
Wie die Verhütung von den meisten Paaren gelöst wird, zeigt die Statistik: 65 % der Schweizerinnen schlucken die Pille, 30% der Frauen im Land sind mit vierzig sterilisiert.

Werbekampagne für die deutsche Anti-Baby-Pille Anovlar aus dem Jahr 1961. (Quelle: einestages)
Irgendwann steht die Frage vor der Tür und lässt sich nicht mehr abwimmeln wie ein Anhänger der Zeugen Jehovas: «Wie verhüten wir künftig?» Man kennt die Querelen, die diese Frage gleich entfachen wird. Denn man hat die Frage auch schon kurz hereingebeten, nachdem die Familie komplett war, aber einen Platz auf dem Sofa hat man ihr nicht angeboten, weil man wusste: Die Entscheidungsfindung ist mindestens so unangenehm wie der Eingriff zur endgültigen Beantwortung der Frage selbst. Und so verhütete man fortan auch die Verhütungsfrage. Denn wie das Problem schlüssig gelöst werden soll, darin sind sich Mann und Frau meist extrem einig: Der andere soll sich doch bitte darum kümmern! Es kümmert sich also niemand endgültig, aber die Frau weiterhin vorläufig darum, dass die Familie nicht weiterwächst. Der Mann ist zufrieden mit der Verhütung der Frage. Und die Frau schluckt. Die Antwort, die keine ist. Die Pille. Den Ärger darüber, schlucken zu müssen, weil ihr sein röllele, röllele, röllele nicht sicher genug ist. Bis die Frauenärztin ihr einfühlsam aber unmissverständlich klar macht, dass alternative Verhütungsmethoden angesichts des Zustands ihrer Beine gesünder wären. Die Frau hört die Empfehlungen der Ärztin, und sie hört vor allem eins: dass sie alt ist und hässlich. Damit geht sie nach Hause zum Mann und lässt die Frage, die jetzt etwa so viel Platz einnimmt wie ein ganzes Zentrum voller Zeugen Jehovas, nicht nur aufs Sofa, sondern bis ins Bett. Zu verhüten gibt es da in der Folge eine Weile nichts mehr.
Die Frage hält das Haus besetzt und die Argumente hängen in der Luft wie dunkle Gewitterwolken, allzeit bereit, sich mit Donner und Grollen zu entladen: Dass er nichts dafür könne, dass es keine Pille für den Mann gebe. Dass der Eingriff bei ihm kleiner sei als bei ihr. Und ambulant durchgeführt werden könne. Dass ausserdem ihre Geschlechtsteile sowieso schon arg malträtiert worden seien durch die Geburt. Dass das noch lange nicht bedeute, dass sie jetzt über seinen Körper zu verfügen habe. Dass sie sich um die Verhütung kümmere, seit er sie kenne. Dass sie ja auch unendlich viel mehr Möglichkeiten habe als er. Und damit fängt der Argumentereigen wieder von vorne an.
Wie die Verhütungsquerelen bei den meisten Paaren enden, zeigt die Statistik: 65 % der Schweizerinnen schlucken die Pille, 30% der Frauen im Land sind mit vierzig sterilisiert. Nationale Zahlen zum Verhütungsverhalten der Männer sind so inexistent wie Methoden jenseits von Kondom und Vasektomie. Immerhin weiss man dank der privaten Patientenstatistik des Vasektomie-Experten Peter Tschudi, dass sich heute doppelt so viele Männer sterilisieren lassen als noch vor zehn Jahren. Er schätzt das rund 15 Prozent der Schweizer im zeugungsfähigen Alter sterilisiert sind. Gerade mal halb so viele wie Frauen also, und das, obwohl der Eingriff erwiesenermassen ungefährlicher ist, ambulant durchgeführt werden kann und halb so viel kostet, wie eine Tubensterilisation bei der Frau.
Wollen Männer sich die Option einer zweiten Familie offen halten? Haben Sie Angst vor dem Eingriff an ihrem besten Stück? Oder ist Verhütung einfach Frauensache? Und könnte die Pille für den Mann daran etwas ändern? Laut Reproduktionswissenschaftlern in Oxford ist man dank der jüngsten Entdeckung eines Gendefektes im Sperma so nahe dran, ein Kontrazeptiv für den Mann zu entwickeln, wie nie zuvor. Eine Pille ohne Nebenwirkungen, weil sie nicht in den Hormonhaushalt eingreift. Doch würde sie auch gekauft und geschluckt?


