Köppel statt Krippe

Liebe Leserinnen und Leser, wir möchten die Diskussion an dieser Stelle abbrechen und haben die Kommentarfunktion zu diesem Blogbeitrag abgestellt. Danke für Ihre Kommentare! Die Redaktion.

mama3

Die Gleichmacherei in den Krippen war ihm bereits als Kind suspekt: Ausriss des Editorials in der Weltwoche vom 7. Februar 2013.

Es gab eine Zeit, da war Roger Köppel noch nicht Verleger der Weltwoche, sondern ein ganz normales Kind. Die Erinnerungen daran sind schmerzlich, wie er im aktuellen Editorial der «Weltwoche» ausbreitet. Weil seine Eltern nicht auf familiäre Betreuungsstrukturen zurückgreifen konnten, aber «beide arbeiten» mussten, wurde Klein-Roger der «kundigen Obhut wildfremder Frauen» anvertraut. Das war, so besagt der Text, «die Hölle» – denn das sind ja bekanntlich die anderen. Er hasste «das Spielen in der Gruppe», das «Gezänk und Geschrei» der anderen Kinder nervte ihn, wie auch der «gleichgeschaltete Mittagsschlaf» und «das kollektive Aufstehen.» Kurz, es war «Lagerhaft, Verbannung, Exil.» Flüssigen Honig musste er auch noch essen.

Hier legen wir eine Runde Mitleid ein, zumal Roger Köppel auf Nachfrage einräumt, dass diese Erfahrung ihn erst zu dem gemacht haben könnte, was er heute ist. Höchstwahrscheinlich, so sinniert er weiter, sei er ja ein Geisterfahrer, einsam in seinem Empfinden, während alle anderen dankbar sind für «die Kollektivbetreuung in der Krippe.» Höchstwahrscheinlich nicht. Welcher Normalsterbliche im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte singt zum Beispiel eine Arie über die Freuden der Schulpflicht? Morgens aufstehen, kollektiv die Schulbank drücken, sich in den Klassenverband integrieren, gleichgeschaltet lernen, angeleitet von der nicht immer sehr kundigen Führung verschiedener Lehrer, die sich beharrlich weigerten, das in uns allen schlummernde Genie anzuerkennen. Ist das ein Argument gegen die Schulpflicht? Nein. Es gehört zur Persönlichkeitsentwicklung,  sich in Strukturen integrieren zu müssen.

Roger Köppel, Chefredaktor und Verleger der «Weltwoche». (Keystone/Gaetan Bally)

Was die politischen Argumente gegen den Familienartikel angeht, fürchtet Roger Köppel, der Staat müsse am Ende wieder nur den Privaten die Kinder finanzieren, damit die sich selbstverwirklichen können. Doch diese Argumentation ist lahm und zudem auf einem Auge blind. Schliesslich ermöglichen Betreuungsangebote gut ausgebildeten Eltern, dass sie während der kurzen, aber intensiven Anfangsjahre mit Kindern zumindest mit einem Teilzeitpensum im Job bleiben und so die Investitionen sichern, die der Staat in ihre Ausbildung gesteckt hat. Auch die Befürchtung, eine Annahme des Familienartikels könnte dazu führen, dass das Gros der frisch gebackenen Mütter nichts Eiligeres zu tun hätte, als ihr Baby umgehend zur Vollbetreuung in eine Krippe abzuschieben, um sich mit einer 60-Stunden-Woche-Karriere selbst verwirklichen zu können, widerspricht allem, was ich über frisch gebackene Mütter weiss. Die tun sich eher schwer damit, die erzieherische Verantwortung abzugeben, zumindest in den frühen Jahren. Ausserdem stellt sich die Frage, von wie vielen Stunden Fremdbetreuung wir hier reden. Schliesslich macht es einen Unterschied, ob ein Kind mit vier Monaten oder vier Jahren in die Krippe kommt, ob es zwei Vormittage da verbringt oder sechs Tage die Woche. Kommt hinzu, dass der Familienartikel lediglich eine Absichtserklärung zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie darstellt. Die Umsetzung liegt bei den Kantonen, die Entscheidung, ob ein Kind in die Krippe kommt, fällen nach wie vor die Familien. Darüber kann auch die ganze Rhetorik mit Staatszwang und sozialistischer Verschwörung nicht hinwegtäuschen.

Worum also geht es wirklich? Um Verantwortung. Köppel empfand seine eigene Krippenerfahrung als «Enttäuschung und Bedrohung» und fühlte sich abgeschoben. Eltern von Krippenkindern, meint er heute, erlägen der «Illusion, sie würden ihre Verantwortung wahrnehmen, indem sie ihre Kinder der Verantwortung Unbekannter überlassen.» Der Honig in der Krippe muss wirklich grässlich gewesen sein. Und was bedeutet es, die volle Verantwortung zu übernehmen? Und wie sieht das beim zweifachen Familienvater selber aus, der ja mit einer erfolgreichen UBS-Bankerin verheiratet ist?  Über Privates wolle er nicht reden, sagt der zweifache Familienvater mit der erfolgreichen Bankerin an seiner Seite. Dann räumt er ein, dass er und seine Frau die Kinderbetreuung zunächst privat und mit einer Tagesmutter organisiert hätten. Und was, wenn man sich keine private Nanny leisten kann, aber auch nicht genug verdient, um mit nur einer Lohntüte durchzukommen?

Kinder muss man sich halt leisten können? Es geht wohl auch um ein ideologisches Problem. «Wer lieber arbeitet und Karriere macht, muss sich überlegen, ob er nicht besser auf Kinder verzichtet.» Dieser Satz ist offensichtlich nur auf Mütter gemünzt, wie sonst liesse sich Köppels berufliches Engagement erklären? Das «eidgenössisch anerkannte Betreuungsangebot» sei kein Realersatz für elterliche Liebe, so Köppel. Ein Weltbild, in dem Väter sich zu Tode arbeiten und die elterliche Liebe und Verantwortung vollumfänglich an ihre Frauen outsourcen. Köppels haben den ersten Schritt dazu getan. Seine Frau, so sagt er, betreue die Kinder seit neuestem selber.

michele*Michèle Binswanger ist Autorin, Journalistin und Mitgründerin des Mamablogs.

362 Kommentare zu «Köppel statt Krippe»

  • Marco Bless sagt:

    Was für tolle Beiträge von tollen Leuten! Feiglinge von A-Z; keiner dieser Propaganda-Hosenscheisser traut sich,seinen Namen hinter den veröffentlichten Mist zu setzen.

  • Bruno Waldvogel sagt:

    Ich habe die ersten drei Jahre in einem Tagesheim verbracht. Ich verstehe Herrn Köppel. It’s not funny, Frau Binswanger! Ich wohne neben einem staatlichen Tagesheim und einem privaten Exklusiv-Kinderhort. Ich sehe also täglich zahllose Eltern und Kinder ein- und ausgehen. Ab 07.00 Uhr, schlafend auf den Armen von Mami oder Papi, ab 07.30 Uhr in schicken grossen Autos. Meine ganz bescheidene Meinung als dreifacher Vater: Kinder möchten gerne zuhause bei den Eltern aufwachsen. Viele Eltern (Väter inklusive) würden gerne diesem Wunsch nachkommen. Warum diskutieren alle immer nur über Kitas?

  • Kinder-Krippe = Eltern-Altersheim sagt:

    Menschen die Kinder in der Krippe bringen, sind die gleichen Leute die Ihre Eltern ins Altersheim geben !!! wir brauchen mehr Verantwortung! Die Frauen müssen auf die Kinder aufpassen und danach auf die Eltern. C’est la vie!

  • Marcel sagt:

    Bin auch kein Köppelfan, aber unrecht hat er nicht. Wenn man sich kurz umsieht, merkt man leider oft das viele Kinder Statussymbole in reichen Schweiz sind. In manchen Berufen isses für die Karriere sogar Ideal wenn man mit Kinder angegeben kann…
    Meine Ex-Freundin arbeite selber in einer Kita – desto älter die Kinder werden, desto grösser wird auch desinteresse gewisser Eltern… Hauptsache Verantwortung abgeben. Warum sind soviele Haustiere in Tierheimen in der Schweiz? Ein doofes Beispiel aber…

  • Karl Müller sagt:

    Durch die Annahme dieses Artikels in die Bundesverfassung, wird es innert kürzester Zeit nicht mehr möglich sein, von einem Einkommen, sei es Frau oder Mann, eine Familie zu ernähren. Auch für den Mittelstand nicht, was heute noch einigermassen mit viel Verzicht möglich ist. Damit wird die Wahlfreiheit beschnitten und wir werden zu einer Nation, die ihren Nachwuchs ab Kleinkindalter in staatliche Organisationen bringen MUSS: Wollen wir das? Ich nicht.

  • Eduardo sagt:

    Die Betreuung von Säuglingen bzw. kleiner Kinder im Alter bis drei Jahre zu Hause macht gerade mal 3,7 Prozent eines durchschnittlichen Frauenlebens aus. Wo bitte schön soll da das Problem sein? Im übrigen bedeutet „Karriere“ (die sowieso nur wenige Männer und Frauen machen) Berufsarbeit plus „Herd“, denn die ganze lästige Hausarbeit, also Einkaufen, Kochen, Spülen, Waschen, Aufräumen, Putzen muss nebenher trotzdem noch gemacht werden, nur dann zusammengedrängt auf die Abende und die Wochenenden. Dazu kommt dann noch das Fahren der Kinder morgens zur Kindertagesstätte und das Abholen am Abend.

  • Stephan Göldi sagt:

    Das grundlegende Problem ist, dass das Betreuen der Kinder als minderwertige Tätigkeit betrachtet wird, die man delegieren muss, damit man Zeit für die Karriere hat.

  • turi m. sagt:

    Ich halte nicht viel von Köppels Ideen. Aber wenn ich mich zwischen feministischen Dogmen und jenen von Köppel entscheiden muss, bin ich bestimmt nicht auf der feministischen, männerverachtenden Seite.

  • Mark O. Vischer sagt:

    Frage: Wer nimmt Köppel eigentlich noch ernst, und wenn ja, warum?

  • CO2 sagt:

    Vielen Dank für diesen Artikel. Es ist eine Wohltat, nach all den diffamierenden Artikeln zu dieser Abstimmung einen Beitrag zu lesen, der die wichtigsten Fakten auf den Punkt bringt. Auch die entlarvung der bigotten Einstellung meist rechts-konservativen Repräsentanten zur Fremdbetreuung, ist sehr gelungen. Das erlebte „Kindheitstrauma“ scheint plötzlich nicht mehr so schwer wiegend, wenn es um die Fremdbetreuung der eigenen Kinder und vorallem die eigene Karriere geht.

  • Aki sagt:

    Das System Kinderkrippe funktioniert nicht! Als Vater zweier Söhne haben wir verschiedene Betreungssysteme versucht. Bei Krippen haben wir zwei Probleme: Sie nimmt die Kinder nicht wenn sie krank sind und Kinder werden nun mal krank. D.h man braucht so oder so ein Backup. Auch wenn man mal einen Tag Betreung braucht der nicht im Vertrag vorgesehen ist, und das passiert im „Karriereleben“ dann wieder Backup l so werden Grossmutter zu Notfalldienstleisterinnen! Als zweites sind Krippen viel zu teuer. Ab dem zweiten Kind bleibt vom zweiten Lohn nichts übrig Wenn Normalverdiener ohne Subventionen.

  • Nina sagt:

    Ich denke schon, dass es Kids gibt, für die der Krippenbesuch schlimm ist. Das hängt vor allem von der Krippe und dem Kind selbst ab. Genauso gibt es Kinder, die es lieben, in die Krippe zu gehen und sich darauf freuen. Auch das hängt in erster Linie von der Krippe und dem Kind ab. Fazit: Krippen sind nicht DIE Lösung und nicht alleinseligmachend. Der Staat sollte in erster Linie dafür schauen, dass die Qualität der Betreuung stimmt und ein breites Angebot von Betreuungsoptionen fördern, das unterschiedlichen Bedürfnissen gerecht wird. Den Rest müssen die Eltern entscheiden können.

  • Werner Meier sagt:

    Nach dem Lesen des Textes und einiger Kommentare frage ich mich schon, woher diese unbedingte Anspruchshaltung eigentlich kommt. Ich will, ich will, der Staat soll… Leute, wie wär’s mit etwas Bescheidenheit?

  • heinz fritschi sagt:

    Ist es eigentlich erlaubt, so blöd zu sein wie Köppel? Oder ist die Gesellschaft (oder die Krippe) schuld an seinem Dachschaden? Er selbst jedenfalls nicht, Selbst-Reflexion liegt im fern.
    Gibt es für ihn nur Karriere (und Kinder)? Kinder und Armut und arbeiten-müssen hat in seinem Denken keinen Platz.

  • Frank Z. Marg sagt:

    Unsere Tochter geht in die Krippe seit ihrem 6. Monat. Sie ist jetzt 4 Jahre alt. Wir haben von Anfang an die Haltung gehabt, dass ausserfamiliäre Bezugspersonen (Krippenpersonal) für unser Kind wichtig sind genau so wie eine Gruppe von Kindern in ihrem Alter. Unsere Tochter geht gerne, nie Probleme. Wir arbeiten beide zwischen 50% und 90%. Selbst wenn einer von uns beiden voll zu Hause geblieben wäre, so hätten wir unsere Tochter mindestens zwei Tage pro Woche in die Krippe geschickt. Es ist für die Entwicklung von Kindern gut.

  • Frau S sagt:

    Liebe Frau Binswanger

    Mir gefällt der Artikel sehr gut. Er ist frech und auf den Punkt gebracht. Persönlich bin ich der Meinung, dass jeder Familie offen stehen muss, wie sie sich organisieren möchte und dass Wirtschaft und Politik dazu ihren Beitrag leisten müssen. Meine Steuern sehe ich ausserdem lieber in der Finanzierung von Kinderprippen statt der Rettung maroder Banken. Kinder gehen uns alle an. Und es muss Frauen endlich vergönnt sein, ihren Platz in der Wirtschaft zu behaupten – Mit und ohne Nachwuchs.

    Herzlich, Frau S, kinderlos

  • Lehrzeit sagt:

    Es gibt wissenschaftliche Belege dafür, dass Kleinkinder welche mehr als 3/Tage Woche ausser Haus betreut werden gestresster sind als in normalen Famillien zu Hause Betreute. Gemessen wird bei den Untersuchen der Cortisolgehalt im Blut. Erhöhter Cortisolspiegel ist langfristig nicht wirklich gesund.

  • Heidi Merz sagt:

    Zur Sache: Das Problem sind doch nicht in erster Linie die Krippeplätze, sondern:
    1. Die völlig antiquierten Neanderthaler-Ansichten vieler Arbeitgeber. Da haben Sie schon Mühe, Ihre bereits existierenden, explizit im Arbeitsgesetz verankerten Rechte als ArbeitnehmerIn mit Familienpflichten durchzusetzen.
    2. Kosten der Krippenplätze
    3. Sandwichposition des Mittelstandes (zuviel für Subventionen, zu wenig, als dass sich das „zu viel“ lohnen könnte)

    Don’t panic: Selbstverständlich werde ich trotzdem dafür stimmen, schon nur, um ein Zeichen zu setzen.

  • Heidi Merz sagt:

    Liebe Frau Binswanger, so sehr ich Ihre Texte schätze und auch meist Ihre Meinung teile: War das jetzt wirklich nötig? Muss man diesem RK auch noch im Tagi eine (kolportierte) Plattform bieten? Der hat doch weiss Gott genug andere Bühnen, über welche er die Umwelt verschmutzen kann. Grundsätzlich befürworte ich zwar Meinugnsvielfalt, aber sie darf ruhig in verschiedenen und vor allem getrennten Kanälen fliessen.

  • Auguste sagt:

    hmm…, binde oder tampon? dieser entscheidung wird in der werbung meistens mit der aussage einer direktbetroffenen nachdruck verliehen. wichtige gesellschaftspolitische weichenstellungen mit einem „testimonial“ in artikellänge zu beeinflussen ist an sich schon etwas eigenartiger journalismus, aber dass herrn köppels ureigenstes empfinden in der debatte hilfreich sein sollte, ist eine neue qualität der selbstüberschätzung.

    tragbare kinderbetreuungsplätze in genügender zahl schaffen handlungs- und entscheidungsfreiheit für familien. das kann kein nachteil sein.

  • Markus B. sagt:

    wenn man sich die demographische Entwicklung vor Augen hält, sollte der Staat alles erdenkliche daran setzen, dass wieder mehr Kinder geboren werden. Ein Teil davon ist es Eltern mit Kindern zu unterstützen.

  • lindia sagt:

    Für ein einziges Mal habe ich ein bisschen Verständnis für K. Es gibt nun einmal Kinder, die sich in Gruppen nicht wohl fühlen, das Alleinsein brauchen. Die Schule ist für die schon „schlimm“ genug. Natürlich sollen Eltern – Frauen und Männer – auch ihren beruflichen Zielen nachgehen können, aber die Bedürfnisse dieser Kinder sind AUCH wichtig. Statt einfach Krippen für alle zu finanzieren, sollte dafür gesorgt werden, dass ein Lohn für eine Familie reicht und Teilzeit für alle möglich und normal wird. So könnte jede Familie für sich das beste Modell wählen.

  • susi sagt:

    2.Teil, diese Diskussion ob es egostisch ist die Kinder in die Krippe zu schicken weil man arbeiten muss… existiert nur in der Schweiz. Entschuldigung, das ist eine Wohlstandsdiskussion. Da wo ich wohne, MÜSSEN Frauen arbeiten gehen, weil man sonst nicht über die Runden kommt. In diesen Fragen find ich die Schweizer extrem Rückständig.Finanzieren sie tatsächlich lieber die Armee als die Bildung unserer Kinder? Die Zukunft unseres Landes?

  • Lidija Jametti sagt:

    Ich habe gerade jetzt die Titelseite des Wochenjournals „Spiegel“ angeschaut und der Beitrag der 6 in Deutschland arbeitenden Journalisten in diesem Jornal gelesen. Das Thema: Das Sorgenkind, Deutschlands gescheiterte Familienpolitik.
    Man müsse Herr R.K. nicht gleich mit einem Panzer überfahren wollen. Ich empfehle „Spiegel“ Nr. 6 zu lesen und sich Gedanken darüber machen, was könnte uns alle in der Schweiz solch ein Gesetz kosten? In Deutschland kostete Familienpolitik und Kindererziehung gerade nur 200.-Milliarden Euro/ Jahr, 82Mill. Bevölkerung. Uns könnte es 20.-Milliarden/Jahr kosten.

  • susi sagt:

    An alle die hier meinen die Kinder leiden wenn sie in die Krippe gehen. Ich schicke meinen Sohn (2 1/2 Jahre) in die Krippe, 3 Stunden am Tag, jeden Wochentag, damit er mit anderen Kinder in seinem Alter spielen kann. Und es gefällt ihm sehr. Wir wohnen nicht in der Schweiz. Hier wird man eher bloed angeschaut wenn man sein Kind mit 2 Jahren nicht in die Krippe schickt. Kinder lernen am meisten von anderen Kindern und sie können sich kaum vorstellen, sie sozialisieren sich so auch. Ich finde mit 5 erst in den Kindergarten extreeem spät. Dem Kind zuliebe.

  • Sam Gerber sagt:

    Wenn man eine Tageszeitung als politisches Medium im Rücken hat, ist es offenbar einfach, Menschen mit anderen Meinungen in’s Lächerliche zu ziehen. RK hat seine Erlebnisse geschildert und vertritt einen politischen Standpunkt. Dass er mit seiner Meinung, dass der Staat sich nicht in die Familienplanung einmischen soll und seiner Meinung nach keine Kontroll- und Einflussgrösse für Bürger ab Kindesalter haben soll, in einer eher linken Welt anstösst, ist logisch. Aber eine Meinung nicht sachlich zu beantworten, ist einfach nicht professionell.

  • Andrea sagt:

    Herr Köppel sollte sich in einer Kita von heutzutage umschauen, anstatt seine Äusserungen auf einem Einzelfall aufzubauen, der vermutlich fast ein halbes Jahrhundert zurückliegt. Heutzutage wird in den Kitas enorm auf die indivuellen Bedürfnisse der Kinder eingegangen; gleichzeitig gibt es Rituale, die für alle sind, und Kinder lieben Rituale. Durch den Kontakt mit anderen Kindern und Erwachsenen erhält das Hirn eine Vielzahl von Impulsen; eine ideale Frühförderung.

  • Hermann sagt:

    Bei uns ist zu hause ein Puff, niemand raeumt auf, und die Putzfrau ist davongelaufen, weil ich sie fragte, ob sie legal hier sei. Zum Glueck gehen die Kinder in die Schule, Kindergarten und Krippe, denn das ist ihre Chance, sich etwas einordnen zu lernen, und halbwegs normale Menschen zu werden. Ich denke zudem, Kinder zu hause mit Nanny lernen kaum Sozilakompetenz, und sehen sich eines Tages als Erwachsene, die darunter leiden, nicht allein auf der Welt zu sein.

  • plop sagt:

    Es ist schon erstaunlich, wie sich schwarz-weiss- Kommentare sammeln, in einem Medium wie diesem.
    Farbspektrum!

    • Martina sagt:

      Das liegt vielleicht auch daran, dass man nur 600 Zeichen zur Verfügung hat und sich relativ kurz fassen muss.

    • Theo sagt:

      Bei der Abstimmung kann man ja auch nur Ja oder Nein stimmen. Und nicht „hellviolett“.

