Leben


Philippe Zweifel am Dienstag den 21. Juli 2009

Die Schreckensherrschaft stillender Brüste

Vor genau einem Monat erlebte ich den schönsten Moment meiner Vaterschaft, wenn nicht sogar meines ganzen Lebens: Meine Freundin verlor ihre Milch! Unser Sohn war damals 14 Monate alt und hatte uns seit der Geburt jede Nacht auf Trab gehalten. Im Zweistundentakt hatte er sich an der mütterlichen Molki bedient, die rund um die Uhr geöffnet war. Mit katastrophalen Folgen für ihn und den Rest der Familie. Der chronische Schlafentzug machte uns zuerst müde, dann mürrisch und schliesslich aggressiv. Wir stritten uns öfter, als unser Baby in die Windeln machte.

Nun sind Vor- und Nachteile des Stillens schon zigfach aufgelistet worden. Auch im Mamablog ist dies nachzulesen. Tenor: Stillen ist hart. Doch Still-Imperativ, wunde Brustwarzen und still-feindliche Restaurants in Ehren – was ist mit uns Männern?

Für mich zumindest war die weibliche Brust spätestens nach einem Jahr die Wurzel allen Familienübels. Zumal ich in der Angelegenheit kein Wörtchen mitzureden hatte – obwohl das Stillen respektive dessen Nebenwirkungen auch mich betrafen. Brachte ich das Argument «Schlafentzug = Jobverlust» auf den Tisch, hiess es «Du kannst ja im Gästezimmer schlafen» (was freilich wenig nützt, wenn man jeden Morgen um fünf die übernächtigte Frau nachschlafen lassen muss).

Mamablog.Riesentitten

Beileibe nicht nur Neurotikern bereiten riesige, milchpralle Brüste schlaflose Nächte: Aushang zu Woody Allens Klassiker «Was sie schon immer über Sex wissen wollten» aus dem Jahr 1972.

Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich bin nicht prinzipiell gegen das Stillen, fühlte mich auch nicht «ausgeschlossen», wie es in Väterratgebern stets so dümmlich heisst. Auch ein paar Monate mit weniger Schlaf als üblich überlebe ich. Und schon gar nicht schwebt mir eine Deadline im Stil von «ein halbes Jahr Stillen genügt» vor. Vielmehr fragte ich mich in den düsteren Stunden meiner schlaflosen Nächte, weshalb manche Frauen selbst im Angesicht eines Nerven- und Beziehungszusammenbruchs an etwas festhalten, das weder besonders unentbehrlich und schon gar nicht lebenswichtig für das Baby ist.

Ist es möglich, dachte ich mir, dass Frauen ihre Brüste bisweilen als Waffe einsetzen, um den Mann in Krisenzeiten auszugrenzen? Oder handelt es sich um eine Art Ego-Trip: Die totale Abhängigkeit des Kindes (und das damit einhergehende Machtgefühl) als Kompensation für die soziale Isolation während der Schwangerschaft und der ersten Zeit danach? Oder noch tragischer: Gehen die Zwangsstillerinnen der Boulevardpresse auf den Leim, wo Schauspielerinnen über die Wonnen von Muttermilch Lügen verbreiten? Fühlen sie sich als schlechte Mütter, wenn sie nicht stillen, nicht rund um die Uhr da sind für ihr Kind?

Falls Sie, liebe Leserin, Letzteres denken sollten, kann ich Entwarnung geben. Am Tag, als meine Frau ihre Milch verlor, weil sie kurzfristig ohne Kind ins Ausland musste, schlief unser Sohn zum ersten Mal durch. Aber das ist eine andere Geschichte.

zweifelPhilippe Zweifel, 35, ist Kulturredaktor bei Newsnetz und Vater eines Sohnes. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.

119 Kommentare zu „Die Schreckensherrschaft stillender Brüste“

  1. Anonymous sagt:

    Nur so als Info, es schreiben hier zwei Leute unter dem Namen Karin, ich und noch jemand…
    Ich bin die Langzeitstillerin, die aber auch Nichtstillerinnen sehr gut verstehen kann.
    Leben und leben lassen sage ich dazu nur. Und dann sollte natürlich noch der Partner am gleichen Strick ziehen. Wenn nicht, muss sich die Frau wohl entscheiden und überlegen, ob das Beziehungsproblem wirklich “nur” am Stillen liegt.

