Homeschooling befreit den Geist

Eine Carte Blanche von Wüstenfuchs*

SCHWEIZ ZUERICH HAUSUNTERRICHT

Lernen ohne Lehrer: Rund 500 Kinder in der Schweiz werden von ihren Eltern unterrichtet. (Bild: Keystone)

«Habt ihr denn jetzt auch Ferien?», fragt mich eine befreundete Mutter. Und da geht es schon los mit der Sprachlosigkeit, die mich immer erfasst, wenn ich zum Thema Homeschooling etwas sagen soll. Nicht weil ich nichts zu sagen hätte, sondern weil es auf sehr einfache Fragen plötzlich nur noch komplexe Antworten gibt.

Seit Beginn dieses Jahres geht unser achtjähriger Sohn Jan nicht mehr in die Schule. Er wird von mir zu Hause unterrichtet. Da ich selber keine Pädagogin bin, werde ich, wie das im Kanton Bern Vorschrift ist, von einer Lehrerin begleitet. Ich habe nicht damit gerechnet Homeschooling-Mutter zu werden, da ich selber sehr gerne in die Schule ging. Die Entscheidung zum Homeschooling wurde durch die Erfahrungen unseres Sohnes mit der Schule und den dadurch ausgelösten Prozess des Hinterfragens fast unumgänglich. Wir stellten erstaunt fest, dass wir und das Schulsystem inkompatibel sind.

Da eine Privatschule aus finanzieller Hinsicht keine Option für uns darstellte, forschte ich, wurde in den Tiefen des World Wide Web fündig und entdeckte für uns den Weg des Homeschoolings. Die Bewilligung dafür erhielten wir kurz vor Weihnachten 2012.

Unser Alltag hat sich seither grundlegend geändert. Anstatt um 06.50 Uhr aufzustehen, schläft Jan aus und steht gegen 8.00 Uhr auf. Dann hat er Zeit, sich langsam auf den Tag einzustellen und gemütlich zu frühstücken. Gegen 09.30 Uhr beginnen wir mit dem Lernen. Jan kann wählen, mit welchem Thema wir beginnen und wenn er das Bedürfnis hat sich zu bewegen, so kann er dem ungezwungen nachgehen. Ich unterrichte ihn in Deutsch, Mathematik und NMM (Natur-Mensch-Mitwelt). In den musischen Fächern kommt er von alleine mit genügend Ideen, die ich nur noch etwas strukturieren muss. Zum Sport geht er in die Jugendriege in seiner alten Schule.

Wenn das Ziel des Lernens das Verstehen ist, gibt es keinen Stress: Zwei Kinder mit ihrem Homeschooling-Vater. (Keystone / Wade Payne)

Selbstbestimmt und nach den eigenen Bedürfnissen lernen: Zwei Kinder mit ihrem Homeschooling-Vater. (Keystone / Wade Payne)

Wir arbeiten jeden Morgen 1,5 bis 2 Stunden. Den Rest des Tages hat er zur freien Verfügung und verbringt ihn meist mit seinen Freunden, mit uns oder beschäftigt sich selber. Hier unterscheiden wir uns kaum von einer Familie mit beschulten Kindern.

Das Beste an unserem neuen Lebensstil ist, dass sich unsere Beziehung deutlich entspannt hat, da ich ihm gegenüber nicht mehr Dinge durchsetzen muss, die von der Schule gefordert wurden. Natürlich kämpfe ich wie jede Mutter darum, dass Game-Zeiten eingehalten, Jacken aufgehängt und manche Dinge einfach gemacht werden müssen, auch wenn sie keinen Spass machen.

Manche Mutter mag sich, mit den eigenen leidigen Erfahrungen der Hausaufgabenbetreuung im Hinterkopf, fragen, wie man sein eigenes Kind unterrichten kann, ohne in Geschrei und Zank zu enden. Da unser Ziel des Lernens immer das Verstehen ist und keine Note, haben wir keinen Stress, wenn er Fehler macht. Vielmehr sind es gerade die Fehler, die uns zu denjenigen Momenten verhelfen, in denen die interessanten Fragen entstehen und das Lernen um des Begreifens Willen beginnt.

Das Schwierigste in den letzten vier Monaten war, die Erwartungen gehen zu lassen. Als Erwachsener ist man es gewohnt, einem Plan zu folgen, aber echtes intrinsisches Lernen folgt keinem von aussen auferlegten Plan. Es ist nach wie vor nicht einfach, meinem Kind und seinem Wunsch zu lernen, zu vertrauen. Ich sehe mich im Moment als diejenige, die den Überblick über den Lehrplan behält und ihm hilft, eine Balance zwischen den vom Lehrplan auferlegten Zielen und seinen eigenen zu finden.

Natürlich fordert das einiges an Planung und viel Gedankenarbeit, aber wenn ich es mit der Situation vorher vergleiche, dann ist das wie Tag und Nacht. Das Gefühl des Fremdbestimmt-Seins ist einer unglaublichen Freiheit gewichen, die natürlich viel Verantwortung mit sich bringt. Aber genau betrachtet, haben diese alle Eltern in gleicher Weise zu tragen.

Um die Frage vom Anfang doch noch zu beantworten: Haben wir denn jetzt auch Ferien oder nicht? Nein, haben wir nicht, da sich das Lernen nicht auf bestimmte Zeiten beschränken lässt. Und Ja, wir haben Ferien, da wir nie Schule haben. Das Leben hat aufgehört in künstliche Teilabschnitte zu zerfallen.

* Wüstenfuchs ist eine 43-jährige Mutter, die sich entschieden hat, ihren Sohn zu Hause zu unterrichten. Zudem hat sie einen eigenen Blog: www.freilerner.jimdo.com

394 Kommentare zu «Homeschooling befreit den Geist»

  • Franziska sagt:

    Gratuliere Wüstenfuchs zu Ihrem tollen Artikel!
    Homeschooling mag nicht für alle Eltern und Kinder das Goldrichtige sein,
    Für diejenigen, die es in Angriff nehmen, ist es ein wunderbares Familienerlebnis!
    Ein tolles Miteinander, ein Geben und Nehmen für beide Seiten!
    Wir haben erst vor 4 Jahren als Quereinsteiger diesen Weg zu beschreiten und ihn noch keinen Tag bereut!
    PS: Auch unsere Kids nicht 🙂

  • Peter Meyer sagt:

    [Teil3]
    die Kinder überhaupt nie mit anderen Ideen in Kontakt kommen. Was das für die Schweiz bedeutet, wenn noch mehr Freikirchler und noch mehr strenggläubige Moslems überhaupt nie in ihrem Leben mit dem grossen Teil der Bevölkerung in Kontakt kommen kann sich jeder selbst ausmalen.

    Weil es schlecht ist für die Gesamtgesellschaft, weil es schlecht ist für die Sozialisation der Kinder und weil man sieht, was daraus werden kann, wenn man in die USA blickt mit Ihren Homeschooling und Privatschulen für Reiche… befürworte ich weiterhin das gute, nicht perfekte System der Schweiz.

  • Peter Meyer sagt:

    [Teil2]
    Kontra Homeschooling:
    – Schüler haben nur noch von Eltern abgesegnete Sozialkontakte (z.B. zu Gleichgläubigen)
    – wissenschaftliche Tatsachen, die mit Ansichten der Eltern kollidieren werden sich nicht gelehrt
    – man muss dieselben Rechte nicht nur für freikirchliche Kreise, sondern auch Moslems gelten lassen. Parallelgesellschaften mit totalverschleierte Mädchen, bärtigen Lehrern, antroposophischen wallenden Geistwesen…

    Kurzum: der Minimalstandard von Bildung, der mit einer Schulstufe erfüllt wird ist nicht mehr gegeben und es werden Parallelgesellschaften noch stärker, weil
    [Teil2]

  • Peter Meyer sagt:

    Hmm, interesssant die Leserbriefe zu durchstöbern. Bedenklich stimmt mich die positive Haltung einiger sonst kritisch denkender Personen.

    Ein paar Dinge
    – die Schweiz hat ein gutes Schulsystem, gemäss Pisa
    – pro Homeschooling spricht einzig das individuell angepasste Lerntempo (deshalb werden auch Hochbegabte besser gefördert, es hilft aber allen)
    Kontra Homeschooling:
    – Homeschooling ist wie Privatunterricht, damit teurer für den Staat, wenn flächendeckend eingesetzt
    – es kann kein Standard mehr durchgesetzt werden (Werken, Turnen werden sonst am Tag mit anderen Aktivitäten erledigt)
    [Teil1]

  • mostindianer sagt:

    „Die Entscheidung zum Homeschooling wurde durch die Erfahrungen unseres Sohnes mit der Schule und den dadurch ausgelösten Prozess des Hinterfragens fast unumgänglich“ die gründe würden mich aber trotzdem sehr interessieren. was ist mit „Prozess des Hinterfragens“ wohl gemeint?

  • M. Bolliger sagt:

    So lange das Kind genug Konakt zu anderen Kindern hat, sehe ich hier eigentlich kein Problem.

  • max sagt:

    Ich war immer, in meiner gesamten Schulzeit der Meinung, dass ich denselben Lernstoff mit 2 bis 4 Stunden pro Tag lernen könnte. Das hier ist ein Experiment, das erst drei Monate gelaufen ist. Ob die Kinder am Schluss wirklich können, was sie können sollen wird sich später zeigen, beim Übertritt in weiterführende Schulen, während der Berufslehre. Im Moment ist es vielleicht nur der Weg des geringsten Widerstandes.

  • Hans sagt:

    Ich kenne nur eine Familie die erfolgreich die Kinder zu Hause (genau genommen auf der ganzen Welt) unterrichtet hat. Gleichzeitig kenne ich 5 Erwachsene aus verschiedenen 3 Familien, die so stark stark unter ihren Eltern gelitten haben, dass sie später den Kontakt zu den Eltern abgebrochen haben.
    Die „erfolgreiche“ Familie hat im Gegensatz zu den anderen die Schule und Gesellschaft bzw. einzelne Inhalte nicht abgelehnt, sondern zwei ein jährige Weltreisen gemacht. Für die anderen Eltern waren Leistungsdenken bzw. Sexualität so verabscheuungswürdig, dass sie ihren Kindern die Öffentliche schul

    • Hans sagt:

      teil 2:… dass sie ihren Kindern die Öffentliche schule und anderes verboten um sie nur nach ihrem Weltbild zu erziehen. Während der Kindheit ging es noch relativ gut, später als die Kinder selbständig sein wollten, begannen die Probleme. Einerseits waren sie sozial total überfordert, andererseits standen sie plötzlich in einem starken Interessenskonflikt, zwischen der Elterlichen Moral und Gesellschaftlicher Realität, bzw. Hormonellen Signalen des Körpers. Am schlimmsten fand ich, wie Eltern ihre 20 jährige Tochter verstossen haben weil dies die Pille nahm.

      • Hans sagt:

        Ich hoffe, dass die Mutter von Jan, offener ist und ihm die nötigen Freiheiten lässt um sich normal zu entwickeln (leider steht im Text nicht weshalb sie und die schule inkompatibel sind). Dass er in die Jugendriege geht finde ich schon einmal gut.

  • Lori sagt:

    Im Kanton Zürich haben die Kinder auch in der öffentlichen Schule nur 2 Stunden pro Tag Mathematik, Deutsch oder Mensch&Umwelt (4 x 45 min pro Woche Mathematik, 6 x 45 min pro Woche Deutsch, 3 x 45 min pro Woche Mensch&Umwelt).
    In einer guten Schule sollte es auch nicht vorkommen, dass ein Kind ständig unter- oder überfordert ist (dass die Kinder im gleichen Klassenzimmer sitzen, heisst noch lange nicht, dass sie alle das Gleiche tun!). Aber klar, Einzelunterricht ist perfekt auf das Kind zugeschnitten; das kriegt man mit einer Klasse von zwanzig Kindern wohl kaum hin…

    • Sportpapi sagt:

      Aha. Und die anderen Fächer?

      • Lori sagt:

        Wenn ich den Text richtig verstanden haben, unterrichtet Wüstenfuchs nur diese drei Fächer innerhalb der zwei Stunden. Gestaltung, Musik und Sport (im Kt. Zürich 8 oder 9 x 45 min) finden anscheinend ausserhalb dieser Zeit statt.

  • Kosmopolit sagt:

    oder gar nicht unterrichtet. Es bleibt als Alternative nur ‚home schooling‘. Wohlgemerkt nur fuer diese Faecher, also eine Kombination der beiden Systeme (fuer unsere Familie). Home Schooling ist die Loesung fuer unsere Absicht vor Ende der Pubertaet gemeinsam als Familie eine Auszeit zu nehmen und die Welt besuchen zu gehen. Dies hat nichts mit finanziellen Moeglichkeiten zu tun, sondern mit Wertvermittlung und Vorbereitung auf das Leben in einer global kompetitiven Welt.
    Hoffe mit meinem Beitrag eine etwas andere Sicht einzubringen, ohne eine Der beiden Varianten zu ‚verteufeln‘.

    • fabian sagt:

      ich bestehe heute schon in einer ‚global kompetitiven‘ welt. leider muss ich alle arten von nichtkompetitiven haushalten (familien mit kindern) und arbeitslosen und nicht leistungsfähigen menschen subventionieren mit meinen abgaben und steuern. ohne diesen ganzen schmus wäre ich extrem global kompetitiv…

  • Kosmopolit sagt:

    Wenn ich die Kommentare in globo so lese hat es einige die mit einem engen Weltverstaendnis argumentieren. Unsere Kinder werden im jungen Erwachsenenalter mit der globalen Konkurrenz gleichaltriger konfrontiert, im Kampf um die besten Arbeitsplaetze und Ausgangspositionen fuer befriedigende Lebenskarrien. Wir sind nach vielen Jahren Ausland in die CH zurueckgekehrt, erstmals fuer unsere Kinder ohne Schulbus zur Schule gehen. Super, aber es hat keine gleicaltrigen im Quartier,……unsere Zweitsprachen Englisch und Chinesisch werden an der Volksschule nicht auf einem fordernden Level oder

  • Ramerk sagt:

    Ich bin mit der Autorin einverstanden, dass es Situationen gibt, wo die Kinder mit Unterricht zu Hause besser dran sind als in der Schule. Man soll das nicht so dogmatisch sehen, sondern eher versuchen, von fall zu Fall den Bedürfnissen der Kinder (und den eigenen) gerecht zu werden.

    Früher war „Hauslehrer“ die typische Bildungsform der bürgerlichen Oberschicht und des Adels: Es muss nicht immer Schule sein!

    Ich war in einer fremdsprachigen Schule und bin deshalb zweisprachig aufgewachsen. Das hätten mir meine Eltern zu Hause nicht bieten können. Das wäre auch ein Tipp für Hochbegabte.

  • Paula S. sagt:

    Alternative: Waldorfschule – für die ganze Familie eine Lebensschule und das ohne dem Amish-Look beitreten zu müssen, für ganz nomale Familien wie wir es sind, die manchmal auch zum Mc Doof gehen!

  • susann sagt:

    Der tägliche Schulstoff kann mit Homeschooling in 2 Stunden abgehandelt werden. All die Leerzeit, die mein Sohn in der Schule mit Tagträumen zubringt, weil er (wie auch ca 1/3 der Klasse) den Stoff schon längst beherrscht, reut mich. Die soziale Interaktion mit vielen anderen Kindern wiegt das zur Zeit noch auf. Ob das aber noch lange so bleibt, wage ich zu bezweifeln…..

    • alien sagt:

      Das wird immer schneller. Die ersten acht Wochen an der ETH klebte ich im Sitz, so unheimlich rasant ging das. In der Zeit wurde in der Analysis der gesamte Gymi-Mathestoff wiederholt. Ach was, wiederholt. Er wurde mit Steroiden versehen uns an den Kopf geklatscht.

    • Rennie Wyss sagt:

      Auf Deutsch heißt das eigentlich Hausunterricht – warum müssen wir uns mit einem englischen Wort behelfen?

  • Thomas Michael Merkli sagt:

    @Valeria. Mit Verlaub, Sie scheinen nicht die geringste Ahnung zu haben, wovon Sie sprechen. Wenn ein Kind eine zweite Sprache „lernt“ indem es dieser Sprache bspw. durch ein mehrsprachiges Elternhaus ausgesetzt ist, ist das keineswegs eine aktive Angelegenheit. Man spricht deshalb auch nicht von „Lernen“, sondern von „Erwerb“. Mit anderen Worten: das Kind erwirbt die zweite Sprache genauso wie es die Muttersprache ohne aktive Lernleistung erworben hat. Das passiert automatisch und kann kaum gefördert und kaum verhindert werden.

    • Rennie Wyss sagt:

      Eine „aktive Angelegenheit“ ist das sehr wohl, auch wenn man von Erwerb spricht, weil es keinen Sprachunterricht in Lektionen wie in der Schule gibt. Eine aktive Lernleistung erbringt ein Kind beim Spracherwerb daheim sehr wohl; wenn es gleich zwei Sprachen aufnimmt, eben eine größere. Dass die Kinder beim Spracherwerb aktiv lernen, können alle Eltern beobachten, wenn sie wollen. Das ist eigentlich nicht verwunderlich, die Sprachen werden ja nicht eingetrichtert, und die Kinder verhalten sich dabei alles andere als passiv.

  • Silly sagt:

    ..interessant! Wir überlegen uns auch hs für eines unserer Kinder. Die Gründe sind ihr Sport in einem RLZ, viel Zeit und Effizienz geht drauf mit Warten..( Unterrichtsstart, Raumwechsel..) , riesen Homogenität der Klassen verlangsamt enorm Stoffvermittlung. Vermute, dass es ein grosser Effort in die Bezioehung zum Kind ist – aber das ist doch toll. Lerne im und aus dem Alltag stelle ich mir sehr interessant vor!

  • tobias sagt:

    ich bin selbst von meinen eltern per home-school im neunten schuljahr unterrichtet worden. dies um mich vor der bösen aussenwelt fern zu halten; ein absolutes fiasko. ich bin der überzeugung, das es mir nur geschadet hat und ich mich von meinen eltern klar distanziert habe.
    um in unserer gesellschaft bestehen zu können, ist ein soziales umfeld von gleichalterigen essentiel. dies um selbst ein werteschema zu erstellen und ein unabdingbarer abgleich mit gleichgesinnten zu finden.
    homeschool sehe ich als potentielles instrument für isolation und manipulation.

  • Simone sagt:

    Ich kenne auch eine Home-schooling Familie, und es ist wirklich toll, was diese machen.

    Selber koennte ich es nicht, aus diesen Gruenden:

    – ich habe 3 Kinder, nicht nur eines wie die Schreiberin
    – wir brauchen beide Loehne
    – Da meine grossen schon in der Pubertaet und Vorpubertaet sind und ich keine Hilfen habe wird es mir zuviel, IMMER mit den Kindern zusammen sein. Ich liebe meine Arbeit ausser Haus zu sehr.

    Zum Glueck lebe ich im Ausland, wir haben 3 Monate Sommerferien. So koennen wir viel gemeinsam machen, aber ich habe nicht auch die Bildungs-Verantwortung neben der erzieherischen.

  • Edi Rey sagt:

    Geht es beim Homeschooling nicht eher darum, angebliche schädliche Einflüsse von ausserhalb, also der normalen Welt, zu minimieren, z.B. aus religiösen Gründen. Motto : Alles aussehalb unserer Familie ist böse und muss wann immer möglich von unsere Kindern ferngehalten werden. Sollte dies zutreffen, wäre das Elternegoismus pur.

  • Bruno Oerig sagt:

    Entscheidend ist meiner Ansicht nach die Motivation, weshalb jemand sich dafür entscheidet, seine Kinder zu Hause zu unterrichten. Das würde auch Rückschlüsse zulassen, in welche Richtung sich der Unterricht bewegt. Leider schweigt die Frau darüber, allerdings sagt sie: ‚…WIR sind nicht kompatibel…‘ Meiner Meinung nach sollten Kinder nur aus schwerwiegenden Gründen zu Hause unterrichtet werden, schliesslich umfasst die Schule nicht nur Unterrichtsfächer, sondern spielt bei der Sozialisation der Kinder eine entscheidende Rolle. Private Weltauffassungen sollten dabei keine Rolle spielen.

  • Albrecht Zumbrunn sagt:

    Wir verlieren mehr und mehr Institutionen, die den sozialen Zusammenhalt erleichtern; homeschooling ist nur ein Beispiel. Es braucht Geld, wenn man seine Kinder zu Hause erziehen will, sodass homeschooling ein Privileg der relativ Vermögenden ist; die anderen haben keine Wahl. Wir sollten doch darauf achten, dass wir nicht immer ehr „Freiheiten“ entdecken, die nur den Privilegierten zugänglich sind. Es soll mal eine Zeit gegeben haben, wo die Privilegierten von ihren Extras einen massvollen Gebrauch machten, aber das muss lange her sein… Noblesse n’oblige plus…

  • Marcel Pfister sagt:

    Eltern sind nicht qualifiert oder geeignet ihre eigenen Kinder auszubilden. Ich halte die Idee von home schooling für einen totalen Schmarren. Leidtragende sind – wie immer – die Kinder. Kinder gehören in das soziale Umfeld einer Schule. Mami und Papi haben andere Aufgaben zu erfüllen.