    • Eduardo sagt:

      Na, dann lassen Sie uns doch an Ihren vielfältig-bunten Weisheiten teilhaftig werden 😉

  • Mike Müller sagt:

    Es ist schon erstaunlich, wie viele Mütter die Erziehungsverantwortung an alle möglichen Personen im Umfeld delegieren, nur um die eigenen Karrierewünsche ja nicht zu gefährden. Und einige halten den Vätern dann noch vor, sie seien zu wenig für die Kinder da, jammern aber, wenn das Geld nicht mehr für die neueste Mode oder das teuerste Parfüm reicht, weil Vater sein Pensum reduzieren musste, um mehr Zeit für die Familie zu haben. Kein Problem damit, dass Mütter arbeiten und im Berufsleben bleiben. Aber die ganz grosse Karriere ist dann logischerweise nicht mehr möglich.

    • Reto B. sagt:

      Haben Väter keine Erziehungsverantwortung?

      • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

        Verantwortung hätten sie sehr wohl Die meisten allerdings tun sich damit ziemlich schwer. Auf ihre Rechten hingegen pochen sie immer vehement.

    • Anne sagt:

      Sorry, aber wer redet hier ständig davon, dass Frauen Kinder haben wollen UND Karriere machen wollen??? Ich kenne keine einzige Frau, die mit Kindern Karriere machen will (aber jede Menge Männer). Nur wären wir berufstätigen Mütter einfach froh, wenn uns dazu nicht noch Steine in den Weg gelegt werden, wie Krippenplätze, wenn vorhanden, die sich nur die wohlhabenden leisten können. Und es geht nicht darum, Erziehungsverantwortung abzugeben, sondern Betreuungsstunden. Das ist was grundsätzlich anderes.

    • Mina Peter sagt:

      und die Väter? Was soll das eigentlich Herr Müller? Sich selbst nicht kümmern wollen, aber die berufstätigen Mütter kritisieren. Das nenn ich schon ziemlich dreist. Oder einfach noch vom letzten Jahrhundert. Das Gesetz schützt Vollzeitmütter überhaupt nicht mehr. Auch dies ist gesellschaftlich gewollt. Frauen müssen beruflich am Ball bleiben, sonst bleiben sie -wenn die Ehe schiefgeht – irgendwann komplett auf der Strecke. Und die Kinder mit ihnen. Denn nicht wenige Väter nehmen ihre Verantwortung dann gar nicht mehr wahr. Also bitte liebe Herren, verschont uns mit eurem Alt-Patriarchentum.

  • Andreas sagt:

    Roger Köppel hat vollkommen recht. Es ist nicht Sache der Gesellschaft, also des Staates, ob sich jemand ein Kind (und Krippe) leisten kann oder nicht. Es ist auch bedenklich, wie viele Paare heutzutage beide Arbeiten müssen damit sie mit Rechnungen zahlen durchkommen. Mein Vater hat alleine als normaler Angestellter eine vierköpfige Familie inkl. Haus, Hund, zwei Autos und Ferien finanziert. Heute ist das undenkbar. Also läuft doch etwas ganz grundsätzlich schief in der Schweiz.

    • tina sagt:

      andreas: rund um die schweiz ist es normal, dass beide elternteile arbeiten müssen, und auch in der schweiz ist es gerade eine generation, die es sich leisten konnte, dass nur ein elternteil arbeiten musste

    • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

      Ich bin auch der Meinung, dass es nicht unbedingt Sache des Staates ist. Was aber wäre, wenn man Firmen dazu verpflichten würde, ab z.B. 50 Angestellten, eine firmeneigene Kinderkrippe zur Verfügung zu stellen? Kleinere Firmen könnten sich zusammentun, um eine Krippe für ihre Angestellten bzw. deren Kinder zu führen. So teuer wäre das für die einzelnen Firmen doch auch nicht, 2 Räume + Toiletten + ErzieherIn zu finanzieren. Nach dem Grundsatz: Die Wirtschaft ist für die Menschen da, und nicht die Menschen für die Wirtschaft.

    • luftibus sagt:

      neinein, roger hat nicht recht. und wenn sie der meinung sind, das heute grundsätzlich etwas schief laufen soll, dann suchen sie die antwort auf ihre frage in den gestiegenen erwartungen und bedürfnissen der bevölkerung. natürlich können sie noch so leben wie vor 35 jahren, bloss haben sie sich sich dann grauenhaft einzuschränken. zudem ist es wenig sinnvoll ausbildungen (und überigens ist auch eine lehre für den staat nicht gratis) nach erfülltem kinderwunsch einfach auf eis zu legen. kinderbetreuung ist im interesse des staates und wer will auch im interesse der eltern

    • Jack Stoffel sagt:

      @ Andreas: Beide Eltern müssen arbeiten, um die Familie durchzubringen? – Dann fordern Sie doch mal vom SVP-Führer Blocher, von seinem Megafon und Rechthaber Köppel und ihrem gemeinsamen Propagandablättchen eine zünftige Kampagne zur Erhöhung des Durchschnittslohns in der Privatwirtschaft um, sagen wir mal, 30%. Dann könnten die meisten Doppelverdienerfamilien einen der Erzeuger zu Hause lassen, und die Nachfrage nach Krippenplätzen würde in sich zusammenfallen. Aber ich ahne schon dunkel, dass die genannten Personen nicht mitziehen würden… Warum wohl? Na? Klingelts?

    • Eduardo sagt:

      Ein guter Beitrag! Der Hinweis auf Ihren Vater, der noch mit einem Einkommen alleine problemlos eine ganze Familie ernähren und dabei sogar für ein komfortables Leben sorgen konnte, trifft das Hauptproblem genau. Heute hat sich die Produktivität durch die weitverbreitete Frauenarbeit fast verdoppelt, aber der dadurch entstehende Mehrwert wird gründlich abgeschöpft. Irgendwann werden die Durchschnittslöhne so mies und die Abgaben so hoch geworden sein, dass man in den linken Medien anfangen wird, ernsthaft über „Karriere und Selbstverwirklichung für Kinder“ (= Kinderarbeit) zu diskutieren.

  • Jede Woche komme ich zweimal an der Kita in Bischofszell vorbei, wenn Mamis und Papis am Abend ihre Kinder abholen. Es freut mich jedes Mal, wenn ich sehe, wie ausserordentlich zufrieden die Kinder mit ihren Eltern nach Hause spazieren (eingie werden auch mit dem Auto geholt). Das widerspricht der Behauptung, dass die Kinder leiden, dass die Eltern-Kind-Beziehung leidet, wenn Kinder in der Krippe sind.

    • lindia sagt:

      Es gibt unterschiedliche Kinder. Zu nennenswerten Schäden führt Fremdbetreuung in aller Regel nicht. Aber für Kinder, die eher Einzelgänger sind, ist sie einfach weniger geeignet. Darum sollte nicht einfach „Fremdbetreuung für alle“ derart gefördert werden, wie das dieser Verfassungsartikel will. Sondern existenzsichernde Löhne und Teilzeit-Möglichkeiten sollten es allen Eltern erlauben, die für ihr Kind passende Mischung aus Fremd- und Eigenbetreuung zu wählen.

    • Martina sagt:

      Ihre Beobachtung ist ganz eindeutig Beweis genug und sehr aussagekräftig.

    • Karl Müller sagt:

      @Regula:; Sie sollten eben morgens vorbeigehen und Kinder in der Eingewühnungsphase beobachten. Das nenne ich aus nächster Erfahrung ein Bruch des Urvertrauens. Dramatische Szenen spielen sich da ab, was jede Krippenangestellte bestätigen kann. Bei den einen mehr, bei den anderen weniger.

  • Theo sagt:

    …Schliesslich ermöglichen Betreuungsangebote gut ausgebildeten Eltern, (…) die Investitionen zu sichern, die der Staat in ihre Ausbildung gesteckt hat

    Heisst das, wer studiert, ist danach verpflichtet, der Gesellschaft mit Steuern zurückzugeben, was er genommen hat? Das würde ja bedeuten, dass jede(r), der studiert und danach nicht in seinem Gebiet Karriere macht, der Allgemeinheit etwas schuldig bleibt. Das wäre sozialistischer Zwang udn Unfreiheit, vor allem wenn es als Argument hier angeführt wird. Und was sagen sie dann zu den jungen Studentinnen: Wehe ihr macht keine Karriere!

    • Reto B. sagt:

      Ganz ehrlich? Ja, das heisst es. Im Einzelfall mag es Schicksale geben, wo es nicht so läuft, aber als Gesellschaft sollte man sich schon überlegen ob Strukturen, die Studierten nicht ermöglichen, die in sie gesetzte Investition an die Gesellschaft „zurückzuzahlen“, nicht geändert gehören. Und für mich ist Kinderkriegen der Normalfall! Eine Gesellschaft lebt doch und pflanzt sich fort.

      • Sportpapi sagt:

        Nicht ermöglichen, Reto? Ich kenne keine Frau, die unbedingt arbeiten möchte, und nicht kann. Sie schon? Aber viele, die über fehlende (monetäre) Anreize klagen. Und noch viel mehr, die genau das leben, was sie möchten. Heute schon.

      • Krösemaya sagt:

        Herr Reto B. Schon wieder Sie….:(((

        Sie plädieren also für die Kapitalisierung des Geistes? Ein zweites Geranium für Sie, diesmal ein verwelktes. Kapitalisierung des Geistes führt zu Unbildung – nicht mehr und nicht weniger

      • Theo sagt:

        Das liegt doch im Ermessen des Einzelnen! Aber sie haben recht: Wenn das Kollektiv alles organisiert, lenkt und bezahlt, dann hängen wir alle tatsächlich schon viel zu fest an den Zitzen des wohtätigen Staates – so sehr, dass wir keine freien Entscheidungen mehr treffen können (z.B. als Frau, Kinder zu haben und ein paar Jahre als Mutter sich für die Kinder und die Familie einzusetzen). Dann ist das Individuum permanent (und ab Geburt) dem Kollektiv verpflichtet und hat sich der Norm entsprechend zu verhalten – Orwell und Aldous Huxley lassen grüssen. Das wäre dann eine Art Sozialfaschismus.

      • alien sagt:

        NEIN! Ich sage sehr klar, dass in einer modernen Gesellschaft ein Mensch nicht „verpflichtet“ ist, zurückzugeben, was er gekostet hat! Aber: Er soll diese Möglichkeit haben (und die hat er ja)! Wenn also Leute mit viel Geld ausgebildet werden, die NIEMALS etwas zurückgeben können, dann soll man dieses Angebot schon beschränken. Es braucht nicht 1000 Meerespaläontologen jährlich.

        Und Kinderkriegen ist der „Normalfall“? Aufgepasst. Wer also keine Kinder macht, ist abnormal? Auf keinen Fall.

      • Marco Bless sagt:

        Dann bin ich halt der „Abnormalfall“,wenn ich keine Kinder gezeugt habe und ein doppelter Idiot obendrauf,wenn Sie glauben, ich müsste jetzt noch andere beim Kinderkriegen unterstützen,während ich aus demselben Grund darauf verzichtet habe.
        Was Sie da von Studierten schwafeln,die keine passenden Strukturen hätten – geht’s noch? Seit wann ist es der Normalfall, dass Doppelverdiener Doppelkarriere machen und gleichzeitig Kinder haben müssen? Wenn ich solchen Mist lese, frage ich mich schon,auf welchem Traumplaneten solche Leute eigentlich leben.

    • U. Knecht sagt:

      +1, der Staat als Investor in persönliche Ausbildungen – hallo?

  • Hans-Jürg sagt:

    Köppel spricht von seinen Erfahrungen von vor 30 oder mehr Jahren. Um was gehts? Herr Köppel bringt persönliche Erlebnisse, die Jahrzehnte alt sind als Beispiele um etwas aus der Gegenwart als Schlecht darzustellen. Das ist natürlich Unfug, was er hier erzählt. Zumindest aus meiner persönlichen Erfahrung (auch schon 6 Jahre alt…) kann ich Köppels Schlussfolgerungen nämlich nicht bestätigen. Meine Tochter musste keinen Mittagsschlaf halten, wenn sie nicht wollte und durfte dann schlafen, wenn sie es nötig hatte. Vielleicht hatten Köppels Eltern einfach eine schlechte Krippe gewählt?

    • Armin Köppel sagt:

      Genau, und die Eltern Köppel hätten den kleinen Rogerli gar nicht machen dürfen, wenn sie schon keine Zeit für die Erziehung hatten (man merkt es manchmal am Stil des Sohnes….) – zweitens haben sie eine aus heutiger Sicht veraltete, schlechte Krippe gewählt (merkt man auch noch immer…) und drittens wollte er in der Krippe offensichtlich nicht zusammenarbeiten und zuhören lernen und schon gar nicht von „wildfremden Frauen“. Und jetzt bin ich mal gespannt, wie Köppels Kinder seine Erziehung überstehen und was so aus ihnen wird, Glückauf…

  • Josef sagt:

    Wer die Arbeit der Kinderkrippe darauf reduziert, dass beide Elternteile arbeiten können, tut den Eltern und der Krippe unrecht. Einerseits erhalten Kinder zusätzliche Bezugspersonen und lernen, dass Erwachsene „verschieden ticken“. Ausserdem sind die Betreuer(innen) im Gegensatz zu den Eltern fachlich ausgebildet (Psychologie, Pädagogik) und korrigieren einige Fehler des Elternhauses. Zusätzlich sind Kinder im Kontakt mit anderen Kindern, lernen also sich mitzuteilen, auszutauschen, auszuteilen, einzustecken und zusammenzuarbeiten. Das alles kriegen Kinder mit „Hausfrau und Mutter“ nicht.

    • Heinz sagt:

      Ich habe ein 20jähriges Erziehungsstudium mit Psychologie und Pädagogik von meinen Eltern erhalten. Da brauche ich keine mit „Diplom“. Kinder haben Ihre Bezugspersonen in der Familie, im Quartier u.s.w dfür braucht es keine Krippen. Eltern sollten man überlegen was es heisst: Eltern zu sein.

    • Martina sagt:

      Also ich habe es bekommen und meine Mutter war „nur“ Hausfrau und Mutter. Eine gekaufte Dienstleistung kann dies nicht bieten. Dass Erwachsene verschieden „ticken“ ist wohl nicht die notwendigste Erkenntnis in den ersten Lebensjahren und kann auch negative Auswirkungen haben. Zudem gab es viele Kinder in der Nachbarschaft, deren Mutter auch nur „Hausfrau“ war und so hatte man genug soziale Kontakte vor dem Kindergarten.

    • Adrian E. sagt:

      Das ist ein sehr wichtiges Argument, das leider oft übersehen wird. Die Eltern spielen für kleine Kinder sicher eine sehr wichtige Rolle, aber es sind sich ja alle darin einig, dass die Eltern mit ihren Kindern auch viel Zeit verbringen sollen. Die Frage ist nur, ob ein Kind ausschliesslich bei den Eltern sein soll und deshalb in der modernen Kleinstfamilie oft einen Mangel an Kontakt mit Gleichaltrigen haben soll oder ob man ihm mit der Kinderkrippe die Möglichkeit gibt, vielfältigere soziale Erfahrungen zu machen. Das ist ebenso wichtig wie dass Krippen die Erwerbstätigkeit ermöglichen.

  • Martina sagt:

    Ist diese Initiative zum Wohle des Kindes oder der Eltern? Was wünschten sich denn die Kinder?
    Nichts gegen die Krippen, aber schlussendlich ist dies doch für das Personal nur ein Job wie jeder andere. So wie im Pflegeheim.
    Diese erkaufte und professionelle Betreuung kann niemals so liebevoll sein, wie diejenige der Eltern oder Grosseltern. Zudem läuft sie auf einen Einheitsbrei hinaus – ohne individuelle Kreativität. So frage ich mich schon, warum will man überhaupt Kinder? Es käme wohl niemand auf die Idee, sich einen Hund zuzulegen und ihn dann fremdbetreuen zu lassen.

    • Reto B. sagt:

      Also wenn sie ein Kind mit einem Hund vergleichen, dann muss ich mich schon fragen. Aber um mal auf ihrer Schiene zu bleiben. Zahlt der Hund mal AHV? Trägt und prägt er die Gesellschaft von morgen? Es geht doch darum das Optimum herauszuholen aus der jetzigen Generation (Eltern) und der Erziehung der nächsten (Kinder). Sei’s nun für sie persönlich oder für die Gesellschaft als wirtschaftlichen Benefit. Gut ausgebildete Hausfrauen, deren berufliche Qualifikation verkümmert gehören da auf jeden Fall nicht dazu.

      • Martina sagt:

        Mhhmmm, mir scheint, dass Sie die „Arbeit“ als Hausfrau und Mutter weniger hoch qualifizieren als irgend ein Job, wo es darum geht, Geld zu scheffeln – nicht selten auf Kosten der Gesundheit. Die Kinderbetreuung ist also nur ein Mittel, um die nächste Generation im Sinne der Wirtschaft zu „optimieren“. Interessant. Also wenn ich mir ein Kind wünsche, dann möchte ich mich auch darum kümmern können – genauso wie bei einem Hund. Warum sollte das bei einem Kind anders sein? Nur weil der Hund keine AHV bezahlt? Er wird auch nie welche beziehen. Irgendwann geht Ihre Rechnung nicht mehr auf.

      • Hans Meier sagt:

        Das Bruttosozialprodukt der Schweiz wächst. Das Bruttosozialprodukt pro Kopf, Wohlstand kaum. Das ist so, weil unbezahlte Arbeit externalisiert in den formellen – vor allem staatlichen – Sektor verlagert wird. Die Initianten wollen diese Entwicklung noch weiter treiben z.B. im Bereich der Altenpflege. Alles mit staatlichen Vorschriften, Kontrollen und Subventionen. Vorläufig bleibt das Argument mit den gut ausgebildeten Frauen nur eine Behauptung, ich habe noch nie eine grobe Kosten-/Nutzenschätzung gesehen. Und die Subventionierung von armen Familien, damit sie den Reichen putzen können …

      • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

        Schon wieder dieses stupide AHV-Argument. Ich kann’s nicht mehr hören…!

    • Anne sagt:

      Wissen Sei, auch ohne diese Initiative wird es Krippenplätze geben. Offensichtlich haben Sie noch nie eine Krippe von Innen gesehen und wohl auch noch keine Kindern. Wenn ich die nämlich fragen würde, was sie wollen, würden Sie gern den ganzen Tag Würstli und Schoggikuchen essen. Ich böse böse Mama gehe aber nicht auf jeden Wunsch ein…

    • Mina Peter sagt:

      Ach Ja, @Martina? Denken Sie wirklich, die Kinder könnten von einer guten (mit Betonung von GUTEN) Krippe nicht profitieren? Experten sind sich einig, dass regelmässig und ausgiebig mit anderen Kindern zu spielen spätestens ab 2 unabdingbar ist. Gute Krippen bieten den Kindern auch Beschäftigungen, die sie zuhause nie hätten. Denn nicht jede Mutter und nicht jeder Vater hat immer Lust auf Basteln, Tanzen, Singen, etc. Meist machen sie nämlich den Haushalt und stellen das Kind dann vor dem TV ab. Wer sich wirklich ums Kindeswohl sorgt, der hilft mit, dass es nur noch gute Krippen gibt.

    • Was wünschten sich denn die Kinder? sagt:

      Kinder wünschen sich keine Schule und immer Ferien machen, viel Schokolade Essen und wenn möglich Zahnarzt und Zähneputzen abschaffen…Aber eben die Eltern wollen das nicht

    • Peter sagt:

      Entsetzlich, dieses Niveau!!

    • Karl Müller sagt:

      @Martina: Guter Beitrag! Danke.

  • Max sagt:

    Unterdessen studieren mehr Frauen als Männer. Wir Steuerzahler subventionieren dies und erhalten, um im Jargon zu bleiben, kein Return on Investment. Diese Frauen müssen und sollen sich beruflich etablieren können. Als baldiger Vater habe ich den Nachwuchs schon an 6 Krippen angemeldet, ohne Garantie der Aufnahme, notabene ab 2014. Im Klartext kann hier die überteuerte Privatkrippe von FDP-Leutenegger auch nicht die Nachfrage abholen. Es braucht dringend diese staatliche Unterstützung auch im Hinblick der demografischen Entwicklung und Sicherung der Sozialwerke.

    • Markus sagt:

      Da kann ich Ihnen nur zustimmen. Wir haben unseren Junior vorgeburtlich bei verschiedenen Kitas auf die Warteliste gesetzt. Zum Glück wurde dann ganz in der Nähe ein Platz frei. Wir zahlen übrigens den vollen Preis, ohne Subvention. Waren schon froh, dass wir überhaupt einen Platz erhalten haben, trotz grosser Kita-Dichte, private wie öffentliche. Die Kita ist übrigens super und deckt sich in keiner Weise mit den Erfahrungen von Herrn K. Auch die Kitas/Krippen haben sich positiv weiterentwickelt 😉

  • andreas furrer sagt:

    es gibt auch das afrikanische modell. tanten, nichten, schwestern, brüder, cousinen, onkel, etc. kümmern sich hier ebenso selbstverständlich um den nachwus (wie übrigens auch den abwuchs) wie die sogenannten mütter und väter (so pingelig nimmt man es da nicht). männer und frauen haben zwar durchaus ihre hemisphären, minderwertigkeitskomplexe (wie sie hier bis zum überdruss zelebriert werden) gibt es da niicht. kritik kann trotzdem geübt werden (was hier offensichtlich – nichtfreischaltung – nicht so ist).