  2. Karin T sagt:

    @ Mira
    Toll, dass Deine Kleine seit der Geburt durchschläft. Aber sei Dir bitte eines bewusst, das ist – ob mit oder ohne Stillen – eine riesengrosse Ausnahme. Ich kenne kein einziges Baby in meinem Bekanntenkreis, das gleich nach der Geburt schon durchgeschlafen hat, denn schreien lassen ist ja auch nicht mehr angebracht, so wie man das früher gemacht hat.
    Aber ich freue mich für Dich…

  3. langstilltandem5fachpapa sagt:

    Ich finde diesen Artikel mehr als traurig! Stillen als nicht (über)lebensiwchtig darzustellen und der arme mann leidet.
    darüber können wir als eltern langzeitgestillter kinder nur müde lächeln. Gibt es was beruhigenderes für einen Vater als zu wissen die Mutter seines Nachwuchses gibt das BEste was sie kann? DAs Kind immer beruhigt und gestillt jedes Bedürfnisses in Zufriedenheit. Väter sollten ihren Frauen und den Müttern ihrer Kinder den Rücken frei halten, sie unterstützen und garantieren so eine zufriedene ausgeglichene Mutter und die ist absolut wichtig für ein ausgeglichenes Kind.
    Geborgenheit, Nähe, Wärme, NAhrung. All das können unsere Frauen ihren Kindern spenden wenn wir sie nur lassen.
    Babys können natürlich anstregend sein aber durch die unnatürliche Flaschenfütterung die nur der BEginn für ein distanziertes Zusammenleben ist werden sie nicht einfacher oft ist das gegenteil der fall…
    aber ich wollte eigentlich nicht die vorzüge des stillens hervorheben sondern würde dem mann eher eine paarberatung bzw eine gesprächstherapie nahelegen um seinen inneren eifersüchtigen Schweinehund mal ein bischen zu besänftigen – dazu gehört nicht nur die aufarbeitung der eigenen kindheit, das auseinandersezten mit dem eltersein sondern auch die erkenntnis das man erwachsen ist und sich auch dementsprechend verhalten sollte – auch wenn das nicht immer einfach ist

  4. Roger sagt:

    Inhaltlich und stilistisch eher mangelhaft, würde ich sagen.
    Dabei würde es sich sogar lohnen, mal einen etwas tiefgründigeren Artikel über “stillbegleitende” Männer zu schreiben. Etwas weniger “Wir arme Männer”-Gesäusel und etwas mehr Recherche und man könnte daraus was machen…

  5. Michi N. sagt:

    Als ich den Artikel, dass erste Mal durchgelesen habe, dachte ich nur: Selten so ein Mist gelesen!
    Nach dem zweiten Mal lesen, kann ich nur noch denken: Ach, der arme Vater!
    Da hat er doch das Wissen und die Fähigkeit, einen Blog ins WWW zu stellen um die Welt über sein ach so beklagenswertes Leben nicht im Unwissen zu lassen, aber einmal das Web dafür zu nutzen, sich Hilfe zu suchen, wenn man Probleme hat und sich über Dinge, von denen Mann offensichtlich keine Ahnung hat, zu informieren, nee, dass schafft er nicht.
    …grübel…grübel…

    Wie ist dem armen Man denn zu helfen?
    Vielleicht mit ein paar Links: http://www.suesserleben.de oder http://www.rabeneltern.org!

    Danach würde der arme Mann auch nicht mehr so etwas sinnfreies wie dieses hier wiedergeben: “weshalb manche Frauen selbst im Angesicht eines Nerven- und Beziehungszusammenbruchs an etwas festhalten, das weder besonders unentbehrlich und schon gar nicht lebenswichtig für das Baby ist.”

    Was ist denn dann lebenswichtig für ein Baby, wenn nicht die Muttermilch?
    Der gute “Gute-Nacht-Brei” damit es endlich, endlich doch bitte mal durschschäft?
    Schließlich hat man das Kind ja nicht in die Welt gesetzt, damit es einen die ganze Zeit auf “Trap” hält.
    Nein, es wohnt halt nur hier mit.

    Bei manchen Eltern frage ich mich wirklich, aus welchen Gründen sie sich für Kinder entschieden haben.
    Damit es endlich jemanden gibt, den man seinen Willen aufzwingen kann? Weil es sich nicht wehren kann?
    Weil ich mich schlecht bei meinen Eltern rächen kann, welche mir solche verkorksten Ansichten eingetrichtert haben?

