
Eine Mutter, von der Männer träumen? Im September 2009 wurde bekannt, dass US-Schauspielerin Halle Berry mit 43 ihr zweites Kind erwartet. Berry rangiert in Umfragen nach den attraktivsten Müttern stets weit vorne - ob sie auch die Sympathien der Mamablog-Leserinnen und -Leser gewinnen würde, muss leider offen bleiben.
Auf ausdrücklichen Wunsch unserer Leserinnen hin will ich heute die Frage aufwerfen, nach welchen Kriterien sich ein Mann die Mutter seiner Kinder aussuchen soll. Es ist, zugegeben, eine grosse Frage und ich habe mich bemüht, sie mit dem nötigen Ernst und der gebotenen Sorgfalt zu beantworten.
1. Suchen Sie sich als Mutter für Ihre Kinder eine Frau aus, die schön ist – zumindest in Ihren Augen. Sie werden Ihre Frau und Ihre Kinder während langer Jahre ansehen dürfen, womöglich länger als Ihnen es zuweilen lieb sein wird. Da ist es von Vorteil, wenn Sie dieser Anblick erfreut und wenn Sie mit einer gewissen Zufriedenheit in den Gesichtern Ihres Nachwuchses dasjenige der Mutter erkennen.
2. Suchen Sie sich als Mutter für ihre Kinder eine Frau aus, die natürlich ist. Mit «natürlich» meine ich nicht: Bäume umarmen, Achselhaare wuchern lassen oder sich makrobiotisch durchs Leben hungern. Nein, die Mutter Ihrer Kinder muss entspannt natürlich sein: gegenüber ihrem eigenen Körper und gegenüber Körperlichkeit generell, gegenüber allerlei Säften und Gerüchen, denn davon scheiden Kinder tonnenweise aus. In einer Familie weiss bald einmal jeder, wie es riecht und klingt, wenn der andere auf der Toilette sitzt. Damit muss man umgehen können, ohne dass neurotische Prozesse ausgelöst werden. Deshalb sei an dieser Stelle auch vor Frauen mit Essstörungen, exzessivem Suchtmittelkonsum oder pathologischem Fitnesstrieb gewarnt – alles schlechte Vorzeichen für eine Elternschaft. Wer für ein Kind sorgen will, muss zuerst zu sich selber Sorge tragen (einverstanden, das gilt genauso für Männer). Jedenfalls: Meiden Sie all diese Heidi-Klum-Angelina-Jolie-Madonna-Frauen – auch wenn Ihnen das als Mann schwer fällt. Doch als Vater denken Sie eben nicht mehr zuerst an sich selbst, Sie denken immer an erster Stelle ans Wohl ihrer Kinder.
3. Suchen Sie sich eine Frau aus, die unter äusserem Druck kooperativ reagiert. Kinder und Familie bedeuten Stress, sehr viel Stress – das lässt sich nicht wegdiskutieren. Was Sie aber nicht brauchen, ist eine Frau, die im Stress auch noch die Schuldfrage diskutieren will («Du hast dem Kind doch dieses Fahrrad gekauft, du warst es – und jetzt liegt dein Sohn mit einer Gehirnerschütterung im Spital»). Die Mutter Ihrer Kinder muss lösungsorientiert sein. Das klingt schrecklich businessmässig – aber was, bitte sehr, ist eine Familie anderes als ein Kleinstunternehmen?
4. Suchen Sie sich als Mutter für Ihre Kinder eine Frau aus, in die Sie verliebt sind – oder zumindest mal verliebt waren. Sie und Ihre Frau der Wahl brauchen etwas, was Sie mit niemand anderem teilen: eine Geschichte, die nur Sie beide kennen, ein leidenschaftliches Geheimnis, einen emotionalen Kern, eine selige Erinnerung. So etwas schaffen Sie mit Vorteil vor der Familiengründung, denn sobald die Kinder da sind, wird ihnen nur schon die Zeit dazu fehlen.