  • Tin Schob sagt:

    @Stefan Bauer – Gut dass Sie erwähnen, dass zur Freiheit auch die Freiheit des anderen gehört. Die allermeisten Zeitgenossen aber denken, wenn sie von „Freiheit“ reden, immer nur und stets an die eigene.

  • M. Sold sagt:

    Die Kinder verpassen bereits das Abenteuer Schulweg und mr kann keine Mami und kein Papi erzählen, dass aus solchen Kindern eher Egozentriker als sozialbereite Menschen werden. In meinen Augen gehört Homeschooling sogar verboten und zwar zum Wohl des Kindes. Dies mag nicht gelten wenn die Familie vielleicht wie in Kanada oder Australien meilenweit von einer öffentlichen Schule entfernt wohnt, aber nicht in Westeuropa. Die Zahl der Egozentriker und voreingenommenen Selbstdarsteller reicht schon heute zu genüge. Jeder spricht davon dass wir die Hand reichen sollen, aber immer nur die Anderen.

  • Nina sagt:

    Ich sehe das sehr pragmatisch. In der kleinen Schweiz, insbesondere im dicht besiedelten Mittelland, macht eine öff. Schule aus Effizienzgründen Sinn. Diese soll und wird meistens auch am „Durchschnitt“ ausgerichtet und passt auf die grosse Masse der Schüler (auch wenn’s die Leute nicht gern hören: die meisten sind Durchschnitt, und das ist auch gut so!). Einzelne inidividuelle Abweichungen sollten da auch noch Platz haben. Wer aber ganz aus dem Raster fällt, der ist sicher mit Privatschule oder Homeschooling besser bedient. Wenn dies möglich ist.

    • Frank Baum sagt:

      Die Idee der öffentlichen Schule hat nichts mit Effizienz zu tun. Würde man die Effizienz in den Vordergrund stellen, dann würde man eher differenzierte Schulungsangebote machen. Die öffentliche Schule hat aber einen sozialen Charakter: es sollen die Kinder unabhängig vom Elternhaus zusammen gebracht werden. Das birgt Konfliktpotential, aber dieses zu überwinden ist ja eben auch Sinn und Zweck der Übung. Sie haben allerdings Recht, dass es wohl Kinder gibt, die da tatsächlich derart aus dem Raster fallen, dass es dann für alle das beste ist, da abzuweichen.

      • Nina sagt:

        Stimmt, das ist der ideologische Hintergrund unserer Volksschule (danke übrigens für den Hinweis, es geht nämlich nicht um Gleichschaltung, sondern um das Zusammenbringen verschiedener kultureller und gesellschaftlicher Gruppen!), in Abgrenzung zu den Privatschulen, die andere Philosophien/Ideologien/Schwerpunkte vertreten. Mit Effizienz wollte ich eigentlich mehr Dinge ansprechen wie die Tatsache, dass die Mehrheit der Eltern hier doppelt arbeitstätig ist oder auch nur eine Minderheit über die Fähigkeit verfügen würde, die Kinder Zuhause zu unterrichten.

      • Stefan Bauer sagt:

        Volksschule = Anpassung im Sinne des Staats; ob gut oder schlecht, ist immer eine Frage der individuellen Präferenzen. Der Wertepluralismus und die damit verbundene Freiheit des Geistes ist die wohl herausragendste Errungenschaft der Moderne. Wer die Freiheit liebt, muss auch die Freiheit anderer akzeptieren!
        Es soll und darf auch Anhänger von Sekten, Nordkorea, Kommunismus usw. geben.

      • Muttis Liebling sagt:

        Schön, Nina, da haben Sie alles Wesentliche gesagt. Es gibt die meisten und die Besonderen. Für die Besonderen kann man keine Konzepte entwerfen, weil die eben besonders sind.

      • Nina sagt:

        Stefan, schon wieder so eine krasse Einstellung. 1) die totale Freiheit des Menschen ist eine Utopie. 2) der menschliche Pluralismus lässt sich vom Staat nicht unterdrücken, höchstens temporär unterwerfen. 3) die CH-Staatsschule der massiven Indoktrinierung zu verdächtigen tut nur, wer nie in einem anderen Staatssystem gelebt hat. Ich kann Sie jedenfalls beruhigen, ich kenne genug Freigeister, die dieses auch durchlaufen haben. Und wenn ich mir die SVPler mit den SPlern vergleiche, kann man nur staunen, dass die genau das gleiche lernen mussten in unserer Schule. Nicht?

      • Nina sagt:

        Die Grenzen der Freiheit des Einzelnen finde ich im Übrigen ein immer höchst komplexes und sensibles Thema. Was die Schule betrifft, finde ich, solange man gewisse Lernziele erreicht, kann ich damit leben, dass man den Weg zum Ziel frei wählen kann. Mit allen Vor- und Nachteilen, die daraus erwachsen.

      • Nina sagt:

        P.s. Solange sich jemand ums Thema Chancengleichheit kümmert – dies übernimmt bei uns die öff. Schule.

      • tina sagt:

        nina, dazu gibt es aber auch andere meinungen. sogar in der selben stadt scheinen die kinder in wohlhabeneren stadtkreisen zuuuuufällig intelligenter zu sein

      • gabi sagt:

        ???

        „Es soll und darf auch Anhänger von Sekten, Nordkorea, Kommunismus usw. geben.“

        Wieso genau? Warum wäre eine Privatschule, die Nordkoreanischen Lehrplänen folgen würde, gut?! – Sie scheinen sich ürigens nicht bewusst, welche Leistungen Nordkorea für sich beansprucht. Da würde dann vermittelt, dass Mercedes eine Nordkoreanische Marke sei? Oder ev. dass hier im Westen alle davon träumen dort zu leben?

        Seien Sie bitte nicht so naiv.

        Und werden Sie sich bewusst, dass die Unterwanderung des Bildungswesens zur Indoktrination eine höchst reale Gefahr darstellt: Stichwort Fethullah Gülen!

  • Widerspenstige sagt:

    Ich sehe das sog. Homeschooling als Nische für Kinder wie z.B. den hochbegabten Stefan Bachmann aus Adliswil. Er wurde zusammen mit seinen 4 Geschwistern zuhause von seiner Mutter unterrichtet. Zweisprachig, da seine Mutter Amerikanerin ist und der Vater Schweizer. Er konnte somit seine Begabungen entdecken, ausfeilen u voll zur Blüte bringen. Mit 16 Jahren begann er an einem Fantasy-Roman zu Schreiben und als 19-Jähriger ist er Bestseller-Autor mit dem Roman ‚The Peculiar‘ (der Sonderling).

    Hier der Link dazu: http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Der-Sonderbare/story/26742209

    • Widerspenstige sagt:

      Und hier noch der Bericht von 10vor10 vom 04.12.2012 mit Stefan Bachmann: http://www.srf.ch/player/tv/10vor10/video/19-jahre-alt-und-schon-ein-erfolgsautor?id=3a6e9530-c1e3-4877-ae92-320f10d1f5f3

    • Frank Baum sagt:

      Der Titel ist jedenfalls richtig gewählt.

      • Valeria sagt:

        Ist doch schön, wenn es solche Leute gibt. Mir sind sonderbare Menschen, die ihre Talente entdeckt haben, sie nutzen und darin vollkommen aufgehen, jedenfalls die liebsten.

      • mila sagt:

        🙂

    • michael klein sagt:

      was hat den das mit aktivem unterricht zu tun wenn vater und mutter eine unterschiedliche sprache sprechen ? kinder lernen das was sie hören, das ist mit 0 leistung der eltern verbunden !

      • Valeria sagt:

        @ michael klein:
        Ihnen ist schon klar, dass Lernen an sich schon eine aktive und nicht eine passive Angelegenheit ist, oder? Kinder lernen immer. Und es spielt keine Rolle, ob Sie nun Englisch Lernen, weil die Mutter so spricht oder weil sie es 5 Jahre lang in der Schule gepaukt haben oder weil Sie nur englische Filme gucken. Im Endeffekt zählt das Resultat.

        Es gibt Eltern, die wollen ihren Kindern etwas beibringen und andere zeigen ihnen einfach die Welt. Erstere verstehen das „Unterrichten“ als Leistung, zweitere als Teil der Erziehung.

    • tina sagt:

      aus der masse herausstechende talente sind auch in volksschulen sonderlinge, und nicht unbedingt beliebt

    • gabi sagt:

      Das ist ja schön und gut.

      Daraus schliessen zu wollen, das dies niemals möglich gewesen wäre, wenn er in eine öffentliche Schule gegangen wäre, ist wieder so eie typischer Widersprüchlichsten-Kurzschluss.

      Ich bin mit Kreativen befreundet, die heute von ihren eignen Werken leben. Einer wusste schon in der – öffentlichen – Primarschule, was er einmal werden möchte. Eltern ganz kleine Verhältnisse, Mutter sogar Alkoholikerin, viel TV zu Hause, etc. .

      Müsste ich nun daraus schliessen, dass also Heimunterricht vollkommen ungeignet ist, um so was zu Entfaltung zu bringen?

      Kaum, oder!?

      • Widerspenstige sagt:

        gabi, wo sage ich, dass es ‚NIEMALS möglich gewesen wäre, wenn er in eine öffentliche Schule gegangen wäre…‘?? Ich bringe ein Beispiel um aufzuzeigen, wie erfolgreich es sein KANN, via Heimunterricht zu profitieren. Es gab ziemlich viele negative Meinungen und vorallem Vorurteile darüber hier zu lesen. Deshalb – wieder einmal ein positives Beispiel von mir! – um den Sperren die Spitze zu brechen. Nichts von nicht möglich via Volksschule u Stefan B sagt darüber Lehrreiches.

        Es gibt mE IMMER eine positive Seite in so vielen Dingen, wenn die eigene Perspektive verändert werden kann/will…

    • Sportpapi sagt:

      Daraus kann man also schliessen, dass es auch für zu Hause geschulte möglich ist, erfolgreich zu werden. Gerade in Gebieten, in denen es keine sozialen Kontakte braucht. Vielleicht sollte ich ja meine Jungs auch zu Spitzensportler formen. Zwei Stunden Intensivunterricht am Tag, daneben dürfen Sie ihre sportlichen Talente pflegen. Wetten, dass daraus auch etwas werden kann?

      • gabi sagt:

        Wenn öffentliche Schulen mit grossem Anpassungsdruck die Garantie dafür wären, dass es kein Abgänger je in individuellen, künstlerischen Bereichen schafft, dann müsste Grossbritanien die absolute Kulturwüste sein.

      • Widerspenstige sagt:

        Sportpapi, es liegt in Deinen Händen, ob Du das fördern willst bei Deinen Kindern oder wer schreibt Dir da etwas vor?
        gabi, GB eignet sich schlecht als Beispiel, denn Sie wissen ja wie ich, dass dort DIE Künstlerschmiede par excellence steht. Dort existieren laufend Vorbilder aus Kunst, Musik, Film, Literatur etc. und erzeugen dadurch wieder Nachwuchs. Auch ist der kulturelle Anspruch in den Privathaushalten höher gewichtet als zB in CH. Also GB taugt nicht so ganz um mich vom Gegenteil zu überzeugen. Kennen Sie das dortige Schulsystem übrigens? Pflegen sie dort musische Fächer intensiver?

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Weder möchte ich meine Kinder einseitig fördern, noch habe ich die Mittel dazu, noch möchte ich gerne dieses Risiko eingehen. Denn zu dem einen Beispiel, bei dem es vielleicht aufgeht, gibt es Hunderte, die am Schluss eher mit leeren Händen dastehen.

      • gabi sagt:

        Jessesnei, WS:

        Einfach ein Grundprinzip, oder wie?!

        Selbst die einfachsten Beispiel zu Nebensächlichkeiten noch ins Gegenteil verzerren können. Also das ist echt ne Gabe!

        Was ist das nur: Prinzipielle Angst vor jeder Überlegung, die nicht die Eigne ist?

        Lesen Sie doch einfach, was da steht, HImmeldonnerwetter!

        Und auch wenn Sie selber nicht schreiben, dass es „niemals möglich gewesen wäre“, so halten Sie doch fest, dass sie Heimunterricht als Nische für Hochbegabte sehen…. Ja: Die also offenbar in Öffentlichen niemals derartige Möglichkeiten zur Entfaltung hätten. Klar, oder?!

    • Widerspenstige sagt:

      Valeria, ich stütze Ihre Meinung darüber voll und ganz. Wir brauchen vorallem in der Schweiz mehr aussergewöhnliche Talente, welche nicht bereits in der Volksschule frustriert ablöschen und nur noch passiv am Unterricht teilnehmen. Ist uns alles passiert speziell mit dem jüngsten Sohn. Es gibt nun mal Ausnahmen von der Regel und für diese darf ruhig eine Nische vorhanden sein in Form von Heimunterricht oder Privatschule, je nach Möglichkeiten der Eltern.

      • gabi sagt:

        Und hier sagen Sie es gleich nochmal.

        Ist das aber auch schwer, mit der eignen Meinung, hm?

        Und jetzt überlegen Sie sich mal, wie Grossbritanien wohl zu all den Genies gekommen ist, obwohl das Schulsystem ein derart hierarchisches, lange genug sogar noch brutales (Prügelstrafe) und extrem einengendes war.

        Sie müssen nicht mal was dazu lesen (könnte ja von den etwas einseitigen Lektüten ablenken). Denken Sie nur schon an „Meaning of life“ oder an was sich wohl Pink Floyd gerieben hat, um ein Werk wie „the wall“ überhaupt schaffen zu KÖNNEN!

    • Widerspenstige sagt:

      …hier hängt wieder ein post seit 12:52…

      Valeria, ich stütze Ihre Meinung darüber voll und ganz. Mehr aussergewöhnliche Lernmethoden und die entsprechenden Talente dazu braucht das Land…

  • Bebbi Fässler sagt:

    Ein solcher „Heimschul-Fall“ hat sogar Eingang in die Literatur gefunden. Nicht in diesem Jahrtausend, sondern im Letzten, oder war es das Vorletzte? Damit es der „Heim-Schülerin“ nicht langweilig wurde, wurde ein kleines, des Lesens unkundiges Mädchen aus den Schweizer Bergen nach Frankfurt am Main „geführt“.

    Die „Heim-Schülerin“ war glücklich, endlich eine Gefährtin gefunden zu haben. Das Schweizer Mädchen in Frankfurt wurde nicht so glücklich, wegen „Störungen“ wurde sie wieder Heimgeschickt, zum Glück nicht in eine Irrenanstalt (damals drückte man sich nicht so fein aus).

  • Rainer Ammann sagt:

    Mein Sohn wurde eine Zeit lang anfangs Oberstufe nach einem Übertritt in eine neue Klasse gemobbt und weigerte sich eines Morgens, weiter zu Schule zu gehen …
    Was bliebe mir da anderes übrig, ihn zu Hause zu versorgen. Ich konnte ihm den Stoff zur Selbstarbeit geben. Aber der Junge vereinsamte, und ein Benchmark war nun schon gar nicht mehr möglich.
    Das Lernen in der Gruppe ist ja doch ein steter Wettkampf, oft zum Weinen und zum Lachen. Wie das Leben! Die Erfahrung in der Gruppe, auch die Auseinandersetzung mit unbequemen LehrernInnen, möchte ich keinem meiner Kinder ersparen.

  • markant sagt:

    Seltsam, da haben es die Linken geschaft, dass nur noch Akademiker an den staatlichen Schulen Unterrichten dürfen und das mit der zweifelhaften Begründung, dass die Qualität des Unterricht besser sei. Die Frau ist ja noch nicht mal angelernte Lehrerin und darf trotzdem unterrichten. Frage, könnte man das Konzept nicht auch auf die saatlichen Schulen überwälzen, so könnte man viel Steuergeld sparen, offensichtlich ohne negativen Effekt.

  • Balmer sagt:

    Super Sache! Die Bildungsfreiheit ist schon zu lange und zu arg vernachlässigt worden. Es ist an der Zeit das Monopol zu hinterfragen und neue Wege zu gehen. Persönlich kenne ich viele Familien, die das so machen und die sind, meiner Meinung nach sehr, sehr gut sozialisiert und überhaupt nicht eigenbrötlerisch. Wir werden auch diesen Weg gehen, wenn es so weit ist!
    Viel Freunde wünsche ich dieser Familie!

  • Frank Feller sagt:

    Rein stofflich mögen die homegeschulten Kinder nichts verpassen. Aber was ist mit Gruppenarbeiten, gemeinsames Spielen in der Pause, Diskussionen in der Klasse, Schulreise, Sporttag, Klassenlager, kleine Exkursionen, gemeinsames Singen, soziale Auseinandersetzungen, sich verlieben in die neue Schülerin, Schulweg etc. etc. Ich bedaure Jan – auch wenn er noch so viel Freizeit hat.

  • Hausi Meier sagt:

    Nicht neu, dass Kinder etwas lernen, trotz der Schule. Ich möchte meinen Kids jedenfalls den Schulweg, die Sozialisierung, das Kennenlernen von Andersartigem etc. nicht wegnehmen. Ehrlich gesagt: Wir Eltern sind wichtig, aber vielleicht doch nicht ganz die einzigen, die zur (Aus-)Bildung einen wertvollen Beitrag geben können. Und noch was: Kids lernen – auch von schlechten Beispielen, nämlich wie man etwas NICHT machen sollte.

  • Nina sagt:

    Ich finde ein paar der Gedanken auf ihrer Website ziemlich gut, und die Blog-Posts dort eigentlich wesentlich interessanter als diesen hier. Mich interessiert eigentlich am meisten, was die Mehrheit der Schweizer homeschooled später darüber denken, das wäre für mich persönlich am meisten ausschlaggebend. Die schulische Leistung wird ja überprüft. Ich glaube eigentlich, dass die Wichtigkeit des Themas überschätzt wird. Glückliche und „erfolgreiche“ Menschen haben jedenfalls alle unterschiedliche Lebensgeschichten und finden eine gute Balance zwischen Anpassung und Individualität. Wie man…

    • Nina sagt:

      …dorthin kommt, dafür gibt es leider kein Generalrezept, sonst wären es ja alle.

    • Erich Diem sagt:

      Wenn man seine Kinder zu asozialen Aussenseitern erziehen will, ist Homeschooling eindeutig der beste Weg.

      • Jon sagt:

        Und nicht nur das, sondern das eltern sich auch noch anmassen besser zu sein als ausgebildete lehrer…. es geht hier leider nur um die eltern und ihr ego und keinen falls um die kinder….leider !!! was wird aus dieser gesellschaft…??

      • …wenn die Kinder aus einem asozialen Elternhaus stammen, was aber eher atypisch wäre, wenn man die Aufgabe betrachtet, die Eltern aufzunehmen bereit sind. Umgekehrt scheint es mir etwas blauäugig, die Schule als „Geburtsort“ sozialen Miteinanders ansehen zu wollen! Wenn Menschen SOZIAL verantwortlich werden, dann manchmal eher TROTZ der Schule…!

      • Können Sie Ihre Meiningsäusserung mit einem konkreten Beispiel belegen?

      • Nina sagt:

        Das ist ihr Vorurteil. Wie viele Aussenseiter kennen Sie? Wieviele davon waren in der Homeschool? Oder anders herum: wieviele homeschooled kennen Sie, und sind die mehrheitlich Aussenseiter?

      • Martin sagt:

        Unsere fuenf Kindr sind im homeschooling. Es sind keine Aussenseiter, im Gegenteil. Dasselbe gilt fuer die anderen 20 Familien die wir kennen.

      • Frank Baum sagt:

        @Martin: Keiner wird seine Kinder als Aussenseiter bezeichnen wollen, das ist klar. Ihre Kinder kommen aber wegen dem Homeschooling nicht in die Situation, mit Kindern auszukommen zu müssen, die sie nicht mögen. Das ist aber eine entscheidende Fähigkeit, wenn man eben nicht als Aussenseiter durchs Leben schreiten will.

      • tina sagt:

        frank baum: homeschooling erfolgt nicht zur zuhause. diese kinder nehmen zum beispiel kurse, treiben mannschaftssport, nehmen an gruppenaktivitäten teil, gehen in lager, so wie die anderen kinder auch.
        was machen sie denn mit ihren kindern in den ferien? man unternimmt lehrreiche ausflüge, die kinder erleben geographie, geschichte, lebendige sprache, nehmen am ferienpassprogramm teil.
        diese kinder gehen auch in vereine und clubs, nehmen kurse, treiben mannschaftssport und kommen vielleicht näheren kontakt mit andersartigen familien als in der volksschule

      • tina sagt:

        ou peinlich. abgelenkt geschrieben und nicht nochmals gelesen vor dem abschicken

      • Frank Baum sagt:

        @tina: Ich glaube ja gerne, dass die Kinder nicht immer nur zu Hause sind. Es gibt viele Gelegenheiten ausserhalb der Schule, mit anderen Kindern in Kontakt zu treten. Das ist aber bei aller Begeisterung nicht das Gleiche wie in einer Schule. Die allgemeine Schulpflicht führt ja dazu, dass dort eben Kinder aller möglicher Eltern zusammen kommen. Man kann sich die Kinder auch nicht aussuchen und lernt dann eben, damit klar zu kommen. Dieser Lerneffekt fehlt bei den Kindern, die nicht in die Schule gehen.

