20 Symptome des Elternseins

Um es vorwegzunehmen: Das untrüglichste Zeichen, dass Sie Eltern sind, ist klar: Sie haben ein Kind. Sie haben es geboren, waren dabei oder auch nicht. Sie haben es adoptiert, sind Stiefvater, Stiefmutter oder Pflegeltern. Das macht einen zu Eltern. So viel zur Definition.

Daneben gibt es zahlreiche Verhaltensweisen, die unmissverständlich darauf hindeuten, dass man Mutter oder Vater ist. Welche das sind? Lesen Sie selbst. Das amerikanische Online-Newsportal «Huffington Post» publizierte kürzlich die Liste «24 Clear Signs You’re a Mom» mit Antworten von Müttern auf diese Frage. Sie enthält viel Wahres und Lustiges, wie ich finde. Und sie zeigt auf, dass Eltern – in welchem Land auch immer – ähnlich ticken. Ich habe die Liste etwas verändert – auch was den Titel angeht. Sie soll nicht nur für Mütter gelten, sondern auch für Väter (mit drei Ausnahmen allerdings, sie sind mit einem Stern gekennzeichnet).

Sie wissen, dass Sie eine Mutter oder ein Vater sind, wenn:

  1. Pinkeln vor Zuschauern Teil der täglichen Routine ist.
  2. Sie sehen, dass sich Ihr Kind übergeben muss. Statt sich abzuwenden, werfen Sie sich dem Schwall entgegen (und opfern dafür Ihren Lieblingspulli).
  3. Sie in sieben Minuten mehr erledigen als andere an einem Tag.*
  4. Sie körperlichen Schmerz in drei Kategorien einteilen: Schmerz, grausamer Schmerz, auf Lego treten.
  5. Happy Hour jene 60 Minuten sind, die zwischen dem Zubettgehen der Kinder und dem Zubettgehen von Ihnen liegen.
  6. Einkaufen ohne die Kinder dabei zu haben, wie Ferien ist.
  7. Sie das Gefühl von Himmel und Hölle zeitgleich erleben.
  8. Sie die Fähigkeit haben, mitten in der Nacht durch Wände zu hören und das leiseste Husten wahrnehmen.*
  9. Sie lieber selbst 41 Grad Fieber haben, als einem der Kinder beim Leiden zuzusehen.
  10. Sie Schlaf eindeutig Sex vorziehen.
  11. Sich eine Viertelstunde unter der Dusche mit geschlossener Tür wie ein Tag Wellness anfühlt.
  12. Sie auch Baby-Feuchttücher verwenden, um Küche und das Armaturenbrett des Autos zu putzen.
  13. Sie sich in die Toilette einschliessen und vorgeben, Durchfall zu haben. Nur um mal eine Pause zu haben.
  14. Sie heimlich Schokolade essen, weil sie es satt haben, immer teilen zu müssen.
  15. Sie ohne Kinder in einem Café sitzen, eine Cola bestellen, draussen eine Zigi rauchen – und sich wild fühlen.
  16. Sie das erste Mal in Ihrem Leben homöopathische Notfalltropfen kaufen.
  17. Sie nach dem nächtlichen Ausgehen eine längere Erholungszeit benötigen als nach einer Operation.
  18. Sie statt «ich» nur noch «wir» sagen.*
  19. Sie beschliessen, die kommenden 15 Jahre kein neues Auto zu kaufen. Erstens können Sie es sich nicht leisten. Zweitens wäre es unmöglich, den Familienwagen weiterzuverkaufen – mit all den Krümeln, Milchflecken und dem Glitter darin.
  20. Sie 14-jährige Facebook-Freunde haben. Damit Sie sehen, was die Teenager-Tochter postet.

* Trifft vor allem auf Frauen zu.

Ich bin sicher, es gibt viele weitere eindeutige Anzeichen fürs Elternsein. Welche fehlen?

261 Kommentare zu «20 Symptome des Elternseins»

  • Petra sagt:

    Wenn einem 3Stunden schlaf am Stück nicht mehr als kurz sondern normal erscheinen.

    Wenn Windeln, Feuchttücher und Fläschchen die Handtasche füllen und für weiblichen Krimpskramps keinen Platz lassen.

    Wenn man im Geschäft beim Geschrei eines Kindes schmunzeln muss, weils ausnahmsweise mal nicht das eigene ist.