5. Und schliesslich: Suchen Sie sich eine Frau, die nicht darauf wartet, dass man sie findet. Anders herum gesagt: Die Mutter ihrer künftigen Kinder muss so selbstständig sein, dass sie auch ohne Sie zurecht käme; weil sie so tough ist, weil sie Vermögen hat, weil sie als Berufsfrau so erfolgreich ist – aus welchen Gründen auch immer. Es gibt wenig, was einem Vater mehr beruhigt, als das Wissen, dass die Kinder bei der Mutter gut aufgehoben wären, sollte einem selbst etwas zustossen. Das klingt nun dramatisch, ist aber so.
Wahrscheinlich reicht es aus, wenn Sie eine Frau finden, die in vier Punkten diesen Ansprüchen genügt. Weniger sollten es aber keinesfalls sein – für unsere Kinder wollen wir nur das Beste. Und dann muss noch gesagt sein: Findet ein Mann nicht zu einer Traumpartnerin, muss dies nicht zwangsläufig die Schuld der Frauen sein. Es kann durchaus an ihm selbst liegen.
Michael Marti, 43, ist Stellvertretender Chefredaktor von Newsnetz und Vater von zwei Töchtern. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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@Beka: ich mache doch meine Kinder nicht für meinen Lebenssinn verantwortlich. Ich wollte nur zum Ausdruck bringen, dass wir uns selbst nicht zu wichtig nehmen sollten, und dass wir dem “geimnsam Elternsein” mehr Sorge tragen sollten. Auch wenn dies nicht immer leicht ist. Für die Kids sind nämlich Mama und Papa trotz allem die Wichtigsten. Selbst wenn meine Kinder die totalen Vollpfeiffen werden sollten, ändert sich nix an der Tatsache, dass ich immer nur das Beste für sie im Sinn haben werde. Und damit hab ich schon längst begonnen, indem ich zB meine Partnerinn nicht verlasse nur weil mir ein andere Titten appetittlicher erscheinen. Das meinte ich damit. Sich selbst im Griff haben, den Ego Trip etwas Besserem unterordnen.
So viele gedanken zu machen über eine mögliche Partnerin, finde ich nicht gut. Niemand weiss was die Zukunft bringen wird.
BRAVO! Mein Herzblatt erfüllt alle fünf Punkte; und sie ist – ganz wichtig – VERTRÄGLICH!
Ich kann dieses Vorgehen nur unterstützen. Leider zu spät für mich, aber ich würde das heute genauso machen.
Ein erstaunlich klug zusammengestellter Anforderungskatalog. Merci vielmals!
Und noch etwas: Meine Frau paßt gemäß dieser Liste genau als Mutter (hehe…). Dann kann ich mich ja mal an die Arbeit machen…
Ich finde den Katalog wie eine Frau und Mutter sein sollte doch sehr bedenklich. Ausserdem ein ungeheurliche Beeinflussung als Presse? Aber gerade die welche nicht schön sind sollte ausgelassen werden? Ist dies nicht schon zu viel des Guten?
Interessant wäre zu wissen aus welcher Denkfabrik dies wieder kommt.
Es ist nicht der Presse Aufgabe zu raten wir Frauen und Mütter sein sollten. In welcher Mission kommt der Tagesanzeiger dazu?
Es ist mir egal ob Sie dies Posten, es kann auch anders veröffentlicht werden.
Sozialpädagogin
Liebe Frau Sozialpädagogin Meier
Wenn Sie diesen Blogbeitrag nicht mit einem Zwinkern in den Augen lesen können, die Ironie/den Witz des Artikels nicht erfassen, dann kann ich Ihnen leider auch nicht weiterhelfen.
EInewiekeine
Hihi, man sollte dies hier alles nicht zu ernst nehmen. Mein Grund hier vorbei zu schauen ist einfach; um mich zu amüsieren
Wie fragil, selbstunsicher und fragend/suchend, dem Druck der Erwartungshaltung beugend, viele urbane Geschöpfe doch sind. Nicht zu vergessen wie egozentrisch neben dem Blogpost auch die Kommentarergüsse es sind… Spieglein Spieglein an der Wand….Wo bleibt die Herzlichkeit?
