Leben


Nicole Althaus am Donnerstag den 19. März 2009

10 Dinge, die Kinderlose verpassen

Es gibt Dinge, die erzählen Mütter und Väter allen Kinderlosen, pardon Kinderfreien, immer. Oft auch ungefragt. Weil sie das Leben im Kern erschüttert haben. Sie verleihen keine Aura von Coolness, wahr sind sie trotzdem:

  1. Ein Kind wachsen und gedeihen zu sehen und etwas dazu beigetragen zu haben, macht stolz. Zu Recht.
  2. Erinnern Sie sich an die überwältigende Woge von Zärtlichkeit, Neugierde und Glück, die Sie durch den Tag getragen hat, als Sie frisch verliebt waren? Elternliebe ist die einzige Form von Liebe, die dieses Gefühl konservieren kann.
  3. Die Lust zu Erziehen, wird unterschätzt. Es sei denn, man hat  im Leben nichts erfahren, das sich weiterzugeben lohnt.
  4. Egal, wie beschissen man sich fühlt. Da ist etwas, für das sich lohnt aufzustehen, einzukaufen, zu kochen. Das ist gut für die Gesundheit.
  5. Ein Kind verdrängt das eigene Ego aus dem Zentrum der Gedanken. Das stärkt den Charakter.
  6. Ein Kind bringt das Beste aber auch das Schlechteste in einem zu Tage. Diese Extreme zu erfahren, bildet die  Persönlichkeit.
  7. Wann haben Sie das letzte Mal einen Regenwurm gerettet? Zugegeben, das ist kitschig, schön ist es trotzdem.
  8. Sie dürfen sich eine Carrera-Bahn kaufen. Und haben eine Entschuldigung.
  9. Ihr Partner und Sie haben immer ein Gesprächsthema. Auch nach 40 Jahren Ehe. Oder einer Scheidung.
  10. Die schönste Wahrheit aber ist die, dass man es keinen Augenblick  bereut, Mutter oder Vater geworden zu sein. Das gilt für die wenigsten Entscheidungen im Leben. Ja, so simpel ist das.

79 Kommentare zu „10 Dinge, die Kinderlose verpassen“

  1. Lily sagt:

    Ich habe noch keine Kinder. Ja, ich schreibe bewusst „noch“ und ich benutze lieber den Terminus „keine Kinder“ als „kinderlos“ – weil, ich fühle mich nicht kinderlos. Ich hab einfach kein Kind, aber es ist ja nicht so, dass mir sowas wie ein Körperteil fehlt. Vielleicht mögen wir „Kinderlosen“ (HA!) schon mal die Bezeichnung unsere Schublade nicht und dann könnte ich mir vorstellen, dass manche aus ganz anderen Gründen giftig reagieren. Vielleicht die Single-Freundin, die das Singleleben nicht geniesst…vielleicht der Kumpel, der einfach nicht die Richtige findet und langsam an seinen Qualitäten zweifelt? Vielleicht wird man sauer, wenn es einen anderen – wirklich – wunden Punkt trifft?
    Ich registriere auch, dass manchmal eine Konversation stockt, wenn mein Gegenüber rausfindet, dass ich keine Kinder habe, aber tangiert mich das?? Ich bin alt genug um zu wissen, dass alles zwei Seiten hat. Eltern nicht NUR glücklich und erfüllt sind, Singles oder DINK’s nicht immer high life haben.

    Ja und woher kommt das eigentlich, dass sich zwei gegensätzliche Lager grundsätzlich anfeinden? Hat das was mit Solidarität zu tun?

    DARF man nicht mit gutem Gewissen gegen die heimlichen Regeln verstossen und am Leben eines anderen etwas gut finden? Darf man nicht ein klein bisschen neidisch sein, ohne gleich das Gefühl zu erwecken, dass man die Kinder schnellstmöglich loswerden soll, damit man wieder ungeniert ein Bier trinken darf? Oder halt wissen, dass „wir“ nicht wissen wie’s ist wenn ein kleines Wesen uns einfach nur supertoll findet?

    Man könnte meinen, dass es sich um zwei verschiedene Welten handelt und sich aus der „alten Welt“ nichts mitnehmen lässt. Ich weigere mich einfach daran zu glauben, dass ich mit Schwangerschaft und Geburt zu einem Mutter-Monster mutiere. Ich bin ich, aber ich und mein Leben passen sich den neuen Bedingungen an – Hormonen oder Übermüdung sei Dank! So what? Was genau ist daran so Scheisse? Man ist immer wieder müde und man hat immer mal wieder alles satt..kriegt das eine andere Dimension oder Bedeutung weil es von einem Kind „verursacht „ wird?

    Es gibt doch für alles eine Zeit. Soll man das Leben geniessen, ob mit oder ohne Kind. Manchmal kommt man frühmorgens erst aus den Clubs nach Hause und fühlt sich wieder wie ein Teenager und irgendwann kommt man direkt nach der Arbeit heim, wird mit einem Kinderlachen begrüsst und fühlt sich wie der meist geliebteste Mensch der Welt! Ich hoffe, ich werde mich an beide Gefühle erinnern und beide gleichermassen zu Schätzen wissen…

  2. Hans sagt:

    Ja, LEIDER gehen mir genau diese Dinge (Gründe) ab.
    Als Mann habe ich leider nicht die Möglichkeit einfach ein Kind in die Welt zu setzen ohne Partnerin (sonst würde ich jetzt nicht diesen Kommentar schreiben).
    Es gibt für mich seit Jahren immer wieder zu denken für was ich mein dasein friste.
    Als Mann + allein –> Geld verdienen & Geld wieder ausgeben –> für mich kein Lebensinnhalt.
    Den Spruch: als Mann kannst du auch noch mit 50 Vater werden ist ja auch nur eine Floskel.
    Denn Frauen wollen ja keine “alten Säcke” die ihnen Kinder machen (ausser sie sind Millionäre oder irgend wie berühmt – am besten beides).
    Also ist das “Ablaufdatum” für Männer genau wie das der Frau bei 40.
    Werde wohl also nie in den Genuss kommen mit zu erleben wie ich einen Menschen durch sein Leben begleiten und anleiten kann.
    Traurig aber leider wahr.

    • Thomas sagt:

      Wenn du “noch” Kind(er) willst musst Du Dir mal ueberlegen wieso du noch alleine bist. Ziele zu hoch gestekt? Noch ein “kindisches” benehmen hast? oder sonnst was falsch mit Dir? Dann solltest Du dieses Hinderniss auf die Seite schaffen, und nochmals unter die Leute gehen. Das geht auch “online’ heut zu Tage. Aber immer schon ehrlich.
      Da Frauen, zeugungstechnisch gesehen, mehr am Altern ausgesetzt sind, solltest du schon eine juengere Frau ins Visier nehmen, und bitte, haengt mich nicht, wenn ich schreibe dass dies vielleicht heisst ins Ausland auf die suche zu gehen.
      Dann rasch handeln und sich freuen.
      Wenn Du nicht bereit bist Kompromisse einzugehen, dann ist es eh besser dass du kein Papi wirst.

  3. PlainCitizen sagt:

    Das tönt heftig nach dem Versuch, sich selber zu überzeugen.

  4. nas sagt:

    seltsam, die ansicht, dass man scheinbar die meisten entscheidungen im leben bereuen wird. komisch.

  5. john sagt:

    den grössten fehler meines lebens machte ich , dass ich mich mit 18 nicht habe sterilisieren lassen
    oder um es anders zu sagen
    von den 1000 letzten tagesschau minuten wurde wieviel über manager krise und so gefilmt
    und wieviele minuten über die rettung der regenwürmer

    mannn journis….. erwacht oder träumt weiter

  6. Daniel sagt:

    Haben 3 Kinder. Ist immer voll stress. Aber würde sie nie weider hergeben. Ohne Kinder ist aus meiner Sicht kein erfülltes Leben möglich.

    Es gibt mehr als Erfolg, Geld, Karriere, Statussymbole. Das alles ist vergänglich. Was bleibt ist nichts…ausser seine eigenen Kinder…

    • janka sagt:

      habe keine kinder, weil ich keine bekommen kann. ich habe krebs. ich weiss dass es mehr al Erfolg, Geld, Karriere, Statussymbole. Ich glaube auch, dass am schluss nichts ist, ausser seinen eigenen Kindern. Nur bitte sagen Sie doch das nächste mal einfach: ich finde, damit bekommt es mir besser. Ich hätte gerne Kinder

    • Thomas sagt:

      Genau, das Leben geht so:

      Einsahmkeit – Verlieben – Leidenschaft – Respekt – Ehe – Kinder – Familie – Grossvater – Grosskinder – Tod

      Dann gibt es einige die nehmen die Abkuerzung;

      Einsahmkeit – Tod

  7. Stefan Meier sagt:

    *würg* – endlich können all diejenigen, welche schon lange bedauern, dass sie sich fortgepflanzt haben, sich mit guten gründen belügen, warum sie ihre sprösslinge nicht schon lange auf den mond geschickt haben.

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