      • Valeria sagt:

        @ Frank Baum:
        Das hört sich bei Ihnen ein bisschen so an, wie bei jenen, die sagen, dass man einfach Militärdienst geleistet haben muss. Weil man da Ordnung und Disziplin und was auch immer lernt. Und nur da.

      • tina sagt:

        natürlich ist es nicht das selbe wie volksschule, aber haben sie kurz darüber nachgedacht? in pfadi, sprachkurs, tüftellabor, schwimmverein, fussball (unihockey oder so), streichorchester, gemeinschaftszentrum-esel-betreuergruppe kommt doch mit kindern anderer schichten und gruppen in kontakt, auch mit deren eltern zum teil, mit erwachsenen leitern/trainern. und nicht nur kurz sondern auch über jahre, regelmässig, mehrere stunden täglich.
        die künstliche volksschulwelt hat ja wirklich nicht so viel mit dem späteren erwachsenenleben zu tun.

      • tina sagt:

        nicht mehrere stunden täglich vielleicht, aber mehrere stunden wöchentlich

      • Sportpapi sagt:

        @Valeria/tina et al: Weshalb wird denn ein Kind aus der Volksschule genommen und entschieden, den grossen Aufwand zu betreiben, das Kind selber zu schulen? Vielfach doch schon, weil die Kinder Probleme haben in der Schule. Mit dem Umfeld, mit den Mitschülern.

      • Thomas1 sagt:

        Eine ziemlich gewagte Aussage, Herr Diem. Ich kann Ihnen hunderte von Fällen geben von Menschen, die in eine öffentliche Schule gegangen sind und heute aussoziale Aussenseiter sind. Ja, die meisten assozialen Aussenseiter gingen wohl auf eine öffentliche Schule. Trotzdem käme ich nicht auf die Idee, die öffentliche Schule generell dafür verantwortlich machen zu wollen. Nun kommen Sie zu Ihrem finalen Schluss – die aus meiner Sicht einfach eine Spektulation resp. ein Vorurteil ist – oder aber fundiert. Dann näme mich Wunder, auf Grund welcher Fakten.

      • tina sagt:

        sportpapi, das läuft doch darauf hinaus: wenn heimschulen so super wäre, dann würden das doch alle mache, folglich kann es nicht so super sein. richtig?

      • gabi sagt:

        Wer im Einen wie im Anderen auch immer den rechten Weg sehen mag:

        Schwierig finde ich, wenn ich hier von denen, die ansonsten immer klagen, es gäbe zu wenige staatliche Angebote, die den Eltern alles abnähmen (damit Papi und Mami auch wirklich beide brav malochen können), nun gleichzeitig vernehme, wie wichtig es sei, dass im selben Moment auch alle individuellen Möglichkeiten offen blieben.

        Alles miteinander geht halt schon nicht so einfach.

      • Sportpapi sagt:

        Nicht richtig, tina. Wie kommen Sie darauf?

      • tina sagt:

        weil ich den eindruck hatte sportpapi. ich weiss nicht, warum die leute schlussendlich ihre kinder selber unterrichten.
        gabi, weder kenne ich solche leute, noch las ich hier von solchen, die wollen dass der staat ihnen alles abnimmt. nein, alles miteinander geht natürlich schlecht. man gehört zu den privilegierten, wenn man wählen kann, ob man arbeiten möchte oder nicht. und nur diejenigen können heimunterricht bieten. leute wie ich haben die wahl nicht, aber können es ja trotzdem eine feine sache finden

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Von denen, die das vielleicht noch toll finden, werden das wohl kaum 10 Prozent wirklich tun. Wirklich tun können. Weil sie auf verschiedenen Ebenen die Mittel dazu nicht haben.

      • gabi sagt:

        @sorry, Tina: Das ist ein Missverständnis. Ich sage auch nicht dass ich HIER in diesem Thread davon las. Bei anderen Themen – Stichwort Familienfreundlichkeit – dagegen schon. Und setz es halt hier in Kontext.
        (diejenigen, die ich meine, wissen es eh)

    • Willi Villiger sagt:

      In der Tat wäre Ihre Frage nach der Meinung von zu Hause gebildeten Erwachsenen eine spannende. Bildung zu Hause als Forschungsgegenstand fristet bis dahin eher ein Mauerblümchen-Dasein, auch wenn es zaghafte Anfänge gibt: bildungzuhause.ch/de/studien.html. Besondere Erwähnung verdient ein rechtsvergleichender Aufsatz von Prof. Dr. J. Reich, Uni ZH: Er räumt darin in verdankenswerter Weise mit einigen gängigen Vorurteilen auf. Selbstverständlich ist Homeschooling kein Königsweg, aber immerhin ein altes Freiheitsrecht, welches in zahlreichen Kantonsverfassungen verankert ist.

      • Ich habe dieses Recht genutzt und meine Kinder mit meiner Frau zusammen unterrichtet. Zwei der klügsten, belesensten Leute, die ich kenne, haben nie eine Schule von innen gesehen. Beide sind/waren extrem erfolgreich im Leben, also hatten funktionierende Familien, waren gesund und hatten keine finanziellen Probleme, ausserdem haben beide einige Kinder, dies sie natürlich auch selbst unterrichteten.

        Der eine ist mit 83 gestorben, seine Erbe ist gross… Ich habe ihn vor ein paar Jahren mit Video befragt, was er denn so findet, von wegen Schule, und so. Ein spannendes Interview, bald auf youtube

    • Carlos sagt:

      Ich war von 12 bis 17 J. homeschooler. Ich durfte alles erleben, staatliche Schulen, Privatschulen und Homeschooling und kann mit Überzeugung sagen: Homeschooling war eindeutig das Beste! Heute bin ich erwachsen, beruflich als Lehrer tätig und in meiner Freizeit ehrenamtlich für Kinder und Jugendliche engagiert. Langzeitstudien aus den USA haben gezeigt, dass Homeschooler nicht nur schulisch besser abschneiden, sondern auch sozialer und gesellschaftlich engagierter sind. Vielleicht gerade deshalb, weil sie nicht ausschliesslich auf Gleichaltrige fixiert sind – eine völlig künstliche Situation.

      • luftibus sagt:

        Ich finde es bei dieser Diskussion unnütz, mit einzelfällen argumentieren zu wollen. Für alles und jedes gibt es Paradebeispiel dafür und dagegen. Für Sie Carlos scheint Homeschooling perfekt gewesen zu sein. Deswegen ist s das nicht für andere Kinder.
        Mit amerkianischen Verhältnissen zu Argumentieren schient mir in einer höchts kulturell aufgeladenen Debatte dann doch chli schwierig. Bei uns ist das so: „Der Grundschulunterricht ist obligatorisch und untersteht staatlicher Leitung oder Aufsicht. An öffentlichen Schulen ist er unentgeltlich“ (Bundesverfassung).

      • luftibus sagt:

        wir treten Chancengerechtigkeit mit Füssen, wenn wir diesen Grundsatz aufweichen. Nicht alle Mamis und Papis sind genügend gebildet und begütert, um ihre Kinder zuhause zu unterrichten. Und ob sie dann noch die tragfähigen, gesellschaftlichen Werte vermitteln, das muss auch nicht in jedem Fall gegeben sein.

    • Sportpapi sagt:

      @Nina: Nein, auch die schulische Leistung wird eigentlich nicht überprüft. Oder nur in ganz wenigen „Kernfächern“. Es gibt aber schon einen Grund, weshalb es daneben noch weitere Fächer gibt. Den Lehrplan in 1-2 Stunden am Tag durchzubringen halte ich jedenfalls für unmöglich. Beginnen wir mal mit den drei obligatorischen Sportstunden, Zeichnen, Singen, Werken, usw. Natürlich kann man sich auf den Standpunkt stellen, das wird in der Freizeit genügend gefördert. Gilt aber natürlich für andere auch…

      • Valeria sagt:

        @ Sportpapi:
        „Den Lehrplan in 1-2 Stunden am Tag durchzubringen halte ich jedenfalls für unmöglich.“

        Ich nicht. So wie ich den Artikel verstanden habe, versteht Frau Wüstenfuchs die von ihnen genannten Aktivitäten nicht als Schulstoff per se. Sport, Zeichnen, Singen, Werken etc. scheinen eher Aktivitäten zu sein, die beliebig in den restlichen Stunden des Tages durchgeführt werden können. Oder glauben Sie ernsthaft, das Kind wird aus der Schule genommen und zu Hause unterrichtet, um danach vor dem Fernseher deponiert zu werden? Bitte…

        @ Carlos: Danke für Ihren Kommentar!

      • Sportpapi sagt:

        Eben, Valeria, wie ich das angetönt habe. Aber wenn man in der Freizeit einfach noch unverbindlich auch in diesen Gebieten etwas leistet, ist das keineswegs dem Lehrplan entsprechend. Vielleicht nicht weniger wert, aber nicht das gleiche. Und niemand kann sich zum Beispiel vom Schulsport dispensieren lassen, weil er am Abend noch in der Jugi oder im Tenniskurs ist.

      • Valeria sagt:

        @ Sportpapi:
        Ich denke, das kommt schon auf den Einzelfall an. Und Frau Wüstenfuchs hat offenbar die Bewilligung zum Heimunterricht erhalten, was ja eigentlich für sich spricht.

        Meinen Sie nicht, Sportpapi, Ihre Meinung zu diesem Thema ist etwas arg eingefahren? Mein Allgemeinwissen habe ich jedenfalls grösstenteils nicht von der Schule, sondern von Aktivitäten ausserhalb (Pfadi, Ausflüge, Museen, Bücher, Filme…), ist es deshalb weniger wert, weil es nicht dem „Lernplan“ entspricht?

  • Stephan sagt:

    Kooperatives Lernen ist eine der wichtigsten Lernformen im heutigen Unterricht. Und das nicht, weil es einfach lustig ist, sondern weil es wissenschaftlich auch belegt ist. Kinder von der Schule auszugrenzen ist eine mögliche Strafe, wenn sich diese nicht an die Regeln und die sozialen Gepflogenheiten halten (wollen), führen aber in den wenigsten Fällen zu einer echten Integration. Ziel der Schule ist es nicht (nur) Wissen zu vermitteln und Lerninhalte abzuarbeiten, sondern Lernprozesse zu ermöglichen die zur Selbständigkeit in einem sozialen Gefüge verhelfen. Eine Vorbereitung aufs Leben.

  • Ein Grossteil der hier abgegebenen Statements beruht auf blossen Mutmassungen. Wer ein realistisches Bild von den Leistungen der Hausschulbewegung in der Schweiz gewinnen will, kann sich zB hier informieren: bildungzuhause.ch/uploads/media/Nationale_Studie_BzH_2010_01.pdf
    Ausserdem lohnt es, sich einen Blick in die angelsächsischen Länder zu werfen: Wären die meisten Homeschoolschulabgänger unterbelichtete Querulanten, so würden beispielsweise die amerikanischen Colleges nicht aktive um Studenten aus der Homeschoolszene werben.

  • Thomas Wirt sagt:

    Alle wichtigen Fragen bleiben unbeantwortet: wie wird sichergestellt, dass es nicht zu sozialer Isolation kommt, dass solche Kinder nicht nur Freunde haben, sondern auch lernen, wie man mit anderen Menschen umgeht? wer stellt sicher, dass die Kinder effektiv etwas lernen und nicht ein ein bisschen vor sich hinwursteln? wer schützt Kinder vor den Dogmen der Eltern, zeigt Ihnen, dass es mehr gibt und man Ansichten auch in Frage stellen kann?
    Die Schule ist kein Ort der Indoktrinierung oder Gleichschaltung, sondern das Fenster zur Welt, der Eingang zur Gesellschaft.

    • gabi sagt:

      Richtig.

      Bei allem, was sich für Heimunterricht tatsächlich an Interessantem vorbringen lässt, bin ich doch etwas betreten, wie viele Meldungen hier eine Gewissheit der Indoktrination in öffentlichen Schulen verbreiten, als wären wir grad mal knapp ein Stüffchen über Nordkorea.

      Das ist daneben. Oder einfach irgendwie seltsam paranoid.

      • Brunhild Steiner sagt:

        …genauso paranoid wie eine Gewissheit über Indoktrination im Heimunterricht zu verbreiten-
        als wären wir grad ein Stüfchen über Nordkorea…,
        und die betroffenen Kinder total isoliert und abgeschottet von jeglicher „Ausseninformation“.

      • gabi sagt:

        Ich kann mich nur wiederholen, Brunhild:

        Ich bin ja selber ambivalent; ich will´s nicht prinzipiell verteufeln.

        (aber falls es geschieht, um Kreationistenzeugs zu verbreiten, schon)

      • Brunhild Steiner sagt:

        @gabi:
        macht aber ein bisschen den Eindruck, besonders nun noch der „Kreationisteneinschub“ als Killerargument-
        als ob sich Schulunterricht nur um dieses Thema drehen würde, kein verpflichtender Lehrplan auch für den Heimunterricht existieren würde etc.

      • gabi sagt:

        Dann werde ich das gerne noch einmal ausdeutschen, damit kein falscher Eindruck entsteht:

        Ich bin weiterhin ambivalent zum Thema, glaube jedoch, dass es viele Situationen gibt (Australien, Kanada), in welchen so was schlicht nötig ist. In der Schweiz wäre ich von der Notwendigkeit weniger überzeugt, möchte es aber prinzipiell nicht ausschliessen. Etwa gerade auch beim heute aufgeworfenen Hochbegabten-Dilemma (wobei die Frage bleibt, was bei Hochbegabten zu tun ist, deren Eltern den Heimlehrerpart nicht übernehmen können).

        Die Kontrollvorschriften kenn ich natürlich nicht, bin aber von ihrer

      • gabi sagt:

        Wichtigkeit überzeugt.

        Falls es jedoch – was in der Schweiz hoffentlich so nicht möglich wäre, falls diese Kontrollen greifen – dazu dienen würde, Vorstellungen wie Kreationismus zu verbreiten (der automatisch einen Grossteil aller darauf aufbauenden Naturwissenschaften aushebelt) oder etwa von vornherein zu verhindern, dass Mädchen in gemischten Klassen „verdorben würden“ oder das Kinder nur innerhalb ihrer „natürlichen Rasse“ heran wachsen, dann…

        ja, dann…

        würde ich es sehr wohl verteufeln.

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Das Problem ist ja nicht nur, was Heimunterricht an Folgen haben könnte. Ich denke auch, das ist vertretbar. Hingegen wundert man sich schon, weshalb jemand in der Schweiz unbedingt Heimunterricht erteilen möchte. Und diese Gründe halte ich zu einem rechten Teil für zweifelhaft. Und weil der Hausunterricht aus diesen (unterstellten) Motiven erteilt wird, halte ich es häufig für keine gute Idee und dem Kind nicht unbedingt förderlich.

      • gabi sagt:

        Ich seh als „Schulgeschädigter“ – in genau dieser Hinsicht – den Vorteil halt schon eher darin, dass das Tempo der Stoffvermittlung der Aufnahmefähigkeit besser angepasst ist.

        Ich fürchte, es war genau das schnelle Erfassen, das mich in der Schule in Tagträume hat abdriften lassen… Bis ich dann den Anschluss eben doch verpasst hatte.

        Das wär für mich schon ein Plus bei – gutem – Heimunterricht.

        Aber vor Beeinflussung, bzw. einer dahingehenden Motivation, fürchte ich mich dort wesentlich mehr als in staatlichen Schulen.

      • Peter sagt:

        @Sportpapi: komisch, beim Thema Familienartikel waren Sie noch ein Verfechter der Heimbetreuung. Bitte erläutern Sie mir das doch einmal genauer. Wieso ist eine Krippenbetreuung schlecht für die Kinder, ncht aber der Besuch einer Schule?

      • gabi sagt:

        Dass Krippenbetreuung SCHLECHT sei für die Kinder hat Sportpapi gesagt?

      • Sportpapi sagt:

        @Peter: Ich war ein Verfechter der Heimbetreuung? Das haben Sie wohl falsch verstanden. Aber da sind Sie ja nicht der einzige, der hier jeweils nicht so genau liest. Ausserdem gibt es ja wohl noch einen Unterschied im Alter, oder?

      • gabi sagt:

        Also weisst Du… So nach ein paar Monaten MB ist das wohl das Verstörendste was bleibt:

        Wenn die Leute (nun ja: ein nicht unbeachtlicher Teil davon) sowieso gar nicht lesen wollen, auf was sie da genau zu reagieren glauben… Was sagt das dann prinzipiell über ihr Diskussionsinteressse aus?!

  • Andrea Mordasini, Bern sagt:

    Homeschooling können wir uns weder für uns noch für unsere Kinder vorstellen. Wir wollen ihnen den sozialen Austausch und die damit verbundenen Erfahrungen wie Kontakte zu “Gspänlis”, Einblick in andere Kulturen, gemeinsamer Schulweg,… auf gar keinen Fall vorenthalten. Wir erachten es als sehr wichtig, den Kindern zu zeigen, dass es noch andere Bezugspersonen wie z.B. Kindergarten- und SchullehrerInnen gibt als “nur” wir Eltern und Geschwister;). Doch es ist wie alles im Leben Geschmacksache – Hauptsache, das gewählte Modell stimmt für ALLE Beteiligten und Betroffenen – Eltern wie Kinder!

    • Tin Schoch sagt:

      Tja, das gibts aber eine Schwierigkeit: Wie will man denn wissen, ob das Modell für die Kinder wirklich auch stimmt? Sie können ja nicht einmal vergleichen, wenn sie von der Schule ferngehalten werden?

    • Gabriela U. sagt:

      Also ich habe ja noch keine schulpflichtigen Kinder – meine gehen in die Krippe und ich bin glaube ich die einzige, die die Kinder lieber bei sich zu Hause haben möchte, wenn ich die Wahl hätte 🙂 DENN> so ungern ich das zugebe: so ein Programm, wie es in der Krippe geboten wird, kann ich beim besten Willen nicht bieten! Wie denn auch, wenn noch andere Sachen erledigt werden müssen! Ich nehme mal an, dass ist beim Homeschooling das selbe.

  • Walter Kunz sagt:

    Um schön artig im Gleichschritt in die selbe Richtung mit allen anderen zu gehen, ist die Mange der teilweise noch autoritären Staatlichen Schulen mit deren Lehrplan immer noch das einzig richtige, welche jedem einzelnen Schüler ein solches Verhalten beibringen kann.

    • Tin Schoch sagt:

      Sorry Herr Kunz, das kommt mir einfach zu ideologisch „rüber“: Wir wissen das alles besser, wir können das alles besser, wir tun das alles besser, wir sind eben ganz anders, wir sind eben ganz besonders, ja wir. Alles andere, die Masse, der Pleps, der Staat, die Niederung. Aber bei uns, ja da ist die Erleuchtung… oder so.

    • Die grosse Frage wird doch immer mehr: Was ist eigentlich „das richtige Leben“? Wenn dies das Zuhause ist, die „Burg“, das harmonische Familienleben, ist Homeschooling wie gemacht dafür.
      Oder ist „das richtige Leben“ der BERUF? DANN ist die typische Schweizer Schule ideal. Warum? Weil unsere modernen Beschäftigungen nur scheinbar anders sind, als die Gepflogenheiten in einer Schule. Man/frau sitzt hinter einem Pult, löst Aufgaben, während „vorne“ eine Respektsperson uns sagt, welche Aufgaben es zu lösen gilt.
      Da DIESER Lebensinhalt dramatisch schnell an Wert verliert, braucht es Alternativen!

    • Nina sagt:

      Blödsinn. In meiner Klasse gab es solche, die nie aufgemuckst haben. Dann die, welche stets kritisch hinterfragt und eine eigene Meinung vertreten und konstruktiv was für die Gemeinschaft beigetragen haben. Und die, welche immer prinzipiell anarchisch-destruktiv drauf waren. Die meisten sind heute noch so wie damals. Einzelne haben sich im Laufe der Zeit verändert. Fazit: Schule und Eltern sind sicher nicht bedeutungslos, aber ihre Wichtigkeit wird völlig überschätzt. Es ist eine grosse Menge von komplexen Faktoren und Prozessen, die einen Menschen formen.

      • Walter Kunz sagt:

        Blödsinn, unter allen Anderen sind es ja gerade die Schulen welche die Schüler nach einem sturen viel zu einseitigen Bildungsplan formen muss, ohne auf die Vorstellungen der einzelne Schüler speziell einzugehen zu können. Was die Heimschule aber jeder Zeit ermöglich.

      • Nina sagt:

        Selbstverständlich ist es eine Herausforderung, genau so, wie ein generell gültiges Gesetz zu erlassen, das nachher für alle Einzelfälle angewendet werden kann. Den öff. Schulen aber Gleichschaltung vorzuwerfen, finde ich genau so übertrieben, wie den Homeschool-Kids die Aussenseiterrolle zuzuschieben. Die Radikalität der Positionen hier zeigen meines Erachtens nur die Ängste auf, die dahinter stehen: habe ich womöglich doch den falschen Weg gewählt? Oder Frustrationen aus eigenen Erlebnissen. Meine Meinung ist: viele Wege führen nach Rom. Das bewahrheitet sich in fast allen Lebensfällen.