    …man,man,man…kopfschüttel…

    Lieber Herr geplagter Vater! Sollten sie in der Lage sein und es schaffen im Internet eine Suchmaschine aufzurufen,
    dann geben sie doch mal die Begriffe “Attachment Parenting” und auch mal “Continuum Concept” ein.
    Dann lesen sie mal ein bisschen quer durch die Themenbereiche und versuchen, dass Neuerlernte zu verstehen oder noch besser zu begreifen. Dann werden sie auch verstehen, wo dass Problem in Ihrer Familie liegt.

    Und falls Sie nicht von selbst draufkommen, hier schon mal ein kleiner Tipp: SIE SIND DAS PROBLEM!
    Und nicht das Baby, was lauthals seine Bedürfnissbefriedigung einfordert. Verwenden Sie Ihre Energie doch mal darauf,
    sich selbst zu ändern, als einem kleinen Menschen, ihren Lebenstil und Ihre Bedürfnissbefriedigung aufzuelegen!
    Sollten sie es wirklich schaffen, Ihre Einstellung, zum Leben mit Kleinkind, zu ändern, werden Sie ganz schnell feststellen,
    dass Eltern es sich meistens nur selber schwer machen und es nicht am “bösen” Kind liegt.

    Viel Glück!

    Michi N.

  6. nina sagt:

    der autor diskreditiert alle seine maessig eindrucksvollen verteidigungsversuche, indem er sich als vollkommen ahnungslos praesentiert:
    “Vielmehr fragte ich mich in den düsteren Stunden meiner schlaflosen Nächte, weshalb manche Frauen selbst im Angesicht eines Nerven- und Beziehungszusammenbruchs an etwas festhalten, das weder besonders unentbehrlich und schon gar nicht lebenswichtig für das Baby ist.”
    weder besonders unentbehrlich. und schon garnicht lebenswichtig.
    vermutlich ist der autor durch den schlafentzug (in unserer familie wird der vater nachts nicht “gebraucht”, mutter und kind stillen im schlaf und werden so meist nicht mal selber wach – organisatorische probleme, fuer die der autor und seine frau wohl auch bei gabe von kunstnahrung keine sinnvolle loesung (familienbett) finden wollen wuerden) in ein stadium der geistigen umnachtung eingetreten und fantasiert, das ein kind ohne nahrung und liebevolle zuwendung ueberleben koenne.
    oder aber, er ist auf die werbung der saeuglingsnahrungsindustrie hereingefallen und glaubt tatsaechlich, die milch von kuehen, aus flaschen mit gummi- oder silikonsaugern verabreicht, habe den gleichen wert, wie eine stillmahlzeit an mutters brust.
    alles in allem keine sternsstunden des sog “qualitaetsjournalismus”, sondern platte und uninformierte meinung eines offenbar sich unverstanden fuehlenden mannes.
    heul doch, wuerde meine grosse tochter sagen.

  7. ManuMami sagt:

    Meine große Tochter würde sagen: “Wer nachdenkt, bevor er sich äußert, ist klar im Vorteil”
    Habe selten so etwas überlebensunwichtiges wie diesen Blogeintrag gelesen.
    Hier herrschen Klischees und pseudo-witziger platter Schreibstil.
    Ich hoffe, dass der Blog-Verfasser nicht wirklich seine Brötchen in der Journalistenbranche verdienen muss, sonst sehe ich schwarz – entweder für ihn oder den Journalismus.
    Sich so dämlich über etwas UNUMSTRITTENES wie das Stillen einen Babys zu äußern grenzt an bodenlosen Schwachsinn.
    Es ist mir leider nicht möglich, in Anbetracht der Menge an gequirlter Kacke noch Wertschätzung an den Tag zu legen.
    Armes Kind und arme Mutter.
    Ist schon hart so einen Schwachkopf zu Hause zu Haben!

  8. caro sagt:

    schau mal nach: attachment-parenting, rabeneltern.org
    und lies das Buch “Schlafen und Wachen” von William Sears
    Alles Gute für Dich und deine Familie

  9. nina sagt:

    ach so:
    damit familie zweifel und andere mitlesende in aehnlicher situation nicht dumm sterben muessen:
    die afs hat zwei interessanter faltblaetter zu genau den hier angesprochenen themen herausgegeben
    -http://www.afs-stillen.de/cms/cms/upload/faltblaetter/AFS-FB-Stillen_und_Schlafen.pdf Stillen und Schlafen
    -http://www.afs-stillen.de/cms/cms/upload/faltblaetter/afs-vater.pdf Stillkinder brauchen ihren Vater
    evtl hilft das ja ratsuchenden eltern weiter als das polemische und armselige ursprungsposting.