  • Erich Meier sagt:

    Viele Leute sind sich nicht im Klaren über die Konsequenzen dieser Vorlage. Man bedenke: Es geht hier um nichts weniger als um den Neubau eines riesigen neuen Sozialwerkes, dies obwohl die bisherigen (AHV,IV,ALV) bereits in erheblichen finanziellen Problemen stecken. Auch wer seine Kinder selber betreut (oder keine hat), wird kräftig mitzahlen müssen. In Zukunft wohl via neue Lohnabzüge FUER ALLE oder höhere MwSt. Kein Wunder wollen die Befürworter nicht über die finanzielle Seite reden. Soll nachher keiner sagen, er habe davon nichts gewusst !

    • Peter sagt:

      Das wäre es mir wert! Weil ich für eine solidarische Gesellschaft und gegen den immer stärker um sich greifenden Egoismus bin! Wahrscheinlich wurde damals auch so um die AHV und ALV gestritten. Wo wären wir heute ohne diesen Errungenschaften?

    • Eduardo sagt:

      Genauso ist es, aber die ideologisch verblendeten, von den linken Medien sorgfältig gesteuerten Lemminge werden sich mit Lust auch über diese Klippe stürzen. In Deutschland kostet ein Kindertagesstätten-Platz 800 bis 1000 Euro pro Monat, die zu einem kleinen Teil von den Eltern, zum größten Teil aber von allen Steuerzahlern aufgebracht werden müssen. In der Schweiz werden die Kosten noch viel höher liegen. Da wäre es sinnvoller, dieses Geld den Müttern direkt für die Betreuung ihrer Kinder zu geben. Bei nur zwei Kleinkindern würde dies oft bereits ein ausreichendes Familieneinkommen ergeben.

  • Peter Pfrunger sagt:

    Dann darf es aber auch keinen Sportvereine Mehr geben, die sagen einem ja, wenn man kollektiv Liegestützen machen muss und rennen, auch sofort abschaffen Kirchen mit kollektiven Aufstehen und beten und singen, Militärdienst mit kollektivem Schlafen, Rasieren, Marschieren, Duschen und Schiessen … und er Honig erst! … alles bei wildfremden Menschen und staatlich unterstützt. Kein kollektives Märsche intonieren an der Fasnacht, kein kollektives Hopp Schwyz rufen an der Ski WM … Herr Köppel hoffentlich war die Gomfi gut.

  • Widerspenstige sagt:

    Hier wird noch etwas ganz vergessen: nicht jede Frau, die Mutter wird, will den ganzen Tag nur noch Kinderbetreuerin spielen. Sie ist in erster Linie eine Frau mit guter Ausbildung – Kindergarten 1-2 Jahre u Grundschule mind. neun (9) Jahre! verglichen mit vielen Ländern mit nur ein paar Jahren Grundschule – und erst in zweiter Linie dazu noch Mutter Diese Ausbildungskosten müssen doch endlich als Reinvestition in die Gesellschaft fliessen u inzwischen sind bereits ca. 65% aller Mütter berufstätig in CH (habe die neusten Zahlen nicht zur Hand). Diese bezahlen bereits via Steuern mit!

    • Jürg. sagt:

      Tja, wenn es sich wirklich rechnen sollte muss man den Frauen die Uni oder die Kinder verbieten. Alles andere kostet zuviel Subventionen..

    • Sportpapi sagt:

      Ja, so gesehen sollten wir die Frauen nicht nur motivieren, sondern gleich zwingen, ihre Ausbildungskosten zu refinanzieren!

    • Peter Steiner sagt:

      Und warum gründet diese scheinbar gut ausgebildete Frau (oder ein Teil davon) eine Kinderkrippe, verdient damit etwas und das Gejammer wegen zuwenig Krippenplätzen (was widerlegt wurde, s. oben) würde endlich aufhören? NB: Es kann auch deren Mann sein, kein Problem, aber bitte keine Pädo-Vorwürfe!

    • Karl Müller sagt:

      „Diese Ausbildungskosten müssen doch endlich als Reinvestition in die Gesellschaft fliessen“ Das tun sie auch, wenn Mami das Kind mit ihrem Wissen und ihrer Ausbildung unterstützen und begleiten kann. Davon profitieren alle. Das ist also kein „verlorenes Gut“.

    • Zähmer sagt:

      All die Diskussionen um Frauenkarrieren, KiTas usw. erfreuen Firmen wie Politiker zutiefst, lenken sie doch wunderbar vom Skandal ab, dass es für die meisten nicht mehr möglich ist, mit dem Lohn einer Vollzeitstelle oder besser noch zwei Halbtagsstellen eine Familie zu ernähren, wie dies früher noch möglich war. Zuerst durften die Mütter arbeiten, und jetzt müssen sie es, und der Zwang dazu wird wegen immer tieferer Löhne und immer höherer Abgaben noch stärker werden. Der üppige Zusatzprofit aus der so stark erhöhten Produktivität fließt in die Taschen der Steuerämter und der Großbourgeoisie.

  • Reto B. sagt:

    Herr Köppel, wenn sie ihre Frau nicht arbeiten schicken wollen, dann zahlen sie doch bitte verursachergemäss die vollständigen Kosten der Ausbildung ihrer Frau an den Staat zurück, ich will nämlich nicht die nutzlose Ausbildung ihrer Hausfrau bezahlen müssen.

    • marie sagt:

      genau!

      • Lukibus sagt:

        Ach Reto, Köppel wird eher mehr Steuern zahlen als Unternehmer als ein Normalbürger. Das Problem ist, dass für Sie der Wert des Berufs ja anscheinend massiv höher ist als das Dasein als Hausfrau… das finde ich dann schon eher bedenklich.

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      dito

    • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

      Da mach ich doch glatt auch mit!

    • Karl Müller sagt:

      @Reto: Als ob die Ausbildung bei der Kindererziehung nicht von Vorteil wäre… Andersrum wird immer bemängelt, dass Kinder aus Migrationsfamilien schlechtere Chancen hätten, weil sie zu Hause nicht unterstützt werden können. Hier plötzlich ist es schlecht, wenn Mami gut ausgebildet ist. Man erkenne den Widerspruch.

  • Peter Steiner sagt:

    Ich versuch’s nochmals, mit dem Risiko, wieder im Papierkorb zu landen: Weshalb polemisiert die Autorin auf diesem Niveau gegen Köppel, hat sie das wirklich nötig? Ich suche immer noch sachliche Argumente in ihrem Text, die Köppels Aussagen tatsächlich entkräften.

    • Ramerk sagt:

      Sie passt sich halt Köppels niveau an. Der polemisiert auch… und sagt halbwahrheiten… Es ist das gute Recht der Autorin, ihn dafür auf die Schippe zu nehmen, zumal sie in einem blog schreibt, der eher Unterhaltsam sein soll…

    • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

      Wenn Sie wirklich keine Argumente finden können um diese egoistischen, egozentrischen Aussagen Köppels zu entkräften, tun Sie mir einfach nur leid. Empathisches Denken scheint nicht Ihre Stärke zu sein. Ein Hoch auf die Frauen, die dieses männliche Selbstmitleid kalt lässt.

  • Peter Steiner sagt:

    Darf ich fragen, weshalb jeder Kommentar zur journalistischen Art der Autorin nicht erscheint? Ich versuche normalerweise, konstruktive Kritik zu üben und denke, einen gemässigten Schreibstil zu pflegen.

  • Pippi Langstrumpf sagt:

    Ob man Kinder möglichst frühzeitig oder eher später in einer Krippe betreuen lassen will, darüber kann man streiten, ich persönlich finde es besser, wenn die ersten drei Jahre keine Krippe benötigt wird. Was mir aber extrem sauer aufstösst an dieser ganzen Diskussion, ist die Haltung von so vielen Männern: Da wird vollmundig von „Elternverantwortung“ gesprochen, gemeint ist aber die Frau. Die soll gefälligst die Gratisarbeit tun – mit allen Begleiterscheinungen wie schwierigem Wiedereinstieg etc. – damit Monsieur unbehelligt von Kindergedöns die Karriereleiter hochklettern kann. NEIN!

    • Pippi Langstrumpf sagt:

      Frauen sollen ihr Schicksal vertrauensvoll in die Hände des Mannes legen und wenn es schief geht, sind sie die Blöden. Keinen Job, kein eigenes Auskommen, meist leben sie dann jahrelang vom Existenzminimum – wir wissen, dass Alleinerziehende weit überdurchschnittlich von Armut betroffen sind und ihre Kinder mit ihnen. Krippen und Tagesplätze sollen knapp gehalten werden, ein Hoch auf das Hausfrauenmodell. In solchen Einrichtungen sollen nur Kinder von Randgruppen betreut werden, damit die auch schön unter sich bleiben, so werden ganze Lebenswege früh gespurt. Chancengleichheit? Pustekuchen!

      • Hotel Papa sagt:

        A) wäre wohl so mancher Mann für den Rollentausch offen, wenn, ja wenn es denn die zu so einem Modell ja sagenden Versorgerinnen gäbe (mir ist genau ein Fall bekannt).

        B) Zum Risiko des Schiefgehens: Da klammerst Du wieder einmal grosszügig aus, dass in der Mehrzahl der Fälle die später unter dem Zustand finanziell leidenden die Entscheidung zum Gehen treffen. OK, ihr wollt nicht gemainsam. Dann jammert nicht über die Konsequenzen.

      • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

        Also, Hotel Papa, IUhr Statement ist ja wohl der Gipfel der Arroganz und Selbstgefälligkeit! „OK, ihr wollt nicht gemeinsam. Dann jammert nicht über die Konsequenzen.“ – Das, lieber Hotel Papa, ist nichts weiter als pure Erpressung. „Entweder ihr Frauen tut was wir Männer wollen, und wenn nicht, dann könnt Ihr mit Euren Kindern verhungern. Es kümmert mich einen Dreck!“ – Das genau ist Ihre Aussage. Wie sage ich doch schon immer: Männer sind die Profiteure und Nutzniesser jeder Ehe! Deshalb wollen sie uns Frauen zwingen, an diesem Modell festzuhalten und weiter die Sklavinnen zu spielen!

    • Nelson Takatuka sagt:

      Pha, liebe Frau Langstrumpf. Dann fragen Sie doch mal nach, wieviele Männer diese Kinder aus eigenem, vollen Herzen wirklich wollen? Wenn Sie auf >10% kommen, müsste ich mich nochmals schwer hinterfragen.
      Möglicherweise ist es einer Frau verwehrt, nachzuvollziehen, dass ein Mensch ohne Gebärmutter und Hormonschub seine Erfüllung nur bedingt im Nachwuchs finden könnte. Es gibt jedenfalls schöneres, als sich mit Kleinkindern rumzuschlagen.
      Seien Sie also bitte nicht enttäuscht zu entdecken, dass vorallem die Frauen die Kinder wollen, die Männer möglicherweise etwas ganz anderes – z.Bsp. die Frau

      • Reto B. sagt:

        90% der Männer will keine Kinder? DAS ist ernsthaft ihre Aussage? Ich versuche mir gerade vorzustellen, was sie für ein Mensch sind…

      • Peter Steiner sagt:

        N.T., zur Information: Die Mehrzahl der Männer, die ich kenne, und ich auch stehen voll hinter dem Projekt „Kinder“. Und würden das auch gerne bis zum Schluss durchziehen, und nicht nur bis zur Scheidung.

      • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

        Dann, lieber Nelson, verweilen Sie weiter in Ihrem Takatuka-Land!

      • Pippi Langstrumpf sagt:

        Ach, die Männer wollen keine Kinder? Aber fleissig absamen? Wie wär’s mit Sterilisation?

      • Heidi Merz sagt:

        Das ist Humbug! Alle Männer, die ich kenne, wollen Kinder oder haben aus vollem Herzen gewollte Kinder. Und die meisten würden sich auch wünschen, mehr Zeit mit ihren Spröslingen verbringen zu können, selbst wenn diese noch klein sind, als nur das Wochenende und die Abende. Das Problem ist, dass die Arbeitgeber nicht mitspielen.

    • peter panski sagt:

      Wieso gratis Arbeit? Meine Frau hat eine Kreditkarte und die Karte zu unserem Bankkonto. Ich bezahle sämtliche Rechnungen und obendrauf bezahle ich noch eine Putzfrau. Sie hat bisher auf kaum etwas verzichten müssen. Ich würde mal sagen Ihre Arbeit mit Kindern und Haushalt ist alles andere als gratis.

    • Sportpapi sagt:

      @Pippi: Du gehst wieder einmal am Thema vorbei. Wenn ich Elternverantwortung sage, dann meine ich Elternverantwortung. Gilt auch für die „Alleinerziehenden“, etwas, das es eigentlich gar nicht geben sollte. In erster Linie ist auch da der Vater mitverantwortlich dafür, die Kinder zu betreuen.

  • Hansueli sagt:

    Sehr geehrte Frau Binswanger,

    wenn Sie einen Beitrag zu einer politischen Diskussion leisten wollen dann tun Sie dies bitte auf ernsthafte Weise und nicht in dem Sie Ihre politischen Gegner ins Lächerliche ziehen. Danke!

    • Miguel sagt:

      Summa summarum zieht sich Herr Köppel mit seinem altklugen Gehabe selber ins Lächerliche, dazu braucht er keine Frau Binswanger.

    • alien sagt:

      Der Artikel war m.E. sehr ernsthaft. Frau Binswanger plagt einfach kein übertriebener Respekt.

  • sepp z. sagt:

    Es ist irgendwie paradigmatisch, dass Erfahrungen von Krippenkindern (hier Köppel) nichts wert sind. Heute gehts doch vor allem darum, dass bestimmte Dogmen, beispielsweise von feministischer Seite, in die Gesellschaft eingepresst werden können. Alle argumentieren mit dem Kindswohl, aber auf die Meinungen der Kinder verzichtet man dann gerne….

    • Nicole sagt:

      Es ist kaum so, dass die Erfahrungen von Krippenkindern nichts wert sind. Sondern eher so, dass sich die Situation in den Krippen von vor 30 Jahren (als Köppel dort war) gegenüber heute um einiges geändert haben wird. Es geht auch nicht um feministische Ansichten, sondern einfach darum, dass es möglich sein sollte, Kinder fremdbetreuen zu lassen. Gute Eltern werden immer das beste für Kinder sein, aber es gibt leider häufig Gründe (Scheidung, Tod des Partners, Kleinstlohn etc), die verhindern, dass ein Elternteil stets vollumfänglich für die Kinder anwesend sein kann.

    • Wildkatze aka Wilde Katze sagt:

      Richtig, Sepp! Auf die Meinungen solcher Leute, die offensichtlich schon als Kinder Egoisten erster Klasse waren, verzichten wir gerne!

    • Mina Peter sagt:

      @ Sepp Z. und wer kümmert sich darum, dass sich Kinder auch in einer Krippe wohlfühlen? Wem ist es ein Anliegen, dass Strukturen, Richtlinien vorgegeben werden, welche Pädagogen und Kinderpsychiater als wichtig erachten? Die halt etwas kosten? Das es genug Tagesschulen gibt statt drei verschiedene Betreuungsformen wie Kindergarten, Hort u n d Mittagstisch wieder woanders mit anderen Kindern? Wem ist das ein Anliegen? Abwesenden und sich selbst verwirklichenden Familienvätern wie Köppel? Ganz sicher nicht. Er will einfach nichts dafür zahlen. Weniger begüterte Familien sollen selbst schauen.

    • alien sagt:

      Köppel ist ein alter Chnuschti. Die Krippen von damals und die von heute sind nur bedingt vergleichbar, in Angebot, Grösse und Kosten. Nein, um „Dogmen“ geht es nicht. Es geht nur darum, dass sich die Gesellschaft verändert und dass diese Veränderungen überall ihren Niederschlag finden. In Gesetzen, in Schulen, in Firmen, im Verkehr und eben auch in Kindererziehung.

  • Widerspenstige sagt:

    Ihnen zuliebe Michèle B. werde ich jetzt doch mich dazu äussern, denn diese Heuchelei eines RK et al ist für mich fast nicht auszuhalten. RK profitiert von einem Wirtschaftssystem in CH, welches die Familie geoutsourced (hach, was für eine träfe Bezeichnung von Ihnen!) betrachtet. Ein paar vorbildliche Firmen mit integrierten Kitas explizit von mir jetzt ausklammert.
    Es geht beim Familienartikel um einen Grundsatzentscheid: betrachten wir als Volk die Familie als Fremdkörper in der Gesellschaft u überlassen wir dem Schicksal. Oder kümmern wir uns als Gesellschaft um deren Anliegen u Nöte.

    • Theo sagt:

      „Familie geoutsourced“…ist denn Familie eine Staatsaufgabe? Oder die Aufgabe „der Wirtschaft“? Nein, die Aufgabe der Wirtschaft ist es, Arbeitsplätze zu schaffen und Wachstum zu ermöglichen, damit freie Menschen freie Entscheidungen treffen können mit ihrem Lohn. Zum Beispiel eine Familie zu gründen.

      • Erik sagt:

        Das Ziel der Wirtschaft ist nicht, Arbeitsplätze zu schaffen. Das ist im besten Falle ein gutes Nebengeräusch. Wachstum, gesellschaftlich genau so nebensächlich, wenn es sich rein um monetäre Werte (BIP) handelt. Familiengründung: ja, da ist man frei, ob der Staat das bis zur Überbevölkerung durch UMverteilung mitfinanzieren soll?

      • Peter sagt:

        Falsch Theo, der Staat muss die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit die Wirtschaft und die Bürger (also die Menschen) Arbeitsplätze schaffen und Wachstum generieren können. Der Nachwuchs soll später einmal dafür sorgen, dass der Staat auch in Zukunft gut funktionieren kann. Deshalb ist eine gute Familienpolitik unerlässlich. Die Familienpolitik ist eine der wichtigsten Aufgaben eines Staates. Ich glaube Sie leben im falschen System, oder erwarten Sie wirklich, dass Ihnen der Staat eine Planstelle und einen Lohn zahlt? Dann allerdings wären Sie vermutlich in Nordkorea besser aufgehoben

      • Markus sagt:

        @Theo: Wie steht es dann mit dem Schutz von Alten und Behinderten, der Kunstfreiheit, der Wissenschaftsfreiheit, Umweltschutz, öffentliche Werke und Verkehr, Berufliche Vorsorge etc. Das könnte man ja alles privatisieren. Lesen Sie doch mal Artikel 2 + 3 der Bundesverfassung. Also, was steht denn da?

    • Hitz sagt:

      Dass die Gesellschaft und somit der Staat Familien unterstützt, dagegen ist gar nichts einzuwenden. Aber wieso dann nicht per Direktzahlung oder Steuergeschenke? Wer einem Staat nicht misstraut, der ihm (oder ihr) Verantwortung abnehmen will, hat im Geschichtsunterricht im Kapitel „real existierender Sozialismus“ gepennt. Oder um es in der Sprache unserer allseits beliebten, leider toten, Römer zu sagen: timeo Danaos et dona ferentes…

  • malena sagt:

    Meine persönliche Erfahrung mit der Kita-Betreuung unseres Sohnes (ab 7 Monaten, anfangs 2 Tage): sicher nicht immer einfach, aber unter dem Strich klar positiv für das Kind – würde es wieder so machen.
    Problematisch finde ich, wenn man den Kritikern der Fremdbetreuung pauschal unterstellt, dass sie die Betreuungsverantwortung nur den Müttern zuschreiben und diese von einer Karriere abhalten wollen. Diese Einstellung mag es wohl geben, aber es gibt eben auch gleichberechtige Eltern die eine kritische Meinung zur Krippenbetreuung haben (dürfen) und die Kinderbetreuung gemeinsam wahrnehmen.

    • Carolina sagt:

      So ist es, malena. Ich habe in meinem Leben sowohl Kitas in Anspruch genommen, bin zuhause geblieben und habe ‚Nannies‘ gehabt, habe auf meine ‚Karriere‘ zeitweise verzichtet. Und immer mussten wir planen, organisieren, verzichten, weil wir uns für Kinder entschieden hatten – und manchmal hat sich ein gewählter Weg langfristig als falsch, manchmal als richtig erwiesen. Aber diese Wahlfreiheit, dass Eltern selbstverständlich und selbstverantwortlich das Modell wählen, was für sie stimmt, die halte ich für immens wichtig. Dem Staat hier die Deutungshoheit zu übertragen, halte ich für einen

      • Carolina sagt:

        /2 schweren Fehler – denn einfach gesagt: wer zahlt, bestimmt. Am heutigen System gibt es einiges zu verbessern, damit könnte man mal anfangen. Und dann endlich die steuerlichen Ungerechtigkeiten für Familien abschaffen.

      • Papa aus Überzeugung sagt:

        Seien wir doch ehrlich, zumindest unter uns. Die steuerliche Benachteiligung von Familien gibt es doch nicht. Wir können ja so viele Abzüge machen.

  • Joerg Hanspeter sagt:

    Wenn wir endlich ein funktionierendes Krippensystem haben, können wir noch mehr Arbeitnehmer aus dem Ausland zu billigeren Löhnen importieren, da wartet ein Riesenreservoir von arbeitswilligen Müttern.

  • HaPe sagt:

    Bitte: Gotte bewahre uns vor weiteren Köppeln! Wenn Herr Klöppel das Resultat von Krippen ist, dann muss ich meine Meinung über Nutzen und Schaden von Krippen schleunigst ändern…

  • Betty sagt:

    Der Familienartikel suggeriert, dass es dabei um Familie ginge – und wer kann da dagegen sein?
    Fakt ist, dass der Familienartikel fordert, dass die Gemeinden das Krippen-, Hort- und Mittagstisch-Angebot ausbauen sollen. Die Krippen sollen mit Milliarden subventioniert werden.
    Wer Kinder zu Hause oder privat betreut, bekommt keinen Rappen vom Staat, bezahlt aber die staatlichen Angebote.