    • Walter Kunz sagt:

      Letztendlich entspricht doch die heutige Schulbildung zu einem grossen Teil gewissen Wünschen der zukünftigen Arbeitgeber, wodurch die Wünsche des einzelnen Schülers unterdrückend abgewürgt werden. Hat nun der Schulentlassene hinterher Probleme so steht ihr/im heute die Medizin auch bestimmt und recht gerne zur Seite

      • Nina sagt:

        So formuliert kann ich dem eher zustimmen. Ich denke, die Frage, was man in der Schule genau lernen/unterrichten soll und was man am Ende wieso können soll, ist nie endgültig geklärt. Je nach vorherrschender Meinung war das eben früher mal eine möglichst breite, aufgeklärte Allgemeinbildung, und heute eher das nötige Handwerkzeug für die moderne Arbeitswelt. Morgen wird unsere Gesellschaft die Prioritäten wieder anders setzen. Das nicht alle damit einverstanden sind, ist klar, da bieten dann eben Privat-/Homeschool Alternativen. Trotzdem kann man sein Kind auch in die öff. Schule schicken…

      • Nina sagt:

        …und privat für Reflexion und Horizonterweiterung sorgen. Mitläufer gibt es immer viele, und nur, weil wir das Schulsystem ändern, wird die Zahl davon nicht kleiner. Da wir in der Schweiz aber die Öffnung der gesellschaftlichen Schere relativ gering halten konnten und die Integration trotz hoher Einwanderung auch besser geglückt ist als anderswo, halte ich unser Schulsystem als wichtigen Faktor diesbezüglich für erfolgreich. Die Frage ist natürlich, welche Anpassungen in Zukunft nötig sein werden. Wenn die Ges. allzu heterogen wird, lässt sich die Volksschule ev. so nicht mehr aufrecht…

      • Nina sagt:

        …erhalten. Bis auf Weiteres trägt sie aber eben genau dazu bei, dass die Heterogenität nicht zuviel überhand nimmt, ein bisschen Gleichmacherei ist also durchaus der Fall, aber gewünscht und auch positiv – aber sicher nicht im radikalen Rahmen.

      • gabi sagt:

        Gut gesagt, Nina!

  • Sportpapi sagt:

    Mir bleiben noch ein paar Fragen: Empfinde ich es nur so, oder outen sich heute wirklich so viele als kleine Genies, die sich in der Schule praktisch nur gelangweilt haben? Muss ja zugeben, in der Primarschule ging mir das auch noch so…
    Wenn 2 Stunden Schule am Tag reichen, um alle Lernziele zu erfüllen (wird kontrolliert…), weshalb dann nicht dieses enorme Potential nutzen und gleich 3-4 Jahre in einem absolvieren…?
    Und: weshalb finden es so viele Leute nicht mehr angemessen, wenn Kinder in der Schule einfache Regeln des gesellschaftliche Umgangs lernen? Ist das so schlimm?

    • U. Knecht sagt:

      +1

    • Frank Baum sagt:

      Jeder hatte gute Noten, war faul und eigentlich in der Schule unterfordert. Das ist der Standard-Spruch. Keiner wird sich je eingestehen, dass die Noten doch nicht so klasse waren (es hat ja offenbar gereicht) oder dass man doch etwas für die Schule getan hat. Egal wie die Schulzeit tatsächlich war, so wird sie wahr genommen. Vor diesem Hintergrund darf es nicht erstaunen, dass sich alle hier als Genies outen – jetzt, da es um Schule geht, ist es ja legitim, dies einmal in aller Bescheidenheit zu erwähnen…

      • Sportpapi sagt:

        @FB: Mag sein. Für mich ist das eher ein weiterer Hinweis, dass hier nicht etwa die „normale“ Bevölkerung zusammenkommt. Das äussert sich ja durchaus auch an den Meinungen, die hier jeweils vertreten werden.

  • Andreas sagt:

    Als Auslandschweizer kennen wir viele Homeschooling-Families und haben uns wegen unseren Kindern selbst intensiev damit auseinandergesetzt. Doch was hier beschrieben wird hat nun überhaupt nichts mit seriösem Homeschooling zu tun, sondern eher mit Non-Schooling!
    Unser Sohn geht jetzt in eine lokale Schule und hat zuhause noch zusätzlich 1.5 Stunden Deutsch oder Musikunterricht plus Hausaufgaben!

    Entweder ist Jan ein Superschüler, der alles gleich kann oder er wird in einigen Jahren bös hintendrein sein, wenn er von der Mutter nicht mehr gelehrt bekommt! Ob es dann für eine Anlehre mal reicht?

  • alien sagt:

    Meine Cousine hat 10 Kinder, die sie alle selbst unterrichtet/unterrichtet hat. Das geht. Sie ist nicht Lehrerin aber mit einer gewissen Grundintelligenz geht das, bis zum Alter von 12, 13, eigentlich schon. Ältere Kinder können die jüngeren mitunterrichten.

    Ja, das ist nicht Schweiz, aber in Australien geht das.

    • Roshan sagt:

      sicher, vergiss nicht, dass Australien ein sehr weites Land ist und selbst die öffentliche Schule wegen den Distanzen manchmal eben via CB Radio ins Zuhause funken muss. Beweist, dass solche Lösungen durchaus funktionieren können.

  • Luise sagt:

    Als Mutter erwachsener Kinder war ich früher auch der Irrmeinung, man könne seine Kinder vor der bösen Welt schützen, könne sie formen und prägen. Das stimmt aber nur sehr bedingt. Wir können unsere Kinder lieben und unterstützen. Aber in der Welt müssen sie sich selber bewähren. Ich wage zu behaupten, dass unser Einfluss auf unsere Kinder viel geringer ist als wir meinen. Sie bauen sich ihr eigenes Weltbild auf. Um das tun zu können müssen sie vergleichen, ausprobieren, sich messen, Konflikte durchstehen. Das ist im trauten Heim nur bedingt möglich.

    • Roshan sagt:

      „Ich wage zu behaupten, dass unser Einfluss auf unsere Kinder viel geringer ist als wir meinen. “ Wenn sie mit Wir uns Eltern meinen, stimme ich zu. Dies auch aus eher spirituellen Überlegungen heraus.

      • gabi sagt:

        Also Pippi hätte jetzt sicher noch ein Superbeispiel ihrer zwei Prachtsöhne zum Besten geben können…

        🙂

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Luise:
      wir können sie nicht schützen, das ist richtig,
      aber den Einfluss würde ich nicht unterschätzen- es gibt ausreichend Erwachsene die zulange unter „elterlichen“ Nachwirkungen leiden, und manchmal nicht die Kraft/Fähigkeit haben selbst daraus zu finden.
      Dasselbe gilt meiner Meinung nach für die Einflussnahme im aufbauenden, stärkenden, mutmachenden Bereich.

  • Petra sagt:

    Das Problem an der Sache ist die Anschlusslösung. Die Gymiprüfung will geschafft sein. Und auf welchem Niveau steht der Sprössling überhaupt? Einfach mal überall probieren? Es gibt Betriebe und Schulen, die sich weigern, wo jemanden in die Ab- und Aufnahmeprüfung zu nehmen: Unbezahlter Mehraufwand. Ausserdem fehlen die Leistungsnachweise in den nicht geprüften Fächern. Kann ja jeder nur Prüfungsrelevante Fächer pauken, dort gut abschneiden aber Sonne nicht von Mond unterscheiden können.

  • Massimo sagt:

    „Wir arbeiten jeden Morgen 1,5 bis 2 Stunden. Den Rest des Tages hat er zur freien Verfügung“ Das ist ja cool und viel lernintensiver als vier bis sieben Stunden wo meine Tochter in die Schule muss pro Tag. Und in so kurzer Zeit bekommt man alle mitgeteilt, wofür andere, ausgebildete Lehrer das drei- bis vierfache benötigen? Somit wäre es doch am besten, wir schaffen die Schule ab und ab sofort unterrichten die Eltern ihre Kinder Zuhause.

    • Tin Schob sagt:

      Ja genau – und wir streichen noch den Anteil an unseren Steuern, die das Schulwesen verschlingt und die Universitäten mit der „Ausbildung“ von „Pädagogen“ offenbar ständig in den Sand setzt. We are the world!

  • Dieses Problem ist neu und noch kaum erkannt, geschweige erforscht. Das Problem, einerseits via Schule auf eine aufgeklärte, wertneutrale Berufsbildung hin arbeiten zu wollen, andererseits aber in eine nachaufklörerische Zeit geraten zu sein, wo dem SYMBOL Rechnung getragen sein soll, kaum aber dem INHALT. Der chemisch-physikalischen Bedingungen unserer Produktwelt, die nirgends schulisch vermittelt wird. Oder werden darf…

    Homeschooling ist die GRÖSSTE CHANCE, Kinder in Kontakt mit der Realität zu bringen! Wir MÜSSEN dann selber Vorbilder sein…

    http://www.youtube.com/watch?v=TCVIQa_YGtA

  • Nach ein paar Jahren homeschooling eigener Kinder, ist mir klarer, dass es vor allem darum geht, Kinder dazu zu bringen, die Welt quasi auch von Aussen beobachten zu WOLLEN, nicht nur von Innen zu MÜSSEN. Bevor man sich selbst erkennen kann, muss man die Umwelt etwas begreifen. Begreifen, auch mit den Händen, und genau daran mangelt es in Schulen. Pestalozzi strebte nach einer Schule für den Geist, das Herz und die Hände. Was die moderne Schule lehrt, ist den Geist (belehrt wäre besser gesagt…), und die FÜSSE… Warum? Es herrscht der GEIST und der WETTBEWERB! „Vorwärts“ kommen. Mehr nicht!

    • Ob homeschooling oder „klassische“ Schule, ist unwichtiger, als WAS – WAS wiederum unwichtiger als WIE gelernt wird. WIE, kann nur über Vorbilder gelernt sein! WO sollen sich aber kleine Schweizer ihre Vorbilder holen? Im Gegensatz zu früher, findet das Berufsleben grösstenteils im GEHEIMEN statt. Die Essenz das Lebens, quasi das Produkt, nach dem gestrebt wird (Produkte, Medieninhalte, Nahrung, ja SINN) entsteht im VERSTECKTEN! Einem Kind erscheint der Erwachsene das grössere Rätsel denn JE! Also lernt ein Kind in den leeren Raum raus, in eine verklausulierte Sphäre voller Symbolik ohne SINN!

  • Peter Hallwyl sagt:

    Bei Homeschooling besteht grosse Gefahr, dass das Kind nur noch die Weltanschauung der Eltern kennen lernt. Es erfährt kaum mehr, dass andere Menschen andere Ansichten und Einstellungen haben und es lernt auch nicht mit diesen umzugehen. Eine Art geistiger Inzest wird da gepflegt. Insbesondere Mütter haben so noch mehr Macht über ihre Kinder und können sie rücksichtslos indoktrinieren.

  • Nancy sagt:

    Jeder muss selbst wissen was er will- ich selbst würde es weder mir noch meinen (in der Zwischenzeit bereits Teenies zw.15 und 19) Kinder antun. Ich frag mich, ob die Kinder bis Ende obligatorische Schulzeit zuhause unterrichtet werden. Ich würde befürchten, dass die Kinder in der “ normalen“ Schule mit 38 Lektionen/ Woche enorm überfordert wären. Spätestens in einer Lehre erschrecken sie, wenn 8.5 Std am Tag Präsenz gefragt ist. Enorm wichtig ist das soziale Gefüge wie Turnverein etc. An unseren Schulen gibt es einen Elternrat. Da lässt sich Schulkultur pos. beeinflussen.

  • Stefan Bauer sagt:

    „Homeschooling“ oder öffentliche Schule; Im Grunde genommen sind beide Modelle eher suboptimal.
    „Homeschooling“ ist keine wirkliche Alternative, da bei den meisten Eltern schlicht und einfach die Kompetenz für den Unterricht fehlt. Kompetenz ist nicht das Problem der öffentlichen Schule, vielmehr ist es die sehr einseitige ideologische Ausrichtung vieler Lehrer und die damit verbundene Indoktrinierung und Verbl(ö)endung der Schüler.
    Anstelle der öffentlichen Schule könnte man auch Bildungsgutscheine ausstellen, sodass jeder selbst die Wahl hat!

    • Juno sagt:

      Einseitige ideologische Ausrichtung ist wohl das Hauptproblem vieler Homescooling Eltern.

      • Juno sagt:

        oje schooling.. natürlich. oder das problem vieler Menschen allgemein. Deshalb kann manchmal eine weitere Perspektive nicht schaden.

      • Roshan sagt:

        warum?

      • Juno sagt:

        Warum was? Warum eine weitere Perspektive nicht schaden kann? Hm also ich bins ja nicht, die mit dem Begriff Indoktrinierung angefangen hat.. Ich finde halt schon, dass es wichtig ist, eine andere Perspektive als die der Eltern zu kennen. Horizonterweiterung. Später Abnabelung. Wie soll man sich sonst je zu einem unabhängig denkenden Menschen entwickeln?

      • Roshan sagt:

        Meine Frage betraf „Einseitige ideologische Ausrichtung ist wohl das Hauptproblem vieler Homescooling Eltern.“.

      • Juno sagt:

        siehe mein Zusatz:‘ ..oder das Problem vieler Menschen allgemein‘. Wie bereits oben geschrieben, finde ich, dass es allen guttut, nicht nur die Regeln, Werte und Weltanschauungen der Eltern mitzukriegen. Und viele Menschen sind nun mal einseitig ideologisch ausgerichtet. Kinder sollen sich dazu eine eigene Meinung bilden dürfen. Das fällt entschieden leichter, wenn man noch etwas anderes kennt. Ich glaube, einige Homeschooling (und auch andere Eltern, aber darum geht’s hier nicht) tun sich sehr schwer mit dem damit verbundenen Kontrollverlust über die Kinder.

    • Sportpapi sagt:

      Wie ist denn diese ideologische Ausrichtung vieler Lehrer? Ich komme da gerade nicht dahinter, was da gemeint sein könnte. Und wo würde man denn diese Bildungsgutscheine einlösen?

  • Gabriela U. sagt:

    Bei diesem Thema kommt mir immer eine Doku in den Sinn, die ich mal darüber gesehen habe. Die Kinder mussten halbjährlich in einem Klassenzimmer eine Prüfung ablegen um zu zeigen, dass sie auf einem akzeptablen Niveau sind. Ich vergessen nie, wie diese Kinder das fröhlich bunte Klassenzimmer bestaunt haben. Im Endeffekt kommt es nicht darauf an, was wir wollen – es soll dem Kinde gut tun!

    • Anne sagt:

      Das kann ich mit gut vorstellen…
      Das ist es, was mich an der Motivation der Mutter irgendwie irritiert (nach Lesen ihrer Website) – mich dünkt, dass vor allem sie selbst ein Problem mit der Schule hatte und es ist fraglich, ob ihr Sohn das ebenso gesehen hat… Sicher ist es schwierig, wenn man als Mutter (oder Vater) merkt, dass der eigene Einfluss schwindet und man Kontrolle abgeben muss. Schlussendlich ist es aber normal und gesund.

      • gabi sagt:

        Es fällt zumindest auf, wie viele derjenigen, die sich derart leidenschaftlich für Heimunterricht einsetzen, Mühe in ihrer Schulzeit gehab gehabt haben.

        Auch ich fand Schule ziemlich doof. Auch ich fürchte mich vor dem Einschulen und der Gefahr, dass Kinder in genau jene Klasse plumpsen würden, in welcher die mühsamsten Lehrer und gemeinsten Mitschüler sich ein Stelldichein gäben.

        Deshalb jedoch gleich die Verdammenswürdigkeit des ganzen System bestätigt zu sehen, ist ebenso doof, wie wenn sich Menschen ihre persönlichen Komplexe nur als Teil eines Gesellschaftsphänomens erklären wollen.

      • tina sagt:

        gabi, ich ging so gern in die schule als kind, mir waren die ferien viel zu lang, ich ging sogar freiwillig in die sonntagsschule ;-). war top motiviert als meine kinder in die schule kamen, war seit anfang im elternrat, bis letztes jahr. ich bin überhaupt nicht gegen die volksschule. ich sehe aber die vorteile von homeschooling für einen teil der kinder.

      • gabi sagt:

        Wie gesagt… Ich bin weiterhin ambivalent dazu.

        Misstraue aber gewiss allen (wovon Sie somit ausgenommen sind) die sich deshalb für Heimunterricht einsetzt, weil sie ihre eigenen Schlumürkse schon vorab auf die lieben Kleinen abprojizieren.

      • gabi sagt:

        Ich muss übrigens gestehen, tina, dass ich tatsächlich äusserst neugierig wäre, wie Sie die Life-of-Brian-Szene anders verstanden haben möchte als ich. (bzw. gespannt, was Sie wohl glauben, wie ich die verstanden hätte).

      • tina sagt:

        ambivalenz halte ich für angebracht, ich denke kaum jemand würde homeschooling für alle empfehlen.
        punktuelle kritik am schulsystem heisst nicht, das ganze system zu verdammen. ebenso muss man nicht gleich alle als schulgeschädigt verdammen, die gewisse seiten am schulsystem kritisieren. das ist übrigens etwas, was ich am schulsystem kritisiere und sehr schlechte erfahrungen machte als mutter.

      • gabi sagt:

        by the way: ich halte mich in gewissem Sinne selber für „schuldgeschädigt“

      • gabi sagt:

        Ohne d natürlich.

  • Juno sagt:

    2) Für mich hat die Diskrepanz zwischen ‚zu HAuse‘ und Schule doch einiges relativiert und mir geholfen meinen eigenen, unabhängigen Weg zu finden. Und dazu gehörten halt auch viele negativen Erfahrungen in der Schulzeit. Auch wenn ich die öffentliche Schule gern ziemlich anders hätte, als sie war, als ich zur Schule ging (wie sie heute ist weiss ich nicht, meine kids sind noch zu klein), wäre für mich Unterrichten zu Hause sicher keine Alternative. Meine Kinder sollen sich an der richtigen Welt reiben. Aber wenn sie dabei drohen, kaputt zu gehen, würde ich vielleicht meine Meinung ändern..

  • Juno sagt:

    1)Rein lerntechnisch sehe ich einige Vorteile beim Unterricht zu Hause. Ehrlich gesagt hätte ich für den Primarschulstoff auch nicht unbedingt die endlosen Stunden absitzen müssen. Aber trotdem gibt es so vieles, was einem zu Hause fehlen kann. Ich fände es zum Beispiel wahnsinnig anmassend und arrogant, meinen Kindern ausschliesslich meine Weltsicht und mein Wertesystem zu vermitteln. Ich habe als Kind unglaublich viel davon profitiert, zu sehen, dass es noch andere Perspektiven als die von zu Hause gibt.

  • Rahel sagt:

    Ich finde es toll, wenn es Familien gibt in denen es funktioniert!
    Für unsere Kinder wäre das nichts! Sie lieben es, gemeinsam mit den Klassenkameraden zu lernen, lassen sich auch durch sie motivieren und entwickeln einen gesunden Ehrgeiz.

  • helmarpon sagt:

    Ich kam 1972 in die Schule. Was ich dort erlebte, spottet jeder Beschreibung – von Anfang an Mobbing, schon damals! Dadurch wurde ich zum Aussenseiter. Soziale Komptenzen konnte ich nicht ausreichend entwickeln – und habe doch bisher mein Leben recht gut gemeistert! Homeschooling wäre für mich vermutlich ideal gewesen: Ich konnte Lesen/Schreiben und Rechnen, war meiner Klasse permanent um mind. 1 Jahr voraus. Das Schulsystem hat in meinem Fall versagt. Gymnasium, trotz entsprechender Intelligenz, Ende der 4. Klasse verlassen. Danach direkt in den IT-Beruf (ohne Lehre, da’s noch keine gab).

    • Valeria sagt:

      Genau so könnte man sagen, dass Sie versagt haben. Es tut mir leid, dass Sie offenbar keine schöne Schulzeit hatten, aber an allem ist die Schule auch wieder nicht Schuld.

      Da finde ich die Formulierung „…dass wir und das Schulsystem inkompatibel sind.“ im Text irgendwie ehrlicher.

      • Bäppu sagt:

        Das ist wohl sehr anmassend, zu sagen helmarpon habe versagt. Ich kann aus eigener Erfahrung sehr gut verstehen wovon helmarpon spricht.

      • Valeria sagt:

        Genauso wenig wie helmarpon versagt hat, hat das Schulsystem versagt. Wenn ein System für 99 von 100 Kindern stimmt, hat es nicht versagt. Um das ging’s. Das ist zwar traurig für dieses eine Kind, aber es ist die effizienteste Lösung.

        Ich kenne die Umstände nicht, aber Intelligenz hat auch etwas mit Anpassungsfähigkeit zu tun. Damit, sich dem Gesprächspartner oder der Situation entsprechend zu verhalten. Und wer das nicht kann, hat da ein Defizit. Dafür die Schule verantwortlich zu machen, ist etwas sehr einfach.

      • Valeria sagt:

        Und nicht falsch verstehen: Auch ich hatte nicht immer eine schöne Schulzeit und wurde teilweise gemobbt. Im Nachhinein kann ich aber nachvollziehen, warum. Ich war immer viel schneller als die anderen und habe nicht verstanden, warum die noch nicht fertig sind. Ich musste ständig warten und das hat mich genervt. Und so habe ich mich den anderen Kindern gegenüber halt auch verhalten, ich wusste in dem Alter ja nicht, dass die das nicht extra machen. Später wurde das dann deutlich besser, weil ich gelernt hatte, mich selber zu beschäftigen.