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und ist Mutter einer Tochter. Sie ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
Jeanette Kuster ist Redaktorin, freie Journalistin und zweifache Mutter. Sie war bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Sie lebt mit ihrer Familie in Zürich und ist zurzeit im Mutterschaftsurlaub.
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Mit “Sind Männer zu faul um selber zu verhüten?” wird auf der Frontseite auf diesen Blogeintrag hingewiesen. Eine Formulierung, die mich amüsiert, weil die Frage schnell beantwortet ist: Männner können keine Empfängnisverhütung an sich selber betreiben, da es eher unwahrscheinlich ist, dass sie überhaupt empfangen. Spitzfindig vielleicht, aber die Frage macht so wirklich wenig Sinn. “Sind die Männer zu faul fürs Kondom?” – darum gehts.
Habe die Kommentare nur kurz quer gelesen, aber was ich gesehen habe, hat mir gereicht. Meine Güte, bin ich froh, ans andere Ufer zu gehören und muss mir deshalb in Sachen Verhütung keine Gedanken machen. Es ist ja peinlich, was manche Herren hier von sich geben… Jämmerlich!
man(n) dankt!
@kein dicker bauch: “Noch dazu ist die Spirale nicht offensichtlich (muss keine Pillen “verstecken”), das heisst, wenn ich mit einem Mann schlafen will den ich nicht so gut kenne, gibts keine Diskussionen ob mit oder ohne Kondom… Was er nicht weiss macht ihn nicht heiss.” sorry aber ab soviel Fahrlässigkeit und Sorglosigkeit wird mir beinahe schlecht. schon mal was von STDs gehört? Da ist eine Schwangerschaft noch die kleinste Sorge. Und warum sollte man die Pille bitteschön verstecken müssen?
Ich bin auch Mitte Zwanzig und in Ausbildung, Kinder sind für mich in den nächsten 5 Jahren definitiv kein Thema. Mein Freund und ich verhüten mit Pille und Kondom, alles andere ist mir zu unsicher. Die Kondome bezahlt er, die Pille ich.
Ich finde es einfach nur extrem egoistisch wenn Männer die ganze Verantwortung auf die Frau abschieben, getreu dem Motto “DU willst ja nicht schwanger werden”.Er will ja schliesslich auch Sex ohne böse Überraschungen, dann soll er auch etwas dafür tun. Einer Frau den grossen und unwiederrufbaren Eingriff einer Sterilisation (oder Pillenschlucken über Jahrzehnte) aufzuzwingen, nur weil man(n) sich fürchtet ein “halber Mann” zu sein, ist einfach nur peinlich und zeugt von mangelndem Selbstwertgefühl (Besonders da die Vasektomie ja nicht so endgültig ist wie die Sterilisation bei der Frau ). Zudem sind mir Männer, die sich die Option offenhalten wollen mit 60 oder 70 noch eine 2. Familie und weitere Kinder zu haben sowieso nicht sonderlich sympathisch…
Eine “Erklärung” gibt es, weshalb Männer sich schwer tun mit der Verhütung. Als Männer sind wir “darauf programmiert”, uns möglichst oft zu reproduzieren. Drum hat es da so eine unterbewusste Barriere im Kopf. Das Thema muss jedoch immer wieder offen diskutiert werden. Drum Bravo Frau Althaus für diesen Beitrag!
Wir Männer sind auch grössere Angsthasen, wenn wir zum Arzt müssen, als die Frauen. Auch ich hatte vor dem lapidaren Eingriff der Vasektomie Angst, dass irgend etwas schief gehen könnte. Bevor es auf der OP-Liege bequem wurde, war der Eingriff erledigt. Nie Beschwerden oder Nebenwirkungen oder Einschränkungen. Der operative Eingriff bei der Frau gleicht dagegen einem Massaker mit Verstümmelungseffekt. Die Pille für den Mann würden Männer auch nicht nehmen, weil es auch ein bedenklicher Chemie- und Hormon-Cocktail wäre. Wir wollen ja schliesslich gesund sterben, wenn es uns einmal bei all den anderen Risiken, die wir sonst für unser Ego eingehen, erwischt. (Risikosportarten, riskantes Fahren..)