    • Anne sagt:

      Bitte lesen Sie Ihre Abstimmungsunterlagen nochmals durch. Das sollte dann so nachgeplapperte polemische Statements in Zukunft verhindern.

      • Betty sagt:

        Ach, Anne, dann zeigen SIe mir doch bitte den Abschnitt in den Unterlagen, der besagt, dass Familien, die ihre Kinder zu Hause betreuen, Geld vom Staat erhalten. Respektive, dass diese Familien weniger Steuern bezahlen müssen. Für den Hinweis wäre ich Ihnen sehr dankbar.

  • Ich stimme Frau Binswanger zu, dass auch die Kinderkrippe wie die Schule durchaus dem Kind heilfen können, die ersten Schritte Richtung Integration in der Gesellschaft zu tun, wobei es dann sowohl um Anpassung als auch um die erforderliche Abgrenzung geht. Ich bin dabei froh darüber, dass es weder Krippenzwang noch den Zwang, das Kind zu Hause zu betreuen, gibt. Die unterschiedlichsten Faktoren sprechen für das Eine oder für das Andere. So ist es ja gut, dass Krippen staatlich unterstützt werden können, sodass jede Familie dies individuell entscheiden kann. So sind Krippen eine Bereicherung!!!

  • Muttis Liebling sagt:

    Katharina, dass ist keine Beleidigung, dass ist die übliche Feigheit, in diesem Fall von geübter Hand einen vor den Latz zu bekommen. Pressefreiheit ist nicht so in CH, eher vorauseilender Gehorsam.

    • Katharina sagt:

      anscheinend geht es um mehr als das, ML.

      • Katharina sagt:

        anscheinend geht es darum, sogar die Kritik, dass ich den heutigen Freischaltemodus als Gängelei betrachte, nicht geduldet wird. siehe die Entfernung des Beitrages, auf den sich Ihr Beitrag bezieht. Sagt viel über das charakterliche Format aus, oder nicht?

        Dass dieses Thema angesichts des Textes, worauf sie sich bezieht, ohnehin kontrovers ist, ist angesichts der schweizerischen politischen Wetterlage nun mal einfach gegeben. Also was soll diese Massnahme – oder anders gesagt, wovor haben die Angst? Dass der andere Verlag mit rechtlichen Massnahmen droht, was ja deren M.O. zu sein scheint?

  • Lila sagt:

    Klöppel ist ein Träumer: ob wir wollen oder nicht, auf die bezahlte Arbeit der weiblichen Hälfte der Bevölkung können wir gar nicht verzichten, ob wir wollen oder nicht. Seinen Artikel hätte er sich darum sparen und statt dessen mit seinen Kids die Zeit verbringen können.

    Dass überhaupt jemand auch nur den geringsten Zweifel an der Vorlage haben kann, ist mir ein absolutes Rätsel!

  • hans schweizer sagt:

    an alle die der svp, köppel und sonst konservativen nachplappern: der staat finanziert nur solche fälle wo beide wenig verdienen, alleinerziehende und solche die nicht mit glück und geld auf die welt gekommen sind. entweder kappiert ihr es einfach nicht oder möchtet nicht, dass sozial schäwächere oder ausländer einen sprung nach vorne machen können. die, die dagegen sind, sind praktisch alle gut verdienende, konservative, rechts posizionierte menschen die mit scheuklappen unterwegs sind, die einfach nicht wahrhaben wollen, dass es andere gibt, denen es viel schlchter geht als ihnen selber !!

    • Peter Meier sagt:

      Danke!

    • Theo sagt:

      Sehen sie, es funktioniert ja schon heute! Die es nicht selber bezahlen können, kriegen Unterstützung.
      Wozu braucht es also einen Verfassungsartikel mit ungewisser Kostenfolge?

  • Mario Monaro sagt:

    Wer ist eigentlich diese Roger Köppel, von dem hier die Rede ist?

  • Guido Ruckstuhl sagt:

    Herr Köppel, es zwingt Sie ja niemand Ihre Kinder in die Krippe zu bringen. Aber lassen Sie doch den anderen den freien Entscheid. Und wo ist bewiesen, dass Eltern die besseren Bezugspersonen für die Kinder sind als ausgebildete Fachkräfte.
    Für alles gibt und braucht es eine Ausbildung, aber Kinder erziehen, das können die Eltern am besten, obwohl sie dafür keine Ausbildung haben. Sorry, aber das ist doch totaler Quatsch. Und warum sind die Kinder in den nordischen Ländern unseren Kindern in vielen Sachen überlegen, weil sie halt eben besser“sprich“fremdbetreut werden.

  • Erich Meier sagt:

    Gewisse Kreise versuchen die Vorlage in emotionaler Weise als reine Kinderfreundlichkeit zu verkaufen. Gerade deshalb ist es wichtig, da kritischer hinzuschauen. Wenn Geld fliesst, muss das nicht automatsch Gutes bedeuten. Herr Köppel sieht das ganz richtig. Einerseits will uns der Bundesrat damit einseifen, dass sich fast nichts ändere, andererseits wird moniert, wie wichtig die Vorlage sei. Wir erinnern uns ans KVG: Da wurde auch versprochen, die Prämien würden billiger. Das Gegenteil geschah. Darum im Zweifel lieber NEIN zu überbordenden neuen Kosten !

  • Susanne Kernen sagt:

    das problem ist leider, dass eine mutter, sobald sie aus der berufswelt ausgestiegen ist, sich so ziemlich vom eigenen einkommen verabschieden kann. sie ist dann effektiv dem ehemann und geldverdiener ausgeliefert – das kann es doch auch nicht sein! das thema ist und bleibt ein schwieriges und nicht so einfach lösbar. was eltern einfach nicht vergessen sollten, ist ihren kinder liebe und aufmerksamkeit zu bringen, das hat nichts mit dem zeitfenster zu tun!!

  • Rita sagt:

    Mein Mann und ich sind beide berufstätig, jedoch beide in Teilzeit. Einen Tag pro Woche arbeiten wir jedoch beide, sodass die Betreuung der 3 Kinder in der Kita unumgänglich ist. Mit dem jetzigen Einkommen sind wir trotzdem nur unterster Mittelstand – wir sind also weder karrieregeil, noch aufs Geld fixiert, noch schieben wir die Verantwortung ab. Im Gegenteil, unsere Kinder haben Mutter und Vater als gleichberechtigte Bezugspersonen. Und trotzdem wird uns von den Medien Egoismus oder Schlimmeres vorgehalten. Menschen wie Roger Köppel haben Null Ahnung von der Realität der meisten Familien…

    • falbala sagt:

      danke Rita !

      • Peter Meier sagt:

        Genau so siehts aus. Menschen wie Roger Köppel können sehr gut richten über andere Menschen, wissen aber nichts vom wahren Leben da draussen. Es ist diese bornierte Rückständigkeit der Haltung und das Unvermögen, sich in die Situation anderer Leute hineinzuversetzen. Vermutlich tendiert man eher dazu anderen Egoismus vorzuwerfen, wenn man im Grunde selbst ein riesiger Egoist ist!

      • Vera sagt:

        Herr Peter Meier das sehe ich auch so wie Sie. Gut geschrieben.

    • Rita sagt:

      …und noch zur Ergänzung: wir zahlten – trotz sehr geringem Nettoeinkommen – bis zum Schuleintritt für alle drei Kinder den Vollkostensatz, weil die wenigen subventionierten Plätze zum Teil von viel besser Verdienenden besetzt waren und sind! Das ist die Realität heute!

    • adlerauge sagt:

      danke +1

  • Tomas sagt:

    Ich finde die Argumentation von Herrn Köppel zu diesem Thema hanebüchen – bereits in der vorletzten Nummer. Es geht darum, die freie Wahl zu ermöglichen, ideologiefrei.
    Um nichts mehr, und auch um nichts weniger

    • marie sagt:

      „Es geht darum, die freie Wahl zu ermöglichen, ideologiefrei.“ dem ist nichts mehr beizufügen!

    • Carlo Müller sagt:

      @Tomas: Ich bin auch für die freie Wahl – aber bitte durch die Nutzniesser, d.h. Eltern und Arbeitgeber finanziert!

      • marie sagt:

        die nutzniesser der nachkommenden generationen (sprich heutige kinder) sind in erster linie die arbeitgeber und der staat.

      • marie sagt:

        und ich finde den begriff nutzniesser übrigens sehr abwertend.

      • Tomas sagt:

        CM: da denke ich das Gegenteil.
        Ich finde, dass es sowohl ökonomische Gründe (jede arbeitende Mutter zahlt mit den Steuern die so zusätzlich generiert werden locker alle Kosten, die mit einem Krippenplatz entstehen), wie auch politische Gründe gibt, die für eine Vollfinanzierung der Kinderbetreuung sprechen. Heute zweifelt niemand die allgemeine, von Staat komplett finanzierte Schulpflicht an, weil jedem klar ist, dass sie für den Erhalt des Staates zentrale Wichtigkeit hat. Für eine staatlich VOLLSTÄNDIG finanzierte Kinderbetreuungsmöglichkeit sprechen die gleichen Gründe.

      • Tomas sagt:

        CM: was ich hingegen verfehlt fände, wäre eine gleichwertige Entschädigungszahlung an Eltern, die die Kinder zuhause betreuen wie sie in Deutschland diskutiert wird. Alle sollten die Möglichkeit haben, tatsächliche Kosten für Fremdbetreuung abzuschreiben, in voller Höhe. Alle sollten die Möglichkeit haben, einen kostenlosen Krippenplatz zu beanspruchen, jedoch wer diese Möglichkeit nicht nutzt, sollte dies auf eigene Kosten tun.

    • Sportpapi sagt:

      Die freie Wahl haben wir doch schon. Jetzt beginnt es langsam zu kippen!

      • Tomas sagt:

        SP: wo sehen sie die freie Wahl am kippen?

      • Tomas sagt:

        Die freie Wahl ist nur dann gewährleistet, wenn die Krippenplätze vorhanden sind und wenn sie für alle gratis sind, wie ein Schulbesuch. Heute sind sie vorhanden, aber für eine mittelständische Familie sind sie mit solchen Kosten verbunden, dass von einer freien Wahl keine Rede sein kann. Wir haben für zwei Kids die an zwei Tagen in die Krippe gingen jährlich den Gegenwert eines Kleinwagens bezahlt, was für mich absolut skandalös ist.
        Dass heute die Beiträge nach Lohn verrechnet werden ist absolut unakzeptierbar, weil somit eine Art Besteuerung praktiziert wird.

    • sepp z. sagt:

      tomas, es ist nicht köppel, der in diesem artikel argumentiert.
      sondern die autorin binswanger.
      soviel korrektheit ist dem abwesenden köppel geschuldet.

      • Tomas sagt:

        sepp: ich bin Abonnent der WW und weiss, was in den beiden Artikel von Herrn Köppel steht.

  • Manfred Meier sagt:

    Und ich Idiot dachte, die Schule sei dazu da, die Kinder das Lesen, Schreiben und Rechnen zu lehren. Doch nein, aus Sicht der obersten Genderpolizistin des Landes geht es primär darum, sich in Strukturen integrieren zu müssen. Da ist es nur logisch, dass sie vom ersten Lebenstag an die Kontrolle haben möchte, um mit ihren Blockwartinnen die Gesellschaft nach ihrem Gusto umzubauen. Brave New World….

  • Ike Conix sagt:

    Wer nicht noch mehr Roger Köppels will, sagt nein zum Familienartikel!

  • Meinrad Lacher sagt:

    Gar nichts gegen Kinderkrippen für diejenigen, die finanziell draufangewiesen sind und keine Bekannten/Verwandten haben, die einspringen können.Aber man hat heute schon das Gefühl, dass für viele (eher bessergestellte) die Kinder ein Konsumgut sind. Man hat sie gern zum Kuscheln (wenn`s èinem grad drum ist), man zeigt sie gern den Freunden, aber man gibt sie ebensogern ab, wenn sie unbequem sind oder gerade stören. Und dafür die Allgemeinheit zahlen zu lassen finde ich nicht in Ordnung. Für meine „Selbstverwirklichung“,meine Hobbys,meine Wünsche zahle ich auch selber.

    • malena sagt:

      Ich sehe den Punkt, dass Kinder bei manchen Eltern (natürlich nicht bei allen!) wie Accessoires für die eigene Selbst-Maximierung erscheinen. Aber: man hat heute gerade auch als Mutter eine Verantwortung, längerfristig für das eigene Glück zu sorgen. Wer die ersten Jahre zuhause bleibt und dann für den Rest der Kindheit frustriert der Karriere nachtrauert tut den Kindern keinen Gefallen. Übersteigerte Erwartungen (alles haben zu können) sind ein Problem, und müssen gesellschaftlich hinterfragt werden. Grundsätzlich gilt: Gleichberechtigung der Eltern, und Freiheit für individuelle Lösungen.

  • kurt Blaser sagt:

    Heute lese ich wieder in der Berner-Zeitung betreffend konsumieren in der Migros, dass die Eltern die Kinder besser erziehen sollten. Aber, eben, wenn beide arbeiten, soll mir niemand sagen, dass noch Zeit für die Erziehung bleibt. Aber eben, vor allem in den Medien wird propagiert, dass Mütter, die daheim bei den Kindern bleiben wollen, nicht mehr zeitgemäss sind. Aber es ist doch so: und das können auch grösste Feministinnen nicht ändern: Das Kind gebärt immer noch die Frau, deshalb hat sie eine Bindung zum Kind, die niemand sonst haben kann.

  • Nena Richard sagt:

    Kinder brauchen auch ihre Väter.Köppel hängt lieber in Talksendungen rum Abends und widmet sich tagsüber seinem Kindli Weltwoche-er sollte also besser einfach überhaupt nicht über das Thema sprechen.Die grundsätzliche Frage ist nur: Will die Schweiz eigene Kinder oder will sie sich je länger je mehr fremdfinanzieren durch günstige Arbeitskräfte aus dem Ausland?Wir driften ab in zweiteres, da wir es nicht schaffen Familien und Beruf zu vereinbaren und man sich so Kinder nich mehr leisten kann!Ist das das Ziel der Schweiz?Eltern arbeiten beide, weil sie müssen!Es geht nicht um die WOW-Karriere.

    • sepp z. sagt:

      mann kann es auch so sehen: wenn die fremdbetreuung der kinder zum standard wird, dann können/müssen beide elternteile arbeiten. somit kann man den mindestlohn halbieren, löhne können massiv gesenkt werden. die wirtschaft wird hier jubelnd mit den feministinnen am gleichen strick ziehen.

      • Sportpapi sagt:

        So ist es, sepp. Deshalb ist es denn vorbei mit der Wahlfreiheit, auch wenn das so nicht im Gesetz steht.

      • Reto B. sagt:

        Aber wir reden hier ja nicht von 200%. Wir reden eher von 160%. Aber ja, längerfristig sehe ich die lebenslange Hausfrau als eher aussterbende Gattung. Da sind die Krippen aber nur ein Mosaikstein. Mittlerweile ist das Führen eines Haushalts auch nicht mehr ein 100% – Job, wenn man die Kindererziehung mal aussen vor lässt. Wieso sollte die Produktivitätssteigerung die Hausfrauen und -mannen nicht auch erfassen.

  • Dimitri Baumann sagt:

    Also dem Herrn Köppel hat die Krippe wirklich nicht gut getan, was rausgekommen ist sieht man ja.

    Ich persönlich hatte nie ein Problem mit der Krippe, habe teilsweise sogar harmonische Erinnerungen daran. Ausserdem habe ich heute mit 20 Jahren noch immer Kontakt zu manchen ehemaligen „Chrippegspönli“. Natürlich verspürte man ab und zu Heimweh nach Mama und Papa, dafür war das Abholen um 6 Uhr abends mit einem Comella und Umarmung umso schöner.
    Dazu kommt, dass ich durch den Hort bereits früh gelernt habe, Konfliktlösungen einzugehen, was mir später in der Schule half (und noch hilft).

  • Sandra Althans sagt:

    Habe drei Kinder, zwei sind jetzt in der Schule, eines ist noch in der Krippe, und sie haben die Krippe geliebt! Es war/ist eine tolle Zeit, wir haben auch viele Freunde gefunden und die Kinder konnten so viel lernen. Und mein Kleiner (2 Jahre) sagt immer am Morgen, will Krippe gehen. Möglicherweise gabs vor 30 Jahren schlechte Krippen, aber meine Kinder sind in einer tollen. Und zum Glück hatten wir die Plätze bekommen, aber beim dritten Kind musste ich 6 Monate warten und konnte nur mit viel Ueberbrückung und Hilfe von aussen organisieren, dass ich meinen Job nach dem kurzen Mutterschaftsurl

  • K.A. Barett sagt:

    Werfen wir die Ideologien doch endlich über Bord. Diese bringen so oder so schlicht und ergreifend nichts. Roger Köppel hat völlig recht. Er ist kein Ideologe, wird aber von gewissen Kreisen gerne als solcher etikettiert. Köppel ist ein in der Wolle gefärbter Liberaler, der sich am gesunden Menschenverstand und an der Logik des Lebens orientiert. Der hochgerüstete Sozialstaat wirkt natürlich auf viele Menschen äusserst anziehend. Das ist verständlich. Auf lange Sicht führt die Überfrachtung des Sozialsystems aber zu dessen Untergang. Sich diesem Risiko auszusetzen ist hochgradig unsozial.

  • S.Meier sagt:

    Von dem Tag an als ich mein Kind in eine Kita geben musste, hat sich die Psyche meiner Tochter verschlechtert. Aus einem fröhlichen Kind wurde ein trauriges………Als alleinerziehende Mutter blieb mir jedoch nichts anderes übrig. Es hat mir das Herz gebrochen.

  • Silvia Bopp sagt:

    Herr Köppel hat wie immer recht mit seinen Aussagen. Die Initiative ist abzulehnen. Kinder sind in der Eigenverantwortung jedes Einzelnen.

  • Daniel Münger sagt:

    Schliesslich ermöglichen Betreuungsangebote gut ausgebildeten Eltern, dass sie während der kurzen, aber intensiven Anfangsjahre mit Kindern zumindest mit einem Teilzeitpensum im Job bleiben und so die Investitionen sichern, die der Staat in ihre Ausbildung gesteckt hat. – Wow. Was so ein einzelner Satz alles beinhalten kann! So bezahlen wir also die Betreuung vor allem für Eltern, die selber ständig sehr gut vom Staat leben. Ob gut ausgebildete oder ungebildet zugewanderte: Steuergelderabhängige verlangen immer noch mehr Steuergelder! Statt Sozialisten solltet Ihr Euch Staatsmenschen nennen!

  • Matthias Giger sagt:

    Ich bin hin und her gerissen.
    Meine Mutter hat meine beiden Geschwister und mich quasi im Vollpensum erzogen. Und ich sehe, dass sie auf viel verzichten musste – alleine schon daran, da sie nachdem wir flügge waren, wieder zu arbeiten begann. Ich finde es gut, dass Frauen, die berufstätig bleiben wollen, solche Möglichkeiten haben. Meiner Ansicht nach muss der Staat einfach jene Familien unterstützen, bei denen beide arbeiten müssen, die sich aber keine Kita leisten können. Ich fände es falsch, wenn Kitas für alle günstig zugänglich sind. Wer es sich leisten kann, soll dafür angemessen zahlen

  • Katharina sagt:

    Es gibt einen amerikanischen Thinktank – politish eher republikanisch ingestellt, der einmal vorrechnete, dass die Nitenbank, statt Zahlungen an Institutionen des meist öffentlichen Status und Rechtes, ihr Geld direkt an Familien vergeben könnte. Als zinsloses Darlehen. der Betrag pro Familie belief sich auf 10 Millionen US Dollar. Ein ansehnlicher Betrag der es jedem Kind ermöglichen würde, doch ein anständiges Leben aufzubauen. Die Analyse wird sehr selten erwähnt. Hat meiner Meinung nach aber sehr viel Hand und Fuss.

    Die beste ‚Investition‘ ist und bleibt die in die Kinder.

  • Kim Müller sagt:

    Ich finde es krass, dass vorallem Männer gegen die Initiative sind. Genau, weil diese ja ihren „Job“ nicht machen, stehen wir Frauen mit dem Kinderbetreuung alleine da. Die alte Garde hängt an ihren alten Strukturen und ist nicht bereit ein zeitgemässes Anstellungsprofil durchzusetzen. Also muss ein Gesetz her. Wie auch schon bei der Mutterschaftsinitiative. Die Männer, die dort brüllten, brüllen auch jetzt wieder. Und noch was, mit 60 % macht man keine Karriere, es geht nur darum, àjour zu bleiben, weil es ein Leben nach den Kids gibt. Thank u gents!

    • Rita sagt:

      Danke – aus der Seele gesprochen!!!

      • Reto B. sagt:

        Blabla, sie Männer, ich möchte bitte gerne mit den ewiggestrigen Damen und Herren nicht in einen Topf geworfen werden.

    • Sportpapi sagt:

      @Kim: Die Initiative ist eine Mogelpackung, da die finanziellen Aspekte ausgeblendet sind. Aber glauben Sie, in der Schweiz würden Sie eine Mehrheit unter den Frauen, sogar unter den Müttern finden, wenn man ihnen sagt, dass der Staat nun dafür sorgt, dass möglichst alle Mütter nun möglichst voll arbeiten dürfen – sollen – müssen? Ich glaube nicht. Die Mütter, die ich kenne, haben sich ihre Teilzeit-Arbeit und Mutterschaft genau so eingerichtet, wie sie das sich wünschen.