  10. Anne sagt:

    Ich habe auch 14 Monate gestillt, da mein Sohn keinen Schoppen nehmen wollte, aber mit 3 Monaten habe ich nur noch ein mal pro Nacht gestillt, und mit 6 Monaten gabs nichts mehr zwischen 22 Uhr und 7 Uhr. Es geht also auch ohne Schlafmangel. Vor allem wenn man neben der Milch auch Brei gibt, und etwas fetthaltiges wie Avocado oder Joghurt am Abend sollten die Kinder schon durchschlafen koennen. Aber es war schon ein hoehepunkt wenn er aus der Schnabeltasse trinken konnte, und ich endlich abstillen durfte.

  11. windelfrei sagt:

    Weibliche Perspektive zur Sicht des Mannes auf die stillende Brust…

    Stillen, Tragen, Kinder ohne Windeln, Familienbett – attachment parenting oder – auf Deutsch – die Familie, die sich voll uns ganz auf die Bedürfnisse ihres Nachwuchses einstellt, ist Thema dieses Blogs. So weit, so klar. Seit ein paar Tagen allerdings…

  12. arting sagt:

    hätte besser ein Bier getrunken als diesen Mist gelesen

  13. mami71 sagt:

    Obwohl mein Mann es für mich “hart” fand, dass ich zu jeder beliebigen, auch nächtlichen Stunde aufstehen “musste” um unsere Tochter zu stillen und mir eigentlich die Wahl liess, ob ich stillen wollte, so sind wir dennoch beide von Anfang an für das Stillen gewesen. Allerdings hatten wir auch sehr viel Glück, denn unser Kind schlief schon vor dem 3. Monat durch, was natürlich eine unheimliche Erleichterung war. Auch wenn eine Mutter aber öfters nachts aufstehen und stillen muss, so gibt es auch für diese Fälle immer eine Möglichkeit, den Schlaf nachzuholen Das Problem scheint mir hier eindeutig der Vater zu sein, der offenbar nicht bereit war/ist, diese Änderung im seinem Leben durch die Ankunft eines Kindes zu ändern. (Meist ist diese Phase ja zweilich begrenzt, wird also nicht zu einem Dauerzustand.) Wem es die Sache “nicht wert” ist, nachts für sein Kind aufzustehen, auf den Luxus von Schlaf oder gar Ausschlafen zu verzichten, oder wer sich wie beschrieben befristet ins Gästezimmer verbannt sieht und damit nicht klarkommt, sollte sich besser überlegen, ob er oder sie dann auch später dazu bereit ist, des Kindes wegen auf diverse Annehmlichkeiten oder Vergnügen zu verzichten. Zuerst wird dann das Kind mit der Flasche ruhiggestellt, dann mit anderem, damit Papa (oder Mama) seinen (ihren) Hobbies nachgehen oder sonstwie ein bequemes Leben führen kann, so als gäbe es diese ach so lästigen Kinder mit ihren Bedürfnissen gar nicht.

  14. richard sagt:

    Hehe,
    meine Frau hat jeden ihrer 3 Söhne für etwa 2 Jahre gestillt. Die lagen immer im Ehebett, und ich habe jeden “erwischt”, wie sie “andockten”, während meine Frau schlief :-) Wer natürlich sein Kind in ein extra Bettchen steckt, das womöglich noch in einem anderen Zimmerchen steht, der hat die “Bestrafung” durch schlaflose Nächte auch verdient. JedeR liegt so, wie sie/er sich bettet.

  15. 2papa sagt:

    Zum “Artikel”: Ich kann’s nachvollziehen. Die Stillzeit bringt eine gewisse Belastung mit sich, und unter Belastung nisten sich Gedanken, Ideen und Vorstellungen ein, die sonst nicht kommen, oder die man sonst innert Sekunden wieder verwirft. Hab ich auch gehabt, geht wieder vorbei.
    Zu den Kommentaren: Selten so viel absolut humorfreie Selbstgerechtigkeit auf einem Haufen gesehen.
    Zu meinen eigenen Erfahrungen: Die brauch ich nicht auszukramen, die waren entweder sicher auch grundfalsch oder dann nicht der Rede wert. Ich bewundere und liebe meine Frau für ihre natürliche Art, wie sie das mit unseren zwei Töchtern gemacht hat, ich habe mich bemüht, sie nach Kräften zu unterstützen (dochdoch, es gibt Möglichkeiten), und in Anbetracht meines fortgeschrittenen Alters brauch ich nicht weiter ins Detail zu gehen – das war damals eh alles anders und einfacher als heute, wo ich ja offensichtlich keine Ahnung habe (attachment parenting, meine Güte)

  16. Iani sagt:

    @mami71
    “Luxus von Schlaf” …. Du weisst, dass Schlafentzug Folter ist und die Immunabwehr ruinieren kann? Schlaf ist kein Luxus, sondern existentiell wie essen und trinken. Deine Tochter hat zum Glück schon vor dem dem 3. Monat durchgeschlafen. Also lass den Blogger in Ruhe.

