Albert Anker und die moderne Familienpolitik

Eine Carte Blanchevon Renate Christen Degen*.

Anker_Kinderkrippe

Gehört Familienartikel-Gegner Christoph Blocher: «Kinderkrippe» von Albert Anker (Öl auf Leinwand, 1890).

Kennen Sie das 1890 entstandene Bild «Kinderkripppe» von Albert Anker? Nein? Eine Kinderschar, alle um einen grossen Tisch gesetzt, die Mehrheit löffelt eine Suppe. Im Vordergrund eine Frau, deren dunkle, steife Tracht in einem seltsamen Kontrast zum jugendlichen Gesicht unter der Haube steht. Sie gibt zwei Kindern, die verkehrt auf der Bank sitzen, das Essen ein. Zwei andere sehen zu. Ein drittes zieht ob der Benachteiligung ein verdriessliches Gesicht.

Sollte es in der «heilen Welt», welche die Gegner des Bundesbeschlusses über die Familienpolitik vor Augen haben, schon Kinderkrippen und berufstätige Frauen gegeben haben? Mit Erstaunen erkennt man: Die Probleme im Anker’schen Kosmos und in der Gegenwart sind dieselben. Unterschiedlich ist der Anstoss. Bei Anker ging es um das nackte Überleben. Heute liegen die Gründe in den veränderten gesellschaftlichen Realitäten.

Frauen erarbeiten sich eine Ausbildung, die sie nutzen wollen, auch wenn sie eine Familie haben. Sie sehen wenig Sinn darin, wenn Schule, Lehre oder Hochschule «am Herd» enden: ein volkswirtschaftlicher Unsinn! Wir sind gerne Mütter – und zwar solche, die ihren Kindern in den heute gewandelten Anforderungen beistehen können. Heute einen Beruf auszuüben heisst für alle: Immer wieder dazulernen. Weicht man diesem Anspruch aus, ist man «weg vom Fenster». Qualifizierte Berufstätige und deren Kinder sichern den Wohlstand, die Krisenfestigkeit und die Sozialwerke. Dafür braucht es alle, Frauen und Männer.

Die Familie ist in der Schweiz Privatsache – so soll es auch bleiben. Ein genügendes Angebot an Tagesschulen, Mittagstischen, Horten und Krippen, gibt uns Eltern mehr Raum, in Freiheit zu entscheiden, in welcher Form wir Beruf und Familie vereinbaren wollen. Viele Familien sind auf das Einkommen beider Elternteile angewiesen. Alleinerziehende haben in der Regel gar keine andere Wahl, als erwerbstätig zu sein. Sie sind mit ihren Kindern besonders gefährdet, in Armut zu geraten. Dies gilt auch für Familien mit vielen Kindern, wenn die Last des Erwerbs nur auf einer Person ruht.

Unterschwellig wird argumentiert, die Krippen würden die Kinder der Familie entfremden. Wie erleben das die Kinder selbst? Ist die Beobachtung, dass Kinder sich leicht von der Mutter, vom Vater verabschieden, wenn sie ihre Spielkameraden wiedersehen und beim Aufbruch von der Krippe trödeln, die Bestätigung einer solchen Entfremdung? Kinder sind von Natur aus neugierig. Sie erfahren im Hort andere Ansichten, andere Fähigkeiten, teilweise auch andere Sprachen. Soziale und kulturelle Auseinandersetzungen erleben sie hier im spielerischen Umgang.

Die Gegner des Familienartikels malen den Bankrott des Staates an die Wand. Woher nehmen sie diese Gewissheit? Richtig ist: Bevor der Bund sich selber engagiert oder den Kantonen Vorgaben machen kann, hat das Parlament die Einzelheiten in einem Bundesgesetz zu regeln. Gegen dieses Gesetz kann das Referendum ergriffen werden. So hat das Volk das letzte Wort.

christen150x150*Renate Christen Degen ist ehrenamtliches Mitglied der Geschäftsleitung und Verantwortliche für die Finanzen der CVP-Frauen Schweiz. Ausserdem analysiert, entwickelt und leitet sie Projekte in Politik und Wirtschaft und ist Mutter von zwei Töchtern.

500 Kommentare zu «Albert Anker und die moderne Familienpolitik»

  • cla sagt:

    Ich bin für die Vereinbarkeit von Familie und Berufsleben. Ich bin für Kitas – und zwar für Kinder aus Familen aller Einkommensschichten. ABER bitte nicht auf Staatskosten! Und vorallem nicht auf Kosten aller: Frauen, die ihre Kinder bereits eigenverantwortlich grossgezogen haben, Singles, Familien, die keine Kita in Anspruch nehmen, Paare ohne Kinder.
    Die Anzahl Kinderkrippen und -horte in der Schweiz hat sich in den vergangenen 30 Jahren rund vervierfacht. Das Zusammenspiel von Gemeinde,Kanton und Privaten funktionniert – der Staat muss und darf nicht eingreifen!
    3-fach Mami & berufstätig

  • Carolina sagt:

    Bei welchen Antworten auf den Artikel (von denen manche auch mir sauer aufstossen) wird es Ihnen denn gschmuech? Es gibt durchaus auch Frauen in hohen Positionen, die es ‘ungeschickt’ finden, dass eine Frau, die einen serbel.nden Konz.ern wiederaufpäp.peln soll, ein paar Wochen später schon wieder in den Mutters.chaftsurlaub geht (ich gehöre übrigens nicht dazu, sicherheitshalber sage ich das, damit diese Schublade zubleibt – ich weiss aus Erfahrung, dass Frauen diese Herausforderung meistern können). Aber diese Meinung darf man doch vertreten, oder? Genauso, wie man jemandem

  • tina sagt:

    ich möchte noch für diejenigen einwerfen, die finden, kinder seien privatsache:
    wir haben die sogenannte volksschule, die kostet die eltern keinen rappen direkt, sondern sie wird von steuern bezahlt.

    • alam sagt:

      Das wäre dann der nächste Widerspruch. Erst sollen wir Mütter voll aus dem Erwerbsleben aussteigen, weil wir zu unserer „Privatsache“ Kinder schauen müssen. Ab Schulpflicht sind sie plötzlich nicht mehr Privatsache und wir müssen sie in die Schule schicken, ob es uns passt oder nicht.

    • Widerspenstige sagt:

      Richtig erkannt und genau das habe ich beim letzten thread vor einer Woche schon erwähnt: wieso sind Kinder bis Eintritt in den Kindergarten, Grundschulen etc. Privatsache, ab dann nicht mehr? Wo ist hier die Logik? Ich kann ebenso keine erkennen wie Ihr gerade auch nicht ersehen könnt. Das ist Wischi-Waschi-Polemik von Politikern und Mitmenschen, welche einfach sich von gesellschaftlichen Aufgaben drücken möchten, solange es ihnen persönlich nicht weh tut im Portemonnaie. Witzig ist nur, dass meistens dieselben Leute lauthals aufschreien, wenn man ihnen ihre Subventionen kürzen möchte!

      • Sportpapi sagt:

        Naja. Irgendwann haben wir uns entschieden, dass es für die Schweiz und die Kinder hier gut wäre, wenn alle Kinder eine Schule nicht nur besuchen dürfen, sondern müssen. Hat sich bewährt und ist unbestritten. Und in vielen Kantonen wird nun die Schulpflicht noch ausgebaut (obligatorischer Kindergarten, etc.). Obligatorische Krippen hingegen sind nach wie vor nicht mehrheitsfähig. Schön, dass man trotzdem an vielen Orten ein Angebot macht.

  • Huber Franz sagt:

    Wer Kinder will und hat,soll auch für Sie vollumfänglich selber Sorgen und für Sie da sein und nicht die Allgemeinheit zahlt ,damit die Eltern in Saus und Braus leben können.Ausserdem brauchen Kinder Elternliebe nicht Krippenliebe und auch nicht nur Materielles. Der Staat wird dann wieder eine Melkkuh wie bei der IV von gewissen Leuten. darum ein nein

  • Leo Klaus sagt:

    Es ist wirklich ein Unsinn, dass wir unsere Frauen endlich eine gute Bildung ermoeglichen und dann diese in die Kueche verbannen. Die rechte Kreise reden dann entweder vor (a) Fachkraeftemangel der nur mit Einwanderung bekaempft werden kann und/oder (b) dass die Bildung der Frauen zu viel kostet und diese darum privatisiert werden sollte. Also will man zurueck ins 19. Jahrhundert, oder wie man es schoener formuliert, „in die heile Welt“.

    • Sportpapi sagt:

      Leute, die heute etwas von „Frauen in die Küche verbannen“ sagen, und das auch noch ernst meinen, kann ich als Diskussionspartner nicht ernst nehmen. Moderne Sklaverei?

      • Hansli sagt:

        @Sportpapi Wenn ich mir die Kommentare von 80% der Gegner lese. Dann ist Frau an den Herd genau der richtige Beschreibung. Das SVP-Blatt in jedem Briefkasten war in etwa der Ausdruck davon. Dieses Familienverständnis ist noch sehr weit verbreitet.

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe mir das SVP-Blatt, das mir bisher entgangen ist, noch einmal angeschaut. Wo finden Sie „Herd“ oder „Küche“ oder ein Synonym davon? Wo lesen Sie, dass es nur um die Frauen/Mütter geht, und nicht um elterliche Betreuung? Und wo steht gar, dass Frauen in die Küche „verbannt“ (oder synonym) werden sollen? Es gibt da ja viel Ärgerliches zu lesen. Das ist eber kein Freipass dafür, hier solchen Mist zu berichten.

      • Hansli sagt:

        Sie leben in einer anderen Welt. Ich kenne das rechtskonservative Milieu sehr gut. Erstens bin ich in einer solchen Hochburg aufgewachsen und habe auch noch beruflich mit diesen Leuten Kontakt. Und da gehört die Frau an den Herd und nichts anderes.

      • Carolina sagt:

        Hansli, Sie haben eine völlig eingeschränkte Wahrnehmung, nichts anderes. Und Sie versuchen permanent, diese auch noch als allgemeingültig zu verkaufen. Ich lebe auch in so einer Hochburg und ich sehe etwas völlig anderes – die allerwenigsten Menschen sind so undifferenziert wie Sie und argumentieren auch noch ständig mit diesem Schubladendenken. Sie sind für mich genauso unglaubwürdig wie diejenigen hier, die meinen, eine Annahme der FI würde uns direkt in den Abgrund steuern. Fast beneide ich Sie um Ihre Schwarz-Weiss-Welt, macht vieles einfacher, oder?

      • Sportpapi sagt:

        @Hansli: Schön, wenn Sie das Milieu kennen. Sie haben aber Bezug genommen auf dieses SVP-Blatt, und ich habe ganz konkret nachgefragt. Offenbar finden sich solche Aussagen dort nicht, sondern das dreht einfach so in Ihrem Kopf. Konkret: So wie ich das Familienverständnis der SVP sehe, geht sie davon aus, dass viele Frauen gerne ihr Modell so leben. Das hat nichts mit verbannen zu tun, oder?

      • Sportpapi sagt:

        @Hansli: Und noch etwas: Ich bin zwar alles andere als ein SVP-Freund. Aber eines muss man ihnen lassen. Sie sind in den Gemeinden engagiert, nicht nur politisch.

      • Reto B. sagt:

        Nun, Frau an den Herd sagt mir niemand. Aber aus den Aussagen: „Ein Kind braucht am Anfang seine Mutter“, „Eltern haben sich selber um die Kinder zu kümmern und sie nicht an Krippen abzuschieben“, sowie „Homeoffice und Prozentarbeit funktionieren einfach nicht“ kann ich mirs auch selber zusammenreimen. „Frau an den Herd“ sagen sie nicht, aber wenn man einfach alle Alternativen bekämpft bis verunmöglicht, bleibt ja wohl nur noch das übrig.

      • Hansli sagt:

        Eine Kollegin wurde vom Arbeitgeber entlassen als sie ein Kind erhalten hat. Eine Frau gehöre für ihn zum Kind und er wolle die Selbstverwirklichung der Frau nicht unterstützen.

        Ich nehmen an diese Kollegin hat auch eine eingeschränkte Wahrnehmung.

      • Hansli sagt:

        tagesanzeiger.ch/wirtschaft/unternehmen-und-konjunktur/Neue-AlpiqChefin-bald-im-Mutterschaftsurlaub/story/23004317

        Bitte da die Kommentare lesen. Ich glaube nicht, dass ich eine eingeschränkte Wahrnehmung habe. Das eine Frau ein Kind erhält, sollte eigentlich nicht einmal einen Artikel Wert sein. Das zeigt nur eins: Eine arbeitende Frau ist bei uns eben nicht normal.

      • pixel sagt:

        @Hansli: Ich denke, Sie kennen meinen Ex-Chef? Mir ist genau dasselbe passiert. Aber ja, wenn ich das erwähne, dann hab ich aus der Sicht einiger Blo g gend en hier im MB eine subjektive Wahrnehmung. Andere wissens immer besser. Schön, dass Sie sich so einsetzen!

      • Hansli sagt:

        @pixel Solche Chefs sind keine Seltenheit…..

      • marie sagt:

        schliesse mich an pixels lob für hanslis egagement an.
        (habe im artikel ebenso die kommentare gelesen – da wird’s mir gschmuech! [berndeutsch für schlecht])

      • Carolina sagt:

        Bei welchen Antworten auf den Artikel (von denen manche auch mir extrem sauer aufstossen) wird es Ihnen denn gschmuech, Marie? Es gibt durchaus auch Frauen in hohen Positionen, die es ‚ungeschickt‘ finden, dass eine Frau, die einen serbelnden Konzern wiederaufpäppeln soll, ein paar Wochen später schon wieder in den Mutterschaftsurlaub geht (ich gehöre übrigens nicht dazu, sicherheitshalber sage ich das, damit diese Schublade zubleibt – ich weiss aus Erfahrung, dass Frauen diese Herausforderung meistern können). Aber diese Meinung darf man doch vertreten, oder? Genauso, wie man jemanden einge-

      • Carolina sagt:

        Bei welchen Antworten auf den Link (von denen manche auch mir extrem sauer aufstossen) wird es Ihnen denn gschmuech, Marie? Es gibt durchaus auch Frauen in hohen Positionen, die es ‘ungeschickt’ finden, dass eine Frau, die einen serbelnden Konzern wiederaufpäppeln soll, ein paar Wochen später schon wieder in den Mutterschaftsurlaub geht (ich gehöre übrigens nicht dazu, sicherheitshalber sage ich das, damit diese Schublade zubleibt – ich weiss aus Erfahrung, dass Frauen diese Herausforderung meistern können). Aber diese Meinung darf man doch vertreten, oder? Wir können uns als Frauen nicht

      • Sportpapi sagt:

        @Hansli: Die Geschichte ist zumindest für die betroffene Firma sehr unglücklich und man kann das durchaus unterschiedlich bewerten. Einem Mann würde es auch übel genommen, würde er, noch bevor er richtig eingearbeitet ist, in die Offiziersausbildung oder ähnlich gehen. Dafür muss er noch nicht mal in der Konzernspitze sein.

    • Andy Mattmüller sagt:

      @Leo: „Wir“ ermöglichen „unseren“ Frauen eine gute Ausbildung? Wir Männer? Oder wir alle? Falls alle: wessen Frauen? Falls „wir“ den Frauen eine gute Ausbildung „ermöglichen“, was ist mit der guten Ausbildung der Männer, ermöglicht jemand „unseren Männern“ auch eine gute Ausbildung?

  • Andy Mattmüller sagt:

    Bin vielleicht schwer von Begriff aber wir hacken hier aufeinander wg. wer sollte und wer darf und wers zahlen soll. Wirtschaftsgläubig wie wir halt in der CH sind, wagen wir aber nicht, die Arbeitgeber in die Pflicht zu nehmen. Warum gelte ich als Sonderling wenn ich als Vater eine 50-80% Stelle haben will? Ich brauche nicht, dass der Staat mir einen Krippenplatz bezahlt, damit ich 100% arbeiten kann. Ich will ein Staat, der meinen AGeber zwingt, einen gewissen Anteil Teilzeitstellen anzubieten – auch für Männer. Dann brauche ich auch keinen Krippenplatz.

    • tina sagt:

      ich bin absolut dafür, dass die gesellschaft (d.h. wir) teilzeitarbeitende männer nicht mehr als exoten ansieht. allerdings muss man schon bedenken: ich selber war in einer sparte in der IT branche tätig, die damals noch am weekend und nachts arbeiten musste nach bedarf. teilzeit war zwar möglich, nicht aber, diese arbeitszeiten zu umschiffen. ich habe den beruf geliebt, ich war gut, und ich hatte einen guten lohn. nach der trennung sah ich mich gezwungen, in eine branche zu wechseln, die sich mit krippenöffnungszeiten vereinbaren lässt.

      • tina sagt:

        also wechselte ich die branche eben und arbeite jetzt schlechter bezahlt im büro, während meine ausbildung schon nach wenigen jahren veraltetet war und inzwischen völlig unbrauchbar

      • tina sagt:

        ich will damit sagen: frauen reagieren bei solchen stolpersteinen offenbar proaktiver. männer sagen „ich kann leider nicht teilzeit arbeiten, mein chef sagt nein“

      • Andy Mattmüller sagt:

        Genau das ist die Einstellung, die die Wirtschaft von uns will: flexibel, proaktiv und tolerant gegenüber Einbussen. Da ich als Einzelner nicht dagegen ankomme, hätte ich gerne Unterstützung durch den Staat, via Druck auf Arbeitgeber.
        Es geht um Entscheidungsfreiheit: jede/r sollte sich auch für Betreuung der Kinder entscheiden können, ohne so bestraft zu werden wie Du. Und wer lieber Karriere will und eine Krippe braucht, sollte das auch dürfen.
        Was ich momentan nicht verstehe ist, warum allein Krippenplätze als Allheilmittel gehandelt werden.

      • marie sagt:

        das ist ein anfang hr mattmüller. immerhin 🙂

      • tina sagt:

        ich finde eben nicht, dass es „die wirtschaft“ ist, die mich vergewaltigt, sondern ich habe 1. kinder und 2. brauche ich geld um uns durchzufüttern. also nutze ich die chancen die ich habe. also so grässlich ist meine arbeit jetzt auch wieder nicht. ich fühle mich nicht vom system bestraft weil ich kinder habe, wirklich nicht. wenn der hort teurer wurde, weil ich eine lohnerhöhung bekam, gehörte ich auch nicht zu den leuten die die lohnerhöhung abgelehnt hätten, um mehr subventionen zu bekommen, und behauptet hätten, ich würde bestraft.

      • Andy Mattmüller sagt:

        @marie
        Ja, die Vorlage hat mich diesbezüglich ein wenig erstaunt. Verfassungsartikel, damit später Gesetze folgen, damit noch später der Bund die Kantone und Gemeinden verklagen kann, falls diese etwas nicht umsetzen, was aber eh eine Teillösung ist. Vielleicht sehe ich das falsch, aber so wirkts auf mich.
        Das und dass egal wie die Abstimmung ausgeht, die Wirtschaft nicht mit in die Pflicht genommen wird.

      • Widerspenstige sagt:

        Doch, tina, es ist das kaltschnäuzige Verhalten der Wirtschaftsbranche, welche Dich in dieser Situation abserviert hat. Es ist absolut möglich gerade in einer IT-Branche, Teilzeit zu arbeiten und/oder für eine gewisse Zeit im Home-Office dran zu bleiben. Wer als Arbeitgeber diese Flexibilität u Organisationsfähigkeit einer Mitarbeiterin mit Kind nicht gewähren kann oder besser nicht will, hat als innovativer Arbeitgeber eigentlich versagt. Was der Arbeitgeber von seinen Arbeitnehmern fordert, muss er ebenso erbringen können. Hier herrscht noch ziemlicher Nachholbedarf in CH. Deshalb ein JA!

      • tina sagt:

        widerspenstige: das war wohlgemerkt vor 13jahren, und da war nunmal gang und gäbe, dass man als systemadministrator zu schauen hatte dass das system läuft, und wenn es bockte, arbeitete man nachts und am weekend. oder wenn man etwas neu einrichten musste. um den betrieb nicht aufzuhalten. heute müsste ich nicht mehr aussteigen, ich weiss. damals war das aber so, alsob ein gärtner nur noch im winterhalbjahr hätte arbeiten können. branchenspezifische eigenheiten. da hilft auch ein familienartikel nicht

      • tina sagt:

        ich wurde auch nicht abserviert. ich versuchte auf auf einen anderen zweig umzusatteln, aber mit 2 kleinkindern war das damals nicht möglich (wegen verschiedenen faktoren). also habe ich mich eben arrangiert. übrigens brachte der umstieg erst den vorteil des homeoffice :). damals war remote support noch nicht so möglich wie heute.

      • Widerspenstige sagt:

        Ja gut, wenn Aufträge wirklich termingebunden erledigt werden müssen wie Du schilderst, dann wäre das mit Kitas wohl eher möglich gewesen oder einer Tagesmutter. Du wärst dann eben einem Mann gleichgestellt gewesen, der auch mal für ein paar Monate wegen Unfall, Krankheit oder Militärdienst ausfällt. Was ich damit sagen wollte, ist Dir schon klar oder? Es gibt einfach wenig Branchen, wo ein stand-by eines einzelnen Mitarbeiters so wahnsinnig wichtig wäre, dass Aufträge nicht mehr termingerecht erledigt werden könnten. Ausser im Verkauf dh mit direktem Kundenkontakt. Du bist sehr flexibel!:D

      • Carolina sagt:

        Tina scheint mir vor allem rational zu sein und in der Lage, Prioritäten zu setzen, ohne die ganze Welt für erlittene Ungerechtigkeiten verantwortlich machen zu wollen. Mit Ihrer Einstellung, Tina, würde ich Sie einstellen, weil Sie kein ideologisches Brett vor dem Kopf haben. Und völlig branchenunabhängig kommt es sowohl füri Frau als auch für Mann darauf an, die Rahmenbedingungen zu verbessern – dazu gehören vor allem Massnahmen, die die Wahlfreiheit fördern – wie zB. mehr Teilzeitmöglichkeiten bei Vätern, flexible Betreuungsmöglichkeiten und unbürokratisches Fördern von Eigeninitiative.

      • tina sagt:

        danke :). ich wollte damit eigentlich wirklich nur sagen, dass ich generell beobachte, dass es für frauen eine selbstverständlichkeit ist, einfach einen job zu machen, der in den kinderalltag passt, ohne darüber nachzudenken. wenns nicht passt, arrangiert man sich. ich meine damit nicht, dass frauen besser sind, aber hier sehe ich potential bei diesen männern, die eigentlich lieber mehr für ihre kinder da wären, aber nur bis „ich kann nicht weil mein chef nein sagt“ sehen.

      • Andy Mattmüller sagt:

        @tina
        Ich respektiere, dass Dich diese Männer ärgern. Manche haben evt. Gründe, warum sie auf Bedingungen ihrer AGeber achten. Vielleicht denken sie, dass wenn ihre Partnerinnen UND sie prekäre Jobs haben, die Kinder leiden.
        Aber mal abgesehen davon: indem Du „Frauen die dies tun vs. Männer die dies nicht tun“ gegenüberstellst, klammerst Du die – für alle ungerechten – Rahmenbedingungen aus. D.h. du hilfst unbewusst mit, dass diese Rahmenbedingungen als gegeben und legitim gelten. Für den Patron ist das super. Der will nämlich nur „wir leben fürs Geschäft“-MA.

      • tina sagt:

        andy, weder habe ich einen prekären job (im gegenteil!) noch ärgern mich männer. wenn männer das auch so handhaben würden wie viele frauen, dann wären die bedingungen auch für frauen besser. damit wäre allen geholfen, auch den kindern, die mehr von ihren vätern hätten, und übrigens bei scheidungen nicht mehr automatisch bei der mutter wohnen würden, weil nämlich beide elternteile finanzielle beiträge leisten können und dank alltagspräsenz auch eine enge bindung zu ihren kindern haben. alle wären entlastet.

      • tina sagt:

        und weil es dann normal wäre, dass eltern oft lieber teilzeit arbeiten, müsste man auch nicht mehr die branche wechseln, denn dann wäre die gesellschaft darauf eingerichtet.

    • Widerspenstige sagt:

      Genau deshalb ist es nicht nur mir unverständlich, dass bereits im Vorfeld eines solch harmlosen Familienartikels in der Verfassung ein Geschrei losgelöst wird, wie wenn jetzt vom Staat nach einer Annahme Knebelverträge kämen ua speziell an die Wirtschaft! Diese haben sich hier wieder mal als absolute Egoisten in den Wahlkampf gezwängt mit Horrorszenarien von Staatskindern, Zerstörung von Familienidyllen getarnt in Flugblättern in sämtliche Briefkästen. Wieso dieses Teufel an die Wand malen, wenn nicht die Absicht dahinter versteckt ist, ja nicht die Wirtschaft stärker einzubeziehen?!

      • Sportpapi sagt:

        Naja. Von der Pro-Seite wird ja genauso der Teufel an die Wand gemalt, mit Frauen, die heuten an den Herd gefesselt werden, etc. Klar dass die Gegenseite im Abstimmungskampf genauso drastische Bilder malt. Mir persönlich wäre es aber sehr recht, es würde auch da sachlicher, ehrlicher, politisiert. Auf beiden Seiten.

      • Widerspenstige sagt:

        Wer hat den völlig harmlosen Familienartikel derart verzerrt und mit unlauteren Angstmacher-Kampagnen in sämtliche Briefkästen mit Millionenbeträgen ein Riesengeschrei auf allen Kanälen damit angezettelt? Das waren dieses Mal mE nicht die Befürworter, sondern wieder mal die Gegner. Nein, so einfach darfst Du das Dir nicht machen, Sportpapi.

  • alam sagt:

    Wer hat denn Sie erzogen? Hat man Ihnen nicht gesagt, dass Goof ein Schimpfwort ist?

