Vor genau einem Monat erlebte ich den schönsten Moment meiner Vaterschaft, wenn nicht sogar meines ganzen Lebens: Meine Freundin verlor ihre Milch! Unser Sohn war damals 14 Monate alt und hatte uns seit der Geburt jede Nacht auf Trab gehalten. Im Zweistundentakt hatte er sich an der mütterlichen Molki bedient, die rund um die Uhr geöffnet war. Mit katastrophalen Folgen für ihn und den Rest der Familie. Der chronische Schlafentzug machte uns zuerst müde, dann mürrisch und schliesslich aggressiv. Wir stritten uns öfter, als unser Baby in die Windeln machte.
Nun sind Vor- und Nachteile des Stillens schon zigfach aufgelistet worden. Auch im Mamablog ist dies nachzulesen. Tenor: Stillen ist hart. Doch Still-Imperativ, wunde Brustwarzen und still-feindliche Restaurants in Ehren – was ist mit uns Männern?
Für mich zumindest war die weibliche Brust spätestens nach einem Jahr die Wurzel allen Familienübels. Zumal ich in der Angelegenheit kein Wörtchen mitzureden hatte – obwohl das Stillen respektive dessen Nebenwirkungen auch mich betrafen. Brachte ich das Argument «Schlafentzug = Jobverlust» auf den Tisch, hiess es «Du kannst ja im Gästezimmer schlafen» (was freilich wenig nützt, wenn man jeden Morgen um fünf die übernächtigte Frau nachschlafen lassen muss).

Beileibe nicht nur Neurotikern bereiten riesige, milchpralle Brüste schlaflose Nächte: Aushang zu Woody Allens Klassiker «Was sie schon immer über Sex wissen wollten» aus dem Jahr 1972.
Verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich bin nicht prinzipiell gegen das Stillen, fühlte mich auch nicht «ausgeschlossen», wie es in Väterratgebern stets so dümmlich heisst. Auch ein paar Monate mit weniger Schlaf als üblich überlebe ich. Und schon gar nicht schwebt mir eine Deadline im Stil von «ein halbes Jahr Stillen genügt» vor. Vielmehr fragte ich mich in den düsteren Stunden meiner schlaflosen Nächte, weshalb manche Frauen selbst im Angesicht eines Nerven- und Beziehungszusammenbruchs an etwas festhalten, das weder besonders unentbehrlich und schon gar nicht lebenswichtig für das Baby ist.
Ist es möglich, dachte ich mir, dass Frauen ihre Brüste bisweilen als Waffe einsetzen, um den Mann in Krisenzeiten auszugrenzen? Oder handelt es sich um eine Art Ego-Trip: Die totale Abhängigkeit des Kindes (und das damit einhergehende Machtgefühl) als Kompensation für die soziale Isolation während der Schwangerschaft und der ersten Zeit danach? Oder noch tragischer: Gehen die Zwangsstillerinnen der Boulevardpresse auf den Leim, wo Schauspielerinnen über die Wonnen von Muttermilch Lügen verbreiten? Fühlen sie sich als schlechte Mütter, wenn sie nicht stillen, nicht rund um die Uhr da sind für ihr Kind?
Falls Sie, liebe Leserin, Letzteres denken sollten, kann ich Entwarnung geben. Am Tag, als meine Frau ihre Milch verlor, weil sie kurzfristig ohne Kind ins Ausland musste, schlief unser Sohn zum ersten Mal durch. Aber das ist eine andere Geschichte.
Philippe Zweifel, 35, ist Kulturredaktor bei Newsnetz und Vater eines Sohnes. Er lebt mit seiner Familie in Zürich.


Nina Merli war Journalistin für «Facts» und «Annabelle», arbeitete zwischenzeitlich als Kunstagentin und schreibt seit Frühling 2011 im Reporterteam von Newsnet. Sie lebt mit ihrer Patchwork-Familie in Zürich und erwartet ihr erstes eigenes Kind.
Jeanette Kuster ist Redaktorin bei einem Fachmagazin, freie Journalistin und Mutter eines zweijährigen Mädchens. Vor der Geburt ihrer Tochter war sie bei verschiedenen Medien vorwiegend in den Ressorts Lifestyle und Kultur tätig. Jeanette Kuster lebt mit ihrer Familie in Zürich.
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@Honk: Ist ja auch nicht vom Feinsten als Mann einfach durchzupennen, oder. Ein wenig Solidarität mit der stillenden Frau hätte Ihnen sicher auch nichts geschadet. Man(n) kann ja nach dem Stillen zum Beispiel das Windeln wechseln übernehmen.
Vater von 3, die uns alle drei zu unserem Glück nur einmal pro Nacht geweckt hatten. Die Mutter hat alle 3 gestillt, aber nicht länger als ein halbes Jahr, da die Milch danach zu spärlich floss, oder zu wenig Nährwert hatte.
Meine Meinung: Schlaf ist wichtig, für Babies sogar sehr wichtig und ich glaube nicht, dass man ihnen etwas Gutes tut, wenn man sie ums “verrecken” stillen will, obwohl die Milch nicht mehr reicht. Das ist offenbar der Fall, wenn die Babies alle 2 angedocken müssen um ihren Hunger zu stillen, oder dann haben sie Krämpfe, dann hilft aber Milch nichts.
Es ist nicht allen Frauen möglich, über Jahre hinweg zu stillen und das muss es auch gar nicht, deswegen sind sie nicht bessere, oder schlechtere Mütter. Mal auf sich und seinen Körper hören und den gesunden Menschenverstand walten, statt die Theoriebücher schalten lassen! Und gesteht Euch und Anderen eigene Erfahrungen zu.
Wenn ein 14 monatiger nachts alle 2 Std. trinken will, dann ist da was Grundsätzliches schief gelaufen. Allerspätestens ab dem 9 Lebenmonat beginnt ein Kind vom Tisch (davor ja schon Brei) zu essen und braucht nachts im Normalfall keine Milch mehr, oder wenn, dann noch einmal nachts. Hier dem STillen selbst die Schuld zuzuschieben ist den flaschen Sündenbock angeklagt.
).
Nebst all den objektiven Vorteilen des STillens, ist es auch so, dass es uns Mütter irgendwie emotional enger an die Kinder bindet (damit will ich keine Mütter von Flaschenkinder diskriminieren – aber das Stillen macht etwas mit meinem Hormonhaushalt und damit mit meinen Gefühlen). DAher ist es emotional schwierig, diese Bindung aktiv und abrupt zu unterbrechen. Abstillen ist u.U. genauso ein grosser Schritt, wie der Stillbeginn – das wird den Müttern im Vornherein nie erzählt. Am schönsten ist es, wenn es sich auf natürliche Weise schrittweise reduziert, parallel zum Kostaufbau. Dann fällt es auch der Mutter leicht, abzustillen. Und wenn die neue “Unabhängigkeit” gewonnen ist (es braucht nicht mehr die Mama zum Füttern), dann freut sich doch jede Mutter (endlich mal wieder einen Vormittag für mich alleine
Ich habe 14 Monate gestillt und dann meinem Mann zuliebe aufgehört. Ihn hatte die Milch in meiner Brust gestört und nicht das “nächtliche Stillen”, davon hat er gar nichts bemerkt, er hatte nie schlaflose Nächte. Allerdings hatte ich nach dem Abstillen noch ca. 2 Jahre lang Milch! Während der ersten 5 Monaten schlief der Kleine durch, dann kam ein Umzug und er wachte zw. 11 und 17 (!) Mal pro Nacht auf. Zum Glück zogen wir nach 3 Jahren wieder um und er schlief dann wieder bestens durch.
Unser Sohn hat das Trinken allerdings erst mit 4 Monaten begriffen, vorher hatte ich abgepumpt und ihn stündlich mit einer 10 ml-Spritze zwangsernährt. Riesenstress, aber irgendwie musste ja was rein. Geschrien hatte er bis dann allerdings auch nie. Als mit 12 Monaten die ersten Zähne kamen, hörte ich mit Stillen in der Nacht auf, er bekam nur noch Wasser. Beim ersten Mal brüllte er allerdings während 7 1/2 Std. in meinen Armen, bis er das Wasser statt der Brust akzeptierte. Zum Glück waren die Nachbarn informiert!
Mit dem Essen hatten wir ähnliche Probleme, dieses war von Anfang an einfach völlig uninteressant für ihn. Er war und ist immer noch sehr schlank, was soll’s… Trotzdem kocht er sehr gerne und gut, sein vorläufiger Berufswunsch: Koch!
Heute ist er 15 und ein kerngesunder, aufgeweckter Junge. In seiner ganzen Kindergarten- und Schulzeit ist er zusammengezählt etwa eine Woche lang krank gewesen. Kommt’s vom Stillen? Ich weiss es nicht, vielleicht zählt etwas anderes und er wäre als Flaschenkind auch so gesund. Jedenfalls, ich bin froh, dass ich so lange stillen konnte und nicht dauernd Flaschen wärmen musste!
Ich gehe einig mit dem Bericht, dass ein längeres Stillen nicht nur positive Auswirkungen auf das Kind und die Soziale Stellung der einzelnen Familienmitgieder hat. Immer wieder wurde von behauptet, das Stillen bis in das zweite Lebensjahr hinein wäre ein Naturprinzip und hätte weder auf die körperliche noch auf die psychosoziale Entwicklungs des Kindes irgendwelche Auswirkungen. Meine Auffassung geht hingegen dahin, daß vermutlich schon die Urmenschen mit dem Durchtritt der Zähne, ihren Säuglingen Beikost gegeben haben. Das deckt sich mit Entdeckungen zur Verdauungsfunktion des Menschen, die nach der Halbjahresgrenze durchaus und ohne Probleme eine Ausweitung des Speiseplans zuläßt.
Der dadurch veränderte Rhythmus des Stoffwechsels mit langsamerer Aufspaltung und Resorption der Nahrungsbestandteile und der inzwischen deutlich erhöhte Glykogenspeicher in der Leber zur Aufrechterhaltung des Blutzuckerspiegels, sowie andere Faktoren führen dazu, daß die Pausen bis zur nächsten Nahrungsaufnahme erheblich länger werden können. Das hat Vorteile für das Schlafverhalten und entlastet die Mutter als Ernährerin.
Die mütterliche Brust als Übergangsobjekt bringt psychologische Schwierigkeiten mit sich, weil die Mutter wie jedes Übergangsobjekt ständig für die Ausbalancierung innerer Gefühlszustände herhalten muß, tags wie v.a. auch nachts. Das gilt für alle Frustrationserlebnisse, ob Ärger, Enttäuschung, Verlassenheitsangst, Schmerz oder Nahrungsaufschub.
Außerdem wird das Loslösungsprinzip im zweiten Lebensjahr erschwert. Denn der Vater als Vorbildperson in der triadischen Loslösung muß gegen einen zu hohen Bindungsdruck “anarbeiten”. Seine Gegenangebote werden zu leicht hinter dem Dauerprinzip Mutterbrust zurückstehen. Auch das Kind kann keine andere Selbstberuhigungsmethode entwickeln lernen, als immer an die Brust zurückzukehren.
Ich will mal irgendwelche positiven und negativen Umstände beiseite lassen, diese sind ja bei jedem Kind andres. Ich habe 4 Kinder und insgesammt 6 Jahre gestillt.
Dass mein Mann das nicht nur schön fand, habe ich auch erlebt. Ich empfand es beinahe als Konkurenzkampf, bei dem der Kleinere immer gewann. Für den Grossen ist das nicht ganz so einfach zu akzeptieren. Von mir aus war es zum Teil auch provokativ in dem Sinn, dass ich und meinen Gefühlen den Vortritt gab und nicht dem Verlangen des Ehemann’s. Wie alles im Leben ist auuch das Stillen ein Lernprozess…
Manche BloggerInnen hier scheinen noch nicht verstanden zu haben, dass es Mütter gibt, die nicht stillen KÖNNEN, obwohl sie es vielleicht wollen. Während der Autor hier dankenswerterweise darauf aufmerksam macht, dass es ein völliger Wahnsinn ist, sich deshalb Vorwürfe zu machen und sich selbst inkl. Familie zu quälen, betonen diese BloggerInnen weiter, dass ein ungestilltes Kind ungesünder, ja sogar unglücklicher oder beziehungsgestört ist!
Zitat Remo Largo: Stillen ist erstrebenswert, aber nicht lebensnotwendig!
Ich danke dem Autor für den Versuch, den Frauen den heutzutage völlig wahnsinnigen Still-Druck wegzunehmen.
jaja, jetzt soll wieder gestillt werden, die Wirtschaft geht schlecht, die Frauen an den Herd und die Kinder an die Brust. So ein Quatsch. Soll doch jede selber wissen, was ihr dem Kinde und der Ehe und dem Ehemann gut tut. Auf jeden Fall ist der Ehemann bei einer Geburt auch ganz schön gefordert. Ich habe 4 Kinder geboren und konnte nicht lange stillen, aber alles wurden Wonneproppen. Und dass die Ehe auch schützenswert ist, ist doch klar. Auch der Ehemann hat mit zu bestimmen und ist mit ein zubeziehen. Eine Familie ist eine Gemeinschaft. Stillen hin oder her, Jeder macht unterschiedliche Erfahrungen. Aber immer auf die Medien hören, das ist ja schon der grösste Unsinn. Zu meiner Zeit mussten alle Babys auf dem Bauch liegen. Brav haben wir das mitgemacht. Und was sonst so alles in Mode war. Wo ist der gesunde Menschenverstand geblieben? Irgendjemand sollte so ein Programm erfinden, damit man den wieder einsetzt und zur Normalität zurückfindet.
Ich denke, stillen ist ok, gut, praktisch und kostengünstig, aber nach ungefähr einem Jahr sollte Schluss sein, auch weil das Kind in eine andere Phase der Abgrenzung und der Eigenständigkeit kommt. Es soll ja Mütter geben, die ihr Kind 10 Jahre stillen —- und hier bin ich überzeugt, ist die “Mutterliebe” …. auch ein Stück neurotisch. Keine Frage, dass solche Kinder mal eher ein Problem haben mit ihrem Selbstverständnis und der Sexualität.
kurz und gut: nachdem ich nach 7 Monaten 10 Kilo wegen Schlafentzug zugenommen hatte (Schlafentzug=Folter=Depression=Schokoladenzufuhr) hat es mir auch gereicht. Ich habe abgestillt. Wobei ich die nächtlichen Trinkgelage an der Brust schon nach dem 5 Monat versucht habe zu reduzieren. Fact ist, Babies müssen schlafen lernen und wenn sie das nicht selber (auch unter Gebrüll) lernen dürfen ist man als Eltern irgendwann vor dem Abgrund. Und wer sagt dass die Kinder das Leben der Eltern diktieren dürfen? Beinflussen ja, aber bestimmen? Nein. Ein sehr gutes Buch (ich hasse Ratgeber), leider nur auf Englisch: “What to Expect….”
Wir hatten 3 Kinder, von denen ich eines aus medizinischen Gründen nicht stillen konnte. Alle drei sind prächtig gediehen und bei der “ungesstillten” Jüngsten hat sich in keiner Weise jemals ein Nachteil gezeigt.!
Viel schrecklicher als nächtlicher Schlafentzug ist aus meiner Sicht Ihr Versuch von allen Menschen die gleiche Denkweise einzufordern (einschließlich Ihrer armen Frau) und damit eine Norm zu setzen, die als solches gar nicht vorhanden ist.
Ein Kind stillt solange, wie es das braucht und nicht nur dann, wenn es der Umgebung genehm ist. Eine solche Forderung an ein kleines Kind zu stellen halte ich für absurd und fraglich. Haben Sie nur Hunger, wenn der Wecker klingelt oder sind Sie schon so falsch erzogen, dass ihr Magen gar kein Signal mehr gibt?
Die Brust wurde von der Natur nicht dafür vorgesehen auf dem Playboy zu landen, sondern die Nachkommen mit der bestmöglichen Ernährung aufwachsen zu lassen. Wenn Sie also die Notwendigkeit des Stillens in Frage stellen, dann stelle ich in Frage das sie ein Anrecht darauf haben Ihre oralen Bedürfnisse an der Brust Ihrer Frau zu befriedigen. Ist es denn nötig, dass Sie dauernd daran herum grapschen?
Schade, dass Sie nicht erkannt haben, dass Ihre Frau dafür sorgen wollte, dass Ihrem Kind die bestmögliche Ernährung gegeben wird, damit es ein gesunder und starker Mensch mit Widerstandskraft in einer ziemlich verseuchten Umwelt wird. Es hat wenigstens 14 Monate erfahren dürfen wie bedingungslose Liebe und Annahme Kraft gibt und wird vermutlich kein weinerliches Weichei, dass nur auf seine eigenen Bedürfnisse reduziert ist und deshalb mehr Rücksicht nehmen auf die Gefühle seiner Mitmenschen.
Wurden Sie eigentlich als Kind gestillt? Vermutlich nicht. Sonst wüssten Sie wovon ich rede.
Ich finde es schade, dass der Verfasser das Stillen so negativ sieht!
Ich habe unser erstes Kind leider nicht sehr lange stillen können ( sie war ziemlich klein und hatte daher zu wenig Kraft um an der Brust zu trinken ) hätte sie aber gerne länger mit Muttermilch versorgt da es ja bekanntlich nichts besseres ( zumindest zu der Zeit war es so, heute gehen die Meinungen diesbezüglich auch wieder auseinander ) für das Kind gibt ( also keine egoistischen Gedanken im Hinterkopf!!!) . Zudem kann man viel Geld sparen ( lediglich ein positiver Nebeneffekt!)! Leider habe ich zu dem Zeitpunkt noch nicht gewusst dass die Milchpumpe fast vollständig von der Krankenkasse bezahlt wird, sonst hätte ich es sicher damit versucht! Unsere zweite Tochter konnte ich auch nicht lange direkt ab der Brust verköstigen ( bei ihr war der Grund zwar etwas anders: obwohl sie nicht grösser und nur unwesentlich schwerer war als ihre Schwester hätte sie wohl genügend Kraft gehabt aber nicht die erforderliche Geduld dazu
) Bei ihr kam dann die erwähnte Pumpe zum Zug. Ich erlebte die Zeit des Abpumpens als sehr entspannend für mich und das Kind! Ich konnte Ihr zu trinken geben nach ihrem Rhythmus und musste sie nicht zur Anregung der Produktion vermehrt ansetzen da diesen Part ja die Pumpe übernahm! Zudem konnte ich, wenn es für mich unangenehm wurde, mich “entleeren” und musste somit nicht auf meine Tochter “warten”. Mein Mann wurde in der Nacht auch gar nicht gestört ( das ist halt schon ein Problem wenn man im Bett stillt und Rücksicht gegenüber dem Mann der ja trotzdem aufstehen und zur Arbeit gehen musste, war für mich selbstverständlich und ist auch absolut erforderlich sonst sind Spannungen in der Beziehung vorprogrammiert! ich konnte mich ja bei Bedarf immer wieder mal hinlegen und ausruhen wenn Gelegenheit dazu war! ) da ich mich in die Stube verzog zum Schöppele und Abpumpen! Mit dieser Methode konnte ich unsere Tochter insgesamt etwa acht Monate verpflegen, davon allein etwa einen Monat mit den Reserven die ich fortwährend eingefroren habe! Wir würden es jederzeit wieder so machen!
Noch was: solange die Mutter die Brust gibt hat der Vater mit der Ernährung des Kindes nichts zu tun,kann also relaxen, schlafen, TV schauen, seinen Hobbies fröhnen, mit Kollegen weggehen……..! Flasche geben ist nicht nur auf die Mutter reduziert………:-)!
Meine Tochter ist nun 2 1/2 Monate alt und wird gestillt.
Sie schläft manchmal bis zu 9Stunden durch, meist so zwischen 5-6 Stunden.
Wenn ein Kind mit 14Monaten noch alle 2Stunden hunger hat sollte man doch sofort mal beim Kinderarzt nachfragen?!
Ach ja, no eine kurze Ergänzung wegen dem männlichen Part in der ganzen Geschichte:
unsere Tochter schläft neben mir im Ehebett (mein Mann bewegt sich zuviel in der Nacht…).
Wenn sie also aufwacht bin ich sofort wach und habe sofort meine Brust in ihrem Mund.
Mein Mann wird durch kein Geräusch geweckt, ich stelle nur eine kleine Lampe ein so wird er
auch nicht vom Licht geweckt und wacht Morgens ausgeruht auf.
Ich auf meiner Seite bin ich sehr ausgeruht weil ich nicht aufstehen muss (ausser zum Windel-Wechsel
aber nur wenn sie “Gross” macht).
Mein Sohn ist jetzt 4 Monate alt und ich fange jetzt an ihn abzustillen. Die Absicht ist, dass er so mit 6-7 Monaten abgestillt ist. Mit meinem Mann hat das überhaupt nichts zu tun. Wegen ihm kann ich so lange stillen wie ich will. Was mich wirklich wütend macht ist dieser Stillimperativ heutzutage. Es wird einem wirklich vermittelt: “Du bist eine schlechte Mutter wenn du nicht stillst.” (Interessanterweise finden dann dieselben Leute das auch wenn man zu lange stillt.) Nun zu meinen Gründen für das abstillen. Ich gebe zu sie sind rein egoistisch. Mein Sohn würde sicher noch länger trinken. Allerdings gehören ja zwei zum Stillen und mein Teil hat genug. Ich liebe meinen Sohn über alles und will sicher nur das Beste für ihn. Ich habe für ihn mit dem Rauchen aufgehört, habe versucht mich vernünftig zu ernähren, er schläft bei uns und, ja wirklich, er ist das Beste was mir je passiert ist. Allerdings bin ich kein anderer Mensch geworden nur weil ich jetzt ein Baby habe. Ich will einfach wieder einmal im Monat auf eine Party gehen können, ein paar Bier trinken, ein paar Zigaretten rauchen und einfach ich sein. Nichts Mutter, nur einfach ich. Ist das egoistisch? Ja werden die einen sagen. Und sie haben wahrscheinlich recht. Nur ist es so, dass er dadurch defintiv eine glücklichere Mutter haben wird. Ich bin einfach so. Ich brauche nicht die ganze Zeit Ausgang und ich werde auch nicht wieder anfangen jeden Tag zu rauchen, aber manchmal brauche ich einfach eine Auszeit. Ich will nämlich auf keinen Fall eine von denen sein, die ihrem Kind später sagen: Für dich habe ich mein Leben aufgegeben und auf dies und das verzichtet bla bla bla. Denn ganz im Ernst die Kinder danken es einem nicht. Warum sollten sie auch. Wir haben uns entschieden sie zu haben, also haben wir auch gewisse Konsequenzen zu tragen. Nur sollte man, meiner Meinung nach, versuchen das Ganze so zu optimieren, dass alle den grösstmöglichen nutzen aus dem Ganzen ziehen.
danke fur die info
Dieser Artikel riecht ziemlich nach Muttersöhnchen… “ich ARMER” und “halOo, ich bin auch noch da!”
Jö
@Isa …Warum ist es denn unormal wenn ein 14 monate altes Kind noch nicht alle festen und vorgeschriebenen! Mahlzeiten bekommt und nicht alles essen tut was Mutti und Vati essen oder wenn dieses Kind auch nachts wieder öfters gestillt werden möchte?
Sollten wir da nicht etwas mehr darauf vertrauen das Kinder zeigen was sie essen wollen und wie weit sie schon feste Mahlzeiten essen wollen?
Ich stille seit 8 Monaten und mein Kind hat immer phasen wo sie mehr von der Brust trinken möchte und ich sie tagelang wieder nur stille. Ansonsten zeigt mir mein Kind deutlich wenn es an dem interessiert ist was ich esse und dann bekommt sie das selbe. Ich mache da zwar ein paar Abstriche Schokolade und Süßkram bekommt sie nicht allein die meisten Inhaltsstoffe gefallen mir da nicht und Fertiggerichte essen wir auch nicht wegen der Inhaltsstoffe.
Ich kann mir vorstellen das wir auch tage mit 14 monaten haben werden wo sie wieder mehr als sonst gestillt werden will. Und manchamal kommt sie auch nachts häufiger und will gestillt werden ich zähle da nicht die Abstände. Das ist nicht unnormal sondern der natürliche rhytmus von meinem Kind und der ist nicht durch Medien, Hebammen oder sonst wem beeinflusst…und ich möchte ihr auch nicht vorschreiben wieviel sie gestillt werden darf und wann sie alle Mahlzeiten mitessen kann und wann nicht!