Ich würde grundsätzlich nur einen Mann heiraten, der später bereit ist, sich unterbinden zu lassen.
@ sandra
also das möcht ich sehen, wie du den mann deiner träume, den du liebst, der dir
alles gibt und hat was du dir träumst, in die wüste schickst, weil er nicht an sich
rumschnippeln lassen will…….
von was träumst du wohl nachts ???????????
Ich würde nur eine Frau heiraten, die solche Entscheidungen mit mir g e m e i n s a m fällt. Solche Forderungen werden ignoiriert.
Ich lebe in einer eindeutig weiblich geführten Beziehung, also weit weg einer patriarchalen Beziehungsstrucktur. Vor Jahren probierten wir mal die Verhütung mittels Pille zu gewährleisten, was zu einer erheblichen Lustminderung bei meiner Lebenspartnerin führte. Da ich als noch Kinderloser, der Verantwortliche für die Verhütung bin, bleibt mir nichts anderes übrig, als auf Kondome zurück zu greifen. Nach all den Jahren habe ich mich langsam an die Gummis gewöhnt, auch wenn ich sagen muss, dass sich Sex so nicht wirklich gleich gut anfühlt für mich. Nach den Aussagen meiner Lebenspartnerin, empfindet Sie keinen Unterschied beim Sex und will deshalb die Verhütungsfrage auch weiter nicht diskutieren. Es stimmt so für sie. Was ich nachvollziehen kann und somit annehme und auch schön finde, wenn sie beim Sex Spass hat und sich gehen lassen kann. Ich war also gefordert, dass Maximum für mich zu suchen und möchte hiermit betonen, dass es heute sehr viele verschiedene Kondome auf dem Markt gibt. Meiner Meinung nach ist das Suchen des richtig passenden Kondomes eine lohnende Sache und kann die Problematik des ganze rutschens, abziehens und verdrehens wesentlich verbessern. Auch wenn ich die Frage zu den Kosten ein wenig befremdend empfinde, so muss ich gestehen, dass ich mir deswegen noch nie Gedanken gemacht habe. Es war bei der Pille wie auch bei den Kondomen so, dass ich selbstverständlich die Kosten übernommen habe.
@ Patrik Eschle sagt:
6. September 2009 um 18:57
Das mit den Kinder war bei mir schon lange passe und da ich null und nada Bock auf eigene Kinder habe, viel die Entscheidung für die Vasektomie “früh” der Arzt hat sicherlich 100x gefragt ob ich mit dem Entscheid sicher sei. *grins*
Ja ich war es und bereue es seit Eingriff kein einziges mal……. Es ist befreiden für die Partnerschaft wenn man einfach den Sex geniessen kann ohne wenn und aber und der ewigen Angst um die Verhütung.
Es gibt auch positive Nebenwirkungen der Pille nebst der Verhütung. Ich leide um einiges weniger an Stimmungsschwankungen, mein Hautbild ist besser, ich habe kaum mehr Schmerzen, die Regelblutung wird weniger, was für meinen Eisenhaushalt auch besser ist…
Trotzdem finde ich es schön, wenn mein Partner mich finanziell unterstützt. Die negativen Nebenwirkungen nehme ich aber selber in Kauf, jedenfalls für den Moment. Die Verhütungsfrage wird ja nicht für die Ewigkeit entschieden.
Seit 17,5 Jahren habe ich nun meine Vasektomie. Mein Sohn ist 19, Jahre alt und meine Tochter 17,5 Jahre alt. Damals war ich 27 und es war sehr schwer einen Arzt zu finden der mir das macht. Ich muss aber heute sagen, dass das etwas vom Gescheitesten ( neben der Entscheidung für meine Frau ) meises Lebens war. Diese ganzen Verhütungsdiskussionen sind keinerlei Thama. Dem Sex in unserer Ehe hat es nur gut getan. Nie hatte ich das Gefühl mir etwas kaputt gemacht zu haben.
