
Statt der Zigarette eine Kerze: Schon unsere Grossmütter halfen der Natur nach, wenn sie schwanger werden wollten
Die Lage ist so ernst wie komisch: Zuerst tun moderne Frauen 15-20 Jahre lang alles, um Kinder zu verhüten. Und wenn sie diese Kunst so richtig im Griff haben, klingelt der Wecker und der Spiess dreht sich um. Nun mutieren die Verhütungsprofis im Nu zu Empfängnisspezialistinnen. Und fragen sich Monat für Monat banger, warum sie nicht so schnell schwanger werden, wie jahrelang befürchtet. Bloggerin Natalie Sassine von rabenmutter.ch wirft einen ungeschönt ehrlichen Blick auf den weiblichen Reproduktionsstress im neuen Jahrtausend:
Die Leserin Mitte dreissig wird das Problem vielleicht kennen. Da hast du all die Jahre studiert, Ausbildungen gemacht, ein aufregendes Leben gelebt und mehr oder weniger gutes Geld verdient. Und jetzt vernimmst du ein immer lauter werdendes Ticken. Ticktack ticktack… Ein Kind muss her! Aus irgendwelchen Gründen scheint das Leben, das du bis anhin geführt hast, keinen Sinn mehr zu machen. Da kann man dich lange davor warnen, dass Kinder dir den Schlaf rauben, deine Brüste der Schwerkraft nicht standhalten werden und du noch weniger Sex haben wirst. Du ignorierst alle Warnungen und stürzt dich in das Abenteuer Kinderkriegen.
Und schon merkst du, dass dieses Abenteuer sich gar nicht so sehr von der bisherigen Anstrengung unterscheidet, keine Kinder zu kriegen. Ob du mit Temperatur-Messen (bspw. Babycomp) und Urintest (Persona) verhütest oder den Eisprung treffen willst, ist nämlich einerlei. Du stehst wie jeden Morgen mit dem Thermometer im Mund über der Schüssel und versuchst mit deinem Morgenurin das Stäbchen zu treffen (und bitte nicht umgekehrt!). Dieses steckst du danach gleich in das Apparätchen und deine Temperatur schreibst du in eine Tabelle ein. Natürlich versuchst du all dies diskret zu meistern, schliesslich ist Kinderkriegen schon unsexy genug, dein Mann muss über dein Tun nicht auch noch Bescheid wissen. Du bleibst also nach aussen hin cool…
Nur ist es damit noch lange nicht getan. Jedenfalls nicht, wenn es nach zwei Monaten noch immer nicht eingeschlagen hat. Dafür weiss man einfach zu viel über Zeugung und Verhütung. Du bist ein Profi durch und durch: Nach dem Sex bleibst du liegen und gehst trotz fast explodierender Blase erst Stunden später auf’s Klo. Beim Sex in der Missionarsstellung hast du dir selbstverständlich ein Kissen unter den Po geschoben. Eine andere Stellung? Kommt überhaupt nicht mehr in Frage. Das wäre nicht zeugungsfördernd (ich glaube, dieses Wort lasse ich patentieren).
Nun bist du aber beim Kinder machen ja nicht alleine. Deshalb sorgst du dich ständig, was denn der zukünftige Papa macht. Und der macht wie immer einiges falsch! Er trägt zu enge Hosen. Er badet jeden Abend. Heiss. Er fährt Mountainbike. Viel. Und vor allem weiss man bei ihm nie, ob er es sich nicht doch noch anders überlegt mit der Baby-Produktion. Also hilfst du etwas nach: Du überzeugst ihn davon, dass der Baggy-Pants-Look ihm hervorragend steht, obwohl es dich graust, ihn wie einen alternden Hobby-Homie rumlaufen zu sehen. Du spühlst ganz viel Geschirr, damit das warme Wasser abends schnell ausgeht. Oder du bohrst ein Loch in den Boiler, damit er sein Familienglück nicht überhitzt. Das Mountainbike-Fahren kannst du ihm leider beim besten Willen nicht ganz abgewöhnen, aber du überredest ihn zu Hause zu bleiben so oft es geht. Vor allem, wenn die Temperaturkurve stimmt.
Bevor du dich versiehst, beendest du zum ersten Mal in deinem Leben sogar ein Date mit deinen Freundinnen vor Mitternacht, damit du den Vater in spe noch wach erwischst. Nicht etwa weil dir vor lauter Vorfreude das Herz hüpft, sondern weil gerade das Ei springt.