“Die Frau heiratet in der Hoffnung, dass er sich ändern wird. Wird er aber nicht.
Der Mann heiratet in der Hoffnung, dass sie sich nie verändert. Wird sie aber.”
@ Rolf
Warum sollte sie nicht? Alimente gibts von der Scheidungsraubjuxtiz nicht mehr nur fuer Treusorgende, sondern auch fuer Selbstsuechtige, welche die Treusorgende vor der Ehe nur vorgespie(ge)lt haben!
@ Nielsen: “die Frau heiratet mit dem Vorsatz, dass sie ihn ändern kann. Lässt er aber nicht zu (egal was, heiraten oder sich ändern lassen).” müsste der Satz lauten. Aber sonst völlig einverstanden.
Ich glaube nicht, dass man sich einen partner “aussucht”..dies läuft, wenn dann, höchstens unterbewusst ab.
aber letzendlich hat man doch recht wenig einfluss darauf, bei wem es “klick” macht und bei wem nicht…
Ihrem Beitrag kann ich überhaupt nicht beipflichten. Er scheint mir überaus oberflächlich. Ich setze ganz andere Prioritäten: Eine positive Grundeinstellung zum Leben, Liebensfähigkeit, Konfliktfähigkeit und Achtsamkeit.
Meine Erfahrung nach 28 Ehejahren:
Man kann nicht für ewig vorausplanen. Man sollte nicht nur die Frau genau kennen lernen,
sondern auch die Eltern der Frau (vor allem die verborgenen, schlechten Eigenschaften,
die oft vererbt werden.
Fazit ist: Wenn ein Mann fremd geht ist er ein Gauner, Fötzel etc. undman weiss ja wie
Männer sind. Wenn eine Frau fremd geht, so ist es LIEBE
so what?
@Wyss, Mani
Was tun wenn mann viele schlechte Eigenschaften der Eltern der Frau gefunden hat?
Jetzt müsste man nur noch eine solche Traumfrau finden!
Ohne alle Kommentare zu lesen und ohne mich auf einzelne KommentatorInnen einzulassen: Punkt 5 scheint mir fast der wichtigste zu sein … vor allem wenn es zur Scheidung kommt. Was leider immer häufiger der Fall ist
Spätestens dann werdet ihr als Scheidungsmänner verfluchen, dass ihr nicht mehr Wert auf diesen Punkt gelegt habt … Achtung: die Schludfrage wurde in der Zwischenzeit abgeschafft.
Toller Artikel! Meine Frau passt perfekt und erfüllt alle fünf Punkte und noch mehr. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass man sich eine Liste mit wichtigsten Punkten zusammenstellen sollte und diese gründlich durchgeht bevor man eine Familie gründet. Es hört sich unromantisch an, wird einem aber immer wieder zu gute kommen. Das gefährliche sind nicht die guten oder die schlechten Tage, sondern die “stinknormalen” und diese gilt es als Familie zu meistern.
Mensch, ich hab’ die Richtige, auch wenn sie nicht alle Punkte erfüllt. Und was macht den idealen Vater aus? Beispiele: viel Geld, toller Job, breiter Rücken und zärtlich zu Frau und Kindern. Wäre doch ideal? Sag ich ehrlich.
Bevor das erste Kind zur Welt kam, habe ich zwei gute Bücher gekauft und gelesen – davon profitiere ich noch heute. Dasselbe für die Partnerschaft. Heute weiss man viel mehr – das sollte man mehr nutzen.
Ein wirklich gelungener Artikel. Hätte ich diese Ratschläge befolgt, wäre ich nicht auf die Schnauze gefallen
Nun, es hat jetzt bei einem weiteren Anlauf wunderbar geklappt. Meine Liebste entspricht voll und ganz diesen Punkten. Und an die Emanzen hier im Blog: was mischt ihr euch hier ein? Dies sind Tipps für Männer