@ doppelt genäht. ich glaube du hast da was falsch verstanden, denn ich bin sicherlich die paranoideste Person was STDs anbelangt. Die Tatsache, dass “er” nicht wissen kann, dass ich gar nicht schwanger werden kann, lässt dem Mann gar keine andere Wahl, als ein Kondom zu benutzen. Jaja, natürlich SOLLTE man immer eins benutzen, aber wie oft kommt der Spruch dass er nicht könne mit Kondom… ist mir schon einige Male passiert, einmal konnte der Typ dann tatsächlich nicht. Auch von Freundinnen höre ich immer wieder, dass Männer (sprich: nicht nur der Freund, sondern auch Kurzgeschichten und One-night stands) lieber aufs Kondom verzichten würden, trotz STDs, vor allem wenn sie wissen dass Frau die Pille nimmt. Jeder denkt ja er selbst sei “sauber”.
Deshalb bin ich froh, dass ich die Verhütung selber kontrollieren kann, und dass es erst noch etwas ist, das niemand anderes “sieht”. Nicht weils mir peinlich ist, sondern weils keinen Mann, der nicht mein fester Freund ist, etwas angeht.
Ich glaube auch, dass bei vielen jungen Männern die Angst vor einer Schwangerschaft der Frau grösser ist als vor Krankheiten. Vielleicht liegts daran, dass Frauen anfälliger sind für Infektionen aller Art, und Männer Dinge übertragen können, ohne selber daran zu erkranken. Wenn nun also der Mann meint, dass ich schwanger werden könnte ohne Kondom, wird das ja eher dazu führen, dass auch er etwas mehr Vorsicht walten lässt. Und das kann ja bloss hilfreich sein, so in der Hitze des Gefechts…
Klar, hätte ich bloss Sex mit einem Mann, den ich seit Jahren kenne, 100% vertraue etc, hätte ich das Problem nicht. Aber vielleicht auch nicht so viel Spass während dem Single sein.
Und das mit dem Egoismus… klar, ist es egoistisch wenn ein Mann die Verantwortung einfach abschiebt. Anderseits sind wir Frauen in der Lage, heutzutage, uns wirklich, wirklich gut abzusichern falls wir nicht schwanger werden wollen, egal was der Mann dazu denkt, und ohne einen künftigen Kinderwunsch auszuschliessen. Über Kondome kann man dann ja separat verhandeln (siehe oben). Diese Freiheit bedeutet mir persönlich viel, da gehe ich ohne grosses Tamtam auch gerne einmal alle fünf Jahre zum Frauenarzt und lasse mir eine Spirale einsetzen. Zum Glück vertrage ich sie gut.
Eine Vasektomie käme für mich nie in Frage. Warum? Ich bin nicht bereit, in dieser Hinsicht auch nur das minimalste unnötige Risiko einzugehen und in immerhin gut 2% der Fälle treten scheinbar Komplikationen auf (siehe wiki). Abgesehen davon, dass auch die Beteurerungen von dutzenden erfolgreich “kastrierter” mir die Angst nicht nimmt, danach nicht mehr richtig zu können. Vielleicht reicht ja dann allein die Angst um aus der Befürchtung Tatsache werden zu lassen. Sowas wie psychisch induzierte Impotenz solls ja auch geben. Also brauchen wir schön brav weiter den Gummi – Probleme gabs damit bisher nie. Die Posts zum Thema Diaphragma lassen mich jedoch nachdenklich werden – ich sollte vielleicht mal mit meiner besseren Hälfte reden
Das Privileg der Frauen ist es bei uns, den Mann verlassen und die Kinder mitnehmen zu dürfen. Das Privileg des Mannes ist dafür, bis ins hohe Alter nochmals Kinder zeugen zu können. Ich würde darauf nie verzichten.
Schade, dass sich diese Diskussion nun dem Ende nähert. Doch habe ich mir seit meinem letzten Kommentar gestern doch nochmals Gedanken darüber machen müssen, warum ich selbstverständlich die Verhütung übernehme und somit auch die Kosten. Zurückverfolgt ist es klar, wenn sie nicht schwanger werden will, liegt die Verantwortung bei ihr. Wenn er nicht schwängern will, liegt die Verantwortung bei ihm. Wenn beide nicht schwanger gehen wollen, und das ist nun nicht mehr so klar, liegt die Verantwortung bei ihm, denn er dringt zu ihr ein und ihre Eizelle bleibt ja wo sie ist. Somit kann er niemals sichersein, ob sie nicht doch ein Kind will und er muss die Verantwortung für sein Sperma übernehmen.