Hat irgendjemand behauptet, Mutter werden sei nicht schwer?
Das war der Auftakt unserer Wochen-Serie zu den Themen Schwangerschaft und Geburt. Lesen Sie morgen, wie Sie unbeschadet durch das Minenfeld Schwangerschaft kommen!


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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@Sonja: haben Sie eventuell noch keine Erfahrung mit dem “ein Kissen unterm Po-Notstand”? Denn wenn ein Paar wirklich Kinder will, und es nicht einfach so aus dem Blauen raus klappt, kommt es automatisch zu genau dieser erotiklosen Geschichte,
und was soll daran verkehrt sein? Muss ich meinen Kindern mal von einer heissen Liebesnacht erzählen können, damit sie sich sicher sind wirklich gewollt worden zu sein? Im Gegenteil (überspitzt gesagt!) weil wir sie eben wirklich wollten haben wir um “ihre Entstehung” gekämpft, die Erotik war in diesem Moment komplett nebensächlich.
Und dass bei Ihnen Sex gänzlich zwecklos ist stimmt nicht ganz, Sie haben es zwar von der Liebe entkoppelt, also muss Sex für Sie sehr ergebnisorientiert sein, Ihnen einen Nutzen (Zweck) bringen- selbstloser Sex wär nämlich ua mit Liebe verbunden
@lisi: dass die hoffnungsvollen zukünftigen Eltern der ganzen Belastung nicht standhalten können und sich trennen, finde ich immer das Traurigste am ganzen sowieso schon sehr Schwierigen. Kinder, egal ob schon existierend oder noch nicht anwesend, sollten nie wichtiger als der Partner werden. Ich will ja mit meinem Mann zusammen in derselben Wohnung alt werden, nicht unbedingt mit meinen existierenden/zukünftigen Kindern. Viele Betroffene sind wohl auch alleinegelassen, die richtigen Worte und Taten zu finden ist herausfordernd. “Scheitern/Versagen” sind Tabuthemen. Eine Freundin von mir hat 1 Sohn, wie sich im Nachhinein herausstellte war das fast schon ein medizinisches Wunder. Sie leidet sehr darunter, und genau wie Du schreibst, erst mit der Menopause könnte es ad acta gelegt werden- bloss hat diese extrem früh eingesetzt (einiges vor 40), das war dann ein zusätzlicher Brocken zum tragen. Der Sohn wünscht sich sehnlichst Geschwister, er weiss dass es nicht möglich ist, traurig macht es ihn trotzdem… . Dieser Aspekt blieb bis jetzt unbeachtet, wie gehen Kinder damit um, die es “durch ein Wunder” geschafft haben, wo alle Beteiligten weiteren Nachwuchs wollen würden, aber es einfach nie mehr klappt. Unsere sind glücklich über ihre Geschwister, ich hätte wohl mehr mit der Trauer meines 1er-Kindes zu kämpfen, als mit mir selber wenn ich in so einer Situation stecken würde.
Zu obigem Artikel von Nicole Althaus
“Du spühlst ganz viel Geschirr…”
Spülen, bitte ohne h.
Suchst Du, lieber Tages-Anzeiger, einen Korrektor?
Ich suche einen Job und finde gut und gerne Fehler in Texten.
Korrektor. Das wär’s doch.
Korrespondenz unter
drphobos@hotmail.com
Danke,
sc
wunderbarer Post! Gratuliere! Und Danke für den ebenso humorvollen wie wahrhaftigen Einblick! Hans Dieter Hüsch sang:
Mit einem Blick will ich das Ganze sehen
Der Männer Schmerzen und der Frauen wehen
Wenn sie zum Tode und zum Tanze gehen
Ich werde mich mit ihnen drehen
Aber die Marter der Empfägnis muss natürlich auch gewürdigt werden.
@Brunhild Steiner: ““Scheitern/Versagen” sind Tabuthemen” – mag ja sein, aber was hat das mit ungewollter Kinderlosigkeit zu tun? Genau solche aussagen führen dazu, das viele nicht einfach annehmen können, dass es bei ihnen nicht klappt. Ich fühle mich weder als Versagerin, noch als gescheitert. Es ist einfach so, dass ich keine Kinder haben.
