!“

    Wäre das überhaupt wünschenswert, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit? Die Partner sind frei in der Aufteilung der Zuständigkeiten, wer weniger ausser Haus arbeitet, erledigt dafür nomalerweise den Haushalt. Welcher Mann will die ungeliebte Hausarbeit auf sich nehmen? Es verhält sich eben so, dass bezahlte Arbeit von den Männern und unbezahlte Arbeit (wie Haushalt, Kinder- und Altenbetreuung usw.) von den Frauen übernommen wird. Die Wertigkeit einer Arbeit bemisst sich aber auch an deren Bezahlung. Ich könnte auch noch lange weiter argumentieren….

    Ich war übrigens nie in finanzieller Abhängigkeit von einem Mann, auch nicht, als meine Kinder noch klein waren, ich habe sie allein grossgezogen. Das habe ich mir nicht ausdrücklich ausgesucht, die Umstände waren einfach so. Ich argumentiere nicht einfach aus persönlicher Betroffenheit sondern versuche, einen objektiven Blickwinkel einzunehmen. Um die Sorgen und Nöte einer Ehefrau könnte ich mich wirklich foutieren. Aber wie schon erwähnt, es geht zuerst und zuletzt um Gerechtigkeit.

  • Katharina sagt:

    hmmm. ty.

    „It’s Raining Women“ heisst das nun, dass es frauen regnet (it is raining cats and dogs… and women) oder heisst das nun girls! it’s raining….

    eigentlich tut mir Oliver leid, denn die idee mit dem haus ist sehr gut. Ich weiss nicht mal, ob wir in der Repulik of Ahhnold das haben. Frisco vielleiht, aber das ist ein anderer planet…

    aber ich klinke mich hier etwas aus. hurtful memories…

  • Marcel sagt:

    @Katharina: Ich finde Dich obergeil! Solche Frauen wie Du, die gebildet und wortgewandt sind, in der Sache knallhart argumentieren können und auch noch Bescheid wissen- von denen bitte mehr- am liebsten Millionen von ihnen! Dann könnten wir uns solche Diskussionen wie die gerade Laufende nämlich langsam sparen und gemeinsam in eine Zukunft schreiten, in denen Männer und Frauen wirklich absolut gleichberechtigt sind!

    It’s Raining Women…

  • hans muster sagt:

    @ frau
    mit verlaub, was sie beschrieben hatten ist nicht ein mann, der seine eigenen wünsche (im sinne eines kompromisses) aus liebe zu seiner frau zurückstellen kann. ich hielt sie und ihren beitrag ehrlich gesagt urpsprünglich auch für einen troll, will heissen die geschichte für frei erfunden. was sie beschrieben ist ein mann, der sich seiner frau komplett unterworfen hat. welcher sich durch druck von seiner frau nötigen lässt, selbst das unmöglichste verhalten zu dulden. sie selber sagten, aber wehe, der mann spurte nicht. mit grosszügigkeit hat solches meiner meinung überhaupt gar nichts zu tun. dass ein mann, welcher so mit sich umspringen lässt äusserst dumm handelt, halte ich für offensichtlich. dass er als „weichei“ gesehen wird, weil er augenscheinlich nicht den geringsten schneid hat, für seine bedürfnisse einzustehen, oder die geringsten grenzen zu setzen, verständlich. das problem ist nicht einfach nur die selbstsucht jener frau, das problem ist ganz sicher auch die willfährigkeit mit welcher dieser mann sich ihr ausliefert. wo soll eine solche beziehung enden? wann oder wie wird diese frau in ihrer masslosigkeit zu sättigen sein?
    ganz ehrlich, einem freund – mann oder frau – welche(r) seine(n) partner(in) so behandelt wie ihre bekannte würde ich perönlich tüchtig den kopf waschen, und falls sich nichts änderte, die freundschaft wohl oder übel kündigen.

  • Marcel sagt:

    Bevor Du uns zuviel Sand in die Augen streust, Pipi: Die Versorgerehe hat bei uns und in ganz Europa vieleicht in der schönen Theorie ausgedient- aber nicht in der Lebenswirklichkeit! Sind Dir die Haushaltsformen in der Schweiz geläufig? Offenbar nicht: Vollzeit Mann / Teilzeit Frau, so läuft das Spiel bei uns- und zwar in beinahe 50 Prozent aller Fälle in gemeinsamen Haushalten mit Kindern! Das Umgekehrte, sie Vollzeit, er Teilzeit, ist statistisch kaum mehr nachweisbar (unter fünf Prozent). Paritätisch organisierte Haushalte machen hierzulande ein einziges Prozent an der Gesamtheit aus. Beide Teilzeit bestenfalls fünf Prozent. In dreissig Prozent aller gemeinsamen Haushalte ohne Kinder (ich wiederhole: ohne Kinder!) arbeiten die Frauen ebenfalls nur Teilzeit- aber die Männer bemerkenswerterweise Vollzeit! Klingelt’s?

    Also spiegelt die derzeitige Gerichtspraxis lediglich die Erwerbsverhältnisse wieder- und zwar zuungunsten des Mannes: Er darf einfach weiter zahlen und zahlen und zahlen und zahlen und zahlen und zahlen und zahlen… wenn’s sein muss, bis er verreckt!!!

    Aber eben: In 30 Prozent aller gemeinsamen Haushalte ohne Kinder arbeitet die Frau ebenfalls nur Teilzeit- DAS ist ein Skandal ohnegleichen- speziell im Bezug auf den von Deinen Kreisen immer wieder erhobenen Vorwurf, Teilzeitarbeit sei ein Frauenproblem!!!!!!!!!!!!!

    Müssig zu erwähnen, dass in der Schweiz in kaum der Hälfte aller gemeinsamen Haushalte beide Partner Vollzeit erwerbstätig sind- auch ein Mysterium, wenn wir ganz ehrlich sein wollen!

    Und nun müssten wir- alles unter dem Obertitel des Sorgerechts natürlich- noch die jeweiligen Bildungsabschlüsse der Geschlechter betrachten, deren Berufwahl und die ausbezahlten Löhne in den jeweiligen Branchen…

    Aber das führt mir jetzt doch zuweit: Ich kann Dir jedoch versichern, dass mir auf diesem Gebiet sämtliche Zahlen geläufig sind- und zwar aus jeder Perspektive. Ich könnte also ewig lange weiter argumentieren- mit hard facts, versteht sich.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Frau: eben, es ist schon jetzt eine „Dynamik“ im Gange, wieviel davon von „selbstloser Liebe“, die „dem andern dient, zu ihm sorgt etc.“ und gesunder Grosszügigkeit geprägt ist, ist für mich eine Frage. Die tätige Liebe scheint jedenfalls schon mal ziemlich unbalanciert zu sein, die Grosszügigkeit ebenfalls. Das ist definitiv kein guter Start, und wenn dieser Mann nicht beginnt sich selbst und seine Interessen zu schützen, braucht es wohl ein Wunder (oder gröberes Erlebnis?) dass sie zur Einsicht kommt. Sind dann die Kinder da ist das Desaster perfekt. Sowie sich geschlagene Frauen in allen Schichten befinden, schützt einen Mann Erfolg im Beruf nicht vor törichten Entscheidungen im Privatleben… . Besonders klug erscheint mir dieses Verhalten nicht gerade. Ich hoff er kriegt die Kurve noch rechtzeitig.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Max: Nein, konnte ich nicht, sie waren weg.

  • Rahel sagt:

    Ich finde es , bitte entschuldigt meine Ausdrucksweise, absolut Kacke, dass den Männern in unserer Gesellschaft nicht das gleiche Recht zugeschrieben wird wie den Frauen! ( Aber eben, das fängt hatl leider schon in der Erziehung an: so Sätze wie „Ein Junge weint nicht“ und ähnliches brigen mich auf die Palme ) Es kommt doch überhaupt nicht darauf an, ob nun ein Mann oder eine Frau das Opfer ist! Gewalt ist hier der Gegenstand über den diskutiert wird! Gewalt kennt keine Geschlechter! Und deshalb denke ich hat ein Mann genauso das Recht, sich vor gewalttätigen Übergriffen zu schützen wie eine Frau ( und sei es „nur“ eine Ohrfeige, denn damit fängt es in den meisten Fällen an!)

  • Katharina sagt:

    @pip – and I am really getting tired of your crap…

    die greichtspraxis ist eben in der schweiz eben anders als du das so sagst. sagen zumindest die statistiken, die hierzulande durch estate planners zur beratung von personen, die durch heirat oder andere formen des zusammenlebens mit dem schweizerischen recht in beruehrung kommen.

    das kalifornische recht zu estate planning ist dem schweizerischen um lichtjahre voraus – so nebenbei. uebrigens auch was haeusliche gewalt angeht. in der situation wandte ich mich dank der ignoranz schweizerischer insitutionen, die einer amerikanerin (und doppelbuergerin aufgrund vaeterlicher abstammung) aus einer misslichen situation nicht helfen wollten, da politisch wohl inopportun, schlussendlich an die us-botschaft.

    deren antowrt; they have no f-ing clue. we will pick you up at the hotel and fy you to the us.

    aber dir geht es ja nur darum, recht zu haben und das haar in der suppe der anderen zu finden. dazu sage ich nur: i’d rather find a pubic hair of my bf after some play….

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Pipi Langstrumpf: Sie würden es wohl nicht mal dann glauben, wenn all die betroffenen Vätern mitsamt Kindern und beteiligtem Leidensumfeld tatsächlich mit einem Schild um den Hals rumlaufen würden. Sogar dann würden Sie irgendeine Erklärung finden welche Ihnen Ihr beharrliches Ignorieren rechtfertigt. Sehen Sie die Absurdität Ihrer Argumentation wirklich nicht ein? Sie verweigern sich sämtlichen Fakten die Ihnen nicht passen, aus lauter Angst eine Anerkennung derselben bedeutete Unterhöhlung der Frauenopferseite.
    Bedeutet Emanzipation tatsächlich, dass ich mich als Frau nicht kritisch mit meiner eigenen Rasse auseinandersetzen darf? Und wenn ich nicht mehr alles so schön klischiert sehe, dann bin ich sekundierende Frau der dummen Männer. Und Sie neutral und objektiv? Ihnen geht es nicht um das Wohlergehen aller Beteiligten, Ihnen geht es nur noch um das Aufrechterhalten Ihres Weltbildes. Schade, dieser Blog und der Missbrauchblog waren DIE Gelegenheiten zur Horizonterweiterung. Nirgendwo sonst kommen soviele Inputs von Betroffenen zusammen. Aber wenn eine Vorschaltstelle alles ausfiltert was nicht sein darf, ja dann helfen nicht mal mehr schildertragende Betroffene.

  • Marcel sagt:

    @Pipi Langstrumpf: „“da wird ein Bedürfnisnachweis konstruiert, um an öffentliche Gelder zu kommen”

    100.295.329 Euro „Gleichberechtigung“
    Kosten der Frauenförderung in der Bundesrepublik

    Angst, dass es dann plötzlich weniger Kohle für Frauen gibt, hm?

    Was ist denn das für eine „Gleichberechtigung“????

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Katharina: Ich lese genau, was hier geschrieben steht, auch deine Beiträge! Da kann ich dich auch gleich korrigieren betr.

    „es ist ein wirtschaftliches: bei Trennung/Scheidung sind die Urteile so, dass der Mann den gemeinsamen Estate verlassen muss und der Unterhalt der nachkommen vom Mann zu tragen ist. selbst bei Scheidungen ohne Kinder erhält die Frau Alimentszahlungen. den umgekehrten Fall habe ich nie gesehen.“

    Das Schweizerische Scheidungsrecht unterscheidet sich vom Kalifornischen, das solltest du beachten. In der Schweiz wird bei einer Scheidung seit einigen Jahren von beiden Partnern erwartet, dass sie ihr wirtschaftliches Auskommen selbst sichern. Von einigen Ausnahmefällen abgesehen, etwa wenn die Frau bei der Scheidung weit über 45 Jahre alt ist und es dem Mann zuzumuten ist, weil er in wirtschaftlich günstigen Verhältnissen (sprich er ist sehr wohlhabend) lebt, werden keine Frauenalimente gesprochen. Natürlich wird das gemeinsam erworbene Vermögen, der Vorschlag, aufgeteilt, 50:50, was übrigens erst seit knapp 20 Jahren so ist, früher bekam der Mann zwei Drittel und die Frau einen Drittel! Das Prinzip der Versorgerehe hat bei uns ausgedient! Uebrigens zu Recht, wie ich finde, allerdings hätte es für ältere Frauen längere Uebergangsfristen gebraucht, weil diese noch vom Prinzip der Versorgerehe ausgehen konnten und dementsprechend keine eigene, berufliche Perspektive hatten. Männer waren ja auch stolz, sagen zu können, „meine Frau muss nicht arbeiten“.

    Dass die Frau mit den Kindern im Domizil verleiben kann, hat praktische, weil kindesrechtliche Gründe. Das Sorgerecht erhält normalerweise jene Person, die in der Vergangenheit hauptsächlich für die Betreuung der Kinder zuständig war. Auch wieder aus kindesrechtlichen Gründen, sie sollen so wenig wie möglich mit Wechseln belastet werden.

    Also, ein Mann, der eine partnerschaftliche Ehe führte und seine Kinder betreute (nicht nur am Wochenende und abends eine halbe Stunde) und dafür auch Abstriche an der beruflichen Karriere machte, wird das auch bei einer Scheidung so weiterführen können. Das heisst, die Männer haben durchaus die Wahl, im Falle einer Scheidung nicht nur zum Zahlvater zu werden. Aber diese Wahl müssen sie treffen, wenn die Kinder geboren werden, man kann nicht plötzlich Verantwortung übernehmen wollen für etwas, wovon man nichts versteht.

    Du siehst, von einer Verletzung der Verfassung zu Lasten der Männer kann keine Rede sein.

  • Doris sagt:

    @Pipi: Wenn alles von Anfang an klar ist, und die feststehende Überzeugung eines Diskussionspartners steht, ist es müssig weiter darauf einzugehen. Müssig, weil eine Person mit unumstösslicher Meinung nicht in der Lage ist, sich zu fragen – könnte es auch anders sein? Jeder Mensch hat seine Sichtweise, was völlig in Ordnung ist. Ich persönlich finde es vielfältiger verschiedene Sichtweisen kennen zu lernen, was bedingt, die eigene auch zu hinterfragen. In diesem Sinne…Alles Gute!

  • Frau sagt:

    Zu Beitrag v. Frau, 20.11. 15:27; Antwort v. Brunhild Steiner, 20.11. 16:14, Antwort v. Alfred 20.11. 17:43, sowie Beitrag v. Oliver, heute 20:37

    Alfred, zu lesen, dass Sie den Mann, der letzte Woche heiratete, als “blöd” und als “Waschlappen von einem Mann” bezeichnet, betrübt mich, denn diese Worte sind ganz und gar nicht in meinem Sinne. Ich kann Ihnen versichern, dass dieser Mann sich im Berufs- und Geschäftsleben sehr gut durchsetzen kann. Genau erstaunte mich ja die Dynamik, die ich im Vorfeld dieser Hochzeit beobachten konnte. Der Grund für das Verhalten dieses Mannes ist nicht, dass er ein “Waschlappen” wäre, sondern ganz einfach, dass er seine Frau wirklich liebt. Und weil er seine Frau wirklich liebt, ist er bereit (und fähig!), ihre “den Vortritt zu gewähren”, für sie zu verzichten, seine eigenen Wünsche zurückzustellen. Ich kann Ihnen auch versichern, dass aus dem engen Freudeskreis dieses Mannes niemand der Meinung ist, er sei ein “Waschlappen”. Denn es ganz offensichtlich, dass das Problem nicht die Grosszügigkeit des Mannes ist, sondern die Masslosigkeit und Selbstbezogenheit der Frau, welche mit der Grosszügigkeit ihres Partners (noch?) nicht behutsam umzugehen versteht.
    Dass ein Mann, der zu dieser Art von Grosszügigkeit fähig ist, von anderen Männern als “Waschlappen”, “blöd” oder als “Weichei” bezeichnet wird, ist genau so traurig und genau so ein Armutszeugnis, wie die ideologische (feministische) Haltung, welche Oliver im Beitrag 20:37 völlig zu Recht kritisiert.
    All diese Jahrzehnte Feminismus und Post-Feminismus haben offensichtlich nicht dazu geführt, dass Begriffe wie „Mann“ und „Frau“ in dem Sinne hinterfragt werden, dass wir uns nicht als „Mann“ oder „Frau“, sondern einfach als Menschen begegnen können.

  • Katharina sagt:

    @Pipi Langstrumpf: sag mal, liest du denn eigentlich nicht, was hier geschrieben wurde und gehst Du hinweisen nicht nach?

    „da wird ein Bedürfnisnachweis konstruiert, um an öffentliche Gelder zu kommen“ sagtest Du. Das ist aus zwei Gruenden falsch:

    erstens beweisen sowohl statistische, soziale und forensische studien, dass das beduerfnis einer solchen institution eindeutig besteht.
    zweitens kriegt der zwueschehalt keine oeffentlichen gelder. und das ist skandaloes diskriminierend.

  • Katharina sagt:

    @Marcel betreffend http://blog.tagesanzeiger.ch/mamablog/index.php/6448/das-mannerhaus/comment-page-8/#comment-12528 ( Peter Sloterdijk ):

    auch wenn das etwas ausserhalb des Themas ist –

    In Grundzügen hat Sloterdijk’s Ansatz schon etwas, auch wenn ich seine Analyse etwas blumig finde und der Begriff System (Makroökonomie) oberflächlich und eben nicht System-theoretisch weiter gedacht ist.

    Dass die gegenwärtige Makroökonomie auf Schulden und deren Umverteilung basiert, kann nicht abgestritten werden. Dass das stratosphärische Dimensionen erreicht hat, auch nicht. Auch, dass es eine Verschuldete Zukunft ist. Zu Sloterdijk’s Aussagen betreffend Eigentum habe ich mir noch keine Meinung gebildet.

    Der Staat Kalifornien z.b. ist technisch zahlungsunfähig. das hat die Konsequenz, dass die hiesige Administration zwei Dinge rechtlich abklären liess:

    ob es eigentlich ein Konkursverfahren für öffentliche Gebietskörperschaften (z.b. eben den Mitgliedsstaat Kalifornien) gebe
    und ob ein Mitgliedsstaat aus der Union austreten oder – im falle Kaliforniens – zurück auf den Status eines Territoriums wechseln könne.

    beides ist in der Verfassung nicht vorgesehen / definiert.

    zu beachten ist, dass Kalifornien immerhin Nummer 8 der weltweit grössten Ökonomien ist und das vorher gesagte heisst, dass das BIP nicht ausreicht, um die Kosten der Leistungen der öffentlichen Hand zu decken. verglichen mit europäischen Ländern sind diese prozentual kleiner.

    es gibt zwei Mitgliedsstaaten, bei denen ein Austritt möglich wäre, weil sie vorher souveräne Staaten waren: Texas und Vermont. Die Texanische Regierung – und Texas ist alleine immerhin weltweit Nummer 10 der Ökonomien – denkt seit etwa einem Jahr laut , dass eine Rückkehr zur eigenständigen Republik eine Option sei.

    vielleicht hat der Russe, der die Aufteilung der USA in mehrere Staaten prognostizierte, nicht so ganz unrecht.

    die US-Bundesregierung wäre bei einer Verweigerung aller Steuerleistungen in etwa 2 Wochen Handlungsunfähig. Dies so als Szenario.

  • Oliver sagt:

    Ich versuche es nochmals zu erklären:

    Männer werden geschlagen, von ihren Partnerinnen. Das kommt vor. Sie werden zwar nur in Ausnahmefällen windelweich geprügelt, aber sie werden geschlagen, sie werden beworfen, sie werden mit Gegenständen traktiert usw.
    Die Zahlen der Kantonspolizei sprechen eine deutliche Sprache und müssen nicht kommentiert werden.

    Was aber noch viel wesentlicher ist, ist die Tatsache, dass über 80% der misshandelten Kinder von Frauen misshandelt wurden!
    Dies ist zwar einerseits nicht verwunderlich, weil noch immer eine grosse Zahl von Kindern von ihren Müttern betreut werden, andererseits wirft diese Zahl aber auch kein besonders gutes Licht auf eben diese Mütter. Wohl darum wird sie so selten erwähnt.

    Wenn also ein Vater sich UND seine Kinder schützen will und muss, so will ihm Pipi das offenbar verwehren, mit der Begründung, es gäbe zuviele Männer, die sich aus dem Staub machen würden?
    Mit Verlaub, diese Logik kann ich nicht nachvollziehen.

    Die Mär von den Vätern, welche der Frau die Kinder wegnehmen, damit sie dann keine Alimenten zahlen müssen, diese Mär ist so falsch wie die Mär vom ausschliesslich weiblichen Opfer.
    Frauen die mit dem falschen Vorwurf des Missbrauchs ihren Kindern die Väter nehmen, den Vätern das Leben ruinieren und das alles aus Rache und Zorn, diese Frauen gibt es offensichtlich.

    Und ich komme wieder zum Anfang meiner Argumentation in diesem Blog:
    Es gibt schlechte Menschen! Das ist eine traurige Tatsache. Es gibt Menschen, die Gewalt anwenden, wenn sie nicht mehr weiterwissen. Traurig aber wahr.
    Manche dieser Menschen sind Männer, manche Frauen.

    Soll tatsächlich nur die eine Hälfte der Opfer Hilfe in Anspruch nehmen dürfen? Nennt man das Gleichstellung?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Nein Doris, es macht mich nicht glücklich, weil es von Anfang an klar war. Um solche Zusammenhänge zu sehen, braucht es nicht viel Hirnschmalz, die Vorgehensweise ist immer dieselbe, da wird ein Bedürfnisnachweis konstruiert, um an öffentliche Gelder zu kommen.

    Mir Männerhass zu unterstellen, weil man/frau argumentativ auf dem Trockenen sitzt, ist auch etwas banal. Ich hasse die Männer nicht, aber ich liebe sie auch nicht pauschal. Da kommt mir der Spruch in den Sinn: Intelligente Frauen haben Millionen Feinde, alle dummen Männer – vielleicht sollte man noch anfügen – und alle sekundierenden Frauen:)

    Um gleich noch ein Missverständnis auszuräumen: Ich lebte nie in einer Gewaltbeziehung, weil immer klar war, nach einem ersten „Chlapf“ wäre ich weg, ohne wenn und aber.

  • max sagt:

    @Pipi: In Ihrem weitgefächerten Bekanntenkreis gibt es lauter Männer, die freiwillig und aus Desinteresse Frau und Kind verlassen? Haben Sie mit den Männern geredet?

  • Oliver sagt:

    @Regina
    Es freut mich, dies zu hören, und es zeigt mir, dass Sie offenbar trotz ihrer schwierigen Realität doch nicht verlernt haben, den Blick auf das Ganze zu richten.

    Wenn Sie solche Erlebnisse hören möchten, lade ich Sie herzlich ein, am nächsten Treffen des VeV teilzunehmen.

    Ich fürchte, dass hier kein Mann seine Erlebnisse berichten wird. Zu oft haben diese Männer schon in der Not bei Polizei und Beratungsstellen angeklopft und zu oft haben sie zu hören bekommen, sie seien doch Weicheier und sie sollten doch die Situation „lösen, wie ein Mann!“ Dies übrigens ein Originalzitat eines Polizisten mir gegenüber.
    Sie können sicher verstehen, dass diese Männer es satt haben, sich zu outen und dafür ausgelacht zu werden. Und was hier gewisse Schreiber und Schreiberinnen von sich geben ist dermassen unter jeglichem Niveau, dass ich gut verstehen kann, wenn sich hier überhaupt niemand outen will.

    Ach und übrigens @Pipi: Laut Aussage der Fachstellen für häusliche Gewalt sind in den Frauenhäusern heute zu rund 80% Migrantinnen untergebracht, welche vor Dingen wie Ehrenmord und ähnlichen Auswüchsen flüchten müssen.
    Ich bestreite überhaupt nicht, dass dies sehr ernsthafte Probleme sind, und ich habe auch nie daran gezweifelt, dass Frauenhäuser wichtig und notwendig sind.

    Es scheint fast, als wären Väterorganisationen gedanklich viel weiter, als viele Frauenorganisationen.
    Wir haben den Verband für gemeinsame Elternschaft gegründet, während Exponentinnen der Frauen vorallem die armen Alleinerziehenden beklagen.
    Wir haben ein Väterhaus gegründet, welches grundsätzlich auch Frauen offensteht, während Frauenhäuser bis heute Männern noch nicht einmal telefonisch bestätigen, dass ihre Frau und ihre Kinder wohlauf sind.
    Wir haben ein Väterhaus gegründet, welches auf Dialog und Mediation setzt während in vielen Frauenhäusern noch immer auf Abschottung und Ideologie gesetzt wird.

    Schade, dass es immer noch so viele Frauen gibt, für die der Teufel ausschliesslich drei Beine hat. So werden wir wohl niemals vorwärts kommen.

    Und @Pipi:
    Ja, wir machen unser Väterhaus. Wir tun es aus voller Überzeugung und im Bewusstsein, Kindern und Vätern zu helfen.
    Ich habe kein Problem damit, dass Sie diese Überzeugung erkannt haben.

  • Katharina sagt:

    @Regina:

    das Dilemma ist ein rechtliches; die Rechtspraxis geht bei Männern von einer Tätervermutung und bei Frauen von einer Opfervermutung aus.

    es ist ein wirtschaftliches: bei Trennung/Scheidung sind die Urteile so, dass der Mann den gemeinsamen Estate verlassen muss und der Unterhalt der nachkommen vom Mann zu tragen ist. selbst bei Scheidungen ohne Kinder erhält die Frau Alimentszahlungen. den umgekehrten Fall habe ich nie gesehen.

    das ist genau genommen eine Verletzung der Verfassung (Gleichstellungsartikel).

    die einzige logische Konsequenz ist eigentlich nur folgende:

    niemals heiraten.
    strikte Gütertrennung und bei gemeinsamem zusammenleben die finanziellen Angelegenheiten genau regeln (zb. über einen Trust).
    unter keinen Umständen die wirtschaftliche Unabhängigkeit vom Partner/in aufgeben.

    ansonsten spiegelt der verlauf des Threads das öde politische Gridlock wieder. niemand weicht von seiner position ab. Es gibt sogar Ignoranten, die die Masse der eindeutigen wissenschaftlichen und forensischen Daten über-schweigen, um der Unhaltbarkeit ihrer Position keine Blösse zu geben.

    no wonder more than half of the men in orange and los angeles county choose to be gay.