  17. chris sagt:

    Es versteht sich von selbst dass ein Kind in den ersten paar Monaten nicht durchschläft. Es ist mir ein Rätsel wie Jemand davon überrascht sein kann. Das Baby wacht in der Nacht mehrmals auf ob gestillt wird oder nicht.
    @ Richard zur Info: Unser Sohn hat erst die ganze Nacht durchgeschlafen NACHDEM er in seinem eigenen Bettchen schlafen durfte. Er ist jetzt etwas mehr als 2 Jahre alt und darf natürlich immer noch bei uns schlafen, möchte aber meistens in seinem eigenen schlafen. Jedes Kind ist anders.

  18. Der Honk sagt:

    Zwei Dinge, die mir als Vater von zwei Kindern, die jeweils 1,5 Jahre gestillt wurden, völlig unklar sind.

    Zitat “Vielmehr fragte ich mich in den düsteren Stunden meiner schlaflosen Nächte, weshalb manche Frauen selbst im Angesicht eines Nerven- und Beziehungszusammenbruchs an etwas festhalten, das weder besonders unentbehrlich und schon gar nicht lebenswichtig für das Baby ist.”

    Vater und schlaflose Nächte? Wenn Mama stillt, kann Papa doch ruhig weiterpennen und dann frisch und munter früh das Frühstück servieren.
    Mama im Streß, Papa im Streß, wegen dem nächtlichen Stillen? Überlegen Sie sich genau, ob Sie sich ein zweites Kind anschaffen. Die Probleme verdoppeln sich nicht, sie potenzieren sich. Überprüfen Sie mal Ihre Belastbarkeit und in diesem Zusammenhang gleich Ihre Beziehung, wenn solch ein Kinderpups Sie schon aus der Fassung bringt. .

  19. Simone Stutz sagt:

    Was soll denn diese Rumhackerei auf jemanden, der nicht Ihre Meinung vertritt ? Ist ja super, wenn Sie alle so positve Erfahrungen mit Stillen machen konnten. Muttermilch IST NICHT überlebenswichtig. Es gibt sehr gute Milchprodukte auf dem Markt, die bei solchen Umständen das Leben – auch das des Babys – erleichtern. Und zudem möchte ich nicht wissen, ob die Muttermilch, die manch einem Säugling angeboten wird, so auf dem Nahrungsmittelmarkt zugelassen würde. Wie hoch ist die Schadstoffbelastung ? Wie alt ist die Mutter ? Wie war ihr Vorleben ? Die Produkte, die im Handel sind sind geprüft; sind das die Mütter auch.
    Hat ein Säugling nicht mehr von einer entspannten Nahrungsaufnahme und stressfreien Umgebung ? Stellen Sie sich doch alle einmal den Wecker – alle zwei Stunden – über Wochen und Monate. Mal sehen wie es da mit Ihrem Aggressionspotenzial aussieht. Schlafentzug wird als Foltermethode verwendet. Also bitte; wenn’s bei Ihnen unkompliziert geklappt hat, dann urteilen Sie nicht über andere, bei denen Stille zum wirklichem Problem wird. SIE lösen diesen Druck auf Mütter aus, die sich angeblich durch Fläschchennahrung von ihrem Kind distanzieren und so zur Rabenmutter werden. So ein Quatsch ! Wichtig ist nur, dass es für alle in der Familie stimmt – deshalb ist man ein Familie. Ausgeglichenheit, Zufriedenheit, Harmonie… fängt mit einem guten Schlaf an.

  20. VatervondreiKindern sagt:

    Wie sich die stillenden Damen hier aufregen – unglaublich! Als ob das Stillen eine gute Mutter ausmacht. All die Punkte von wegen nähe etc. können nicht belegt werden. Und bei manchen Müttern würde dem Kinder etwas Abstand eher dienen als schaden…

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