  • Rolf Rothacher sagt:

    Der Staat greift immer mehr in die Familien ein, zuerst mit Zuckerbrot, später mit der Peitsche. Diese Entwicklung führt in keine pluralistische Zukunft, in der sich die Menschen entfalten können, sondern in einen konformistischen Zentralstaat, der alles über denselben Kamm schehrt. Zudem kann der Staat nicht alle Sozialwünsche erfüllen. Wer weiterhin immer mehr auf den Staat setzt, verbaut letztendlich die Zukunft der Kinder und zwar für die Selbstverwirklichung der Eltern. Man kann über das Mittelalter sagen, was man will. Doch es hat uns wenigstens keine Schulden hinterlassen.

  • Andi sagt:

    Es ist gut, wenn die Kinder mal endlich richtig erzogen werden. Wenn das die Eltern nicht können, soll das eine staatliche Behörde tun! Die Goofen heute dürfen sich ja mittlerweile alles erlauben und alle müssen tolerant sein oder werden grad als kinderfeindlich abgestempelt.

    • tina sagt:

      genau, so steht das nämlich in den unterlagen: pädagogikvollzugsbeamte werden die brut der unfähigen in fremdbetreuungsanstalten züchtigen.

  • Maria sagt:

    Ich bin dafuer, wenn die Eltern die Kita selber finanzieren. Ich habe es aber satt, dass alle Parteien meinen, sie koennen die doofen, kinderlosen Singles wieder einmal schroepfen, da diese keine Lobby haben.

    • alam sagt:

      Ach ja? Dann streichen wir den Kinderlosen einfach einen Teil der AHV. Die zahlen nämlich unsere Kinder. Dann sind wir wieder quitt.

      • Genderbender sagt:

        Ach herrje alam… den Qua tsch mit der AHV können Sie sich sparen, der zieht schon lange nicht mehr.

        Als doofer kinderloser Single fühle ich mich allerdings auch überhaupt nicht geschröpft. Ich habe nichts dagegen, wenn mit meinen Steuergeldern Familien unterstützt werden, in einem vernünftigen Ausmass. Gutverdienenden Doppelverdiener-Paaren die Krippe zu subventionieren fällt nicht darunter.

  • Tomas sagt:

    Gut, überlegt, neutral und ausgewogen argumentiert.
    Sie haben alles wesentliche übersichtlich erklärt.
    Mehr muss man nicht dazu sagen.

  • r.meier sagt:

    kleinkinder werden wie ware behandelt,aber sie werden auch älter,werte superverdienende eltern,die die grippe unterstützen,ihr werdet euer blaues wunder noch erleben,wenn eure kids erwachsen sind,viele werden sich von euch abwenden,oder auf die schiefe bahn geraten,insbesonders drogen und alkoholsucht,lasst euch einfach uberraschen

  • Mathias sagt:

    Die Initiative geht in die richtige Richtung. In einer Grossstadt (Bern, Zürich etc.) eine Krippe zu finden, die auch bei gutem Lohn bezahlbar ist, gleicht einem Sisyphosunternehmen; ganz zu schweigen von ländlichen Gemeinden, sogar stadtnahen. Und nein, die Grosseltern wohnen nicht immer in der Nähe. Realität ist: Frauen machen unterdessen mehr Uni-Abschlüsse als Männer. Diese Abschlüsse kosten die Allgemeinheit viel Geld. Aus geschlechtsideologischen Gründen nichts dagegen zu tun, dass diese Gelder verschwendet werden – und faktisch werden sie das heute oft – ist mehr als kurzsichtig.

    • Sportpapi sagt:

      In den Städten gibt es offenbar sehr viele freie Krippenplätze. Aber zu wenig subventionierte. Und auch wenn es davon noch freie hätte, würde nicht jede/r sie bekommen. Was heisst denn für Sie bezahlbar?

  • Urs Hug sagt:

    Staats-Kinder wie im früheren Kommunismus; und das wollen leider hier die meistenn!

    • Widerspenstige sagt:

      Das ist hanebüchener Unsinn, Urs, und ich rate Ihnen, sich nicht so von Propagandablättchen, die gratis in den Briefkästen verteilt werden mit weinenden Kindern hinter Gitterstäben so beeinflussen zu lassen. Gebrauchen Sie doch um Himmels Willen Ihre eigenen Hirnzellen und informieren Sie sich gründlicher über die seichten Gründe solcher Propagandamacher! Diese investieren tatsächlich Millionenbeträge, um eine Angstmacher-Kampagne zu führen. Wieso tun sie das?! Sicherlich nicht, um den armen Familien u deren Kindern zu helfen, sondern um ihre eigenen Subventionen nicht in Gefahr zu sehen!! 😡

    • Hansli sagt:

      Ich wusste nicht, dass die USA kommunistisch ist, ebnso wenig Irland, England, Australien, Dänemark, etc…

  • Huber Franz sagt:

    Hallo Eni Das ist kein vergleich ,.Ihr beschriebenes wird von jedem Gebraucht.Wer Kinder will und hat,soll auch für Sie vollumfänglich selber Sorgen und für Sie da sein und nicht die Allgemeinheit zahlt ,damit die Eltern in Saus und Braus leben können.Ausserdem brauchen Kinder Elternliebe nicht Krippenliebe und auch nicht nur Materielles. darum ein nein

    • Eni sagt:

      Ich liebe meine Kinder mehr als mein Leben, aber leider werden sie davon nicht satt, also gehe ich 3 Tage die Woche arbeiten. Von Saus und Braus kann ich nur träumen; oft genug unter 4000.- mtl

      Also erzählen Sie mir nichts von Saus und Braus.

    • alien sagt:

      Ja, klar, machen wir ein Kind, wer’s bekommt, kann’s behalten.

  • Martin Cesna sagt:

    1. Anker hat die damaligen Zustände romantisierend gemalt. Die Realität in vielen Heimen erzählen uns heute die ehemaligen Heimkinder, die auch von der damaligen Bevölkerung als minderwertig (durchaus rassistisch gemeint) angesehen wurden.
    2. Heute noch ist es gut, dass Kinder die erstwen zwei bis drei Jahre daheim bei ihrer Mutter in Ruhe aufwachsen sollten. Wenn die Mütter in dieser Zeit drangsaliert werden (sei es durch Armut oder Ideologien), fehlt den Kindern später diese Ruhe. Das zahlt die Gesellschaft teuer, da Entwicklungsstörungen später oft psychische Probleme nach sich ziehen.

    • Hansli sagt:

      Punkt 2 Nicht belegbare Behauptung

      • gabi sagt:

        Punkt 1 Absurdes Verwenden eines Schlagwortes: „…von der damaligen Bevölkerung als minderwertig (durchaus rassistisch gemeint) angesehen wurden.“, dessen Bedeutung M. Cesna offenbar nicht versteht.

  • Hannes sagt:

    Das Problem des aktuellen Familienartikels ist Absatz 3.
    „3 Reichen die Bestrebungen der Kantone oder Dritter nicht aus, so legt der Bund Grundsätze über die Förderung der Vereinbarkeit von Familie und Erwerbstätigkeit oder Ausbildung fest.“

    Auf gut Deutsch: Der Bund kann machen, wie ihm beliebt. Das ist gefährlich.

  • Nicolas Pidoula sagt:

    Ausgerechnet die CVP! – möchte man rufen! Man kann das auch ganz anders sehen. Kinder sind keine lebensverschönernde Option, die dann halt irgendwie irgendwo geparkt werden muss, damit es Business as usual gibt. Wer Kinder will – und als Gesellschaft sind wir darauf angewiesen – soll sie ganz wollen. Und das bedeutet, ihnen Zeit und Raum zu schaffen in einer Familie – nicht in einer Krippe.Es ist diskriminierend für jeden Familienmann oder jede Mutter, wenn die Erziehung der Kinder als „Hindernis zu arbeiten“ gesehen wird. Unterstützt die Eltern,damit sie zuhause einen guten Job machen können!

    • Reto B. sagt:

      Lassen sie mich raten. Sie haben weiter 100% gearbeitet und die Kinder der Mutter überlassen, sie dort parkiert, damit zumindest für sie Business as usual weiterging. Oder sie würden es so machen, falls sie noch keine Kinder haben. Aber dann gross mit dem Finger auf andere zeigen.

      • Eni sagt:

        Bezahlen Sie mir einfach meinen Lebensunterhalt, dann höre ich auf zu arbeiten und brauche keine Kinderbetreung. Hier noch meine IBAN:…………….

        Bitte immer pünkltilch auf den 25. überweisen, danke.

      • Nicolas Pidoula sagt:

        @Reto B. Vollkommen daneben geraten. Wir, meine Frau und ich, teilen uns die Erziehungsarbeit. Und Sie?

      • Reto B. sagt:

        Ich sag noch nicht zuviel, momentan planen wir noch. Aber der Plan sieht vor, dass wir beide auf Prozentarbeit gehen und uns die Erziehung und Hausarbeit teilen. Wieviele Prozent hängt mächtig von Arbeitgebern und Krippe ab. Ich stelle mir vor 60% + 80% + 2 Tage Krippe. Wir werden uns das wohl leisten können, auch wenn der Familienartikel abgelehnt wird. Allerdings sehe ich momentan die Situation so, dass wir drauflegen werden gegenüber der ich arbeite 100% und sie bleibt zuhause Situation.

    • Widerspenstige sagt:

      Genau so sehe ich es auch, Reto B! Ich fasse es nicht, mit welcher Unverfrorenheit hier argumentiert und mit dem Finger auf berufstätige Mütter gezeigt wird, welche ihre Ausbildung nicht im Sandkasten parkieren wollen. Es sind wohl eher die Ehemänner/Väter eines Gedankengutes eines Nicolas, welche die Verhinderer ihrer eigenen Frau spielen mit solch fadenscheinigen Argumenten. Jetzt wird mir immer klarer, wer hier eigentlich nur Eigeninteressen verfolgt und alles beim Alten belassen möchte.:’Schatz, wo ist die Zeitung von heute? Ich finde meine Tennissocken nicht, wo hast Du sie versorgt?!’…

      • Eni sagt:

        Danke WS

      • Widerspenstige sagt:

        Gern geschehen Eni 🙂

      • Nicolas Pidoula sagt:

        Es ist einfach nicht wahr, was da behauptet wird. Ich verzichte bewusst auf Lohnprozente um meine Kinder zu erziehen und für sie zuhause da zu sein. Wir haben weniger und werden abgestraft, weil wir unsere elterlichen Pflichten wahrnehmen. Kinder auf die Welt stellen, ist eine Sache, für sie da sein eine andere. Natürlich schaden einem Kind ein/zwei Tage Tagi nicht. Aber es geht ums Prinzip. Und das Prinzip lautet: Wer die Erziehungsarbeit leistet, wird abgestraft. Weil Arbeit anscheinend nur extern belohnt werden darf. @Widerspenstige: Finden Sie das fair?

      • Pixel sagt:

        Korrekt, ws. Interessant auch folgende Dialoge: „Ach, Sie haben ein Kind?“ ich: „ja“. „und Sie arbeiten Vollzeit??“ ich:“ja…?“ „und das Baby!!!????!!!“ . Dieselbe Situation mit dem Papa des Kindes: „…ach, ich wusste ja gar nicht – wann sind Sie denn Vater geworden?“ er:“ vor knapp zwei Jahren“ Gegenüber: „ach, wie schön, ist ein süsses Alter, ne?“

      • Sportpapi sagt:

        @Pixel: Das tut mir leid, wenn Sie sich solche Sprüche anhören müssen. Dumm und ärgerlich. Aber auch nicht mehr, oder? Aber was sagen Sie denn im Gegenzug z.B. der Ärztin, die entscheidet, nun lieber bei den Kindern zu Hause bleiben zu wollen?

      • alien sagt:

        Nein, Sportpapi, diese Sprüche sind VIEL MEHR als Ärgernisse. Sie sind nämlich Symptome. Symptome dafür, dass in diesem Bereich vieles einer Vereinbarkeit von Beruf und Familie entgegen steht. Und wenn man sensibilisiert ist, dann fallen einem noch viele, viele weitere Symptome auf.

      • Sportpapi sagt:

        Vielleicht wäre es besser, nicht so sensibel zu sein, Alien…

      • Pixel sagt:

        Sp: diese Sprüche zeigen vor allem eines, nämlich wie das Gedankengut und die Akzeptanz in der Gesellschaft gelagert sind. Das macht mir ehrlich gesagt mehr Sorgen.
        Ich weiß auch nicht, warum ich mich immer wieder wiederholen muss, sp. Fast führt mich das zum Schluss, dass Sie von sich auf mich schliessen…laut und deutlich: ich werte nicht. Mir ist piepegal, wenn sich eine Frau freiwillig entscheidet, zu Hause zu bleiben. Was geht mich das an?

      • Pixel sagt:

        Sp: diese Sprüche zeigen vor allem eines, nämlich wie das Gedankengut und die Akzeptanz in der Gesellschaft gelagert sind. Das macht mir ehrlich gesagt mehr Sorgen.

        Und nein: ich werte nicht. Mir ist das ehrlich gesagt sehr Wurscht, wenn die Frau sich entscheidet – aus freien Stücken – zu Hause zu bleiben.

      • Sportpapi sagt:

        In der Gesellschaft, Pixel? Eher bei einzelnen Dummschwätzern, oder? Und da stehen wir doch hoffentlich drüber.

      • alien sagt:

        Du meinst, es wäre besser, ein gefühlloser Pflock zu sein? Tja. wofür? Wofür könnte das besser sein, hä?

        Ffff.

      • Sportpapi sagt:

        @Alien: Das heisst nichts anderes als dass mir Leute leid tun, die ihr Leben nach den Meinungen anderer ausrichten. Oder sich nur schon von Aussagen anderer beirren lassen. Ganz nüchtern. Mit Pflock hat das nichts zu tun. Sondern vielleicht mit etwas Selbstvertrauen, Stärke.

      • Carolina sagt:

        Pixel, Sie als kompetente, lebenserfahrene und voll berufstätige Mutter müssten doch wirklich langsam wissen, dass Sie sich von irgendwelchen Doofen immer doofes Zeug anhören müssen – egal, was Sie wie machen. Wären Sie ganztags daheim, würde Sie auch jemand dumm anmachen etc. Das ist nur insofern ein Spiegel unserer Gesellschaft, als dass es überall Neider, Dumme und Uneinsichtige gibt – das ist sicher nicht auf ein Thema beschränkt. Die Tatsache, dass Sie sich durch solche Harmlosigkeiten betupft fühlen, heisst nur, dass Sie an Ihrem Selbstverständnis arbeiten müssen, oder?

      • Carolina sagt:

        Ich finde es auch noch sehr erhellend, dass NP oben sofort in den Karton Anti-Familie, reaktionär etc verpackt wurde – kein Wort der Entschuldigung. Diese ständige Schubladisierung, dieses sich die Welt schön schwarz und weiss stricken ist ein Elend. Und wenn mal wieder klar wird, dass jemand voreilig und ungerechterweise voreilig verdammt wurde, weil er dem Schubladendenken nicht entspricht, kommt nur das grosse Schweigen.

      • gabi sagt:

        Das würd ich so nicht sagen, Caro:

        Mindestens so beliebt wie das Schweigen, wenn´s allzu offensichtlich peinlich wird, ist ja das noch lautere Nachtreten! Das übertönende Kreischen!

        Kennen wir doch zur Genüge mittlerweile: Auch wenn´s nicht nachlesbar hier steht, wissen die Betreffenden ja jeweils dennoch, was der oder die Angefeindete „in Wirklichkeit“ nur verberge.

        Sind wir also froh, dass der MB nur ein Sammelsurium virtueller Wichtigtuer (sieh uns an! 😉 ) ist, und hoffentlich doch noch nicht für die Realität eines echten, gewinnbringenden Diskurses steht.

        😉

      • pixel sagt:

        Ach Carolina….Ich dachte ehrlich gesagt, Sie wären näher dran an der Realität. Und bitte distanzieren Sie sich doch bitte davon, irgendwelche psychologischen Ferndiagnosen zu stellen. Zumindest am Synonym „pixel“.

      • Peter Steiner sagt:

        Obwohl ich dem liberaleren Lager angehöre und deshalb bezüglich „staatlicher Familienförderung“ skeptisch gegenüberstehe, versuche ich Argumente zu sammeln, abzuwägen und vielleich sogar auch mal einen Kompromiss einzugehen. Dass das andere so konfrontativ angehen finde ich schade und tut der Sache einen Bärendienst, die Ohren werden verschlossen statt offener. Wir leben in einer Konsensdemokratie, Widerspenstige, und nicht in einem Oppositionssystem. Versuchen Sie, die Extremansichten zu ignorieren und bleiben Sie fair.

      • Carolina sagt:

        Pixel: hä?

      • Widerspenstige sagt:

        Nicola, nein, das war nicht fair von mir, sorry. Ich bin aber nicht alleine mit der falschen Annahme eingestiegen auf Ihren post, dass Sie genau das Gegenteil davon machen. Etwas klarer hätte Ihre Aussage sein sollen. Aber hier passiert das tagtäglich u es wird sehr emotional diskutiert. Sie machen das doch sehr gut, wie ich im Nachhinein lesen darf u ja, solches Engagement zwischen den Paaren sollte besser mit zB Direktzahlungen estimiert werden. Es kann ja nicht sein, dass Fremdbetreuung besser gestellt wird via Staat als die Privatbetreuung. Da besteht Handlungsbedarf via Kindergeld, ja! 😀

      • Widerspenstige sagt:

        Pixel, was Sie da schildern, ist mir öfters passiert während meinem Versuch, Karriere u Familie unter einen Hut zu bekommen. Solche Bemerkungen kamen vorallem von Müttern. Ich musste lernen, damit klar zu kommen u ihnen lächelnd zu erwidern: ‚Ja, ich arbeite im eigenen Geschäft u meine Kinder betreut mein Mann.‘ (das war jedesmal! ein kleiner Skandal u ungläubiges Staunen…hihi) oder ca. zwei Jahre später ‚Ja, ich arbeite Vollzeit u die Kinder sind bei der Nanny bzw. Tagesmutter gut versorgt.‘ Klar war das etwas viel unkonventionelles Familienleben, aber uns passte es so. Es gab keine Kitas.

      • Widerspenstige sagt:

        Peter, haben Sie noch gelesen in einem anderen thread (ich glaube im PapaBlog) meine Antwort wegen Ihrer Aussage ‚hohle Hand machen u nach dem Staat rufen‘? Wie ich gerade hier wieder mal geschrieben habe, haben wir als Familie nichts vom Staat erhalten. Nicht mal KIndergeld als KMU! Also keine Bange, dass ich nicht genau weiss, wovon ich hier rede. Es wurde genügend Konsens vonseiten benachteiligter Mütter für die Gesellschaft/Wirtschaft bis zum heutigen Tag vorallem in Gratisarbeit erbracht was Kinderbetreuung anbelangt, Zurückstecken bei Wiedereinstieg, Lohneinbussen etc. Genug ist genug!

      • Sportpapi sagt:

        @WS: Du hast ja mit Kleinkindern ein eigenes Geschäft aufgebaut, während dein Mann die Kinder gehütet hat (vorbildlich!). Wenn du nun 2-3 Jahre Elternzeit finanziert bekommen hättest, wärst du dann zu Hause geblieben? Wie wäre es deinem Geschäft gegangen? Weshalb würdest du das wohl im eigenen Geschäft nicht machen, als Geschäftsführerin eines fremden Geschäftes aber sehr wohl? (wenn ich etwas falsch verstanden habe, bitte gerne korrigieren. Ist keineswegs angriffig gemeint. Denn für deinen Lebensweg hast du meinen grössten Respekt)

      • Carolina sagt:

        Sehen Sie, WS, das finde ich wiederum gut, dass Sie sich dann nicht zu schade sind, sich zu entschuldigen. Und ich schliesse mich Ihnen völlig an, dass es oft genug Frauen selber sind, die anderen im Wege stehen – das habe ich auch oft genug erlebt. Allerdings: Frauen, die anderer Meinung sind als Sie (zumindest so tun als ob) dann implizit Sozialschmarotzertum vorzuwerfen, wie Sie das mit Ihrem Marie-Antoinette-Zitat tun, ist ja genau dasselbe, oder? Sie haben Ihren Lebensentwurf hervorragend im Griff, können stolz auf Ihre Leistungen sein – warum müssen Sie dann andere, die viell. einfach

      • Carolina sagt:

        /2 andere Aspekte beleuchten bzw andere Prioritäten setzen, rundum in die Ecke ‚unsozial‘ schieben? Echte Frauensolidarität wäre für meine Begriffe, dass wir alles daran setzen, dass jede von uns ihre selbst gewählte und für sie stimmige Lebensform leben kann, ohne sich damit irgendeinem Rechtfertigungsdruck auszusetzen. Insofern müssen wir uns vielleicht alle an der eigenen Nase fassen – ich schliesse mich da ein. Unsere jeweilige Lebensform ist eine unter sehr vielen möglichen, keine ist nur gut oder schlecht – aber hier hat man oft genug das Gefühl, nur die jeweils eigene Position gilt.

      • Carolina sagt:

        Glauben Sie und Pixel tatsächlich, ich hätte nicht all das, was Sie schildern, vielleicht auch mal selbst erlebt, so oder in Variation? Aus meinem Karrierejo bin ich, als ich meine erste Schwangerschaft bekannt gab, hochkant rausgeflogen – ich habe geklagt und damit anderen Frauen in dieser Firma ähnliches erspart. Wir haben alle üblichen Probleme gehabt, die man mit Kindern so haben kann, inkl. Ehekrise, Tod, Krankheit, Jobverlust, Betreuung etc. Aber es muss doch jeder Frau möglich sein, daraus ihre eigenen Schlüsse zu ziehen, und meine sind nun mal, dass ich an diesen Herausforderungen

      • Carolina sagt:

        /2 gewachsen bin – aber ich habe auch gelernt, dass es Situationen gibt, aus denen man oder frau sich nicht aus eigener Kraft befreien kann und da, finde ich, muss Hilfe ansetzen. Daher habe ich schon vor Wochen mit ‚ja‘ für den Familienartikel gestimmt – denn ich bin ganz klar der Meinung, dass Familie als Priorität in die Verfassung eines Landes gehört. Ich habe aber sehr starke Probleme mit einer Forderungshaltung, die einige hier zeigen, die für meine Begriffe dazu führt, dass die wirklich Bedürftigen (die ja auch oft die sind, die gar nicht fordern) nichts vom Kuchen abbekommen.

      • Pixel sagt:

        Sehen Sie Carolina, da ist schon wieder was, was ich dann in vor dem Hintergrund Ihres selbst Erlebten einfach nicht verstehen kann: es geht doch nicht mit dem „ja“ um irgendwelche finanziellen Forderungen. Es geht darum, mit der Annahme dieses A r t. die Grundgesinnung langfristig zu verändern und kurzfristig wenigstens zu sensibilisieren auf ebensolche geschilderten Fälle. Meine Neigung ist, Missstände zu verhindern und nicht zu kucken wie man hinterher am besten flicken kann.

      • Pixel sagt:

        Heisst anhand der geschilderten Beispiele und Vorfälle von mir, Ihnen, WS und Hansli, dass man erst gar nicht hochkant rausfliegt, dass Berufsväter in Ihrer Rolle ebenso strukturell unterstützt werden. Man könnte hier noch einige weitere Missstände ansprechen – aber ich hab wenig Lust den Fokus erneut darauf zu lenken. Ich denke, wenn man von Grundgesinnung spricht, dann sollte das klar genug sein. Die Finanzen sind sekundär, wenn das Vorangehende als Basis vorhanden ist. Dann nämlich braucht es hoffentlich auch keine finanziellen Diskussionen mehr.

      • Widerspenstige sagt:

        Oh, danke Sportpaps! Also wenn ich zu meiner Gebärzeit mehr Unterstützung vom Staat erhalten hätte, wäre viel weniger Stress und schlaflose Nächte damit verbunden gewesen, Aber ich wäre nicht zuhause geblieben deswegen, nein, denn ein eigenes Geschäft im Aufbau ist einfach nicht vergleichbar mit den üblichen Jobs im Anstellungsverhältnis. Deshalb habe ich meine Situation auch höchst selten hier als Massstab für Andere genommen. Ich wollte meine Fähigkeiten einfach einbringen u das Kundenfeedback gab mir Recht.

        Wie Pixel schön darlegt ging es auch mir stets um Berufung, weniger nur um Beruf.

      • Widerspenstige sagt:

        Carolina, mir fällt da kein Zacken aus der Krone. Dann haben wir uns wohl missverstanden u es wäre sinnvoll gewesen, wenn Sie schon viel früher gesagt hätten, dass Sie ein JA einlegen wollen. So kamen Sie einfach für mich nicht rüber u haben eher das Gegenteil argumentiert. Auch mein Zitat haben Sie völlig falsch interpretiert – das Gegenteil von ‚Sozialschmarotzertum‘ habe ich damit in die Blogarena geworfen. Lesen Sie doch nochmals nach, was ich dazu geschrieben habe u Sie wären anders mit meinen Aussagen umgegangen. Aber wie Sie sagen: zuviele Frauen behindern sich oft gegenseitig. Leider.

  • alien sagt:

    mila, Дођи фуфи!

  • Eni sagt:

    Es ist doch immer das Gleiche: für KK, Unfälle, Strassenunterhalt, Asylwesen darf die Allgemeinheit zur Kasse gebeten werden nur Kinder dürfen nichts kosten. Am besten wäre doch, man friert sie ein bis sie 18 sind, dann sind sie alt genug um zu arbeiten.

  • marie sagt:

    …denn wir wissen nicht, wie es in 25 jahren aussehen wird und was für lebensbedingungen die heutigen kinder dann haben werden.