    Wenn man sich über Geschenke für die Kleinen mehr freut als über seine eigenen.

    Wenn einem bei jedem neuen Wort Tränen kommen und man ein neues Wörterbuch verfassen könnte um all die gesprochenen Sätze die niemand außer dir versteht festhalten möchte.

    • Ulla van der Borg sagt:

      Du hast in allen Punkten absolut recht. Aber ich habe festgestellt, dass das ganz genau so für Oma und Opa gilt und dabei ist man auch noch total entspannt, wenn so ein kleines Wesen nachts um 3 Uhr nach Kakao verlangt. Die Zuneigung, die man zurück bekommt, entschädigt für alles

  • noname sagt:

    wieso sollen die punkte mit * weniger auf väter zutreffen und vor allem auf mütter ?! ich fühle mich als vater diskriminiert…wie so oft wenn es um „mütter“-themen geht…

    • Steffen sagt:

      So seh ich das auch

    • brigitte b. sagt:

      ganz einfach meine herren. weil mütter von natur aus eine engere bindung zu ihren kindern haben. warum läuft z.b. bei uns müttern schon nachts die milch aus der brust noch bevor das kind überhaupt zu weinen beginnt? das hat ja überhaupt rein gar nichts damit zu tun, dass man kein guter vater ist. die mehrheit funktioniert wie oben beschrieben. sie sind hier offenbar eine ausnahme – schön für ihre partnerin!

      • Sebastian sagt:

        Sorry, ich kenne ausnahmslos Väter die genau so funktionieren. Also keine Ausnahmen!!

      • Sherwoodlady sagt:

        Also, ich würde mich ja sehr wundern, wenn bei meinem Mann Milch aus der Brust fließen würde. Was haben denn physiologische Gegebenheiten mit der Bindung zu tun? Außerdem fließt vor allem in den ersten Wochen ständig Milch aus der Brust, egal ob das Kind im Begriff zu weinen ist oder nicht. Ich finde die Sternchen auch diskriminierend.

      • suse sagt:

        Die Punkte gelten für Männer und für Frauen 😉
        -Man liest J.J. und nicht die Autob.-
        Mein Mann hat eine genause enge Bindung an unsere beiden Söhne wie ich! Außer dem Stillen steht er mir in nichts nach. Der „moderne Vater von heute“ ist sehr engagiert und sehr wichtig für die Kinder. Ich könnte mir eine „schlimme Nacht“ ohne meinen Mann nicht vorstellen. Männer macht weiter so :o)))))

    • Susanne sagt:

      sich diskriminiert fühlen, wenn ein Satz wie „18.Sie statt «ich» nur noch «wir» sagen“ nicht auf einen zutreffen soll? Als wäre das etwas Tolles, wenn man sich selbst nicht mehr als Individuum wahrnehmen kann!

      • Lonny sagt:

        Kackts euch nicht an, ihr Männer-Memmen.
        Der Text ist super, darum gehts.
        Mein Mann hört NICHTS in der Nacht, weder ein Husten noch ein plärren. So what?
        Jeder kann was für sich selbst aus dem Text mitnehmen. Wenn es bei euch anders ist als hier durch Sternchen beschrieben – schön, für euch.
        Wer sich durch ein Sternchen diskriminiert fühlt anstatt über den genialen Text zu schmunzeln – selbst Schuld. 😉
        *******

      • BeHe sagt:

        ….weil ein Mann nichts hören WILL, er bleibt lieber ruhig liegen, wartet, bis die Mama wach ist, aufsteht und das Kleine versorgt, inzwischen schläft er wieder ein und gibt nur ein Knurren von sich, wenn „Frau“ wieder ins Bett kommt.
        Kurz gesagt, Männer hören alles während sie schlafen, sie reagieren nur nicht darauf.

  • Marco sagt:

    Weil man sich als Mann über „Mütterparkplätze“ aufregt.

    Dem Marktleiter war das dann so peinlich das kurz darauf „Familienparkplätze“ gab.