  • Regina sagt:

    @Pipi
    Ja, zum Beispiel ist das meine Realität.
    Trotzdem finde ich es extrem spannend, hier mit zu lesen und etwas Einblick in ein ganz anderes, mir unbekanntes Problem zu gewinnen. Es geht hier nicht um Väter, die ihre Kinder und Familien verlassen, sondern um Väter, die zu Hause eine zu Tätlichkeiten neigende Frau haben, und wie sie damit umgehen können.
    Zurückschlagen geht nicht, sich nicht wehren geht auch nicht, und weg gehen, wenn Kinder da sind, geht auch schlecht. Diese Männer stecken ganz sicher in einem Dilemma, und es gibt wahrscheinlich mehr davon, als man denkt.
    Ich persönlich habe einige Einsichten erhalten, beim Lesen dieser Beiträge.
    Spannend wäre für mich, wenn ein Mann ganz konkret von seinen Erlebnissen erzählen könnte, so wie Laura das tat.
    Solche Berichte tragen sehr viel zu einem grösseren Verständnis bei, wenn man sich das Problem nicht vorstellen kann, und demzufolge auch nicht wahrhaben will.

  • gorgonenhaupt sagt:

    @Pipi Lamgstrumpf
    Das „keifende Weib“ unter dem ich drei Jahre lang gelitten habe, hatte folge Psychoterrortechniken drauf:
    tägliche, widerliche Beschimpfungen aller Art, die ich hier nicht wiederhole, Faustschläge auf den Kopf, verächtliche Spitznamen, Weckaktionen mitten in der Nacht um 3 Uhr früh. Wer das keifende Weib war? Meine eigene Mutter, die wegen meiner Noten Angst hatte, dass ich vom Gymmi auf die Realschule versetzt werde. Habe mittlerweile einen Doktortitel. Wir reden hier nicht von „mal die Hand ausgerutscht“ oder von Anschreien, sondern von einem Terror der 900 Tage ausgeübt wurde à la Huck Finns Vater (meine Mutter war allerdings keine Alkoholikerin). Mein Vater war konservativ und zurückhaltend, weil er der Meinung war, dass die Eltern zusammenhalten müssen bei der „Erziehung“. Er hat sich von ihr schliesslich scheiden lassen, als ich mal eine knappe Woche von zuhause ausgebüchst bin und bin dann glücklicherweise bei ihm aufgewachsen.
    Mein Vater konnte sich die Scheidung leisten, weil er ein gutgehendes Ingenieurbüro hatte. Weil es sicher manche Väter nicht leicht haben, werde ich dem „Zwüschehalt“ mein Scherflein zukommen lassen und sicher nicht, weil ich den Geschlechterkampf anheizen will; Frauenhäuser sind sehr wichtig, physische Gewalt ist immer noch stark männlich dominiert, keine Frage. Allerdings war ich auch nie dem Frauenbild verfangen, das durch Lobbys und Filmwelt propagiert wurde, das Bild von der starken, unabhängigen, liebenden und sanften Frau, die in epischen Schlachten gegen die maskuline Ungerechtigkeit, weil von ihm betrogen und geschlagen, antritt, um die Kinderlein zu retten. Hinter mancher lieblichen Larve lauert das Gorgogenhaupt.
    Frau Althaus (Mme Binswanger selbstverständlich auch;-) möchte ich übrigens mein Kompliment aussprechen, kenne keine Online-Ausgabe einer deutschsprachigen Zeitung, in deren Blog die Freuden und Nöte des Elterndaseins so kontrovers, aber auch auf sehr hohem Niveau diskutiert wird!

  • FM sagt:

    @ Oliver: Ich kann durchaus verstehen, wenn Sie aus taktischen Gründen, die Männer, die Ihr Männerhaus aufsuchen, als Helden darstellen wollen. Doch sollten wir uns hier nichts vormachen. Männer, die „kompetent, stark und weitsichtig“ sind, würden es gar nicht erst so weit kommen lassen, dass sie in ein Männerhaus müssen.
    Männer, die kompetent sind, lösen ihre Probleme, wenn sie entstehen und lassen sie nicht eskalieren. Männer, die stark sind, stellen sich Konflikten. Männer, die weitsichtig sind, lassen sich nicht auf destruktive Beziehungen ein, weil sie sehen, wohin das führt.

    Eine selbstbewusste Frau wird nicht vom gleichen Typ Mann angemacht wie eine verschüchterte Person, die das Signal aussendet: „Nimm mein Leben in die Hand, es gehört Dir“. Und ein selbstbewusster Mann lässt sich nicht auf Frauen ein, die eine instabile Persönlichkeit haben.

    Es käme schliesslich auch niemand auf die Idee zu behaupten, dass Frauen, die in Frauenhäusern gehen, „kompetent, stark und weitsichtig“ sind. Das ist wirklich eine völlige Beschönigung ihrer Situation. In solche Einrichtungen gehen Männer oder Frauen, denen es an der Kompetenz mangelt, Beziehungen gewaltfrei zu gestalten, die einen enorm geringes Selbstwertgefühl haben und die keinerlei Perspektiven haben. Kompetenz, Stärke und Weitsichtigkeit müssen erst (wieder) erlernt werden, was ein enorm langer Prozess ist und häufig nicht zum Erfolg führt.

    @ Pipi Langstrumpf: Ein sehr kluger Kommentar!

  • Doris sagt:

    Pipi Langstrumpf: Heute nahm ich mir die Zeit, sämtliche blogs durchzulesen. Mir fällt auf, dass sich deine Beiträge langsam aber sicher veränderten. Anfänglich waren sie für mich ein bisschen unklar, und ich wusste gar nicht so recht, wie ich sie einstufen soll. Es ist dir gelungen, deine Meinung nun klar auszudrücken. Gratulation!

    Hättest du das Interview zum Thema genauer durchgelesen, wäre dir Olivers Anwort (Wir rechnen zu Beginn nicht mit einem Ansturm. Und auch nicht mit blauen Augen, wohl aber mit blutenden Herzen), könntest du dich noch verbessern. Er schrieb ja auch soeben, dass er dies nochmals betonen möchte.

    Dein letzter Beitrag lässt mich vermuten, dass du quasi die ganze Zeit auf der Lauer lagst, um irgend einen Haken zu finden, den du dann mit lautem Hurraruf diesen doofen Männern (oder Weicheiern wie du sie nennst) unter die Nase reiben kannst.

    Wenn ich an Pipi Langstrumpfs Geschichte denke (dein nickname), erinnere ich mich daran, dass sie halt sehr viel Zeit ohne ihren Vater verbringen musste. Vielleicht erging es dir ja ähnlich. Mit dieser Überlegung kann ich dein Hurrageschrei und deine klar zum Ausdruck gekommene Männerfeindlichkeit zum Teil sogar verstehen.

    Endlich hast du die bösartigen Motivationen der Männer durchschaut! Macht es dich glücklich?

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Pipi Langstrumpf: also bloss weil es solche Geschichten in Ihrem Umfeld nicht gibt, gibt es das einfach nicht? Oder höchstens so selten dass es fast nicht der Rede wert ist?
    Gehen Sie in anderen Bereichen auch so vor? Solange Sie selber oder Ihr Umfeld keine derartige Erfahrung gemacht haben/hat, kann es sich nur um ein Randphänomen handeln, ganz egal was Statistiken oder andere Erfahrungsberichte aussagen? Die deutschen Statistiken ignorieren Sie einfach? Den Anzeigenrückgang nach Einführung des Strafbestandes, ignorieren? Hat irgendjemand bezweifelt oder in Frage gestellt, dass die von Ihnen geschilderten Geschichten passieren? Nein! Weshalb machen Sie es dann umgekehrt? Ein paar Hausecken weiter muss vielleicht ein Vater aushalten, dass er sein Kind nicht mehr sieht (samt seinem Umfeld, von betroffenen Grosseltern, Paten und weiteren Bezugspersonen haben wir noch gar nicht angefangen), sollen die alle nun mit Schildern rumlaufen, damit frau und mann auch ja sieht dass es diese Menschen ebenfalls gibt? Würde Sie das dann überzeugen?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Brunhilde: Doch, ich habe alles gelesen, aber leider konnte mich das Gelesene nicht überzeugen. Ich weiss, dass es böse Weiber gibt, die ihren Ex-Männern die Kinder vorenthalten, allerdings kenne ich aus meinem sehr grossen und weitgefächerten Bekanntenkreis keinen einzigen solchen Fall. Jedoch mehrere, wo sich die Väter freiwillig aus dem Leben der Kinder verabschiedet haben, alles hinter sich gelassen wie ein alter Mantel. Natürlich zahlen sie dann oft auch keine Alimente mehr für ihre Kinder, aber das ist das kleinere Problem. Die Kinder leiden darunter, den Müttern fällt die undankbare Aufgabe zu, auch solche Väter immer wieder zu entschuldigen, damit die Kinder um ihrer Entwicklung Willen ein einigermassen positives Vaterbild behalten können. Diese Trauer der Kinder gilt es auszuhalten, wenn an keinem Geburtstag, an keiner Weihnacht ein Lebenszeichen des Vaters kommt. Das ist die Realität!

  • Marcel sagt:

    Das sehe ich anders, Einhorn: Ein Blick zurück im Zorn im Sinne eines John Osbornes tut eindeutig langsam not.

    Und jetzt warte ich eigentlich nur noch auf einen mehrsilbigen, mehrzeiligen Beitrag von Ihnen- ansonsten: Troll; fire and forget.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Pipi Langstrumpf: ich mache jede Wette dass Sie keine einzige Antwort an Sie wirklich gelesen haben! Sie haben einfach Panik dass Opferfrauen unter die Räder kommen würden. Dabei ist es nie darum gegangen Mord und Totschlag zu verharmlosen. Hingegen darum, die Gewalt, an der Männern leiden, nicht mehr zu verharmlosen. Niemand hat irgendwo behauptet der Männer Hauptproblem sei Gewalt welche auf der Notfallstation oder dem Friedhof endet. Und zu behaupten, es ginge darum den Frauen die Kinder zu stehlen finde ich eine Unverfrorenheit sondergleichen. Würde mich echt interessieren ob Sie den Mut hätten, das den Männern, deren Frauen/Ex-frauen dafür gesorgt haben dass sie ihre Kinder nicht mehr sehen können, ins Gesicht zu sagen. Wachen Sie endlich aus dieser klischierten Opfergeschichte auf und schauen Sie der Realität ins Auge. Wenn alle Mitarbeiterinnen, Unterstützerinnen etc von Frauenhäusern so denken wie Sie, ja dann können wir wirklich noch lange warten bis echte und ganzheitliche Hilfe geboten werden kann. Da ist mir ja das Einhorn fast noch lieber, der richtet mit seinen bis jetzt-Äusserungen weniger Schaden an.

  • Das Einhorn sagt:

    @Marcel:“ Mann“ sollte sich eben nicht immer vom Zorn leiten lassen. Und mit Beleidigungen kommt mann auch nicht weiter, abgesehen davon sind Kühe sympathische, sanfte und sehr nützliche Tiere.

  • Marcel sagt:

    Schreibfehler im Zorn: (…) ihrer schon fast ans Metaphysische grenzenden Lebenserfahrung und Auf solche Einsilbigkeiten (…)

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Nein, Hass ist mir fremd. Gerechtigkeit ist mein Leitmotiv, und Wahrhaftigkeit!

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Das Einhorn: Sie haben Recht, ist mir ja gar nicht aufgefallen! Und jetzt geh ich gleich zu Mutti und halt zukünftig meine Klappe. In der Zwischenzeit sollten Sie Ihr Horn nachspitzen, es ist ein bisschen stumpf geworden.

  • Marcel sagt:

    Also gut, Einhorn: Nach Ihrer ausgesprochen fundierten Kritik an Brunhilde Steiner erwarte ich jetzt von Ihnen einen Beitrag, der sich von der Masse der Ihrer Ansicht nach dumben Schreiberlinge hier abhebt, das allen Hören und Sehen vergeht: Los, stellen Sie uns in den Schatten, lassen Sie uns teilnehmen an ihrem universalen Wissen, an Ihrem hochentwickelten Intellekt und ihrer schon fast ans Metaphysische grenzende Lebenserfahrung- wir wollen auch einmal erleuchtet werden und uns verneigen vor dem Absoluten..!

    Im ernst: Solche Einsilbigkeiten können wir hier drinnen verzichten. Sie erinnern mich mit Ihrer Arroganz an ein Einhorn mit zwei Hörnern- dumme Kuh!

  • hans muster sagt:

    schön pipi, dass sie immer mehr ihr wahres, hasserfülltes, männerverachtendes gesicht zeigen.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Aha, ein Eigengoal! Oliver, jetzt kommen wir der Sache langsam näher. „In den wenigsten Fällen würde es darum gehen, dass Männer von ihren Frauen windelweich geprügelt werden“? Ja, aber das sage ich doch schon die ganze Zeit!

    Frauen, die in Frauenhäuser flüchten, sind ausnahmslos heftig geschlagen worden, zum Teil mit dem Tod bedroht. Die meisten waren auch allein zuständig für die Pflege ihrer Kinder, dass sie diese nicht im Stich lassen, sondern mitnehmen, wenn sie flüchten müssen, versteht sich von selbst. Aber auch dort sind sie oft nicht sicher. Mehrmals in der Vergangenheit wurden Frauen getötet von ihren Männern, die ihnen dort aufgelauert haben.

    Nun willst du ernsthaft eine solche Situation, die an Dramatik kaum zu überbieten ist, wo es um Leben und Tod geht, mit der Situation eines Mannes gleichsetzen, der sich über sein keifendes Weib aufregt? In Tat und Wahrheit geht es den Betreibern des Männerhauses doch nur darum, im Konfliktfall den Frauen die Kinder zu entziehen, Kinder, um die sich die Männer oft erst sorgen, wenn sie Gefahr laufen, im Falle einer Scheidung Alimente zahlen zu müssen. Das ist die Wirklichkeit, wie sie sich täglich in Gerichtssälen präsentiert. Jedes Mittel ist dem Mann recht, sein empfindlichstes Körperteil zu schützen, das Portemonnaie.

    Mach dein Männerhaus, aber sei dir bewusst, dass die Motivation durchschaut wurde. Wohlfühlplätzchen für Weicheier (ja keine Konflikte austragen, sonst müsste Mann gar sein Tun und vor allem Nichtstun in Frage stellen) werden sicher nicht staatlich subventioniert.

  • Oliver sagt:

    Wie man hier gut sehen kann, und wie einzelne Schreiberinnen hier auch bereits bemerkt haben, werden wohl die Männer selbst sich im Wege stehen mit Kommentaren wie „Weichei“ etc.

    Ich betone daher nochmals, dass es in den allerwenigsten Fällen darum geht, dass ein Mann von seiner Frau windelweich geprügelt wird. Es geht vielmehr darum, dass ein Mann sich kaum wehren kann, gegen psychischen und physischen Terror, wenn Kinder mit im Spiel sind. Er kann auch kaum Konsequenzen ziehen, da diese in aller Regel bedeuten würden, dass er seine Kinder im Stich lassen würde.

    Zwüschehalt soll Vätern mitsamt ihren Kindern eben diese Möglichkeit bieten. Sicherlich werden einige darunter auch über physische Gewalt berichten, ich gehe aber eher davon aus, dass diese Männer aus Beziehungssituationen kommen, welche sie sich, und vorallem ihren Kindern nicht länger zumuten wollten.

    Das sind keine Weicheier, das sind im Gegenteil höchst kompetente, starke und weitsichtige Männer, die erkennen können, dass es Situationen gibt, wo auch MANN nicht mehr auf sich selbst gestellt das Mammut erlegen kann.

  • Das Einhorn sagt:

    Sie sind eine Langweilerin, Brunhild Steiner. Der anbiedernde Ton, den Sie den Männern gegenüber pflegen, löst kein einziges Problem, ausserdem verwechseln Sie immer wieder Ursache und Wirkung. Ihre Blogs sind an Plattheit kaum zu überbieten, gähn… des Volkes Stimme böser Durchschnitt.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Marcel: ist es nicht sowieso schon ziemlich schlecht darum bestellt, sehr objektiv betrachtet?
    Falls Sie mal einen Berufswechsel in Erwägung ziehen sollten, dann wären Sie wohl kein schechter Mediator in Partnerschaftsangelenheiten, Ihr Post umfasst das ganze Einmaleins des Beziehungslebens… , genauso funktionierts! Ich mein den letzten Abschnitt, und das andere wär die Anleitung für den Gang ins Desaster, bloss dass das Desaster wohl auch kommt, wenn nur ein Partner seine Wunschtraumvorstellungen verwirklicht haben will, und der andere eigenltich noch ganz vernünftig wäre.

  • Katharina sagt:

    „White is the new Black“.

    Es wurde beschwert, dass einige Beiträge zynisch seien. Wenn man den Verlauf dieses Threads liest, bleibt ausser Zynismus wenig.

    Einer der zynischsten Bemerkungen: „…diese Frauen haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, den Kerl zurechtzubiegen.“

    das kann ja nicht funktionieren.

  • Paolo Clavadetscher sagt:

    Als meine Freundin mich wiederholt verprügelte und ich einmals sogar zur Polizei ging, wurde ich da nur ausgelacht. Trotz der unübersehbaren Spuren. Ein ‚Männerhaus‘ ist dringend notwendig, genauso wie ein Umdenken unserer Gesellschaft, welche Männer grundsätzlich unter Generalverdacht der Täterschaft stellt und die Frauen als Opfer sieht.

  • Thomas sagt:

    …domina würde das angebot für sie wohl auch nicht verbessern? nice one, by the way.

  • Das Einhorn sagt:

    Das Liebesideal: Die Königin und ihr Ritter.

    Im Angebot: Der Schläger und seine Hure.

    Nein danke….

  • Marcel sagt:

    Hm, natürlich ist der Zwüschehalt kein staatlich organisiertes Ding. Doch der Quervergleich zum Feminismus und seinen zu Beginn noch ausschliesslich privaten Initiativen hinkt insofern, als dass es damals auch noch keine staatlichen Institutionen gab, die sich der Gleichstellung der Geschlechter verschrieben haben. Heute hingegen schon- also fände ich es deshalb auch nur recht, wenn der Zwüschehalt ebenfalls auf staatliche Unterstützung zählen darf, wenn er sie denn beantragt! Ansonsten wäre es um den Begriff „Gleichstellung“ ziemlich schlecht bestellt- und zwar objektiv betrachtet!

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Solferino Lombardi: die Antwort haben Sie schon erhalten, 21.11. 19:17
    der Zwüschhalt ist kein staatlich organisiertes Ding, sondern eine Privatinitiative Ihrer Geschlechtsgenossen.
    Und formulieren Sie zukünftig so, dass Ihr Beitrag nicht jedesmal zensuriert werden muss, denn grundsätzlich sind alle Meinungen der Diskussion nützlich…

  • Marcel sagt:

    Unter welchen Voraussetzungen kommt es überhaupt zu Gewalt? Wenn ich hier so Statements lese, wie: Männer klönten erst nach der Eheschliessung über ihre Frauen, während Frauen dies bereits schon vorher und dann auch während der Ehe täten oder dass Frauen spätestens nach 10 Jahren nur noch eines wollten, nämlich ohne Mann zu leben etc.:

    Unter was für Voraussetzungen und v. a. mit welchen Vorstellungen gehen solche Menschen überhaupt eine Beziheung ein? Soll eine Beziehung all die Defizite aufwiegen, die das Leben so mit sich bringt- mal ganz abgesehen von den persönlichen Defiziten? Gibt es tatsächlich Menschen, die ernsthaft daran glauben, eine Beziehung sei eine Art Wunder, die sämtliche Enttäuschungen und Frustrationen automatisch vergessen macht, weil man sich dann ja auf einem bed of roses ausruhen kann und auf Wolken gebettet mitten im siebten Himmel liegt? Der Partner, bzw. die Partnerin nimmt einem einfach alles ab, was man selbst noch nicht erledigt hat? Eine Beziehung ist doch kein Katalysator für’s Leben!

    Und die Ansprüche? Zusammen leben mit einem Traummann oder einer Traumpartnerin in einer Traumbeziehung in einem Traumleben mit Traumkindern in einer Traumwohnung usw. usw. und sofort..?! Und plötzlich schlägt man hart auf dem Boden der Wirklichkeit auf- die „Traumpartnerin“ hat ihre Macken, der „Traumpartner“ ebenfalls, sie hat einen Pickel am Arsch und Hängebrüste und er kriegt langsam eine Glatze und rasiert sich nicht mehr jeden Tag? Das ist ja ein Albtraum, nicht wahr..?!

    Und weil’s ja ein Albtraum ist, beginnt man dann, seinen Frustrationen freien Lauf zu lassen: Sie ist an allem schuld, nein er… faule Drecksau, nein Du… und überhaupt: Du begehrst mich nicht mehr- aber hallo: Du lässt Dich ja auch gehen… schau Dich doch einmal an… und immer nur mit Freunden ausgehen, nie mit mir… bin ich Dir denn nicht genug… dasselbe Gefühl habe ich auch bei dir… du bist ein Arschloch, du Schlampe… typisch Mann, nein: Typisch Frau… noch einmal und verpass Dir eine… pass nur auf, du…!

    Wenn aus dieser Differenz zwischen Anspruch und Wirklichkeit irgendwann einmal Gewalt wird- in welcher Form auch immer- da kann ich nur noch sagen, selber schuld!

    Was ist eine Beziehung? Ein Bund für’s Leben, nicht das Leben selbst! Eine gute Beziehung führen zu wollen, das ist manchmal harte Arbeit! Und in einer guten Beziehung sollten sich beide stets bewusst sein, dass sie auch aus Verzicht und Enttäuschungen besteht. Die Kompromissfähigkeit beider Partner ist für mich ein wesentlicher Bestandteil einer guten Beziehung- und auch das Bewusstsein darum, dass beide ihren Freiraum und ihre Freiheiten brauchen.

  • Betty sagt:

    @ Solferino Lombardi: Lassen Sie mich raten: Sie haben ein Problem mit Frauen. Stimmt’s? Nun, das wundert niemanden. Frauenhass macht einen Mann extrem unerotisch. Auch Ihre sprachliche Ausdrucksweise wirkt abstossend auf Frauen.

  • Solferino Lombardi sagt:

    Vergesst es, auch mit so einem ‚Männerhaus‘ kann der Staat das
    Vertrauen der Männer nicht mehr zurückgewinnen.
    Dank den Femi-Nazis ist seit etwa zehn Jahren bei allen meinen
    Freunden alles Staatliche als zutiefst männerfeindlich
    abgestempelt und der Staat wird dieses Image nie mehr los werden.
    Ich denke eher, dass dieser lächerliche Futzen-Staat und seine
    Institutionen gelegentlich implodieren werden, weil ihnen mangels
    Aktiven und mangels Beteiligung der Männer schlicht der ‚Pfus‘
    ausgehen wird.

  • max sagt:

    @Henri
    Vielleicht wird das Männerhaus ja weniger eine Instution für geschlagene Männer sondern mehr eine für obdachlose Familienväter, die von der Frau hinausgeworfen wurden. Wenn einer nicht weiter weiss, dann soll er besser in das Männerhaus gehen, anstatt sich von der Brücke zu stürzen. Ich denke schon, dass das Männerhaus nützlich ist.

    Meine Beiträge handeln davon, dass vorbeugen besser ist als heulen. Vorbeugen erfordert allerdings einige Selbstdisziplin, gute Erziehung und gute Methoden. Zudem gibt es weniger mediales Aufsehen und mehr Frauenkommentare, wenn einer ein richtiger Mann ist.
    Dabei sind Frauenkommentare scharf geteilt, vierfünftel verachten mich, ein fünftel kommt sehr direkt und vertrauensselig auf mich zu und dann sind da noch die leuchtenden Augen von denen, die gerne meine Schwiegermütter wären.

    @Brunhild Steiner
    Ich sehe fremde Kulturen immer in ihren Trennlinien. Ich meine dort, wo das Licht auf den Schatten trifft, diese Trennung verläuft in fremden Ländern deren Sitten gemäss. Wenn man diese Brüche vor dem inneren Auge erkennt, dann hat man sehr viel verstanden über ein fremdes Land.

    Peru habe ich erwähnt im Blog über Kinder anschreien. Kinder in Peru habe ich nie laute Szenen machen sehen wie hier in der Schweiz. Die Eltern verhalten sich wie Erwachsene und sie werden von den Kindern respektiert. Zudem toben sich die Kinder auf der Strasse aus und nicht im Wohnzimmer. Das war mein Beitrag aus Peru zum Thema Kinder anschreien.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @max: und ich ergänze, eine richtige Frau lernt schon in ihrer Kindheit dass ihr Wert nicht von männicher Zuwendung (egal in welcher Form) und manipulatorischer Fähigkeit liegt. Sie baut ein gesundes Selbstbewusstsein auf, welches sie befähigt, nicht gleich in Panik wegen drohendem Kontrollverlust zu kommen, wenn der Mann mal anders denkt, fühlt, handelt etc. als sie. So wie das der richtige Mann ja ebenfalls gelernt hat.
    Sie haben schon mal den Bezug zu lateinamerikanischen Ländern gemacht. Wissen Sie aber auch, dass die Mädchen dort eben genau diese Dinge in den seltensten Fällen lernen? Und die Jungen wachsen ebenfalls nicht in konstruktiven Umständen auf. Habe Bekannte die lange in Nordargentinien eine Sozialarbeit aufgebaut haben, die Verhältnisse sind erschütternd. Und dass diese Frauen dann zu solchen „Lösungswegen“ für die Selbstbestätigung kommen, nicht verwunderlich.