    • Muttis Liebling sagt:

      In 25 Jahren, marie, findet 40% der Weltwirtschaftsleistung in China, 22% in Russland, 12% in den USA und ganze 4% in Europa statt. Die Zahlen stammen aus einer offiziellen Studie des US-Wirtschaftministerium in 2010.
      CH ist dann überwiegend von Asiaten bewohnt, die die Eingeborenen in Reservaten halten. Das ist die Rache für die Fremdenfeindlichkeit, die unsägliche Ignoranz gegenüber den Interessen des Restes der Welt, bei gleichzeitigem Mangel an Satisfaktionsfähigkeit.
      Dagegen kann ein in ‚Bitte- Bitte ‚ – Sprache verfasster substanzloser Verfassungsartikel auch nichts ändern.

      • alien sagt:

        Das mit den Reservaten steht hoffentlich nicht in der Studie, oder?

      • Widerspenstige sagt:

        Solche Szenarien werden doch schon lange rumgereicht mit den Worten ‚die gelbe Gefahr‘. Aber wir shoppen gerne Schnäppchen ‚Made in China‘ u schaufeln uns grad noch das Grab selber, welches solch infantiles Konsumverhalten nach sich zieht. Zum Glück sind die Asiaten so ganz anders im Denken als wir Westler u dürften etwas mehr Gelassenheit und Grosszügigkeit mitbringen. Damit meine ich jetzt die Südostasiaten – weniger die Chinesen, Japaner u Koreaner. Wer wird hier Einhalt gebieten u diesen Machthunger abfedern wollen? Es werden kaum Wirtschaftsverbände sein, sondern nur durch Konsumverhalten

  • marie sagt:

    man möchte mit der initiative den begriff familie und die damit verbundnen folgen, die mit der heutigen zeit einhergehen und deren wandel in der verfassung verankert haben. die verfassung beschreibt lediglich „die rechtl. grundordnung des staates“, mehr nicht. wie das oder die gesetze aussehen werden, stehen erst zur diskussion.
    weshalb ist das ein problem, wenn dies in der verfassung verankert ist und damit die kantone und die wirtschaft in die pflicht genommen werden KÖNNEN bei bedarf? ich finde das nur zeitgemäss und richtig und für die zukunft äusserst wertvoll.

    • tina sagt:

      ungewissenheit wird schlecht ertragen, vielleicht sogar eher bei denjenigen, die sonst angenehm gebettet sind (durch engagement aber eben auch glück, und vielleicht ist diese portion glück unterschwellig eben doch bewusster als es manchmal aussieht)

  • zysi sagt:

    Ein renommierter Kinderpsychologe dazu:
    Krippen sind heute eine gesellschaftliche Notwendigkeit. Es ist jedoch unredlich, sie mit kindlichen Wünschen zu begründen oder sogar mit einem Recht der Kinder auf ­einen Krippenplatz zu argumentieren. Kleinkinder wünschen sich die Präsenz ihrer Eltern, leben von ihrer Aufmerksamkeit und Liebe.
    Die Eltern und nahe Verwandte sind fast immer die Einzigen, die kleine Leistungen und Entwicklungsfortschritte als eine grossartige Leistung empfinden, vorher mitfiebern und nachher tagelang stolz sind.

    • zysi sagt:

      ff
      Kleinkinder haben nichts gegen kurze Aufenthalte ausserhalb ihrer vertrauten Welt, doch längere Aufenthalte in Krippen und tägliche Besuche dort haben für sie nicht die höchste Priorität. Es sind nicht die Kleinen, sondern die Erwachsenen, die sich mehr Krippenplätze wünschen und diese von der staatlichen Obrigkeit verwirklicht haben wollen – sei es, um eigene ­Pläne zu verwirklichen oder aus existenziellen Gründen.

      ist zubedenken, wenn wir die (monetären und mentalen) Lasten verteilen und das Ergebnis vorwegnehmend einzig positiv darstellen.

      • Reto B. sagt:

        Ich will doch meine Kinder nicht in die Krippe schicken, weil es für sie besser ist. Ich will es, damit meiner Frau und mir ein geordneter Berufseinstieg ermöglicht wird als Basis für ein Leben in dem wir beide ordentlich erwerbstätig sind und die in uns gesetzten Investitionen rechtfertigen können. Ich bin überzeugt, dass ich meine erzieherischen Pflichten auch erfüllen kann, wenn meine Kinder 2-3 Tage pro Woche in der Krippe sind, genau wie meine Frau. Ich sage nicht, dass es besser ist, ich sage eher, es schadet ihnen nicht…

      • zysi sagt:

        Danke für die einblickgewährende Ehrlichkeit. Mir scheinen Ihre Überlegungen nachvollziehbar/plausibel in Bezug auf Ihre Anliegen als Eltern und Arbeitnehmer/-geber (?). Mir ist einfach damit noch klarer geworden, dass irgendwelche Argumente hinsichtlich „den Kinder tut’s gut“ (quantitativ und/od qualitativ) damit hinfällig sind. Denn wir erachten die Erziehung nicht als Pflichtübung, denn als Liebestransfer, also soviel wie möglich! Übrigens, meine Frau arbeitet auch einen Tag/Wo. Einfach ohne Krippe. Einen weiteren Tag bietet Sie quasi eine „private Krippe“ an – für Familien aus dem Quartier

      • tina sagt:

        da hast du mich aber gründlich falsch verstanden.

      • Sportpapi sagt:

        So sehe ich das auch, Zysi. Krippen sind für die Kinder weder besonders gut, noch besonders schlecht.

      • alien sagt:

        „meine Frau arbeitet auch einen Tag/Wo. Einfach ohne Krippe. “ ist ja super. Diese Möglichkeit haben ganz viele nicht. Und die sollen nicht arbeiten? Was ist mit dem erschwerten/verunmöglichten Wiedereinstieg bei langer Pause? Ein Tag Krippe pro Woche, da bin ich überzeugt, ist gut für die meisten Kinder. Auch zwei. Fünf sind wirklich für viele problematisch. Vor allem für die Eltern, die die Kids nicht mehr oft sehen.

    • tina sagt:

      zysi, man muss aber schon auch bedenken, dass zum beispiel faktoren wie einseitige belastung und knappe finanzielle möglichkeiten auch nicht förderlich sind für kinder. kinder bleiben auch keine babies und vielleicht ist es wichtig(er?), flexibel sein zu können wenn es um dinge wie förderung spezieller talente, sprachaufenthalte oder zahnspangen geht. oder mindestens nicht in existenzielle nöte zu geraten wenn man allmonatlich rechnungen zahlen muss.

      • zysi sagt:

        ach tina, wenn man’s selber zu bezahlen hat tut’s natürlich weh im portemonnaie – wenn’s alle zahlen dann wieder nicht?

        wieso denken viele, dass gegenteilige sichtweisen zur initiative mit einem hohen einkommen einhergeht? bei mir hat es klar auch mit zeitlicher beschränkung und anspruchhaltung zu tun. Längere Ferien (2-3 Wo/a) im Ausland/Inland sind bei uns aktuell bewusst nicht geplant.

      • tina sagt:

        äh das hätte hier hin gehört: da hst du mich aber gründlich falsch verstanden.
        wenn ich durch erwerbstätigkeit meine finanzielle lage verbessern kann, dann ist das auch gut für kinder, vorallem eben dann, wenn man nicht zu den besserverdienenden gehört, sondern dort wo es darum geht, sich einigermassen selbstverständliches leisten zu können. mag also sein, dass die fremdbetreuung nicht unbedingt das beste ist fürs kind in den ersten lebensjahren, aber nachher werden die kosten höher für dinge wie eben zum beispiel förderung von talenten, sprachaufenthalte, ausbildungen/weiterbildungen

      • tina sagt:

        wenn ich also die soziale lage meiner kinder durch erwerbstätigkeit verbessern kann aber sie dafür in die krippe schicken muss, dann mag die krippe vielleicht nicht das beste sein für die kinder (aber auch nicht das schlechteste), aber dafür ermöglicht es mir als mutter meinen kindern andere für ihre entwicklung (und die gesellschaft) wichtige dinge leisten zu können. meine gedanken betrafen die von dir angesprochne schädigung der kinder durch fremdbetreuung, die ich der schädigung durch nicht fördern gegenüber stellte, grob gesagt

      • tina sagt:

        wer die rechnung für die krippe zahlt war nicht thema bei meinem posting

      • zysi sagt:

        stimmt, tina – danke für erläuterung, die ich nicht rauslesen konnte (wollte?)
        hingegen, zieht das spezifische argument der talentförderung für eine CH-Kirppenabdeckung bei mir nicht; bei mir.

  • Familie Roggenmoser sagt:

    Es ist zwar schön, dass der Bund und die Kantone Familien unterstützen sollen. Wir stimmen aber trotzdem nein, weil nicht klar ist, worauf das wirklich hinausläuft. Auch Frau Christen Degen redet ja nur von den Krippen. Das brauchen aber nicht alle. Es ist besser, sich in der lokalen Gemeinde oder im lokalen Kreis für seine Anliegen stark zu machen und Verbündete zu suchen, als ein solch schwammiges Anliegen in die Verfassung zu schreiben. Es ist wie beim Musikunterricht damals: Wer könnte da dagegen sein? Aber sowas gehört nicht in die Verfassung.

    • marie sagt:

      auch wenn ich mich wieder hole. verfassungsartikel sind in der regel immer “schwammig” formuliert. die genaue ausarbeitung geschieht immer erst in den gesetzen!
      der artikel ist für einen initiativtext absolut im normalen, korrekten rahmen verfasst.

    • Widerspenstige sagt:

      Aber Wanderwege und deren Erstellung und Unterhalt gehören in die Verfassung in Art. 88? Wieso sollte sowas in der Verfasssung stehen? Die Familien sind wenig geschützt in der Schweiz, deshalb sinken die Geburtenzahlen und steigen die Scheidungsraten. Diese Zusammenhänge haben sämtliche umliegenden Länder schon lange erkannt und sind daran, diese gefährliche Spirale einer untergehenden Gesellschaft aufzufangen mit entsprechender Lenkung via Staat. Es geht doch nicht im Wesentlichen um Kinderkrippen, sondern um Betreuungsmöglichkeiten bis zum Kindergarten wo es nötig erscheint.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        also echt jetzt, lassen Sie doch mal das fragwürdige Herleiten von Scheidungsraten zu Betreuungsangeboten-
        und zur angeblichen Teilzeitarbeit in nordischen Ländern fehlt immer noch die Antwort. Dort ermöglichen ua sehr hohe Steuerbelastungen das flächendeckende Betreuungsangebot.

      • Widerspenstige sagt:

        Was meinen Sie dazu, Brunild, dass Fuss- und Wanderwege in der Verfassung stehen??!!
        Haben Sie dazu keine Meinung?
        Sind Kinder weniger wert als Wanderwege, welche errichtet und gepflegt werden müssen??!!

      • gabi sagt:

        Was meinen Sie dazu, dass die Sorge vor der Wasserstoffbombe nicht in der Verfassung verankert ist?

        Oder die Neutronenbombe mit keine Wort erwähnt wird?

        Heisst das etwa, wir gewichten die Sorge um Wanderwege höher, als jene vor diesen Massenvernichtungswaffen?

        Diese verkürzte Art der infantilen Argumentations-Bocksprünge macht aber auch irgendwie Spass, muss ich sagen!

        🙂

      • Widerspenstige sagt:

        Und wegen der hohen Steuerbelastung in Skandinavien nur soviel: dafür werden andere Dinge des Lebens günstiger wie öV, Gesundheitswesen etc.

        Es muss einfach gute Gründe dafür geben, dass die Nordländer zu den glücklichsten Menschen gemäss letzten Umfragen zu verschiedenen Lebensbereichen gehören.

        Alles gekaufte Meinungsäusserungen oder gefakte Statistiken?? Ich bin der Ansicht, dass sich ein Umdenken in Helvetien einfach aufdrängt angesichts so deutlicher positiver Signale aus dem Norden. Auch hören wir fast nichts von Streiks, Abzockerei, Finanzdebakel, Neidkultur…. 😀

      • Sportpapi sagt:

        Was für Umfragen? Etwas die? http://issuu.com/earthinstitute/docs/world-happiness-report
        Da schneidet die Schweiz aber auch nicht schlecht ab. Immerhin noch vor Schweden…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        ich meine dazu soviel:
        solange ich immer wieder erlebe wie ich bei Ihnen über mehrere Artikel hinweg nachfassen darf,
        (weil ich mir die Mühe mache Ihre Beiträge zu lesen, und zu antworten- und im Gegensatz Sie bei mir meist nie lange nachfassen müssen sondern umgehend Antworten zum Thema bekommen)
        dass ich mich da nicht jedesmal auf die Seitenpfade begeben muss um mich vor dem Vorwurf, ich würd mich drücken, zu schützen…, und drum kein comment zu den Wanderwegen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        und Sie wissen aber auch dass alle Konsumgüter (ausser Kinderkleider in Norwegen) sehr viel teurer sind?
        Und die Leute keineswegs alle glücklich über die hohe Steuerbelastung?

      • Widerspenstige sagt:

        Oh Brunhild…ich habe es zwar irgendwo noch gelesen, nicht sofort geantwortet und dann vergessen. Sorry. Das ist selten bewusst sondern ständiger Zeitdruck, hier überhaupt bloggen zu können, ja?
        Ich habe schon viele Beispiele genannt im Verlauf meiner MB-Zeit, wie es in Skandinavien gehandhabt wird, Links reingestellt etc. Vielleicht machen Sie sich die Mühe, und legen sich ein Archiv an, was ich jeweils hier poste über den Norden. Ich lebe ja nicht dort, sondern war ein paar mal in den Ferien u habe mit eigenen Augen gesehen, was dort abgeht. Probleme gibt es dort klar auch, einfach andere.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        eben gerade weil ich auch all die anderen sehr intensiven Lobeslieder auf die nordischen Länder präsent habe, reicht mir das eben langsam, da ich es sehr tunnelblickig empfinde, bspw der Verweis auf die so hohe Lebensqualität- als ob von hier so viele in den Norden auswandern würden weils dort so viel besser wär… . Oder die Finanzierung der Gesamtbetreuung, die nicht benennt wird- die Bürger dort sind sich seit Jahren an hohe Steuerbelastung „gewohnt“ (zumal grad Norwegen Ölgeld hat), um denselben Standart hier einzuführen käme niemand um markant höhere Abgaben rum.

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        Was ich wirklich familienfreundlich finden würde wär zum Beispiel keine Kosten für Krankenkasse/ÖV/Freizeitkurse-Sport-Kultur etc für Kinder bis spätestens 18 (eh eine Illusion), dieses „ersparte“ Geld könnte dann jede Familie so einsetzen wie sie es wollen und brauchen.
        Aber flächendeckende Betreuungsstrukturen aufbauen müssen, weil das Angebot vorhanden sein muss, was zwangsläufig zu höheren Abgaben führen muss solange das keine Dumpinglöhne sein sollen, Abgaben welche auch diejenigen treffen die das Angebot nicht nutzen wollen, da hab ich schon sehr Mühe

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/
        darum geht es ja auch, man kann ja nicht gut warten bis die Neugeborenen dann da sind, sondern die Betreuung sollte bereit stehen für alle Kinder die es dann eventuell nutzen würden- nach dem nordischen Modell wo dann nicht mehr viel Wahrfreiheit bliebe. Ich wünschte mir da einen Mittelweg der allen Lebensentwürfen gerecht wird. Dass das nur mit FI möglich ist bezweifle ich. Und nun doch noch was zu Wanderwegen und Kühen, solange in CH dauernd Bauernbetriebe am dichtmachen sind bin ich glücklich über jeden Betrieb der noch mitmacht, ist kein Schoggijob!
        Plus jeden Wanderweg den’s gibt…

      • Brunhild Steiner sagt:

        4/
        also, zusammenfassend gesagt, ich kann mich täuschen, aber auch bei einer Ablehnung der FI denke ich nicht dass alles verloren ist, überhaupt nicht. In diesem Land sollte genug Kreativität und Erfindergeist vorhanden sein um auf diesem Gebiet flexible Lösungen hinzubringen- wobei ich eigentlich eher davon ausgehe dass sie angenommen wird- doch auch dann wird sich die Frage nach der ganz praktischen Umsetzung, inklusive deren Finanzierung stellen, ob dann auch noch alle mitmachen werden?

      • Widerspenstige sagt:

        Brunhild: ‚Oder die Finanzierung der Gesamtbetreuung, die nicht benennt wird- die Bürger dort sind sich seit Jahren an hohe Steuerbelastung “gewohnt” (zumal grad Norwegen Ölgeld hat), um denselben Standart hier einzuführen käme niemand um markant höhere Abgaben rum.‘ Wer hat behauptet, dass dieses komplexe Sozialsystem wie in zB Norwegen oder Schweden 1:1 in CH übernommen werden könnte/möchte/müsste? Es wäre doch mal an der Zeit, Anreize zu schaffen via FI, welche diese Sozialstaaten bereits mit Erfolg anwenden. Es gibt dort als Gegenwert Vergünstigungen für Zahnpflege, Heilungskosten etc..

      • Widerspenstige sagt:

        Sie tönen es an mit dem Mittelweg, welcher in der CH gangbar und abwägbar wäre. Man stelle sich vor, dass zB in Norwegen mit einer viel grösseren Landesfläche als CH, aber nur ca. 5 Mio. Einwohnern so ein umfassendes soziales Netzwerk an Betreuungsplätzen, günstigen öVs etc. mit grossem Erfolg finanziert wird. Die Steuern sind nicht der halbe Lohn, sondern ein Drittel davon. Weil es eine staatliche Sozialvers. gibt, entfallen ein Grossteil der enormen Verwaltungskosten wie in CH. Unser Föderalismus ist nicht mehr länger bezahlbar, weil er zu elitär daher kommt. Für eine reiche Minderheit.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich persönlich würde es begrüssen, wenn jede Familie für eine kurze Zeit nach einer Geburt eine Nanny erhalten dürfte. Diese würde in Teilzeit angestellt u wie eine Spitexfrau aus einem Fonds finanziert. Wer in diesen Fonds einzahlt, sei eine Diskussionsbasis. Ich selber wollte schon sowas auf die Beine stellen zusammen mit entsprechenden Interessenten. Weil ich gerne meine Kinder bei mir haben wollte bis ca. 3 Jahre, kam eine Tagesmutter zu uns nach Hause u brachte auch ein Kleinkind mit. Dies nur eine kurze Zeit von einem Jahr. Die Kitas sehe ich ab 3 Jahren für 1 – 2 Tage pro Woche.

      • Widerspenstige sagt:

        Es braucht wahrscheinlich viel weniger Kitas als hier immer wieder angeprangert wird. Wieso nicht sämtliche Schulhäuser und Kindergärten mal abchecken in CH auf deren Räumlichkeiten, bevor hier gross von Investitionen und Personalengpässen gesprochen wird. Es bräuchte einfach vermehrt Erzieherinnen, Tagesmütter oder ähnliche Pflegefachleute, welche ein paar Monate auch Zuhause bei den Familien einspringen oder bei sich Zuhause Betreuung anbieten. Das passiert ja schon heute mit Nachbarschaftshilfe vielerorts. Aber es darf etwas kosten, weil diese Kinder die Zukunft unserer Gesellschaft sichern

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        also da blick ich nun gar nicht mehr durch „Die Kitas sehe ich ab 3 Jahren für 1 – 2 Tage pro Woche.“- bisher bin ich aufgrund Ihrer engagierten Hinweise auf den Norden davon ausgegangen dass Ihnen eine Wochenbetreuung am Herzen liegt, damit freie Bahn fürs Berufleben geschaffen ist.
        Und auch Ihren hierbezogenen Voten entnehme ich nicht unbedingt dass Sie das gerne beschränkt hätten (auf 1-2Tg/Wch), schwebt Ihnen ein Modell vor, welches auch die Väter in die Pflicht nehmen würde? Ich denk mir ja eher nicht dass Sie bloss die Mütter die fehlenden Tage zuhause haben wollen?

      • Widerspenstige sagt:

        Ja Brunhild, ich wollte mich jetzt mal intensiver mit dem Thema auseinander setzen, da Sie schon mehrmals nachgefragt haben wegen dem Vergleich zu Skandinavien. Es schien mir wichtig, mal ein paar Vorurteile oder einfach Ängste abzubauen, dass mit der Annahme der FI eine Steuerwalze auf uns Eidgenossen zurollen würde u kein Geld mehr Ende Monat in den Lohntüten sei. Es ist alles halb so schlimm u mein Engagement ist eben nicht Ich-bezogen, sondern für Betroffene gedacht, die wirklich keine andere Möglichkeit nach der Mutterzeit sehen. Diese brauchen eine Fremdbetreuung, andere regeln es privat

      • Widerspenstige sagt:

        Wie schon angetönt andernorts gibt es im Norden mind. ein Jahr flexible Elternzeit, wo auch Väter miteinbezogen werden. Wenn nun die Familienplanung nach dem ersten Kind mit einem zweiten Kind voran getrieben wird, gibt es längere Elternzeiten dh während dieser Zeit können locker bis 3 Jahre vergehen wo versch. Betreuungmöglichkeiten in Kombination mit Teilzeitarbeiten nach Absprache mit den AGebern genützt werden von Müttern wie auch Vätern. Das schwebt nicht nur mir vor, sondern wäre einfach das Sinnvollste für alle Beteiligten. Der Staat unterstützt wo nötig, die Wirtschaft hilft ebenso.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        da kann ich mich Ihnen sehr anschliessen, danke für die Vertiefung-
        die Diskussionen sind ziemlich auf die möglichst ausgedehnte Fremdbetreuung eingeschossen, mir persönlich verschafft das schon eher ein grosses Unbehagen.

      • Pixel sagt:

        Danke WS, meine Worte!

    • Pixel sagt:

      Ich wusste ja gar nicht… Sogar ganze Familien können nun ihre Voten abgeben? Ich meine, ich wäre ja eh dafür, dass man Kindern eine rechtliche Stimme verleiht. Unser Dreikäsehoch jedenfalls würde schreien: bippe, bippe! Piele, piele!

  • The Damned sagt:

    Ich habe zum Familienartikel bereits ein briefliches Ja in die Urne geworfen- in der Gewissheit, dass wir es in der Schweiz verstehen werden, schwedische Zustände zu vermeiden: Die Steuerlast in Schweden ist die siebthöchste in ganz Europa (Price Waterhous Coopers, „Paying Taxes 2012“, Seite 51). Dieser Preis ist mir definitiv zu hoch! Es macht meiner Ansicht nach nicht viel Sinn, Eltern die Wahlfreiheit zu nehmen, um dann beide Partner zu zwingen, erwerbstätig zu werden, weil die Steuern zu hoch sind!

  • Huber Franz sagt:

    Ich sehe das jeden Tag ,dass beide Elternteile Arbeiten.Ein Kindermädchen betreut die Kinder tagsüber.Abends 18 Uhr sind die 3 kleinen im Nachthemd (das auch im Sommer)18 Uhr 30 hoppla ins Bett und die Eltern frönen sich den lauen Sommerabende natürlich ohne störende Kinder.Dafür wird 3 mal im Jahr dick Ferien gemacht und die Kinder sind dann bei den Grosseltern.Für solche Eltern braucht es wirklich kein Familienartikel. darum ein klares nein

    • Widerspenstige sagt:

      Für solche Eltern ist ja der Familienartikel auch gar nie gedacht, alles klar Hubert? Es soll für mittlere bis untere LohnempfängerInnen ein flächendeckendes Betreuugsangebot geben oder/und die Wirtschaft wird mehr in die Pflicht genommen, solche im eigenen Betrieb zur Verfügung zu stellen oder/und es dürfte mehr Eigeninitiative entwickelt werden in Quartieren etc. Es bleibt alles offen auch nach einem JA. Übrigens bezahlen diese Eltern in Ihrem Beispiel offensichtlich mehr Steuern und Sozialabgaben, als Sie sich vorzustellen vermögen. Anders kann ich Ihren Pessimismus nicht interpretieren.

    • alam sagt:

      Die machen das ja OHNE Familienartikel. Ich werde das auch MIT Familienartikel nicht tun können. Sie vergleichen Äpfel mit Birnen und schiessen auf die falschen. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

  • Huber Franz sagt:

    Familienartikel ja,aber die Kosten nicht auf die Allgemeinheit abwälzen.

  • Widerspenstige sagt:

    Und noch ein träfes Zitat zu dieser unsäglich kleinkarierten Diskussion hier wie dort:

    WER HUNGER HAT, SOLL DOCH KUCHEN ESSEN (Marie Antoinette)

    • Leonardo sagt:

      Fügen Sie doch ein „Frei nach“ ein, denn in Ihrer Version geht die Aussagekraft verloren. Denn Kuchen essen, wenn man Hunger hat ist ja (abgesehen vom gesundheitlichen Aspekt) ja durchaus richtig. Und abgesehen davon glaube ich nicht, dass in dieser Diskussion hier der entsprechende Zynismus und die Menschenverachtung vorhanden war/ist (wie bei MA).

      • pixel sagt:

        „Frei nach“ entspricht nicht dem Charakter eines Zitates. Und wenn Sie die Historie dazu kennen würden, würden Sie auch den Sinn dahinter besser verstehen.

      • Leonardo sagt:

        pixel – langsam muss ich an Ihrem Verstand zweifeln. Hier wurde falsch zitiert, daher wäre „Frei nach“ hier korrekt. Die Antwort von Marie Antoinette war in einem Dialog verpackt. Ich kenne die Geschichte dazu und verstehe den Sinn bestens. Sie offenbar nicht. Bis Sie mir Lektionen in Geschichte (oder in der Nutzung von Zitaten) erteilen können, müssen Sie wohl noch einige Jahre Bücher wälzen.

      • pixel sagt:

        ja, da Vinci.
        An Ihrem Verstand darf man ja auch, die Historie berücksichtigend, zweifeln.

      • pixel sagt:

        Das konnten Sie aber auch erst schreiben, nachdem maia es herausgsucht hat, oder?

      • mira sagt:

        Wahrscheinlich muss man erst ein paar Artikel über Textinterpretation geschrieben haben, um das Zitat nicht zu verstehen… 🙂

      • Leonardo sagt:

        Lesen Sie bitte meinen Kommentar: „in Ihrer Version geht die Aussagekraft verloren“ dann wir klar, dass ich mich auf das Originalzitat bezogen habe. So schwer zu schlucken, dass ein Mann es besser wusste?