  • BiniWini sagt:

    ….wenn man das Essen in kleine Stückchen schneidet und erst am Schluss bemerkt, dass es der eigene Teller ist 😀

    • spoter sagt:

      und dann klamheimlich den Teller wechselt

      • Deni sagt:

        oder dann einfach mit den Fingern statt mit Gabel und messer ist, weil das viel einfacher ist und du dir deine Hände eh schmutzig machst 🙂

  • Marianna Filippovich sagt:

    ?…wenn einem „das Herz, vor Angst, in die Hose rutscht“, wenn als ankommender Anruf auf dem Telefondisplay „Hort“ oder „Kita“ steht!

  • 13 sagt:

    …wenn Du bei einer geschäftlichen Besprechung zuerst einmal nach einem leeren Blatt suchen musst, weil Dein ganzer Block beim letzten Besuch Deiner Zwerge mit Kinderzeichnungen verschönert wurde.

  • kathy sagt:

    …wenn dir ein Missgeschick passiert, du instinktiv „Schei**“ rufst und eine piepsstimme dich mit den Worten „das sagt man nicht“ ermahnt.

    …Wenn du an der Supermarktkasse stehst und lauthals gefragt wirst ob du gepupst hast…

    …wenn du dir und deinem partner ein größeres bett kaufen musst, weil man die Nächte nun zu dritt verbringt…

    …wenn du (ich!) gefragt wirst:“ oooh wie schön, wann ist es denn so weit?“ Und antworte: „VOR fünf jahren!!!“

  • Katja sagt:

    Danke für die vielen nützlichen Tipps und Hinweise! Ich habe mich halb tot gelacht! Wir erwarten unser erstes Kind im Februar und – obwohl ich mich schon vor dem Lesen des Blogs wie verrückt auf den Kleinen gefreut habe – jetzt freue ich mich noch mehr!

  • Susi sagt:

    mir fehlt… dass Du unheimlich stolz auf ne komplett durchschnittliche Leistung bei der Schulaufführung bist… dass dir beim Elternabend die Abgründe des Verhaltens deiner Kinder anhörst…. dass du dich auf jedes Weihnachten freust, weil es mit deinen Kindern teilen darfst… natürlich teilst das Bett – manchmal mit ner 17-jährigen und nem 9-jährigen – aber dieses ICH HAB EUCH LIEB – das macht uns doch zu glücklichen Eltern….. oder???

  • phlipsi sagt:

    Wenn man mal ohne Kinder unterwegs ist und der Partner enttäuscht ist, dass man kein Wasser / keine Feuchttücher / keine Pflaster, also keine Wickeltasche, dabei hat.

  • Pierelle sagt:

    Wenn man am abend total erledigt seine ruhe geniesst, sich aber schon eine stunde später ins kinderzimmer schleicht und eine Ewigkeit seinem Engelchen beim schlafen zu sieht- und man das besser findet als jedes TV Programm!

  • Kobold sagt:

    Wenn man allein im Supermarkt ist und plötzlich feststellt, dass man den Einkaufswagen schuckelt oder man die eigenen Aktionen oder die Umwelt verbal kommentiert und sich dann bewusst wird, dass man gar kein Kind dabei hat, das zuhören könnte.

  • FrauPilz sagt:

    Wenn man alleine mit dem Auto unterwegs ist plötzlich laut „Schau mal hier die Kühe! und der grosse Traktor!“ ruft

  • Ultimate Worker sagt:

    Wenn sich der Haushaltsaufwand im Vergleich zum Ledigsein mit 100 multipliziert hat. (trifft vor allem auf Männer zu)

  • LCS sagt:

    Wenn man sich 14 Tage im Voraus darauf freut, dass Omi das Kind für einen Tag nimmt, es dann schließlich aber nach zwei Stunden schon wieder vermisst.
    Wenn man irgendwo eingeladen ist legt „Frau“ die Kleidung welche sie tragen möchte einen Tag eher raus denn zum Anprobiermarathon fehlt einfach die Zeit. Schminke ist plötzlich zeitraubender Schnickschnack – auch wenn man die angehübschten Frauen insgeheim um ihre Zeit für Pflegerituale beneidet 😉

  • BeHe sagt:

    Wenn man mit seinen zwei Kindern, egal, wie alt sie sind, lacht, fröhlich ist, sich versteht und auch die Pupertät beider, ohne Gesundheitseinschränkungen, überlebt hat und sich unbändig darauf freut, das Alles nochmal mit seinen Enkeln erleben zu dürfen.

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