  • tanja sagt:

    Wenn jedes Kind ein König oder eine Prinzessin werden soll, ist Individualität von früh auf notwendig. Ja nicht in die Nähe der Durchschnittlichkeit, des Einheitsbreis, des Pöbels. Es sind ja alle so einzigartig, so individuell.

    Von egoistischen Eltern kommen wohl nur egoistische Kinder.

  • Frühling sagt:

    Wer seine Kinder möglichst früh fürs Hamsterrad kompatibel machen will, dem bleibt gar nichts anderes übrig, als sie in die öffentliche Schule zu schicken. Wer hingegen auf die intrinsische Motivation setzt, der weiss, dass Sekundärtugenden wie sich einfügen in grosse Gruppen etc. die wirklich begabten Kinder nicht weiter bringt. Die langweilen sich dabei nur und verlieren viel Zeit. Individualisten brauchen individuelle Lösungen, um sich voll entfalten zu können.

    • gabi sagt:

      Möglichst vielen potentiellen Individualisten, möglichst früh lernen, wie das geht…

      Klingt gesamtgesellschaftlich voraus gedacht aber alles andere als klug.

      – Und sorry; aber wer das Zeug zum interessanten und wertvollen Individualisten hat, der wird eben auch aus einer grösseren Gruppe hervor stechen.

      Und wenn alle bloss Individualisten wären (die es schon im Kindesalter von jeder Gruppe weg zöge), dann wär´s ja wieder jeder: Also eben nicht!

      Immer noch am erhellendsten in diesem Zusammenhang:

      http://www.youtube.com/watch?v=LQqq3e03EBQ

      • tina sagt:

        gabi, du hast den witz der monty phyton szene nicht verstanden 🙂 das ist lustig.

      • gabi sagt:

        Ja, glatt.

        Vor allem, wenn man sich´s grad umgekehrt vorstellt.

        😀

      • tina sagt:

        vielleicht habe ich auch deine gedanken dazu falsch interpretiert, und der ganze beitrag von 13:17 hätte nur lustig sein sollen. wäre es ok, uns zu duzen?

      • gabi sagt:

        Möglich… Also das mit dem Interpretierthaben. Scheine ich öfters auszulösen, hier im Blog.

        Aber NUR lustig war mein Kommentar keineswegs gedacht in einer Gesellschaft, deren Werbung Massenprodukte „Individualisten“ andrehen will.

        Pardon – ein Duzen zw. uns ginge mir etwas zu schnell.

        Bei den letzten Diskussionen schienen die Differenz zw. uns doch etwas grösser.

        Aber ich stelle erfreut fest, dass Sie nicht so sehr in eingegrabenen Positionen zu veharren scheinen wie Andere und gar mal in Erwägung ziehen können, etwas missverstanden zu haben: Eine Qualität!

        – Warten wir doch mal ab.

      • tina sagt:

        eigentlich habe ich einfach keine lust witze zu erklären

      • tina sagt:

        duzen war auch nicht als freundschaftsbeweis oder so gedacht, mir fällt es einfach schwer leute mit vornamen oder lustigen pseudonymen zu siezen. aber ist ok, ich werde mich bemühen .)

      • gabi sagt:

        Müssen Sie auch nicht. Ich hab mich ja nur gewundert, wie man den Joke überhaupt anders begreifen könnte.

        Wen er einem auffällt (was tatsächlich nicht bei allen der Fall ist, wie ich schon damals im Kino feststellen durfte), ist er ja schlicht selbsterklärend.

        Alle „singen“ im Chor nach, was der vermeintliche Messias vorbetet: We are all individuals!

        … Und ein Einziger in der ganzen Masse hebt den Finger und sagt scheu: „I´m not.“

        Was hiesse das auf ein System bezogen, dass vorgäbe, ein Patentrezept auf Lager zu haben, welches aus ALLEN Individualisten machen würde?

      • gabi sagt:

        Oh… Keine Angst: Ich überleb´s auch ganz gut, wenn mich Leute dutzen, die ich nicht dazu einlade.

        Gibt ja auch ne Menge hier, die mich dutzenderweise beschimpfen. Ist auch okay (wobei ich das nicht unterstellen wll!)… Sagt ja weit weniger über mich als über jene aus.

        Für mich ist´s ein willkommenes Symbol einer gewissen Nähe im Denken in so einem Blog. – Was unterschiedliche Meinungen dennoch nicht ausschliesst.

        😉

      • tina sagt:

        ja sagen sie es mir.
        eigentlich hat gar keiner gesagt, es sollen alle individualisten durch homeschooling werden

      • gabi sagt:

        In dieser Absolutheit nicht, das ist richtig.

        – Drumm hab ich die witzige Brian-Überhöhung passend gefunden; sehen Sie.

    • Anne sagt:

      Jetzt tun Sie doch nicht so, wie wenn alle ausser der öffentlichen Schule schon was von intrinsicher Motivation gehört hätten…!! Im Prinzip hat jedes Kind, das sich im üblichen Rahmen entwickeln kann (ich getrau mich gar nicht „normal“ zu schreiben), eine tiefe Motivation zu Lernen und Neues zu erfahren. Sicherlich kann hier die Lehrperson motivierend oder störend wirken. Ich kann mit dieser Verteufelei einfach nichts anfangen. Sicherlich gäbe es Dinge, die man sich anders wünschen würde aber im Grossen und Ganzen erlebe ich Lehrer so, dass sie das Beste für die Kinder wollen.

      • gabi sagt:

        Gut gesagt.

        Man wünscht sich immer was. Ich wünschte mir z.B. eine Schule, welche es ermöglichen würde, dass ein Grossteil der Heranwachsenden später nicht zu Menschen würden, die prinzipiell zur Verteufelei neigen und eigentlich bloss immer „gegen“ etwas sein können.

        Würd ich mir auch wünschen.

        Scheint aber – ein Blick in den MB genügt – ein Ding der Unmöglichkeit!

    • Tin Schob sagt:

      Der Ansatz ist mir zu einseitig: Viele Zeitgenossen verwechseln Individualismus nämlich mit Egoismus – und unsere Ellenbogen-Gesellschaft, scheint mir, ist schon zu sehr davon geprägt (Stichwort Entsozialisierung). Der Mensch ist nun Mal ein soziales Wesen und es kann nicht IMMER nur nach den ureigenesten Vorstellungen, Wünschen, Vorliegen und Lüsten gehen. Frage: Wo wird im „Homeschooling“ der soziale Aspekt berücksichtigt?

    • Tin Schob sagt:

      „Das Beste an unserem neuen Lebensstil ist, dass sich unsere Beziehung deutlich entspannt hat, da ich ihm gegenüber nicht mehr Dinge durchsetzen muss, die von der Schule gefordert wurden.

      Da ist nun ja selbsterklärend – wenn die Pflichten wegfallen und man nur noch nach dem Lustprinzip leben kann (1,5 – 2 Stunden „Schule“ und Rest Freizeit), dann fällt auch der Stress weg. Aber das ist nicht die Normalität im Leben. Wann lernen das die Kinder?

      • Thorsten sagt:

        Die 2 Stunden Schule sind wahrscheinlich genauso effektiv wie 5 Stunden Normalschule, da sich die Zeit auf das Lernen dieses Kindes konzentriert und nicht auf -zig andere Kinder oder das Befinden des Personals, oder das Geschrei und Gezeter nach der Pause usw.

      • Domenico sagt:

        Ich denke, 1.5 bis 2 Stunden sind etwas gar wenig. Was ist mit den (nicht vorhandenen) sozialen Kontakten bei diesem Modell und der allgemeinen Vorbereitung aufs Leben?

  • Alex sagt:

    Bin ich froh das mich meine Mutter nicht dazu gezwungen hat. Wäre mir ja unglaublich peinlich von meiner Mami unterrichtet worden zu sein.

  • George Blättler sagt:

    …naja, wenn die Kinder, das bisschen Mobbing in der Schule nicht aushalten, wünsch ich ihnen viel Erfolg in der Arbeitswelt. Kinder sind grausam zueinander, aber darum die Kinder aus der Schule nehmen und als (wohlgemerkt nicht pädagogin) zu unterrichten halte ich für den falschen Weg. Diese Kinder entwickeln autoriätsprobleme, können sich nie zu „festgelegten“ zeiten konzentrieren und werden dazu erzogen, nur dann Leistung zu erbringen, wenn sie dazu Lust haben. Das geht früher oder später in die hose in unserer heutigen Zeit.

    • Luise sagt:

      Ein bisschen krass ausgedrückt, aber ich seh das auch so

      • tina sagt:

        gerade heute kann man in vielen berufen selber seine zeit einteilen. selbstdisziplin ist wichtiger als unterordnung der unterordnung willen. erwachsene mobben einander niemals so wie das kinder manchmal tun. 6 oder 9 jahre mit den fast selben 20 kindern 20-30 stunden wöchentlich in einem raum zu sitzen: das muss man als erwachsener nie mehr!

      • George Blättler sagt:

        Da täuschen Sie sich aber gewaltig Tina. Wenn Sie wie ich die letzen 15 Jahren in Büro’s verbracht haben, dann wüssten Sie, dass das „Schulmobbing“ weitaus weniger schlimm ist als das „Arbeitsmobbing“. Näher darauf einzugehen sprengt den Rahmen. Aber: Ich wurde in meiner (frühen) Schulzeit öftersmal gemobbt, bin aber heute froh darum, da ich gelernt habe damit umzugehen. Ohni den sozialkontakt in der Schule (damals) wäre ich heute nicht dazu im Stande. Wissen sie wieviele sich in der Schweiz aus Gründen von Mobbing am Arbeitsplatz umbringen? Da ist 15jährige gemobbte schülerin eine Ausnahme..

      • George Blättler sagt:

        desweitern soll es nicht um unterordnung gehen, sonder darum sich in einem „ellbogen-betontem-Umfeld“ behaupten zu lernen. Ich wiederhole mich, ich glaube homeschooling hat mehr negatives als positives. (wie meiner meinung nach auch die anti-authoritäre Erziehung im allgmeinen) Wir tun unseren Kinder keinen Gefallen, wenn wir Sie mit Handschuhen anfassen. Eltern sind nicht dazu da, von Ihren Kinder geliebt und vergötter zu werden, sondern dafür, Ihre Kinder auf die zugegebenermassen „schwierige“ welt vorzubereiten.

      • tina sagt:

        Herr Blattner, das tönt ganz übel, offenbar weiss ich wirklich nicht bescheid über mobbing unter erwachsenen, auch wenn ich seit über 10 jahren in einem grossbetrieb in der verwaltung (büro) arbeite. ich habe auch grausame idioten um mich, aber immerhin muss ich nicht 30 stunden wöchentlich mit denen in einem raum zusammenarbeiten, und ausserdem könnte ich mir eine andere stelle suchen.
        ich will nicht denken, in der schule gehe es darum durch ellbögele erfolg zu haben. mit dem letzten satz von Ihnen bin ich einig

  • Jezebel sagt:

    Interessantes Thema und all diese spannenden Meinungen! Wir haben früher immer geglaubt, dass all dem Schlimmen aus dem Weg gegangen werden kann, wenn wir unsere Kinder in eine Privatschule schicken (super teuer, super zweisprachig etc.). Aber denkste! Da gibt es auch Jerks wie an der öffentlichen und der Hierarchiekampf steht in nichts nach. Wir haben Glück, dass unsere Kids starke Schüler sind, aber es wird ihnen nicht leicht gemacht. Es geht ihnen nicht besser als uns an der öffentlichen damals. Aber das muss wohl so sein. Bei homeschooling kommen diese Probleme einfach später.

  • MStahel sagt:

    Wer weitere Infos will: schaut den Film, der gestern (Do, 18.4.13) auf dem Sender RTS un in Temps présent ausgestrahlt wurde. Das Dilemma des Kindes wird offensichtlich, die Mutter bleibt von sich überzeugt. (Ich möchte die Schule nie und nimmer 100% verteidigen, aber eiener einzigen Person Tag und Nacht ausgeliefert sein???? Wo bleibt überhaupt der Vater?)

  • Barbarina sagt:

    Für Alle, die an „selbstbetimmten Lernen“ für Ihre Kinder interessiert sind, aber auf eine Schule (mit entsprechendem Sozialgefüge) nicht verzichten wollen, empfehle ich , sich mit den Sudbury-Schulen auszeinanderzusetzen.
    Es gibt auch in der Schweiz schon einige wenige solche Schulen.
    Ob ich den Mut haben werde, mein Kind auf diese Schule zus schicken, bin ich jedoch aus verschiedenen Gründen noch nicht sicher. Interesant ist’s aber auf jeden Fall.

  • Frühling sagt:

    Solange allen dabei wohl ist und das Kind genügend lernt – was ja immer wieder offiziell überprüft wird – spricht nichts gegen diese Art des Unterrichts. Meine Kinder fanden auch immer, dass ich ihnen komplexe Probleme am besten erklären konnte, weil die Eselsbrücken, die ich dazu erfand, ihrem Denken nahe war. Ich finde es mutig, dass Wüstenfuchs das so konsequent durchzieht.

  • bitta sagt:

    ich würde eingehen, müsste ich jeden Tag ganz allein zu Hause lernen, während die Gleichaltrigen auf dem Pausenhof Freundschaften knüpfen. Wem soll dieses System etwas bringen? Früh aufstehen wird man früher oder später sowieso müssen, auch etwas machen/lernen, was einem nicht so zusagt – sein Kind von dieser Welt abzuschirmen, wird ihm spätestens beim Sekundarschuleinstieg/Lehranfang grosse Probleme bereiten.

    • Hermann sagt:

      was ist wertvoll daran, dass ein Kind lernt, sich einem sturen System unterzuordnen und sich von Armleuchtern auf dem Pausenplatz tyrannisieren zu lassen? Sich an wertvollen Eltern (siehe obige Autorin) zu orientieren, kann duchaus kompetente Jugendliche hervorbringen.

      • Lala sagt:

        Die „Armleuchter“ trifft man später aber immer wieder.

        Kinder die damit auch nach einer weile nicht umgehen können, sollte man wohl am besten wirklich aus der „normalen“ Schule nehmen, alle andern „lernen“ durch diese Begegnungen aber die traurige warheit, dass einem von 10 Leuten wohl ca. 1-2 wirklich passen, 3-4 in Ordnung sind und der Rest… Nunja..

      • Frank Baum sagt:

        @Hermann: bitta hat die Geschichte aus ihrer Perspektive beschrieben. Wer sehr sozial veranlagt ist, dem fehlt die Schule. Meiner Tochter geht es genau so. Sie geht sehr gerne in die Schule – wegen der anderen Kinder. Andere Kinder tun sich hingegen Schwer im Umgang mit anderen Kindern. Nur, wenn diese Kinder dann dem Problem, sich mit anderen Kindern, die man nicht mag, arrangieren zu müssen, aus dem Weg geht, dann wird es nie besser.

      • Luise sagt:

        Es ist wertvoll, verschiedene Wertsysteme kennenzulernen

  • Luise sagt:

    Irgendwann müssen sich die meisten von uns mit Kollegen und Vorgesetzten auseinandersetzen und somit mit dem echten Leben. Schule heisst, gute und schlechte Erfahrungen machen, genau so wie später in der Berufswelt. Auch mühsame und schlechte Lehrer sind eine Erfahrung die es sich zu machen lohnt.

    • Muttis Liebling sagt:

      Alte Epidemiologenregel: Je konflikärmer die Kindheit und Jugend, desto früher der Herzinfarkt.
      Auch leiden will gelernt sein, je früher, umso besser.

      • Luise sagt:

        Auch Jungpflanzen muss man abhärten, bevor man sie ins Freiland pflanzt. Ich hab gelernt, mich durchzuschlagen.

      • Muttis Liebling sagt:

        Konflikte sind primär nicht dazu da, gelöst zu werden, sondern um zu lernen, die auszuhalten. Das widerspricht aber dem Zeitgeist, welcher fordert, beruflich möglichst alles zu lösen und dafür privat in eine Harmonie- und Bequemlichkeitsoase einzutauchen.
        Wer seinen Kindern Konflikte erspart, tut ihnen damit langfristig Schlimmes an.

      • gabi sagt:

        Da kann ich ausnahmsweise mal gut mit ML mit.

    • gabi sagt:

      Gut gesagt, Luise!

  • tanja sagt:

    Auch ein interessanter Standpunkt.

  • Auguste sagt:

    hmm…, wo homeschooling stattfindet, trifft man entweder auf ein abnormales kind oder abnormale eltern. für mich kein konzept, das schule machen sollte.

    • tina sagt:

      und selbstverständlich sind alle volksschüler und lehrer total normal ;-). oder sagen wir, das was herauskommt dabei ist eben normal, weil die masse den normal-standard definiert. der ganz normale wahnsinn. still sitzen, unterordnen, sozialdarwinismus. ich war happy in der schule, weil ich wusste, mir wird immer gesagt was zu tun ist, ich bekomme alles was ich brauche. es war wie rätsel lösen. aber das leben ist nicht wie rätsel lösen und man bekommt nicht immer alles was man braucht, ausserdem sagt einem nicht ständig einer was man machen muss

    • Stefan sagt:

      umd wer sagt, dass Eltern oder deren Kinder der Norm entsprechen müssen? Das tönt mal wieder nach dem beliebten schweizerischen Mittelmass. Macht nicht gerade die Vielfältigkeit das Zusamensein interessant? Aber das ist leider vielfach die Denke von in Schulen „sozialisierten“ = gleichgeschalteten Menschen. Etwas Selbstreflektion sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Ursprüngen und den dahinterliegenden Philosophien der staatlichen Schulbildung könnten helfen, in Zukunft die eigeme Ignoranz nicht so öffentlich dar zu stellen.

      • Auguste sagt:

        hmm…, das sagt niemand, solange alles gut geht. wenn es schief läuft, dann wird man sich aber sehr wohl etwas anhören müssen von offizieller seite und wohl nicht zuletzt auch vom „versuchsobjekt“ selbst. die allgemeine schulbildung in volksschulen gehört, trotz all ihren schwächen, immer noch zu den grössten gesellschaftspolitischen errungenschaften. bildung, infrastruktur und gutes regieren gelten gemeinhin als die grundpfeiler erfolgreicher nationen.

        ignoranz ist nicht immer negativ, stefan. man verplemmpert keine zeit in veganer-workshops, esoterikmessen, dem wef oder andern freak-shows.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Auguste:
      und die Definition von „abnormal“ wäre?
      Und was diejenige von „normal“?
      Offenbar ist die Schule ja schon reichlich bevölkert von „Abnormalitäten“, sonst könnte sie sich die verschiedensten Zusatzmassnahmen und Therapien schenken, und ganz viele Psychologen/Psychiater hätten keine Klientel im jungen Alter, von den Medikamenten (und deren Profiteure) fangen wir lieber gar nicht erst an-
      alles normal in den normalen Schulen? Wohl nicht wirklich so ganz umfassend und total?

      • Auguste sagt:

        hmm…, massstab, richtschnur – ursprünglich winkelmass, sagt wiki, brunhild steiner. nimmt man das in der oecd verbreiteteste schulsystem, die volksschule, als richtschnur, dann ist homeschooling eine exotische wissenvermittlung, wenngleich eine mögliche. sie ist aber ein ökonomischer blödsinn. den ganzen aufwand von lernstoffaufbereitung und -vermittlung an einen einzigen oder eine ganz kleine gruppe von adressaten lässt sich nur durch besondere umstände rechtfertigen. dr. house würde auch eine erfolgswahrscheinlichkeit sehen wollen für diese aussergewöhnliche therapie.

      • Roshan sagt:

        Auguste, ich weiss nicht, Wirtschaftlichkeit a la OECD? Nach der Logik ist es zum Beispiel absolut richtig, dass die Schweiz die teuren medizinischen Ausbildungsstellen streicht und stattdessen die fertig ausgebildeten aus dem deutschsprachigen Raum importiert. Was mit den einheimischen Zöglingen geschieht, die motiviert sind, solche anspruchsvollen Fachrichtungen zu studieren, können Sie sich ausdenken, vom weiteren sozialen Zündstoff, wie er sich ja in der politischen Landschaft zeigt, ganz zu schweigen.

      • Roshan sagt:

        /2: Ich verstehe das nicht, nicht in einem Land das früher nie die Kosten scheute, das beste Schulsystem und die best ausgebildete Jugend hervorzubringen und damit wohl den Wohlstand dieses Landes erst ermöglichte. Ihr Ansatz erscheint mir da doch eine etwas kurzfristige Perspektive.

        Konsequent zu Ende gedacht heisst das auch, dass einem Kind Bildung verwehrt wird, weil aufgrund eines normierten Eignungstests die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben erscheint. Offen gestanden finde ich das inhuman.