      • mira sagt:

        @Leonardo
        Nein, bei einer Frau hätte ich genauso schmunzeln müssen… mich hat weniger der Inhalt, als der Ernst der „Tüpflischisserei“ erheitert…

      • Leonardo sagt:

        mira – wenn wir so mit Zitaten umgehen wollen:

        „Der Familienartikel ist dumm.“ – Barack Obama
        „Wer ja stimmt verurteil die Schweiz zum Scheitern.“ – Der Papst
        „Wer für die Vorlage stimmt kommt in die Hölle.“ – Gott

        Klar warum das nicht geht? Aber es ist „Tüplischisserei“ ja – aber der Ausgangskommentar hat es auch nicht anders verdient.

      • alien sagt:

        Lass mich raten, Leonardo. Die Zitate sind falsch.

        alien. Debunking fraud since 1452.

    • maia sagt:

      Das Zitat ist so nicht richtig – es heisst: Wenn sie (die Bevölkerung) kein Brot hat, dann sollen sie doch Kuchen essen.

      • pixel sagt:

        Danke für das Korrigendum und die Mühe, das nachzuschauen.

        Aendert ja zum Glück wenig etwas an der Pointe.

      • gabi sagt:

        „Aendert ja zum Glück wenig etwas an der Pointe.“
        ?

        Wenig oder etwas?

        Wenn Sie allen Ernstes „wenig“ schreiben wollten, so haben Sie offenbar immer noch nicht begriffen, wofür das Zitat jeweils verwendet wird und wieso es erst, und ausschliesslich, in Verbindung mit dem Hinweis auf den Mangel an Brot Sinn macht.

        (was bei WS – der Sprachsensiblen! – 🙂 vollkommen offensichtlich ist.)

      • gabi sagt:

        „WER HUNGER HAT, SOLL DOCH KUCHEN ESSEN“

        …Ändert höchstens insofern nichts an der Pointe, als dass diese (die ursprüngliche, aus welcher diese Annekdote ihre Langlebigkeit schöpft) einfach überhaupt nicht mehr vorhanden ist. Daher natürlich tatsächlich auch nicht verändert werden kann.

        Wer Hunger hat, kann egal was (Essbares) essen! Das ist unbestritten und hilft gegen Hunger.

        Stellt Ihr Euch hier absichtlich blöd oder begreift Ihr echt nicht, dass der Sinn ohne den Hinweis auf das fehlende Brot vollkommen abhanden kommt?

        Sensationell wie immer.

        Aber so was von „sprachsensibel“!

        🙂

      • gabi sagt:

        Ah… Moment.

        Ich weiss schon:

        Wahrscheinlich haben Sie das Zitat nur so krum von sich gegeben, damit „Konventionen hinterfragt“ oder „verkrustetes Denken aufgebrochen“ wird.

        Ganz toll!

        So schön, wenn jemand Normen in Frage stellt.

        🙂

        Wenn´s nur nicht so suadumm klänge, wenn die gewohnte, konventionelle, altehrwürdige Leseart des Sinns dann doch bitte trotzdem, und ganz ohne es „herkömmlich“ zitiert zu haben, wieder „richtig“ verstanden werden soll!

        Ja… Da können wir als Gesellschaft voll froh sein, wenn das die Personen sind, welche die Sprache reformieren wollen.

        😀

      • gabi sagt:

        okay, okay… Ich gebe ja zu:

        Es entbehrt nicht einer gewissen (!) Logik.

        Jemand, der von Menschen, die das schiere Gegenteil äussern, dennoch so „träff“ glaubt beurteilen zu können, was diese „eigentlich“ und „in Wirklichkeit“ meinen, der kann natürlich im Gegenzug auch erwarten, dass alle Anderen gefälligst auch verstehen, was man eigentlich meint… Auch wenn man selber etwas völlig Anderes äussert.

        Ich sag´s ja immer: Die Anderen sind einfach doof!

        🙂

    • Widerspenstige sagt:

      Leonardo, es soll ja Menschen geben, welche solche Zitate in entsprechenden Kontext von Aussagen in einer Diskussion setzen können. Aber wie Sie richtig bemerken, wäre Kuchen essen bei Hunger in der reichen Schweiz wenig aussagekräftig. Steckt man aber in einer ähnlichen Situation wie zu Zeiten MA zB als Alleinerziehende Mutter mit hungrigen Kindern am Monatsende, dann weiss diese Mutter ganz genau, was ich mit diesem Zitat sagen wollte.

      Es ist immer alles eine Sache der Perspektive, Leonardo. Es trieft auch hier vor Zynismus u Menschenverachtung in manchen Aussagen… 😯

      • Leonardo sagt:

        Ich sage nur: wenn Sie sich mit Zitaten wichtig machen wollen, dann zitieren sie richtig. Sollen Kinder in jedem Fall etwas zu essen bekommen? Ja. Sollen Kinder unbedingt in Krippen können? Nein. Denke das sind schon zwei verschiedene Ebenen.

      • gabi sagt:

        hmmm….

        Zitate zu verkürzen – wenn vorausgesetzt wird, dass die Mitleser über die entsprechnde Bildung verfügen – ist selbstverständlich legitim.

        Sollte dann allerdings tatsächlich nur auf ein entsprechendes Stichwort beschränkt sein, das nicht durch falsch formulierte Zusätze verwirrt. Simple Frage der Sprachsensibilität!

        Grad bei diesem Zitat ja eigentlich keine Hexerei und selbst von Zwitterwesen (!) schon mit Bravour kreiert:

        She keeps Moet et Chandon in her pretty cabinet
        „Let them eat cake“ she says, just like Marie Antoinette.

        http://www.youtube.com/watch?v=2ZBtPf7FOoM

        😀

      • Widerspenstige sagt:

        Ja, das ist wohl meine Art, einen Gedankensplitter hier schnell zwischen einem Telefon mit Kunden zu plazieren, ohne noch schnell vorher gegoogelt zu haben. Ich habe angenommen, dass dieses Zitat wohlbekannt ist u sah es als gegeben an, es schnell zu plazieren, bevor ich wieder keine Zeit mehr dazu habe. Beim nächsten Reinschauen hier war es bereits zerpflückt und zerzaust worden und ja, gabriel, berühmte Zitate zu verkürzen ist legitim. War aber nicht meine Absicht hier, sondern eben – Sie ahnen es – Zeitdruck meinerseits. Aber danke für den Link zum Songtext von Darling Freddy – he got it!

      • gabi sagt:

        Ev. fällt Ihnen dann – in fünf Wochen oder so… Falls Sie wieder mal zurück gucken; denn dass Sie SELBSTREDEND niemals vor Ort zu irgend einem Blödsinn stehen können, wissen wir inzwischen wirklich – irgendwann in ferner Zukunft auch mal auf, dass ein echtes Verkürzen und ein sinnentstellendes Zusammenbasteln NICHT Dasselbe ist.

        … Für Sprachsensible jedenfalls gewiss nicht.

      • Widerspenstige sagt:

        Ist es sooooo schlimm? Ich dachte, dass es um Inhalt geht und weniger um Form….habe mich wieder mal in Ihnen getäuscht…ach, ach…. 🙄

      • gabi sagt:

        WS: Sie täuschen sich vor allem in sich.

        … Und ich mach Sie (für Sie unangenehmerweise) drauf aufmerksam.

        Weil mir die Arroganz, mit der Sie ansonsten jeweils Ihre „Sprachsensibilität“ wie ein Monstranz vor sich her tragen (der Sie dann also nicht einmal bei so einer Nichtigkeit wie diesem berühmten Zitat gerecht werden), mächtig auf den Geist geht.

        Ein Zitat, in dieser falschen Form widergegeben, verändert nun einmal den Inhalt… Um den es Ihnen (!) doch angeblich ging.

        Vielleicht überlegen Sie mal, wie Ihre weinerliche Forderung, dass man SIE gefälligst IMMER richtig zu verstehen

      • gabi sagt:

        habe, selbst wenn Sie es nicht in eine verständliche Form zu bringen vermögen, sich damit verträgt, dass SIE sich jeweils weigern können, auch ausdrücklichste Präzisierungen zu ignorieren und – ohne den Hauch eines schlechten Gewissens – bei einmal eingebildeten Unterstellungen an allen gegenteiligen Hinweisen vorbei bleiben dürfen.

        Denken wir an Pädopanik und was Sie Sporpapi dabei hemmungslos beleidigend unterstellten und der nicht einmal je geäussert hatte.

        Kommen Sie mit?

        Fällt Ihnen die Diskrepanz auf, mit der Sie an manchen Tagen sogar Dinge niemals so geäussert haben wollen,

      • gabi sagt:

        (das ist Teil 3; Teil 2 hängt)

        … wie sie nun mal von Ihnen formuliert da stehen, während Sie selber jeweils anderen Blogern zu unterstellen vermögen, was diese „in Wirklichkeit“ meinten, selbst wenn diese vollkommen nachlesbar niemals etwas dahingehend geäussert hatten?

        – Und dabei auch noch „Sprachsensibilität“ für sich in Anspruch nehmen? Aber nicht einmal merken, wenn die falsche Form den Inhalt entstellt?

        …Aber für Sie soll´s jedesmal ne Extrawurst geben!

        Nö. Gibt´s nicht: Von mir kriegen Sie keine.

    • Widerspenstige sagt:

      Danke für die Richtigstellung, maia, ändert aber an der zynischen Aussage wenig, wie pixel sehr richtig erwähnt. Wollen wir uns über die Richtigkeit des Zitates streiten oder wollen wir den tiefgründigen Inhalt unter die Lupe nehmen? Ich weiss nicht, aber ich befinde mich wohl im falschen Film… 🙄

      • Leonardo sagt:

        Die Aussage aus dem Zitat hat aber auch nichts mit dieser Abstimmung zu tun, aber gar nichts. Da könnten wir ja auch nach kostenlosen Autos und Luxusuhren für jedermann beim Staat betteln… Wer genug hat soll selbst zahlen (evtl. mit Opfern), wer zuwenig hat dem wird jetzt schon Unterstützung zu teil und bei wem es organisatorisch nicht klappt – selbst schuld.

      • Hansli sagt:

        @Leonardo Das „jetzt schon“ ist völlig an der Realität vorbei.

      • alien sagt:

        Quello che mi interessa o Leonardo è che il Berlusca non ha vinto. Ueeee, che bravi sti italiani!

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Widerspenstige:
      und wer ernsgenommen werden will
      soll sich doch mal offengelassenen Fragen stellen, z.Bsp ihrer Behauptung in nordischen Ländern sei Teilzeitarbeit kein Problem und die Scheidungsrate tief dank ausreichender Betreuungstrukturen…

      • gabi sagt:

        Wer sagt denn, dass das WS überhaupt will?

        Nach vielen Monaten hier drin und unzähligen Zeugnissen des Kneiffens, wenn´s vom Phrasendreschen runter in die Niederungen konkreter Antworten gehen soll, meine ich:

        Widerspenstigen geht´s nicht ums Ernstgenommenwerden.

        Sie geniesst´s einfach, wenn sie die ihr vertrauten Phrasen von einer vertrauten Stimme hört.

      • Widerspenstige sagt:

        Das Zitat ist umstritten, deshalb stelle ich den entsprechenden Auszug aus Wiki über Marie Antoinette hier rein:

        „…Es wurde folgendes Gerücht in Umlauf gebracht: Sie habe auf die Vorhaltung, die Armen könnten sich kein Brot kaufen, geantwortet: „Wenn sie kein Brot haben, dann sollen sie Brioche [Gebäck] essen.“ Dieser Ausspruch stammt nachweislich nicht von ihr. Bereits Jahre vor Marie Antoinettes Thronbesteigung 1774 wurde er von Jean-Jacques Rousseau erfunden und um 1766 zitiert. Im sechsten Buch seiner 1770 vollendeten und 1782 veröffentlichten Autobiografie..“

      • Widerspenstige sagt:

        „…Die Bekenntnisse findet sich die Stelle: je me rappelai le pis-aller d’une grande princesse à qui l’on disait que les paysans n’avaient pas de pain, et qui répondit: Qu’ils mangent de la brioche („Endlich erinnerte ich mich des Notbehelfs einer großen Prinzessin, der man sagte, die Bauern hätten kein Brot, und die antwortete: Dann sollen sie Brioche essen!“)[2] Es handelt sich offensichtlich um eine Wanderanekdote, die schon der ersten Frau von Ludwig XIV. vorgeworfen wurde…“
        http://de.wikipedia.org/wiki/Marie_Antoinette

        Wer hier anfängt, Phrasen zu dreschen sind gerade mal Sie, gabi!

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        mir gehts nicht um Brioche, Brot oder Kuchen, sondern um Ihre Behauptung in nordischen Ländern herrschte bezüglich Lohnarbeit die totale Wahlfreiheit- herrscht eben überhaupt nicht, da erstens mal Teilzeitstellen nicht so verbreitet sind wie hierzulande und zweitens die meisten aufgrund hoher Steuerbelastung zu zweit Vollpensen gezwungen sind- immerhin bei tieferer Wochenstunden und mehr Ferienwochen für Eltern, zumindest in Norwegen.

      • gabi sagt:

        Raaaah…. 🙂

        Sprachsensible, ja?!

        Sie müssen mir nicht die Herkunft des Zitates, bzw. der Annekdote, erklären. ICH kenn´s.

        Ich spreche davon, dass SIE, als – pffffch! – Sprachsensible offenbar nicht einmal mitkriegen, wie sehr sie sich vom Sinn der Überlieferung fort bewegen, wenn Sie es falsch widergeben. Genau darauf hat Leonardo (der kennt sie offenbar noch nicht) sie hin zu weisen versucht.

        Gefangen in Ihrer Haut tun Sie aber nur dasselbe wie immer: Über was Anderes als das Angesprochene dozieren. 😀

        Davon abgesehen hat mein Hinweis auf Ihre Phrasenlust hier nix damit zu tun.

      • Widerspenstige sagt:

        Brunhild, wo habe ich behauptet, dass in Skandinavien Teilzeitarbeit ‚kein Problem‘ sei? Ich habe wenn schon Ihre u ähnliche Aussagen relativiert dahingehend, dass es sehr wohl Teilzeitstellen dort gibt u nicht Mütter wie Väter 100% mit Kleinkindern arbeiten auswärts. Dort sind die Elternzeiten viel länger, sodass leichter die ersten Jahre überbrückt werden können. Auch sind die Väter ebenso einbezogen in die Elternzeit. Es gibt auch dort Probleme, ganz klar, nur hilft da der Staat u Wirtschaft mit, diese zu lösen! Die Scheidungsraten stagnieren dort habe ich geschrieben u nix von tief…

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Widerspenstige:
        Sie haben diese Stagnation mit der Betreuungsinfrastruktur begründet,
        und befunden, es sei auch dort kein Problem teilzeitzuarbeiten-
        finde ich keine korrekten Argumente, da es eben nicht so problemlos ist, und zerreissende Partnerschaftskonflikte meist auf ganz anderen Gebieten gedeihen.

    • Sportpapi sagt:

      Da ich es kenne, habe ich das Zitat natürlich richtig verstanden 🙂
      Weiss aber nicht, was es in dieser Diskussion hier verloren hat. Ich glaube ernsthaft, viele Leute hier wissen nicht einmal mehr, wie gut sie es eigentlich haben!
      http://blog.tagesanzeiger.ch/nevermindthemarkets/index.php/11824/wie-miserabel-war-das-leben-vor-1800/

      • Pixel sagt:

        Doch, sp, selbst wenn man aus dem 21. Jhd kommt, kann man durchaus wissen, wie gut man es hat. Guess what: wir wollen’s besser haben!

      • Sportpapi sagt:

        Sehen Sie Pixel, ich bin schon schneller zufrieden. Mir reicht es, wenn wir es weiterhin so gut haben wie bisher. Und ich wünsche meinen Söhnen, dass sie in 20 Jahre auch noch die Möglichkeiten haben, die uns heute offen stehen.

  • alam sagt:

    @Carolina: Ja, Frauen wie merken nicht mal, wie sie kleingehalten werden, bis sie irgendwann merken, dass alle Züge abgefahren sind.

    • Carolina sagt:

      Es tut mir wirklich leid, dass Sie anscheinend Ihre schrecklichen Erfahrungen gemacht haben – nur: die sollen allgemein gültig sein?

    • Carolina sagt:

      Und Sie glauben tatsächlich, dass wird sich durch die FI ändern? Dass per Dekret und zeitnah (!) eine Krippe entsteht? Ich halte das für Augenwischerei. Es ist an der Zeit, dass Frauen (und Männer!) sich einmischen und laut werden, dass sie in solchen Dörfern wie Ihrem Forderungen stellen, aktiv werden und sich gegen altväterliche Vorstellungen wehren. Dazu braucht es die Initiative nicht. In meinem Dorf sind erst seit 5 oder 6 Jahren Blockzeiten abgeschafft – die haben mich, als ich hierherzog, völlig schockiert. Aber wir vereinigten Eltern haben es relativ schnell geschafft, das zu ändern.

      • alam sagt:

        Wer selber Gemeindepolitik macht weiss, dass sich nicht alles auf Gemeindeebene durchsetzen lässt. Machen Sie Gemeindepolitik? Ich schon! Sie müssen mich nicht als weinerlich abwerten, und meine Erfahrungen sind auch nicht „schrecklich“. Aber dass Elternschaft echt ein Handicap werden könnte, hätte ich zu meinen kinderlosen Zeiten nie gedacht.

      • Hansli sagt:

        Ein Nein wird ein Freipass für die SVP sein mit ihrer Frau an den Herd Politik. Dann werden sich familienfreundlichen Strukturen noch schwieriger durchsetzen lassen.

      • Carolina sagt:

        alam, ein ‚Handicap‘ ist aber etwas völlig anderes als sich in Ketten gelegt zu fühlen, weil man Kinder hat und das dann auch noch verallgemeinern zu wollen. Wohl alle Mütter (Eltern) müssen wahrscheinlich lernen, dass nichts mehr ist, wie es einmal war, wenn die Kinder kommen – manches würde man sich lieber weit wegwünschen, anderes kompensiert dann hoffentlich dafür. Aber nochmal: da müssen wir alle durch, das ist das Leben und niemand kann einem das abnehmen. Ich bin übrigens auch für eine Familienförderung des Staates, weil ich so altmodisch bin und die Familie für die Keimzelle einer

      • Carolina sagt:

        /2 Gesellschaft halte und Kinder unsere Zukunft sind. Dass Menschen Kinder in eine Welt setzen, die diesen Kindern dann Schutz, Geborgenheit, Bildung etc ermöglicht, gehört für mich eindeutig in die Verfassung eines Staates. Aber ich habe Mühe damit, dass der Staat Eltern alltägliche Verpflichtungen abnehmen soll, dass auch die, die es eigentlich gar nicht benötigen, profitieren und dafür der Topf für die, die wirklich unsere Hilfe brauchen, kleiner wird.

      • Hansli sagt:

        @Carolina zum zweiten Beitrag: Dann verstehe ich nicht, warum Sie nein stimmen.

      • Carolina sagt:

        Habe ich gesagt, dass ich nein stimme? Ich halte lediglich diese Initiative bestenfalls für eine nett gemeinte Absichtserklärung, die so wischi waschi ist, dass sie so ziemlich alles beinhalten kann oder schlimmstenfalls für eine kostspielige weitere Möglichkeit, an den Staat noch mehr Verantwortung abzugeben. Ihre schwarz/weiss Welt, in der alles ganz klar gut oder böse ist, in der ein Nein SVP-mässiges-zurück-an-den-Herd
        bedeutet und ein Ja ein freudiges Willkommen an die Familie an sich kann ich leider nicht teilen, dazu sind die Dinge viel zu komplex und vielschichtig.

      • marie sagt:

        verfassungsartikel sind in der regel immer „schwammig“ formuliert. die genaue ausarbeitung geschieht immer erst in den gesetzen!

      • Hansli sagt:

        @Carolina Ob die Problem komplex oder Vielschichtig sind, dass interessiert politisch niemand mehr. Wer erinnert sich noch ans EWR-Nein der Grünen? Damit wurde der EWR abgelehnt. In die Geschichte eingegangen ist das nein einzig und alleine als Sieg der SVP. Die SVP hat sich nun die Familienabstimmung als Ziel ausgesucht. Haben wir ein Nein, wäre das effektiv ein grosser Sieg für die SVP mit entsprechenden Konsequenzen auch in den Kantonen. Hätte sich niemand für den Artikel interessiert, dann wäre der Ausgang nicht wirklich wichtig. Jetzt ist daraus jedoch konservative Wertediskussion geword

      • Carolina sagt:

        Ist mir schon klar, dass es einige gibt, denen es lieber gewesen wäre, die FI wäre einfach so, im Schatten der Abzocker-I., durchgewinkt worden. Es interessiert mich überhaupt nicht, ob sich irgendeine Partei irgendetwas im nachhinein auf die Fahne schreibt – mir geht es einzig und allein darum, dass ein neuer Verfassungszusatz geprüft, diskutiert und abgeklopft werden MUSS. Insofern ist natürlich Ihr Vorwurf, es sei lediglich eine konservative Wertediskussion, absurd.

      • alam sagt:

        Blockzeiten abgeschafft? Im Ernst? Natürlich ist Blockzeiten abschaffen leicht, da spart die Gemeinde Geld! Bei uns können die Blockzeiten zum Glück nicht mehr abgeschafft werden, weil sie kantonal geregelt sind. Ohne Blockzeiten hätte ich meinen Job definitiv an den Nagel hängen und Sozialhilfe beziehen müssen, zumindest während der Kindergarten, und ersten Primarschulzeit der Kinder.

      • Sportpapi sagt:

        @Alam: Natürlich lässt sich auch in der Gemeinde nur durchsetzen, was viele wollen. Allerdings ist eine Abstimmung an einer Gemeindeversammlung einfacher zu gewinnen als an der Urne. Ausserdem ist es einfacher, weitere Leute zu mobilisieren, weil man sich ja eher kennt, weil man Leute mit gemeinsamen Anliegen ausfindig machen kann. Zuletzt braucht es aber auch gar nicht zwingend eine Abstimmung, sondern Leute, die etwas anpacken. Tatsächlich meist in Form von Vereinen, die vielleicht bald einen Leistungsauftrag der Gemeinde haben. So war es auch bei uns.

  • Carolina sagt:

    ‚Und ja, Mamas sollen ein Ja einlegen, ohne wenn und aber‘. Sie vermengen unzulässigerweise mehrere Dinge: gerade weil ich der Meinung bin, dass Mütter, die HIlfe bei der Betreuung benötigen, diese auch grosszügigst erhalten, meine ich eben auch, dass nicht nach dem Giesskannenprinzip alle von staatlicher Subventionierung profitieren sollen. Familien sollen steuerlich gefördert werden, ganz klar, aber finanzielle Hilfe steht mMn nur denen zu, die sie wirklich benötigen.

    • alam sagt:

      Sie interpretieren da etwas in die Vorlage, was nicht drin steht. Wir haben beispiesweise keine Kita, obwohl der Bedarf klar da ist. Auf Gemeindeebene ist sie bei uns nicht durchsetzbar. Wir haben deshalb immer weniger Familien hier. Solche Gemeinden gibt es leider viel zu viele! Da muss endlich etwas gehen.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @alam:
        „auf Gemeindeebene nicht durchsetzbar“?
        Da interessieren mich mehrere Dinge, diejenigen die unter diesem „nicht durchsetzbar“ leiden- wie stark haben sich diese bis zum Wegzug in der Gemeinde denn eingebracht?
        Und warum wurden keine Betreuungsangebote auf privater Basis ins Leben gerufen?
        Wechselseitiges Hüten/Tagesfamilien etc, um den vorhandenen Bedarf tatkräftig darzustellen, sichtbar zu machen?

    • Carolina sagt:

      (Uebrigens: das sollte an Ihren Post 11:05 anknüpfen, falsch gelandet, sorry)

      • alam sagt:

        @maia: Eigeninitiative? Was glauben Sie denn, wie ich das mache? Vater kann nicht reduzieren, Grosi fällt krankheitshalber aus, Nachbarin ebenfalls, Kita nicht vorhanden. Einkommen ist nicht genug vorhanden, dass ich aus dem Arbeitsprozess raus könnte. Natürlich brauche ich Eigeninitiative und organisiere mich irgendwie. Aber allmählich geht auch mir Powerfrau die Kraft aus. Ich glaube, Sie wissen wirklich nicht wovon hier die Rede ist. Ich hoffe, dass unsere Kinder keine solchen Krämpfe mehr durchstehen müssen.

    • maia sagt:

      @alam: Wie wär’s mit Eigeninitiative? Wenn der Bedarf ja klar da ist, dann sollte das ja einfach zu bewerkstelligen sein.

      • Hansli sagt:

        @maia ????? Sie brauchen dafür eine Mehrheit. Nur Bedarf anzumelden reicht nicht.

      • alam sagt:

        @maia: Eigeninitiative? Antwort siehe oberhalb…

      • maia sagt:

        @alam: sie sagen, dass eindeutig Bedarf vorhanden ist. Was spricht dagegen einen privaten Verein zu gründen, der dann eine Krippe/Hort auf die Beine stellt?
        @Hansli: Genau nur Bedarf anmelden reicht nicht: Aermel hochkrempeln und selber anpacken aber schon. Dafür brauche ich keine Mehrheit.
        Viele Krippen/Horte gehen auf Eigeninitiative zurück – so z.B. auch die bei uns und funktionieren einwandfrei – Problem ist eher, dass der Bedarf eben nicht immer richtig eingeschätzt wird und dann zu wenig Kinder zum Betreuen da sind.

      • Hansli sagt:

        @maia Wer genug Geld hat, kann sich alternative private Lösung zu finanzieren. Die ganz grosse Mehrheit hat dazu die Finanzen nicht.