    • Peter Steiner sagt:

      Sie haben recht – es liegt auch an uns Männern. Doch schliesslich muss (und mittlerweile auch: darf!) sich jedes Paar selber entscheiden.

      Ich frage mich aber immer wieder, weshalb man unbedingt Kinder will, wenn man diese unbedingt nicht selber aufziehen will.

  • Elisabeth Brunner sagt:

    Ich bin in der Kriegs- und Nachkriegszeit aufgewachsen. Vielleicht wäre ich gerne hie und da in eine Krippe gegangen.

    Zu Hause musste ich zu früh Verantwortung übernehmen: Kochen, Einkaufen, im Garten helfen, beim Putzen der Wohnung helfen usw.

    Da wurden klare Zeiten vorgegeben, wann ich nach der Schule zu Hause sein musste; keine 10 Minuten waren erlaubt, um mit Schulkameradinnen noch zu plaudern. Freunde nach Hause bringen: erst in der Sekundarschulzeit und dann nur 1-2x pro Jahr usw. usw.

  • tststs sagt:

    Wieder einmal „widerspricht“ sich R.K. gleich selbst:
    „Was ich hier sage, ist subjektiv geprägt. Trotzdem bleibt es für mich eine gültige Erkenntnis“ Ja, aber eine subjektive Erkenntnis, ganz sicher nicht eine allgmeingültige…
    „zahlen Leute, die keine Kinder haben oder ihre Kinder selber ­erziehen, für Paare und Familien, die nicht ­genügend Geld oder Zeit haben, sich selber um ihre Kinder zu kümmern.“ Ja, und Arbeitene zahlen für Arbeitslose, Gesunde für Kranke…etc.; nennt sich Solidarität; die scheint RK aber schon im Hort zuwider gewesen zu sein…
    „Die Pflicht der Eltern, sich durch Arbeit mühselig den Lebensunterhalt zu verdienen, damit es für die Familie reicht, soll durch einen Rechtsanspruch ersetzt werden,…“ Ja genau, weil die Eltern von Hortkindern ja nicht mehr die Pflicht haben, Geld zu verdienen?! Und noch obskurer wird’s mit dem zweiten Teilsatz: „wonach Eltern, denen es an Zeit oder am Geld mangelt, die fehlenden Mittel auf Kosten der Steuerzahler geschenkt bekommen.“ Ja hoffentlich, oder ist RK das Schicksal der Kinder wirklich so egal…man „schenkt“ ja nur, an was es „mangelt“…
    „Wer lieber arbeitet und Karriere macht, muss sich überlegen, ob er nicht besser auf Kinder verzichtet.“ Gottseidank hat RKs Frau hier eine andere Einstellung… „die notwendige elterliche Zuwendung gebracht werden“ und somit ist auch klar, dass im Hause Köppel „Eltern“ mit „Mutter“ gleichzusetzen ist! Und zuletzt „…dass eidgenössisch anerkannte Betreuungsangebote ein Realersatz für elterliche Liebe seien…“

  • Bruno Pfeuti sagt:

    Köppel hat mich verunsichert, deshalb danke für die gehaltvolle Entgegnung. Aber trägt die soziale Konditionierung in Strukturen (Schule, Militär, Firma, Fussballclub) wirklich zu einer positiven Persönlichkeitsentwicklung bei? Ich habe da so meine Zweifel.

  • Manuel Braun sagt:

    Wenn man als Kind das „Spielen in der Gruppe“ hasst, würde ich an Asperger-Syndrom denken. Dass man zu bestimmten Zeiten zu Bett gehen muss, ist auch bei vielen Kindern, die keine Krippe besuchen, völlig normal. Von dem her müsste Köppel ja ein Fan von anti-autoritärer Erziehung sein.

    Andere Kinder wären froh, sie könnten öfter die wichtige Lebenserfahrung haben mit anderen Kindern zusammen sein.

    Irgendwie will Köppels politische Ecke sämtlichen gesellschaftlichen Gemeinschaftssinn zu Gunsten von Egomanie zerstören (getarnt mit den Schlagwörtern „Eigenverantwortung“ und „gegen Staat“).

  • Daniel sagt:

    Heutzutage wird es sowieso zu einfach gehandhabt! Kinder aufstellen, aber Karriere möchte Frau und Mann dann doch noch machen. Was bleibt dann übrig, die Krippe wo das Kind abgeschoben wird! Später wenn der Junge oder das Mädchen mal ins Pubertätsalter kommt und den Eltern auf dem Kopf rumtanz hinterfragen sie sich dann was sie wohl in der Erzieheung falsch gemacht haben! Vieleicht sollte man sich vorher überlegen was wichtiger ist, Karriere oder Famile! Aber vermutlich geht es darum, vornerum eine vorzeige Familie zu präsentieren je nach Job im nachhinein!

  • Hannes Begovic sagt:

    Der Mensch verliert in seiner Entwicklung zum Erwachsenen das Bewusstsein für das Kindsein und -denken und urteilt aus der Sicht, die aufgrund seiner nicht mehr nachvollziehbaren Kindheitserlebnisse entstanden sind. Was tatsächlich gut oder schlecht ist, kann von objektiven, professionellen Wissenschaftlern/Kinderpsychologen entschieden werden. Die Mehrheit dieser Garde weiss um den Verlust des Urvertrauens, der Bindungsfähigkeit und des Liebesempfindens wenn Kinder unter 3 Jahren komplett outsourct sind. Diejenigen, die das abstreiten, haben genau diese Merkmale bereits verloren. Arme Leute !

  • Lucca Gaffuri sagt:

    Und drum ist K’s Attacke, basierend auf seinen – da damals selbst ein Kind sehr subjektiven – Erfahrungen und Verallgemeinerungen just zu dem Zeitpunkt, zu dem man politisch Stimmung macht, um die kommende Abstimmung zu gewinnen, umso verwerflicher. Shame on you!

  • Lucca Gaffuri sagt:

    Sicher steht und fällt die Qualität der KiTa mit den Betreuer/-innen und sicherlich ist es relevant, wieviele Tage pro Woche ein Kind in der KiTa verbringt, aber diese Details muss die jeweilige Familie selber regeln und verantworten.
    Und noch kurz zu den Verursacher-Prinzip-Verfechter, Ihr die Ihr keine Kinder habt und an diese Institution nichts beisteuern wollt….wer soll denn Eure Pension bezahlen, wenn Ihr alt und grau seid? Genau, die Kinder, deren KiTa Ihr nun nicht subventionieren wollt!

  • Roberto Gloor sagt:

    Ich bin mit Roger Köppel einverstanden. Kinder bekommen ist eine Privatentscheidung. Für die Kosten der Kleinkinderziehung muss jeder selber aufkommen, nicht der Staat.

    • Theo sagt:

      Absolut. Und schon gar nicht der Bund. Die Diskussion um Krippenplätze und ausserfamiliäre Betreuung muss doch dort geführt werden, wo die Leute leben, also auf der untersten Stufe der föderalen Ordnung, das ist sicher keine Verfassungsaufgabe. Und dann muss man zuerst auf den Markt setzen, wo eine Nachfrage, da ein Angebot. Und sicher nicht flächendeckende Kinderentsorgungsstätten. Das funktioniert ja schon heute bestens. Und unstudierte, alleinerziehende Mamis mit Scheissjobs bekommen schon heute die Kosten vergütet. Wo ist das Problem?

    • Jonas Bredar sagt:

      Sie schreiben: Für die Kosten der Kleinkinderziehung muss jeder selber aufkommen, nicht der Staat.

      Bitte weiderdenken: schlussendlich müsste man die Schulkosten dann auch selber aufbringen und das Kindergeld streichen.

      Besteht jetzt ein allgemeines Interesse daran, dass man in der CH Kinder bekommt, um in Zukunft nicht immer neue Arbeitnehmer „importieren und integrieren“ zu müssen, oder nicht? Wenn ja, dann muss man Rahmenbedingungen dafür schaffen,die es ermöglichen,Kinder zu kriegen und trotzdem möglichst im Arbeitsprozzess drinzubleiben

      • Carlo Müller sagt:

        Der Vergleich mit der Schule hinkt ganz gewaltig.
        Kinder gehen in die Schule, damit sie dort etwas lernen.
        Kinder werden in die Krippe abgeschoben, damit die Eltern sich selbst verwirklichen können und ja auf nichts verzichten müssen.
        Sehen Sie den Unterschied?

      • Theo sagt:

        Hallo, bitte weiterdenken! Es gibt eine allgemeine Schulpflicht – es gibt aber meines Wissens keine allgemeine Kinderfremdbetreuungspflicht. Oder wollen sie genau diese einführen…?

        Kinderkriegen, damit der „Volkskörper“ weiterlebt, Projekt Lebensborn sozusagen? Übrigens: Eltern, die im Arbeitsprozess drin sind, verdienen ja Geld, haben es also selber in der Hand, welche Art und Umfang der (Fremd)betreuung sie wollen oder nicht. Ich verstehe einfach nicht wieso der Staat da dreinfunken soll.

      • Sportpapi sagt:

        Bei der Schule haben wir einen breiten Konsens. Bei den Krippen ganz offensichtlich nicht. Und: Glauben Sie wirklich, es kämen weniger billige (!) ausländische Arbeitnehmer, wenn wir selber mehr „einheimische“ stellen könnten? Eher nicht, oder? Im schlimmsten Fall führt es zu mehr Arbeitslosigkeit.

      • Reto B. sagt:

        Völliger Blödsinn Carlo Müller. Krippen sollen dafür sorgen, dass Eltern, die arbeiten wollen, auch arbeiten können, in einem vernünftigen Rahmen. So fördern sie den Wohlstand des Landes. Genau wie gutausgebildeter Nachwuchs. Diese Blabla-Selbstverwirklichung der Frau-an-den-Herd Fraktion können sie sich sparen. Wer Kinder hat, leistet in jedem Fall viel. Insbesondere wenn man nebenher noch zum Bruttosozialprodukt beiträgt.

      • Jonas Bredar sagt:

        Ups, ein Missverständniss: mit Lebensborn habe ich nix am Hut. Aber das einseitige Argument, dass man für eine Kleinkinderziehung finanziell selber zu sorgen,aber für andere Teile der Erziehung nicht, hat mir nicht eingeleuchtet,ist mir zu willkürlich.Der Staat hat aber natürlich auch die Aufgabe,etwas in eine Richtung zu „steuern“ oder eine gewisse Entwicklung zu „fördern“.Hart ausgedrückt:Ist die Kinderbetreuung zu teuer,muss ein Elternteil unter Umständen zu Hause bleiben.Nix dagegen auszusetzen, dann lernt man halt besser hauszuhalten und entsprechend auf gewisse Sachen zu verzichten.

    • Kinder = Pension sagt:

      Voll Treffer! Ich bin der Meinung dass das Pensionsgeld abhängig von der Anzahl Kinder sein muss! Menschen ohne Kinder kriegen 50% Pensionsgeld, 1 Kinder = 70% Pensionsgeld, 2 Kinder = 80% Pensionsgeld…natürlich ab 3 Kinder 100% Pensionsgeld.
      Meine Meinung nach…

  • Martin Schwizer sagt:

    Gutausgebildete Doppelverdiener brauchen ganz sicher keine Unterstützung. Dieses Giesskannenprinzip ist völlig falsch. Echte Bedürftige können direkt via erhöhten Kinderzulagen entlastet werden. Dazu braucht es ganz sicher kein Verfassungsartikel nach dem Motto: Ich will Kinder, die anderen sollen bezahlen.

  • Ernst Rietmann sagt:

    Ein eidgenössisch anerkanntes Betreuungsangebot kann und will nie Realersatz für die elterliche Liebe sein. Wenn dem jemals so sein würde, haben Eltern vieles falsch gemacht. Die elterliche Liebe ist unersetzlich, wenn sie denn rein und nicht gespielt ist. Wenn Köppel ein solches Argument bringt, ist es so ziemlich das schlechteste und schlimmste dafür, es ist nur traurig, dass er dies bringt. Allerdings passt es zu seiner Rolle als Polemiker und Intrigant. Traurig ist auch, dass Köppel den Familienartikel nur auf Krippen fokussiert. Einmal mehr zeigt sich, dass CH keine Familienpolitik hat.

  • Lucien Michel sagt:

    Woher nehmen wir eigentlich die Gewissheit, dass Herr Köppel der Schweiz gut tut? Der Weltwoche hat er dies jedenfalls nicht.

  • macho sagt:

    Ich zahle gerne Steuern dafür, dass nicht ganz so reiche Familien eine Sorge weniger haben, wieso nur bin ich hier wohl eher alleine? Und was hat das mit linker Ideologie zu tun?

    Ich werde wohl zeit meines Lebens mehr in den Topf der Allgemeinheit zahlen als rausnehmen. Soll ich desswegen Sozialneid nach Unten pflegen?

  • Lady Devil sagt:

    Wenn ich die Pro-Köppel Kommentare lese, wird mir gerade ein bisschen übel. Und kein Wunder, stammen diese von Personen mit schweizerischen Namen (Carlo zähle ich – da in Kombination zu Müller – auch dazu).

  • Vreni Müller sagt:

    Genau, Frau Binswanger. Kurz nach der Geburt sollen die Kinder vom Staat kontrolliert, geimpft und aufgezogen werden. Die Eltern haben ein fakultatives Besuchsrecht. Herzlich Willkommen – hat es alles schon mal gegeben.

  • sachliche zeitzeugin sagt:

    Woher eigentlich nehmen wir die Gewissheit, dass Mütter ihren Kindern gut tun ?

  • The Damned sagt:

    Wer eine Familie gründet, muss wissen, dass es vorbei ist mit Harley, YSL-Bluse und Ferien in der Karibik. Etwas anderes zu glauben ist realitätsfern. Eine Gesellschaft, die ihre Angelegenheiten nur noch über Rechtsansprüche regelt, hat keinen Bestand: Es gibt Recht und Pflichten, auch wenn Letztere in unserem verwirrten, hedonistischen Selbstverwirklichungszeitalter nicht mehr en vogue sind!

  • aladin sagt:

    Ein alter feministischer Traum ist es die Familie ganz abzuschaffen – Sie behindert ja nur die Frau an der angeblich so „heiligen“ Karriere und der Selbstverwirklichung – und am Besten die Paar wenigen Kinder industriell herstellen und auch fremdbetreuen. Wir als Gesellschaft zahlen schon bereits jetzt für die Verbannung von Nestliebe und die vollständige Zerstörung des Familienwesens durch die Dominanz des Feminismus. Ich privat sage Nein zur Verstaatlichung der Betreuung unserer Kleinsten und Liebsten nur zum Wohle des Grosskapitals!

  • Pascal Meister sagt:

    Teure Ausbildung „verschwendet“ versus Kinderkriegen? Ist so eine Art Huhn-Ei-Frage, wobei in den allermeisten Fällen die Ausbildung zuerst da ist. Rein volkswirtschaftlich betrachtet, müssten Kinderkrippen andersrum subventioniert werden: Je höher der Lohn der Eltern, umso weniger der von den Eltern selbst zu bezahlende Krippenteil. Es ist doch absurd, einer zweifachen Mutter die Krippenkosten fast zu erlassen, wenn sie selbst nur 4’000 Franken pro Monat verdienen kann in Vollzeit – also weniger als die Vollkosten der Krippe für zwei Kinder. Alternative: Mindestlohnvorgaben für Staatskrippen.

  • Pascal, S. sagt:

    Mein Wissensstand ist der, dass es bis heute keine verlässlichen Aussagen gibt, ob Fremdbetreuung für Kinder nun schlecht oder recht ist. Und wenn das einzige Gegenargument ein finanzielles ist, dann kommen mir ganz andere Posten im Staatshaushalt in den Sinn bei denen man den Rotstift ansetzen könnte. Und ich rede nicht von Bildung und Familie.

  • will williamson sagt:

    „Er hasste «das Spielen in der Gruppe», das «Gezänk und Geschrei» der anderen Kinder nervte ihn, wie auch der «gleichgeschaltete Mittagsschlaf» und «das kollektive Aufstehen.» Kurz, es war «Lagerhaft, Verbannung, Exil.» Flüssigen Honig musste er auch noch essen.“
    Was andere tun, scheint ihn auch heute noch zu nerven. Deshalb ist er wahrscheinlich auch zur Weltwoche gekommen. Dank dem flüssigen Honig hat sein Hirn die Fähigkeit entwickelt, provokative Artikel zu schreiben. So schlecht kann also die Fremdbetreueung zumindest für ihn gar nicht gewesen sein.

  • Thomas Meierhans sagt:

    Köppel hat Recht. Schlüssel- und Heimkinder starten mit einem grossen Handicap ins Leben. Nicht selten werden sie auch Opfer von sexuellem Missbrauch in solchen Einrichtung, auch von Frauen.

    Ich sehe schon ein, dass Frauen auch gerne ein wenig Teilzeit arbeiten würden nach dem harten Psychologie- Kommunikations- oder Germanistikstudium und das Ganze würde auch der Haushaltskasse gut tun (auf Kosten des Staates.. EU lässt grüssen), aber will man das seinen Kindern antun?

  • Ashrio sagt:

    Eltern die ihre Kinder fremdbetreuen lassen leisten durch ihr mehr an Einkommen (kein anspruch auf Sozialzulagen) und Steuern (die privaten und die juristischen) einen beträchtlichen Anteil an die Kosten der Kinderbetreuung. Zusätzlich nimmt jede Frau die arbeitet den Druck von Folgen der Arbeitseinwanderung, was z.B. zu einer Verminderung des Wohnungspreisanstiegs führt. Kurz, wer nachrechtet wird sehen, dass wenn alle Frauen arbeiten würden, die Einwanderung und der Folgen rückgängig gemacht werden würden.

    • Widerspenstige sagt:

      Endlich jemand hier, der/die noch den Durchblick hat und den wahren Wert für die gesamte Gesellschaft sieht, danke Ashiro!

      Die skandinavischen Länder haben diesen Rücklauf der investierten Staatsgelder in flächendeckende Kitas, Tagesschulen etc. dh Infrastrukturen zur Vereinbarung von Familie und Beruf schon seit über 20 Jahren entdeckt! Von Norwegen weiss ich von einem Landsmann, dass sogar Wohneigentum die Regel ist, Mieten eher die Ausnahme. Mit dem Dreiphasen-Lebensrythmus kann dies gut organisiert werden: 8h Arbeit 08.00 – 16.00h / 8h Freizeit / 8h Schlaf. 😀

  • Annemarie Richard sagt:

    Herr Köppel will nur – uns Bürger dieses Landes – vor Steuererhöhungen – warnen – bewahren – seine Weltwoche vor nachträglichen Vorwürfen (keine Worte – Analyse – Recherche) schützen.

  • Carlo Müller sagt:

    Kinder muss man sich leisten können. Diese Meinung teile ich voll und ganz. In Zeiten globaler und nationaler Überbevölkerung ist es grotesk, dass der Staat doppelt verdienenden Paaren die externe Kinderbetreuung subventioniert.
    Eine Subventionierung ist einzig bei Alleinerziehenden mit tiefen und mittleren Einkommen gerechtfertigt, da diese oft gar keine andere Wahl haben.
    Wenn Doppelverdiener aber Kinder und Karriere wollen, dann sollen die Betreuungskosten von den Profiteuren, nämlich besagten Eltern und deren Arbeitgebern getragen werden.

    • Anne sagt:

      1. Subventionierungen werden (bei den meisten Krippen) gestaffelt nach EInkommen gemacht. Doppelverdiener mit hohen Löhnen zahlen also happig für die Betreuung ihrer Kinder.
      2. Wenn die Wirtschaft ENDLICH mal einsehen würde, dass auch Männer teilzeitarbeitend gute Jobs machen können (was bei Frauen oft ja gar nicht in Frage gestellt wird, weshalb sie nicht 100% arbeiten möchte), könnten wohl auch mehr Familien einen Teil der Betreuung selbst abdecken.
      3. Sind Familien, wo der Mann 80%, die Frau 40% arbeitet und für den Rest die Krippe in Anspruch genommen wird, Doppelverdiener????

      • Carlo Müller sagt:

        @Anne: Punkto Teilzeitarbeit bin ich 100% der gleichen Meinung. (siehe auch mein Beitrag von 09:27)
        Zu Punkt 3: Wenn die beiden das geschickt machen, dann benötigen Sie nur 1 Tag Fremdbetreuung pro Woche, da braucht es wohl keine Subventionierung.

      • Anne sagt:

        @Carlo Müller
        Für mich wären Fr. 400.-/Monat für einen Tag Krippenbetreuung pro Kind nicht viel, für andere sehr wohl..
        Der Subventionierungsanspruch berechnet sich in der Krippe, die ich kenne (und dies ist logischerweise in jeder Gemeinde wieder anders), nach dem Steuerbaren Einkommen der Eltern. Dies unabhängig davon, wie oft die Kinder die Krippe besuchen. ..

    • Roger Borer sagt:

      Also nur noch Reiche sollen Kinder kriegen? Dann sterben wir aus! Es gibt eben nicht nur Doppelverdiener, Frauen verdienen immer noch weniger und Männer machen Karriere! Niemand fragt einen Mann bei der Einstellung; Wollen sie Kinder? Wo bleibt die Gleichberechtigung? Jeder Franken der in die Kinderbetreuung investiert wird kommt über die Steuern wieder retour. Es geht beim Familienartikel primär um die Ressourcen, also Tagesheime und Krippen, nicht um die Bezahlung. Köppel ist ein Jammeri, triefend vor Selbstmitleid. Sein Artikel in der WW, sehr aufschlussreich. Er zeigt sein wahres Gesicht!