      • Auguste sagt:

        hmm…, roshan, rein wirtschaftlich (im freien wirtschaftssystem) macht es schon sinn, dass man eine leistung, gut oder arbeitskraft von dort bezieht, wo es am günstigsten ist. das ist ja ein grund dafür handel zu treiben. auf strategisch wichtigen gebieten, wo ein land sich unabhängigkeit bewahren will, muss man wieder abwägen, was längerfristig am nützlichsten und nicht nur am günstigsten ist. was unsere einheimischen akademischen zöglinge angeht, haben die das glück/pech wenige alternativen mit vergleichbaren einkommensmöglichkeiten wie hierzulande zu haben. ein luxusproblem.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Auguste:
        ich denke er sähe die Erfolgswahrscheinlichkeit bei diesem seltenen Patienten,
        und würde alles dran setzen seine Therapie durchzukriegen, den üblichen Widerständen zum Trotz
        und wie ebenfalls üblich, nicht immer dank den saubersten Methoden-
        was man wiederum der Wüstenfüchsin nicht zum Vorwurf machen kann…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Auguste:
        ich denke er sähe die Erfolgswahrscheinlichkeit bei diesem seltenen Patienten,
        und würde alles dran setzen seine Therapie durchzukriegen, den üblichen Widerständen zum Trotz
        und wie ebenfalls üblich, nicht immer dank den s a u bersten Methoden-
        was man wiederum der Wüstenfüchsin nicht zum Vorwurf machen kann…

  • Seppl Sauerbier sagt:

    Hausunterricht klingt wohl zu spiessig oder elitär, wow voll oberccol homeschooling……..
    „echtes intrinsisches Lernen folgt keinem von aussen auferlegten Plan“ im Fettdruck klingt nach Oberlehrerin at home.
    Ich bin froh, in ein gantz stinknormales Gymi gegangen zu sein.

    • Beat H. sagt:

      Das homeschooling hat zudem den advantage, dass die Kids beim afterschool debriefing ein feedback providen können, damit Mami ihre Lehrkompetenz improven kann.

  • Adi Wenger sagt:

    Ich finds heikel, sehr heikel sogar. Lernte ich doch gerade in den 4 ersten Schuljahren soziale Dinge, die auch später im Berufsleben wichtig waren. Aber wenn sie das so will wieso nicht. Wäre interessant wie weit man damit kommt. Kann mir nicht vorstellen dass man in 2-3h pro Tag genügend lernt. Schicken Sie ihn mit 10 an die Sek-Prüfung?

  • Josef Kurath, 7310 Bad Ragaz sagt:

    Glückwunsch zu Ihrem Schritt und Ihrem Mut. Unsere Schulen finde sehr gut, aber das Schulsystem ist mit den heutigen familiären Bedürfnissen völlig inkompatibel. Wir sind mit arroganten, selbstherrlichen und (grossteils) in höchsten Mass unprofessionellen Schulbehörden konfrontiert die sich hinter irgendwelchen Bestimmungen verstecken und denen das Wort Selbstreflektion völlig fremd ist. Hier werden Pfründe um ihrer selbstwillen verteidigt – zum Nachteil der Lehrer, der Eltern und unserer Kinder. Mehr Bewegung braucht unser Land – doch das steht im Widerspruch zu unserer Staatsform…

    • Sportpapi sagt:

      Das verstehe ich nun nicht. Welche heutigen familiären Bedürfnisse sind denn da gemeint, die das Schulsystem nicht erfüllt? Bisher habe ich vor allem Forderungen gehört, dass die Schule heute Ganztagsbetreuung anbieten sollte, um den Eltern ihre Arbeitstätigkeit zu ermöglichen. Als Gegenpol kommt jetzt plötzlich Homeschooling…

      • tina sagt:

        mittagstische sind für diejenigen schüler, deren eltern sich kein homeschooling leisten können, da nicht ein elternteil zuhause bleiben kann. ich sehe grosse vorteile beim homeschooling, kam für mich aber sowieso nicht in frage, da einer ja auch geld verdienen muss. trotzdem finde ich es eine gute sache für einen teil der kinder. einer meiner söhne kam gut klar mit dem schulsystem, der andere nicht. einen hätte ich gerne zuhause selber unterrichtet, den anderen nicht. für den einen benötigte ich mittagstisch.

  • Gabriel sagt:

    wie ich die Schule betrachte, geht es in den ersten Jahren vorallem um die Sozialisierung / Umgang mit anderen Kindern nicht um den eigentlichen Schulstoff. Und das geht ja beim Homeschooling ganz unter.
    „Den Rest des Tages hat er zur freien Verfügung und verbringt ihn meist mit seinen Freunden“ – das klingt ja gut, aber bei der Sozialisierung geht es ja eben darum, mit allen Persönlichkeiten auszukommen, nicht nur mit Freunden.

  • Manuela sagt:

    Ich finde das Konzept gerade für jüngere Kinder extrem interessant.Den Sinn und Zweck von Noten hatte ich bis zum Ende des Doktortitels nicht verstanden.Ich bin nicht gerne zur Schule gegangen, weil ich das Konzept ‚Ihr müsst das jetzt lernen, weil ich es sage‘ nie verstanden hab.Ich hatte und habe eine sehr hohe intrinsische Motivation und ein breit gefächertes Interesse.Schulischer Unterricht kann das auch ganz schön dämpfen.Während der Primarschulzeit würde ich durchaus gern das Homeschooling-Konzept verfolgen. Leider werden wir dann wahrscheinlich in einem Land leben, das das verbietet…

    • Andi sagt:

      Sie sehen das ziemlich krass, finde ich. Selbstunterricht als massentaugliches Schulmodell? Zeitig aufstehen, sich in einen Klassenverband oder ein Team einfügen, Gruppenwerte übernehmen, hinterfragen oder auch wieder verwerfen, sich streiten und wieder versöhnen, lernen, andere zu akzeptieren, nach Plan arbeiten, Prüfungssituationen durchzustehen, gemeinsame Erlebnisse teilen etc. … alles Dinge, die man als Erwachsener später benötigt, um erfolgreich das Leben zu meistern.

      • Kevin sagt:

        Ich persönlich finde ihre Ansichten auch ziemlich krass. In Ihrem Text gehen Sie davon aus, dass die Eingliederung als Rädchen im System die einzige Möglichkeit ist, als Erwachsener erfolgreich zu sein. Genau das wird in der öffentlichen Schule vermittelt. Darum sieht unsere Welt aus, wie sie heute ist. Die Schule schafft Wesen, die für die Wirtschaft funktionieren, aber das selbstständige und kritische Denken wird vernachlässigt. Ihre genannten Prozesse lassen sich auch ausserhalb der Schule durchleben. Gerne verweise ich Sie auf folgendes Video: http://www.youtube.com/watch?v=zDZFcDGpL4U

      • Manuela sagt:

        Äh, nee, das alles braucht man als Erwachsener nicht in dieser Art, wie sie es darstellen. Schon gar nicht um erfolgreich zu sein. Oder vielleicht doch, wenn man als Controller in ner Bank arbeiten will. Das ist ok. Will ich aber nicht, wollte ich nie. Ich jedenfalls hab außerhalb der Schule gelernt meinen Verstand einzusetzen. Und ich steh gar nicht so auf alternative Schulmodelle, die es so im Angebot gibt. Ich steh mehr auf natürliches Interesse an der Umwelt und ner gut sortierten Bib. Obwohl, Bibliotheken braucht’s vielleicht auch bald nicht mehr.

      • Cornelis Bockemühl sagt:

        @Manuela: Ich wollte Ihnen nicht alternative Schulmodelle nahelegen! Selber würde ich wiederum mein Kind nicht zu Hause unterrichten.

        Nun hat aber mein damals 16-jähriger Sohn sich (in Belgien) für „Self-Schooling“ entschieden: Er fand dass er das reine „Reinstopfen – Rausprüfen“ eigentlich selber effizienter könne – dann am Ende einfach eine zentrale Prüfung und fertig. Ich habe ihm abgeraten – er wollte trotzdem.

        Bei der Prüfung haben sie ihm dann zeigen wollen „wo Gott hockt“ (…da könnte ja sonst jeder…!). Er hat sich aber durchgebissen und jetzt studiert er – und bereut nichts! 😉

      • gabi sagt:

        Danke; auch ein interessantes Votum.

        Mich bringt die ganze Diskussion auf die wichtigste Frage im Zusammenhang mit Lernen zurück:

        Wie, wer und wo lehrt man am Besten SELBSTdisziplin fürs Lernen.

      • tina sagt:

        gabi, das ist der job der eltern. gerade in der jugend, wo das gehirn nach belohnungsreizen giert, muss man als eltern dafür sorgen, dass die erfahrung gemacht wird, wie viel besser es sich anfühlt, wenn man durch dranbleiben und durchbeissen etwas erreichen konnte. es gibt einen super vortrag von lutz jäncke dazu, findet sich auf youtube: „denn sie können nichts dafür“

      • tina sagt:

        hier der vortrag: http://www.youtube.com/watch?v=dUSbwuzkfqo
        und hier die folien dazu: http://www.kantisargans.ch/home/unsere_schule/kg_sem/_jcr_content/Par/downloadlist_0/DownloadListPar/download_1.ocFile/Vortrag%20Prof.%20Dr.%20Lutz%20J%C3%A4ncke%20Universit%C3%A4t%20Z%C3%BCrich.pdf
        zwar ohne freundliche genehmigung von lutz jäncke, neuropsychologe an der uni zürich, aber ich denke er hat nichts dagegen

      • gabi sagt:

        Die Theorie begreif ich wohl.

    • Cornelis Bockemühl sagt:

      Sie sprechen mir aus dem Herzen: Ich habe auch nie gelernt, einen Zusammenhang zwischen Leistung und Noten zu sehen!

      Ok, bin halt „verdorben“ durch 12 Jahre Steiner-Schule, d.h. die „Noten-Zeremonie“ hatte ich erst im angehängten Gymi-Jahr (Matur): Es kam für den Übergang nicht primär darauf an, in einem Fach „gut“ zu sein, sondern das „Spielchen“ schnell zu durchschauen – um nach den ersten 2-ern und 3-ern rasch in den akzeptablen Bereich zu kommen.

      Vorteil dieser Sozialisierung: Man lernt, sich selber zu motivieren, und Noten/Bewertungen schlagen nicht mehr so tief ins Selbstbewusstsein…

      • Kevin sagt:

        @Manuela: Grundsätzlich unterstütze ich Ihre These, mein Kommentar war an Andi gerichtet. Sorry für die Verwirrung =) Vielleicht ergibt mein Kommentar dann mehr Sinn, auch das verlinkte Video. Mit besten Grüssen

      • slowy sagt:

        Zum Thema Noten:
        Ich war ein sechser-Schüler (wenn ihr’s nicht glaubt, dann halt rein hypothetisch 😉 – war aber faul (das glaubt ihr mir vermutlich). Ich war darum eher ein fünfer-Schüler. Dann gibt’s noch vierer-Schüler, die fleissig sind. Das sind dann auch fünfer-Schüler. Wenn jetzt ein 6/5-erSchüler und ein 4/5er-Schüler sich bewirbt, sieht das Unternehmen weder dass ich faul, aber gescheit bin, noch dass der nicht-so-gescheite Schüler eben nicht so gescheit ist, dafür fleissig. Problem gesehen?
        Und die pädagogischen Aspekte in zwei Stichworten: PISA-Studie und Skandinavien 😉

  • Frank Baum sagt:

    Ich habe den Eindruck, dass dieser Junge sehr wenig lernt, wenn der UNterricht auf 1,5 Stunden beschränkt ist. Das ist nicht gerade viel. Lernen ist nicht nur intuitives Erfassen. Es gibt auch viele Fähigkeiten, die schlicht und ergreifend Übung erfordern. Das wird hier wohl zu kurz kommen. Am allerschlimmsten ist aber, dass der Junge nicht lernt, sich irgendwo einzugliedern.

    • Manuela sagt:

      In der Schule lernt man nicht sich einzugliedern, sondern gegebenfalls nur sich unterzuordnen. Das ist nun wirklich kein Pluspunkt für einen selbstständig denkenden Menschen, der sich auf Grund seines Wissens später eigene Meinungen bilden können soll.

      • Frank Baum sagt:

        Natürlich lernt man das eingliedern. Es kommt nur darauf an, wie man es anstellt. Es hilft einem nichts, als selbständig denkender Mensch durch das Leben zu laufen, wenn man sofort scheitert, sobald man einer anderen Gruppe von Menschen begegnet, die vielleicht noch anders denkt. Man sollte schon auch in der Lage sein, die Meinung und Vorstellungen anderer Menschen aufzunehmen und sich selbst in Angesicht abweichender Meinungen zu behaupten. Sonst schliesst man die wichtigste Quelle aus, um überhaupt an Wissen zu gelangen.

      • gabi sagt:

        „Es hilft einem nichts, als selbständig denkender Mensch durch das Leben zu laufen, wenn man sofort scheitert, sobald man einer anderen Gruppe von Menschen begegnet, die vielleicht noch anders denkt.“

        … Mit grossem Vergnügen denke ich an jene Bloggerin, die ihre Bewunderung für R.Steiner gleich unter mehreren Nicks kund tun muss.

        (selbst wenn der „selbständig denkende“ da vielleicht nicht ganz hin passt)

        🙂

      • Valeria sagt:

        @ Frank Baum:
        Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass 1,5h durchaus ausreichen können. Ich hatte das Glück, dass ich (zumindest was die Primarschule betrifft), nie „üben“ musste, weil ich alles relativ schnell verstanden hatte. Nach drei Rechnungsaufgaben wusste ich , wies‘ geht. Das hat die Schule für mich extrem langweilig gemacht.

      • Frank Baum sagt:

        @Valeria: Schön für Sie. Es geht aber nicht nur darum, zu verstehen, wie etwas geht, sondern auch darum, etwas zu können. Das bedarf der Übung. Diese wiederum verlangt nach Disziplin und die wird im obigen Fall mit Sicherheit nicht eingefordert.

  • Sportkrücke sagt:

    Wie funktioniert dann die Sozialisierung? Ich denke, dass der Umgang mit anderen Personen, auch solchen, welche nicht auf der gleichen Wellenlänge sind und andere Weltbilder haben, sehr wichtig ist. Konflikte und das Lösen dieser gehören genau so zur Bildung wie das reine Lernen …

    • Hermann sagt:

      Eben hat sich ein 15 jaehriges Maedchen in einer Nachbargemeinde nach Alkoholkonsum und einer Vergewaltigung durch Mitschueler und Facebook Mobing umgebracht. Was haetten sie den Eltern geraten?

      • gabi sagt:

        Und Sie?

        Zuhause einsperren?

        Burka, ev.?

      • Hermann sagt:

        machen sie einen Witz? Das Maedchen ist tot. Mit Homeschooling waere das nicht passiert.

      • gabi sagt:

        Das ist nun sehr beschränkt „argumentiert“, Hermann.

        Wie wenn ich die Eltern eines Kindes, das beim Ballnachrennen auf der Strasse überfahren wird, entgegen halten würde, dass dies nicht passiert wäre, wenn es querschnittgelähmt gewesen wäre.

        Ziemlich obszöne Umkehrakrobatik.

  • Hanspeter Niederer sagt:

    Ich möchte zuallererst wissen, ob diese Dame einer Freikirche angehört oder nicht. Warum distanziert sie sich nicht davon, da man ja weiss, dass Heimunterricht meistens von freikirchlich organisierten Eltern praktiziert wird? Verdächtig.

    • Thomas1 sagt:

      Ich möchte zuerst wissen, wer sie sind und was für Überzeugungen sie haben, Herr Niederer, bevor ich Ihnen überhaupt zuhöre. Nein im Ernst. Hier geht es um die Sache, um den Austausch von menschlichen Erfahrungen und nicht um ideologische Glaubenskriege. Schaffen Sie es, bei der Sache bleiben? Ach ja, und bevor Sie nun auch mich verdächtigen, Freikirchler zu sein: Ich bin Atheist.

    • j.smith sagt:

      Hr. Niederer, keine Ahnung woher Sie diese Vermutung nehmen. gehe selbst in eine Freikirche, kenne aber niemanden in den Kreisen welche die Kinder nicht auf eine reguläre Schule senden…..

  • Tin Schob sagt:

    Ich kenne leider auch nur, aber zahlreiche Beispiele von Familien, die aus vor allem religiösen und vielleicht auch weltanschaulichen, aber kaum pädagogischen Gründen ihre Kinder von der öffentlichen Schule fernhalten und selber unterrichten. Ob es für die Entwicklung eines Kindes nur gut sein kann, wenn man es so in Watte packt und von den (bösen) Einflüssen der Welt verschonen will, habe ich meine grossen Zweifel. Natürlich wünschte ich mir für meine Kinder auch bessere Lehrer und Lehrerinnen, natürlich ging es auf dem Pausenplatz manchmal zu grob zu und her, ob Dauerschutz aber gut ist?

    • Hermann sagt:

      Ich glaube, die Schwelle ist dort, wo ein Kind dauernden Schaden erhaelt, weil es von seinen Mitschuelern gemobt wird. Kann es aber ohne Dauerschaden mit schwierigen Gruppenproblemen umgehen lernen, kann Schulbesuch wertvoll sein.

      • Tin Schob sagt:

        Lese ich da zwischen den Zeilen, dass Mobbing heute fast zum Alltag der Schule gehört und darum das „Homeschooling“ (diese Anglizismen sind einfach nur noch grässlich!) attraktiv wird? Ist das aber nicht ein (auch durch die Medien) völlig verzeichnetes Bild des Alltages in der Schule? Nach meinen Erfahrungen ja.

      • Adrian E. sagt:

        Mobbing an Schulen ist sicher ein Problem. Aber gerade Kinder, denen die Erfahrung an einer Schule und mit den Gruppen von Gleichaltrigen, die sich dort bilden, fehlt, haben wohl ein besonders grosses Risiko, irgendwo Mobbing-Opfer zu werden. Ich bin überzeugt, dass es am besten ist, wenn Kinder möglichst schnell z.B. auch in Kinderkrippen Erfahrung mit Gleichaltrigen sammeln. Ich erlebte in der Schule auch Mobbing, und ich denke, dass die Tatsache, dass ich vor Schule und Kindergarten immer bei meiner Mutter zu Hause war, wohl ein Grund dafür war, weshalb ich das nicht verhindern konnte.

      • Frank Baum sagt:

        Mobbing darf nicht unterschätzt werden. Man hilft aber niemandem – erst recht nicht dem betroffenen Kind – wenn man dem Problem aus dem Weg geht, indem man sich in das Home Schooling zurück zieht. Zu den Lehreren sollte man noch sagen, dass man sich immer bessere Lehrer wünschen mag, dass aber Lehrer trotz aller Kritik Profis in ihrem Geschäft sind. Wer glaubt, das selber so viel besser zu können, läuft Gefahr, sich zu überschätzen.

      • Hermann sagt:

        Mobing kann von einem Kind bis zu einem gewissen Grad verarbeitet werden (oft mit Hilfe der Eltern oder des Schulpsychologen). Wird der aber ueberstiegen, bleiben zT schwerwiegende Folgen. Viele der Massenmorde in Schulen hier (USA) wurden von gemobden Kindern begangen, sobald sie dafuer alt genug waren.

      • Roshan sagt:

        umgekehrt ist es aber auch so, dass Bullies, wenn nicht frühzeitig gestoppt, sich zu Schnellkochtopf-Ingenieuren bostonianischen Ausmasses entwickeln können, die nicht davor zurückscheuen, den eigenen kleinen Bruder da mit hineinzuziehen, Hermann.

        Sie haben allerdings recht damit, dass die stillen, lang-zeitlich gemobbten das gemeinsame Profil jener Täter sind.

      • gabi sagt:

        Komisch, Pippi: Im Blog konnten Sie ja viel besser mit den stillen, lang-zeitlich von Ihnen gemobbten umgehen… Die Aufmucker schienen ja nicht so Ihres zu sein.

        🙂

      • Sportpapi sagt:

        Offenbar haben wir in der Schweiz keine Mobber an den Schulen. So viele Massenmorde gibt es hierzulande ja nicht…

  • Francesca sagt:

    .. Die Folge davon war, dass ich meine Kinder schon in eine Spielgruppe schickte, damit sie sich von Anfang an an Gruppen gewöhnen, integrieren können und die Mechanismen durchschauen. Hat sich gelohnt, beide hatten nie Probleme.

    • gabi sagt:

      Danke Francesca

      Das fand ich nen hochinterssanten Beitrag dazu.

    • tina sagt:

      francesca, man könnte auch sagen, wer nie probleme hat, kann keine strategien entwickeln und daran wachsen. du hast das gleiche gemacht wie deine mutter, die übliche elternfalle, es geht gar nicht anders: wir versuchen es möglichst gut zu machen und umschiffen das, worunter wir als kinder litten. aber unsere kinder sind eben nicht wir, und leiden unter anderen dingen als wir

    • alien sagt:

      Das mit der Gruppe ist sehr nützlich, aber Kinder, die nicht in die Spielgruppe gehen, erleben erst mit 4 oder 5 eine Gruppe, normalerweise. Hier ist ja eben eine Krippe sehr nützlich.

      • O.T. sagt:

        Mich nimmt Wunder, warum die Institution Schule und die Mutter nicht miteinander auskommen konnten …

  • Francesca sagt:

    Meine Mutter hat mich auch unterrichtet. Es war Horror pur, sie ist total aufgegangen in ihrer Aufgabe. Auch sie hat sich vom Staat nicht „dreinreden lassen“ wollen. Irgendwann musste ich dann doch in eine öffentliche Schule und war restlos überfordert von der Grösse der Klasse, den Spielchen und Mobbereien der Kinder, ich kannte das nicht. Es war brutal, ich war das ideale Opfer und Doofchen, wusste nicht was „man“ trägt in der Klasse und all die Dinge. Natürlich hatte ich auch Kontakt zu Nachbarkindern, Kindern von Freunden und Geschwister, aber das ist nicht das selbe.