  • max sagt:

    @Secutor
    Das ist ein Wort. Habe ich mir so nicht überlegt, dass Frauen die Hoffnung nicht aufgeben, solange sie streiten können.

    Allerdings in anderen Kulturen habe ich Frauen gesehen, die Prügel provozieren aus einem seltsamen Grund: Nur wenn sie geprügelt werden, sind sie dem Mann wichtig genug. Ich brauchte eine zeitlang bis ich dahinterkam. Aber es gibt Frauen, die werden von Verlassenheitsängsten zu solchem Verhalten getrieben.

    @Brunhild Steiner
    Ihren Einwand lasse ich gelten. Sobald es Kinder gibt, wird alles viel komplizierter.

    Allerdings die Frauen, die sich bei mir über ihre Männer ausheulen, die sagen heute und mit Kind über ihre Männer genau dasselbe, was sie über dieselben Männer schon vor der Ehe und ohne Kinder gesagt haben. Geändert hat sich nur die Einstellung: Sie haben die Illusion verloren, sie könnten ihren Ehegespons zurechtflicken.

    Ich vermute mal, die Wahrnehmung verändert sich bei den Männern über ihre Frauen gleichartig. Allerdings klönen die Männer erst nach der Ehe über ihre Frauen.

    Und so bin ich wieder beim Alten: Ein richtiger Mann lernt schon in der Kindheit, wie er sich dem richtigen Leben stellen kann, wie er Gefahren einschätzt und diesen rechtzeitig begegnet. Von alleinerziehenden Müttern, die den Bubi lehren, er solle halt auf dem Trottoir fahren mit dem Velo – von solchen Frauen lernt der Bubi ewig nichts, ausser höchstens: Hier komme ich, springt auf die Seite!

  • Mamamia sagt:

    Wie Barbra Streisand mal gesagt: “ Frau versucht ihr Leben lang, den Mann zu ändern. Hat sie es geschafft, find sie ihn nicht mehr interessant “

    So wahr….

  • Secutor sagt:

    @Simon: Frauen wollen keine schwachen Männer. Mon cher, Frauen wollen spätestens nach 10 Jahren Ehe am liebsten keinen Mann mehr. Wenn die Männer sich häuslich eingerichtet haben und sich in der Ehe glücklich fühlen, haben ihre Frauen meistens genug von der Beziehung. Wer ständig streitet, hat eine bessere Chance, denn diese Frauen haben die Hoffnung noch nicht aufgegeben, den Kerl zurechtzubiegen.

  • Secutor sagt:

    Es kommt drauf an, wie eine Frau schlägt und unter welchen Umständen. Als ich ledig war musste ich von drei meiner Schätze einen „Gläbber“ einfangen, den ich allerdings auch provoziert habe. Hatte ich verdient und die Versöhnung folgte auf dem Fuss. Echte Prügel könnte ich mir nur von Serena Williams vorstellen, aber vor der habe ich jetzt schon angst.

  • Marcel sagt:

    Es ist schon so, wie der eine oder die andere hier geschrieben hat:

    Wenn der Mann wollte, könnte er bei einer gewalttätigen Frau dermassen brutal zurückschlagen, dass anschliessend nur noch der Notarzt weiterhelfen kann.

    Dass viele Männer das eben nicht tun- und damit sich selbst zweifellos erstklassig im Griff haben (Contenance, nicht wahr?)- zeugt bereits schon von einer ganz enormen Charakterstärke. Offenbar verfügen sehr viele Männer über diese Charakterstärke- oder Rücksicht, wenn man so will. Nur gehe ich halt davon aus- im Gegensatz zu Max notabene- dass Frauen hoffentlich auch selber merken, wenn es zuviel wird. Sonst verfügen sie offenbar nicht über sehr viel Charakterstärke.

    Und wenn eine Frau ausrastet- und der Mann hält sie fest- die Hämatome an den Armen werden jeden Polizeibeamten dazu verleiten, davon auszugehen, dass er seine Frau geschlagen hat. Und später auch den Staatsanwalt. Das ist das Problem. Eines von Vielen.

    Nur in einem Punkt muss ich Max recht geben- und indirekt auch dieser Betty (woher kommt die eigentlich? Ausm‘ Wilden Westen?): Männer werden über kurz oder lang nicht darum herum kommen, wieder ein eigenständiges Selbstvertrauen aufzubauen- und dabei werden die Frauen voraussichtlich nicht mehr der einzige Orientierungspunkt sein- genausowenig wie auch der Feminismus. Deshalb habe ich ja von einem eigenständigen Selbstvertrauen geschrieben!

    Wir können jetzt nicht auch noch verlangen, dass uns das die Feministinnen und die Frauen abnehmen- dazu müssen wir Männer schon selbst in der Lage sein!

    @Brunhilde Steiner: Merci für’s Kompliment- ich mag Ihre ausgewogenen, nicht ideologisch verbrämten Standpunkte auch ausgesprochen gut!

  • Henri sagt:

    @Brunhild Steiner 22. November 2009 um 00:21
    Boah, dieses viele Schreiben – und ein Post überholt den anderen….

    Ja, mit Kindern wird das schwierig, da gibt es wohl keinen einfachen Ausweg (wobei, auch ohne Kinder ist es ja nicht einfach).

    Aber es gibt immer den Weg der Scheidung, und wie war das doch mit dem Kind, dem König und den zwei Frauen? Genau, eine sagte: lieber verzichte ich als dass das Kind sterben soll…..
    Darum geht es oft auch bei Scheidungen – und die geschiedenen Eltern sollten lernen, den Schmerz des Kindes und den eigenen Schmerz auseinanderzuhalten. Der eigene Schmerz, der Verlustschmerz wegen dem Kind, darf nicht vor alles andere gestellt werden.

    Also wenn wir mal davon ausgehen, dass die Frau in der Wut den Mann schlägt, aber nicht die Kinder, so muss er vielleicht erwägen, sich zu trennen, gewahr, seine Kinder teilweise zu verlieren. Immer noch besser, als am Ende sowieso alles zu verlieren, weil er vielleicht mal ebenfalls wutentbrannt zurückschlägt.ses

  • Henri sagt:

    @Rahel sagt:
    Keine Angst, ich werfe Dich nicht mit vielen in einen Topf – ich weiss durchaus, dass nichts für alle gilt – aber ich kann doch nicht bei jedem Post darauf hnweisen „die Rahel und die anderen sind damit natürlich nicht gemeint“ – das würde meine sonst schon zu langen Texte nochmals verlängern ….. ich versuche immer, von der „vagen Mehrheit“ zu sprechen bzw. meine Meinung zu äussern.

    @Ursula Herzig 21. November 2009 um 23:49
    Jeder Post hat seine Gründe, und sei er noch so zynisch, wuterfüllt, oder auch nur verwunderlich (alles in den eigenen Augen).
    Es ist eine schöne Rede die Sie hier halten, aber mehr nicht – ein Mann kann einer Frau, welche gewalttätig wird, zwar durchaus Paroli bieten – körperlich – ABER er muss sich das sehr gut überlegen: bereits das Festhalten eines zuschlagenden Frauenarms hinterlässt auf eben diesem Arm ziemlich blaue Flecken – von da zur Anzeige und zum Beweis, die Frau geschlagen zu haben ist es ein leichter Weg. Und glauben wird man in solchen Fällen sowieso zuerst der Frau.
    Und ein Mann, welcher die Kinder „behändigt“ und vor der tobenden Frau ins Männerhaus flüchtet, ist ganz sicher ganz schlecht beraten, denn null-komma-nichts hat er die Kinder entführt.
    Besser beraten wäre er, sofort Hilfe herbeizurufen, Polizei, Nachbarn, egal was, egal wie, egal wer, ansonst steht am Ende Aussage gegen Aussage.

    @Rahel: Du bist nicht gemeint.

    Zum Abschluss möchte ich doch noch beifügen, dass ich genau eine solche Sache erlebt habe, vor 20 Jahren, zwei Stöcke unter mir – und raten Sie mal, wo die Sympathien der Umgegung hinzeigte….

  • Rockabilly sagt:

    Aber hallo.

    Wie tief sind wir in unserer Gesellschaft schon gesunken? Also vorab muss ich gleich mal sagen dass ich Gewalt in jeder Hinsicht ablehne. Aber Männer die von Frauen verprügelt werden? Solchen Typen sollte man keinen Schlaffplatz anbieten, sondern einen Psychiater. Sind Männer nicht mal mehr fähig sich gegen eine Frau zu verteidigen? Bei solchen Weicheiern wundert’s mich nicht mehr dass Frauen am helllichten Tag vergewaltigt werden, alte Leute auf offener Strasse ausgenommen werden, etc. Wenn solche Waschlappen sich nicht mal gegen eine Frau verteidigen können bleibt mir nur noch zu sagen; gute Nacht liebe Männer. Alice Schwarzer hat gewonnen!!!

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Ursula Herzig: danke!!! Frau könnte sich beinahe frage welche Geschlechterseite nun der perfidere Feind des Zwüschehalts ist… .

    @Henri und max: echt, ich habe wirklich schon viele Statements von Ihnen beiden geschätzt, aber können Sie mir mal erklären, wie Ihre Lösungsstrategie mit Kindern funktionieren soll??? Das genau ist doch der springende Punkt. Nicht jede Frau offenbart schon von Beginn weg ihre destruktiven Seiten. Was wenn die Sache erst ungemütlich wird wenn die Kinder da sind? Einfach gehen und dem Gericht in die Hand spielen, Besuchsrechtverweigerung bis zum falschen Missbrauchsvorwurf alles in Kauf nehmen?! Es geht ua um genau die Männer, die der Kinder wegen bleiben und aushalten, und da hilft keine Ihrer Vorschläge dem Mann und seinen Kindern! Schlägt er zurück, auch als Notwehr, dann ist er nämlich geliefert. Geht er weg, wird ihm die Frau den Kontakt zu den Kindern versauen.
    Können Sie mir nun mal verraten, wie sich ein Mann mit Kindern in solch einer Situation, seinen Kopf (und den der Kinder!) auf Ihre urmännliche Art und Weise aus der Schlinge ziehen soll?! Auf Vorschläge bin ich wirklich gespannt…

  • Hallo mitenand! Ich habe die Beiträge seit 15h 45 gelesen und bin erstaunt, was bei diesem Thema partiell für ein zynischer und sarkastischer Ton herrscht. Ich gratuliere allen, die es schafften, den „Zwüschehalt“ auf die Beine zu stellen, er ist bestimmt sehr sinnvoll. Dass Männer hart (mit Contenance) und bestimmend, also Täter, Frauen jedoch weich, nachgiebig, schwach, also Opfer sein sollen, ist ja längst überholt. Die ganze Emanzipationsbewegung der Frauen hat diesen teilweise zu einem neuen, starken Selbstbewusstsein verholfen und Männer ebenfalls teilweise auf der „Emanzipations-Strecke“ gelassen. Rollen haben sich aufgeweicht oder umgedreht, mit der Opfer- wie auch der Täterrolle lässt sich Missbrauch betreiben. Wenn Frauen – was hier das Thema wäre – derart gewalttätig werden, dass sie Mann und Kinder schlagen, ist es eine grosse Chance, wenn Männer ihre Kinder schützen, sich nicht vor die Türe stellen lassen, sondern standhalten und wenn es nicht mehr geht, eben mal als Atempause und als Hilfe in innerer und äussere Not den „Zwüschehalt“ aufsuchen. Gewalt in Familien ist derart komplex und von sozialen und biografischen Umständen mitbestimmt, dass es mir wichtig ist zu hören: Es gibt Menschen und Institutionen, die sowohl Frauen, wie auch Männern und natürlich Kindern helfen, damit Gewaltsituationen nicht eskalieren. Danke!

  • Rahel sagt:

    @ Henri

    Halt, halt, hatl!!!! Ich lasse mich nicht mit vielen in einen Topf werfen! Fakt ist dass mein Mann, eben weil er mich liebt, meine Meinung wissen will! Ich umgekehrt will aber seine Meinung auch nicht missen, da ich ihn, Du errätst es sicher, auch liebe! Also nix da von wegen: die Frauen schauen nur für sich!!!!

    Weshalb auch sollte einem Mann die Akzeptanz seiner Artsgenossen so wichtig sein in so einer Situation? Wenn er das „ZwüscheHalt“ aufsucht, hat er diese Gedanken bereits hinter sich! Dann geht es ihm um Sicherheit und je nach Situation gar ums nackte Überleben!

  • Henri sagt:

    @max

    Ich glaube auch, dass die Männer zunehmend zu Frauen werden, indem sie sich mehr und mehr weibliche Konflikt-Bewältigungs-Stategien aufschwazen lassen.
    Und ich glaube, dass es besser wäre, wenn die Männer sich wieder mehr auf sich selbst besinnen würden: bei allem, was die Männer heute tun, fragen sie sich: „was meint die Frau dazu?“.
    Wie heisst der Spruch: Die Männer schauen auf die Frauen, und die Frauen schauen für sich (und die Männer bleiben auf der Strecke bzw. sind keine wirklich attraktiven Männer mehr – es ist zwar nicht das eigentliche Thema, aber neuere Untersuchungen zeigen ja deutlich, dass die Frauen den Macho für den Sex und den Empathischen und Verständnisvollen für zu Hause suchen).

    Darum sage ich nochmals, dass Männer, welche dieses Männerhaus beanspruchen werden, wohl kaum grosse Akzeptanz von den anderen Männern bekommen werden.
    Warum auch: ich sehe es so wie Max: ein Mann muss gegenüber Frauen, welche ihn zu unbedachten Dingen provozieren, Distanz halten – das wäre besser für ihn und am Ende auch für die betreffende Frau.

    Ich sage ja nicht, dass das einfach sei – aber das ist ja schon das nächste Problem – der einfachste Weg ist nämlich selten der Beste.

  • Rahel sagt:

    @ Oliver

    Das ist eine erschütternde Geschichte die mir total zu Herzen geht und mir die Tränen in die Augen treibt! Ich denke dass alle, die es nicht persönlch erfahren, nur im Ansatz begreifen können, welche Tragödien sich in solchen Familien abspielen! Arme Kinder, sie leiden darunter am meisten denn sie haben ja Papi und Mami lieb! Aber am allerschlimmsten und erbärmlichsten finde ich wenn sich die Agressivität und die Gewalt an den Kindern entlädt! Aber so ist es leider in der Welt, kann man sich nicht mit Seinesgleichen duellieren sucht man sich einen Schwächeren!

  • oliver sagt:

    @max und auch andere
    Es gibt also nur richtige Männer und Weicheier? Nichts dazwischen? Nur schwarz oder weiss?
    So ein einfaches Weltbild löst natürlich alle Probleme auf einmal.

    Tatsache ist einfach, es gibt richtige Kerle, und wir haben einige in unserem Verein, die sich rührend um ihre Kinder gekümmert haben während ihre Frau rumgekeift hat und mit Gegenständen um sich geschmissen hat. Diese richtigen Kerle hätten es leicht mit ihrer Frau aufgenommen, hätten sicherlich auch gewusst wie sie zu bändigen ist, wenn sie denn nicht alle Hände voll gehabt hätten, ihre Kinder vor der Raserei der Frau zu schützen.
    Sie hätten auch, wie Sie max das so einfach schildern ihren Weg gehen können, nach dem Motto, was kümmern mich meine Kinder. Doch das taten sie nicht, und darum waren sie dazu verdammt, zu bleiben. Und zwar so lange, bis die Frau sich anders entschieden hat, den Mann entsorgt hat, und nun die Kinder weiter plagt, nur dass er ihnen nicht mehr helfen kann.
    Und dann sitzt dieser Bär von einem Mann mit Oberarmen aus Stahl vor Ihnen und weint. Weint nicht, weil ihn seine Frau verprügelt hat, nicht weil sie dreckig mit ihm umgesprungen ist. Nein, er weint, weil er weiss, welche Hölle seine Kinder jetzt erleben müssen, und er, der sie solange geschützt hat, er wurde von irgend einer unfähigen Behörde einfach mal kurzerhand entsorgt.

    Das Max, sind die Schicksale die uns bewogen haben, den Zwüschehalt zu bauen.
    Aber so ein richtiger Kerl wie Sie, der braucht das natürlich nicht.

  • Rahel sagt:

    Ich emfpinde dieses Aufteilen in: Männer = stark, selbstbewusst und hart im Nehmen , und Frauen = schwach, schutzbedürftig und verweichlicht grundsätzlich falsch! Schliesslich gibt es auch männliche Frauen ( halt wie Kerle ) und weibliche Männer ( eben negativ genannt „Memmen“ ) aber was ist daran so falsch? Leben und leben lassen, oder?

  • Brunhild Steiner sagt:

    @max: und ich kann Ihnen versichern, im Zwüschehalt wird mit Sicherheit kein wunderschöner, sozialkompetenter, konfliktfähiger Wischiwaschi unterstützt oder gefördert; meine Erfahrungen mit dem mannebüro sind jedenfalls ganz anderer Natur.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @max: das meinen Sie jetzt wohl aber nicht im Ernst, oder? Ich glaube nicht dass Betty dieselbe Definition wie Sie dieser Begrifflichkeiten hat. Lesen Sie doch kurz die Antwort von 19.28, dann muss ich es nicht nochmals abschreiben. Ich unterstelle diesem Denken übelste Fokussierung auf die reingewaschene Frauenseite, und komplettes Unterschlagen der weiblichen Fähigkeit, ein grossflächiges Desaster zustande zu bringen. Nicht alle Männer kriegen das so souverän hin wie Sie, max, vergessen Sie bitte Ihre hilfsbedürftigen Geschlechtsgenossen nicht, denn im Grunde genommen sind Sie ja wirklich ein ganz (er) guter Kerl! 😉

    @Marcel: vielen Dank für das perfekt ausdifferenzierte Kompliment, ich finde Ihre Posts immer sehr interessant und bereichernd, da geht sowas natürlich runter wie Schoggicreme 🙂

  • max sagt:

    @Marcel
    Sie können mir glauben, die Spreu trennt sich vom Weizen.

    Als richtiger Mann erlebe ich das. Die Frauen, die Streit suchen oder einen Mann, den sie plagen können, diese Frauen interessieren sich gar nicht mehr für mich. Mit solch klarem Auftreten wird vieles sehr schnell klar. Man hat nach 2 oder 3 Wochen Gewissheit. Andere plagen sich 2 oder 3 Jahre (oder auch 20) herum und zweifeln an sich selber und veranstalten wunderschönen sozialkompetenten und konfliktfähigen Wischiwaschi, um am Schluss als Nervenwrack vor einem Scherbenhaufen zu stehen.

    Richtig, die Frauen dürfen bleiben wie sie sind. Ändern kann man sie sowieso nicht. Aber ein richtiger Mann bekommt mit klarem Auftreten und direkter Rede viel weniger Ärger im Leben.

    Darum hat die Betty so recht.

    (@Marcel sagt: 21. November 2009 um 21:00
    Tatsächlich, das hat diese Betty so gesagt?
    “mit etwas mehr Härte gegen sich selbst, mit Contenance bewahren, mit eleganter und selbstbewusster Gelassenheit den Unbilden des Lebens gegenüber.”
    Und die Frauen dürfen selbstverständlich so bleiben, wie sie sind?)

  • Rahel sagt:

    Also ich habe durchaus Freude, wenn mein Mann seine sensible Seite nach aussen kehrt! Seit wir uns kennen hat er zwei mal geweint und wisst Ihr was: Es hat mich wesentlich mehr beeindruckt als so ein Macho mit schwingender Faust…….

  • Marcel sagt:

    Tatsächlich, das hat diese Betty so gesagt?

    „mit etwas mehr Härte gegen sich selbst, mit Contenance bewahren, mit eleganter und selbstbewusster Gelassenheit den Unbilden des Lebens gegenüber.“

    Und die Frauen dürfen selbstverständlich so bleiben, wie sie sind?

    Was ist denn das für eine billige Haltung? Männer dürfen nicht weinen, sie müssen immer stark und unbesiegbar sein- das fällt mir als allererstes dazu ein.

    …Und anschliessend beschweren sich alle Betties auf dieser Welt dann wieder über unsensible Männer.

    Mhm, auf solche Frauen mit solchen Vorstellungen kann ich sehr gut verzichten.

    Da ist dann nämlich der Herd für die Frau und der Krieg für den Mann nicht mehr weit- back to the future?

    Nein danke!

  • max sagt:

    @Betty
    Endlich, da ist eine Frau, die weiss was man von einem richtigen Mann erwarten darf.

    Nur mit einem Minimum an Selbstdiszilin kann man nämlich auch in schwierigen Situationen einen Ausweg suchen, sich organisieren, die Angreiferin fürs erste auf Distanz halten. Und nur mit Gelassenheit kann man die Aufmerksamkeit aufrechterhalten, die sich viele Frauen so sehr wünschen.

    Allerdings: „Elegante und selbstbewusste Gelassenheit“ vom Mann, das kann eine keifende und streitsüchtige Frau erst richtig zur Raserei treiben.

    (Betty sagt: 21. November 2009 um 12:06
    Angesichts der hier von allen Männern zelebrierten Wehleidigkeit, ihrem Suhlen im Opferstatus und ihrer Verbitterung wegen Frauen, ertappe ich mich beim Wunsch, die Männer mögen wieder männlicher werden: mit etwas mehr Härte gegen sich selbst, mit Contenance bewahren, mit eleganter und selbstbewusster Gelassenheit den Unbilden des Lebens gegenüber.)

  • Marcel sagt:

    @Brunhilde Steiner: „Und wenn es diese Blogs gibt, werden dort auch heterosexuelle Themen behandelt? Der Zwüschehalt jedenfalls ist für alle offen, da findet keine Diskriminierung statt.“

    Ausgesprochen brilliante Antwort!

    Mehr braucht dazu gar nicht gesagt zu werden: Es trifft den Nagel sozusagen nanometergenau auf den Kopf. Ihre Antwort beinhaltet sämtliche Aspekte einer ganzen Thematik.

    Ich denke, Michael, dass es homosexuelle Foren zuhauf gibt- wie offen die allerdings gegenüber der Heterosexualität sind, nun, das lasse ich mal offen. Da fällt mir zum Beispiel spontan der Begriff Heteronormativität ein.

    Sie sind hier auf jeden Fall ganz sicher herzlich willkommen!

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Michael: ist die Annahme falsch, dass es einige Blogs für Homosexuelle, gemischte und spezifisch Frauen, resp. Männer gibt? Auch Blogs für Homosexuelle mit Kindern? Und dass dort der perfekte Ort für derartige Diskussionen ist, weil viele Leute mit schon gemachten Erfahrungen mitreden, man sich ermutigen, Informationen austauschen kann? Und kein Hetero würde dort auf die Idee kommen sich wegen Zielgruppenverfehlung zu beklagen?
    Und wenn es diese Blogs gibt, werden dort auch heterosexuelle Themen behandelt? Der Zwüschehalt jedenfalls ist für alle offen, da findet keine Diskriminierung statt.

  • Michael sagt:

    Und wohin gehen Homosexuelle (Männer wie Frauen), wenn sie wieder mal von den Heteros bei der Arbeit schikaniert werden? In diesem Blog werden immer nur heterosexuelle Themen behandelt, einfach nur dreckig.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Betty. nicht ein frommer, hingegen ein sonderbarer Wunsch…, eine sehr seltsame Definition von „Suhlen im Opferstatus“, Contenance bewahren und ähnlichem? Haben Sie die Geschichten im Missbrauchblog gelesen? Haben Sie sich mal beim vev auf den neusten Stand der Dinge gebracht? Oder kann sich das nur alles in der Phantasie der Männer abgespielt haben, weil Frauen ja nie derart böse sein könnten? Selbstbewusste Eleganz den Unbilden des Lebens gegenüber ist das eine, sich gegen körperliche und psychische Gewalt wehren wollen das andere. Einer Frau würden Sie wohl niemals Contenance und „etwas mehr Härte gegenüber sich selbst“ abverlangen, oder? Wir sind in erster Linie mal Menschen, was für den Recht ist sollte für den andern genauso Recht sein!

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Solferino Lombardi: das Zwüschehalt ist nicht vom Staat organisiert sondern eine Privatinitiative. Sowie auch zu Beginn der Frauenbewegung vieles nur durch Privatinitiative zustande kam, steht das Zwüschehalt quasi in derselben Tradition von Bürgerinitiative… .
    Und wie Marcel und andere auch immer wieder mal angetönt haben, warum haben denn die Männer in den Machtpositionen nie dafür gesorgt, dass das Unrecht an ihren Geschlechtsgenossen auf den Tisch kommt? Das waren doch nicht einfach ausschliesslich die Frauen welche Statistiken etc. unter Verschluss hielten und halten, dafür sorgen, dass der Mann als Opfer nicht gross vorkommt. Das ist eigentlich das Traurigste am Ganzen, dass die Männer von ihren Kameraden im Regen (und Schlimmeren) stehen gelassen werden.

  • Rahel sagt:

    @ Solferino Lombardi

    Wie bitte: mangelnde Beteiligung der Männer in unserem Staat? Habe ich da was verschlafen?????

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Pipi Langstrumpf: und die anderen Fragen an Sie, werden Sie die noch beantworten? B.Bsp. 21.11. 1:04 ? Ihres Lebens Stern ist vielleicht schon unter uns weilend, bloss noch nicht erkannt, so wie Sie offenbar auch Mühe haben andere Tatsachen anzuerkennen, aber genaueres steht in den Fragen die von verschiedenen Seiten gestellt worden sind.