      • Carlo Müller sagt:

        @Borer: So schnell sterben wir nicht aus! Kürzlich mal die Entwicklung der Bevölkerungszahlen studiert?
        Wenn die unsubventionierte Kinderbetreuung pro Tag fast so viel oder mehr kostet als der geringverdienendere Elternteil in der gleichen Zeit verdient, dann ist die Fremdbetreuung offensichtlich ökonomischer Unsinn, der nicht noch staatlich gefördert und subventioniert werden sollte. Dann betreut man die Kinder eben selbst. Und wenn das Einkommen eines Elternteils (vermeintlich) nicht reicht, dann muss man halt mal die eigenen Ansprüche hinterfragen oder sonst eben auf Kinder verzichten.

    • Muttis Liebling sagt:

      Wer profitiert von Kindern? Die Eltern, Sie haben ja nicht mehr alle. Von meinen Kindern profitieren vor allem die, für die sie arbeiten, deren Pension sie bezahlen, usw. Rechnen Sie mal, was im Arbeitsleben so angegeben wird und stellen Sie dagegen die geringen Kosten, ins Arbeitsleben zu treten.
      Ein Staat, welcher Steuern und Sozialabgaben einfordert, muss selbstverständlich den gesamten Vorlauf bis zu Besteuerlichkeit finanzieren. Dafür kann man die Kinderlosen doppelt zur Kasse bitten, denn die wollen ja auch später mitversorgt und gepflegt werden.

      • Carolina sagt:

        Ist ja klar, dass Sie, ML, das Prinzip der Solidarität und eines Generationenvertrages nicht verstehen – in der ehemaligen DDR, diesem Paradies der Gleichmacherei und vor allem des Rechts, dieses Thema überhaupt diskutieren zu dürfen, war das ja keine Frage. Schon damals wurde, um der Ideologie willen, die Schuldenmacherei zum Programm gemacht und das von Ihnen gepriesene Berlin hat nahtlos damit weitergemacht. Natürlich hat der Staat ein Interesse daran, dass künftige Steuerzahler gezeugt werden – damit nicht Ihre Kinder, sondern die Kinder ihrer Kinder die immer mehr werdenden Alten

      • Carolina sagt:

        /2 finanziert, die Infrastruktur aufrechterhält/ausbaut und, ganz nebenbei, eine vernünftige, von diesen Steuerzahlern freiwillig zu tragende Finanzlage zu hinterlassen. Finden Sie es tatsächlich in Ordnung, dass in De und anderen EU-Staaten die Staatsverschuldung unseren Kindern als schreckliche Hypothek mitgegeben wird? Daran ist doch letztlich Ihr hochgelobtes Staatsgebilde DDR schon gescheitert.
        Was ich eigentlich sagen wollte: das Ziel in einem Staat wie der Schweiz muss mMn sein, dass jede einzelne Familie die Wahl, aber eben auch die Verantwortung für das Modell haben sollte, das sie

      • Carolina sagt:

        /3 lebt. Der Staat ist zuständig für die Rahmenbedingungen – und das heisst nicht, dass er eine mögliche Lebensform finanziert. Sinnvoll und ehrlicher und vor allem unideologischer wäre es, steuerlich endlich mindestens eine Gleichbehandlung mit Alleinstehenden einzuführen – damit kann die Bedeutung von Familie und Kindern honoriert werden, ohne dass der Staat zum grossen Einmischer wird.

      • Muttis Liebling sagt:

        Carolina, hast Du heute schlechte Laune, ich habe doch gerade den Generationenvertrag beschrieben. Meine Kinder ernähren irgendwann mal meine Generation, so wie ich die meiner Eltern ernährt habe.
        Wichtiger natürlich ist der Strukturerhalt der Bevölkerung und der Erhalt einer nationalen Kultur, die Träger braucht, aber so etwas Überbauliches interessiert den nur auf Geld fixierten CH-ler ja sowieso nicht.

        Schönes Wochenende

      • Widerspenstige sagt:

        ML, das sehe ich genau so: ‚Ein Staat, welcher Steuern und Sozialabgaben einfordert, muss selbstverständlich den gesamten Vorlauf bis zu Besteuerlichkeit finanzieren..‘ Bis jetzt behält der Staat diese Gelder einfach für sich und subventioniert lieber Kühe, Schweine, Hühner….

        (btw. danke für den Widerspruch.ch-Hinweis, aber leider kann ich Deine Rezension nicht online einsehen oder irre ich mich? hätte ich zu gerne gelesen…aber konnte mir ein gutes Bild vom zeitkritischen Anliegen der Schreibenden machen – gute Sache!)

      • Carolina sagt:

        ML: ‚Ein Staat, welcher Steuern und Sozialabgaben einfordert, muss selbstverständlich den gesamten Vorlauf bis zu Besteuerlichkeit finanzieren. Dafür kann man die Kinderlosen doppelt zur Kasse bitten, denn die wollen ja auch später mitversorgt und gepflegt werden‘. Genau das ist eben nicht die Definition eines Generationenvertrages – die Kinderlosen doppelt zur Kasse bitten? Und bitte: musst Du wirklich in jeder, aber auch jeder Diskussion Deine Vorurteile über die CH loswerden? Wieso diskutierst Du denn dann mit, wenn wir alle so dämlich, geldgeil und ohne ’nationalen Ueberbau‘ sind?

    • Chiara sagt:

      Bin ganz Ihrer Meinung. Würden Familien unterstützt, bei welchen beide Elternteile arbeiten möchten, finde ich das benachteiligend für die Familien welche die Kinderbetreuung selber übernehmen. Somit wollen diese auch wieder entlastet werden. Wer Kinder will sollte es sich leisten können. Sonst bleibts bei einem oder keinem… Aber man will ja heutzutage immer de 5 & s’Weggli.

      • Anne sagt:

        Liebe Chiara – glauben Sie denn im Ernst, ich übernehme die Kinderbetreuung nicht selbst, nur weil ich zeitweise auf eine Krippe angewiesen bin??? Das tönt so nach Kinderneid – wenn ich kein Smarties haben will, darfst du dann im Fall auch keines haben, weil sonst ist es ungerecht…
        Und wenn Sie der Meinung sind, nur wohlhabende dürften Kinder haben, nähme es mich wunder, wie Sie dies umsetzen wollen. Zudem ändern sich Lebensläufe, Sie können froh sein, wenn Ihr Mann nie stirbt oder sich scheiden lässt. Aber was würden Sie dann tun?

    • Daniel Münger sagt:

      @Müller – Stellen wir uns nur vor, ein grosser Teil der Jugendlichen würden erst auf Kosten des Staates studieren, und danach einen gutbezahlten Job bei der öffentlichen Hand annehmen. Ein kleinerer Teil entscheidet sich für’s hängen und bezieht SoHi. Beide werden Kinder zeugen, und diese ebenfalls gleich von Beginn weg, fremdbezahlen lassen. – Kinder kosten Geld. Wer sich für Kinder entscheidet, nimmt auch eine Einbusse in Kauf. Zukünftige Steuerzahler, die wie beschrieben, ihr Geld ausschliesslich vom Steuerzahler nehmen, sind kein Zugewinn für die Gesellschaft, sondern ruinieren diese!

  • Elena sagt:

    Herr Köppel hat bereits vor einigen Jahren in einer TV-Debatte erklärt, seine Frau, damals schwanger mit dem ersten, werde zu Hause bleiben und sich um das Kind kümmern, während er sein „Kind“ Weltwoche hege und pflege. Offensichtlich hat er ein paar Jahre Überzeugungskraft gebraucht, bis sie nun doch endlich einlenkte. Schade für sie.

  • Simon Kaiser sagt:

    Er hat aber Recht. Ein Wunder, dass die Leute die Kinder noch selber auf die Welt bringen und dies nicht auch auf den Staat abschieben. Aber danach wieder motzen, wenn die Steuern wieder in die Höhe gehen, damit man solche Spässe finanzieren kann…

    • Paul Ernst sagt:

      Aber Herr Kaiser. Jene die wegen Steuern motzen, sind die gleichen, die die Kinder nicht selbst auf die Welt bringen.Kinder betreuen kann Spass machen, ist aber kein Spass in Ihrem Sinne. Von Abschieben kann keine Rede sein, den Kindern gefällt das.

    • Mon Dieu! Der arme, arme Klein-Roger! Wie gut lässt nun sich sein bisweilen mörderisch aggressiver Schreibstil verstehen … Als Erwachsener muss Mann derartige Erfahrungen aus der Kindheit (vom Vater an fremde Frauen an einen fremden Ort ausgeliefert, dort zu Honigkost verdammt, etc.) irgendwie kompensieren müssen/dürfen. Gross-Roger hats geschafft! Für alle Eltern, die ihre Kinder irgendwelchen Krippen anvertrauen (müssen) besteht somit Hoffnung: der Sprössling kann es in seinem Leben weit bringen. Genau wie Herr Köppel!

    • tststs sagt:

      Gelled Sie, und jetzt muss der Staat den Eltern auch noch Trottoirs zu Verfügung stellen, damit sie die Kinder in ihren neumodischen Kinderwagen umherkutschieren können, anstatt dass sie sie, wie es sich gehört, einfach auf den Rücken schnallen und über Stock und Stein gehen…
      😉

  • Heinz sagt:

    Wenn eine Frau von ihren Kindheit als armes unterdrücktes Mädchen erzählt, ist es dannb natürlich voll ok. Meiner Meinung nach soll der Staat jedes Kind gleich gut (besserr als heute) unterstützen und die Kinderbetreuung der Privatinitiative (dem Markt) überlassen. Ob die Eltern die Kinder mit dem Geld selber betreuen oder es in eine Krippe geben ist dann deren Entscheidung.

    • Reto B. sagt:

      Sie argumentieren, wie Köppel mit dem Individuum. Mir ist es egal, ob Eltern mehr oder weniger Geld vom Staat bekommen, ob sie „gleich gerecht“ unterstützt werden. Ich argumentiere, dass die Gesellschaft mittlerweile Männlein und Weiblein gleich ausbildet. Deshalb müssen wir für die funktionierende Gesellschaft auch schauen, dass Männlein und Weiblein arbeiten (können). Wenn das System dafür sorgt, dass ausgebildete Mütter besser zuhause bleiben, dann ist das in meinen Augen ein zu behebender Fehler. Und ja, wer weg ist, ist erst mal weg. Zurückkommen ist dann ungleich schwerer.

      • Sportpapi sagt:

        Das System? Ich behaupte ja, dass ganz viele Mütter – wahrscheinlich eine Mehrheit – dankbar sind, sind sie nicht gezwungen, ihre Kinder täglich fremdbetreuuen zu lassen. Ein Luxus, den man sich erst mal leisten können muss.

      • tina sagt:

        und die väter sind wohl auch froh dass sie das kinderbetreuen delegieren, und leisten sich den luxus, arbeiten zu können, sportpapi

      • Reto B. sagt:

        @SP: Ich will niemanden zwingen, seine Kinder fremdbetreuen zu lassen. Ich will es nur denen ermöglichen, die wollen und bei denen es Sinn macht (insbesondere gutausgebildeten und gesuchten Arbeitskräften). In meinem Fall würde ich gerne 3 Tage die Woche im Büro arbeiten, einen Tag Homeoffice machen (nach Möglichkeit auf zwei Tage verteilt) und bei meiner Frau das selbe System. So würden wir mit einem fixen Tag Krippe und wenn nötig einem weiteren Tag Fremdbetreuung pro Woche im Schnitt(wenn was unvorhergesehenes ist) durchkommen. Sonst sind zwei Hochschulabschlüsse fürn Arsch.

      • Sportpapi sagt:

        @tina: Wir leisten uns den Luxus, dass die Frau genau so viel auswärts arbeitet, wie sie das möchte. Und finanziell legen wir dafür drauf.
        @Reto: Ist doch gut, können Sie schon heute genau so tun, abgesehen davon, dass kaum eine Krippe ein Kind für einen Tag aufnimmt. Wir haben das mit einer Tagesmutter gelöst.

  • Paul Ernst sagt:

    Ich habe gestern in der Blocher-Zeitung BaZ gelesen, dass in der Stadt Basel rund 30% der Kinder in die Kita gehen. Basel ist somit vorbildlich und könnte auch von Herrn Köppel berücksichtigt werden, wenn er nur wollte. Der Beitrag war übrigens sehr positiv abgefasst. Herr Köppel sollte mal über seinen Herrliberger-Schatten springen. In Basel haben sie das offenbar schon getan, finde ich äusserst positiv. Meine Tochter schickt die Kinde auch in die Krippe. Sie kann sich so einen leichteren Berufseinstieg vorbereiten, denn irgendwann brauchts das Mami zu Hause nicht mehr.

    • Carlo Müller sagt:

      Was ist daran vorbildlich, wenn 30% der Eltern die Kinderbetreeung an den Staat abschieben und auch noch durch den Steuerzahler subventionieren lassen?

    • Guido Beck sagt:

      Schön, dass Sie hier BS als leuchtendes Beispiel herausstreichen. Insbesondere in BS erhalten Eltern (und natürlich Alleinerziehende), die nicht arbeiten und zu 100% von Sozialhilfe leben, Krippenplätze! Gerade Menschen, die von unseren Steuern leben und nicht arbeiten, hätten genügend Zeit, sich um ihren Nachwuchs selbst zu kümmern! Gleichzeitig wird eine alleinerziehende Mutter, die Teilzeit arbeitet, bei der Suche nach einem Krippenplatz benachteiligt, weil die Kita in diesem Fall weniger einnimmt. So viel zur rot-grünen Geldvernichtungspolitik in BS. Ja, lieber Köppel statt Grippe!

  • Philipp M. Rittermann sagt:

    köppel hat auf der ganzen linie recht.

    • Jack Stoffel sagt:

      @ Rittermann: Diesen Satz schreibt Ihresgleichen normalerweise mit einem anderen Namen als Subjekt. Dreimal dürfen Sie raten, wen ich meine.

    • tina sagt:

      soso. man kann also sagen „die armen armen kinder werden von fremden leuten betreut! nur weil die eltern unbedingt arbeiten wollen müssen“ und gleichzeitig eine nanny einstellen, damit diese die kinder fremdbetreut während man arbeiten kann. ist natürlich etwas vollkommen anderes. muss man sich erstmal leisten können. und wenn man sichs leisten kann, macht es den kindern nämlich nichts aus und alle freuen sich über die fremdbetreuung. nannys sind viel besser als krippenangestellte nämmli

    • Herr Köppel hat nicht ganz unrecht. Ich (Jahrgang 1965) bin so einer, der in seiner Kindheit die Exklusivität geniessen konnte, dass unsere Mutter so dumm war, voll für uns Kinder da zu sein und dem Vater den Rücken für die Karriere freizuhalten. Das waren noch Zeiten…

      Nun befasse ich mich mit dem Problem, dass diese Karriere-Väter unsere Mütter sogar noch nach der Pensionierung via Scheidung entsorgen und diese dann mit steuerfinanzierten Ergänzungsleistungen vom Staat durchgefüttert werden müssen [1], während der pensionierte Herr Kadermann im Luxus lebt.

      [1] Begründung: siehe mein Blog

    • Daniel sagt:

      Das sehe ich auch so!

    • Chiara sagt:

      Bin Ihrer Meinung… Siehe DE, FR, IT…

    • Lehrzeit sagt:

      Ich hätte nie gedacht, dass ich mal den Köppel unterstütze. Aber ich glaube keine Sekunde, dass kleine Kinder in der institutionalisierten Obhut emotional unbeteiligter Betreuungskräfte gut aufgehoben sind. Wie nur schon der Ritalinkonsum zeigt, ist nicht jedes Kind gleichermassen unkompliziert und grossgruppentauglich. Fremdbetreuung ist in Ordnung, solange sie echte Beziehung und Eingehen auf die individuellen Bedürfnisse der kleinen Kinder ermöglicht, und das bietet der Staat nicht. Apropos klein: die Kinder werden mit vier in den Kindergarten eingeschult. Es geht hier nicht nur um Krippen.

    • Daniel Münger sagt:

      Das sehe ich genauso.

  • Lorena sagt:

    Herr Köppel will nur, dass Kinderkrippen nicht durch die Eltern bezahlt werden, die ihre Kinder nicht fremdbetreuen lassen.

    • Anne sagt:

      Herr Köppel weiss aber auch ganz genau, dass unser Steuersystem halt nun so funktioniert, dass Steuergelder sehr viel finanzieren, wo halt nicht jeder Einzelne was davon hat… Zudem fehlt es ihm ganz offensichtlich an der Fähigkeit, aus seinem Elfenbeinturm rauszuschauen und wahrzunehmen, dass es noch andere Lebensrealitäten gibt und Familien, welche wohl ein Bruchteil von dem verdienen, was er und bis vor kurzen seine Frau anhäuften.

      • Lorena sagt:

        Kinderhaben ist kein Menschenrecht. Für mich ist es selbstverständlich, dass man, bevor man eine Familie gründet, erst einmal abklärt, ob und wie man sich das überhaupt leisten kann. Ich finde, die Initiative gibt ein völlig falsches Signal und setzt die Eigenverantwortung ausser Kraft. Was passiert, wenn der Staat alles regelt, sehen wir in gewissen EU-Ländern.

      • markant sagt:

        Sie ignorieren den Kommentar von Lorena. Es ist keines falls richtig, privates Glück vom Staat subeventionieren zu lassen. Im Endeffekt können wir ja gleich den ganzen Lohn an den Staat abliefern und der sorgt dann umfassend für uns. Das wäre dann Komunismus. Immerhin wäre Komunismus fair, da alle den gesamten Lohn abgeben und nicht nur der Mittelstand, der seine Steuern nicht optimieren kann.

      • Daniel Münger sagt:

        @Anne – Warum sollen wir Steuerzahler sämtliche egoistischen, linken Lebensrealitäten berappen? Die Rechnung geht nie auf, wenn zuviele bei der öffentlichen Hand arbeiten, und sich ihre Kinder ebenfalls durch diese bezahlen lassen/würden. Die Steuerzahler bestreiten über die Betriebe der öffentliche Hand den gesamten Lebensunterhalt von ca. 2 Millionen Menschen. Zählen Sie die Sozialhilfe empfangenden Zuwandererfamilien ruhig dazu. Und gerade diese 2 Millionen Menschen fordern ständig mehr, während sie gleichzeitig dem Staat immer weniger bringen und sogar gegen die besten Steuerzahler hetzen.

    • Pablo sagt:

      finde ich völlig richtig

    • Reto B. sagt:

      Und verschweigt, dass Kinderlose dann auch nix bezahlen. An niemanden. Dass sein System diejenigen belohnt, welche sich möglichst unsozial verhalten. Den grössten Teil der Betreuung nehmen in jedem Fall die Eltern wahr, auch bei „fremdbetreuten Kindern“. Es soll nur dafür gesorgt werden, dass Mütter auch in der Arbeitswelt verbleiben, denn das nützt der Wirtschaft, schafft Wohlstand (mehr Einkommen, mehr Ausgaben, mehr Steuern, mehr Produktivität) und kommt neben Müttern und Gesellschaft schlussendlich allen zugute.

      • Sportpapi sagt:

        @Reto B.: Mütter, die in der Arbeitswelt verbleiben möchten, tun dies doch schon heute. Immerhin sind Sie so ehrlich und sagen, dass der „Familienartikel“ eigentlich in erster Linie der Wirtschaft dient. Und diesem Aspekt könnte man sogar dafür stimmen…

  • Hannnes sagt:

    Ganz schlimm sind die langfristigen Schäden… gell Herr Köppel.

  • Sandar sagt:

    Danke für den Artikel. Es zeigt auf, was für ein unflexibler Mann Roger Köppel ist. Anstatt diese Erfahrung als persönliche einzuordnen, will er gleich alle Krippen weltweit abschaffen. Es gibt doch einfach Kinder, die gerne in die Krippe gehen, und andere die weniger gerne gehen und Basta.

    • Norbert Schädler sagt:

      Herr Köppel wird offenbar nicht verstanden. Seine Aussage ist klar und einfach. Kinder sollen die zeugen, die für sie, ohne Apell an die Solidarität, aufkommen können, andere bitte Hände weg. Darum habe ich keinen Ferrari, vielleicht bestelle ich am 04.03.2013 einen mit Rechnungsstellung an Herr Berset – immer noch viel billiger als die Krippenlösung.

  • Stefan sagt:

    Natürlich braucht es mehr Krippenplätze. Aber man darf einfach nicht zu viel erwarten. Es fällt vielen Eltern/Müttern schwer, erzieherische Verantwortung abzugeben. Eigentlich kann man sagen, Beruf und Familie lassen sich gar nicht wirklich vereinen, weil Mütter und Väter in jedem Fall auf etwas verzichten müssen:
    – Auf Kinder, wenn sie kinderlos bleiben
    – Auf Karriere, wenn sie Hausfrau werden
    – Auf Zeit mit den Kindern, vielleicht auf das erste Schrittchen, Wort, etc…, wenn sie das Kind in die Krippe geben, oder der Partner es betreut
    Dessen muss man sich bewusst sein.

    • Sportpapi sagt:

      Sind Sie denn sicher, dass es mehr Krippenplätze braucht? Offenbar an den meisten Orten eher nicht. Aber andere Öffnungszeiten. Nur – das ist organisatorisch und finanziell recht schwierig. Also doch die Nanny?
      Zum anderen gebe ich Ihnen recht. Genau so ist es.