      • maia sagt:

        @Hansli: Offenbar finden sie Eigeninitiative schlicht und einfach schlecht. Wer viel Geld hat, kann sich eine alternative Lösung leisten und für die anderen soll der Staat (allso wir alle) sorgen. Nur ja nicht sich selbst engagieren! Wo kämen wir denn hin, wenn jemand sich für anderen einsetzt! Offenbar gilt heute nur noch „Was tut die Gesellschaft für mich“ und nicht mehr „was kann ich für die Gesellschaft tun“.

      • marie sagt:

        die bv fusst auf dem prinzip: minderheitsinteressen angemessen rechnung zu tragen. unsere sozialwerke haben deshalb nun mal den charakter von solidaritäswerken! und DAS ist eine hohe gesellschafltiche errungenschaft und ganz im sinne der schweiz. aber offenbar rückt man immer wie mehr davon ab und alles unter dem deckmantel der eigenverantwortung. hm… wo führt das wohl noch hin?

      • Hansli sagt:

        @maia Sie haben geschriebn, die Eltern sollen sich ein private Lösung suchen.

      • maia sagt:

        @hansli: ich habe geschrieben, dass sie einen Verein gründen sollen, der eine Krippe/Hort auf die Beine stellt. Ich kenne verschiedene Krippen/Horte die so gegründet worden sind und zwar von Hilfsarbeiter/innen, Verkäufer/innen, Alleinerzieher/innen usw. usf. die hatten offenbar genug Geld, obwohl sie das ja eigentlich aus finanzieller Not heraus taten.

      • marie sagt:

        …noch schöner wenn migikassiererinnen und putzfrauen (die haben keine löhne, die haben milde monatliche gaben), die ihren beitrag leisten in der gesellschaft, etwas auf die beine stekllen müssen, der eigentlich vom arbeitgeber und insitutionen zur verfügung gestellt werden sollte.
        „…dass frei nur ist, wer seine Freiheit gebraucht, und dass die Stärke des Volkes
        sich misst am Wohl der Schwachen,“ steht in der präambel in der bv!
        ihr bsp sagt einiges über den begriff „eigeninitiative“ ihrer aussage aus! bin nur noch geschockt.

      • maia sagt:

        @marie: Ich mit ihnen betr. Solidaritätswerken völlig einig. Nur: Ich finde, sie sollten zum Tragen kommen, wenn jemand etwas aus eigener Kraft nicht mehr kann. Aber je länger je mehr kommt hier einfach zum Zug „Ich habe das Recht auf….“ und zum Teil werden die Sozialwerke auch so gebaut. z.b. Wenn ich arbeitslos werde kann ich nicht erst von meinem Ersparten leben und mich dann anmelden, wenn dieses aufgebraucht ist. Nein! ich muss mich sofort anmelden und auch sofort das Geld beziehen. Sonst würde ich weniger bekommen.

      • marie sagt:

        maia, es geht bi der initiative nur darum: „man möchte mit der initiative den begriff familie und die damit verbundnen folgen, die mit der heutigen zeit einhergehen und deren wandel in der verfassung verankert haben. die verfassung beschreibt lediglich “die rechtl. grundordnung des staates”, mehr nicht. wie das oder die gesetze aussehen werden, stehen erst zur diskussion.“
        mehr nicht, was dann daraus gemacht wird, kommt erst noch! wanderwege sind in der bv art. 88 und die familie ist uns nicht einmal ein popeliger artikel in der bv wert? ich bin sprachlos!

      • Hansli sagt:

        @maia Egal ob Verein oder nicht. Ein solcher Platz kostet ca. 100.- Tag. Für viele eben nicht bezahlbar. Und ihr Beispiel wäre ohne staatliche Unterstützung dieser Leute gar nicht möglich. Als Hilfsarbeit hat niemand 2000.- pro Monat für die Krippe zur Verfügung.

      • maia sagt:

        @hansli: Ich kann nur sagen, dass es Orte gibt das funktioniert. Und dann gibt es auch viele Orte wo die Gemeinde oder auch Firmal bereit sind mitzuhelfen, wenn sich denn Leute engagieren.

      • Hansli sagt:

        @maia Nun verstehe ich gar nichts mehr, Kommentar über Kommentar wegen Eigeninitiative und nun: Zitat „…..viele Orte wo die Gemeinde oder auch Firmen bereit sind mitzuhelfen…“. Wenn eine Gemeinde so etwas unterstützen, dass ist das STAATLICHE Unterstützung. Eben genau was mit dem Familienartikel gewollt ist. Wenn Sie privat schrieben, dann verstehe ich privat von A bis Z und kein bisschen Unterstützung vom Staat.

      • maia sagt:

        @Hansli: Ich denke, ich habe recht gut beschrieben, wie ich Eigeninitiative verstehe. Wenn eine Gemeinde oder eine Firma z.B. einen Raum, Spielzeuge oder Mobiliar günstig zur Verfügung stellt…. O.K. wenn mann schwarz/weiss denkt, dann ist das wirklich nicht mehr Eigeninitiative. Aber zum Glück ist Welt für mich farbig und nicht schwarz/weiss. Dafür passieren mir dann manchmal solche „Missverständnisse“. Also wenn das dann für sie nicht mehr Eigeninitive ist, dann lassen wir das so stehen.

      • maia sagt:

        Teil 2: Eingentlich finde ich eh eine Mischung aus Eigeninitiative und Staatlicher Hilfe (der Staat sind ja sowieso wieder wir selber) am besten.

      • Sportpapi sagt:

        Erfahrungsgemäss ist es doch so, dass die Gemeinde Eigeninitiative schätzt und unterstützt. Und zum Beispiel einen Raum zur Verfügung stellt, wenn Eltern sich für eine gute Sache engagieren.

      • Hansli sagt:

        @maia das die Gemeinde z.Bsp. wie sie geschrieben haben einen Raum zur Verfügung stellt ist nicht selbstverständlich. Das Kostet die Gemeinde tausende Franken pro Jahr. Das ist für mich klare staatliche Unterstützung wofür eben alle Ja-Stimmer ein Ja einlegen

      • alam sagt:

        A propos Verein: Ja, einen solchen haben wir zusammen mit zwei Nachbardörfern gegründet und haben für einige Jahre im Nachbardorf eine Krippe betrieben. Weil unsere Dörfer sie teilweise gar nicht, teilweise homöopathisch subventionieren, musste die Krippe hohe Beträge von den Eltern einziehen und auf Dauer blieb der Krippenleiterin nichts anderes übrig als irgendwann weiterziehen in ein grösseres Dorf, wo die Finanzierung einigermassen stimmte. Ihr tut teilweise so, als hättet Ihr DIE glorreiche Idee, aber sorry, die meisten von Euch haben null Ahnung wovon sie reden.

      • alam sagt:

        … und nein, die Krippenleiterin wird auch heute noch nicht reich damit. Sie macht das aus Idealismus und kann nur weitermachen, weil ihr Mann gut verdient.
        … und nein, die Eltern können auch dort die Kinder nicht gratis bringen. Das wird auch in der Schweiz nie so sein und ist auch nicht das Ziel der Initiative.

      • Carolina sagt:

        alam, einfach immer weiter klagen, klagen, klagen, immer weiter nicht auf Einwände eingehen, ein aber nach dem anderen…… Schon bemerkt, dass die allermeisten hier, egal ob pro oder contra FI, der Meinung sind, dass Eltern, die Hilfe wirklich brauchen, sie auch haben sollen? Es ist doch wohl legitim, sich die Frage zu stellen, ob mit dieser Initiative Konditionen verbunden sein könnten, die für manche nicht aufgehen, oder? Mit ‚Ihr habt doch alle keine Ahnung‘ überzeugen Sie mich jedenfalls nicht.

      • alam sagt:

        @Carolina: Jammere ich, wenn ich erzähle wie es in der realen Welt läuft? Sie wollen es nicht hören, aber Sie überzeugen mich auch nicht. Wie sollen denn „Eltern, die Hilfe wirklich brauchen, sie auch haben“? Jetzt ist es nicht so und wenn die Initiative abgelehnt wird, sind wir noch weiter davon entfernt. Sie reden von Konditionen, die es noch gar gibt. Das von uns gewählte Parlament wird die Konditionen ausarbeiten und ich mache mir nicht die Illusion, dass mehr als das absolute Minimum dabei herausspringen wird. Also bitte legen auch Sie ein ja ein. Bitte!

      • mila sagt:

        Ich würde die Aussage gerne zuspitzen: jeder der meint, mehr als ein Minimalkonsens hinsichtlich (noch zu verhandelnder) Massnahmen liege drin, dürfte ein Fantast sein – auf die eine oder andere Weise.

      • Sportpapi sagt:

        @mila: Welche Schlüsse wären denn eigentlich zu ziehen, sollte die Vorlage wider Erwarten abgelehnt werden?

      • mila sagt:

        Wenn ich mir die Stimmungslage im MB so ansehe, erwarte ich eigentlich eine hochkante Ablehnung. Und stelle mich darauf ein, in den nächsten Jahren den Satz „Kinder sind Privatsache“ gebetsmühlenartig vorgebetet zu bekommen.

        Für mich persönlich ist es im Grunde einerlei, wenn der demokratische Beschluss ablehnend ausfällt, denn in den Genuss von Subventionen oder dergleichen werde ich ohnehin nie kommen. Und am Ende bekommt der Souverän in seiner Gesamtheit die Regelungen, die er (sich) verdient.

      • pixel sagt:

        eigentlich mila, denk ich mir die ganze Zeit, wie absurd…Wie kann man mit Familie GEGEN Familienpolitik sein. Eine Farce sondergleichen, oder?

      • gabi sagt:

        So kotzt mich das aber bald schon an, dass ich JA gestimmt habe:

        „Wie kann man mit Familie GEGEN Familienpolitik sein?“

        Wie kann man so ungeheuer beschränkt und selbsteingenommen sein, dass man sich ständig einreden muss, nur die eigne Vorstellung einer Themenpolitik habe diesen Namen verdient.

        Bäh…

        Fashcomässig. Fällt Ihnen das eigentlich gar nicht auf?!

      • mila sagt:

        Was pixel meiner Lesart nach meint ist: wie kann man gegen einen (Wischi-Waschi-)Grundsatzartikel zur Familienpolitik in der Verfassung sein, wenn man selbst Familie (Kinder) hat? Und ich sage (von meiner bislang kinderlosen) Warte dazu: ich verstehe es auch nicht. Gerade weil ich die langwierigen Mühlen des Schweizer Politsystems in meine Eventualitäts-Kalkulation mit einbeziehe.

        Andere mögen das, wie gesagt, gerne anders sehen. Aber ich (für meinen Teil) würde sie des gut- oder böswilligen Illusionismus bezichtigen.

      • mila sagt:

        Freischaltung?

      • mila sagt:

        Für meine Verhältnisse war ich in diesem Kommentar lammfromm – ich verstehe insofern nicht, weshalb er in den Orkus verbannt wurde.

      • Sportpapi sagt:

        Hm. Die SVP hat auch noch eine Familieninitiative geplant…

      • mila sagt:

        Wissen Sie, Sportpapi: meiner Einschätzung nach ist die SVP gut darin, Finger in wunde Punkte zu legen. Hingegen hapert es imho an den Schlüssen, die nachfolgend daraus gezogen werden.

        …aber worauf genau Sie anspielen, entzieht sich meiner Kenntnis.

      • mila sagt:

        PS: Für mich hört sich das nun ein bisschen nach Trötzeli-Reaktion an: wir wollen zwar auch mitspielen, aber ausschliesslich und nur nach eigenen Bedingungen.

        Anstatt uns in einem gemeinsamen Diskussionsrahmen einzubringen, und zu verhandeln wie Erwachsene. Very strange.

      • Pixel sagt:

        Gabi, Sie kleiner Kobold, ich finde Sie ja wirklich süss. Sie erinnern mich irgendwie an Rumpelstilzchen. Stämpfele und Täubele und selbstverherrlichend ums eigene Feuer tanzend. Lustig. Tut mir ja schampar leid, dass ich Ihnen nun Ihr „ja“ versalzen habe. Mist, mist, mist.

      • mila sagt:

        @pixel: eigentlich wollte ich nur sagen, dass ich – glaub ich – verstanden habe, was Sie meinen. Und das es mir diesbezüglich (in etwas unverfänglicheren Worten formuliert) ähnlich geht.

      • Pixel sagt:

        Ja Mila, danke. Es gibt aber Leute, die geben sich auch richtige Mühe, nicht zu verstehen oder absichtlich aus was relativ Einfachem etwas grausam Kompliziertes zu knüpfen. Auch das ist eine Kunst und gehört in die Kategorie „Talent“. Und auch dies kann ich respektieren. Kann.

      • gabi sagt:

        Wenn Sie Ihr Müttchen dann gekühlt haben, pixel, dann könnten Sie sich ev. ja wieder etwas mehr den Dingen zuwenden, die Sie selber geäussert haben.

        Z.B.: „Wie kann man mit Familie GEGEN Familienpolitik sein.“

        Oder wollen Sie allen Ernstes behaupten, es sei einem stampfenden Rumpelstilzchen zu verdanken, dass sich das – schon vor scih die böse, böse Gabi gemeldet hat – extrem intolerant und engstirnig anhört… Als ob es nur die eine wahre und richtige Familienpolitik zu geben habe!?

        – Machen Sie sich nicht zum Gespött!

        🙂

  • Widerspenstige sagt:

    Nur wer FREIWILLIG aus einem genügenden Angebot für seine Sache wählen kann, ist selbstbestimmt in seinem Leben. Wer nehmen muss, was vorhanden ist, wird sich je nach Lebenssituation nach der Decke strecken müssen. Es fehlt in der CH an Einsicht in andere Lebensentwürfe, es fehlt an Grosszügigkeit, es fehlt an genügend Gelassenheit und vorallem fehlt es an Toleranz. Wieso möchte ich meinen Nachbarn nicht gönnen, dass sie das Leben anders gestalten als ich es für richtig halte? Nur wenn die Ellen gleich lang sind für Mütter wie Väter, dann können wir von Gleichberechtigung reden. Vorher nicht!

  • alam sagt:

    Ich sehe nicht ein, warum wir dieses Thema nicht endlich auf Bundesebene regeln sollen, denn Familien gibt es soviel ich weiss überall in der Schweiz und es wird sie auch weiterhin geben. Und das ist auch nicht kantonal unterschiedlich.Wenn wir in jeder einzelnen Gemeinde separat für ein Minimum an Familienverträglichkeit kämpfen müssen, dauert es noch 1000 Jahre, bis Frauen nicht mehr in Ketten gelegt sind, sobald sie Kinder haben.

    • marie sagt:

      genau darum geht es beim artikel! dass die kantone in dieser angelegenheit endlich in die pflicht genommen werden. und das ist gut so.

      • Hansli sagt:

        Ein Ja ist einfach ein Zeichen, dass Frauen gleichberechtigt sind. Ein Nein wäre Anlass das bisher erreichte abzuschiessen.

      • Carolina sagt:

        Hansli, wenn ich Sie ernst nehmen würde, müsste ich Ihnen ja zustimmen, dass Hausfrauen-Dasein automatisch Verblödung, das definitive Aus bei jeder Jobsuche, totale Unterjochung durch einen Ehemann (den ich mir zwar selber ausgesucht habe, aber tja…..), keinerlei Kontakte (wie vorhin gesagt) und Verdammung in die ewige Doofen-Höhle zu bedeuten hätte. Tut mir leid, aber ich halte das für total weltfremd und absolut alltagsuntauglich. Es ist Opfermentalität pur und eine FI wird daran nichts ändern können.

      • Hansli sagt:

        @Carolina Alle Hausfrauen die ich kenne blieben Hausfrau bis zu Pensionierung oder mussten sich mit schlecht bezahlten Jobs herumschlagen. Das ist nicht nur mein Eindruck, das ist auch aus der Lohnstatistik und auch aus den Karrierechancen ersichtlich. Der Arbeitsmarkt ist keine fülschmi-geschpürschmi Veranstaltung.

      • Carolina sagt:

        Ach echt? Die Hausfrauen, die ich kenne, sind von einer riesigen Bandbreite: alt, jung, lang HF, kurz HF, manche lieben es, manche hassen es, kurz: es gibt genauso viele unterschiedliche Haltungen wie bei Nicht-HF auch. Die alle über einen Kamm zu scheren, ist unzulässig, genauso wie man berufstätige Frauen alle über einen Kamm scheren kann: manche müssen arbeiten, manche wollen es, andere wiederum richten es sich so ein, dass sie eine Weile etwas ganz anderes machen….. Ich schlage vor, Sie schalten mal den Tunnelblick aus. Es gibt nämlich ganz viele Varianten – und alle sind gleichwertig!

      • Carolina sagt:

        Sorry, im vierten Satz fehlt ein ’nicht‘. Freud etc….

      • Hansli sagt:

        @Carolina Wenn all Varianten gleichwertig wären, dann bräuchten wir diese Abstimmung gar nicht. Mit diesem Ja wird die Gleichwertigkeit erst eingeführt.

      • Brunhild Steiner sagt:

        @Carolina:
        🙂 und danke für die Wortgewalt 🙂

    • Carolina sagt:

      Hier wurde der eher zu einem ‚Nein‘ neigenden Fraktion vorgeworfen, dass sie mit Aengsten arbeitet, alam. Wenn Sie tatsächlich Ihr ‚Argument‘ dermassen überspitzen müssen, wie Sie das tun, wenn Sie tatsächlich auch nur annähernd der Meinung sind, Frauen seien in Ketten gelegt, sobald sie Kinder haben, würde ich sagen, Ihr Lebenspessimismus geht mit Ihnen durch. Das hat mit dem Alltag und dem Potential der Familien und vor allem Frauen, die ich kenne, nichts, aber auch gar nichts zu tun, sondern ist larmoyant und weinerlich.

      • Sportpapi sagt:

        Oh, wenn ich so etwas sagen würde, wäre ich gleich einen Kopf kleiner… 🙂 Recht hast du, Caro.

      • mira sagt:

        Mir kommt da grad der WItz von der Frau Merian in den Sinn, die zum Bettler, der vor Hunger Grass ass, sagte, er solle doch hinters Haus gehen, da sei das Gras länger…

      • Carolina sagt:

        Mira, ich nehme an, das soll Ihr Bild von mir als mitleidsloser, einzelkämpferischer, antisozialer Soundso vermitteln? Dagegen kann ich nichts tun, aber es hilft Ihrer Argumentation nicht gerade weiter, wenn Sie in diese Ecke schiessen.

      • mira sagt:

        @mira
        Das war eine spontane Assoziation von mir. Wenn das Ihre Interpretation ist, dann kann ich nichts dagegen tun.

      • Carolina sagt:

        Sie schreiben das an sich selber 😉

      • Carolina sagt:

        SP, Dein Post von 11:13 war ja schon fast prophetisch – siehe unten! 😉

  • Katharina sagt:

    Vergleiche ich den bestehenden Teil der Bundesverfassung mit der vorgelegten Änderung, dann sehe ich, dass Wesentliches nicht umgesetzt ist. Insbesondere Ar 116 Absatz 2.

    Also meine Meinung bleibt, zuerst die bestehenden Aufträge griffig Umsetzen.

    Was mir beim ganzen fehlt, ist die Definition von Familie. Wir sind eine solche, aber nicht nach Schweizer Recht.

    Und ja, es ist das dritte Mal, dass Ihr Haus die eine Seite zum Wort kommen lässt. Dazu haben sich Vorredner schon klar ausgedrückt.

    • alam sagt:

      Ist doch absolut logisch, dass der Mamablog die Seite der Mamas zu Wort kommen lässt. Was denn sonst?

      • Carolina sagt:

        Ach, heisst das, wer Mama ist, sollte tunlichst ein ‚Ja‘ einlegen? Oder darf man auch gegen die Initiative sein, ohne als Populist, als rechtskonservativ bzw anti-Familie bezeichnet zu werden? Katharina legt einen Finger in die Wunde: hier melden sich eigentlich nur Leute, die das Bisherige zementieren wollen – es scheint wenig Platz für neue Lebensentwürfe zu haben, z.B. eine stärkere Involvierung der Väter, z.B. mehr Teilzeitjobs für beide Eltern, z.B. private Initiativen.

      • Sportpapi sagt:

        Ich habe zu Hause meine Frau und meine Mutter gefragt. Die würden sich also eher nicht auf der Seite der „Mamas“ wiederfinden. Was sind sie denn sonst?

      • alam sagt:

        @Carolina: „z.B. eine stärkere Involvierung der Väter, z.B. mehr Teilzeitjobs für beide Eltern, z.B. private Initiativen“
        Das eine schliesst das andere nicht aus. Auch bei Annahme des Artikels werden nicht alle Probleme wie von Zauberhand verschwinden und auch andere Lebensentwürfe werden weiterhin möglich sein, oder wo lesen Sie das Gegenteil heraus?

        Und ja, Mamas sollen ein Ja einlegen, ohne wenn und aber. Weil jede Mama in die Lage kommen kann, dass sie auf familienergänzende Betreuung angewiesen ist. Und wenn nicht, ist es nicht ihr Verdienst.

      • Katharina sagt:

        alam, ich bin selber Mutter.
        Erstens reicht mir Auflage drei derselben Argumente pro. Es gibt sachlich wichtige Argumente gegen die Vorlage. Aber Sie werden mich wohl, so wie die Befürworter das anscheinend schnell tun, in die Abteilung Teepartei verfrachten. Oder als ewig gestrig bezeichnen (siehe Anker). In meinem Fall ist das ja sehr witzig.

  • Ein Kind hat das Anrecht auf adäquate familiäre und ausserfamiliäre Kinderbetreuung, unabhängig, in welcher Familienform es lebt. Wir müssen das Wohl des Kindes sicherstellen, ob es in einer traditionellen Familie lebt, mit zwei berufstätigen Elternteilen, in einer Patchworkfamile oder in einer Einelternfamilie. Die Abstimmung am 3. März bietet die Gelegenheit, dazu endlich einen wichtigen Schritt zu tun. Mit dem neuen Verfassungsartikel wird der Bedeutung der Familie für die Gesellschaft Rechnung getragen. Ja zur Familie und darum Ja zum Verfassungsartikel zur Familienpolitik.

    • marie sagt:

      genau!

    • Frank Baum sagt:

      Ein Ja zum Familienartikel ist ein NEIN zur Familiären Betreuung. Wir machen uns etwas vor, wenn wir behaupten, wir würden hier einfach zusätzliche Optionen schaffen. Das tun wir nicht. Wir zwingen den Leuten einfach einen Lebensstil auf. Wir rollen den Staat aus und die Eigenverantwortung zurück.

      • Auguste sagt:

        hmm…, das ist ein verzerrte darstellung, frank baum. der familiären eigenverantwortung ein kind von der wiege bis ins erwachsenenalter grosszuziehen bricht kein zacken aus der krone, wenn in einer bestimmten periode nützliche und tragbare ausserfamiliäre strukturen zur verfügung stehen.

        in der schweiz mangelt es nicht an gelegenheiten eigenverantwortung demonstrieren zu können. es mangelt aber definitiv an subsidiären strukturen, die mit dem demographischen wandel schritt halten und ihn sinnvoll unterstützen können, wo nötig.

      • Mit dem Artikel wird eine Grundlage geschaffen.
        Es ist eine Absichtserklärung, nicht mehr und nicht weniger. Die öffentliche Hand, die Wirtschaft und private Akteure werden dann die Umsetzung angehen. Sofern öffentliche Gelder investiert werden, hat das Stimmvolk das letzte Wort respektive kann jederzeit das Referendum ergriffen werden. (Pro-Juventute-Direktor Stephan Oetiker im Blick Interview vom 23.02.2013). Zudem wird es keine Bevormundung geben. Jede Familie hat die Selbstbestimmung / Eigenverantwortung, ob und in welchem Rahmen sie ihre Kinder in Betreuungsstätten geben.

      • Sportpapi sagt:

        @Pro Juventute: Man kann nun einmal nicht in zwei Richtungen gleichzeitig laufen. Über dieses „letzte Wort“ würde ich dann gerne in ein paar Jahren wieder mit Ihnen diskutieren.

      • Mit einem ‚Ja‘ zum Familienartikel verschaffen sich Eltern die Anerkennung, die sie verdient haben. Und sie können die Weichen dafür stellen, dass die Schweiz ein Stück familienfreundlicher wird und sie Unterstützung erhalten im Elternsein.

      • Leonardo sagt:

        Mit einem „Ja“ bekommen wir also die verdiente Anerkennung? Und familienfreundlicher wird es auch? Ja dann… oh nein, Brief schon abgeschickt. Schade, schade. – Im ernst: So einen Wischi-Waschi-Artikel kann man doch nur unterstützen, wenn man gut dastehen will. Viel verlieren kann man ja nicht (wenn sich die Leute da mal nur nicht irren..).

        Ich beziehe meine Anerkennung jedenfalls nicht von aussen. Ich weiss was ich leiste.

      • Frank Baum sagt:

        Das ist genau das Problem, Pro Juventute. Es soll uns als „Absichtserklärung“ untergejubelt werden. Jetzt sollen wir noch nicht über den Preis reden, der soll uns erst per Salami-Taktik offenbart werden soll. Es gibt die Linken, denen ihr Geschwätz von gestern nichts interssiert. Für alle anderen sollte es schon von Bedeutung sein, was wir hier in Aussicht stellen. Man nennt das Verantwortungsbewusstsein. Wenn es uns zu teuer ist – und zu teuer ist es in jedem Europäischen Land geworden, wo man sich zu diesem Irrsinn hinreissen liess – dann sollten wir die Finger davon lassen.

  • Bitta sagt:

    zu Anker’s Zeiten ging es ums nackte Überleben, heute nicht mehr? Ich kenne keine einzige Familie, in welcher die Frau bloss arbeiten geht, weil sie ihre Ausbildung nicht brach liegen lassen will – im Gegenteil, sie würden gern zu Hause bleiben, wenn sie könnten, müssen aber die Familie miternähren.