@maia: es hat ganz viel damit zu tun wenn der unerfüllte Wunsch zu einer derart grossen Belastung wird! Ich finde es toll dass Sie sich weder als Versagerin noch als gescheitert fühlen,- denn das sind Sie ja auch gar nicht. Aber viele Betroffene fühlen sich so, wagen nicht über ihre Gedanken/Gefühle zu sprechen,- falls sie vom Umfeld überhaupt verstanden würden, und das alles kann den Druck ins Unermessliche erhöhen. Das Thema ungewollte Kinderlosigkeit ist zwar im Gegensatz zu früheren Jahren immer wieder mal in den entsprechenden Medien, aber in vielen Köpfen ist die Gleichung “es klappt mit Kinderhabenwollen nicht, also machen die irgendwas falsch” leider immer noch präsent.
Eben die Betroffenen fühle sich so – und es wird ihnen (auch mir) von der Umgebung immer und immer wieder so vermittelt. z.B. durch solche Aussagen wie ich von Ihnen zitiert haben und genau deshalb sprechen die Betroffenen nicht gerne darüber. Da sage ich lieber meine Ehe ist gescheitert weil wir uns unterschiedlich entwickelt haben. Das wird bestens verstanden. Wenn herauskommt, dass es am unerwünschten Kinderwunsch liegt, dann kommt gleich die Leier des Versagens etc…..
@maia: nein, das sehe ich anders, ich glaube nicht dass sich die Betroffenen so fühlen weil es ihnen eingeredet wurde dass sie sich so zu fühlen hätten. Sondern ein wichtiger Lebenswunsch, ein angestrebtes Ziel konnte nicht erreicht werden, eigene Vorstellungen erfüllten sich nicht, man ist an seinen ursprünglichen Plänen “gescheitert”. Und weil fast alles schöngeredet werden muss (der Blinde ist nicht mehr blind, sondern visuell herausgefordert, der Patient nicht einfach dumm dran, sondern selbstbestimmter Klient etc.) hat das Wort scheitern gerade auch hier einen sehr negativen Beigeschmack bekommen. Für mich wäre es ein Scheitern gewesen hätte es mit den Kindern nicht geklappt. Es hätte einen Prozess benötigt um Alternativen/kinderlosen Lebensentwurf zu zeichnen. Ich bin davon überzeugt, dass wir es geschafft hätten, aber ich hätte sehr wohl auch über das Scheitern eines wichtigen Lebenswunsches sprechen wollen!
…insofern widerspricht sich obiger letzter Satz vorigem Post, vielleicht trifft es “schuldloses Scheitern” besser,- nein, nicht wirklich, schwierig die richtige Formulierung zu finden…
warum “scheitern”? Wenn jemand krank wird ist das ein “scheitern”? Weil sein Lebensentwurf ja wahrscheinlich war gesund zu bleiben? Scheitert jemand der verhungert? – weil er doch lieber zu Essen hätte? Scheitert womöglich auch wer stirbt? – weil er lieber leben möchte?…. Wir sollten vielmehr wieder erkennen, dass wir eben nicht alles in der Hand haben.
@maia
Es ist aber für manche ein langer Prozess sich einzugestehen, dass eben nicht alles in unserer Hand ist. Und ja ich kenne auch Menschen die sich selber dafür hassten weil sie krank wurden, Krebs hatten, nicht mehr gehen konnten. Nicht alle Menschen empfinden gleich. Die Gefühle meiner Freundin kamen zum grossen Teil aus sich heraus. Natürlich gab und gibt es im Umfeld auch negative Einflüsse, aber es gibt auch die positiven. Ich und noch andere waren immer für sie da und sind es noch Heute. Aber es ist auch ihr gutes Recht wütend zu sein es ungerecht zu finden, traurig zu sein. Kinder die früh einen Elternteil verlieren, spüren auch manchmal Wut über dieses verlassen werden. Adoptivkinder sind nicht einfach jeden Tag dankbar für das “bessere” Leben, sondern sind auch traurig, wütend und verletzt.
@Brunhild Steiner
Ja das ist ein schwieriges und sehr trauriges Thema, die ungewollten Einzelkinder, die gleichzeitig ein Wunder sind. Durch meine Freundin habe ich eine Frau mit einem Kind kennen gelernt, die auch als Unfruchtbar galt. Als dieses Wunder geboren war und sie nicht einfach nur jeden Tag dankbar und glücklich war, wurde im Umfeld mit Aussagen wie “Was willst du denn jetzt noch mehr, sei dankbar dass du ein Kind hast”. Also darf sich eine solche Mutter nie überfordert, genervt oder wie auch immer fühlen? Und ja der Junge hätte um alles in der Welt Geschwister gewollt, er ist gleich alt wie meine Älteste, für ihn ist es das Grösste wenn unsere Weiberschar bei besagter Freundin ist und die beiden Familien aufeinander treffen. Als er und seine Mutter bei uns zu Besuch waren um die Zwillinge zu begrüssen, hätten sie am liebsten eines mitgenommen. Man sah es in ihren Gesichtern, das war für mich unendlich traurig. Aber sie haben sich für uns gefreut und kleine Geschenke gebracht. Ein solches Kind hat auf jeden Fall das Recht zu fragen “wieso habe ausgerechnet ich keine Geschwister”. Bestimmt ist es für das Kind auch anders, als wenn ein Kind aus Wunsch der Eltern ein Einzelkind ist. Kinder spüren uns genau, sie merken ob wir glücklich sind oder eben vielleicht auch über gewisse Dinge traurig.
@mia
Du hast natürlich recht, doch es ist in unserer Zeit weit verbreitet, zu denken, dass jemand, der krank ist, eben “gescheitert” ist, selber Schuld daran hat (schlechte Ernährung, negative Gedanken, verdrängte Probleme, bis zu Konsequenzen auf die Sünden aus dem letzten Leben habe ich schon alles gehört.)
Wer will, der kann. Wenn also etwas nicht gelingt, Schwangerschaft, Stillen, Spontangeburt, Erfolg im Beruf, Glücklichsein, Erektion, Gesundheit usw, dann wird man als entweder willensschwach angesehen oder man hat sonstwie etwas falsch gemacht.
Die Leute denken so, weil sie dann sich eben einbilden können, sie hätten es ganz in der Hand, was aus ihnen wird und wie es ihnen geht. “So etwas würde mir nie passieren”, denn ich mache ja alles richtig. Und wenn dann ein Kind in der Schule “versagt”, fühlen die Eltern sich zuerst mal schuldig, das wird auch fast von ihnen erwartet.
Bei einer überraschenden Krankheit wird zuerst gefragt, warum gerade ich? Für einige Menschen ist es einfacher, die vermeintliche Schuld bei sich selber zu sehen, als eben zu erkennen, dass wir nicht alles in der Hand haben.
Die Umkehrung davon ist dann, Glück, Wohlstand, Gesundheit und ein Lebenslauf nach Plan als Verdienst seiner selbst zu betrachten und gehörig stolz darauf zu sein, was auch weit verbreitet ist.
Deine Einstellung finde ich bemerkenswert, und ich bemühe mich auch immer wieder, zu erkennen, wo etwas in meiner Hand liegt, das ich ändern kann, und wo es eben nicht geht, und ich es einfach annehmen muss, dass es so ist.
Dies für das eigene Leben zu erkennen ist schon schwer genug, und deshalb sollte man es lassen, diese Unterscheidung für die Leben anderer treffen zu können. Leider spiegelt sich hier der Umgang mit sich selbst automatisch im Umgang mit anderen.
Hat man also einen unerfüllten Kinderwunsch, und trifft auf jemanden, der glaubt, in seinem eigenen Leben an allem Schuld zu sein, dann wird derjenige dem Kinderlosen auch vermitteln wollen, dass er / sie eben selber schuld ist, schuld sein muss, weil sonst sein eigenes Weltbild ins wanken käme.
So können dann Freundschaften zerbrechen.
@maia: ich hab den Eindruck wir reden nicht vomselben, zwischen Sterbenmüssen (als Scheitern vom Leben) und bachab gegangenen Plänen/Lebensentwürfen die für einen sehr wichtig und erstrebenswert waren liegt ein grosser Unterschied. Und ich habe sehr Mühe damit, wenn sich Menschen dieses Scheitern (an ihren Vorstellungen und Wünschen) nicht eingestehen können/dürfen. Denn so wird die ganze Energie, welche eine Neuausrichtung bräuchte blockiert!
@Regina: “Scheitern dürfen” hat in diesem Zusammenhang mit der “Schuldfrage” überhaupt nichts zu tun.
@mira
nein, Sex darf nicht zweckgebunden sein!
Wenn ich das alles so lese habe ich den Eindruck, dass viel zu viel nachgedacht wird. Das tötet das Animalische im Menschen. Blockierte Menschen haben möglicherweise Probleme sich fortzupflanzen. Heute wird alles gesteuert: Zuerst Hormone zum Verhüten, später soll das Kind wunschgemäss kommen, danach wieder Pille, später Hormone gegen Wechseljahresbeschwerden. Wo bleiben da die natürliche Bedürfnisse und Rhythmen?