      • Stefan sagt:

        Wahrscheinlich brauchts mehr Krippen und auch solche, welche länger/früher offen sind.
        Das ganze ist so ideologisch, weil so viele Fragen nicht berantwortet sind, wie z.B.:
        – Wie lange ist Kindererziehung Privatsache?
        – Sollen Eltern, die die Kinder privat betreuen, mit ihren Steuern Krippenplätze bezahlen? Sollen nur „Bedürftige“ Eltern (z.B. alleinerziehende mit knappem Budget) subventionierte Krippenplätze erhalten? Oder auch gut und teuer ausgebildete Eltern?
        Zu solchen Fragen gibts keinen Konsens, man dreht sich im Kreis. Ich seh keinen wirklichen Ausweg daraus…

      • tststs sagt:

        @Stefan: sehr interessante Fragen
        1) Erziehung ist doch nicht Privatsache (im Sinne v. Sache der Eltern), sondern immer noch Aufgabe der Gesellschaft
        2) Natürlich. Das wäre doch so ähnlich, wie wenn Sie fragen würden, sollen die Gesunden die Kosten der Kranken (via KK) übernehmen? Und die Höhe der Subvention ist bereits heute an das Einkommen geknüpft.
        Nun ja, insofern mir nicht alle recht geben, gibt es wirklich keinen 100% Konsens 🙂
        Aber ein Mehrheitskonsens wird sich schon finden lassen und somit mMn auch ein Ausweg…

      • Chiara sagt:

        „Sollen Eltern, die die Kinder privat betreuen, mit ihren Steuern Krippenplätze bezahlen?“ Das finde ich eine der wesentlichsten Frage in dieser Diskussion. Das geht ja auch nicht. Denn diese Familien haben ein Einkommen und gleiche Ausgaben für die Kinder (abgesehen von der Betreuung) und sollen dann noch Lebensentwürfe von andern Familien unterstützen. Versteh ich nicht. Wie wäre es umgekehrt, den Frauen, die zuhause bleiben für die Kinder, wird vom Staat ein Lohn ausbezahlt. Geht ja auch nicht und würde ich nie erwarten… Aber so viel dazu.

      • Sportpapi sagt:

        Eben, da ist kein Konsens. Und es wird häufig damit argumentiert, dass viele auf das Zweiteinkommen angewiesen sind – allerdings weiss man ja auch, dass gerade viele schlecht verdienende nach wie vor ihre Kinder nicht in die Krippe schicken. Und die Gut verdienenden sind auf Krippenplätze eher nicht angewiesen. Nebenbei: Ich finde „alleinerziehend“ ist auch nicht immer ein Schicksalsschlag und durchaus auch häufig selbst verschuldet. Auch hier sind in erster Linie die beiden Ex-Partner in der Pflicht, sich ihr jetzt teureres Leben zu finanzieren.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Gerade diese Idee, Erziehung sei Sache der Gesellschaft, ist ja politisch am meisten umkämpft. Damit würden Sie jedenfalls keinesfalls Mehrheiten finden. Die meisten denken ja, die Kinder werden tatsüber betreut und abends erzogen….
        Ihr zweites Beispiel ist ebenso unpassend. Gilt nur, wenn man die „Krankheit“ sich aussuchen darf. Und in den wenigen Fällen, wo man das unterstellt (Brust-OP etc.) ist das auch entsprechend umstritten…

      • Stefan sagt:

        @tststs: Wie soll denn dieser Konsens aussehen?
        Wer soll die Kosten tragen? Die Eltern alleine? Dann lohnt es sich ab dem zweiten Kind definitiv nicht mehr.
        Die Allgemeinheit? Dann werden die Leistungen der Eltern, die ihre Kinder selbst betreuen nichts mehr wert.
        Oder ein Mix? Oder alle Eltern bekommen Geld im Wert eines Krippenplatzes pro Kind? Irgendwie kanns das auch nicht sein. Ich sehe diesen Mehrheitskonsens wirklich nicht…

    • Peter Steiner sagt:

      Nein, es braucht nicht mehr Krippenplätze. Es gibt genug davon, nur sind sie für etliche vielleicht zu teuer. Fehlendes Geld oder hohes Anspruchsniveau an den Staat?

      http://www.nzz.ch/aktuell/schweiz/die-maer-vom-fehlen-der-krippenplaetze-1.17967274

  • falbala sagt:

    Der Roger hat mir soeben die Augen geöffnet in was für eine Kinderhölle ich meine 2 Kinder schicke. (ich meine, überlegt mal, flüssiger Honig!!) Ich werde sofort meine Stelle kündigen damit ich mich um meine vernachlässigten Kinder kümmern kann. Und weil wir leider nicht von einem Einkommen leben können melden wir uns auch sofort auf dem Sozialamt an. So, hoffentlich ist der Roger jetzt zufrieden. Oder doch nicht! Ich glaub ich kanns Ihm einfach nicht recht machen, was mach ich bloss..???

    • Laura TI sagt:

      Oder man schraubt die Ansprüche runter und lebt mit einem Einkommen. Wie machen es denn die Alleinerziehenden? Ich kriege keine Allimente mehr und schaffe es trotzdem mit einem Einkommen die sechsköpfige Familie zu unterhalten, ganz ohne Krippe, dafür mit viel Einsatz und sozialem Engagement.

      • Carolina sagt:

        Das ist eine Möglichkeit, aber ich würde gern darauf hinweisen, dass Wahlfreiheit für die Eltern, wie hier in der Schweiz gegeben, ein hohes Gut ist. Diese würde mMn eingeschränkt, denn der Staat kann kein Interesse daran haben, Vielfalt zu finanzieren. Zudem würden Eigeninitiative und Eigenverantwortung noch mehr abgewürgt, wie man gerade in ZH schön beobachten kann: schon jetzt sind willige Eltern unglaublicher Behördenwillkür ausgesetzt – gerade das Bauamt spielt da eine ganz unrühmliche Rolle. Setzen wir doch da an oder eben bei den Steuern.

  • Aristoteles sagt:

    Gerade gestern im Tagi gelesen: Durchschn. Rentabilität des CH-Arbeitnehmers liegt bei nur 83%! Ergo: Vater und Mutter fahren einige Jahre die Prozente herunter, arbeiten bsp. beide 70%, die restl. zwei Tage Grosseltern/Sharing mit Nachbarn/Krippe. Dank modernen Kommunikationsmitteln kann man auch an den Kindertagen am Ball bleiben. So haben die Kinder etwas vom Vater und von der Mutter, beide kennen den normalen Familienalltag und die Arbeitswelt. Und bei einer Scheidung muss der Mann nicht noch jahrelang die Frau durchfüttern, was bei der Wahl des klassischen Modells halt so ist.

  • xyxyxy sagt:

    Von Köppel mag man halten was man will.
    ABer FRau B. argumentation ist hier überhaupt nicht logisch. Sie vergleicht Kleinkinder mit Schulkindern. Mit dieser Logik könnte man auch Kinderarbeit rechtfertigen. Denn als junge Erwachsene müssen wir zur Arbeit, was vielen auch nicht gefällt, aber so ist es nun mal. Könnte man also sagen: wenn junge erwachsene, warum nicht auch Kinder – es ist sowieso das Leben an das sie sich gewöhnen müssen.
    Ja es ist halt ein unterschied ob eine Kind 16 oder 10 Jahre alt ist! Genauso ist es ein Unterschied ob ein Kind 6 oder 2 Jahre alt ist.

    • xyxyxy sagt:

      2
      damit ist natürlich nicht alles gesagt und damit möchte ich auch nicht Köppels Nein-Parole rechtfertigen (habe ich gar nicht gelesen)
      Was mich einfach stört ist diese ideologisch gesteuerte „Haudrauf-Argumentation“.
      Alles ist gut – jede Gegenargument gehört lächerlich gemacht – und jedes vorsichtige Hinterfragen „ist wirklich alles so gut?“ wird gleich in eine unschöne Ecke gestellt.
      Auf mich wirkt das sehr kontraproduktiv Frau B. — und ich denk mir mal, es gibt noch andere sensible Menschen, die sich von solcherart Argumentation als für blöd verkauft vorkommen.

      • Sportpapi sagt:

        „Auf mich wirkt das sehr kontraproduktiv Frau B. — und ich denk mir mal, es gibt noch andere sensible Menschen, die sich von solcherart Argumentation als für blöd verkauft vorkommen.“ Schön, geht es nicht nur mir so.

      • xyxyxy sagt:

        Danke SP
        Diese Rhetorik fällt mir bei ihr immer wieder auf. Sie greift allgmein akzeptierte Buhmänner auf und arrangiert den Text so, dass jeder der ihr widersprechen möchte, sofort im Topf mit diesen Buhmännern landet.
        Natürlich funktioniert diese Masche bei vielen. Bei mir kommt es gar nicht gut an, mich reizt das zum Widerspruch, selbst in Themen, wo ich weitgehend ihrer Meinung wäre.

      • Carolina sagt:

        Schliesse mich auch noch an. Was mich extrem stört ist, dass es anscheinend manchen reicht, einfach die Gegenposition zu RK einzunehmen – politisch nicht besonders aufgeklärt, oder?

      • plop sagt:

        pixel: mich schauderts, wenn Herr K irgendwo irgendwas macht/sagt/schreibt, dennoch gehe ich da mit xy und Konsorte einig. Aber gell, da ich die Kinder nicht in der Kita habe (ausser den grossen, aber in Steiner-Zeugs ab 3 jahren) und sie ihres ja glaubs ziemlich viel, ist unsere Suche nach „Bestätigung“ ja eh unterschiedlich. Was ja nicht heisst, dass einem das Verständnis für die andee Seite fehlt.

    • Claudio sagt:

      Bei der Behauptung, Väter, die Vollzeit arbeiten, würden die elterliche Liebe & Verantwortung an die Mütter der gemeinsamen Kinder OUTSOURCEN, blieb mir die Spucke weg. Die Kinder aber schon möglichst früh den ganzen Tag in einer KiTa zu deponieren ist ja etwas gaaaanz anderes

      • xyxyxy sagt:

        es gibt halt viele Leute – denen gefällt das pauschalisieren und das verurteilen von anderen
        denen gefällt es auch wenn der Gegner selbst so primitiv pauschalisiert – dann ist die Welt klar geteilt in Gute und Böse

        Die Kinder werden merken, wer sie liebt und wer nicht. Egal ob man nun den ganzen Tag für sie Zeit hat oder nicht.
        Falls Herr K. in dieses Horn geblasen hat, ist das total daneben – aber wenn man auf der gleichen Ebene gegenbläst, dann ist das eben kein bisschen besser. Meine Meinung

      • xyxyxy sagt:

        verstehen sie das nicht Pixel?
        ist doch so – ähnlich wie Herr K. kategorisch gegen alles ist, was „mainstream“ ist
        sind einige kategorisch gegen alles was aus dem Mund dieser Kreise kommt – das finde ich extrem primitiv und unügerlegt
        so waren einige gegen die Abzocker Initiative weil Blocher dafür war – jetzt wo er dagegen ist, sind sie wieder dafür: das ist für mich Kindergarten hoch drei

  • Sportpapi sagt:

    Es gibt ja heute noch einen weiteren Kommentar in der Druckausgabe des „Tagis“. Wo man sich wundert, dass die SVP jetzt plötzlich das Thema entdeckt und so viele „falsche“ Argumente einbringt. Immerhin wird zugegen, dass die Gegenseite genauso verfährt… Für mich bleiben zwei Fragen, unabhängig davon, wie ich stimmen werde (was ich noch nicht weiss): Weshalb sagen Befürworter, der neue Artikel habe per se keinerlei Folgen, während sie gleichzeitig von einem Meilenstein reden? Und weshalb läuft die Vorlage unter „Familienartikel“, wo es doch eher ein „Wirtschaftsartikel“ ist?

    • Sportpapi sagt:

      Immerhin wäre es doch viel einfacher, direkter und ehrlicher, die Familien zu fördern, indem man über direkte Kinderbeiträge (oder Steuerabzüge) gehen würde. Und zuletzt: weshalb wird eigentlich den „Gegnern“ unterstellt, gegen Familienförderung zu sein, wo sie doch gerade zum Wohle der Familie, der traditionellen Familie, sich einsetzen.

      • tststs sagt:

        „Immerhin wäre es doch viel einfacher, direkter und ehrlicher, die Familien zu fördern, indem man über direkte Kinderbeiträge (oder Steuerabzüge) gehen würde.“
        Wenn man vom Grundgedanken ausgeht, dass bei den meisten Doppelverdienern mit Kindern beim Arbeiten ein Müssen und nicht ein Wollen dahintersteckt, geht auch diese Idee nicht mehr auf. Es müssten dann ja soviel Beiträge (oder Abzüge) sein, dass das fehlende Einkommen aufgehoben wird… Und zur zweiten Frage: Sie keinen meine pers. Meinung: die „trad.“ Familie ist ein Hirngespinst; die „Gegner“ fördern also nur eine bestimmte Art d.Fam

      • Carolina sagt:

        So ist es, SP. Man frage sich, warum diese Form der Familienförderung nicht eine Abstimmung wert ist. Steuerlich müssen Familien bzw Kindererziehende mal mindestens denen, die das nicht sind, gleichgestellt werden – ganz unabhängig davon, welches Modell welche Familie lebt. Es wäre vor allem ehrlicher, denn dieser Abstimmungsartikel macht nichts anders, als wieder zu polarisieren: als ob das Modell, das Eltern wählen, falsch oder richtig sein kann, als ob nicht jede Familie selber dafür verantwortlich sein muss, wie sie ihre Kinder erzieht. Steuerliche Abzugsfähigkeit würde der Tatsache

      • Carolina sagt:

        /2 Rechnung tragen, dass der Staat ein Interesse an ’neuen Steuerzahlern‘ hat.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Ihr Grundgedanke ist falsch. Gerade die Leute, die schlecht verdienen und auf ein zweites Einkommen angewiesen sind, nutzen die externe Kinderbetreuung häufig nicht. Leider. Und natürlich sollte der Beitrag so gross sein, dass es schliesslich reicht. Meinen Sie denn, es ist sinnvoll, eine Familie die Krippe zu zahlen, damit die Frau dann putzen gehen kann? Nein, da gebe ich das Geld lieber direkt. Geht es aber um längerfristige Investition, kann man es auch als das betrachten und werten. Und die Leute unterstützen, die sich diese Investition momentan nicht leisten können.

      • Sportpapi sagt:

        @tststs: Zum zweiten. Nein, die Gegner fördern gar kein Modell. Sie möchten ja nicht Krippen verbieten, die schon ziemlich flächendeckend vorhanden sind. Sondern allenfalls den weiteren Ausbau, sicher aber die flächendeckende Subventioniertung, die eben der Wahlfreiheit widerspricht.

      • Anne sagt:

        Wieso soll eine Subventionierung der Wahlfreiheit widersprechen? Das ist doch – sorry – Chabis. Es wird niemand gezwungen, sein Kind in eine Krippe zu bringen.
        Und woher wollen Sie wisse, SP, dass gerade die schlechter verdiendenden ihre Kinder nicht in die Krippe bringen? Da widerspricht meine Erfahrung der Ihren. Das ist das gefährliche an subjektiven Wahrnehmungen, welche dann als Allgemeingültig betrachtet werden, womit wir wieder beim Kern des Übels wären – einem stinkreichen Rechtskonservativen, der unter dem Deckmantel des Journalismus Politik betreibt.

      • Muttis Liebling sagt:

        Carolina, Steuerabzug trifft nur die (gut) Steuer zahlenden, nicht alle. In der viel gescholtenen DDR gab es sowas: Bei Eheschliessung gab es einen zinslosen Kredit von 5000 Mark (das entsprach im Durchschnitt 100 Monatsmieten, 6000 1 kg- Brote, aber nur 1/3 Auto, was es aber eh nicht zu kaufen gab).
        Bei der Geburt des 1. Kindes wurden 1000, beim zweiten 1500 und beim 3. der Rest gestrichen. Man hat den Kredit abgekindert. Das ist auch ein Modell und hat den Vorteil, einkommensabhängig zu sein. Mehr Kinder wurden deshalb trotzdem nicht geboren, die wurden nur zeitlich vorgezogen.

  • Muttis Liebling sagt:

    Sätze, wie: ‚…im Job bleiben und so die Investitionen sichern, die der Staat in ihre Ausbildung gesteckt hat.‘ stammen aus der Mottenkiste politischer Unkundigkeit.
    Der Staat, weil mittellos, kann nicht investieren, kann nur umverteilen. Den einen nimmt er, anderen gibt er.
    Es ist sehr naheliegend, dass er denen mit dem grössten Zukunftspotential, den Kindern, am meisten gibt. Und denen am meisten nimmt, die unanständig viel haben.
    Ansonsten ist der Staat mein Schuldner, ich schulde ihm nichts, auch nicht Dankbarkeit.

  • Peter Lang sagt:

    Ich war mit 3 Monaten in die Krippe. Alles war Tip top, heute bin Vater von eine Mädchen die eben mit 4 Monaten in die Krippe geht. Sie ist glücklich und wir haben ein Tolle Familie. ABER das ist nur meine Meinung, Köppel hat seine, und jeder hier denkt etwas anderes, wir müssen sowas respektieren

    • Muttis Liebling sagt:

      Wozu haben Sie das überhaupt geschrieben?

      Ich war auch in Krippe und Kindergarten, 5 Tage/ Woche und 8h am Tag. Meine Kinder waren das nach dem Abstillen auch und bei deren Kindern ist es genauso. Berlin bietet trotz riesiger Finanznot das Recht auf kostenlose Kinderbetreuung, weil dies das Selbstveständlichste von der Welt ist. Wenn das Geld nicht reicht, muss man woanders sparen, Kinderbetreuung geht vor allem anderen.

      Wenn wir unsere Kinder mal, weil es einen freien Tag gab, zu Hause behalten wollten, haben die so lange gequengelt, bis sie doch zu den anderen Kindern gehen durften.

      • Carlo Müller sagt:

        @Liebling: „Das Selbstverständlichste von der Welt“? Scheinbar ist der alte SED-Geist in Berlin immer noch recht lebendig…

      • Chiara sagt:

        Jaja, das schöne Berlin! Und wie Problemfrei Deutschland doch heute hiersteht. Defizite kommen auch von solchen Einstellungen… MAN MUSS ALLLLLLES UNTERSTÜTZEN UND FÜR ALLES IST DER STAAT ZUSTÄNDIG. Nein, dass möchte ich nicht.

      • Sportpapi sagt:

        Wenn die Menschen in Berlin das so wünschen, ist das ja toll. Viele Eltern in der Schweiz möchten das aber nicht. Also wird debattiert, weil eine Seite meint, nur sie wisse, was unter „Famiilienpolitik“ zu verstehen ist, und die andere, die von sich das Selbe glaubt, sei völlig neben den Schuhen. Dabei könnten wir uns in der Schweiz den Luxus „Wahlfreiheit“ leisten, statt nur auf die Bedürfnisse der Wirtschaft zu achten.

      • Muttis Liebling sagt:

        @SP, warum verlieren die seriösen Zeitungen Leser, das öffentlich- rechtliche Fernsehen Zuschauer und populistische Parteien Anhänger? Weil niemand mehr das sowohl als auch, das Abwägen, das Kompromissliche will. Man kann diskutieren, zeitlimitiert, aber dann muss die Ausage stehen.
        Auch wenn das Dorf- demokratisch erzogene Schweizer nie verstehen, es gibt viel Falsches und immer exakt nur ein Richtiges. Es gibt keine Richtigkeitsvielfalt. Folglich bildet Meinungsvielfalt ausser Meinung nichts ab. Am Ende muss eine, nur eine Meinung stehen und die wird durchgesetzt.

  • tina sagt:

    …..und alle kinder sind immer 100% happy mit der ihr zugeordneten gar nicht nanny, die natürlich überhaupt keine fremde ist.
    die ersten jahre hatte ich eine tolle krippe, in einem schönen haus, in einem tollen garten, mit lieben betreuerinnen die nicht oft wechselten und kleinen gruppen. die kinder konnten dort auch dinge tun, die sie zuhause nicht hätten können, es war eine art robinsonspielplatz in der grossfamilie. aber die städtischen horts ab der 4. klasse fand ich auch nicht mehr gut, was allerdings von den einzelpersonen abhängt die dort arbeiten.

  • Karl Müller sagt:

    Ehrlicher, offener und selbstkritischer Beitrag von Roger Köppel. Nicht ganz im Mainstream, aber durchaus fundiert und emotional. Auch meine Meinung: Krippen sind nicht des Teufels, aber persönliche Betreuung durch eigene Eltern ist dem überlegen. Ganz speziell im Alter von bis 3 Jahren.

    • Franz sagt:

      Absolut einverstanden Herr Müller. Ich würde sogar sagen, bis zum 6ten Altersjahr sind die Eltern unverzichtbar. Ich bin nicht per se gegen Krippen aber nur unter ganz speziellen Voraussetzungen. Paare, die mit den Luxuskarossen am Abend vorfahren um ihre Kleinst- und Kleinkinder abzuholen sind kategorisch von einem solchen Angebot auszuschliessen. Es soll nur denen offenstehen, die eine wirtschaftliche Notlage geltend machen können. Dabei soll abgeklärt werden, wie es dazu kam. Selbstverwirklichung ist egoistisch. Kinder sind kein Lifestyle label!

  • Erich Meier sagt:

    Ich selber habe auch sehr negative Erinnerungen an ein Kinderheim. Ganz abgesehen davon sind Staatskrippen abzulehnen, weil die erzieherische Verantwortung den Eltern schleichend entzogen werden und durch staatliche Erziehung nach zentralistischen Kriterien ersetzt werden soll. Sozialismus nach Ostblockmanier lässt grüssen ! Zudem weiss nicht einmal der Bundesrat, welche enormen Kosten das verursachen wird. Wo wir doch mit AHV, IV, ALV schon mehr als genug Finanzprobleme haben. Staatskrippen NEIN !