  • Rahel sagt:

    Am Besten wäre es, wenn jeder “ Täter „, jede “ Täerin “ nur mal für einen Tag in die Rolle des „Opfers“ schlüpfen müsste! Dann könnten wir uns solche Diskussionen wie hier ersparen!!!!

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Betty: Kann ich alles unterschreiben.

    Es ist ein immer währendes Missverständnis von Seiten der Männer, dass sich Feministinnen Schwächlinge wünschen, Memmen, die immer gleich einknicken. Warum sollten sie, starke Frauen wünschen sich ebenbürtige Männer, aber Stärke hat nichts mit Gewalt zu tun. Eine Beziehung auf Augenhöhe, das ist unser Wunsch, aber dazu taugt weder der Macho noch das Weichei…………Held, der meines Lebens Stern, wird erst nach meinem Tod geboren.

  • Markus sagt:

    Rege mich immer wieder auf über „Celebrations“-Werbung, bei der eine Frau einen Mann ohrfeigt und alle finden das richtig und applaudieren frenetisch. Solange solche Werbung (offensichtlich) gesellschaftlich akzeptiert ist, haben wir ein Problem in der Schweiz.

  • Rahel sagt:

    @ Simon
    So wie Du das schilderst würdest Du im entscheidenden Moment das Gespräch ( geschweige denn eine andere Lösung ) gar nicht suchen! Hast Du im Ernst das Gefühl, das Problem damit zu lösen respektive in den Griff zu bekommen? Klar, wenn Du so zurückschlägst dass sie‘ s nicht mehr vergisst , soll wohl heissen dass sie womöglich im Krankenhaus landet!?!?! Brutale Ausdrucksweise….tststs……dann hast Du das Problem wenigstens bis sie wieder zu Hause ist gelöst!!! Bravo!!!! Das ist für mich Schwachheit….und solche Männer wollen wir Frauen trotz Emanzipation nicht……….genauso wie ihr Männer keine schlagenden Frauen wollt ( was ich sehr unterstütze ) sonst bräuchte es ja keinen “ ZwüscheHalt „!!!!

  • hans muster sagt:

    gebe zu, ich habe simons ‚zurückschlagen‘ eher bildlich denn wort-wörtlich verstanden. sorry.

  • Rahel sagt:

    @ Hans Muster

    Ich habe absolut nicht gesagt dass man sich nicht wehren soll!!! Aber bitte nicht mit Schlägen! Es gibt immer eine Lösung, Gleiches mit Gleichem zu vergelten ist einfach nur feige!!!!! Halt die einfachste “ Löaung * ( als ob es eine Lösung währe……)

  • hans muster sagt:

    @rahel

    ich bin mit ihnen 200% einig, dass dreinschlagen als problemlösestrategie einfach nur armselig ist. davon war aber nicht die rede. ich denke selbstschutz geht vor. das heisst meistens, dass man sich hilfe holen soll, sich entfernen, davonrennen. manchmal aber heisst es leider auch, dass man sich zur wehr setzen darf, ja muss.

  • Rahel sagt:

    @ Hans Muster

    Noch einer mehr auf meiner Bemitleidungs-Liste………Gegengewalt ist genauso wenig gerechtfertigt wie die vorangegangene Gewalt!!!!!!!! Notwehr hin oder her! Armselig ist es wenn man sich nur noch mit Dreinschlagen wehren kann!!!!!!

  • hans muster sagt:

    @rahel
    so sehr ich für deeskalation plädiere, und dies auch lebe. was simon beschreibt ist notwehr (unter der voraussetzung dass die gegengewalt verhältnismässig bleibt). es kann doch nicht grundsätzlich die verantwortung des angegriffenen sein, das gewaltproblem des angreifers zu lösen. hätten sie mit der beschriebenen situation auch ihre liebe mühe, wären die geschlechter vertauscht?

    @simon
    ein problem ist allerdings, damit würden sie sich als mann vermutlich zum abschuss freigeben.

  • Rahel sagt:

    @ Simon

    Du kannst einem nur leid tun ( und Deine Frau sowieso )!!!! Gewalt löst man nämlich definitiv nicht mit Gegengewalt!!!!!!

  • hans muster sagt:

    da die blindheit und das agieren der behörden bar jeder faktenlage, betreff männlicher opfer häuslicher gewalt wiederholt thema war, möchte ich gerne einen kurzen briefwechsel welchen ich 2006 mit der schweizerische kriminalprävention hatte mit ihnen teilen.
    zur damaligen zeit war eine riesige plakatkampagne am laufen welche häusliche gewalt *explizit* als männliche gewalt und als gewalt gegen frauen darstellte. ich habe im netz nach plakaten der entsprechenden kampagne gesucht, konnte aber leider nichts finden, ich denke viele werden sich aber an sie erinnern können. wenn ich mich recht erinnere, verwiesen die plakate auf mehr informationen auf der homepage der schweizerischen kriminalprävention. dort wurde dann wieder in die gleiche bresche geschlagen. jeden morgen ‚lachte‘ mich mindestens eines dieser unsäglichen plakate in tram und buss, zeitschriften und von plakatwänden an. zur selben zeit steckte ein enger freund in einer schwierigen phase in seiner paarbeziehung und sah sich regelmässig mit erheblicher physischer gewalt seitens seiner partnerin konfrontiert. zur sorge welche ich um ihn hatte wegen der belastenden beziehung, und weil ich wusste, dass er im notfall (zu welchem es zum glück nur bedingt kam) von behördlicher seite auf null unterstützung hoffen durfte, kam nun noch die angst, dass er, sollte er auch nur ein einziges mal zurückschlagen, in dieser aufgehetzten stimmung auch noch von polizei und justiz nach strich und faden fertiggemacht würde.
    ich sah mich also veranlasst der verantwortlichen behörde einen sehr emotionalen, geharnischten brief zu schreiben:


    ich habe eben ihre online ‚information‘ zum thema häusliche gewalt durchgelesen. ich bin gelinde gesagt empört:

    die täter werden als durchweg männlich, die opfer als durchweg weiblich dargestellt. es ist dies eine darstellung die mit den tatsächlichen gegebenheiten nichts, aber wirklich gar nichts zu tun hat. tatsache ist, dass zahllose studien zum thema häusliche gewalt in den letzten 20(!) jahren zum schluss gekommen sind, dass häusliche gewalt in etwa gleich häufig frauen wie männer als täter respektive opfer sieht.

    es ist eines rechtsstaates unwürdig, dass nur opfer eines bestimmten geschlechts hilfe erwarten dürfen und nur täter eines bestimmten geschlechts konsequenzen für ihr handeln fürchten müssen. ja, dass die existenz der opfer bzw. täterschaft abhängig vom geschlecht schlicht und ergreifend geleugnet wird. ferner sind hetzkampagnen (denn dass solcherlei dinge aus ignoranz geschehen will ich nicht glauben) wie die ihre gegen männer zum thema häusliche gewalt schlicht und ergreifend entwürdigend für die angegriffene personengruppe.

    es mag in unserer gesellschaft keine populäre ansicht sein, aber auch männer haben eine seele, auch männer haben ein recht auf menschenwürde, auf gleichheit vor dem gesetz. ihre informationsbrochure ist bedauerlicherweise nur ein beispiel von vielen, wo dieselben mit füssen getreten werden. genug ist genug ist genug!

    mit freundlichen grüssen, der hoffnung auf eine stellungnahme, und der hoffnung auf einsehen,
    xxx

    als antwort erhielt ich folgende stellungnahme:


    Sehr geehrter xxx

    Wir danken Ihnen für Ihre Nachricht. Sie bieten uns einen interessanten Blick auf das Thema «häusliche Gewalt» aus Ihrer Sicht.

    Es ist uns bewusst, dass auch Männer Opfer von häuslicher Gewalt werden. Die Polizei versucht, jedes Opfer von häuslicher Gewalt gleich und richtig wahr zu nehmen. Die Schweizerische Kriminalprävention versucht, mit ihren Informationen, Gewalt gegen Opfer bevor sie entsteht, zu unterbinden.

    Leider ist aus der Statistik der Polizei klar ersichtlich, dass in Fällen von tätlicher Gewalt in fast allen Fällen Frauen die Opfer und Männer die Täter sind. Aus diesem Grund richtet sich der Text sprachlich wie Sie es beschreiben an die Bevölkerung. Nicht berücksichtigt in der Polizei-Statistik, weil nicht angezeigt, sind häufige Fälle von psychischer Gewalt, vor allem von Frauen als Tätern gegen Männer als Opfer. Es ist für die Polizei aufgrund fehlender Beweise nicht möglich, in einem Fall von psychischer Gewalt zu ermitteln, weshalb wir in unseren Texten nicht auf diese Möglichkeit eingehen können.

    Die Arbeitsgruppe, die den Text zusammengestellt hat, übrigens ausgewogen Frauen und Männer, *hat die von Ihnen erwähnten Forschungsberichte sehr wohl zur Kenntnis genommen*, dazu aber weitere Informationen einbezogen und eine Bewertung aus polizeilicher Sicht vorgenommen. Nach dieser Bewertung ist der von Ihnen so kritisierte Text zustande gekommen.

    Wir bedauern, dass unsere Informationen Empörung bei Ihnen ausgelöst haben.

    Freundliche Grüsse
    Martin Boess

    …mit anderen worten, die behörde hatte noch nicht einmal bestritten, in kenntnis der (eindeutigen) wissenschaftlichen datenlage zu sein. sie hat sich stattdessen dazu entschieden, diese einfach zu ignorieren. anstatt handlungsbedarf festzustellen, weil offensichtlich mindestens die hälfte der opfer häuslicher gewalt, männer, offensichtlich keine polizeiliche unterstützung erhielten^, entschied sie sich diese einfach unter den tisch zu kehren. meiner meinung eine schweinerei sondergleichen.

  • Mara sagt:

    Könnten Sie bitte den Kommentar von Maximilian löschen? Er ist definitiv falsch und entstammt meiner Meinung nach deutlich einem Mann, der sich von Kindern angezogen fühlt, und deshalb die Tatsachen bewusst verdreht. Der Vorwurf mit den alleinerziehenden Müttern ist grotesk. Danke!

    (Maximilian sagt:
    21. November 2009 um 10:49
    Ich möchte in diesem Zusammenhang einfach auf die Tatsache hinweisen, dass es nachgewiesener Weise mehr Kinderschänderinnen als Kindersachänder gibt. Besonders hoch ist die Zahl der sexuellen Übergriffe unter den alleinerziehenden Müttern.)

  • Laura sagt:

    @Betty
    Nein, ich kann mich deinem Frommen Wunsch nicht anschliessen. Mein Sohn soll nicht Härte gegen sich selber an den Tag legen müssen, er doll ein gleichberechtigtes Leben führen können, ein Leben frei von Manipulationen und versteckten Drohungen, genau so, wie meine Tochter ein freies gleichberechtigtes Leben führen soll. Mein Sohn soll Gefühle haben und zeigen dürfen, er soll sich entwickeln können und seinen Weg mit gesundem Selbstbewusstsein und Achtung vor dem Nächsten gehen dürfen.

  • Becca sagt:

    @ Pipi Langstrumpf: Mit Fingerzeigen kommt man überhaupt nicht weiter, solche Kommentare kann man sich sparen.
    Ansonsten kann ich sagen: Endlich wird Gleichstellung einmal auf angemessene Art diskutiert. Ich, 26 Jahre alt, konnte mich mit der Feminismusbewegung nie richtig identifizieren – nicht weil ich keine Rechte haben will, sondern weil ich möchte dass alle, Frauen und Männer, die gleichen Rechte haben können. Dies ist heute nicht der Fall – in manchen Bereichen sind die Männer bevorteilt, in anderen die Frauen – aber eine gesunde Diskussion darüber kann diese Differenzen ansprechen und bei genügend gesellschaftlichem Interesse vielleicht mit der Zeit ändern. Dies setzt jedoch voraus, dass alle Beteiligten auch bereit sind bei sich selber zu schauen; wie bereits kommentiert wurde sind wir alle keine Engel.
    Die Männer in meinem Leben (Vater, Partner etc.) haben alle eine tolle Einstellung zu Frauen, lassen sich auch so einiges gefallen, und würden nie physische Gewalt anwenden. Ich versuche, ihnen mit dem gleichen Respekt zu begegnen, und werde ihre Einstellung auch nicht ausnutzen.
    Ich finde es toll, dass es nun ein Männerhaus gibt. Auch, dass das Männerhaus juristisch gut abgesichert wurde – es wäre ja das allerletzte, würde eine gewalttätige Frau dann noch mit einer ungerechtigten Missbrauchsklage kommen, nur weil die Kinder beim Vater im Zimmer schliefen. Wohlgemerkt geht es mir hier nicht darum, Missbrauch schönzureden, aber auf die vielen ’normalen‘ Väter aufmerksam zu machen, welche unter solchen Verdächten leiden.

  • Laura sagt:

    @Otto
    mein Ex-Mann und ich haben nach der Scheidung immer wieder das Gespräch gesucht, haben gemeinsam unsere Fehler erkannt und sind zum Schluss gekommen, dass wir als Paar gescheitert sind, aber als Eltern nach wie vor an einem Strick ziehen müssen.
    Es nützt keinem, wenn man sich gegenseitig Schuld zuweist, wenn man sich im Hass suhlt und in der Opferrolle gefällt. Damit würde man sich die eigene Zukunft und die Zukunft der Kinder verbauen.
    Er ist den Kindern ein liebevoller (manchmal zu nachsichtiger) Vater und mir ein Freund, Vertrauter in allen Lebenslagen. Wir haben beide sehr viel dazu gelernt.

  • Thomas sagt:

    … bravo simon, …

  • Thomas sagt:

    …bravo aschi, sie liegen gut im rennen für den dümmsten post des jahres.

  • Simon sagt:

    also wenn die gewalt meiner frau mir gegenüber irgendwann mal körperlicher natur wäre, hätte ich so kein problem damit zurückzuschlagen. und zwar so, dass sie es sich beim nächsten mal zweimal überlegen wird, gewalt auszuüben. das mag zwar nicht genetleman-like klingen, aber löst das problem effektiv.

    ausserdem bin ich der meinung, dass frauen die zuschlagen sich insgeheim einen mann wünschen der ihnen zeigt „wo der hammer hängt“ um das mal bildlich zu formulieren. welche frau will schon mit einer memme zusammen sein, die sich schlagen lässt, teilzeit arbeitet und in männerhäuser flüchtet?

    ich weiss mein beitrag provoziert und wird wohl auch böses blut generieren. aber sind wir doch mal ehrlich, das männerbild, das feministinnen fordern hat keine zukunft. frauen wollen keine schwachen männer. das ist genetisch so vorgegeben.

  • Marcel sagt:

    Physische oder psychische Gewalt- was ist schlimmer?

    Eins auffe Fresse vergisst man im günstigsten Falle schnell- aber psychologische Gewalt (Beleidigungen, Erniedrigungen, psychisch geschickt eingefädelte Machtspielchen etc.) hingegen können ernsthaften Schaden anrichten, die das Opfer auf Jahre hinaus schädigen können- oder ein Leben lang, je nach dem. Insofern halte ich Voten, die allgemein unterstellen wollen, psychische Gewalt sei im Vergleich zur Physischen harmlos, für völlig verfehlt.

  • Betty sagt:

    Angesichts der hier von allen Männern zelebrierten Wehleidigkeit, ihrem Suhlen im Opferstatus und ihrer Verbitterung wegen Frauen, ertappe ich mich beim Wunsch, die Männer mögen wieder männlicher werden: mit etwas mehr Härte gegen sich selbst, mit Contenance bewahren, mit eleganter und selbstbewusster Gelassenheit den Unbilden des Lebens gegenüber.
    Ein frommer Wunsch, ich weiss.

  • Thomas S sagt:

    Gewalt ist generell ein Ausdruck von Schwäche und von Hilflosigkeit.
    Viel zu lange wurde das Thema totgeschwiegen, dass auch Frauen Gewalt ausüben können, sogar manchmal schlimmer als Männer es tun würden. Wurde man früher ausgelacht, dass Frauen ihren Partner schlagen, ist es endlich ein Thema geworden.
    Was aber noch zu einem Thema werden sollte ist, dass Frauen auch ohne Gewalt einen Mann komplett zerstören können. Sie sind die Meister in Terror und treten mit all ihren zur Verfügung stehenden empanzipierten Mitteln auf den Mann solange ein, bis er sich entweder umbringt, oder total am Ende ist.
    Tränen und die angebliche Schwäche einer Frau, können sie zu einer grenzenlosen Furie machen, die das Leben eines Mann vernichten.
    Gut, dass es endlich auch ein Haus für Männer gibt.

  • Marcel sagt:

    @Katharina: Dass die Sehnsucht nach „Gelichheit“ manchmal komische Stilblüten treibt- wie auch Dein Beispiel aus den USA zeigt- wird auch mir immer bewusster. Insofern halte ich den auf den ersten Blick zweifellos schwierigen Wahlslogan der deutschen CDU für interessant- wenn auch erst auf den zweiten, dritten oder sogar vierten Blick:

    Freiheit und Fairness statt
    Gleichheit und Gerechtigkeit

    Bei mir hat es allerdings mindestens hundert Blicke gebraucht, bis ich diesem Slogan irgend etwas abgewinnen konnte- vor allem unter dem Aspekt des vom deutschen Philosophen Peter Sloterdijk kürzlich losgetretenen Klassenkampfs von oben:

    http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E3E570BE344824089B6549A8283A0933B~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  • Otto sagt:

    ich möchte diesen Leuten hier im Forum und besonders dem Tagi, damit auch Nicole Althaus, danken, dass sie immer wieder Themen bringen, die auch die Kehrseite der „Gleichberechtigung“ zeigen, bzw. sich für wirkliche gleichberechtigung und -plichtigung einsetzt.
    @Laura: Ja, danke zu so einem Statement. Schade gibts nicht viel mehr Leute (egal ob Mann oder Frau), die sich kritisch überdenken. Darf ich fragen, sind Sie heute mit ihrem Mann wieder zusammen, bzw. wie gehen Sie beide im Nachhinein damit um?
    Machen wir weiter mit einer richtigen Aufklährung, dass Gewalt nicht Geschlechterabhängig ist!

  • Marcel sagt:

    Wenn ich hier so die Komentare lese zum Thema häusliche Gewalt, vor allem die Erfahrungsberichte- das deckt sich mit den im allgemeinen bereits bekannten Erkenntnissen aus den Sozialwissenschaften, Fachstellen (sofern diese überhaupt gewillt sind, die Realität zu sehen), Justiz und Polizei: Gewaltbelastete Beziehungen sind meistens auch unsagbar komplizierte Geflechte, in denen beide Partner kaum in der Lage sind, aufeinander einzugehen, miteinander vernünftig zu kommunizieren oder irgendeine Form von Empathie zu zeigen. Die Manipulation des Partners geniesst in solchen Beziehungen einen hohen Stellenwert- was natürlich zwangsläufig auf Gewaltexzesse hinauslaufen muss. Dass Suchtproblematiken meist eine Begleiterscheinung sind, deckt sich auch mit meiner beruflichen Erfahrung- ich bin nämlich sozusagen vom Fach. Insofern lässt sich also der Kreis der Menschen, die in solchen Beziehungen leben, bis auf die berühmten Ausnahmen, die die Regel bestätigen, m. E. relativ genau eingrenzen. Es handelt sich bei häuslicher Gewalt also voraussichtlich nicht um ein weit verbreitetes, gesellschaftliches Problem, sondern um das Problem eines ganz bestimmten Personenkreises. Das klingt jetzt alles ziemlich verkürzt und provokativ, dürfte aber im Kern zutreffen, so hart es klingt.

    @Laura: Ihr Statement in Gottes Ohr- zu einer solchen Offenheit braucht es sehr viel Mut!

  • Maximilian sagt:

    Ich möchte in diesem Zusammenhang einfach auf die Tatsache hinweisen, dass es nachgewiesener Weise mehr Kinderschänderinnen als Kindersachänder gibt. Besonders hoch ist die Zahl der sexuellen Übergriffe unter den alleinerziehenden Müttern.

  • Laura sagt:

    @Daniel Neuhaus
    Die Frage ist bloss, wieso werden männliche Opfere nicht erwähnt. Hängt das damit zusammen, dass der Mann sich lieber als Täter sieht als dass er die Opferrolle annimmt?
    Es steht wohl hier nicht zur Diskussion, dass Frauen auch Gewalt ausüben, wie viel Prozent ist für mich irrelevant, genauso irrelevant wie es für das männliche Opfer sein muss, wenn er davon betroffen ist. Ich frage mich nur, womit das zusammenhängt, ich glaube den Frauen den Schwarzen Peter zuzuschieben deswegen wäre zu einfach. Könnte es sein, dass das Gros dr Männer ein Problem hat damit und es deshalb vertuschen will?

    @Aschi
    Nun, ich sehe das nicht ganz so wie du. Das Frauenstimmrecht an sich ist schon eine gute Sache, schliesslich müssen wir auch mit den Gesetzen leben können, die gemacht werden und immer nur „Befehle“ von oben kriegen, ist nicht grad das Gelbe vom Ei.
    Wir müssten dort ansetzen, dass Frauen auch in die Verantwortung genommen werden, dass bei häuslicher Gewalt nicht vom Täter und vom Opfer geredet wird, es sind (meistens) beide Täter und beide Opfer (von den Kinder sprechen wir hier nicht, die sind Opfer in allen Belangen). Es geht darum, dass psychische Gewalt nicht verharmlost wird und körperlich verteufelt. Unser Scheidungsrecht sollte ein „Recht“ sein und nicht von „Unrecht“ ausgehen, indem die Kinder automatisch der Mutter zugesprochen werden, indem die Mutter automatisch alle Rechte hat und der Vater alle Pflichten, so etwas gibt nur eine neue Spirale der Unzufriedenheit.

  • Aschi sagt:

    Wenn ich diesen Blog lese, dann kann ich nur sagen: „Einen Beweis mehr, dass sich das Frauenstimmrecht nicht bewährt hat“. Wir sollten es wieder abschaffen.

  • Kommentar Teil 2:
    Es ist sonderbar, dass den Politikern nicht die Opferrate der Männer von 24% im Kanton Zürich oder 39% im Kanton St. Gallen aufgefallen sind. Sind die St. Gallerinnen temperamentvoller als die Aargauerinnen, wo die ausgewiesene Opferrate 7% beträgt? Ab 2007 werden in der Kriminalstatistik vom Kanton Zug die Täter und Opfer nicht mehr geschlechtsspezifisch aufgeführt, dort betrug die Opferrate der Männer 2006 19%. Was soll das, will man hier etwas vertuschen?
    Hier ein Zitat von KRISTA, Kriminalstatistik des Kantons Zürich 2008: „Der Anteil der weiblichen Personen unter den Opfern von häuslicher Gewalt ist mit rund 76% wiederum hoch (Vorjahr: 75%). Unter den tatverdächtigen Personen sind rund 80% männlich (Vorjahr: 77%)“. Fällt euch etwas auf? Waseliwas ist es? Natürlich! Es werden keine weibliche Tatverdächtige noch werden männliche Opfer wörtlich erwähnt! Ich frage mich, wer formuliert so etwas?
    Hier noch einen Blick über den Tellerrand nach Deutschland. Die Väterstudie von 2005 fragte nach „Handgreiflichkeiten“ im Kontext Trennung und Scheidung und wer damit angefangen hat. Das Ergebnis lautet wie folgt:
    Die Partnerin hat begonnen, 60%
    Ich habe begonnen, 23%
    Wir beide, 17%
    Haben sie noch Fragen? Dann lesen sie doch diese Studie doch selbst!
    Daniel Neuhaus, http://www.mann-als-opfer.com

  • Kommentar Teil 1:
    Geschätzte Damen und Herren, ich spreche als Fachmann von häuslicher Gewalt gegen Männer und Webmaster von http://www.mann-als-opfer.com. In der Männerforschung über häusliche Gewalt geht man von einer Parität der Gewaltausübung aus bei leichtem Überhang der Gewalttätigkeiten der Frauen. Diese Tatsachen sind schon seit Jahrzehnten bekannt, angefangen mit der Gründerin des ersten Frauenhauses nach dem zweiten Weltkrieg in London, Erin Pizzey. Sie stellte fest, dass von den ersten 100 Bewohnerinnen 62 mindestens so gewalttätig waren wie ihre Partner. Zahlreiche Studien und Befragungen stützten diese Aussage, jedoch werden diese Fakten von den Politikern ignoriert oder unterdrückt.
    Diese Art Politik zu betreiben hat nichts mit Gewaltschutz zu tun, sie ist schlicht und ergreifend männerfeindlich und sexistisch!
    In den Jahren 2006 und 2007 war ich an etlichen Veranstaltungen über häusliche Gewalt. Die Besucher der Seminare bestanden z.B. aus Polizeibeamten, Pädagogen, Psychologen etc. Gewalt gegen Männer wurde nur am Rande während ein paar Sekunden erwähnt, wobei der/die Referent/in nicht einmal in der Lage war, die korrekten Zahlen zu präsentieren! Bezahlt werden solche Veranstaltungen mit Steuergeldern, Steuergelder die mehrheitlich von Männern stammen aber nicht für Männer und Kinder in Not eingesetzt werden. Es braucht nicht viel Fantasie um zu sehen, dass auch in diesem Fall Männer ökonomisch diskriminiert werden.
    Daniel Neuhaus, http://www.mann-als-opfer.com

  • maia sagt:

    @henri: ich weiss nicht, ob sie mich verstanden haben. Ich dachte vor allem daran, dass Männer meist ihre Kinder dann bei der Mutter lassen müssen und wenn die Mutter gegenüber dem Mann handgreiflich wird, wie ist das dann erst den Kindern gegenüber? Es ist auch nicht ganz unmöglich, dass Männer die Kinder mitnehmen können, aber das ist dann wirklich schon fast ein Wunder.

  • max sagt:

    @Henri
    Sagte eine ältere Dame aus England zu mir: „You know, woman are like bus stops. You miss one and the next one will come along for sure.“ So locker hab ichs nicht genommen. Ich bin zwar ein richtiger Mann aber kein rechter Macho.

    Einverstanden bin ich mit Ihnen, dass man Regeln haben muss im Leben. Soilche Regeln betreffen nicht nur den Anstand und das Zusammenleben sondern auch die eigene Sicherheit und den eigenen Schutz. Wenn meine Partnerin eine dieser absoluten Grenzen überschreitet, dann sage ich das ein mal und erkläre es sorgfältig. Allerdings beende ich sogar die besten Freundschaften beim zweiten Mal.

  • max sagt:

    @Pipi
    Gibt es eigentlich Puffs, wo sich Frauen verlustieren dürfen (also mit männlichen Angestellten meine ich)? Vielleicht ist das die Art von Männerhaus, wie Sie es dringend benötigen.

  • hans muster sagt:

    @ pipi
    „Der ‚Missbrauch vom Missbrauch‘ ist, von Einzelfällen abgesehen, ein Mythos.“

    ihre restistenz gegenüber fakten ist beachtlich. so hiess es im missbrauchsblog doch ganz klar:
    „[…] sind 42 Prozent aller Missbrauchsvorwürfe in Sorgerechts- oder Umgangssfällen äusserst vage, 92 Prozent stellen sich als unbegründet heraus, […]“

    92 prozent ist das pure gegenteil von einzelfällen! wenn verurteilte pädophile keine reue zeigen, so ist dies symptom einer schweren psychischen störung, aber ganz sicher nicht symptom typisch männlichen verhaltens. sie sagen weiter, „Mütter sind und bleiben die besten Interessensvertreter ihrer Kinder“. nun, in dieser allgemeinen form ist diese aussage *nachweislich* falsch: es wurde nämlich z.b. gezeigt, dass nichts kinder besser vor sexuellen übergriffen, delinquenz u.v.m. schützt, als die anwesenheit des leiblichen vaters (!). habe die studie aber zur zeit leider nicht zur hand.

    @beta
    ich als mann denke, ein mann welcher sich getraut hilfe z.b. eines zwüschehalts in anspruch zu nehmen, beweist verantwortungsbewusstsein und grosse eier (um es mal umgangssprachlich auszudrücken). dass andere das nicht so sehen kann aber durchaus sein.

  • Beta sagt:

    Henri hat geschrieben: „Unter Männern allerdings dürfte ein Mann im Männerhaus kaum gross Ansehen gewinnen.“ Das finde ich eine sehr interessante Aussage. Gelten Männer, die ein Männerhaus aufsuchen würden, als weinerliche Jammerlappen, als einsame Weicheier, als verbitterte Looser? Wie seht Ihr das?

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Laura: wow, danke für Deine Offenheit und Ehrlichkeit! Und ich schliesse mich sogar an, wir haben in unsrer Beziehung gegenseitig Gewalt ausgeübt, nicht notfallstationsnötig, aber definitiv Gewalt. Ich weiss dass Männer schlagen können, aber ich weiss auch, dass Frauen schlagen, kratzen können, zumindest ich konnte das, als ich mich in die Enge getrieben fühlte.(resp. hatte damals keinen schlaueren Ausweg zur Hand, im Kopf weiss man ja genau dass es nicht okay ist!) (Und blöderweise war keine Katze zur Hand, die man zur Erklärung von Kratzwunden hätte herziehen können, da können Päärchen ganz schön erfinderisch werden um sich gegenseitig zu decken…) Ich glaube definitiv nicht, dass ich die Einzige mit solchen Fähigkeiten bin. Mein Mann ging dann zum mannebüro, da war diese Sache noch in der Pionierphase, und auch ich musste einiges durcharbeiten. Deshalb
    @Oliver: hört einfach ja nie auf mit dem Engagement!
    Und noch zur Klärung: das war damals, heute tragen wir auch heftigere Streitereien zivilisiert aus! Und wir können über unser damaliges Steinzeitverhalten lachen.

    Aber @Pipi Langstrumpf: ich glaube Du hast Angst dass mit dieser Diskussion die Opferfrauen vergessen würden, und setzt Dich deswegen so vehement für sie ein. Aber es geht hier weder um Pädosexualität, noch um Mord. Sondern um den normalen Gewaltwahnsinn (psychisch und physisch) der in einer Durchschnittsfamilie herrschen kann. Warum sind denn in Deutschland die Anzeigen auf Missbrauch drastisch eingebrochen, nachdem falsche Missbrauchanklage ein ausgewiesener Strafbestand wurde? Waren die Männer plötzlich braver? Oder wussten die Frauen was sie riskieren wenn sie dieses Spiel wagen? Oder denkst Du, viele hätten aus lauter Angst, dass man ihnen das fälschlicherweise unterstellen würde auf eine berechtigte Anzeige verzichtet? Natürlich war Missbrauch viel zu lange ein Tabuthema, aber deswegen den falschen Missbrauch als Mythos zu bezeichnen hilft niemandem, am wenigsten den betroffenen Kindern. Und auch für die betroffenen Väter ist das also nicht grad das Wort zum Sonntag… .

  • Super Oliver! Auch ich bin ein Opfer einer drogenbelasteten und gewalttätigen Noch-Frau. Es war und ist noch heute unsäglich zu sehen, dass sämtliche Behörde NIE etwas gegen meine Frau unternommen haben. Es braucht nicht zwei zum Streiten, das ist eine dumme Aussage. Es braucht nur einen Partner um die Familie in den Sand zu setzen! ALK und Gewalt ist etwas sehr Schlimmes und du kannst nie gewinnen. Noch verheerender ist, dass mein Sohn per Gerichtsbeschluss Dielsdorf noch dazu verurteilt wurde in einem solchen Umfeld verbleiben zu müssen dank u.a. des JS Dielsdorf. Noch heute ist die VB total überfordert. Finger weg vom JS Dielsdorf ist die Devise.

  • oliver sagt:

    @Laura
    Ich möchte Dir danken, für diese Worte. Ich glaube, genauer kann man den Verlauf solcher Entwicklungen kaum beschreiben, als Du es hier getan hast.
    Und wer weiss, wenn Dein Mann kurz vor dem letzten Eskalationsschritt hätte fliehen können, hätte einen Zwischenhalt einschalten können, vielleicht wärst Du nie im Spital gelandet.

    @All
    Gewalt hat viele Gesichter und schon meine Eltern haben mich gelehrt, dass es immer zwei braucht, um zu streiten.
    Dumm nur, dass bislang nur eine auf den Schiedsrichter hoffen darf, während der andere schon verloren hat, bevor es angefangen hat.
    Gleichstellung bedeutet eben unter Umständen auch, gleich gestellt zu werden. Und gleich ist eben gleich, auch wenn das dann vielleicht nicht so bequem ist.

    Ich möchte mich an dieser Stelle ganz herzlich für die vielen ermutigenden Kommentare bedanken, die unser Projekt hier bekommt.

  • Henri sagt:

    @maia sagt: 21. November 2009 um 00:09
    Das stimmt, es ist schwieriger, und es wird sogar grosse finanzielle Konsequenzen haben – aber dennoch nicht unmöglich.
    Und das Leben ist zu kurz, um es mit der falschen Frau zu verbringen.

    @Pipi Langstrumpf sagt: 20. November 2009 um 23:59

    Der mittlere Teil Ihres Kommentars finde ich sehr unüberlegt, wenn nicht sogar überaus dümmlich:
    ….. „Also, mein Mitgefühl mit den zu Unrecht Verdächtigten hält sich in Grenzen angesichts des Elendes der Millionen missbrauchten Kinder …“

    Da möchte ich doch mal sehen, ob Sie noch immer dieselbe Meinung äussern würden, nachdem Ihre berufliche und soziale Reputation durch ene solche Untersuchung zerstört wurde …..

    Aber dies ist ja nicht das aktuelle Thmea.

  • maia sagt:

    @Henri: „Der beste Rat an einen Mann ist, bei einer gewalttätigen Frau (egal ob körperlich oder psychisch) umgehend das Weite zu suchen – man (und der Mann) hat immer eine Wahl – und es gibt immer genügend andere (Frauen).“ – Der Rat ist schon gut, wird aber schwierig wenn Kinder da sind.

  • Spiff sagt:

    Ich lese mit Vergnügen und Interesse fast täglich diesen blog da auch Betroffener in vielen Feldern…

    Dies ist meine erste post, aber ich hielts fast nicht mehr aus…

    @max
    Ich kann Deinem statement: „Frauen kann man nur lieben, aber nicht verstehen…“ oder so ähnlich, nur zustimmen

    Nach einer gescheiterten 13j Ehe und einer erfolgreichen, andauernden mit je einem Kind kann ich auch vielen anderen nur beipflichten: REDEN hilft und dieser blog ist auch eine (heute wichtige) Form der Kommunikation und auch der Meinungsbildungund daher mag ich ausnahmslos ALLE Kommentare, auch wenn ich nicht immer übereinstimme.

    Ich habe physische wie auch psychische Gewalt von Frauen schon erlebt/erleben müssen, aber ich hatte Mittel und Wege (bis zu Trennung/Scheidung) mich dagegen zu wehren/zu verwahren und denke nicht, dass dies ein wirkliches Geschlechterproblem ist, sondern auf dem jeweiligen Verständnis von/Potential zur Kommunikation (zwischen Partnern?) beruht. Ohne Kommunikation (in welcher Form auch immer) ist alles nix…

  • Henri sagt:

    @Brunhild Steiner, 20. November 2009 um 16:45
    Datenlage in den Notfallstationen
    Es steht doch ausser Frage, dass wenn ein Mann zuschlägt, der Schaden bei der Frau ungleich grösser ist wie umgekehrt, vor allem, wenn keine Hilfsmittel verwendet werden. Und das ist das, was die Notfallstationen sehen.

    Was sie nicht sehen: viele Männer schlagen nicht zu, Frauen aber schon – wohl auch, weil sie wissen, dass a) ihnen dabei nichts passieren kann, und b) dem Mann eigentlich im Regelfall auch nicht viel.

    Und dass viele Männer nicht zuschlagen bzw. zurückschlagen (siehe a) das lernt ein Mann schon von seiner Mutter: „Frauen schlägt man nicht“) – und das ist mit Sicherheit gut so – die Notfallstationen müssten sonst ausgebaut werden, und die Datenlage würde noch mehr gegen die Männer sprechen.

    Ein Haus für geschlagene Männer ist sicher nicht schlecht, wiewohl die Narben der Schläge bei den Männern eher im Innern zu finden, also keine sichtbaren Narben vorhanden sind, denn die Domäne der Frauen ist ja bekanntlich nicht die körperliche, sondern die psychische Gewalt in allen Formen und Intensitäten – und das letzte Wort als Messer, gewissermassen.

    Unter Männern allerdings dürfte ein Mann im Männerhaus kaum gross Ansehen gewinnen.

    Der beste Rat an einen Mann ist, bei einer gewalttätigen Frau (egal ob körperlich oder psychisch) umgehend das Weite zu suchen – man (und der Mann) hat immer eine Wahl – und es gibt immer genügend andere (Frauen).

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Der“Missbrauch vom Missbrauch“ ist, von Einzelfällen abgesehen, ein Mythos. Eine Behörde muss ermitteln, wenn diesbezüglich ein Verdacht besteht. Es ist für jeden Unschuldigen eine Belastung, wenn gegen ihn ermittelt wird, warum auch immer. Bei Missbrauch wurde zu lange weggesehen, auch heute noch, die Pädophilie im Netz boomt.

    Ganz abgesehen davon besteht auch bei überführten und verurteilten Kinderschändern so gut wie nie ein Unrechtbewusstsein, Interviews mit Tätern in Gefängnissen zeigen das immer wieder. Also, mein Mitgefühl mit den zu Unrecht Verdächtigten hält sich in Grenzen angesichts des Elendes der Millionen missbrauchten Kinder. Sie sind es, die unsern vorbehaltlosen Schutz verdienen, weil sie sich nicht wehren können. Mütter sind und bleiben die besten Interessensvertreter ihrer Kinder, aber das soll Väter nicht davon abhalten, sich ihrerseits dem Nachwuchs zu widmen und sich einzubringen. Kinder wünschen sich fürsorgliche, zugewandte Väter.

    PS. Ich weiss, dass Frauen keine Engel sind, dürfen sie auch nicht, sonst kommen sie unter die Räder.

  • börni sagt:

    @laura
    danke für Deine Offenheit. Ich glaube das klärt vieles hier, auch wenn es „nur“ ein Einzelschicksal ist. Vielleicht hilft es bei gewissen leuten hier auch gegen Faktenresistenz…

  • Katharina sagt:

    „Es ist eben nicht die Baustelle der Frauen“ – das ist zu einfach. schliesslich und endlich sind es meist zwei in einer beziehung. und wenn die beziehung sauer ueberlaeuft, liegt es meist an beiden. wer ist das wirkliche opfer? die kinder. und deren teilweise traumatische erinnerungen sind die saat fuer die naechste kaputte beziehungskiste.

    genau diesen teufelskreis gilt es zu durchbrechen. da koennen haeuser fuer eine auszeit sehr viel helfen.

  • Laura sagt:

    @Pipi
    ich will dir auf keinen Fall zu nahe treten, aber bist du mal Opfer von häuslicher Gewalt gewesen? Ich schon, ich weiss, was es heisst, mit gebrochenem Oberschenkelknochen von der Ambulanz ins Spital gefahren zu werden, weil der Mann ausgerastet ist, und ja, es gibt keine Entschuldigung dafür, dass er zugeschlagen hat. Dennoch kann ich es verstehen, wenn ich versuche es aus seiner Sicht anzuschauen. Nach dem Unfalltod des Erstgeborenen hielt ich es nicht mehr aus daheim, ich wollte mein Arbeitspensum erhöhen, damit ich abgelenkt war, nicht ständig an das Kind erinnert würde, mein Hirn anderweitig beschäftigt ist. Er wollte Zuflucht daheim. Gespräche gab es nicht, weil jeder Angst hatte in den Wunden zu stochern. Er fing an zu trinken, weil ich ihm ein Leben aufgezwungen habe, das er nicht leben wollte. Es ist eskaliert, zuerst mit Worten, erniedrigenden Worten von meiner Seite, Verachtung von meiner Seite. Für ihn war es bloss noch Terror, für mich jedesmal kleine Siege, wenn ich wieder durchgesetzt habe, was ich wollte. Einestages schlug er zu, im Suff. Ich war das Opfer, obwohl ich wusste, dass ich eigentlich Täter war, weil ich in so in die Enge getrieben habe, dass er sich nicht mehr zu helfen wusste.

  • peter pauls sagt:

    Und jetzt wollen Sie ein Männerhaus, weil es schliesslich auch Frauenhäuser gibt?
    So eine Frage kann auch nur einer Frau in den Sinn kommen…

  • Brunhild Steiner sagt:

    Natürlich ist es auch unsere Baustelle, denn wir können treten, kratzen, schlagen, Brille kaputtmachen usw. und wir tun es teilweise auch. Wir sind nicht inkarnierte Engel! Hast Du den Missbrauchblog gelesen?

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Hans Muster: Das ist richtig, auch Opfer sind überwiegend Männer, was sehr schön zeigt, dass sich Männer auch untereinander alles antun. Es ist eben nicht die Baustelle der Frauen. Trotzdem finde ich es gut, wenn Männer einen Zufluchtsort haben, wo sie sich ganz kreativ mit Gewalt und ihren Folgen auseinander setzen können (so hoffe ich doch).

  • Katharina sagt:

    @Marcel: Ich dachte, das Gebiet der MINT-Berufe sei nach Indien ausgelagert worden. So sieht es zumindest hier aus. Ich hab dann das Problem, dass, obwohl die Englisch sprechen, ich nichts verstehe…

    Aber mit den Geldflüssen scheint es tatsächlich so zu sein.

    Hier in der Volksrepublik Kalifornien ist es schon so, dass Maenner in den Medien und im Hiring Process so dargestellt sind, dass irgendwie die Assoziation zum Homer Simpson einfach nicht aus den Hintergedanken verschwindet.

    Aber wir haben viel weitergehende Probleme mit der Affirmative Action, wie hier das ‚foerdernde‘ regulationswerk genannt wird. das laeuft so:

    (ein echter fall)
    Firma x hat zuwenig schwarze und frauen. die firma erhaelt auftraege der bundesregierung.
    bei einer stellenausschreibung fuer eine projektleiterstelle (IT) gab es folgende bewerber in der naeheren auswahl:

    maennlich, caucasian, doktorierte bei MIT. 42 jahre alt. 12 jahre erfahrung als projektleiter , alle gleiche firma. alles projekte mit budget > 5 mio usd (eine mindestanforderung der stelle)

    weiblich, mexikanerin, zwei doktorate (1x MX und 1x Stanford), 37 jahre alt, 5 jahre als projektleiterin in mehreren internationalen projekten, davon zwei mit > 5 mio.

    weiblich, african american, 1 associate degree und 1x diplom von einer online uni ohne akademische annerkennung (i.e. die credits koennen nicht an eine andere schule transferiert werden). 2 jahre projekterfahrung (nicht verifizierbar da consulting firm). projektbudget unbekannt.

    die ersten zwei eindeutig qualifiziert, no 2 wege internationaler erfahrung besser zum kunden passend.

    no3 eindeutig nicht qualifiziert. wie das telefonische interview auch noch ergab.

    was geschah: die jobbeschreibung wurde geaendert und no 3 in einem dead end job eingestellt.

    die firma erhielt den zuschlag beim bundesprojekt.
    eine konkurrenzfirma hatte no 1 eingestellt. den auftrag nicht erhalten.

    der auftrag ging um 7 mio. das salaer bei no 3: 40’000 p.a. no1: 125’000 p.a.

    so geht das.

  • Marcel sagt:

    Gerhard Amend wollte ich schreiben, sorry.

  • Marcel sagt:

    …@Beta: Professor Ahrendt hat übrigens bereits die Schliessung der Frauenhäuser in Deutschland zur Diskussion gebracht- und damit einen enormen politischen Wirbel ausgelöst.

    Beim Männerhaus in Deutschland ist es wohl so, dass das tatsächlich niemand kennt- dafür aber der Begriff Frauenhäuser in aller Munde ist. Das Geld wird wohl knapp sein, denke ich…

    Die Aufarbeitung des Stoffes in der Zeit ist übrigens erbärmlich- auch dialektisch. Das sagt eigentlich mehr als tausend Worte.

  • Beta sagt:

    Wenn ich hier die Antworten auf die Frage durchlese, ob es ein Männerhaus braucht, dann komme ich zum Schluss, dass Herr Hunziker regelrecht überollt wird von misshandelten Männern. Die Nachfrage scheint ja gewaltig zu sein, die Männer werden sich um Einlass … ähhh … prügeln.

    In Deutschland gibt es übrigens auch ein einziges Männerhaus. Noch geht dort kaum einer hin, obwohl das Bedürfnis danach augenscheinlich enorm ist.

    http://www.zeit.de/gesellschaft/generationen/2009-11/maennerhaus?page=all

  • Marcel sagt:

    „Dabei gibt es genügend Frauen die Ihre Männer zu gehorsamen Schosshündchen abgerichtet haben!“

    Und wehren können die sich nicht selbstständig- genau genommen muss einem das zu denken geben. Hat das etwa damit zu tun, dass man den Männern in den letzten 30 Jahren beigebracht hat, sie seien das einzig Böse und Minderwertige auf dieser Welt, wohingegen das madonnenartige Weib…

    Rein psychologisch betrachtet, dürfte das durchaus einen gewissen Einfluss auf die mentale Verfassung vieler Männer haben.

    Dass bisher sämtliche Studien zu Thema häusliche Gewalt, in denen auch Frauengewalt dargestellt und untersucht worden ist, kategorisch aus dem öffentlichen Geschlechterdiskurs ausgeblendet worden ist, ist der eine Skandal.

    Der zweite politisch völlig untragbare Skandal ist der Umstand, dass das Männerhaus nicht auf staatliche Gelder hoffen darf- im Gegensatz zu den Frauenhäusern. Das ist ein Skandal ohnegleichen- und offebart ganz klar die Strukturen der zumindest in der BRD bereits schon millionenschweren feministischen Industrie- und sie ist tatsächlich eine: Die Fördergelder fliessen nämlich immer nur in eine Richtung, nämlich zu den Frauen! Wohin sie genau fliessen, zeigt dieser Link:

    http://www.wgvdl.com/info/frauenfoerderung/kosten-der-frauenfoerderung.htm

    Da gibt es z.B. in Niedersachsen und Schleswig-Holstein 2 Projekte “ohne Titel” für insgesamt 933.000 EUR. Das Projekt mit dem höchsten Anteil an Förderung heißt “Inhaltliche, strukturelle und organisatorische Weiterentwicklung und Etablierung des Nationalen Paktes für weiblichen Nachwuchs in MINT-Berufen”. Dafür gibt es knapp 3,2 Mil. EUR. Interessant ist natürlich dieses Projekt “Frauen an die Spitze – Wo bleiben sie trotz Förderprogramme?” Dafür wurden allerdings “nur” 278.000 EUR bewilligt.

    Klar, dass da die Wirklichkeit kaum Platz hat! Selbstverständlich gibt es in ganz Deutschland noch kein einziges Männerhaus- kein Wunder: Ist ja auch gar kein Geld da!

  • Thomas sagt:

    @ katharina

    …es käme auf einen versuch an.

  • Thomas sagt:

    @ max

    …ich hatte noch ihren einsatz im treppenhaus im hinterkopf, und hans muster klang etwas verzweifelt in seinem schlusssatz.

  • max sagt:

    @Thomas
    Was wünschen der Herr?

  • Katharina sagt:

    @Thomas: meinst Du das so, dass ein post mit zwei Links, wenn mit tiefer sonorer Stimme gelesen, besser durchgeht? 🙂

  • Jotoxo sagt:

    Ein Männerhaus ist ein grosser Schritt in Richtung Gleichberechtigung. Frauen sind nicht nur gleich intelligent, gleich fähig, gleich gut sondern leider auch gleich schlecht wie die Männer. Es gibt Mörderinnen, Terroristinnen, es gibt Frauen, die Männer quälen ( man denke an Abu Chraib) und es gibt durchaus Frauen (auch schweizerische), die ihren Männern körperlich gewachsen sind. Und sonst bleibt ja immer noch die psychische Gewalt oder soll die weniger schlimm sein?
    Das Entmutigende scheint mir, dass im europäischen Vergleich mit der Zunahme der Gleichberechtigung in den Gesellschaften der Anteil an Täterinnen in häuslicher Gewalt zunimmt. Also: wie mehr Gleichberechtigung nicht wie weniger häusliche Gewalt sondern leider wie mehr Täterinnen bzw. wie mehr männliche Opfer. Insofern ist es nur logisch, dass für alle Opfer, unabhängig ihres Geschlechts, Strukturen bereitgestell werden, die ihnen helfen sollen aus Abhhängigkeits- und Gewaltverhältnissen auszubrechen.

  • Thomas sagt:

    …da wäre vielleicht noch max, an den man sich wenden könnte.

  • hans muster sagt:

    @ pipi
    „trotzdem wird Gewalt ganz überwiegend von Männern ausgeübt, wir sollten hier nicht die Tatsachen verdrehen.“

    was soll das jetzt? sie sagen gewalt ginge überwiegend von männern aus. gewalt wird vor allem aber auch *überwiegend* von maennern erlitten! das risiko in seinem leben opfer eines gewaltverbrechens zu werden ist für männer ungleich grösser als für frauen, ganz egal ob mord oder körperverletzung (bfs: http://www.bfs.admin.ch/bfs/portal/de/index/themen/19/03/02/dos/02/01.html ). trotzdem und in direktem widerspruch zur tatsächlichen bedürfnislage existiert geschlechterspezifische opferhilfe in der schweiz eigentlich nur für frauen. männern hilft man nicht.

  • Katharina sagt:

    Ihr Kommentar wartet auf Freischaltung. – daher die links in anfuehrungszeichen….. they really have a prob over there….
    20. November 2009 um 21:04

    @Pipi Langstrumpf sagt : “Ich habe nirgends gesagt, dass ich mit dem Männerhaus ein Problem habe, trotzdem wird Gewalt ganz überwiegend von Männern ausgeübt, wir sollten hier nicht die Tatsachen verdrehen.”

    genau so ist es eben nicht. so hat Hans Muster einen Link zu folgender Studie erwähnt:
    „http://www.csulb.edu/~mfiebert/assault.htm“

    dort steht klipp und klar, dass häusliche Gewalt grob 50/50 zwischen Männlein und Weiblein sich verteilt. Genau wie es etwa 50% Frauen und 50% Maenner gibt.

    ich habe dann daruf hingewiesen, dass das US Department of Justice betreffend Häuslicher Gewalt, die dann strafrechtlich relevant ist (z.b. wie im bild oben mit der pfanne dreinhauen) zahlen vorweisen kann, die in etwa die gleiche Verteilung 50/50 zeigt:
    „http://www.ojp.gov/bjs/intimate/offender.htm“

    die zahlen sind nun wirklich eindeutig. und wie hans sagte, sie werden in solchen diskussionen unterschlagen und genau das ist thema dieses blogs.

    dass in der schweiz staatlich finanzierte frauenhaeuser seit jahren existieren und nun das einzige maennerhaus auf spenden angewiesen wird, ist skandaloes. und die institution kann wirklich helfen.

    Du hingegen zitierst eine statistik aus einem weitaus kleineren statistischen raum (CH), der sich nur auf toetungsdelikte bezieht. dazu sage ich: wenn die aggression so weit geht, dass es um leben oder tod geht, dann ist die maennliche physik staerker. in der schweiz ist zudem militaerdienst fuer maenner obligatorisch. toeten ist ein teil des business des militaer und wird wohl auch entsprechend trainiert.
    umgekehrt scheint das politische klima so zu sein, dass frauen mit mehr aggressiven handlungen vogelfrei wegkommen als maenner. da die form der aggression anders ist, ist wohl auch die beweislage schwierig.

    es gibt laender, wo zumindest verbale gewalt schwerer geandet wird als es in der schweiz den anschein macht.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Pipi Langstrumpf: ich verstehe nicht ganz, es geht hier ja explizit nicht um Totschlag/Mord welche statistisch erfasst sind. Bis ein Mann wegen regelmässiger Schläge/Tritte bei der Polizei eine Anzeige macht geht es sehr lange, und für genau so einen Mann wär zum Beispiel das Schutzhaus ideal. Und wenn er dann eine macht, dann wird sie vielleicht gar nicht richtig aufgenommen, und somit erscheint diese Gewaltanwendung überhaupt nie in irgendeiner Statistik. Die Statistik die Du erwähnt hast bezieht sich auf Totschlag, oder? Oder zumindest auf zur Anzeige gebrachter Delikte. Bestreitest Du, dass Männer zunehmend auch von Frauen angegriffen werden?
    Hast Du die Erfahrungsberichte im Blog „Der Missbrauch mit dem Missbrauch“ gelesen?

  • Katharina sagt:

    @Pipi Langstrumpf sagt : „Ich habe nirgends gesagt, dass ich mit dem Männerhaus ein Problem habe, trotzdem wird Gewalt ganz überwiegend von Männern ausgeübt, wir sollten hier nicht die Tatsachen verdrehen.“

    genau so ist es eben nicht. so hat Hans Muster einen Link zu folgender Studie erwähnt: http://www.csulb.edu/~mfiebert/assault.htm

    dort steht klipp und klar, dass häusliche Gewalt grob 50/50 zwischen Männlein und Weiblein sich verteilt. Genau wie es etwa 50% Frauen und 50% Maenner gibt.

    ich habe dann daruf hingewiesen, dass das US Department of Justice betreffend Häuslicher Gewalt, die dann strafrechtlich relevant ist (z.b. wie im bild oben mit der pfanne dreinhauen) zahlen vorweisen kann, die in etwa die gleiche Verteilung 50/50 zeigt: http://www.ojp.gov/bjs/intimate/offender.htm

    die zahlen sind nun wirklich eindeutig. und wie hans sagte, sie werden in solchen diskussionen unterschlagen und genau das ist thema dieses blogs.

    dass in der schweiz staatlich finanzierte frauenhaeuser seit jahren existieren und nun das einzige maennerhaus auf spenden angewiesen wird, ist skandaloes. und die institution kann wirklich helfen.

    Du hingegen zitierst eine statistik aus einem weitaus kleineren statistischen raum (CH), der sich nur auf toetungsdelikte bezieht. dazu sage ich: wenn die aggression so weit geht, dass es um leben oder tod geht, dann ist die maennliche physik staerker. in der schweiz ist zudem militaerdienst fuer maenner obligatorisch. toeten ist ein teil des business des militaer und wird wohl auch entsprechend trainiert.
    umgekehrt scheint das politische klima so zu sein, dass frauen mit mehr aggressiven handlungen vogelfrei wegkommen als maenner. da die form der aggression anders ist, ist wohl auch die beweislage schwierig.

    es gibt laender, wo zumindest verbale gewalt schwerer geandet wird als es in der schweiz den anschein macht.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Brunhild: Du darfst natürlich glauben, was du willst, wir haben hier Glaubensfreiheit:) Aber das Bundesamt für Statistik erstellt Statistiken nicht um des Glaubens- sondern um des Wissenswillen.

  • Rahel sagt:

    @ Brunhild

    Nein, nein, wollte Dich auch nicht beleidigen! Bitte entschuldige falls es so rüberkam!!!

  • Brunhild Steiner sagt:

    Moment mal Rahel, erstmal meine Posts im Missbrauchblog zu Gemüte führen, so schlimm bin ich nun doch wieder nicht…

  • Rahel sagt:

    @ Brunhild

    Zugegeben, ich musste bei Deiner Darstellung schmunzeln! Aber ich denke Du siehst das etwas zu krass! Für Dich ist doch wieder mal der Mann das alleinige Übel! Dabei gibt es genügend Frauen die Ihre Männer zu gehorsamen Schosshündchen abgerichtet haben!

  • Brunhild Steiner sagt:

    @max: aber dieser Waschlappen von Adam hat unterlassen ihr den Tarif durchzugeben, etwa so: „Weib, rühr das bloss nicht an, und komm mir ja nicht mit Diskussionserkenntnissen die du gewonnen hast!“ Hm, der Satz war wohl schon zu lang, also besser so: „Weib!!! Aus! Und jetzt Platz!“ 😉

  • Rahel sagt:

    @ Max

    Du hast absolut Recht! Ich habe dieses Gedicht auch nicht geschlechter-spezifisch gemeint! Lies doch mal meinen Beitrag von heute 13:17h, da kommts besser rüber,was ich meine und ich muss nicht nochmals alles „niedertöggele“ ( würde vielleicht auch wieder zu Missverständnissen führen……)

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Pipi Langstrumpf: ich glaube nicht dass es hier um Tötungdelikte geht und (ansonsten, Oliver/Statistik-Marcel korrigiert mich!) die Meinung vorherrscht, eigentlich werden genauso viele Männer wie Frauen vom jeweiligen Partner (oder Bruder/Vater/Schwester usw.) umgebracht. Und deshalb brauche es dringend ein Schutzhaus wo auch Männer hinkönnen.
    Aber Frauen schlagen, treten, kratzen, beissen, demolieren evtl. seine Brille, sein Compi usw. und viele Dinge mehr. Boykottieren seine Beziehungen, besonders die zu den Kindern, können im Scheidungsverfahren zu äusserst unfairen Methoden greifen. Ich war erschüttert all die Beispiele im „Missbrauch mit dem Missbrauch“ Blog zu lesen. Dass es das auch gibt, wusste ich schon, und gelesen hab ich ebenfalls schon drüber. Aber so von Bildschirm zu Bildschirm persönlich erzählt bekommen, das tat mir furchtbar leid für die Betroffenen.
    Und um solche Sachen geht es doch. Sollen denn nun die Männer einfach genauso lange warten müssen wie die Frauen mussten. Auch mit den Subventionen usw.? Wir sind doch in erster Linie Menschen! Ich finde den Ansatz dieses Hauses so genial, kein Ausschluss, Ermutigung den Konflikt zu lösen, nicht von vornherein der Frau jegliche Unrechterfahrung absprechen, Gespräch wieder aufnehmen, miteinander irgendwie die Sache regeln…,
    ja, was wollen wir denn mehr?
    Damit wird nicht impliziert, dass Unrecht und Gewalt an Frauen ein kleines Problem wäre.

  • Thomas sagt:

    @ laura

    …ich verurteile sogar gewalt gegen fersehapparate.

  • max sagt:

    @Rahel

    Schön Dein Gedicht.
    Allerdings, es war die Eva, SIE hat vom Baum der Erkenntnis genascht.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Ich habe nirgends gesagt, dass ich mit dem Männerhaus ein Problem habe, trotzdem wird Gewalt ganz überwiegend von Männern ausgeübt, wir sollten hier nicht die Tatsachen verdrehen.

  • max sagt:

    @Oliver Ceco
    Ich verstehe Ihr Anliegen nicht. Ein Meinungsbild entsteht nie, wenn drauflos diskutiert wird. Wenn Sie sich also als richtiger Mann hinstellen wollen, um dann von den besserwissenden Frauen kübelweise Waschwasser angeworfen zu bekommen, dann schlage ich folgendes Vorgehen vor.

    Nehmen Sie einen Kommentar einer Schreiberin. Antworten Sie darauf in dem Sie mit @xy anfangen und dann Ihre Theorien, Beobachtungen, Erinnerungen, Erlebnisse dazu schreiben. Und zu allererst sollten Sie entscheiden, wieviel Sie von sich persönlich preisgeben. Sie sind im Internet und das vergisst nie.

    Ich habe in diesen paar Tagen am meisten sehr direkte Reaktionen bekommen, wenn ich ein konkretes Erlebnis berichtete. Das heisst nicht, dass man richtig verstanden wird. Die anderen verstehen es so, wie es zu ihnen und ihrer Erfahrung passt.

    Mal sehen, wie die Masche vom richtigen Mann ankommt. Aber ich finde schon, ein richtiger Mann soll sich hinstellen und aufrecht bleiben bei seiner Meinung auch wenn er angeschifft wird.

  • Rahel sagt:

    Ach wären wir doch noch im Paradies
    da wäre keiner zu keinem mies
    Es herrschte Liebe und Vertrauen
    und keiner würde mehr verhauen
    Doch seit das Paradies geschlossen
    wird an den Fronten scharf geschossen
    Stoppt Streit und Gewalt
    dann brauchts auch kein „ZwüscheHalt“

  • Laura sagt:

    @pipi
    und weil wir Hilfe anbieten für Frauen, die unter der Gewalt ihrer Männer leiden, können wir dasselbe doch auch für die Männer tun. Wenn deine Zahlen stimmen, stell dir vor, vielleicht hätte man von diesen 20% getöteten Männer einen retten können mit einem „ZwüschHalt“ und dann hätte diese Institution schon ihre Berechtigung.
    Ich denke aber, es geht da weniger um geschlagene Opfer als vielmehr um Männer, die einfach nicht mehr weiter wissen/können, die mal eine Auszeit brauchen um die Spirale der Gewalt zu durchbrechen und zur Besinnung zu kommen. Es wird ja danach alles Mögliche unternommen, damit sich die zerstrittenen Parteien wieder gemeinsam an einen Tisch setzen und miteinander REDEN.
    Es geht auch nicht darum, dass Männer öfter und härter zuschlagen als Frauen, es geht darum, dass ein Mensch eine Zuflucht erhält, weil der das nötig hat und in meinen Augen dürfen das gerne auch Männer in Anspruch nehmen.

  • Oliver sagt:

    @Pipi Langstrumpf
    Und wo ist dann Ihres Problem, wenn wir jetzt ein einziges Väterhaus gründen, gegenüber 17 Frauenhäusern?
    Das ist, laut meiner eigenen Berechung ein Verhältnis von 17:1, gegenüber dem Verhältnis von 4:1 in ihrer Opferstatistik.
    Wohlgemerkt, jetzt ist es 17:1, bis gestern war es 17 zu 0. Pech, für die männlichen Opfer, oder wie würden Sie das sehen?

  • Peters sagt:

    @Alfred
    Wenn die Dinge doch immer so einfach liegen würden. Solche Dinge fangen subtil und klein an und irgendwann steckt man(n) mitten drin und findet den Ausgang nicht mehr. Denn Liebe hat nicht nur mit Verstand sondern auch mit Gefühlen zu tun. Die Letzteren helfen dann solche Dinge (resigniert) zu akzeptieren auch wenn der Verstand anderer Meinung ist. Das Beispiel hier scheint mir schon etwas extrem, aber ähnliche Aktionen habe ich einige erlebt bei mir und Freunden.

    Und es wird auch von Frauen geschlagen. Auch das kann ich aus eigener Erfahrung leider nur bestätigen. Und da ich abwehrte und sie sich dabei wehtat darf drei mal geraten werden was ich in Zukunft zu dem Vorfall zu hören kriegte. Beim ersten Mal hatte ich übrigens den Fehler gemacht Ihr die andere Wange auch noch hinzuhalten.

    @laura, Max, Brunhilde
    Ja hinschauen hilft. Ich mag mich noch lebhaft an eine Situation erinnern, als zwei sich im Haus nebenan stritten. Das ganze Quartier war auf der Strasse. Ungläubiges Staunen, als ich dann einfach zur Tür ging, läutete und genau die gleiche Frage wie Susanne stellte. Resultat auch dasselbe. Und ein paar Tage später ein grosses Dankeschön des Mannes.

    Leider hat dann bei uns nie jemand geläutet, vielleicht hätte es geholfen…

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Laut dem Bundesamt für Statistik, Zeitraum 2000 – 2004 ist das Verhältnis im häuslichen Bereich 80 % Männer zu 20 % Frauen, von der Polizei festgestellte Tötungsdelikte.

  • Marcel sagt:

    …und @ Max: Seit ich Frauen nicht mehr zu verstehen versuche, bin ich ein viel glücklicherer Mann geworden 😉

    Der Erfolg lässt sich sehen: „Some guy’s have all the luck, some have all the pain…“, hat Rod Steward einmal gesungen.

    Nicht dass ich jetzt ein lucky guy wäre, das schon nicht.

    Aber es geht zweifellos in die Richtung :o)

  • Marcel sagt:

    Komischerweise erwähnt kein einziger Kommentator, dass man sich auch gegen weibliche Gewalt (zweifellos v. a. psychische und somit juristisch kaum fassbare Gewalt) wehren kann- verbal und psychologisch, in Gesprächen, Auseinandersetzungen und auch Streitereien. Das kann lange gehen- und trotzdem zum Erfolg führen!

    Das Resultat ist eine gefestigte, tragfähige und belastbare Beziehung.

    Man muss einfach nur wollen. Und beide müssen zuvor die dazu notwendige Einsicht haben- ganz zu Schweigen von der Liebe- sonst geht natürlich gar nichts.

    Wobei- wenn ich Oliver Ceco’s Beiträge lese: Frauen aus dem lateiamerikanischen Raum sind bekannt für ihr, gelinde ausgedrückt, aufbrausendes Gemüt. Dass sich da Gegenstände, von Tellern bis zu Messern, unter ganz bestimmten Umständen der Gravitationskraft entziehen- und plötzlich flugtauglich werden können, habe ich schon unzählige Mal gehört, das letzte Mal vor zwei Tagen.

  • maia sagt:

    @Pipi: Zahlen bitte: ich kenn sie nicht. Und zwar vom Tatbestand, nicht von der Veruteilung. Bei Männern wars nämlich in der Regel Gewalt, bei Frauen heisst das dann Notwehr….

  • Oliver Ceco sagt:

    Sich hier zu äussern macht doch absolut keinen Sinn! In der Flut der Meinungsäusserungen entsteht ein absolut verwirrendes Meinungsbild, das nach Belieben interpretiert werden kann.

  • max sagt:

    @Oliver Ceco

    Das verstehe ich nicht alles. Also: Gibt es Kinder? Wurden Sie köperlich verletzt? Arztrechnungen, die nicht bezahlt sind? Gibt es bleibende körperliche Schäden? Wenn das alles nicht der Fall ist, dann kann ich nur raten, gehen Sie schwimmen, joggen, radfahren, jagen, fischen, schiessen und lüften Sie Ihren Gring aus bevor Sie sich eine neue Frau anlachen!

    Und richtig: Frauen muss man nicht verstehen, man muss sie nur lieben! Als Mann die Frauen verstehen zu wollen ist so ziemlich das aussichtsloseste, was man unternehmen kann. Zu dem Zweck haben sie beste Freundinnen.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Kleine Zwischenfrage: Was genau ist Gewalt?

    Wie viele Männer sind rechtskräftig verurteilt, weil sie ihre Partnerin umgebracht haben? Wie viele Frauen, weil sie ihren Partner umgebracht haben? Eben………..

  • Oliver sagt:

    @Oliver Ceco
    Besten Dank – dies ist in kürzest Form in etwa die Art von Schicksalen, von denen wir beim VeV täglich hören und die uns dazu bewogen haben, den Opferhilfen ein Instrument an die Hand zu geben
    Ab heute wird keine Opferhilfstelle mehr sagen müssen, „wir können Ihnen als Mann nicht helfen“

  • Alfred sagt:

    interessanter blog hier, wirklich. ich gebe zu, selber kann ich mir auch nur schlecht vorstellen, wie eine frau einen mann verprügelt, stelle aber keinesfalls in abrede, dass dies geschieht. andererseits sind frauen (aufgrund der tatsache, dass sie während jahrhunderten keine alternative hatten?) sehr geschickt im ausüben von psychischer gewalt. wenn sich das dann so äussert, wie im post von frau/15.27uhr, dann tut mir der waschlappen von mann noch nicht mal mehr leid, denn wenn er eine frau heiratet, welche ihm verbietet, seine freunde einzuladen, dann wird das wohl kaum die erste sache gewesen sein, die sie ihm verboten hat. lässt er sich dann auch noch auf die ehe ein mit der dame, dann -sorry- selber schuld! blöd bleibt dann halt blöd! nur sollte man ihn sterilisieren, damit nicht eines tages kinder unter der irgendwann doch scheiternden beziehung zu leiden haben!
    im grundsatz geht es um das problem, das die welt langsam aber sicher zu dominieren scheint: die unfähigkeit, die konsequenzen des eigenen handelns in grösstmöglichem unfang abzuschätzen und danach zu handeln.

  • Oliver Ceco sagt:

    Ich wurde 2006 Opfer weiblicher Gewalt. Die Polizei empfahl mir dann die Opferhilfe. Die gestanden offen ein, dass sie mir als Mann nicht helfen können! Nach den Gewalttaten meiner Frau war dies der K.O.-Schlag für mich. Was Paula Oliveira anfangs dieses Jahres in Zürich veranstaltete, habe ich 2 1/2 Jahre zuvor im eigenen Haushalt erlebt! Da Aussage gegen Aussage steht wird von den Behörden alles ad-acta gelegt. Gesellschaftlich bin ich heute erledigt, persönlich ein seelisches Wrack!

    Als John Gray-Frauenversteher bleibt mir nur noch die Kapitulation!

  • Katharina sagt:

    Die Zusammenfassung der von Hans verlinkten Studie ist im Wortlaut:

    „SUMMARY: This bibliography examines 271 scholarly investigations: 211 empirical studies and 60 reviews and/or analyses, which demonstrate that women are as physically aggressive, or more aggressive, than men in their relationships with their spouses or male partners. The aggregate sample size in the reviewed studies exceeds 365,000. “

    diese Zahlen stimmen sehr genau mit denen des Justizdepartementes (DOJ) ueberein. Dies sind dann Zahlen, wo ein vorfall strafrechtlich relevant wurde.

    hans sagte: „die empirische datenlage scheint unmissverständlich. dennoch wird sie verschwiegen. wieso? “ ist eine absolut wichtige frage.

    auf Nicole wegen den fragen rumzuhacken ist unfair und eine ablenkung.

    @Brunhild: „also das find ich nur noch widerlich, aber irgendwie kapier ich das auch nicht“ – es scheint oefter vorzukommen, denn sonst gaebe es nicht eine show wie http://de.wikipedia.org/wiki/Two_and_a_Half_Men , wo der emotionale und materielle ruin des geschiedenen mannes ein hauptthema ist.

  • Oliver sagt:

    @Hans Muster
    Die Information dass sich Gewalt zwischen Partnern ungefähr die Waage hält ist selbstverständlich in unseren Kreisen bestens bekannt und wir sind absolut ebenfalls dieser Meinung. Diese Untersuchungen von Dr. Michael Bock und Dr. Gerhard Amendt sind Klassiker, ebenso aber auch die öffentliche Reaktion darauf.
    Selbst die in den Polizeistatistiken veröffentlichten Zahlen sind schlimm genug, und noch schlimmer ist, dass selbst diese Zahlen von den Verantwortlichen auf Anfrage hin noch negiert werden (O-Ton einer alt Stadträtin: Gewalt gegen Männer? Nein, das gibt es höchstens in Ausnahmefällen) Dies während die von ihr unterschriebene Polizeistatistik bereits eine Zahl von 20% auswies.
    Die Zahlen von 2008 belegen, dass der Anteil mittlerweile bei durchschnittlich 25% liegt, in einzelnen Kantonen wie z.B. St. Gallen liegt er bei 39%!
    Wie man dies mit „Einzelfälle“ in Einklang bringen will möchte ich gerne wissen. Und wie man unter diesen Umständen die unsäglichen Kampagnen von „Jede 4. Frau erlebt in ihrem Leben Gewalt“ weiterhin aufrecht erhalten und finanzieren kann, ist mir ein Rätsel.

    Die Schweiz hat aktuell 17 Frauenhäuser. Geht man davon aus, dass der Anteil der männlichen Opfer bei 25% liegt, lässt sich daraus durch Dreisatz errechnen, dass es demnach 5 Männerhäuser geben müsste.
    Geben tut es – genau KEINS. Zumindest bis heute. Jetzt ist es immerhin EINS.
    17 Frauenhäuser werden durch den Staat finanziert. 5 Männerhäuser hat der Staat vergessen. Eines wird jetzt privat finanziert. Das nennt man Gleichstellung von Mann und Frau! Oder so!

  • hans muster sagt:

    und wieder habe ich schreibend einen post verpasst…

    @nicole althaus
    vielen dank für die antwort. ich denke die verwirrung meinerseits mag durch die titelwahl entstanden sein. im interview selbst geht es in der tat nicht oder kaum um häusliche gewalt. der titel „Jetzt gibts ein Haus für geschlagene Männer – brauchts das?“ bereitet aber auf genau dieses thema vor.

  • Laura sagt:

    @max
    das finde ich grossartig, dass du da nicht weggeschaut hast. Ich glaube, da bist du eher die Ausnahme als die Regel.

    @Brunhild
    erinnerst du dich an den Blog von wegen Kinder krigen, da gab es auch solche, die haben ihren Mann „zu seinem Glück gezwungen“, geben das öffentlich zu und sind wohl auch noch stolz darauf, oder finden zumindest, dass sie völlog richtig gehandelt haben. Subtile psychische Gewalt fängt genau dort an, wo man seine eigenen Bedürfnisse über die des Partners stellt und findet, man sei im Recht und der Partner im Unrecht. Unabhängig davon, ob man sich eine Woche, ein Jahr oder 50 Jahre kennt.

  • hans muster sagt:

    @brunhilde
    ich hatte die antworten von frau althaus und dem initianten in der tat noch nicht gelesen. diese wurden gepostet während ich meinen post am schreiben war. ich möchte betonen, dass ich sicher *nicht* eine böse absicht unterstellen möchte. ich habe meine dankbarkeit für solche berichterstattung auch schon wiederholt zum ausdruck gebracht.
    ich weiss aber aus eigener erfahrung, dass eine grosszahl von leuten auf die 50-50 verteilung von häuslicher gewalt mit unglauben oder ablehnung begegnen. dieses männer-frauen bild ist noch immer in sehr vielen köpfen, wenn nicht den meisten, fest verankert. meine kritik bezog sich darauf, dass dieses interview – meiner meinung – leider wenig dazu beiträgt dieses bild in bezug auf häusliche gewalt der realität anzupassen. dass gewisse elemente gar weiter zementiert werden könnten. ganz konkret würde *mich persönlich* dieses interview in etwa zu folgendem gedankengang führen, hätte ich keine vorkenntnis in der materie: „selbst das ‚männerhaus‘ betrachtet weibliche körperliche gewalt gegen männer als randphänomen“. diese einschätzung teile ich aber nicht und deshalb stehe ich auch zu meiner kritik und betrachte sie nicht als wortklauberei.

  • Nicole Althaus sagt:

    @Hans Muster. Danke für die Kritik. Ihre Sichtweise wollte ich wirklich nicht provozieren. Es lag mir auch fern den Initianten in die Ecke zu drängen. Wir haben lange und angeregt diskutiert. Und unter den Tisch wischen, wollte ich schon gar nichts. Dass ich schon in der zweiten Frage die Frauenhäuser aufgebracht habe war keineswegs, um die Geschlechter gegeneinander aufzuspielen, sondern um in Erinnerung zu rufen, dass es die Institution für Frauen in exakt derselben Situation schon lange gibt und dem Initiant die Gelegenheit zu geben, über die Finanzierung aber auch über die Unterschiede zu sprechen: Dass etwa die Männer nicht im selben Zimmer übernachten dürfen wie die Kinder. Dass die Frauen nicht apriori ausgeschlossen werden, wie das bei den Männern in den Frauenhäusern der Fall ist. Denn die Initianten erwarten nach eigener Aussage mehrheitlich Väter vor, während, und nach einer Trennung. Und eher weniger geschlagene Männer.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @hans muster: unterstellen Sie nun nicht Ihrerseits dem Initianten, zu naiv gewesen sein dieses Interview in schriftlicher Form abgesegnet zu haben? Oder haben Sie Frau Althaus‘ Kommentar zu genau diesem Vorwurf nicht gelesen? Der Initiant, sowie Frau Althaus ebenso, sind nämlich genau Ihrer Meinung (wie fast alle hier…), solche Wortklaubereien könnten wir uns doch sparen, ohne dass wir deswegen dem Thema die angebrachte Schwerkraft entziehen.
    Und vielleicht hat die empirische Datenlage noch nicht auf den Notfallstationen Einzug gehalten, denn dass sich die Beteiligten zu gleichen Teilen spitalreif schlagen…, aber ich lass mich korrigieren sollte es in der Zwischenzeit wirklich so weit gekommen sein (ich bezieh mich ausschliesslich auf Gewaltausübung die einen Notfallstationsaufenthalt nötig macht, das andere ist für mich absolut klar)

    @Laura: aber die haben vor 1 Woche geheiratet???

  • max sagt:

    @Laura:
    Ungefragt helfen?

    Ich erinnere eine Geschichte, da hatte ich am Vormittag Besuch zum Tee. Ich wohnte im Parterre. Im obersten Stock des Wohnblocks gab es manchmal lautstark Streit und was ich von den jungen Leuten sehen konnte – sie waren beide oft besoffen. An jenem Vormittag war aber alles ***sehr*** viel lauter. Ausser lauten Worten hörte man es scheppern und knallen. In meiner Phantasie gingen die beiden mit abgebrochenen Stuhlbeinen aufeinander los.

    Ich sagte zu meiner Besucherin: „Susann, jetzt müssen wir etwas tun, sonst gibt es Tote.“ Ich stand auf, ging das Treppenhaus hinauf. Ich schaute nicht zurück. Wartete auch nicht ob meine Besucherin mitkam. Ich hatte absolut keine Ahnung, was tun und wusste nur, etwas muss passieren. Ich läutete an der Wohnungstüre dieser Nachbarn, immer noch ahnungslos über mein Handeln. Die Mieterin öffnete und die Susann neben mir fragte knapp, mit ruhiger Stimme: „Können wir etwas helfen!“. Baff, die Luft war draussen, der Streit zu ende.

    So helfen richtige Männer, auch ohne Worte.

  • hans muster sagt:

    ich finde es toll und bin dankbar, dass solchen themen vermehrt aufmerksamkeit gewidmet wird – gerade auch im mamablog. dennoch irritiert mich die botschaft welche in diesem interview zwischen den zeilen vermittelt wird, und ich möchte gerne versuchen kritik zu üben. die häusliche gewalt gegen männer wird meiner meinung nämlich bagatellisiert. war es wirklich nötig, den initianten mit der art der fragen derart in die defensive zu drängen? weibliche und männliche opfer häuslicher gewalt gegeneinander auszuspielen? gleich zu beginn das bild von männern mit blutenden nasen in eine rhetorische frage zu verpacken, auf welche der initiant leider auch reinfällt und sie verneint, womit die existenz solcher schicksale subtil verleugnet worden ist und solche opfer erneut im regen stehen gelassen und der lächerlichkeit preisgegeben werden.
    machte man sich shon nur die mühe auf wikipedia (!) zu recherchieren, so wüsste man, dass polizeiliche und ähnliche statistiken den anteil männlicher opfer häuslicher gewalt in der regel sehr tief schätzen – 5 bis 10 prozent die zitierten studien auf wikipedia, ca. 20% in diesem interview. wissenschaftliche studien aber zu einem deutlich anderen ergebnis kommen:

    „Insgesamt 209 weitere wissenschaftliche Forschungsberichte – 161 empirische Studien und 48 vergleichende Analysen – in kriminologischen, soziologischen, psychologischen und medizinischen Fachzeitschriften aus den USA, Kanada, England, Dänemark, Neuseeland, Südafrika und weiteren Ländern kamen zu dem Schluss, dass in Beziehungen die Gewalt entweder überwiegend zu gleichen Teilen von beiden Partnern oder aber hauptsächlich von der Frau ausging.“ [wikipedia zitiert nach http://www.csulb.edu/~mfiebert/assault.htm ]

    die empirische datenlage scheint unmissverständlich. dennoch wird sie verschwiegen. wieso? weil man es nicht glauben will? oder weil man es nicht wahrhaben kann?

  • Laura sagt:

    @Brunhild

    Ich glaube, dass es daran liegt, dass die Gesellschaft „wegschaut“ sich nicht in „Privatangelegenheiten“ mischen will/kann. So habe ich das jedenfalls erlebt. Die Nachbarn, die haben unseren Streit gehört, hätten aber trotz „guter Nachbarschaft“ nie gefragt, wie es uns geht, ob wir Hilfe brauchen könnten. Das ist doch mit ein Grund, weshalb man Zufluchtsstätten kreieren muss, weil weder dem Täter noch dem Opfer ungefragt geholfen wird.
    ich weiss, dass du dafür bist, dass man sich gegenseitig hilft, unabhängig davon, ob man sich gut kennt oder nicht, die Realität ist aber leider anders.

  • Christoph Mueller sagt:

    Erst einmal ein klares JA – Männerhäuser sind schon lange überfällig und sind fast ausschliesslich aus ideologischen Gründen bisher nicht errichtet worden. Allerdings wird auch dieses Männerhaus ausschliesslich aus privaten Mitteln finanziert, der Staat, mit all seiner Förderung für Frauen und der finanziellen Ausstattung von Gleichstellungsbeauftragten tut NICHTS für dieses Männerhaus, das MUSS sich ändern. Weiterhin ist die in dem Artikel genannte Zahl „ein Fünftel aller Gewaltopfer sind Männer“ meines Wissens keineswegs richtig – nach einer in Deutschland durchgeführten Studie des Familienministeriums verteilt sich Gewalt in Partnerschaften gleichmässig auf Frauen und Männer, das Verhältnis liegt also bei 50%/50%. Es ist wirklich Zeit, mit dem Tabuthema weiblicher Gewalt aufzuräumen, auch Männeranliegen genauso zu fördern wie solche von Frauen und endlich für Gerechtigkeit auch für Männer in unserer Gesellschaft zu sorgen.

  • max sagt:

    @Nicole Althaus
    Ich finde Ihre Fragen weder provokativ noch verletzend. Sie sind direkt und ohne Schnörkel. Mir gefällt das. Es gibt dem Befragten, den nötigen Raum, sein Vorhaben zu beschreiben.

    Ich habe wesentlich mehr Mühe mit gewissen Radiojournalistinnen, die im Interview dem Gesprächspartner die erwünschten Worte in den Mund legen und an seiner Antwort vorbeireden, wenn der Gesprächspartner nicht spurt. Solche Beispiele von Frauengewalt kann man täglich um 18:00 im „Echo der Zeit“ anhören.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Frau: also das find ich nur noch widerlich, aber irgendwie kapier ich das auch nicht. Waren da nirgendwo Freunde die diese Geschichte mitbekommen haben und ihrem Geschlechtsgenossen hätten den Kopf waschen können? Oder hat er einfach alle Warnungen ignoriert und ist sehenden Auges in seinen bevorstehenden Untergang marschiert? Oder bin ich zu voreingenommen dass ich das einem heutigen jungen Mann einfach nicht mehr zutraue sich so versklaven zu lassen? Und die mitbeteiligten Ladies fanden das alles cool und schick und tiptop? War das eine Ihrer Freundinnen? Ich glaube da müsste einigen der Kopf gewaschen werden, und nicht im Schongang…

  • Hansjörg Meier sagt:

    Hoffnung keimt in mir, wenn ich einige der Blogs weiser und verantwortlicher Frauen lese… 🙂
    Ich habe die Hoffnung an die „Gleich-Berechtigung/Pflichtigung“ nicht verloren!

  • Christoph Mueller sagt:

    Erst einmal ein klares JA – Männerhäuser sind schon lange überfällig und sind fast ausschliesslich aus ideologischen Gründen bisher nicht errichtet worden. Allerdings wird auch dieses Männerhaus ausschliesslich aus privaten Mitteln finanziert, der Staat, mit all seiner Förderung für Frauen und der finanziellen Ausstattung von Gleichstellungsbeauftragten tut NICHTS für dieses Männerhaus, das MUSS sich ändern. Weiterhin ist die in dem Artikel genannte Zahl „ein Fünftel aller Gewaltopfer sind Männer“ meines Wissens keineswegs richtig – nach einer in Deutschland durchgeführten Studie des Familienministeriums verteilt sich Gewalt in Partnerschaften gleichmässig auf Frauen und Männer, das Verhältnis liegt also bei 50%/50%. Es ist wirklich Zeit, mit dem Tabuthema weiblicher Gewalt aufzuräumen, auch Männeranliegen genauso zu fördern wie solche von Frauen und endlich für Gerechtigkeit auch für Männer in unserer Gesellschaft zu sorgen.

    Dass es möglich ist, dass Väter vom „Eheschutzrichter angewiesen werden, innert dreier Tagen ihr Hab und Gut zusammenzupacken, die Kinder zu verlassen und auszuziehen.“ war mir bislang nicht bekannt. Wenn das wirklich so ist, ist es m.M.n. wirklich eine unglaubliche Grausamkeit gegenüber diesen Vätern.

  • maia sagt:

    „Dann stellt sich bzgl. Männerhaus ja auch die Frage, wie oft ein solches ungerechtfertigterweise benutzt würde, einfach um die Partnerin unter Druck zu setzen“ – die stellt sich beim Frauenhaus genauso (ich kenne ein paar F¨älle in denen Frauen ins Frauenhaus gingen ohne irgendwelche Gewaltätigkeiten ausgesetzt zu sein) und das @Pipi Langstrumpf genügte dann auch gleich für eine „Feuerwehrübung“. Wird so als Rat auch in gewissen Frauenkreisen umgereicht um einen Mann einfach loszuwerden. Dann noch der Missbrauch vom Missbrauch und Mann hat ein gröberes Problem. Ist leider so.
    Aber um gerecht zu bleiben: Auch Männer können sehr gemein sein.

  • habakuk sagt:

    @oma in gedanklicher Weiterführung betr. ungerechtfertigterweiser Benutzung:

    Hier hoffe ich auf die Distanz und Abgeklärtheit der Leiter (bzw. Leiterinnen) dieser Institution(en), die den Betroffenen aufzeigen könnten, dass sie nicht oder nicht nur Opfer sind. Schon von daher ist so eine Zwischeninstanz vielleicht ganz sinnvoll. Problem auch hier: Es kommt auf die Leute an, d.h. wenn die das schaffen, dann ist der Erfolg wahrscheinlicher.

    Mir tun einfach die Kinder leid.

  • Frau sagt:

    In meinem engeren Freundeskreis üben fast alle Frauen in irgend einer Form psychische Gewalt auf Ihre Ehemänner oder Lebenspartner aus.
    Es ist leider eine Tatsache.
    Wenn der Mann nicht spurt, d.h. sich nicht nach den Vorstellungen der Frau verhält, setzt die Frau ihn auf die eine oder andere Weise unter Druck.
    Letztes Wochenende war ich an einem Hochzeitsfest, das u 100% von der Frau nach ihren Vorstellungen gestaltet war, der Mann hatte nichts dabei zu melden, er durfte nicht einmal einige seiner besten Freunde einladen, weil die Frau diese nicht dabei haben wollte.
    Der Mann durfte auch keine Bachelor-Party haben, die Frau hatte aber eine Bachelorette-Party, an der im Kreise der Freundinnen ein Stripteaselokal (mit männlichen Strippern) besucht wurde. Aber wehe, der Mann hätte Bachelorparty mit Stripperin gewollt, das kam absolut nicht in die Tüte….
    Wie oft physische Gewalt ausgeübt wird (beissen, schlagen, etc.), weiss ich nicht, da darüber nicht gesprochen wird, aber ich nehme leider an, dass die Dunkelziffer gross ist.

  • Oliver sagt:

    @Robert
    Tatsächlich sind natürlich in den Zahlen zu häuslicher Gewalt in diesem Fall alle männlichen Opfer gezählt.
    Das heisst also auch die natürlich männlichen Opfer in schwulen Partnerschaften.

    Dennoch zeigen aber die Statistiken vieler Kantone einerseits die Anzahl weiblicher Täterinnen und männlicher Opfer detailliert auf, und die Differenz zwischen den beiden Zahlen ist verschwindend klein (1-2%)

    Die Frage, wie denn so etwas zugehen soll, hat Matthias ja bereits treffend beantwortet. Ausserdem müssen wir uns das Bild aus dem Kopf verbannen, dass es immer und ausschliesslich um physische Gewalt geht. Es gibt genügend andere Formen der Gewalt, viele der hier schreibenden Frauen sagen das ja sogar selbst.

    Was den Missbrauch des Väterhauses zu „Kampfzwecken“ anbelangt, so ist dieser Vorwurf auch gegenüber den Frauenhäusern schon längst bekannt.

    Wir vom VeV bekämpfen seit bald 20 Jahren aktiv jegliche Form von Eltern-Kind-Entfremdung. Wir vertreten rigoros die Ansicht, dass nur eine intakte Beziehung zu beiden Eltern dem Kind förderlich ist.

    Wir werden in unseren Eintrittsgesprächen ganz genau nach Anzeichen von taktischem Verhalten suchen, und unsere Berater haben jahrelange Erfahrung darin. Taktische Spielchen werden wir nicht zulassen, ausserdem werden wir unsere Gäste dazu anhalten, das Gespräch mit der Partnerin zu suchen und sie auffordern, mediative Wege zu gehen, statt konfliktive.

    Wir schützen in erster Linie die Interessen der Kinder, in diesem Fall vertreten durch deren Vater. Daran ist nichts anders, als wenn Mütter versuchen, ihre Kinder zu schützen.

  • oma sagt:

    Dann stellt sich bzgl. Männerhaus ja auch die Frage, wie oft ein solches ungerechtfertigterweise benutzt würde, einfach um die Partnerin unter Druck zu setzen.

    wissen wir den wieviele frauenhäuser dazu benutzt werden? auch für frauen kann der auszug in ein frauenhaus missbraucht werden und es wird sicherlich auch vorkommen. es ist doch eine tatsache, dass frauen sich und ihre kinder, wenn es denn um die scheidung und den unterhalt geht, sehr manipulativ einsetzen können und weil sie oft den engeren bezug (berufliche abwesenheit) zu den kinern haben, auch oft noch am längeren hebel sind.

  • Mia sagt:

    Es gibt leider keinen schlimmeren Kriegsschauplatz, als die Familie. Es ist unglaublich, was sich einstige Geliebte hier antun können, was in Hass umgeschlagene Liebe anrichtet. Es geht nur noch ums nackte Überleben, würde man meinen. Weder die gemeinsame Liebe zu den Kindern noch die Erinnerungen an die schönen Zeiten helfen. Dies kann auch bei sonst völlig normalen Menschen derart eskalieren, dass notfallmässig gehandelt werden muss. Woran es liegt? Meistens sind beide Partner nicht auf ihre Rechnung gekommen – beide! – und geben die Schuld dem andern. Früher hat man sich zusammengerissen, weil man sich gegen aussen schämte, aber auch früher passierte in den eigenen vier Wänden so manches.

    Also, bitte keine Frauen-Männer-Hickhacks, keine Seitenhiebe gegen Feministinnen, SVP, SP oder was auch immer. Es menschelet allenthalben, und die Gesellschaft sollte die Schwächsten dieses Dramas, die Kinder, schützen, und dazu gehört, dass man Institutionen schafft, die in Krisenzeiten die eine oder andere Partei aufnehmen. Manchmal kommt der Terror von der Frau, manchmal vom Mann, und halt immer so, wie der andere gebodigt werden kann. Mit der Faust, mit Worten, wie auch immer.

  • hansjörg meier sagt:

    @Pipi Langstrumpf:
    …tönt sehr mitleidig, ihre letzte aussage.

    einerseits sehe ich die gründe, wieso sie die thematik nicht ernst nehmen – andererseits finde ich es traurig und ein armutszeugnis.

    ein zeichen eben auch, dass gleichberechtigung je nach standpnkt/geschlecht unterschiedlich betrachtet wird….

  • Oliver sagt:

    @Pipi Langstrumpf

    Ich muss Ihnen leider sagen, dass dies überhaupt nicht so ist.
    Wenn ein Richter diesen Entscheid trifft, dann weil er der Familie vorher zugemutet hat, während Wochen zusammen zu bleiben, und auf seinen Entscheid zu warten. Ist der Entscheid dann da, so soll der Mann innerhalb von 3 Tagen ausziehen.
    Wenn Sie mir nicht glauben, dürfen Sie die entsprechenden Unterlagen gerne bei mir einsehen.

    Diese latenten Schuldzuweisungen an die Männer sind mit das schlimmste Übel, denn sie verstellen ganz klar den Blick auf die Realitäten. Siehe auch beim Missbrauch mit dem Missbrauch wo selbst nach völliger Aufklärung der Fälle dennoch der Mist am unschuldigen Mann hängen bleibt.
    Hier ist es genau gleich – am Mann klebt die Tätervermutung, und der Blick für die Gesamtsituation geht verloren, bevor überhaupt jemand danach sucht.

    Wir sind der Meinung, dass es gewalttätige Menschen und demzufolge Opfer gibt. Das Geschlecht der jeweiligen Rolle ist letztlich austauschbar.

    Wer aber in diesen Situationen immer am allermeisten leidet sind die Kinder. Und Kindern ist nicht geholfen, wenn nur ein Elternteil den Opferstatus in Anspruch nehmen darf. Zumindest ist jenen Kindern nicht geholfen, deren Mutter die Täterin ist.

    Wir sehen die ganze Situation ausschliesslich aus diesem Blickwinkel.

    @ALL: Die Idee, dass alle Schutzhäuser zusammenarbeiten sollten ist ganz in unserem Sinne.
    Ob allerdings die Frauenhäuser darauf einsteigen werden, wird sich noch zeigen.

    Wir sind jedenfalls an Zusammenarbeiten über die Geschlechtergrenze hinweg interessiert, denn wie gesagt:
    Kinder brauchen BEIDE Eltern. Was sie nicht brauchen ist Geschlechterkampf.

  • oma sagt:

    Und jetzt die Frage an Sie, liebe Leserin, lieber Leser. Glauben Sie, dass die Schweiz ein Männerhaus braucht?
    natürlich glaube ich, dass es das braucht. und zwar schon lange. tatsache ist doch; wenn es gewalt in ine r bieziehung gibt, egal von mann oder frau aus, braucht der davon betroffene doch eine möglichkeit um dieser situation auszuweichen. egal von wem aus die gewalt geht, ich finde es schrecklich, wenn erwachsene nicht mehr miteinander reden und mit argumenten ihr differenzen klären können, sodern dies nur noch mit „taten“ austragen. ausserdem denke ich dass es für männer noch eine schwierigere lage ist, weil noch eine grose scham dazukommt.

  • Per sagt:

    Frauen sind (ich verallgemeinere bewusst, um zu provozieren) einfach völlig unkontrolliert und haben kein Gespür für Grenzen; sie sind oft am Rande eines Nervenzusammenbruchs, und wir Männer haben keine einfache Handhabe. Und doch MUESSEN wir unbedingt einen gemeinsamen Weg finden!

  • Anonymous sagt:

    Na ja… der Vergleich mit Schwarzer hickt ein bisschen. Sie provoziert selber ja auch gerne, somit sind provokative Gegen-Fragen durchaus sinnvoll. Von Herrn Hunziker und seinen „Kunden“ kann man nicht das Gleiche behaupten.

    Ich nehme das „respektlos“ zurück, unnötig provokativ (mit Betonung auf unnötig) sind die ersten zwei Fragen dennoch. Wie die Blogeinträge zeigen, wird das Thema an sich als provokativ empfunden… was ich erstaunlich finde.

  • Matthias sagt:

    @ Robert
    Weil es viele Männer gibt, die keine Frauen schlagen, egal was die ihnen antun. Und wenn sie mit der Bratpfanne oder dem Messer auf dich losgeht, dann muss sie nicht stärker sein als du. Würde bei einem Kampf immer der stärkere Gewinnen, bräuchte man keine Waffen und auch keine Kampfsportarten etc. pp.

    Abgesehen davon gibt es mehr als genug Frauen die auch dazu in der Lage wären den durchschnittlichen Typen ganz ohne Waffen zu Kleinholz zu verarbeiten. Und wohl auch noch genug die einen gut trainierten Mann fertig machen können, ausser der Betreibt gerade Leidenschaftlich Kampfsport oder ist gut im rennen. ;P

  • Robert sagt:

    Zum ersten würde mich Wunder nehmen, ob dann, wenn in jedem 5. Fall „der Mann“ das Opfer ist, in diesen Fällen automatisch die Frau die Täterin wäre? Oder sind auch die gemeint, die vom Vater, Onkel, Bruder oder Lebenspartner geschlagen werden?

    Dann stellt sich bzgl. Männerhaus ja auch die Frage, wie oft ein solches ungerechtfertigterweise benutzt würde, einfach um die Partnerin unter Druck zu setzen.

    Wahrscheinlich gibt es einfach keine Patentrezepte und alles was hilft, solche Krisen zu lösen (oder zu überstehen) ist zu begrüssen.

    Mir persönlich geht es zugegebenermassen so, dass ich mir nicht wirklich gut vorstellen kann, wie es zugehen muss, dass „die Frau“ „den Mann“ verprügelt. Ich geb das offen zu. Ich kenne einfach keinen Fall, wo ich mir das schon rein physiognomisch vorstellen könnte. Wie läuft sowas ab? Ist vielleicht blöd, das zu fragen – wahrscheinlich muss ich mich glücklich schätzen, dass ich mir das nicht vorstellen kann??

  • Laura sagt:

    @Thomas
    Gewalt ist so lang lustig, bis man sie am eigenen Körper spürt, gell?

    Es ist in der Tat traurig, dass unsere Gesellschaft so weit gekommen ist, dass man Partner voreinander schützen muss, dass man Zufluchtsstätten braucht, damit der flüchtende oder der verjagte zur Ruhe kommen kann.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    @Nicole Althaus: Wenn jemand innert 3 Tagen sein Domizil verlassen muss, passiert das im Rahmen einer „Feuerwehrübung“, d.h. es ist Gefahr in Verzug, das Scheidungsverfahren kommt erst viel später, da werden dann ganz andere Fristen gesprochen, auch wenn es der Mann ist, der aus den von Ihnen geschilderten Gründen ausziehen muss. So oder so, dieses Haus hat sicher seine Berechtigung, nur die Gründe, dahin zu gehen, sehe ich etwas differenziert. Aber besser, wenn ein Mann mit Gewaltkonflikten Hilfe erfährt und sich austauschen kann, als dass er seinen Kummer im Alkohol ertränkt. Vielleicht macht er es in einer neuen Beziehung dann besser!

  • Thomas sagt:

    … die mütter sind nicht an allem schuld? …und die glückspost ist keine seriös recherchierende publikation?

  • Thomas sagt:

    …männerhaus oder das biest erwürgen? in beiden fällen wird der champions league abend friedlicher. aber nur eine dieser optionen erlaubt es uns, die spiele auch in zukunft mit freunden, bier und snacks zu geniessen und nicht im selben raum pinkeln zu müssen.

  • Maja sagt:

    @Jakob Denzler Also jetzt erzählen sie aber einen der grössten Witze des Jahrhundert. Nur weil Freud alle Schuld, wie die Bibel, den Mütter in die Schuhe schob, heisst das noch lange nicht, dass das wahr ist. Und ihre sogenannten Untersuchungen sind wohl aus der Glückspost etc.

  • Nicole Althaus sagt:

    @Jakob Denzler: Also jetzt muss ich zu meiner Selbstverteidigung doch zwei Dinge klar stellen:
    Erstens ist der Initiant des Zwüschehalts mit der Information an mich gelangt, weil ich seit Jahren und in diversen Artikeln und Medien die gesellschaftliche Täterrolle von Männern hinterfrage und die Diskriminierung von Vätern in Scheidungsverfahren anklage. Wenn Sie sich die Mühe gemacht hätten, vor Ihrem Verleumdungserguss ein paar Blogeinträge, etwa die unten verlinkten, zu lesen, dann wären Sie selber darauf gekommen
    Zweitens: Oliver vom Zwüschehalt hat das ganze Interview durchgelesen. Wenn er, der Väter- und Männerberater, es als verbal oder psychisch gewalttätig emfunden hätte, hätte er es nicht autorisiert.

    @Pipi Langstrumpf: Es ist in Scheidungsverfahren sehr oft so, dass die Männer ausziehen müssen. Auch dann, wenn man Ihnen weder Gewalt noch sonst etwas Unrechtes nachweisen kann. Das ist so, weil noch immer davon ausgegangen wird, dass die Kinder in die mütterliche Obhut kommen und die Mutter deshalb in der gemeinsamen Wohnung bleiben darf.

  • Brunhild Steiner sagt:

    @Jakob Denzler: und gleich alle anderen die sich über den Tonfall der Fragen empören, und Frau Althaus schon jede Menge an versteckter Männerfeindlichkeit unterstellen- gehen Sie doch mal kurz die anderen Blogthemen durchblättern. Bei den meisten ist der Eingangstext süffig geschrieben, manchmal leicht provokant, weil der Wunsch besteht dass die Leser eben „dranbleiben“. Und auch schon bei anderen Beiträgen sind in der Folge genau diesselben Bemerkungen gefallen „wie können Sie das nur so formulieren, Sie nehmen das ja überhaupt nicht ernst“ etc.
    Ein bisschen mehr Gelassenheit und Fokus auf den Inhalt trägt zur Beruhigung bei 😉
    Und Herr Denzler, wir wissen ja gar nicht wieviele Opfer es insgesamt gibt. Und wie der Verteilschlüssel dort aussieht. Sie stützen sich auf Zahlen der Menschen in psychotherapeutischer Behandlung, mich würde interessieren wie Sie zu diesen Zahlen kommen.
    Aber wichtig für diesen Blog hier wäre, dass wir nicht in der „wer ist der weissere Engel-Spirale“ landen, wie schon habakuk gewarnt hat… .

  • Nicole Althaus sagt:

    @ Bastian: Ja. Im Interview mit Alice Schwarzer war ich noch sehr viel provokativer. Ich habe Sie etwa gefragt, ob der Feminismus nicht auf der ganzen Linie gescheitert sei, wenn Mütter heute billige weibliche Arbeitskräfte einstellen, die sich um Haushalt und Kinder kümmern. Man kann nur jemanden provozieren, den man ernst nimmt und dessen Meinung einen interessiert.
    Die Stigmatisierung männlicher Opfer in unserer Gesellschaft oder die fragwürdigen Machtmissbräuche gewisser Frauen in Scheidungsverfahren sind in diesem Blog bereits thematisiert (die Links findest Du unten auf dem heutigen Thread) worden. Es ging also beim Männerhaus in erster Linie um Fragen zur Institution.

  • Rahel sagt:

    @ Roland

    Das tut mir leid für Sie! Ich hoffe dass Sie bald wieder Kontakt zu Ihren Kindern haben können! Mir kommen die Tränen wenn ich sowas lese!

    Alles Gute und viel Kraft!!!!!!

  • Bastian sagt:

    Entschuldigung, der letzte Satz macht wenig Sinn… es sollte heissen
    „Wenn du einen Kollegen hättest, der von häuslicher Gewalt betroffen wäre, würdest du die Fragen noch immer gleich provokativ stellen?“ merci.

  • Bastian sagt:

    Danke für die Antwort, Nicole.