  • Anne sagt:

    Ich frage mich nach dem Lesen dies heutigen Beitrags (und der verlinkten Website), wem genau „Wüstenfuchs“ mit dem Homeschooling einen Gefallen tun wollte… Mich dünkt, die Mutter hatte in erster Linie Probleme mit der Schule und den dortigen Feedbacks. Ich habe ganz ähnliche Erfahrungen gemacht, wie sie, kann mich also ein wenig einfühlen. Nur dass ich den andern Weg gegangen bin – wir haben Beratungsangebote angenommen, die Schule nicht als „Gleichmacherei“ empfunden, Sohnemann Zeit gelassen, sich umzustellen von KiGa auf Schule etc. Und nun klappts auch mit der Schule. Ein tolles Gefühl!

    • Frühling sagt:

      Und warum sollte ihr Weg besser sein als der von Wüstenfuchs? Wer die Kapazität hat, seine Kinder zu Hause zu schulen, soll das tun, verschiedene Kantone wie Bern machen das möglich. Wie bereits erwähnt, gehen später die meisten Kinder doch noch auf öffentliche Schulen, aber sie tun das zu einem Zeitpunkt, wo sie bereits gestärkt sind. Ich sehe im HS sehr viele Vorteile, vor allem, wenn man sieht, wie abgelöscht und ausgeklinkt viele Lehrer sind. Mit Kindern arbeiten ist mehr als ein Broterwerb, was viele leider nicht begriffen haben. Sensible Kinder leiden oft in öffentl. Schulen.

  • Maya sagt:

    Na denn viel Spass bei der Lehrstellensuche. Da funktioniert dann das Lustprinzip nicht mehr. Oder wird Mutti mitkommen, damit der Ablösungprozess noch bis mindestens Mitte Zwanzig herausgezögert werden kann??

    • tina sagt:

      in der oberstufe wird es schwierig mit homeschooling, da sind die meisten eltern überfordert. darum gehen diese kinder dann in öffentliche oder privatschulen in der oberstufe. wenn die absolviert wird, ist es kein problem mit lehrstellensuche

  • Max Wohl sagt:

    Kein Wunder wenn beide arbeiten um sich den Standad zu halten und auf nichts verzichten wollen, ausser auf die Kinder grosszuziehen.

  • Lala sagt:

    Ich frage mich ja wie das wird, wenn das Kind etwas älter wird?

    Ich meine, dem eigenen, 8 jährigen Lesen/Schreiben/Rechnen beizubringen dürften wohl die meisten Packen (bei weitem nicht alle, wenn ich die hier eingehende Korrespondenz so anschaue ;)). Aber wenn der Stoff (und Kinder) schwerer bzw. pubertärer werden dürfte die Sache auch eher anders aussehen?

    • Lisa sagt:

      Sie sitzen im Glashaus, was die Rechtschreibung betrifft ;-).

      • Lala sagt:

        Das hatte ich unmittelbar nach absenden des Beitrags auch gemerkt. Nun, dass man vor dem „Senden“ besser noch einmal liest, was man denn da gerade so ebrochen hat, ist eine Lektion die ich in regelmässigen Abständen erneut „repetiere“ ;).

  • Daniel sagt:

    Das ist es ja! Wie beim abnehmen, wir zahlen ein halbes Vermögen an Beratungen um hinterher zu wissen das wir mehr Gemüse, Früchte und Vollkornprodukte Essen sollten! Dabei hätte man getrost das Geld sparen können, wir wissen es ja selbst! Aber vermutlich ist das der Trieb in uns, das wir von anderer Seite eine selbstbestätigung brauchen und dafür unsere Haushaltskasse plündern!

  • Tamara sagt:

    Homeschooling…? Meinen Sie Heim- oder Selbstunterricht?

  • B. Folda sagt:

    Es gibt Beispiele von Homeschooling, die Erfolgsgeschichten sind. Interessanterweise werden diese bekannt, die anderen verschwiegen – warum wohl?
    Die kindliche Entwicklung ist für die öffentliche Schule tatsächlich eine Herausforderung. Wer aber glaubt, dass diese besser bewältigt werden kann, wenn man eine Privatschule besucht oder als Eltern auch die Rolle der Lehrer/innen übernimmt, irrt gewaltig. In der Volksschule müssen viele Ansprüche erfüllt werden, einer davon ist z.B. der Zugang zu weiterführenden Schulen. Oder soll z.B. die Matur auch von den Eltern vorbereitet werden?

  • daniela sagt:

    Das ist schoen zu lesen. Wir haben 12 Jahre in den USA gelebt und sind ins Homeschooling „reingerutscht“. Nun wieder in der Schweiz seit drei Jahren, gehen die drei Kinder in die oeffentliche Schule. Die Umstellung war einfacher als ich mir das gedacht hatte, doch ab und zu wuenschen wir alle, dass die Homeschoolingzeit wieder aufleben koennte…
    Von den Lehrerinnen die unsere Kinder in die Klasse hatten, kamen nur positive Rueckmeldungen, und dies vorallem auch was die Sozialkompetenz anbelangt. Da sind noch viele Vorurteile der hiesigen Bevoelkerung zu beseitigen. Danke fuer den Artikel.

  • Rolf Rothacher sagt:

    Kinder erwerben in der Schule in erster Linie Sozialkompetenz. In der Schule bilden sich interaktive Gruppen, die Lebenserfahrungen gemeinsam machen. Homeschooling fördert dagegen bloss Nerts, die in der realen Welt kaum zu Recht kommen. Homeschooling gehört einzig aus diesem Grund verboten.
    Die Unternehmen mit zu Hause-Arbeit haben längst erkannt, dass ihre Mitarbeitenden seelischen Schaden nehmen, wenn sie z.B. 4Tage pro Woche zu Hause arbeiten. Soll das für Kinder anders sein? Im Gegenteil.

    • Roshan sagt:

      die Nerds sind nun aber mal die innovativen, die sehr oft hohe Einkommen erzielen und mit ihren Erfindungen der Gesellschaft dienen.

      • Sportpapi sagt:

        Möglich. Oder es sind die Randständigen, die sich in der Gesellschaft nicht zurechtfinden. Jede Medaille hat eben zwei Seiten.

      • Roshan sagt:

        Ich finde das Wort randständig unsäglich. Es gibt einfach Menschen die anders funktionieren. Da muss ich aber auch sagen, dass die Schweiz als Gesellschaft mit dieser Situation human umgeht. Es gibt viele Gründe, warum Menschen aussteigen und es kann nicht gesagt werden, dass Homeschooling oder private Schulen kausal damit zusammenhängen.

        Wird der Konformitätsdruck aber zu stark, steigt die Zahl der Aussteiger an, so meine Vermutung.

      • tina sagt:

        ich kenne einige randständige, aber keiner davon wurde zuhause unterrichtet. viele gingen schon in der schulzeit kaputt

      • mila sagt:

        Heute weiss man, dass Hochbegabung nicht selten mit milden Formen von Autismus (Asperger) einhergeht. Insofern halte ich es für degoutant, hier von Randständigkeit zu sprechen.

        Und, um ehrlich zu sein: mir wäre es völlig egal gewesen, als seltsamer Kauz angesehen zu werden – wenn ich der Welt dafür bahnbrechende Errungenschaften wie die Relativitätstheorie gebracht hätte. Eines meiner liebsten Zitate zur Zeit, von besagtem Herren: „Probleme kann man niemals durch dieselbe Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.“ Diese Lektion werden wir als Gemeinschaft erst noch lernen müssen.

      • Sportpapi sagt:

        Heute weiss man, dass auffällige Kinder aller Art schnell ein medizinisches Etikett (Asperger…) erhalten, therapiert und speziell behandelt werden. Statt dass man mit den Kindern und Eltern Wege sucht, Defizite aufzuarbeiten. Den Begriff „Randständige“ habe ich natürlich nicht erfunden, ich halte ihn hier für angemessen, in vielen Fällen aber für beschönigend.

      • Roshan sagt:

        „Heute weiss man, dass auffällige Kinder aller Art schnell ein medizinisches Etikett (Asperger…) erhalten, therapiert und speziell behandelt werden“ stimmt, SP, das wird oft gesagt. Aber: wie läuft konkret die Abklärung ab? Wer macht die Diagnose, wenn in einer Schule ein auffälliges Verhalten befunden wird? Wie viel politisches etwa ist im diagnostischen Katalog DSM verpackt?

      • Anne sagt:

        Wie ich schon in anderem Post geschrieben hab, hab ich mir die Website von Wüstenfuchs durchgesehen. Auch bei meinem Sohn hatten wir in Schule mit Anfangsproblemen zu kämpfen (vermutetes ADHS von Lehrer). Aber wir haben das Heft in die Hand genommen, Abklärung selbst veranlasst, Lehrer miteinbezogen und nun – mit flankierenden Massnahmen haben wir die Sache im Griff (kein ADHS- vielleicht nur Übergangsprobleme KigA-Schule). Hätten wir überall Feinde gesehen und unreflektiert jedes Feedback abgeschmettert, müsste ich nun vielleicht auch zu HAuse unterrichten.

      • mila sagt:

        Beschönigend? Ich halte ihn für pejorativ konnotiert. So gehen die Empfindungen auseinander, und im Zweifelsfall ist mir ein Fachausdruck wie dissozial oder antisozial allemal lieber.

        Ansonsten frage ich mich wie Roshan, wieviel Politisches sich in scheinbar neutralen diagnostischen Klassifikationen versteckt – und dafür muss ich noch nicht einmal Michel Foucaults ‚Wahnsinn und Gesellschaft‘ zur Gänze gelesen haben…

      • gabi sagt:

        „Scheinbar“ – genau, mila.

        Lesen Sie Anne ruhig mal etwas genauer; Sie müssen gar nicht erst bis Foucault: „…Hätten wir überall Feinde gesehen und unreflektiert jedes Feedback abgeschmettert…“

        Bringt Ihr Wirken im MB ganz allgemein sehr gut auf den Punkt.

        Es hilft nichts, sich mit ein paar angelesenen Federn zu schmücken, wenn man in konreten Situationen dennoch nicht kurz zu refkektieren (oder auch nur mal nachzulesen, geschweige denn nachzufragen) vermag, bevor man irgend eine Behauptung platziert.

        Da nützt auch die intellektuellst anmutende Bücherei nix.

        😉

      • mila sagt:

        Auf Anne habe ich mich gar nicht bezogen, ich befinde mich in einem Dialog mit Roshan und Sportpapi – aber dies nur so nebenbei. 😉

      • gabi sagt:

        Sorry; ich seh´s halt mehr…

        …öh…

        …Ganzheitlich!

        😀
        🙂

      • mila sagt:

        Wie gesagt: ich befinde mich in einem Dialog mit Roshan und Sportpapi. Ihre Kindereien müssen warten.

      • mila sagt:

        …aber vielleicht begreifen Sie es eher, wenn ich mich Ihrer Kommunikationsweise etwas angleiche: 😛

      • mila sagt:

        Nicht, dass man mir nachsagt, ich sei nicht entgegenkommend. 🙂 😛

      • gabi sagt:

        Das wäre fein.

        Ich geb auch gerne zu: Ich könnte das nachträgliche Biegen und Zurechtrücken auch gar niemals auf Ihrem Niveau.

        😉

      • mila sagt:

        Aber Gabi, mir ist doch längst klar, dass kognitive Flexibilität nicht so ganz Ihre Stärke ist… Es zwingt Sie wirklich niemand dazu, Ihre intellektuellen wie menschlichen Unzulänglichkeiten quasi auf täglicher Basis freimütig offenzulegen. 8)

        (Dank Ihnen werde ich noch zur unfreiwilligen Pointenschreiberin – haben Sie zumindest dafür herzlichst Dank.)

      • mila sagt:

        Oh schade – den abgefangenen Kommentar fand ich nun wirklich lustig. He nu, vielleicht taucht er ja später noch mal auf… Bin fürs erste wieder mal auf Hügelwanderschaft. 😉

      • gabi sagt:

        Dachte schon es regnet… Wo Sie sich wieder mal auf derartig unwürdige Abfolgen einlassen, mit Gegenübern wie SP, bei denen ja das Wort „Austausch“ schon fehl am Platz sein muss, wie Sie ja jeweils lääängst im Voraus wissen….

        Sie Ärmste, Sie!

        Und das auch noch in den Ferien!

        🙂
        😀

      • mila sagt:

        Schönster, strahlender Sonnenschein hier, nur ist es auf dem Dorf bisweilen etwas – wie soll man sagen? – abgeschieden. Ehrlich: Ihre Aufmerksamkeit(en) schmeicheln mir durchaus, aber auch wenn ich wollte, käme ich selbst in dieser Abgeschiedenheit nie dazu, Sie in demselben Ausmass zurückzugeben. Und damit definitivst einen schönen Rest-Nachmittag. 😉

      • gabi sagt:

        Bloss ein Bisschen windig; hm?!

        😀

    • tina sagt:

      diese kinder sitzen nicht die ganze woche mit mami allein zuhause. aber homeschooling ist sicher nicht für jedes kind und alle eltern das richtige. frag mal erwachsene, wie glücklich sie in der volksschule waren: du wirst eine menge finden, die gelitten haben

    • Thomas1 sagt:

      Wenn Sie davon ausgehen, dass alle Menschen gleich sind, gebe ich Ihnen recht, Herr Rothacher. Davon gehe ich aber nicht davon aus – und deshalb sind ihre Schlussfolgerungen aus meiner Sicht falsch. Übrigens: Ich arbeite 90% von zuhause aus und mir geht es blendend. Ich geniesse es, nicht Punkt 8 Uhr auf der Matte stehen zu müssen, nicht in Pendlerströme zu müssen, an schönen Tagen eine Wanderung einzulegen, an Regentagen etwas mehr zu arbeiten und nach getaner Arbeit Freude und Bekannte zu treffen. Also nix von seelischem Schaden, im Gegenteil.

  • Remo Nydegger sagt:

    Stellen wir also fest: Das Kind
    -lernt nicht aufzustehen wann es muss, sondern kann immer schön ausschlafen
    -hat keinen Schulweg (und die damit verbundenen Erfahrungen)
    -hat nach max. 2,5 Stunden immer den ganzen Tag frei
    -hat keine Klassenkameraden
    -hat keine Gruppenarbeiten, in welchem man gemeinsam etwas erarbeiten kann
    -hat aber auch keinen „Wettbewerb“ gegen andere Kinder
    -lernt nicht einfach mal 45 Minuten still zu sitzen.
    -hat keine gemeinsamen Aufgaben ausserhalb des Klassenraumes, keine Klassenreisen etc.
    -hat keinen professionellen Lehrer!!
    -Homeschooling ist ein schreckliches Wort!!

    • Markus Notter sagt:

      Sie bringen es genau auf den Punkt!
      Kinder sind flexibler und härter im Nehmen als wir denken, früh aufstehen etc. sind lange nicht so schlimm wie es die Autorin darstellt.

      • tina sagt:

        es gibt einen teil kinder, die leiden aber massiv unter solchen eigentlich nicht sehr hohen anforderungen. ich selber liebte die schule, meine schwester litt ihre ganze primarschulzeit wirklich schlimm. ich bin sicher, sie hätte als erwachsene massiv weniger probleme, hätte sie da nicht durch müssen.
        es gibt viele kinder, die leiden mehr unter gruppenarbeiten und klassenkameraden, als dass sie davon profitieren. stillsitzenmüssen ist nicht etwas, das man kindern 6jahre täglich aufbürden muss, damit sie es dann mal können.

    • romeo sagt:

      Oh Gott! Dann wird das Kind ja nicht durchschnittlich; evtl wird es nicht mal zu einem Standard-Gesellschafts-Roboter. Und, nein, ich wage es kaum zu schreiben, vielleicht macht sich das Kind sogar eigene Gedanken. Entsetzlich..

      • tina sagt:

        🙂

      • Remo Nydegger sagt:

        @Tina
        Auch ich hatte z.T. massive Probleme, monatelang schlaflose Nächte wegen bestimmten Lehrern! Aber nur weil ich mich diesen Lehrern und endlos lang scheinenden Stunden stellen musste, konnte ich diese Angst überwinden und ging gestärkt daraus hervor. Indem man das Kind von solchen Situationen versteckt werden die Probleme nicht beiseite, sondern nur aufgeschoben! Würde mich nicht wundern wenn das im Artikel erwähnte Kind irgendwann MASSIV Probleme kriegen würde. Sei es im sozialen Bereich oder im Job.
        @Romeo
        Ich glaube sie haben meine Kritik überhaupt nicht verstanden…

      • tina sagt:

        remo, ich glaube das schon, aber heimunterrichtete kinder sind ja auch nicht abgekapselt und müssen sich nicht mit sozialen gefügen auseinandersetzen. was wäre wohl passiert, wenn du deine schlaflosen nächte hättest sparen und dafür mehr energie in etwas hättest stecken können, was dich vorwärts und aufwärts gebracht hätte. vielleicht hätte das zu einem selbstwertgefühl geführt, das nicht nötig hätte, angst vor lehrern zu überwinden. braucht man das im leben als erachsener: angst vor lehrern überwinden?

    • Anna Lyse sagt:

      * Ausschlafen: Wenn ich von zu Hause arbeite, dann kann ich auch bis 8 Uhr ausschlafen.
      * Schulweg: Der Junge geht in die Jugendriege und hat Freunde, die er besucht.
      * 2.5h Schule: Das sind drei bis vier Lektionen der normalen Schule, in denen man mit Einzelunterricht mehr lernt als im Klassenverband
      * Klassenkameraden: Hat Freunde und macht Sport
      * Gruppenarbeiten: Es gibt auch andere Wege, Zusammenarbeit zu lernen (Pfadi, Sport, andere Hobbies)
      * Wettbewerb unter Kinder: guter Punkt

    • Anna Lyse sagt:

      * 45min still sitzen: Bitte Studie liefern, die besagt, dass Stillsitzen eine ausserordentlich wichtige Disziplin ist, die es zu erlernen gilt
      * hat keine gemeinsamen Aufgaben ausserhalb des Klassenraumes, keine Klassenreisen etc.: Wiederholung obenstehender Punkte
      * Keinen professionellen Lehrer: Die Mutter wird durch Lehrpersonal begleitet
      * Homeschooling ist ein schreckliches Wort: n/a

      • Sportpapi sagt:

        „* Keinen professionellen Lehrer: Die Mutter wird durch Lehrpersonal begleitet“: Wenn ich das richtig gelesen habe heisst das, dass die Begleiteperson vierteljährlich die Leistungen in Deutsch und Mathe überprüft…

  • Tom Mueller sagt:

    Fragen:
    – Weshalb wird ein Pseudonym verwendet ?
    – Weshalb werden diese texte nicht editiert (e.g. „und den dadurch ausgelösten Prozess des Hinterfragens“)?
    – Sind zwei Stunden pro Tag wirklich genug?
    – Wie wird das Kind reagieren, wenn es zukuenftig einmal benotet/bewertet wird oder sich in einer kompetitiven Umgebung durchzuschlagen hat (i.e. inwiefern ist Homeschooling auch Lebensschule)?
    Mir gefaellt die Idee vom „intrinsischen Lernen“ zwar durchaus und ich sehe Vorteile im Homeschooling, bzweifle aber dennoch, dass die oben beschrieben Art und Weise richtig und erfolgreich sein kann.

    • mineli sagt:

      Erinnert mich auch ein bisschen an die Steiner Schule, wo oft Schüler, die in der Allg. Schule als Aussenseiter gelten, hingehen. Dort wird der Unterricht mit viel menschlicher Zuwendung – ohne Noten – ohne Druck – mit viel Verständnis für Mensch, Tier und Pflanzen abgehalten. Nur : wenn es am Ende der Schulzeit um die Weiterbildung, den beruflichen Einstieg geht, müssen (ich weiss dies von Freunden von uns) noch zwei bis drei Jahre“ normaler“ Unterricht nachgeschoben werden, damit der Anschluss an die offiziellen Institutionen wie Uni, KV etc. erreicht werden können.

      • Thomas1 sagt:

        Sorry. Darüber gibt es Studien und Zahlen, die das Gegenteil belegen. Das Problem bei diesen hartnäckigen Vorurteilen ist, dass gewisse Fälle herausgezogen und als Allgemeingültig erklärt werden. Umgekehrt gibt es ja auch Staatsschulabgänger, die keine Lehrstelle, keinen Beruf finden und auf der Strasse landen. Deswegen zu sagen, ich kennen jemanden, dem ist das so ergangen also sind die Staatsschule schlecht, ist absurd. Fakt ist: Nach 9 Jahren Steinerschule ist der kantonale Lehrplan erfüllt, die Atelierschule in Zürich kann man mit eidg. anerkannter Matura abschliessen.

  • Manuel Meier sagt:

    Und dann wundern sich die Eltern in 8 Jahren wieso Ihre Kinder keine Ausbildungsstelle finden.