    • Kévin Dupont sagt:

      Und wie viel kostet es den Staat, wenn er alleinerziehende Mütter unterstützen muss, die nicht arbeiten gehen? Wie hoch sind die Kosten von brachliegendem gut ausgebildetem Potenzial in Form von nicht arbeitenden Elternteilen? Eine bisschen gar einfache Milchbüchleinrechnung, die sie da aufstellen. Ausserdem bleibt die Fremdbetreuung immer noch freiwillig und die Förderung von Krippen gilt auch für private. Im Gesetz steht nirgends, dass es staatliche Krippen sein müssen

  • erika berger sagt:

    Musste meine Tochter auch zwei Jahre in die Krippe bringen, ist schon 30 Jahre her war alleinerziehende Mutter darauf angewiesen. Würde es nie mehr tun, die Kinder sollten bei der Mutter sein , sehe alle Tage wie die Mütter die Kinder am Morgen in die Krippe bringen und es tut weh das anzusehen, entweder Karriere oder Kinder ist heute meine Meinung.

  • Kein Kind geht gerne und freiwillig von zu Hause weg. Mit 10 Jahren, es war der 19. Januar 1953, musste ich für drei Monate in ein Sanatorium nach Davos. Es war, na ja, warum weiss ich heute noch das Datum, als ich aus dem Haus musste?

  • anna hug sagt:

    Jeder soll es selber wissen, aber die Wissenschaft gibt klare Angaben dazu, dass die Krippenbetreuung von unter 3 Jährigen (aber insb. von unter 2 Jährigen) negative Folgen, insb. auf das Bindungsverhalten von Kleinkindern hat. So wird ein Maximalwert von 10 Stunden/Woche propagiert. Dies ist „the inconvenient truth“, sollen Eltern selber entscheiden, was sie mit diesen Forschungsergebnissen anfangen. Ich bin der Meinung, dass eine talentierte gut ausgebildete Frau auch nach ein paar Jahren Pause genau die Stelle findet, die zu ihr passt! Mütter, seid etwas mutiger!

    • Muttis Liebling sagt:

      Gibt es für diese, sagen wir höflich, sehr verwunderliche Aussagen eine Quelle?

    • Lara Fontes sagt:

      Als Chemikerin z.B. Wenn du 1 Jahr weg bist, dann bist du „out“ und findest kein Job mehr (eigene Erfahrung). Sie Anna propagieren die These dass Frauen müssen Jobs ausüben die erlauben nach 2 Jahren pause ein zurück im Arbeitsmarkt, also kein Top Job. Das ist Diskriminierung…

    • Anne sagt:

      war ja klar, dass sofort irgendwelche – nicht mal verlinkte – Studien herangezogen werden.
      Wer’s ein wenig detailiierter mag:
      http://www.swissmom.ch/kind/praktisches/lernen-und-lehren/fremdbetreuung-und-bindungsfaehigkeit.html

    • Prisca sagt:

      Das habe ich leider nicht so erlebt. Ein paar Jahre Pause ob wegen Kinder oder wegen was Anderem macht es sehr schwierig wieder eine Stelle zu finden, geschweige denn, genau die Stelle, die zu einem passt. Das klappt ja sonst schon nicht immer. Man ist halt einfach sehr schnell weg vom Fenster und hat den Anschluss verloren. Da müssten die Unternehmen mehr in die Verantwortung gezogen werden, sprich willig sein Leute einzustellen, die ein paar Jahre „Pause“ gemacht haben und allenfalls auch entsprechendes Training anbieten. Am Wollen scheitert es aber oft.

      • Alex sagt:

        „Ich bin der Meinung, dass ein talentierter, gut ausgebildeter Mann auch nach ein paar Jahren Pause genau die Stelle findet, die zu ihm passt! Väter, seid etwas mutiger!“

      • Dan Bourque sagt:

        Warum sollten die Unternehmen das tun ? Es ist sicher nicht die Aufgabe der Firmen, Sozialpolitik zu machen. Meiner Ansicht nach ist es oft viel wertvoller, auch für die Gesellschaft, wenn sich die Frauen um die Kinder kümmern anstatt einen langweiligen Bürojob anzunehmen.

      • meraxes sagt:

        „Meiner Ansicht nach ist es oft viel wertvoller, auch für die Gesellschaft, wenn sich die Männer um die Kinder kümmern anstatt einen langweiligen Bürojob anzunehmen.“

    • Carlo Müller sagt:

      @anna hug: Weshalb muss die Mutter Pause machen? Warum nicht der Vater?
      Ansonsten: Dringend wäre ein Kulturwandel punkto Teilzeitarbeit. Ich kenne ein Paar wo beide 60% arbeiten und das Kind einen Tag in der Kripp betreut wird. In meinen Augen eine gute Lösung.
      Aber in vielen Unternehmen ist Teilzeitarbeit immer noch ein Karrierekiller und/oder ohnehin nur für wenig qualifizierte Jobs möglich. Dies muss sich ändern!
      Mindestens was die Verfügbarkeit von Teilzeitjobs angeht, wären evtl. Anreize via das Sozialversicherungs- oder Steuerrecht nützlich.

  • bloch sagt:

    es ist mit svp-angehörigen immer das gleiche. dagegen dagegen dagegen. aber eigentlich heisst svp schweizerische volkspartei.
    wen wir familien nicht begünstigen oder unterstützen, überlegt sich herr und frau schweizer zwei mal ob sie kinder wollen und die kinderzahlen von schweizer kinder sinken weiter und dan giebts nur noch „böse“ ausländerkinder im „erfolgsmodell“ schweiz. lieber dagegen herr köppel

    • Matti Hoch sagt:

      Auch wenn ich kein grosser Freund der SVP bin, stimmt es einfach nicht, was Sie hier sagen. Es geht der SVP nicht darum, dagegen zu sein! Es geht den Menschen, die z.T. so denken wie die SVP darum, nicht immer ja zu sagen, was der mainstream diktieren will. Diese Leute haben mehr Durchsicht als die ewigen Ja-Sager, die alles sehr schnell akzeptieren, ohne es vorher duchdacht zu haben. Man will doch modern sein, mit der Zeit gehen, nicht anecken! Da lob ich mir Leute wie die in der SVP, die zum Teil aufrichtig sind und alte Werte noch verteidigen, deshalb das viele Nein-Sagen!

    • Das liegt im Wesen der Politik: Denn sonst könnte man gleich in die anderen Parteien übertreten! Wenn man Politik macht macht man das ja für das Volk und wenn das eigene Anliegen keine Mehrheit oder viele Kritiker findet, dann ist es eventuell einfach noch nicht gut genug verkauft oder begründet worden.

      Anderenfalls muss man als PolitikerIn in Betracht ziehen, das Volk, für das man politisiert, auszuwechseln durch Auswanderung! Ein grosser Teil der Bevölkerung ist ja dafür, nämlikch für die SVP, weil er sie gewählt hat!

    • Sportpapi sagt:

      Ich hoffe sehr, dass sich Herr und Frau Schweizer mindestens zwei Mal überlegen, ob Sie Kinder wollen. Und sie das nicht davon abhängig machen, ob eine Krippe nun subventioniert ist oder nicht.

      • Reto B. sagt:

        Kann nur für mich sprechen. Wir haben Kinderwunsch. Wir können diesen auch finanzieren. Es geht nur darum auf wieviel von unseren 200% Arbeitstätigkeit wir verzichten dabei. Momentan sieht es nach einer Zeit des Gebärens und Stillens nach maximal 140% aus. Mit Krippe wird es eher 160%. Wir werden es wohl so oder so machen. Weshalb wir aber mit 160% weniger Geld verdienen leuchtet mir nicht ein. Will denn der Staat nicht, dass wir arbeiten?

      • Sportpapi sagt:

        @Reto: Sie haben recht, dass es in einem gewissen Einkommensbereich zu nicht nachvollziehbaren Einbussen kommt. Offenbar gibt es da – analog zur Heiratsstrafe – zu wenig politischen Willen, etwas zu ändern. Hat aber mit dem aktuellen Thema eher wenig zu tun. Oder sollte viel höhere Priorität haben!

    • Chris Schroedi sagt:

      Ist es denn falsch, GEGEN etwas schlechtes zu sein?

      • Anne sagt:

        Kinderhaben ist in der Schweiz eines der grössten Armutsrisiken… Da kann es sehr wohl eine ganz wichtige Rolle spielen, ob eine Krippe subventioniert wird oder nicht. Als teilzeiterziehende Mutter hätte ich ohne diese Plätze zur Sozialhilfe gemusst. DAS darf einfach nicht sein! Und im Übrigen – in unserer Krippe waren die Bezugspersonen immer die Selben. Das ist ein immens wichtiges Qualitätszeichen. Anstatt Grossmami die Nadja von der Krippe – glauben Sie mir, meine Kinder gingen sehr gern in die Krippe!

      • Sportpapi sagt:

        Ob Sie nun Unterstützung direkt oder indirekt erhalten, ist eigentlich kein wesentlicher Unterschied. Wenn Kinder ein Armutsrisiko sind, das reduziert werden soll, weshalb dann nicht mit Direktzahlungen? Weshalb muss eine Frau nun die Kinder fremdbetreuen lassen und dafür im Extremfall gleichzeitig gegen Lohn fremde Kinder betreuen, nur damit Sie in den Genuss von Unterstützung kommt?

      • Hitz sagt:

        SP: Sie bringen es auf den Punkt.

      • Anne sagt:

        Das meinen Sie jetzt aber nicht ernst, dass dies kein wesentlicher Unterschied sein soll? Versetzen Sie sich bitte in die Lage, dann haben Sie eigentlich auch schon die Antwort. Und :Weil das Ziel sein sollte, dass die Frau langfristig für sich sorgen kann, sich eine Existenz aufbauen kann. Und die Krippensubventionen kosten im Vergleich zur Sozialhilfeunterstützung einen Bruchteil. Es kann doch nicht sein, Berufsleute in die Sozialhilfeabhängigkeit zu drängen, nur damit der Staat keine Krippenplätze mitfinanziert?

    • Dan Bourque sagt:

      Bei einer Vorlage, die Mrd an Folgekosten auslösen wird, lohnt es sich, dagegen zu sein. Ich habe keinerlei Lust, mit meinen Steuern reichen Doppelverdienern die Krippe zu finanzieren und noch mehr Frauen in den überforderten Arbeitsmarkt zu schicken. Kindererziehen ist Sache der Eltern und nicht des Staates.

  • Sportpapi sagt:

    Köppel bringt hier seine persönliche Erfahrung ein. Darf er, soll er, und ist zu respektieren, statt lächerlich zu machen. Denn oft genug wird – auch hier – erklärt, dass es für die Kinder gar nichts besseres geben kann, als Hort/Krippe.

    • Muttis Liebling sagt:

      Es ist ja auch so. Kinder müssen unter Kindern erzogen werden, mit allem was dazu gehört. Hierarchische Strukturen, einer ist der Chef, einer ist der letzte und bekommt die meiste Prügel. Schlafen und Pinkeln nach Zeitplan. Sowenig Individualität, wie möglich. Was ist daran beklagenswert?
      Die Gesellschaft braucht keine narzisstischen, von Mama verhätschelten Einzelgänger, die ihre Beziehunsunfähigkeit später durch hohe Scheidungsraten und Gebärstreik demonstrieren.

      • Carolina sagt:

        ML, mich schaudert’s. Ich habe Cousins und Cousinen, die in Ihrem hier skizzierten sozialistischen Paradies aufgewachsen sind, in der versucht (!) wurde, Individualität ggfs auszuprügeln. Die sind heute die ersten, die laut schreien würden, wenn sie das ihren eigenen Kindern antun sollen. Für Ihre Behauptungen (Beziehungsunfähigkeit, hohe Scheidungsraten etc) gibt es keinerlei Belege, im Gegenteil, sie scheinen mir die pure ideologische Verblendung zu sein. Mal ganz abgesehen davon, dass sie mit dem, was hier diskutiert hat, relativ wenig zu tun haben.

      • Sportpapi sagt:

        @ML: Ich glaube nicht, dass SIe mir Ihrem Modell hier Mehrheiten beschaffen könnten…

      • pixel sagt:

        haha, herrlich, ML outriert und zelebriert sich dabei selbst.

        Trotzdem: Zieht man mal die ganze Uebertreibung ab und betrachtet Tara, hat er so ganz unrecht ja nicht.

      • Hitz sagt:

        Ich finde MLs Einwurf insofern nicht mal so schlecht, weil er offenlegt, was die Beschöniger und wir-machen-das-ja-nur-zu-Eurem-Besten-Apologeten der Rundumbetreuung von der Wiege an gerne verschweigen. Es geht nicht darum, Eltern zu entlasten, es geht darum, gute kleine Staats- und Systembürgerlein heranzuerziehen. Es fragt ja auch nie jemand, wieso wir in so einem beschissenen System leben, in dem beide Eltern fast zwangsläufig arbeiten MÜSSEN oder wieso es heute scheinbar normal ist, die Menschen nur noch unter Gesichtspunkten der Verwertungslogik zu betrachten.

      • Muttis Liebling sagt:

        @Sportpappi, in meiner Welt braucht man auch keine Mehrheiten, da wird von oben durch regiert. Klar ist das übertrieben, im Kern meine ich aber, dass es keine Biotope für Hätschelkinder geben muss. Erziehung zum Leben erfordert einen gewissen Realitätssinn und nicht Wunschdenken.
        Ansonsten entstehen solche, die ich tatsächlich getroffen habe, die stolz über ihre Deeskaltionsfähigkeit sind und damit meinen, sich auch in Überzahl nicht gegen schnöde Gewakttäter wehren zu können, statt dessen lieber das Taschengeld offerieren. Solche Kinder möchte ich nicht.

      • Carolina sagt:

        Hitz: merci!
        ML: ich gehe mir jetzt in der Mittagspause meine Kinder und deren Freunde und Kollegen nochmal genau anschauen, denn das ist mir wirklich neu. Könnte es sein, dass Sie hier etwas verwechseln, nämlich die Berliner-ich-habe-einen-Anspruch-auf-Kita-Kinder mit einem freiheitlichen System, das die Finanzierbarkeit/Wirtschaftlichkeit im Auge hat, aber trotzdem noch (!) Individualität und Wahlfreiheit des Familienmodells wahrt?

      • Sportpapi sagt:

        @ML: Und plötzlich sind wir uns einig. Nur glaubst du, dass meine Söhne, die mehrheitlich zu Hause zu Hause betreut werden, solche Waschlappen werden? Im Gegenteil. Sie werden erzogen, ihr Leben selber in die Hand zu nehmen, sich zu engagieren, wenn sie die Kraft haben, und Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn es nötig ist.

      • Hitz sagt:

        ML: Ich glaube, ich könnte meinen Kindern besser eine gewisse Wehrhaftigkeit beibringen, als dass sie diese in sozialtherapeutisch begleiteten, nach neuesten erziehungswissenschaftlichen Erkenntnissen durchgebürsteten und gendergerechten (würden ja vom Staat bezahlt und müssten deshalb auch staatliche Vorgaben einhalten) Kitas lernen würden.

      • Muttis Liebling sagt:

        Na, da sind wir uns ja wieder alle einig. Nur mit Carolina nicht ganz. In einer derartigen Überflussgesellschaft interessiert mich Finanzierbarkeit und vor allem Wirtschaftlichkeit nicht. Wir wollen Kinder, die selbstbestimmt leben können, sich nicht von solcher Kacke wie Geld, Karriere übersteuern lassen. Erfolg schon. Meine Kinder haben das geschafft, ich auch.
        Wir haben sehr unterschieldliche kulturelle Hintergründe, aber wollen das Gleiche, bei unterschiedichen Zugängen. Der Schweiz traue ich das nicht wirklich zu, weil Wohlstand eine zu grossse Rolle spielt.

      • Carolina sagt:

        Wer in einem Staat sozialisiert wurde, der seinem Bürger jede Form der Individualität und Meinungsfreiheit auf Biegen und Brechen absprach – und diesen Staat (Ex-Staat! ) auch noch bei jeder Gelegenheit verherrlicht -, wer strikt durchorganisierte Hierarchien für die Normalität hält, ohne jede Durchlässigkeit, hat mMn überhaupt nichts über ein freiheitliches System kapiert. Die gesamte (!) Schweiz als ‚Biotop für Hätschelkinder‘ zu bezeichnen, ist einfach nur dümmlich. Mir sind aufmüpfige Bürger allemal lieber als preussische Strammsteher, die jedem hierarchisch ‚Ueberlegenen‘ hinterherlaufen.

  • pixel sagt:

    Herrlicher A r t ik el @Milchèle! Danke, treffend auf den Punkt gebracht!

  • marie sagt:

    da sucht jemand lösungen mit argumenten von gestern, dessen strukturen von vorgestern sind. und genau die verhindern und torpedieren lösungsansätze für heute und morgen. wir haben heute die mittel, möglichkeiten zu schaffen, um das leben nach unseren bedürfnissen einzurichten. das schliesst das bedürfnis die kinder vollumfänglich zu betreuen genau so ein, wie arbeitstätige mütter, die kitas beanspruchen.
    und ich bin immer noch von den bananen meiner tagesmutter traumatisiert, dafür durfte ich zu hause erdbeeren, zwetschgen, birnen und trauben essen, soviel ich wollte. so what!

    • Muttis Liebling sagt:

      Guten Moprgen marie, man glaubt sich wirklich im falschen Jahrhundert, nicht nur was dieser Herr K., sondern auch, was das Publikum hier schreibt. Da der Mensch immer ein Herdentier war, sind von Beginn an bis zur Industrialisierung Kinder immer kollektiv erzogen worden. Nur in der kurzen Zeitspanne von vielleicht 150 Jahren sind sie der Verwahrlosung durch eine überforderte Mutter überlassen worden.
      Aber die Duskussion passt zu CH, wo man Kinder als Privatsache betrachtet, deren Kosten in der Familie bleiben sollen, deren Wirtschaftlichkeit später aber ausserhalb dieser ausgebeutet wird.

      • Peter Steiner sagt:

        Man zitiert die Geschichte, wo sie einem in den Kram passt. Beispiele finden sich für alles.

      • xyxyxy sagt:

        realitätsfremd wie immer: die dumme, dumme CH, die aber auch so alles falsch macht und trotzdem soviel besser funktioniert, dass selbst Menschen aus paradiesisch geregelten Ländern zu uns Rückständigen einwandern…
        und wir sind ja alle so verwahrlost aufgewachsen in den letzten 150 Jahren, in denen es den grössten Fortschritt punkte allgemeiner Wohlstand, Menschenrechte, individuelle Selbstbestimmung, und nicht zuletzt 70 Jahre Frieden, gegeben hat.
        Ideologischer Elfenbeinturm ML – ohne Realitätsbezug

      • Chiara sagt:

        Was für eine Lösung würden Sie sich für die Familien vorsehen, welche ihre Kinder selbst betreuen. Die haben ja folglich nur ein Einkommen und zusätzlich die Kosten für die Kinder. Hier müsste auch eine deutliche finanzielle Entlastung hin, denn dieses Geld fliesst später auch in die Wirtschaft und nicht in diese Familie zurück.

      • Muttis Liebling sagt:

        @xy, auch die 70 Jahre Frieden mussten andere für Euch organisieren, ohne die viel gescholtene EU wäre das längst nicht der Fall. So wie der Reichtum ist auch der Friede nur parasitär erworben.

        @Chiara, aus welchem Grund soll man Eltern entschädigen, welche ihre Kinder zu Hause erziehen? Herdprämie nennt man so etwas. Wer nicht nimmt, de will nicht, fertig.
        Der Staat ist nicht zu Gerechtigkeit verpflichtet, schon gar nicht ewig Gestrigen den goldenen Nachttopf hinterher zu tragen.

      • xyxyxy sagt:

        ML – ja ja wir sind die Parasiten dieser Welt
        lustig nur, dass wir ja schon viel länger als 70 Jahre Frieden haben, schon lange bevor es eine EU gab…. aber das nur so nebenbei
        es ging in den „150 Jahren Verwahrlosung“ ja auch nicht nur um die Schweiz – sondern um den Fortschritt der so organisierten Gesellschaften im allgemeinen. Ihr idealisiertes Kollektiv hingegen: waren ja genau diese Gesellschaften, welche sehr anfällig für totalitäre Ideologien waren, die dann die Kriege vom Zaun gebrochen haben. (oder Mauern errichtet haben) – Wow! Super! Viiieel besser als CH. Momol ML

    • markant sagt:

      Das ist jetzt aber ganz frech: Nicht sie haben die (finanziellen) Möglichkeiten sondern die anderen, die sie enteignen möchten, damit sie ihre Kinder fremdbetreuen können. Es ist ihr Kind, ihr Bauch wie kommen sie darauf, andere für ihre Bedürfnise einzuspannen? Wie wäre es, wenn sie mit anderen Eltern einfach selbst eine Kinderbetreung aufbauen würden? Aber nein, es ist viel einfacher ander Menschen ihre Arbeit machen zu lassen

      • marie sagt:

        meine eltern sind verstorben, ich bin leider kinderlos und ich bezahle gerne steuern, damit familien entlastet werden. sonst noch fragen?

  • zysi sagt:

    Köppels haben den ersten Schritt dazu getan. Seine Frau, so sagt er, betreue die Kinder seit Neuestem selber.

    Walks the talks – vorbilder sagen mehr als tausend worte (blog text = 743)

Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt.