
Wer ist beim Showdown um die Schweinegrippe Held - wer Bösewicht?
Es scheint, als steuerten wir in Sachen Schweinegrippe langsam auf das Finale zu, bei dem der Bösewicht – die Grippe – sich das grandiose letzte Gefecht mit dem Helden liefert, in unserem Fall der Impfstoff, der im Eilverfahren entwickelt und flächendeckend bereitgestellt wurde. Nicht ohne dass die böse Grippe zuvor noch ein armes kleines Land wie die Ukraine in den Würgegriff genommen hat. Und nun hoffen wir alle, dass ein Happy End nicht ausbleibe.
Sie entschuldigen meinen Ton. Zweifellos muss die Schweinegrippe ernst nehmen, wer ihr auf dem Schlachtfeld des eigenen Körpers gegenübertritt. Aber wer bislang, wie ich, nur medial infiziert wurde, kann wohl nicht umhin, sich in einem global inszenierten Thriller zu wähnen, mit allen Ingredienzien, die den postmodernen Zeitgeist zum hyperventilieren bringen: Ein Virus, der vom Tier auf den Menschen überspringt, der Kampf des Menschen gegen seine globale Verbreitung, die stufenweise Erhöhung der Gefahr bis zur Pandemiestufe, der Bodycount der Todesopfer, die Suche nach einem Impfstoff im dramatischen Wettlauf gegen die Zeit.
Und nun, da der Impfstoff endlich da ist, fühlt man sich vom Ennui ob der ganzen Sache beinahe zu erschöpft, um sich in die nächste Arztpraxis zu schleppen und sich den Schuss verabreichen zu lassen. Wären da nicht die Kinder. Denn mit unseren Kindern lassen wir nicht spassen, sie gehören immerhin zur Risikogruppe. Und damit wird die Sache praktisch: Impfen oder nicht impfen, das ist hier die Frage.
Eine Frage, in der durchaus keine Einigkeit vorherrscht. Das Bundesamt für Gesundheit und die meisten Ärzte empfehlen die Impfung selbstredend – man hat ihn ja nun mal besorgt, den Stoff, und muss ihn jetzt unters Volk bringen. Dieselben Stellen empfehlen übrigens auch, einen persönlichen Vorrat von 50 Hygienemasken pro Person anzulegen (chirurgische Maske Typ II oder IIR), was einen an der Einschätzung der Bedrohungslage selbiger Behörden zweifeln lässt. Endgültig verwirrt endet, wer sich deshalb auf eigene Faust näher über die Impfung informieren will. Schwangere und Kleinkinder gehören beispielsweise zur Risikogruppe – aber genau ihnen wird auch empfohlen, mit einer Impfung zuzuwarten, wegen der Risiken der Impfung selbst, die beispielsweise in Schweden schon Todesopfer gefordert haben soll. In Deutschland verkünden ansonsten durchaus impffreudige Epidemie-Experten , dass sie nicht alle der neuen Impfstoffe in ihre Blutbahn lassen würden. Verwirrung stiftet zudem die Tatsache, dass verschiedene Impfstoffe vorliegen, solche mit Wirkverstärkern und andere ohne, letztere sind in Deutschland Mitgliedern der Bundesregierung vorbehalten.
Damit erhält der Schweinegrippe-Showdown nun seine letzte, überraschende Wendung hin zum Verschwörungsthriller. Das Ganze, vermutet beispielsweise der Chef der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft, Wolf-Dieter Ludwig, sei eine Kampagne der Pharmakonzerne, die einfach Geld verdienen wollten. Die Regierungen seien auf den Schwindel hereingefallen und setzten nun, beim Versuch, das zu vertuschen, die Gesundheit der Bevölkerung aufs Spiel. Kein Wunder fühlt sich ebendiese Bevölkerung unter diesen Vorzeichen unbehaglich, wie die Medien sich schon wieder zu berichten beeilen. Nur rund ein Drittel soll willens sein, die Gratisimpfung in Anspruch zu nehmen.
Was mich betrifft, so habe ich mich und meine Kinder zwar noch nie gegen die saisonale Grippe geimpft. Trotzdem werde ich Mitte November zum Arzt pilgern und die Spritze für uns alle verlangen – der Immunität wegen. Nicht so sehr gegen die Grippe, sondern vor allem gegen die Paranoia darum. Auf dass dieses Drama hoffentlich seinen letzten Akt erfahren habe.
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Nicole Althaus ist Autorin und freie Journalistin in Zürich. Seit beinahe zehn Jahren betreibt Nicole Althaus Feldforschung in der eigenen Familie: Die Autorin ist verheiratet und Mutter zweier Mädchen im Alter von 10 und 6 Jahren.
Michèle Binswanger hat Philosophie und Germanistik studiert, war als Künstlerin und Kletterin tätig und ist heute Redakteurin bei Tagesanzeiger/Newsnetz. Sie lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter (8) und ihrem Sohn (5) in Basel. 












































































@Denise:
“ihr Körper hat genügend Abwehrkräfte, um mit der Grippe selbst fertig zu werden”
die meisten ja, leider nicht alle. 1/4 der h1n1 toten weltweit waren ohne vorerkrankungen. die anderen 3/4 waren vorbelastet und sind froh um eine impfung. auch sind sie froh, wenn ihr umfeld sich impft.
wissen sie, dass die gefahr grösser wird, desto mehr leute infiziert werden? das virus kann sich nur im körper mutieren, je mehr personen angesteckt sind, desto grösser die gefahr einer mutation.
die grippeimpfung regt das immunsystem an. das sehen sie ja an den nebenwirkungen, die entstehen.
“Zudem werden sie Wirt für bestimmte Erreger, die zwar IHNEN aufgrund der Impfung nichts ausmachen, die sie dadurch aber schön flächendeckend an ihre Umwelt weitergeben”
das verstehe ich nicht. können sie mir das genauer erklären? danke.
“Das ist nicht nur meine persönliche Meinung, sondern die von sehr vielen Ärzten (und damit spreche ich nicht von Homöopathen etc, sondern von Allgemeinmedizinern).”
sie sollten mal mit einem spezialisten, einem immunologen über ihre theorie reden. bin sicher, er wird sie aufklären.
@KR: Sie wissen zum Glück alles besser. Wir sind froh klären sie uns auf und das bei jeder Gelegenheit. Scheint so wie wenn Sie extra dafür angestellt sind, den ganzen Tag unmengen an Sondermüll hier in die Foren des TagesAnzeigers zu stellen. Darf ich fragen für welchen Gigant? GSK, Novartis, Roche? Oder womöglich von allen gleichzeitig? Oder von der WHO oder vom BAG? Wieviel kassieren sie dafür?
ich bin froh weiss ich es besser als Sie. Meiner Gesundheit zuliebe
ja klar. bin beim CIA angestellt, FBI und mossad und jede firma die sie wollen… gähn
sie weichen mir aus: ich habe sie gefragt, welche stelle in dem dokument, welches sie verlinkt haben, sie merkwürdig finden.
ich schaue es mir dann an und versuche es zu erklären, ob ichs kann, weiss ich nicht.
aber ohne ihre genauen angaben ist ihr link nutzlos.
@Denise: Siehst Du, was Du jetzt wieder angerichtet hast
, schon dreht er wieder auf.
Tolles Video zum Thema: http://www3.ndr.de/sendungen/zapp/archiv/medien_politik/schweinegrippe328.html
Guten Morgen.
der thread beginnt sich zu wiederholen. in der soap hat es allerdings einen neuen zweiten handlungsstrang. in diesem geht es um die vermengung von h1n1 mit dem human papiloma virus. Mutationen sind Imminent! Stay Tuned!
kuecken scheinen logistische ketten nicht zu begreifen. das einkaufen von adjuvantien hat nichst mit der bewilligung des endproduktes zu tun.
so kann ich schweinebaeuche einkaufen. sind die zur herstellung von wuersten zugelassen, heisst das noch lange nicht, dass die fda schon zugelassen hat, dass ich das in Impfungen gegen das K1N1 Virus benutzen darf.
@Katharina: tja, Guten Abend nach drüben und mit den besten Wünschen für Ihren mehrwöchigen Aufenthalt in dieser, von uns sehr geschätzten Abteilung. Wir werden uns nach bestem Wissen und Gewissen (allerdings partiell ungeimpft) um Ihr Wohlbefinden kümmern und dafür sorgen, dass den Mutationen angemessen Raum gegeben wird.
Sowie selbstverständlich auch allen anderen Beteiligten in diesem Drama.
Sollten Sie wider Erwarten mit irgendetwas nicht zufrieden sein, so lassen es Sie uns bitte umgehend wissen,- doch jetzt richten Sie sich in aller Ruhe hier ein und machen Sie es sich gemütlich, denn die nächsten Meldungen werden so sicher kommen wie das Amen in der Kirche.
We’ll stay tuned!
@denise:
was ich noch nachfragen wollte… was halten sie von kinderkrankheitenimpfungen? sinnvoll? oder eben nicht sinnvoll, da der körper ja durch die infektionen stärker wird, nach ihrer these?
@Brunhild: Ich checke mal aus. rosa tapeten mit himmelblauen bluemchen und deutsche schlager als klangberieselung bekommen mir nicht.
@Katharina: tja, da müssen wir wohl mal mit dem Innendekorateur eine Besprechung abhalten…
Impfen hat einiges mit Solidarität zu tun. Die Mortalität von H1N1 ist zwar nicht besonders hoch, allerdings überleben viele Patienten nur dank intensivmedizinischen Masnahmen die auch Millionen verschlingen, von den Kosten für die Rehabilitation ganz zu schweigen und die Kapazitäten der Intensivstationen sind auch nicht unbeschränkt.
Ich habe recht junge Patienten betreut (viele waren so Mitte Dreissig bis Vierzig), die wegen der Schweinegrippe an schwerster Atemnot litten, die fanden das sicher nicht besonders lustig.
Wen es nun stört, dass mit Impfungen Geld verdient werden kann, soll es doch bitte auch so formulieren statt Impfungen pauschal aus irgendwelchen weltanschaulichen Gründen pauschal abzulehnen. Das ist ein anderes Paar Schuhe.
Ich arbeite übrigens nicht für die Pharmaindustrie