Also liebe Frauen, tretet die Verantwortung für die Verhütung an eure Männer ab! Er hat keine andere Wahl, denn seine Sexualität ist auf sein und euer Bestes Stück fokusiert, doch für euch gibts tausend andere Möglichkeiten eure Lust zu leben. Er wird das “röllele” lieben lernen, seine Fingernägel schleifen und zudem öffters auf eure Wünsche eingehen. So einfach wäre das für euch.
@ Issey Schnyder
Zitat: Wenn beide nicht schwanger gehen wollen, und das ist nun nicht mehr so klar, liegt die Verantwortung bei ihm, denn er dringt zu ihr ein und ihre Eizelle bleibt ja wo sie ist.
Er dringt zu ihr ein WENN SIE IHN LÄSST !!!!!!
somit ist es wieder und wird immer eine gemeinsame verantwortung sein !!!!!!
Liebe Leute
Es schmerzt, oder besser gesagt schaudert mich fast ein bisschen beim Lesen einiger eurer Kommentare. Dazu folgende Punkte:
1. Die hier publizierten Abhandlungen über die Kostenaufteilung der Verhütungsmittel sind knauserig und erbärmlich. Vielleicht kauft die eine Person ja Kondome (oder was auch immer) ein, wenn sie schon mal am Shoppen ist, während die andere Person die Flugtickets für in die Ferien bezahlt. Wäre es nicht ein Albtraum, in einer Beziehung zu leben, in der man jedes Joghurt abrechnet, das man aus dem Kühlschrank nimmt? Wer bezahlt denn die Marmelade, wer die Butter? Und, ach ja, du hast doch einen Kaugummi aus dem Küchenschrank genommen… der kostet ja schliesslich auch noch 10 Rappen, die man nicht vergessen sollte!
2. Den Männern eine Vasektomie und den Frauen eine Sterilisierung aufschwatzen zu wollen, ist peinlich. Zur Statistik (30% Frauen, 15% Männer) muss unbedingt hinzugefügt werden, dass sich eine ganze Menge Frauen aus vorwiegend medizinischen Gründen (wie Krebsprävention) ausräumen lassen, die dann schlussendlich auch unter die genannten 30% fallen. Die Vasektomie hingegen bietet sich nicht als Prävention gegen Krankheiten an. Vielleicht müsste man sich halt über solch alternative Erklärungsmöglichkeiten Gedanken machen, bevor man die Statistik in den gewohnten Klischees diskutiert.
3. Das Recht, noch in etwas fortgeschrittenerem Alter zeugungsfähig zu sein, lässt sich einem Mann nicht absprechen. Es ist nicht die Schuld der Männer, dass die weibliche Fruchtbarkeit (und vielleicht auch Schönheit) früher verwelkt.
4. Ausserdem sollte die Problematik von sexuell übertragbaren Krankheiten nicht ausser Acht gelassen werden. Die einzig wirksame Methode dagegen ist und bleibt vorerst das Kondom (oder Sex mit der immer gleichen Person (oder Mehrzahl), die aber wiederum auch keinen Sex ausserhalb der Beziehung haben darf und/oder weitere Vorsichtsmassnahmen beachten muss, oder eben die christlich angehauchte und wahrscheinlich unattraktive Enthaltsamkeit).
Dass es heute schwierig sein aoll einen Arzt für die Vasketomie zu finden, scheint mir absurd. Ich bin 80 jährig, mit 28 war meine Familie komplett und der Hausarzt war zuständig. Mein Schwiegervater, eine Gerneration älter, hatte den Eingriff (ca. 1936) machen lassen.
Mit dem krankeitsbedingten Tod meiner Frau kam das Thema ‘Rückgäng machen’,auf. Der Spezialist riet mir ab. Es sit gut so.
Grüezi Miteneinander
Ich finde diese Diskussion eigentlich ganz in Ordnung, abgesehen davon, dass sie langsam in Richtung knausrigkeit abdriftet. Was ich Issy noch sagen wollte: Wieso denkst du denn, du hättest das Recht zu entscheiden ob du schwanger wirst oder nicht?