    Einverstanden. Journalisten müssen provokative Fragen stellen. Müssen Sie aber immer provokativ sein? Hättest du (…das Du soll nicht respektlos sein..)denn die gleichen Fragen an die Leiterin eines Frauenhauses gestellt? Wohl kaum. Mir ist bewusst, dass häusliche Gewalt gegen Männer ein weniger bekanntes Phänomen ist, und entsprechend passt man auch die Fragen an. Hätte man hingegen das Interview mit „Warum braucht man ein Männerhaus?“ angefangen, hätte man interessantere Informationen herausgelockt. Man hätte z.B. auch die Frage der Stigmatisierung der männlichen Opfer in der Gesellschaft besprechen können. etc etc. Vielleicht weniger „sexy“, aber informativer…

    Ja, provokative Fragen mögen Diskussionen anregen. Aber für jene Personen, die davon betroffen sind, kann es verletzend sein. Und das meinte ich mit teilweise respektlos. Hättest du einen Kollegen, der davon betroffen wäre, hättest du die Frage noch immer gleich provokativ gestellt?

  • Pumuckl sagt:

    @ Pipi Langstrumpf und andere
    Es gibt genügend Beispiele für Männer, die zunächst mal mit div. Hilfsmitteln „bearbeitet“ worden sind und deren Versuch sich zu verteidigen auch einen blauen Fleck bei der schlagenden Frau verursacht hat ….. Fazit. Frau holt sich richterliche Unterstützung und hat in mehrfacher Hinsicht gewonnen.
    Diese Polarisierungen bringen doch nichts. Frauenhäuser sind scheinbar leider eine notwendige Tatsache, Auffangstellen für Männer in Not auch. Statt darüber zu lamentieren, ob Männer das nun brauchen oder nicht, bzw. ob Frauen oder Männer gewalttätiger oder hilfsbedürftiger sind, ist doch müssig. Stattdessen wäre eine Auseinandersetzung über die Gründe von Gewalt und die daraus folgende Verantwortung der Gesellschaft das ergiebigere Thema.

  • Hansjörg Meier sagt:

    @Darja Rauber:
    „Männerbewegungen“, Backlash, Wehleidigkeit , … naja – sag ich dabei auch …

    Gerade weil einige Exponenten der „Frauenbewegung“ in ihrer post-feministischen Haltung in einigen Gesellschafts-Bereichen über’s (Gleichberechtigungs-)Ziel geschossen sind braucht’s die „Bewegung“ für den Mann.

    Denn, wenn sich Männer verweigern Verantwortung (und damit Risiken) einzugehen, resp. wenn es ihnen das Ganze nicht mehr wert ist. macht unsere Gesellschaft nur Verluste und Rückschritte.
    Im konkreten Fall – bei Anwendung physischer Gewaltformen – könnten Sie recht haben. Gerade deswegen benötigen Männer eine auf sie zugeschnittene Betreuung – in welcher Form auch immer.

    „Gleiche Rechte und Pflichten für Alle“ – so einfach wäre das.

    Leider braucht es noch einige Zeit und Leid – wie bei der Emanzipation der Frau übrigens auch – bis dieser Zustand für beide Geschlechter gilt.

  • Roland sagt:

    Endlich! Super Sache.Einen riesen Schritt in Richtung Gleichberechtigung…..Habe seit 6 Jahren immer noch keinen Kontakt zu meinen Kinder……und das ganz legal……Gesetz hin oder her.

  • Rahel sagt:

    Mir platzt jetzt denn gleich der Kragen! Niemand, weder Frau noch Mann, hat es verdient geschlagen zu werden, egal wie provozierend ihr oder sein Verhalten ist!!!!! Wenn einer Person die Hand ausrutscht wurde eine bedeutende Hemmschwelle ( die normalerweise jeder Mensch in sich hat ) übertreten! Von da an, davon bin ich felsenfest überzeugt, werden die Gewalttaten immer häufiger und die Situationen die sie auslösen immer nichtiger!!!!! Anders ausgedrückt: Ab einer gewissen Stufe gibts für Peanuts was auf die Fr……! Zudem hängt die Gewaltbereitschaft in meinen Augen nicht vom Geschlecht ab, vielmehr von der Erziehung die jede/r Einzelne „genossen“ oder eben „nicht genossen“ hat und vom Umfeld in dem Er oder Sie aufgewachsen ist!

  • habakuk sagt:

    Bitte nicht in die Diskussion Mann = böse, Frau = gut abgleiten. Die Notwendigkeit von Frauenhäusern (und nun auch eines Männerhauses) ist ja nur das Symptom eines Problems.

    Die Frage ist, wie wir das lösen oder was wir dazu beitragen können, dass diese Leute möglichst schnell und unbeschadet den Wiederanschluss ans Leben finden – auch den Kindern zuliebe.

  • Pipi Langstrumpf sagt:

    Ein Bedarf für so ein Haus ist sicher da, weswegen genau die Männer dann dahin gehen, wird sich zeigen. Natürlich ist es schwierig, innert drei Tagen zu Hause auszuziehen und etwas Zumutbares zu finden, nur: Weshalb ordnet ein Eheschutzrichter wohl so etwas an? Wenn das einem Mann zugemutet wird, ist immer Gewalt von seiner Seite im Spiel, sonst würde der Richter eine längere Frist anordnen. Diese Haus ist wohl so etwas wie ein Auffangbecken für die Gestrandeten, wenn sie dann dort ihr Verhalten reflektieren können, hat das Haus seinen Zweck schon erfüllt.

  • Jakob Denzler sagt:

    Die Art und Weise wie zynisch, verächtlich, abwertend Nicole Althaus die Inteviewfragen stellt, ist ein typisches Beispiel einer Frau, die sich ihrer emotionalen psychischen Gewalt nicht einmal bewusst ist. Forschungen zeigen, dass die meisten Menschen (Männer und Frauen), die eine psychotherapie Behandlung benötigen, vorwiegend Opfer psychischer Frauengewalt sind. Der Anteil physischer/sexueller Gewalt durch Männer ist dazu verschwindend klein. Wenn Frauen weibliche Gewalt tabuisieren ist das Gewalt pur und beschämend dazu.

  • Pascal Sutter sagt:

    Ich kann diese Polemik auch nicht so ganz verstehen. Wieso man heute noch immer davon ausgeht, dass Männer generell gefühlslose Hölzel sind passt mehr in die 50er vom letzten Jahrhundert. Hey, wir haben auch Gefühle und man kann uns auch verletzen – mit Worten und Schlägen.

  • Marcel sagt:

    Darja Rauber hat vor allen Dingen Mühe damit, wenn aus Frauen plötzlich Täterinnen werden.

    Die Opferrolle ist ihr eindeutig viel lieber- am liebsten für immer.

    Doch diese Zeiten sind zum Glück passé.

  • max sagt:

    @Gion Saram: So war es gemeint. Drei Männer zu Gewaltaten provoziert. Ich war dann halt zu intelligent, um mich auch so weit treiben zu lassen. Der fünfte (also der nach mir), hat mir viele Jahre später telefoniert und sein Herz ausgeschüttet. Mein Rat war, die Ehe zu scheiden und seine Kinderalimente zu zahlen.

  • Nicole Althaus sagt:

    @Bastian: Provokativ ja, respektlos nein. Provokative Fragen stellen seriösen Journalismus überhaupt nicht in Abrede. Im Gegenteil: Sie regen die Diskussion an. Und etwas seriöseres als ein Austausch von Arguementen auf hoffentlich hohem Niveau kann ich mir für einen Blog nicht vorstellen.

  • andreas sagt:

    @ daria Rauber.Nun, ich muss sagen so ein geschreibsel habe ich zum glück schon länger nicht mehr lesen müssen. Bei Ihnen gibt es anscheinend nur schwarz und weiss. Männer gehören in Ihrer Welt zu den Bösen und Frauen prinzipell zu den guten. Schön das macht die Welt ja auch einfacher. Sie sollten vielleicht auch so kritisch mit Ihrem geschlecht umgehen wie Sie das mit den Männern machen Aber das würde ja Kopf weh geben weil der Denkaparat eingeschaltet werden müsste. Ersetzte man beim ganzen feminismus geschwätz das wort feminismus mit macho würde man sich noch wundern….

  • Mann sagt:

    @ Darja Rauber

    Mir scheint, Sie haben ein sehr klischee behaftetes Männerbild.

  • Bastian sagt:

    Die ersten zwei Fragen sind unnötig provokativ gestellt und teilweise respektlos. Dies ist man sich von gewissen anderen Zeitungen gewöhnt, der Tagi aber, so meinte ich, betreibt normalerweise seriöseren Journalismus. Die Frage, ob es ein solches Haus braucht oder nicht, ist ebenfalls unnötig. Es wird sich in den kommenden Wochen zeigen, ob Männer von diesem Angebot Gebrauch machen werden oder nicht. Wenn ja, umso besser, dass es ein solches Haus gibt. Wenn nein, dann hat man sich zumindest Gedanken gemacht, wie man Menschen in Not helfen kann, und den Mut gehabt, die Idee in die Tat umzusetzen. Persönlich kenne ich sehr wohl einen Fall, in welchem der Mann von der Frau regelrecht zusammengeschlagen wurde, mit blauem Auge, blutender Nase und gebrochenem Arm.

  • Murat Böyük sagt:

    Auch ich war mal Opfer häuslicher Gewalt. Aber ich kann die Frage nicht beantworten, ob ich dorthin gegangen wäre. Bei mir war die Situation auch einfacher: Keine Familie. So habe ich mich nach der 2. Chance, die ich ihr nach den 1. einkassierten Schlägen und Bissen gegeben habe, getrennt. Ich kann sehr wohl nachvollziehen, dass nicht jeder Mensch diese Stärke aufbringen kann und „einfach mal so“ den Schlussstrich zieht. Insbesondere wenn man Kinder hat.

    Auf jeden Fall bleibt einem Menschen diese Erfahrung sehr lange im Nacken. Ich musste hart an mir arbeiten, um bei der nächsten Frau nicht bei jeder Gelegenheit ängstlich zusammen zu zucken. Jetzt kann ich wieder mich selber sein und muss nicht vor gewalttätigen Konsequenzen zurück schrecken.

    Es ist keine Schwäche als Mann zuzugeben, dass man mit Gewalt nicht klar kommt. Es Stärke zu sich zu stehen und etwas dagegen zu unternehmen, sei es mit fremder Hilfe.

    Denn ganz klar ist, dass Gegengewalt ganz sicher nichts bringt, zumal auch ich nie eine Frau schlagen würde. So etwas gehört sich nicht, weil der Mann in den meisten Fällen einfach auch der Stärkere ist.

  • Darja Rauber sagt:

    Ach, soll es das doch geben, ist sicher keine schlechte Sache. Allerdings geht es hier kaum um „häusliche Gewalt“, schlimmstensfalls um Psychoterror, vor dem die Männer (und Kinder) flüchten müssen. Das sagt der Betreiber ja selber, dass sie keine blauen Augen erwarten. Und gibt selber zu, dass sie auch keine Geheimhaltung brauchen. Mit anderen Worten – wirklich vergleichen kann man die häusliche Gewalt von Männern und Frauen halt schon nicht. Die Frauenhäuser haben wirklich guten Grund, ihre Adresse geheim zu halten. Dort sieht man immer wieder blaue Augen und Schlimmeres. Man will sich vor Ehrenmördern und Ausrastern mit der Militärpistole schützen… Auch die Statistik ist etwas verschwommen und sollte nicht so naiv behandelt werden: Bei dem Fünftel „häuslicher Gewalt“, die von Frauen ausgeht, ist die psychische Gewalt miteingerechnet und hat unbestrittenerweise den hauptsächlichen Anteil an weiblicher „Gewalt“. Bei männlicher Gewalt ist natürlich die psychische auch miteingerechnet; es ist aber anzunehmen, dass die meisten Frauen beim alltäglichen Psychoterror durch den Partner noch gar nicht auf die Idee kommen, in ein Frauenhaus zu flüchten, sondern das fast als selbstverständliches Recht des „Herrn im Hause“ anschauen… Wenn Frauen vor Gewalt flüchten, dann tatsächlich vor physischer Gewalt, der sie eben nichts entgegensetzen können. Physische und psychische Gewalt so unhinterfragt auf eine Stufe zu stellen, ist etwas allzu simpel.

    Klar, es ist nicht richtig, dass à priori jeder Mann, der mit Kind „flieht“ und Unterschlupf sucht, ein Kindsentführer oder gar Kinderschänder ist. Dass Frauen (Mütter) nun aber tatsächlich viel, viel weniger sexuellen Missbrauch ausüben, ist einfach eine (biologische?) Realität. Von dem her ist ein *gewisses* Misstrauen und ein gewisser Mindestschutz von Kindern in solchen „Männerhäusern“ gerechtfertigt. Ich verstehe die Männer nämlich nicht ganz, die einerseits ihre Gewalttäitgkeit biologisch begründen, so im Sinne „wir sind halt so; das ist das Testosteron“, die fast stolz sind darauf, dass in ihnen ein Raubtier schlummert, das nur durch einen oberflächlichen zivilisatorischen Deckmantel in Schach gehalten wird und vor dem sich Frauen „halt“ einfach in Acht nehmen, es nicht „provozieren“ sollen – dann aber uns glauben machen, dass Frauen genauso viel Potential zum Kinderschänden hätten wie Männer…

    Naja, ein bisschen riechen alle diese ach so gutgemeinten „Männerbewegungen“ halt nach einem Backlash derjenigen, die einfach nicht ertragen können, dass Frauen sich emanzipiert und zumindest einigermassen gleichberechtigt sind heute. Weil man mit Prügeln und Befehlen heute nicht mehr weiterkommt, wird jetzt auf Wehleidigkeit gemacht.

  • Marcel sagt:

    Antwort: Die Männerhäuser braucht es nur, weil es bereits schon Frauenhäuser gibt. Mehr Öffentlichkeitsarbeit für die Schattenseiten der Gleichberechtigung anstelle des ewig feministischen Mainstreams wäre mir aber ehrlich gestanden viel lieber. Sofern man dem Feminismus überhaupt irgend etwas anlasten kann- was ich mitunter stark bezweifle.

    Mehr Aufmerksamkeit für Männeranliegen von

    – der Politik
    – der Öffentlichkeit
    – der Wirtschaft
    – und natürlich den Medien,

    ist langsam dringend nötig! Das würde auch den Feminismus aus seinem ideologischen Starrkrampf (und von zahlreichen Missverständnissen) befreien und den Weg in eine wirklich gleichberechtigte Zukunft ebnen, in denen sowohl Rechte als auch Pflichten zu gleichen Teilen auf die Geschlechter verteilt sind. Die Betonung liegt hier eindeutig auf dem Wort P.f.l.i.c.h.t.e.n.

    Das Zeitalter der Selbstverständlichkeiten ist vorbei.

  • Maja sagt:

    Wenn es das nicht bräuchte würde es auch keines geben. Es gibt tatsächlich Frauen die schlagen ihre Männer und aus Edelmut
    schlagen diese Männer nicht zurück.

  • Gion Saram sagt:

    Wenn eine Frau nacheinander an 3 gewalttätige Männer geraten ist, gibt es dafür zwei Erklärung. Sie traf 3 mal die falsche Wahl oder sie hat es 3 mal geschafft mit ihrem Verhalten die gewalttätige Seite dieser Männer zum Vorschein zu bringen. Sieger in einem Konflikt ist ja oft derjenige der den anderen dazu bringt eine gewünschte Verhaltensweise anzunehmen. Wenn eine Seite die anderen Seite mit Sticheleien zu Gewalttaten provoziert, dann ist der Sieger nicht zwangsläufig derjenige der zuerst zugeschlagen hat.

  • Mann sagt:

    max sagt: „So wie ich das bei meinen Kumpels sehe, ist das Problem mit Frauen eher selten die körperliche Gewalt sondern vielmehr die fiese Tour zu manipulieren, lächerlich zu machen und hintenherum einen Frauenmob aufzuhetzen.

    Oh ja. Genau. Das lächerlich machen betreiben sie dann gerne in der Öffentlichkeit.

    Nicole Althaus sagt: „Und jetzt wollen Sie ein Männerhaus, weil es schliesslich auch Frauenhäuser gibt?

    Tönt wie: Und jetzt wollen sie Viagra, weil die Frauen länger können?

    Glauben Sie, dass die Schweiz ein Männerhaus braucht?

    Eines ist zu wenig.

  • Nicole Althaus sagt:

    @Martin: Das haben die Männer damals gefragt, als die ersten Frauenhäuser initiiert wurden. Und: Es waren nicht die Medien, welche die Initiantinnen zu Wort kommen liessen, die dagegen waren.

  • andy sagt:

    Sinnvolle Sache! In meinem Bekanntenkreis ein Mann der über ein Jahr von seiner Frau regelmässig verprügelt wurde bevor er sich an einen Psychiater wendete. Schamgrenze hoch. Blaues Auge beim Fitness, Hämatome beim Stolpern etc. …kanns zwar nicht ganz nachempfinden, so lange in der Opferrolle.

  • Mamamia sagt:

    @ *sigh*
    wie sollen denn, die Gesetze angepasst werden, damit es keine Hausgewalt mehr gibt?
    Die Gesetzte können die Taten des Individuums nicht steuern. Sie sind ein Leitfaden den man befolgen „soll“!
    In jeder Gesellschaft, Schicht in jedem Land und Kultur, also überall gibt es Familiengewalt. Und dies kann, leider nicht per Gesetz ausgeschaltet werden! Und die Vernunft…..ja die Vernunft!

    Daher sind solche Häuser nötig für Mann, Frau und Kind !

  • Martin sagt:

    Was für ein Aufschrei würde durch die Frauenwelt gehen, wenn ein Mann fragen würde: „brauchts ein Frauenhaus?“

  • Rahel sagt:

    Ich denke das gehört schlicht und einfach zur Gleichstellung von Mann und Frau! Ein Mann soll sich in so eine Institution flüchten dürfen ohne schief angeguckt oder gar belächelt zu werden!!!! Super Sache!

  • *sigh* sagt:

    Theoretisch finde ich solche Häuser (sowohl für Frauen wie auch für Männer) ein ziemliches Armutszeugnis für die Gesellschaft.. Solche Institutionen SOLLTEN gar nicht nötig sein! In der Praxis sieht es leider (noch) etwas anders aus..
    Zum Thema „für Männer auch?“: Ja höchste Zeit dass alle den gleichen Schutz erhalten können!
    Das Ziel sollte aber bleiben, dass die Gesetze dahingehend angepasst werden (die Gesellschaft sich in eine Richtung entwickelt), dass es solche „privaten Hilfen“ nicht mehr braucht.

  • Brunhild Steiner sagt:

    Das braucht es unbedingt, besser gestern als morgen. Die traurigen und erschütternden Geschichten im Missbrauchblog zeigen dies überdeutlich. Ich hoffe sehr dass die Justiz diesbezüglich kantonal vernetzt arbeiten wird und einen Mann, der sich dorthin flüchtet, mit der gesamten Hintergrundgeschichte wahrnimmt.
    Ebenso schön wäre, wenn Schutzhausbetreiber eine gemeinsame Dachorganisation gründen könnten.

  • max sagt:

    @Christian Müller: Bei meinen Kommentaren zum mammablog vermeide ich parteipolitische Kommentare. Aber wenn Sie schon die SVP-Mitglieder für die schlechte Arbeit der Gleichstellungsbeauftragtinnen und für deren Nutzlosigkeitinnen verantwortlich machen, dann kann ich es dann doch nicht lassen.

    Nach meiner Beobachtung werden überzählige und nicht verwendungsfähige Karrierefrauen zu „Gleichstellungsbeauftragten“ gemacht. Sie sollen die Fassade wahren und nirgends allzu grossen Schaden anrichten.

    Ohne diese Gleichstellungs-Frauen, wäre Gleichstellung etwas selbstverständliches und alltägliches. So wie es jetzt läuft, schaut jeder zurück und erstarrt zur Salzsäule, bevor er das richtige tut.

    Das ist, um es kurz zu machen vor allem ein SP-Problem.

  • Christian Mueller sagt:

    HaHa,

    Die Schweiz ist, wie das in diesem Blog schon tausendfach eruiert wurde, nach wie vor eines der rückständigsten Industrieländer was die Gleichstellung der Geschlechter angeht.

    Und diskriminiert werden bekantlich nicht nur die Frauen, es gibt *einige* Bereiche, wo Männer, von Staat und Gesellschaft, durch die Bank diskriminiert werden.

    Und es gibt auch sehr viele, bosartige Frauen. Wohl etwa gleich viele wie Männer. Natürlich wollen mir die Feministinnen verklickern, dass Männer von Natur aus aggressiv, da männlich == kräftemessen etc. bla bla,und Frauen ja schöpferisch also godlike etc. bla bla sind.

    An diese Frauen kann ich nur sagen, dass sie mal brav den Latz halten sollen.

    Und wer ist Schuld an der ganzen Misere? Unsere erzkonservative alte Garde mit dem SVP Stimmzettel in der Hand. Gut, die tragen zwar keine Verantwortung für die Existenz von keifenden, giftigen Feministinnen, aber unsere geschätzten alten Säcke mit dem „Waffenexport Verbot NEIN“ und „Minarettverbot JA“ Zettel in der Hand sorgen nach wie vor dafür, dass der Staat bei der Schaffung von Gleichberechtigung versagt (Rechte und Verantwortungen gehen Hand in Hand, liebe Feministinnen).

  • Heinz sagt:

    Eine solche Institution finde ich sehr sinnvoll. Es geht nicht alleine um die Gleichstellung von Mann und Frau, sondern auch die Akzeptanz, dass auch Männer eine Gefühls- und Gedankenwelt haben. Selten dürfte die Gewalt gegen Männer physischer Natur sein. Subtiler Psychoterror kann viel schmerzvoller sein und ist auch weniger greifbar.

    Ich finde es weiterhin toll, dass sich hier auch Frauen positiv zu einem Männerhaus äussern. Aus meiner Sicht ein positiver Schritt in eine gemeinsame Annäherung.

  • max sagt:

    Noch zum Bild: Müsste es nicht ein Kuchentrööli statt der Bratpfanne sein?

    Auf den Cartoons der 70er Jahre hat die böse Alte hinter der Haustüre gewartet mit dem hoch erhobenen Kuchentrööli, wenn ihre Ehegespons nachts von der Sauftour nachause kam.

  • max sagt:

    @rabenmutter: Haben Sie eine Ahnung von wegen, Männer schütten ihre Seele nicht bei Kumpels aus!

    Betreffs Männerhaus: So wie ich das bei meinen Kumpels sehe, ist das Problem mit Frauen eher selten die körperliche Gewalt sondern vielmehr die fiese Tour zu manipulieren, lächerlich zu machen und hintenherum einen Frauenmob aufzuhetzen.

    Manchmal ist das Verhalten von Frauen sehr gezielt darauf gerichtet, den Mann zu körperlicher Gewalt zu provozieren. So kann man dann ihm die Schuld geben und sie ist das arme Opfer.

    Ich habe seinerzeit eine Frau mit Sack und Pack vor die Türe gestellt. Ich merkte, dass ihre ständigen Provokationen an meinen Nerven zerrten. Zudem wusste ich, dass diese Frau bevor sie mit mir war, der Reihe nach drei gewalttätige Männer geschlissen hatte. Ich machte mir deswegen rechtzeitig meine eigenen Gedanken. Also habe ich einfach ihre Koffern gepackt und ihre Habe auswärts deponiert. So kann ein richtiger Mann sich ohne viel Worte erfolgreich zur Wehr setzen.

    Ein Mann mit Kindern hat da weniger Handlungsspielraum. Da sehe ich den Sinn eines Männerhauses.

  • habakuk sagt:

    Ja, manchmal braucht der Mann einfach seine Ruhe. Wie der gute Salomo schon sagte: „Wie ein Loch im Dach, durch das es bei Regen ständig tropft, so ist eine keifende Frau. Sie zum Schweigen bringen? Genauso gut kannst du versuchen, den Wind anzuhalten oder Öl mit den Fingern festzuhalten!“

  • Marc sagt:

    die wohl beste institution seit langer zeit; eine solche Annäherung an ein ‚Männerhaus‘ ist mehr als nur zwingend notwendig.

  • Mamamia sagt:

    Ja das braucht das Land! Es ist eine super Idee udn ich hoffe, bald findet sie die Unterstützung von Opferhilfestelle und Gleichstellungsbüro. Denn das ist währe nur Gerecht!

  • rabenmutter sagt:

    Natürlich braucht es das. Denn Männer schütten ihre Seelen eher selten bei den Kumpels aus und schon gar nicht, wenn es darum geht, dass ihre Frau sie schlecht behandelt. Dafür ist die Männerwelt noch nicht bereit, leider. Und wie fies wir Frauen sein können, brauche ich wohl niemandem zu erklären. Häusliche Gewalt bezeichnet nicht nur Veilchen und blaue Flecken, ein gewisser Psychoterror kann mindestens soviel Schaden anrichten. Ich finde es extrem mutig von diesen Männern, dazu zu stehen und ihre Kinder ebenfalls schützen zu wollen. Offenbar entwickeln nicht nur Mütter einen Beschützerinstinkt ihren Kindern gegenüber, es lebe die Gleichstellung!

  • opa meier sagt:

    Ja, denke, das braucht es. Aus Erfahrungen von Bekannten weiss ich, dass Opfer beider Geschlechte Unterstützung benötigen, Männer haben’s allerdings etwas schwerer, wenn’s um Verständnis und Hilfe geht. Ich wünschte mir allerdings, dass es irgendwann geschlechterneutrale „Hospize“ gäbe, wo Väter oder Mütter mit Kindern für kurze Zeit unterschlüpfen könnten. Dies würde vielleicht den potentiellen Geschlechterkampf etwas entschärfen und auch die Narben nicht zu gross werden zu lassen.

  • Mia sagt:

    Wenn wir schon die harten, gefühlslosen Machos nicht mehr wollen, dann müssen wir den Männern auch emotionales Leiden zugestehen und damit einen Zufluchtsraum. Man kann die Männer nicht in die Kinder- und Haushaltbetreuung einbeziehen, von ihnen Teilzeitarbeit verlangen und sich dann wundern, wenn sie nicht cool-man-mässig Leine ziehen. Also: Ja, das braucht die Schweiz. Für die Männer, die Gefühle haben, also die, die wir eigentlich wollen.

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.