    Wenn das Kind jetzt nicht ins Schulsystem passt, wie soll es dann ins Berufsausbildungssystem passen? Des weiteren denke ich nicht, dass ein Elternteil sein Kind gleich gut unterrichten kann wie ein Lehrer. Klar hatte man den ganzen Stoff schonmal als Kind, aber man wird kaum alles auswendig wissen und kann dies dann auch noch so erläutern, dass es verständlich ist. Ich denke hier nur schon an Grammatik in DE, FR, EN. Da hat man garantiert defizite, da geht Homeschooling garantiert nicht.

    • gabi sagt:

      Das wäre zumindest eine spanende Frage (an Personalchefs, z.B.):

      Ob das überhaupt auffällt; bzw. wie´s ankommt.

      • tina sagt:

        es arbeiten längst nicht alle menschen an arbeitsplätzen wo es personalchefs gibt…..

      • gabi sagt:

        Von jemandem eingestellt müssen dennoch fast alle erst einmal werden…

      • tina sagt:

        möglicherweise stellen sie selber etwas auf die beine und werden chefs

      • gabi sagt:

        Das will ich keinesfalls ausschliessen.

        Ich kenn aber niemanden, der heute sein eigner Chef, oder gar Unternehmer mit mehreren Angestellten, ist, der sich am Anfang seiner Karriere nie irgendwo bewerben und vorstellen musste.

        Sie schon?!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @manuel Meier:
      “ Ich denke hier nur schon an Grammatik in DE, FR, EN.
      Da hat man garantiert defizite, da geht Homeschooling garantiert nicht.“
      Naja, da hab ich die Defizite eher andernorts erlebt, kommt immer auf die Lehrmittel und besonders die Art&Weise der Vermittlung drauf an, so schwierig ist es nun auch wieder nicht da- mit Hilfe der begleitenden Lehrerin übrigens- den Stoff zu vermitteln.

      • Brunhild Steiner sagt:

        …und vor lauter Grammatik-homeschool-Verteidigung das grosse M kleingemacht, Entschuldigung…

  • Brunhild Steiner sagt:

    Nach der CB von einem betroffenen Kind über seine Home-ge-schoolt-werden-Erfahrung
    nun die Sicht von einem Elternteil die Homeschooling praktiziert, finde ich gut.
    Toll wenn das die eigenen Voraussetzungen und Lebensumstände erlauben!
    Und bestimmt entspannter als einen Schulbesuch mit Medikamenten und x-Zusatztherapiestunden
    auf Biegen und Brechen durchzusetzen.
    Viel Erfolg auf diesem Weg! 🙂

    • Sportpapi sagt:

      Einverstanden: Ich für meinen Teil erhoffe mir aber, dass die Lernfortschritte, auch in sog. „Nebenfächern“, regelmässig überprüft werden. Dass der Lehrplan eingehalten wird, auch wenn der Mutter ein Thema etwas weniger wichtig erscheint. Turnen durch eine Lektion Jugendriege zu ersetzen, ist zum Beispiel bereits mehr als grenzwertig. (Das Dreistunden-Sportobligatorium wurde gerade wieder bestätigt. Die Tendenz geht aber eher in Richtung tägliche Sportstunde).

    • Tomasino sagt:

      Wie genau wird denn der Lernfortschritt in Nebenfächern bei den staatlichen Lehrern überprüft? Mein Eindruck ist, dass auch diese vor allem nach ihren eigenen Prioritäten gewichten. Das wird bei der Mutter wohl gleich sein.

      • Sportpapi sagt:

        Mag sein. Aber es findet immerhin statt. Und die Eltern haben – wenn es sie interessiert – immer die Möglichkeit nachzufragen, weshalb bestimmte Fächer zu kurz kommen. Der Lehrplan hat doch eine gewisse Verbindlichkeit.

  • Homeschooling....... sagt:

    Ich kenne leider nur Beispiele wo die Eltern Homeschooling betreiben, weil sie ihre Kinder dem offenen Gedankengut einer Gesellschaft fern halten wollen, um die Ideologien ihrer Freikirche ihren Kindern aufzuzwingen….. leider. Von daher hat Homeschooling für mich immer einen sehr bitteren Nachgeschmack.

    • Roshan sagt:

      umgekehrt kann aber auch gesagt werden, dass die öffentliche oder Staatsschulke den Beigeschmack von Indoktrination und/oder Subordination hat.

      • Sportpapi sagt:

        Indoktrination = Unterricht? Subordination = Disziplin?

      • Roshan sagt:

        Ich schrieb: UMGEKEHRT kann auch gesagt werden dass. So sehe ich es beispielsweise so, dass das, was unter ’soziale Kompetenz‘ etikettiert wird, den Beigeschmack politischer Indoktrination haben kann und dass das, was unter Disziplin etikettiert wird, Konformismus ist.

      • gabi sagt:

        Sieht Monscheinchen lustigerweise genauso…

        😀

      • Sportpapi sagt:

        @Gabi: Du liegst wohl falsch.
        @Roshan: Ich habe nachgefragt, damit ich das richtig verstehe. Natürlich haben Sie recht. Mit der Sozialisierung in der Schule sollen die Kinder auch zu politische mündigen Bürgern erzogen werden. Solche, die teilnehmen. Und wenn sie Disziplin lernen sollen, ist damit verbunden, sich auch an gesellschaftliche Regeln halten zu können, bzw. als Teil der Gesellschaft funktionieren zu können. Man könnte alldem auch einfach Erziehung sagen. Ich sehe dazu keine taugliche Alternative.

      • gabi sagt:

        Aber die Art kommt Dir auch vertraut vor, nicht wahr?

      • gabi sagt:

        Schlimm, schlimm… Wie das Patriarchat Frauen dazu zwingt, sich derart zu verleugnen.

        🙂

      • mila sagt:

        Roshan, ich sehe vieles zwischenzeitlich ähnlich, nur würde ich nicht von politischer Indoktrination sprechen (@Gabi: das ominöse Patriarchat war damit meines Wissens/Lesens nicht gemeint, aber dies nur nebenbei) – ich habe nur schon mit dem gegenwärtigen Konzept der Sozialisation ein gewisses Problem. Dazu gibt es interessante neurobiologische Inputs bei Gerald Hüther, ‚Was wir sind und was wir sein könnten‘.

        Fazit: für mein Kind würde ich heute nach Möglichkeit eine Montessorischule wählen, Homeschooling wäre mir bei den derzeitigen Kleinfamilienverhältnissen eine zu einsame Geschichte.

      • Roshan sagt:

        Mila, schau auf der im Haupttext verlinkten Seite nach, unter Deklaration von Berlin. Es gibt diese politische Dimension. Sicher ist Indoktrination ein starkes Wort. genau so stark wie ‚Integration‘, ’soziale Kompetenz‘ und ähnliches.

        Ich muss dazu auch sagen, dass ich Bemühungen wie ‚homogene integrierte Gesellschaft‘ bedenklich finde.

        Und Montessori ist auch meine erste Wahl.

      • gabi sagt:

        Sie war es schon immer!

        😉

      • gabi sagt:

        Wobei ich ihr ev. Unrecht tue. Würd mich schon interessieren.

        Äussern Sie sich doch mal selbst, Pippi?

        Wenn ich mich recht entsinne, sind sie – zumindest als Pippi – hier genau nach jenem typischen Auftritt verschwunden, wo es auch der Redi mal zuviel wurde: Als Sie dem kleinen, schreibenden Mädchen, mit der Leber eines Spenders, so nett ans Herz zu legen versuchten, dass für deren Transplantation bestimmt jemand ins Grass beissen musste, dem das ansonsten noch gar nicht geblüht hätte.

        Ev. sind Sie tatsächlich mal für das Ihnen so eigene Takt- und Feingefühl ausgesperrt worden, Pipps?

        🙂

      • mila sagt:

        Ich weiss nicht, welcher Haupttext gemeint ist. Aber der Begriff einer ‚homogen integrierten Gesellschaft‘ scheint mir das Gegenteil einer pluralistischen Gesellschaft, die die individuellen Fähigkeiten der Einzelnen optimal fördert – und fordert.

      • Roshan sagt:

        Haupttext: der Text, über den wir hier reden. derjenige der einen Titel hat (das Wort mit A ist teil des Wortfilters, deshalb die umständliche Umschreibung).
        am ende dessen ist ein Link. am Zielort unter Bücher dann weiter.

      • gabi sagt:

        Ich hab ja mittlerweile so ein Durcheinander mit den verschiedenen Nicks und Namen, dass ich, sobald ich Montessori höre, zu allererst an Maori Monti denke…

        😀

        Nein; im Ernst jetzt: Ich war doch zu neugierig und hab mich kurz kundig gemacht, ob Sie seit Ihren absolut danebenen Kommentaren bei der gespendeten Leber, noch einmal – als Pippi, natürlich – aufgetaucht sind:

        „Computer sais: No.“

        Also ist der Nickwechsel ev. schlicht notwendig („nicht Ihre Schuld“ wäre nicht korrekt: Rauswurf und Sperre waren mehr als berechtigt!)

        Viel wichtiger wäre, dass Sie was draus lernen!

      • mila sagt:

        Ah, Hüther auch dort. 😉

        Das Problem, das ich mehr und mehr sehe: es gibt einen schmalen Grat zwischen Sozialisation/Integration und (ausgrenzender) Normierung. Wobei es nicht zuletzt eine Frage historisch-kultureller Setzung ist, was jeweils als ab-norm betrachtet wird, und was nicht. (Und wenn wir uns vor diesem Hintergrund verinnerlichen, dass viele herausragende künstlerische und wissenschaftliche Leistungen von ‚Randständigen‘ erbracht wurden, wird die Sache gleich nochmals verzwickter.)

  • Ueli Hubeli sagt:

    Mittlerweile gibt es ja schon die Khan Academy! Die haben Weltweit schon mehr als 2 Millionen Schüler auf allen Erdteilen. Da lernt man zu hause, mit einem Coach, wenn notwendig. Kein Frontalunterricht mehr. In Amerika wird an einigen Schulen mit den Lernvideos der Khan Academy unterrichtet. Der Lehrer ist Coach, so auch die Schüler die den Stoff begriffen haben. Dann das Beste: „Es ist Kostenlos!“…………….Es gibt auch viele Video’s schon auf Deutsch……………Viel Spass…………..

    • Sportpapi sagt:

      Und das ersetzt dann die obligatorische Schule in der Schweiz? Ich nehme an, man kann da auch gleich den Schweizer Lehrplan eingeben, damit man die richtigen Ziele erreicht, oder?

    • mila sagt:

      Die Khan Academy gibt es praktischerweise auch als App. 😉 Tolle Initiative, aber ich sehe sie eher als unterrichtsergänzend, als als unterrichtsersetzend.

  • Thomas B. sagt:

    1,5 – 2 Stunden? Wie den dass? Ist man im Einzelunterricht so viel effizienter? Ich nehme mal an die Öffentliche Schule würde im gleichen Alter 4-6 Stunden dauern.
    Wie erklärt sich ein solcher Unterschied?

    • Brunhild Steiner sagt:

      Nach dem was ich über Homeschooling gelesen habe spielt der Effizienzfaktor eine wesentliche Rolle und man kommt mit der Stoffvermittlung sehr viel schneller voran als im Klassenverband.

      • Sportpapi sagt:

        Je homogener die Gruppe, desto effizienter der Unterricht. Leider geht die öffentliche Schule halt in eine andere Richtung. Weil soziale Kompetenzen zum Teil höher gewertet werden als Schulstoff (Wissen/Können). Dem entziehen sich Homeschooler ebenso wie teilweise Privatschulbesucher. Verständlicherweise, denke ich manchmal. Aber vielleicht wäre es klüger, auch an der öffentlichen Schule das Rad wieder etwas zurückzudrehen.

      • Roshan sagt:

        Woher die Arroganz kommt, dass private Schulen keine solche Kompetenzen vermitteln würden entgeht mir völlig.

      • gabi sagt:

        Ich dachte, Sie haben zuvor grad die Art bemäkelt, wie hier diskutiert wird? Also wie etwas z.B. gleich auf die persönliche Ebene gezerrt wird?!

        – Dann fallen Sie doch bitte nicht so lachhaft schnell in Ihre peinlich unangenehme Art, an der Sie längst wieder alle erkennen.

        😉

      • Sportpapi sagt:

        Haben Sie eine Rückfrage, Roshan?

      • Roshan sagt:

        Nein, SP. Dies, weil dieser Ast des Verlaufes kontaminiert ist. Die betreffende unaussprechliche Kontaminierung dulde ich nicht.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Sie meinen den von Ihnen gewählten Begriff der Arroganz, der völlig unangemessen war?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Sportpapi:
        „Weil soziale Kompetenzen zum Teil höher gewertet werden als Schulstoff (Wissen/Können).“

        Nein, soziale Kompetenzen werden nicht höher gewertet!

        ABER Sie haben immer mehr Teilnehmer
        welche eben genau diese von Ihnen angesprochene „Homogenität“
        durch das Fehlen von sozialen Kompetenzen BLOCKIEREN….

        Die Schule würde wohl als erstes dankbar auf die Kniee fallen
        wenn sie auf all diese
        „gehört zum normalen Grundwissen übers Leben dazu-Einheiten“
        verzichten könnte!!!

      • Sportpapi sagt:

        @BS: Wir sind uns doch völlig einig. Allerdings herrscht heute auch in Bezug auf Schulstoff die Meinung vor, Heterogenität sei eine Chance, kein Risiko. Dabei weiss jeder, dass die „guten Schüler“ in einem fördernden Umfeld viel mehr erreichen könnten, bzw. nach viel kürzerer Zeit eigentlich die Schule wieder verlassen könnten (2-3 Stunden am Tag?).

      • Roshan sagt:

        SP, Sie sagten: „Dem entziehen sich Homeschooler ebenso wie teilweise Privatschulbesucher.“ ich finde es arrogant, zu sagen dass sich Eltern, die diesen Ausbildungsweg für ihre Kinder wählen, sich der Gesellschaft entziehen. So jedenfalls habe ich ihren Satz interpretiert. Sicher ist bei Homeschooling, so wie im Text mit einem Einzelkind geschildert, die Gefahr der Vereinsamung und Abkapselung stark. Homeschooling und private Schulen sollten aber getrennt betrachtet werden.

      • Sportpapi sagt:

        @Roshan: Deshalb habe ich teilweise geschrieben, was eine Minderheit impliziert.

      • gabi sagt:

        … Und die Worte… Und ihre Bedeutung….

        – Rock-n-Roll-Operette!

        – Rock-n-Roll-Operette!

        – Rock-n-Roll-Operette!

    • Beat H. sagt:

      Als unsere 2 Kinder in der Mittelstufe waren, sind wir für 6 Monate mit dem Camper verreist. Wir haben von der Schule die Lehrmittel bekommen und wussten, welcher Stoff zu lernen war. Mit einem Aufwand von den oben erwähnten 1.5 – 2 Std./Tag haben sie das Pensum problemlos geschafft. Es macht schon einen Unterschied, ob man eine heterogene (Lerngeschwindigkeit, Kultur, Sprache etc) Klasse von 20 Schülern unterrichtet oder nur mit 2 Kindern arbeitet, wobei man zusätzlich die Freiheit hat, nicht nur die Unterrichtszeiten, sondern auch die Unterrichtsform selber festzulegen.

  • brigitte sagt:

    Ein sehr interessanter Artikel. Als Mutter eines Sohnes der sehr gerne zur Schule geht, kann ich das trotzdem gut verstehen. Zu denken am Homeschooling gibt mir, dass es wieder nur etwas ist für diejenigen Kinder, die Eltern haben welche auch in der Lage sind einen Unterricht selber zu gestalten. Wieder etwas für eine Minderheit, wieder etwas, das am bestehenden System kaum was ändert. Das finde ich schade.

    • gabi sagt:

      Guter Gedanke.

      Hach… Ich bin einfach ambivalent bei dem Thema.

      Einerseits könnt ich mir das selber durchaus vorstellen und natürlich spricht die Flexibilität auch dafür. Aber andererseits gehört das Reiben an Anderen (inkl. Lehrer) doch auch zur Sozialisation.

      • tina sagt:

        gabi, wenn man so wenig zeit täglich für schul-lernen braucht wie beim homeschooling, dann hat man genug zeit fürs soziälele. schliesslich gehen auch volksschüler in die pfadi, fussballspielen und ähnliches

      • Sportpapi sagt:

        Naja, die Schüler, die ich kenne, fehlen häufig in den Vereinstrainings, weil sie 1.5-2h „Homeschooling“ (=Hausaufgaben) neben dem Schulunterricht nicht auch noch unterbringen (Oberstufe).

      • tina sagt:

        sportpapi: ja genau, in der oberstufe hat man ja neben 35 stunden schulzeit (!!!) plus schulweg noch 7 stunden hausaufgaben. mit 13. wo liegt priorität: hausaufgaben oder sport? theoretisch beim sport, aber hausaufgaben müssen erledigt werden

  • Christa Meier sagt:

    Das Thema wäre interessant, aber der Artikel ist relativ langweilig und nichtssagend. Leider!

    • Roshan sagt:

      Doch, ich finde sowohl das Thema hochinteressant als auch den Text gut geschrieben.

  • diva sagt:

    nun1.5 bis 2 stunden lernen am tag sind schon etwas wenig. aber… ich würde heute auch homeschooling der staatsschule vorziehen, wo einem die kinder regelrecht versaut werden.

    • Aloha sagt:

      In der Schule werden die Kinder versaut? Echt? In welcher denn? Meine Tochter wurde bisher nicht versaut, ich auch nicht und soweit ich sehe, unsere Nachbarskinder auch nicht! Was ist denn das für eine Aussage!?
      Meine Tochter soll von anderen Meinungen profitieren und nicht nur unsere Meinung aufgetischt bekommen. Aber dazu gehört wohl eine gewisse Offenheit der Eltern…

      • tina sagt:

        diva: nettolernzeit in der volksschule ist eben wirklich nicht mehr, respektive, der lernstoff ist durchaus in der zeit zu bewältigen.
        aloha: bald haben es meine jungs ja hinter sich, aber auch jetzt in der oberstufe, tut es mir weh, wenn ich mitbekomme dass jungs wie sträflinge behandelt werden, einfach mal so präventiv. da denke ich schon: wenn man deliquenten heranzüchten will, dann ist man so auf einem guten weg… sehr traurig

  • Peter Steiner sagt:

    „wir und das Schulsystem inkompatibel sind“ – Dazu braucht’s m.E. schon eine recht exotische Einstellung. Würde mich interessieren, was denn derart inkompatibel an der öffentlichen Schule ist, das die Autorin hindert, sich dort anzuschliessen: Religiöse, weltanschauliche, sprachliche, …?

    Ich finde zudem die Doppelrolle von Lehrperson und Eltern nicht ganz unproblematisch. Gibt’s da kein „Lagerkoller“?

    • Roshan sagt:

      Ich kann mir sehr viele Gründe vorstellen, woher die Inkompatibilität kommen kann. da ist überhaupt nichts exotisches dran. Dass sofort ‚frei-kirchliche Ideologie“ fernvermutet wird, ist im weiteren eine der üblichen Vorurteile.

    • Hans sagt:

      Für den Anfang wäre da nur schon der widernatürlich frühe Unterrichtsbeginn…

    • Ralf Erder sagt:

      Der Pädagoge Jesper Juul schreibt (sinngemäss): Noch nie waren Schule und Leben so weit von einander entfernt wie heute. Das blinde Vertrauen in unser Schulsystem erstaunt mich manchmal. So ziemlich alles wird der Schule abgeschoben (das ist ein Trend in die eine Richtung). Wir haben ein gutes und gleichzeitig furchtbar schlechtes Schulsystem. Der Satz: „Wir lernen fürs Leben und nicht für die Schule!“ empfinde ich als reiner Zynismus. Informieren Sie sich mal über die Schule in Finnland. So könnte es eben auch gehen.

    • Cybot sagt:

      Die Frage, was da inkompatibel war, hab ich mir auch gestellt. Die Folgefrage wäre dann, ob damit den Problemen nicht einfach aus dem Weg gegangen wurde, anstatt sich ihnen zu stellen. In der Schule lernt man ja auch, soziale Konflikte zu bewältigen, sich auch mal anzupassen und ganz allgemein in die Gesellschaft einzufügen. Ich finde Homeschooling schon allein deshalb nicht sinnvoll. Aber breit durchsetzen wird es sich ohnehin nie, der Zeitaufwand für die Mutter/Lehrerin dürfte die meisten schnell von der Idee abbringen.

      • tina sagt:

        einige menschen sind nicht für grosse gruppen gemacht. es gibt kinder, da ist das beste was man herausholen kann, dass sie möglichst wenig schaden nehmen in der volksschule. wenn du diese zu massentauglichkeit schleifst, dann gehen sie kaputt. nicht alle menschen gehen einen beamtenweg. mag sein, dass diese ihr leben lang rudern und kämpfen müssen, sie nie ankommen, aber das ist ihre natur. diese menschen werden stärker, wenn man sie nicht massentauglich schleift

      • mila sagt:

        Exakt meine Meinung, tina. Schön formuliert.

      • Thomas1 sagt:

        @ Tina: das hast du sehr schön auf den Punkt gebracht.

      • Roshan sagt:

        yep. gut formuliert.

      • tina sagt:

        freut mich sehr, dass auch andere das so sehen, merci für das feedback

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