@Luise: wir leben nicht mehr in archaischen Verhältnissen wo viele Bedürfnisse/Rhythmen von “Mutter Natur” (oder Mann…) geregelt/kommandiert wurden, und ich bedaure das nicht… . Sicher, Sie haben Recht mit dem Hinweis, dass sich hie und da der natürliche Gang der Dinge komplett aus dem Fokus verabschiedet. Und bestimmt ist es nicht Ihre Idee dass nun die Frauen einfach nicht mehr verhüten sollen, denn steuern sollte man ja schon, oder? Dass “blockierte Menschen haben möglicherweise”…., diese Aussage trifft alle, die grad genau in dieser Phase sind. Wenn ich mir so anhöre/ansehe in welchen unmöglichsten Umständen und Biographien Kinder entstehen, glaube ich nicht dass irgendwelche Blockiertheiten die Empfängnis regeln würden.
Die Möglichkeit, dass es dabei Kinder gibt ist nicht die Verwerflichste unter ihnen… .
Und, natürlich ist Sex zweckgebunden, um irgendeinen Nutzen/Effekt wird es für den Anwender dabei immer gehen!
oh dear, manchmal glaube ich diese blog-Gemeinschaft ist irgentwie total humorlos. Der Artikel weisst doch ziemlich aufaellig viel ‘Ironie” auf, ein weitverbreitetes Stilmittel. Und ja, Frauen werden nun mal immer aelter bevor sie sich zum Mutterwerden entschliessen, aus Gruenden die wir hier ja nicht gross diskutieren muessen. Und ja, mit jedem Jahr wird’s schwieriger einfach so zu empfangen. Ein Relikt aus der Zeit in der eine Schwangerschaft nach 30 zum sicheren Tot gefuehrt haette, falls ein Mensch ueberhaupt so alt wurde. Wenn nun aber mehr aeltere Frauen (auf natuerliche Weise wohl gemerkt) schwanger werden wird sich das evolutions-maessig auch mal bemerkbar machen, sagen wir in ein paar tausend Jahren, bis dahin: Kissen-unters-Gesaess!
Und an alle Korrektoren, nein, ich kann die Umlaute gerade nicht auf der Tastatur finden.
@ brunhild
…bei ihnen klingt sex, wie eine software-angebot.
@Thomas: naja, ein Kindzeugen ähnelt ja irgendwie dem Versuch eine neue Software auf den Markt zu bringen, wenigstens sind wir (zu Beginn) bloss für die Gehäuseproduktion zuständig…
@Brunhild: “ich hab den Eindruck wir reden nicht vomselben”, ich denke wir haben einfach eine völlig andere Einstellung zum Leben. Ich bin gerene bereit mein “Scheitern” einzugestehen, wenn sie mir sagen worin mein “Scheitern” besteht. Ich versuche einfach anzunehmen, was mir das Leben schenkt / oder eben nicht. Natürlich ist es so, dass mich gewissen Dinge auch traurig, wütend etc. machen, aber letztendlich muss ich die Un-/Fähigkeiten, Un-/Möglichkeiten die mir das Leben schenkt einfach akzeptieren und lernen damit umzugehen. Um beim Thema zu bleiben, heisst dass z.B. für mich auch, dass wir nicht ein RECHT auf Kinder haben. Kinder sind – wie vieles andere im Leben auch – einfach ein Geschenk und Geschenke kann man nicht erzwingen.
@maia: natürlich haben Sie vollkommen Recht, Kinder sind ein Geschenk, wie noch vieles andere im Leben auch. Aber es ist doch auch “menschlich” dass Pläne geschmiedet werden, Vorstellungen entwickelt wie es im Berufs- und Privatleben so in etwa laufen könnte, was man gerne erreichen würde, wohin die Reise gehen soll usw. Und wenn dann innere (der eigene Körper) oder äussere Faktoren (der Chef, die Ausbildungssituation/möglichkeit, oder überhaupt Arbeitssituation, Jobverlust etc) die eigenen Vorstellungen komplett über den Haufen werfen, kann das doch auch als Scheitern an den eigenen Plänen gesehen werden, ohne dass es einen verurteilenden Beigeschmack haben muss? Irgendwie in die Richtung “ich ergebe mich nicht einfach fatalistisch in das was halt kommt oder nicht kommt, sondern ich hab sehr wohl Absichten die ich aktiv verfolge, wenns nicht klappt schmerzt es (ich scheitere an der Durchführung, schaff es nicht), ich geh da durch, und dann such ich mir eine neue Option. So etwa meine ich das.