    • maia sagt:

      Das ist IHRE Wahrnehmeung, welche ja nicht unbedingt relevant ist. Ich kenne z.B. in meiner Umgebung nur das Gegenteil! Bin mir aber bewusst, dass das nicht allgemeingültig ist. Die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen.

    • maia sagt:

      entschuldigung „relevant“ ist das falsche Wort. Ich meinte eigentlich, dass sie nicht einfach dass, was sieh ihn ihrer Umgebung wahrnehmen auf die ganze Gesellschaft übertragen werden kann.

  • Jolanda Egger sagt:

    Im Anker’schen Kosmos waren fast alle Kinder „fremdbetreut“: von Mägden, Knechten, Grossmüttern, Tanten etc.weil d.Bauersfrauen keine Zeit für sie hatten. Bei d.Armen waren sie sich selbst überlassen soweit sie nicht arbeiten mussten!
    Die Gegner d.Familenartikels haben bloss Angst, dass ihr Mami nicht mehr voll verfügbar sein könnte u.dass sie sich selber auch einmal ein Spiegelei, Kaffee selber machen oder mal selber aufstehen u.ein Bier holen müssen – oder, was viel schlimmer wäre – die Frau ev. gar am Ende noch beruflich aufsteigen u.mehr verdienen könnte.
    Wäre Zeit, erwachsen zu werden!

    • Leonardo sagt:

      Ich bin immer wieder erstaunt in was für traurigen Leben die Leute stecken. Wenn Sie Männer gewählt haben, die sich so behalten, dann sind aber auch selbst schuld… Nicht jede „Familienfrau“ hat einen Haustyrann daheim…

      • gabi sagt:

        Sie haben ja keine Ahnung! – Fragen Sie mal Pippi oder Wildkätzli. Die erklären Ihnen das alles haargenau.

  • Auguste sagt:

    hmm…, der familien-artikel ist natürlich ebenso ein volkswirtschafts-artikel. er fördert auch, dass frauen, trotz kleinen kindern, wenn sie es möchten, im berufsleben bleiben können und damit im wirtschaftskreislauf. kinderbetreuung wird zu einer mischung aus wirtschaftsförderungsinstrument und sozialwerk. weil das resultat dem ganzen gemeinwesen in form höheren nationalen wohlstands zugute kommt, ist auch folgerichtig, es staat, wirtschaft und familie gemeinsam aufzubürden – dann würde es tragbarer und wirkungsvoller.

    am 3.3. werden keine geschenke vorbereitet, sondern knallhart abgewogen.

    • Sportpapi sagt:

      Das ist ehrlich und korrekt. Und eben abzuwägen, ob wir möchten, dass Familienpolitik in erster Linie Wirtschaftspolitik sein soll.

    • Carolina sagt:

      Bis auf den letzten Satz stimme ich Ihnen zu, A. Aber ‚knallhart abgewogen‘ kann nur, wenn wenigstens eine Ahnung der (wirtschaftlichen und gesellschaftlichen) Folgen dieser Initiative bestehen würde. Da reicht das Spektrum eben von ‚zweites Sozialwerk, unbezahlbar‘ bis zu ‚es muss ja gar kein Geld in die Hand genommen werden‘. Ich frage mich halt immer wieder, warum es eigentlich diese Initiative braucht, wenn all die Massnahmen, die eventuell vorbereitet werden und mal in der Zukunft getroffen würden, auch mit gutem Willen längst durchgeführt werden könnten.

  • Hansli sagt:

    Diese Copy-Past Blogs sind langsam langweilig.

    Ich habe bereits vor 2 Wochen meine Ja Stimme abgegeben.

  • Co Bo sagt:

    Es gibt gut ausgebildete Frauen, die erwerbstätig sein möchten, aber wegen fehlender Kinderbetreuung nicht können. Und es gibt Frauen, die erwerbstätig sein müssen, obwohl sie lieber die Kinder betreuen würden – einfach weil das Geld fehlt.

    Beiden wäre mit einer deutlichen Erhöhung der Kindergelder einfach und unbürokratisch geholfen: die einen könnten die Krippen bezahlen, die anderen müssten nicht erwerbsttätig sein.

    Leider stehen dieser Lösung ideologische Barrieren im Weg – auf beiden Seiten des politischen Spektrums!

    • Leonardo sagt:

      Jede gut ausgebildete Frau findet doch einen Weg die Kinderbetreuung zu organisieren, wenn sie will. Es braucht dann vielleicht Kompromisse. Aber was ist „gut ausgebildet“ in dieser Diskussion eigentlich? Schon das KV oder erst ab Master-Stufe oder gar mit Doktortitel? Ich kenne genug Paare, die zusammen über 15’000 oder gar über 20’000 CHF verdienen. Warum die Hilfe bei der Kinderbetreuung brauchen sollen ist mir schleierhaft. Bei denen, die ich kenne geht das wunderbar. Aber die Mütter hören in der Regel auf zu arbeiten & kümmern sich um die Kinder (weil immer Krank sind durch die Krippe)…

      • Hansli sagt:

        Bei 15’000 CHF oder mehr erübrigt sich die Diskussion.

        Ich kenne viele, bei denen beide Arbeiten und dafür sogar draufzahlen, da mehr Steuern bezahlt werden. Da bleibt ende Monat nichts mehr übrig.

        Nicht jeder mit guter Ausbildung verdient viel Geld.

      • mira sagt:

        @Leonardo
        Dass man solche Paare nicht subventioniert ist doch klar. Diese brauchen nur die Infrastruktur, die Kosten können sie selbst tragen. Bei der Subventionierung geht es um Niedrigverdiener.
        Wir hatte eine Zeitlang auch einen Krippenplatz. Ich war damals noch auf einer Doktorandenstelle (50% Lohn für 100% Arbeit), mein Mann konnte aus gesundheitlichen Gründen nur Teilzeit bis gar nicht arbeiten. Wir hätten niemals den vollen Betrag zahlen können und waren dankbar für die Subventionen.

      • mira sagt:

        Heute bezahlen wir fleissig Steuern und damit die Subventionen von anderen „armen“ Familien. Und das ist in Ordnung!

      • Sportpapi sagt:

        So sollte es sein, mira. Und kaum jemand hat etwas dagegen, dass es genau so läuft.

      • mira sagt:

        @Sportpapi
        Und so war es, weil wir in Basel gewohnt haben, wo es eben genügend Krippen-Infrastruktur, Personal UND Subventionen gibt. Weil wir eben die Wahl hatten. Und dies wünsche ich allen Familien in der Schweiz.

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Ich kenne das Umfeld. Und ich kenne Doktorandinnen, die während ihrem Doktorat (eben 3000 Franken für mindestens 100% Arbeit) Kinder bekommen haben. Die wurden zu recht unterstützt, unter anderem auch durch die Hochschul-Krippen, die es auch in Zürich gibt. Und ich kenne junge weibliche Hochschulangestellt, die auf ein Doktorat verzichten, weil es sich für sie nicht lohnt, weil sie ja später mal bei den Kindern zu Hause bleiben möchten. Jedem das seine. Aber richtig, es sollte genügend Krippen geben, und diese sollten in gewissen Fällen subventioniert sein.

      • Hansli sagt:

        @Sportpapi Ich verstehe sie nun wirklich nicht mehr. Jetzt schreiben Sie, es soll genügend Krippen geben…

      • maia sagt:

        @mira: Solche Paare haben aber durchaus Anrecht auf subventionierte Krippe-Plätze!

      • Leonardo sagt:

        @Mira: „Wir hätten niemals den vollen Betrag zahlen können und waren dankbar für die Subventionen.“ – aber dann hat es doch funktioniert? Warum brauch es dann diesen „Familienartikel“?

      • marie sagt:

        der familienartikel in der verfassung garantiert eben, dass jeder kanton dazu verpflichtet wird, etwas zu unternehmen. im moment kann jeder kanton selber machen was er will – gibt kantone die gar nix machen.

      • Sportpapi sagt:

        @Hansli: Habe ich je etwas anderes geschrieben?

      • mira sagt:

        @Leonardo
        Ja, es hat funktioniert, weil wir in Basel gewohnt haben. Das war aber nicht geplant, sondern eine Folge meiner Arbeitsstelle. So (oder ähnlich) sollte es in den anderen Kantonen auch sein.

  • Leonardo sagt:

    Mich nervt diese Ja-Tirade auch. 1. Wir leben ja nicht für die Volkswirtschaft, die Volkswirtschaft soll dem ganzen Stabilität geben damit der einzelne möglichst in Freiheit und Sicherheit leben kann. Wer ein Studium absolviert und nach einigen Jahren eine Bar in Rio aufmach – ok. 2. Meine Frau WILL zuhause bei den Kindern sein. 3. Ihre Ausbildung bringt der Familie und dem Familienleben sehr viel. 4. Wir sie später wohl wieder einsteigen – kann sie aber entscheiden. 5. Woher hätte sie während der Ausbildung wissen sollen, ob sie Kinder haben kann oder den richtigen Partner findet?

    • Hansli sagt:

      Ob Ihre Frau wieder einsteigen kann entscheidet ein Arbeitgeber, der sich die Frage stellt, ob jemand der keinen beruflichen Ergeiz gezeigt hat und nicht mehr auf dem neuesten Stand, in die engere Auswahl kommt.

      • Leonardo sagt:

        Ach wissen Sie Hansli – ich kann da genug Vitamin B aufbringen. Und sonst arbeitet sie als freie Mitarbeitern oder gründet eine eigene Firma. Hab ich auch schon gemacht. Wir sind da nicht so weinerlich und von anderen abhängig.

      • plop sagt:

        Hansli, ich glaube einfach nicht, oder mag das nicht glauben, dass eine Frau, nach sagen wir mal 6 Jahren (weil vielleicht 2 Kinder), nicht mehr angestellt wird. Erstens bildet auch diese Zeit und zweitens wird eine einigermassen schlaue Frau in dieser Zeit nicht verblöden. Aber Sie haben schon nicht unrecht und das ist auch das, was mich besorgt aber deswegen Zweifel an sich selbst kriegen ist sicher das falsche, denn so findet man erst recht keine Stelle, wird einem aber hier leider so mitgegeben.
        In gut einem Jahr werde ich Ihnen wohl Bericht erstatten können…

      • Hansli sagt:

        Nicht alle haben Vitamin B. Die Mehrheit muss sich dem Wettbewerb stellen.

      • marie sagt:

        richtig hansli und das startkapital für die selbständigkeit ist auch nicht immer gegeben 😉 ausser mann/frau hat zu hause eine/n sponsor/in.

      • Sportpapi sagt:

        Vitamin B ist Teil des Wettbewerbs.

      • mira sagt:

        @Sportpapi
        In dem Fall sollte man sich den Partner nach Vitamit-B-Kriterien aussuchen? Weil selber hat man es nach 6 Jahren Auszeit nicht mehr…

      • Hansli sagt:

        @plop Eine Frau die zu hause bleibt zeigt für einen Arbeitgeber nur eins:
        – fehlender beruflicher Ehrgeiz
        – veraltetes Fachwissen, bei den meisten FH oder Uni Abschlüssen der Fall

        Wenn jemand eine Doktorarbeit gemacht hat, dann wird das noch extremer. Oft wird dann jemand wegen seinem Expertenwissen eingestellt. Wer da 3 bis 5 Jahre aussetzt, der hat dann alles vergeben. Veraltetes Fachwissen für die entsprechenden Jobs, überqualifiziert und damit zu teuer für den Rest.

      • Sportpapi sagt:

        Sicher, mira? Kommt wohl darauf an, in welchem Job man wieder einsteigen möchte, oder?

      • mira sagt:

        @Sportpapi
        Ja natürlich. Wie schon geschrieben ist das nicht in allen Bereichen gleich. Aber gerade bei Hochqualifizierten ist der Zug sehr schnell abgefahren. Da müsste das Vitamin-B schon sehr passgenau sein… „Irgend einen“ Job findet man immer. Aber für das hat man in der Regel keine lange Ausbildung gemacht…

      • Hansli sagt:

        Ich habe das Gefühl, hier haben einige keine Ahnung vom Arbeitsmarkt. Ich habe mehrere hundert Bewerbungen geschrieben. Gleichzeitig kenne ich auch die Gegenseite, da ich einige male im Selektionskomitee war.

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Ich kenne eigentlich keine hochqualifizierte, die sich über längere Zeit vollständig aus dem Berufsleben zurückziehen. Die haben meist auch das Glück, einen Job zu haben, der sie erfüllt, der ihnen Spass macht.

      • Leonardo sagt:

        Ich musste noch nie eine Bewerbung schreiben – entweder wurde ich angeworben oder ich war der Inhaber. Man muss sich seine Realität halt formen und nicht erwarten, dass andere das tun.

      • marie sagt:

        gratuliere leonardo! …unterschätzen sie glück nicht. und ich hoffe sie schätzen dieses glück, dass sie haben.

      • Leonardo sagt:

        Ich bin jeden Tag dankbar dafür, marie. Aber ich habe auch etwas dafür getan.

      • Hansli sagt:

        @Leonardo In meinem Bereich kommt auf 1 Stelle ca. 100 Bewerber. Selbständig können sie sich machen. Wenn sie dann die 10-jährige Anfangsphase überleben mit ca. 3000 – bis 4000.- verdienst.

      • marie sagt:

        ich auch. musste mich aber noch jedes mal bewerben. sie sehen schon wie ihre aussage ankommt. nicht gerade „nett“, um höflich zu bleiben 😉

      • Carolina sagt:

        Ich kann es wirklich nicht mehr hören, dieses ‚Frauen können nicht mehr wiedereinsteigen‘, vor allem ‚Hochqualifizierte‘. Ich kenne sowohl aus meiner Praxis als auch privat nicht eine einzige Frau, die nicht irgendwann wieder einen Job hatte. Wobei man aber sagen muss, dass die mit den höchsten Ansprüchen die meisten Schwierigkeiten auf der Jobsuche haben. Was denen im Wege steht, sind nicht bösartige Arbeitgeber, sondern sie sich selber, weil sie lernen müssen, statt auf diffuse Aengste von Dauerpessimisten zu hören, ihre Kompetenzen und Fähigkeiten herausstreichen zu können.

      • Carolina sagt:

        Hansli, niemand, weder die Gesellschaft noch einzelne hier, ist verantwortlich für Ihre Berufswahl oder Ausbildung. Dafür müssen Sie schon selber die Verantwortung übernehmen. Als ob irgendjemand in irgendeinem Bereich auf Sie, auf mich oder irgendjemand anderen wartet – das ist nun mal im Leben so. Aber eines weiss ich ganz sicher: diese ständige Bedenkenträgerei, der Lebenspessimismus, die ewige Klagerei wird keinen Arbeitgeber davon überzeugen, dass Sie ein tüchtiger Mitarbeiter mit Potential wären.

      • Carolina sagt:

        Vitamin B muss ja nicht heissen, dass man den Verwaltungsrat von No.var.tis kennt. Es kann einfach bedeuten, dass man seine Kontakte, die in den verschiedensten Branchen arbeiten, aktiviert, sich kundig macht über das, was benötigt wird und sich unter Umständen auch entscheidet, dass eine Weiterbildung bzw Nachqualifikation notwendig ist. Gerade von den sogenannten ‚Hochqualifizierten‘ kann man das doch wohl verlangen.

      • mira sagt:

        @Carolina
        Natürlich finden die meisten irgendwann wieder eine Stelle. Aber zu denken, dass man auf dem Niveau einsteigen kann, wo man ausgestiegen ist, ist leider nicht realistisch. Ich kenne keine Frau, der dies gelungen ist. Wiedereinstieg erfolgte meist auf tieferem Niveau und oftmals war sogar noch eine Weiterbildung/Umschulung dafür nötig…

      • Hansli sagt:

        @Carolina Sie können auch nach Studium und anschliessender Kinderpause an die Migroskasse gehen. Sie haben dann auch einen Job. Nur hätten Sie dafür nicht die Steuerzahler mit einem Studium belasten müssen.

        Jemand der nicht im Arbeitsprozess ist, der hat auch keine Kontakte etc.. Denn schliesslich waren da die Kinder der Lebensinhalt und nicht Businesskontakte.

      • Carolina sagt:

        Mira, natürlich ist das völlig unrealistisch, aber das weiss jede/r vorher. Sie glauben gar nicht, wie viele ehemalige (z.T. Langzeit-)Hausfrauen ich treffe, die auch mit dieser Einstellung an die Jobsuche herangehen. Und alle, alle finden wieder einen Job, allerdings mit Vorausplanung, mit Engagement und nicht mit der Erwartung, ihr stehe etwas zu.
        Hansli: Hausfrauen nehmen keine idR keine staatlichen Betreuungsangebote in Anspruch, sie sind oft genug in der Freiwilligenarbeit tätig, füllen in Kindergärten, Schulen und Altersheimen (ohne Bezahlung) Lücken, sie

      • Carolina sagt:

        Mira, exakt, es ist unrealistisch. Daher muss ich auch so vielen Frauen, die das nicht verstehen bzw völlig überhöhte Erwartungen oder das Gegenteil, irrationale Aengste, haben, ‚beibringen‘, wie sie das, was sie in einer Familienzeit geleistet haben, verkaufen können, wie sie Beziehungen bzw einfach Erfahrungen anderer in Erwägung ziehen, ob sie vielleicht Nachschulung benötigen etc. Ich war selber mal in dieser Situation und habe mich so ‚verkauft‘, dass ich eine Art verlängerte Probezeit angeboten habe, die dann, vertraglich zugesichtert, in eine gutbezahlte Festanstellung mündete.

      • mira sagt:

        @Carolina
        Nicht jede Frau will/kann nochmals unten anfagen, verlängerte Probezeiten machen und Familienzeit als Qualifikation verkaufen. Ich finde es super, wer wieder einsteigen will und dies mit Stolz macht. Aber ist finde es auch super, wer nicht aussteigt und auf Stellen gelangt, von welchen andere (auch Männer) nur träumen können.

      • Carolina sagt:

        Absolut. Warum sollte ich das nicht super finden? Unterstellen Sie mir doch nicht, dass ich hier eine Frauen an den Herd-Poltiik propagiere. Ich propagiere Eigenverantwortlichkeit, zu seinen Entscheidungen stehen und das Recht, aus seinem Leben das zu machen, was man bzw frau verantworten kann – wie das aussieht, ist mir völlig egal, denn im Gegensatz zu manch anderer habe ich es nicht nötig, das Lebensmodell von Frauen, das nicht dem meinen entspricht, ständig schlechtzureden.

      • mira sagt:

        @Carolina
        Dann befinden wir uns ja im gleichen Boot…

      • Carolina sagt:

        Mira, wir befinden uns insofern nicht im selben Boot, als ich der Meinung bin, dass keine FI dazu beitragen wird, dass Frauen endlich aufhören, sich ständig mit anderen zu vergleichen, dass sie die Entscheidungen, die sie treffen, auch vertreten können, ohne auf Opfer, beleidigt oder betupft zu machen, dass sie sich nicht von Gewohnheitspessimisten, die hier ihre depressiven Anwandlungen ausleben, beeinflussen lassen, sondern ihr eigenes Modell leben. Und das können wir nur erreichen, wenn wir endlich, endlich aufhören, uns gegenseitig in die Flanke zu fahren.

      • mira sagt:

        @Carolina
        Dann sollten sie auch aufhören, diejenigen anzumachen, welche darüber schreiben, dass ein Wiedereinstieg problematisch bis unmöglich sein kann. Sie kanzeln das als Pessimismus ab, vielleicht ist es einfach erlebte Realität? Ich bin auch dafür dass man kreativ ist, dass man Lösungen sucht. Aber wir sollten nicht vergessen, dass nicht alle Frauen Superwoman sind, sondern die meisten einfach nur normale Menschen…

      • Carolina sagt:

        ‚Abkanzeln‘? Wenn das so rüber kommt, entschuldige ich mich. Ich wollte einfach mal wieder klarmachen, dass hier diejenigen überwiegen, die immer nur die Schwierigkeiten in den Vordergrund rücken. Beachten Sie doch mal, wie junge Frauen wie ‚plop‘, die noch zuhause bei ihrem Baby ist, reagieren, wenn da ständig mit dem mahnenden Zeigefinger gewarnt wird. Diejenigen hier, die sich gegen diesen Pessimismus wehren, werden ganz schnell abgetan als nicht so ganz ernst zu nehmen, Marie Antoinettes oder, wie Sie selber frei assoziierten, soziales Untier. Da ich beruflich mit genau diesen Frauen zu

      • Carolina sagt:

        /2 tun habe, kann ich nur immer wieder sagen, dass sich hier nicht ein repräsentativer Durchschnitt meldet, sondern eine mögliche Variante von Erfahrungen überbetont wird. Und nochmal: titulieren Sie mich nicht als Superwoman – damit tun Sie wieder genau das, was ich so beklage. Statt dass wir Frauen endlich aufhören, uns unsere Erfahrungen gegenseitig schlecht zu reden, uns selber wahlweise als Huschelis bzw. eiskalte Karrierefrauen darzustellen, unterstellen Sie mir eine Art Ausnahmestatus. Warum? Um damit meine Sichtweise für weniger gültig darzustellen?

      • Laura TI sagt:

        Frauen, die ihre Arbeit aufgeben, nur weil es in ihrem Dorf keine Krippe gibt. Kenne ich auch, also Flugblätter raus und anfangen mit der Organisation, sechs Monate später stand die private Krippe im Dorf und wurde rege genutzt.
        Mich stört die Erwartungshaltung, das immer alles zur Verfügung gestellt werden muss. Wir werden immer wieder an Grenzen stossen und da gilt es halt Eigeninitiative zu zeigen und selber anzupacken, Lösungen selber erarbeiten und nicht verzagen beim ersten Hindernis, das scheint mir wichtiger als zu hoffen, dass die Gesellschaft sich irgendwann ändern wird.

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Wenn jemand hier erlebte Realität berichtet, berichten würde, wäre die Situation wohl ganz anders. Pauschalaussagen sind aber sowieso verfehlt. Dass es unmöglich ist, wieder einzusteigen, ist wohl genauso falsch wie die Sichtweise, dass Arbeitgeber nur darauf warten, Wiedereinsteiger anstellen zu dürfen. Ich bin sicher, Mütter (oder Väter), die Entscheidungen treffen, tun dies wohl überlegt. In Kenntnis ihrer beruflichen Situation, des Arbeitsmarkts und ihrer Ambitionen.

      • mira sagt:

        @Carolina
        Ich unterstelle Ihnen persönlich keinen Ausnahmestatus, ich kenne ihre Situation ja gar nicht. Mir erscheint ihre Schilderung einfach zu sehr optimistisch, es passt nicht zu dem, was ich in meinem Umfeld erlebe. Möglicherweise hat das mit Ihrer beruflichen Situation zu tun. Möglicherweise kenne ich auch nur die „falschen“ Leute. Ich gehe mit ihnen einig, dass das Spektrum gross ist.
        @Laura TI
        Sowas geht wahrscheinlich nur im Tessin. Hier brauchen sogar „Profis“ 2-3 Jahre um eine Krippe aufzubauen, da es dermassen viel Bürokratie, Bestimmungen, Wohnungsnot und Personalmangel gibt.

      • Sportpapi sagt:

        @mira: Mit den Auflagen haben Sie leider recht. Und es wird kaum weniger.

      • gabi sagt:

        Es ist doch eigentlich echt simpel:

        Auch mit wem ich mich vergleichen mag, hängt von mir selber ab. Und was ich mir dazu einrede, was die Vergleichsgruppen dann „repräsentieren“; also in wiefern ich mir dann alles gleich als Gruppenphänomen zurecht legen kann.

        … Und dann wird´s halt schon sehr schnell zu diesem masochistisch-egozentrischen Opfertripp.

        Die Wahl (auch die der Kategorien, um wieder mal auf das verengte Gewinner-Verlierer-Schema zu verweisen) bleibt trotzdem bei mir selber:

        Vergleich ich mich mit Leonardo, bin ich ein Verlierer. Vergleich ich mich mit Hansli, ein Gewinner.

      • Carolina sagt:

        Nein, Gabi, es ist eben nicht so simpel. Denn Pessimist oder Optimist zu sein ist keine reine Willensentscheidung. Aber es ist extrem wichtig, dass jeder hier sich überlegt, ob er seine persönlichen Erfahrungen (jeweils durch die opt. bzw pess. Charakterhaltung gefärbt) wirklich als allgemeingültig ausgeben kann. Das Spektrum ist viel, viel grösser. Und ich beklage bei Mira z.B., dass sie nicht glauben kann, dass auch jemand, der ein Nein einlegt, durchaus schlechte Erfahrungen gemacht hat, diese aber nicht durch einen Papiertiger wie die FI gelöst sieht. Ich nehme ihr ja auch ohne Probleme ab

      • Carolina sagt:

        /2 dass ihre Situation bzg Kinderbetreuung nicht so toll ist bzw dass sie in einem Umfeld ist, dass nicht gerade vertrauensaufbauend ist. Nur: das kann nicht der Masstab für solch eine Initiative sein. Der Masstab für alles, was in die Verfassung aufgenommen wird, muss sein, dass möglichst breit angelegt Bedürfnisse der Bevölkerung abgedeckt werden, als Rahmenbedingung. Dazu gehört für mich die unbedingte Akzeptanz unterschiedlicher Lebensformen, ohne dass ‚die anderen‘ auf allen Seiten beschimpft werden und mit völlig unpassenden Zitaten belegt werden. Ich zweifle an diesen Wahlmöglichkeiten

      • pixel sagt:

        In einem Punkt bin ich schon extrem überrascht, Carolina: Sie reden überzeugt davon, dass in Ihrem Bekanntenkreise keine Frau sich befindet, die nicht einen Wiedereinstieg geschafft hätte. Ist ok. Muss ich nicht glauben, kann ich aber. Was mich stört daran ist das Gleichsetzen von „Wiedereinstieg“ mit einer „beruflichen Entwicklung“. Ich arbeite nicht, damit ich eine Beschäftigung habe, ich arbeite, weil ich gefördert werden will geistig, menschlich, beruflich. Weil ich mich entwickeln möchte. Ein Wiedereinstieg ist eben nur ein Wieder-Einstieg. Darum geht es doch eben gar nicht!

      • Carolina sagt:

        Ich bin auf Hanslis Behauptungen bezüglich Frauen, die zu Hause bleiben, eingegangen. Und habe mehrmals ,ad nauseam, betont, dass mir das Modell, das eine Frau wählt, im Prinzip völlig egal ist – aber die Verantwortung für die Folgen einer Entscheidung muss jede nun mal selber tragen. Eine Frau, die Hausfrau wird, kann nicht darauf bauen, dass man bei ihrem Wiedereinstieg auf sie wartet – eine Frau, die fulltime arbeitet, kann nicht damit rechnen, dass die Betreuung für sie organisiert wird und das sind nur die zwei Pole. Aber aus persönlicher und beruflicher Erfahrung kann ich sagen, dass

      • Carolina sagt:

        /2 ich keine Frau kenne, die nicht irgendwann wieder anfing zu arbeiten – dass dieser Wiedereinstieg (und darum ging es ja hier in diesem Teil des Threads) bedingt, flexibel, lernfähig zu sein und übermässige Erwartungen vielleicht heruntergeschraubt werden, halte ich für logisch. Frauen mittleren Alters kommen zu uns in die Praxis und haben entweder grosse Angst oder haben völlig übersteigerte Erwartungen – bislang haben noch alle Wege gefunden, um erfolgreich ins Berufsleben einzusteigen.

      • Pixel sagt:

        Ok, hier in thread gings um Wiedereinstieg. Gut. Tatsache ist, auch drüben im thread und darunter im thread geht’s immer nur um das Thema Wiedereinstieg. Ich kann es langsam nicht mehr hören, denn es ist konkret an der eigentlichen Sache vorbei. Es geht nicht um Wiedereinstieg, es geht darum, dranzubleiben und denjenigen, die es gerne möchten den Zugang nicht zu erschweren. Aber was red ich da. Da kommen eh die bekannten Weisheiten und Wertungen. Die jedenfalls die es betrifft, haben offensichtlich am wenigsten Zeit sich hier zu äußern. Und auch ich geh jetzt schlafen.

      • Sportpapi sagt:

        „Die jedenfalls die es betrifft, haben offensichtlich am wenigsten Zeit sich hier zu äußern.“ Sie sind ja da, Pixel. Und andere haben vielleicht einfach keinen Grund, sich zu äussern, bzw. kein Bedürfnis.

      • Pixel sagt:

        Ja, sp, ich bin da, weil ich standig auf meinem Mini mobilen Display tippse und es mir offenbar wichtig genug ist. Offenbar entgeht mir aber auch so zwischen 5.30 und 21.30 so Einiges.

      • Sportpapi sagt:

        Schlafen Sie gut. Morgen ist wieder ein schöner Tag!

      • Sportpapi sagt:

        Heute…

    • Reto B. sagt:

      Find ich ja okay, wenn sie und ihre Frau sich einig sind, dann ist das wohl das System für sie. Ihre Frau wird beim Wiedereinstieg nicht den Status haben, den sie hätte, wenn sie während den letzten Jahren gearbeitet hat, aber das kann man auch wieder aufholen. Dafür war sie Mutter, dafür haben ja sie dann 100% gearbeitet und mehr Karriere gemacht, als wenn sie auch zuhause sein müssten. Nun ist das aber nicht das System, das ich und meine Frau wollen. Wir wollen beide arbeiten und uns die Elternzeit zuhause teilen. 2-3 Tage benötigen wir eine Krippe. Wieso finden sie unser System schlecht?

      • Chiara sagt:

        Auch kein Mann welcher wegen z.B. einem Unfall ausgefallen ist, wird wieder die gleiche Position haben. Ist dies so tragisch. Man kann ja auch beweisen was man kann! Muss alles immer in den Schoss gelegt werden. Man muss auch Entscheidungen treffen, die muss man tragen und nicht der Staat.

      • Reto B. sagt:

        Also Unfall = Kind kriegen. Die armen Eltern… Bei einem Unfall ist es so, dass ziemlich genau festgelegt ist, wie lange jemand nicht arbeiten darf (sagt der Arzt). Dies mit einer Situation zu vergleichen, in der man/frau sich für oder gegen Arbeit respektive Erziehung und Hausarbeit entscheidet, enbehrt in meinen Augen der Grundlage. Wer sich für zuhause entscheidet, der nimmt das in Kauf, weshalb sie dies aber für alle postulieren, erschliesst sich mir nicht.

  • Muttis Liebling sagt:

    Pro Familie, weil alles andere volkswirtschaftlicher Unsinn ist. Eine sehr bescheidene Sicht auf ein grosses Thema.

  • Frank Baum sagt:

    Das hatten wir zwar schon, aber eben: Die Linken versuchen hier, dem Volk eine Mogelpackung unterzujubeln indem sie die Kosten von diesem Wolkenschloss verheimlichen. Wenn wir diese Absichtserklärung je umsetzen, dann kostet uns das Milliarden, die wir dann bei der Mittelschicht eintreiben müssen. Die Familien, die sich privat organisieren wollen werden ausgenommen, um die zu unterstützen, die einfach die Hand aufmachen. Die Familie soll in der Schweiz privatsache bleiben. Mit dem Familienartikel wird sie aber weitestgehend verstaatlicht.

    • Reto B. sagt:

      Also dann sagen sie mal, wieviele Milliarden? Pro wieviel, pro Jahr, in den nächsten 30 Jahren? Und vor allem, was bekommen wir dafür.

    • Chiara sagt:

      Ganz bei Ihnen!

    • Frank Baum sagt:

      Wir reden wohl von mehr als 2 MIA per annum von jetzt bis zum Sankt Nimmerleinstag und alles, was wir dafür bekommen ist weniger Arbeitsplätze und mehr Staatshörigkeit.

      • Reto B. sagt:

        2 Mia, das sind bei 80.- pro Tag 100’000 Krippenplätze Vollsubventioniert. Also wenn wir von sagen wir mal 50% selber zahlen ausgehen 200’000 Krippenplätze. Momentan haben wir etwa 4 Krippenplätze pro 1000 Kinder unter 7 Jahren. Ich rechne mal mit 1 Mio Kinder, die in Frage kämen. Dann hätten wir schweizweit bei ihrer Berechnung pro 1000 Kinder 100 vollsubventionierte Krippenplätze, 200 halbsubventionierte, dies jeweils jeden Arbeitstag. Also 25 Mal soviele wie heute. Das ist ernsthaft, was sie mir sagen wollen?

      • Reto B. sagt:

        Autsch, Verrechner meinerseits. Es sind 4 Kinderkrippen und Kinderhorte. Nicht Plätze. Aber trotzdem. 100 vollsubventionierte Krippenplätze pro 1000 Kinder finde ich eine hohe Anzahl. Insbesondere, wenn wir nicht von vollsubventionierten, sondern teilweise subventionierten Krippenplätzen ausgehen.

      • Sportpapi sagt:

        @Reto: Was sind denn die konkreten Zahlen? Was gibt zum Beispiel die Stadt Zürich für die Krippenplätze aus? Wie viel wird durch Elternbeiträge beigesteuert? Ich habe heute auf dem Vorbeiweg von einem Selbstfinanzierungsgrad von 20 (!) Prozent gelesen und hoffe, dass dies nicht stimmt. In meiner Gemeinde ist die (nciht erreichte) Zielgrösse 60%. Da wären 10% vollsubventionierte Plätze eher wenig. Wobei – heute habe ich von einer Gemeinde gelesen, dass mindestens 15 Franken/Tag bezahlt werden müssten. Damit es nicht ganz gratis ist… Also: wer liefert „richtige“ Zahlen?

      • Frank Baum sagt:

        @Reto B.: Sie sehen selber, dass die Zahlen astronomisch hoch ausfallen. Natürlich hängt der Betrag am Schluss vom Subventionierungsgrad ab. Nur, die „Absichtserklärung“ legt da ja keine Grenze fest. Die Zahlen können also auch noch viel höher ausfallen. Es ist ein Fass ohne Boden. Wenn wir das z.B. über die MWST finanzieren wollten, müssten wir die MWST um 1% vielleicht sogar um 2% erhöhen. Deshalb: NEIN.

        Uns geht es so gut wie es uns geht, weil wir solchen Unfug eben nicht machen.

      • meraxes sagt:

        naja, Herr Baum, die Partei mit den Staatskindern lässt uns die Intensivaufzucht von CO2-ausstossenden Grossvieheinheiten auch über 2.5 Mia per annum kosten, und keiner schreit wegen dieser Schröpfung des Mittelstandes auf… Staatskühe ja, Staatskinder nein? da bin ich dann doch ein wenig überfordert

      • Sportpapi sagt:

        @meraxes: Immer dieses Subventionsgeschichten. Ich glaube, um solches einzuführen, reicht eine einzelne Partei nicht. Und würde die Subventionierung der Landwirtschaft zur Abstimmung kommen, wäre wohl ein überwältigendes Mehr garantiert.

    • Andi sagt:

      Das Geld ist das eine. Aber woher nehmen wir die vielen Betreuer, äh Betreuerinnen (Männer stehen ja bei vielen Frauen nter Pädo-Generalverdacht)? Aus China?

  • Freddy sagt:

    Volkswirtschaftlich sind Krippen sinnvoll, da sich professionell ausgebildete Personen um Gruppen von Kinder kümmern. Das Angebot ist zwar langsam OK, doch es ist viel zu teuer (ca. 2000 CHF pro Monat pro Kind, 5 Tage die Woche). Falls beide Eltern arbeiten, sollte die Krippe wie die Schule von der Gemeinschaft getragen werden. Diese Kosten den Eltern zu übertragen ist sehr fraglich und zudem wirklich ruinös für Einzelerziehende. Aber auch mit zwei Eltern führt es wirklich aus Kostengründen dazu, dass ein Elternteil zu Hause bleibt. Ab 3 Kinder ist Eigenbetreuung sicher günstiger.

    • Sportpapi sagt:

      Also bis zwei Kinder darf man sie gratis abgeben (und die Gemeinschafft, also wir alle, bezahlen die 4000 Franken pro Monat oder fast 50 000 Franken pro Jahr und Familie aus unseren Steuergeldern). Ab drei Kindern dann Eigenbetreuung auf eigene Kosten. Oder gibt es dann einen Erzieherlohn von der Gemeinschaft?

      • Juno sagt:

        Wer arbeiten geht bezahlt immerhin auch Steuern. Wer zu Hause bleibt, nicht. Abgesehen davon sagt ja niemand die Krippen sollen für alle gratis sein. Die meisten Kinder gehen auch nicht 5 Tage die Woche in die Krippe. Und der Staat hat einen Grossteil meiner Ausbildung bezahlt, dann macht es schon auch Sinn wenn ich meine Ausbildung nutze und brav Steuern bezahle. Die Rechnung ist eben nicht ganz so einfac, Sportpapi.

      • Sportpapi sagt:

        @Juno: Wenn Sie die Initiative ehrlicherweise Wirtschaftsförderungsinitiative oder ähnlich nennen würden, statt Familieninitiative, würde ich Ihnen voll zustimmen.

      • Juno sagt:

        @sportpapi: Nun ja, die Wirtschaft hängt eben überall drin, obs einem passt oder nicht. Aber warum regen Sie sich denn auf, sie dürfen ja ihre Kinder zu Hause betreuen. Wenn das bei Ihnen geht finanziell und stimmt für alle ist ja gut.

      • Reto B. sagt:

        Sorry SP, aber sie rechnen gleich wieder mit Vollzeitbetreuung 5 Tage die Woche, beide Kinder. Das ist im Extremfall natürlich der Preis, aber auch ich als Befürworter finde nicht, dass man 5 Tage subventionieren soll, und erst recht nicht zu 100%. Ich finde man sollte 2-3 Tage subventionieren, und dies zu etwa 50%, sowie nur in dem Fall, in dem beide Eltern arbeiten und auch das Bedürfnis vorhanden ist. Ich will ja keine Freizeit subventionieren…

      • Sportpapi sagt:

        @Reto: Ich habe nur das aufgeführte Beispiel aufgegriffen.

    • Brunhild Steiner sagt:

      @Freddy:
      ist das Angebot wirklich „zu teuer“?
      Mich interessierten sehr folgende Punkte:
      – ein Vergleich hiesiger Krippenbetriebsbedingungen zum Ausland (besonders zu den immer wieder gelobten Bspländern), wie siehts bezüglich Betreuungsschlüssel, Mitarbeiterlöhnen etc aus?

      – und falls dort die Löhne angemessen sind und Krippenbetreuungspersonal nicht „billig“ arbeiten muss um das Ganze zu ermöglichen, oder ganz einfach der Personalschlüssel tief gehalten wird um die Lohnkosten erträglich zu halten- woher kommt das Geld dafür?

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        – wie genau sieht die Auteilung Finanzierung durch den Nutzer, Geldzufluss über Steuerabgaben/ andere Einnahmequellen aus?

      • Brunhild Steiner sagt:

        3/
        macht jetzt aber riesig Sinn den zweiten Teil durchzuschalten und den ersten zu schlaufen…
        der da wär:
        Mich interessierten folgende Punkte:
        – ein Vergleich hiesiger Krip penbetriebsbedingungen zum Ausland (besonders zu den immer wieder gelobten Bspländern), wie siehts bezüglich Betreuungsschlüssel, Mitarbeiterlöhnen etc aus?

        – und falls dort die Löhne angemessen sind und Krip penbetreuungspersonal nicht “billig” arbeiten muss um das Ganze zu ermöglichen, oder ganz einfach der Personalschlüssel tief gehalten wird um die Lohnkosten erträglich zu halten- woher kommt das Geld dafür?

      • Brunhild Steiner sagt:

        erster Teil immer noch am kreisen?
        Was ist am Wunsch eines echten Vergleiches so verwerflich?

      • Brunhild Steiner sagt:

        2/
        oder liegt es einfach an einem sehr grosszügig bemessenen Aussiebverfahren, welches alle, auf das Geschriebene direkten Bezug nehmenden W örter ins Abseits lenkt?…, so gesehen kann mensch eigentlich froh sein dass diese Abstimmungsdebatten nicht früher lanciert worden sind und nimmts weniger wichtig- ob das aber die Absicht ist?

  • xyxyxy sagt:

    Der wievielte Pro -Artikel ist das jetzt schon? Der dritte? Ich war drauf und dran ein JA einzulegen… aber jetzt bin ich wieder skeptisch.
    Wenn schon, hätte ich einen Contra Artikel erwartet.
    Hält man uns für blöd? Denkt man, wir können nicht die Argumente abwägen?
    Sorry, diesmal ohne mich.

    • Pixel sagt:

      Dann legen Sie doch ein Nein in die Urne. (…)

    • Sportpapi sagt:

      Ich glaube wirklich, man hält uns für blöd. Nicht nur bei diesem Thema.

      • pixel sagt:

        Was ist blöd daran? Einen Blog zu betreiben und den mit Inhalten zu bespielen, die nicht in die persönliche Wertewelt passen?

      • Brunhild Steiner sagt:

        @pixel:
        blöd ist bloss der einen Seite eine Plattform zu bieten und echte Auseinandersetzungen abzuwürgen, ganz egal „auf welcher Seite“ mensch steht, blöd ist, sich Kritik und Fragen nicht zu stellen (siehe auch die Abläufe bei Herrn H), aber trotzdem immer wieder damit aufzufahren.

      • xyxyxy sagt:

        pixel – es wäre schön, sie würden etwas aufmerksamer lesen, was da steht. Mir scheint das Kommunikationsunfähigkeit, wenn man nicht Differenzieren kann.
        Von einer Zeitung erwarte ich, dass sie ausgewogen informiert und nicht ein Propagandablatt ist – wenn man zu einem Abstimmungsthema Blogs macht, wäre das Normale: ein Pro und ein Contra. Finden sie etwa nicht?
        (SPs Contra Argumente stimmten mich letzte Woche eher dafür ein JA einzulegen – fiel ihnen in ihrem Tunnelblick evt. gar nicht auf.)

      • xyxyxy sagt:

        Danke Brunhild – es ist eigentlich so einfach.
        Doch der Ideologe, der sich wohl fühlt im Herdenblöcken – kann nur eine Stimme ertragen. Jede minime Abweichung ist ihm bereits Gegenpropaganda, eine Denke der ganz, ganz Bösen, die man schon im Keim ersticken muss.
        Ob rechts ob links – solche Leute funktionieren nach dem selben Strickmuster.

      • Sportpapi sagt:

        @xyxyxy: Sie sehen das richtig. Das würde ich von der Zeitung erwarten, die mitterweile die einzige ist, die ich regelmässig – täglich – lese. Und die mich einigermassen ausgewogen informieren sollte.
        Zu Ihrer Klammerbemerkung weiss ich nun nicht, ob ich sogar ein bisschen stolz sein sollte. Aber eigentlich glaube ich ja nicht, dass Sie ihre Meinung so einfach wechseln, nur weil Sie nicht im gleichen Boot schwimmen möchten mit Leuten, deren Argumente sie nicht teilen. Denn das wäre ja dann Herdenverhalten, oder?

    • U. Knecht sagt:

      +1

      • xyxyxy sagt:

        SP – ich sitze gerne mit ihnen in einem Boot, verstehen sie mich nicht falsch. Ihre Gegenargumente überzeugten mich nicht, was mich auf die JA Seite drängte. Wenn ich dann aber merke, dass die JA sager ihrerseits nur klischees rezitieren können und jegliche Zwischenfrage gleich persönlich diffamierend abwerten, dann …. erreichen sie bei mir das Gegenteil.

        Zur konkreten Frage: ich kann sie nicht beurteilen, mangels Fachwissen, und offensichtlich können weder Pro und Contra mehr liefern als Ideologie, da bleibt mir nur der Instinkt.

      • xyxyxy sagt:

        Wenn ich nur nach Instinkt handeln kann, entscheide ich mich im Zweifelsfalle gegen die Herde. Natürlich ist das u.U. genauso verkehrt wie das Gegenteil, das ist mir bewusst.
        Mir ist einfach Propaganda ein Graus. Beispiel: Wenn die ganze Welt gegen Amerika schreit, dann mag ich nicht mitschreien und werde es verteidigen. Wenn ich hingegen einen US-Propaganda Sender sehe, werde ich zum grössten Kritiker.
        Mich stört Propaganda enorm und eine hysterische Masse an Gleichschwätzern, welche die Welt in Schwarz und Weiss teilt, in Hlige und Sndenbökke – löst bei mir grösstes Unbehagen aus.

      • Sportpapi sagt:

        Sehen Sie, xyxyxy, so geht es mir manchmal auch. Deshalb werde ich hier immer radikaler und werde am Schluss womöglich wirklich gegen den Familienartikel stimmen.

      • marie sagt:

        trotzreaktionen bei wahlen und abstimmungen lassen kindisches verhalten vermuten… sorry for being rude.

      • Pixel sagt:

        Richtig marie, endlich hat’s jemand erfasst! 🙂 und „rude“ ist anders. Hier drinnen sowieso.

      • Katharina sagt:

        soso, ein Nein stimmen ist eine (kindische) Trotzreaktion….. Und dann wundern sich welche, wenn nicht nur ich sage: genug ist genug mit solchen Vorlagen.

      • marie sagt:

        nein katharina. aber ein nein einlegen, obwohl man eigentlich ein ja einlegen wollte, aber weil der mb immer nur befürworter zu worte kommen lässt, IST trotzreaktion (siehe ursprünglichen post von xy).
        wer dagegen ist, soll nein stimmen, wer dafür ist, ja.

      • gabi sagt:

        Ich hab zwar (bereits) JA gestimmt, aber ich muss mich hier der Skepsis von xyxyxy anschliessen.

        Der Eifer, mit dem auch zu diesem Thema wieder Feuerwerke an Phrasen abgefeiert, Analogiemissgriffen gefröhnt und tumbste Genderklischees bedient werden, verstört auch mich.

      • gabi sagt:

        … Allerdings gilt dies hier ja wirklch auch für Nein-Befürworter:

        Diese direkten Verweise auf den unumkehrlichen Weg hin zum Kommunismus östlicher Prägung durch die FI ist unglaublich plemm-plemm.

    • Co Bo sagt:

      Nicht mal in den Abstimmungsunterlagen kommen die Gegner zu Wort! Und wenn man deren Kampagnen sieht – sorry, das ist so was von dumm und dämlich, mit heulenden Kindern hinter Gittern usw., dass man es halt einfach nicht ernst nehmen kann! Kurz: Es GIBT offenbar keine echt guten Argumente gegen diesen „Familienartikel“!

      Was ja noch lange nicht heisst dass er darum gut ist: Er ist so schwammig dass jeder nach Lust und Laune hineinlesen kann was er gerne möchte. Und auch dagegen kann man nicht sein – weil man einen Pudding nicht an die Wand nageln kann!

      • xyxyxy sagt:

        Co Bo – irgendwie so kommt es mir auch vor

      • marie sagt:

        könnte es aber nicht auch sein, dass die gegnerischen argumente nicht wirklich ziehen, weil der artikel ja eigentlich nur als zukünftige gesetzliche grundlage gilt, sobald konkreter bedarf von institutionen (der gemeinden z.bsp.) angemeldet wird?
        …wie so oft initiativtexte ja konzipiert sind (siehe mutterschaftsurlaub; hat ja auch jahrzehnte gedauert bis…).

      • xyxyxy sagt:

        marie – das dachte ich bis zum Wochenende auch – aber dann kommt schon wieder eine Ja Parole . … und dann noch Blogteilnehmer die äusserst giftig gegen kleinste Regelabweichung schiessen…
        Dabei hiess es am Anfang, dass die SVP nur einen NEIN Feldzug starte, weil sie sonst keine Themen habe, um von sich reden zu machen, dass es sich sozusagen um einen Durchwinke-Papiertiger handle. – Ja, was jetzt? Die ganze Pro-Kampagne auch nur ein Inszenierungsmittel a la SVP? Oder geht es doch um mehr (was uns aber tunlichst verschwiegen wird)?

      • marie sagt:

        xy: es geht um die möglichkeit, die wahl zu haben, zu hause zu bleiben und die vollumfängliche kinderbetreuung zu übernehmen, oder aber wieder 100% einzusteigen, um zu arbeiten. inkl. die ganze palette der abdeckung dazwischen. und die nein-kampagne in sachen geldverschwendung, kinder hinter gittern usw. zieht einfach nicht, da es sich um eine gesetzliche grundlage handelt, die schnelles durchsetzen erlaubt, sobald bedarf angemeldet wird. MEHR ist es nicht. denn ohne gesetzliche grundlage ist ein akuter bedarf einfach nicht innerhalb nützlicher frist umzusetzen. es grüsst die dir demolratie!

      • marie sagt:

        …es handelt sich eher im sinne von prophylaxe… im weitesten sinne.
        (ich arbeite in einer branche, die mit ähnlichem zu kämpfen hat. wenn akuter bedarf angemeldet wird und es keine gesetzliche grundlage gibt, dann kann der akute bedarf nicht innerhalb nützlicher frist umgesetzt werden. deshalb ist der artikel eine gute sache und wie er umgesetzt werden kann/muss ist dann eine andere diskussion. dessen diskussion eigentlich noch gar nicht angefangen hat.)

    • Auguste sagt:

      hmm…, einmal ganz abgesehen vom abstimmungskampf-gedöns, die frage ist doch ziemlich simpel: gehört die familie als kernzelle des staates in die verfassung oder nicht? also wenn bauvorschriften zu sakralbauten und schulischer musikunterricht schon eingang fanden, dann wäre es ja geradezu hirnrissig einen familien-artikel nicht drin zu haben, wo doch auf diesem gebiet permanent und dynamisch antworten auf die herausforderungen einer immer globaleren zeit gefunden werden müssen.
      darüber hinaus ist es auch kein freipass für teure projekte oder staatliche einmischung. es ist einfach vernünftig.

      • marie sagt:

        genau! und die ch wird an diesem artikel sicherlich nicht pleite gehen. …und art. 88 die fuss- und wanderwege sind ebenso darin verankert, wie ws es schon erwähnt hat.

      • mila sagt:

        Tja, ich bin doch froh zu sehen, dass bisweilen der eine oder andere meine Vorstellung von vernünftigt teilt – beruhigend, das. (Das Kind unter Abwägung potentieller Eventualitäten vorsorglich mit dem Bad auszuschütten entspricht jedenfalls nicht meiner Vorstellung von vernünftiger Argumentation. Aber das dürfen andere gerne anders sehen.)

      • Sportpapi sagt:

        Dürfen andere das gerne anders sehen, mila? Das war bisher nicht mein Eindruck.

      • mila sagt:

        Natürlich dürfen sie – genauso, wie ich meine (persönlichen) Schlüsse daraus ziehen darf…

  • Marco Bless sagt:

    Die Analysen dieser Dame,die sie für „die Wirtschaft“ anfertigt,sind hoffentlich etwas realitätsbezogener als der übliche CVP-Frauen-Schmus,der fernab der Realität unter dem Titel „Familienpolitik“ entsteht.
    „Wir sind gerne Mütter“…. allerdings nur,wenn „volkwirtschaftlich sinnvoll“,nicht wahr. Am besten gefällt mir daran das übliche feministische „Wir“…das selbstverständliche Vereinnahmen der Ansichten aller Frauen.
    Ich hätte gerne Mütter,die „volkswirtschaftlich sinnvoll“ zuerst an die Kinder denken und erst viel später an die Volkswirtschaft.
    In diesem Fall also nicht aus der CVP.

    • meraxes sagt:

      und was ist mit den Vätern? sind die auch mal bereit, zuerst an die Kinder zu denken und erst viel später an die Volkswirtschaft? wieso wird prinzipiell davon ausgegangen, dass die Mutter zu Hause bleibt und der Vater nichts hierzu beizutragen hat?

      • meraxes sagt:

        ok, nichts ist das falsche Wort. Autokorrektur: … und der Vater sich nicht überlegen muss, ob er auf Kinder verzichten oder beruflich zurückstecken will?

      • Sportpapi sagt:

        @meraxes: Richtig ist wohl, dass viele dieser „Karriere-Männer“ lieber auf ein Kind, statt auf Karriere verzichten würden. Da sind sie konsequent. Frauen eher auf die Karriere. In dieser Konstellation ist klar, was passiert, wenn zwei Karrieremenschen zusammenkommen. Zumal dann häufig diese Männer auch Frauen haben, die nicht gleich beruflich ambitioniert sind, während Karrierefrauen nur selten Beziehungen „gegen unten“ eingehen.

  • Max Schmid sagt:

    Die Probleme sind nicht die selben, Für die Bedürftigen sind Krippenplätze vorhanden, der Bund hat und wird bei Bedarf weiter Beihilfen leisten. Aber wie Sie sagen und auch im Fernsehsen zu sehen war; geht es um akademisch gebildete Paare, z.B wie in der Sendung Herr Preisüeberwacher, Herr ex. Fernsehmann und SP Nationalrat mit Akademikergattinnen. Ja büete Gott müssen jetzt der Handwerker mit 3 Kindern und der Gattin die die Kinder selber versorgt und das Renterpaar diesen Herrschaften die Kinderkrippe bezahlen. Natürlich das Geld zuerst noch durch die Bürokratie des Bundes gelassen?

  • Eduardo sagt:

    Und sie müssen heute beide arbeiten gehen, weil der Mehrwert ihrer doppelten Arbeit von den Arbeitgebern über miese Löhne und von den Politikern über hohe Steuern und Abgaben lächelnd abgeschöpft wird. Darin liegt der Skandal und nicht in zu wenig Betreuungsplätzen für Säuglinge und Kleinkinder.
    Angesichts von all dem ist anzunehmen, dass man irgendwann in den – von oben gesteuerten – Medien die „Befreiung“, „Selbstverwirklichung“ und „gesellschaftliche Teilhabe“ der Kinder (also schlicht und einfach die Kinderarbeit) propagieren wird, um so weitere Arbeitskräfte requirieren zu können.

  • plop sagt:

    Also ehrlich, gerne würde ich mal was positives über die Frauen „am Herd“ lesen, denn da könnte man ja fast ein schlechtes Gewissen kriegen – wer will schon unsere heilige Wirtschaft blockieren….
    Dieser Familienartikel ist eine gute Sache, die Diskussion drumrum kann einem aber langsam im Hals stecken bleiben.
    Mein Wunsch wäre Akzeptanz für alle Familienmodelle.

  • Eduardo sagt:

    Wegen der 3 Jahre Nichterwerbstätigkeit von Frauen (wenn sie ihre kleinen Kinder selbst betreuen) so ein Theater zu machen ist eher lächerlich. Auch die teuren profess. Kleinkinderbetreuerinnen (meist jung und gutausgebildet) werden dem Arbeitsmarkt entzogen und können so keine wertschöpfende Arbeit mehr leisten. DAS nenne ich volkswirtschaftlichen Unsinn.
    Doppelte Berufstätigkeit bedeutet übrigens keinen doppelten Wohlstand mehr. Früher reichte eine einzige Vollzeitstelle meist für die Ernährung einer ganzen Familie und einen gewissen Wohlstand. Heute müssen (!) dafür beide arbeiten gehen.

    • Karin Mändli sagt:

      Wie kommen Sie auf drei Jahre? Bis das Kind in den Chindsgi kommt, vergehen zwischen 4 und 5 Jahre. Das erste Kind. Bis zum zweiten vergehen nochmal 1-3 Jahre. Abgesehen davon reichen 3 Jahre schon, um eine Weiterbildung „zunichte“ zu machen, sie wird auf dem Arbeitsmarkt innert Kürze wertlos. Und noch ein Umkehrschluss: Wenn beide arbeiten gehen, bedeutet das nicht unbedingt Wohlstand…

    • Hansli sagt:

      Jahre sind eine Ewigkeit im Berufsleben.

    • Juno sagt:

      es haben nicht alle nur ein kind. Ausserdem kommen die Kinder mit 4 in den Kindergarten. Und was für ein seltsames Argument ist das mit den Kleinkinderbetreuerinnen die dem Arbeitsmarkt entzogen werden? Wir leben in einer Dienstleistungs- und nich in einer Agrargesellschaft.

    • mira sagt:

      Natürlich gibt es Berufe, in denen man mehrere Jahre aussetzen kann. Aber halt nicht alle. In meinem Bereich (Hochschulbereich) sind schon 1-2 Jahre kritisch. Wer 10 Jahre berufstätig ist, der kann locker mal ne Auszeit nehmen. Wer aber gerade frisch studiert/promoviert ist, der kann sich das einfach nicht leisten. Und junge Mütter (akad) befinden sich meist genau in der kritischen Übergangsphase von Ausbildung zu Beruf.

  • Sportpapi sagt:

    Dasselbe also noch einmal? Ein wildes Sammelsurium von Gut ausgebildeten Frauen, die natürlich alle arbeiten möchten, aber heute leider nicht können. Arme Familien, die auf Doppelverdienst angewiesen sind, die einzig und allein mit einer Krippe unterstützt werden können. Alleinerziehende, die alle an der Armutsgrenze leben, wenn wir ihnen nicht die Kinderbetreuung abnehmen. Die sie bisher meist mit ihrem Ex-Partner geregelt hatten, der aber nun aus der „Familie“ ausgeschlossen ist und seinen Beitrag nicht mehr leisten soll. Mann will ja nicht abhängig sein. Bzw. nur vom Staat…

    • Sportpapi sagt:

      Und für all das gibt es nur eine Lösung: Krippen, Horte, Tagesschulen. Die es natürlich viel zu wenig gibt (auch wenn das für viele Gegenden der Schweiz wirklich nicht mehr stimmt). Und die trotzdem erstaunlicherweise nicht aus privater Initiative entstehen, um diese Marktlücke zu füllen, sondern von der öffentlichen Hand aufgebaut werden müssen.

      • alien sagt:

        Wirst Du jeeeee checken, Sportpapi, dass es Lebensentwürfe gibt, die ganz anders sind als Deiner, die aber ihren Entwerfern sehr passen und die auf ihre Art sehr gut funktionieren?

      • Sportpapi sagt:

        @Alien: Ach, Alien, das liest du aus meinen Voten? Wo?

      • Pixel sagt:

        Meinen Sie Ihre Frage jetzt ernst? Ja, sp. Das liest man aus Ihren Voten. Überall und ständig.

      • Sportpapi sagt:

        Ach Pixel. Dann ist offensichtlich auch bei Ihnen ein falscher Eindruck entstanden.

      • alien sagt:

        Überall und ständig, SP, überall und ständig. Du wirkst wirklich ziemlich unbeweglich, unbelehrbar, unflexibel, lernresistent, so kommst Du hier seit Jahren herüber. Das ist nicht nur eine kleine Minderheitsmeinung, Sportpapi.

      • Widerspenstige sagt:

        Ich habe es bereits mehrmals gesagt zu Sportpapi, dass ich an einem gewissen Punkt aufhöre mit ihm zu diskutieren bzw. mich wie eine Schülerin im Schulzimmer zu fühlen…uff. Es liegt also nicht nur an meiner Sichtweise, wenn soviele regemässig Bloggende es ähnlich empfinden. Sportpapi, jetzt solltest Du aber über Deine Bücher u mal Deine Argumentationsweise hinterfragen. Was meint eigentlich Deine Frau dazu, dass Du hier regelmässig bloggst? Will sie nicht mal mitbloggen? Das erstaunt mich eigentlich zusehends, denn es wäre ja naheliegender als mehrfache Mami…. 🙄

      • Sportpapi sagt:

        @Widerspenstige: 1) Hier ist nicht die Realität. Ich kann damit leben, dass die Mehrheit von Menschen hier, die ich in meinem Umfeld so sonst kaum antreffe, meist anderer Meinung ist als ich. In meinem Alltag höre ich anderes. 2) meine Argumentationsweise. Es geht also um die Art und Weise? Oder wie Alien sagt – soll ich endlich lernen, einsichtig werden, dass meine Meinung hier nicht erwünscht ist? 3) was willst du von meiner Frau? Was macht eigentlich dein Mann? Aber ich beruhige dich gerne, ich erzähle ihr manchmal, oder zeige ihr. Irritiert sie jeweils sehr, was hier so abgeht.

      • Sportpapi sagt:

        Und ich sage es gerne wieder einmal: Mein Einsatz in dieser Sache ist einerseits prinzipiell. Aus der Erfahrung erwachsen, dass viele Menschen an ihren Aufgaben wachsen, und verkümmern, wenn man ihnen immer alle Steine aus dem Weg räumt. Andererseits und vor allem aber setze ich mich dafür ein, dass Menschen wie meine Frau und ganz viele Freundinnen und Bekannte ihr Leben weiterhin so führen können, wie sie sich das selber wünschen. Mit mehr oder weniger auswärtiger Arbeit neben den Kindern. Und nicht in schwedischen Verhältnissen. (Unter den Freundinnen sind nb auch schwedische Mütter in CH).

      • Sportpapi sagt:

        @Alien: Du hast recht. Ich bin in der Sache relativ unflexibel. Weil ich mir meine Gedanken gemacht habe, bevor ich hier mitdiskutiere. Aber wenn gute Argumente kommen, lasse ich mich gerne umstimmen. Aber nicht, nur weil meine Meinung hier nicht beliebt ist. Du hast mir heute schon einmal vorgeworfen, ich lasse keine anderen Lebensentwürfe zu. Noch einmal: Zeig mir, wo ich andere Lebensentwürfe verurteile. Ich bin gespannt. Aber gell, es gilt das geschriebene Wort, nicht das, was ihr euch darum herum zurechtlegt!

      • alien sagt:

        Sportpapi, ich finde nicht, dass Du andere Lebensentwürfe verurteilst, jedenfalls nicht vehement. Aber Du machst doch klar, dass Du sie nicht gutheisst. Jedes Mal. Du muss nicht, kein Problem, Deine Meinung ändern. Aber anerkennen, dass andere Leute eine andere haben, und dass diese für sie sehr gut funktioniert, besser, als es Dein Entwurf täte, das wäre sehr gut. Stattdessen bekommt man immer wieder Deine Sturheit mit, Deine, ja, Verbohrtheit. (Das funktioniert, ohne, dass Du andere verurteiltest).Das macht traurig, denn Du hast sonst viel zu sagen, Du hast Erfahrungen gemacht, die wertvoll

      • alien sagt:

        sind.

        Und noch was: Um einen Beliebtheitswettbewerb geht es hier nicht. Jeder und jede hier ist bei gewissen Leuten unbeliebt. Manche sogar äusserst unbeliebt. Das ist nicht schlimm. Doof wird es nur, wenn Leute nur hier sind, damit sie möglichst oft möglichst stark bei möglichst vielen Leuten unbeliebt sind. Gabi, I’m looking at you.

      • Sportpapi sagt:

        @Alien: Mit „ich finde nicht“ meinst du, du findest das nicht in meinen Aussagen, oder? Und was heisst, nicht verurteilen, aber nicht gutheissen? Nicht herumdrucksen, Alien!

    • Anne sagt:

      Ich zitiere aus dem heutigen Blog: „Richtig ist: Bevor der Bund sich selber engagiert oder den Kantonen Vorgaben machen kann, hat das Parlament die Einzelheiten in einem Bundesgesetz zu regeln. Gegen dieses Gesetz kann das Referendum ergriffen werden. So hat das Volk das letzte Wort.

      Begreifen Sie nun endlich, dass dieser Familienartikel nicht eine Initiative zur vollständigen Subvention jedes Krippenplatzes ist oder wollen Sie munter auf dieser Welle weiterreiten (und der dümmlichen Hetze der SVP aufsitzen – woran ich aber aufgrund ihrer von mir vermuteten Intelligenz zweifle)?

      • Sportpapi sagt:

        @Anne: Ich habe es oben geschrieben: Ich werde hier immer radikaler, weil ich die entsprechenden Forderungen sehe, die sich für viele aus dem Familiena rtikel ergeben. Und ohne Folgen wird er sicher nicht bleiben. Und so naiv bin ich nun wirklich nicht mehr, dass ich glaube, wir könnten wirklich dann über alles Relevante noch einmal abstimmen.

      • Sportpapi sagt:

        Und wie es herauskommen kann, wenn man „modern“ und grosszügig ist, zeigt doch die Stadt Zürich, wo jedes Kind einen Hortplatz haben soll, dies aber eigentlich nicht zu finanzieren ist. Weshalb nun billigere Lösungen gesucht werden, die dann aber definitiv alle Kinder betreffen: http://www.tagesanzeiger.ch/zuerich/stadt/Ein-Sandwich-zum-Zmittag-soll-reichen/story/25251952

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Dem Sportler geht es um sein Portemonnaie, um nichts anderes. Weil er seine Kinder nicht in die Krippe gibt, will er auch nicht helfen, solche zu finanzieren, ganz einfach. Er lebt hier seit Jahren seinen Egoismus aus. Die Lebensentwürfe sind ihm doch völlig egal, solange es ihn nichts kostet. Nichts als ein kleiner Krümelkacker. Gibt es eigentlich auch „Usegäud“ für Leute, welche die öffentlichen Spielplätze nie benutzen? Das wäre doch auch eine Forderung. Ich bezahle streng nur noch das, was ich persönlich nutze. Tschüss Solidarität!

      • Anne sagt:

        @Sportpapi Was ist an einer Tagesschule auszusetzen? Die Kinder wären zwischen 14 und 15 uhr ALLE zu Hause. Der Stress, den die unterschiedenlichen Schulzeiten in den Familien und den Betreuungssystemen auslösen, wäre ausgeschaltet. Und man hätte Zeit für ein ausgedehntes gemeinsames Nachtessen. Meine Kinder würden beim Kochen oft gern helfen – geht aber nicht, da ich über Mittag zeitlich so knapp dran bin.
        Und im Übrigen: es zeigt sich an den explodierenden Kosten nur, dass der Bedarf extrem hoch ist und die Strukturen dem hinten an hinken. Nun ist die Politik gefordert Lösungen zu suchen.

      • Sportpapi sagt:

        Es gibt Schlimmeres, Anne. Im Moment freue ich mich aber, wenn meine Kinder zu Hause zu mittag essen dürfen. Und sie später in der Schule mal entweder richtig Schule haben, oder aber einen freien Nachmittag.

      • Katharina sagt:

        “ dass der Bedarf extrem hoch ist und die Strukturen dem hinten an hinken.“ – dann versuchen Sie doch, selber eine Kita zu eröffnen, dann werden Sie ganz schnell merken wo das wirkliche Problem ist. Schon an der Finanzierung hapert es – ausser Sie nehmen eigenes Geld in die Hand. Und dann die Bewilligungen, Zonenverordnungen usw. Initiative wäre ja vorhanden aber eben.

      • Katharina sagt:

        Zu Nachfrage, Strukturen wartet hier etwas auf Freischaltung.

      • U. Knecht sagt:

        pl -1, und eine gelbe Karte für schlechtes Betragen

      • gabi sagt:

        Ja… die Ärmste:

        Weiss so viel und kann sich dann aber einfach nicht benehmen…

        😉

  • pixel sagt:

    In Frankreich/Paris wurde die erste offizielle Krippe in den 40ern eröffnet. 1840ern!! Offensichtlich gab es auch woanders eine solche parallele Entwicklung. Erstaunlich allerdings, wie unterschiedlich die Nationen jeweils damit dann umgegangen sind, wenn man die Historie dazu betrachtet. Nahezu diametral scheint die Entwicklung Schweiz vs Frankreich zu sein.

    • Peter Steiner sagt:

      Wahrscheinlich auf privater Basis und Initiative. Wie wär’s mal damit, anstatt den für alles und immer verantwortlichen Staat zu rufen? Wie bereits letzte Woche geschrieben (und mit Statistik unterlegt): Es gibt genügend Krippenplätze, nur sind sie nicht für alle erschwinglich. So what? Es gibt immer Dinge, die man sich leisten kann und solche, für die man Zuerst etwas auf die Seite legen oder selber tun muss.

    • Muttis Liebling sagt:

      1. Wozu ist der Staat sonst da? Er bekommt Steuern, um damit hoheitliche Aufgaben zu erfüllen und zu denen gehören u.a. Gesundheit, Soziales, Verkehr, Kommunikation, usw. Diese Aufgaben gehören nicht in private Hände.

      2. Kinderbetreuung ist keine Unternehmung und findet nicht am Markt statt. Wenn man es dennoch so dreht, ist es ein Zeichen von sozialer Veranntwortungslosigkeit und politischer Unreife.

      • Katharina sagt:

        ML:

        zu 1: “Wozu ist der Staat da? …zu denen gehören u.a. … Kommunikation. Diese Aufgaben gehören nicht in private Hände.“ Gerade was Kommunikation betrifft, bin ich gegenteiliger Ansicht, soweit sich diese Aufgabe jenseits der Bereitstellung der Infrastruktur bewegt.
        zu 2: Wenn ich mich entschliessen würde, eine von mir finanzierte Kita zu eröffnen, wäre ich sozial verantwortungslos?

      • Muttis Liebling sagt:

        Katharina:
        Bei 1. geht es immer primär um die Infrastruktur. Was passiert, wenn der Staat die aus der Hand gibt, sieht man z.B. am Berline S-Bahn Netzt, welches ich gerade das Vergnügen hatte, in Anspruch nehmen zu dürfen.

        zu 2. Von mir aus kann jeder private Spitäler oder Kindergärten eröffnen, aber die gehören erst einmal nicht in die Grundversorgung, die der Staat zu garantieren hat. Es ist hoheitliche Aufgabe des Staates, jedem der es möchte gesundheitliche und soziale Betreuung zu einem nicht am Markt zu handelbaren symbolischen Preis zu garantieren.Wer mehr kaufen will, soll es.

      • Reto B. sagt:

        Nun, in meinen Augen sind mitunter die grössten Aufgaben des Staates, nicht zuletzt auch miteinander eng verknüpft, Ausbildung, wirtschaftliche Wettberwerbsfähigkeit des Standortes und erstellen der Rahmenbedingungen für eine kräftige, gesunde, leistungsfähige und sichere Gesellschaft. Alle diese Punkte sehe ich durch den Familienartikel gefördert…

      • Peter Steiner sagt:

        Nein, Muttis Liebling, Erziehung soll nicht am Markt stattfinden. Das habe ich auch nicht geschrieben oder gemeint. Aber wie wäre es, wenn Erziehung in der Familie oder in privaten Kooperationen (Nachbarschaft, Verwandtschaft) geschähe? Wozu denn Kinder haben, wenn man sie selber nicht gross werden sieht oder sie nur noch zu Bett bringt? Unten schreibt Zysi als Beispiel, dass sein Kind einen Tag fremdbetreut wird, dafür er oder seine Partnerin einen Tag die Betreuu anderer Kinder übernimmt. Sie sehen: Es geht ganz unkompliziert und staatliche Bürokratie.

      • Peter Steiner sagt:

        …und ohne staatliche Bürokratie.

    • Muttis Liebling sagt:

      Fröbel hat den ersten Kindergarten ebenfalls 1840 gegründet und nebenbei den Begriff dafür erfunden. Es tut mir immer in den Ohren weh, die hässliche Abkürzung Kita hören zu müssen.
      Und das die Schweiz in Punkto Soziales und Politikausübung der rückständigste OECD- Staat ist, habe ich ja schon oft bemerkt. Direkte Demokratie ist eben kein geeignetes Mittel, um Politik zu betreiben, die nützt nur den Populisten und Bauernfängern.

      • Sportpapi sagt:

        Bezüglich Wirtschaft und Wohlstand stehen wir andererseits gegenüber anderen Staaten nicht so schlecht da, oder? Vielleicht aus gleichen Gründen?

      • marie sagt:

        @ml
        sie sehen das zu drastisch. ich würde da eher von der kehrseite der medaille sprechen 😉

      • Muttis Liebling sagt:

        Klar SP, selber essen macht fett. Blos nicht teilen oder abgeben. Schweizerische Firmen dürfen die 3. Welt ausräubern, aber die Opfer dieser erfolgreichen Geschäftstätigkeit werden als Schmarotzer beschimpft, wenn sie anklopfen um wenigstens einen kleinen Teil des Raubgutes zurückzufordern.

      • Sportpapi sagt:

        Och, ML, sonst bist du doch auch nicht so zimperlich!

    • Leonardo sagt:

      Soso, Sie entscheiden sogar was andere auf Ihren Beitrag antworten sollen… Aber Sie liegen richtig Pixel: schon schade, dass es bis heute keine Krippen in der Schweiz gibt. Gibt es doch? Aber schade, dass es keine reduzierten Tarife gibt. Gibt es doch? – Nur weil „Sie“ in Hinterlunkhofen für 900 CHF in einem 8-Zimmer-Haus und 3 Autos leben wollen, braucht es nicht in jedem Dorf eine Krippe. Es gibt halt Vor- und Nachteile. Und wenn in der Stadt die Plätze knapp sind (wovon ich in meine Bekanntenkreis nichts spüre): Das Leben ist halt kein Ponyhof.

      • Sportpapi sagt:

        Kleiner Einwand: Doch, es wäre schön, es gäbe in jedem Dorf eine Krippe. Wenn der Bedarf da ist. Die Frage ist nur – weshalb gibt es sie nicht schon längst? Vielleicht, weil sie eben auch noch subventioniert sein soll. Weil reale Preise als „Wucher“ angesehen werden?

      • Leonardo sagt:

        Stimme dem Einwand zu. Danke SP. (Geht aber auch nicht immer alles in die 600 Zeichen)

      • Anne sagt:

        Es gibt in vielen Dörfern keine Krippe, weil sie rechtsbürgerlich regiert werden und die alten Gemeinderäte die Ansicht vertreten, es sei nicht nötig… Eine Kollegin von mir wohnt in einem solchen Dorf und musste aufhören zu arbeiten, weil sie keine Chance hatte, ihre Kinder wo unterzubringen. Haarsträubend sowas. Diese Gemeinde kennt auch noch keine Blockzeiten in der Schule und so wird ganz subtil verhindert, dass Frauen arbeiten.

      • Sportpapi sagt:

        @Anne: Die Gemeinden werden also nicht rechtsbürgerlich regiert, sondern die Leute wählen rechtsbürgerlich… Waren Sie schon einmal an einer Gemeindeversammlung? Als es bei uns um die Krippen etc ging, war die Beteiligung ein Mehrfaches der üblichen. Ganz viele Leute waren zum ersten (und meist letzten) Mal da und haben die Kreditvorgabe durchgebracht. SO geht es in den Gemeinden!

      • Anne sagt:

        Sportpapi, auch hier offenbart sich wieder ihre übliche Denke – „so wie es bei uns läuft, läufts überall“. So ist es aber nicht. Und so wird es immer schwierig bleiben, über Dinge zu diskutieren, die Andere betreffen könnten und man vielleicht nicht die selben Erfahrungen gemacht hat. Ich glaube, daran krankt unter anderem die Diskussion um diesen Artikel (ist aber bei politischen Themen oft übertragbar) – dass es Leute gibt, die sich schlicht und ergreifend nicht in andere Lebenswelten eindenken können und somit für sachliche Argument unerreichbar bleiben.

      • Sportpapi sagt:

        @Anne. Sie können mich ja gerne belehren, dass es an anderen Gemeindeversammlungen anders läuft als in meiner Gemeinde. Aber aus Ihren Worten entnehme ich, dass Sie sich eigentlich mit Gemeindepolitik eher nicht so auskennen. Oder?

    • Pixel sagt:

      Ist ja witzig, was man – je nachdem wo grade die eigene Sensibilität gelagert ist – aus der Aussage herausliest. Trigger setzen, schon gehts los. In meiner Aussage lese ich nichts von Kosten. Dies aber nur am Rande. Aber das bin ja nur ich.

      • Katharina sagt:

        Zu den Kosten: In der Vorlage steht , dass der Bund den Auftrag erhält, zum ganzen eine Ausgleichskasse zu führen. übrigens ist dieser Auftrag auch in der bestehenden Version der Verfassung festgeschrieben , aber nicht umgesetzt.

        Übrigens der Punkt, der mich am meisten bewegt, nein zu stimmen, denn ein weiteres Fiasko wie das mit den PKs wollen wir doch nicht, oder?

      • alam sagt:

        Wenn wir in jeder einzelnen Gemeinde separat für ein Minimum an Familienverträglichkeit kämpfen müssen, dauert es noch 1000 Jahre, bis Frauen nicht mehr in Ketten gelegt sind, sobald sie Kinder haben. Ich sehe nicht ein, warum wir dieses Thema nicht auf Bundesebene regeln sollen, denn Familien gibt es soviel ich weiss überall in der Schweiz. Und das ist auch nicht kantonal unterschiedlich.

      • Katharina sagt:

        alam:

        und ich soll dann meine Kinder nach Zug fahren in die nächstgelegene Stätte?

        Von wo ich wohne ist die nächstgelegene (und private) in Luzern. ca 20 km entfernt. Und ich denke nicht, dass hier bestritten wird, dass zwischen Kind und Eltern eine bestimmte örtliche Nähe bleibt.

      • alam sagt:

        Nein, eben gerade nicht. Es soll überall Kitas geben, auch bei Ihnen. Wissen Sie überhaupt, wovon wir hier reden?

  • Brunhild Steiner sagt:

    Ehm, hatten wir das nicht schon letzten Mittwoch?
    Respektive wär es nicht sinnvoller gewesen diese Abstimmungsartikel ein bisschen früher anzusetzen-
    um all diejenigen zu erreichen welche, sobald das Stimmkuvert sie erreicht hat,
    die Zettel ausfüllen und der Post rück-übergeben?

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